Erstes Blatt 165. Jahrgang Die heutige Nummer umfaßt 26 Seiten der (teuer muß ohne Bedenken unb1 Rücksichtnahme eingelöst werden. Nach dem gestern veröffentlichten amtlichen Bericht über den Untergang des Torpedobootes S 178 wäre es schlecht angebracht, in Angriffe auf das „System" cruszn- brechen. Der Unfall ist nach Beendigung der Seenranover, bei der Rückkehr auf den Ankerplatz, erfolgt, und daß sehr stürmisches Wetter geherrscht hat, erforderte ja nicht etwa die Einstellung der Uebungen. Die Ursache des Zusammenstoßes war darin zu suchen, daß das Boot S 178 wegen des Sturmwetters sich nicht in der Marschformativn hatte halten können und, um mit seiner Halbflottille den Ankerplatz erreichen zu können, versucht hatte, am Bng des! Kreuzers „York" vorbeizufahren. Es war ähnlich, wie toemi jemand beim Herannahen einer elektrischen Skraßen- bahn noch rasch den Straßendamin überschreiten will. Daß den Kommandanten des Kreuzers „York" kerne Schuld trifft, steht fest, denn es heißt in dem amtlichen Berichts daß er sofort die Kollisionsgefahr erkannt und alle erforderlichen Anweisungen gegeben hatte. Wer aber wollte der: mit seiner Mannschaft ins nasse Grab gesunkenen Führer von S 178 der vollen Schuld bezichtigen? Die Manövrierfähigkeit seines Schiffes war wegen des Sturmes beeinträchtigt, und so handelt es sich in der Hauptsache um einen Unglücksfall, der auch dem tüchtigsten Schiffsführer begegnen-konnte. Unglücklicherweise hatte der größte Teil der Mannschaft sich schon zum Schlafe zurückgezogen, so daß nur 15 Personen gerettet wurden. Bei aller Notwendigkeit kriegsmäßiger Uebungen wird doch vielleicht aus Anlaß dieses Falles Anweisung zu erteilen sein, daß künftig im allgemeinen größere Vorsicht angewendet wird, um die Gefährdung von Schiffen und Menschenleben ziu verringern. Die Engländer haben zu dem Unglück sehr sympathische Kundgebungen ihrer Teilnahme abgegeben, aber das darf uns daran erinnern, daß die englische Marine in den letzten Jahren verhältnismäßig selten grvßsei Schiffsunfälle zu verzeichnen hatte. Nk. 57 Der «etzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GichenerZamilieicklätter zweimal mochentl.BreiL- dlatt fiirden Kreis tökfcen (Dienstag und Freilach; zweimal nwnatl. £anb-. wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme van Anzeigen für die Tagesnuininer vis vormittags 9 Uhr. Reichstag zu vertraulicher Besprechung über die Wehrvorlage. In der Konferenz hielt zunächst der Kri c g sMini ster einen Vortrag militärtechnischer Natur, im Anschluß hieran sprach der Reichskanzler über die politische Lage; über diese Mitteilungen wurde strengstes Stillschweigen auferlegt. Dem „Berliner Lokalanzeiger" zufolge verlautet soviel, daß die bisher genannte Höhe der Ko st en und zwar der einmaligen mit einer Milliarde und der dauernden mit 200 Millionen jährlich ihre Bestätigung findet. Im Laufe des Samstag dürften weitere vertrauliche Besprechungen mit den Parteien im Reichstag stattfinden. Auch das intime Diner, das der Reichskanzler Freitag abend einigen namhaften Parlamentariern gibt, soll diesem Zwecke dienen, lieber den Plan der einmaligen Vermögensabgabe, die noch ergänzt werden soll durch eine einmalige Besteuerung der großen Einkommen, vielleicht von 15 000 Mk. aufwärts jährlich, verlautet, daß durch diese Kriegs st euer 800 Millionen aufzubringen für möglich gehalten wird. Besprechungen der Reichskanzlers mit den Parteiführern. Berlin, 7. März. Der Reichskanzler lud die Führer bürgerlichen Parteien heute nachmittag drei Uhr nach dem Feststellung des offiziösen „Lokalanzeigers", daß in der Vorlage keine Bestimmung über die Heranziehung der Bundesfürsten zu der einmaligen Vermögensabgabe enthalten ein werde. Die Beiträge der Fürsten sollten vielmehr eine freiwillige Tat darstellen. Das gibt dem „Vorwärts" Stofs zu einigen boshaften Glossen, die aber in der Agitation auch nicht recht ziehen werden. Die Reichsregierung hat nun die Aufgabe, tapfer und energisch durchzuchalteu. Die Konferenzen, die der Reichskanzler gestern mit den Führern der Parteien begonnen hat, dürfen den großen Plan nicht zerstückeln. Bei der ersten Veröffentlichung war der Vorzug möglichster Einfachheit bei der Staffelung der Vermögensabgabe hervorgehöben worden. Hos- entlich bleibt die Regierung dabei. Im „Tag^wird „von einer in Steuerangelegenheiten zuständigen Seite" vorgeschlagen, daß die Steuer erst bei einem Vermögen von über 200 000 Mark V« v. H., von über eine Million V- v. H. überschreiten, dann aber auf 4 v. H. bei den größten Vermögen steigen soll. Gestern aber hieß es wieder im „Lok- Anz.": „Weder ist man sich zunächst an maßgebenden Stellen schon über die vorzuschla-genden Sätze, noch darüber einig, ob man eine Staffelung oder einen einheitlichen Satz wählen und von welcher Höhe der Vermögen an man die Abgabe erheben soll". Auch die Frage der B e s i tz st e u e r, durch die man die laufenden Ausgaben der Heeresvorlage zu decken beabsichtigt, macht viel Kopfzerbrechen. Entgegen den Angaben in unserer Nummer vom letzten Mittwoch heißt es neuerdings in der „Germania", nicht 50 000 Mann würden für den einzelnen Jahrgang mehr als bisher eingestellt, sondern 84 000; bei der zweijährigen Dienstzeit also insgesamt 168 000 Mann. Da würden also mindestens 200 Millionen jährlich zu decken sein, so rechnet das Zentrumsblatt. Was gestern über die Konservativen und die Erbschaftssteuer anaedeutet wurde, bestätigt die „Germania", indem sie schreibt: „Leider läßt sich nicht verkennen, daß die Aussichten der Erbanfallsteuer gegenüber der Vermögenszuwachssteuer günstigere sind. Der Bundesrat sollte sich aber, bevor er sein letztes Wort spricht, reiflich überlegen, ob er gut daran tun wird, in so schweren Zeiten aufs neue den Zankapfel der Erbanfallsteuer, die zweifellos eine Brüskierung der rechtsstehenden Parteien bedenten würde, unter die bürgerlichen Parteien zu werfen." Erb- anfällsteuer, verbunden mit Wehrsteuer, sollten nach den Plänen der Regierung 70 Millionen bringen. Daneben kämen noch Mvnopolplline und die Uebertragung der Stempelsteuern auf das Reich in Betracht. Auch die „Kreuzzeitung" ist über den Plan der Erbanfallsteuer beunruhigt und empfiehlt dagegen einen Vorschlag des „Dresdener Anzeigers", die Deckung lieber durch Beiträge der einzelnen Bundesstaaten nach Maßgabe ihrer Bevölkerung anfzu- bringen. „Jedenfalls könnte", so meint das führende konservative Blatt, „bei Uebertragung der Aufgabe der Besitzbelastung an die Einzelstaaten den verschiedenartigen Verhältnissen, namentlich auch in parteipolitischer Hinsicht, weit besser Rechnung getragen werden." Wie aber steht es mit der alten Forderung der Zentrumsorgane: Zuerst die Deckung, dann erst die Wehrvorlage? Wir denken, die Regierung hat heute freieren Spielraum. Sie wird, so hieß es, ihre Vorlagen mit einem Aufruf an das Volk und Hinweis auf die Vorgänge vor 100 Jahren begleiten. Die Parteien müssen ihre Empfindlichkeiten zurückstellen, und das Versprechen der Regierung einer gerechten Besitz- Samstag, 8. März 1915 Bezugspreis: monatlich 75Pf„ vierteljährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.—viertel- fährt, ausschl. Bestetlg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politifetyc Wochenschau. Gießen, den 9. März. _ Im Reichsschatzamt herrschen jetzt arbeitsreiche Tage. Erst am 25. Januar hat der deutsche Kriegsrat in Berlin die neuen großen Rüstungen beschlossen, und wenige Tage danach begab sich der Reichsschatzsekretär Kühn auf die Reise zu den bundesstaatlichen Autoritäten. Er hatte dabei Die Stimmung festzustellen, die über den plötzlich entstandenen Gedanken einer einmaligen Vermögenssteuer in den Bundesstaaten besteht, und daß der Gedanke alsdann auch in die Presse durchsickerte, war vielleicht doch nicht ganz ungewollt. Es war im Volle sehr oft beklagt worden, daß der Reichskanzler sich und seine Pläne hinter zugezogenan Vorhängen verstecke, und flir eine Wehrvorlage braucht man doch das Volksverständnis. lieber den Erfolg der bisherigen Veröffentlichungen brauchen die Offiziösen sich nicht zu beklagen. Die einmalige Abgabe vom Vermögen, die dem Reicke die einmaligen Mehrausgaben von rund einer Milliarde schaffen soll, ist in der Oefsentlichkeit mit überraschend viel Zustimmung begrüßt worden. Daß der Gedanke neu und unbeschwätzt war, hat ihm genutzt. Hier soll ja nun das verwirklicht werden, was breite Volksschichten immer und immer wieder verlangt hatten, daß nämlich die steigenden Lasten endlich auch auf die leistungsfähigen Schultern gelegt werden möchten. Und für die Parteien der Rechten gab es kein Ausweichen: durch eine Ablehnung in diesem Punkte wurde man sich der lauen! Haltung in einer patriotischen Sache sehr stark verdüchttg gemacht Haden. Und bleiben nicht noch die laufenden Deckungsausgaben, für die ebenfalls wieder Steuerpläne gefunden werden müssen? Das sinanzstrategische Vorgehen der Reichsregierung hat diesmal eine glückliche Hand gezeigt. Ohne daß man über die Durchführung der einmaligen Vermögensabgabe etwas Bestimmtes weiß, hat das gesamte Volk fein Jawort gegeben: alle Parteien haben durch ihre Organe zugestimmt. Grundsätzliche Bedenken wurden hier und da ganz schüchtern geäußert, und es waren sowohl linksliberale wie rechtsstehende Blätter dabei beteiligt. Bon den fortschrittlichen Blättern hat die „Voss. Ztg." sich über den Plan sehr ärgerlich ausgesprochen; die „Frankfurter Ztg." ist etwas milder gestimmt, hat an der Sache indessen auch feine reckte Freude. Das sind aber Ausnahmen; überall sonst in der liberalen Presse hat man die neue Richtlinie begrüßt. Auch das Zentrum hat eine erfreuliche Haltung gezeigt; nur der klerikale „Bayerische Courier" teiltet über die „Blutabzapfung", über die „Brandschatzung des Sparers" und schilt über die steigenden Anforderungen des Militarismus. In sächsischen konservativen Kreisen hat sich auch etwas Mißstimmung bemerkbar gemacht, aber die sächsische Regierung soll keine Bedenken erhoben haben. Die agrarische „Deutsche Tageszeitung" verwahrte sich in ihrer gestrigen Nummer gegen mißverstandene Auffassung ihrer Ausführungen (die allerdings etwas verklaufuliert geklungen hatten); sie habe vielmehr „ihre grundsätzliche und uneingeschränkte Bereitwilligkeit ausgesprochen". Es ist also eine arge Entstellung, wenn der „Bor- teärts" feststellt, der „Katzenjammer", der die Bürgerlichen feit der Veröffentlichung des „Kriegssteuerplanes" erfaßt habe, werde immer größer. Das Zentralblatt der „Genossen" reitet sein altes Steckenpferd und freut sich über die politischen Teil: August Heneral-Anzeiger für Oberheffen Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. J E.Heß; für den Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a.Anze.genleü: p. e Greszener Stadttheater. Der Revisor. Komödie von Nikolaus W. Gogol. Gießen, 8. März. Fast 80 Jahre alt ist! der gute Revisor geworden und trotzdem strahlt er noch in jugendlicher Frische, fast wie damals, als sich bei seinem ersten Erscheinen alle beamteten Russen vorschriftsmäßig über ihn entrüsteten, weil er mit schonungsloser Satire die auch heute noch sprichwörtlichen Schäden des russischen Beamtentums an den Pranger der Lächerlichkeit stellte. Schon Großvater und Großmutter haben sich an dieser lustigen und doch so bitter ernsten Komödie ergötzt und mit gleicher Heiterkeit sehen heute wir Enkelkinder diesen sorglosen Springinsfeld die biederen Würdenträger enter russischen Provinzstadt an der kupferroten'Wuttkinase herumführen, als ob solche Geschehnisse bei uns ganz unmöglich wären. Und doch sind auch bei uns derartige Fälle nicht eben selten, wie nicht nur die betrübliche Köpemckiade, sondern auch der Straßburger Alarm beweisen kann. Man sieht daraus, wie scharf Gogol die Welt betrachtet hat, indem er sich mitten aus dem Beamtentum heraus einen Komödienstoff geholt hat, der einen gewissen Ewigkeitswert besitzt, weil er auf allgemein menschlichen Schwächen aufgebaut ist. Darin liegt denn auch zu allererst die unverwüstliche Zugkraft des Stückes, das trotz seiner wenig straffen Technik beständig in Atem hält und in jedem Zug den eck)ten Dichter erweist. Die hiesige Aufführung, die von Herrn Dworkowski geleitet wurde, entsprach allen Anforderungen, die man billigerweise stellen darf. Es war nicht nur in der Gesamtheit, sondern auch im einzelnen eine erfreuliche Einheitlichkeit, der denn auch der starke Erfolg nicht mangelte. Man hätte sich vielleicht manches anders denken können, so vor allem die Anordnung der Sitzenden, die allzusehr die Rücksicht auf die Zuschauer bekundete, oder die von Uebertreibungen nicht freie Nachlässigkeit int Anzug einiger Darsteller; aber als Ganzes betrachtet, konnte man feine rechte Freude an der Ausführung haben. Herr Kliewer gab dem von der Reinheit seines Gewissens sehr wenig überzeugten Gouverneur der guten und getreuen Stadt Ix eine sehr gute und sehr wirkungsvolle Haltung; nicht gerade männlich, wie dieser Held nun einmal nicht ist, aber doch sympathisch in all seiner un- verscl>ämten Selbstsucht. Seine Frau und seine Tochter wurden von Frl. S ch o l z und Frl. Dagny mit geschwätziger Lebhaftigkeit und blitzsauberer AnMut dargestellt. Der Rektor des Herrn V o l ck war lauter Unterwürfigkeit, und der Kreisrichter, den Herr Dworkowski vorzüglich spielte, schien wirklich im Augenblick vorher die Hetzpeitsche aus der Hand gelegt zu haben. Als Hospitalverwalter gab Herr Brüdj aM einen pappigen Streber, und den schnuddeligen Postverwalter brachte Herr .Bruchwitz sehr wirkungsvoll zur Geltung. Ein edles Freundespaar bildeten die Herren Conradi und Norden als dummschlaue Gutsbesitzer. In der führenden Rolle des Revisors holte sich Herr Jensen mit seiner flotten, burschikosen Darstellung, die so recht lebenslustig in den Tag hinein schwernötette, bei offener Bühne einen starken Sonderersolg. Sein getreuer Diener Ossip, der in manchen Zügen lebhaft an Tellheims derben Just erinnert, wurde von Herrn Grosser mit verschmitzter Kaltblütigkeit und vortrefflicher Biedermannsmiene ausgestattet. In einem kleinen Austritt brachte sich Herr Goll als Polizeiinspektor sehr gelungen zur Geltung. In mehreren Rollen betätigten sich die Herren Gerhardt und Grosser-Brann. * Ludwig Zufti über die Zukunft der Nationalgalerie. IM Verlage von Julius Bard zu Berlin erscheint soeben eine Veröffentlichung von Professor D-r. Ludwig Justi, dem Nachfolger Tschudis in der Leitung der Berliner Nationalgalerie, die bei allen deutschen Kunstfreunden lebhafte Aufmerksamkeit erwecken wird. Die Schrift trägt den Titel „Der Ausbau der Nationalgalerie", und sie umfaßt zrvei Denkschriften, die Justi dem preußischen Kultusminister eingereicht bat. Die erste davon entstammt dem Jahre 1910 und entwickelt und motiviert eingehend die neuen, seitdem durch alle zuständigen Instanzen gebilligten Maßnahmen zur Reform der Nanonalgalerie, durch die die Anfänge der Aera Justi ihren Charakter erhalten haben. Es find dies hauptsächlich die jetzt ihrer Vollendung entgegen» sehenden Umbauten im Erdgeschosse der Galerie, die Aussonderung der Schlachtenbilder aus ihren Beständen, die Gründung einer nationalen BildnisfämMlnng, endlich die Bewilligung einer jährlichen AnkaufssumMe von 40 000 Mark für ausländische Kunst. Die zweite der in bem Bande veröfsentlicksten Denkschriften läßt sich des Atäheren über die Aufgabe und den Umfang der erwähnten Deutschen BildnissaMmlnng aus. Eine Fülle von historischen, künstlerischen, nationalen und museumstechnischen Erwägungen und Interessen ist in diesen Denffchriften mit Einsicht und Besonnenheit behandelt. Einige Partien daraus sind für die ganze weitere Entwicklung uuseres Museumswesens von ganz ungewölmlickier Bedeutung; und dazu gehört in erster Linie, was Justi über die F orts etzu nader vielumstritten en Sammlung ausländischer Werke in der Nationalgalerie sagt. Er hebt dabei als merkwürdig hervor, daß die Kunstsammlungen für das 19. Jahrhundert im allgemeinen die fremdländische Kunst viel mehr unberücksichtigt lassen, als es für die früheren Jahrhunderte geschieht. Das entspricht, meint er, nicht prinzipieller Absicht, sondern erklärt sich anZ der Entstehung der modernen Sammlungen. Prinzipiell dachte man bei der Gründung der Bev> liner Galerie zunächst nicht daran, die Ausländer auszuschließen, erst allmählich trat der Gedanke mehr und mehr hervor, daß man hier die eigene vaterländische Kunst pflegen wollte, und der gewaltige politische Aufschwung jener Jahre trat dann mitwirkend hinzu. Justi fährt nun fort: „Es iväre jedoch falsch, die Sammlung ausländisck>er Xhmft (der Nationalgalerie), die jetzt bereits nach vorsichtiger Schätzung einen Wett von etwa V/s Millionen Mark hat, nicht weiter zu führen, und es wäre andererseits nicht im1 Interesse einer weitsckxm enden Museumstätigkeit, wenn man sie auf diesem Gebiete, wie bisher, lediglich auf zufällige Geschenke anwiese. Für die früheren Jahrzehicke und Jahrhunderte wird die Kunst und das Kunstgewerbe aller Kulturvölker gesammelt, bis zum fernen Ostasien hin; außerordentlich hohe Summen iverben dafür ausgegeben. Und aus dem 19. Jahrhundert werden im Völkermüseum Produkte der entlegensten und pttmitivsten Völker- schaften gesammelt, kostspielige Expeditionen nach den fernsten Inseln gemacht, um Gerät und Götzenbilder der Wilden nach Berlin^zu bringen. Es wäre absurd, wenn es daneben in Berlin keine Stelle geben sollte, an der man erfahren könnte, wie sich die uns so viel näher liegenden SMturnationen in den letzten Jahrzehnten künstlerisch betätigt l)aben — zumal da doch tausend und abertausend Fäden von dort zn unserer eigenen Kunst hinüberführen. Freilich erhebt sich gegen das Sammeln auswärtiger Kunst der Gegenwart eine Schwiettgkeit besonderer Art, nicht nur in Berlin: die Opposition eines Teiles der Künstlerschaft, die auf den verschiedensten Wegen mit mehr oder weniger Leidenschaftlichkeit zu verhindern sucht, daß das fdyöne Staatsgeld nach einem anderen Kiinstzentrnm fließt oder gar nach dem Auslände. So ergibt sich die merkwürdige Erscheinung, daß sich nicht der mindeste Widerspruch regt, wenn für die Ettverlmng botokudischer Produkte ansehnliche SuMmen ausgegeben werden, daß dagegen den verantwortlichen Stellen große nnd oft unüberwindliche Schwierigkeiten gemacht werden, wenn in Berlin Münchener Kunst oder in München Berliner Kunst gekauft wird oder gar ausländische. Es ist zweifellos Pflicht einer starken und weitaus-- schauenden ztzunstpolitik, hier fest zn sein. „Der oft erhobene Einwand, daß andere Nationen nur selten deutsche Kunst kaufen, daß es also töricht sei, wenn wir Böses mit Gutem vergelten, ist gelinde gesagt, kurzsichtig. Auf den Londoner und Pariser Bühnen wird Schiller und Goethe nickt gegeben; aber sollen wir uns dadurch rächen, daß wir auf Shakespeare und Moliöre verzickten? . . Die gleiche liberale und weitausschauende Gesinnung, die Justi in diesen Erwägungen bewähtt, legt er auch dann an den Tag, daß er den Plan eines „Museums des 20. Jahrhunderts" in seiner Denkschrift ins Auge faßt und bespricht. Er hebt hervor, daß alle von ihm vorgesck-lageuen Ernzelmaß- Ausland nac Für die Deckung der dauernden Ausgaben sott weder eine Dividenden- noch eine Lotierungssteuer im Bundesrat auf Annahme rechnen können. Mehr Aussicht scheint, wie die Blätter meinen, die Srbansallsteuer zu haben. Tas fertige Programm für die Deckungsvorschläge au der neuen Heeresvorlage liegt, soweit bekannt wird, noch nicht vor. Der Reichskanzler wird jedoch auf der Konferenz mit den Finanzministern am Montag verschiedene Projekte zur Erörterung stellen. Falls eine allgemeine Besitzsteuer im liberalen Sinne dem Reichs tag nicht vorgelegt werden sollte, beabsichtige, wie es heißt, die nationalliberale Fraktion die Erbam'allsteuer ineinent Initiativantrag dem Reichstag zu unterbreiten. schadmung,.^, 7 f2giener Corr -Bureaus Die Regierung übermittelte den Vertretern der Mächte ein Memorandum über den bulgarisch-rumänischen Streitfall Aus Stadt und Land. Gießen, 8. März 1913. Schweinepreise. Auslandreisen des englischen Königspaares. Die „Deutsche Tageszeitung" meldet aus Wien: Angeblich wird das englische Königspaar Ende Mat nach Kinern Berliner Besuch in Wien auch Kaiser vranz ^oies besuchen. Der Besuch, der zwei Tage dauern wird, wird mit den üblichen Hofsestlichkeiten verbunden sein. Das ungarische Abgeordnetenhaus hat die Wahlreformoorlazc angenommen. dauernd auszuschalten Bei jeder Lebensmittclteuerung pflegt sich der Unwille der urteilslosen Massen gegen bi-' Metzger, Backer, Viktualienhändler usw. zu richten Be- frembüd) ist jedoch, wenn auf diesen Standpunkt sogar Männer herabsteigen, denen ihr Amr oder ihre Stellung seinem Eintreffen auf dem Bahnhof infolge eines durch verschiedene Umstände veranlaßten Mißverstänbnifses von der Bahnpolizei in deren Dienstzimmer gebeten und dort um Auskunft über feine Persönlichkeit criucfot. 7100)0011 bieu erleilt und das Mißverständnis aufgeklärr war, ennchuldigte nar der Polizeibeamte und der Konsul wurde nicht weiter bepclligt- Der Minister des Innern Hal sich sofort, nachdem er von dem Vorfall Kenntnis erhalten, auf die russische Gefandv chatt begeben, um sein Bedauern über das Vorkommnis ausznwrechen. -ter Ministerresident bat die Angelegenheit bannt als erledigt angesehen. Die Romanow feier rn Rußland Aus sämtlichen Städten des Reiches Irenen Telegramme über —. 1 t die Feier des Romanow-Jubiläums ein. x\n aucn Die ^ncbcnsfllisficfjtcn. Archen sinben Festgottesdienste statt. Inw ge des orotzen Zu^ v ‘ . .. . I dranaes des Volkes mußte in vielen ^tadttn unb Lrnaiaiun Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet aus Konstantinopel.: Gottesdienst und die Verlesung des Manifestes auf onenthgen Der Oroßwesier erklärte, er werde den Frieden nur unter ber^ P^tzcn uorqenonrmen werden. In sämtlichen önentlichen -.unseren Bedingungen als das alte Kabinett ichließen, wnst fei auch L-tuUfCn fanden Sitzungen statt, in denen an den Zaren gerichtete er für den Krieg Wie mehrere Blätter versichern wird der Ruck- Glückwünsche, Untertänigkeitsadressen und Telegramme zur Vertritt des Großwesiers keinesjalls vor Friedens,chlutz erfolgen. Icjung kamen. In allen Garnisonstadten wurden Paraden und Wien, 7. März. Emer Privatmeldung aus Bukarest bcn Kasernen Festessen und Fesworstellungen abgehalten, -tic zufolge akzeptierten die Großmächte den Standpunkt der ru- PolkS und Mittelschulen hielten Gedächtnis feiern uut Bortrag mänischen Regierung hinsichtlich der Durchführung der ^^rmitt- Musil-und Literaturstücken ab. Tie VolkShäuier und ä.Heater lung. Prinz Ghika reift nach Petersburg ab wo ,ich die Bot- v^anstalteten Iubiläumsvorstellungen. Alle Städte Langten im schafterunion ausschließlich mit dem rumänilch-bulgarischen Kon- Festschmuck und illuminierten, ^n den öffentlichen Garten und flikt zu befassen haben toird. .. aui den Plätzen gab es Volksbelustigungen. Amtliche Gouverneure Der „Berliner Lokalanzeiger^ meldet aus Sofia: Die Ant I exjjielten von verschiedenen Institutionen und Korporationen und wort auf die Vermittelung der Mächte wurde heute im Entwurf I Gesellschaften ßKsuche, um dem Kaiser lhre Untertanigieitsgefuhle den verbündeten Balkanregierungen zur Begutachtung ;ugeiteHt. au6tul>tüdcn. Für die armen Klassen der Bevolkeruiig veranftal- Wie verlautet, verlangen die Verbündeten das Gebiet bis tut tctcn Städte kostenfreie Festessen, besonders prächtige Feiern Linie Midia-Rodosto, die besetzten Inseln und eine Kriegsent- veranstalteten Moslau, Kostroma, Kiew, Tiflis, Riga u. a. m. 5inTPcnbcnma ungeeigneter Personen ist zeitweilig so groß roefen. das: es den hiesigen englischen Wohitätigkeitsvereiner - ♦* Die Fortschrittli che Bolkspartei hält am Donnerstag, 13. März, im Cafö Leib eine ömmtliche Versammlung, in der die beiden Landtagsabgeordneten über die Verhandlungen in der 2. hessischen Kammer berichten werden Für W i eseck wird an einem der ^ersten Sonntage nach Ostern in einer öffentlichen Versammlung Bericht über die parlamentarischen Arbeiten erstattet werben. ** Stadttheater. Nochmals sei auf das Benem von Regisseur Rudolf' Goll nm nächsten Dienstag butgennefen, zu dem Morres „Nullere" gew-ihlt worden ist. $>crr Gott Hut in der Tiielrolle des volkstümlichen Werkes, das im neuen Danse noch nicht gegeben worden ist. Gelegenhpit, eine Rolle des cha- rakterkomischcn Faches zu spielen, für da* er ja geradezu prädestiniert ist und das er im nächsten Jahre an unserer Bühne vertreten wird. Die Vorstellung findet außer Abonnement ftott — Die 20. Freitagsabonnementsvorstellung, die wegen der am Freitag, 14. März, stattfindenden Over auf einen anderen Wochentag verlegt werden muß, ist auf Montag. 17. März, festgesetzt worden, da sich gegen die Verlegung auf einen ^amstag Gedenken erhoben haben. Die für den 17. März festgesetzte Prr- miete von Walter Lutzs Schauspiel „Andreas Dofcr" wird damit zugleich eine wirkungsvolle Gedenkseuer für den 100. Jahres- tag des Aufrufs „An mein Volk" bedeuten. •* Die Anlagenmusik fällt morgen auS. ** Im Landw. Lokalverein Gießen sprach in bet letzten Sitzung LondwirtschaftSlehrer Bauer-Worms über Rübenbauvereine. Er führte folgendes mis: Die Zncker- indufttie in Deutschland ist im Laufe der letzten Jahre in steter guter 'Entwicklung gewesen. Dies war mir möglich durch ge meinfames Weiterarbeiten der rübenbauenden Landwirte und der Zuckerfabriken. Dabei find aber die Interessen der Landwirte vielfach nicht in denr Maßstabe gewahrt worden, wie dies not wendig gewesen wäre. Die Zuckerfabriken haben 1-burd) xser« breitung sehr zucket reicher Rüben den Ertrag pro Fläckfeneinheit herabgesetzt, sie haben 2. die Preise der Rüben dauernd, Niedrig gehalten, trotz steigender Produktionskosten, sie haben 3. durch die oft exorbitant hohen Schmutzptozente die Erträge ber Landwirte so sehr geschädigt, daß an eine Rente des Rübetckaues nicht mehr zu denken ist. Ta der Riibenbau im Interesse der L)afer» ersapnitterstofse und empfiehlt guten Mais und Palmkucken. Ein Antrag Weil, die nacfjfte Sitzung am Freitag, 14. Mar^, abziibalten und den Sekretär -Schwarz um einen Vortrag über bit 'Ergebnisse der vorjährigen Weideperjode zu bitten, mnd nn-* stiinmigc Annahme . ** Warnung an Arbeiter vor der Auswanderung nach Argentinien. Folgende Warnung des britischen «Konsulats in Buenos Aires ist auch für deutsche Arbeiter beherzigenswert : „Es kann nickt genug betont werden, daß tinien einem englischen Arbeiter nur bann Aussichten auf an sicheres Auskommen bietet, wenn er Mittel genug bat, um em Stück Land erwerben unb bewirtschaften zu können Die argentinische Arbeiterttafse setzt sich hauptsächlich aus Spaniern unb Italienern zusammen, die sich natürlich leichter m bie neuen Verhältnisse finden, als die Engländer, denen die niebngc ^tufe der Lebensweise in bcn ländlicken Distrikten Argentiniens etwas ganz Ungewohntes ist. Tas Mima ist in einigen Gegenben bet Republik, besonders im Norden, für die englische Konstitution sehr ungeciaiict Turck die Aussichten auf hoben Lohn lassen sich viele Einwanderer dazu verlocken, in den Ldidteii Beschäftigung anzunehmen, überseheii aber habet, daß das Leben im Verhältnis dazu sehr teuer ist, und geraten bald in ben Zuttand völliger Vcrarmilng Vor Der Auswanderung irach Argentinien müssen besonders alle arbntfudrnbm Personen gewarnt werden, denen die Kenntnis der spanisckien Svracke fehlt unb bie für große Familien zu sorgen haben. Unter keinen Umständen sollten sie Argentinien kommen, locint sie nicht genügend äfeldmittel csitzen. oder wenn sie nicht schon eine feste Stellung haben. Deutsche» Reich. Für die Nationalspende des Kaiser-Jubiläums spendete Baron Schröder in Damburg-London für bie christlichen Missionen in den deutschen Kolonien 100 000 Mark. Boni deutschen Kronprinzen. Wie das „Berliner Tageblatt" hört, wird der Kronprinz im! Derbst nach Berlin übersiedeln und wird zum Kom- nranbeur des Kaiscr-Alerander-Garbc-Grcnadier-Negiments Nr. 1 ernannt werden, dessen Ehef der russische Zar ist. eine gewissen hafte Prüfung der Verhältnisse zur ernsten Pflicht machen sottte. # ** Tageskalender Stadttheater. Sonntag nach- mütcia 3»/, Uhr: .Parkettsitz Nr. 10*; abends 71/, Uhr: »Wem Freund Teddy/ Konzert de 5 Baner'fckenGcsangvereink. Sonntag nachmittag 5 Uhr in der Univerntätsaula. Rincmaloarctph: Täglich Vorstellung. Bioaravh-Lichtspicle: Täalick Vorstellnna. V a k 0 s s K a m m e r - L i ck t f 0 i e l e: Täglich Vorstellung. L i ck t s p i e l b a u s: Täglich VorsteNnng. Museum des oberhessischen GeschicktSvereiuS. Geöfivet Sonntag vormittags 11—1 Uhr imentocltlich. Oberhessiscker K « nstverein. Gemaldeausstellima im Turmhaus am Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag) von 11—1 Uhr, Sonntag« von 11—3 Uhr, Mittwoch nachmittag von 3—5 Uhr. »♦ Elektrische Ueberlandanlagen der Pro-» vinz Oberhessen. Seit einigen Wochen werden bie Bogenlampen auf dem Bahnhof Friedberg aus dem Kraftwerk in Wölfersheim gespeist. März wurden ferner die Ortsnetze in Torheim, Södcl und Wölfersheim in Betrieb cjenpinmcn. In der ersten Mfte des April folgen voraussrckftlich nacheinander die Ortsnetze in Steinfurth, Oppershofen, Rockenberg, Griedel und Gambach. Hierauf, etwa in der zweiten Dälfte des April, werden die Orte Wohnbach, Cbfroth- hof en, Bellersheim, Betten Hausen unb 2 id> & m Anschluß kommen. Die Inbetriebnahme weiterer Fern- leitungSstrccken unb Ortsnetze wird im Mai erfolgen können. *♦ Lahnkanalverein. Äm Sonntag nachmittag finbet in Wetzlar im Saale der Loge Wilhelm zu den drei .Helmen, Brühlsbachstraße, die ordentliche 5>auptvev» sammlimg des Lahnkanalvcreins e. V. statt. ” Der Provlnzia Idirektor Geheimerat Dr. Nsinger hat heule einen dreiivöchigen Urlaub angetreten. Zu dem in Nr. 53 gebrachten Artikel wird uns von be- j teiligter Seite geschrieben: i »tA A» 1 Wenn auch der Schweinemarkt in letzter Zeit teil- ! Erne So mm c r ta g un g d es Reichtagv «weise etwas nach unten neigte, so ist damit noch keines- dürste, so wird uns ans Berlin faunt j lueqy bad Signal 511m $)erab)"cben ber tiabenpreifc unb wendig werden: die Regierung rechnet mit einer lolck^n I ^usspreise für fertige Fleisch- und Wurstwaren gegeben, bis jetzt noch nicht. Ucbcr d^e^chaftlrcke Behandlung derI -panmmg zwischen den noch immer hohen Einkanfs- He^esvorlagem und ihrer DeMngogesttze haben junftft prei)-en (aild) tz^i Großvieh!) ist viel zu gering, als daß ein zwischen dem Re l ch s ka n zl e r und den. P a r teifu h Qn unb ^ür |ifl) laum merkliches dLachgeben der Rohmaterial^ rern neue Besprechungen stattgemnden. Man TifcLre|;e Dcrabsetzung der Perlaufspreise angebracht der Meinung, daß der Voranschlag und die Heeresvorlagen (iene. Hiermit ist die Tatsache verbunden, daß bis zum 25. veräbsckMdct sein können und daN zu oon j>cr ^er|gen Fleischer-Innung im August vorigen dieser Zeit auch dre Steuergesetze im Ausschluß ö^ui größten -xQ<.re= /,u äe;f Afa ^ie Schweinepreise auf ihre ge- Teile traten sein werden. Die Berat.mq der Stenergesetze ^h-es ag&ie nette?t^)Mgesetzten Mr- wird in erster Lesung iin- Plemtrn etwa Mitte ?lpril erfolgen ; ^fspreist Ll zu notiert würdm/^nd nicht in die Kommission soll diese Borlage erst nach Erledigung , . 'u bei'i hohen Einkausspreisen staiiden. der Heeresvorlage beraten. Am 27 Mai tritt das Wnmn ^-ch eben nicht klar über t)ie Bsrngstpause w^cr zusammew (^ wird ^laerneinen Unkosten unb mancher hofft eben ivahrschernlich nur einige Tage da vorausgesetzt wird. Bl-ochc zu Woche, daß die Viehprcise wieder tzerabgelfeii. daß der Ausschußdie Steuergesetze biszu dieseni^rmin ^r^YVütV. „Dos uoch Nicht erledigt haben durye, obwohl man hoM, daß unb ^Ql.rcn macht Manchen zum Narren", denn für ab- der Ausschuß einen Teil der Pfingstfenen für ihre b^rctc c|n wesentlicher Preisrückgang aller benutzeii wird. Das Plenum wrrd Anfang Jäun, der geiiouc „icht zu enoarten sein. Die Bücher der Termin hängt von den Landtagswahlen in Preußm znmunb ^er kapitalkräftigen Viehhändler wissen gar Teil ab, zum letzten Male znfammentreten, um die Steuer* mQllfßc traurige Geschichte davon zu erzählen, wie gerade gesetze zu verabschieden. Mitte Juni durfte diese Arbeit L bcn -a()ret| nancher Metzgermeister trotz aller beenbet fein, so daß eine «^ststtzmig am 1«. Juni zum lln^ größter Sparsamkeit nicht vorwärts kom Jubiläum des Kaisers den Abschlnß der Arbeiten bilden Pw1 sondern von Jahr zu Jahr fein Schuldkonto in könnte. - Die Regierung ist mit diesen Dispositionen cm- wer ronme, . vm $ ) ? o verstanden und nimmt Rücksicht cmf ine W — wchr bcde^licher.Besteticrmcint(irf) fo hohen geltend machende Arbeitsmüdigkeit de^ Reichstags. ä.ie .^ be^ Metzger rühren häufig daher, daß man ern- übrigen Vorlagen solleii alle erst un Herbst verabschiedet bcn Bichpreis,' der am Wohnorte des Landwirts oder werden. landwirtschaftlicher Organisationen bezahlt wird, mit den Die G r r i d) t u 11 g. c 1 ne r Tech ni, chen Hochs cyute Fleischpreisen am Schlachtort vergleicht nnd dann atterdings v 111 §.tIaRbu-Lgr „„„ I eine recht erhebliche Spannung tzcrausrechncn kann. Hier- ™ »«b^"fÄSieÄute eine »LL bei werd üieWn, d-b das Äbendg-Wichi des Schlacht, auf (aut welcher ein Betrag von 7,5 Millionen für einmalige tiercs am Stallorte (stattgelmcht) wes^nrlich hoher ist, als und 500 000 Mark für laufende Ausgaben für bie Ausführung das Lebendgewicht am Markt- und n>.F«er nach »nrlsruhe kam. bf. buchen Gcgendfn wne Hannovrr, Schics. |p^Oldenburg nsw. angewiesen, da ja hier kaum nahmni schließlich dock das Grundübel der drückenden Raumnot in noch "schlachtreife Schweine zu haben sind, jedenfalls find der Nationalgalerie nicht befeiligen können, zumal da ja die Kärlich vorhanden. Diese nachteiligen Einkanfs-i Semimluugen wacksen und wachsen müfien, iveil eben eine seih I Verhältnisse, verbunden mit der Tatsache, daß das Metz- L^Mn-t^m^schtiAch ungii..^ bccmitusfcw Man tiqc Gelände dieses Museums der Deffenüidxteit vorenlhalten I wolle Nicht außer Acht lassen, daß die buiigcii - ictzger worben, ißm dem Bau fordert er, daß er ein Dokument der Biu Im Hinsicht auf Qualität von Fleisch unb Wurst bcn flcfinnunq des 20 IahrbunberlS werde, „die in der Sacklicktteit IAnforderungen des Publikums bisher noch in jeder Weise die Schönbeil sud)l und in mandtem Meisterwerk schon gesunden I gerecht geworden sind. Wer die Verhältnisse kennt und an hat". Iusti will der ienigen Nationalgalerie etwa die Kunst Plätzen unseres Vaterlandes, namentlich in rasch von 1770 bis 1870 vorbehalten, so daß dann die Insdnist ImacftfenbeH Städten Großstädten und volksrcichen In- Gebäudes „Der Deutschen Kunst 18«l" noch einen besonderen!. . . . aeivcfcn ist weiß was unsere Mcnaer nnd ®Zi«Ä. imU(oi't^^icfÄm”ebf^-’eiSUSuJ «Ufo1>f«aBten «crabf in Bezug auf Cualität 1bi«t«L eines solckxn Neubaues >oird ircüid) mir Rücksicht auf die Riesen Man muß wett gehen, um erst eine so gute und qualitativ Unternehmung, die gegenwärtig auf der Nkuseumsiusel im Gange Iso reine Wurst anzulresfen, wie sie gerade m Gietzeu ge» ist, sowie auf den Neubau des VötterrnuseumS noch auf lange I macht wird, das weiß auch besonders die Mainmetropole Jahre lnnaus vrrfd vbrn werden müssen. Dennoch ist es als ein| ju schätzen und es ist längst bekannt, daß oberhessischc Wurst- Verdienst Iusti« ui bezeidmeu, daß er den OK-danken über bau vtrllnt> Fleisdfwaren Weltruf genießen Gewiß kann man auch einmal ausgesprochen und amtlich vertreten bat Ein Ziel ist vi^oeres Fleisch und billigere Durst zum Verkauf bringen, dannl gegeben, unb wo cm Wille ist, da nt auch etn Weg. ob ^esc Qualitäten aber den Ansprüchen des hiesigen * I Publikums genügen würden, will ich sehr dalrin^cstcllt — Darmstädter Frühlings Festspiele. Im!sein lassen. Ich glaube es als Kenner der Verhältuifse April ipertKu, toic wir bereits zu Anfang der Spielzeit Mit „ückt. Es ist aber ganz logisch, daß für gute Ware auch iS5 reelle Preise gefordert werden und daß die hiesigen Mctzgcr torS der Wiener Vottsover, .\?emi ?Hatncr et mono »des früh? | ‘ . ___ u,_ rcu Direktors des Mainzer Stabttbeater». T. Red/>, ftatifinben. ntlt übertriebenen Abfatzprusen au bte iDoirening l)tr Die Stabt Ixit hierzu einen Bettraa von 10 000 Ml. gemährt angetrcteil sind, wirb niemand kwhaupten können. Auch ES werden die Opern „Tristmi und Isolde", der gesantte „Ring" ist im Ertocrdslcben dafür gesorgt, daß bie Bäume nicht unb „Die Meistersinger" zur Auffübruna Tommai. Als Solisten! in den Himmel wackssen Konnten die Metzger einen über» werden u. a. die Sängerinnen Edith Walker und L ö ssl er-l tricbenen hoben Oknvinn in bie Tasche stecken, bann würde Burkhardt sowie Herr Vogel ström mittvirken. nicht bloß die Konkurrenz im eigenen Gewerbe wachsen, — Kurze N a ch r t di t c n a u s Ru n st und W i s s e n -1 sondern es würde auch sowohl den Fleisch- und Wurstvcr- f (haft. Der 9 Berbandsiag der o i f s 'Mulen ~ uJ braudicrn, wie bcn Vichzuevtem leicht sein, das Fleischer- A," SmSaSung D->,?sch, n' Ct" ®(l" r ü r IM. •>« ^'.sf>°cr,°rguug in trfcblWm M°tz° Bolksbüder wird ‘am 30. Apv! in \‘l t -• : I a i: . ' gedi!:en. — An der Kölner Akademi für vrc*. ■ n fiit > vom 17. Avril bis 8 Mai IOK; cüi FortmldiiNgSkur : s für auswärtige prakrischc Aerzte statt I Achtung! 2-3 Teller lü5 C»/3 „MAGGIs gute, sparsame Küche“. (Streik Welzlar). [1644 (01852 Göbelnrod, den 6. März 1913. MAGGjsSUPPEN. ME i -I Kindermehl 1.60 2.95 ■Krankenkost. ';~ >c> ?c:: 1 /.■ ■'' .< etc. etc., nur tadellose Ware! Bei grösserer Abnahme billiger, ss9/1 Verlang. Sie frk. geg. frk. Linoleummappe A Ringfreie Tapeten - Industrie C.Kupsch, Frankfurt a.öL, Altegassel Bahn itnb Post züsamlMckngestrtlk. Er hat sich aber nicht auf Wiedergabe der Vorschriften beschränkt, sondern deren Lnwen^rng durch Beifügung der ausgefüllten mmviigfaltigen Formulare (Postanweisungen, Poftausträge, Zählkarten usw.) fttrs Irr- und Ans- land in u. E. recht glücklicher Weise criöntecL Nicht nur rn der Hand des Kaufmanns und Beamten, sondern auch etnes leben Privakmaimes wird das Buch ein nie versagender Ratgeber sein, der in keinem Bureau fehlen sollte. Der sehr billige Pr«s von 35 Pfg. (einschließlich Postgeld) sichert ihm- die werteste Vci breitnng zu. __ . _ , — Maximilian von Mexiko Tragöd-ie von Karl Weiser. Verlag von Otto Lende! in Lalle a. S. Preis bro sctftert 50 Pfg., in Leinenband 85 Pfg. In dieser Zeit, da sich der Reichstag zum Kampf um das Jesuitengesetz rüstet, er- sclreint dieses jüngste Werk des Jesusdichters Karl 'Weiter nne eine ernste Mahnung! Im Schicksal des Erzherzogs Maximilian ovo Oesterreich und Kaisers von Mexiko selben wir,,, tote selbst in modernster Zeit sogar ein Sprosse Habsburgs verlaßen in fremdem Lande finsteren Mächten zum Opfer fällt. Dabei ist das dem „deutschen Oesterreich" gewidmete Drama von solch glühendem alldeutschen Patriotismus durchlodcrt, ohne chauvinistisch zu sein, daß es schon deshalb, so weit die deutsche Junge klingt, ein zn- stimmcndes Echo erwecken wird! Die Szene zwischen Papst Pius 1a. und Charlotte, mit deren ausbrechendem Wahnsinn, gehört zu dem gewaltigsten, was Weiser bisher geschrieben. Hervorragend bewährte Nahrung. ' Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei u. leiden nicht an Verdauungsstörung. Schutzmarke Kreuzstern. Andere Suppenwürfel stammen nicht von MAGGI. Man verlange beim Einkauf ausdrücklich ifiAGCF Saippen -WÜ8*feB Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Lessen für (Sonntag, den 9. Mär- 1913: Wechselnd bewölkt, noch einzelne Regenschauer, etwas kälter, Nordwestwinde. vüchertisch. — Post- und Bahn Hilfsbuch nebst Versendungsvor- schristen, Tarifen und Formularmustern zur C-rleichterung des Verkehrs mit dem In- und Ausland, von Richard Lasenkrug, Gießen. Preis 0,35 Mk. Selbstverlag des Verfassers. Die steigende Ausdehnung unserer öffentlick^n Verlehrsanstaltcn (Post, Telegraph und Eisenbahn) beding' eine öftere Aenderung und Ergänzung der Betriebsvorschriften dieser Anstalten. Diese sind aber heute schon so vielgestaltig und verwickelt, daß deren Einprägung ein Unding ist. Tie in den Kontorkalendern usw. wieder- gegebenen Tarife können diese nMfangreickst Materie naturgemäß nur ganz kurz behrndeln, auch sind diese Angaben sel/r ost durch Aenderungen überholt worden. Das obige Merkchen itcllt ein beguemes billiges Nachschlagebuch dar, in allen Verkehrsfragen i>in Lilfsbuck im wahrsten Sinne dts Wortes In gedrängter Mrze hat darin der,Verfasser alles wissenswerte im Verkehr mit ■ Hlll» Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und oie zahlreichen Kranzsvcnden bei dem Hin- scheiden meines unvergeßlichen Gatten, unseres treuen Vaters, Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels Herrn Konrad Kern sagen wir allen herzlichsteti Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Plank für die trostreichen Worte am Grabe, der Direktion der Firma Heyligcnstaedt & Como. 21.»®., sowie den Beamten und Mitarbeitern sprechen wir ebenfalls unseren innigsten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen. vollständig unmöglich gewesen ist, der Rot zü steuern." Vor seiner Auswanderung versäume man nicht, der Auskmiftsftellc für Auswanderer fid> zu bedienen. Ter «Evangelische Hauptverein für deutsche Ansiedler und Auswanderer (Witzenhausen a. d. Werra, ist bereit, aufklärende Schriften zu neunen und den Auswanderern Geleitskarten an die Vertrauensmänner mitzngcben. Kreis Alsfeld. X Homberg a. d. Ohm., 8. März. Das Fest der silbernen Hochzeit begehen am heutigen Tage in bester Gesundheit der Juwelier Louis Gnofkonski und Frau. Ok. Gontershausen, 7. März. Gestern starb der langjährige Bürgermeister Herm. Nicklas II. im Alter von 77 Jahren. Er mar viermal zum Bürgermeister gewählt worden und stand im 30. Dienstjahre. N. machte den Feldzug 1866 mit. Sein Amt als Bürgermeister und verschiedene Nebenämter versah er mit großem Pflichteifer. ok. Erbenhausen, 7. März. Hier treten in der Kinderwelt die Masern sehr stark auf. Am Montag morgen kamen so wenig Schüler zur Schule, daß sie geschlossen werden mußte. Fast in jedem Hause sind Kinder erkrankt. Hessen-Nassau. 5o. Kirchhain, 7. März. Der 70 Jahre alte Anton Theis von Allendorf wird seit einigen Tagen vermißt. Er kehrte von einem Gange in den Wald nicht wieder zurück. Alle Nachforschungen waren ohne Erfolg. w. Frankfurt, 7. März. Das deutsche Kronprinzenpaar traf heute nachmittag 4.57 Uhr im Hauptbahnhof ein. J3n seiner Begleitung befanden sich der Adjutant Hauptmann Edler von Planitz, Kammerherr v. Behr und die Oberleutnants Alfred und Otto v. Mitzlaff nebst Gemahlinnen. Zur Begrüßung hatten sich am Zug Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, General v. Bissing und Oberbürgermeister Voigt eingefunden. Nach der Vorstellung des kronprinzlichen Gefolges begaben sich die Herrschaften nach den bereitgehaltenen Automobilen und fuhren unter dem stürmischen Jubel der zahlreichen Zuschauer nach dem „Frankfurter Hof", wo sie Wohnung nahmen. Der Aufenthalt des Kronprin-enpaares dauert bis zum Sonntag abend. Märkte. 1C. Frankfurt a. M., 7. März. Heu- und St roh markt. Anaefahren waren 16 Wagen Heu, o Wagen Stroh. Bezahlt wurde fite S?eu 3,00—3,30 ÖIL, Stroh (Kornlangstrohf 0.00-0.00 Mk., Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft mittelmäßig. Die Zufuhren warm aus Oberhesjen und den Kreisen Dieburg und Hanau. , _ r 4- Nidda, 7. März. Auf dem gestern abgehaltenen Schweinemarkt war der Auftrieb sehr stark, trotzdem blieben die Preise immer noch recht hoch. Das Paar Ferkel kostete 30—35 Mk., Svringer das Paar 100—115 Mk. Für fette Schweine zahlen die Metzger eben 78 Pf. pro Pfund Schlachtgewicht und nehmen für das Pfund Schweinefleisch 90—92 Pfg. Letzte NachrSchten. Tele grammw echset zwischen dem' russischen Kaiser und P o i u c a r 6. Anläßlich der RomanoMfeier richtete Präsident Poin care an bpt Kaiser von Rußland ein Telegramm mit den Glückwünschen und der Versicherung, daß die Regierung der Republik in Gedanken an der Feier teilnehme. Der Präsident erneuert die Wünsche für das Glück des Kaisers und der Kaiserin sowie des Kaiserlichen Laufes und da-? Gedeihen des befreundeten und verbündeten Rußland. — Der Kaiser erwiderte, er sei der Sympathien Frankreiche- gewiß, aber es sei ihm besonders angenehm, ein hcuks- Zeichen der Sympathien zu erhalten; er versichert Hie Republik seiner unwandelbaren Freundschaft und schließt mit den Wünschen für das Gedeihen Frankreichs und das Wohlergehen Poincares. * Mannheim, 7. März. Eine Londoner Zeitung hatte berichtet, daß die englische Firma Vickers mit der Luftschiffwerft Schütte-Lanz einen Vertrag geschlossen habe, nach welchem die englische Firina selbständige Schütte-Lanz-Luft schiffe bauen dürste. Die „Reue Badische Landeszeitung" in Mannheim ist ermächtigt, zu erklären, daß die Meldung durchaus unrichtig ist. Tie Luftschiffwerft Schütte-Lanz hat sich im Gegenteil dein Reiche gegenüber verpflichtet, an das Ausland überhaupt nicht zu liefern. Arens bürg (Oesel), 7. März. (Privat-Teleg-ramm Das Stadthaupt Baron Nolken und sein Bruder wurden in der letzten Nacht auf dem Heimwege ermordet; vermutlich aus Rache. Yokohama, 7. März. Eine gewaltige Feuersbrunst äscherte heute ein Geschäftsviertel der Stadt, die Börse, mehrere Seidenwebereien und Waren häuse r, sowie 250 andere Gebäude ein. Der Schaden wird auf eine halbe Million Yen (etwa 2 Millionen Mark) geschätzt. Handel. •• Mitteldeutsche Bodenkredit-An st alt in Gnriz und Frankfurt. Laut der in unserer heutige«! Nummer veröffentlichten Anzeige werden am Freitag, den 14. M ar z Mk 3 0 000 0 0.— 4 p r o 3 e n t. Pfandbriefe Reihe VII zum Kurfe von 96,80°/. zur Zeichnung aufgelegt Den Pfand brieten ist für das Fürstentum Reust ä« L. die Mundelsicberhert verliehen worden. Zeichnungsanmeldungen nimmt am hiesigen Platze Herr Joseph Herz entgegen. Vermischtes. Nhnamitexplosion im Hafen von BalkkMore. Als im unteren Hasen von Baltimore 300 Tonnen Dynamit von einer Barke auf den britischen Dampfer „Alum Chine" verladen wurden, ereignete sich eine entsetzliche Explosion, welche auf 120 Kilometer im Umkreis gespürt wurde. Wie viele Fahrzeuge im Hafen eigentUch zerstört sind, ist noch nicht bekannt. Jedenfalls wurden 39 Leichen aus den Fluten gezogen. Mau glaubt, daß die Zahl der Toten viel höher ist, da noch 40 Verlader nicht unter den Ueberlebenden nachgewiesen sind. Tie Stadt Baltimore wurde erschüttert wie durch ein. Drucksachen aller Art iLriSr liefert in jedergewünschten Ausstattung preiswert die Bruhl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 Hierdurch beehren wir uns, die Mitglieder uns. Vereins zur orWIiiH HmMkchmImg nur Tonntaa, den 9. März 1913, nachmittags 3 Ubr, noch Wetzlar, Saal der Loge Wilhelm zu den drei Helmen, Brühlsbachstrane, ergebenst einzuladen. Zur Berbandlung siebt, folgende Tagesordnung: 1. Bericht über die Tätigkeit des Vereins und den augenblicklichen Stand der NanaliüerungStraae. 2. Rechnungslegung u. Entladung desVornandeslvro 1912 8. Wahl zweier Rechnungsprüfer für Prüfung der Rech nung des Jahres 1913. „ , 4. Bestimmung des Ortes der nächsten .vauptversammlung. 5. Sonstiges ,kleine geschästl. Mitteilungen, Armamn mw.l. Wir bitten alle 'Mitglieder umeres Vereins und olle Freunde der Lahnkanalisaliou an der Versammlung leib zunehmen, um diese für unsere Bestrebungen möglichst wirkungsvoll zu gestalten. Geschäftsstelle Wetzlar, den 19. Februar 1913. LalMkanal-Verein, e. B. Der Vorsitzende: Groebler, Bergrat. lD«/3 Linoleum! Druck-Ijinoleum . Dm von Mk. 1.35 an Nutzgeflügel, Brut- eter, Zuchtgeräte -iiEu liefert (ttesliigellwf i. Mergentheim 188. Ihv23 h3 Katalog gratis. — Tie nordische Films-Co., Berlin SW. 48, schreibt uns: „Löbl. Redaktion! Gegenüber der Mitteilung, die auch Sie nach der „Vossischen Zeitung" wiedergegeben haben, legen wir Wert darauf, auch in Wem1 geschätzten Blatte festgestellt zu sehen, daß die zwischen uns und Herrn Dr. Sigurd Ibsen, dem Sohn und «Erben Henrik Ibsens, schwebenden Verhandlungen noch nicht zu einem Abschluß geführt haben und daß wir dabei nicht die Bearbeitung eines' Jbsenschen Dramas für den Film im Auge haben. Uns interessiert vielmehr besonders ein in den Werken des Dichters enthaltener Stoff, der sich für die Zwecke der künstlerischen Kinematographie ganz außerordentlich eignet und zu dessen Benutzung wir die Autorisation der Erben des Dichters nachgesucht haben, obwohl die Berner Konvention noch nicht sich auf Norwegen erstreckt, so datz schon mehr» fach norwegische Dichtungen, darunter auch „Nora" und „Tie Frau vom Meere", unberechtigterweise für den Film bearbeitet worden sind. Herr Dr. Ibsen hat besonders anerkannt, daß der Vorschlag, wie wir ihn ihm unterbreitet haben, diesem Mißbrauch vorbeugt und das aus den künstlerischen und technisckien Garantien, die wir ihm — auch durch die Person des Bearbeiters — bieten, gerade der Respekt vor den Werken dieses großen Richters der Weltliteratur (wie auch der lebenden Dichter, mit denen wir die gleichen Wmachungen getroffen habens, die. uns eben so heilig sind wie den berufenen Hütern, spricht, dessen Verletzung uns'mißverständlicherweise vorgeworfen wird. — Verdis Briefwechsel. Aus Mailand wird berichtet: Zum kommenden Oktober wird die Musikwissenschaft eine interessante Bereicherung erfahren. Das Mailänder Kvmitee, das die Herausgebung von Verdis Briefwechsel plante, hat feine Arbeiten so weit gefördert, daß bereits in den nächsten Wochen mit dem Truck des umfassenden Werkes begonnen wird Mit diesem Briefwechsel gewinnt für den Betrachter Verdis der Lebenslauf Verdis erst seine innere Einheit, die Widersprüche der Biographien werden geklärt, und man erhält einen außerordentlich lebendigen Einblick in die Scksaffensweise des Meisters und über seine musikalischen Neigungen und Abneigungen. Das Werk enthält auch die umfangreiche, zum Teil sehr interessante Korrespondenz Verdis mit seinen Verlegern, den Theaterdirektoren und den Librettisten, ben Briefwechsel mit Boito und den Sangern, die Verdis Bühnengestalten kreierten. Kktiu Tageschromt. Am Freitag morgen brach in dem Moselorte Winningen Feuer aus, dem sieben Wohnhäuser zum Opfer fielen. Menschen sind nicht verunglückt. Das Dampfschiff „Elsa und Hugo Stauner" ist auf der Fahrt von Tyne nach Königsberg mit Mann und Maus u n t e r g e g a n g e n. Baltimore, 7. März. Die Anzahl der bei der Dynamit- explosion auf dem britischen Dampfer „Alum Chines Verun- gtückten dürfte bei weitem größer fein, als anfangs angenommen wurde. Man schätzt jetzt die Zahl der Getöteten auf 4 3 und die der Verletzten auf 50. Erdbeben. Tausende von Fensterscheiben Zersprangen. Die meisten der Umgekomütenen sind Neger. — Zu der Explosion im Hafen werden noch folgende Einzelheiten gemeldet: Das Dynamit befand sich auf einem neben dem Dampfer „Alum Chine" liegenden Leichter und zwar ,in einer Quantität von 340 Tonnen. Der nicht weit von der Explosiv ns statte liegende Schlepper „Alantic" und der Regierungsdampfer ,Hason" wurden durch die Explosion furchtbar mitgenommen. Eine Warnung hatte die Mannschaft des „Jason" durch das Erscheinen von Flammen im Schiffsrumpf erhalten. 14 Mann konnten rechtzeitig in das Boot springen, das an der Seite des Kvhlenschifses lag und dann sofort losdampfen. Die Explosion erfolgte als das Dampfboot 200 Fuß entfernt war. Mächtige Stücke von den: Dampfer „Alum Chile" »varrden drei bis vier M.eilen weit durch die Luft geschleudert. Unter den umhergeschleuderten Trümmern befanden sich auch viele noch nicht explodierte Kisten mit Dynamit. Eine davon fiel auf das Deck des Schleppers „Atlantic" nieder, explodierte dort und tötete drei Personen. Ein Schulhaus in Spar- rowpint, mehrere Dteileir von Baltimore, wurde zerstöjrt, wobei mehrere Kinder verletzt wurden. * Der Herr Revisor, eine neue Köpenikiade. Aus Sangerhausen, 7. März, meldet uns ein Privat- Tclegramm: Gestern nachmittag tarn auf die Steuerkaffe zu Sotterhausen ein besser gekleideter junger Mann, der sich als Regierungsaffe ssor v o n. B och l e n-H a l b a ch vorstellte, und gab an, mit der Revision der Steuerkasfe von der Kreislwuptkasse beauftragt zu fein. Er entnahm' der sSteuerkaffe 390 Mark Mit dem Bemerken, daß er sie an die Kreis- hauptkasfe abfüfrren müsse. Es stellte sich später heraus, baß er ein Schwindler ist. * Uni-I,inoleuni . . m Inlaid-Linoleam . Dm Italiener, Wcrbttt. Aus meiner Sve-ialzucki m. freiem Auslauf gebe Brut eiet ab p. Stück 40 Pfg. unter Garant, s.Befruchtung, ITag alte Kücken ab 30. März p.St. 80 Pfg. inkl. Packung, lebende Ankunft garantiert. Borausbestellung erforderlich. [1633 Geflügelzucht Tal Josafat §i.Maanus,Limbura<^ahw. la. 1912 et Himbeetsitii» PH. G. IV. Uhr beginnend, im „Felsenkeller" gflntilifndlntcrbaltunn verbunden mit Konzert, Wc* sangSvorträgen und Tanz. v*l$ Der Vorstand. G. F. F. Montag, den 10. März, abends Sl llbr, im Versammlungsraum Asterweg: Instruktion über Feuerlöschgesetz u. LrtSseuerlöschordnung a'/. Das Kommando. Verein „Thalia“ Sonntag, den f>. März, nachmittags 1 llbr: ^lnärlna "ach der „Schönen AllSflUg riussichr'. 101878 tiltater Meo Direkt: Hermann Stelngoetter Sonntag, d. s. März 1913 nachmittags 3*/, llbr KleinePreise! Kleine Preise? Unter Mitwirk. der Kavelle des diesigen Ansant.-Negts. ^Kaiser Wilhelm" Nr. 116. Neuheit: Neuheit: Parkettsitz Nr. 10 Nliegervosie nut Olesang und Tanz in einem Vorspiel und 3 Akten von Hermann Haller und Willi Wols. Musik von Walter W. Goehe. Ende U1/, Uhr. Abendö TI, llbr: W Kleine Preise. -W» Neuheit'. Neuheit! Dkinrtrcunhxröön Lusisviel in 3 Akten von Andre Nivoire u. Lucien. Besnard. — Deutsch von Bolten-BacderS. Ende 10 Uhr. (a%