Vie diplomatischen Saltanverhandlungen. London, 10. Juni. gestrige Sitzung der Die ihre schüssen teilnehmen können, und beftiinnit, daß die Beratungen der Ausschüsse geheim sein sollen und die Urkunden nur tnti Zustimmung sämtlicher vertretenen Regierungen bekanntgcmacht werden dürfen. Häuptern der gräflichen Familien das Prädikat Erlaucht zusteht, namentlich insoweit diese Familien des Rechtes der Ebenbürtigkeit sich erfreuen. Wir sprachen vom Schwarzen Adlerorden, der an 8. Stelle rangiert. Es ist nur diesem einen Orden als dem vornehmsten des Hauses und des Landes eine besondere Rangstellung eingeräumt worden, während die Ritter der Friedensklasse des Ordens pour le merite für Wissenschaften und Künste und die Rechtsritter des Johanniterordens, die in dem früheren Hofrangreglement vom 7. Mai 1871 unter besonderen Nummern aufgeführt waren, in dem neuen Reglement nicht genannt werden. Beiden Orden ist allerdings der ihnen von König Friedrich Wilhelm IV. gewährte und von Kaiser Wilhelm I. 1871 bestätigte Rang verblieben. Demgemäß rangieren in dem neuen Reglement die Ritter der Friedcnsklasse des Ordens pour le merite der Wissenschaft und Künste zwischen Nr. 34 und 35 und die Rechtsritter des Johannitcrordens zwischen 45 und 46. Aus diesen Beispielen geht hervor, daß die Einladungen und Rangsragcu am 16. Juni sich nach einem Schema richten, Vas mit Politik oder mit Sympathien und Antipathien persönlicher Natur gtir nichts zu tun hat. Mer selbst wenn es der Wille des Kaisers iräre, die Volksvertretung in Person sämtlicher Abgeordneten an seinem Retziekungsjuksiläum bei sich im Schlosse zu sehen, dürften srch dieser Absicht Widerstände und Schwierigkeiten entgegenstcllen, die sich auf die R a u m v e r h ä l t n i s s e und auf die außerordentlich große Zahl der Mitglieder des Deutschen Reichstags und des preußischen Abgeordnetenhauses gründen. Wenn also die Präsidien beider Lauser offiziell den Jubiläumsfeierlicht'citen beiwohnen und ausdrücklich bei Hofe eingeladcn sind, so ist Hamit nicht nur der Etikette genüge geschehen, sondern die Volksvertretung, d. b. jeder Abgeordnete und mit ihm schließlich auch jeder Wähler dürfte die Genugtuung empfiirden, daß die parlamentarischen Mächte des Staates beim Kaiserjubiläum würdig und nicht nur der Tradition, sondern auch ihrer modernen Stellung entsprechend vertreten sind. Botschafter Vereinigung dauerte fast 2 >/, Stunden. Botschafter tauschten, wie das Neute.'-schc Bureau erfährt, Die Parlamente am 16. Juni. Aus Berlin wird uns geschrieben: Die „Nationalliberale Korrespondenz" hat der Verwunderung darüber Ausdruck gegeben, daß das Programm des Ncgierungsjubiläums Wilhelms II. nichts über die Einladung und Rangstellung des Reichstags und des preußischen Landtags enthalte. Es wurde daran erinnert, daß, als im Königreich Sachsen das Jubiläum des Hauses Wettin gefeiert wurde, König Albert die Volksvertretung zu sich 'einlud, weil er dieses Fest seines Hauses im Kreise seiner „getreuen Stünde" feiern wollte. In Preußen scheine ein derartiges Bedürfnis nicht zu bestehen, zumal sogar verlaute, daß der neueinberufene Landtag noch vor dem Tage des Jubiläums geschlossen werden soll. Unterdessen wurde die Mitteilung veröffentlicht, daß der Kaiser das Präsidium und die Schriftführer des Reichstages und des Landtages am 16. Juni vormittags im Schlosse empfangen werde.' Die Präsidenten werden dem Kaiser die Glückwünsche der Parlamente aussprechen, und das Präsidium des preußischen Abgeordnetenhauses wird gleichzeitig Mitteilung von der Konstituierung des neues Landtages machen. In politischen Kreisen sieht man in dieser Audienz nach wie vor keine Hinzuziehung der Volksvertreter zu den Jubiläumsfeierlichkeiten. Die Frage, welche Stellung bei diesen Festlichkeiten den Reichs- und Landesvertretern zuge wiesen sei, müsse auch weiterhin mit dem Wörtchen beantwortet werden: keine! Es dürfte nun von Interesse sein, nachzuprüfen, nach welchen Grundsätzen bei den Einladungen zum 16. Juni verfahren wird. Maßgebend ist das Hofrang-Reglement der Kabinetts-Ordre vom 19. Januar 1878, worin ausdrücklich bestimmt ist, daß die am Hofe erscheinenden Beamten des Deutschen Reiches mit den preußischen Beamten gleicher Rangkategorie nach dem Datum der Ernennung rangieren, daß aber, wenn eint Reichsbehörde in corpore erscheint, ihre Mitglieder den Mitgliedern der ordinierten preußischen Behörde vorgehen. Als „Reichsbehörde in corpore" wird das Reichstags- Präsidium angesehen. Von ihm steht im preußischen Hofraug- Reglcment natürlich nichts. Wir müssen uns also nach der „koordinierten preußischen Behörde"umsehen. Das Reglement enchält 62 Rangstufen. An 14. Stelle stehen die ersten Präsenten beider Häuser des Landtags, an 27. Stelle die Vizepräsidenten beider Häuser des Landtags und erst an 58. Stelle die gewöhnlichen Parlamentsmitglieder. Nach ihnen kommen nur noch die Hauptleute, die Kammerjunker, die Oberleutnants und die Leutnants. Es dürfte nun weiter von Interesse sein, wer alles bei Hofe noch vor den Spitzen der Parlamente rangiert. Das sind nämlich einmal die höchsten Hofchargen, der Oberstkämmerer, der Oberstmarschall, Truchseß, Schenk und Jägermeister, dann die Ritter des Schwarzen Adlcrordens, die Kardinäle und an 10. Stelle die Häupter der fürstlichen und ehemals reichsständischen gräflichen Familien. Nur noch diese der Hoheit Preußens untergeordneten Familien sind heute bevorrechtete Adelsklassen, von denen den Mitgliedern der fürstlichen Familien das Prädikat Durchlaucht, den Deutsches Reich. Tas Programm für das Kaiserjubikäum. Aus Anlaß des Kaisersubilüums tragen am 16. Juni, mittags 81 Uhr, Berliner' Volksschulkinder im großen Schloßhof des Schlosses Gesänge tun'. Um 10 Uhr ist im Kapitclsaale Empfang des Staatsministeriums, der stimm- führendcu Bevollmächtigten im Bundesrat, der Präsidien des Reichstages, des Herrenhauses und des Abgeordneten-- Hauses und weiterer Deputationen der Provinzen imb aus dem Reich. Um ,11 Uhr ist GratulationSdefUierkkur im Rittersaal, um 121 Uhr Paroteausgabe im ZerrgAruse, abends ist Festoorstellung im Opernhaus. Am 17. Juni um elf Uhr beginnt der H u l d i g u n gs f e st zu g der vereinigten Innungen des Berliner .Handwerks im Lustgarten, um 12' Uhr ist Empfang der deutschen Bundcsfürsten, der Präsidenten und Senate der freien Städte. Um 8 Uhr abends ist Galatafcl im Weißen Saal, um 91/« Uhr Huldigungsfestzug der Studentenschaft. Der Mensch als Vernichter. £)ebe und traurig die Heide. Kaum das Zirpen einer Meise, der schüchterne Gesang eines Laubvogels am Seeufer. Gerade Baumreihen, wie abgesteckter Zäune Stangen, nur hier und da mt kümmerlicher Busch, dem Beile des nimmermüden Försters entgangen. Kein hohler, alter Ueberständer, kein Bruchholz. Leer und traurig: Der mod e r n c deu l s che W a l d. lieber dieser Holzkammer schwebt kein stolzer Raubvogel, längst verschwanden Hohl taube, Wi^ehopf und Schwarzspecht. Die letzten Wandersalten sielen dem J-orstgehilfen für gutes Schußgeld »um Opfer, der letzte Habicht ward am Horst niedergeknallt, seine hilflosen Tunen jnngen verhungerten. . . Tie beiden kleinen Taucher auf dem See sind lange schon dem Tode geweiht — täglich Lauert der Revier- sörster auf die Gelegenheit, ihnen das Lebenslicht auszublasen, versprach ihm doch der Seepächter klingenden Lohn, wenn er die bösen Fischräuber vettilgtc. Auch des bunten Eisvogels Tage sind gezählt, und wehe dem letzten Reiherpaare,, sollte es int Forste horsten wollen. Leer und öde die Flur, der Wald. — Was welsche Mordbuben übrig lie^n, sing der Vogelhändler mit der Leimrute, im Garn, der Förster mit Sprenkel und Schlinge. Er schlug die wertlosen Büsche, die Weichhölzer, keinen Nistplatz ließ er übrig. Holz! ist die Losung, Prosit! das Feldgeschrer . . . 'Es gab einmal einen Wald, einen deutschen Wald..... Ta grohnte die Schnepfe, da sang der Ur bahn, da sclsiugen Fink und Sprosser. Ta kreiste der mächsige/Apler im Himmelsblau, der Falke rief, die Tauber gurrten, da schwebte der Fischaar über dem Waldsee, da rauschten der Enten bunte Geschwader, da rief der Kranich, fischte der Reiher, da brüllte die Rohrdommel in traumschwerer Frühlingsnacht, und der Uhu mahnte im Tann. Dahin. . . . Ich kenne sie noch, die schöne, svohe Heide, den lebendigen Wald. Von drüben Ixr, vom Osten. Dort jubclt's und singt's zur Heckzeit in allen Büscl-en, dort ruft der große Specht seinen Einsamleitsschrei, dort rodelt und faucht der Spielhahn, der Urhahn wetzt, und der wilde Jäger jagt in wilden Nächten. — Allvater gab Rainn dem Habicht wie der Taube, dem Adler wie dem Fink, der Eule wie dem Raben. Nur dem Menschen nicht. Ter will allein sein. Wie arm ist unser Land an Arten, wie räumte menschlicher Ilnverstand unter den Schätzen unserer Welt auf! Blättern wir im Buche der Erdgeschichte. Er ist der jüngste der Erdgeschichte, das Geschöpf, von dem es heißt: „Zum Bilde Gottes schnf er ihn. . . ." Laßt sehen. — Er verstand es, dem?Mammut, dem Mastodon, dem vollhaarigen Nasarn Fallen zu stellen, und hat sicherlich mit 8u Vernichtung dieser Tiere beigetragen. Er half beim Niedergang des Höhlenbären, des Wildbären. Er rottete die Wildpferde aus, die zur späteren Eiszeit in riesigen Herden die Steppen bevölkerten, Anschauungen über die Einzelheiten der Frage eines wirtschaftlichen Zuganges Serbiens zum adriatifchen Meere aus, ohne indessen zu einer Einigung zu kommen. Die Botschafter werden diese Anschaunngen ztir Begutachtung ihren Regierungen unterbreiten. In der Sitzung des internationalen Finanzausschuffes in Paris wurde der ausgearbeitete Entwurf für die Geschäftsordnung erörtert. Mehrere Artikel wurden vorläufig angenommen. Die zweite Lesung findet in einer der nächsten Sitzungen statt. Ter bulgarische Delegierte Stanciow verlas namens der Balkan-Delegierten eine Erklärung, in der der Arbeitsplan für die Gegenstände, welche der Ausschuß auf Grund des Artikels 6 des Londoner Vertrages zu behandeln hat, festgestellt wird. Der Entwurf der Geschäftsordnung setzt die Zahl der Delegierten fest, die an den Beratungen in den technischen Aus- ig der Gcsundhte teil „29 Hausbücher V' it im Auftrage des Sc nitätsrat 2r. ft. Är Tippe-Leipzig. Zu de 'Preis je 1,35 Mi c: jefundbcitspslh! :s hygicimchen len Puchern zu gleite e, welche in .gerate, es erfahrenen, ielbi' ! tennenben, lMia? reundcs, dieies <• drankcnv'leg^e n Krankheile m 5 mit 21 AbMk" rianp , Aus Hessen. Zur Besoldungsvorlage. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer der Land» stände hat die Großh. Regierung ersucht, zur Beratung der neuen Besoldungsvorlage die genehmigungspflichtigen Ne- bcnbezüge der Beamten und Lehrer, die aus der Staatskasse, Gemcindekasse, sonstigen öffentlichen Fonds sowie au- anderen Quellen und privater Tätigkeit fließen, in einer Zusammenstellung ohne Umfrage bei den Beamten an» den Akten anzugeben und vorzulegcn Die Behörden wurden mit entsprechender Erhebung beauftragt. Hierzu wird uns mitgeteilt, daß in verschiedenen Be- amtent'lassen das dienstliche Nebeneinkommen eine ganz beträchtliche .Höhe erreicht. So z. B. haben einzelne Beamten im Verwaltungsdienst an Diäten und sonstigen Gebühren einen jährlichen Nebenverdienst von 600—1000 Mk., ohne daß ihnen bei diesen Geschäften besondere Mehrausgaben entstehen. Es mögen hier nur die Protokollführer bei den Provinzial- und Kreisausschüssen erwähnt werden, die dafür eine Vergütung von einigen hundert Mark erhalten, trotzdem die Sitzungen größtenteils in die aeivvhn- lichen Tienststunden fallen. Auch herrscht bei gewissen Beamten noch eine starke Sucht nach Gebühren, so daß trotz der von der Regierung angeregten Sparsamkeit oft ganz ungerechtfertigte auswärtige Dienstgeschäfte unternommen werden, die noch mit luxuriösen Wagenfahrten verbunden sind, obschon das Ziel mit der Bahn bequem z-u erreichen ist. : wird, d'"" dc. ranfi-ngc»-, .r(jninc K«- schlachtete das Renntier in Massen, vernichtete den Mesen Hirsch, den Breitstirnelch, rottete den Urbison und den Urochsen aus. Je vervollkommneter die Waffen wurden, desto mehr litt die Tier weit: Der Mensch rottete den Wisent bis auf wenige Reste ans, vernichtete in sinnlosem Wüten die gewaltigen Bisonherden Amerikas, brachte das Wildkamel fast zuin Aussterben. — 5r brachte es fertig, in wenigen Jahrzehnten den asiatischen Edelhirsch auf den Aussterbeetat zu bringen, den Davidschcn Schwanzhirsch in Nordchina so gut rote zu vernichten, den Pal in unzugängliche Teile Tibets zu verdrängen. Den Mochusochsen in den wildesten Polar- gegenden in seiner kläglichen Existenz zu bedrohen. — Er rottete auf Madagaskar die Riefenstrauße aus, die Moas auf Neuseeland, das Gmptotherium in Patagonien, die Riesensaulsiere, die Riefengürteltiere. — Er vernichtete den prächtigen ,,Waldrapv", den europäischen Ibis, schlachtete die letzten hilflosen Tarnten, den ,,Todo" und den „Einsiedler" auf Mauritus, Reunion und Ro- driguez, vernichtete den Riesenalk, rottete Stellers Seekuh aus, verfolgt die letzten Bvrkentiere um ihres Fleisches willen, hat die Labradorente arrsgerottet und vernichtete die Massen der Wander- taube. — Er löschte den Walliser Mpensteinbock von der Liste un ferer Wildarten, brachte den Piemontesin Stembod an den Rand der Vernichtung, hat den Sxbcr in Europa und Asien fast ver- itichtet, nur noch wenige Saigaantilopen und Wildvferde in Asien übriggelassen, die Rresenschildkröten verschwinden lassen bis auf wenige Reste. — Er vermiet die Paradiesvögel und Edelrecher, um die Hüte seiner Wecker mit deren «Federn zu schmücken, hat den Elch, das sibirische Reh, den Elefanten, das weiße Nashorn dezimiert, das Quagga ausgerottet, das Johnstongnu bis auf wenige Stücke vernicklet, das südafrikanische Weißschwanzgnu, das Bur- chellzebra ausgerottet, die Elenantilope und das große Kudu an den Rand des Unterganges gebracht. Er hat die Gorillas und Schimpansen reduziert, daß man um ihr Fortbestehen besorgt sein muß, hat ixm freilebenden afrikanischen Strauß zunt großen Teile vernichtet, hat den Pampashirsch, die Gürteltiere fast aus- gerottet, den Zobel selten gemocht, die amerikanischen Biber und Biberratten zum großen Teile vernichtet. — Der Seeelefant ist selten geworden, das Walroß gefährdet, der Grönlandwal so gut wie ausgerottet, der Seebär zum großen Teil vernichtet, ebenso der Seelöwe, der Scksvesibiber, der Seeotter, der Ehinckil- la und andere Pelztiere. Lauter harmlose, zum Test nützliche Tiere! Nun erst die Rcmbvögel und die sogenannten ,.schädlichen" Säuger! Der herrliche Bartgeier ist in den Alpen vernichtet, größere Adler, Raben, Eormorane, Schwarzswrch, Bär, Luchs und Wildkatze sind in Deutschland fast zu sagenhaften Tieren geworden. .... Egon Freiherr v. Kap-Herr. hie U't jt M iflcgcmiti-- te- tn 6«1' of fein, wenn -s.tim ii vereint l'oN eine erfchrlö iftii Uebelswü ViiM Mich geschn'MtiLvt wen vfiü 1 afiHtn, »* Mich , (5 ber > Kcrhütunii fln $r 2ubroi9 W ■ qo 117 c. richügen ^iandMs Wohltat, welcke anerkenne und m« eben »erbittert unb unteift Osig'nalai' 18 MildunM. W* «gs iiäS'e "■ 3wei LASA Die Aller. Shl« an®'lient ''"Ech n 'K Krlle tQ6e,lbatiik?eae ne beibfn , '^1 an '«• «nmb,"'ft. ”«■ s- UB bei einer jener h-, '"b-"en, bei denen da- Ätiöelcii,ti gen Ptuillnr v,n }tt war. Ta ereignete eri,c bewasjnet, an! der ; Etwas fliehe, hin und 1 W verlor Tchnch l'eber Goll, was L en?“ Vorauf ctraubeu* er des Parkettes: ,6t 'ber Salome findet sieh 'Wital Molivc aus den rolle Fennilienahnlichkeil 'erivandtfckait und tcilu i» mit: .Ich habe ba er Lvitzbube Rofswi hoi 1 und hat es in feinen Neapel um feine Photo- i dieses Thema baren! n Barbier von Cevillo. 2IuslanO. Das Kabinett Tisza ist gebildet. Graf Tisza übernimmt das Präsidium, Abgeordneter Johann Sandor wird Minister des Innern, Graf Sercnisi Ackerbauminister, der Abgeordnete Baron Emmerich Ghillann Minister a latere. Der frühere gemeinsame Finanzminister Baron Burian und die übrigen — Ein Jahr im Gletschereis. Ter erste Bericht über die Erlebnisse im einigen Eis, die Frank Wild und sieben Gefährten bcschieden waren, entrollt ein nackendes Bild von dem Reiz und den Gefahren in der Existenz des Polarforschers. Wild, der ebenso wie all seine Begleiter noch nicht das 30. Jahr erreicht hat, führte die zweite Abteilung der von Tr. Mawson geleiteten australischen Südpolarexvedition; er war gezwungen, ein ganzes Jahr lang in einem Gletscher zn Hansen, und entdeckte ein großes Landgebiet, dessen Küstenlinie 850 englische Meilen lang ist. Tas i/anb, das sich wahrscheinlich bis zum Südpol selbst ausdehnt, erhielt von ihm den Namen Queen Mary's Land. ,29ir mußten uns für einen Winter ein Heim in einem Gletscher bauen," erzählte Wild. „Wir gruben einen Tunnel durch das Eis mit Löchern, in denen wir unierc Vorräte unterbrachten: der Eingang in unser Gletscherhaus erfolgte durchweine Falltür, die wir an der Spitze angebracht hatten, die aus dem Schnee herausragte. Dann führten wir das regelmäßigste Leben van der Welt. Die Mahlzeiteri sanden zu feft- geietzter Stunde statt; der Barmittag war der Arbeit, der Nachmittag dem Vergnügen gewidmet, und wenn wir nicht bei gutem Wetter Hockey oder Fußball spielen und Skiläufen konnten, so vertrieben wir uns die Zeit mit Schach, Karten und Tarne. Jeden Sonntag hielt ick am Margen einen Gottesdienst ab unb wir taten an diesem Tage nichts außer den notwendigsten Arbeiten. Als bann nach bem langen Winter ber August herankam, trafen wir unsere Vorbereitungen für Schlittenreisen ; bie eine Partei von bi ei Leuten fuhr ostwärts unb bie andere westwärts. Die letztere Erpedition verfolgte die ganze Küstenlinie bis zu dem Punkt, den die deutsche Expedition von 1302 erreicht hatte. Bei einer Reise machten wir 510 englische Meilen und tarnen bis zu einer Höhe von 3000 Fuß. Diese Partei entdeckte auch die größte Niststätte von Kaiserpinguinen, die bisher gefunden worden ist. Cie lag aut einer Insel, etwa 65 Meilen westlich von unterem Gletscherhaus, und hier waren etwa 7000 junge Kaiserpinguinen versammelt neben unzähligen gewöhnlichen Pinguinen. In Gletscherspalten fallen, war bet un3 fo wie das tägliche Brot: alle hatten wir Quetschungen und Beulen. Emer meiner Begleiter, Watson, blieb einmal 20 Minuten m einer solchen Spalte, bevor wir ihn fanden und herausziehen konnten Tie schlnnmste Ze,t hatten wir im Cftober, als die westliche Abteilung 17 Tage lang in einem Blizzard bleiben mußte, wohl dem längsten, der je beobachtet worden ist. Ich hatte früher nie einen langer als 9 Tage durchgemacht. Man kann sich schwer vorstelten. was es für drei Manner bedeutet, m einem 6 Fuß großen Zelt gefangen zu sein, das von dem sich außen anhäufcnden Schnee allmählich kleiner wird. Es war kein Platz, um gerade zu liegen ober etwas zu lesen. 16 Stunben von ben 24 bes Tages schliefen wir. Als ber Blizzarb aufhörte, waren wir schwach zum Um- blasen, aber bann erholten wir uns rasch wieder." 155 ____Erster Blatt 165. Jahrgang Dienstag. 10. 3unt 1915 Der Sieheuer Anzeiger 3 |v. ^uiii erscheint täglich, außer Aftr 'ffcijy Vezu gSprei Sonntags. - Beilagen: ~ . ®| v monatlich75viertel- «ä V/Ivllvllvl ZV 111 v 1U vl SSSSSSF VVI V.ti V- V sS8aä:«S für die Redaktion 112, M Verantwortlich für den •’£äIE“ General-Anzeiger für Oberhessen Annahme vsn Anzeigen v I 4 V f »Geiichtssaal : K. Neu» für die TLpesnumuier ^^lü"0N50ruü UNO Verlag der Vkuhl schen Univ.-Vuch- unb Zteinbruckerei 8. Lange. Reöattion, Erpebitian unb Druckerei: ächulftraße 7. sisi «stabt unb 5 vormittags 9 Uhr. Geschäftsstelle Bübingen, Bahnhofstraße 16a. Anzeigen lest ?H. Beck. Minister des Kabinetts Lukaes verbleiben int neuen Kabinett Die Minister für Kroatien, Slationien und Tal- matten sind noch nicht ernannt. Die Minister werden sich dem Abqeordnetenhause am Donnerstag Vörstetten. Die "oppositionellen Parteien haben sich aus wl- oendes Programm gccinigl: Sturz des Kabinetts Tisza, Tust Hebung der' gellenden Geschäftsordnung des Abgeordnelenhauies und der Parlamenlsmache. Revision des Wahlgesetzes. Die neue Parteigruppe, die keine Obstruktionstaktik versolgen roiU, steht unter Leitung des Grafen Julius Andrassy. Sie wird am ^rni- ner^lag im Abgeordneten hau sc eine förmliche eingehende Erörterung über die Regierungserklärung einleften und ist geneigt, unter Leitung des Vizepräsidenten des Hauses eine formelle freie Debatte nach den Regeln der alten Geschäftsordnung durch- Fuführen. Im englischen Unterhaus begann am Montag die zweite Lesung des Homer ule-Gesetz es, das mit dem vom Oberhause in der letzten -Litzungs- periode abgelchnten Gesetz übereinstimmt. Asquith sührte auv, daß das Gesetz in der vergangenen Session von her großen Mehrheit dfs Hauses unterstützt worden sei. Die Wahlergebnisse feit der Einbringung des Gesetzes im vorigen Jahre batten keinen Beweis geliefert, baß das Urteil, das das Unterhaus damals ausgesprochen habe, von der Mehrheit der Wähler gc- minbilligt werde. Die Abgeordneten von Ulster seien zum größten Teile für die Homerule. Er unterschätze die Bedeutung der Opposition von Ulster nicht, er frage, ob es einen Ausweg oder einen Plan gebe, der mit der allgemeinen Politik des Gesetzes in Einklang stehe und nur das Gefühl der Feindseligkeit bejetttge. Ec müsse es aber ablelmen, Ulster das Recht zuzugestehen, gegen die Forderung der überwiegenden Mehrheit des irischen Volkes fein Veto einzulegen. Die Verleihung der Autonomie werde in Irland das Gefühl der Verantworttlng und den Geilt der leran; wetten. Der frühere Führer der Konservativen, Balfour, empfahl die Ablehnung des Gesetzes. Die Abstimmung erfolgt morgen abend. Ein hoher russischer Offizier als Spion verhaftet? Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Petersburg, ein Pti- dattelegramm übermittle ihm ein Gerücht, wonach in Warschau der russische Generalstabschef, Oberst Kuzinicz, wegen Spionage verhaftet sein soll. Man behauptet, daß er seit drei Jahren Abschttsten der russischen Mobilmachungs- pläue au Oesterreich geliefert hab'. Eine Bestätigung dieser Meldung von amtlicher Seite war bisher nicht zu erlangen. Deutscher Dolfsbilöunastag. Die 43. Hauptversammlung der Gesellschaft für Verbreitung ton Volksbildung sand am 8. und 9. Juni in Leipzig statt. Der Tagung ging am 7. d. M. eine Sitzung des Zentralausschusses voraus, in der beschlossen wurde, die nächstjährige Hauptversamm * lung in Augsburg abzuhalten und die volkserzieherischen Aufgaben der Jugendpflege zu behandeln. — Ain Sonntag, den 8. d. M., fand eine Jeter am Völkerschlachtdenkmal statt, bei der Dr. Geißler aus Halle a. S. eine Ansprache hielt. , In der 1. Hauptversammlung erstattete Heinrich ^rins z u Schoenaich-Earolath den Bericht über die Tätigkeit der Gesellschaft im nbqelaufcncn Jahr. Insgesamt wurden im Berichtsjahr für 100 289,05 Mark neue und für 160 864,40 Mark gebrauchte Bücher unentgeltlich abgegeben, zusammen an 8835 Bibliotheken 206 181 Bände im Werte von 261153,45 Mark. Als einziger VerhandlungSgegenstand steht auf der Tagesordnung die Jrage: Wie kann das geschichtliche Bewußtsein des Volkes in Volksbildungsvereinen gepflegt werden? Die Jrage wird in einer Reihe von Referaten erörtert. In der 2. Hauptversammlung sprach Oberlehrer Jr i e d r i ch , Leipzig, über: Pflege und Ausnützung geschichtlicher Erinnerung. Iran Ottillie Stein, Karlsruhe, spricht sodann über das Volkslied als Träger' geschichtlicher Erinnerungen. — Zum Schlüsse !spricht Lehrer Hertel, Leipzig, über die Heimatkunde als ge- sschichtlicher .Anschauungsunterricht, dargestellt an dem Beispiele 'von Leipzig. Nach einigen geschäftlichen Verhandlungen wird die Tagung geschlossen. r..........................— _____ _ _____ . ----ji» Der Laiidesverbanv der Bürgermeister in Hessen stielt am Montag in Mainz seine HauPtversa m m - Iuh g ab. Der Vorsitzende, Bürgermeister Metzge r- Langen, erstattete den Tätigkeitsbericht deS Vorstandes für 1912. Nachdem die neue Landgemeindeordnung in Kraft getreten fei, habe der Vorstand wegen der Fahrradsteuer stempel eine Eingabe an das Enistcrium und die Landstände. gerichtet: bis jetzt fei die Angelegenheit noch nicht erledigt. Eine weitere Eingabe fei bei dem Ministerium wegen Vergütung der Geschäfte der Standesämter eiu- .gereicht: sie sei abgelehnt worden Jerner habe der Vor stand Protest erhoben, daß ein Teil der Lehrergehälter auf die Gemeinden übernommen werden solle. Diese Belastung Könnten die Gemeinden nicht tragen. D-ie Rechnungsablage erstattete Bürgermeister Schäfer-Vilbel. Die .Einnahmen betrugen 436,06 Mk., die Ausgaben 267,48 Mk. Bei der Ergänzungswahl des Vorstandes wurde ^an Stelle des Bürgermeisters Saalwächter - Nieder-Jngelheim Bürgermeister Sch oll-Aspisheim gewählt. Für die nächste Hauptversammlung wurde Darmstadt gewählt. Bürgermeister Sens feld er bemerkte zu der Eingabe des Ver- bandstiorstandes lvegen der I a h r r a d st e m p e l, im Fi- nauzausschuß der Kammer habe die Regierung die Ertta- rung abgegeben, daß dem Gesuche nicht entsprochen werden könne. . Nachdem sich noch Bürgermeister Ringer- seligem- ftabt, Bürgermeister Dechert - Eberstadt, Bürgermeister I e n d t - Hungen, Bürgermeister B i n g e l - Selzen am ber Aussprache wegen eines allgemeinen einheitlichen Gebührentarifs beteiligt hatten, wurde beschlossen, immer wieder nach dieser Richtung bei der Regierung und den Ständen z-u wirken. . Hundertjahrfeier der Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Grotzh. Hess.) Rr. U6 zu Gießen vom 7.-9. Zum 19sF. Um 11.30 Uhr begann in der Festhalte Nr. 3 das Gabelfrühstück, das den Kriegsteilnehmern vom Regiment gegeben wurde und an dem sich außer dem Offizier korps and) die Gäste beteiligten Tas erste Glas weihte Oberst v. Trotta dem hohen Chef des Regimentes und dem Großherzog, worauf die Anwesenden begeistert die Nationalhpmne fangen. Tie Jestrede hielt Exzellenz Generalleutnant v. Linde n a u, indem er zuerst der erhebenden Feier des gestrigen Tages gedachte, die für jeden Teilnehmer von bleibender Bedeutung sei. Im Namen der Kameraden drückte er dem Regimentskommandeur seinen herzlichen, tiefgefühlten Tank aus für das Gelingen der schönen Feier. Wer je so etwas vorzubereiten hatte, der wisse, daß sehr viel mehr Mühe darin stecke, als es den Anschein habe. Von seinem Standpunkt als alter Kommandeur müsse er sagen, daß es der vortrefflichen Vorbereitung nnd der vortrefflichen Leitung zu danken sei, wenn die Feier in ihrem ganzen Umfange o gut gelungen sei. Wer Sinn für soldatisches Empfinden habe, der könne sich freuen, wenn er einem solch ausgezeichneten Regiment angehöre, aber daß das Regiment eine solche Stufe erreicht habe, das verdanke es seinen trefflichen Kameraden. Dann gedachte er der im Felde gefallenen Kriegsteilnehmer und weihte ihrem Andenken den Spruch: Wohl wieget Eines viele Taten auf, Sie achten drauf. Das ist um deines Vaterlandes Not Ter Heldentod. Viele der alten Offiziere und Reserveoffiziere seien gestern wieder mitmarschiert, und so habe der gestrige Tag wieder einmal gezeigt, was es heiße, wenn man miteinander im Feld g'eftanbcn hübe. Treue sei die höchste Pflicht eines Lwldaten, doppelte Pflicht sei es hier, weil es des Kaisers Regiment sei. Sein Hurra galt den Herren vom Regiment. Im Namen der Veteranen sprach der Ehrenvorsitzende des Kriegervereins und 1. Beigeordneter von Vilbel, Georg H e r g e t, auf das Regiment, indem er die heimlichsten Glückwünsche übermittelte. Seiner Rede legte er die Verse unter: Allezeit kampfbereit Für des Reiches Herrlichkeit! Möge Deutschland stark und einig In dem Rat der Völler steh'n! Möge auf den weiten Meeren Schwarz-weiß-rvt geachtet weh'n! — Möge Handel blüh'n nnd Wandel, Kunst uno Wissenschaft gedeih'n? Möge uns der holde Friede Lange noch besdieden sein. Dann pries er die Gastfreundschaft Gießens, das sich zu Ehren des Regimentes in wunderbaren Schmuck gehüllt habe, wies auf die außerordentlich zahlreiche Beteiligung hin und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf das Regiment, das bei den alten Mannschaften im besten Gedenken stehe. Während des Frühstücks spielte die Kapelle des Jubel- regimentS. Köhler (Darmstadt> dank! dem Ofsizierkorps im Namen der Veteranen für das Frühstück in herzlichen Wor tcu und bringt diesen Dank in einem Hoch auf das Offizier- törps zum Ausdruck. Das F e st e f s e n, Tas Vermögen beläuft fick) ans 768,56 Mk. Bürgermeister Dr. Völsing Alsfeld hielt einen Vortrag über die Belastung der Gemeinden mit st a a t l i ch e n Aufgaben Zu den vielen unerträglichen Lasten kämen auch noch die vielen staatlichen Geschäfte, die drückend empfunden würden. Die Gemeindeverwaltungen müßten das bekannte Mädchen für alles machen. Der Staat fei vielfach auf die Gemeinden angewiesen, es müsse aber auch eine Grenze geben, wenn man Gebühren nicht gewähren wolle. Der Redner zählte Arbeiten auf, die der Gemeindeverwaltung überwiesen werden- die staatlichen Zustellungen, die Beglaubigung von Rentenquittungen, die Volks-, Berufs-, Gewerbe und Viehzählung, die Ausstellung der Schöffen- und Geschworenenliste, der Listen für die Reichs- und Landtagswahlen, Derufsgenossenschasten, die Unfallvcrrechnnn- gen und die staatSanwaltschaftlichen Verrechnungen. Tie Verwaltungen würden zu allerlei Boten und Handlangerdiensten verwendet. Hiergegen müsse endlich Stellung genommen werden ES müßte eine angemessene Entschädigung gefordert werden, die Gebühren würden den Gemeindekassen zugute kommen. Tie Versammlung möge die .Abfassung einer Denkschrift beschließen und eine ent- siprechendc Entschließung fasse». Bürgermeister Scnsfel - Her Büttelborn versprach sich nichts von einer Entschließung, der Vortrag solle gedruckt nnd in der Beamtenzeitnng veröffentlicht werden. Bürgermeister K r a u ß m a n n - Die !burg sprach sich für eine Entschließung aus, die an das iMinisterium und die Ständekammern gehen müsse. Der iRedner könne eine entsprechende Denkschrift ausarbeiten «Nach weiterer Aussprache wurde folgende Entschließung angenommen. „Tie Hauptversammlung des Landesverbands der Bürger- nreister Hessens spricht sich gegen die in der seitherigen Weise den Gemeinde zugemutetc Heranziehung der Gemeindebehörden zur Erledigung staatlicher Aufgaben der verschiedensten Art, be sonders hinsichtlich der ^Bewirkung von Zustellungen aus und bittet die zuständigen Stellen, in einePrüfung der Angelegen- । heilen einzutreten, ob und inwieweit künftig die Gemeinden 1 in vermindertem Maße zur Erledigung staatlicher Geschäfte her ' anzuziel>cn sind, und insoweit ihnen für ihre Tätigkeit im Interesse des Staates eine angemessene Vergütung zu geioähren ist." Tie Entschließung soll mit einer Denkschrift, welche , von Bürgermeister Dr. Völsing abgefußt werden soll, ; an die Regierung und die iständekaurmeru gejundt werden. das am Montag mittag in der Festhalle 2 statt fand, führte etwa 200 Teilnehmer zusammen. Rechtsanwalt K a u f m a n n , der Vorsitzende des Festausschusses, stellte mit Befriedigung den schönen Verlauf der Veranstaltung fest, bereit Einrichtung auch an Allerhöchster Stelle Anerkennung gefunden fyabe. Er begrüßte dann die Gäste, besonders Rektor D. Eck und die Abordnung des Offizierkorps, an dessen Spitze Oberstleutnant Nücker erschienen war. Auf das Telegramm an den Kaiser sei folgende Antwort eingelaufen: „Seine Majestät der Kaiser und König lassen für das Gelöbnis der Treue danken, v. Valentins." Der Rektor der Landesuniversität, Professor D. Eck, führte aus, daß neben der Treue und Liebe zum weiteren Vaterland auch die Liebe zur engeren Heimat ihre Berechtigung habe. Auch die Hessen besäßen diese Liebe zu ihrem Heimatland und dem Landesfürsten. Er sprach dann über die guten Beziehungen zwischen dem Regiment und der Universität, von der schon viele ihrer Angehörigen im Regiment gedient hätten. Sein Hoch galt dem Großherzog. Oberstleutnant Nücker überbrachte die Grüße des Ofsizierkorps. Er gedachte mit anerkennenden Worten der Mitwirkung der Vereinigungen der ehemaligen 116 er, besonders des hiesigen Vereins der ehemaligen 116 er. Er freue sich, feststellen zu können, daß die ehemaligen Angehörigen des 116. Regiments eine besondere Anhänglichkeit an ihr Regiment haben. T«s Hurra des Redners galt den ehemaligen 116 ern, besonders dem hiesigen Verein und seinem Vorsitzenden, Rechtanwalt Kaufmann. Der zweite Vorsitzende, Obertelegraphenassistent Reitz, gedachte der Tätigkeit des ersten Vorsitzenden Kaufmann, ohne dessen Tatkraft und Umsicht sich das Fest nickft so schön gestattet hätte. Er schloß mit einem Hurra auf Rechtsanwalt Kaufmann. Rechtsanwalt Kaufmann bemerkte, daß er nichts erreicht hätte, wenn ihn nicht derGeschäftsführende Ausschuß und die Einzelausschüsse so eifrig unterstützt hätten. Er faßte seinen Dank in ein Hoch auf die Ausschußmitglieder zusammen. * Am Nachmittag fand auf dem Jestplcch eine Wiederholung des Exerzierens der GarHe-FüsiLrer- H a l b k o m p a g n i e statt. Im Laufe des Nachmittags wurde in den Festhallen gefeiert und auch auf dem Festplatz entwickelte sich ein luftiges Treiben, das bis spät in die Abendstunden dauerte. Um 6 Uhr fand im Offizierkasino ein Mittagessen statt, und um 11.30 Uhr endete das ofsizielle Programm mit dem Feuerwerk und einem militärischen Konzert, das bon sämtlichen am Fest beteiligten Militärkapellen bestritten wurde. Die Kabineftsoröer der Koffers an den Generalleutnant von Madai lautet wörtlich: „Am heutigen himdertjährigen Jubeltage des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. öefP Nr. 116 gedenk- Ich gern der Zeit, während welcher Sic als dienstlich wie kameradschaftlich gleich ^hochgeschätzter Kommandeur Mein schönes Regiment in frischer Soldatenart geführt haben. Ich will Mein.', warme Anerkennung Ihrer damals wie auch sonst in Krieg und Frieden bewährten Tüchtigkeit und Pflichttreue dadurch zum Aus- drutt bringen, daß Ich Ihnen die Erlaubnis zum Tragen der Uniform dieses Ihnen dauernd ans Herz gewachsenen Regiments erteile, und gereicht es Mir zur Freude, Ihnen dies hiermit bekannt zu machen. Neues Palais, den 8. Juni 1913. gez. Wilhelm I. R. ♦ Der Großherzog verlieh außer den bereits mitgeteilten Auszeichnungen: das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Hauptmann v. Haehling; das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens dem Leutnant Müller -H empfing. Tas folgende humorvolle Gedicht, das uns von einer alten Freundin des Regiments zur Verfügung gestellt wurde, sei unseren Lesern nicht vorenthalten: Hunnertsechzeh! Hunnertsechzeh' is die Nummer, Uff bäi schtolz sei' kann der Mann, Der dem Regement gehörte Früher als Äktiver an. Humiertsechzeh' is bäi Nummer, Uff bäi gern mei' Aag' sich wend't. Denn mei' Mann Schorsch Hannewackel Diente in dem Regiment. Hunnertsechzeh' is bäi Nummer, Däi eich uff bäi Briescher schrieb, Un an meinen Schorsch abschickte, Wenn er owends moal ausblieb. Hunnertsechzeh' is bäi Nummer, Bei der mei’ Schorsch drei lange Joahr Wenn aach nett Oberscht un Gefreiter, So doch flotter Schuster war. Hunnertsechzeh' is bäi Nummer, Deren Träger bei mir saß Owends in der Herrschaftsküchc, Wo tiergnigt er Kott'lett aß. Hunnertsechzeh' is bäi Nummer, Däi beut’ gelte als Parol, Däi mit weißer 'Schtrumpwoll' fchtick eich Dem Schorsch ins Schusterkamisol. I , g'ainm ' I Frieds I Ä-eichM fl!.r 1 L b-c SerÄi I fr<* bl ■ •, OeiiU das i Pi ss-ricdbe ^ASri m a b; a Stein gcbM6? einigen HÜ dü Ä MrDrchei Mgsjub'lams^ „.inert sum W tr bau yejtora sniS z» Bad-N fviloiizcrtmeister »t ÜRiqcr Weife feine Kvlinkonzert zum «j euer nock. Wagner r Wt die 'Lathewche yi Lrcheslers, bas f liegt in den Ha fMauheim. h. Ober-Ro: ■:i eine unangcnct ■tienten der Zeilsch iMverschrung i Le und Grubent Lungen für ihre Bringt täglich Bezu Mißwüchsen des De L die Bewohner Star NN. Darmft' nrzeichnis dk Ämmenemester v men besucht, gegei '.•origen Sommerft idmen. Aus Prei Achsen 28, öaml nfro. Von Auslän Hunnertsechzeh' is bäi Nummer, Däi hoch in Gieße schteht in Ehr', Bei dem Großhcrzog un Kaiser, Bei dem ganze deutsche Heer. Hunnertsechzeh' is bäi Nummer Des zweiten Re'ments „Großherzog^ Und des heul'gen „Kaiser Wilhelm", Drum: Hunnertsechzeh' dreimal hoch! Fraa Hannewackel. Aus Stadt un- Land. I und Schweiz je 8 I ic 4, England ur I RchchinenbM ha I folgen: 3frdjitetti. I Eüktrotechttk 163, 1 tation 46, Wg. ?( h. Rtbletbac. i^nsch Frankfurt fi oon feinem Las i irt getötet. Gießen, 10. Juni 1913. ' Berufung. Der ordentliche Professor für Staats-, Verwaltungs-, Kirchen- und Völkerrecht, Dr. jur. Wilhelm van Halfer, hat einen Ruf nach Kiel als Nachfolger des nach Berlin versetzten Prof. Triepel erhalten. ^Ordensverleihung. Der Großherzog hat das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Oberst Schmidt, Konnuandeur des Gendarmeriekorps; die Krone zum Silbernen Kreuz desselben Ordens dem Wachtmeister und Stationsführer Filsinger im Gendarineriekorps verliehen. ** Lehrerpersonalien. Der Lehrer an der Gemeindeschule zu Stockhausen (Kr. Gießen), H. Dirlam, wurde auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. ** Eine S i tz u n g der Stadtverordneten- Versammlung findet am Tonnerstag, 12. I u n i, n a ch m i 11 a g s 4 U h r , mit folgender Tagesordnung statt: 1. Auslosung von Schuldverschreibungen, 2 Mitteilungen, 3. Neubau eines Buhnwärterhauses an der Lieber Straße, 4. Baugesuch Heinrich Hettler für Südanlage 1, 5. Baugesuch .Karl Textor für die Liebigshöhe, 6. Tesgl. der Firma Winn & Eo. für Gelände in der Nähe der Marburger Straße, 7. Bestimmung des Tages für die Stadtverordncten- wahlen, 8. Wahlkreiseinteilung für die Landtagswahl, 9. Erlaß einer Polizeitierordnung über den Verkehr mit Fuhrwerken, 10. Herstellung einer Telephontierbindung zwischen dem Polizeiamt und der Wohnung des Wachtmeisters, 11. Zuschuß zum Unterhalt von Polizeihunden, 12. Neugestaltung des Feuerlöschwesens, 13. Gcländeerwerb zum Ausbau der Straße zwischen Leihgestcrner Weg und Hohl, 14. Erwerb von Straßenland aus dem Grundstück des Gärtners Bernhard an der Franksurter Straße, 15. Waldwirtschasts- 0 Marburg, ^lverordneten bcs -■nbtinßung der 2 chnengewehr-Abl .-11. Jägerbataillon ' lange in dec j ^quartieren, bis i ;Wn, weil fests W Eebaude niedeu ?? ""t dein Bau ' begonnen we *Sntrag, au| Anbau fj ® He Annahme. A!,b h°mb j H-ntk n fWaiamtes be JW Hut ankomn ».tb i etroo oj $tupp„ ** *6 Woh O.fler»tfei aill dem $j.' 6ozialdemokraten Polen Danen Bei keiner Partei Die Gesamtverschiek ervative —7, Freikoni Maschinengewehr-Abteilung und der Radfahrer-Kompagnie zum Jägerbataillon mehr eingezogen werden. Der Beschluß, sie so lange in der Fachschule und dem alten Waisenhaus eiuzugnartieren, bis die neue Kaserne fertig ist, läßt sich nicht ausführen, weil feststeht, daß im nächsten Frühjahr diese zwei Gebäude niedergelegt werden müssen, da auf den, Gelände mit dem Bau eines großen Verwaltungsgebäudes nebst Hörsaal begonnen werden soll. Der in der letzten Sitzung vertagte Antrag, auf der Kaserne einen Stock aufzubauen und einen Anbau für ein Wirtschaftsgebäude zu errichten, sand heute Annahme. d. Bad Homburg v. d. H., 9. Juni. Kur der Kaiserin. Heute wurde durch die Anmeldung des Obcr- hofmarschallamtes bei der Kurverwaltung angesagt, daß die Kaiserin hier zur Kur eintreffen wird. So wird die Kaiserin Anfang Juli ankommen und bis Mitte August verweilen. Voraussichtlich wird der Kaiser nach Beendigung seiner Nord- loadreise auf etwa acht Tage hierher kommen und hierinit die Mainzer Truppenbesichtigung verbinden. Die Kaiserin wird im Schloß Wohnung nehmen. Hessen-Nassau. 1 h. Oberursel, 9. Juni. Gastwirt Kaiser au§ Kalbach wurde auf dem Wege hierher durch ein ihm nachkommcndes Automobil überfahren und schwer verletzt. Hessen-Nassau. 0 Marburg, 9. Juni. In der heutigen Sitzung Stadtverordneten beschäftigte man sich mit der Frage Unterbringung der Mannschaften, die durch Errichtung Lnfttzchifsahrt. Ein neues englisches Luftschiff. Ter englische Ingenieur Baron hat ein neues, in seinem Acußeren fast einem Unterseeboote gleichendes Luftschiff [jo ii ft r u t c r t, zu dem die Form von dem deutschen Parfeval, das Innengerüst von den Zeppelin-Lultschifsen geliehen ist. Der „Baron" soll noch in diesein Sommer seine erste Fahrt unternehmen. 30 Min. trai das Prinzenpaar Max von Baden am Sonntag ein und besuchte die Ausstellung. * — Vom Vogelsberg, 9. Juni. Im Vogelsberg wird die Heuernte nach dem jetzigen Stande des Heues vorzüglich werden. Der Klee steht verschieden; teilweise weisen die Kleeäcker zurückgebliebene Stellen auf, die durch das späte kalte Wetter verursacht rourben. Ueppig steht das Korn da. In manchen Gegenden ist e§ bereits fingerlang in die Aehre gegangen. Univer-itäts-Na^rrchten. — Der wissenschaftliche Assistent am pathologisch-anatomischen Institut der Tierärztlichen Hochschule zu H a mt o n c r Tr. Ka r- ftcn ist zum Repetitor an der Tierärztlichen .Hochschule in Der- i > n berufen worden: sein Nachfolger ist der Tierarzt Ernst Meder, bisher in Dinslaken. Letzte Nachrichten« Das Eisenbahnzentralamt in Berlin. Berlin, 10. Juni Tas neue Gebäude des kaiserlichen Eiscnbahuzeutralamtes erhielt gestern seine Weihe. Minister von Breitenbach war persönlich zur Feier erschienen. Die Beamten und Arbeiter des Zentralamtes, 380 an der Zahl, waren vollzählig zur Stelle. Ter serbisch-bulgarische Streit. Belgrad, 10. Juni Tie Brrlgaren ließen gestern einen ordnungsmäßigen s e r b i s cb e n Bahnzug von Zari- brod aus nicht weiter passieren. Am Donnerstag besetzte ein bulgarisches Regiment Walandavo, wo nur ein serbisches Bataillon stand. Ter hiesige bulgarische Gesandte soll bereits seine Sachen packen, ivährend der serbische Gesandte in Sofia heute hier zur Berichterstattung erwartet wird. Am Mittwoch soll Bulgarien kategorisch zur Antwort auf die serbische Note sowie auf das Expose des Ministerpräsidenten aufgefordert werden. Vecbandsachter, der den Schluß des Rennens bildete, wurde der Ruderverem Sport Germania Dritter. Sport. Am letzten Sonntag sand in Marburg ein Teil der McisterschaftSfpiele des T»iri»gaueS Hessen statt. Der Männer- Turnverein G t c 6 e n beteiligte sich mit einer 2. und 3. Faust- ballniannschait, und deren Spiele gingen wie folgt ans: tue der 2. Mannschaft gegen die T.°Gde. Marburg 50:28 Punkte, gegen den T-V. Marburg mit 54j 53 P , gegen den Akad. T.-V. Marburg mit 34 : 30 P., gegen das Seminar Frankenbera mit 93 :109 P. und gegen den Akad. T.-V- Kurhesseu Marburg mit 35:42 P., die der 3. Mannschaft gegen die T. (tiDc. Marburg mit 14:8 P., gegen den T.-V. Marburg 3a mit 16:15 P., gegen den T.-V. Friedberg mit 19:18 P., gegen den T.-V. Marburg 3b 14: 22 P. und gegen den Akad. T.-V. Marburg mit 9:30 Punkten. Wien, 10. Juni. Nachdem Graf Zeppelin das Flugfeld verlassen hatte, wurde das Luftschiff von seinem Landungs platze nach dem Ankerplätze gebracht. Ta inzwischen ein starkes Gewitter hercingebrocken war, hatte man die Truppen verdoppelt, da eine eigentliche Verankerung noch nicht durchgesührt ivar. Diese erfolgte" dann ohne Zwischenfall. Auf dem Flugseldc finden sich 1200 Mann Truppen. Zeppelin in Wien. Wien, 9. Juni. NacAem die Ankunft des Luftschiffes bc- lanntgegeben war, erschien der Kaiser um 1.50 Uhr auf dem 5alkon des Sclwnbrunner Schlosses, von einer zahlreichen Men- chenmenge begeifert begrüßt. Einige Sekunder: später wurde am Horizont das Luftschiff sichtbar, es machte, bevor es in die Nähe ’-cm, in weitem Bogen mehrere Schleifen. Ter Kaiser, in dessen Umgebung sich Generaladfutant Graf Paar und Obersthofmeister Fürst von Montenuovo befanden, verweilte die ganze Zeit Wer unter lebhaftem Gespräch auf den: Balkon und verfolgte aufmerksam die Bewegungen des Luftschiffes. Es kam nm: so nahe, ta® die beiden schwarzgelben Flaggen, die auf der Vorderseite 'M Rückseite des Luftschiffes gehißt waren, sichtbar wurden, ■tnaw vor ' ,3 Uhr machte das Luftschiff einen großen Bogen, uni sich auf die Parkseite des Schlosses zu begeben und hier dem Kaiser seine Huldigung darzubringen. Das Luftschiff fuhr, nut fernem vorderen Teil gciwigt, 100 Meter oberhalb der Menschen- ! Lassen ganz knapp an das Schloß und an diesem vorbcr. Tie Seit Jahren laut Attest des Oberhofmarschallamtes von den Hofhaltungen Sr. Majestät des Kaisers zahlreichen anderen Hofhaltungen, militärischen Bekleidungskammern und vielen Privathaushaltungen ständig verwendetes, zuverlässig wirkendes Mottenschutzmittel. Zu beziehen durch alle besseren Drogerien, Apotheken, Parfümerien in Flaschen ä M. 1.25, 2. . 3.50 und 6.—. Zerstäuber ä M. LIO und 2. -. Prospekte gra:1 und franko. ss81/s Pharmakon G. in. b. H.. Berlin SW. 29 n. Frankfurt M. Wien, 9. Juni. Die Blätter widmen der Ankunft Grafen Zeppelin herzliche B e g rü ßuu g s a r t i ke l. slellungstag nur von beit Darbietungen der D. L. G. in Hamburg, Leipzig mtb Schöneberg-Berlin übertroffen wurde. Landwirtschaft. Die Wanderausstellung der Deutschen Laudwirtfchaftsgesellschaft in Straßburg war an: Sonntag offiziellen Mitteilungen zufolge von 100 698 Personen besuch eine Besucherzahl, die bisher an: vierten Aus- Die Rückfahrt. Wien, 10. Juni. Tas Luftschiff „Sachsen" ist um 2 Uhr 57 Min. aufgesticgen und schlug die Richtung nam Nordwesten ein. Auf Grund günstiger Wetterberichte vo-m Tonantal nahm es seinen Weg nach Passau und fährt dann je nach den Umland en nach Berlin oder Friedrichshafen. Zur Verabschiedung anbei: sich ein Teil der im Rathause versammelten Gesellschaft und das Luftschifferkorps ein. Das Luftschiff war nach 2 Uhr 15 ährbereit. Menschenmei^c begrüßte das^ Luftschiff mit lauten Hurrarufen, Luftschiff verließ dann Schönbrunn in östlicher R:chtung. Die Landung. Tas Luftschiff „Sechsen" erschien um 2,33 Uhr über dem Flugplatz Aspern, von einer vieltausendköpfigen Menschen menge unter brausendem Hurra- und Hochrufen beqrttHt. Um gefeit den Nordwestwind landen zu lönnen, machte das Luftschiff eine große Schleife.über den Platz hinaus in südwestlicher Miirfi hnrg und kau: dann in langsamem, sillwrein ,^-luge sich allmählich immer- mehr senkend, zu dem für die Landung bezeichneten Platz. Hier ergriffen Huiwerte von Soldaten b:c Seile, welche von dein vordere:: Teile des Luftschiffes herabgeworsen wurden. Tas Luft schiff, ivelches am Heck die deutsche Flagge führte, war somil aus oiterreichischcm Boden gelandet. Zunädstt wurde Gras Zevvelni, welcher , sich in der ersten ^Gondel besand, van den Herren brr Luftschifferabteilung und in Verttetung des Kriegsministeriuins vom Generalmajor Tertain mit eine:- Anftwach? begrüßt, die in ein Hoch auf den fühlten Führer des Luftschiffes, den Grasen Zeppelin ausklcrng, welches von allen zum Empfang erschienenen Persönlichkeiten ftürniqd) ausgenommen wurde. Unter den Er sclnenenei: befand sich vom^ Koiserhause Erzherzog Engen Au wesend waren ferner der Staatsminrster Freiherr von Bienerth, Admiral Graf Montccuculi. Nach der Landung des Zevpelrn teilte Oberstleutnant Uzelac den: Grasen mit, der Kaiser lasse aus Schönbrrrnn telegraphieren: Seine Majestät haben sich unendlich gefreut, Ew. Exzellenz von ferne gesehen zu haben und lassen fragen, ob doch Ew. Exzellenz eine gute .Landung lyattcn. Seine Majestät werden sich treuen, Ew. Exzellenz morgen in Sclwnbrunn zu sehen. Nun begab sich Graf Zeppelin zum Ausgang des Flugplatzes, wo er vom O berbürger meist er von Wien mit einer icfmmnn- twllen Ansprache begrüßt wurde, in der er sagte, er begrüße dcu Grafen auf dem hiswrisctx'n Felde von Aspern als den genialen Eroberer der Lüfte. Zeppelin bankte und brachte ein Hoct auf die Stabt Wien aus. Hierauf verließ er unter ben stürmischen Zurufen bes Publilums das Flugfeld, um sich in das Hotel Imperial zu begehen, in dem er als Gast des Kaisers absteigl., Festmahl. Zu Ehren des Grafen fand heute abend in dem Stabtrats- sitzungssaale ein kleines Festmahl statt, welchnn u. a. beiwohnten Graf Zeppelin, Direktor Eolsman, Bar n: v. Gemmingen und der Neffe des Grasen, der deutsche Botschafter, der sächsische Gesandte, Fürst Fürstenberg, iveiter der Minister bes Innern Freiherr v. Heinold, ber Minister für öffentliche Arbeiten Trnka, ber Statthalter, die Vizebürger-meister, mehrere Militärs und Herren vom Flugtechnischen Verein. Bürgermeister Tr. Weiskirchner brachte einen Trinkspruch aus, in dem er zunächst den Grafen Zevvelin auf das herzlichste begrüßte und ihm sodann den Dank für seinen Befuch beim ftaifer Franz Josef aussvrach.^ Er gedachte brr fteunbschaftlichen Beziehungen ber bcibeit Staaten und ihrer Herrscher, solche des 25. Regierungsiubftäittns des Kaisers und trank auf die beiden Monarchen Tie .flapelle intonierte „Heil dir im Sieger fr am" und die Bollslwmne T^r Redner fuhr dairn fort und sagte u. o.: Wir neuen uns auch des heutigen Tages als eines neuerlichen Erfolges deutschen Geistes unb deutscher straft. Mir freuen uns auch mit Bewunderung auf Seine Exzellenz blicken zu dürfen, den Gott begnadete, der größte Erfinder auf diesem Gebiete zu sein. Ter Bürgermeister schloß: Gott schütze, Gott erhalte den Grafen Zeppelin bis an die äußerste Grenze des menschlichien Lebens. Gott gebe ihm Gesundheit imb Kraft, auch weiter seinem Kaiser zu bienen! Graf Zeppelin erwiberte' in bewegten Worten unb sagte u. a.: Ich bin unenblich bankhar dafür, baß mir hier ein solcher Empfang geworben, unb ick danke dem Herrn Bürgermeister und ber ganzen Wiener Bevölkerung für bie Aufnahme, die ich geftmben habe Ich erhebe mein Glas auf die immer festeren nnb banernberen Beziehungen beider verbündeten Völker! Nachdem der Minister des Jiruern den Gvafen Zeppelin im Namen der Regierung imb des Ministerpräsidenten begrüßt hatte, folgten noch eine weitere Reihe von Trinksprüchen, darunter auch einer des Fürsten Fürstenberg. Bürgermeister Tr. Weiskirchner sandte während 'bes Mahles an die Gräfin Zevvelin ein Begrüßungstelegvamm namens des Bürgermeisters und der Stadt Wien. iftunbe, ft «in „nri»"3' h--" "‘lie -h äX ^uns von einer Wgung gestellt ■itcn; vermachtes. * Explosion auf einem englischen Untersee- boot. Aus Londo ii , 9 Juni, wird gemeldet: Tie Admiralität gibt bclannt, daß sich aus dem Unterseeboot ,,5‘. 5" auf dem Wege von Barrow nach Portsmouth in der Nahe des Bristol- [anal» im Maschtnenraunt eine Explosion ereignete. Ein Mann wurde getötet, vier ichiver verletzt und 7 erlitten! schwere Brandwunden Tas Schiss wurde nach Midivrt gebraclü. Eine Untersuclmng ist emgeleitel worden. Tas Sckäff ist erst im vorigen Jahre in Barrow gebaut worden. Änzelhetten über den Unfall sind nicht heia mit. E i s« u b« h n u n f o 11. Aus Wien, 9. Juni, wird gemeldet: Gestern nacht fuhr ein Sonntags-Personcnzug mit 350 Passagieren bei der Einfahrt der Station S ieb en b r un n-Lco po lds- d o r s auf zwei Güterwagen, wobei die Lokomotive und zwei Personemvagen entgleisten. Vier Person en sind schwer, elf leicht verletzt. * T u r ch e in Dra ht s e il 2f 11 c n t n t auf t>cr Pots- banirr Ehausier geriet ein Ehcutfteur in der letzten 9r«cht in große Gefahr. Er fuhr in der Dunkelheit mit solcher Gewalt gegen ein in beinahe zwei Meter Höhe Mischon den Baumen über die Straße gespanntes Seil, bafj da-s Automobil erheblich beschädigt wurde. Der Ehouffeur kam ohne Verletzungen davon. vanvel. § Z u r Deutschen D i a in a n t c u s u b m i s s i o n. Zur Ergänzung der seitherigen Mitteilungen über die Vergebung von 1 Million Karat deutscher Diamanten wird mitgeteilt, daß für diese Menge die bisherige Gewinnbeteiligung der Regie in Wegfall gekommen ist; die belgisch-deutsche Gruppe hat die Million Karat gegen festen Preis (über dessen Höhe alle informierten Kreise sich vorläufig zu Stillweigen verpflichtet (hiben) übernommen. Uebrigens hatte auch das ^Angebot der Debeers Eo., das sich unter dem des belgisch-deutscheus Suudikat hielt, eine Gewinnbeteiligung der Regte nicht vorgesehen, lediglich die Koppel-Wagner-Grnppe hatte ein Gebot mit Gewinnbeteiligung abgegeben, ohne aber damit in Betracht kommen zu können. - Erfolge der heimischen Industrie. AuS Budapest wird gemeldet: Bei der heute erfolgten Klassistzieruug und Prcisoertetlung der Tatra-Adria-Fahrt Budapest-Fiume-Agram- Tatra-Lomuitz--Budapest über 2178 km wurde Opel Sieger. Es erhielt den ersten Preis und den wertvollsten Ehrenpreis des Erzherzogs Josef der kleine von Seitz gesteuerte 5/13 PS Opelwagen, während der von Lauer gefahrene 10/25 PS Opel wagen den prachtvollen Ehrenpreis des Präsidenten Grafen Anbrafsy gewann. Beide Opelwagen wurden mit Ehrendiplomen ausgezeichnet. Ein weiteres Telegramm aus H u y in Belgien meidet, daß Jörns aus Opelwagen bei den dortigen internationalen Rennen den e v ft c n Preis gewann. na [liberale -ft 9, Fortschrittliche Volkspartei -ft 3, Sozialdemokraten -ft 4). Nicht mitein gerechnet sind dabei die feiner Partei zugehörigen beiden Wgevrdneten (1 Christlich-Sozialer unb 1 Deutsch-Sozialer), die zwei Konservative verdrängt haben. llhelm I. r ben i-r-iis mit, JtbenS dem Leut- 'C Ta51vXm'anl^e- «ur 9?ein iL,a urK jl)ncn 6iermü anv. 10. Juni oseffor siirÄa^', Dr. jur. Wlm als Nachfolger en. , isroß^rzog M iporbend bt, Mllian6cUC Silbernen Kreuz Aationsführer !ehrer an der ), H.Dirlam, id versetzt. ->r ordneten« aq, 15- 3':in!' ,esordnung statt- '^LbciSi* der Mttmrger ^ladtvcrordneten' S-rk-hr m> L wri u* «ärt"Bä rti'gs NS' etS; 3 25iöb< n'«6 b S6 w* i d>e X , i;i be> .finkt 6°*' Z-V,- Philipp Damm II. zurück. Bet der Einweihung der Stadt- kirche zu Friedberg wurde -hm von dem Großherzog eine Auszeichnung für treue Berufstätigkeit überreicht. Die lange Berufstätigkeit ist insofern bemerkenswert, als die meinen Sicinbaucr in dein besten ManncSalter nach höchstens 20jäh- riger Arbeitszeit sterben. Die Steinhauer in Hesien haben nicht bie Bcrechtrnung, m eine Lungenbeilanstalt einzutreten, trotzdem gerade bei ihnen Lungenkrankheiten nicht selten sind. -1. Hungen, 9. Juni. Heute abend waren die Straßen uiißres Städtchens zum ersten Mal mit elektrischem Licht beleuchtet und allseitig wurde der Fortschritt in der Beleuchtung freudig begrüßt. In den Häusern sind noch viel- fach keine Zählapparate und Lampen vorhanden, so daß nur wenige Leute das neue Licht jetzt schon erproben konnten. Kreis Friedberg. ; (L) Fri e db e r g, 9. Juni. Eine größere hiesige Baufirma hat alles Gelände von der früheren Maschinenhalle bis zur Ziuserfabrit an getauft, um Lagerräume herzustellen uitb Baupläße anzulegen. sL) Bad-Nauheim, 9. Juni. Hier hat sich ein Verein gebildet, der zugereisten Dienstmädchen mit Rat iqtb Tat zur.Hand gehen will. * Bad-Nauheim, 9. Juni. Am Donnerstag, 19. Juni, vcrcmigeit sich bie Mitglieder der Hof hezw. stäbttsckcn Orchester von Baden-Baden, Darmstadt, Frankfurt, F-reiburg, Bai>Homburg, Mannheim, Mainz, Straßburg i. Els., Wiesbaden und das >iur Orchester Bad-Nauheim anläßlich des Re- gierungsjubtläums des Deutschen Kaisers zu einem g r o ß it Ko it .1 c r t zum Besten ber Wohlfahrtskassen für Musiker unter dem Protektorat des Großherzogs im Neuen Konz -? r t bau s zu Bad-Nauheim. Der bcbcittcnbe Geigcnkünstlcr Hoftonzertmeister H a v c m a n n aus Leipzig hat in uneigennütziger Weise seine Mitwirkung zugesagt unb wird Beetlioven's Violinkonzert zum Vortrag bringen. Das Programm verzeichnet ferner noch.Wagner's Meisterstitger-Vorspiel unb Kaiser-Marsch, sowie bie Pathetische Sinfonie von Tschaikowski). Tie Leitung des Orchesters, das eine Stärke von etwa 200 Künstlern haben wird, liegt in ben Händen bes Kgl. Professors Hans Wiitdcrstctn- Bad-Nauheim. h. Ober-Nosbach, 9. Juni. Das Grubenunglück hat eine unangenehme Erscheinung gezeigt. Dutzende von Agenten ber Zeitschriften, mit beren Bezug eine sogenannte llnsallversicherung verbunbcn ist, sind tätig, inn die Bergleute und Grubenangestellten unter ben locfcnbftcn Vorstellungen für ihre Blätter zu gewinnen. Selbst bie Post bringt täglich Bezugseinlabungen ähnlicher Art. Nm den Auswüchsen des Versicherungswesens zu steuern, will man jetzt die Bewohner amtlich warnen. Starkenburg und Nheinhessen. rut. Darmstadt, 9. Juni Nach dem Personal- Verzeichnis der Techn. Hochschule ist diese im Sommersemester von 1347 Studierenden, Hörern und Damen besucht, gegen 1602 im Wintersemester und 1465 im vorigen Sommersemester Von den Studierenden sind 29 Damen. Aus Preußen sind 500, aus Hessen 331, 'j^ujern 63, Sachsen 28, Hamburg 24, Elsaßi-Lothringen 22, Baden 21 usw. Von Ausländern Russen 180, Finnländer 16, Schweden und Schweiz je 8, Amerika 5, Niederlande und Rumänien je 4, England und Türkei je 3, usw. Tie Llbteilung für Maschinenbau bat mit 340 die stärkste Besucherzahl, ihr folgen: Architektur (4 Damen) 239, Jngenieurwesen 256, Elektrotechnik 163, Chemie (2 Tanten) 132, Papierfabri- lation 46, Altg Abteilung 31, hierzu 120 Gäste. h. Kelsterbach, 9. Juni. Sluf der Fahrt von Nüssels- >eim nach Frankfurt fiel der Wagenführer Römer aus Frankfurt von seinem Lastautomobil; er wurde überfahren und sofort getötet. Um nicht minderwertige Nachahmungen zh erhalten, achte man stets auf den Namen „Dl*. WStüFCiCb ■ Suort. Grünau, 9. Juni. Tie Kaiserjubiläumsregatta innb heute Nachmittag Fortietzung und Ende. Tie Rennen begannen um 3.45 Uhr mit Vikloriazweier ohne Steuermann. Ter Würzburger Rudervereiu von 1875 wurde Erster, der Mainzer Ruder° verein Zweiter. Im Junior-Einer siegte der Hannoversche Ruderklub (Rüinmeliuj. Im zweiten Vierer ohne Steuermann wurde Sieger ber Hamburger Rudervereiu, im großen Einer ber Heidelberger Ruderklub (Graf), im Grünau-Vierer, erste Abteilung, der Polpteknisk Ronklub-Kopenhagen, in der zweiten Abteilung Wratis- lawia-Breslau Zweiter, der Ruderklub Neptun-Posen Dritter. Im Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gre-ß^k. Wetteraussichtcn in Hessen für Mittwoch, den 11. J»ni IMS: Wechjelnd bewölkt, geringe Regen, Abkühlung, windig. Dos Endergebnis der preußischen Landtagswahlen. Nachdem die Landtags stich wähl in Berlin-- Moabit erledigt ist, steht die Zusammensetzung des Hauses mrnmehr fest. In Berlin 12 wurde der bisherige l:Nandatsttryaber Tr. Ru n z e (Fortschr. Vp.) gewählt. Er erhielt 365 Stimmen, während auf den sozialdemokratischen Gegenkmtdrdaten 331 Stimmen fielen. Von den 37 fonservativen Wahl- männern, die bei der Hmiptwahl abgestimmt haben, bfefren 12 der Wahl fern: die übrigen sttmmten für Dr. Runze. Das neugewählte Abgeordnetenhaus hat fotzende Zusammensetzung : Gewählt: Frühere Gewinn Stärcke: । ober Verlust: 148 155 —7 53 60 —7 73 64 4-9 40 37 4-3 103 103 10 6 4-4 12 14 —2 2 2 — 2 2 — g macht 16 Mandate aus (Kon- Vie in in Berlin: Bank für Handel und Industrie. — । in Chemnitz: Chemnitzer Bank-Verein. H DiSconto- Hinsberg, u // n und bei den in Deutschland bclcgcnen Haupt- bezw. Zweigniederlassungen dreier Firmen. Ein Meisterwerk Heute neues Programm Hm ei» eruiilltiii! Seltersweg 91 Fernspr. 389 Pianohandlung und ZerMen Fenster Sensen Humor. 3813 Sicheln Wetzsteine deS Streichorchesters „Teska1 448) Radklub „Teutonia“ Krofdorf Nächsten Sonntag, 15. 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Kleg.HkMlMM n.Matzu. fertig liefert preisw. Karn b ach, |MS?1 KavlauSg., Ecke Bahnhofstr. Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Landwirts und Zimmermanns Georg Philipp Krauskops in Rodbcim a. B. ist infolge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags au einem Zwangsver- gleiche Bergleichstermin aus den 21. unnt 1913, norm. 10 4 Uhr, vor dem König!. Amtsgericht in Gladenbach, Zimmer Nr. 12, anbcraumt. Der Vergleichövorschlag und die Erklärung des Gläubigerausschusses sind aus der Gerichlsschreiberei des Konkursgerichts zur Einsicht der Beteiligten niedcrgelegt. Gladenbach, den 31. Mai 1913. Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts. pi0/a BakofsKammer-Lichfspiele amSel-ferswe^. _ Schwarze Satin-Blusen mit Spitzen, Einsatz od. Stickerei zu Mk.7.00, 900 a«/5) 5.00, 4.00, U A. Salomon & Cie. Tie Zeichner können die ihnen zugeteilten Anleihebeträge vom 24. Juni d. I. ab jederzeit voll bezahlen, sie und ledoch verpflichtet: 15n/0 des zugeteilteu Betrages am 24. Juni d. I. 30% „ „ •. spätestens am 29. Juli d. I. 30% „ „ " „ „ 28. Auguit d. I. 25% „ „ » „ .. 19. September d. I. au bezahlen. ZelchnungSbeträqc bis 3000 Mark einschließlich sind am 24. Juni d. I. ungeteilt zu bendjtigen. Die Abnahme muh an derselben Stelle erfolgen, welche die Zeichnung angenommen hat. Die näheren Bedingungen sowie Zeichnunasschcine sind erhältlich bei den Zeichnungsstellen: Dem Kontor der Rcichsbauvtbank für Wertpapiere, der Königlichen Scchandlungs Hauptkanc und der Preuyuchen Central Gcnonen fchastskasse, bei allen Reichsbank Hauvtüellcn, Rcichsbankitellen und den Rcichsbank Nebenstellen mit jlassenoinrrchtung, der der König lichcn Hauptbank in Nürnberg und ihren sämtlichen Zwciganitaltcn, sowie bei den nachstehenden Stellen: ld% COAgenleiden, Stuhlver- ftoptvng, I>imorrhoiden, Blutarmut, BltichTucbt, Schwach ejuftände, Skro- phulote, HdernVerkalkung, Dervenleiden, 6i, daneben regel- mätziges kräftiges Einreiben des Haarbodens mit Zuck ker’s Original-KrLnter- Haarwasser (Fl. 1.25 und 2.50M.)u.Zucker*^vezial kränter llaarnUhrfefl lDose 60 Pf.«. Grohart. Wirkung,vonTausenden bestätigt. Bei 21. 21 oll, E Noll, C. Seibel, D.Schaaf, C.Karn, W. Kilbinger, Drogerien, u. H. Ticky, Parfümerie, [sln/r * "4" fragen" er| Mb. < nuten.0,106,11 Dr.. schuld . «- ^len-. 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W Auf diese Veranstaltung ist die S*'*3bekannte und beliebte alijühr- ■ liehe .IMainzer Flottenfahrt, worauf beson- I ders aufmerksam gemacht wird. ss15/« Unter den R M T-!l d- ® den Gemeinden non der »tu ** i(r,® onltalli" auf -uwandelnden hc die übrigen höher also insgesamt < meinden würden den Loranschlagt Einschluß der Zn belaufen, ^ach würde sich diese Entlastung der E 341 138 Mk., r betragen. Im Hinblick belastung der Gef non Interesse sei einem Umlagebe! höheren Lehransb geschlagenen Ska Mainz mit eine zahlte einen Kost Zkala soll sie 1( Ilmlagebedarf üi 78268 Mk. zu neuen Skala st Gießen mit ein zahlte 50808 1 werden. Wori zahlte 39 440 3 ans 59781 M des Abg. Henri 214979 Mk., s 106 541 Mk„ aus 62 537 Mi Sehr fühl Städten fieigen. Sulunft 12681 10 810 fri '■nfatt 4500 1 8 303 Mk„ Aks- »'statt 7500 Mk. 18172 Mk., M ^impfen 'anstatt (500 Mk. 12 77' Singen anstatt 9( l>°tt 7500 Mk. 1 beiziitragen haben 8,87 Mk. auf 8( M 10485 Mk., J Neu-Jsenburq Auheim von 2! 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