Erster Blatt 165. Jahrgang 219 _____Erster Blatt 165. Jahrgang Donnerstag, 18. September 1915 s Gleßener Anmaer ■ wirtschaftliche Zeittro-en ▼▼ ■ l ▼ ▼▼ ■ ▼ ■ ▼ uSSeS ^"'vrech-Anschl.,se: IIÄF OM AJF Verantwortlich für den l*ir rbtC 9^rK-1 nÄ politischen Teil: August ZMLL- General-Anzeiger für Gberhefsen sLZsL fcT'ÄS“ Hofationsöru» und Verlag dervrühl'schen Univ.vuch- und Lleindruckerc, R. tauge. Reöaltion, Lrpeditisn und vruckerei: Lchulstrahe 7. Ö-’e.Ses'für ben bis vormittags 9 Uhr. Geschäftsstelle Büdingen, Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Tageskalender aus dem Jahre 1813. 18. September. Der russische General Thielemann nimmt Merseburg ein. Vie Eröffnung der General-Staaten der Niederlande. Nus Amsterdam schreibt uns unser dortiger Mitarbeiter: Heute (Dienstag) mittag fand, wie bereits telegraphisch gemeldet, die feierliche Eröffnung der Generalstaaten durch die Kömgm statt. Von ihrem Palast aus fuhr die Königin in der prachtvollen, mit 8 Pferden bespannten, größtenteils aus massivem Gold bestehenden Staats-Eguipage nach dem „Binnenhof", >vo im Rittersaal der feierliche Akt vor sich geht. .... . Die Thronrede läßt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Wie in Hinblick auf die letzten Wahlen nicht anders zu -erwarten war, stellt sie die Acnderung der Verfassung bezügl. der Einführung des allgemeinen Wahlrechts an alle männlichen Niederländer von einer noch festzustellenden Alters- grenze, und die Wegräumung der verfassungsmäßigen Hin- dermsse für die Gewährung des Wahlrechts an Frauen in .Aussicht. Mit größerer Spannung sah man jedoch der Aeuße- -rung über die Staatspcnsivnieruiig entgegen, da der neu' ernannte Handclsminister Dr. Treub sich bekanntlich früher als em Gegner derselben gezeigt hatte. Es scheint aber, daß Herr Treub inzwischen anderer Ansicht geworden ist, denn es beißt m der Thronrede: „Die Einführung eines Gesetzes zur kostenlosen ^Gewährung von Altersrente an untcrstützungs- bednrftigc 70 jährige, die in einem gewissen Zeiträume keine Unterstützung von Wohlsahrtscinrichtungen genossen haben, rann im Laufe der Legislaturperiode erwartet werden. Für Heer und Marine werden keine neue Ausgaben gefordert, als diejenigen, tvelche zur Durchführung der begonnenen Neuerungen nötig sind — sicherlich ein weitgehendes Entgegenkommen den Sozialdemokraten gegenüber, die auch mit ruhigem .Gewissen für die Baukosten des geforderten neuen Schlachtschiffes stimmen können, da nicht das Mutterland, sondern Hvllänbisch-Jnbicn den „Dreadnought" bezahlen wird. Die Thronrede weist ferner auf den gerade nicht blühend zu nennenden Stand der Staatskasse hin und stellt die Einführung einer allgemeinen Einkommensteuer sowie eine Erhöhung der Erbschaftssteuer in Aussicht. Was die Kolonien anbetrifft, so will Herr Cort van der Linden den Boltsunterricht in Indien den Wünschen der verschiedenen Gruppen der indischen Bevölkerung anpassen, d. h. ihnen Gelegenheit für besseren Unterricht bieten, ohne daß sie ihre Zuflucht zu den Missionaren nehmen müssen. Man will also auf diese Weise dem in den letzten Fahren stark zugenommenen Missionswesen nach Möglichkeit Einhalt tun. Es wird wohl nicht ausbleiben, daß diese Politik zu Konflikten mit dem jetzigen klerikalen General-Gouverneur von Indien führt. Mit'der Trockenlegung derZuiderzee soll nun endlich tatkräftig begonnen werden, die Regelung der Frage bezl. des öffentlickzen und des privaten Unterrichts soll einem Ausschuß übertragen werden, der darüber beraten soll, inwiefern eine allgemein befriedigende Lösung dieser Frage unter Berücksichtigung der Unterstützung der privaten Schulen durch den Staat möglich ist. Die Thronrede lehnt sich im allgemeinen an das von den vereinigten liberalen Parteien vor den Wahlen entworfene Programm an: inwieweit auch die aus der Regierung verdrängten Klerikalen damit einverstanden sein werden, wird allerdings die Zukunft lehren. Tie von dem Niederländischen Frauenbund aus Anlaß der Eröffnung der Kammern geplante Kundgebung für das Wahlrecht war allerdings ein Fiasko, da die Polizei den „Binnenhof", wo diese Kundgebung stattfinden sollte, abgefperrr hatte, doch können die holländischen Frauen auch ohne diesen Aufzug mit dem heutigen Tage zufrieden sein, da ihnen ja die Gewährung des Wahlrechts, wenn auch nicht direkt, so doch für später verheißen wurde. Haag, 17. Sept. Der Finanzmini st er legte der Kammer das Budget für 1914 vor in der gewöhnlichen Abrechnung über den Stand der Finanzen, aus der hervorgeht, daß das Rechnungsjahr 1913, in dem ein Defizit von neun Millionen erwartet wurde, dank der außergewöhnlichen Zunahme der Einnahmen mit einem Ueberschuß abschließt. Der Minister ist der Ansicht, daß die größte Sparsamkeit notwendig und eine Erhöhung der Einnahmen unvermeidlich ist durch eine Steuer aus das Einkommen und, bis über diese Steuer abgestimmt ist, durch Beibehaltung des Zuschlages auf die Gewerbe- und Vermögenssteuer, außerdem durch eine Aendening des Gesetzes über die Erbfolge. Haag, 17. Sept. 800 Frauen veranstalteten heute nachmittag eine Kundgebung zu Gunsten des F rauen - st i m m'r e ch t s, da die Thronrede nicht die Gleichheit der Männer und Frauen ankündigte. Vorher hatte der Ministerpräsident eine Abordnung von zwei Frauen empfangen, die ihm einen offenen Brief überreichten, in dem sie ihrer Unzufriedenheit Ausdruck geben. Der Ministerpräsident antwortete, der Gesetzgeber wurde nach der angekünoigten Versassungsrevision das Frauenstimmrecht gewähren können. Die Frauen zogen darauf schweigend an dem Gebäude vorbei, in welchem die Zweite Kammer tagte. Der Kaifcr in Oefterreichisch-Zchlesien. Troppau, 17. Sept. Der Bürgermeister Kudlich bot dem Kaiser beim gestrigen Empfange auf dem Staatsbahnhofe namens der Stadtvertretung und der ganzen Bevölkerung der ehrerbietigsten herzlichsten Willkommcnsgruß. an und drückte die Freude aus, daß der erhabene Verbündete des glorreichen Monarchen des Landes die schlesische Landeshauptstadt, wenn auch nur flüchtig, mit einem Besuche beehre. Der Kaifcr erwiderte, er sei ganz gerührt von dem ihm in Troppau bereiteten großartigen Empfange und ersuchte den Bürgermeister, den Dank auch der Bürgerschaft und der ganzen Bevölkerung zu übermitteln und fügte hinzu, er teilte bereits Kaiser Franz Joses den schönen Empfang mit, der ihm in Troppau und Graetz bereitet wurde. Beim Stadtkommandanten Obersten P a t t e p erkundigte sich der Kaiser angelegentlich nach dem Stande der Armeemanöver in Südböhmen. Den Vizebürgermcister Krammer fragte der Kaiser nach der Einwohnerzahl Troppaus. Ganz besonders habe ihm die große Kinderschar, die am Empfange teilnahm, gefallen. C a d i n e n, 17. Sept. Der Kaiser ist um 2,30 Uhr hier eingetroffen. Botschafter a. D. Graf von Alvensleben Im 78. Lebensjahre verschied am Dienstag plötzlich in Erxleben der Wirlliche Geheime Rat und frühere deutsche Botschafter am St. Petersburger Hof Friedrich Johann Graf von Alvensleben, Mitglied des preußischen Herrenhauses. Der Tod des hochbetagten Diplomaten steht wohl in Zusammenhang lmit dem schweren Un lall, den sein zweiter Stiefsohn, der deutsche Militärattache in Paris, Major von Winterfeldt bei Toulouse erlitt. Graf Friedlich Johann von Alvensleben wurde am 9. April 1836 als Sohn des am 11. Juli 1889 verstorbenen Grafen Ferdinand v. Alvensleben geboren. Er studierte in Bonn und Berlin Rechtswissenschaften, und wandte sich 1861 der diplomatischen Laufbahn zu. Er wurde zunächst der Gesandtschaft in Brüssel als Attache zugeteilt, und war dann ununterbrochen an mehreren auswärttgcn Gesandtschaften erfolgreich tätig. 1876 wurden ihm die Geschäfte des dcutscksen Generalkonsulats in Bukarest übertragen, 1879 wurde er Gesandter in Darmstadt und 1882 im Haag, welchen Posten er zwei Jahre später mit Washington und 1888 mit Brüssel vertauschte. Ms Graf Alvensleben 1900 an die Stelle des nach Paris berufenen Fürsten Radolin mit der Vertretung Deutschlands am russischen .Hose als Botschafter betraut wurde, war er dem St. Petersburger Hof kein Unbekannter. Bereits in den Jahren 1872—18/6 hatte er als Botschaftsrat der dortigen Botschaft angehört und in dieser Zeit den erkrankten Botschafter von Balan vertreten. Ueber fünf Jahre hat Graf Mvensleben am Petersburger Hof gewirkt und es verstanden, die bei Beginn seiner Botschaftertätigkeit start getrübten Beziehungen wieder freundschaftlich zu gestalten. Aus Gesundheitsrücksichten mußte Graf Mvensleben im Herbst 1905 seinen Rücktritt nachsuchen, der ihm damals unter Verleihung des hohen Ordens vom Schwarzen Adler bewilligt wurde. Ein Jahr später wurde GrafAtvens- lebcn in das preußische Herrenhaus berufen. Die neue türkisch-bulgarische Grenze. K o n ft a n t i n o p c l, 18. Sept. Laut einer nach der heu-' tigen Sitzung der türkischen airib bulgarischen Delegierten veröffentlichten Mitteilung ist die Grenzfrage nunmehr endgültig geregelt. Die Grenze beginnt an der Mündung der Maritza und endet in der Resnaymündung, nördlich von Jniada-Dimotika. Adria- nopel und Kirk-Kilisse verbleiben der Türkei, Malko-Tirnowo, Mu- ftapha Pascha unb Ortesköj fallen den Bulgaren zu. Deutsches Reiche Der Reichskanzler verließ am gestrigen Mittwoch bei ftrömenbem Regen Sils Maria, um über Davos direkt nach Berlin zurückzukehren. In ben Prüfungsausschuß für Rüstungslieferungen, der auf Wunsch des Reichstags ins Leben gerufen ist und int November zusammentreten wird, werden von ben bürgerlichen Fraktionen des Reichstags entsandt werden: Die Abg. Dr. Bollert (natl), Erzberger (Ztr.): Liesching (Vpt.), Dr. Müller-Meinungeü (Vpt), v. Pullitz (kons.), Poland-Lücke (natl.), Speck (Ztr.), Gras Westarp (kons.). Bebels Hinterlassenschaft. Bald nach dem Tode Bebels wurde behauptet, daß Bebel etwa 900 000 Franken hinterlassen habe. Jetzt versichert das Variier Journal, daß seine Erben in der Erbschastsdellaratton für die Züricher Verwaltung den Betrag von 1 17 0 000 Franken angegeben haben. Ausland. Die Deutschen Amerikas und die Weltausstellung in San Francisco. Tie deutschen Verbände in den Städten Calisomien, Washington, Oregon und Texas haben an ben Kaiser eine Depesche gerichtet, in ber sie ihr Bebauern ausdrücken, daß das Reich auf der Weltausstellung in San Francisco nicht vertreten sein werbe unb bie angesehene Stellung der Deutschen in Amerika betonen. Japan unb China. Aus Tokio wirb gemelbet: Wie es scheint, hat sich China nur mit ben unbebeutenoen Forderungen Japans einverstanden erllärt, während auf die Forderung einer Entschuldigung und der Entlassung des Generals Changsuen noch keine Antwort cin- gegangen ist. Wie erklärt wird, hat bas japanische Auswärtige Amt bie britische Regierung über ihre Haltung im Falleei n er japanischen Aktion zu Wasser unb z u Laube sondiert, woraus ihm geantwortet wurde, daß England eine mili- tärische Aktion Japans mit Besorgnis betrachten würde, da sie Die Intendanten-Krisis in Frankfurt a. M. Holländers r o man t i s ch e Fl u ch t. Frankfurt a. M., 17. Sept. Die Flucht Holländers nach Amerika, um sich dort mit einer jungen Berliner Schauspielerin zu verheiraten, vorausgesetzt, daß die jetzige Ehe geschieden wird, bildet das Tagesgespräch Frankfurts. Und inan darf es heute ruhig sagens Frankfurts Kreise, die am Thcatcrlebcn interessiert sind, atmen erleichtert auf, daß er ging, daß ein schwerer Alpdruck von der gesamten! Künstlcrschast genommen wurde. Denn diese ging unter Holländers Regiment einer schweren Zukunft entgegen. Zahlreiche der besten seit Jahren bewährten Kräfte wurden von dem Gewaltmenschen glatt an die Luft gesetzt und an ihrer Stelle unbekannte Schauspieler, die Holländer selbst nicht einmal kannte, dahin engagiert. Es sei nur an Bolz, Meyer, Krauß, Bayrhammer usw. erinnert. In den nächsten Tagen sollten unsere Heroine Rottmann und (der treffliche Bauer über die Klinge springen. Der „fliegende Holländer" bewahrte sic vor dem Geschick der andern, die, wie schon heute verlautet, im Triumph wieder zurückgeholt werden dürften. Den verbleibenden Künstlern drückte Holländer das Gehalt auf wahre Hunger löhne herab, während er andererseits fürfcine F re u n deund F renn di nnenTau sende frei machte. Eine Maschinenschreiberin erhielt z.B. 3300 Mark Gehalt, ein bekannter verheirateter Künstler — 2400 Mark. Trotz dieser Gchälterherab- setzungen, die keine Spur sozialen und kollegialen Empfindens verrieten, ist das Defizit weiter um riesenhafte Summen geschwollen. Die Abonnements gingen dabei um nahezu 80006 Mark zu nick. Wenn das so weiter geht, dürfte die Unterbilanz bald 600 000 Mk. im laufenden Jahr erreichen. Jedenfalls wird die Gesellschaft Holländer haftpflichtig machen wegen Kontraktbruchs und zugleich aber auch unter dem Schauspiel- und Bureaugefolge, das Holländer mitbrachte, gründlich Kehraus halten, damit endlich die dringend nötige Ruhe und Besonnenheit in der Weiterführung des .Spielplans einkehrt. Jedenfalls ist die gegenwärtige Krisis die schwerste, an der das heimische Theater je zu tragen hatte und dürfte so leicht nicket überwunden werden. Tie Theatergeseltschaft wird noch in dieser Woche zusammentreten, um über die Gestaltung des Provisoriums Beschluß zu fassen. Die „B. Z. am Mittag" weiß folgende Einzelheiten zu berichten: Felix Holländer, der verheiratet ist, hatte bie Absicht, sich von seiner Fran scheiben zu lassen und eine Schauspielerin, bie vor zwei Jahren aus Wien an bas Deutsche Theater engagiert worden war, zu ehelichen. Dieser Absicht stellten sich jedoch Schwierigkeiten entgegen. Als Holländer nach Frankfurt ging, blieb bie Künstlerin in Berlin zurück. Er staub jeboch so sehr im Banne seiner Leiben schäft, baß er bie Trennung nicht ertrug. Er faßte ben Plan, feine Stellungen in Frankfurt unb Berlin aufzugeben und mit der Künstlerin nach Amerika zu gehen. Die Schauspielerin begab sich in ein Sanatorium, Holländer selbst fuhr nach Bremen, um sich von bert nach Amerika einzirschiffeu. llebrigens kam es auch der Künstlerin wegen, bie die Wendung feines Lebens verursacht hat, und bereu Engagement in, Frankfurt er durchzusetzen bemüht war, zu Protesten. ♦ Gras Scebadfs Rücktritt. Tas Opfer einer höfischen 3 n t r t g u e. Tie Theater- unb Jnteubantenkrisen häufen sich: nach ber plötzlichen Flucht Holländers in Frankfurt a. M. der Rücktritt Graf Seebachs, des Geueralintenbanteu ber Kgl. Hoftheater in Dresbeu. Aber biefe Nachricht — sie wirb ber N. Bad Laub.-Ztg. in einer so bestimmten Form übermittelt, baß kaum an ihrer Authentizität zu zweifeln ist — berührt viel schmerzlicher, als die aus Frankfurt: denn Graf Seebach, als Mensch untadlig und voll ritterlicher Vornehmheit, galt fast als der Jdeal- typus eines großzügigen Hoftheaterintendanten, dem es nach langer mühevoller Arbeit unb geleitet durch ein ungewöhnlich feines unb begeistertes Kunstverständnis, gelungen war, die Kgl. Bühnen Dres- bens aur eine hervorragenbe Höhe zu bringen. Tie telegraphische Privattueldung über Seebachs Rücktritt lautet: 4= Dresbeu 17. September. Gras Seebach, ber Intendant ber Königlichen Theater in Dresben, hat bem Kö- nig Friedrich August sein Eutlassuugsgesuch überreicht mit der Bitte, bem Gesuche halb ftattzugebeu. Der Grund für bie Rück- ttittsabfichten liegt in ber bekannten Affäre, bie mit; ber geplanten Aufführung von Schöuherrs „Glaube unb Heimat" zusammen- häugt. Prinzessin Mathilde von Sachsen soll bem König erklärt haben, daß sie ben Hof verlasse unb ins Exil gehen würbe, wenn der König eine Ausführung des Stückes „Glaube und Heimat" zulafse. * — Darmstädter Hoftheater. Aus Darmstadt, 17. September, wird uns geschrieben: Zum Gebuttstage ber (Yroß- herzogin wurde heute im Hoftheater Boieldieus köstliche komische Oper „Tie weiße Dame" neu einftubiert unb neu inszeniert gegeben. Tas Haus war fast ausverkauft unb festlich beleuchtet. Als bas Großherzogspaar in ber kleinen Ho flöge erschien, brachte Bürgermeister Mueller das Hoch auf bie Fürstin aus, in das die Besucher freudig einftimmten. Die Musik spielte darauf die Nationalhymne. Tie Aufführung selbst dar? als gut gelungen gelten. Ter Spielleiter Otto Nowack hat viel Sorgfalt aut den äußeren Rahmen gelegt, und Kapellmeister Paul Ötten- heimer zeigte sich als sicherer musikalischer Interpret des Werkes. Von den Darstellern zeichneten sich aus bie Damen Ka Ile n- ,ee,Beling-Schäfer unb Lischke. Ten George Brown sang Herr Globerger, ber mit einer kleinen Unpäßlichkeit zu kämmen hatte. Ein vottrefflicher Tickson war Herr Thomsen, in Spiel unb Gesang. Herr Stephani charakterisierte den tücknchen Verwalter Gaveston ausgezeichnet. ks. Mondschein und drahtlose Telegraphie. Die drahtlose Telegraphie arbeitet bei Nacht besser, als bei Tage, weil bas Sonnenlicht bie elektrischen Wellen beeinträchtigt. Curtis macht nun darauf aufmerksam, daß bas Licht bes Monbes ähnlich störenden Einfluß auf die Wellentelegraphie hat, unb führt zum Beweise hierfür Beobachtungen an, bie er auf .einer Station für drahtlose Telegraphie in Brasilien gemacht hat. 5 bis 15 Minuten nach dem Mondaufgange werden nach diesen Beobachtungen die empfangenen Zeichen schwächer; ihre Krast nimmt ungefähr um ein Dreißigstel ab, dann^wächst sie wieder, nimmt wieder ab unb so geht es rociter. Die Stärke ber Wellen bleibt hinter ber normalen etwas zurück, bis an der Stelle ber Senbestation ber Mond aufgegangen ist. Zuweilen werden die Wellen dann sogar stärker, als zu erwarten wäre. Tie Klarheit ber übermittelten Zeichen erleidet also nach Cuttis eine Einbuße, und baß das Licht des Mondes hieran Schuld sei, wie der Beobachter meint, ist ziemlich wahrscheinlich. Freilich bleibt eine Bestätigung ber ^Beobachtungen von anderer Seite noch abzuwatten. tm Fußmarsch in die Garnisonen zurüa, wo fie am 21. 2ep Tie blaue Ar- ii bei Rcdsdorf sei, zvr Aufteilung Ck-inas "ai ermutigen. Hingegen wückc sie die Forderung Jovans mir Entschuldigung und (Entubäbigung in Peking diplomatisch unterstützen CuftfcHffobrL w Nied a. M., 17. Sept. Bei einem UebungSflug versagte gestern einem Euler-Doppeldecker der Motor: das Flugzeug ging im steilsten Gleitflug in einem MaiSseld nieder und überschlug. Die beiden Insassen kamen durch vorzeitige- Abspringen mit dem Leben davon. Baden-Los, 18. Sept. Da-Luftschiff Viktoria Luise ist beute früh 7.20 zur Rückfahrt nach Frankfurt a. M. aufgestiegen. Ditdnsnadiriditm "DerGieffener Reiter herein bat für Mittwoch, den 1. £Itobcr — anschließend an den Herbst Pferde- markt — an der Bickler'schcn .Hardt eine Reit- und Fahr- konkurrenz ausgeschrieben. Aus den Ausschreibungen ist zu erwähnen: Nr. 1: Reitkonkurrenz, 1. Abteilung, Herren- Reiten, 2. Abteilung Tarnen Reiten: Rr. 2: Fabrlonkurren, für Toppclfpänner: Rr. 3: Springkonkurrenz: Nr. 4: Fahr- konkurrenz für Einspänner: Nr. 5: Gehorsam Springkonkurrenz: Nr 6: Jagd mit Auslaus. Ter Meldeschluß ist auf wird angeschloffen werden. K Fauerbach, 17. Sept. Bei der GemeinderatSwahl wurde wiedergewählt: I. K. Hensel, neugewählt: Ä. Jung IV., I. K. Philipps II. und P. Winter. k Butzbach, 17. Sept. An das S eminar f ür Leh'r- amtSrefcrenbarie wird üom 1. Oktober ab die hiesige Realschule angegliedert, welche seit einigen Jahren nach dem Resorm-Unterrichtsplan arbeitet. Starkenburg und Rheinhessen. bs. Tarrn ft abt, 17. Sept. Heute nachmittag wurde die Leiche des Geh. Kommerzienrats Dr. L. Merck auf dem städtischen Friedhof b e i g e s e tz t. Trotz de- überaus schlechten Wetters batte sich eine große Schar von Teilnehmern eingefunden ES waren ii a. erschienen d nifter Tr'o. inoalb, der Minister des Innern v Homdergk, ferner auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen I Kreis Friedberg. treuen Dienste, vom 1. November 1913 an. — Erledigt Friedberg, 17. Septbr. Die elektrische Leitung ist eine evang. Lehrerstellc zu Nauheim (Kr. Groß-Gerau), der Zentrale Wölfersheim ist jetzt fertig geworden und vielfach brennt das Licht auch schon in Läden usw. Diejenigen Gebäude, welche seither von Fabriken die Elektrizität er hielten, die wie Schloßgebäude, erhalten jetzt auch Elektrizität von der Zentrale Wölfer-Heim. Auch unsere Stadtkirche " Tie Ludwig «und Al ice-St ist una beging gestern willigte dazu 160000 Mark, ni Darmstadt trn» Fest ihrer 50jährigen Wirksamkeit ür”1 • | wurde die Feier bereits vorgestern durch einen kleinen Empfangs abend im Maüerfaal. Bereits um 8 Ubr^beutc morgen hielt des BerwaltungSauSschuß eine Sitzung ,m Städtischen Saalbau ab. Um 10 Uhr war S?auptvcriammlnng im Otatteniaal des ^aal- baues. Ter Borsitzende Maf;lid eröffnete diele Sitzung und teilte den 20. September, abends 7 Uhr, festgesetzt. Für die einzelnen Konkurrenzen sind von Freunden des Reitlports schönt Ehrenpreise gestiftet worden. Au- Stnöi und Tand. Gießen, 18, September 1913. vom Manöver des 18. Armeekorps. fc. Hauptquartier Hochwaldl-ausen bei Ilbeshausen, 17. September. '.Heute hatte das 18. Armeekorps unter Führung seines Nlommandierenden General-, General- der Infanterie Von iSchenck, unter Leitung des Generaloberst v Eichhorn gegen einen markierten Feind zu fechten. Ter Hebung lag bic all - »gemeine KriegSla ge zugrunde, daß eine rote Armee [über die Mnzig nach Süden zurückgegangen, bei dem Rückzug .aber eine Stauung im Kinzigtale cinflctreten. Um Zeit zu gewinnen, ivaren von dem roten 20. und 21. Armeekorps je eine Division bestimmt worden, den Abmarsch zu sichern. ’Tcr linke Flügel des roten 18 Armeekorps stand bei der ISchwill Muhle nördlich Hreffcnbarf) im Steinau-Bach-Tal. .Tie Division vom roten 21. Armeeiorps lehnte sich hier nach links an und hatte eine befestigte Feldstellung in Linie Sckiluchtem—Berghohe 421 südlich lllmbach—Sarrod befett Tein blauen 18. Armeekorps, das auf der rechten Flanke der blauen Armee von Erainfeld und Heisters aus vorging, nxir der besondere Auftrag, die rote Stellung anzugreifeii. Tas blaue 18. Armeekorps trat mit der 21. Division beute früh 6 Uhr von Lder Moos in der Richtung auf .Holzmühl den Bormarsch an. Die rote markierte Division des 21 Armeekorps batte eine Kavallerie Tivision unter Oberst v Glasenapp, Montmanbeur der 21. Kavallerie Brigade, auf RiÄumstein mit einer reitenden Batterie und einem Zug Maschinengewehre Vorgetrieben Tie über Salz und Rad- El norrürfenbe blaue 21 Tivision zwang die rote Ka- Varterie-Tiviflon zum ^Rückzug auf Sarrod und ging aus dem Aurora-Forst vorbrechcub in der Linie Sarrob—Utm- 52 Kilometer zurück. Tie feldgraue Uniform, die von den Truppen mit Ausnahme der Artillerie während des Manövers getragen wurde, bewährte sich an Stzckle der vielfarbigen früheren ** Die Groß herzoglich Hessische Bereinigung für Luftfahrt veranstaltet am Sonntag, 28. I. M., einen Zeppelintag. Es soll mit einem Zeppelinlust- schiff ein Ruudflug ftattfinben, von Frankfurt Abfahrt 10 Uhr vormittags von der dortigen Luftfchiffhallc über »en Taunus nach Mainz, von Main» Mfahrt 11.10 Uhr vormittags vom Großen Sand über das Nahetal und die Rheinpsalz nach Worms, von Worms Abfahrt 12.15 Uhr vom Exerzierplatz auf dem Rosengarten über die Bergstraße nach Darmstadt und von Darmstadt Abfahrt um 1.30 Uhr vom Exerzierplatz am Rheintor über Aschaffenburg nach Frankfurt. Jede der Fahrten wird etwa eine Stunde dauern. 2er Fahrpreis beträgt 70 Mark für Vereinsmitglieder (deren Frauen und .Vlinber gelten als Mitglieder), 100 Mark ür Richtmitglieder. An jeder einzelnen Fahrt können 15 Fahrgäste teilnehmen. Anmeldungen zur Teilnahme au einer »er Fahrten längstens bis zum 24. l. M., 10 Uhr vormid- ags, find zu richten an die ffkschästsstellen der Dereinc ür Luftfahrt in Darmstadt, Mainz, Gießen oder Worms. Bei diesen Okschäftsstcllcn ist auch alles nähere zu erfahren. Im übrigen verweisen wir auf die heutige Anzeige. I faft vollzählig die Mitglieder her Ersten hämmer, der der *♦ Der Ortsgewerbeverein unternahm am Diens- Verstorbene angehörte, das Präsidium der Zweiten Kammer tag nachmittag einen Familienausflug nach Wetzlar, an dem und von den Abgeordneten dieses xxiufeS Justizrat Dr sich über 50 Personen beteiligten. Zunächst wurden die Karo-lSsann, das Rektorat der technischen .Hochschule Als Ver- linenhütte (I. Jung) und die Marmorwerke (Dyckerhoff 8- treter des Großherzogs nahm 2berlwsinan'chaN^rcü>err von "Neumann) besichtigt Die Arbeiten in den beiden Betrieben Ungern--Sternbergau bet Ski ’iiung-, rcter teil ^er »n’icr auf A.L B°r°^i.ung bi. zur s.r,ig-„ Schraub-, L>agenund schleifen der mächtigen^Marmorl'lvcke rc.) waren für ^ogei. Dr. Ehrenberg legte im Namen der Beamtenschaft die Besucher außerordentlich intereffant. Da der Ausflug gerade Hauses Merck einen "vranz nieder »Kranzspenden über- mit derAbsicht veranstaltet worden war,die Familien derVereins-krachten weiter dos Rektorat der Hochschule, Bankdirektor Mitglieder wenigstens einmal im Jahr zusammenzusübrenIParkuS für die Tarmftäbtcr Haiidelskam und so das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, fandl fabrikant Schreck für die Bezirks.rruppe des.Hansabund man sich für die noch übrigblcibcnbe Zeit in den Räumen «Einen prächtigen Kranz legte Freiherr von Ungern-item* ber herrlich acleaeiten Mmnebura" zusammen. Die unter- 6erg im Ramen bco Großherzorvspaares am <^rabe nieder. lar und dem D°m in der Mitte besonders glanzvoll erscheinen, schreiben der Tätigkeit des Verstorbenen für die -tavt Der Borsitzende gedachte des Geburtstages der Großherzogin nnd brachte ein Hoch auf die Landesmutter aus. Volks-!' Heffen-Naffau. lieber und Einzelgesüngc der Herren Dörr und Enders h Gelnhausen, 17. Sept. Die Stadtverordneten- trugen zum schönen Verlauf des Ausflugs besonder- bet. Versammlung beschloß den Bau einer Realschule und be- Gelände an und auch ihr SchnUt ist praktisch Der Umlegekragen an Stelle des ehemaligen hohen steifen am Halte anliegenden Kragens bringt der Truppe namhafte Erleich- terung. Auf der anderen Seite hat der (gebrauch der feit»-1 grauen Uniform im Manöver gezeigt, daß fie nicht so dauer-. ' „ „**• w» luift ist als der blaue Daff en rock und die schwarze Tuchhose, I Pon Mo,art enbiqte t>tc Feier Um 2 Ubr war Fribckfen leichter fleckt und Regen durchläßt, aber schneller trocknet als I Um 4 Uhr versammelte sich ein großer Teil der Festteilnedmcr der blaue Uniformrock. I au einem Gange auf den Friedhof -um Briucd der Gräber de- Die Luftauftlärung war recht erfolgreich und die Er-1 Gründers und der früheren Leiter der Stiftung, kundungsergebnisfe für die Truppenführer wertvoll. Jrn " Der Welt reisen de von Flkbrnger »rnrd Vergleiche zu den Leistungen der Flieger während des heute abend irn Hotel «cktutz über seine Erlevnitte imrdrend Korp^manövers des 18. Armeekorps bei Panrod und Tau- ber neunjährigen Wanderung um die Welt einen Vortrag born im September 1911 muß feftgeftcllt werden, daß unser halten, zu dem jedermann Zutritt hat. Flugwesen sejtdem bedeutende Fortschritte gemacht hat. Die Landkreis Gießen. Truppen waren ihrerseits den Fliegern gegenüber geübt und Trohe, 17. Sept. Der Mitteldeutsche Kaninchen- nahmen schon beim Hörbarwerden eines Fliegers Deckung nnb Gcslügelzüchterverband, welchem viele Kleintierzüchter und vermieden, wenn es nicht durck)aus erforderlich, gegen QUd Oberhcffen und den angrenzenden preußischen Gebieten die Flugzeuge zu feuern, denn Infanterie ist manchmal nur I -ören, -äU näxften Sonntag bei Gastwirt Schwarz dadurch bon obtn erkennbar, wenn s.e ftch zum Feuern ru- seine Herbst P-rband-au-stcllung ab. '“"'ÄÄarönü“ die hont 16.-20 Sept, in A «t'inMiaiife« . n. SemeinbrrÄ«. Schlüchtern und in Birstein ivaren, arbeiteten einwandfrei, wähl wurden gewählt: Ludwig Romer mit 11b, Hch. «tctnl. Auch die Verpflegung der Truppen in den Quartieren mit 105 und Wilh. Mohr mit 96 stimmen. ivar gut. Kreis Lauterbach. ♦ Stockhansen, 17. September. Unsere Kirche wird "Ordensverleihung. Ter Großherzog Hot gegenwärtig Wiederherstellungsarbeiten unterzogen, zugleich das Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipp? bed I mirb auch Zentralheizung eingerichtet. Bei den Arbeiten stieß Großmütigen dem Oberleutnant Scheuner im Infanterie-1,uan wiederholt auf Gebeine, die von alten Gräbern herrühren. Leid-Regiment Großherzogin (3. Großh. Heff.) Nr. 117 ver- Gleichzeitig erhält das Gotteshaus eine neue Orgel. Die liehen und dem Hauptlehrer Heinrich Kaßlick zu Darmstadt I Gesamtkosten betragen 30000 Mack. die Krone zum Ritterkreuz desselben Ordens. ^Rixfeld, 17. Sept. Der HafsiabezirkStag deS Bezirks •• Schulangelegen heilen. Uebcrtragen wurdeILauterbach fand am Sonntag unter dem Vorsitze des Ren- atn 13. Sept, dem EchnlamtSafpiranten Karl Naumann kanten Frieß-Lauterbach statt. ES wurde befchloffen, am aus Friedberg die erledigte 2. Lehrerftelle an der Volksschule 100. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, also zu Bindsachen (Kr. Büdingen). — In den Ruhestand ocr- am 18. Oktober,in allen Dörfern de« BezirkSFreudenfeuer seht wurde am 10. September d. I. der Lehrer an der Volks- abzubrennen. Die Flammenzeichen werden überall punkt schule zu We inolS heim (Kr. Oppenheim) Jak. Liebmanns Uhr abends auf Anhöhen bei den Dörfern aufleuchten. ternbcr eintreffen. . -_ Am Ende der diesjährigen Manöver mögen zum iajlufte noch einige kritische Bemerkungen folgen. Die Marschleistungen der Infanterie waren ganz her- öforragenbe. Die Jnfantcrie-Olegimenter Nr 118 und 168 [)attcn gewaltige Märsche zu bewältigen, die sie glanzend ausführten, ohne Marode und Fußfranke. Auch die 3. und 4 jlcnnpagnic Pioniere 25 zeichneten sich in dieser Beziehung besonders aus. Legfen diese beiden Mompagnien doch am Tage des Gefechts bei Ulmbach am 10. September rund mit, daß die Aufsichtsbehörde alle DorgeidHagenen Aenderungcn ber Satzungen genehmigt habe. Bon den Agenturen der Stiftung na! inen 128 Vertreter an der Persammlung teil, sowie 8 Mitglie der des BerwaltungSausichufjes. Zunächst wird über die endgültige Gründung der neu emuiriditcnbcn WitwenpenfionSmfchußkasse beraten Ta bei der letzten Hauptversammlun.t schon darüber beraten wurde, handelt eö sich baitc nur um einige Aenderunaen, die! vom Landeo-Lehrerverein vorgefchlagen wurden. Man trachtet dar-! nach, das, ein Rechtsanspruch an die Kaffe vermieden werde. Tic1 Aenderung wird genehmigt. B>i den Satzungen der Ludwig- und Aticeüistung ixi: die Aufsichtsbehörde einige Aenderungcn gewünscht. So soll in Sufunn die Grenze des Auinadmcalter-5 nicht nubr das 60 . sondern da» iünlzigste Lebenstakr sein. Den am 1 xeunt V.11.) tyürL’ar?.-nrn Mu Liedern im Alter von .50- »50 -ähren in der UebertritT in eine höhere Abteilung ber Sterbekaffe vftattrt. Trr .ydxn Grundlagen brrecmetc Deckungskapital. c einen Siche- unge’onb'? -i gcgebeneniall* einen Gewimckonds § 20 wird letzt i.4yn ber Ludwig-Alice-^Snfrung angesimoffene Mlli- . irdarlednskassc satzung-mäßig nngeiügL Darnach fonnai dieMit- Olicbcr bet fünften Abteilung, bic chret Äüüdtpilidu als euM Au» Hessen. In der Zweiten Kammer hat der Abg. Köhler folgende Anfrage eingebracht: Welche Gründe hat die Großh. Regierung, von der Erteilung von Berechtigungen sürdieAbgangs- vrüfu u gen derhessifchenGewerbe schul en bei den Meisterprüfungen noch immer — insbesondere auch noch dem Vorgehen der Kgl. Bayrischen Regierung — ab« ,Hustehen? Provtnzial-Ausschutz der Provinz Oberhessen. Gießen, 17. September. Anwesend: Geheimeral Tr llfinger als Vockitzcndcr und Mitglieder. Beginn 9, Ende 12' 7 Uhr. 1. sFlagc des O.rtsarmcnverbandeö r an t - furt a. M. gegen den L a n da r m e n v er ba n d (Miefen wegen Unterstützung bc5 Fr L wurde '» der hiesigen Minik wegen Entrundung einer Leutendrüse behandelt, icdoch als arbeitsuns^ig entlaßen, da er sich den ärztlichen-Anordnungen nicÄ fügen wollte Er begab fuh aut WanderschaU und .nahm nach 4 Tagen Beschäftigung an. Als feine Daprere verfangt würben, verließ er den Arbeitsort mit einem Verdienst von 5 Mk. üurzc Zeit darauf wurde er dann wegen seines früheren Leidens in dos städtische >!rankcnhaus in Frank'urt au,genommen. Ter slrtsarmenverband Frankfurt ist der Ansicht. daN ForUetzung der früheren Hilssledüriiigkrit in Gießen vorlwgt und begehrt Eckav seiner Kosten von dem Landarmcnverband Gießern -Einer die Zahlung oh. weil sarigesetzte Hilfsbedürftrgkeit mit iHhixffirfit auf den unterstühungsfreien Zwischenraum von v»er- rckin Tagen nicht vorliege, zumal L auch hi her Zwischenzeit gegen jLobn gearbeitet habe, nno daher nicht hilrdbeburHig gcro.-icn sei. /Der ProvinualausschilN lehnte aus den gleichen Erwägungen Idle gegen Gießen erhobene Klage ab. -v, 1 2 Klage de-OrtSarmenverbaadeS vranrkurr MM Main gegen den O r t s a r m c n v c r ba n d AN c n - beim wegen UnterstüNung der M. D. D. mup.te .auf öffentliche Si-ofien im städtischen Krankenhaus tn ,vron rurt her- t^fegt nn*rben Der OrtSarmennerband -s-rannurt liebt AUen- ifini ob? den endgültig nnterstützungsvflichtigen Armenverband ;nn mit der Behauptung, daß die D ihren Unterstutzungswohn Hiu dort noch habe, ba fie noch nicht 1 Fahr uniiiitcrbrjaxnt *»n bort abwesend fei Auf bic Weigerung Asfenbeims zu zahlen, kam es zur .Mage. In der heutigen Verhandlung wurde durch Zeugen sestgeftellt, daß die T. sich immer nur Porubcrgcbcnö in -Assenbeim onsgebalten l»t und die letzten drei Sabre überhaupt micht dort gewesen ist Dorgnshin wurde die Mage von dem 45to- vinzialousschuß kostenpslichtig obgewiesen. , 3 .itlage des Artisten Fr. V. zu Gießen wegen Versagung eines Wandergewerbeichciiis tur 1913. Tg.j Großh. KreiSamt Gießen hatte den von B. beantragten Wondergewerbesch/ein auf Grund der polizeilichen Ermittelungen versagt Die hiergegen erhobene Mage wurde heute als unbe- 4. Bürgermeisterwahl Burkhards, lieber diese Sache war bereits früher vor dem Provinziolalisschuß verhandelt worden. Gegen ben zmn Bürgermeister gewählten L^Srli. waren verschiedene anonmne Anzeigen bei dem Kreisamt schotten ein- neinnfril weshalb dieses die Wahl beanstandete, dem Verfahren vor dem ÄreisauSschusse wurde festgestellt, dan zwar mct>- rtrtTf Strafverfahren gegen Sch. geschwebt, aber keine Veranlauung zu feiner Verurteilung gegeben haben Der Kreisausimuß nahm ober Anstand, die Bestätigung zu erteilen, weil er den Gewählten für nicht würdig zur Bersehung be» Amts eines Vürgermeuters hielt Der Provinzialau sclwß wie» ben von dem Gewählten rtcgen das ablehnende Urteil de» «.kreisausscstifffes eingelegten Meknrs als verspätet eingelegt zurück Auf den hiergegen verfolgten Rekurs entschied Großh. Ministerium des Innern, daß die streit ,sache zur anderweiten Verhandlung uiib Entscheidung an den KreiSauSschuß Schotten zurückzuverwe,sen se, Begründet wurde ibicA damit, daß über die Sacke nach ttcuent Recht befunden werden müsse, weil ber KreiSauSschuß erst nod) den, 1 Apru, 4>cm Zeitpunkt des Inkrafttreten» beS ne icn Vein»altmigsrechts. vffegegrietzes, mit der Angelegenheit besaßt worden sei. Der Mets- Ausschuß blieb bei seiner früheren Enttcheidung. Auf die Mage deS Sck erkannte der Provinzialausschuß heute dahin, baß das 'Kreisausschußurteil onszubeben und dem Gewählten die nachge,uchte Bestätigung zu erteilen sei. Ixid' gegen bic linke Flanke ber roten Stellung mit ber 21 Infanterie-Brigade zum Angriffe vor. tiUerie, Regiment 63, Ixittc auf den Hohe 'Fi-uersteNung genommen und nadi Sckm>admng der Verteidig • rturtflonrttllcrie die rote Stellung erschüttert Tic 2b Tioi- Ifiot, griff von Neustall in den Kampf ein, zumal ,.Rof bet UlmlxTct) Akvße Infanterie-Truppen massen zeigte Der linke rote Flügel wurde gegen 12 Uhr mittags geworfen. ..Das Gaitte Halt" brad) bit» bei andauerndem Regen auSgeftihrte ^efeckt ab. Das Manöver 1913 hatte (rin > ibe erreicht Generaloberst v Eichhorn hielt hierauf bic iVrinf ab 'Vach dem Schluß des Gefecht» marfebirrte bic 5" In fanteric-Brigade nach dem ^bnbof Schlüchtern, bic 49 und das FußarttUerie-Rcgnnent Nv. 3 nach bem von 5temau unb Soben-Sulmünstcr, bic 41 und 42 ebenfalls bahiu. u die Truppen aus der Kiiegskoch-stüche Mittag kost erhielt " und von 4 Uhr ab in ihre i'Siriuioncn befördert wurden Die yvanatlenc, Artillerie und Maschinen neuere bezogen in lllml*ad) und den umliegenden Orten Quartier. Sie kehren lährig-FrriunNige genügen. Darlehen bis iunt Briraqe von 60 * erdalten Inzwischen Hane sich im großen Saale des saald ues eine große Anzahl von Gästen ringriunden, die an dem eigentl cken Festakl um 12 Ubr teilnehmen wollten. Von der Regierung n>aren erschienen Geheimcrak 3üfiert unb Okbrimcrat Tr. 3dxumnann, .\rnrr Pror.niiald,rektor Tr. Fcv. Bürgermen.^r Mur.ler. l-rot. ximnger u a Die Frier wurde rigdeitrt durd> Bectboven- „Tje Himmel rübmen . vorgetragen vom kängerd-vr des Tarm- ftaOter LehrerrereiNS Das Festgedicht svrach Realk^br r Wei?.- Tann nabt, bu BegrüßungSansmachc dickt Der Borii ndc Lebrer ftahlirf Er dankte für bic von der Stadr Darmstadt > . .-rw'cun^ Jubiläum-svcndc von 500 Mk T-tx Großberzog batte cm Telc qramm gesandt Der Borsitzende machte folgende ^tiiningen bekannt: von der Stadt Crfrnbad) 500 Mk, von Worms 200 Mk. von Privak'ammlungen in DorrnS 700 Mk. oon solche« in ----- T । Offen back 600 Mk Darauf übcrbraduc OW-bexmtrat Sür.Tt die lvulu,v, _______ Suckle bet vielfarbigen früheren (ßlückwünickc des Mmu'tcrtums. da» der Snffung 1000 Mk uber- Uniformicrunfl schlagend. Die Farbe paßt sich trefflich dem wies Ferner teilte er mit, daß der Großdermg dem Vorsitzenden ch ihr Schnitt ist praktisch. Der Umlege- als Anerkennung für seine an,opfernde Lotigkeit br >tronc des - - - ' " " . I Ritterkreuzes 2. Ülasse des Ordens HL-ihpp» des Grotzmu:,,en . tn-rheben habe Bürgermeister Mueller überbrachte die (^lud- 1VM„; . .3tabt Darmstadt. Nach einigen roeürtvn i^lückmün'cken von Vereinen usw. hielt Hauptlehrer Hliff-Tarmstadt die eigentliche > bestrebe Mit dem 2y„ wenn man wissen will, aus welchen der Sodener Gemeinde- heilauellcnFans ächteSodenerMineral-Paftillen — und nur diese! — gewonnen werden. 3 und 18 sind zugleich die mit air meisten verordneten n. benützten SodenerGemeinde-Heilguel« len, und der Wert von Fays Sodener Mineral-Pastillen ergibt sich sonach ganz von selbst. Man verwendet sie bei Heiserkeit Verschleimung, Katarrhen deö Kehlkopfs und der Bronchien, stimmlicher Indisposition mit stets gleich ausgezeichnetem Er- folg. Doch achte man auf den Namen „Fay", auf die amtliche Be- scheiuigung des Bürgermstr.-Amtes zu Bad Soden a. T. am weiß. Kontrollstr. u. lasse sich keine Nachahmung ausschwatzen. Kindermehl Krankenkost Sardinen, Wachstuche Auswahl A. Salomon &Cie. sind w unverwüstlich. C’Z, Lollar, den 4. (6068 Nies. t Zwiebel ♦ gesunde, mittlere Winter- wäre, pro Zentner Mk. 4.- nb Echzell, versendet unter Nachnahme Ludwig Erb, Kartoffel-Versandgeschäst. Echzcll i. d. Wetlerau. (6081 VermMsbilniiz -er EembeLM Lckr, e. 8. m. n. H. in Lollnr vom 31. März 1913. Bergmann. Metalldraht- | Lampen mit gezogenem Leuchtdraht SB“ Mainzer “SM l5602 Pferde=fcofe ä Mkl.—, 11 Stück Mk. 10.- Zielmng 27. Sept., empfiehlt ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ eptember 1913. Ter Vorstand. Streuber. Wagner. Die Giroverbindlichkeiten aus weilergegebenen Wechseln betragen 177 677.70 Die Bürgschastsverpflichtungen betragen.........X 168 879.39 Mitaliederstand Ende 1911/12: 108. Zugang: 7. Abgang: 9. Milgliederstand Ende 1912/13: 106. 'es Aktiva. 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September' Krofdorf—Gleibachtal— Fornbaus— ZcbmcU— Aron* bauten. 5 Stund Hbmarfch 9 Uhr Lahnbrücke. | Landwirtschaftliche Kreisausstellung Büdingen Landwirtschaftliche Kreisausstellung Büdingen]