163. Jahrgang viertes Blatt Kr 18S Erlcheint ILgllch mtt Ausnahme deS Sonntags. schlagen' denjenigen Aus der eisernen Zeit: Der „Mann der Koalition!* Ter Waffenstillstand ging zu Ende, Oesterreich war endlich für die Verbündeten gewonnen, der Entscheidungskamm mit dem Eroberer nahte. Wer aber sollte die ungeheuren ^trcitmancn, die nun aus den verschiedensten Ländern unter die Fahnen der Napoleon-Gegner zusammenströmten, befehligen, wer tollte die oberste Führung übernehmen gegen diesen größten Feldherrn seiner Zeit und vielleicht aller Zeiten? Zn diesen Augusttagen vor 100 Fahren trat eine neue Erscheinung aus den weltgelckichtlicken Plan: .stark Philipp Fürsst zu Schwarzenberg, der „Mann der Koalition", wie ihn Zar Alexander genannt hat. Ein Günstling des Franzosenkaisers, der ,einer ,yuriprad)c die Feldmarschallswürde verdankte, war dazu auserkoren, den Vernichtungskrieg gegen ihn zu führen Er war kaum vier Monate hier, da hatte der schöne hoäigewachsene Mann im vollen Glanz Tie „Gletzener $amtlienbl8tttr“ werden dem „Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, dar „Kreisblatt für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal. Samstag, 9. August 1915 Rotationsdruck unb Verlag der Br übliche» Universität-- Buch- und 6ttinbrucr zu erlernen, und man must sich nickt davon verblüffen lassen, wenn man etwas von den vielen verschiedenen Stidxirten, wie einfacher Würielstick, Pyramidenstich, durchbrochener Pyramiden« stick usw hört Es lästt sick zwingen. Besonders sei darauf aufmerksam gemacht, dast kräftiges Garn zu verwenden nt. Im übrigen ist die sanftere Farbenzusammenstellung wohl ein Vor- zeichen dafür, das der allzugrosen Grellheit demnächst der Lauf- past gegeben werden wird. — Frau enn achrichten. In München hat sich unter dem Namen Wirtschaft! ck.er Verband bildender Künstler eine Vereinigung gebildet, die bestrebt sein wird, die oft schwer gefährdeten Interessen der Künstler in der Leffentlichkeit - vor allem die Verwertung der künstlerischen Produktion - wahrzunehmen. Es ist sehr erfreulich, dast auch die Künstlerinnen zur tätigen Mitwirkung aufgefordert wurden und durch ein Mitglied des Kunst- lennnenvereins, Rela Königsmann, im Ausschuß vertreten sind. Viele Münck-cner Künstlerinnen haben sich dem Verein tornts angeick losscn. — Emma Meyer in Dachau bei München hat die Meisterprüfung für Färberei mit bestem Erfolg abgelegt. T»e Stümtlerin, aus Altona gebürtig, hat vor einigen Jahren ernt sehr i.urückgegangene Tackauer Färbeanstalt übernommen und mit Hilfe einer einzigen Arbeiterin wieder in die Höbe gebracht. — Eine Männerliga für Frauenmmmredt nt in Dänemark gegründet worden. — Eine Bestimmung von grundlegender Lsttou- runa ist die Gewährung des Wahlrechts zum sudwestamlanlichen Landwirtsch-aftsrat. Es ist damit indessen nickst gemeint, daß icde Frau für den Landschaftsrat wahlberechtigt in, sondern es handelt sich nur um folcke Fälle, wo eine Frau an der,Lpiy- der Farmwirtsckaft steht, wie das v B. bei ffiinwn %utnnt. -- Gkr.lant find zwei neue ^emrnare uir Latidwirtichastslebrerinnen. E« sind dies die noch vor wenigen Wochen von der Kanerin von .Homburg aus durch einen Jtoü cf) ausgezeichnete ^aurn'chwK Wnl- hack bei Flörshcim im Taunus und Die Frauemckule Mallink rotrtb3; auf -Vaus Porchern bei Paderborn — ,-tcr Vnein der bavenichen Berkehrs'oeamtinnen^ E^ V wird ,emc. bi^ahnge ackte Hauptversammlung am (. eeptember in Katierslaickeim abhalten. Laufbahn, die ihn in einem Vierteljal rhundert alle stufen vom Leutnant bis zum Feldmarickall durcheilen liest, weniger seinen kriegeriichen Taten, als seinem gewandten diplomatischen Wcten. Er ist viel verkannt worden, und seiner liebenswürdig gewandten 9?atur fehlte die Größe der Persönlichkeit. Aber wie edel' und gütig. wie bescheiden und gewissenhaft er war, das wissen wir erst beute, da uns der ganze Mensch in seiner machtvollen Herz- lichkeit durch die Briefe an seine Frau, seine geliebte Nanni, offen- bar geworden ist. Diese freimütige Cficnbcit und ^otiidMuie Gewandtheit seines Auftretens erwarb ihm auch die obmiMtbie Napoleons, an dessen Hofe er lange Fahre Gesandter war. Durch den entsetzlichen Brand seines Pariser Palastes, bei dem die Gattin seines Bruders in den Flammen umkam, war ein tragucker Schatten der Melancholie um die lichte, heitere Erscheinung gelegt, und seit jenem Unglückstage, da das glänzende Fest zu Ehren der Kaiserin sich in die grausigste Feuersbrunst verwandelte, hatte Napoleon zu dem hochherzigen, sein Unglück stolz tragenden Beaune eine ungewöhnliche Neigung gefast. So ward durch ihn her Ober* feldherr der Verbündeten recht eigentlich zur Höhe emporgehoben. „Ich bin es, der Ihren Kaiser den Wert Schwarzenbergs würdigen lehrte," sagte er am ersten Tage der Leipziger Völkerschlacht zu dem gesangenen (Menerol von Meerveld, und er fttgte anerten- nenb hinzu: „Er macht seine Sache nicht übel." trau tos moralische Element in der Gesellschaft repräientiert', ici es direkt eine Beleidigung der Frauen, sie weniger Meng zu itrarcn aly bie Männer. Die Gegnerinnen der Guillotine laten zum grorm Teil ihre Abl hnung der Todesstrafe von der untergeordneten Stellung des Weibes im Staate her. „So lange d.e .rrau innen Antal an der Gesetzgebung bat," urteilt bie -Maudentm der Vereinigung für Frauenmmmred t in Frankreich, Mme. Vincent, ist eÄ nur reckt unb billig, bar sie auch uidn die volle Strenge pes Gesetzes fühlen rauf." Eine Sonderstellung nimmt die Lick terin Daniel Lesneur ein, die mant, dar sie niemals daran ge backt habe, Glackkert für beide Geschleckter zu fordern, und tost sie daher aud nicht einsehe, weshalb diese Gleichheit gerade aur dem Schafott zuerst durchgefühn werden müsse. — Schwedische Stickerei. Fn jüngster Zeit befaßt man sick mehr und mehr mit jenen Handarbeiten, die volkstüm- lidxii Charakter tragen. Man beginnt Beobachtungen aiizustellen und Vergleidv.' ?u ziehen, und man kommt zu dem Ergebnis, daß in manchen Völkerschaften von Namr aus ein feinkünstlerischer Trieb vorhanden ist, der üdi in den verschiedenartig aufgnaßten Ausführungen von öaaitorbatcn usw. am ausgeprägtesten in den Stickereien, die zumeist zur Verzierung der Kleioung verwendet werden, deutlich zeigt. Man kann auch herauslesen, welche Völker- idxiftcn im allgemeinen mehr künstlerischen Gefckmack besitzen und welche weniger, und wie manche mehr der Buntheit huldigen und andere wieder Meister im Zui'arnmenstcllen fein _abgeitimmter Farbentöne sind. Naturgemäß beschäftigen sich die Frauen jener Völker, zumeist im Winter, mit derartigen Arbeiten, die recht abgeschieden von der Welt Haufen, wo die Natur ihnen nur kärglich das zum Leben nötige bietet und die Leute, um ihre Lebens- bedinqnisse zu verbessern, zur Heimarbeit" greifen, -tos ist w in allen Ländern der Welt. Natürlich unterliegt die Beliebtet dieser oder jener Art von Stickereien der Mode. Zuletzt waren bedeutet auf Deutsch „schlaken" bahre bin Sie vor fid) haben." „Faivohl, Sire," ontivortetc Ldmnir,ei». berg, „es handelt sich nur darum, ob man es aud) kann." Keiner von beiden ahnte damals, ivie rasch der Fürlt in bie Lage gebrockt werben würde, den zu schlagen, „den er vor jid> hotte." — -.er 42jährige Sd,warzenberg verdankte seine glanzende inthtärifdic seiner neuen Würbe von Napoleon Abschied geitommcn, nachdem er oergebhd) im Auftrag Lesteneichs zwischen den kammenben Lcrrfd eru einen Frieden zu vermitteln gesucht. „ Weidemastschafe: Mastlämmer und Masthgmmel .... 45,50-00.00 Schweine. Lollfleischrge Schiveine von 80-100 kg Lebend- §1 Evangelischer Gottesdienst. Mainzlar: Sonntag, den 10. August, vormittags 10 Uhr. „ Psarrassistent Klingel. ttatholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den 9. August: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit heil. Beichte. Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 10. August, 12. nach Trinitatäs. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Mattbäusgemeinde. Vorinittags 9>$ Uhr: Pfarrassistent Hoffmann. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Psarrassistent Hoffmann. In der Iohanneskirche. Vorinittags 8 Uhr: Pfarrer Bcchlolsheimer. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukas- gemeinde. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Adolph. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgememde. Pfarrer Adolph, wartburg-verein. Wochenversammlungen wie früher. Sonntag, den 10. August: Familien-Tagesausflug, Waldgottesdienst. Pfarrer Schwabe. Gevichtssaal, sc. Neuwied, 7. Aug. Eine Gotteslästerin. Tie Ehefrau Helene toben in Wirges im Unterwesterwald erschien dort gelegentlich eines Maskenballes im Februar d. I. in einer Christus- maske, auf dem Kopf einen Fichtenkranz, auf dem Rücken ein Kreuz, daran cm Plakat geheftet mit der Aufschrift: „Ter erste Sozialdemokrat" tragend. Sie durchschritt wie niedergebrochen den Saal. Mehrere Ballbesucher und der anwesende Gendarm nahmen Anstoß an dftsem Aufzug, der geradezu eine Empörung auslöste. Bor der Straftämmer Neuwied hatte sich die Frau nunmehr wegen Gotteslästerung zu verantworten. Sie bestritt, durch ihre Maske die Person des Gottessohnes verhöhnt zu haben, wie schwer die Last der Steuern auf dem Arbeiter ruhe, habe sie vor allem durch das Kreuz und den gebückten Gang ausdrücken wollen. Tas Gericht glaubte der Angeklagten dies nicht und schickte die Gotteslästerin einen Monat ins Eachot. 5 0 10 Vüchertisch. — Die Tat. Eine sozial-religiöse Monatsschrift für deutsche Kultur (Eugen Tiederichs Verlag in Jena). Am meisten dürfte aus dem Inhalt des Augustheftes vielleicht ein Artikel von Karl Kor sch über „Englisches Zeitungswesen" interessieren, der besonders die „Corresvondenz", eine in Teutschland unbekannte, aber in der Anlage ungefähr unserem Sprechsaal ähnliche Einrichtung der englischen Tagespreise, einer genauen Darstellung und Beurteilung unterzieht. Wilhelm Müller erzählt von dem Leben und Wirken der Jame Addams, der „ersten Frau Amerikas", einer der Alten Welt noch wenig bekannten Bahnbrecherin sozialer Fürsorge und sozialer Gesetzgebung in den Bereinigten Staaten, lieber eine uns Deutschen ebenfalls noch ziemlich fremde Frage aus dem Gebiet der Wechselwirkung zwischen deutscher und ausländischer Kultur unterrichtet Jean Paul d' Ar de sch ah, der den ungewöhnlich starken Einfluß Nietzsches auf die geistigen Kreise Jung-Polcns schildert, und zwar auf der Grundlage des gesamten germanisch-slawischen Problems. Daneben spricht Fr. Äteudel, der Bremer Kanzelnachfolger Kalthoffs, über „Religion und Ethik" und August Horneffer über die Grundformen des religiösen Erlebens und Suchens. Das Heft enthält ferner literarische und kunstkritische Aufsätze. Drucksachen aller Art liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert dis Brühl’sche Universitäts-Druckerei» Schulstr. 7 StanScsanrtsnachvichtcn. Gießen. Aufgebote: Aug. 1 Karl Schön, Schreinermeister in Leihgestern, mit Anna Fischer in Gießen. — 2. Wilhelm Schäfer IV., Weiplnnder, mit Hedwig Latzmann, beide in An- ^.rob. — Adam Riehl, Handlungsgehilfe in Frankfurt a. M., mit Lina Henriette Nagel in Gießen. — Wilhelm Jean Ludwig Sturm, Eisenbahn-Hilfsschaffner in Gießen, mit Marie Strauch in Homberg a d. Ohm. - 4. Jakob Theisebach, Kaufmann in Gießen, nut Margarete Geismar in Konstanz. — Karl Laucht, Schneider m Gleiberg, mit Gertrud Christine Emma Althaus in Marburg. — Heinrich Werner Fahrenbach, Kaufmann in Witzenhausen mit Margarete Hedwig Martha Elisabeth Johanna Weber in Gießen. — 6. Ernst Konrad Christoph Schmidt, Architekt, mit Mana Helene Karoliue Nicolaus, beide in Gießen. — 7. Carl Hermann Friedrich Louis Martin Peter, Ingenieur, mit Anna Auguste Karoline Haustein, beide in Gießen. — Karl Friedrich Martin, Former, mit Katharina Rehm, beide in Wetzlar — Ludwig Bauer, Monteur, mit Marie Komps, beide in Gießen. Eheschließungen: Aug. 2. Christian Ludlvig Schlitz, Elienbahnbedlensteter in Gießen, mit Maria Junker in Queck- born. — Karl Schwalb, Bureaugehilfe, mit Lilli Wahl, beide in Gießen. — Friedrich Zöller, Handlungsgehilfe, mit Katharine Schäfer, beide in Gießen. — Friedrich Wilhelm Simon, Geschäftsreisenden mit Elise Göbel, beide in Gießen. — 6. Georg Johann Joseph Sauer, Oberlehrer in Köln, mit Julie Helene Anna Keller ui Gießen. — 7. August Ger ich, Pfarrer in Hopfmannsfeld (Kr. Lauterbach), mit Lina Magnus in Gießen. Geborene: Aug. 1. Dem Werkzeugschlosser Johann Mom- berger ein Sohn, Ernst Heinrich. — Dem Prediger der Bap- tNtengemeinde, Heinrich Valentin Euler, eine Tochter, Magdalene Elisabeth. — Dem Fuhrmann Wilhelm Philipp Rohrbach ein Sohn, Ernst Wilhelm. — Dem Lokomotiv-Hilfsheizer Friedrich Karl August Balthasar Schußler eine Tochter. — 2. Dem Hand- lungsgehilfen^Karl Duill ein Sohn, Hermann Ludwig. — Dem Kaufmann Johannes Grieb ein Sohn, Hans Heinrich. — 3. Dem Schlosser Johann Adam Karl Friedrich Pohl ein Solm, Heinrich Friedrich. — Dem Bahnhofsvorsteher Heinrich Schnell eine Tochter,. Frieda Greta. — 4. Dem Postschaffner Eduard Bruckmann ein Sohn, Johannes Matthias. ™ ^A°ribCneiir 3i- Marie Ferber, 91 Jahre alt, 9-?aJft?5aÖ 11 Y- Ernst Weller, I Jahr alt, Marktplatz 14. 3. Settchen Stern, geb. Joseph, 69 Jahre alt, Nord-Anlage 13. — 4. Geheimer Hofrat Dr. Ernst Etienne Louis Laspeyres, Mliversitatsprofessor o. D., 78 Jahre alt, Ost- Anlage 29. — 5. Katharine Kumps, geb. Förster, 65 Jahre alt. Die nach- A a sind am Sonntag, 10. Aue. 1913, stehenden ÄV1 Zilü von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts nur für dringende Fülle sicher anzntreffen: p», ’ Dr. Geyer. Selters weg 81II. Dr. Stuhl, Süd-Aulage 7. Frankfurt a. M., 8. Aua. Heu- „nd Strohmarkt Arn beuhqen Alarkt war iveber Heu noeb Stroh ungefähren. Fl". Wiesbaden. V i e b h o s-M a r k t b e r i ch t'vom 8' Aug Auftrieb: Rinder 98 (Ochsen 15, Bullen 8, Kühe 75), Kälber 110 Schafe 26, Schweine 183. Vreise für 100 Pfd' Lebend- Schlachtgewicht Oft wird bedauert, daß man im Sommer keinen Lebertran einnehmcn kann. Sehr mit Unrecht, denn Scotts Emulsion enthält den besten Norweger Dampftrau, der darin so leicht verdaulich gemacht ist, daß das Präparat von jedermann selbst in der heißen Jahreszeit ohne Mühe genommen und gut vertragen wird. Ist doch sogar in den Tropen Scotts Emulsion eines der beliebtesten Stär- kungs- und Kräftigungsmittel. Ccott6 Emulsion wird von uns anSschlichlick, im groben verkauft, und zwar ine lose »ach Gewicht ober Mab, iondcrn nur in versicnelicn Or.ainalflalcheu ,n Karton mu unserer Sch-.y.narke fötidjer mit bem Scott & Bowne, G. m. b. H,, Frankfurt o, $01. ffic5Q[t, cn^: ^cirtfiei Mcdizinal-Lebertran 150,0, prima Glyzerin uiiterphoSvhortgiaurer Kalk 4.3, unterphoSphorigsaurcS Natron 2,0, J“1’1. Tragant 3,0, feinster arab. Gumuu pulv. 2,0, Wasser 129A Gaultheriaöl j?2 T«p"e>°"'""^' GmUl,'OI‘ m,t Wa»eet* Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. Ltngesrrsl-t. sFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung.) Gießen, 8. August. Bon der St rasten bahn. „ . Ter Einsender in Nr. 183 brauchte sich nicht so ausfallend zu äntzern, das paßt nicht zu seiner angeblichen Höflichkeit. Ich bin p anmaßend, mich nicht zu dem vom Einsender geschilderten Publikum zu rechnen, weist sogar ganz genau, wo und wie man cin- steigt Trotzdem mußte ichs gar zu oft erleben, daß der Wagen, weil dex Führer an den Haltestellen seinen Mich in die.Seitenstraßen wars, nur oder anderen vor der Nase davonsuhr. Tast es der ^nftruTtun der Führer nicht zuwiderläuft, hier besser Acht zu geben, wird ihnen von ihrer vorgesetzten Behörde auf solche Anregungen aus dem Publilüm wohl bedeutet werden. Tie Straßenbahn ist nämlich fürs Publikum da! B. Heuchelheim. mit W? MS'1’13*- mülE *ug"ft 4' stein. Langsdorf. 'TE Dachdecker Heinrich Roth XVII. eine Tochter, Emmi. Leihgestern. o fgebote. Juli 29. Karl Schön, Schreinermeisier in Leihgestern, nut Anna Fischer in Gießen mei,fcr m fl’Ü'9Uft 3' Sch^-iner- Karl Textar eine Lollar. , , Sheschliebungen: Juli 26. Konrad Schneider Eisen-- bahngehilse in Grosten-Lmden, mit Elisabetha B^er in Lollar Geborene: Juli 25. Dem Heizer Ludwig Seipp ein Sohn,' charwa? 2?" ßanbltnrt Erhard Spuck eine Tochter, Ks- Schotten. 7Q ä Vre: OU« 311 Katharine Mbert, geb. Pröscher 79 ^ahre alt. Aug. a. Konrad Hau, Wasenmeister, 52 Jahre alt.' Watzenborn Stemderg. Geborene: Juli 26. Dem Ziegeleiarbeiter Ludwig Burkl. ein Sohn' Karl ~ ?2(U9uft 41 5)e,n Bergmann Karl Junker II. 9" 745,7 7nl " t=„ E = a~ SU-S« COx> Wetzstcmgasse 7 - 6. Marie Müller, geb. Hasch, 36 Jahre alt, Ludwlgstraste 35. Alsfeld. Aufgebote: Juli 9. Johann Heinrich Klein, Telegraphen- arbeiter in Lüdenscheid mit Anna Katharine Horst zu Zslsfeld — 3O Johannes Stork, Trechslergehilfe, mit Marie Seim, beide in Alsseld. — >;uli 18. Konrad Heidrich, Schreiner in Udenhausen, nut Katharine Becker zu Msfeld. Eheschließungen: August 2. Johann Heinrich Klein, ^elegrapheiiarbetter in Lüdenscheid mit Anna Katharine Horst zu vusseld. Geborene: Juli 13. Dem Bürstenmachermeister Johann Friedrich Franke eine Tochter, Anna Martha. — Dem selbständigen Schuhmacher Karl Becker eine Tochter, Sophie — Jn 3cm ^aweinergehilsen Konrad Gibt eine Tochter, Else — 17. De ui Bäckermeister Werner Müller V. eine Tochter, Marie - ne. — 17. Dem Maurergehilfen Heinrich Ernst Hanauer Tochter, Minna. — 19. 'Dem Metzgermeister Johann David Duchardt eine Tochter, Lina. — 21. Dem Spinner Gustav Wur- stms -em ^hn, Georg Hermann. — 31. Dem Lehramtsassesfor Paul Adam Mathias Graeber ein Sohn, Eduard Helmut — August 1. Dem Handlungsgehilfen Paul Hermann Wilhelm Götz em Sohn, Emil Karl Paul. St erbe fälle: Juli 19. Heinrich Lerch von Heidelbach, “ ^.ahre ölt. — August 2. Heinrich Lerch, Invalide, pon Renzeu- dors, 56 Jahre alt. Büdingen. R..Aufgebote: August 6. Heinrich Roth, fürstl. Kanzlist in Zuches, mit Johanna Turck von Büdingen. — Simon Mav Metzgermeister in Grafenhausen, mit Paula Schift' in Büdingen chUeßungen. August.3. Georg Konrad Walter 1,1 TdUu bct öaUe' mit Marie Urbach ©teffen"^ 28‘ Tent weiter Michael Jaros ein Friedberg. Aufgebote: Juli 31. Paul Rickard Ewald Thurm Mis- sioiiar in Friedberg, mit Elise Emma Rißmann Krankenwär^rin ui Wiesbadeil — August 2. Moritz Heinrich Ludwig Paul Bender Burgernieistergehilfe in Schwalheim, mit Diarie dlnna Lina Amme in Friedberg. — 4. Wolfgang Emmeran Bauer Ingenieur in Nürnberg, mit Anna Maria Homscheid in Krefeld.^ ° U Geborene: Juli 29. Tem Kaufmann Heinrich Madre ein Sohn, Hannes Heinrich Ernst. ^Gestorbene: Juli 31. Heinrich Kaufmann, Schweizer, 23 ^ahre alt, wohnhaft m Rinderbügcn. Vermischtes. * lieber Abhärtung verbreitet sich Tr. Strasser- W i e n in der „Zeitschrift für physikalische und diätetische Tl>erapie". Ter Haut kommt nicht nur in der Wärmeregulanon, sondern auch in der Beeinflussung des Kreislaufes eine bedeutende Rolle zu Diese regulierenden Eigenschaften der Haut sind der Uebung zugänglich. Bei der Abhärtung handelt es sich nm Gewöhnung an dieienigen Reize, von denen wir annehmen, daß sie möglicherweise sckstidlich wirken können. Als Mittel der Abhärtung kommen zunächst Luftbäder in Frage, die je nach der Jahreszeit im Zimmer oder un Freien bei 17 bis 18 Grad 10 bis 30 Minuten lang genommen werden. Tann kommt vor allem die Wasseranwendung in ö-ragc, und zwar erregende, wie abkühlende Prozeduren, nm besten morgens nach dem Aufstehen. Hierzu nimmt man zu Anfang Wafter von Zimmertemperatur, später auch kälteres. Empsehlens- wert sind auch Begießungen von 25—18 Grad und Bäder von 25 Dis 20 Grad und von nur ein bis zwei Minuten Tauer. Im Sommer können auch Fluß- und Seebäder genommen werden. Krank geweiene Leute sollen erst spät und vorsichtig Wasserprozeduren anwenden. Bei Kindern soll man sich in den ersten 3 Jahren nur aur Luftbäder beschränken, dann auch nur Waschungen machen, /b-gießungeii und Tuschen bei kleinen Kindern schädlich sind. Beionders,vorsichtig mit der Abhärtung muß man auch in feen Zeiten der schnellen körperlichen Entwicklung sein, d. h. also vor allem nn 4. und 5„ 9. bis 10. und 13. bis 14. Lebensjahr. * ?!n Aus der Rhön läßt sich die „Tägliche Rund- ,chau folgendes aufbinden: Ein Dorfkrämer hatte sich vom Orts- lehrer erklären lassen, daß Drama gleichbedeutend mit Handlung sei. -ter .Marner nutzte diese erworbene literarische Kenntnis praktisch also aus, indem er an seinem Firmenschild folgende Inschrift an- bringen ließ: „Kolonialwaren- und Käsedrama". Kleine Tageschronil. Die „Vosfische Zeitung" meldet aus P e e tz e n : Auf dem L>chwielowsee kenterte ein Segelboot mit acht Personen. Oberlehrer Wassermaiin, dessen Sohn und der Lehrer Sommer sind ertrunken. Unter den Geretteten befand sich eine Frau Fabian mit Kind, die schwimmend das Land erreichte. Alle Insassen stammen aus Berlin. Aus Hamburg wird gemeldet: Als das Ehepaar St o eck e r t mit ihrer vierjährigen Tochter am Donnerstag am Elnsiedlerteich über den Steg zu einem Kahn gehen wollte, geriet der Steg ins Rutschen: alle drei fielen ins Wasser und konnten wegen der reißenden Strömung nicht gerettet werden. In einem Teile Ungarns sind infolge von Regengüssen wieder H o ch w a N e r s ch ä d e n eingetreten. Hochwasser überflutete zahlreiche Ortschaften im Abaujer-Komitate. Zahlreiche >,nb eingestürzt. Mehrere Menschen sind umgekommen. Bahndämme und Brucken wurden fortgeschleppt. Auch im Unger- Komitate sind die Flüsse aus dem Ufer getreten und richteten ungeheuren Schaden an. gewicht . . . . . 62‘/„-64 80-82 Vollfleischige Schweine unter 80 Lebendgewicht 61^-627. 79—80 Vollfleischige Schweine von 100-120 Lebendgewicht 64-35 80-32 Vollfleischige Schweine uonl20—150 kg Lebend- gewicht..............61'/,-63 77-79 Bullen. Vollfleischige, jüngere Färsen, K ü h e. VoNfleifchige anSgeinästete Färsen höchsten Schlachtivertes VoNfleifchige ausgeinästete Kühe ' höchsten Schlachtivertes bis zu 7 Jahren Acltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe Mäßig genährte Kühe und Färsen . . * Gering genährte Kühe und Färsen Kälber. Feinste Mastkälber Mittlere Plast- und beste Saugkälber .... Geringere Plast- und gute Saugkälber . . . S ch a s e. Sonntag, den 10. A u g., 13. S o n n t a g nach P f i n g st e n ? Vormittags von 6% Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. , um 7 Uhr: Tie erste hl. Messe. „ um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. w um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. „ um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Diaspora. . Sonntag, den 10. Slugust: In Grünberg um 9'/, Uhr. In Hungen um 9'/, Uhr. Für dringende Fälle ist am Sonntag, den 10. Amr. sicher anzutreffen : D :7 ,>r* Koch, «dUtial West-Anlage 1. roegenc Anmaßlichkeit besänftigt, gebändigt und entwaffnet habe." Ihm gebühre der Ruhm, die Einheit der verbündeten Armeen gewahrt zu haben. Blücher aber traf wie stets den Nagel auf den Kopf, als er auf die Gesundheit des Helden trank, „der uns, trotz Anwesenheit dreier Monarchen, glücklich zum Siege geführt hat!" Wandern unö Reisen, Bäder und Sommerfrischen. — Weilburg, die Perle "unter den Städten an der Lahn, war von je berühmt durch seine Kirchweih und durch feine alte Bürgergardc. Beiden ist ein hübsches Buch gewidmet, das kürzlich in schöner Ausstattung erschienen ist. Jetzt hat sich das sestefrohe Städtchen zum 100jährigen Jubiläum ievTPr Garde gerüstet, das durch manch interessante Zugabe zu dem. gewöhnlichen Kirchweihprogramm für den einheimischen Nassaus wie für jeden Fremden besonders anziehend zu werden verspricht. Wir verweisen auf die Anzeige. = Salzungen, 8. A"^ Bis heute sind 3875 Personen zur ftur hier eingetroffen. Höchste Temperatur am 7. Niedrigste „ 7. Niederschlag: 0,5 nun. iBAr,2r„fär5neA;?U8llP. 3- Kristina Mauer, geb. Brücke,, WMjftr A.ltb ewä hrte Nähr und' ■ TürKinder und Kranke