Nr. \ Ersheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener Familienblätler" werden dem »Areiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Nrlrdlatt für den Kreis Gietzen" zweiinal wöc-enllich. Tid ..Landwirtschaftlichen Zeitigen" erscheinen monatlich zwennal. Zweites Blatt 163. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Donnerstag, 2. Januar t9|3 Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen Universiiäls - Buch- und Sieiudruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Scbul- straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion:112. Tel.-Adr.:AuzeigerGießen. Aus ricücn. Das neue Besoldungsgesetz. Der Dors des Verbandes von Vereinen a k a d. gebildeten amten im Großherzogturn Hessen hat einmütig beschn, angesichts der neuen Besoldungsgesetz- vorlcvge bei maßgebenden Instanzen erneut um Gleich stellt der nichtrichterlichen akad. gebildeten amten mit den Richtern auf der Grundlage der Gehalze des Reichsbesoldungsgesetzes vorstellig zu werden. *ecr und Flotte. Aktärdien st-Jubiläen. In der Prcchen Armee finden im Jahre 1913 folgende Militär stjubiläen statt: 1. April. General- Feldmarschall G». Schliessen, Genera/adjutant, ä la suite des Generaes der Arinee uitd des 1. Garde-Ulanenregiments, das (ictge Militär-Dienstjubilaum. 26. April. General-Feldmail Graf v. Hacselcr, Chef des Ula- nen-Regiments i^haeseler (2 Brandenburgischen) Nr. 11, das 60jährige M-Diensljubiläum. 25. Oktober. Gene ral der Kavaller Scholl (aus Darmstadt), General- poiitifcbe Tagesicbau. Eine neue deutsche Millionenstadt. Ai 1. Januar 1913 tritt nach Anordnung des Senats von Hmburg das Gesetz über den Anschluß einer Zahl von Lobgemeinden an das Stadtgebiet Hamburg in Kraft. Jnfolg)essen wird dieser Tag für die Stadt .Hamburg eine bvnders große Bedeutung erhalten. Denn an ihm wird d Stadt Hamburg die erste Million an Bewohnern übersch iten. Na der letzten Personenaufnahme vom 1. November beim die Bevölkerung der Stadt Hamburg an diesem Tage H6804, diejenige der eingemeindeten Ortschaften 20944, daß die Stadt Hamburg am 1. Januar 1007 748 Seelen ihlen wird. Tas Areal Der Stadt wird durch die Eingemndung von 7697.46 Hektar auf 12 354.81 Hektar steigen. Ein Boykott deutscher Fabriken. Diezrager Stadtgcmeinde hat nach den M. N. N. aialle Prager Geschäftsleute ein Rundschreiben gesandt, wnn sie ihnen mitteilt, daß die elektrischen Unter- nehmungr der Hauptstadt Prag am 1. Januar 1913 an den Anschlüßen Elektromotoren, Dynamomaschinen nebst Zu- behör vo i/10 ps. aufwärts, die nicht im Bereiche des zu- künftiaciGroßprag erzeugt worden sind, an das städtische elektrifchNetz nicht mehr gestatten wird. Auf allen Motoren, T>amos nebst Zubehör muß in Zukunft durch Anbringungen Tafeln der Prager Ursprung ersichtlich gemacht sei Firmen, die sich diesen Bestimmungen nicht unterwers, uni) die gleichlautende, rechtsverbindliche Anordnung icht unterfertigen oder in irgend einer Weise gegen die>Bestimmungen handeln sollten, wird vom Ver- waltungsre der elektrischen Unternehmungen der Hauptstadt Prahas verliehene Recht für die Installation zum Anschlüssen das Prager Netz entzogen. Tierchiese Verfügung werden die nicht in Prag her- aestelltrni. Maschinen nni) Maschinen-Bestandteile direkt voykottiertvodurch insbesondere r e i ch s d e u t s ch e Fabriken swer getroffen werden, und es wird den drei tschecthen Fabriken ein ausschließl ches Vorrecht zur Lieferung ib Montierung solcher Maschinen erteilt und jede auswcige Konkurrenz ausgeschlossen. Tiefe Ordnung ist wieder esn Glied im Kampfe gegen das Deutsctm, denn es ist klar, daß die städtischen Untersuchungsorge nur jenen Maschinen den Anschluß gewähren werdeidie in den drei von tschechischen Banken abhängigen Friken erzeugt werden. * Die bayeyen „Genoffen" bei der Trauerfeier in München. Bckannch haben bayerische Sozialdemokraten sich nicht von dm wen Ehrenbezeigungen der Kammer für den verstorleNerLrinzregenten ausgeschlossen; erst jetzt nimmt der „V>rwäs" das Wort dazu: „F>ns enosscn aus der Fraktion hielten es denn auch Türnofmbig, sich an der Trauerfeier zu beteiligen, die unter bc g.zen Prunk und Pomp höfischer Zeremonien statt- fand, unchpzu einem Zuge zu drängen, an dessen Spitze Wilbich. II:.nb>er österreichische Thronfolger schritten . . . Ebenso überflüssiger die Beteiligung mancher Sozialdemokraten an den eigev-leranstalteten Trauersitzungen der städtischen V ertre ^g-s körper. Wohin schließlich diese unklare Hal- tung der rüden Kreise geführt hat, zeigt das u n w ü r d t g e B e ne h n des sozialdemokratischen Bürgerin ei st er'ju in dem Weberstädtchen Lambrecht. Er beraumte eiExtrasitzung des Stadtrats an und begründete das nach umviorocheiken Berichten mit den Worten: „Als Bürgermeister teuer keine Partei, sondern nur die Pflichten, die ihm als Beamt des Staates (?) obliegen und die er in seinem Diensteide hworen haben." Von nn besonderen Ketzergericht scheint mau aber doch ab seh zu wollen. Die Neujai rrseier in Berlin. Berl 1. Jan. Im Schloß faud die Feier des Neujahre st es in der üblichen Weise statt. Das Kaiserpc traf um 9V2 Uhr im Automobil von Potsdam komm ein und wurde vom Publikum herzlich begrüßt. Um. Uhr empfing der Kaiser den kommandierenden Generaes 16. Armeekorps, General der Infanterie v. Prittvund Gaffron, sowie den des 8. Korps, General depfanterie v. Ploetz, und überreichte beiden den Sch w >en Adlerorden. Um 12Uhr ging der Kaiser, der das Band des Schwarzen Nordens.über dem Mantel trug, gefolgt von seinen Söhr und den Herren des Hauptquartiers zu Fuß nach de; e u g h a u s , vom Publikum im Lustgarten und auf derstoßorücke mit Hochrufen empfangen. Am Schloß stände Abteilung Pfadfinder. Tas Zeppelin- luf t s ch i f f a n s a" überflog den Lustgarten. In der Ruhmeshalle^ Zeughauses wurde darauf die Nagelung der neuen Fm nach der Reihe der Truppenteile vorgenommen. abjutant, Generalkapitän ber Schloß- und Leibgarde, ä 1. suite des 1. Garde-Ulanenregiments, Kommandeur der Leib gendarmeme, das 50jährige Militär-Dienstjubiläum. In der Bayerischen Armee begehen: 6. April. Prin -eopold von Bayern, Bayerischer General-Feldmai, .chall und General-Inspekteur der 4. Armee-Inspektion ms 40jährige Jubiläum als Inhaber des Bayerischen 7. In [nnterrcregimentS. 27. April. Karl Graf Wolssskee v. Reichenberg, Generalleutnant ä la suite der Arnn> (mit der Uniform der Generaladjutanten), Königl. Obersl- stallmeister, das 50jährige Dienstjubitäum. 19. Mai. Kar ®raf v. Horn, Generaloberst der Infanterie, General abjutant, ä la suite des Jnfanterie-Leibreaiments, S.aats rat i. a. o. Dienste, das.50jährige Dienstjubiläum. 20. Mai Albrecht Graf v. Seins he im, Generalleutnant ä la suite der Armee (mit der Uniform des 1. (I^eoau^eger^= regiments), Obersthofmeister, das 50jährige Dienstjnbiläum. Versammlung der hessischen BergtDerfsbctriebskifer Gießen, 31. Dez. . Die letzte B e t r i e b s l e i t e r k o n s e r e n z im alten Jahre, die am 28. b. Mts. im Hotel „Viktoria" hier abgehalten würbe, erfreute sich trotz der wenig günstigen Zeit „zwischen ben Jahren" eines recht guten Besuchs. — Ein Vortrag aus ber Praxis für die Praxis, nämlich über bas Aus satteln von Ueber hauen burch Bctriebsführer Knautz (Nosbach v. b. H.> zeigte, mit welchen Schwierigkeiten und Gefahren diese zur Vorrichtung des Lagers biencnbe bergmännische Arbeit unter Tage gerabe im Eisenerzbergbau mit seinen schweren Gebirgsmassen verknüpft ist. ^.ic klaren, verständlichen Ausführungen fanden allgemein Jn- tercfse, es zeigte sich in der lebhaft einsetzenden Besprechung des -Themas, die manche beachtenswerte Anregung zur Verminderung der Gefallen brachte. — Bergrat K öbri ch teilte sodann die wichtigsten Zahlen aus der K n a p p s ch a f t s st a t i st i t des Wahres 1911 und aus der L o h n st a t i st i k für das 3. Vierteljahr 1912 mit. Die Anzahl der Knappschaftsvereine und der knappschaftlichen Krankenkassen ist die gleiche geblieben wie im Vorjahre. Tie Zahl der in der knappschaftlichen Versicherung Vcriichcrteii ist von 2683 aus 2743 gestiegen. Am Schluß des wahres 1611 stellte sich das schuldenfreie Vermögen sämtlicher Knappschaftsvereine und -küssen aus 618 566 Mark gegen 601 595 Mark im Vorjahre. Die Lohnstatistik zeigt, daß auch im.hessischen Bergbau die Löhne der Bergarbeiter im Laufe des verflossenen Jahres gestiegen sind, es betrug nämlich der durch- ichnittliche Nettolohn der unterirdisch beschäftigten eigentlichen Bergarbeiter für_ eine Schicht int Braunkohlenbergbau Anfang bes Jahres 4,15 Mark, im 3. Vierteljahr 4,25 Mark: im Eisenerzbau lauten die entsprechenden Zahlen 3,75 Mark und 3,95 Mark. Während der durchschnittliche Tagesnetwverdienst der im Eisenerzbergbau Beschäftigten in allen Arbeitsklassen (z. T. um 58 Psg.) größer geworden ist, hat er sich beim Braunkohlenbergbau im großen und »ganzen aur derselben Höhe gehalten, so daß hier der Durchschnittslohn aller Arbeitsklassen mit 3,48 Mark für die Schicht in den ersten drei Vierteljahren des Berichtsjahres derselbe geblieben ist. — Auf die Anregung einiger Verwaltungen hin war auf die Tagesordnung eine Aussprache über die Regelung der Zeiten des Fortbildungs- schulunterrichts gesetzt worden. Ten Bericht hatte Berg- amtmanu Scheerer übernommen. Es stellte sich heraus, daß die Werke mit einer größeren Anzahl fortbildungsschulpslichtiger Arbeiter darunter zu leiden haben, daß der von den Schulvorständen festgesetzte Unterricht in ben einzelnen Ortschaften an ganz verschiedenen Tagen und zu ganz verschiedenen Zeiten stattsindet, wodurch den Werken durch die häufige Unterbrechung der Arbeit und ben Arbeitern durch zu vermeidende Lohnaussälle Schaden erwächst. Die Bcfribehörde imtrde ersucht, bei der Schulabteilung int Ministerium oie einheitliche Regelung ber Unterrichtszeiten u n b -tage anzuregen. Zum Schluß berichtete ber letztgenannte Rechter noch über die 1913 in Kraft tretenden abgeänderten Formulare zur Montanstatistik. Am Schluß des Jahres möge ein kurzer Rückblick über die in ben Betriebsleitertonferenzen des verflossenen Jahres geleistete Arbeit Platz finden. Im ganzen fanden 6 Versammlungen statt. In ihnen kamen die neuen Gesetze: die Reichsversicherungs- ordnung, das Versicherungsgesetz für Angestellte und die neue Novelle zur Gewerbeordnung zur Sprache: ferner war der mit dem 1. Januar 1913 cintrctcnbc Eichzwang der Förderwagen mehrfach Gegenstand der Tagesordnung. In Gestalt größerer Vorträge wurden noch die Vorschriften über bewegliche Dampfkessel, die Aufbewahrung und Verwendung von Carbid, die Hygiene und der Arbeiterschutz im Bergbau und das Aufsatteln' von Ueberhauen besprochen. Zwei gemeinsame Besichtigungen fanden statt und zwar erstens des Eisenhüttenwerks Oberscheld und zweitens der Ausstellung „Der Mensch". Weiter mürbe ber wichtigste Inhalt ber fachmännischen Literatur, ber Jahresbericht ber Bergbehörden, die Lohn- und 51nappschaftsstatistik, sowie sonstiges Wissenswerte bekannt gegeben. — Der rege Besuch der Versammlung beweist ihre Beliebtheit bei den Bergbautreibenden und ihren Angestellten. Aus Stadt und Canö« G ienen, 2. Januar 1913. ** Orbensan gelegenheiten. Der König vin Preußen hat dem Oberleutnant Fitting, Lehrer an ber Militär-Turnanstalt, bie Erlaubnis zum Tragen bes Ritterkreuzes 2. Klasse bes hessischen Verbienstorbens Philipps bes Großmütigen, dem Hauptmann v. Goetze im Leib- Garbe-Jnf.-Regt. (1. Hess.) Nr. 115 bie Erlaubnis zum Tragen bes Ehrenkreuzes 2. Klasse des Schaumburg-Lippe- schen Hausorbens und dem Hauptmann Frecherrn v. Bu b- benbrock-HetterSdvrs beim Stabe bes Leibgarbe- Jnf.-Regts. (1. Hess.) Nr. 115 die Erlaubnis zum Tragen bes Ritterkreuzes 2. Klasse des Kgl. sächsisck>en Albrecht- örbens erteilt. Dem Hofrat Alexander Koch-Darmstadt würbe anläßlich seines 25jährigen Berufs-, unb Verlagsjubiläums von bem Prinzregenten Lubwig von Bayern bie Golbene König L u b w i g s - M e b a i l l e für Wissenschaft und Kunst verliehen. Dem Fabrikanten Dr. Ernst Leitz senior in Wetzlar ist von dem Großherzog von Hessen bas Ritterkreuz 1. Klasse bes hessischen Verbienstordens Philipps des Großmütigen verliehen worden. ** P f a r r d i en st n a ch r i cht en. Ernannt wurde der Pfarrverwalter der ersten Pfarrstell? zu Beerfelden Deg gau zum Pfarrverwalter ber zweiten Pfarrstelle baselbst. Zur Wieberbesetzuug werben uusgefchrieden: bie zweite ev Pfarrstelle zu Erbach, bem Grafen zu Erbach-Erbach stellt das Präsentationsrecht zu; die zweite evang. Pfarrstelle zu Beerfelden, dem Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das PräsentationsveLl)t zu. ’* Neuer Rabbiner. Ernannt wurde der prov. '(abbiner Tr. Ernst Appel in Bingen zum Rabbiner des 'iabbinnt§ Bingen. ** Ergebnisse der pharmazeutischen Vor- .'rufungen in 1912. (Die Zahlen des Jahres 1911 sind u Klammern beigefügt.) Es unterzogen sich 11 (7) Apo- hekerlehrlinge der Vorprüfung, worunter 1 (1) weiblich. Als Prüsungstermin kommt der März für 8 (3), Juni ,ür — (1), September für 2 (3) und Dezember für 1 (—> n Betracht. Die Ausbildung genossen 6 (3) bei Leb' - jerren in Starkenburg, 3 r i 1 t- seil dun gen. Vom 1. Januar ab traten im inneren deutschen Verkeyr, einschließlich des Wechseloerkebrs mit Bayern und Würitem- berg, für die Postbeiörderung von B l i n d e n s cb r i i t s e u d n n ce n nachslebeude Erleichternnaeu ein: Cendungen bis zum (tiemiebt von 3 k? mit Büchern, SchriÜstücken und Zeitschri'ten, die zum Gebrauche der Blinden in tastbaier Bliudenschriit hergefieflt und in ihrer Jorm und sonstigen Beschaffenheit zur Beiörderung nut der Briekvost geeignet sind, werden in offener Verpackuna nach den für Drucksachen geltenden allgemeinen und den nawfoigenden besonderen Versendungsbedingungen gegen eine ermäßigte (Gebühr zur Poslbeförderung zngelaffen. Den Bliudenschrütsendungen dürfen Angaben in geivöynltcher Schrift und in geivöhnlichem Druck — abaeseheu von den etwa in den Büchern ufiv. enthaltenen "Angaben über Titel. "Verleger und sonnigen Vermerken, die nicht die Eigenschaft ein-r b ie' irden Aiiiteilung haben — nicht beirefüat werden Die r'lu chr >t muß in geivöhnltdien SchrifNeichen herocfiefit und mit dem Bermerke »Blindenschrift" versehen fein. Die Gebühr für Blinden schri«lsen du ngen beträgt: bis 5 > rr einschließlich 3 P'g., über än bis l«,0 g einschließlich 5 Psg.. über 100 g bis 1 kg io Psg., über 1 kg bis 2 kg 20 Pfg., über 2 kg bis 3 kg 30 Pfennig. Krcis Friedberg. L. Friebberg, 1. Jan. Gestern nacht um 12 Uhr, als viele Leute auf b-er Kaiserstraße spazieren gingen, sah man plötzlich beit H u t einer Dame in Flammen auf- aehen. Wahrscheinlich hat ein herabfallender Feuerwerkstör per ben Hut entzünbet. Zwei Herren löschten bas Jener und so entstand für die Dame kein weiterer Schaden. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadl, 31. Dez. Sie Grobherzogliche Familie ist mittag 1230 Uhr au§ Lich wieder im Neuen Palais eingetroffen. Darmstadt, 31. Dez. Mit Ende d. Js. scheidet der langjährige Direktor der Bank für Handel und Industrie, Geh. Kommerzienrat F. E. He d der ich, aus seinem Amt. Aus diesem Anlaß sand in der Bank eine A b sch i e b§ feier statt, bei der die Angestellten der Bank ihrem scheidenden Direktor durch eine Abordnung eine kunstvoll gearbeitete Adresse überreichen ließen. d. «Mainz, 1. Jan. Der Syndikus der Mainzer Bierbrauereien, Direktor Dr. Schur g e ns, ist seit acht Tagen verschwunden. Schurgens war ein Trinker, diese. Leidenschaft brachte ihn immer weiter herab und zuletzt verübte er Unredlichkeiten. Hessen-Nassau. () Marburg, 1. Jan. Durch die hiesige Polizei wurden gestern abend hier fünf Z w a n g sz ö g l i n g e, die aus der Anstalt zu Wa b e r n ausgebroche n waren, f e ft g e n o m m e n. Heute wurden sie wieder zurückgebracht. fc. Spangenberg, 1. Jan. Nachdem gestern ein hiesiger Metze,ermeister bekannt gemacht hatte, daß er den Preis für Rindfleisch von 95 Psg. auf 82 Pfennig 47-50 85-91 Hetze«. Meteorologische veobachtungen der Station T- etter 89-93 50-55 s trt von Mk. 1.35 an per M r, in allen 41-00 86—00 Braut-Seide Musterauswahl umgeb1 G. Henneberg, Hofi. 3- 9)L d. deutschen Kais, 86-87 Die Zit Los Roaaen 2) Hafer-Kak. o ^leischpreise i» Bietzen (- ) Brotpreise m Gießen I'lvetülnot 2 Vq. 56 btq., Ccbivarzbrot 2^ f., Korn 12,90 Mk., Gerste: , uttergersle 11,00 Dck.. Braugerste 13,50 Mk., Haier 8 00 —'-',00.D«k., Erbsen 0,00 WIU Kartoifetu 3,4<> bis 4,00 Mk. Getreide-Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Teutschen Landwirtschaftsrars Djm 24. bis 30. Dezember 1912 Wie stets zwischen WeilMachten und Neuiahr, bestand auch diesmal wenig Neigung zu geschäftlichen UnternekMungem Tfte Forderungen der Exportländer sur Wetzen haben keine nennens werte Aenderung erfahren, und es ist bemerkenswert, das! Argentinien keineswegs mit dem Angebot drängt, trotzdein die vom Ackerbauministerium in Aussicht gestellte Weizen^nte von 5 4 M l- lionen Tonnen gegenüber dem Vorjahre em Mehr von 800 OlM Tonnen bedeuten würde. In Amerika haben die Zufuhren m letzter Zeit nachgelasien, und da man bereits ziemlich viel exportiert hat, so ist man drüben etwas vorsichtige geworden und zwar umsomehr, als die russische Konkurrenz sich immer noch wring suhlbar macht Eine weitere Stütze fand die aus dein Weltmärkte lMrschcnd^ festere Teichen-, in den mäsugen Wochenverschissungen, die diesmal nur 188 000 Tonnen gegen 243 000 Tonnen im Vorjahre erreichten. Auf deii deutschen Gctreidcmarkteii herrschte die um die Jahreswende gewohnte Geschäftsstille, nur am Derftn^ Lieferungsmarkte ging es lebhaft zu, indem Dezembcr-Techmgen für Weizen wie für Roggen eine grostrre Kursan,pannung hnbcn führten. Bei Weizeii macht die Abwickelung der ^ezembcrliesentng in ofcrn Schwierigkeiten, als das inlaiidische Material zum gioßicn Teile nicht den kontraktlichen Anforderungen entspricht, auskrn- discher Weizen sich für diesen Zweck aber zu tmier stcllft Roggen fanden die zum grösteren Teil kontraktlichen Andwnungen bei einer hiesigm Mühle Aufnahme, und da man Nicht rechtzeitig dafür gesorgt hatte genügend Ware herbcizu>chassm,umatten Verpflick tunqen gerecht zu w rden, so mufften die^Schuldner ihr Nachlässigkeit mit wachsenden Ausgclde buven. L>o ging Weizen von 206', auf 210' , Mt„ R-'ggen von 1,4 am 182 Mk., wahrend Mailieferung bei Weizen und Roggen ungefähr wie vor 8 Tagen schliesst. Auch für .Hafer bewirkten einige Deckungen eine matzige Befestigung. Tas Provinzangebot hat merklich nachgelassen^ und wenn auch noch keine rechte Kauflust bestand, so war die Stimmung im allgemeinen doch etwas fester und schliep.ich sogar cm kleiner Preisfortschritt festzustellen. Futtergerste war infolge von Deckungen der zweiten Hand, die viel vorvcrkauft hatte,^sest uird namentlich für Dezember um 2—3 Mk höher gehalten. Tre Forderungen für Mais waren vom La Plata um 1'^2 Mk., höher von Amerika um ebensoviel niedriger. Der Verkehr in diesem Artikel r-7-68 61V,-67 gewicht 68’/,-69* , le, Frankfurt a. M., 31. Dez. Heu- und et ro h innert. Angefahren waren 6 Wagen Heil, 2 Waaeu Stroh. Bezahlt wurde fü> ' e । 3,3 - 3, >0 A'k., Stroh lKornlanqNro ft 2.4 ■ .5» Bit., Wirrstroh 0,00—0,00 Alk. Alles für 50 Kilo. Geschäft flott. Tie Zufuhren waren aus den Mretfeit Friedberg, Dieburg und Kartoffeln Alle Sorten prima Sveise- u. Salatkartoffeln enwstehlt J. Weisel (59 Sonncnstr. 6. Teleph. 88. wird bei Blutarmut und Bleichsud als Kräftigungsmittel tausendfach ärztlich e ohlefl Kirchliche Uadirichtcn Israelitische Rdigionsgemcinöe. Gottesul.dH Ul CihiuuvM» OuU* Anlage), Samstag, den 4. Januar 1913: Vorabend: 4.30 Uhr» Di org eus: 9.00 Uhr. Predigt. 9t a ch in t t t a g s: 3.30 Uhr. Labdatausgang: 5.30 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft, tbottesdienst. Sabbatfeier ain 4. Januar 1913: Freitag abend 4.15 Uhr. Sauislag vormittag 8.30 Uhr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr, Sabbat-AuSganq 5.30 Uhr. Worl'enaotlesdienst '"oraens 7.00, nhenhs 7.00. Viel hilft viel!“ dachte die Hausfrau, als sie zum ersten Male Liebig’s Fle1Sch-Extrakt benutzte. Deshalb nahm sie gleich Löffel voll" dieses ausgiebigen Produktes auf den Teller Suppe! Am nächsten Tage erzählte sie ihrer gläubigen Nachbarin, dass es zu teu Ob jene Hausfrau wohl auch ein Pfund Kaffee auf eine Tasse genommen hätte?? - - Liebigs Beisch-Extrakt ist in Wirklichkeit wohlfeiles Küchenhilfsmittel. Lesen Sie den jeder Packung beigefügten Prospekt oder verlangen Sie die kostenlose Zusenduno Nr Q64 von der Liebig Gesellschaft, Köln. Achten Sie bitte beim Einkauf darauf, dass Sie nichts anderes erhalten als herabgesetzt, verkaufen heute sämtliche Mctzgermeister in Spangenberg das Rindfleisch für denselben Preis. geht also. ragSES Ckruu^kapitoi Ze(jn JJlillitwnJIlarK- Versicherung gegen ^für fiausfafäer Mieter uut Inhaber vonward Günstuv ßpdingunqm JTIassige frami^n Cmp^Uiugsverträge mit vXstetiVereuugung idG/to) Vertreter: st. Conrab, Obenpachtmeister i. P., Kaiser-ml 174.25 (4- 0.25). Haier: Berlin Tez. 173.00 (4~ 1.2o), Mai 1 3.75 (4- 0,50). Futtergerste: Südruss. frei Hamburg iinverzotlt 138 50 -+ 2.25), Mais La Plata schwim. 110.50 (ft- 1 oü), Mir'ed Tez.-^iärz 107.0') (- 1.50) Mark. W e l t markt preise: Weizen: Berlin Tez- 210.50 (+ 3.75), Mai 209.00 (— 0.25), Pest April 198.50 (ft- 1.50) Tej. 22 .65 (— 2.05), Liverpool Aiärz 165.80 (ft- 1.35), Chicago leg. 132.no ( - 0.95). Roggen: Berlin Tezbr. 182.00 t-j- 8.0u), Aial Bei der Veröffentlichung des Jahresberichtes (s. Lies) will ich es nicht unterlassen, kurz vor Augen zu führen, dass (das hiesige Geschäft am 1. März 1911 mit 5 Wächtern übepmen habe, während es mir jetzt, dank des mir zuteil gewordel Vertrauens, schon möglich ist, den Nachtdienst ab heute — mit 8 Wächtern zu versehen. Ich glaube, dass diese kurze An gab ersichtlich der :: Leistungsfähigkeit meines tiituts :: alles sagt. Neue Anmeldungen werden jederzeit mündl schriftlich u. telephonisch in meinem Bureau Mäusburg 16, Telf1 $80, angenommen, woselbst auch jede Auskunft ohne jede Verpfli^g erteilt wird Bei Mattigkeit, Schwalle, nervöser Abspannung ist Bioson ein geradezu ideglerkastspender. Infolge einer schweren Krankbeit war ich in einen sechedenklichen Schwachezustand geraten und nahm daher zur Stalng Biosoii. Schon nach Verbrauch der ersten Dose fühlte ich ch bedeutend kräftiger, auch machte sich ein gesunder Avpetil bcmMar, den kch früh er immer verinistte. Hardheim bei Walldürn. lau Helena Lonamigo. Unterfchrift beglaubigt: 20. 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(-4-7.) 172 162 16 i 164 (—17,) 190 i c— ) (- ) 193 (- ) 162 (- ) 160 193 ( :- ) 162 ( + 1) 162 200 i [+1) 176 (t4%) 198 195 । i- ) 167 (- ) 185 199 l 'ft- 2) 173 (— 1) ISO 190 । (- ) 169 (- ) 190 196 1 !- ) 171 (— ) 185 (- ) 163 (- ) — 200 (- ) 174 (- 3) 190 1-8 (- ) 176 (— ) 180 208 (+ 1) 185 (- ) 185 !. 210 (- ) 180 (- 1) 195 212’4 (- ) 182'/, (— ) 190 215 (- ) 187*'2 (- ) 195 219 (+ 1) 184 (- ) 178 Geschäfts-Eröffnung. Göbel & Appel, Giessen, Alicestr. 25 General Vertreter der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer A.-G., Frankfurt a. M. Automobile Fahrräder S| ezial-Reparaturwerkstätten Garage Gummi Benzin und Oel Kontrollkassen aller Art Installation von Gas-, Wasser- und gesundheitstechnischen Anlagen D./t ■! Lose u D7i 1 Restbestand Kinderfilzhüte Spezialgeschäft Franz Bette IU 0 lidUdlll „X„gio 3 ™ 10 Mäusburg Sieh fette Füchse seitheriger Preis M. 3.00 bis 5.00 „ 5.00 bis 10.00 Wir kaufen: HasenfeUe dis zil Mk. 1.2» per M Äaninfette zu Mk. —.15 bis Mk. —.30 ST Preis-Aufschlag 3E Wildfelle Marder, Iltis u.alle sonft.Fellez.böchften Tagespreis! Julius Rosenthal & Co. 7 KroidorierLtr. 115. Jellbaudlung. Tcleph. Nr. 6S. 2. Preußisch- Süddeutsche (228. Königlich Preussische) lassen-LctteHe Die Ziehung der ersten Klasse dieser Lotterie beginnt am 13. Januar 1913. Auf obenstehende Geschäfts-Empfehlung Bezug nehmend, beehre ich mich meiner geehrten Kundschaft ergebenst mitzuteilen, dars ich mein seit sechs Jahren betriebenes Installationsgeschäft mit der Firma Göbel & Appel Alicestrasse 25 vereinigt habe. Das mir während dieser Zeit bewiesene Vertrauen bitte ich auch der neuen Firma entgegen zu bringen. Zuschneide -Lehranstalt Kaiser Allee 14a. Die verschiedenen Kurse in Mannehmen, Mmterzeiämen, Züschneiden und Unfertigen von Kleide»n aller Art beginnen nm «».Januar 1913. Anmeldungen nehme jederzeit entgegen. >52 Lina Petri, gepr. Lehrerin. sind, so lange Vorrat, zu beziehen durch die Königlich Preußischen Lotterie-Einnehmer in Ließen: Buchacker Flimm L e q 8 e rB^Vhandu Neuen Baue II Walltorstr.63 Süd-Anlage 5 Fernsprecher 877. Fernsprecher 237. Fernsprecher 82. Weissnähschule E. Schott, akad.geb. Unterricht in Weitz- und Maschinennähen, im Zm schneiden und Anscrtigcu sämtlicher Waiche. (010407 'j-eninn: t». Inn. (Eintritt ieder-eit. ^bcndfu k"s. Giessen, 2. Januar 1913. Heinrich Appel. 1|s ^4 12 pro 3M. 5- M.10- M.20- M.40- Klasse Besonders empfehlenswert: Wollene Kinderkleidchen aus voriger Saison Ser. IM. 1.50, reg.WertM. 2.00-4.00 | Ser. II M. 2.50, früh.Wert M. 3.00-6.00 | Ser. 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Januar auf fertige Herren-, Jünglings- u © Knaben - Garderoben Schulstrasse Marktplatz Kinderkursus 65 [D2/, nehmen. t Bedeotende Preisermässigung Elisabeth-Kleinkinderschule Siir knthcbMg non Ültujnljr^ratnlitiontii ginnen an Beiträgen weiter ein von: Carl Feifer und Frau, FrL Möser, Oberlehrerin, Kauf- mnnn Cmil Horst und Frau, Bnukdirektor Heichelheim und Frau, Kaufmann Heinrich Boller und Frau, Berg- beanner H. W. Horst u. Frau. Herzlichen Dank! [D*/1 Galvanische Arbeiten aller Art in Mckel, Kupfer, Messina, Siahl, Altkuvfer, Altmes,mg. BEF" (Spezialität: "T8 Vernickeln von Schlittschuhen, Gebissen, Steigbügeln. Ausarbeiten von Vamvcn aller Art: hpsonders von Kronen für Gas und elektrisches Lickt. Aufarbetten von Kunst- gegenständen aller Art cinschliehlich. Reparaturen. - Ergänzen fehlender Teile. 31 Eugen Kautfmann, Lampenfabrik, Schiffenberger Weg 50. Fernsprecher 264. Alte Wollsachen werden zu schönen, dauer- hmt. Herren u. Damen- Winter-Stoffen billigst umgearbeitet. 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Umwechslung ausländischer Noten und Geldsorten. Annahme und Verwaltung von Wertpapieren in offenen Depots. Aufbewahrung geschlossener Depots. Verwaltung von Effekten ohne deren Hinterlegung. Vermietung von Schrankfächern (Safes) verschied. Grösse, auch für kürzere Zeit (Reisedauer etc.), in der Stahlkammer. 53 Privat - Lehr - Institut für Schnittzeichnerl u. Kleidermachen. Junge Mädchen und Damen jeden Alters erhalten gründliche Anleitung im Zeichnen, Zuschncidcn und aller Art Schneiderei nach bestem System. Die Kurse haben verschiedene Zeitdauer und iann jedes Fach auch allein berücksichtigt werden. Beginn der Kurse am 6. Januar. Nähere Auskunft, Prospekte und Anmeldungen täglich. Marie Sack, ütabcm. Mßkbildetc Lchreri», Schanzcnstrafre 22, Ecke Wett-Anlage. 67 tafcteital* von FrL La*» Gietzen, Süd-Anlage 7. Beginn des Unterrichts in allen weiblichen Handarbeiten iotv.Kunstarbeiten,Brandmalerei, Ticfbrand, Schnitterci,Lcdcrplastik,Porzellan-u.Glasmalerei uiw. Dienstag, den 7. Januar 1913. 86 Für Auswärtige ganze oder teilweise Pension im Hause. ZlirEnlhcbuii^vOnNcnjnhrs-Glückwnnschcn find ferner Gaben für die Klcinkinder-Bewabranttalt eingegangen von: 69. Karl Löttgen, Giehen, 70. Architekt Altvater und Frau, 71. Ernst "Niemann und Frau, 72. Reallehrer Hebermehl, 73. Geh. Reg.-Rat Welcker, 74. Buchhändler Roth, Gienen, 75. Herr u. Frau Oskar Guttmann, 76. Karl Jaskowsky und Frau, 77. Apotheker Schmieder u. Frau, 78. Land gericktsrat Neuenhagen, 79. Familie Friedrich Seibel, 80. Architekt Hamann, 81. Frau 'Nassauer, 82. Wilhelm Seipv III. und Frau, 83. Karl Georgi und Frau, 84. Frau Kommerzienrat Georgi u. Tochter, 85. Hauptlelirer Knaun und Frau, 86. Kaufmann Fuhr, 87. Adolf Lyncker senior, 88. Adolf Lyncker junior, 89. Willy Lyncker, 90. Kaufmann Junker. ■ Herzlichen Dank. Gtehen, den 2. Januar 1913. Ter Vorstand der Klcinkinder-Bewabranttalt. D. Schlosser. [D2/1 Zeichen- und Malschule Straße 6*7 IV>3tI6 Fdchlier Straße« Wiederbeginn: Montag, den 6.Januar 1913 Unterricht in Kopf- und Akt- Zeichnen u. Malen nach Modell, Stilleben- u.Landschaftsmalerei nach der Natur Saison «Ausverkauf 15. Sanuar In diesen Tagen gewähren wir auf alle Waren, jAOi mit Ausnahme der Garne 1V 10 IvllUUll EL ßolterhoff Söhne • Giessen S erstklassiges Spezialgeschäft der Kurz-, Weiss-, V?oll°, Strumpf« und modewarem Branche