m. 75 Die „Kiehener ZamUienblätler" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ..KrefsVIatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeir- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Zweites Blatt 165. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des SonntagS. ▲ a a ▲ - Gletzener Anzelger General-Anzeiger für Oberhefjen Dienstag, ü. April Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: es© 51. Redaktion: 12. Tel.-Adr.:AnzeigerGleßen. yaupiversammluug des hefsischen Oberlehrervcrein;' V B c n s h e iiü a. b. B., 30. März. Vorgestern und gestern fand hier die 28. Hauptversammlung des Hess. Oberlehrcrvercins unter zahlreicher- Beteilignug aus allen Teilen des Landes statt. Es ist in letzten Jahren fester Gebrauch geworden, an bcnr ersten Tage nur wissenschaftlich? Fachsitzungen zu veranstalten. Tast man die Vorzüge dieser Einrichtung, die es den Fachlehrern ermöglicht, ihre Erfahrungen auszutauschen und neue Probleme zu besprechen, rasch erkannt hat, beweist der Umstand, dast dieses Jahr zu den bereits bestehenden Llftteilungen zwei neue traten, eine der evangelischen Religionslehrer und eine'geschichtliche. Tie Sitzungen waren alle arbeitsreich, aber keiner verliest sie, ohne reiche Anregungen empfangen zu haben. So legte in der VvrMittagssitznng der mathematisch - n a t u r w i s s e n s a f t l ich e n Abteilung Professor Biedenkopf -Grost-Umstadt den Entwurf eines biologischen Lehrplans vor, der von dem auf der vorjährigen Versammlung gewählten Ausschust ausgcarbeitet war. Der Entwurf wurde mit einigen unbedeutenden Zusätzen - angenommen, ebenso eine Ent- schliestung, die durch den Vorsitzenden des Ausschusses Tirekror Schnell-Butzbach der Regierung überreicht werdet, wird. Sodann berichtete Prof. H v f sm a n n - Heppeulfeim über die Tätigkeit des nvath.-naturwissenschaftlichen Arbeitsausschusses und über die Zusammenkünfte von .Fachgenossen in den einzelnen Provinzen. In der Rachmittagssitzung, an der 73 Herren teilnahmen, wurde zunächst beschossen, im! kommenden Jahr eine Neubearbeitung der mathematischen Lehrpläne vorzunehmen und die Msbildung der Referendare zu erörtern. Tann folgten. 3 Vorträge über Schülerübungen: von Prof. Kalbfleisch über physikalische, von Oberlehrer Mannheimer über chemische und Oberlehrer Bei sin g en über biologische Hebungen. An jeden Vortrag schlost sich eine kurze Aus- sprache an, dann wurde eine Entschließung gefaßt des Inhalts, dast verbindliche physikalische und chemische Schülerüöungen auf der Unterstufe am uottvendigsten sind und dast auch der biologische Unterricht der Unterstufe durch planmäßige Förderung der'Selbstbetätigung der Schüler zu einew Uebtmgsunterricht werden soll. Tie Einrichtung von Uebungen jeder Art auf der Oberstufe sei daneben anzustreben. Schließlich wurde auf Anregimg von Pros. Balser-Darmstadt noch eine Entschließung über die künftige Gestaltung der Fortbildungskurse für Oberlehrer angenommen. _x. In der altsprachlichen Abteilung sprach zunächst Direktor L a u r e s ch l ä g e r - Worms über „Moltkcs Briefe aus der Türkei als Erläuterung zu äenophons Anabasis". Seine Ausführungen wurden ergänzt durch Herrn Generalleutnant z. D. von H o f f m e i ft e r Exz.-Heioelberg, der aus eigener Llnschauung die in Betracht kommenden Länder kennt, mit dem „Xenophon in der Tasche" den Spuren dieses griechischen Söldnerführers folgte imb sein reiches Wissen auch in mehreren wertvollen Büchern niedergelegt hat. Für den Kanon des lateinischen Lesestoffes wurden einige Aenderungen vorgeschlagen. Die vorgetzragencn Wünsche gehen zumeist darauf hinaus, aus der Oberstufe die Möglichkeit größerer Mwechfelung durch Zulassung weiterer Schriftsteller zu schaffen. In der u e u s p r a chl i ch e n A b t e i l n n g sprach nach einem' von Prof. Dr. Hellwig-Mainz erstatteten Bericht über die Tätigkeit der hessischen Auskunftsstelle für Ausländsaufenthalt bcLr?eu^lto^m Prof. Dietrich-Darmstadt über die Aus- ü^ttn der franzö sischen Lektüre. Nach eingehender Aussprach e stimmte die Versammlung den von ihm vorgeschiagenen Leitsätzen zu. Ausschuß soll der nächstjährigen Versammlung bestimmte Vorschläge über die in den höheren Schulen zu lesenden Schriftsteller machen. VN der ^achsitzung der ev. Religionslehrer be- richtet Prof. B ampas-Friedberg über den Fortgang der Aus- ichuparbert, betreffend Reform des Lehrplans für den ev. Religionsunterricht an den Oberen Schulen Hessens. Einmütig wurde der Anschluß der Hess. Religionslehrerkonferenz an den neuge- grürrdeten deutschen Verband ev. Religionslehrer beschlossen. Prof. Becker-Mainz erstattete einen Bericht über den ev. Religionsunterricht int Organismus der höheren Schulen, woran sich eine sehr Lebhafte Aussprache anschloß. In der geschichtlichen Abteilung verlangte Prof. Dietz-Darmstadt, daß dem Geschichtslehrer auf der Oberstufe auch der Zeit nach die Möglichkeit gegeben werde, das durch die Lehrpläne gesteckte Ziel zu erreichen, olme sich auf bloßes Ein- pvägen des äußeren Verlaufes' der Ereignisse beschränken zu müssen. Gleichzeitig zeigte er den Weg, auf welche .Weise die zu verlangende dritte Geschichts stunde gewonnen werden könne. Oberlehrer Dr. Büttner-Offenbach zeigte sodann in einem1 sehr beifällig auf- genonimenen Vortrag ein neues Hilfsmittel im Geschichtsunterricht, die graphische Darstellung gleichzeitig nebeneinander erfolgender Veränderungen und Entwickelungen verftlnedener Staaten in territorialer Hinsicht. Es wurde von vielen Seiten gewünscht, dast der Gebrauch dieses Hilfsmittels dem Lehrer in der Schule möglich gemacht werde durch Drucklegung der vorgezeigten Skizzen. Der gewiß arbeitsreiche Tag schlost mit einem durch den Bensheimer Ortsverein unter dem Vorsitz von Prof. Henkel- mann vorzüglich boibereiteten und außerordentlich gemütlich verlaufenen Begrüstungsabend in den herrlichen neuen Räumen des „Deutschen Hauses", zu dem auch die Spitzen der Behörden von Bensheim erfästenen waren. Der Samstag begann mit einem Ißundgang durch die Stadt und eurer Besichtigung der Eulerschen Papierfabrik. In der dm: auf folgend en ni ch t ö f f e n t l i ch e n Versammlung, die wie die Hauptvcrsamnilung in Vertretung des erkrankten Vorsitzenden Prof. Beck-Mainz von Prof. Heb d a eus Darmstadt geleitet wurde, wurde eine große Zahl Vereinsangelegenheiten besprochen und erledigt. Tie Neuwahl des Vorstandes ergab eine Wiederwahl der seitherigen Mitglieder. Innerhalb des Vorstandes mußte jedoch eine Aenderung in der Aemterverteilung statisindrm, da der seitherige verdiente Vorsitzende des Vereins Pros. Beck- Mainz aus Gesundheitsrücksichten schon im Laufe des Jahres sich gezwungeir sah, sein Amt niederzulegen. An seine Stelle tritt im kommenden Jahre Prof. Altendorf-Giesten, seine Verttetung übernimmt Prof. H e d d a e u s - Darmstadt, das Amt des Schriftführers und Rechners Assessor P o ep p e r l i n g - Darmstadt. _ Tie Versammlung schlost mit einem Vortrag von Prof. B a l s e r - Darmstadt über den Turnunterricht. Tie von iljm aufgestellten Leitsätze wurden einstimmig angenommen und die Drucklegung des Vortrages beschlossen, da man der Ansicht war, dast die von großer Sachkenntitis zeugenden Ausführungen jedem Amtsgenossen zugängig gemacht werden müßten. Gegen 2 Uhr begann bann bte Hauptversammlung, Au der sich als Vertreter ber Schuhabteilung bereit Vorsitzender, Geh Rat Süsfert, eingefunben hatte. Außerdem waren er- fthtenen Vertreter ber Stadt und des .Kreises Bensheim, Land- tagsabgeorbneter A u l e r - Bensheim nnb Vertreter ber Philologenvereine von Baben, Württemberg und Hessen-Nassau. Prof. Heddaeus begrüßte bic Erschienenen und erstattete fobann Atttcht über das abgelaufene Vereinsjahr. Im Mittelpunkte des Interesses stand die von Pros. A l t e n d o r s - G-i e ß e n vorgc- ttageuc Stellungnahme zu ber BesolduugSord- uung. Es kam hier noch einmal die tiefgehende imb allseitige Unzufriedenheit der hessischen Oberlehrer mit der neuen Be- soloungsvorlage zum Äusoruck, und die in langem Beifall sich äußernde Zustimmung zeigte neben der ohne Aussprache ein- stimmig^ durch Akklamation erfolgten Annahme einer Ent schließung, dast der gesamte Oberlehrerstand geschlossen hinter setnen alten Forderungen steht., Tie Entschließung lautet: 1. Tie neue hessische Besoldungsvorlage hat in der Hess. Oberlehrer schäft eine allseitige und tiefgehende Unzufriedenheit hervorgerufen. Tenn in ihr hat die alte grundsätzliche, von der gesamten deutschen Oberlehrerschast vertretene und in fast allen, unter ihnen den maßgebenden, deutsäfen Bundesstaaten schon seit Jahren erfüllte Forderung, die Oberlehrer den Richtern an den Amts- und Landgerichten und die Sch n l - d t re k t or c n mindestens den Landgerichtsdirektoren völlig gleichzustellen, wiederum keine Beachtung gefunden. Tie hessische Oberlehrerschaft wird sich nicht eher zufrieden geben, als bis dieser gerechten Forderung Genüge getan ist. -■ Mit den anderen Gruppen der akademisch gebildeten Beamten hält sie es für unbedingt notwendig, infolge der Steigerung ber Kosten ber Lebenshaltung nicht nur ben unteren und mittleren, sondern auch den akademisch gebildeten Beamten dieselben Tienstbezüge zu gewähren, die ihre Amtsgenossen im Reich und in Preußen schon seit 1908 beziehen. ~ Zum Schluß der Hauptversammlung ergriff Oberlehrer Dr. S p i l g e r-Bensheim das Wort zu einem Vortrag über: Ausgaben und Ziele des naturwissenschaftlichen Unterrichts. Es schloß sich das gemeinsame Mittagsmahl an. Als Ort der nächsten Tagung wurde Oppenheim bestimmt. Tagung -er fortschrittlichen Zugendvereine zu Lranksurt a. M. Tie Jugendvereine ber Fortschrittlichen Volkspartei hielten am 29. unb 30. März in Frankfurt eine Konferenz ab, an ber die Vertreter von etwa 40 Vereinen teilnahmen. Im dlnschlust an den letzten Parteitag ber Volkspartei in Mannheim hatte bereits eine Vorbesprechung stattgcfnnden, unb hier in Frankfurt sollte nun die Stellung ber Jugendvereine zur Gesamtpartei, sowie ihre Stellung imterhalb der deutschen Jugendbewegung überhaupt, erörtert und festgelegt werden. Nach der Begrüßung ber auswärtigen Gäste wurde am Sonntag Bericht über den Stand und die Arbeit der einzelnen Vereine erstattet. Der Sonntag brachte Vorträge von Tr. Heller-München, Dr. Michel-Frankfurt, Hans Maier-Frankfurt, Heile-Berlin und int Anschluß, daran eingehende Beratungen. Dabei waltete der einmütige Wille, keinen Keil in die Gesamivartei zu treiben imb ihr so zu schaben, sondern sic in ihrer Stoßkraft zu stärken burch bic politische, staatsbürgerliche Erziehung der Jugend und durch Ucberitahme der organisatorischen Kleinarbeit. ?luch die Frauen sollen in den Jugendvereinen zur Miiarbeit erzogen werden. Ein Antrag der Frau Voß-Zietz, der das zum Ausdruck bringt, wurde einstimmig angenommen. Mit der Zentrale ber Gesanttpartei sollen Verhandlungen gepftogen werden, um der Jugend den nötigen Einfluß zu verschaffen. Ter Vorsitzende des Zentralaussckulsses, Landtagsabgeordneter Funk- Frankfurt, hatte bic Delegierten herzlich begrüßt. Der Gießener Fortschrittliche politische Bildungsverein war durch bic Herren Landtagsabgeordneter Prof. Urstadt unb canb. Phil. Braun vertreten. Zum Schluß fand eine öffentliche Völksversammlung in der Börse statt, in der bic Herrn Rudolf Ocser - Frankfurt, der Vizepräsident der zweiten badischen Kammer Oskar Muser, Frau Voß-Zietz und Redakteur Heile-Bcrlin Ansprachen hielten. Zur Behandlung der Heere;- und Steueroorlagen im Reichstag. X Berlin, 31. März. Die Fraktionen des Reichstags werden sich mit den Heeres- und Steu.ervorla.gen in Fraktions- sitzungen bereits am Donnerstag dieser Woche beschäftigen. Um den Meinungsaustausch innerhalb der Fraktionen zu ordern, werden einige Tage sitzungsfrei bleiben, um in der zweiten Aprilwoche die erste Lesung Iber neuen Vorlagen vornehmen zu können. Man rechnet damit, Idäß die Fraktionen nr ihre Fraktionsfitzungen etwa 3 Tage brauchen werden. Die erste Lesung der neuen Vorlagen wird voraussichtlich eine ganz,e Woche in ^Anspruch nehmen. Der A e l t e st e n- ra t des Reichstags wird sich über die geschäftliche Behandlung^ der Vorlagen und die Arbeitsdispositionen im April ebenfalls im Laufe dieser Woche schlüssig machen. Bezüglich der geschäftlichen Behandlung der Vorlagen soll der Vorschlag gemacht werden, die .Heeresvorlage bem Budgetausschuß zu überweisen, der den Militärvoranschlag noch zu beraten haben wird, und der mit der Voranschlagsberatung noch etwa zwei LÄock>en beschäftigt sein wird. Äe ein- zielnen Steuergesetze sollen einem besonderem Anschuß, ähnlich wie bei der Finanzreform, zur Einzelberatung überwiesen werden, damit diese Vorlagen sofort nach der ersten Lesung der Ausschußberatung unterzogen werden können. Man hofft auf diese Weise, in der Hauptsache das Schicksal der Steuer ge s e tz e im Ausschuß bis Pfingsten entscheiden zu können. Während ber Pfingskserien hätte alsdann die Regierung Gelegenheit, über strittige Punkte in den beiderseitigen Auf- assungen Verhandlungen mit den Parteien zu pflegen. Das Kriegsministerium legt nach wie vor Wert darauf, die Heeresvorlagen bis Pfingsten verabschiedet zu sehen, da durch die Vorlagen, die zu einem gewissen Teile bereits am 1. Oktober in Kraft treten werden, auf militärischem Gebiete umfangreiche Vorarbeiten notwendig werden. In Regierungskreisen hat die verschiedenartige Auffassung der neuen Gesetze in der Presse keine Verwunderung erregt. Man hofft, trotz der abfälligen Kritik in manchen Organen, nrit dem Reichstage in kürzerer Zeit, als vielfach angenom^ men wird, eine Einigung über die neuen Steuern herbei- sühven zu i'önnen. Die beni Reichstage unterbreiteten Vor- chläge des Bundesvats sind eben nur Vorschläge, die abzu- änbern das verfassungsmäßige Recht des Reichstags ist. Sitzung de; provinzialtage; von Gberhessen. = Gießen, 31. März. Anwesend: Der Vorsitzende Provinzialdirektor Geheimerat Dr. 11 fing er, 18 Mitglieder sowie die Kreisrätc der Provinz und ihre Stellvertreter, Baurat Schöberl, Darmstadt. Ter Vorsitzende heißt die Erschienenen willkommen, stellt fest, daß die Einladungen rechtzeitig ergangen sind und die Versammlung beschlußfähig ist. Ihr Nichterscheinen haben neun Abgeordnete entschuldigt. Der Vorsitzende widmet dem verstorbenen Mitglied des Provinzialausschnsscs, Geh. Hoftat Dr. B i c r m c r warme Worte ber Anerkennung unter Hervorhebung seiner Verdienste um bic Provinz. Die Versammlung erhebt sich zu Ehren des Verstorbenen von den Sitzen. Hieraus werden die Mitglieder Ph. K c l l e r IV.-Melbach unb Bürgermeister Kromm -- Schotten zu Urkundspersonen be» ltellt und der Protokollführer verpflichtet. Sodann wird in die Tagesordnung cingctrctcn: 1. Rechnung der Provinzialkasse und Verwaltungsbericht für 19 11. Der Vorsitzende bemerkt, daß Bürgermeister Stahl-Friedberg bic Rechnung vorgeprüft unb einige 'kleinere Anstände gefunden habe, bic erledigt wordm seien. Nachdem die Rechnung zirkuliert hatte, genehmigte der Provinzialtag die Krcditüberfchreitungen zu Lasten ber nachgewiesenen: Deckungsmittel sowie die Ausstänbe imb erteilt dem Rechner die nachgejuchte Entlastung, vorbehaltlich Genehmigung der Rechnung durch die Oberrcchnungskammer. 2. Voranschlag ber Provinzialkasse für 1913. Der Vorsitzende verliest bic einzelnen Rubriken. Zu Rubrik IV, 1, „Kreisstraßen", spricht Graf Solms-Laubach den Wunsch aus, daß auch bei neuhergestellten Straßen sofort Material angefahren werde, damit der Straßenwärter jederzeit in der Sage sei, entstehende Schäden auszubessern. Er empfiehlt als Material Grus, mit dem er auf den seiner Verwaltung: unterstehenden Straßen gute Erfahrungen gemacht habe. Wenn die Straße allerdings kurze Zeit nach ihrer Walzung wieder verfahren sei, bann müsse man sich überlegen, ob man nicht zu anderen Hilfsmitteln, wie z. B. zu Kleinpflaster, greifen müsse. Weiter scheine cs ihm, als ob auf bic Bankette an den Kreisstraßen zu viel Arbeit verwendet werde. Für Wasserabführung müsse man ja sorgen, aber er wisse nicht, warum bic Bankette alljährlich abgehoben imb bas Gras beseitigt werbe, sowie bic Randsteine glatt gehauen würden. Es scheine dies mehr aus Schönheitsrücksichten zu geschehen. Bau rat Hechler: Im Kreise Gießen sei feineres Deck- matenal beschafft worden. Die Erfahrungen seien zum Teil gut. Sie seien schlechter bezüglich ber Straßen, bic viel Verkehr hätten. Ta werde der Grus sehr bald zu Mehl gefahren. Die Versuche erforderten Zeit, ebenso wie die Ausbildung des Personals in ber veränderten Straßenunterhaltung. Die Bauverwaltung hoffe, auch da noch Besserung zu erzielen. Daß auf die Bankette zu viel Arbeit verwendet werde, glaube er nicht. Das Gras müsse beseitigt werden, nm die Straße zu entwässern und sie vor Verschmutzung zu schützen. Der Vorsitzende ist ber Meinung, baß die Straßen besser sein könnten. Er glaube, daß an ihrem schlechten Zustanb mit auch der Fortgang ber Feldbcreinigungen schuld fei; früher seien bic Kreisstraßen bestimmungsgemäß Verbindungswege von Ort zu Ort gewesen, jetzt seien sic eigentlich der große Schlauch, in den alle paar Hundert Meter ein Feldweg münde. Die Provinzialverwaltung bleibe bestrebt, eine Besserung ber Straßen int Rahmen des Möglichen herbeizuführen. Gras Solms-Laubach: Kleine Unterlassungssunben rächten sich gewöhnlich später. Wenn die vorhandenen Wärter die Arbeit nicht allein bewältigen könnten, müßten eben Hilfskräfte angenommen werden. Dann müßte auch ber Straßenmeister etwas mehr auf der Strecke sein. Neu gewalzte Sttaßen dürften erst freigegeben werden, wenn trockenes Wetter sei. Oekonomierat F a l ck - Friedberg bemerft, die Anforderungen an die Sttaßen seien gewachsen. Vor allen Dingen ruiniere der Automobilverkehr und besonders ber der Lastautos bic Straßen mehr als bic Feldbereinigung. Der Nutzen, ber ber Landwirtschaft aus den besseren Sttaßen erwachse, komme ber Allgemeinheit zugute. Kreisrat Schli c pHa ke-Friedberg bestätigt, daß die Feld- bereinigung mit zu bem schlechten Zustanb ber Kreissttaßen beitrage. Tic Kreisverwaltung freue fich, wenn bie Fclbbcreinigung zu staube komme, aber wenn sie ben Gemeinben biesen Vorteil zuweube, müsse man auch verlangen, baß die Abfahrten ordnungsmäßig unterhalten würden. Hauptfäckstich sei allerdings der 9lutomobilvcrkehr schädlich. Es wäre wünschenswert, wenn erreicht werden könnte, daß die von außerhalb in die Provinz kommenden Lastautomobile nicht so überladen würden, wie dies vielfach geschehe, oder daß die Besitzer wenigstens zu ?£bgaben herangezogen werden könnten. Die Lastautos machten den Geschäftsleuten Konkurrenz und ruinierten obendrein noch die Straßen. Auch die schmalen Felgen der Wagen setzen den Straßen zu. Sämtliche Kreise müßten sich vereinigen, um gegen derartige Dinge Vorkehrung zu treffen. Graf Solms-Laubach: Daß die Landbevölkerung der Wohltaten der Feldbereinigung teilhaftig werde, freue jeden. Aber dafür könne auch der Bauer einmal still halten und seine Reifen von dem Schmutz fteimachen, ehe er auf bic Straße fahre, damit die Kreissttaßc nicht verunreinigt werde. Das tue er jedoch nicht. Nur die schnellfahrenben Automobile schädigten die Straße und zwar besonders an den Sttatzenbiegungen. Zn Rubrik IV, 3 wird ein Antrag des Kreisamts Friedberg auf grundsätzliche Genehmigung des Baues ber Straße Rendcl—Gronbau als Kreissttaßc zurückgeslellt. Zu Rubrik IV, 4 beantragt Bürgermeister Al les - Nieber- Florstadt für btic Herstellung von Großpflaster in der Ortsdurchfahrt Vilbel einen Bettag vorzusehen. Kreisrat Schliephakc gibt die Begründung zu diesem Anttag. Der Vorsitzende erklärt, daß der Provinzialausschuß sich grundsätzlich gegen ben Anttag ausgesprochen habe. Der Provinziallandtag lehnt 'gegen 6 Stimmen ben Antrag ab. Kommerzienrat Hoos - Lauterbach bittet den Zuschuß aus dem Wasserwerk Inheiden nicht weiter zu ermäßigen, damit die Kreise Alsfeld und Lauterbach, bic von dem Elektrizitätswerk vorläufig nichts hätten, nicht schließlich erhöhte Umlagen zahlen müßten. Der Vorsitzende erwidert, baß dies auch bas Bestreben der Provinzialverwaltung sei. Ucbrigens sei diese ernstlich bemüht, an die Elckttizitätsversorgung der Kreise Alsfeld unb Lauterbach heranzugehen. Hierauf wirb der V o r a n sch l a g der P r o v i n z i a l k a s s e mit einer Einnahme und Ausgabe von 93 5 7 9 2,77 Mark genehmigt. Sodann wird ber Voranschlag des Wasserwerks burdiberatcn unb mit einer Einnahme und Ausgabe von 8 6 8 6 0 0 Mark genehmigt. 3. WahleinesMitgliebesunbeinesErsatzmit- äl i cb es des Provinzialausschusses. Für den verstorbenen Geh. Hofrat Professor Dr. Bicrmer werben bas seit- henge Ersatzmitglicb Oberbürgermeister Mecum als Mitglied für das von hier verzogene Ersatzmitglied Professor Dr. Friedrich, Landgerichtsdirektor Schmeckcnbccher und für Oberbürgermeister Mecum Forstmeister Tr. Weber- KonradSdorf durch Zuruf einstimmig gewählt. 4. Wahl eines Mitgliedes des Siechenhausausschusses. Anstelle des verstorbenen Geh. Hoftat Bicrmer wird Landgerichtsdirektor Schmeckenbecher einstimmig gewählt. 5. Anträge und Mitteilungen. Auf-Antrag des Vorsitzenden genehmigt bei- Proviuzialtag die vorgekvm- ittenmen unb etwa noch oorkommendcm Mweichungen von den pro jektmäßig festgelegten Leitiingslinien der Ucberlanbantagc. Baurat Schöberl mackst hierauf kurze Ausfüln'ungen über den Stand der Elekttizitätsverforgung unb bittet besonders, sich Um 9 Uhr traf her Friedrichshafen, 31. März be- Hartes 25 | *<1.8 31. «• ?:ii 42,9 ■I 744,7 7 1. L Fried berg, 21,1 ° ( in Beobachtungen der Station Gießen März April 1913 Hin von Wales bei Z c p p e l i 11. die zur Die int hiesigen Bahnhof angchaltenen Zweimarkstücks wurde ans gesprochen. 3 i d) selb st verraten hat der schon seit Jahren im Gerüche der MiltHieberei stehende Franko und schon verzollt ins HauS geliefert. Reiche Ntuster« auswahl umgehend. D7/«» Ga Hcnnsbcr^J Hast. I. M. d. deutschen Kaiserin, Zürich. Die Einziehung Februar d. I. an der Fah'rkartmcrusg abe stelle „Henneberg-Seide getreten sei. Trohdem habe das Ministerium nicht verfehlt, Eingabe des Hessischen Landesverbandes dem Reiä>sjustizamt Berücksichtigung bei den zurzeit schwebenden Erwägungen über zu ergreifenden gesetzgeberischen Maßregeln zu übermitteln. Das ist ein Erfolg, der nicht zu unterschätzen ist und klar Vüchertisch. — Im Verlage von Julius Springer, Berlin W 9, Link- straßc 23/24, ist soeben der neue Leitfaden zur Arbeiterversicherung des Deutschen Reiches erschienen. Er ist bearbeitet von Mitgliedern des Reichsversichernngsaintes auf Grund der NeichSversicherungsordnung. Sein Umfang beträgt 52 Seiten Oktavformat, der Einzelpreis 40 Psg. kalkhaltiges Lcituu g s wasser ist Prinz von Wales am Portal des Luftschiffbaugelündes ein, wo er von dem Grafen Zeppelin, dessen Neffen, Grafen Zeppelin jun., Direktor Colsmann, Obet- ingenieur Dürr und dwn übrigen Stabe des Grafen, empfangen wurde. Ts erfolgte zunächst eine Besichtigung der Fabrilationsräume. D-as Wetter hatte sich inzwischen sehr böig gestaltet. Tin kräftiger Föhn wehte über dem See. Von einem gemeinsamen Aufstieg wurde deshalb abgesehen. Um aber das Luftschiff dem Prinzen vorzuführen, wurde es aus der Halle gezogen und unternahm um 9 Uhr 45 Min. eilte kurze Fahrt, die sich «bis 10 Uhr 5 Mn. ausdehnte und über die nähere Umgebung des Luftschiffbaues erstreckte. Nach der Landung wurde die Besichtigung der Luftschiff- bauanlage fortgesetzt. Daran schloß sich eine Fahrt nach Manzell, um d'en dortigen Wasserflugzeugbau des Ober- ingenicur K ober zu besichtigen. Der Prinz von Wales war ans Stuttgart gestern abend um 8 Uhr hier ein getroffen und im Kurgarten-Hotel abgestiegen. Er speiste bei dem Grafen. Mann wurde heute morgen wegen des Verdachtes, einen anderen Mann zum Meineide bewogen zu haben, verhaftet. w. Nicder-Flor stabt, 31. Marz. Heute morgen gegen 9 Uhr fiel hier das 3 j ä h r i g e 3 öhnchen des Gastwirts und Metzgers Christian Koch, das von einem lOjähri- geu Jungen seinem im Feld beschäftigten Vater entgegen» gefahren wurde, in die Nidda. Ter Junge konnte dem Kleinen keine .Hilfe leisten und bis Erwachsene an Ort und Stelle erschienen, war der Kleine bereits im Wasser verschwunden und zunächst nicht aufzusinden. Erst mittags gegen 3 Uhr «gelang es, die Leiche des Kindes zu bergen. cineö am Gießener Strafkammer. Gießen, 28. März. Unter Ausschluß 'der Oeffentli chkeit wurde gegen den früherer Bürgermeister und Landwirt G. G. in Ober-Äöllsladt verhandelt. Er wird beschuldigt, an die Schwester eines MMchens einen Brief geschrieben zu haben, um eine Abtreibung zu veranlassen. Tie Strafkammer erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 3 Wockren. ist das übereimtinunenbe Urteil der llilV Hundertlausende, welche Naumanns „Faustring" Lanolinseiw benutzen. Stück 20 Psg., 5 Stück 85 Psg doch dürfte immerhin mit einer kleinen Verminderung der Weizen- läche zu reckmen sein. Was den Getreidehandcl wälTrend der der letzten 14 Tage anlangt, so sind bemerkenswerte Veränderungen nicht eingctretcn. Die Tendenz für Weizen auf dem Weltmärkte ist als stetig zu bezeichnen. Das Fehlen ruffifchcr Offerten sowie die Aufnahmefähigkeit West und Südcuropas verschaffen den Exportüberschüssen Nord- und Südamerikas guten Absatz, und von einem Ueberfluß, wie nach den hohen russischen Erntezahlen erwartet wurde, ist nichts zu merken. Eine wichtige Rolle spielen nach wie vor die Ansprüche Fvankreichs, bemerkenswert ist auch, daß die Balkanländer als Käufer für Mehl und Hafer austreten. In Deutschland hält sich das landwirtschaftliche Angebot infolge der Feldbestellung in engen Grenzen. Was Weizen anlangt, so geht das bessere Material fortgesetzt 3um Export, auch die Mühlen nehmen mehr Ware auf. Man fürchtet infolgedessen, daß, sich andienungsfähiges Material im Mai knapp machen dürfte, und da ausländischer Weizen sich wesentlich teurer stellt, so verhalten sich die Abgeb^r im Lieferungsgefchäst sehr reserviert. Tas Roggenangebot ist zwar auch keineswegs reichlich und ein großer Teil der Frühjahrszufuhrcn wird nach Hamburg abgelcnkt, aber es ist augenblicklich schwer, weitere Erport- abschlüsse zu erzielen, und so sammelt sich in letzter Zeit bet den Händlern Ware an, gegen die vielfach Lieferungsabgaben vorge- nommen werden. Im Hafergeschäft ist nur bezüglich der besseren Qualitäten, die zur Erledigung früherer Exportverkäufe gebraucht werden, eine Besserung festzustellen, während sich die immer noch reichlich offerierten geringeren Sorten nur wenig int Preise zu lieben vermochten. Ausländische Gerste ist nach wie vor vernachlässigt. Mais behielt ruhigen Verkehr: die 'Preise hielten sich Ans Stadt B18S& <&!$&» Gießen, 1. April 1913. er Hapke von Haiger nach Gießen und Ober-Bahnmeister Küpper von Gießen nach Frankfurt versetzt. Zur Eifen bahu-Direktion unter Ernennung zum Technischen Betriebskontrolleur wurde der Bahnhofs-Vorsteher Schilling von Wächtersbach nach Hengstey unter Beförderung zum Ober- Bahnhofsvorsteher versetzt: Materialien-Perw. Braun II. von Gießen nach .Hanau, Oberdalm-Asfistent Anton zum Materialien-Verwalter ernannt. Eisenbahn-Praktikaut Wehrst ahn, früher ('ließen, wurde von Flörsheim nach Beuthen, Lokomotivführer T e r 10 r von Betzdorf nach Gießen, Oberbahn-Asfistent Roll von Wetzlar nach Dillenburg Und Bastnsteifs-Schafsner Bösch von Gießen nach 'Siershahn versetzt. ** M aßna Y. menznrBc s ch a s s u n g 3 weiter H v p 0 - theken. Man schreibt uns aus Mainz: Der Landesverband der hessischen .Hansbesitzervereinc bat an das Justizministerintn in Darmstadr eine Eingabe gerichtet, die ££ 1123 und 1124 des BGB. aufzuheben oder zu ändern, sowie die 10 uird 57 des ZBO., mit dem Ersuchen um Weiterbeförderung und Befürwortung an bat: Reicksiustizamt. 'Das Ministerium bat Hierauf^an den diesigen Verband einen von richtiger Erkenntnis der Sachlage zeugenden Bescheid erteilt. Es sagt darin: Es lägen dem Reichs- sustizamt schon mehrere Eingaben gleicher Richtung von drei größeren Korporationen Deutschlands vor, auch fei die gewünschte Abänderung in den letzten Monaten wiederholt Gegenstand von Erörterungen in Zeitschriften und Zeitungen gewesen. Tie Reichs- tagsabgeordneten Dr. Arendt, Wermuth und Gen. hätten im Reichstag einen entsprechenden Antrag eingebrackt. Allerdings sei dieser Antrag in der Reichstagssitzung vom 13. Februar abgclelmt worden. Indessen habe aus Anlaß dieser Anfrage der Staatssekretär des Reichsjustizumts die Erklärung abgegeben, baß bas Reicksiustizamt eine eingehende Prüfung der Angelegenheit für geboten erachte und auch bereits in eine solche Prüfung ein- verinncbter. * Hinrichtung. Im Hofe des Landgarichtsgefäng- nisses zu Hanau ist heute früh 6 Uhr der 48 Jahre alte Fabrikarbeiter Georg Josef Koch aus Bergen bei Han tut durch den Scharfrichter Grvepler aus Magdeburg enthauptet worden. Koch hatte sich gegen feine eigene Tochter Elise in sittlicher Weise vergangen und sie dann aus Furcht vor Entdeckung am dritten Pfingsttage v. I. im Isenburger Walde erwürgt. wegen der Versorgung der Kreise Alsfeld und Lauterbach noch za gedulden. Die Verhandlungen feien int Gang. Ein Antrag Ibring Lick?, den Provinziallandtag abwechselnd in den Kreisstädten der Provinz abzuhalten, wird dem Pro vinzialausfchuß zur Prüfung der Rechtsfrage überwiesen, ^cr Vorsitzende schließt hierauf den Provinzialtag. ff nur direkt! — IB schwarz, weiß 11. farbig v. M5.1.15 an per Met., für Blusen u. Roben Kreis Friedberg. 31. März. Ein hiesiger vermögender ungefähr auf letzter Höhe. Es stellten sich die Preise für inländ. Getreide am letzten Mark ver 1000 kg wie folgt: Slim Waschen sehr ungeeignet, da die im Wasser enthaltenen, festen Bestandteile sich mit einem Teil der Seife zu einer nn- löslichen, schmierigen Masse verbinden, welche sich in der Wäsche festgesetzt und die sogenannten Kalk ober Fettläuse bildet. Bei hartem Wasser wird also von vornlierein ein Teil der Seife für die Wäsche unwirksam. Zum Enthärten^kalkhaltigen Wassers löst man eine Hand voll Henkels Bleich-Soda in etwas laiu warmem Wasser auf und vermischt diese Lösung mit dem Waschwasser. Wenn sich nach halbstündigem Stehen ein Bodensatz gebildet hat, so schöpft man das Wasser vorsichtig ab und erhält so ein vortreffliches weiches Wafser. Höchste Temperatur am <30.-31. März Niedrigste , » 30.—31. „ Niederschlag: 0,0 mm. Pest Avril 184.95 (— 5.25). Paris März 230.70 (4- 3.25) Liverpool Mai 165.70 (4- 2.75), Chicago Mat 138.10 (+ 1.75) Roggen: Berlin Mai 168.50 (- 0.75). Hafer: Berlin Mai 166.00 (Z- 2 25). Futtergerstc: frei Hamburg unverzollt schwim 1:5.00 (— 1.00). Mais La Plata schwim. 114.50 (—0 50). Mixed März 106.00 (— 0.00) Mark. zeugt, daß die Erkenntnis, daß der .Hypothekennot durch gesetzgeberische Maßnahmen geholfen werden müsse, sich Bahn gebrochen hat und Abhilfe zu erwarten ist. ** Vorführung von Scheibeneggen. Um den Sanbtrnrten Gelegenheit zu geben, die zirr Bodenbearbeitung heute vielfach empfohlenen und angebotencn Scheibeneggen im praktischen Betrieb' arbeiten zu sehen, veranstaltet die Landmirtschaftskammer Donnerstag, 3. April, in Lich eine Vorführung von Scheibeneggen. Die Land- toirte und Inter eff ent en find hierzu eingetabeu. Landkreis Gießen. — Lich, 1. April. Heute sind 25 Jahre verflossen, seitdem der Inspektor des Waisenhauses zu Frankfurt a. M., Konr. Müller, als Nachfolger seines Vaters, des Oberlehrers Müller, die Pflegestation. Lich leitet und die Verpflegung der ihm anb er trauten Waisen beaufsichtigte. Mit großer Pflichttreue und aufopfernder .Hingabe hat Herr Müller ein Vierteljahrhundert lang feines verantwortungsvollen Amtes geivaltet und es verstanden, sich die Hochachtung und Anerkennung seiner vorgesetzten Behörde, des „Pflegeamtes" und der Pflegeeltern, sowie aller derer zu erringen, die mit ihm an der Erziehung der Waisen zu arbeiten haben. Zur Feier des Jubeltages veranstaltete das Pflegamt des Waisenhauses im geschmückten Festsaale des Lestrlingssteimes zu Frankfurt ein Fest, zu dem das gefamte Pflegvmt, die Beamten des Waifenhaufes, die Deputationen der Pslcgstationen Lich und Bensheim, die erwuchfenen Pfleglinge in Frankfurt und viele andere erfchienen waren, nm dem Jubilar ihre Glückwünfche barzubringen. Das Pflegamt überreichte als Andenken eine prächtige Standuhr, die Pflegeeltern in Lich ließen eine künftlerifch aus- gefüstrte Adresse und die in Bensheim einen geschmackvollen Ruhesessel überbringen. — Geilshausen, 31. März. Am Sonntag abend konzertierte im Hillgä'.tner'fchen Saale eine Abteilung der Friedberger M i l i t ä r-A! u s i k s ch u l e unter Leitung ihres Direktors Schäfer. Die einzelnen Programmnnwmern wurden vorzüglich ausgeführt und bereiteten einen wahrhaften Genuß. Vefoubere Bewunderung wurde einem Rylophouisten gezollt, der auf feinem eigenartigen Instrument mit großer Fertigkeit spielte. Er mußte eine Zugabe machen. Markte. Gießen, 1. April. 9)1 a rflbeti d)f. Auf bentigem Wocheri- nwrkts Miete: Butter das Pfund 1,20—1.30Alk., Hühnereier 1 Stück 7—8 Psg„ 2 Stuck 00 Pfg., Enteneier 1 Stück 8—0 Psg.. Gänfeeier ISt. 10 Pf., Käse das Stück 6—8 Psg., Käsematte 2 Stück 5—6 Pfg., Tauben vr Tr. 0,80—1,00 9)1'., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Air., Halmen pr. Stück 1,50—2,50 Mk., Enten, pr. St. 2,00—3,00 Mk., Gänse das Psd. 70—80 Psg^ Ochfensleisch pr. P'd. 92—100 Pfg., Rindfleisch vr. Pfund 90—94 Pfg., Sluhfleifd) 80 Psg.. Schweiue- fleifcl) pr. Pfund 90—110 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 94—98 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 70—96 Psg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.00 bis 5.50 Alk., Weißkraut das Stück O0 bis 00 Pfg., Zwiebeln ver Str. 6,00—8,00 Alk., Milch das Liter 22 Pfg., ülüffe 100 Stück 50—60 Psg., per Ztr. 0—00 Alk., Birnen das Pfund 13 bis 15 Pfg., Aepsel der Zentner 15 bis 25 Mk. Marktzeit von 8 btS 2 Alsfeld, 31. März. Auf dem heutigen Vieh markt waren aufnctriebeii: 580 Ltück Scbiveine. Es kosteten das Paar 6-8 Wochen alle Ferkel 50-60 Alk., 8-10 Wochen alte werkel 60—80 Mk., 10—12 Wochen alte das Paar 80—100 Mk., Läufer das Paar 160-130 Mk. Der Handel ging sehr flott, der Markt wurde geräumt. r r — Herborn, 31. März. Au, dem heut» abgehaltenen vierten diesjährigen Markte waren aufgetrieben 130 Stück Rindvieh und 687 Schweine. Es wurde bezahlt für Feltvieh und zwar Ochsen 1 Qualität 95-98 Mk., 2. Qualität 93-95 9)11., Kühe und Rmder 1. Qualität 90-92 Mk., 2. Qualität 85-88 Mk. für 50 Kilo Schlachtgewicht. Aus dem Schweinemarkt kosteten Ferkel 60 bis 80 Mk., Läufer 85—110 Mk. und Emlegfchweme 120—170 Mk. das Paar. Der nächste Martt findet am 14. April statt. Briefkasten der Redaktion. («nouhme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) Der Artikel „Lich als Garnisoustadt" in unserer letzten Freitag-Nummer Hal nicht den Standpunkt unserer Zeitung bat» tun sollen. Die beiden darin zusammengestellten Zuschltften waren vielmehr für Die „Eingefanot"-Rubrik bestimmt gewefeu, sind aber infolge eines Versehens in den lokalen Teil gestellt worden. Wir werden dieser Tage nochmals auf die Angelegenheit 511 sprechen kommen. _____ handel nn- Verkehr, Volkswirtschaft. x Nibda, 31. März. Die Aktionäre des Vorschuß - und K r -e d i t v e r e i n s A.-G. zu Nll>ba versammelten sich am Samstag abend in bei: Traube zu Nidda, um den alljährlichen Bericht des Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Kommerzienrat Ä. W. Clovs in Mbda, über die Bilanz und den Geschäftsgang des verflosfeuen Jahves entgegenzunehmen. ES war erfreulich, zu. hören, baß die Kapitaleinlagen auch in birfem Jahr wieder in guten Anlagewerten Verwendung gefunden hatten, zu deren Sicherung 213 000 Marl' durch angefammelte Reserven und das eingezahlte Aktienkapital zur Verfügung stehen. Als Dividende für 1912 wurden 6 Prozent vorgeschlagen, was die Zustimmung der Versammlung fand. Nacktem in der letzten Zeit fo viele traurige Schilderungen über unsere ländlichen hessischen Kreditinstitute die Tagesblätter durcheilten, wird es besonders wohltuend empfunden werden, loenn hier eines gut fundierten gefunden Unternehmens Erwähnung getan werben kann, bem die Einleger mit Ruhe ihre Ersparnisse an- vertrauen können. - - Auch die Höhe der Verzinsung dieser Spareinlagen mit 4 Proz. werden viele mit Freuden begrüßen. Dieser hohe Zinsfuß tonn jedoch nur dadurch bewilligt werden, daß der Verein mehr zum Wohl seiner Vaterstadt als für die Taschen der Aktionäre zu arbeiten bestrebt ist. Getrewe-Wochcnbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vorn 18. bis 31. März 1913. Tic erste diesjährige Erhebung der Preisbcrichlsftelle über den Felderstand im Deutschen Reich läßt erkennen, daß die Saaten verhältnismäßig gut durch den Winter gekommen find, fo baß bic hier unb ba erforderlichen Umpflügungcn im Verhältnis zur Gesamtfläche nur wenig ins Geivicht fallen. Die Ende 'Jconcmber und im Dezember nntergehrachten Saaten sind natürlich weniger gut entwickelt als die früh bcstclltcn, doch werden die Pflanzen im allgemeinen als gesund und cutwick- lungsfähig bezeichnet. Ter durch bic Ungunst bes Herbstw-ettcrs bcbrngtc Rückstanb bei der Bestellung wurde teils im Dezember, teils durch vermehrten Anbau von Svmmeiweizen ivettgemacht, Freudiger kreist das Blut durch die Adern und schöner malt sich Dir die Welt nach bem Genuß der echten Kota-Pastillen Marke Dattmann (Dallkolat). Dann wandre fröhlich Deine Straße, Du bist gefeit gegen llebermübung und Reizbarkeit. Der Frohsinn ist Dein Gefährte. Eine Schachtel Dallkolat Mk. 1.— in Apotheken und Drogenhandlungen. v'V-, Jedenfalls in der Universität^- u.Hirsch-Apothekc. ?rcrner: Adler- Drog., Eenlral-, Kreuz-, Löwen u. Gerinania-Trog. fowic Ernn Rvll. Atourer G. Ph. G. von Vill-el, als et mit dem Jagdaufseher G. von Bergen angetrnwken in einer Wirtschaft in Vilbel saß. Die Beweisaufnahme, die sich auf 20 Zeugen erstreckte, ergab |o viel Belastendes, daß .die Stomimcr den 9kngellagten des gewerbsmäßigen Wilderns für schuldig erachtete und ihn M. einem Jahr Gefängnis pemriciltc. Bei Bestimmung der Höhe der Strafe wurde namentlich berücksichtigt, daß der Angeklagte ^wiederholt gesprächsweise gegen Jagdaufseher und die Gendarnren Drolmngen ausgestoßen hörte. Von der inerteren Anklage des Diebstahls eines GewelcrS nnb der Unicrschlagnng einer Patrone wurde der Angcklache freigesprocheu, da das Gericht eine rechtswidrige Zu- '.ignungsabsicht nicht für festgestellt erachtet?. ICircbe un- Sdnik. rm. Darmstadt, 31. März. 'Bischof Dr. Kirstein traf am Samstag von Mainz hier -ein und hielt gestern aus Anlaß her Erstkommunion ein Hochamt ab. Auch heute wurde Hochamt unter Mitwirkung des Kirchengesangver- eins und der Kapelle des Art.-?Regts'. Nr. 61 abgehalten. "Nach einer Predigt wurde 440 Angehörigen hiesiger und benachbarter Pfarreien das Sakrament der Firmung ge- fp endet. ___________________ Attwerdäts-Nachrschten. — Staats unb rechtswiffenfchaftlicherFort- b i I b u n g § C u 1 f u S für G e r i ch t s a f f e f f 0 r e n. Im Verfolg ber allgemeinen Verfügung vom 3. Juli 1912 finbet auf 93er- aulasfung bc§ Justizministers mit Unterstützung des Kultusministers in der Zeit vom 24. Avril bis 7. August b. IS. in Berlin ein staats- unb rccbtSwiffenfchaftlidicr FortbildimgskiirfuS statt. Der Kurfiis zerfällt in einen rcchiswifscnfchaftlicheu unb einen ftaatS» tviffenfdiaftltdien Teil. BefoubcrcS Gewicht ifl bei den Reckits- iv i f i e 11 f ch a f t e n darauf gelegt Ivordeii, baß Probleme zur Erörterung Gelangen, über die sonst eine Unterweisung schwer möglich ist. Zahlreiche namha'te Juristen haben die Gelegenheit ivahr» qenonnnen, baS Nachstnbium der Assessoren in dieser Hinsicht zu fördern. Der Stu bi en plan ist vor kurzem evidneueu unb in von der Geschäftsstelle des Kursus (W. 56, Sd)inkelplatz 6) unentgeltlich zu beziehen. Weizen Roggen Hafer Königsberg - (- ) 160 (4- 153 (- ) Danzig 206 (— ) 160^(4- 1) 170 (— 3) Stettin 190 (+ 2) 155 (4- 1) 155 (4- 1) Pofe». 189 (+ 4) 156 (4- 1) 152 (- ) Breslau 190 (- ) 158 (- ) 154 (— ) Berlin 199 (4- 3) 161 (- ) 193 (- ) Magdeburg 194 (4- 4) 160 (4- 1) 177 (+ 1) Halle 199 (4- 4) ' 163 (-4- 1) 184 (4- 4) Leipzig 197 (4-2) 163 (4- 1) 180 (- ) Dresden 198 (+ 2) 160 (— 1) 174 (— ) Rostock - (- ) 154 (- 4) 152 (- 3) Hamburg 202 (— ) 169 (— 1) 185 (- ) Braunschweig 198 (— ) 170 (— ) 162 (— ) Düsseldorf 211 (4- 3) 178 (4- 2) 180 (— ) Köln 209 (- ) 173 (- 1) 182 (- ) Frankfurt a. M. 209 (+ 2%) 1771/, (- ) 185 (— 5) Mannheim 215 .(- ) 180 (4-2*/..) 180 (- ) Straßburg 225 (+21/,) 182*/2(— ) 190 (— ) fDh’indien 218 (— ) 175 (— 2) 176 (— 2) Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai 208.75 (4- 0.50), Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Wind- richlung Windstärke Grad der Bewölkung hi Zehntel der slchto. Himmelsfl. Wetter 20,6 69 38 8 2 1 Sonnenschein 13 9 8.5 71 W 2 10 Bed. Himmel 10,3 7,3 78 SW 2 10 Regentropfen Ularkken- und Veranden=Sfoffe Teppich- und Sardinen-Haus Emst Bloedner Iladlf Segründef 1883 Snh. W. Docfer Telephon 172 £>□ S<3 aV< W L' a Chautfsur-Schüle mit Stellennachweis J o 0 □ V a □ o CO a es aVa ü Hessische Automobil-Zentrale 0 v Süd-Anlage 7 D □ pilo ift überall zu haben! West-Anlage 48 West-Anlage 48 Königlicher' Amtsgericht. II)'', [B>/. D3*/3 Walter. D1/, Färbe zu Hause Sachgemässe Ausbildung wird gewährleistet Prüfungen werden hier vorgenommen. Beste Gelegenheit zur Ausbildung als Herrenfahrer oder Berufs- Chauffeur :: Anmeldung kann jederzeit erfolgen. Lose hierbei Rich.Bnch- ackcr. Kgl. Pr. Lott.-Einn. Schale für höheres Klavierspiel Der Waldvorstand. Gerhardt. £ o - c ü nur mit echten . HeitmannsFarben Schuhmarke: Fuchstopf im Stern Jede Schuhcreme habe id> probirt Bekanntmachung. Die Landwirtschaftskammer für das Groß- ^ei'aüßtum Hessen veranstaltet bei entsprechender Witterung in Donnerstag, d. 3. April 1913, nachm. 23/.t Uhr eine nr«We MMrunff non LcheibeneWeii. Zusammenkunft zu oben angegebener Zeit am Hauptbahnhof zu Lich. Landwirtschaftskammer für d. Großherzogtuni Hessen. und bei Pilo bin ick geblieben. Qualität und Ausgiebigkeit find hervorragend. Lehrfächer: Gehörbildung, Musikdiktat. Primavista-Singen, Theorie der Musik, Harmonielehre. Elementar- Klavierspiel,Höheres Klavierspiel, Solo, Ensemblespiel, Hebungen im Begleiten. — Für die fünf ersten Lehrfächer können auch Hospitanten zugelassen werden. Anfang des Sommer-Semesters 1913: Montag, den 7. April. Festsetzung des Stundenplanes Dienstag, den 1. April, nachmittags 2 Uhr. [2108 Billetsteuer. Unter Hinweis aus die nachfolgenden Bestimmungen der ani L April d. Js. in Kraft tretenden OrtSsatzung über die Billetsteuer uom 13. Februar 1913 wird hierdurch bekannt gemacht, das; Vordrucke für die nach § 6 einzu- reichenden Anmeldungen und 21aäiweisungen arrs dem Stadtbaus. Zimmer 9, erhältlich sind. 8 6. Der Unternehmer hat dem Oberbürgermeister die Veranstaltung spätestens 24 Stunden vor ihrem Beginn schriftlich anzuzeigen. Er hat seiner spätestens an dem auf die Veranstaltung folgenden Vormittag dem Oberbürgermeister ein Verzeichnis der verkauften Eintrittskarten, nach der Höbe der Preise geordnet, oder, wenn Karten nicht ausgegeben wurden, den Gesamterlös der Eintrittsgelder schriftlich mitzuteilen und spätesten-' an dem ersten, aus die Veranstaltung folgenden Werktage die Abgabe an die Stadtkasse zu zahlen. Die Abgabe für die VorauSnüete der Plätze für wiederholten Besuch ist spätestens am 1. Werktage nach der ersten Veranstaltung, für die die Borausmiete gültig ist, für die ganze Dauer der Vorausmiete an die Stadt- kaffe zu entrichten. Spätestens an demselben Tage ist dem Oberbürgermeister ein Verzeichnis der voraus, gemieteten Plätze, nach der HShe der Preise geordnet, zu übersenden. § 7. Ans Anordnung des Oberbürgermeisters ist ein von diesem zu bestimmender Betrag als Sicherheit für den Eingang der Abgabe vor Beginn der Veranstaltung vorbehaltlich späterer Abrechnung bei der Stadtkasse cinzuzahlen. § 8. Der Oberbürgermeister kann zur Ueberwachung des richtigen Eingangs der Abgabe jederzeit selbst oder durch Beauftragte die Bucher und sonstigen Unterlagen des Unternehmers einsehen und alle Massnahmen treffen, die ihm zur Sicherung des Steueranspruchs zweckdienlich scheinen. Insbesondere kann er den Berkans der Eintrittskarten uub die Veranstalttmg selbst überwachen lassen. § 9. Wer den Vorschriften dieser OrtSsatzung zu wiederhandelt, wird mit Geldstrafe bis zu 500 Mark bestraft, sofern nickt nach anderen gesetzlichen Vorschriften eine höhere Strafe verwirkt ist. Die hinterzogene Ab gäbe ist nackzuentrichten. ‘ fß•/. Konkursverfahren. Neber das Vermögen der oneuen Handelsgesellschaft Karl Lenz & Co. in Hirzenhain — Dillkreis — wird heute am 22. März 1913, vormittags 11 Uhr, das KonturS- venahren eröffnet. Der Rechtsanwalt Stein in Dillenburg wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkurstorderungen sind bis zum 22. April 1913 bei dein Gericht anzumelden. Es wird zur Beschlussfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wohl eines anderen Verwalters sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschuffes und eintretendenfalls über die im tz 132 der Konkursorduung bezeichneten Gegenstände — auf den 10. April 1913, vormittags 9'/. .Uhr - und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf den 6. Mai 1913, vormittags i.*. > Uhr — vor dem unterzeichneten Gerichte — Zimmer 3 — Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sacke in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegebeu, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auf erlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 3. Avril 1913 Anzeige zu machen. Dillenburg, den 22. März 1913. öe *' 1 55 / 10 Nutzholz-Verkauf Mittwoch, den 2. April d. I. sollen im Gemeindc- wald zu Fronbaufcn 22 Fstm. Ekchenstämme 70 Fstm. pickten und Kiefernstämme 300 Stück Fichrenstangen 1., 2. und 3. Kl. auf Ort und Stelle verkauft werden. Zusammenkunft im Wackenloch vormittags 9 Uhr. Fronhaufen a. L>, am 28. März 1913. Utbermorgt» Ziehung der Gießener Pserdemarkt-Lotterie sind bei allen bekannten m ypfcöertäufcrn zu haben. 1 x - General-Vertrieb Richard Vuchacker, Neuen Baue 11. Für Porto u. Kiste 25 Ps. mehr. Nachnahme 20Ps.teurer. I2™ Darmstädter Pädagogium (M. Elias) ss12/", einzige staatlich konzess. Privat-Knabenschule am Platze. VI—la aller höheren Schulen, verbünd, mit Internat. Privatzimmer, keine Schlaffäle cherzl.Familienlebenl. Bes. erfolgreiche Vorbereitung zum Einjährigen, Prtmancr und Abitur.-Eramen, da nur erstkl. bewährte Lehrkräfte — Professoren, Oberlehrer re. — keine Kandidaten, unterrichten. Kleine Klasse». Individueller Unterricht u.Erziehung. Garten, Spielplatz, Spaziergänge. Erstkl.Empsehl.vonElternu.Behörden. Ltamm- null Niitzhölzversteißmikß. Dienstag, den 8. Avril, vormittags von 10 /, Ubr ab, werden in den Distrikten Todtenberg, Fortbachseck, ^^^0"Unner, Heege, Nieder-Seilbach usw. versteigert: Stämme, Eichen: 1 Stück 2. Kl. --- 1,00 Fstm., 8 Stück 3. Kl. — 6,42 Fstm., 19 Stück 4. Kl. = 11,19 Fstm., 14 Stück 5. Kl. = 6,17 Fstm., 55 Stück 6. Kl. = 13,88 Fstm. Stämme, Buchen: 1 Stück 3. Kl. = 0,41 Fstm., 4 Stück 4. Kl. = 1,60 Fstm. Stamme, Kiefer»: 1 Stuck 3. Kl. = 0,56 Fstm., 2 Stück 4. Kl. = 1,27 Fstm., 3 Stück 5a Kl. = 0,67 Fstm., 13 Stück 5b Kl. — 3,46 Fstm. Derbstangcn: 19 Eichen — 0,18 Fstm. lDeickselholz). Beginn im Distrikt Todtenberg: weitere Auskunft erteilt Grossherzogl. Forstwart Bing zu Treis a. d. Lda. Treis a. d. Lumda, den 31. Dtärz 1913. Grossherzoglicke Oberförsterei Treis. I Achtnng!| ® Wollen Sic gute und • • billige |Apfel$iiei! • kaufen, so gehen Sie in • • ben z 8 Spanischen Garten § G Bahnhofstrasse 48 5 • und Kirchenplatz 11 • m Telephon 932 • ® ® w Lieferung frei ins Hans. • z Valencia-Apfelsinen • « dünnschalig und saftig • « 10St.25Pfg. bis Mk. 1.10 • 8 Blut-Apfelsinen 8 2 lDoppel-Blut» 10 Stück 2 e 60 Pfg. bis Mk. 1.20. ® ® Täglich frische Sendung $ ® franz, und holländischen J sKopf-Salat • v Für Wiederverkäuser ® enorm billige Preise, g Z 02577] R. las(>. « Ziehung 8„ 9., 10., II. u. 12. April ßtltletterie zum Ausbau der Vesto COBURG 17553 Geldgewinne - Mark: 300000 100000 In Giessen: Buchacker, Flimm, kgl. pr. Lott.'Einnehmer, ferner bei: Jacob Dann, Job. Faber, Zigarren Jmv., Ernst Jung, Martin Krug, Zig. Imp., W. Ruppert II. und W. Scmmler. b,0/s Konkursverfahren. Ueber das Vermögen der Firma Karl Stückrath, Inhaber Kaufmann Karl Stückrath von Gießen, wird heute, am 31. März 1913, vormittags IP/j Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Louis Althoff in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 19. Zlpril 1913 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschuffes und eintreienben Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Samstag, Den 26. April 1913, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 18, Termin andern umt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse «£ODOO I |@™e5DOD| I tosea.iJilK^eÄe^^l E Loiterie仫üiilijfl.h.H.£8SBiiflch.| Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Giessen. Die Litte über die vom 1. April 1913/14 zur Pflichtfeuerwehr Herauzirzicbeuden liegt von heule ab acht Tage lang zur öffentlichen Einsicht im Stadthaus — Zimmer Nr. 2 — aus. Einwendungen dagegen sowie BesremugSanträge können während dieser Frist vor gebracht werden. Be^, freiungsanträge gemäss Artikel 11 Absatz 3 der Landes-/ seucrlöschordnung (Verhinderung wegen öffentlicher Be- russpfflcktl müssen durch eine Bescheinigung der vorgesetzte» Dienstbehörde des als pflichtig in Anspruch genommenen begründet sein, die unzweideutig ausspricht, dass derartige Verhinderung vorliegt.______________________________B1/« Die Lieferung von Eisenkonstruktionen für die Heber landanlage soll öffentlich vergeben werden. Die Masszeichnungen und Bedingungen können im Verwaltungsgebäude der Elektrizitätswerke, Lahnstr. 28, Zimmer Nr. 4, eingesehen und gegen Erstattung von 2 M. bezogen werden. Angebote sind biß zum Montag, öen 7. Agril d. Zs., oomittags 11 vhr, mit entsprechender Aufschrift versehen, emrureichen. Alle noch rückständigen Rechnungen über Arbeiten und Lieferungen, die in der Zeit vom 1. April 1912 bis 31. März 1913 für das Tlefdauamt erfolgten, sind bet Meldung der Aichtberücksichtigung bis spätestens 1. Mai d. Fs. in doppelter Ausfertigung unter Beifügung der Bestellscheine beim Tiefbauamt einzureichen.____________________Bl/< Alle noch rückständigen Rechnungen über die für städtische Gebäude im Rechnungsfahr 1912 (1. Avril 1912 bis 31. März 1913) ausgeführleu Zlrbeiteu und Lieferungen sind bei Meldung der Nichtberücksichtiguug bis spätestens 1. Mai d. Js. in doppelter Ausfertigung an das städtische Hvckbauamt eiuzureichen._________________________B14 Die nachstehenden Arbeiten zur Herstellung von Einfriedigungen beim Neubau der Oberrealschule sollen Samstag, dcu 12. April d. Js., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. 1. Steiuhauerarbcit, darunter ea. 26 cbm Lungsteine , 21 qm Bossenguader lBasaltlava). 2. Schlostcrarbciten (3 Vofc). 3. Weissbinderarbeiten. , Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen ans dem städtischen Hochbauamt zur Einsicht offen. V Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin dorthin einzureichen. — Zufcklags- frift 3 Wochen. _______________________________ bi/4 Die zur Unterhaltung der Gebäude der städt. Kaserne erforderlichen Weissbindcrarbeiten 'ollen Montag, den 7. 'Avril d. Js. vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen ans dem städtischen Hochbauamt zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Termin dorthin einzureicken. Zufchlagsfrist 14 Tage. [B1. 10000 - 5000 o von und Mrtm Fenster sofort' gesucht. 2218 51 l. Wokunirg (freie Lane) SelterSweg 41. 2059 Blcichstratzc 4. 2011 «rcundliih mijM.jiinintr 3it vermieten. 11944 Fuhren gesucht. [2205 Wer liebt Näheres im Laden. (30 sofort gesucht. 2203 tagsüber gesucht. 02590 tcybnnitr. 42 vart. LehrrnMcn Ä!Ä!-.rA Emil Karn im 1837 früher zu verm. zu vermieten 02504 pack, Alieestr. 22. 2217 Scltcrsweg 81-/„ HI. 02534] Ästerweg 2. 02172 Damenrad, fast neu zu ver kauf. Seltersw. 68a III. 216« 102573 zu verkaufen. 102600 Dammstratzc 43 III. Laden I iofort zu vermiete 211«) Babnhofttr 27. Gebrüder Berdux Bahnhofstr. 27 Fernsprecher 231 gesucht. 2159 Telephon 230. [1774 Vermietungen Empfehlungen Kauf gesu ehe Stellenangebote Verschiedenes. 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