Kr. $52 Zweites Blatt General-Anzeiger für Oberhessen Erscheint »glich mit Ausnahme des Sonntag». Die „Siehencr ZamilienbläUer" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das wKrtisfclrttt ffi; den Ureis Gießen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit« kragen" erscheinen monatlich zweimal. Mittag, 9. Juni M3 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, (Sicßciu Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« ftrayc 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AiizeigecGicven. hundertsahrfeier des Infanterie-Regiments Baiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. M zu Gießen vom 7.-9. Juni 1915 „ r , Gießen, 9. Juni. Wehende Zahnen und schmuckes Tannengrüu verkünden, das; Gießen wieder ein großes nationales und vater- städtrsches Fest feiert. Unser Regiment, das seit Jahrzehnten lner garnisoniert und mit der Bürgerschaft eng ver- lvachsen ist, begeht in diesen Tagen seine Hundertjahrfeier Aber nicht nur das Regiment und die ehemaligen Regi- mentsangehörigen feiern den Gedenktag, auch die gesamte Bürgerschaft nimmt Anteil an diesem Ehrentag, was in ganz hervorragender Weise durch die prachtvolle Schmückung der Stadt zum Ausdruck gekommen rst. Vom Bahnhof bis in die Stadt zum Selters- tor und zur Wieseckbrücke in der Bahnhofstraße stehen mit Girlanden verbundene Fahnenmaste, eine hübsche via triumphalis bildend. Auch in der Kaiser- Allee ist eine ähnliche Anlage geschaffen. Besonders nett nehmen sich die Torhäuschen in ihrem hübschen Schmuck aus. Die öffentlichen Gebäude und zahlreiche Privat- 'gebäude tragen reichen Flaggen sch muck, imb selbst die Straßenbahnwagen haben außer den sonst üblichen Fähnchen reichen Girtandenschmuck und elektrische Jllumina- tionslämpchen. Der Empfang am Bahnhof. Am Samstag nachmittag hatte der Empfangsausschuß sich am Bahnhof eingefunden, um die von auslvärts kommenden Festteilnehmer zu empfangen. Nach herzlicher Begrüßung wurde in die Stadt eingezogen und nach dem Hotel Einhorn marschiert: die Offenbacher Gäste rückten mit klingendem Spiel ihrer 168er Kapelle ein. Vom „Einhorn" wurden die alten Krieger in ihre Quartiere geleitet, und dann gingen sie zumeist zum Festplatz. Empfangsfeier in Steins Garten. Um 7 Uhr fand in Steins Garten der Empfang der ehemaligen Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten durch das Offizierkorps statt, wozu sich auch die Vertreter des Staates und der Stadt eingefunden hatten. Oberst v. Trott« gen. Treyden entbot den Erschienenen herzlichen Willkommen grüß, indem er etwa ausführte, es freue ihn, daß die Liebe zum Regiment so viele Gäste hierhergeführt habe, darunter manche, die hier ihre Leutnantszeit verlebt hätten. Ihnen zu Ehren prange Gießen in seinem schönsten Schmuck, in bunten Fahnen und frischem Grün, und das sei hoffentlicb eine gute Vorbedeutung für die Tage, die mau nun festlich hier begehen wolle. 'Nach nochmaligem Tank für die zahlreiche Beteiligung brachte er ein dreifaches Hurra aus die alten Regimentskameraden aus, das lebhaft ausgenommen wurde Im Namen der Provinz überbrachte Provinzialdirektor Geheimerat Tr. U s i u g e r, begleitet von mehreren Herren der Provinzialverwaltung, folgenden Glückwunsch der Provinz Oberhessen: .Hochgeehrter Herr Oberst? Meine sehr geehrten Herrn vom Osfizicrkorps! Die Provinz Oberhessen, vertreten durch miet' und die mit mir erschienenen Herren der Provinzialverwaltung, entbietet Ihnen hiermit herzlichsten Gruß aus Anlaß des einhundertjähriacn Bc stehens des Regiments. Eng verwoben mit seiner Geschiehte und seinen Geschicken, wird weiten Kreisen dieses Landesteils der morgige Tag gleichfalls ein Festtag sein. Die alten Heerscharen sind in Hellen Haufen wieder zu den Fahnen geeilt, und der junge Nachwuchs harrt von Jahr zu Jahr des Rufes, um sich, einmal eingereiht unter die alten Fcldzrick>cn, in hingehender Treue der Vorfahren würdig zu erweisen. Die Gesehichte des Infanterie-Regiments Nr. 116 ist ein Stück Oberhessischer Geschichte. Die glorreichen Tage, die darin verzeichnet stehe?,, sind Blätter in dem Ruhmeskranz, den sich die Nachkommen der allezeit kämpses- und siegesfrohen Chatten in schweren fürs deutsche Vaterland durchkämpstcn Zeiten ums Haupt flechten durften. Tic Erziehung Mr Mann und Wehrhaftigkeit, zur Furchtlosigkeit und Pflichttreue, die zahlreick-cn Geschlectttern hier zuteil geworden ist, sind Früchte der unermüdlichen Arbeit derer, die, als Offiziere und Unteroffiziere dazu berufen, im Regimentsverband mitgewirkt haben an dem erhabenen Ziel, Deutschlands Wehrkraft zu erhalten als Eckpfeiler unserer nationalen Existenz und nimmer zu rasten und zu ruhen in dem Gedanken „Allezeit treu bereit, für des Reiches Herrlichkeit". Aus diesen Empfindungen heraus begleitet die Provinzial- verwaltting die Zentenarfeier des Regiments mit aufrichtigen, warm empfundenen Wünschen. Als eine Ehrenpflicht erscheint es ihr, diesen Wünschen aua? einen äußerlichin, das gesprochene Wort überdauernden Ausdruck zu verleihen. Das Angebinde, das wir bringen, soll, losgelöst von dem Gefühl des „Bedachl- werdens", stiftungsgemäß sozialen Bedürfnissen und idealen Zielen des Regiments in allen seinen Graden und Gliedern dienen. Die hierüber aufgenommenc Urlünde, hochverehrter Herr Oberst, lege ich hiermit in Ihre Hände. Sic lautet: „Auf einstimmigen Beschluß des Provinzialtags werden dem Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm" (2. Großh Hess. Nr. 116 zu Gießen aus Anlaß seines 100jährigen Bestehens als Ehrengabe der Provinz Oberhessen Siebentausend Mark überwiesen, wovon bestimmt sind: Fünftausend Mark als Beitrag zu einem Fonds für Urtterstüßung von im Dienst zu Schaden gekommenen Unteroffizieren und Mannschaften des Regiments, zweitausend Mark zur Einrichtung und Ausstattung eines Zimmers für wissenschaftliche Vorträge in der Zcughaus- kasernc." Möge das von der Provinzialvertretung freudig Gespendete feine Zwecke „Leid zu mildern und geistige Veredlung ju fördern" zu seinem Teil erfüllen. Möge es aber Mich ein Symbol der ausgezeichneten und von gegenseitigem Vertrauen getragenen Beziehungen sein, die von Anfang an bis heute zwischen den Vertretern der Bevölkerung dieser Provinz und dem Regiment bestanden haben und die auch in Zukunft zu pflegen uns eine angenehme Pflicht sein wird. Er überreichte dabei die künstlerisch cmsgestattete Urkunde in einer schönen 'Kapsel dem Regimentskommandeur. Oberstv. Trott« dantte im Namen des Offizierkorps rür die zur Einrichtung eines Vortragszimmers gestiftete Zpende, indem er darauf hinwies, daß Geheimerat Tr. Usinger bereits Gelegenheit gehabt habe, sich von der zweckentsprechenden Verwendung der zur Verfügung gestellten '5.V.mmc äu überzeugen. Auch für die zum Besten der Unter osfrziere und Mannschaften gestiftete Hochherzige Spende, die dazu bestimmt sei, manches Leid zu lindern und manche Trane zu trocknen, danke er herzlichst. Tausend und aber tausend Söhne der Provinz Oberhessen seien durch die Hände der Offiziere und Unteroffiziere gegangen, und es ',ei allezeit ihr Bestreben gewesen, die Leute zu guten Soldaten zu erziehen, zur Liebe zum Landesherrn und zur Liebe zur Heimat. Es freue ihn, daß das bei dem vorzüglichen Mannschaftsmaterial, das Pie Provinz stelle, nicht allzuschwer sei. Tie Frische der Soldaten habe nicht nur der frühere kommandierende General, Exzellenz v. Eichhorn, bei seiner letzten Besichtigung hoch anerkannt, sondern auch der Chef des Regiments, der Kaiser selbst, der sich bei seinem letzten Besuch sehr zufrieden gezeigt habe mit der Truppe. Er hoffe, daß das gute Einvernehmen zwischen Provinz und Regiment auch fernerhin bestehen möge. Glückwunsch der Universität. Tarauf übermittelte der Rektor, Prof. D. Eck, die herzlichsten Glückwünsche der Universität. Es sei nicht eine Pflicht, das Regiment bei seiner Hundertjahrfeier zu begrüßen, so etwa führte er aus, sondern eine Freude und Ehre, und er brauche wohl auch kaum zu sagen, wie herzlich die Bande seien, die Universität und Militär verbänden. Er wage zwar nicht zu sagen, daß die studierenden Einjährigen die besten Zuhörer seien, aber wenn die jungen Leute zur Zucht und zu gesunder körperlicher Tüchtigkeit erzogen würden, dann wäre auch späterhin ein Gewinn für 'die Wissenschaften vorhanden, wenn der Leib gestählt sei. Zum sichtbaren Zeichen der guten Beziehungen überreiche er ein kleines Andenken und er hoffe, daß sich das schlichte Antoniterkreuz mit dem stolzen Namenszug des Regiments gut vertrage. Er überreichte dabei einen silbernen Teller, der außer der Widmung das Wappen der Universität und den Namenszug des Regiments in kunstvoller Ausführung enthält. Oberst v. T r o t t a dankte mit herzlichen Worten für die prächtige Gabe, die das Offizierkorps aufs freudigste überrascht habe. Tie Herren vom Regiment wüßten genau, wieviel Anregung sie dem Lehrkörper der Universität zu verdanken hätten, und er hoffe, daß die herzlichen Verhältnisse zwischen Regiment und Universität auch weiterhin bestehen möchten. Danach verlas Oberbürgermeister Mecum, der in Begleitung der Beigeordneten erschien, folgendes Glückwunschschreiben der Stadt. An das Jnfantcric-Rcgi ment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 Gießen. Namens der Stadt Gießen und ihrer Bürgerschaft und kraft bcwndcren Auftrags der Stadtverordneten Versammlung beehren wir uns, dem Regiment unsere herzlichsten Glückwünsche zur Jubel Teter seines hundertjährigen Bestehens auszusprechen. Die Stadt ist stolz darauf, das; |ic ein Regiment mit so ruhmrcichr Ver gangenbcit in ihren Mauern beherbergen darf. Wir wissen, daß das Regiment — wenn der Kriegsherr ruft — jederzeit sich dem Vaterland opfern und dem früher errungenen Siegeslorbeer neue Reiser hinMfügcn wird. Wir sind ihm dankbar, daß es in mühevoller unentwegter Friedensarbeit sich stets für den Ernstfall bereit hält und damit dem Reich die Segnungen des Friedens sichern hilft. Wir danken ihm ferner dafür, daß es in den langen 4.) .v,obren, die wir die Ehre haben, das Regiment als unser Regiment bezeichnen zu dürfen, stets den größten Wert auf die Erhaltung vorzüglicher Beziehungen zur 'Stadtverwaltung und ztir Bürgerschaft gelegt hat. Wir Jjoffen und wünschen, das Regiment möge noch viele, viele Jahre bei uns heimisch bleiben, unter der Leitung eines tüchtigen Offizier lörvs mit vslicksttreuen, opsersreudtgen Unteroffizieren und .Maunsckmften seinen :)stuhm N'halten und dte Baude, die es seit 4>_. Jahrzehnten mit unserer Bürgerschaft verbinden, immer fester knüpfen. Ter Tank unserer Bürgerschaft und ihre guten Wünsche für das Regiment rinden ihren Ausdruck in dem freudigen Eifer, mit dem sic an den Vorbereitungen zur Jubelfeier mitarbeitete und jetzt an dem Fest sich zu beteiligen anschickt. Stadtverwaltung und Stadtverordneten-Versammlung rechnen es sich zur hohen Ehre an, ilyren Gefühlen für das Regiment und eine Zukunft durch eine Ehrengabe äußeren Ausdruck geben zu dürfen und bitten dieselbe freundlichst entgegenzunehmen, und zwar für das Offizierkorps zwei Kronleuchter für seinen Speisesaal und für Unteroffiziere und Mannschaften eine Stiftung zur Gewährung von Beihilfen an Angehörige des Regiments vom Feldwebel abwärts nach der anliegenden Stistungsnrknnde. M e c u m , Oberbürgermeister. Keller. Emmelius. Beigeordnete. Die Stiftungsurkunde hat folgenden Wortlaut: Urkunde betreffend den Jubiläumssttstungsfonds der Stadt Gießen zur Unterstützung von Angehörigen des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hessischen, Nr. 116. 1. Die Stadt Gießen wird dem Regiment, solange dasselbe seinen Standort in Gießen behält, am 1. Oktober jeden Jahres die Summe von 500 Mk., in Worten fünfhundert Mark, über» weisen, woraus derzeitige und ehemalige bedürftige Angehörige des Regiments vom Feldwebel abwärts eine Unterstützung erhalten sollen. 2. In der Stadt Gießen Geborene sind in erster Linie zu berücksichtigen. 3. Die Gesuche sind an den Regimeitts-Kommandeur zu richten. 4. Ueber die Gewährung von Unterstützungen beschließt eine Verwaltungs-Kommission, welche besteht aus: dem Oberstleutnant beim Stabe, dem ältesten Hauptmann, dem ältesten Cberteutuonf, dem ältesten Feldwebel des Regiments. 5. Die gefaßten Beschlüsse bedürfen der Genehmigung des R egrments-Komm andeurs. 6. Es ist nicht erforderlich, daß in jedem Jähre der gesamte Betrag zur _ Unterstützimg verwendet wird: vielmehr darf ein etwaiger Reit auf das folgende Jahr übertragen werden. Gießen, den 7. Juni 1913. Der Ob erbürg ermeistcr: Mecum. Oberst v. T r o t t a dankte im Namen des Regiments, das die Kronleuchter, unter denen schon manche fröhlic^n Stunden gefeiert worden seien, gewissermaßen als Vor- schup erhalten habe, aber Vorschuß sei ja jetzt modern. Tie Stiftung für die Mannschaften und Unteroffiziere entspräche einem wirtlichen Bedürfnis, und deshalb sage er gaiu besonderen Dank, und er bitte den Herrn Oberbürgermeister, diesen Tank auch den Stadtverordneten zu übermitteln. Tas Verhältnis zu Gießen sei ja das denkbar beste, wie schon aus den vielen zarten Banden hervorgehe, die zwischen Regiment und Bürgerschaft beständen. Er fühle ftch aber auch gedrängt, für die schöne Schmückung der Stadt zu danken, die einen herzerhebendcn Anblick geivähre. Tarauf verlas Oberst z. D. Weimer eine von Er- zellenz, Generalleutnant v. Menges verfaßte Adresse der ehemaligen Offiziere des Regiments. Tie in roter Ledermappe überreichte, sehr sorgfältig und geschmackvoll hergcstellte Adresse hat folgenden Wortlaut: An das Offizierkorps des Jns.-Rcgts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 in Gießen. Hundert Jahre sind seit dem Tage verflossen, an dem das ans den Füsilierbataillouen der Lcibdrigade und der Brigade Landgraf provisorisch gebildete Großherzoglich Hessische leichte Regiment durch Seine Königliche .Hoheit den Großhcrzog zu- sammengestellt worden ist. Schon lange vorher hatte die Truppe die Berechtigung des Bestehens in zahlreichen Gefechten und Schlachten nachgewieseu. An vielen Stellen der deutschen Lande, in Oesterreich, in den Niederlanden, in Rußland und Frankreich haben die Fahnen unter Kriegsruf und Pulverdampi gewebt, und stets schlugen tapfer die Herzen derjenigen, die unter diesem Feldzeichen kämpften. Viele Hunderte von Kameraden haben ihre Treue mit dem Tode besiegelt, aber auch sie, die den Tod im heiligen MantDfe fanden, ruhen — wie das alte Soldatenlied besagt — in fremder Erde int Vaterland. Aus dem Feldzuge 1870 71 brachte das Regiment aus den Spitzen der Bajonette ein geeintes Deutschland nach Haute. Zu dem herrlichen Bau des Deutschen Reiches durste cs einen Stein beitragen, bcsckieiden zwar, aber solid gekittet mit dem Herzblut vieler Braven. Am heutigen Tage gebenfen die ehemaligen Offiziere und Sanitätsoffiziere des Jnsauteric-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess ) Nr. 116 in besonderer Herzlichkeit und Anhänglichkeit der beim geliebten Regiment verlebten ernsten und heiteren Stunden, -ölt ausrichtigster Teilnahme sprechen wir unsere Wünsche für eine ehrenvolle Zukunft aus. Wir glaubten, nicht mit leeren .Händen erscheinen zu dürfen, und überreichen eine unseren Mitteln entsprechende (Mdgabe, durch die Beiträge der Unterzeichnete» angesammclt in Höhe von 3650 Mark. Wir schließen mit der Ueberzeuguug, daß, wenn die Kriegstrommel wieder in deutschen Landen gerührt werden sollte, nur unerschrockene, tüchtige Soldaten den Fahnen des Regiments folgen und sie zum Siege führen werden. iFolgen die Unterschriften von 116 Offizieren.) Mit herzlichen Worten banFtc Oberst v. Crotta für die spende, die zu dem dringend nötig gewesenen Umbau des Kasinos vernxm'dt worden fei. Für diesen Umbau habe der Kaiser einen namhaften Betrag gespendet, und diesen Betrag habe er mit der Spende vereinigt, um damit das Kommandeurzimmer einzurichten. Es sei damit etwas geschaffen worden, das die Anerkennung des Kaisers gefunden hat, und nachdem der Umbau ganz vollendet sei, habe das Regiment ein Kasino, das in der Armee wohl einzig dastehe. Tie in weißes Leder gebundene, mit dem Namenszug des Regiments geschmückte Mappe, welche die Adresse der Reserveoffiziere enthielt, überreichte eine Abordnung, die aus den Herren Geheimrat v. Ritt gen, Oberamtsrichter Tr. Fischer, Kaufmann Wagner, Oberkriegsgericbtsrat C e l l a r i u s und Kammerdirektor Tr. Weimer bestand. Geheimrat v. R i 11 g e n überreichte die künstlerisch ausgeführte Adresse, indem er die herzlichsten Glückwünsche der jetzigen und ehemaligen Reserveoffiziere des Regiments für die' Zulunft überbrachte, und den Wunsch anssprach, daß das von den Reserveoffizieren gestiftete I a g d z i m m e r eine Stätte der Erholung, der Ruhe und der Kameradschaft sein möge. Die Adresse hat folgenden Wortlaut: An das Offizicrkorps des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 in Gießen. An dem heutigen Jubeltage, an dem das Regiment mit Stolz zurückblickt auf seine einhundertjährige von Ruhm und Ehren gekrönte Vergangenheit, nahen auch wir, die ehemaligen und ictzigen Reserveoffiziere des Regiments und die aus dem Reaim>mt hervorgegangencu Sanitätsoffiziere des Beurlaubtcnstandcs/ Tem Regiment und insbesondere seinem Offizienorps bringen wir untere ausnchtlgstcn Glückwünsche für die Zukunft aus warm kamcradichastlichem Herzen dar. War es uns doch vergönnt, durch das liebenswürdige Entgegenkommen unserer Vorgesetzten und unserer aktiven Kameraden stets an allem tcilzunehmcn, was das Regrment berührte. Im verantwortungsvollen Dienst hat das Regiment uns vorbereitet auf die ernite Stunde, die uns früher oder später aufruit zur Verteidigung unseres Vaterlandes. Wir blü'en aber auch zurück auf die fröhlichen Zeiten, die wir in den gastlichen Räumen des Offizierkasinos verleben konnten. 2 ar um gereicht e- uns auch jetzt zu ganz besonderer Ehre und Freude, daß auch wir als äußeres Zeichen unserer Dankbarkeit für alles das, was uns in und außer Tienst beim Regimmtt zuteil geworden ist, zu oer Neu- herrichtung und Verschönerung des Offizierlasinos onrch die Stil- tung des Jagdzimmers beitragen konnten. Möge das Jagdzimmer, ebenso rote die prächtigen übrigen Räume des Kasinos allezeit eme Stätte der Erholung nach schwerem Tienst und der Pflege treuer- Kameradschaft sein und bleiben! Mit diesem Wunsche erneuern wir auch unserem geliebten alten Regrment das Gelöbnis der Treue, die wir ihm in Friedens- um» m Kriegszeiten bewahren wollen und werden. Für die wertvolle Gabe dankte Oberst v. Crotta mit ^Archen Worten. Es sei ein schönes Zeichen treuer Kameradschaft. Und diese treue Kameradschaft sei notwendiv denn aktive und Reserveoffiziere gehörten fest zusammen" Der Armee seien im Ernstfälle die Reserveoffiziere, d-e -/z des Ofsizierkorps bildeten, bitter not und deshalb sei eine enge Kameradschaft zwischen Offizieren des Aktiven- lttindes und der Reserve sehr notwendig. Er hoffe, daß die Raume, die von den Reserveoffizieren gestiftet worden et.ejx Kameradschaft dienen und ihnen gefallen mochten. Im Anschluß daran dankte Generalleutnant z. D. von Na d gr im Namen der alten Kameraben für die Herz-- . ßung, die die alten Soldatenherzen aufs innigste berühre. Gehörten doch Alte und Junge zusammen, und wenn die Stunde der "Not nähe, dann mochte dos Regiment aus "die alten Kameraden rechnen. Darnach brackffe er ein dreifaches Hurra auf das Regiment aus, und die Musik spielte die Nationalhymne. Nach einem kurzen Imbiß, zu dem .Herr Oesterle, der Inhaber von Steins Garten, in Verbindung mit dem Regiment ein kaltes Büfett angerichtet hatte, begaben sich die Offiziere um 9,30 Uhr nach dem Festptatz aus den: Trieb, während die Regimentskapelle um 9,15 Uhr z-um Zapfen st reich angetreten war. Der Zug bewegte sich von Steins Garten über die Gartenstraße, Ost-Anlage, MoltLcstraße, Kaiser- ANee nach dem Trieb, wo das Gebet gespielt wurde. Die ehemaligen hundertsechzehner hatten sich inzwischen auf Oswaldsgarten versammelt, um in gemeinsamem Zug gleichfalls nach dem Festplatz zu ziehen. Es war ein außerordentliches Aufgebot, das der patriotische Tag hervorgebracht hatte; zahlreiche auswärtige Kameraden folgten dem Gießener Verein, und der Zug war so groß, daß mehrere Musikkapellen ihn wirkungsvoll gliedern konnten, wobei die Friedberger Militärschule in kleidsamem Matrosenanzug den Reiz des Bildes erhöhte. Vegrühungrfeier und Lahnenweihe am Samstag abend. Kurz nach dem Einzug des Festzuges der ehemaligen 116 er begann in der Festhalle I die Begrüßungsfeier und das Fest der Fahnenweihe des hiesigen 116 er Vereins. Nach einigen von der Kapelle des Jnfantcrie-Regts. Nr. 168 vorgetragenen Musikstücken folgte die Eröffnungsansprache des Vorsitzenden des hiesigen 116er Vereins, Rechtsanwalts Kaufmann, die folgenden Inhalt hatte: Hocharcsehrclickc Festversammlung! Meine sehr verehrten Damen! Liebwerte Kameraden! Herzlich willkommen zur Hundertjahrfeier unseres Regiments ' Herzlich willkommen auch zum Feste unserer Vercinsfahncmweihe! Es ist mir eine hohe Ehre, im Namen des Vereins ehemaliger 116er in Gießen heute in unterer Mitte begrüßen zu können die Herren Mitglieder unseres ElircnaussckMsses als Ver treter der Regierung, der Landesunivcrsität, der Stadt Gießen und des Regiments, sowie die Abordnungen der hessischen Landes Kriegerkameradschaft und des Jubiläums-Verbandes ehemaliger 116er, des Hassiabezirks Gießen und der Gießener Militärvereine, der bÄden hiesigen deutschen Turnvereine, des Baukrschen Gesangvereins und des Radfahrvereins von 1885 und endlich so viele liebe Regiments-Kaineraden, die aus nahezu allen Gauen unseres weiten Vaterlandes hcrbcigeeilt sind, um durch ihre Anwesenheit unsere Fahnentveihe zu verherrlichen imd zu verschönern. Der heutige Abend steht unter dem Zeichen treuer Kameradschaft, das durch die Ueberreichung der neuen Vereinsfahne für alle Zeiten einen bleibenden, sichtbaren 2lusdruck finden soll. Wahrend zu derselben Stunde das aktive Offiziertorps des Regiments seine früheren Angehörigen in Steins Garten begrüßt, sollen wir hier unsere alten Kameraden herzlich willkommen heißen. Die Anwesenheit einer Io starken Abordnung des Offizierkorps unseres Regiments zeigt Ihnen, ein wie großer Wert von ihin darauf gelegt wird, die Zusammengehörigkeit des Offizierkorps und der Mannschaft öffentlich zu zeigen. Wie groß die Hochachtung der ehemaligen 116er vor ihren alten Offizieren und wie groß die Dankbarkeit gegen diese und die Anhänglichkeit an das Regiment ist, das wirb Ihnen erst der morgige Tag zeigen, an dem 12 000 ehemalige Angehörige aus ganz Deutschland und davon allein über 10 000 aus unserer Provinz Ober- Hessen hier antreten werden, um zu zeigen, daß sie auch in des Bürgers Rock die guten Soldatenürgenden nicht vergessen haben. Wir leben in einer ernsten und schweren Zeit, die uns mahnt zurückzugedenken an die Zeit, in der vor 100 Jahren unser Regiment gegründet worden ist, nachdem seine beiden ersten Bataillone schon Jahre lang vorher als selbständige Truppenkörper im Norden und Süden, Westen und Osten Europas weit über die engeren Grenzen des Heimatlandes hinaus im Donner der Schlachten Lorbeeren errungen hatten. Unsere Heranwachsende Jugend hat sich allmählich daran gewöhnt, den gegenwärtigen glücklichen Zustand und den Bestand des Deutschen Reiches als etwas Selbstverständliches zu betrachten. Sie vergißt leider nur zu oft, daß unsere ehrwürdigen Veteranen diesen, Zustand erst mit Gut und Blut erkämpfen mußten. Mehr denn je gilt heute das Dichterwort: „Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, utn es zu besitzen!" Aufbauen ist ja schwer, noch viel schwerer aber ist das Erhalten! Mannesmut und Manneszucht, Achtung und Gehorsam gegen dw Vorgesetzten, Kameradschaft und Liebe gegen den Nächsten, das sind die Tugenden, die uns während unserer aktiven Dienst- zert, anerzvgen worden sind, das sind die Tugenden, die unser hiesiger Regimentsverein auch im bürgerlichen' Leben bei seinen Mitgliebcrn pflegen will. Als vor 100 Jahren Blücher auf seinem Zuge zum Rhein durch Gießen kam, widmeten ihm die hessischen Studenten eine Fahne, auf der die Worte standen: ..armis et litteris ad utrumque parati!“ Zum Waffendienst und für die Wissenschaft, für beide in gleicher Weise gerüstet! Ein stolzes Wort, eine goldene Wahrheit. So soll es, so muß es mit unserem deutsckien Volke sein und bleiben. Wenn auf irgend jemand nuferer Zeit diese herrlichen Worte Anwendung finden können, so ist es derjenige, besten Namenszug wir vom II. hessischen Regiment mit Stolz auf den Achselstücken oder Schulterllappen getragen haben, S. M. unser allergnädigster Kaiser und erlmbener Regimentschef. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gesetzt, das Heer allzeit auf einer Stufe der Vollkommenheit und Schlagfertigkeit zu halten, daß es uns den Frieden verbürgt, und daß unter seinem starken Schutz Kunst und Wissen schäft, Handel und Industrie, Landwirtschaft und Handwerk blühen und gedeihen können. Ihn in dieser schweren Älufgabe zu unterstützen, ist Pflicht eines jeden guten Deutschen, ist Ehrenpflicht eines jeden ehemaligen Angehörigen S. M. hessischen Leib-Regiments. So ziemt es sich auch heute an dem Ehrentage des Regiments nnd^ unseres Regimentsvereins, seiner in erster Linie zu gedenken. Ich glaube, wir können dies in keine schönere Form Heiden, als wenn wir das Gelübde unloandelbarer Treue, das wir beim Eintritt in das Regiment durch den Fahneneid abgelegt haben, am heutigen Abend dadurch erneuern und belästigen, indem wir rufen: . S. M. unser allergnädigster Kaiser und erhabener Regiments- ches hurra! hurra! hurra! Die Glückwünsche der Provinz überbrachte Provin- ziäldirektor Geheimerat Dr. U f i n . K. H. der Grvstl>erzvg die Aufnahme des hessischen Staatswappens in sie genehmigt. m Das ist im großen und ganzen die Geschichte des jungen Vereins. Welche Summe von Arbeit in ihr verkörpert ist, ver mag nur der zu ermessen, der mit uns tätig.war. 9(ber wir haben cnefc Arbeit gerne geleistet. Wir haben sic getan aus Archäng- llchkeit an unsere Kameraden, aus dbihänglichkeit an das Regi- ment. Wem von uns ehemaligen 116 ern schlüge das Hcrz nicht höher, wenn ^r fron einer neuen Ehrung, von einem weiteren Erfolg des geliebten Regiments hört. Mit ihm verbinden ims Bande inniger Zuneigung. Mit der Versicherung dieser unserer Anhänglichkeit darf ich unseren herzlichsten Dank an den Herrn Ober ft und bic Herren vom Ofsizierkorps für bic uns seither gewährte Unterstützung verbinden. Es geschieht in der .Hoffnung, daß bic Fäben, die sich hinüber und herüber an- gciponrceu haben, mit dem Feste nicht zerreißen, sondern daß'sic immer fester sich knüpfen mögen. Sie alle aber darf ich wohl aus fordern, unserem Danke zuzusttmmen. Geben Sie ihm und unserer Verehrung Ausdruck, indem Sie mit mir rufen: Das Regiment Kaffer Wilhelm, an seiner Spitze sein verehrter Kvrn- manbeur, pe leben hoch! Mkt dem Vortrag des meöerlänHffchen Dankgebtzts durch den Bauerfchen Gesangverein wurde dann die Fahn en weiche borgen onrmen. Stieb er -Greßen sprach) den von A. Binde- waw verfechten Prolog: Im Glanz des Jubiläumsfestes Entfalte dich, mein neu Panier, Du unser Höchstes, unser Bestes, Du unsres Bundes stolze Zier! Von zarter Jurcgfrau'nhand gespendet Und Kriegern zugeteilt von Erz, Als ein Symbol uns zugewendet Für unser treues Hessenherz. Den Frieden lieben wir mit Sehnen, Doch scharf bleibt allzeit unser Schwert, So singen wir mit Fr ä ft'gen Tönen Das hohe Lied vom Manneswert. Die Pflugschar blinkt, es glüht der Meisel In eisenharter Mäniicsfaust, Und flüchtig, wie hn1 Spiel der Kreisel, Das Völkerschicksal vorwärts saust. Wenn alles wankt, mir stch'n in Treuen Und fest wie unsrer Eichen Mark, Des Vaterlandes wir uns freuen, Stets sei es glücklich, sei es stark! Dock) auch die Not mit blut'gen Zähren Kann nicht erschüttern unfern Sinn: Wir sind bereit, des Fcind's zu wehren, Gebt uns die Losung, führt uns hin! So flattre denn als Bundcszeichen In Sonnenschein unb Sturmgebraus, Bei frohem Fest unb ernstem Reigen, Vor Fürstenthron unb Bürgerhaus! Und deiner Falten Bilderzierde. Sie sei uns allzeit eine Lehr, Stets eiiizutreten für die Würde Des deutschen Volk's und seine Wehr, Die Krone zeig' uns Deutschlands Größe Als unsres Strebens höchstes Ziel, Das Hessenwappen aber flöße Ins Herz uns heimatlich Gefühl! So führe uns in Friedenszeiten — Mit ernster Mahnung an den Krieg, Der gute Gott mag dich geleiten Und deinen Spuren folge — Sieg’ In seiner Weiherede führte Pfarrer Schwabe etwa folgendes ans: Im Glanze des Regimentsfestes, dem letztlich der Verein ehemaliger 116 er seine Entstehung verdantt, soll die Fahne ihre Weihe erhalten. Was die Fahne bedeutet, sagt uns bic Zeit fron 1813, da die herrlichsten Taten der Treue erlebt wurden. So gewaltig der Feind war, so klein die eigene Kraft, in den Seelen lebte heiliger Wille, alles an des Vaterlandes Befreiung zu setzen. Wenn die Fahnen wehten, dann rüstete sich die Treue. Was die Fahne bedeutet, wissen die, die unter der Fahne gebient; zumal unsere Veteranen. Welch eine Sprache redeten die alten Fahnen unseres Regimentes, die ihm in allen Schlachten seit 1814 vorgetragen wurden! Aus die Fahne ist der Eid der Soldatentreue geleistet. Der Verein will Erinnerungen au frühere Zeiten beleben, die Treue gegen das Vaterland vertiefen, den Brüdern dienen, als eine Frucht des Festes und feiner Begeisterung weiterbestehen. Bei welchen Veranlassungen in Zukunft die Fahne entfaltet wird, fie will zur Treue mahnen, gegen den Kaiser, dessen Namenszug sic führt, gegen Landes fürsten unb Heimat, wie ihr bas Hessen- Wappen eingewoben ist. In „Treue feste" Männer mögen sich allzeit um bieS Banner beutscher Treue scharen. Dem „Deutschland, hoch in Ehren, dem heiligen Land der Treu'", erklinge unser Jubellied! Rechtsanwalt Kaufmann übernahm die Fahne und übergab sie dem Fahnenträger Herrn Balser. Eine Reihe von Glückwunschansprachen folgte. Oberstleutnant Jordan sprach als Vertreter des Offizierkorps. Er betonte die herzlichen innigen Beziehungen zwischen dem Regiment und der 116 er-Vereini- gung unb sprach die Ueberzeugunr; aus, daß die alten 116 er alle bereit seien, wenn ’ber' des Vaterlandes an sie ergehe. Der Verein sei jetzt im Besitz einer Fahne, die das Sinnbild sei für die höchste der deutschen Tugenden, der deutschen Treue. Als äußeres Zeichen der guten Beziehungen zwischen dem Regiment imb dem Verein überreiche er den ersten Schmuck der Fahne, eine prächtige Fahnenschleife. Sein .Hurra klang aus in einen Gruß an den Verein ehemaliger 116 er. Rechtsanwalt Scheer- Lauterbach sprach im Namen der Kriegerkameradschaft Hassia dem Verein Grüße und Glückwünsche aus. Der Verein der 116 er Gießen solle und werde stets nach dem Wahlspruch des Hassiaverbandes handeln: „In Treue fest, im Sturme treu!" Er sprach von der Treue, die mau so vielfach in der Geschichte Deutschlands, nicht minder aber in der Geschichte Hessens finde. Als Beispiel dafür führte er an, wie 1812 beim Rückzug aus Rußland die treuen Hessen mit ihren Leibern den geliebten Prinzen Emil gewärmt und ihm so das Leben gerettet haben. Auch die Veteranen von 1870/71 könnten von sich sagen, daß sie dem Vaterlande und ihrem Führer Ludwig IV. Treue gehalten hätten. Sein Hurra galt dem Hessenland. Als-Vertreter des Jublläumsverbandes der ehemaligen 116er überbrachte Telegraphendirektor Fink Friedberg die Glückwünsche und übergab eine Zeichnung, den Faljnen- chrank darstellend, den die Bereinigung dem Gießener Verein gestiftet hat. Staatsanwalt Trümpert überbrachte die Glück- ivmffche der hiesigen Hassiavereine, deren jüngstes treues Mitglied der 116 er Verein sei. Er übergab als Angebinde ein Brustschild für den Fahnenträger. Weitere Gllickwuiffchan spr acln n hielten Professor Kr a u s m ü l l e r für den Männerturnverein, Apotheker Hempel-Köln für die Kölner und Dr. Gödecke- Me yer-Frankfttrt für die dortige 116 er-Vereiniguug. Alle drei Redner unerreichten dem 116er-Verein Fahnennägel. Rechtsanwalt Kaufmann dankte mit herzlichen Worten für die dargebrachten Glückwünsche und Geschenke. Damit war die Reihe der Ansprachen erschöpft, und es folgte ein sehr umfangreiches Unterhaltungsprogramm. Die beiden Turnvereine hatten sich in den Dienst der Sache gestellt und boten recht hübsche imb turnerisch ancrkennens- trerte Leistungen. Der Männerturnverein wär vertreten mit .sehr hüchsck-enGewandtheits-sStab-Übungen der Damenriege, Turnen der Militärabteilung nm Reck und Pyramiden. Der Turnverein turnte mit seiner ersten Rüge ebenfalls Reck, und die Fechtriege führte eine 9teihe Schauübungen vor. Der Radfahrer-Verein von 1*85 führte ein Zweier-Kunstfahren und einen Sechserreigen vor. Alle Aufführungen wurden mit lebhaftem Beifall auf- genoanmen. Telegramme an Äaiser und GroßherKvg. An Kaiser und Großherzog wurden folgende Telegramme abgeschickt: An des Kaisers Majestät, Berlin. Die zur Hundertiahrfeier des deiten hessischen Infanterie' Regiments unb zur Feier der Fahnenweihe des Gießener Rcgi- _ WenSPereins versammelten ehemaligen Angehörigen Ew.MajeM der brr 5pi^.c' Seife türm k«J® llnt 8,uyr Iir»-E »bei SW/Jkf j-Il er W % Dieevang lief) M VliW Äarrec sch w a Psalms 143, o < leiten, ich rede den Serken dm Der jnbtl1 tag vormittag Anlage statt. W) dem et der Ztadtkirche Kro ansgegeben: ffotnturfrm mutigen: Cbcrft Äiltcrkreuz d< Mertttu; 1 mutigen Hanbtmo ssellarius in Ritterkreuz, 2. und Mattel: £ Die Krone zir 1 des Großmütigen Das Silbern Löb er, Untern Das Allg. Eh Lizeseldwebclil 'S Den Eharaktl mann, Gießen. Das Komtur Großmütigen den Das Ehrend Aich, b e s s i g z- Das Ritter! dem Rtajor a. D beide zu Darmst Die Krone z des Großmüüge Medizinalrat tz £. hmdiui Das Sitterh ber Santoveti: A körnet m & a- - S’örtgii 2, Mciicit, dem A Üarrer B. 3chiu 2as Ritterkrei H 2. Krause, ( Wn, dem A. 2 Ktuz desselben £ -iicrbahnafsislenten Das silberne K M Lbcrtelegr.-A^ Mtlich in stehen , Tas Allgemeü dem M Kurz nach ic der! LA".er°l<-djutc f kämet ^gimenter an . Um 103/. ufo. *Wcn Teil d! &aufhllu eine3Ä '»mmelt. 081 MV, ühr J citCn Kalk '"stierte U U”8e V Nem id durch Q^^ben :'"^e S' dl ?ife d'n, bn?U.Qllen. Mni \öle in °"e Ldem .^egsher" ,d)'nnen-' W, Sie •0 * ÄN S-in-Z Die y*r \ 0icnen, W- Korn jlntlvort: wt somi für das erneute ^8 der 3^\ Kleitz Hessischen Leibreqimonts bitten Ew. Majestät alleruntertänigst, die Erneuerung des inr Fahneneid ausgesprochenen Gelöbnisses unwandelbarer Treue in Gnaden entgegcnnekMen zu wollen. Festplatz Gießen. An Seine Königliche Hoheit den Großherzog, Darmstadt. Die zur Hundcrtsahrfeier des zweiten hessischen Infanterie Regiments und zur Feier der Fahnenweihe des Vereins ehe mattger 116 er in Gießen versammelten ehemaligen Angehörigen des Regiments erneuern am heutigen Tage ihrem geliebten Laudcsfursten das Gelöbnis unwandelbarer Hessentreue. Gießen, Festplatz. Vom Großherzog kam noch cm Abend folgende An ttvort: ~ , . „ , w Wolfsgarten 7. Juni. Ihnen sonne allen ehemClrgen Angehörigen danke ich bestens für das erneute Treue-Gelöbnis. । Ernst Ludwig. Der Sonntag, der eigentliche Festtag, tvurde eingeteitet durch das Wecken der Spielleute, das sich in der im Programm vorgesehenen Weise vollzog. Eine halbe Stunde später ertönte vom Turm der Stadtkirche Choralmusik. Um 8 Uhr wurde in der katholischen Pfarrkirche Festgvttesdiensl abgehalten, bei dem Dekan B'e yer über Lev. 27, 21: „Wenn der Tag des Jubiläums kommt, soll er dem .Herrn geheiligt sein", predigte. Die evangelische Militär gemeinde vereinigte sich um 81/' Uhr zum Festgottesdienst in der Stadtkirche. Pfarrer Schwabe legte seiner Fcstpredigt die Worte des Psalms 143, 5 zu Grunde: „Ich gedenke an die vorigen Zeiten, ich rede von allen deinen Taten — nüd sage von den Werken deiner Hände". Der jüdische Festgottesdienst fand am Samstag vormittag 81/2 Uhr in der Synagoge in der Süd- Anlage statt. Nach dem ev. Festgottesdienst wurden um 91/4 Uhr vor der Stadtkirche folgende vom Grohherzog verliehenen Grden ausgegeben: Komturkreuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Groß- mütigen : Oberst v. Trotta gen. T r eh dc n. Ritterkreuz des Ludewigsordens Major G r 0 s; m a n 11. Ritterkreuz 1. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen Hauptmann Schröder und Hauptmann der Reserve Cella rius in Frankfurt. Ritterkreuz 2. Kl. desselben Ordens die Oberleutnants Wolf und Mattel: Oberzahlmeister Wels ch. Die Krone zum silbernen Kreuz >)es Verdienstordens Philipps des Großmütigen Waffenmeister Sy den. Das Silberne Kreuz desselben Ordens Obermüsikmcistcr Löb er, Unterzahlmeister Kipfer Dos Allg. Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Verdienste" den Vizcfeldwebcln Schaube, G c r b i g , Weis und H a n s u l t. Den Charakter als Generalmajor dem Oberst a. 2. Cull- mann, Gießen. Das Komturkreuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Oberl. z. D. Balser. Das Ehrenkreuz desselben Ordens dem Oberleutnant a. D. Rich. H e s s i g zu Eisenach. Das Ritterkreuz 1. Kl. nrit der Krone desselben Ordens dem Major a. D. H. Schäfer und dem Major a. D. K. Lang, beide zu Darmstadt. Die Krone zum Ritterkreuz 1. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Major z. D. H 0 0 s, Lennep, dem Großh. Medizinalrat H a b e r k 0 r n , Gießen, und dem Kommerzienrat L. E m m e l i 11 s zu Gießen. Das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordens dem Hauptmann der Landwehr Vogt zu Mannheim, dem Leutnant a. 2. G. Körner zu Ludwigshafen, dem Garnisonverwaltungsdirektor a. 2. 2 örrzu Darmstadt, dem Rechtsanwalt Kurt Kaufmann zii Gießen, dem ?lpothcker Gustav Hempel zu Köln, dem ev. Pfarrer B. Schwabe und dem kath. 2ekan Bayer. Das Ritterkreuz 2. Kl. desselben Ordens dem Musikdirektor a. D. Krause, Gießen, dem Bureauvorstcher B r u ch hä u s e r , Gießen, dem A. Schal las zu Friedberg. Die Krone zum silb. Kreuz desselben Ordens, dem Hoboisten n. 2. König und dem Obcrbahnassistenten Hein st a d t in Gießen. 2as silberne Kreuz desselben Ordens dem Kanzlerrat Jäger, bcm Obertelegr.-Ass. Reitz und dem Bankbeamten Burger, sämtlich in Gießen. . Tas Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Ver- dienite" dem Kasernenwärtcr Schuck in Gießen. Kurz nach 10 Uhr traf der Vertreter des Kaisers, der Gcneraladjutant General der Kavallerie v. Scholl ein. GleickHeitig kamen die Mammonbeure der übrigen hessischen Regimenter an. Um 103/i Uhr wurde auf bcm nördlich des Festplatzes gelogenen Teil des Exerzierplatzes das Regiment in Para d e a n f st e l l n n g formiert. Auf der Seite nach bcm Festplatz zu nahmen Die Spitzen der Behörbon unb bie Kommandeure der Regimenter der 25. Division, die Offiziere des Landwehrbezirks unb die ehemaligen aktiven Offiziere Aufstellung. Im rechten Winkel dazu standen bie Vorgesetzten des Regiments, daneben bie Regimentsmusik unb das Regiment in Parabeaufstellung, die Veteranen bes Regiments unb die Vereine ber ehemaligen Hunbertsechzehner sowie bie Jugendwehr. Vor dem Eingang zum Parabefelb waren eine Anzahl von Vereinen des Hassiaverbanbes versammelt. Um UV» Uhr begann 1 ; , die Parade. 2er Gr 0 ßherzog traf kurz vorher im Automobil in ber Neuen .Kaserne ein unb stieg sofort zu Pferbe. Ms -Ordonnanzoffizier beim Grosthe^zog ist Oberleutnant Wolf kommandiert. Der Gros'herzog ritt, gefolgt von den neuen Fahnen, nach Dem Exerzierplatz vor die Mitte des Regiments, während bie Fahnen hinter dem Großherzog Ausstellung nahmen. Beim .Herannahen des Großherzogs präsentierte das Regiment. Hierauf wurde der Tagesbefehl des Gwtzher;og; Verlesen, der ungefähr folgenden Wortlaut hat: „Ich will meinem 2. Inf.-Regt, bei feinem heutigen ruhmvollen Bestehen ein Zeichen meiner Anerkennung geben, indem ich meinen Bataillonen neue Fahnen Der leihe. Eingedenk ber hohen Ehre, die bas Regiment da- burch genießt, baß S. M. ber Kaiser seit bcm Jahre 1891 Inhaber des Regimentes ist, habe ich auf den Fahnentüchern den kaiserlichen Namenszug neben dem meinigen einwirken lassen. Ich gebe mich der sicheren Hoffnung hin, baß wie in alter glorreicher Zeit so auch bis in alle Zukunst bcm Regimente, wo immer seine Fahnen wehen, alle Zeit ber Greift der Treue, Tapferkeit unD Manneszucht folgen möge, auch dann, wenn bcrmalcinft ber oberste Kriegsherr ruft, um bie Größe bes Vaterlanbes zu schirmen". Hierauf befahl der Großherzog das Eintreten der Zahnen Die ! Kobinettsorörc der Kaisers »erlas der Kommandierende General des 18. Armeekorps, Exzellenz v. Schenck, inbeqt er folgenbes ausführte: _ S. M. der Kaiser, durch die Gnade Sr. Königl. Hohert des verstorbenen Gvoßherzogs unb Sr. König! Jpobeit teS regierenben Großhcr.zogs feit nunmehr fast 22 Zähren Chef dieses ausgezeichneten Regiments, hat mich beauftragt, dem Regiment folgende Allerhöchste Gröre bekanntzugeben: ™’ —r— •— Ich entbiete dem Regiment zu seinem Jubeltag Meinen Glückwunsch unb spreche ihm gleichzeitig Meinen Königlichen Dank aus für die hervorragenden Dienste, die es während seines hundertjährigen Bestehens im Krieg wie im Frieden geleistet bat. Mit besonderer Genug- tuung gedenke Ich seiner ruhmvollen Teilnahme an den Mampfen des Feldzuges 1870/71, in beni es mit seinen ehrwürdigen Fahnen unverwelkliche Lorbeeren erworben hat. Gern gebe Ich Meiner festen Zuversicht Ausdimck, baß das Regiment sich auch im neuen Jahrhundert, wo immer hin die Vorsehung es führen möge, in gleicher Weise bewähren und für Deutschlands Ehre und Größe mit Blut und Leben einstehen wird. Neues Palais, 8. Juni 1913. gez. Wilhelm. Der Großherzog brachte bann ein dreimaliges Hurra auf ben Kaiser aus, worauf die Regime,ttSmujik die Nationalhymne spielte und bann in ben Präsentiermarsch überging. Der Groß Herzog ritt die Front des Regiments, ber Veteranen unb der ehemaligen Hundertsechzehner und der Jugendwehr ab. Hierauf erfolgte ein einmaliger Vorbeimarsch des Regiments und der Vereine. Nach bcm Vorbeimarfcv stellte sich die Leibkompagnie mit den Fahnen am Ausgang des Exerzierplatzes an der Kirschcnallec auf. Der Großherzog setzte sich an die Spitze ber Fahnenkompagme unb ritt mit ihr burch die Kaiser-Allee, Moltkestraßc unb Senckenberg straße zur Zeughauskaserne. Auszeichnungen Oes Keifers. Der Kaiser verlieh folgenbe Orden: Den Königs. Stroucnorbcn 2. Ml. bcm Obersten z. D. v 0 n Graevenitz ui Dessau, zuletzt Kommandeur des J.-R. 116. Die Königs. Krone zum Roten Adler-Orden 3. Kl. mit ber Schleiie bcm Obersten von Trotta gen. Tre » de n. Ten Roten Adlerorden 4. Kl. bcin Hauptmann Volley, unb Hauptmann n. T. rnmc r. Den Stern zum Königl. .sttonenorben 2. Kl. bem Generalleutnant 5. T. K lingelhösser in Gießen, zuletzt General- Maior und Kommandeur der- 59. Jnf.-Brig. Ten Königl. Kronenorden 2. Kl. dem Obersten z. D. Weimer in Nidda, ’.ulcp.f Inspizient ber Waffen bei ben Truppen. Den Königl. Mronenorbcn 3. Kl. bem Oberstleutnant von 0 0 r d a n beim Stabe. Den Königl. Mronenorbcn 4. Kl. bcm Oberleutn. Mattel, dem Oberzablmeistec Welsch. Das Kreuz bes Allg. Ehrenzeichens bem Kasernenwärtcr H l l g e n. Das Allgemeine Ehrenzeichen in Silber bem Unterzahlmeister W 0 l s. Tas Allg. Ehrcitzeichen in Bronze den Feldwebeln Metz, Steinmetz, G ö r n e r t, Schwarz, dem Vi-eselbwehel beim Generalkommando Müller, den Zahlmeister-Asriranten Fesselt b e ck er, V 0 g e l, H 0 r st. Außerdem wurde folgender Erlaß besannt gegeben: Generalleutnant v. Madai in Tessaii, zuieiü Generalmajor und Kommandeur der 79. Infanterie Brigade, crlxilt die Erlaubnis jum Tragen der Uniform bc^ hiesigen Regiments. Ter (Keneral- maior z. 2. Schar ch in Berlin, zuletzt MommanDCnr der 87. Infanterie-Brigade, erkält den Eharalter als Generalleutltant. Der Hauptmann v. T hü men, beim Stabe bc? Regiments, wirb zum Konipaguiechef ernannt, der Cbcricntnnnt W 0 l i tritt unter Be- forberung zum Hauptmann zum Stabe des Regiments über. Nach bem Einzug in bie alte Kaserne fand im Offizierskasino ein großes Messen statt, an, bem folgende Herren teilnahmen: A. Se. Königl. Hoheit der Großherzog von Hessen und bei Rhein. Gefolge: Generaladjutant, Generalleutnant Halm, Exz.: Rlttmeister Freiherr von Massenbach; Rittmeister von Schroeder: Oberleutnant von Riedesel, Freiherr zu Eisenbach. R Generaladjutant Sr. Majestät des Kaisers, General der Kavallerie von Scholl, Erzellenz. C. Vorgesetzte des Jubelregiments. Kommon- bicrcnbcr General des 18. .Armeekorps, ^Kncral der Inf. und Generaladjutant Sr. Majestät des Kaisers von Sck)rmck, Exz.: Begleiter: Chef des Stabes des 18. Armeekorps, Generalmajor von Hofacker; Adjutant: Major Pennrich. Kommandeur der 25). Division, Generalleutnant von Plüskow, Exzellenz: Adjutant: Hauptmann von Klipstein. Kommandeur der 49. Inf. Brigade, Generalmajor v. Stocken: Adjutant: Hauptmann Graf zu Lynar. D. Veteranen des Jubelregiments. Generalleutnant z. D. Klingelhöffer, Exzellenz: Generalmajor z. D. Scharck: Oberst z. D. Weimer: Oberst a. T. Cullmann: Oberstleutnant z. 2. Naumann: Maior a. T. Lang; Major a. T Schäfer: Landgerichtsdirektor Oberl!. d. L. a. D. Kullmann: Kommerzienrat Emmelius: Geh. Medizinalrat Tr. Haberkorn: Geh. Baurat 2t. von Ritgen: Hauptmann d. L. a. D. Vogt: Geh. Baurat Buff; Leutnant b. L. a. D. Wagner: Geh. Justiz rat Wahl: Gymnaiialdirektor 2r. Schwabe; Geh. Justizrat Tr. Lahr: Maler Dietz: Negierungsrat Dörr. E. Ehemalige Kommanbeure des Jubelregiments. Generalleutnant von Lindenau, Exzellenz: Generalleutnant z. T. von Madai, Exz.: Generalmajor 5. 2. von Dewitz; Generalmajor z. D. von Müller. F. Ehemalige Offiziere des Jubelregiments. Generalleutnant z. T. von Menges, Exzellenz .'Breslau : (General major von Hahn (87. Jnf.-Brig., Thorn): Generalmajor Clausius (77. Jnf.-Brig., Ostrowo): Oberst Busse 1 Inf.-Regt 122, Heilbronn) ; Oberst z. D. Teter, Nauenöurg a. Saale: Oberst a. D. Spohr, Wiesbaden-Sonnenberg; die Oberstlenrnants: Flies, Bett. Amt 17. A.-K.; z. D. Kreuter, Jul., (Bez.Mom. Cosel'- Kreuter, Ed. (Jnf.-Regt. 30 : z. D. Loerbroks (Bez.-Kvm. dttuwied ; : D von Schlemmer (Art. Dev. Münster): z. T. Seelbach (Bez. Kam. Aschersleben); z. 2. Müller. Die Majore: von Beyer (Inf. Regt. 65, Köln ; a. D. Freiherr von Stocssel Potsdam : von Sodenstern (Jnf.-Regt. 83, Arolsen); z. T. Jokusch (Gend.-Lif., Stettin,: H00S (Bcz.-Kom. Lenncptt Mohr In'. Regt. 174, Straßburgs von Bursztini Füf.-Regt. 86, Flensburg ; Koett- schau (Kriegsschule Glogau>: Krause Jnf.-Regt. 99, Zabern»; Beel er «Ins. Regt. 60, Weißenburg,; Ziegler Allcnstein); a. D. Seitz. Oberstabsärzte: a. D. Tr. Winther Gießen); v D. Tr. Ra dünz (Gießen-: Tr. Schrade 'Bad-Nauheim). Hauptleute: a D. Tr. Kramer 'Gießen); von Menges Jnf.-Regt. 153, Altenburg»; Wottrel (Inf. Regt.,54, Stralsund': de Rainville 'Jni. Regt. 75, Stabe); Fischer (Jnf.-Regt. 114, Konstanz,; a. D. ^chmtdi Frank- furt-Duchschlag); z. T. Stein iHeppeubeim >; Boell (Jnf.-Regt. 114, Konstanz): Jebens (82. Jnf.-Brig., Colmar 1. Eli.': Clauß (Bez. Kom., .Gießen«; Mauck Tel.-Bat. 5, Tanzig). Stabsarzt d. R. Dr. Koeppe. Oberleutnants: d. R. Rieckes ^.Hamburg;: Bosse Unteroff.-Schule Jülich). Leutnants: von Zengen (Jnf.-Regt. 160, Diez a. b. Lahn); Wolf (llnt -Vorschule Annaburgs G. Kommandeure der übrigen Truvpenteile der hessischen Division und der N a ch b a r g a r ir i - Ionen. Oberst von Helldorf (Jnf.-Regt. 115); Oberst Freiherr Raitz von Freny (Jnf.-Regt. 1171: Oberlrleutnant Foerster (Jnf.- Regt. 118): Major Fischer (Jnf.-Regt. 168); Hauptmann Schotte Jnf.-Regt. 168); Major Freiherr von Bandettstein Dragoner- Regt. 23): Oberstleutttant Zierold (Trag. Regt. 241: Major Au- 1 lork (Feld-Art.-Regt. 25 : Oberstleutnant von Crüger (Felp- .Art.-Regt. 61,; Maior Freiherr Truchfcß von und zu Weyhausen (Train Bat. 18); Oberstleutnant von Buttlar ''Jäger Bat. 11). H. Gäste des I u b e l r e ai m e n t Geh. .vomm rnrn rat Dr. Gail: Pfarrer Schwabe: :)iecht-anwalt >iausmann: Major 8. D. Ermekeil. I. Svitzen der Behörden. Provinzialdirektor (fsebrime- rat Tr. Ufinger: Rektor Magnifizenz Professor 1) Eck: Oberbürgermeister Tieaim: Oberst!eumaitt z. 2. von >knobe!Sdorjf K. V ertreler von Stadt mib Provinz Bürgermeister Stöpler; Beigeordneter Keller. 1^. Ehemalige nndjetzige Reserveoffiziere.die am Feste teilnehmen. Landgerichtsrat Praetorius: Land gericktsdirektor Bücking: Landgerichtsdirektor Wiener: Professor Kutsch: Geh.. Rat Süsser 1: Cleb. Regienlngsrat Will; Forstmeister Quast: Forstmeister Metteitlnnmer: Regierungsrat Hill: Herr Schwan; Forstmeister .Haderkorn: Forstmeister Hossmann: Ehemif-'.' Senden: Rentner SartoriuS; Landgerichtsrat Stammler: Ober kriegsgerichtSrat Cellarius; Pros. Weoell: Rentamtmann Weimer; Prof. Dr. Welker: Lberamtsrichter Tr. Fischer: Oberjörster Eck stein: Amtsrichter Tölp Finanzrat Wenzel; Reg. Rat Welcker; Rechtsanw. Scheer; Forstas'ist .Keil . MKeisamtmann Goertz: Kreis rat Wolf; Oberleutnant d. L. Reickmü»: Oberleutnant d. R. Koch: Oberleutnant ,• ,ant b R Dr Jann; Ober leutuant d. R. Kraft: Leutnants d R : Schäfer, Wolf, Schreilu-r, Weimer, Kramer, Winkln, Haberkorn, Graes, Bcrterinann, Eich- mensku, OKbrig, Warncke, Faber, Hessinger, Becker, Schwerer, Schmidt, Locher, Sckxrefer, Blad, Nicolau-, Malzan, Schlierbach. M. Offizierkorps des Jubelregiments. Oberst von Trotta gen Trevden; Oberslletttrtants ix>n Jordan, Rücker: Majore Freiherr von Bibra, Großmann, van Foller, von Striicn' fee; Hauptleute Schröder, Stephan. Soldan, Hackling von Lan^ genauer. Buhtz, Bolley, Poly, Schwendy, Wegeli. non Peutz, Rieck, Wehrlteim. von Thümen: Oberleutnants Wolf, Mattel, Firmenich (Friedr.), Eoulmann, Sachs, Firmcnich (Emil), Eisen- Harr Roth.', Moeller, Heumann: Lculncutts Kienitz, Krxl>. Ebel, ))'?üller, von Holly und Ponientzictz, Wehner, Brendel Rudolfs Goßler, Theist, Ismet, Brendel Ern>! , Attlllcr Hentpfing, Rose, Tingeldein, Roeeo, Madlung, von Grolman, Pieper, Schröder, ■ de Harde (Dietrich), de Harde (Job. , von Specht, Hümmerich, Hennings >Vion. Ball. 2b; Stabsi^tt Dr. Budde: Oberarzt Tr. We.-'erling; Oberzn hl meister Welsch, Kümmel: Zahlmeister Becker; Garnison Oberoerira lnngsntsi tte.r Rach; Fähnrich von Der Grostherzoq brachte ein dreifaches Hurra auf ben Inhaber des Regiments, S. M. ben Kaiser, aus. Sbcrst v. Trotta sprach dem Großherzog den Dank des Regiments aus für die vielen Gnadenbewcise, iufonber- beit für die verliehenen neuen Faunen, und fügt bas Ge-' ttlbde des :Negimcuts hinzu, ihnen stets Elire zu machen. Ter Oberst gab bann einen kurzen Abriß ber Geschichte des Regiments und versichert, baß bas Regiment stets Manneszucht, Tapferleit unb Treue zu feinem Lanbesherrn bewahrt hat unb gibt bas Versprechen, diese Tugenden auch fernerhin ,-ii pflegen. Er schließt seine Ansprache mit einem Hurra auf ben Lanbesherrn. Generalleutnant z. 2. v. M en ge s-Vrcslan hielt daraus folgenbe Ansprache: Llls dem au Jahren Aellcsten ber ehemaligen Angehörigen des Regiments, als einem der luenigcn noch Lebenden, die vor 50 Jahren bei der Feier zu Friedberg in den Reihen deS Regiment^ gestanden haben, wird mir die Auszeichnung niteil, den Wünschen, die wir für das Regiment hegen, hier .lusbruck geben zu dürfen. Aus der Geschichte, durch eigene Erfahrung wissen wir, das; unser geliebtes Regiment in den hundert Jahren seines Bestehens an: ruhmvolle Taten zurückblicken bars. Es hat unter allen Verhältnissen, in Kriegen wie im Frieden, seine Schuldigkeit getan. Möge es in alle Zukunft so bleiben. Daß diesem Wunsche Erfüllung werden wird, sind wir um so fester überzeugt, weil wir aus unseren Beziehungen zu dem Regiment >vie auS dem heute Gesehenen die Zuversicht schöpfen, daß die Tradition gepflegt, daß getreu dem Grundsätze unseres alten Heldenkaisers „Drill und Erziehung" verständnisvoll und fleißig gearbeitet toird. Mächten an bcm Tage, an dem für den Bestand des Vater- laudes geläurpft ivcrben muß, nur pslichtaetrenc, unerschrockene Männer in den Reiben des Regimients streiten, möchtett dem Regunent Offiziere erstehen, die nicht nur ihr Leben einzusetzen bereit sind - denn das muß und das tut auch per einfache Nins- ketier — nein Führer, bie mit dem Regiment zu siegen verstehen. Unsere herzlichen Wünsche fassen ivir kurz zusammen in den Ruf: Das Infanterie-Regiment Maner Wilhelm II. (2. Großh. Hessisches Nr. 116, sein Lfsizierlorps, alle seine Angehörigen :Durra! Hurra! Hurra! ¥ Hin 1 Vl> Uhr fand ein gemeinsames Essen bei ehemaligen Angehörigen des Regiments in ben Jesthallen statt. Das Essen war nach allgemeinem Urteil gut, doch wurde über bie mangelhafte Bcbienuin geklagt, waS übrigens bei solcheit Masscuspeisungen "stets der Fall ist. Exerzieren einer hiftorisck^umfarinietten und exerzierten Gnrtze-zWIier-yülbkompagnie. Von weitern lassen die erst leise, bann Heller ertönenden Klänge des Hess. Marsches bes Regiments Prinz Friedrich (1760) bas Herannahen ber Garde-Füsilier-Halbkompagnie enennen. Dann erscheint an ber Sübscite ber alt-ehrwürdigen Zeughauskasernc eine Musikbanbe, gefolgt von einer ansehnlichen Schar glänzenb gcllcibeter Solbatcn. Bei bei Musik fallen besonders 2 tteine Soldatcn^Jmigens al^ Pfeifer ins Auge, die in der damaligen Zeit Verwendune fanden. Nach Ausführung einer Schwenkung bleibt die Musik im Vormarsch, während die Truppe sich zu dem nun fof- genben Vorbeimarsch vor Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog unb den Vorgesetzten des Regiments bereitstellt. Hinter der Musik sieht man in ruhig abgemessenem« Schritt den Chef der Kompagnie, .Hauptmann v. Haehling, daherschreiten, ber, sobald er sich nähert, mit dem Degen salutiert, während er mit ber linken Hand ben breitkräm- Pigen Sput ergreift unb den Lanbesherrn ehrfurchtsvoll grüßt. Wenige Schritte hinter chm folgt ber Plotonführer, Leutnant Miiller-Hempftzng, der in fast gleicher Uniform wie der Kapitain seinen Gruß mit bem Sponton erweist, dabei die linke Hand vor die Stirn legend. Dicht hinter ihm trägt der Fähnrich eine alte hessische Fahne, die er grüßend vor bcm Landesherrn senkt. Nun kommen in langsamem Tempo — 76 Schritt in ber Minute — bie ein- zelnen Glieder heran, jedes gefiihrt von einem Unteroffizier, unter denen ein Sappeur durch fein? eigenartige Uniform uns besonders auffällt Als Se. Königl. Hoheit Sich der inzwischen rangierten Halbkompagnie nähert, spielt die Musik den Hess. Fahnen (Präsentier -Marsch von Landgraf Ludwig IX., wahrend bie Truppe ihre Ehrenbezeugung burch Präsentteren er- weist. Die nun folgenden Hanbgrifse führt der Kapitain vor Besonders berührt uns hierbei die umständliche Art des Ladens, zu dessen Ausführung 12 verschiedene Tempos gehören, unter ihnen das eigenartige Patronen-AbbciBm und das Schütten des Pulvers auf die Pfanne. Im Anschluß hieran beginnt der Plotonfnhrer mit bcm Exerzieren der Halbkompagnie, die sich wieder >n bcm langsamen Tempo unter Hochheben ber Knie mn der Siclle bewegt. Zwischendurch werden die verschiedenen Feuerarten gezeigt und man kann es verstehen, daß bie damalige In- 1. 2. 3. Es heißt dort: Mächte ft o ß e n b e n G r o ß h. Truppen-Corps der Freiwilligen März 1814. i V VVMV VUUl 41III « kkk) 4, VVlHHUUyV lll l L Ui Hl '-kJ V VL II j durch die Spiclleutc cingelcitet, die dieselben Straßen durchzogen lvic am Sonntag. Gegend. Schloß. Lehmgericht. Große Keller und Fässer, wie im im N io n für die II. bündetcn Hessischen Jäger, April). Freundliche Leute und Gegend. April). Rasttag. Besuch in Turlach und (4. April). Rastadt. Osbach. Herrliche das Heidelberger, bauten bad) (5. Lahr (6. April). Kenzingen (7. Kenzingen (8. Schallstadt (9. wuudete der Armeen. tericen. Bei Basel über Bubendorf (14. Hirten. Wittlisbach (15. A u 5 in a r s ch von Darmstadt a m refte. Ein Kesiel mit Kaffee, Mittags- und und Lössel promeniren Lyon (8. May, Te Teum im Münster. Buggingen (10. April). Schwarzwald. Herrliche Mcn- fd)Cii und Berge. Buggingen (11. April). Rasttag. Sehr fidel. Ball. Fischingen (12. April). Auf hohem Berge. Die Schweizer Berge in der Ferne und Nachts die Feuer-Kugeln bei Hüningen. Bubendorf (13. April). Schweiz. Wiehl. Bayerische Bat- Morges (22. April). Am Genfersee hin. Tie seekranken Jäger im Schisse von Lausanne aus. tor, Obersten Klippstein, zu Darmstadt, in der Provinz Hessen bei dem Oberst-Lieutnant Zimmermann zu Gießen und in der Provinz Westphalen bei dem General-Major Frei- M a l t e r d i n g e n (21. Juni). Emmendingen, Bambach. Malterdingen (22. Juni). Rasttag. Es ist dock) besser lieben Deutschland! und schlagen sich um die köstlichen Üeber- Brei, der stets im Kamine hängt, ist ihr Abendmahl. Mit einem hölzernen Teller sie dabei. April). Ossenburg. Renchen. Recht freundliche Stadt, gute Leute. April). Endingen. April). Rasttag. Sehr gemüthlich. April). Emmeirdingen. Freiburg. Vcr- Rad-richt von der Schlacht bei Lyon. Marsch-Route Abthcilung des zur Armee der ver- Um 10 Uhr fand aus dem alten Friedhof eine Gedenkfeier für die verstorbenen Bete rauen statt, zu der sid) außer einer starken Abordnung des Regiments auä) zahlreiche Kriegsteilnehmer eingefunden hatten. Nach einer kurzen Gedächtnisrede des Oberstleutnants Nücke r wurden an deni Kriegerdenkmal und den Gräbern der im Feldzug gefallenen Offiziere Kränze niedergelegt. Am Grabe des Majors Frhr. Röder zu Diersburg legte die Fahnenlektion des Vereins ehemaliger 116er einen Kranz nieder. Während der Feier spielte die Kapelle des Jubelregiments einige Choräle._____________________________ Friesenheim (23. Juni). Freiburg, Offenburg. Achern (24. Juni). Krätziuger suchen ihre Lchwiegersöhue. Sinzheim (25., 26. und 27. Juni). Rasttag. Besuch zerstörten Kehl und Straßburg. Hirschjagen. Braten in Fülle; aber schwer im Magen. Mors (28. Juni). Oos, Rastadt. Hier kommen schon Darmstädter entgegen. Die hessischen §reiwilligen Jäger. Von den vielen Freiwilligen, die sid) im Jahre 1813 an der Erhebung des deutsdfeu Volkes beteiligten, und so ein machtvolles und erhebendes Bild von der Einmütigkeit des Volkes gaben, sind nur die Lützower Jäger allgemein bekannt geworden, Pe aber zugleich als die Auslese der deutschen Jugend, die sid) begeistert den Truppen Napoleons cntgegenwarsen. Ihre prak- tische Tätigkeit war, wie kürzlid) ein alter Offizier ausgeführt hat, nicht besonders beachtenswert; allein die Begeisterung und der moralische Einstuß gibt ihnen ihren Wert. Es darf deshalb in diesen. Tagen wohl aud) daran erinnert werden, daß sich im G r o ß h c r z o g t u m Hessen freiwillige Jägertompagnieu gebildet hatten, die mit heiliger Begeisterung in den Krieg zogen und bis Lyon vordrangen. Wie die übrigen freiwilligen Jäger haben auch sie kaum vraktisd)e Bedeutung gehabt, aber ihre , Bildung ist für den Geist der Zeit bezeichnend genug, um hier eingehender gewürdigt zu werden, waren es bod) Truppen aus einem Lanbe, das dein großen Korsen jahrelang Hilsstruppen stellen mutße, und dessen Fürst seine Bündnistreuc zu F-rank- rcich so lange bewahrte, als es ihm für das Wohl seiner Untertanen und der Erhaltung seiner Dynastie rötlich schien. So kommt cs, daß der Aufruf zur Bildung freiwilliger Jägerkorps erst am 28. Dezember 1813 „aus Allerhöchstem Special-Auftrag Sr. Kömgl. Hoheit des Großherzogen" erging. Es war unterzeichnet von dem Obcrkriegs-Collegium und luaiibtc sich an alle Hessen, um „nun aud) den von der persönlichen Kriegs-Dienstleistung seither freigclasscnen Adelichen-.Hof-Staatsdiener und schristsassigen Familien und den Städten Darmstadt und Gießen die erwünschte Gelegenheit zu geben, an der V.crtheidjguug des 'Vaterlandes Mell in nehmen." Tesin 6 (4. May, 5.—7. daselbst). Miribil, arme, schlechte Dörfer und große Ebene über der Rhone. Alles muß selbst geliefert, geschlachtet und gekocht werden. Die Bauern sperren Mapl und Augen auf Heppenheim (29. März). Erstes Nachtquartier mit vielen Begleitern ans Darmstadt. Weinheim (30. März). Badisch. — Leutershausen. — Großsachsen. Heidelberg (31. März). Großer Empfang. Badische fanieric es vorzog, mit dem Bajonett auf dem Gewehr gegen den Feind vorzugehen, als von dem Gewehr als Schußwaffe Gebrauch zu machen, wie es das nun folgende Gefecht zeigte. Es entwickelte sich zunächst v3 der Halbkompagnie als Blänkerer, um den Feind zu erspähen und um in geöffneter Linie sich mit den feindlichen Blänkerern zu mesfen. Die rückwärts verbliebenen Soutiens treten auf Signal zur Unterstützung der weichenden Schützen an und formieren zum Lchutz gegen die von allen Seiten Vordringen- 'ben feindlichen Bläuterern das Karree. In dieser Formation — fest in der Hand ihres Führers — gehen sie zurück. Nachdem das Feuern aus dem Karree nach allen vier Seiten gezeigt worden ist, macht die Kompagnie Front und marschiert zur „Schlachtordnung" auf, während die Blänkerer zum seitlichen Schutz die „Flanken formieren". Gleichzeitig setzt die Musik ein, und mit der gleichen eisernen Ruhe, die bereits in allen bisherigen Bewegungen zum Ausdruck kam, geht die Kompagnie zum .Angriff vor und stürmt endlich mit tambonr battnnt unter kräftigem Hurra in den Feind. Zum Schluß noch ein Parademarsch, bei welchem das Gewehr links angefaßt und die rechte Hand auf der Brust ruht, unter den Klängen des Marsches der Finnländischen Reiterei und dann ist das prächtige Schauspiel vorbei, durch das der Kapitain von Haeyling es in hervorragender Weife verstanden hat, und ein historisch treues Bild zu geben von der Strammheit und Gleichmäßigkeit all der romplizierten Manipulationen und Evolutionen, die das damalige Reglement verlangte und die von den gleichen Hebungen der Neuzeit so grundsätzlich verschieden ,ind wie der Vorderlader in seiner ältesten Form vom Schnellfeuergewehr unserer Tage. Nach der Vorführung sprad) der Großherzog den Führern seinen Tank' ans. Kurze Zeit nach Beendigung des Exerzierens verließ der G r o ß-h erzog die Zeughauskaserne und fuhr nach Schloß Wolfsgarten zurück. . 9.—14. daselbst). Wieder eingerückt in der Vorstadt St. Foi, Guillotiöre und St. George über der Saone cinquanicrt, aus hohem Berg mit herrlicher Aussicht über die Stadt, Flüsse und ganze Umgegend nad) Tauphine, Savoyen, Schweiz und Montblanc. Schöne gothischc Kirck)e. Land- Häuser. Kugelspiel mit ungeheueren Kugeln. Römische Baureste. Aquaduck. Die Frankfurter marschiren durch, Hauptmann Mayer dabei. den Rhein. April). Rasttag. Seidenbandweber. April). Prachtgegend. Schloß Wallen- L y o n (15. May bis 2. Juni). In der Stadt verlegt. Große Revue mit allen Truppen aus Peruche. Tie Jäger finden Beifall und machen Aufsehen. Man nennt sie nur die Grünen und Garde Honneur. Illumination. Nadstmusikcn. Züge von Nationalgarden und Volk durch die Straßen mit Gesang. „Vioe Louis XVIII.! vivc le Roi !vive les Allies!" Caffechäuser. Theater Celestine. Tie Jäger-Wache. Nhonebad. Alte Stein- Brücke (Römisch und Rothe-Holzbrücke (Pont morand) über die Rhone. ^Tanz, Theater, Gauckler rc. in den Anlagen dort. Stiefelputzer, Savoyarden, Wunderdoctor. Sehenswürdigkeiten aller Art. Seiden- :c. Fabriken. Prachtgebäudc — Stadthaus. Schöne, großartige, interessante Stadt mit himmelhohen Häusern, imposanten Straßen und. Plätzen und einigen schönen Brücken über die Saone 2c. rc. Biersaal oor der Stadt. Am 27., 28. und 29. Auslauf wegen Beleidigung eines würdigen Oestr. Stabsoffiziers. Jäger Noack ivird dabei sd)wer in die Hand oerwunder. Tie Veranlasser, franz. Offiziere, werben gefangen unb bestraft. Ter Flötenbläßer bei ber Musik versteckt. Freundliche, zuvorwrn- n-enbe Behandlung sümmtlicher Bewohner von Lyon, namentlich gegen die Grünen. Wahre Theilnahme unb Wohlwollen mancher Familie. Freundlicher herzlicher Abschied. Rückmarsch, von Lyon am 2. Junt 1814. Halb Lyon, Jung und Alt, gibt das Geleite bis Montluel. — (Herr Carl Netz zieht mit bem Corps nach Darmstadt.) Montluel (.2. Juni). Tics, Mirabelle. Montluel (3. Juni). Rasttag. Tie schöne Kirche, 65m mcrs unb SchmolliS im Freien mit den jungen, freundlichen Franzosen, welche rührend Abschied nehmen. Ehalamont (4. Ium). Fürchterlicher Regen. Die unabsehbare Allee. Meximieux. B our g en Bresse (5. Juni). MermalS Regen. Laon. Tie herrlid-e gothischc Kirche lEclis de Roux) mit prächtigen Kunstwerken der Bubhauerei, Glasgemälde rc. Marmor-Monumente: Maria Volt Oesterreid), Phuippcrt der Sd)önc rc. noch schönere lebende Nonnen. Cousance (6. Juni). Starker Marsch. St. Etienne, Co- ligny, St. Amour rc. Cousance (7. Juni). Rasttag. Sehr eintönig und unfreundlich. Lons le sonnier (8. Juni). Betfort. Regen. Auflau- bei dem Blechschmiede. .Absalon ans dem Schilde des Perückenmachers. Arbios (9. Juni). Regen. St. Germain, Poligny. Schönes Thal. Jura-Berge. Der verwundete französische Soldat. Scanbai. Saliilü (10. Juni). St. Michael. Sehr schmutziger aber kurzer Marsch. Aud) die Linie liegt in der Stadt. Salins (11. Juni). Rasttag. Schöne Stabt und Gegend zwischen Bergen. Salzwerke. Tie beiden Forts St. Andre. Boussicrc (12. Juni). Quingey. Worges. Der Doubs. Nach starkem Marsch sehr schlechtes Quartier. Monsaucons (13. Juni). Besancons. Teluz. Brücke und Fall des Doubs, dessen Schleußen unb Tunnel. 2. Bcrg- prcbigt, über Krassts Kicichcngcschichte. Clairval (14^ Juni). Beaume les Dames. Früher Marsch. Hitze. Arrestation. Scharfe Orbre von Quingey rc. <51 air Dal (15. Juni). Schlechter Rasttag. Baden im Doubs. Ein Soldat ertrinkt. Tcsandans (16. Juni). L'Jsle sur Doubs, Spuren Teutsd)er Sprache. Canal nach dem Rhein. Montreux le chateau (17. Juni). Befort, Besancourt, Elsaß. Ober-Aspach (18. Juni). Montreux le Vieux, Vclldieu (letzter französischer Ort). Erste Deutsche Gegend. Bolsweilcr. Rödern. B a m b a ck) (19. Juni). Stärkster Marsch. Große Hitze Mühlhausen. Große allgemeine Rast. Wein und Brod geliefert — Rheinweiler. Uebergang über den Rhein. Oesterreichische Kürassiere. Großer Jubel. Badisch. Wolfenweiler (20.Juni). Beilingen, Schlingen. Deutsche Heerittaße. wie sie wohnen, oder im Augenblick sich aufhalten. In der Provinz Starkenburg bei dem Konskriptions-Direk- Liedolsheim (29. Juni). Friedrichsruh. Deutsches Sauer« kraut — wie köstlich Tag für Tag! Ladenburg (30. Juni). Schwetzingen, lieber den Neckar (mit Russen). — Ladcnburg (1. Juli). Rasttag, Besuch in Mannheim. Theater in der Scheuer. . Hambach (2. Juli). Weinheim. Unterlaudenbach. Seeheim (3. Juli). Heppenheim. .Auerbach. Bon Dann« städtern wimmelt's. Langen rc. (4. Juli). Durck) Darmstadt Empfang, Bewirthnng. Treieichenhain rc. Man sieht, daß die braven Jäger bei aller Anstrengung! den guten Humor nicht verloren hatten. Im ganzen ructten 674 freiwillige Jäger ins Feld, von denen 178 zur 3. Kompagnu des Schlosses. Krötzingen (2. Schnepseniagb. Krötzingcn (3. Carlsruhe. Babe n - Baden Herrn von Schäffer zu Arnsberg." Mit dem Auftrag zur Formation unb Organisation der freiwilligen Jäger-Korps war ber Generalmajor Freiherr von Schäffer bcbacht, jeder Freiwillige hatte sid) mit eigenen Mitteln auszurüsten, erhielt aber im Dienst die bei den Linientruppen übliche Löhnung. Nach der Ausbildung sollten alle Vorgesetzten mit Rücksicht auf die Wahlvorschläge des Korps ans feiner Mitte gewählt werden. Die Staatsangcstelltcn bezogen während des Felbdicnstes den vollen Gehalt ihrer Dienststellen weiter und auch für die übrigen Freiwilligen wurde bestens oorgesorgt. So sollten alle Freiwilligen bei der späteren Besetzung von Ticnstftellen vor anderen Bewerbern bevorzugt werden, und nur die sollten gleid)beredjtigt sein, die der laufenden Staatsgeschäfte wegen im Zivildienst unabkömmlich wären. Ein besonderer Paragraph betonte noch, daß die Freiwilligen „von ihren Vorgesetzten mit Aufmerksamkeit unb ber Leuten von Erziehung und Bildung gebührenden Ad)tung bebanbclt werden." Am 29. Januar 1811 erließ bann Freiherr G. von Schäffer seine „Instruction für die, zu dem Corps dec freiwilligen Jäger commandierlcn Hernr Capitains", in der er genaue, aber anßer- oiociulid) knapp gefaßte Vorschriften über die Ausbildung ber Freiwilligen erließ, die fid) in Gernsheim zusammenzogen. Es wurde darin alles Exerziermäßige nad) Möglichkeit vermieden unb großer Wert auf bie Seldstänbigkeit des einzelnen Mannes gclcgi. Die als Freiwillige Angemeldeten erhielten ein Patent ais Volontär und späterhin bei ihrer Verabschiedung die Erlaubnis zum Tragen ihrer Uniform. Die hessischen Freiwilligen waren in vier Kompagnien eingeteilt; ihr Kommandeur wurde B. Lynker. Die 1. unb 2. Kompagnie bildeten die Starlenburger, bie 2. mit hellblauen Aufschlägen nsw. die Oberhessen, die 3. mit gelben Aufschlägen usw. die Westfalen. Tie U n i f o r m für Parade bestand ,,in Tschako mit silbernem Hess. Löwen unb Hess. Kokarde, grünem Büschel (mit bem Eichenlaub bei Paraben usw.), schwarzer Hals- binbe, einem grünen Frack, vorn übereinander gc)d;lagcn, mit zwet Reihen weißer Knopfe, Passepoil, Kragen und Aufschläge nad) ben Compagniefarben: grünen engen Beinkleidern, darüber kurze schwarze Kamaschen mit roiher Einsaß unb Quasten, unb Sckmhen." Tie sog. Kommobe-Uniform bestaub aus einem grünen, nach den Kompagnien passepoilicrtem Kollett mit einer Reihe weißer Knöpfe, grünen passepoilierten weißen Beinkleibern, Garnasd)en darunter, Schuhen, grüner Deckelmüpe und grauem Mantel. Tie Offiziere trugen silberne Epaulerts, am Tschako Silberborten, Stiesel mit silbernem Einfaß und Quasten und hellstählerne Schleppsäbel. Die „Armatur" bestand in gezogener Büd;sc, Hirschfänger, Pulverhorn, Kartusdie, Feldflasche und Brotbeutel. Die erste Versammlung der Freiwilligen wurde am 29. Dezember 1813 int Freyschen Saale in Darmstadt abgehalten, daS erste Exerzieren am 1. Febrtlar 1814 in Gernsheim, wohin sie am 19. Januar beordert worden waren. Änr 20. März inspizierte ber Großherzog Lubwig 1. die freiwilligen Korps auf dem Parade- Platz unb am selben Tage würbe ihnen von ber Großherzogin Luise das Feldzeichen, ein E i d) c n l a u b s m e i g auf dem Tschako, verliehen. Am 23. März bezog das Korps die Schloßwad)e und am 28. März wurde der Ausmarsd) ins Feld angerrcten, den viele Darmstädter bis Weinheim und Heidelberg begleiteten. Tie Rückkehr erfolgte am 4. Juli und am selben Tage die Einkehr in das Standquartier zu Langen. Tie letzte Truppensdwu sand am 27. Juli vor dem Prinzen Emil beim Jagdschloß Wolfsgarten statt. Bis zum 30. Juli lag das Korps in Langen, Sprendlingen, Dreicichenhain, Götzetthain und Dffenbad). <■ Große Zbricgstaten haben die freiwilligen Jäger nicht verrichtet, aber es ist reckst lohncitd, den Marsch der Braven zu verfolgen, wie er in einem ber Schriftleitung zur Verfügung gestellten Gebculbuch aus dem Jahre 1853 geschilbert ist. „In allerhöchstem Spezial-Auftrag werden daher — wie cs m bem Aufruf weiterhin heißt — alle jungen Männer unb Jünglinge dieser Klassen, ber höchsten Gnade und Anerkennung im Voraus versick)ert, hiermit aufgeforbert, sich zur Ausnahme in ben freiwilligen Jäger-Korps vom Tage der Bekanntmachung dieses Aufrufs an, binnen 15 Tagen, zur Eintragung ihres Nationale und ihrer Qualifikatioit in bie eröffnet werbenden Listen, anzumelden, und zwar nad) den Provinzen des Großherzogtums mit dem Regiment Prinz Emil und einer Ä b - theilung Munitions- und Trainwag^en rc. im Jahre 1814. (Tic Abthcilungen des Corps kamen ost auf verschiedene Orte zu liegen, die nicht alle anzusühren sind.) .* Tas Exerzieren der Garde-Füsilier- Halbkontpag- me wurde im Lause des NachmikkcrgP noch wiederholt unb zwar aus dem Exerzierplatz außerhalb des Festplatzes. ( Auf dem Festp 1 atz fanden am Nachmittag des Fest- Sonntags in den drei Bataillonshallen verschiedene sportliche Aufführungen statt. Konzert und Tanz, sowie der ausgedehnte Juxplatz unterhielten die Besucher, deren Zahl wohl zeitweise 20 000 betrug. Die B a t a i l i o n S f e i e r n fanden am Abend in den drei Fcisthallen statt. Das 1. Bataillon spielte als Hauptstück seiner Auffahrungen „1813, vaterländisches Sch auspie l" von Fritz Blachnv. Die einzelnen Aufzüge stellen Vorgänge dar, die nach der Schlacht bei Jena spielen, ferner die Ueber- gabe Magdeburgs, den Aufruf au mein Volk, die Einsegnung des Freikorps und Körners Heldentod. Sehr hübsch waren aud) die lebenden Bilder aus großer Zeit (Erzählung eines französischen Kriegers, Ausruf, Einsegnung der Mannschaft, Abschied, Verwundet, Heimkehr und Schlüßbild). Das übrige Programm bestand aus Konzertstücken, Gesangsvor- Iragen der einzelnen Kompagnien und turnerische Mf- sührungen. Im 2. Bataillon gab es zunächst Lebende Bilch er aus der Geschichte des Regiments. Major Ko et tschau hatte dazu einen Text geschrieben, den Frl. Ida Strack aus Gießen sprach. Die einzelnen Bilder stellten dar die Gründung des Regiments in Alsfeld 1803, .Auf den Eisfeldern Rußlands 1812, Aus der Schlacht von Gravelotte und Huldigung an den hohen Regimentschef. Es folgte ein von Tanzmeister Will sehr gut cingcübtcr Bauern tanz von acht Paaren in Hüttenberger unb Schwalmcr Tracht, ber sehr gut gefiel. Ihm schloß fid) ber echte Schwül- mer Tanz an, ber von bcnselben Tänzern ausgeführt wurde. Zulctzr ersichicn ein Paar aus Willingshausen auf ber Bühne im Sonntagsstaat. Hierbei kam ber Unterschieb zwischen Kunsttanz unb echtem Bauerntanz, wie er auf der Scholle gewachsen ist, hesonbers zur Geltung. Gesangsvorträge des Sängerchors des 2. Bataillons, unter Leitung des Musiklehrers Wigand Gernhardt, sowie Geräteturnen, ^Keulenschwingen und Pyramiden. Aud) im 3. Bataillon gab es ein sehr reichhaltiges und schönes Programm. U. a. gab es Stabübungen der Mannschastsabteilung tind Reckturnen der Mannichaften und Unteroffiziere, lebende Bilder aus dem Jahre 1813, ein Festspiel „General York bei Tauroggen", Musik- und Gesangsvorträge, darunter „Der Trompeter an der Katz'bach" von Möhring. Der schöne Ruheplatz. Mpen-(Schnee-)Gluhen. Montblanc überm See. Das schöne Landgut Fraid-.Aigue des Grafen Oyen. Herr Lauterrschläger. Borbiny (24. April). Frankreich. Rolles. Pcnch. B o r d i n y (25. Llpril). Rasttag. Genf besucht. I. I. Rous- seau's Lanbsitz unb Grab. St. Germain (26. April. Fort l'Ecluse. Rhone-Fall, Perke du Rhone. Felsen. Chatillon. See. N a n t u a (27. .April). Bergpredigt über den Westphalen- Keller. Poncin (28. April). Schöne Gegend z-wischen Bergen. Scc. Zerstörtes Dorf. Maillard. Cerdon. Po nein (29. April). Rasttag. Schönes Sck-loß auf dem Berg. Alles geflüchtet unb versteckt, aber bod) gefunben. Wein, Fleisch, Brob, Eher, Geflügel in Masse. Das gebratene Welsch ui Eile unausgenommen. Chatillon (30. April). Schlechtes Quartier an der Rhone. Aloin, Beblin. Eine sehr arme, ruinirte Gegenb. Keine Quartiere. Auf dem Felde gelagert bis zum Abend. „Ter Runkel ber ist da, der Holzappel rc." ertönte es endlich. Entsetzliche Quartiere. Zu 30 in einem alten, leeren Stalle, wo bie Krippen erstürm) und zum Lager benutzt wurden. Nix Mangir, nix Wein, nix Schnapps, nix, gar nix! — kaum eine Hand voll Heu zum Bette. Tas war )ehr wenig. Montluel (1. May). Drei Stunden von Lyon. Excrciercn. Putzen. Lyon (2. May). Ruheplatz mit imposanter Aussicht auf Lyon und Umgegend. „Der Holzapfel ist ba!,z Toilette machen. Empfang der Lmien-Offiziere. Einzug in die Stadt in groß Parade. Prinz Emil mit Stab rc. Lyon (3. May). Rasttag. .Parade auf dem Platz Belcour. (23. April). Apotheker Strecker dort kcmmt und holt! wr die Provinz Ober Hessen gehörten, alle.Strecker im .Corps zu sich. Früh im Dunkels aus.marschirt, ———; bürg. Rüthi (16. April). Solothurn. Usv-Kirchc. Großartige Aussicht. In der Ferne Schneegebirge der Schweiz. Kertzers (17. April). Franz. Schweiz. Aarburg. Aar mit bedeckter Brücke. Avanche (Avantiticmn) mit Römisck)en Resten. Amphitheater rc. Tonbidieu (18. April). Murten. Sec. Beinhaus. Sckstachtselb. Adjutant Klüber hält eine Rede darüber auf dem Ruheplatz dort. Ehatonais (19. April). Peterlingen (Payern) — Käsesuppen. Chatonais (20. April). Rasttag. Kahle Felder und Menschen. Exercieren im Gyps. Tie verlorene Uhr., Lausanne (21. April). Moudon mit Schloß. Hurra! beim Anblick von Lausanne, des Genfersee mit der ganzen zauberhaften Gegend. -tfror IUhlanen. Eckstoß. Tas große Faß. . . . . ~ c r ö c )t in o n t a g 11 b ft a b t (1. April). In Parade durch Bruchsal. Kaiserin fvtedcrum um < lll)r vormittags mit dem Wecken ? von Rußland mit der Großherzoglichen Familie aus dem Balkon Hr. M fragen“ er 3er ü 2er W Zamstog die ö tinntb|tudcii io für die vcrutz ffiiiierten 3intI Montag, >°o m zu Ende zu kom Aus der Lc Regierung eine inutmas'lrci'en -> vcrger angenom i«*m S auf ca. 33 JM ein Aussall t lich ä Proz. Tu ganze Anzahl t befreit. Mü 3 falle b;it die zlvanzigsaaien z den Antrag, di schaftliclie Setrif von forkschr Gäriucrei als rt (finmentungen ( ÄbMung der Pacht wert ii vorschtägt, seien nach der 1905 vc ten Ansicht ein habe sich sogar gesprochen. Ter prcußi sich gegen ben ' bebauter Grünt trag (^beiger praktischen Per liberales tragsberechnnn lohnten Arbei es sich nicht dc hohe Besolduin znnehmen. Zn mögen auf zatfadjen entfpi öaoon abtoektjen. 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