ouei Die heutige Nummer umfaßt 18 Seiten. 95 4 )he . e . \ ;ebogt 7301 * 95 4 95 4 ' • 95 4 • • 954 95 4 95 4 95 4 954 95 4 95 4 95 4 95 4 90 4 eil - idersto: Cbevio 95 4 95 4 95 4 95 4 95 4 95 4 95 4 95 4 95 4 tnr • .decken io# )ff - 95 4 95 4 95 4 95 4 95 4 95 4 95 4 95 4 95 4 — Alfred Russell Wallace y. Der berühmte Naturforscher Alfred Russell Wallace ist nach einer Meldung aus London im 92. Lebensjahre gestorben. Wallace war einer der genialsten Mitbegründer der Theorie von der Zuchtwahl. blieben sei. Später sei dann dieses Skelett der Großen Oper angeboten worden. Berlioz habe den cl-emaligen Träger noch persönlich gekannt. Ein Sekretär der Oper suchte durch eingehende Nachforschungen bei den Bühnenarbeitern und in den Büchern der Oper, die Wahrheit dieser Geschichte heraus.',usinden. Es ließ sich aber nur feststellen, daß nie jemand das Skelett gesehen hat, und daß es überhaupt nie verwendet worden ist. Da ist die Legende von dem Einzuge des ehemaligen Direktors Nestor Rogueplan, der noch im Operngebäude selbst wohnte, und den Theodore de Banville in seinen Erinnerlmgen als einen sonderbaren Kautz geschildert hat. Rogueplan hatte nämlich die Gewohnheit, sämtliche Briefe, die an die Leitung der Oper einliefen, uneröffnet in eine Schublade zu werfen. Er versicherte, daß *oic Tinge an der Oper ebenso gut gingen, wenn er diese Briefe nicht gelesen oder beantwortet habe. Zn der Tat machte die Oper unter seiner Leitung bedeutende Fortschritte. Aber, was waren die großen Vorstellungen im .Hinblick auf die kleinen auserwählten Konzerte, die er in der Oper nur wenigen Freunden gab! Diese Konzerte dauerten nie länger als 10 Minuten, aber sie waren von konzentrieter Schönheit. Er behauptete, daß er bei der Leitung des Theaters auch einen Genuß haben tvolle. Ta find ferner zahlreiche Legenden, die sich mit den Zuschauern beschäftigen. Am interessantesten ist wohl die des rätselhaften Persers. Gegen Ende des zweiten Kaiserreiches sand sich jeden Abend, ohne Unterbrechung, in einem Orchesterfauteuil ein Perser ein. Sein Turban und sein weißer Bart gehörten unbedingt zu dem künstlerischen Bilde. Man wußte nichts von ihm, was natürlich Anlaß zu allerlei Fabeleien und Sagen gab. Man behauptete, daß er aus seinem Vaterlande verbannt sei. Er saß täglich ruhig da und verwog keine Miene. Ein Maler wollte ihn einst foppen. Er verkleidete sich als Perser, klebte sich einen Bart an und erschien so als getreuer Doppelgänger neben dem echten Perser. Tas ganze Theater war in Unruhe. Alle Blicke waren auf die Beiden gerichtet. Wer der Orientale »var nicht zu verwirren. Er grüßte mit einem verbindlichen Lächeln seinen angeblichen aLndsmann und folgte im übrigen mit der gleichen Aufmerksamkeit und Ruhe wie bisher der Vorstellung. Ta wird auch immer wieder die niedliche Geschichte von dem Advokaten erzählt, dem einst ein Schauspieler-Klient bei seinem Tode ein lebenslängliches Abonnement für die Große Oper geschenkt hatte, und der nun täglich in einem schwarzen Samtkäppchen in der svgenanMen „Höllenloge" saß. Deutsches Reich. Der Kaiser traf am gestrigen Freitag mit kleinem Gefolge kurz nach Uhr im Automobil in K ö n i g s w u st e r h a u s e n ein und fuhr sogleich nach dem' dortigen Blindenheim, wo er weit über eine Stunde verweilte. Um 6 Uhr begab sich der Kaiser nach dem Jagdschloß. In dem reichbeflaggten Orte war inzwischen Haus für Haus illuminiert. Das Publikum stand in dichten Scharen am Wege und bereitete dem Kaiser ein herzliches Willkommen. Im Schloßhof wurde er mit dem Fürstengruß empfangen. Die Schulkinder umsäumten den Weg mit Fackeln. Gleichzeitig war der kaiserliche Sonderzug eingelaufen, mit dem Prinz Oskar, der Reichs kanz- l e r, die Fürsten zu Fürstenberg und Solms-Baruth sowie die anderen Jagdgäste eintrasen. Um 7 Uhr fand Abendtafel im Jagdschloß statt. Die Kaiserin reiste Freitag nachmittag nach Kassel ab. Der russische Hlimfferpräfiöent ttokoVtzsW, welcher von dem Präsidenten Poineare empfangen wurde, erklärte einem Berichterstatter u. a.: Man hat mir übertriebenen Optimismus nachgesagt, aber die Tatsachen haben mir schließlich recht gegeben. Die Londoner Konferenz hat, was immer man von ihr gejagt haben mag, Verwickelungen und Konflikte verhindert mid es wäre ein übertriebener Pessimismus zu glauben, daß ihr dies nicht auch für die neuen Schwierigkeiten gelingen sollte, welche der orientalische Zwist barbietet. Ich sehe die albanische Frage ' ■ ^4 ' ' 954 • 95 4 politische Wochenschau. Gießen, 8. November. Wir stehen vor dem Ende des „Krupp-Prozesses", und der gestrige Antrag des Oberstaatsanwalts, die beiden Angeklagten, Brandt und Eccius, zu je 5 Monaten Gefängnis zu verurteilen, ist ein Abschluß, über den sich schon einige Be- tT(id)tungcn stellen laßt. Folgt das Gericht dem Antrag des Oberstaatsanwalts, so wird die Firma Krupp einen empfindlichen Schlag erhalten, denn der Anklagevertreter hat tu feinem Plädoyer auch auÄrrücklich crötirt, „der Beweis sei erbracht, daß man in Essen ganz genau über die Sachlage informiert gewesen sei." Wenn die überaus umfangreiche Zeugenvernehmung im Grunde absolut nichts anderes ergeben hat, als was man aus Verhandlungen des früheren Prozesses bereits gekannt hat, so war doch die überaus scharfe und unerbittliche Art und Weise, wie die Anklagebehörde ihr Amt angefaßt hat, etwas Sensationelles und die ganze Oef- fentlichkeit Aufregendes. In dieser Hinsicht dürfte es der Partei des Herrn Liebknecht doch recht schwer fallen, gegen deutsche Gerichte den Vorwurf der Klassenparteilichkeit zu erheben. Im Gegenteil, bei genauerem Zusehen kommt man zu dem Schlüsse, daß bei anderen Prozeßbeteiligten in einer gewöhnlichen Bestechungsaffaire ein so umfangreicher Apparat von Nachforschung ganz unmöglich gewesen wäre. Der Oberstaatsanwalt ist geradezu ein Opfer der unerbittlich strengen Auffassung seiner Amtspflichten geworden. Es liegt darin einesteils ein erfreuliches Zeugnis von der Unvoreingenommenheit deutscher Gerichte, aus der andern Seite aber herrscht der Eindruck vor, daß dieses lobenswerte Rechtsgefühl doch zu weite Gebiete unseres öffentlichen und staatlichen Lebens ins Nutschen gebracht hat, daß namentlich draußen, im Auslande her Eindruck erweckt worden sein mag, als herrschten in Deutschland und in seiner Militärorganisation trübe Mißstände. Diese Meinung hat nun durch den Verlauf der Sache ganz den Grund und Boden verloren. Auch der Staatsanwalt ist zu der Ueberzeugung gekommen, daß von Verrat militärischer Geheimnisse kaum die Rede 'sein könne. Ebenso hat das Vergehen der Bestechung, dem' sonst so überaus abstoßende Merkmale anhaften, hier eine mildernde Beigabe. Es sind nicht nur gewinnsüchtige Motive, die einzelne untere Organe der Heeresverwaltung ihre Pflichten vergessen ließen, sondern auch kameradschaftliche Rücksichten und leichtfertige, aber doch begreifliche Selbsttäuschungen. Brandt ist kein Vaterlandsverräter, fein Mensch von niedriger Gesinnung. Wenn er wirklich eine fünfmonatige Gefängnisstrafe erhalten sollte, so wäre damit sein Vergehen vollauf gesühnt. Daß der Staatsanwalt ihn nicht den alleinigen Sündenbock sein lassen will, berührt sympathisch. In der Tat kann man nicht leugnen, daß einige höhere Beamte der Firma Krupp in Essen als Mitwisser und be- wußteBeför.derer der Brandtfchen Bestrebungen die schlimmeren Fehler gemacht haben. Sie haben der Firma nicht genutzt, sondern ihr schweren Schaden zugefügt. Gerade die bezeich- Tageskalendcr aus -em Jahre 1813. 8. November Napoleon kommt, aus DratscUcmd flüchtend, m St. Cloud an. 9. November. Abermaliges Gefecht bei Hochheim, in dem die Oefterreicher die Franzosen schlagen, die 25 Offi- ftierc, 800 Mann, 4 Gesetze und 1 Fahne verlieren. . . 95 4 er- • 95 4 • • 95 4 • • 95 4 es. . -80 len ikerei \kerei - . 95 4 i- - . 954 Gretzener Sta-ttheater. Das Geheimnis. Schauspiel von Henri B e r n st e i n. Gießen, 8. November. Henri Bernstein hat in Deutschland seinen größten Erfolg mit dem spannenden, aber gemachten Schauspiel „D er Dieb" errungen; seine neueren Werke vermochten kein tieferes Interesse zu erregen, weil sie gar zu handgreiflich grob gezimmert waren. Sein neuestes Bühnenstück, „Das Geheimnis", ist wieder ein „Schlager" geworden und hält nun feinen Siegeszug über die deutschen Bühnen, die mit offenen Armen nach wirkungsvollen Schaustücken verlangen. Und wirkungsvoll ist „Das Geheimnis". Der Maler Constant Jannelot ist seit elf Jahren mit seiner liebreizenden, entzückenden Frau in glücklichster Ehe verheiratet. Kein Wölkchen trübt den Liebcshimmel des Pärchens und glücklich wie am ersten Tage, sind sie heute noch ineinander verliebt. Aber aus stillen, verstohlenen Gesten der lächelnoen Gattin fühlt man bald, daß irgendwo ein Geheimnis steckt. Es scheint zunächst die heimliche Liebschaft Henriette Hvzleurs, einer reizenden, verwitweten Freundin des Hauses zu sein, denn Gabriele hat ihrem Manne nichts von dieser Liebschaft mit Charlie Ponta Tulli er- j'äjjit — sie hat sogar den jungen, schüchternen Diplomaten Denis le Guenn von der Ehrenhaftigkeit Henriettes zu überzeugen gewußt, so daß dieser seine Bedenken aufgibt und die Witwe heiratet Im zweiten Aufzuge erscheint nun Ponta Tulli, und der mitleidige Zuschauer zittert für das Liebesglück des jungen Pärchens, benn nun muß sich das Geheimnis aufklären, meint man; nun 'muß le Guenn von dem Vorleben seiner Frau erfahren, lind das Geheimnis klärt sich auf: aber anders, als mancher denkt Ponta war gar nicht seiner angebeteten Henriette überdrüssig, wie es zuerst hieß, im Gegenteil, er wollte sie unbedingt heiraten; er wäre auch nicht gekommen, wenn man ihn nicht geraten hätte; Denis wäre auch nicht guf Ponta eisersüchteg geworden, wenn er nicht geschickten Einflüsterungen erlegen wäre;Constant schließlich hätte sich nie mit seiner Schwester entzweit, wenn er nicht, ohne daß er es merkte, geschoben worden wäre. Alles, alles, und das ist das Geheimnis, hat die liebreizende, entzückende Gabriele vollbracht, die Frau, die ihren Mann abgöt- lisch liebt Sie kann es nicht ertragen, daß jemand glücklich ist, ifrer dieses Glück nicht ihr zu verdanken hat, sie muß Liste ersinnen und Ränke schmieden, sie kann nicht gut sein, so sehr sie auch möchte. Wer ein gütiges Geschick hat edle Menschen um sie gestellt. Nachdem alles aufgeklärt ist, reift Ponta ab mb die beiden Paare vergeben einander und gehen bann jedes seiner Wege. - Der Aifall, dest das Stück gfltern hier fand, Mr sehr «rft Die Ausführung, bie von Herrn Tworkowski geleitet wurde, war im allgemeinen recht gut, wenn man sich auch einiges anders gewünscht hätte und wenn auch häufig zu leise gesprochen wurde. Herr B r u ch w i tz , der den Maler Constant spielte, ist nicht der Mann des Salons; seiner gedrungenen Kraft entsprechen die genialischen Helden, das naturwüchsig Starke. Da liegt sein bestes Können, ein sieghaftes Stürmen. Für den Constant 'war er zu derb. Sehr fein gab Frau Sonntag-Blume die Gabriele. In ihrer Darstellung gewann der seltsame Charakter Leben; das Schlechte, Verderbte, blieb im Unterbewiißtsein und lohte nur manchmal rasch und heiß auf. Man glaubte ihr die große Liebe zu ihrem Mann, man glaubte auch an ihre Reue. Recht hübsch, aber doch nicht fraulich genug war Frl. Dagny als Henriette. Ganz reizend war sie im Anfang; voll nachdenklicher Scham um eine verlorene Mädchenehre, aber nachher nicht temperamentvoll genug, um ihren Fehltritt glaubhaft zu machen. Oder war es im Leiden um den Fehltritt? Im übrigen verwüste sie nicht vergeblich, tiefer in ihre Rolle einzudringen und sie zu klären. Das Talent dazu hat sie in reichem Maße. Dem schüchternen Diplomaten le Guenne gab Herr Steinh 0 fer eine sonnig wärmende Güte, eine rührende Hilflosigkeit und auch im äußeren so getreu dem von dem Verfasser entworfenen Bilde, daß es eigentlich rätselhaft ist, was .Henriette so sehr an ihm liebt. Den heiteren Lebemann Ponta Tulli mit dem gramvollen Herzen spielte Herr R 011 e d keck und frisch mit einer leisen Trauer im Auge; abgeschliffen und abgeklärt. Eine köstliche Tante Clotilde bot Frl. Frenzei; ganz Dame und doch komisch genug. N. Legenden aus der pariser Großen Oper. Legenden — denken wir an sie, so sehen wir im Geiste als ihren Schauplatz verfallene Burgen, dunkle Stloftcrgänge, mond- scheinheglänzte Plätze und Straßen einer schlafenden alten Stadt vor uns. Mer: es gibt viel mehr Legenden zwischen Himmel und Erde, als bie Schulweisheit sich träumen läßt und selbst ganz moderne Häuser, Stätten und Einrichtungen haben zuweilen ihren Legendenschatz. So auch die Pariser Große Oper. Eine Menge, halb historischer Gesckstchten gehen da um und werden von einer Künstlergeneratiou gläubig der nächsten überliefert, wobei die Geschichten, wie *55 nun einmal das Schicksal der Legenden zu fein pflegt, selbst mancherlei Wandlungen unterliegen mögen. Ta ist z. B. die Legende von dem Skelette des Ooktors Bois- martin, die jedesmal bei einer Vorstellung des „Freischütz" durchs Haus geflüstett^wird. Früher soll nämlich in der Kugelguß,'zene ein richtiges Skelett venvendet worden sein, das das Skelett eines seinerzeit bekannten Pariser Arztes, des Doktor Boismattiu, gewesen sei. Ter Arzt habe es bei seinem Tode seiner Geliebten, einer Tänzerin, vermacht. Diese habe bamit aber nichts anzu- fangen gewußt, so daß es in einem Schrank vergessen liegen ge- nenben Konferenzen in Essen, die sich an Brandts von Gewissensbissen getragenen Aeußerungen anknüpsten, beweisen, baß in Essen eine schonenbe Tulbung fragwürdiger Hanb- lungen geübt würbe. Direktor Eccius, ber Verantwortliche dieses Teils der Kruppschen Geschäfte, wird die Schale zur bitteren Neige leeren müssen. Und doch, so ernst man diese faxen Auffassungen gc- schästlicher Moral auch beurteilen mag, viel schlimmer sehen die Unternehmungen und Beweggründe aus, die zur Aufrollung der lcidiaen Angelegenheit geführt haben, fperr v. Metzen ist tatsächlich, wie der eine Verteidiger feststellte, gerichtet. Wenn ihn keine gerichtliche Strafe ereilt, so verfolgt ihn doch auf allen seinen weiteren Schritten der Schatten eines üblen Leumunds. Wer solchen Vertrauensbruch verübt, daß er eine Stelle, auf deren Besetzung er einigen Einfluß hat, um eigener, schnöder Gewinnsucht willen verkauft, für den ist Entlassung die allermildeste Strafe. Wer aber dann, um für diese Maßregelung sich zu rächen, zum scheinheiligen Denunzianten wird, erniedrigt sich bis zur Selbstverachtung. Es besteht der Verdacht, daß Herr v. Metzen in seinen „guten" Tagen, als er noch Angestellter der Firma Krupp war, genau so gut um die fragwürdigen Beziehungen Brandts gewußt hat wie Direktor Eccius. Und wenn überhaupt Landesverratsgcfahrcn dabei im Spiele waren, so hat sie mehr als ein anderer der, Zeuge v. Metzen heraufbeschworen. Bei diesen Qualitäten des Hauptbelastungszeugen war es wirklich nicht gerade erforderlich, daß der Prozeß so ungewöhnlich große Dimensionen annahm, und der Staatsanwalt ging in der Hitze des Gefechts doch manchmal weit übers Ziel hinaus. Dies äußerte sich besonders in der Zitierung der Zeugen v. Bücking und Wangemann. Das verdächtigende Geschwätz, daß Empfehlungen Kruppscher Direktoren auf Beförderungen von Militärbeamten Einfluß gehabt haben könnten , war doch wohl keine Zwangslage, Telegramme in die Welt zu schicken und einen ahnungslosen' Herrn in Mera n Hals über Kops diese seltsame Vergnügungsreise nach Berlin antreten zu lassen. Die Vernehmung des Zeugen Majors Wangemann, war ebensowenig gerechtfertigt, denn wenn dem Abg. Liebknecht ein Offizier, der mit Krupp Beziehungen unterhält, verdächtig erscheint, so braucht daraus wirklich noch keine gerichtliche Hauptaktion gemacht zu werden. Wie die Strafen gegen die beiden Angeklagten «auch ausfallen mögen, bie widerliche Sache ist nun ein- für allemal aus ber Welt geschafft. Es liegen Verfehlungen vor, gewiß, aber sie sind bei weitem nicht so schwerwiegender Art, daß wir mit Dr. Liebknecht auch nur halbwegs ein „Panama" annehmen müßten. Die Militärverwaltung hat durchaus Feine weltbewegenden Skandalgeschichten zu beklagen; sie ist durch diese Aufdeckungen nur zur weiteren Ausbreitung ihrer Vorsichtsmaßregeln genötigt worden, und sie wird dafür zu sorgen haben, daß keinerlei wesentliches Geheimmaterial mehr in private Hände gelangt. als nebensächlich und wenig beunruhigend an. Sie haben gesehen, wie sich bie Regierung Serbiens schnell dem Willen Europas unterworfen hat, indem es Albanien räumt. Ich kenn« Vcniscl 0 s nicht, aber ein überlegener Staatsmann, als den ihn jedermann ansieht, wirb er nicht ermangeln, sich gleichfalls demselben Willen zu unterwerfen, umfontdir als es sich seitens Griechenlands nur um eine Frage nationaler Empfindlichkeit zu handeln scheint. Als schwerwiegender und ernster sehe ich die türkisch-griechische Spannung an, aber ich glaube: daß man sich, um deren Lösung zu beschleunigen, mit ber Räumung Albaniens beeilen muß. Die Türkei erwartet, hofft sogar vielleicht von dieser Seite her eine Verwicklung, wo sic ber tertius gaudens wäre, wie sie es im Kriege zwischen ben Balkanverbündeten war, der ihr Adrianopel eingetragen hat. Aus Italien, wo ich mich mit Marchese San Giuliano unterhalten habe, bringe ich feinen anderen Eindruck mit, als den, daß die Aktion ber italienischen Regierung innig mit ber Oesterreichs auf dem Balkan verknüpft bleibt und daß das römische Kabinett, das von Oesterreich an Serbien gerichtete Ultimatum für durchaus gerechtfertigt hielt. Gewiß, unsere Gesichtspunkte, sind nicht dieftlben, aber ich bleibe nichtsdestowenigm: der Ueberzeugung, daß die Londoner Konferenz mit der Zeit alles wirb hereinbringen können, was bie Reformen in Armenien anlangt. So ist biefe Frage noch nicht reif. In meinen Unterredungen mit dem Ministerpräsidenten 23 art l)o u und dem Minister Pichon werbe ich auch bie Frage der in Frankreich vorznnelstnenben Ausgabe von Obligationen ber russischen Staatseisenbahn erörtern. Der russische Staat ist dabei interessiert, ba er diese Bahn garantiert. Man behauptet immer, daß der Besuch eines russischen Skaatsministers das Vorspiel für eine Anleihe bilde. Das ist hier keineswegs der Fall. Die gute Lage unseres Staatsschatzes schließt für Rußland jede Notwendigkeit aus, einen Kredit in Anspruch zu nehmen. Konstantinopel, 7. Nov. Hiesige Mvrgcnblätter melden, der deutsche Konsul Dr. Bassel sei als Mitglied der Kommission zur Reform der Finanzen in Aussicht genommen. Die Ernennung wird nicht, wie die türkischen Blätter angeben, auf Wunsch Deutschlands, sondern auf Ansuchen der türkischen Regierung erfolgen. — Die Reise des rumänischen Ministers Take Jonescu nach Athen wird von der Pforte und den Diplomaten in optimistischem Sinne ausgelegt, weil Take Jonescu, durch ein türkisches Memorandum informiert, die guten Dienste Rumäniens in dem griechisch-türkischen Konflikt anbieten werde. Athen, 7. Nov. Der rumänische Mini st er des Innern, Jonescu, ist hier eingetroffen und vom Mi- nisterpräsidenten empfangen worden. Eine große Menschenmenge jubelte ihm zu. Die Stadt ist beflaggt. Nr. 265 Erstes Blatt 163. Zahrgang Samstag, 8. November M Der SietzE Anzeiger NV wir YezuaSvrel» Aryemt täglich, außer LÄ 'V monatlich 75'^., otertel- V«nntags. - Beilagen: M ä Jk L A. >6 A A A-L A A, X A jährlich Mk. 2.20; durch arr [ ie n*b 1 ä tt'er^; V' v I f ' v monatlich (£> Pf.; durch «s&scsIJlIr KPllr I zl (Dienstag und Freitag); WWBF D jg fejk M Hm US Zv re ^3 ^3 O fei M El ZeilenpretS: lokal löPf^ wirtschaftliche Leilfragen 8$ Hfl Kfi yy 'v 99 'V w Chefredakteur: A Goetz. Fernsprech - Anschlüsse: 9L ■ AV Verantwortlich für den lur bte Redaktion 112, polit. Teil: Aug. Goetz; MM General-Anzeiger für Gberheffen ßWM bis vormittags 9 Uhr. Roiah'oitsönttf und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch- und 51eindruckerei K. Lange. Redaktion, Grpedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Anzeigenletl: H. Beck. Ausland. Vom Generalleutnant v. Winterfeldt. Aus Grisolles wird berichtet: Am Freitag vormittag 10 Uhr wurde der bei dem Oberstleutnant v. Winterfeld! nötig gewordene operative Eingriff unter dreioiertclstün- diger Nartow vorgenommen. Er hat die Operation gut über- standen. Das Befinden ist weiter zufriedenstellend. Auslandsreisen des Königs von Spanien. Aus Madrid wird gemeldet: König Alfons, der sich in 14 Tagen noch Wien begeben und an den Jagden des Erzherzogs Franz Ferdinand teilnehmen wird, wird sodann einer persönlichen (finlaning des Präsidenten Poincar^ folgend, nach Pari-Z reisen, und sich von da mit der .Wnigin nach -England begeben, wo er etwa 3 Wochen bleiben wird. Aus M exiko-Cilt) wird gemeldet: In der Versammlung des Kabinetts, die in der Nacht zum Freitag stattfand, wurde die formelle negative Antwort .Huertas auf die Forderungen der Vereinigten Staaten eingehend besprochen. In der Antwort wird be'tritten werden, dass die Bereinigten Staaten irgend ein gesetzliches oder sonstiges Recht haben, das Ausscheiden Huertas zu verlangen. — Lind, der amerikanische Sverialgefandte traf Freitag morgen in Begleitung des Gesandtschaftsselretörs in Merilo ein. Aus Stadt und Land. Dieben, 8. November 1913. Das hessische Dolksschnlwesen. Seit dem Jahre 1912 hat die statistische Bearbeitung des hessischen Volksschulwefens eine durchgreifende Umänderung erfahren, die sich in erster Linie in einer klareren Uebersicht über die Schularten und Schulklassen, die Fortbildungsschul- und Berussklassen widerspiegelt. Im Gr^siherzogtum Hessen waren am 10. Mai 1913 insgesamt 973 öffentliche Volksschulen vorhanden (1912 : 980): davon kommen auf Starkenburg 368 (368), Oberhessen 414 (41.5) und Rheinhessen 191 (197). Dem Bekenntnis nach zergliederten sie sich in 903 (905) Simultanschulen, 34 (36) evangelische und 36 (39) katholische Schulen. Der Zahl der S ch u l- klassen nach waren es bezüglich des Geschlechts 3903, und zwar 691 Knaben-, 699 Mädchen- und 2513 gemischte Klassen: nach dem V o l ls s ch ulleh rpla n: 398 einklassige, 510 zweiklassige, 311 dreiklassige, 438 vierkkassige und 2246 mehrklassige. Die Zahl des Lehrpersonals setzt sich folgender- maßen zusammen: 3371 Lehrer, 541 Lehrerinnen, zusammen 3912. Die Zahl der Schulkinder betrug 210 388 (208 279), darunter 105096 (103 950) Knaben und 105 292 (102995) Mädchen. Nach dem Bekenntnis waren es 138 259 evangelische, 68 469 katholische, 1783 israelitische und 1877 andersgläubige Kinder. — Die Zahl der D i l fssch u lkta ssen betrug 33 mit 782 Schulkindern (435 Knaben und 347 Mädchen). Die Zahl der Fachlehrer und Fachtehrerin- n e n wurde jetzt zum erstenmal statistisch festqestellt. Es unterrichteten 15 Fachlehrer und 175 Fachlehrerinnen. Die Zahl der Schulgemeinden, in denen noch Schulgeld erhoben wird, hat sich von fünf auf zwei verringert. Erweiterte Volksschulen gibt es sechs mit 135 Klassen, 141 Lehrern und 5364 Schulkindern. Sie befinden sich in den Städten Darmstadt (3), Offenbach (2) und Gießen (1). ** T a g e s k a l e n d e r für SamStag, den R. imb Sonntag, den 9. November: S t a d t t b e a t e r: Samstag nachmittags 3*/ Nbr: „D i e Hermannsschlacht*; Sonntag nachmittags 3'/, Uhr: „Püppchen*; abenb«71', Uhr: „Majolika*. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung. U n i o n - T b e a t e r: Täglich Vorstellung. (DienStagS und San'StagS neues Vrogramm.) OberbessischeS Museum und Gail'sche Samni- lunoen. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11 — 1 Uhr unentgeltlich. O b e r H e s s i s ch e r K u n st v e r e i u. Die Gemälde-Ausstellung ist täglich von 11—1 Uhr und ebenfalls Mittwochs von 3 bis 5 Uhr geöffnet. Kolosseum (EasS Leib) Samstag und Sonntag: LanS und Ney, Antispiritistenpaar. Verein der Fortschritt!. VolkSvartei: Außerordentliche Generalversammlung. Samstag abends 9 Uhr im -Einhorn". ,, Gesellschaftsverein. Marianne Geyer-Berlin: Lieder zur Laute. Sonntag abends l'A Uhr. Tic Anlagemusik kann morgen wegen Verhinderung der RegimentSinlisik nicht stattün^en und findet daher Montag nachmittag 3 Uhr in der Süd-Antagc statt (mir bei gutem Wetter). Epielplan: 1. Iägermarsch, von F. Bratfüch. 2. Fantasie auS „Siegsried", von N. Wagner. 3. Ouvertüre zur Oper „Tas goldene Kreuz", von I. Brüll. 4. Alt-Badischer Marsch, von E. Kaiser. * ErbgroßHerzog Georg begeht heute seinen achten Geburtstag. *♦ Studentische Unterrichtskurse. Am nächsten Montag beginnen huT wieder die studentischen Unterrichtskurse, und zivar in Deutsch I und II (Montags), fftechnen I lind II und Geographie im Geogr. Institut, Brandplatz 4II (Mittwochs), Franzosisä) >Donnerstags und Englisch I und II (Freitag). Die Shirle sinden in der Universität V?9 Uhr abends statt chusgenom- men Gemirapbie Die zkurse wollen Männern und Frauen der er werl>stätigen Bevölkeriing von Gießen imb Umgegend Gelegenheit geben, sich in Elementarsächern und Spraclu:n weiterzubilden. Auch sollen Vorträge und Fstl/rnngen mannigfacher Art den .Hörern geboten werben. Die Kurse sind außer einer Einschreibgebühr von 0,50 Mark für jeden Kurs kostenlos. ** Ein lieber fal( auf ein Bahnwärterhäuschen wurde am Freitag abend auf dem Posten V auf der Kreisstraße G i e ß e n — R ö d g e n üerübt Nachdem der Zug Gießen—Fulda, der 6.38 Uhr hier abfährt, den Uebergang passiert hatte und der Bahnwärter Peter Schmitt in sein Häuschen, das zugleich zum Wohnhause dient, zurückget'ehrt war, kam ein etwa 25jähriger, gut gekleideter Mann sehr aufgeregt ihm nach und verlangte Essen Nach einigem Zögern machte die Frau des Bahnwärters dem Fremden etwas Essen zurecht uud lud ihn ein, am Familientisch Platz zu nehmen Anfangs aß der Mann ruhig, plötzlich zog er einen Revolver und schoß auf die Frau. Der zweite Schuß traf in den Arni und rief eine st a r k e F l e i i ch w u n d e hervor. Dann sprang der Fremde auf und eilte dem Ausgange zu. Sclunitt wollte ihn aufhalten, wurde jedoch durch zwei neue Revolverschüsse, die an ihm vorbei in den Türrahmen drangen, in Schach gehalten. Der Täter entkam unerkannt. Er'soll ziemlich groß, etwa 1.70 Nteter, und sehr schlank gewesen sein, war mit einem blauen Anzug, schwarzen schuhen und einem ungewöhnlich hohen Stehkragen bekleidet. Soweit bis jetzt bekannt ist, sind die sofort angestellten Ermittlungen der Gendarmerie noch zu keinem Ergebnis gekommen. Darlehensschwindler. Die Finna Lorenz Heu- hach in Köln sucht in diesiger Gegend Vertreter für Dar- l e h e n s v c r m i t t l u n g e n. Nach der Zmtruktion für die Ausnahme von Darlehensanträaen hat der c^lbsuchendc an den Vertretet für bie Vermittlung betf Antrags eine Gebühr von 1,50 bis 15 Mark (je nach der Höhe des gewüm'cheen Darlehens) zu zahlen, ohne dann! aber irgend welche Aussicht am Gewährung eines Darlehens zu erhalten. Die durch die Der treter eingegangenen Anträge werden dann von der Firma Lorenz Heubach in Köln geprüft, und, sofern ein Antrag z u r B e a r - beitung angenommen wird, ist eine weitere Gebühr in Höhe von 4—25 Mark an die Firma Heubach cinzusenden. Nach den durch die Rechtsberatungsstelle des^E v. Arbeiter Vereins Gießen mit Unterstützung der Stadt Rechtsauskunftsstelle in 5löln eingezogenen Erkundigungen ist Heubach von Beruf Schreiner, er übte sein Handwerk längere Zeit hin durch nicht mehr aus, befaßte sich vielmehr mit Tarlehensverrnitt lunaen usw., wbei er jedoch nicht einwandfret verging, weshalb er im Jahre 1911 zu 8 Monaten Gefängnis ver urteilt wurde. Zurzeit arbeitet er wieder als Schreiner, wehrend seine Frau, mit welcher er in Gütertrennung lebt, anfangs unter dem Namen Hembach und je&t wieder als Heubach Darlehens Vermittlungen aubictet. Bor icder geschäftlichen Verbindung mit Herr dach oder dessen Frau kann nur dringend gewarnt werden. Die Rechtsberatungsstelle des Evang. Arbeiter Vereins Gießen ’-irtet alle durch .Heubach oder Frau etiuc Geschädigten, ihr schriftlich oder in den Sonntags vormittags von 11—12 Uhr Himer- der Dest-Anlage 11 Parterre stattnn denden Sprechstunden das Material zur Veiterverfolgung der An gelegenheit zur Verfügung zu stellen. ** Im Reichspostgebiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Posts checkverkehr Ende Oktober 1913 auf 84 388 gestiegen (Zugang im Monat Oktober 1021 Auf diesen Postscheckkonten wurden im Oktober gebucht 1632 Mill. Mark Gutschriften und 1625 Millionen Mark Lastschriften. Das Gefamtguthaben der Kontoinhaber betrug im Oktober durchschnittlich 177,7 Millionen Mark. Im Verkehr der Reichspostscheckämter mit dem Postsparkassenamt in Wien, der Postsparkasse in Budapest, der luremburgischen und belgischen PosWerwaltung sowie den schweizerischen Postscheckbureaus wurden 8,1 Millionen Mar^/umgesetzt und zwar auf 3540 "Uebertragungen in der Richtung nach und auf 16 410 Uebertraguugen in der Richtung aus dem Auslande. Landkreis Gießen. (!) Nonnenroth, 7. Nov. Seinerzeit erging im Kreisblatt des Kreises Gießen eine Anfrage an die Gemeinden, ob ein Kursus der Wanderhaus Haltungsschule abgehalten werden sollte. Der Ortsvorstand beschloß, die erforderlichen Mittel bereitzustellen, falls sich eine genügende Anzahl Mädchen oder Frauen an dem Kursus beteiligt. Bald nach Bekanntgabe dieses Beschlusses meldeten sich nahezu zwanzig Mädchen, also ein hoher Prozentsatz für unsere kleine Gemeinde. = Lollar, 8. Nov. In einem gestern unter „Eingesandt" erschienenen Berichte über die außerordentliche Hauptversammlung des Spar- und Borschußvereins Lollar muß es nicht heißen „G. m. b. H.", sondern „G. m. u. b. H.". Kreis Büdingen. § Nieder-Mockstadt, 7. Nov. Bei der G c m e i n d e- ratSwahl wurden wiedergemählt die Landwirte Heinrich Kaul, Heinrich Tobias Ulrich IT., neugewcchlt Karl Hetterich. Von sozialdemokratischer Seite waren drei Kandidaten (darunter ein Landwirt) aufgestellt worden; eS wäre der Partei bei 5 Stimmen Mehrheit ein Sitz zngefallcn. Der Wahlakt verlief sehr lebhaft. § Rinderbügen, 7. Nov. Bei der Gemeinderatswahl wurden wredergewählt: Gastwirt Heinrich Röder II. mit 49 Stimmen und Landwirt Wilhelm Kircher II. mit 32 Stimmen, neugewählt wurde Landwirt Johannes Stürtz mit 34 Stimmen. Bon 105 Wahlberechtigten stimmten 80 ab. § G laub er g, 7. Nov Bei der Gemeinderatswahl wurden wiedergewäh>lt: Heinrich Muller, neu- gewählt Heinrich Berk, Wilhelm Becker und Philipp Betz. Die Wahl verlief diesmal ruhiger als in früheren Jahren. Wenings, 6. Nov. Dieser Tage verstarb in seinem Hei- matstädtchcn L a ü b a ch der in weiten Kreisen bekannte und wegen seines echt deutschen Wesens von allen Seiten hochgeschätzte Gräfl. Solms-Laubachischc Reviersörster H. Franziskus im 71. Le bcnsjcrhre. Erst im April d. I. konnte er mit sc irrem 70. Geburtstage sein 50jähriges Dienstjubiläum im benachbarten Forsthause Wernings feiern und sich bei der Gelegenheit besonderer Ehrungen des Grasen von Laubach erfreuen. Auch der Großherzog ließ ihm damals durch Herrn iüreisrat B o c ck m a n n - Büdingen das silberne Verdiettslkreuz Philipps des Großmütigen überreichen. Eine tückische Krankheit nötigte ihn vor einigen Wochen die ijmt lieb gewordenen Waldungen, die unter seiner etwa 35jährigen Sorgfalt und Pflege so prächtig gediehen waren, zu verlassen, um im Kran-- kenhause zu Laubach Heilung zu suchen. Kreis Lauterbach. R Freien st ein au, 7. Nov. Bei den diesjähriaen Herb ft- Übungen, die sich zum großen Teil über den südlichen Teil deS Kreises £,mitcrbocb nuSbehnten, sind m bet hiesigen Gemarkung für etwa 2'100 Mk. Flurfchäbeu cntrinuben nnd an die betreffenden geschädigten Grundstücksbesitzer auSbezahlt worden. Die größten Flurschäden wurden an den beiden letzten Tagen während deS 8orvSinanövcrS verursacht, während nur etwa */, aui Brigade- ül'unaen eut'allen. In» ganten sind i>n Kreise Lauterbach durch die Abschätzuimskommission 474') Mark Flurschabenkosten lestgestellt wordeu, die sich au» 16 Glemnrfitnqcn verteilen. Tie Orte Ober- Moos, ÜUinzeuan, Fleschenbach, Salz und Rabmühl sind an den beiden letzten Tagen ebenfalls stark mit Flurschäden heimgesucki inorden Es ivnrden für diese ^emarknugen dnrchschnittlch 350 Mk. Flnrfchadenkoslen auSgezahlt. KrciS Friedberg. L. Friedberg, 7. Nov. Im benachbarten Ilbenstadt wurde der Besitzer einer Sandgrube durch einen Erdrutsch schwer verletzt. Er erlitt einen Schenkelbruch und schwere innere Verletzungen — In dem Singsaale des Lehrerseminars wird triefen Winter Dr. Vogel aus Friedberg Vorlesungen über Tierpsychologie für Lehrer und Nichtlehrer halten. r. Bad-Nauheim, 7 Nov. Ein Bauprojekt, das schon seit langer Zeit im Ok'beimen vorbereitet ist, beschäftigt seit einigen Tagen die Ocsscittlichkcit. Eine Frankfurter (Gesellschaft, deren "Name nod) nicht bekannt ist, will in der Dunker- üraßc 12 ui I len ähnliche Wohnhäuser errichten. Die Preise der Häuser bewegen sich zwischen 13 und 22 Tausend Mark. Bei der regen Bautätigkeit, die in den letzten Jahren hier herrschte, sicht man in den Kreisen der Hausbesitzer in dem neuen Projekt eine gefährliche Konkurrenz und ist von dessen Bekanntwerden sehr überrascht. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 7. Nov. Wegen Blutschande wurde am Freitag der 36 Jalnc alte Taglöhner Fr. Jung verhaftet, der sich fortgesetzt an seiner jetzt 16 Jahre alten Stieftochter vergangen bat, so daß auch t»ic Folgen nicht ausgeblichen sind. rm. B e e d c n k l r ck c n, 7. Nov Bei der letzten Nackkirch- wnbe nnirbe in einer titblä gcrei brr 26 Jahre alte Stein- bauer mit einer «ilasche heran aut btn Kopf geschlagen haß eine schwere Verletzung unb Gelnrnerschüncrung hervorgerufen wurde unh der Verletzte 0g. Bonin so behenkl'ck harnieherlintt, baß man seinen Tob stünhlich erwartet. Der Täter war hamals nickt mit Sicherheit fcstgestrklt worden unb ist auch rut noch nicht unzweifelhaft ermittelt. Lurch die StaLtsanwaltjchajt sind dahier feit heute an Ort und Stelle entsprechende Feststellungen augestellt worden. Kreis Vetzlar. — Vetzlar, 8. Nov. In her Nacht vorn 6. auf 7 l. Mts. wurde in Wetzlar inbreiDobnungenvon Aerztenein- gebrocken. Tie Diebe ciireuteten auycr 60 Mk in bar verschiedenes Silberzeug und Kleidungsstücke. S c vollfübrlcn die Tat durch Eindrücken her Fensterscheibe, bie vorder mit Schmierseife über» trickeu wurde. Gleiche Diebstähle in Aerztewohnungen kamen in icyter Zeit in SturtgaN, Heilbronn und Darmstadt vor. Tie Täter scheinen überall dieselben zu sein. Heffen^Niisfaa. s Marburg, 7. Nov. Die beabsichtigte Gründung einer .Gesellschaft für die Erzie düng deutscher Kinder auS dem Auslande und den deutschen Schutzgebieten* ist zestern abend in einer in den Stadtsälen abqebaltenen Ber- sanunlung endgültig erfolgt. Zmn Sitz der Zentralstelle wurde Marburg bestimmt nnd als Vorsitzender deS Ver- roaltunaSrateg, dem zahlreiche Herren unb Damen auS den ersten Kreisen unserer Stadt unb der Provinz angehören, UnioersitätSprofesior Andree gewählt. X. Hanau, 7.Nov. Die Vereidigung der Rekruten der Hanauer (Garnison hat sich zum ersten Male in voller Oefientlichkeit vollzogen. Zu dem feierlichen Alte, der auf dem hiesigen Paradevlay stattfand, hatten die Krieger- und Mililarvercine Einladungen erhalten. Auch der kommandierende General des 18. Armeekorvs, Exzellenz von Schenck, war anwesend. — In der Scftwahn cyen Bijou- teriefabrik sind Brillantringe im Werte von über 2000 Mark auf unaufgeklärte Weise abhanden gekommen. fc. Wiesbaden, 7. Nov. In der heutigen Stadtverordnetensitzung wurde der zum 2. Bürgermeister gewählte seitherige Beigeordnete Friedrich Travers durch den Oberbürgermeister 0cbeimrat Glässing in sein Amt eingcführt — Nach Mitteilung des Oberbürgermeisters betrugen die Einnahmen aus den Beranstal • tungcn des Prinz-Heinrich-Fluges in Wiesbaden 36 000 Mk., die Ausgaben 41 000 Mk. Bon den zur Deckung eines eventuellen Fehlbetrags bereitgestell-ten 20000 Mk wurden, da nur 5000 Mk. benötigt wurden, 15000 Mk. an die Stadtkasse zurückbezahlt. fc. Eschwege, 7. Nov. Der zum Bürgermeister gewöhlkc Beigeordnete Tr. Ku hm ans Bcrlin-Obersthönweibe bat die Uebernahme der Stelle abgekehnt. vereinsnachrichlen. r. Bad-Nauheim, 7. Nov. In Der Hauvtversammluug her Sckiitzengilhe wurde seslaeikellt, baß her 'Herein mit leinen 60 Mitalietern zurzeit her größte Verein im Mutelbeutslien Schiiyenverbgube sei. Tie Einnahmen der ©rtüMengilbe beliefen sich im nbgelaufenen VereinSiayre aus 2700 Mk, bic 2lu8gnben auf 2300 Mark. GcricbtssanL. Darmstadt, 7. Nov. Eine Frage von grundlegender Bedeutung befriiäitigte die Ixmtigc Strafkammer. Unter her Anklage deS Vergehens geizen bie (Hcmcrbeorbnung hatten sich die beiden S. W. unb I. B. auS Osfenbach zu ver antworten, wiftl sic trotz ihres Hanbels mit Altwaren fein sog. Tröbler-Ansiveisbuck führten In bicscm Bucke soll her Nachweis über die Herkunft, her gekauften Altwar-u inaeteagen sein Sic haben nun eine Art Großhandel in Sacken, inbem f e n t '»*#'? auikausen und in großen Posten, nathbrr.t sie ausgebessert und, wieder absetzen. Da:- Schüjscugerickt bat sie sreigesprochen, ha sie nur eine Art Großgcfchäft betreiben. Da bad Gesetz die Führung des Trödlerbuches nur für den Kleinbandel vorfchreibt, erfolgte die Freisprechung: auch die Kosten der Verteidigung wurden auf die Staatskasse übernommen. Der Nitualmordprozeh. Petersbn rg, 7. Nov. Die Anllagereden beginnen mit einer Au.F:inaubcrsetzung her $ er bad) t ö m pm en tc gegru anbere unb ziehen ben Schluß, baß, wenn die anderen unschuldig sind, Bcilis fdndbig ist. Die sreiwilligcn Detektive haben eine Verhängnis- volle Rolle gespielt. Es liegt kein raffinierter Schritt von Juden, sondern ein bummer Schritt des eifrigen Reporters Brasul vor. der die Dankbarkeit der AnNäger verdient. Wir sitzen hier monatelang nicht wegen Beilis, sondern wegen Brasul. Man legt den Talmud gegen die Inden aus. Auch ein „Jubiläum"! Ans dem Leben der berüchtigtesten deutschen Giftmischerin. Wer in Bremen den Sehenswürdigkeiten naebgebt, dem hrtb von dem kundigen Einheimischen, etwa uvanzig Schritte vom Nordportal des Domes entfernt, ein in bie Erbe eingelassener, mit einem Kreuz gezeichneter Stein gezeigt. Das ist her sogen. Gottfriedstein. Er bezeidmet bie Stelle des Schafotts, auf hem am 21. April 1831 bie berückuigste deutsche Gittmiichcri», bk Gesche Gottfried, durch das Schwert des Henkers InngvridXrt nnirbe. ES ist ein Jubiläumsartikel eigener Art, der sich mit dieser Verbrecherin befaßt: Im Oktober 1813 vergiftete sie ihren ersten Mann! Krauß zählt in seiner „Psychologie hed Verbrechens" bic Gottsrieb zu ben größten WirtmiKberinnrn, henn 14 Morbe hat sie ringeftanben, dazu 15 nicht töblid) verlaufene Mordversuche, während man sie damals in dem Verdacht hatte, mindestens 60 Morde begangen zu haben. Trotzdem es jetzt mehr als 80 Jahre her ist, seitdem die Verbrecherin ihr Leben unter dem tödlichen Streich des Scharfrichters lassen mußte, bat sich der Abscheu vor txefer scheinheiligen Frevlerin hoch bis jetzt noch lebenhig erhalten: nod) letzt gehört cs zu ben überlieferten Pflichten her Bremer Jugend, beim Vorübergehen den Stein anzuspucken! Es ist nicht ohne Jntereste, hem Werdegang dieses verbrecherischen Weibes nachzuspüren. Als die Person 21 Jahre alt war, Der heiratete sie sich mit einem Sattlcrmeistcr Miltcnberg. Die Ehe gestaltete sich aber bald überaus unglücklich Kein Wunder, daß bie Gottfried Liebschaften anknüpfte; zunäckst mit einem Dein« reisenden Gottlieb, her acht Jahre später ihr zweiter Mann wurde, dann mit einem Deftiauffeber Koppisch. Als schließlich hie Ehe auch sinanziell ruiniert würbe, stieg in der Seele her Frau langsam der Gebanke auf, sich des Gatten durch Mord zu entledigen. Der 310011 half ihr! Eines TageS sah sie im Theater Kotzebues „Gras Brnjoivsky", in dem ein gewisser Kasaruwff ohne jcXs Moilv bic Vergiftung des Grafen beschließt, und hinterher so von Edelmut trieft, daß er die öerjen aller 3ZLZ sich2-et Re- ' vuiien Die erhalten, i ? nQ2?n uber2W 11 gewmmen. heutigen Stadt- y&üte Z-rH 31 au- den ^ranitnl- Lsin WesbL Z»den zur 2eckuna gestehen 20000 w urden, 15000 M an gewählte Lberschonweide hat die en. 1 der Hauptversammlung )f>B der Verein mit leinen «'N im Mitteldeutschen der Scbühengilde belieien 10 Mk, die Änsgaben an! L '.rage von grund- )ie heutige Stiajfammer. ien die GeiverbMdnune !. aus Offenbach zu vei mit Mtmren fein so- Stiche feil btt Nachvci: n cinactraqen fein. 2 1, indem (tat: S^r n \\t QLtey’otWttt M \\t ^e'vgei-rochen, Da das Gesetz die M Aeinhandel vorschreibt i der Verteidigung nmrber. iszeh. iklagereden beginnen mit ipmente gegen andere unt -en unschuldig sind, otilL- habcn eine verhangne iertei' Schritt von ^uden, Reporters Brasul vor, bei Zir sitzen hier monatelang (1 Man legt den Talnm s« UM mehr. Nur durch einen Zufall tarn der nxchre Charakter and Tageslicht: ein mißtrawrsch gewordener yaustb^ 2a1? daud auf einem Stück Speck toei&e Körnchen: er ließ die MnCSn t?n ®nern untersuchen, und dieser stellte Arsenik ic',t- Ä,m 0- Mär^ 1828, ihrem l^eburts- und Hock/zeitZtage, cr- Wlg^ chre Verhaftung. Nach der Ursache der vielen ÄLordtaten ge- Mt, hat sie zur Anyvort gegeben: ,M gab das (ihn nicht mit £7^1 ,, Personen, sondern denjenigen, die der Anfall mir frU’ r m t- -- ^,re 'Einrichtung — am 21. ?lyrrl 1831 — war die letzte ötfentliche Hinrichtung in Bremen. Der Kopf wurde in Spiritus gesetzt — ein Zeichen der damaligen Zeit -- eine Zeit- lQnfl „zum Vorteil der Taubstummenanstalt" zur Schau gestellt. Landwirtschaft. h AuZ der Wetterau, 7. Nov Infolge der reichen Ge- trerbcernte sind bit Getreidepreise hier selbst seit einigen Tagen un Sinken begriffen. vermischtes. — Eichendorff-Gesellschaft. Aus Gleiwitz, November, wird uns geschrieben: Oberschlesien wurde dieser Tage eine „Eichendorfs-Gesellschaft" gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hat, alle erreichbaren Eichen- dvrff-Handschriften und Drucke zu sammeln, das Leben und Schassen des DictsterS wissenschaftlich zu erforschen und ihn selbst dem Volke, für das er lebte und schaffte, näherzubringen. Sie wird auch der getarnten Romantik in ähnlicher Weise zu dienen suchen, so daß Gesellschaft gewisiermaßen ein Verein zur Erforschung und Förderung der Romantiker sein wird. Die (Gesellschaft wird die llrbeit fortftrhren und ergänzen, die das Oberschlesische Museum in Glenoitz in seiner Abteilung „Eicheudorff" bereits begonnen hat. * Ko gnakschmuggel. Aus Düsseldorf wird gemeldet: Lüe Zollbehörde ist einem umfangreichen Kognakschmuggel ini hiesigen .Hafen auf die Spur gekommen. Die hinterzogenen ^teuergebühren sollen Summen ausmachen. * Gin falscher Oberregierungsrat. Aus Neuendorf am Oderbruch wird unterm 7. November gemeldet: Auf dem QderbruchHahn Hof versuchte gestern e in elegant gekleideter Mann, der sich als Oberregierungs Baurat Thieme von der Eisenbahndirektion ausgab, den Stationsvorsteher zur Herausgabe der Kassenbeftände zu veranlassen, da er sich angeblich auf einer außerordentlichen Inspektionsreise befinde. Als der Beamte sich wiederholt weigerte, fuhr er mit dem von ihm benutzten Fuhrwerk davon. ko». E l n zahmer Specht. Im Käsig gehaltene Spechte sind wegen ihrer Munterkeit. Intelligenz und Zahmheit sehr angenehme Stubengenossen, namenilich die Buntspechte; freilich nur für Leute mit gesunden Nerven, denn ihre beständige Unrast und das unausgesetzte Gehämmer unb Geklopfe verträgt der moderne Neroenmensch nicht lange. In meinen Studentenjahren besaß ich einen weiblichen Rotspecht, der sich durch besondere Klugheit und einen erstaunlichen Mut auszeichnete. Vor seinen Käsig gehaltene lebende Sperber und kleine Falken griff er ohne Umstände mit der größten Wut an und würde sie mit seinem kräftigen Schnabel übel zngerichtet haben, wenn nicht das trennende Gitter sie davor bewahrt hätte. Einen durch eine Mechanik beweglichen Blechvogel, den ich in seinen Käsig setzte, bearbeitete er derartig, daß er nach wenigen Minuten aussah ivie ein durchlöchertes Sieb. In kurzer Zeit gewöhnte er sich an freies 9lu5- und Einstiegen und blieb bei gutem Wetter oft mehrere Tage weg, während er bei sttegen- wetter stets sehr bald jur schützenden Behausung zurückkehrte. Als er auch einmal auf Urlaub war, mußte ich eine größere Reise antreten, ohne vorher des Vogels wieder habhaft werden zu können. Natürlich gab ich ihn verloren. Aber als ich nach 10 Wochen zurückkehrte, trat ich auf einem Spaziergang einen Specht, der mein ..Hans* zu sein schien. Und richtig kam er aus mein Rusen näher, folgte mir fliegenb die ganze Allee entlang von Baum zu Baum bis zur Stadt, wo ich ihn aus dem Auge verlor. Als ich aber nach Haufe faru, erblickte ich ihn schon auf einem Baume des Nach- bargartenS. Hier konnte er den Verlockungen der Mehlwurmkiste nicht mehr lange widerstehen, flog schließlich an die Maner, rutschte dem Fenster zu und wurde nun durch einen raschen Griff wieder dingfest gemacht. Gewiß ein schönes Beispiel für die An- hänglichkeit eines Vogels und für die Güte seines Gedächtniffes 1 Kleine Tageschronik. Die toter unter der Beschuldigung, das bekannte Perlenhalsband im Werte von 117 000 Pfund bei dem Transport von Paris nach London gestohlen zu haben. Verhafteten sind dem Gericht zur Aburtellnng überwiesen worden. E o s a n o v a, eine neue Operette von Paul Lincke erzielte bei ihrer Erstaufführung in Chemnitz, dank ihrer trefflichen Musik einen glänzenden Erfolg. vüchertisch. — Der Deutsche Jur i ste n kale über 1914, der einzige juristische Tages-Abreißkalender, ist soeben im Berlage von Otto Liebmann, Berlin, Verlag der „Deutschen Juristenzeitung", erf(bienen. Auch in diesem Jahrgänge will der wiederum von Rechtsanwalt Dr. Arthur Mall mann bearbeitete, inhaltlich erheblich verbesserte Kalender der Erinnerung an hervorragende Juristen und Nationalökonomen dienen, in den Daten der Gesetze und teichsgeschichtlich erheblichen Ereignisse den Gang der Entwickelung und den Stand der Gesetzgebung vor Singen fuhren, durch Darstellungen aus dem Reichsrecht Altes in der Erinnerung befestigen -, Spruchweisheit unb kleinere Mitteilungen sollen iveiter anregen. Besonderes Gewicht wurde in diesem Jahrgänge auf btc Wiedergabe einer weit größeren Zahl neuerer, grundsätzlich wich tiger Entscheidungen des Reichsgerichts gelegt. Gerade durch die hierdurch herbeigeführte größere prakttsche Dcr- weNbarkeit ist daher der Malender von nun an nicht nur für Fach-Juristen geeignet, sondern von Interesse auch für Nichsiuristen, die sich mit der Rechtspraxis beschäftigen müssen oder sich für die Rechtspflege interessieren. Ter Malenbcr ist mit etwa 60 9£bbilbungcn von bedeutenden Juristen und Iustizgebäu- den geschmückt unb auch äußerlich elegant ausgestattet. Eingesandt. (Für Form unb Inhalt aller unter bteier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 8. Nov. In seinem Fanatismus für V e r l e g u n g d e r st ä d t i s ch e n A e m t e r in das alte, kellerlose, von drei namhaften Architekten unb einer gewaltigen Gießener Volksbewegung verworfene Mran- kenhaus, hat sich Herr ftrumlnt, ber sich nachgerabe als Erzieher Gießens aufspielt, verschiedene Ausfälle gegen Vertreter ber Gegenmeinung erlaubt, ein Gebühren, das ber Gießener Anzeiger bereits gebührend niedriger gehängt hat. Da aber unter den Angegriffenen meine Wenigkeit besonders heftig und wiederholt provoziert Würbe, so muß ich, so leid es mir auch tut, diese Provo- kationen im Gefühl meines guten Rechts zurückweisen. Taß er sich gerade an meine Person heranmacht, um mich durch fortgesetzte An- rempelungen zu einem Federkrieg zu zwingen, indem er nach seiner sattsam bekannten Methode (siehe Schade u. Füllgrabe) das letzte Wort zu behalten hofft, ist schon deswegen unrühmlich, weit er recht gut weiß, daß ich im Gegensatz zu ihm öffentliche Streitereien n i ch t suche. Es zeigt sich dabei, daß Friedensliebe vor Angriffen nicht schützt, sondern sie vielmehr herbeizieht, bann nämlich, wenn cs dem Gegner nach Charakter und Stellung auf eine Ehrenkrän kung des Andersdenkenden nicht anzukommen braucht. So sehr es also eigentlich unter meiner Würde ist, auf die von Neid und Bos- Heft diktierte Anzapfung näher einaugeben, so will ich doch im auf- gezwungenen Kampf nicht für meinen Angreifer, denn den strafe ich mit Verachtung, sondern für die Mitbürger in meiner lieben Vaterstadt Gießen folgende Feststellungen machen. Bei der Geländepreisosferte anläßlich der Berhandlnngen zur Errichtung einer Jrrenklinik glaube ich mich durchaus in rechten und billigen Grenzen bewegt zu haben. Ich habe für den Quadratmeter zwischen Lahn und Wartweg je nach Lage P/2 bis 21/2 Mk. damals gefordert, ein Preis, der durch nacbfolgenbe Verkäufe mehr als gerechtfertigt ist und für Bauzwecke meines Erachtens recht niet rig war und recht billig, wenn man bedenkt, daß z. B. die ShadÄ Gießen für ben alten Schoorgraben selbst 30 Mk. verlangte, um ihn bann für 15 Mk. ben Quadratmeter zu verkaufen. — Daß Baio- plätze etwas höher verkauft zu werben pflegen als landwirtschaftliches Gelände, ist doch jedem Kundigen klar und es ist bezeickmend für einen Unkundigen, daß er dieser harmlosen Tatsache eine so gehässige Auslegung gibt. — Ich bin hier in Gießen geboren und auf- gewachsen und habe nicht nötig, die Verwaltung meines in den 70er Jahren um einige Morgen vermehrten Bätererbes dem Gutdünken des Herrn Krumm zu unterstellen. Wenn ich aus den gegen die Vorzeit veränderten, oder wie gern zugegeben wirb, gestiegenen Bodenwerten meinen, den neuen Zeitläuften in etwas entsprechenden Nutzen zu ziehen bestrebt war, so geschah dies in erlaubten bescheidenen Grenzen und Herr Krumm selbst wird doch nicht behaupten wollen, daß er, wenn eine Preiserhöhung auf Waren eint ritt, seine Handelsartikel aus purem Idealismus n-ock) zum alten Preis abgibt. Daß er das vielleicht doch be- hmiptet, halte ich nach dem Pharisäertum, mit dem er seit einiger Zeit in Gießen auftritt, zwar wohl für möglich, doch läßt es mich völlig falt. Ich bin zufrieden mit der bescheidenen Stellung, die ich trotz Herrn Krumm und anderer Neider in ber Bürgerschaft einnehme und behalten werde und rechne es ,mir zur Ehre wie jede feste Persönlichkeit, auch offene und heimliche Feinde zu haben, besonders, wenn solche darunter sind, wie Herr Krumm. Wilhelm & ober, Stadtverordneter. Amtlicher Wetterbericht. Wettercmssichten in Hessen hir Sonntag, den 9. Nov. 1913: Veränderlich, trüb, geringe Niederschläge. Letzte Nnekrichten. Von Prof. Schnitzer. München, 8. Nov. Gegenüber römischen Nachrichten, die Kurie plane die Exkommunikation des Münchener modernistischen Theologieproskssors Schnitz,er, erklärt dieser, ihm sei davon nichts bekannt. Die Au slän de r frage an den österreichischen Hochschulen. Prag, 8. Nov. In einer vom Verein deutscher Mediziner einberufenen Versammlung wurde entschieden Einspruch erhoben gegen den Zustrom ausländisclter Studenten der Medizin nach den österreichischen Universitäten und gegen die Ueberfullung österreichischer Hochschulen mit Ausländern überhaupt. Vergiftete Hoch zeit sgä ste. P a r i s , 8. Nov. Wie aus C h 0 l e t gemeldet wird, sind' von den fünfzig unter Vergiftungscr schein ungen erkrankten Hochzeitsgästen bereits He ch s g e sl 0 r b e n. Der Zustand von sieden ist hoffnungslos. Einem Gerücht zufolge soll es sich um einen verbrecherischen Anschlag handeln. Besuch des englischen Königspaares in Paris. Paris, 8. Nov. Einer Blättermeldung zufolge wird das englische Königspaar im nächsten Frühjahr zu ein am dreitägigen Aufenthalt natf) Paris kommen, um den Londoner Besuch des Präsidenten Poincare zu erwidern. Die Reise dürfte in der ersten Aprilwoche stattsrndeu. Bestrafung eines Fliegers. Paris, 8.Nov. Das Zentralorgan für Luftschiff- und Flugzeugwesen veröffentlicht, daß der Flieger Tuillanx, der bei seinem Fluge um den Pvmnrery-Preis anstatt der Ortschaft Brakei, das um 50 Kilometer weitergelegene Braekel als Landungsplatz angegeben hatte, 10 Jahre lang an keinem Wettfluge teilnehmen dürfe. Befürchtete Unruhen in Rußland. Petersburg, 8. Nov. Wie verlautet, sind von hier aus alle Gouverneure des Westgebietes telegraphisch angewiesen worben, alle Maßregeln gegen jegliche Unruhen zu treffen. Besonders strenge Amveisungen hat der St i e w c r General* gounerneur Tripow erhalten. Tripow soll beim Lesen der Depeschen, die ihn für etwaige Unruhen verantwortlich macht, geweint haben. - Im Fluac durch die Welt ist Scotts Emulsion gezogen, dabei aber keine vorübergehende Erscheinung geblieben, sondern eine begehrte Marke geworden. In allen Erdteilen ist Scotts Emulsion seit Jahrzehnten als vorzügliches Kräftigungsmittel bekannt, überall getragen von Anerkennung unb Vertrauen. cvu V Ersparnis im haushalt Wie man sich einen besseren Hnstensirup als den fertig käuflichen selbst Herstellen und dabei 10 Mark ersparen kann. Einen ganzen halben Liter Hustensiruv — soviel als man fertig für 13 Mark bekommt — kann man sich zuhause für nngeiahr drei Mark selbst berstellen. Beschaffen Sie sich bei Ihrem Apotbeker 60 Gramm dreifach konzentrierten Anin, mischen Sie das zuhause mit */< Liter heißem Wasser und 250 Gramm reinem, gestoßenem Zucker, und rühren Sie das Ganze, bis cd vollständig ausgelöst ist. Davon nimmt man viermal täglich einen bis zwei Eßlöffel voll. Dies verschafft sofortige Linderung und überwindet gewöhnlich in 24 Siimden selbst den hartnäckigsten Husten; die zwei- bis dreitägige Behandlung ist ein vorzügliches Borbeugungsmittel gegen Influenza ansälle. Der fertige Sirup ist angenehm zu nehmen unb hat nch bei allen Beschwerden der Atmungswege sehr bewährt. Seiner nährenden Eigenschaften roegnt wird er in Fällen großer Ermattung nach überstandener Krankheit besonders warm empfohlen. Wenn Sic zur Apotheke schicken, dann vergessen Sie nicht, bat? Sie den dreisach konzentrierten Ansy buben müssen. Das Rezevt ist schon öfters empfohlen worden, die Nachfrage bei den Apothekern ist daher eine sehr große. n Et Kk- Prakf, Färöe zu Hause itliT] IM S EIGENE HEIM Elfi . liLLüu» am"! igteften deutschen irin. ., 3feiten nmfaeMJxm Ä S ist der 'M T&.w«®.”' ’S Ankers hmenchtu des sich nut verbiß 1 $er,.DL'Wnberg. lermeE, * $ jn e: »nnackE MnnmA er ihr lid) ’ ber iVentleb'S0 erobert- [er 5Bcmge$ liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein u.preiswert tie ßr8M's*e Ualv. • DrueUrei Möbel-Betten PolsteB*wai*en Schlafzimmer-Einrichtungen, Speisezimmer, Herrenzimmer, Küchen in gestrichen und pitch-pine. Spezialität: LieierungkompL Wohnräume Speziell empfehle Milieu Schlager Ztüärc^mit Meffingvergl. j 590 Mk. 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Generalversammlung Tages-Ordnung: DieStadtverordnetenwahlcn t,z Der Vorstand. Licht-Spiel-Haus Bahn hofft (ranne 34 Bahnhoffttrannc 34 E. JBL. V. Karten zum Betuche der Marine > Ausstellung in der alten Klinik und zur Halste des Preises (30 Pia.« bei Hauöoerwalt. ifob au haben. vTer vornncude. Siebener Ruderklub „Hassia" 1906 AmCamstag,denl5.Nov., abends 9 Ubr, Montan, den 10. Nov., abends S*/j Ubr, Vortrag in der alten Gewerbeschule. Uniform: Dienstrock u. Mühe. B»/11]_______Ter Vorstand. Giessener Konzert-Verein Sonntag, den 16. November 1913, 5V< Uhr, in der neuen Aula Erster Kammermusik-Abend Frau A. Erler-Schnaudt, Kammersängerin, aus München (Alt) Herren Walter DavjSSOn aus Frankfurt a. M. (Violine), Johannes Hegar aus München (Violoncell) Professor G. Trautmann (Klavier) Pronramm- Gesänge von Brahms, Schubert, WolL Trio von Beethoven, Brahms, rruyrdmm. Violinsolo von Bach.____ , I Platz Mk?3.—. II. bis IV. Platz Mk. 2.—. unnumeriert bezw. Eintrittskarten. ^t,.hplatz Mk LfiO. Studentenkarten Mk. !.—. Kleine Partitur- Äusgaben sind irTder Musikalienhandlung von Ernst ^^U/r Mudolph s Nachf *. Telephon 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Kitter und abend, an der Kasse zu haben. ' OeffnnnK dee m • Ahanfiomflnlc werden ohne Preiserhöhung unter Abaog WaCfl-ADOnnemeUlS der bereits vollzogenen Konzerte abgegeben. ===== Abonnements für die drei Kammermusikabende Mk. 6.—. ===== Studentische Unterrichtskurse. Größtes elegantestes u. mustergültiges Lichtspieltheater des Großh. Hessen Eigene Künstcrkapelle. Programmwechsel Mittwochs und Samstags. Ab heute Samstag, den 8. November Nur einige Tage! Nur einige Tage! Eine neue Glanzschöpfung moderner Lichtspielkunst. Die Verlobten Allcxandro Manzoni'a Jlchtcrroman in künstlerischer Wiedergabe. Dramatisches Schauspiel in 5 Akten. Reihenfolge der Hauptszenen: Die Bekanntschaft. — Der furchtsame Pfarrer. — Die Haushälterin Perpetua. — Der Aufschub der Hochzeit. — Pater Cristoforo. — Das unheilvolle Baus. — Die geheime Ehe. — Dem Grauen misslingt sein Streich. — Teure Heimat, lebe wohl. — Die Nonne von Monza. — Das Geheimnis des Klosters zu Monza. — Der Ungenannte. — Eine unruhevolle Nacht. — Die Bekehrung des Ungenannten. — Luciens Befreiung. — Die Pest in Mailand. — Sein letzter WiUensakt. — Die Trauung. Dieses grandiose Filmmeisterwerk, welches seinesgleichen in der ganzen Geschichte der Kinematographie nicht kennt, bildet einen Brillantkanstfilm allerersten Ranges, nicht allein im Spiel, sondern in der gesamten Inszenierung des Films, in welchem die Kostüme der Darsteller und die prächtige Ausstattung die Bewunderung nicht nur der Freunde des Kinos, sondern auch die der Gegner erwecken wird. Der Film gelangt, äusser dem übrigen Prachtprogramm Wochentags 3 mal um 4, 6 V, und 9 Uhr 7332 Sonntags 4 mal um 3, 5, 7 und 9 Uhr ohne erhöhte Eintrittspreise zur Aufführung. Eintritt zu jeder Zeit. Plätze können für jede einzelne Vorstellung an der Kasse im Voraus reserviert werden Die Direktion: Giessener Lichtbühne-Gesellschaft m. b. H. Unterricht frei. Montag Englisch I Deutsch I Englisch II Deutsch II Alle Männer und Frauen der erwerbstätigen Bevölkerung sind eingeladen. ... /Yl 1 1 & I TTl . 1 . n .. 4 n azt » . U II Vtlft In Ar I I lll WAP. sammenk. Brauerei ftörtfd). Geoirranhie im geo-r. Institut (Brandplatz 4 ID; die anderen Kurse, in der üniver 0SW0 Tcrvorttaud., | Anmeldungen daselbst Einschreibgebühr 50 Pfg I jyni Der Obmann: r ranz Albrecht. Reichhaltige Abend-Karte Hotel Schütz 7350 Eis | tarWzsü. Klingler Erster Schlager: zu erwerben. Eintritt für jedermann frei. D* ,i Neuheit! Neuheit! T«r Vorstand. Löbcr. aA\ Dir.: Hermann Steingoetter. Sonntag, b. 9. Nov. 1913, nachmittags 3*/. llbr Unter Mitwirkung d. Kavellc des hiesigen Zns. Negimcnts »Kaiser Wilhelm" Nr. 116. Kleine Preise! Kleine Preise! »W-Zum letzten Male Der evang. Demeihde-Fraoenvereia Frau E. Höhlbaum. Pnppchen >^roke Posse mit Gesang und Lanz in 3 Akten von Zean Kren und Kurt Kraatz. Mullk von Jean Gilbert. Ende nach 6 Uhr. AbcndS 7'/, Ubr: KleineBreise! Kleine Preise! L'Vr- Rheinsalm mit Butter u. Kartoffeln oder Zungcn-Fricassee Onni für Festlichkeiten, uddl Kommerse etc. :: :: Ende gegen 9*, llhr. (C*/u 17340 Junge Hamburger Gans Salat — Kompott Montag, 10. Xovembcr Anfang. Stundenplan: Sonntag: abend von 6 Ehr ab Soupers M. 1.60 Königin-Suppe ;V ' - W'ivV-Wv' V Unseren verehrten Besuchern zur gefälligen Kenntnisnahme, daß cs uns gelungen ist, für Samstag, den 8., Sonntag, den 9. m Montag, den lO.Nov. drei grosse nar* Sensations-Schlager Allgem. üeulscher Frauenverein, Ortsgruppe QisBeo Frau Minna Naumann. ■ Für 6rmninopl]on«S(i8fr neue doppelseitige Platten von 1.— Mark au, iowie alle andere Sorten aol Lager. Ncvaraturen au Grammophonen werden billigst und sachgemäss oo<", geführt. Linker ^udwigitrahe 16 NB. Umtausch von Platten Hotel-Restaurant iZumEinborn llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Anerkannt guter |°*7 Mittagstisch in u. außer Abonnement Bäcker-Krankenkasse Giessen (Eingctr. Hllf*ka**e). Einladung zur Mittwoch, den 18. November 1913, abends S’/4 Uhr, in der neuen Aula der Universität Vortrag von Herrn Pfarrer D. Preuschcn aus Hirschhorn über Deutschs Heldinnen in den Befreiungskriegen Majolika wmii. ßtMril=$eriMuilii| VuitfPtci in 3 arten von Vco 11 ” DieuStag. den 9. Terember 1913, abends ‘ ,6 llbr, Walther Sieiu und Vubrom | im Hotel (yiuborn. Heller. Taoc» Ctbnuno: W Auflösung der Kasse. "ei Mittwoch 3 Donnerstag H Freitag --- Rechnen I u. II ; Französisch Geographie Zur Stadtverordnetenwahl! Montan, den 10. November, abends ‘/»9 Uhr, findet im Laalc des 6ef6 Leid (flolofieum), Walltorftrajjk, eine große öffenti. Wählervtrsammlung 1 statt. Tagesordnung: 1. brvorsichrndku Stadtvcroldnrtenwahlen Referent: Herr Stadtverordneter Vetter»; 2. Freie Aussprache. Zn dieser Versammlung ist jedermann freundlichst eingeladen. 7317 Tas sozialdemokratische Wahlkomitee. I. A.: Hciur. Riegel. ______________ Ca« üd Inh.: Karl Ohm ,m Burggraben 9. Täglich Konzert der KtinNtlorkapellc ..Hartwig“ XÄ~ 10 Pcraoncn'VS XflT Eintritt frei "Wl Bürger verein Giessen Dienstag, den 11. November er., abend» 9 Uhr, ' im Saale de» Hotel Einhorn Autzerordentliche Hauptversammlung Tagesordnung: Ztadtveror-netenwahlen Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung hoffen wir aus zahlreiches Erscheinen unserer Mitglieder. a*/n ^crVorstand Der Tod in derArena oder die Sterne wollten es Spannendes Artisten-Drama in 2 Akten. Zweiter Schlager: Das Elend des Krieges Amerikanisches Offiziers- Drama. Ergreifend wirkt die Szene der tapferen Krieger und die Entsagung der Helene von ihrem Geliebten, weil er ihren Bruder gemordet. Dieser Film ist einzig in seiner Art u. Äußerst spannend. Al* dritter Welt-Schlager: Von Stufe zu Stufe An* dem Leben einer Verlorenen. Ergreifendes Sitten-Drama an* der Gegenwart in 3 Akten Gespielt von den besten Künstlern. — Es ist sicher Kunst, das Leben in seiner oft gran*amcn W Irkllehkelt tauschend durch das Bild wiederzuspiegeln. Diesmal ist es eine sittlich sehr wertvolle Idee, die den Entwurf zu diesem *ujet abgegeben. Dieser Film ist nicht nur vorzüglich und fesselnd dargestellt, sondern auch technisch hervorragend und allen groücn Monopolfilms durchaus ebenbürtig. la*'”] 1>1© Direktion. Achkmdtitliche Mtlllikütt-MaMlW im Bootsbaus. Zahlreiches Erscheinen er- ivünscht. Ter Vorstand. Wei r.Mlein-Klub. Sonntag, den 9. d. Mts. Daniil.-'Ausflug nachKlcin- Linden bei Mugl.Sveicr im Löiveu Abmarsch 3 Uhr. Zu- Union Theater 5 -d genannt das Schmuckkästchen von Giessen i Oi __Seltersweg--O "