Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. mfab'ik fladii' ien*u' neten die Mandatsmöglichkeit für absehbare Zeit abgeschnittcn werden, und Graf Tisza ist der Mann, seine Ankündigung wahrzumachen. Das weil; auch die Opposition, und so wäre es in der Tat, da die Justh und Genossen ohnehin an der Unfehlbarkeit ihrer in letzter Linie den Parlamentarismus vernichtenden Oppositionstaktik irre zn werden beginnen, nicht unmöglich, daß es dem starken Manne Tisza gelingt, den verfahrenen Karren dcS ungarischen Staatswagens wieder ins rechte Geleise zu bringen. Freilich werden die Oppositionsparteien unter Tiszas Regiment alle Hoffnung aufgeben müssen, das im März d. Js. Gesetz gewordene komplizierte und weder den unteren Volksschichten noch den nichtmagyarischen BcvölkcrungS- bestandtcilen gerecht werdende Wahlrecht durch das von ihnen erstrebte allgemeine, gleiche und direkte Wahlsystem zu ersetzen. Und dies ist der Punkt, wo die Krone nicht mit dem Grafen Tisza, sondern mit der Opposition sympathisiert, denn man ist in Wien davon überzeugt, daß bcnt magyarischen Chauvinismus, dessen Endziel „Los von Oesterreich" lautet, nur beizukommen wäre, wenn cs gelänge, mit Hilfe des allgemeinen Wahlrechts die magyarische Minderheit zahm zu machen. Aber so unbeliebt auch Graf Tisza, der Führer der konservativen Adelspartei, insbesondere in den Kreisen ist, die sich um den Thronfolger Franz Ferdinand scharen, und so sehr man überzeugt ist, daß die ungarischen Selb- ständigkcitsbestrebungen in ihm eine Stütze finden, so hat ihm doch der greise Kaiser Franz Josef die Kabinettsbildung schon deshalb ohne weiteres übertragen, um nicht dem Worte „Dank vom Haus Oesterreich" eine neue Begründung zu liefern. Dazu kommt, daß man in der Wiener Hofburg von einer Begünstigung der Opposition wohl nicht mit Unrecht eine Erstarkung der antimonarchischen Elemente befürchtet, während man dem Grafen Tisza mit einer Variante der Worte, die einst Grillparzer an Radetzky richtete, sagen darf: In eurem Lager ist die Monarchie! 61 Der Streit der Vallanflaaten. Berlin, 9. Juni. Der „Lokalanzeiger" meldet aus Sofia: Nach einer beglaubigten Meldung hat Griechenland in Konstantinopol, Ser bi en in Bukarest ein Bünd- n is gegen Bulgarien angeboten. Griechenland bot der Türkei Thrazien mit Adrianopcl an, die Türkei verlangte aber die Abtretung der ägäischen Inseln. Serbiens Angebot soll so außerordentlich gewesen sein, daß Rumänien es schriftlich verlangte. Dies blieb natürlich unerfüllt. Sobranje-Präsident Dr. Danew wurde heute abend ins Palais berufen. Die Lage erscheint bedeutend verschärft. Bulgarien hat, nach der „Boss. Ztg.", Rußland ersucht, Serbien zur Räumung der strittigen Zone und zur Einsetzung eines Kondomimons über diese zu veranlassen. Rußland soll dann über diese Zone allein das Schieds- richtcramt übernehmen. Die Kabinettskrise soll bis zum Eintreffen der russischen Antwort ungelöst bleiben. Serbien will annektieren. Belgrad, 9. Juni. Die vom Ministerpräsidenten Paschitsch zu einer Besprechung berufenen Parteiführer legten diesem, wie verlautet, übereinstimmend nahe, sfel 2-24 Mk. 290 5-26 Mk. 325 Vas Kabinett Tisza. Wenig mehr als ein Jahr, nämlich 14 Monate, hatte sich das Kabinett Lukacs im Amt gehalten, allerdings ein für ungarische Verhältnisse ganz stattlicher Zeitraum. Und zweifellos hätte sich der „junge Mann des Grafen Tisza" noch länger gehalten, wenn es nicht auch in Ofenpest „ein Kammergericht" gäbe. Daß der Abgeordnete Desy, der den Ministerpräsidenten etwas übertrieben den „größten Panamisten Europas" genannt hatte, im Namen des Königs freigesprochen wurde, ließ es unmöglich erscheinen, daß Lukacs weiter der erste Ratgeber des Königs blieb. So ging er, die bekannte diplomatische Krankheit, in diesem Falle die Nervosität, vorschützend, unter dem Jubel der Opposition, deren Entrüstung freilich eitel Heuchelei ist, denn Lukacs hat die Panamagelder nicht für sich, sondern für die Regierungspartei zu Wahlzwecken verwandt, und welche jemals in Ungarn herrschende Partei weiß sich von diesem Vorwurf frei? (Freilich eine Ausnahme kennt die magyarische Geschichte, und dieser weiße Nabe ift der neue Ministerpräsident Graf Tisza. Als er die Wahlen machte, benutzte er keine Panamagelder, wie er sich überhaupt von jeder Beeinflussung durch den amtlichen Apparat fernhielt. Den Theoretiker nannte man ihn deshalb spöttisch, und in der £at, mit der Praxis sah es schlecht aus, denn die Regierungspartei brach bei dieser Wahl zusammen. Aber der Ruf seiner unantastbaren Integrität wird ihm jetzt, wo man in Ungarn beschämt darüber ist, daß die Dinge, die dort die Spatzen von den Dächern pfeifen, nun auch kein europäisches Geheimnis mehr sind, sehr zustatten kommen.) Die Opposition freilich hat keinen Grund zum Lachen, und die erfolg reichen Ministerstürzer werden vielleicht mit dem Goetheschen Wort sprechen: den Bösen seid ihr los, die Bösen sind ge- l'lieben! Zwar den gutgehaßten Lukacs haben sie gestürzt, aber der bestgehaßte Graf Stephan Tisza, der als Präsident des Abgeordnetenhauses mit eiserner Gewalt und mit Hilfe der neuen scharfen Geschäftsordnung die Obstruktion niedergedrückt hat, ist nicht nur geblieben, sondern der bisherige „heimliche König" ist letzt der offizielle Ministerpräsident geworden. Und darum Räuber und Mörder, werden viel- leich. tie Herren Justh und Genossen denken! Allerdings versichert Graf Tisza, daß er cs zunächst mit einer Politik des Friedens versuchen werde. Wie ans Ofenpest gemeldet wird, will er an die oppositionellen Parteien die Aufforderung richten, sich an den parlamentarischen Arbeiten in normaler Weise zu beteiligen, und er sei bereit, für den Frieden manches Opfer zu bringen. „Und bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt." Wenn seine Aufforderung, so läßt er weiter verkünden, vergeblich wäre und die Opposition ihm gegenüber wieder die scharfe Tonart einschlage, werde er einen Gesetzentwurf des Inhalts ein» bringen, daß Abgeordnete, die sich trotz Aufforderung des Präsidenten den parlamentarischen Arbeiten fernhalten, ihres Mandates verlustig erklärt und auch bei den nächsten Wahlen nicht wiedergewählt werden sollen. Ginge ein solcher Gesetzentwurf durch, so würde damit den oppositionellen Abgeord- Moren eilenden ischinen gnet für schäft °k und werbe Maschinen köitf en umgebaut r itenanschläge durch die M , Taunusstr. 47. in*. >er Paul Jankes ges.gesy i-hmuision Änaft “eke m Giessen, jp, Die Ausstellung des Aunstvereins , Von Paula Messer-Platz, Gießen. Don den drei Künstlern, die die diesmalige Ausstellung des Gießener, Kunftvereins beschickten, ist P. Baier, Mannheim, am stärksten und wohl auch am besten vertreten. Das Figürliche scheint ihm mehr als bas Landschaftliche zu liegen. Verfolgt man an der Hand dieser Bilder seinen künstlerischen Entwicklungsgang, so stößt man auf ein merkwürdiges Auf uiti) Ab und eine außerordentliche Berschiedenheit der Leistung. Fast ist man geneigt, die zeitlich frühesten Bilder als die künstlerisch wertvollsten zu bezeichnen. Sic sind packend, unmittelbar, von sicherer Zeichnung, warmer Farbe und guter Technik. Man beschaue sich einmal den alten bärtigen Kopf in seiner vorzüglichen Plastik und dem feinen Uebergaug von Haar und Gewand. Das beste aus dieser Zeit ist wohl die „Gemüscvcrkäuserin". Die malerischen Qualitäten, die ganze Art dieser Bilder läßt vermuten, daß der Künstler durch die Schule von Kaspar Ritter, Karlsruhe, gegangen ist und es verstanden hat, die Vorzüge derselben sich zu eigen zu machen. Merkwürdig verschieden davon sind Bilder wie „Idylle", „Kuß" oder „Kriegsbeute", die zwar in Baier immer den guten Zeichner verraten, aber sonst (besonders auch bei „Judith") eine Wendung zum Süßlichen, Konventionellen und Schablonenhaften nehmen. Und noch ein drittes Gesicht zeigt der Künstler: er sucht sich mit der Moderne auscinanderzusetzeu. Seine Malweise wird flotter, seine Farben frischer. „Zur Sommerzeit" oder „rotes Haus" zeugen davon. Wer obwohl die Technik weit moderner sich gestaltet als z. B. bei der „Gemüseverkäuferin", erreichen die Bilder doch nicht mehr das Ruhige, Syinpathische der früheren. Man vergleiche die freilich schwierige Aufgabe der „badenden Knaben" oder die meisten Landschaften! Die Farben verfallen leicht in ein unangenehmes Lila, Blaugrün und Rosa und stehen oit hart nebeneinander. Das beste Bild des zweiten Ausstellers, W. Barthel, Gießen, ist wohl der „Vorfrühling", wenn auch die Schatten des Vordergrunds etwas schwarz ausgefallen sind. Dafür weist es nnc feine duftige Ferne auf und einen ausgesprochenen Sinn für gute Komposition, der auch in den airdern Arbeiten zur Geltung «unnt. Die Partie „aus dem Gießener Stadtwald" ist zu farbig geraten und der Boden sieht sich zu rund und wellig an. In Mserm Himme^strich leuchtet das Blau nicht so ungebrochen, gibt es kein so stark gesättigtes Gelb, ist das Grün, auch des Vordergrunds, von einem milden Dunst umflossen. Diese zarte Luftschicht, deren Beachtung einer gemalten Landschaft erst Tieien- Dirkung gibt, fehlt ganz auf der größeren Winterlandschaft. Ueber- Eüupt zeigen die Bilder eine Malweise, die uns he^ft etwas jjaserkij1 der ibÄfe- ein neues Verfahren zum Schutz gegen Verletzungen unter Wasser ausgeprobt worden und hat sich so bewährt, daß alle größeren Kriegsschiffe der amerikanischen Flotte mit diesem Schutz versehen werden sollen. Ter Ingenieur Wotherspoon hat, wie M. A. von Lüttgendorff in der Umschau berichtet, Druckluft zum Entleeren und Ausfüllen überfluteter Schiffsräume angewandt, da es bei größerem Wasserandrang nicht möglich ist, das Wasser durch Pumpen zu entfernen. Er läßt in den beschädigten Schiffsraum Druckluft einströmen, und es gelingt ihm dadurch fast immer, den Schaden auf diese Stelle zu beschränken. Der gefährdete Raum erhält den höchsten Luftdruck und wird dann mit Luft von etwas geringerem Drucke umgeben; schließlich wird der Lustüberschuß an die benachbarten Räume abgegeben. Dadurch erhalten zugleich die Schotten eine Stütze. Für gewöhnliche Fälle genügt ein Ueberdruck von V ■ Atmosphären. Die Schutzvorrichtung ist ohne Schwierigkeit in die Schisse ein;,Litauen, wobei man in der Regel die vorhandenen Druckluftanlagen, die heute bereits in Kriegsschiffen zum Einführen frischer Last wie zur Ableitung schädlicher Gase vorhanden sind, benutzen kann. Der Apparat eignet sich auch gut zur Prüsung wasserdichter Räume und zur Unterdrückung von Feuer; im letzteren Falle wird nicht Druckluft, sondern ein unentzündbares Gas in die brennenden Räume gepumpt. — Reiseregeln. In der „Köln. Ztg." finden sich folgende beherzigenswerte Reiseregeln: „Mund auf! Augen zu'" sagten wir als Kinder und steckten uns was Gutes zu. Beim Reisen ist es umgekehrt, soll imS was Gutes widerfal/ren- Augen auf! Und zu den Mund!" — In deinem Urteil über fremdes Land und rremde Leute bleibe jenseits von Gut und Böse was du stehst, i|t weder gut noch schlecht, nur anders — Reise ist ein Spiegel. Wie dir das Land erscheint' so bist du leibst. — xie Eisenbahn ist kein Reisevergnügen, sondern nur ein Mittel dazu. Jedes ftemde Land ist eine Frucft nut neben Hunten. Zu oberst liegen „Lber", Lists, Hotels und Tablev d'hote Auch Kirchen und Museen sind noch solche Haute. Um ne alle durckwubeißen und zur guten Frucht zu kommen mutz man Mste Zähne haben. - Laß lieber den Kanun zu Hause al- bie Höflichkeit. — Eine fremde Stadt sollst du nickst erledigen, sondern.entdecken. — Wenn du das ftemde Volk nicht bn )einer Arbeit iahst, jo hast du nichts gesehÄl. — Wirf eine ..cunze hinter dich, bevor du aus dem Stadttor gehst, so wirft die Ltadt dir ihre Sehnsucht nach. — Straßen, die du abends gtngst, geh nicht des Morgens: alle Tinge redeii nur ftnmal zu dir. Latz dir 3eit! Laß dir Zeit! Laß dir Zeit! . , ~ r 5 e Nachrichten aus Kunst und Wissen- l ch a 71. ^n Heidelberg ist der a. o. Professor für Chemie an der dortigen Universität Tr. phil. Max Dittrrch im 49. Lebensjahre gestorben. altmodisch erscheint^ Sehr ansprechend wirkt gleichwohl die Landschaft „Aus denr Spessart". Alle Bilder beweisen eine glückliche und geschulte Auswahl der Motive. — Das Kapriziöse des Aguarells weiß O. Engelhardt- K y f f h ä u s e r, Magdeburg, trefflich zur Geltung zu bringen! Sein „Jahrmarkt", dürste man die rechte Ecke beschneiden) ift eine künstlerisch hochstehende Arbeit. Kräfttgere Töne benützt er in dem Bild „am Steinhuder Meer". Äe glänzenden roten Dächer schauen lustig zwischen den grünen Bäumen hervor, so daß das, was den Maler wohl an dieser Landschaft gereizt hat, auch wirklich zum Ausdruck gebracht ist. Das Geheimnis des Erfolges liegt ja so häufig in dem Grundsatz von Albert von Keller: „Nichts malen, wovon man nicht entzückt ift". Hk. Krebsforschungen. Tie ,D^esterreichische Gesell- schaft für Erforschung und Bekämpfung der Krebskrankheit" hat, wie die „Klin. cherap. Wochenschr." berichtet, in Wien vor einigen Tagen ein in ihrem Austrage errichtetes Laboratorium für chemische und chemisch-experimentelle Forschungen über die zdrebskrankheit dem Betriebe übergeben. Mit der Einrichtung dieses Laboratoriums ist der llniversitätsprofessor Tr. Sigmund Fränkel in Wien betraut worden. Das Laboratorium wurde an die bereits seit neun Jahren bestehende Spiegler-Stiftung angeschlossen, so daß es dem neuen Krebslaboratorium möglich ist, alle Insttumentc des reich ausgestatteten Laboratoriums der Spiegler-Stiftung zu benutzen. Tie Arbeiten werden sich im wesentlichen auf chemotherapeutische und gewebckemische Studien erstrecken. Tie Krebs- gesettschaft besaßt >ich jetzt auch mit dem Projett, für die Er- rickstung eines eigenen, der Krebsforschung und der Pflege Krebskranker zugleich dienendeii Hauses auf tarn Areale der ehemaligen Landesirrenanstalt die Mittel zu beschaffen. — EinMeistcrwerkdcrRenaissance. Das Hauptwerk Jaoopos della Quercias, das Marmorgrabmal der Ilaria Carretto im Tom von Lucca, war bald nach seiner Vollendung (um 1406) von seinem Standort entfernt und zer- schlageii worden, nachdem der Besteller, der Gatte der Ilaria, gestürzt war. Die Teile des Grabmals wurden in alle Richtungen zerstreut, nur die Grabngur und die linke Langseite blieben im Besitz der Donwpera. Im Laufe des vorigen Jahrhunderts wurden verschiedene Teile des Werkes wieder aufgefunden und dem Dom von Lucca zurückgegeben. Das Kopfende blieb jedoch bisher verschwunden. Jetzt hat, nnc die Künstln, wrik berichtet, der Conte Amedeo Cenami das Stück mit einem Marmorwappen der Earretto-Gninigi in der Pinakothek zu Lucca i dentifiziert, und so ist es ermöglicht, das Grabmal im Dom in seiner ursprünglichen Gestalt wiederherzustellen. . Der Schutz von Kriegsschiffen durch Druckluft. Aus dem amerikanischen Kreuzer „North Carolina" ist scbinascbrtM ewannen jrnsteinaufsäUe offeliämpier -nbleiche enpulver ropfiehlt i, Giessen Neustadt U it«handlung-_ Nr. 132 Erster Blatt 163. Jahrgang IRontaa. 9 luni 1913 Der Siebener Anzeiger zm-Rrar ££ 3 3 __ «UVIUUy, V. erscheint täglich, außer y&JW kA Vczuqsvrc. Sonntags. - Beilagen: A * NH _ ▼ ,nonatlich75Pf^viertel- wöchentlich JS Ak A jährlich ।r*11cr. ■ hv ■■ *itaoie- il zweimalwochentl.Äreir- Eh VH» ge ffl y Bä B M BB MM B B JF Sa B A Kg W B ▼ monatlich 6b Pf.; durch diatt sürden Ureis Giehen MM $ A IIZ 3 W MB El H 13 K drePoslMk.2.-viertel- lTicistagundFreiiag); M B Wk B VRK M H HT B ES M K jährl. auSschl. Beslellg. zweimal moiinil. Land- fei. M WLj KL Zeilenpreis: lokal IbPs^ wirtschaftliche oeitfragen V XF M E? gjj W B El W'' auswärts 20 Bseiunq. Fernsprcch -Anschllisie: ■ M W ä Chcsredaklenr: A Goetz, für die Redaktion 112, MM Verantwortlich für den SSSSr General-Anzeiger für Gberheffen Annahme von Anzeigen x «« x n t » ». . ^5 f J Vf »Gerichtsjaal": Zi. Ncu- für die Tagesnummer "^tült0N§oruü UNO vertag der vrllhl'fchen Univ.-Buch- und Zteinöruckerei R. Lange. Redaktion, Ervedltion unö Druckerei: Zchulftraße 7. nnttl< »9 Uhr. E«schSstrft-N- m-ingen, vah«h«s»r°tz. 16a. " falls binnen zwei Tagen keine befriedigende Erklärung aus Sofia erfolgt, sofort mit der Annektierung der eroberten Territorien vorzugehen. Die neue Lage. Sofia, 8. Juni. Wenn die russische Diplomat ie nicht streng interveniert, wird morgen eine völlig neue Lage eintreten. In Sofia ist strengster Kriegszustand. Die bulgarische Bevölkerung Mazedoniens wird durch die Griechen und Serben rücksichtslos verfolgt. Griechische Truppen haben bulgarische Ortschaften, darunter Karasuli besetzt. Die griechischen Behörden fahren fort, Bulgaren, nur weil sie Bulgaren sind, aus den besetzten Gebieten zu verbannen. Die Antwort Bulgariens. Sofia, 9. Juni. Nach Mitteilung von zuständiger Stelle ist die Antwort auf die Forderung Serbiens auf Revision des Bündnisvertrages fertig gestellt. Der heutige Ministerrat soll über die Antwort beschließen, lieber ihren Inhalt verlautet, daß eine Revision entschieden ab gelehnt wird. Tie bulgarische Kabintttskrifis. Sofia, 9. Juni. Wie versichert wird, stößt die Lösung der Kabinetlskrise besonders wegen der Frage der auswärtigen Politik auf große Schwierigkeiten. Insbesondere will die Regierung die Antwort aus Petersburg abwarten, ob Rußland Serbien zur Einhaltung des Vertrages und zur Räumung der unbestrittenen Gebiete, sowie der strittigen Zone veranlassen wolle. Tie Friedcnsdelcgierten beim König von England. London, 8. Juni. Reuter erfährt: Bei dem Frühstück, das vom Könige den Friedensdelegierten im Bucking- bampalast gegeben wurde, wurden keine 9ieben gehalten. Nach dem Frühstück wurden sämtliche Delegierten dem König vorgestellt, der sich in zwangloser Weise mit ihnen unterhielt. Der König beglückivünschte die Delegierten zur Unterzeichnung des Präliminarfriedens und sprach die Hoffnung aus, daß die Arbeiten bald zum befriedigenden Abschluß gelangen und daß es nicht mehr zur Wiederaufnahme der Feindseligkeiten käme. Die besondere Betonung des letzten Punktes durch den König machte einen großen Eindruck auf die Delegierten, die jm höchsten Grade entzückt waren von der vom Könige bezeigten Liebenswürdigkeit. konservative und Liberale in Spanien. Madrid, 8. Juni. In bet Deputierte nkammer führte M au r a aus, man stellt mich als einen Verletzer der Gesetze hin und als u l t r a m o n t a n e n T y r a n n e n. Diese Urteile sind ungerechtfertigt. Ich billigte die Verfechtung dcr Ausbreitung aller Ideen, aber niemals, daß sie auf gewaltsamem Wege durchgeführt werden; ich forderte immer und fordere auch noch die Gleichberechtigung für alle Bestrebungen der Republikaner, wenn es sich um die Verteidigung der gesetzlichen Formeln handelt. So bin ich auf Eurer Seite gegen jeden. Ihr habt in uns den aufrichtigsten Bruder, wenn Ihr als Bürger handelt, aber wenn Ihr als Aufwiegler handelt, io muß nach meiner Ueberzeugung die ganze Schärfe des Gesetzes gegen Euch angewandt werden. Ich Ijaltc mich nicht für unfehlbar und unterwerfe mich dem Urteil des Landes; ich halte den Kontakt der beiden Regierungsparteien für unumgänglich notwendig; den Kontakt zwischen den Liberalen, die ihn unterbrochen haben und zwischen uns, die jie dieses rlfr. Bruches beschuldigen. Ich halte alte Ausdrücke und Gedanken meines Briefes vom .31. DeUmber 1912 aufrecht. Da ich Ihrer Politik nicht zustimmen kann, da Sic die meinige nicht annehmen wollen, so erkläre ick, daß ich mick zurückziehe. Was kann ich weiter sagen? Maura spielte zum Schluß auf die Rede Mvarez an, der die Demokratisierung der Monarchie fordert und sagte: Die Monarchie demokratisieren, hieße sie a u f - lösen. Das wäre eine Revottttion vhue Barrikaden nnd ohne Blut, aber eine volle Revolution. — Der Ministerpräsident Ro- manones erklärte darauf unter dem Beifall der Liberalen, es sei sein lebhafter Wunsch, mit den Konservativen z u s a m rn c n ?, n a r b e i t e n. Maura forderte den Ministerpräsidenten aus, sich über die von dem Republikaner Mvarez geforderte Dersassungsänderung zu äußern. Romaiwnes erwiderte: Wir werden solche Reform erörtern und sie, wenn wir sie für gut halten, ohne Verzug durchführen.__________ 21615 öeffem Erste Kammer. rb. Darmstadt, 8. Juni. Die Erste Kammer der Land stände ist für Donnerstag, den 19. Juni, vormittags 10 Uhr, zur Abhaltung einer Plenarsitzung ein- berufen worden. 9(uf der Tagesordnung steht neben den jüngst vom Finanz-Ausschuß der Ersten Kammer erledigten kleineren Regierungsvorlagen, Anträgen rc. auch der Antrags Osann nnd Gen., betf. das Darlehen von einer Million an' die Zentralkassc für die hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften. Deutle- NeseH. EineAeußer u n g des A b g. Tr. W i c m e r. Die „Vossische Zeitung" berichtet aus Dresden: Auf dem Landesparteitage der fortschrittlichen Volkspartei erklärte Der Abg. Dr. Wiemer, die Reichstag-s aufLÄsung werde unvermeidlich, wenn das Zentrum seine Drohung wahr mache und die Wehrvorlagc ablchne, falls nicht die Deckungsvorlage nach seinen Wünschen erledigt wird. Aus Stadt Wird Gießen, 9. Juni 1913. •* Ordensangelegenheiten. Der Großher - zog hat dem Geh. Oberbaurat Kilian die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihin von dem Prinz- regenten von Bayern verliehenen Ehrenkreuzes des Ordens des heiligen Michael' und dem Oberlehrer 2r. Aug. Vetter in Bukarest die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm von dem König von Rumänien verliehenen Verdienstmedaille 1. Klasse für Unterricht erteilt. Der Kaiser erlaubte dem Haupt m. Frhrn. v. Fritsch im Großen Genevalstabe das Tragen des Ritterkreuzes 2. Klasse des Hessischen Verdienst-Ordens Philipps des Großmütigen. ** Sommer-Abonnements konze r t e. Bei dem am Donnerstag abend in Steins Gurten stattfindenden 1. Sommer-Abonnementskonzert der Regimentskapelle ist als Solist der Großh. hessische ^Kammermusiker Louis Kü m m e l aus Darmstadt engagiert. Die Leistungen dieses Künstlers sind uns von früheren Jahren hier noch in bester Erinnerung. Als Neuheit bringt Herr Kümmel das 6me Air Varie (de Violoni von CH. de Beriot. Der Anzeiger in Münster i. W. schreibt: Herr Kümmel ist unbestreitbar der beste Cornet ä Piston-Virtuose in Deutschland, wohl auch anderer Länder; er ist ein Künstler allerersten Ranges. Außerdem bringt Obermüsikmeister Löber im zweiten Teil des Programms einen Richard-Wagner-Deil, anläßlich des 100jährigen Geburtstages, 22. Mai 1913, des großen Ton- schöPfers Richard Wagner. "'Die Maul- und Klauenseuche in Lauterbach ist erloschen. Kreis Friedberg. Friedberg, 7. Juni. Gestern fand eine Vorstands- und Aufsichtsratssitzung der Landwirtschaftlichen Ha uptgenoss en schuft für Oberhessen statt. Der Vorstand vertrat vor wie nach die Auffassung, es nicht zu einem Konkurs kommen zu lassen, sondern die Liquidation vvrzuziehen. Er erklärte sich bereit, dafür gewisse Garantien zu bieten. Eine Einigung wurde nicht erzielt. Am 18. Juni wird eine dritte Generalversammlung stattfinden. Starkenburg unh Rheinhessen. R. B. Darmstadt, 8. Juni. Aus Anlaß des Geburtstages der Kaiserin Mexandra Feodorvwna fand gestern in der Russischen Kapelle ein Gottesdienst statt, dem als Vertreter des Großherzogspaars H-o-sinarschall v. Ungern-Sternberg und das Personal der hiesigen russisck?en Gesandtschaft beiwohnte. — dtachdem das Militär-Wochenblatt mitgeteilt hat, daß bei der künftigen Verteilung der neu zu errichtenden Truppenteile Darmstadt für die fünfte Gunter-» Kompagnie des Tele-graphenbataÜlons Nr. 3 vorgesehen sei, wird jetzt bekannt, daß im Nachtragsetat der für die Militär-Luftschiffcchrt vorgesehene Luftschiffhafen auf dem Weiterstädter Exerzierplatz mit einer Doppel-Dreh- Halle für ein Zeppelin-Luftschiff und vielleicht auch für ein Parse val-Lufts chi ff eingeriMet werden soll. Die Mrilitärfliegerstation, die sich zurzeit auf dem Truppenübungsplatz bei Griesheim befindet, soll nach dem Wciterstädter Exerzierplatz verlegt und der Bestand der Station von 2Q auf 40 Flugzeuge vermehrt werden. Starkenburg und Rheinhessen. w. Darmstadt, 7. Juni. Im Gewerbemuseum wurde heute vormittag durch die Protektorin Fürstin Marie zu Erbach-Schönberg eine Erinnerungs-Aus- stcllung an die Zeit vor hun dert Ja hr en in Gegenwart zahlreicher Vertreter staatlicher und städtischer Behörden eröffnet. Die Ausstellung enthält viele Gegenstände, die im Besitze der Königin Luise waren. Die Königin Luise wurde als Prinzessin auf Schloß Braunshard erzogen.* Hessen-Nassau. X Marburg, 8. Juni. Der evangelischen Kirchengemeind.' zu S ch ö n ft a d t ist von Frau Dr. Maximiliane Lucius in Frankfurt ein Vereinshaus mit Inventar im Gesamtwerte von etwa 13 200 Mark gestiftet worden. X Hanau, 8. Juni. Die Tvphusepidemie beim 1. Bataillon des Eisenbahn-Regiments Nr. 3, welche im Dezember v. I. timt Ausbruch gekommen Ivar und schon vor einigen Wochen als erloschen betrachtet werden konnte, hat jetzt noch ein w e i t e r e s Opfer gefordert. Vorgestern ist 'der Pionier Heß von der l. Kompagnie, gebürtig aus 'Derschen bei Betzdorf, nach überstandener Typhuserkrankung an den Fo lgeerscheinungen gestorben. Somit hat die Thphusepidemie 23 Opfer gefordert. Gestorben sind 19 hier dienende Soldaten und 4 in ihrer Heimat erkrankte Reservisten. X Fulda, 8. Juni. Die weiter über das' Unwetter im Rhöngebirge einlaufenden Nachrichten geben ein Bild von der Stärke des Wolkenbruchs. Am härtesten ist die Ortschaft Kranluken mitgenommen, der ungerichtete Schaden wird auf 200000 Mark geschätzt. Eine Anzahl Häuser und Scheunen sind gänzlich bemühtet, andere Häuser sind teilweise durchlöä-ert, abgeriffen und unbrauchbar geworden. Die vom Hockwalser mit fortgerissene Jnduftrielehrerin Diel in Kraluken ist als Lerche unter den Trürnm.ern eines Hauses aujgefunben worden. Auf der Bahnsttecke G e i s a -- Tan n , deren Damm durch das Hochwasser teiltveise unterspült war, ist der Verkehr jetzt wieder a n f g c n o m m c n worden. In verschiedenen Orten des Geisaer Amtes sind Pioniere eingetroffen, die Notarbeiten verrichten. )p. Kassel, 8. Juni .Heute mittag brach in dem Fabrikgebäude der Aktiengesellschaft für Fedcrftahlindustrie norm. Hirsch und Co. Groß feuer aus. Die ganze Kasseler Feuerwehr unter Zuhilfenahme aller Re^ serven eilte an die Brandstätte. Sie hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen, da es außerordentlich schwer ist, an den Brandherd zu gelangen. Soeben find auch die Wasserrohre geplatzt. Sporte w Biebrich, 8. Juni. Heute vormittag besichtigten die Fahrtteilnehmer an der Fahrt deutscher Motorboot- s a h r e r zunächst die Henkelickc Sektkellerei, mittags sand B l u in e n- korso Biebrich—Mainz—Rndesheiin statt, au dem sich zehn Boote beteiligten. Die prächtig geschmückten Fachten wurden auf der ganzen Ltrecke von einer großen Menschenmenge jubelnd begrüßt, ^luf dem Fahrtleitnngsdmnpser „vochsladen" und dem von der Knr- verivaltmia gecharterten „Waldinanndampier" Biebrich nahm eine große Anzahl Gäste teil. In Nüdeshenn frühstückten die Teilnehmer in den Hotels am Rhein, woraus gegen 4 Uhr die Rückfahrt angetrden wurde. — Tie P r e i s v e r t e i l u n g hatte folgendes Ergebnis: In der SUaffe der Kajütboote: 1. Preis lPreis der Stadt Wiesbaden) „Aloha-Oe", Eigner: v. Corstanjen- GodeSberg. 2. Preis (Preis des Vereins der Wiesbadener Gasthof- und Badebausinhaber) „Selika", Eigner: Medizinatrat Tr. Kupfer- berg-Ptainz. 3. Preis (Preis des Beigeordneten Borgmann-Wiesbaden) „Pommern", Eigner: Scheibling-Thorn (Westpreußen). In der Klasse der kleinen Boote: 1. Preis (Preis der Stadt Rüdes- henn) „Nixe", Eigner: Direktor Albert Schmidt, Frankftwt a. M., 2. Preis (Preis des Korvetlenkavitäus a. D. Hoffnrann) „Mercedes E.", Eigner: Direktor Curti-Atarienfelde. Die Teilnehmer sprachen sich über die Empfänge in Wiesbaden, Biebrich und Rüdesheim und über die herzliche Aufnahme, die sie während der Fahrt überall gefunden hätten, anerkennend aus. Montag vormittag ist der Start zur zweiten Etappe am Schiersteiner Hafen. Baden-Oos, 9. Juni. Das Luftschiff „Sachsen" ist heute morgen 5,30 Uhr unter der Führung des Grafen Zeppelin zur Fahrt nach Wien aufgestiegen. Mn Bord besinnen sich außerdem Graf Zeppelin junior, Dr. Eckener, Kapitän Gluth uni) Fahrt-Ingenieur Siegle. Stuttgart, 9. Jiuni. Heute früh 6,40 Uhr trafen sich hier das um 4,25 Uhr in Friedrichshofen anfgeftiegenc neue Luftschiff „L. Z. 19" und der um 5,30 Uhr in Baden-Oos auf» gestiegene Delag-Kreuzer „Sachsen". Ersteres war auf der Fahrt nach Fvankfurt a. M. begriffen, wo es ferne Mnahmefahrt für die Militärverwaltung auyfüljrcn wird. Tie Schiffe, Die in ungleicher Höhe fuhren, fuhren über das Necbcrrtal und tauschten Signale aus. „L. Z. 19" war in der kurzen Zeit von 2 Stunden 20 Minuten von Friedrichshafen gtibntnten und setzte die Fahrt nach Norden fort, während die „Sachsen" vom Schwarzwald kommend, die Strecke Baden-Oos—Stuttgart in 1 Stunde 10 Minuten zurückgelegt hatte, sie fuhr über deut Remstale weiter TaS Wetter ist trübe und regnerisch. Vermischtes. * Ein Autounfall. Wts der Straße zwischen K ö n i g s- Wusterhausen und Storkow brach der Pneumatikreifen des Hinterrades eines Automobils. Ter Wegen wurde mit solcher Heftigkeit gegen einen Baum geworfen, daß er vollständig in Trümmer ging. Die Frau des Bankbeamten Schwert- f eger erlitt einen Schädelbruch, ein Friiulriu Schwer t - feg er einen Beinb ruch und schwere RippenveAetzungen. Die anderen Fnjässen des Wagens Tanten mit HMckäb-schirnftrngen und Quetfckmngen davon. * Giftig e Gase im Bcrcyverk. Auf der ..Zeche Friedrich Heinricl) bei Mülheim a. d. Ruhr gerieten vier Bergleute in giftige Gase. Drei sind tot, der vierte wurde gerettet. * Opfer der Berge. An der Kampenwand im Chiemgau stürzte ein Kälner Tourist Vögele r ab. Diie Leiche konnte geborgen werden. — Ein Münchener Tmrrist Siccher unternahm, mangelhaft ausgerüstet und ohne Führer, eine Besteigung der Zugspitze. Er sttirzte ab und war sofort tot. 'Schiffszusammenstoß. Der englische Dampfer „Abendale', von Hamburg kommend, kollidierte nachts um 12 Uhr bei dem Elbfeuerschiff 3 mit dem einkommenden Hamburger Fischdampfec „Johann Heinrich" der Hansa- Hochseefifcherci-Aktiengesellschaft. „Johann Heinrich" ist etwa P/2 Meilen nordwestlich vom Feuerschiff 3 gesunken. Vier Mann der Besatzung vom Dampfer „Abendale^ sind gerettet morben, sechs Mann werden vermißt. Der Abendale" ankert in Cuxhaven mit Bugschaden. SanSsL» Vergebung der deutschen Diamanten. Die Diamantensch'lacht ist geschlagen, der Sieg dem Antwerpener Syndikat zugefallen. Die Diamantenregie, die laut Gesetz den Alleinvertrieb der deutsch-südwestafrikani- schcn Diamanten hat, hatte Gebote auf eine Million Karat eingefordert. Es sind twn drei Seiten Offerten ein gegangen, darunter von der Tebeersgruppe und dem neuen gebildeten deutschen Konzern. Zum ersten mal hatte sich deutsches Großkapital für den Diamcrntenhcrndel in ter» effiert. An der Spitze steht das bekannte Bankhaus Koppel u. Co., als Sachverständiger gehärte chm der zuletzt vielgenannte .Herr Adolf Wagrier an. Der Gesellschaft sollen nicht weniger als 14 Millionen Mark zur Verfügung gestanden haben. Und trotzdem haben wieder die Antwerpener den Zuschlag erhalten und zwar nach der offiziellen Be»>rün- dung deshalb, weil sie das höchste Gebot abgegeben haben. Der Deutsche Diamantenverband wird sich nach diesem Ergebnis wieder auflösen. Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Geboten sind bisher nicht bekannt gegeben. Private Kreise schätzen das Mehrgebot auf 6 bis 8 Mk. für das Karat. Doch fehlt für eine solche Annahme ein bestimmter Anhalt. Bisher betrug der Erlös für das Karat etwa 40 bis 41 Mk. Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Tienslag, den 10. Juni 1913: Zeitweise beiter, meist trocken, wenig wärmer. ■ .Uii s ere Erstklassig GEORS A. JASMATZI A.G. DRESDEN Crr<5ssie d.eu.ische Ci^a,iaeiienfa-brikg Trinkt Sanitätskraftbier! Giessener Brauhaus, A. & W. Denninghoft _______________________sMll______________ P VISITKA R TEN in ieder beliebigen Schriftart und Kartonsorte, - ■ । sowie mit Zirkeln aller studentischen Vereinigungen liefert zu mäßigen Preisen die Brühl'sehe Univ.-Druckerei Feldbahnfabrik J, Frankfurt a. M. Amt tjlef$an)a^ten zu KmiT u-Mfete M. Färberei Gebt. Röver, Gießen ■FraitMil chemischeWtaKstaiteii Chem. Reinigen u. Färben v. Damen-, Herren- u. 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