M. 256 163. Mrgang Zweites Blatt Erscheint ISglkch mit Ausnahme des SonntagS. eine Täglich ab T i rhr Prrrl der bekannten Kapelle der 'rMolinsky‘ ■ n saSjwt Parteien Fühlung nehmen soll, um mit diesen wenn möglich gemeinsam in die Wahlbewegung einzutreten. Für ein alleiniges Vorgehen des Bürgervereins fand sich direkt keine Stimme, wohl aber war eine Minderheit der Ansicht, mit einer beschränkten Anzahl von Vereinigungen, den größeren Bczirksvereinen, dem Hausbesitzervcrein, dem Mieter- Verein und dem evangelischen Arbeiterverein gemeinsam bei der Wahl Einfluß zu gewinnen zu suchen, wenn keine Verständigung mit den politischen Parteien zu finden sei. Es wurde ausdrücklich betont, daß der Versuch gemacht werden soll, mit allen politischen Parteigruppen möglichst eine Einigung herbeizuführen. Schließlich kam ein Antrag des Stadtverordneten Winn zur Annahme, der dahinging, daß derVor- stand des Bürgervereins ermächtigt wird, mit den maßgebenden Vereinen Fühlung zu gewinnen, um mit diesen gemeinsam in die Wahl einzutretcn. Stadtv. Plank und darauf auch der Antragsteller, interpretierten den Begriff der m a ß - gebenden Vereine, daß damit in erster Linie die politischen Parteiorganisationen einschließlich der Sozialdemokratie gedacht sind. Lehrer Kling war damit einverstanden, wenn bei dieser Vereinigung auch die politisch rechtsstehenden Bürger berücksichtigt werden, so daß ihnen das Mandat, das sie inne hatten, gesichert wird. — Es wurde ausdrücklich erklärt, daß, wenn eine Verständigung bei der Stadtverordnetenwahl wegen eines gemeinsamen Vorgehens der politischen Vereinigungen mit dem Bürgerverein zustande kommt, dem so geeinten Wahlkomitce es überlassen bleiben soll, ob sie noch andere Vereine, wie den Bezirksverein Nord-Ost und Süd-West, den Hausbesitzer- und den Mieterverein, sowie den evangelischen Arbeiterverein zu dem Bündnis noch mit heranziehen will. Die Versammlung, die im Einhorn-Hotel stattfand, war von 50 Bürgervereinsmitgliedern, darunter Mitglieder aller politischen Parteien mit Ausnahme solcher der Sozialdemo- kratie, besucht. Mittwoch, 8. Moder 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:^^112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießeiu ____gggS Schienenwege, während der Landbetrieb einen Rückgang der Roheinnahmen zeigt. An Landeserzeugnissen wurden verschifft (die Ziffern des Vorjahres in Klammern): Palmkerne 9923 (13163) Tonnen, Palmöl 2547 (4011) Tonnen, Mais 1487 (235) Tonnen, Banmwolle 946 (639) Tonnen, Baumwotlsaat 821 (657) Tonnen. Das Anlagekapital der gesamten Verkehrs an lagen kann zurzeit zu rund 20 794 000 Mark angenommen werden und erführt demnach durch den Betriebsüberschuß von 552 000 Marl eine Verzinsung von 2,66 v.H. Aus dem Betriebsüberschuß wird demnächst der Pachtzins bestritten, der für die Zeit von April bis einschließlich November, solange die Landungsbrücke noch nicht wieder im Betriebe war, nach dem ermäßigten Betrage von 450000 Mark für das Jahr zur Erhebung kommt, also mit 450 000:8/i2 = 300 000 Mark. Für die übrigen vier Monate gilt der vertragliche Pachtzins von 523 000 Mark, also 4/i->: 523 000 = 174 333,33 Mark, zusammen 474 333,33 Mark. Sodann erhält die Pächterin ihre Entschädigung in Höhe von 40000 Mark. Der Rest findet zur Deckung der Zuschüsse der Pächterin für die vergangenen Jahre Verwendung. Im Betriebsdienst der Verkehrsanlagen waren beschäftigt 26 (28) Europäer, 30 (24) farbige Beamte und 78V (808) farbige Arbeiter. An Fahrzeugen waren am Schluß des Rechnungsjahres vorhanden: 15 Lokomotiven, 15 Personenwagen, 5 vereinigte Post- und Gepäckwagen und 174 Güterwagen. ** Feierdes 18. Oktober. Am Montag abend tagte auf Einladung der beiden hiesigen Turnvereine ein vorbereitender Ausschuß, der beschloß, am 19. Oktober d. Js., abends 8 Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsaarten zur Erinnerung an die vor 100 Jahren stattgehabte Völkerschlacht bei Leipzig einen Hcrrenkommers zu veranstalten. Zur Mitwirkung sollen außiw den Militärvercinen alle hiesigen Vereine eingeladen werden, deren Bereinszwecke auf die Förderung der Leibesübungen hinzielen. Einladungen zur Bildung eines großen Ausschusses, der seine erste Sitzung nächsten Freitagabend bei Gastwirt Spuck abhält, sind unterwegs. In dankenswerter Weise hat sich der Gesangverein Liederkranz zur Mitwirkung bereit erklärt. Gesangliche, turnerische und radsportliche Darbietungen werden gezeigt werden. Für die Festrede ist Herr Oberlehrer Tr. Schmoller gewonnen worden. Zum Kommers selbst werden die Spitzen der Behörden besondere Einladungen erhalten. Zutritt zum Kommers haben sonst nur die Mitglieder der mitwirkenden Vereine, denen empfohlen wird, ihre Vereinsabzeichen anzulegen. Ncach den bisherigen Vorbereitungen zu schließen, verspricht die Feier sich in durchaus würdiger Form an die Feier der Jugend am Sonntag nachmittag auzuschließen. ** In die Stadtverordnetenwahlbewegung ist gestern in seiner Mitgliederversammlung der Bürge r v e r e i n eingetreten. Der Vorstand hatte seinen Mitgliedern zur Stellungnahme im allgemeinen drei Fragen vorgelegt: 1. Soll der Bürgerverein allein Vorgehen? 2. Soll er ber der bevorstehenden Wahl mit den politischen Parteien gemeinsam vorgehen? 3. Soll er alle Jnteressentengruppen auffordern, mit ihm gemeinsam in die Wahlbewegung einzutreten. In der Aussprache war die Ansicht der Mehrheit der Redner die, daß der Kürgerverein mit den politischen Aus Stadt und Land. Gießen, 7. Oktober 1913. Die Jagd im Oktober. Für den Revierbesitzer, der nicht gerade zu denen gehört, die mit goldenen Kugeln schießen können, bringt der Oktober eine recht angenehme Abwechselung für den Küchenzettel — den Kückzen- hascn. Mehr als einige Sonntagsbraten aber sollte die Jagd vorläufig nicht hergeben, denn Suche und Ansitz auf Hasen sind in mancher Hinsicht nicht gut für den Wildbestand. Die K'tnmmcn haben ja außerdem auch noch keinen Frost bekommen und der Kohl dazu ebenfalls nicht. Also bleibe die Wildkammer im Revier für die späteren Treibjagden reserviert. Wer die Suche aber ausüben muß — Gründe gibt es ja immer — der richte sich nach Wind und Wetter, denn „Harro", der Hase, weiß ein Plätzchen an der Sonne wohl zu schätzen, dort liegt er dann gelegentlich so fest, daß man ihn übergeht. Rutscht er aber plötzlich vor uns aus der Sasse, so ist die Gefahr beim Schießen nicht zu unterschätzen, solch' ein Schreck hat schon manchen einen Schuß riskieren lassen, der besser unterlassen ivvrden wäre, denn bei der jetzt noch ftattsindcnden Feldarbeit sollte man doppelt und dreifach vorsichtig sein, damit kein Unglück geschieht. Man trifft bei solchen Streifen auch mitunter auf einen Fuchs. Ter Ueberschlane, der aber gar nicht so gerieben ist, wie man vielfach denkt, liegt mitunter, wie ein Hund zusammengerollt, mitten im freien Felde und — schläft, im warmen Herbstsonnensck ein ohne jede^ Rückendeckung. Manchem Jäger ist er schon auf diese Art zu -schuß gekommen. Zunächst ist wohl das Erstaunen beiderseits, aber lange läßt Reineke uns nicht Zeit, dann fud.t er das Weite, vor allem baldigst Deckung in einer Furche. Es ist ganz interessant, an dem glücklich erlegten „Raubritter" sestzustellen, w.oraus der Mageninhalt zur Seit besteht: dabei wird man häufig die überraschende Tatsache konstatieren, daß der als gefährlicher Räuber verschriene Fuchs zeitweilig auch Vegetarier ist. Brombeeren, Aepfel und Birnen liebt der rote Freibeuter im Herbst, und er hat ja augenblicklich reichliche Auswahl. Wenn man bann noch die Reste von Feldmäusen im Magen des Schlaubergers vorsindet, könnte man auf den Gedanken kommen, daß seine oft geschilderte Gefährlichkeit für die Jagd ins Gebiet der Tierfabeln gehört. Aber allzumilde sollte man trotzdem durch solche Beweismittel nicht gestimmt werden, denn der Fuchs nimmt da, wo er etwas findet - „wies trefft!"' Jedenfalls nutzt er die Saison aus, und die Obsternte ist jetzt müheloser für ihn, als das zufällige Erhaschen Veit Hasen, deren Nachwuchs doch auch schon recht flott aus den Läufen ist. Für die Glücklichen, denen der Abschuß von Hirschen alljährlich im Herbst „zusteht", sind nun die Tage gekommen, in denen sie Weidmannssrend und -Leid nach Herzenslust durchkosten können. Die Hirsche „meldeten", wohl des warmen Wetters wegen, in der Briest nicht so stark wie sonst, aber je schwieriger sich der Absckuß eines Kapitalen gestaltet, desto wertvoller wird dem glücklichen Schützen das Geweih werden. Von dem Verhalten des Rotwildes, das sich, wie gesagt, ganz nach der Wetterlage richtet, hängt das frühere oder spätere Anstteten des Rudels sehr wesentlich ab, und ans diesem Grunde wird in manchen Rotwildrevieren der Abschuß nicht ganz nach Wunsch unb Willen aus- fallen, besonders, wenn die Jägerei für einen hohen Gast einen ganz bestimmten Hirsch zu Schuß bringen soll. Da gibt cs denn häufig lange Gesichter, denn an Zufälligkeiten fehlt es auch sonst nicht. Tröstend bleibt in solchen Fällen der alte Jägerspruch: „Alle Tage ist nicht Fangtag!" sich dringend, die .Aufgabe ein bis zwei Tage vorher zu bewirken. Bei der großen Menge der Anzeigen kann nnr bei rechtzeitiger Beftellnng eine wirkungsvolle Anordnung gewährleistet werden Verlag de; Siebener Anzeigers. Die „Siebener Zamtiienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen“ erscheinen monatlich zweimal. Unseren Anzeigenkunden zur gefälligen Beachtung. Um den größeren Anzeigen für die Samstagsnulnmer sorgfältige Satzausstattung zu sichern, empfiehlt es so„-<«-b3,:rhr Eilbotenlaus am 17. Oktober. UnsereMtgliederundZö? [iime werben aufflcioroertii: zahlreich zu beieiligen. |v% Anmeldungen bis greitM benlO.£fi.inberAurnl* Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Cberhehen Die bayerische Königsfrage. Der Abgeordnete Adolf Müller machte auf dem dieser Tage in Nürnberg abgehaltenen Parteitag der Sozialdemokratie Bayerns Mitteilungen über ein geheimes Aktenstück zur 'bat)erischen Königsfrage beziehungsweise über ein seinerzeit erstattetes Gutachten, dem die Regierung in ihren Maßnahmen folgte. Eine Königsproklamation ohne gesetzliche Grundlage, besagt das Gutachten, würde int Landtag entschiedenen Widerspruch finden. Namentlich der Führer der Liberalen machte die Zustimmung davon abhängig, daß der Weg eines Verfassungsgesetzes gewählt werde. Aehnliche Ansichten wurden aus dem Zentrum laut. Nachdem während der Regentschaft schon mehrfache Verfassungsänderungen vorgenommen worden seien, könne der Zweifel, ob derartiges zulässig sei, als überwunden gelten. Ein verfassungsmäßiger Weg empfehle sich auch deshalb, weil die Möglichkeit, die Gesetzmäßigkeit eines anderweitigen Vorgehens zu bestreiten, das Anscheii der Krone und die Rechtssicherheit königlicher Erlasse schädigen würde. Nach der ungeschickt vorbereiteten Eidesleistung des Regenten, bemerkte Müller zu diesem Gutachten, sei der gesetzliche Weg verrammelt gewesen. Das ist größtenteils die' Schuld des Zentrums gewesen, das seinerzeit im 'letzten Augenblick versagte. Zum Thronwechsel in Maskat. Seid Fesil ben Turki, den Sultan von Oman, ist nach einer Depesche aus Maskat nach längerer Krankheit dort von schwerem Leiden erlöst worden. Wir haben gestern von der Meldung Notiz genommen und wollen heute nach der „Köln. Ztg." noch einige ergänzende Mitteilungen hinzufügen. Er soll etwa 47 Jahre alt gewesen sein, und seine StranT- heitszustcmde waren zuletzt in hochgradiger Wassersucht verlausen. Neben seines Leibes Gebrechen machten dem Verstorbenen seit Jahren auch Regierungsschwierigkeiten das Leben schwer. Zwar nimmt auf der Karte das Gebiet des Sultans von Oman noch einen beträchtlichen Raum ein, allein die Tage der wirklichen Macht des Sultanats sind längst vorüber, und in einiger Entfernung von der Küste ist das Machtgebot des Potentaten in Maskat bei den unbändigen Araberhäuptlingeu leerer Schall geworden. Besonders der Scheck) Abdullah, der sich in neuerer Zeit in Semail, der zweiten Stadt des Sultanats, zum Imam aufgeworfen, hat Seid Fesil ben Turki schwer bedrängt. Semail, das von seinem Sohne Taimur, dem neuen Sultan, geräumt worden war, ist nämlich der Mittelpunkt des Dattelgeschäftes von Maskat, und wenn es dem neuen Sultan nicht gelingen sollte, den Usurpator zu überwältigen und das fruchtbare Tal von Semail wieder unter seine Herrschaft zu bringen, so wird es nicht nur mit feiner Macht, sondern auch mit seinen Einkünften recht übel bestellt fein. Wahrscheinlich wäre ohne die Hilfe der indischen Regierung, die vor ein paar Monaten erst ein halbes Bataillon indischer Truppen nach Maskat gelegt hat, die Herrlichkeit des Schattensultans überhaupt schon zu Ende, zumal da auf die eine oder andere Weise auch die Einnahmen, die der von französischer Seite über Maskat betriebene Waffenschmuggel nach i>er Ostküste des Perfischen Golfs und nach der indischen Nord- wcstgrenze mit sich brachte, versiegen werden. Wenn infolge einer-, mie es heißt in der Hauptsache bereits vereinbarten llebercinfnnft mit Frankreich, das Wassengesckäft in Dschibuti künftig unter; bunben wird dürfte Maskat aufhören, als mehr denn ein ganz irnbei'-'utenber Küstenplatz zu gelten. Sein Rückgang in politischer Bedeutung begann im Jahre 1856 beim Tode des Sultans Said, des teilten mächtigen Abkömmlings der aus dem Jemen stammen- d n Jm^rns (bie im 18. Jahrhundert Maskat ben Portugiesen entrißen und die Herrschaft über Oman, Sansibar und die afrikanische Ostküste vereinigt hatten), als zwei seiner Söhne pch den 'Thron streitig machten. Guter bemächtigte sich der Herrfchaft tn Maskat der andere in Sansibar. Der Vtzekvnlg von Indien damals Lord Eanmng, wurde als Schiedsrichter angernfen und sand cs am einfachsten, die Trennung der beiden Sultanate rn bestätigen ^cr eben verstorbene Seid Fesil ben Turki war der wett! Än des Seid Turki ben Said, dem damals Maskat St-nYt™ mar Er war 1888 seinem Vater in der Regierung gefolgt mid hat sich von Anfang an keineswegs als ein Mehrer des Reiches bewährt. AZL-ä ^^alt>inqen>.,l'^kr unter mo,ilidieK'le,benu.QQ erfolglos Abte mit “nI»uitcn meine Limiw-.. und 3uf ärjtL t auch sthr ^lackouellewik?-^^del Misch" «Mhecher Milch immer ShrMn nQ&m *di Ithmetfenben feÄFffltö Mineftal-LiL^borfier der AuswNL und lotfercTmX lc!*,er NtenrPi. Äc unb der iäSSÄäS Sgäsa j'iinerai-X'QfnUen Men nm ME 1 Willen lä 35,5011.85^.: w1 ’]I,t Altbnchhorster n, m ‘ \p,ra.del ^ark e iU G n.RPs.) ab natur licke,hervorragend M m veriraiienswerie Mittel bn riuten, Heiserkeit Bet- mleimunq und Erkaltung. m der Universität? JVotbttc gold. Engel, in ben rrogerien 6. Seibel, W. Mbinger, A. Noll, ^.«ckaai u.E.Noll. ick । DettN'che Kolonien* Wirtschaftliches aus Togo Kalenderjahr 1912 ist für unser kleinstes Schutz- flebict Togo, wirtchaftlich kein besonders gunsttges ge- wesen Gleichwohl -können bie Betrrebsergebnrsse ferner Ver- kehrsan^gen als befriedigend bezeichnet werden denn die uqrjaniay , ^rücfe und der drei. Bahnen find um°78000 Marr gcstioqcn. wahrend cs gelang, bie Setricbg- 55 000 Mark zu ermaßrgcn. Der Bc- tSübertoiif; von 552 000 Mark übertrifft den des Bor- fabrä um 134 000 Mark, was erne Steigerns von bmiahe ’Äm Stet ist. Besonders güMrg rst bie Rentabcktat der ** Ortsgruppe Gießen des Neichsvereins liberaler Arbeiter und Angestellten. Am Donnerstag, den 9. Oktober, abends 9 Uhr, findet im Saale des Hotels Felsenketler eine Versammlung für alle liberal denkenden Staatsbeamten und -Arbeiter statt, in der Herr Redakteur Anton Erkelenz, Berlin, über Staatsbeamtenrechte und Staatsarbeiterrechte sprechen wird. Nach dem Vortrag findet freie Aussprache statt, an der sich jeder Eingeladene beteiligen kann. ** Das Ein sinternder Gemüse. Es ist von Vorteil, wenn die zu überwinternden Gemüse so lange im Boden bleiben können, als die Witterung dies zuläßt. Zu früh cingetointcrC halten sich die meisten weniger gut. Besonders, wenn sie vor dem Einschlagen einige Zeit auf Haufen gesetzt lagern müssen. Sie erwärmen sich hierbei, verlieren viel an Nährwert und Wohlgeschmack und treiben im Frühjahr eher aus als andere. Andererseits^ darf man mit dem Ein wintern auch nickst warten, bis der Frost die Arbeit vergeblich macht. Während einige leichte Nacht« fröfte den meisten Gemüsen durchaus nichts schaden, sondern zum Abschluß des Wachstums beitragen, und dadurch einer guten Durchwinterung förderlich sind, ist stärkerer Frost nacksteilig. Erfrorenes Gemüse geht bald in Fäulnis über. Am geeignetsten sind die letzten trockenen Tage im Oktober ober Anfang November. Sellerie wird beim Ausheben von aller Erde befreit, die Wurzeln ein wenig eingekürzt und das Kraut bis auf bie innersten Blätter glatt an der Ansatzstelle abgeschnitten. Hierbei darf aber bie Knolle nicht verletzt werden, weil sonst der Geschmack leidet. Hieraus schichtet man ben Sellerie Knolle neben Knolle und Schicht auf Schicht in reinen, mäßig feuchten Sand so ein, daß eine Knolle die andere nicht berührt und ein dachförmig abfallender Hügel entsteht, an dem bie Blattbüschel überall nach außen stehen. In gleicher Weise verfährt man mit Wurzelpetersilie, Karotten, Rettich unb Speiserüben. Rote Rüben dürfen auch an den Wurzeln nicht verletzt werden, noch weniger darf man ihnen den Kopf abschneiden, wie man dies bei ben Runkelrüben gewohnt ist. Sie werden sonst saftlos und holzig. Für alle diese Wurzelgemüse ist der Keller der beste Ueberwinterungsraum. Sie beanspruchen, wenn man in der angegebenen Weise bei dem Einschlagen »erfährt, nur wenig Raum, unb sind jederzeit bequem zu erreichen. Schwierigkeiten entstehen dagegen, wenn es sich barum handelt, größere Mengen von Kohlgemüsen zu durchwintern. Durch ihre sehr lebhafte Atmung verschlechtern sie bie Luft in einer Weise, daß das ganze Haus riecht, sobald einmal die Kellertüre für kurze Zeit geöffnet bleibt. Außerdem sind die Keller auch meistens zu warm. Man überwintert daher Weißkraut, Rotkraut, Wirsing sowie noch nicht ausgebildeten Blumenkohl häufig in Gruben, bie man an geschützter Stelle des Gartens 50 Zentimeter tief, anderthalb Meter breit und beliebig lang auswirft, so daß die ausgeworfene Erbe einen natürlichen Schutz gegen bas Eindringen von Regen und Schneewasser bildet. Die Köpfe von Weißkraut, Rotkraut unb Wirsing, an denen man alle losen Blätter sorgfältig entfernt, werden bei trockenem Wetter mit etwas Ballen ausgehoben unb Kopf neben Kopf mit ben Wurzeln nach unten halbliegend ober stehend auf ben Boden der Grube in lockere Erde eingeschlagen. Blumenkohl hebt man ebenfalls mit allen Wurzeln unb der an< hastenden Erde aus, läßt aber den größten Teil der Blätter daran und achtet darauf, daß namentlich bi£ inneren nicht zerbrochen werden mtd pflanzt sie stehend in die Grube, wobei man die Erde so fest wie möglich an die Wurzeln andrückt. Ist das Wetter noch milde, so bleibt bie Grube offen, man hält aber Stangen und Bretter bereit, um bei eintretendem Frostwetter decken zu können. Tritt anhaltende Kälte ein, bann kommt, um das Einfrieren zu verhindern, noch eine Schicht Laub darüber. Bei Bedarf wird ein Teil der Grube, soweit wie zum Einsteigen nötig ist, geöffnet, muß aber nach Entnahme sofort wieder gut verschlossen werden. Wird bei mildem Wetter bisweilen der Vorrat von faulenden Teilen gesäubert, so hält sich das Gemüse bis zum Februar und länger frisch unb der Blumenkohl bildet trotz des Licht- und Luftabschlusses zarte weiße Köpfe. Man kann ab« politische Tagesschau. Das Arbeitsprogramm der Parlamente. Die Parlamente, Reichstag und preußischer Landtag, toerben, so schreibt man uns aus Berlin, in der nächsten Sitzungsperiode mit gesetzgeberischem Material nicht zu sehr belastet werden. Dem Reichstage werden an großen Gesetzen nur die Regelung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe und eine Novelle zur Gewerbeordnung, betreffend das Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe, zugehen, während die übrigen ihm zugedachten Entwürfe mehr zu den kleineren Entwürfen gehören, die tiefgehende Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Fraktionen nicht cherbeiführen dürften, wie z. B. das Eisenbahnhaftpflichtgesetz, das Luftrechtgesetz, das Altpcnsionargesetz u. a. Aller- dings ist der Reichstag aus denr Frühjahr noch mit Vorlagen überlastet, die die Tätigkeit des Parlaments noch geraume Zeit in Anspruch nehmen dürften. Erinnert sei an das Postscheckgesetz, das Konkurrenzklauselgesetz, das Jugend- gerichtsgefetz, das Petroleummonopolgesetz und das Spio- nagegcsetz. Was den preußischenLandtag anbelangt, so kom- lmen für ihn außer dem Voranschlag nur das Fischereigesetz, das Wohnungsgesetz, das Ausgrabungsgesetz, einige Verwaltungsreformgesetze, ein Eisenbahnanleihegesetz, das Parzellierungsgesetz und eventuell ein Fideikommißgesetz in Betracht. Die Arbeitsperioden der Parlamente werden, soweit es sich übersehen läßt, in normalen Grenzen sich bewegen. (all M Inh. Kari Ohm - Bni^raben » Sic"1, « Uhr “qafiengflnje- 011 m 8 1 Mch Wirstug, Weif;- und Rotkaut in der Weife durchwintern, indem man die von den äußeren Blättern befreiten Köpfe mit den Wurzeln aushebt, nebeneinander mit den Wurzeln nach oben aus Bretter legt, mit denen man vorher ein trocken gelegenes Gartenbeet abgedeckt hatte. Ist eine Schicht Gemüse zusammengesetzt, dann kommt Erde darüber, aus welche eine zweite Schicht Kahlköpfe kommt, die ebenso bedeckt wird. Zum Schluß wird der ganze Lausen ringsum und obenauf gut mit Erde abgedeckt, die mit der verkehrten Schaufel glatt geklopft wird. Später kommt zum Schutze gegen das Eindringen von Frost noch eine Lage Laub darüber. Landkreis Gietzen. 4 Lich, 7. Off. Heute abend mußten die Leute, die das elektrische Licht im Hause haben, wieder nach der alten Petroleumlampe greifen. Die Straßen blieben unbeleuchtet, denn die elektrischen Lampen versagten plötzlich gegen 7 Uhr, nachdem sie kaum zu brennen angefangen hatten. Kreis Friedberg. d Okarben, 7. Okt. Die fischreiche Nidda führt seit etlichen Tagen ungeheure Mengen toter Fische zu Tal. Bei unserem Orte wurde allein ein Zentner Aale herauS- gesischt; an der Bechtel'schen Pappdeckfabrik bei Ilbenstadt sammelte man sogar etwa 10 Zentner Fische, darunter manche 10—15pfündige Barben und Hechte. Die schwer betroffenen Fischer bringen dieses Massensterben mit den Abwässern der Zuckerfabrik Wetterau bei Friedberg, die durch die Ufa der Nidda zugeführt werden, in Verbindung. Denn oberhalb der Einmündungsstelle ist von einem Sterben der Fische nichts zu spüren. y Starkenburg und Rheinhessen. m. O fsienb a cl), 8. Okt. Der Wahkkampf zu den am 20. Oktober stattfindenden Stadtvcrordnetenwahlen wird heute abend mit einer öfsentlich-en Wahlversammlung eingeleitet, in der die Kandidaten der vereinigten bürgerlichen Parteien präsentiert werden. — Infolge der Verlegung des; Güterbahnhofs nach dem Süden der Stadt macht sich der Bau einer In dttt st r i e b a h n erforderlich, die unmittelbare Verbindung mit der .Hafenbahn erhalten soll. Die Kosten werden noch der Schätzung der Eisenbahndirektton rund 310 000 Mk. betragen. — In den Räumen des sozialdemokratischen Offenbacher Abendblattes wurde am Dienstag von drei Kriminalbeamten eine .Haussuchung vorgcnom- men. Den Anlaß bildete der Artikel „Rekrutenabschied", in dessen Inhalt eine Vc rächtlichmachung der Armee erblickt wird. Mel/rere Exemplare dieser Nummer wurden beschlagnahmt; Manuskript und Platten wurden nicht vorgefunden. Gegen den verantwortlichen Redakteur Gg. Kau! ist ein Strafverfahren wegen Vergehens gegen § 131 des Strafgesetzbuches' anhängig gemacht worden. i, \ Hessen-Nassau. h Bad Homburg v. d. H., 7. Okt. Die Umwandlung der Audenwiesen in eine Parkan läge, die den Namen ^Kaiser-WilhelmSpark" tragen soll, wurde in der heute statt- gesimdenen Stadtvcrordnetensitzung dem Gartcnbaugeschäft von Gebr. SieSmayer-Frankfurt übertragen. Die Gesamtkostcn betragen 23150 Mk.; von dieser Summe stehen der Stadt bereits 21650 Mk. durch Bewilligungen und Stiftungen zur Verfügung. w. C r o n b e r g, 7. Okt. Die Königin von Griechenland ist mit ihren Kindern gegen 12 Uhr aus England wieder auf Schloß Friedrickjshof eingctroffen. Der dritte Sohn Prinz Paul ist in England geblieben, wo er die Schule b-esschen soll. — Das Erbp rinzenpsar von Sachsen-Meiningen weilt seit gestern abend auch auf Schloß Fciedrrchshvf. verewsnachrichten. •* Verein ehemaliger 116er in Gießen. Am vergangenen Samstag fand die ordentliche Herbst-Mitgliederversammlung statt, die gut besucht war. Aus dem Geschäftsberichi des ersten Vorsitzenden war zu entnehmen, daß die Geschästs- führimg und Rechmmgsstellung über das Regimentsjubiläum jetzt endgültig abgeschlossen ist und zwar derart, daß alle aukgetauchteu Streitpunkte in Güte erledigt werden konnten. Ter Mitgliederbestand beträgt z. Zt. 553. Auch in diesem Herbst ist eine Anzahl zur Reserve entlassener Einjähriger und Mannschaften neu eingetreten. Alls dem Schlußbericht des Jubiläums-Verbandes, der zur Verlesling kam, ergab sich, daß drei Vereinigungen ihren veklmiären Verpflichtungen noch nicht nachgekommen sind. Dem verdienten Vereiilsrechner Hausverwalter Volz wird Entlastung für das Jahr 1912 erteilt unb ein Rechnungsvrüsimgs- ausschuß sowie sechs Mitglieder zmil Vergnügungsallsschuß gewählt. Für das Winterhalbjahr sind folgende Vereins-Veranstaltungen vorgesehen: 18. Oktober Beteiligung einer Abordnung mit der Fahne an der Einiveihung des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig; 19. Oktober gemeinsa,ner Kommers der Turn-, Sport- unb Militärvereine in der Turnhalle: 22. November Feier des Geblirts- taaes des Großherzogs im Eafö ?lmend: 4. Dezember Vortrag über Testament unb Erbrecht für die Mitglieder aller Hassia-Vereine mid deren Familienangehörige: 27. Dezember Weihnachtsfeier auf der Liebigshöhe; 31. Janliar Feier des Geburtstages des Kaisers im Cais Leib. Geregelt ivurden dann noch die Bestinimlmgen über Einführung von Nichtmitgliedern bei den Vereinsfestlichkeiten und lveiter beschlossen, als Vereiuslokal das Hotel Großherzog zu wählen. ** Der Stenographen-Verein „St o l z e - S ch r e y* Gießen, eingetragener Verein, hielt nm Samstag abend unter großer Beteiligung der Mitglieder feine Jahres-Hauptversammlung im Vereinslokale ab. Der von dem Vorstand sorgfältig ausgearbeitete Jahres- unb Kassenberilpt zeigt ein recht erfreuliches Bilb von ber Tätigkeit des Vereins im verflossenen Jahre. Der Bestich der Uebungsabende ivnr recht besriedigend, unb bie Kassenverhältnisse fmb burchaus günstig. Der Verein koilnte sich mit einer großen Anzahl Mitglieber an mehreren auswärtigen Wettschreiben mit ausgezeichnetem Erfolge beteiligen und die Zahl der Unterrichteten in den Lehrkursen ist gestiegen. Der Vorstand, bestehend aus Karl Reih als 1. Vorsitzender, H. Hörster als 1. Schriftführer und Otto Knörr alsKassierer, wurde einstimmig wiedergewählt und zunl Verwaltungsausschllß wurden ernannt: Ä. Roth 2. Vorsitzender, H. Krauskovf 2. Schriftführer, G. Reiber unb F. Jäggle Bibliothekare, L. Hörle und E. Müller Beisitzer, E. Strack und Karl Faber als Vertreter der Ortsgruppen Leihgestern und Großen- Lindeu. — Für das am kommenden Sonntag in Kirchhain ftott- finbenbe Wettschreiben des Bezirkes „Oberhessen mit Tilltal" liegen bereits zahlreiche Anmeldungen ouS dem Verein vor. — Das Herbst-Vereinsmettschreiben ist auf den 2. November festgesetzt worden. Vermischte». * Zwei Kinder üb er fahren. Aus Freiburg i. B., 7. Okt., wird gemeldet: Gestern nachmittag hat ein D-Zug bei Ringsheim auf einem Bahnübergang zwei Kinder überfahren. Beide waren sofort tot. Wie verlautet, soll die Schranke nicht geschlossen gewesen und dadurch das Unglück herbetgeführt worden sein. "Eine Stadt durch einen Sturm zerstört! Nach einem Telegramm aus N o m e (Alaska) ist die Stadt durch einen schrecklichen Sturm fast ganz zerstört worden. 500 Häuser sind bereits ein gestürzt, weitere sind dem Einsturz nahe. Der Schadeu nürd auf H/2 Millionen Dolla rs geschätzt. Man befürchtet, daß kommend« Winter große Entbehrungen für die Einwohneu mit sich bringen wird. *DerMäcen. „Ah, also für dieses Bild hat Ihr .Here Vater 100 000 Frs. gezahlt? Ich vermute, er ivollte damit zeigen, wie viel ihm die Kunst gilt." „Nein, mein .Herr, er wollte vielmehr zeigen, wie wcmg ihm 100 Frs. gelten." Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Höchste Temperatur am 6. bis 7. Oktober — + 17,2’ C. Niedrigste „ * 6. „ 7. „ — ■+■ 8,0* C. Niederschlag: 3,3 mm. Lkl. 1913 Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke (Drab ber Bewölkung in Zehntel ber slchlb. Htmmelrfl. Wetter 7. 2” 742,2 16,4 10,2 74 SSE 2 10 7. 9:* 741,1 14,9 10,1 30 ESE 2 10 8. 7" 738,7 13,3 11,0 97 SSE 2 10 f Versprechen und Halten ist leider häufig zweierlei. Die Hersteller bewährter, anerkannter Marken stehen zu ihren Präparaten, sie halten, was sie versprechen. Natürlich werden ihre Erzeugnisse, weil sie gut und verlangt sind, nachgeahmt. Nachahmungen sollen ja mindestens immer ebensogut sein, und was wird nicht alles sonst behauptet und versprochen, um sie an den Mann zu bringen! Wie mancher mußte erst durch Schaden klug werden, der nur den augenblicklichen Vorteil des scheinbar billigeren Einkaufes beachtete, um dann nachher gewahr zu werden, daß er mit der doppelten, ja dreifachen Menge des Ersatzpräparates nicht das erreichte, wie mit einer Flasche der echten Marke. Die Nachahmung, die mehr verspricht, als sie hält, kommt am Ende doch weit teurer. Wie oft begegnet solches der häufig nachgeahmten Marke Scotts Emulsion. Darum weise man Nachahmungen zurück, bestehe auf der Marke Scott, die nach dem Grundsatz hergestellt und vertrieben wird cx/10 Versprechen und Halten! V - - J FRANK FURT-WA) m Je Mein Trost im Alter ist der gute Seeligs kandierte Kornkaffee. Er ist so billig, erhält mich gesund und verursacht nicht die alten Leuten so lästige Schlaflosigkeit. 'GW „Wann zu empfehlen ist Zucker’« l*aten<-.Hedi- zlnai-Meife gegen unreine Haut, Mitesser, Pickel, Knötchen, Pusteln nsw. Sve- zial-Arzt Dr. W." ä Stück 50 Ps. (15 % in) unb 1.50 M. (35°/oin, stärkste Form». Dazu Zuckooh-Crcme (50 unb 75 Pf.» in ber Universtläls- Avotl)ekc,Hirsch Avotbeke, bei 5(11(1. Roll, Earl Seibel, W. Kilbiugcr, C. Schaaf, Emil Karn, Ernst Roll unb W. Zchradcr, Drogerien. (al18/1) Giotil wäscht u. bleicht von selbst! Niederlage: Ph. Gans, Dammstraße34. Wilhelm Wagner, Steinstr. [hv24/7 Bekanntmachung. Die hiesige Gemeindekrankenversicheruug wird Ende dieses Jahres geschlossen. Forderungen sind binnen 3 Monaten geltend zu machen. Spätere Anmeldungen werden nicht berücksichtigt. Grünberg, den 6. Oktober 1913. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. _______'Ranft._____________6643 Bekanntmachung. Die hiesige Gemeindekrankenversicherung wird Ende d. I. geschlossen. Forderungen sind binnen drei Monaten geltend zu machen. Spätere Anmeldungen werden nicht berücksichtigt. Ettingshausen, den 6. Oktober 1913. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. _____________________Keil.__6642 Bekanntmachung Die hiesige Gemeindekrankenversicherung wird Ende dieses Jahres geschlossen. Forderungen sind binnen 3 Monaten geltend zu niachen. Spätere Anmeldungen werden nicht berücksichtigt. Odenhausen, den 1. Oktober 1913. Großh. Bürgermeisterei Odenhausen. Lang. 6635 Bekanntmachung. In unser Genossenschastsregister wurde heute bei der Spar- und Darlehnskasse e. G. m. u. H. zu Bellersheim folgende Statutenänderung eingetragen : In der Generalversammlung vom 28. September 1913 wurde beschlossen, daß künftighin als Bcröffentlichungsorgan „Das Hessenland" genommen wird. Hungen, den 3. Oktober 1913. c*/10 ___________Großherzoglichcs Amtsgericht.__________ Verdingung. Beim I. Bataillon Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 soll bie Lieferung der im Küchenbetriebe erforderlichen Lebensrnittel für die Zeit vom 1. November 1913 biö 31. Oktober 1914 vergeben werden und zwar: Los 1 Kartoffeln. Los 2 Gemüse, Los 3 Kolonialwaren, Los 4 Hanbkäse unb Limburger Käse, Los 5 Eier, Los 6 Milch. Ebenso wirb bie Abnahme des Spülichts für vorgenannte Zeit vergeben. Bertragsbebingungeu usw. liegen mir dem Bataillons-Geschäftszimmer zur Einsicht auf. Angebote, für jedes Los getrennt und verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 13. Oktober 1913, vormittags 9 llbr, einzureichen. Tie Oeffunng der eingegangenen Angebote erfolgt um 10 Ubr vormittags im Beisein der etwa erschienenen Bewerber auf deut Bataillons-Geschäftszimmer, Zeughauskaserne. (DVio I. Bataillon Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116. Kartoffellieferung. Die Lieferung von 60000 Kg. guten und durchlesenen Speisekartoffeln für die hiesige Anstalt soll öffentlich vergeben werden. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens 18. Oktober 1913, vorm. 10 Uhr hierher einzureichen. In den Angeboten sind die Kartoffelsorten zu benennen und die Bedingungen, die auf dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten offenliegen, anzuerkennen. Die Proben sind getrennt von den Angeboten einzureichen. Es bleibt Vorbehalten, die Lieferung zu teilen. Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, den 4. Oktober 1913. Großh. Direktion der Landes-Heil- und Pflcgeanstalt bei Gießen. _______I. A.: Lotz, Großh. Hausverwalter. e°/„ Bullenverkauf. Ein gut genährter Simmentaler Bulle der Gemeinde Hattenrod soll im Submissionswcge verkauft werden. Angebote per Zentner Lebend- gewicht sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift bis zum 10. Oktober 1913, mittags 2 Uhr, bei uns einzureichen, woselbst anch die Verkaufs- bedingungen eingesehen werden können. Hattenrod, am 6. Oktober 1913. Großherzogliche Bürgermeisterei Hattenrod. Rock. 66*5 Bekanntmachung. Die hiesige Gemeindekrankcnversicherung wird Ende dieses Jahres geschlossen. Forderungen sind binnen 3 Monaten geltend zu machen. Bei späterer Anmeldung kann Zahlung verweigert werden. Hattenrod, den 6. Oktober 1913. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. __Rock._______________6644 Bekanntmachung. Die hiesige Gcmeindekrankenversicherung wird Ende dieses Jahres geschlossen. Forderungen sind binnen 3 Monaten geltend zu machen. Bei späterer Anmeldung kann Zahlung verweigert werden. Röthges, am 7. Oktober 1913. Großh. Bürgermeisterei Röthges. __Meckel._____________6632 Kartoffelverdingung. Der Eröffnungstermin der im Gießener Anzeiger am 27. und 30. September 1913 ausge- schriebenen Kartoffellieferung für die Provinzial- Siechenanstalt findet am 14. Oktober 1913, nachmittags 4 Uhr, statt. Gießen, den 7. Oktober 1913. Direktion der Provinzial-Siechenanstalt. C8/lt KinsilNlMkiii Gießen ii.UM. e. G. m. bcschr. H. Die Auszahlung der Rülkvergütllug finbet an folgenden Tagen.statt: In Gießen von Nr. 1— 400: Montag, den 13. Oktbr. „ 401— 800: Dienstag, „ 14. „ „ 801-1200: Mittwoch, „ 15. „ „ 1201—2000: Donnerstag, „ 16. „ „ 2001—Schluß: Freitag, „ 17. imBureauLchanzeustr. IG, jedesmal nachnt.von 1—5Uhr. Die Auszahlung erfolgt nur gegen Rückgabe der Quittung. In den auswärtigen Verteilungsstellen geschieht die AnS» zahlung durch den betr. Lagerhalter zur selbigen Zeit, aber auch nur gegen Rückgabe der Quittung. An schMWtW flinöcr roiri) nicht auMnhlt. C*/in__Der Vorstand. Buttenverkauf. Die Gemeinde Ulrichstein verkauft einen Simmentaler Fasel auf lebendes Gewicht, nüchtern, ohne % gewogen, im Wege des schriftlichen Angebots. Nähere Kaufbedingungen können bei der unterzeichneten Stelle eingesehen werden. Die Angebote sind bis Montag, den 20. d. Mts. an den Unterzeichneten abzugeben. 6M«, Ulrichstein, den 7. Oktober 1913. Großherzogliche Bürgermeisterei Ulrichstein. Rühl. Ungesunde und falsche Lage Gesunde und richtige ßag. d. Umsatz <■ i- M WM ßesteroml ierputz-Creme And ■ Kavalier .«■ ) iic'5 BST> 02l4U.(farU0 KocMudiL Gießen, am 6. September 1913. Die Großh. Schulleitung-. Linoleum - - • -E Für den Aufsichtsrat: vr. Krausmüller. Stückware. Läufer. Teppiche in nur besten Fabrikaten. — Einige abgepasste Teppiche gebe bedeutend unter Preis ab .. Handarbeitsschule und Pensionat von Frl. Landmann, Giessen Süd-Anlage 7 5854 Süd-Anlage 7 Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten. Kunstarbeiten. Brandmalerei, Tiefbrand, Schnitzerei, Lederplastik, Porzellan- und Glasmalerei usw. Gründl. Ausbildung in allen Zweigen des Haushaltes. Nach 9-jähriger Tätigkeit bei ersten Zahnärzten habt ich mich in Dich niedergelassen. Karl Enders, Dentist, Bahnhofstrasse 2 I. Sprechstunden 9—12 vortn., 2—6 nachm. Sonntags 9—12. 6536 Gewerbeschule Gießen. — hochbauschule und ttunstgewerbeschule — Staatliche AbWMüsiingtn. Das Wintersemester beginnt am 27. Oktober b. 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Der Untcrridit im Seminar beginnt am 15. Okt. Die Ausnahme der Schülerinnen am 13. Okt. von 10—1 Uhr und werden bis dahin noch Anmeldungen angenommen. Kinder können in beiden Kindergärten jederzeit eintrcten. Anmeldungen für den Mütter- u. Beschäftigungskursus werden baldmöglichst erbeten. Der Werkunterricht für Kinder beginnt wieder am 15. Oktober. Anmeldungen bei: 6447 L. Mocier, Leiterin des Seminars. Der Vorstand des KindergartenoereinS. Höhere Privatschrrie, Darmstadt Grüner Weg 19 Inh. u. Leiter H. Rupp Femspr. 1512 Die unter staatl. Aufsicht stehende Anstalt bereitet in sorgs. vers. Unterricht zur IdTO/r Eins -, Prim -, Fähnrich- und Ncifc- Prüfung u. ?,u all. ander. Schnlvrüinngen vor. — Be- schränkteSchülerz. Borzügl.einvfohl.syainilienvcnfionat. Ueberraschende Erfolge. Monatl. Berichte lib.Fortschr. d. Schüler. Prnfungscrgebnisse u. sonstig. Mitteil. durch den Borstehcr 68. Btupp. filla "WkZ M- Dtn trnttiF1 -> gl. t>en (V jlloniafl- 11. e « ff/» Halten beiDffirter L?mer ebensogut A behauptet und S nut den rn at tigeren Ein- ; zu werden * ^enge des Er- lülc mit einer Flasche S die wehr £ -nbe doch Weit teurer. ] nachgeahmten Marke ^nian Nachahmungen scott, die nach dem n wird 0'„ »alten.' ble ieses $;IK, rmutc ; dat . ein, J)ett -rsK^elten" 'lObe[- +I7,2.C ' " + 8,01 c. aMw rLnlenvnstcherung wirb sstn. Forderungen sind zu machen. Bei spaterer verweigert werden, tobet 1913, ifterei Hattenrod. ■^BTTyygsnffTTTffWrffTnHTTTTTTTnTTHTnTTnffnTWTITTffTTTnTnfflMMTTMMT!7ÜTTm7!TTnTTnTTT!W7TTff?KTTTTT7TTTTTTnHnTffTiH7MTMffTfTn7TT?fl,?TTTTTTTTiT7TTri n < > > m ■ 111 m । ■ h* *i H ........nioiliii'i'mnuoni.inull,............... | Th. Brück Gießen | I Großh. Hess. 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