Nr. 185 Der «ietzener Anzeiger erscheint tätlich, aitfier Sonntags. - Beilagen: viermal roödienilidi GiefoeMrSanHlienblätler; -wriinal wochentl.Areir- dUttlsür-enAreir Sieben (TicilStag lind Sicuiiqj; zweimal monail. Land- wirtschaftliche Zeitfragen tveniiprcch - AnsdUuste für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Tcpelchen: Anzeiger (Äirfecn. Annahme van Anzeigen für die TageSnnmnier bis vormfttagS 9 Uhr. Erstes Blatt 165. Jahrgang 5am§tag, 9. August 1915 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen votatlonröruck und Verlag der vrühl'jchen Unio.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Reöaflion, Lrpedition und Druckerei: Zchulstratze 7. Eeschäftrstelle Büdingen, vahnqofstrahe sba. 'S c \ n q • o r e i > : monatlich 75 viertel- lährtid) Mk. LLO: dnrch 'Jlbbole- il Zweigstellen monatlich 6& Pf.; durch die Bost viertel- fährL anSschl. Beitellg. ZeilenvreiS: lokal l&i't, airsiväna SO Pfennig. Chesredakleiir: 21 Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: Aunutt Goetz: für .JeuiUe- ton', , Vermischte»' und ^Deiichtssaal': SL Ren- ralb; für ,Stadl und Vnnb**: Qc.('|fb; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten. Tagcskalcnder aus dem Iayre 1813. 16. August Aufkündigung des W a s r c n st i l l sta n d es Rotschwitz. Ausnahme der Feindseligkeiten am 15. August. politische wochenscharr. Gictzen, 9. August. Aus dem Balkan ist endlich der Friede geschlossen tvordeu, ein Friede, den alle Welt mit Gelassenheit aufnehmen konnte, außer den enttäuschten Bulgaren, die sich die Vorherrschaft erträumt hatten. Denn es ist dafür gesorgt worden, daß die vier Hauptstaaten Serbien, Bulgarien, Griechenland und Rumänien ungefähr gleichen Besitztum erhallen, und es wäre bei der gegenn ärtigen Staatenpolilik, ‘ wie sie sich während der letzten Attischen Monate offenbart hat, schwer zu sagen, welche der Grossmächte durch eine solche Besitzverteilung sich geschädigt sehen wollte. Von | Rußland hat man nicht erfahren, wem seine innersten ; Empathien gelten, den Serben oder den Bulgaren, und | Oesterreich wollte wohl, wie man wußte, die ferbisck-cn Bäume nicht in den Himmel wachsen lassen, hatte aber auf der andern Seite keine Veranlassung, die zweifelhafte ' Freundschaft des Königs Ferdinand zu gewinnen. Denn dieser geht nicht nach Sentimentalitäten, sondern ist » n kluge rj Rechner, der sich freie Hand für jedes Vorgehen vorbehalien hätte. Und doch scheint man in der Donaumonarchie nach einer Revision des Fricdcnsvertrages zu streben, um Bul- earii'ii zu stärken Auch Rußland ist bei der schwierigen Rechnung noch nicht völlig ins Reine gekommen und fiin- digt an, es wolle die Bukarester Abmachung zugunsten i Bulgariens nachprüfen helfen. So setzen die' beiden gc- I nannten Großmächte augenscheinlich auf das Reich F^rdi- »nands größere Zulunsrshoffnungen als auf dessen CKquer: f ob aber die österreichisch-russische Kundgebung mehr ist als ! eine platonische Erklärung des Wohlwollens, muß doch in »Frage gestellt werden. Rach einer neuesten Meldung aus Bukarest nxir es Rumänien, das in Wien und Petersburg die diplomatischen Vorbehalte cingefädelt hat, um ^.Bulgarien eher dem 9kachgeben geneigt zu machen. Im gclieimcn neigt man in Wien und Petersburg doch viel- : leicht mehr Zu jener Auffassung hin, die in der amtlichen italienischen Presse geäußert worden ist und wonach ein » geduldiges vorläufiges Abwarten sich empfiehlt. Man muß | den erschöpften Staaten Zeit lassen, sich auf sich selbst zu K besinnen, und die Arbeit der Diplomatie kann in ihre ! Rechte treten. Bis dann eines Tages vielleicht wieder die ■ Stunde kriegerischer Llbrechnung kommt, wenn neue Saat I,heran gereist ist. Denn als unerschütterliche Tatsache steht \ nach den beiden Balkantriegcn wieder einmal fest: -nicht internationale f^rechtigteit, nicht Friedenskonferenzen entscheiden über Staatentonflikte und Staatenrechte, sondern das Schwert, die Macht des Stärkeren. Das muß auch die Türkei wieder ersahreu, die hinter die Linie Enos—Midia zurück soll, nicht weil sie kein Recht daran hätte, ihr altes Gebiet wieder zu besetzen, sondern weil ihre Machtmittel niedrig eingeschätzt werden. Der Sckstvache und Hilflose findet kinc Bundesgenossen. Auch diese Erkenntnis eifert dazu an, die Mstungen immer weiter auszubauen. Allenthalben sehen wir, wie nach diesem Rezept gehandelt wird. Frankreich ist sich über die dreijährige Tienst- zrit einig geworden, und der Senat hat mit 214 gegen nur 3ß Stimmen dem Wehrgesetz zuAestimmt. Oesterreich plant gleichfalls wieder eine Heeresverstärkung. Und England gibt unserem französischen Rachbar an Mißtrauen gegen das deutsche Erstarken nichts nach: es baut Luftschiffe und rückt den Plan einer Untcrtunnelung des Kanals seiner 23er- wirktichung näher. Der Ministerpräsident Asquith hat sich nicht geniert, sich wieder einmal ganz offen an die Seite von Deutschlands (Gegner sich zu stellen und die Konstellation zu erörtern, die eine kriegerische Verwicklung der Entente- Mächte mit dem Dreibund zur Folge haben würde. In Frankreich ist man von dem Unteetunnelungsprojekt begeistert. Das wäre in der Tat die Krönung der Verbrüderung zwischen beiden Staaten, die alle früheren englischen Regierungen zu vollziehen bisher gezögert hatten. Das In- selland fichlie sich am sichersten in seiner Abgeschlossenheit und wollte auch den Franzosen lerne Einsallspforte darbie- ten. Augenblicklich sind zwar die beiderseitigen Beziehungen höchst eng und freundsck)aftlich, unb Herr Asquith ließ uns mit dem Hinweis hierauf nneder einmal deutlich werden, daß die deutschen Vorsichtsmaßregeln und namentlich Deutschlands Selbständigkeit zur See in London höchst mißgünstig angesehen werden. Trotzdem glauben wir nicht, daß die Engländer mit dem Tunnelbau so bald Ernst madjen werden. Herr Asquith hat sich zwar bei der Abordmutg, • jte, auch schon über die Kosten erkundigt, aber er pflegt sich oftinals in Demonstrationen zu gefallen, denen ein ernster Hintergrund schließlich doch fehlt. Er ließ sich, mit der Versickerung, die Regierung werde den Plan „aufmerksam verfolgen", belehren, daß zwei eingleisige Paralleltunnels von Dover nach Calais in einer Länge von 36 Milometern 320 Millionen Mark kosten würden und in sieben Jahren erbaut werden könnten. Dann wäre jährlich auf eine Million Fahrgäste zu rechnen, und vierzig Personenzüge und ebensovielc Gülerzüge könnten täglich durch den Manat fahren. In Deutschland wird man sich über diese Tunnelgefahr nicht sonderlich aufregen. Vielleicht wird in sieben Jahren die Luftschiffahrtstechnik so weit fortgeschritten sein, daß solctze unterirdischen Verkehrswege keine so bedeutsame Rolle mehr spielen. Einen so schönen Gedanken aber, der auch kulturelle Verbesserungen verspricht, konnte Herr Asquith überhaupt keinesfalls mit schroffen Worten von der Hand weisen. DaS Berliner kriegsgerichtliche Urteil gegen einige Militärbeamte wegen Bestechlichkeit unb damit im Zusammenhang stehender Vergehungen har eine gelinde Beruhigung der Oeffcntlichkcit herbeigeführt. Tic Strafen sind allgemein als gerecht anerkannt worden, aber man hat zugleich erkannt, daß es eine ungeheuerliche Uebertreibung war, wenn ganz allgemein von einem Panama-Skandal in der Heeresverwaltung gesprochen worden war. Es mag sein, daß noch ein oder der andere „Fall" unentdeckt geblieben ist: das gestattet aber keineswegs die Annahme, dc^ß im „Snstem" etwas faul ober brüchig sei. Es war auch eine wenig geschmackvolle Redewendung des Anklagevertreters, nxmn er in Bezug auf die Angeklagten von „feilen Schreiberseelen" gesprochen har. Tie* Berufsgenossen haben in einem Berliner Blatte berechtigten Widerspruch dagegen erhoben. Die Verurteilten haben gefehlt, das ist wahr, unb moralische Mängel ihres Charakters konnten nicht in Abrede gestellt werden. Wer aber von „feilen Schreiberseelen" sprächt, der überhäuft damit ihren ganzen Stand mit verachtender Geringschätzung, denn cs wirb damit doch auch an ihren dienstlichen Fähigkeiten Kritik geübt unb angedeutet, daß ihre Tätigkeit nur in belangloser Schreiberei bestanden habe. Das saloppe Dort des Anklagevertreters verdient in der Tat eine Zurückweisung. Ter Prozeß bar keineswegs erwiesen, daß im Dienste der Heeresverwaltung ungeeignete »e Folge war eine Em^dung I zu der Malerin: die Dame in den Dreißigern lernt: Herrn Bnwn persönlich kennen, und letzt sind die beiden längst verherratet I Ter umgekehrte Fall, das; ein weiblickies Bildins etnen Mann anüeht, ist viel häufiger: man braucht nur an Herkomers - ^-ame in Weiß" zu denken, die dem Original, Eatherme Grant vor beinah, drei Jahrzehnten eine ganze Reihe von Heiratsantrageii "nbrachte. Auch die Saharet, die berühmte Tanzerm, gehört,m dic Reihe der Frauen, die durch ein Portrat ihren Gatten ^^unden haben. Fritz von Frantzius ans Cbikago beiuckte eines o.ages^ wie der New Bork American" erzählt, in München das Atelier ?rranz von "Stucks und sah hier zi;m erstenmal die ichone ’J1 Er verliebte fick auf den eriten Blick in ne- Er errubr, bie Saharet tanze gerade in Brüssel, eine stunde ipaur io« er (fdioi^in der Eisenbahn und gleich nach 1 einer Ankunft ,n Brunel such/e er die Saharet im Theater aui, um^ibr einen berratsanvrag Eb mrtrfien Tie Saharet wollte das Tanzen nicht auigeben, von Frantzius verlangte das auch gar nicht, aber trotz^m war die - änzeKi eine Zeitlang unentschlossen. Als ste nach.New ^)ork am Sier emmin«. warne mxb immer im- pnfirfiloiien aber Frantzius meinte kurzerbam. , . Mir werden uns heute noch verheiraten, und 'o geschah es. Ein 'äkmlicher Fall hat fick in Paris abgnpiclt: Ein, vornehmer, engtifth aussehender Herr verliebte sich "i einer KunstausUellung in e n Tamenbildnis, das der Katalog als „-tarne ur Gelb be* zeichnete Tage lang stand er vor dem Portrat, geduldig nagte er leben Besucher, ob er ihm den Namen des Originals verraten könne und am neunten Tage schließlich nmrbe leine Witzbegier acftillt Ein Amerikaner verriet ihm nämlich, die dargenellte Dame sei ein Fräulein Spotlswood aus Vngin»a. -ter Seiminbcter hes Bildes, Graf E. von Scornbron Buckheim ioll )ie bald daraus bat n. Geradezu romanlisch n»ar die Jagd, er ein New Parker Milliardär, William Harrison, nach dem Original eines Bildes anstellte. Ec kaufte eines Tages für seine Gemälde iammhing ein Bildnis einer Schnitterin, verliebte sich in das abgebildete Mädchen und sandte nun ein ganzes Heer von Detektiven' aus, um der Schönen habhaft zu werden. Das mar keine Kleinigkeit, denn selbst der Maler wurde erst nach langem Suchen ausgefunden, und er wußte nur, daß er das Mädchen aui irgend einem Felde bei der Ernte gemalt habe. Dem Eifer der Detektive gelang es schließlich aber doch, das edle Wild zu stellen: sic fanden sie als Schnitterin bei der Ernte, der Milliardär reifte sogleich hin, machte ibr einen Heiratsantrag und wurde erhört. Die einstige Schnstterrn gehört jetzt zu den oberen Zehntausend New Borks. • — D i e E m sNas sauer Stein-Festspiele zum Ge- däcklnis des Reichsfreiherrn vom und zum Stein, die im Juli zu Füßen der Stammburg derer von Stein bei Nassau 'Lahn statt- fanden, find von vielen tausenden begeifterter Zuschauer besucht worben. Trotzbem die Spielzeit zum Teil vom Wetter nid t begünstigt war, ist ein namhafter Reinertrag erzielt worden, der für eine Stein-Gebäd/msstiftung zu Gunsten der Beteranenfürforge und der Jugendpflege beftimmt worden ist. Ti. Ein Vaudeville von Richard Wagner. Die literarische Beilage des „Figaro" bringt einen musikalischen 2d er. Wagners in Erinnerung und zwar das Vaudeville im Geschmack der siebziger Jahre mit dem Titel „Eine ttavitulatüm". Das Werk weist durchaus burleske Züge auf und diente wohl ausickließlich der persönlichen Zerstreuung des Komponisten. Wagner hat sich an den Ereignissen des Jahres 1870.71 inspiriert und bat eine ganz sonderbare Handlung zusammengestnlt. Viktor Hugo bringt durch, die Kloaken in das Innere der belagerten Stadt ein und wird der obnmädKigc Zeuge der großen Verwirrungen der Kommune. Wagner behandelt ibn mit scharfer Ironie und zeichnet außerdem eine unbarmherzige Karrikarur der drei .Jules" — Jules Grevv, Iulos Simon, Jules Favre, — unb von Gambetta. Das Volk von Paris ist in rwci Lager geteilt, bie sich gegenseitig zerfleischen; das eine betreibt bie Vroklamatim des Atheismus, das andere denkt an nickits anderes, als an die Bekämpfung des bösen Feindes und verlangt nach Pulver und Blei. Die Behörde weiß, ridn, auf welche Seite sie ritf> stellen soll. Als die Verwirrung am höchsten ist, gibt Jules Simon den genialen Rat, die allgemeine Sage durch die Diedererösmung der Over zu retten. Der zweite Att ftnelt in der Over. Der Vorhang soll lidi eben erheben, als eine Schar von Lärmbrüdern und Taugenichtsen in das Theater einbringt. Das Publikum will Entfliehen. Eh entsteht eine große Verwirrung und eine gewaltige.Schlägerei. Es würde zu einer fürchterlichen Äntastroph? kommen, wenn nicht int letzten Augenblick der LpereNenkonwonist Offenbach, den Wagner bekanntlich gehaßt hat, erüfcincn würde. .Hanni das er onftritt, so beruhigen sich die erhitzten Gemüter, die Parteien versöhnen sich und aus dem Souffleurkasten fried -n die Attadiees der (Gesandten und die Direktoren der großen deutsclen Theater heraus und tanzen, nach Osfenbachschcn Musikmotivcn, in wilden Gruppen mit der begeisterten Menge. Dann fällt der Vorhang. — Vorgeschichtliche Goldplomben unb -Siro- n c n. Aus New Bork wird berichtet, das; Professor Marshall Saville, der Archäologe der Columbia Universität, in der Provinz Esmeraldas im nordwesUichen Ecuador ein paar prähistorische Schädel ausgesunden habe, die die Kenntnis der .jahnheilkunde bet den Ureinwohnern Südamerikas in neues Licht nicken. Es handelt sich um Schädel eines vor den IncoS anzusetzenden südameri- kani'chen Jndianerstammes, deren Zähne Goldarbeiten enthalten sollen, die den besten modernen Arbeiten an die Seite gestellt werden können. Im einzelnen wird angegeben, Professor Saville habe nickt nur Goldsüllungen aufgefunden, sondern auch Zähne mit Gold kapseln, lieberbied sollen einzelne Schneidezähne (vold- ornamente in Form von Sternen und Halbmonden in Filigranarbeit ausgewiesen haben. So unwahrscheinlick) diese Nachrickit zunächst erscheint, ganz unglaubwürdig ist sie nicht, denn es ist bekannt, daß im Altertum auch europäische Völker, so y B bie Etrusker, sich schon auf zahnärztliche Goldarbeiten und goldenen Zahnersatz verstanden haben. — lieber bie Blinbdarmentzündung der Kinder. In der Liverpool „Medical Assoetalion" berichtete G C. E. Simpson -.1 te dieser Erkrankung, daß sich , Auszeichnungen des Kinderkrankenhauses von Liverpool aus den Jahren 1876 bis 1891 kein Fall von Blinddarmentzündung ver- zeicknet findet. Dabei betrug bie jährliche Durchschnittszahl der Patienten etwa 15000. Im Jahre 1892 wurde ein Fall von Blinddarmentzündung verzeichnet, und seitdem hat die Zahl dieser Kranken ständig zugenommen. Ter Vortragende riet oringend, bei der Blinddarmentzündung der Kinder srüh zu operieren, da die Krankheit bei den Kindern eine größere Neigung zur Ausbreitung bat, als bei den Erwachsenen. In der Diskussion bestätigten A. Stookes und F. T. Paul, baß die Blinddarmentzündung der Kinder früher zweifellos viel seltener war. R. 23. Murray machte daraus ausmerksam, daß auch der Verlaut der Krankheit viel bösarfiger geworden sei, vor 15 Jahren hätte er noch zur Behandlung der Blinddarmentzündung bei Kindern ein abwartendes Verhalten und Verwendung von heißen Umschlägen empsohlen; heutigen Tages müßte er aber zur schleunigen Operation rate». * &”en nrt »r<, zurück,ehrte uub Ipater dem Stift i» „ V Slug. In. Lause der poti^iX WZro % Untersuchung gegen den G i f t in ö r d e r H o p f hat st» |L|te «t ube] herausgestellt, daß Hopf sich auch wiederholt der Beihil hum Verbrechen gegen das keimende Leben schuldig tafelt, Incnmdit hat, indem er gewerbsmäßig Abtreibungsmittel ver-^09 liegt. Kein neuer Zolltarif. berg 8008®mTL Scldscmarkung Bergheim erhebt dagegen^u^^ .^bem n gewerbsmäßig Abtreibungsmittel veu tzgg i,iei[» 5 Leiden \ Großval steuern für das Rechnungsjahr 1913. — 4. Berichtigung. : ** Hegezeit für Feldhühner. Das Großherzogl. Ministerium macht bekannt: Auf Grund des § 3 der Verordnung vonl 2. September 1893 haben wir mit Rücksicht auf den'Stand der Ernte und der Weinberge das Ende der Hegezeit der Feldhühner für die Provinzen Starkenburg, Rheinhessen und Oberhessen mit Ausnahme der Kreise Als- eld, Lauterbach und Schotten auf den 24. Aug. d.J. estgesetzt. Für die 3 letztgenannten Kreise behält es bei der allgemeinen Vorschrift sein Bewenden, wonach die Hegezeit der Feldhühner am 31. August endigt. Von einer Abkürzung der Hegezeit für Wachteln wird Abstand genommen. ** U eher eine Million a n Ge in eindeum lagen bringen die 80 Gemeinden des Kreises Gießen — ohne die Kreisstadt Gießen — auf. Nur eine glückliche Gemeinde ohne Umlagen ist darunter, Ettingshausen, das ferne Einnahmen gänzlich aus seinen ausgedehnten Waldungen deckt, ja sogar alljährlich Holz im Werte von etwa 15 Mk. an die Ortsbürger abgibt. Im übrigen haben sich dre Steuerznfern bei vielen Gemeinden erhöht. Bersrod, das vor einigen Jahren noch steuerfrei war, erhebt bereits 198 Prozent. Am günstigsten stehen noch: Albach mit 30,8, Staufenberg mit 32, Villingen mit 35,5, Beuern mit 38,2, Allendorf-Lumda mit 38,6, Großen-Buseck mit 47,7 und Harbach mit 48,8 vom Hundert. Den höchsten Prozentsatz erheben: Dorf-Gill 265, Göbelnrod 232,6, Saasen 230, "indcnstruth 215,3, Beltershain 210 Prozent. Ueber 20 000 Mk. erheben: Lich und Lollar 60 000 Mk., Wieseck 48 000 Mk., Grünberg 58 000 Mk., Grosten-Linden 50 000 Mk., Heuchelheim 44 000 Mk., Hungen 38 000 Mk., Leihgestern 34 000 Mk. Lang- ööhö 28 000 Mk., Klein-Linden 25 000 Mk., Watzenborn-Stcin- im 83. JmNss Ai Nodheii TieVex Aus Stadt und Gießen, 9. August 1913. ** Ta geskalendcr kür Sonnt a g, den l0. August: B a k s s K a m m e r - L' ck t s v i e l e: täglich Vorstellung. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung. O b er b e s s i s cb cs M u s e u m u n d G a il' s ch e S a m m- lunqeii. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltich. I nr K u n st v e r e i n ausgestellt von 10 bis 1 Uhr: 28 Plakat- entroiirfe zur Gewerbcausstelluug Gießen 1914. _ Museum für Völkerkunde. Geöfmet an Sonntagen vormttags von 11—1 Uhr unentgeltlich. ---* Vom Hofe. Die Großherzogin begab sich vorgestern vormittag 9V2 Uhr mit Gefolge im Auto nach AMü siischer . !>erg a. Leck [ Kempten roi looricn hall' werbe ouigei er derHanvtherd der Verschlvöruiig. Namentlich hatte die von dem Frieden-richtei MaAingeleite'e Bewegung hier ihren Mittelpunkt. An! ba StuJj läuten der Hornberger Glocken m der Nacht zum 22. April 1809 : Smmelten sich nicht nur die ei>ige,veihten Hornberger Burger, wndern mich die Bewohner der innliegenden Dörfer und die aus ' Ei Schwadroneii des 1. Knrassierregiments bestehende Garnison Lm Marsch gegen die Hmiptstadt Kassel., Nach dem Scheitern des Ausstandes ging maii auch gegen dre Dameii des St Utes Wallenstein vor, die beschrrldigt wurden, die Fahnen und Abzeichen aestckt und die Erhebnng mit Geld unterstützt zu haben., Sr wurden nach Mainz in Untersuchungshaft geführt und Mariam. voiii Stein längere Zeit in Paris gefangen gehalten. ~a§ Slrst wurde unter westfälischer Herrschaft eingezoqen, 1814 ^aber vom Kurfürst Wilhelm I. wieder hergestellt und 1832 nach r5istda ver leat Das alte Stiftshaus in Homberg steht >ioch. ^Allf dem Alter Totenhof in Honiberg aber rilht Marianne vom Stein, die iw- ibrer HastentlassiNig Uiid nach dem Uiiterganq des Koiiigrelck- 'hrer paitenuanui a........fnnfpr hpm Stift a- Aus Kreisen der nationalliberalen ReickMagsfraktion wird der „Vatlib, Korr." geschrieben: sDie Frgge, vtz ein neuer Zoll- Kreis Lauterbach. k Rixfeld, 8.Aug. Ucberfahren und getötet wurde der 22 Jahre alte Dienstknecht H. Eistert, bei Dirlammen. Die Pferde gingen ihm durch, er stürzte vom beladenen Wagen und wurde überfahren. Kreis Friedberg. = Bad-Nauheim, 8. Aug. Am Dienstag den 12. August wird die hervorragende englische Sopranistin Miß Maggie Teyte im Großherzogl. Konzerthaus, Bad- Nauheim einen Liederabend veranstalten. Die junge Künstlerin wird Lieder des 18. Jahrhunderts singen und zum Schluß Wekerlins reizende kleine Oper „Das Milchmädchen von Trianon" aufführen, unter Mitwirkung von S. Vincent von der Covent Garden Opera, London, 5rapcll- meister B. Weyersberg und Begleitung des Streichquartetts des Kurorchesters. Starkenburg und Rheinhessen. ä. Mainz, 9. August. Die 17 jährige Tochter des Steuermanns Hch. Wolf in der Rheinstraße, die bei dem Bootsunglück am Sonntag ertrunken ist, wurde gestern Vormittag in Bingen gelandet, während die Leiche de? damals ebenfalls ectru^kenen 29 jährigen Steuermanns Hch. Schneider aus Bingen fast gleichzeitig am hiesigen Zollhafcn gelandet wurde. — Die Untersuchung über die Ursache des Unglücke ist noch im Gange. Die wenigen Zeugenaussagen sind aber derart unbestimmt, daß wohl gegen Niemand eme Anklage könnten. Im März d. I. hat zum erstenmal eine Relchskonserenz der Bildungsausschüsse slattgefunden. Ferner haben tn den meisten Bezirken Bezirkskonfercnzen und eine Reihe von Verstandlgungs- konferenzen, diese in Berlin, stattgcfunden. Bilbungsausschüsse bestehen zurzeit an 364 Orten. In 215 Orten würben 420 Vortragskurse mit 2519 Vorträgen vor 44146 Teilnehmern abgehalten. Auch die wissenschaftlichen Wanderkurse haben eine Zunahme erfahren. Alles in allem könne das verflossene Jahr als eine Periode rüstigen Vorwärtsschreitcns betrachtet werden. — Sodann beschwert sich der Bericht über Pol i z e isch i kan e n. Nach einer allerdings unvollständigen Zusammenstellung eines Parteiblattev sind im ersten Halbjahr 1913 104 Urteile gegen Redakteure von Varteiblättcrn ergangen, die zu insgesamt 39 Monaten 8 Wochen Gefängnis und 10 745 Mk. Geldstrafe verurteilt worden find. Das Ergebnis des K a s s e n a b s ch l u s s e s wird als nicht ungünstig bezeichnet. Der Kassenbestand war um nKzu 80 000 Mk. höher als im Vorjahr und mehr als 315 000 Mk. konnten dem Vermögen zugeführt werden. Es ist somit cm Ueberschupt von nahezn 400 000 Mk. erzielt worden. Dl.eGesamtciNnahmen^- trugcn in den neun Monaten des Berichtslahres 1469 718,63 Mark, die Gesamtausgabe 1075 551,88 Mark. Deutsches Reich. Der Kaiser _ promenierte am Freitag vor der Früßstückstafel mit £em Reichskanzler längere Zeit auf der „Hohenzollern", die vor Swinemunde Zunächst wäre festzusteNen, daß Zietm und V8 Msäch- lich Fahrzeuge für den Fischeverschutz smd — das einzige. an der Geschichte des Standard nicht erlogen ist. B MmmunSgemäß laufen sie jedes, Jahr ungefähr dieselben Häsen cm, und zwar diejenigen, bie dem arn nächsten liegen, um Kohlen, Wasser und^ uebmen. Diese Dienstfahrten waren langst festgestellt, uiw die Schiffe waren, wie üblich, auf diplomatischem Wege „SmelÄ » bicWW engtischcn ManEr ftottfinben sollten, war, wie der ^t-andurd weiß, l'giintaeaeben, 'mun wußte nur, daß sie in J?.°Lr^.ee aefanen würden. Sollte man nun >etwa mit Rücksicht daran ? Nordsee räumen? Das wird Nicht einmal der StMidard" verlangen. Wenn nun die deutschen Schifje ms Mcmövevgebiet gefahren sind, was sie aus deni angegcbenen ^Zrunde a-ar nicht hätten vermeiden tonnen, so bildet das för ©ebdmnti der mflW Mauover noch kerue Gefahr Es ist nämlich unmöglich, von emem Schiff au strategische Manöver zu beobachten vdep aus zus pah en aus den Bewegungen der Sckjiffe, die rvgendwoher auftauchcn imd irgendwohin am Horizont verschwinden, kann man unmöglich auf die strategischen Manöver schließen, m denen tte gerade begriffen sein möqen. Nur wer von emer Zentra - stelle aus fortwährend Funlen-Meldungen über Aufenthalt Imd Bewegungen der einzelnen Schiffe und Geschwader erhielte, könnte Beobachtungen anstellen, die zu sachlich brauchbaren' Schlüssen führen. Was schließlich die Behauptung des Standard betrifft, daß in der Nacht auf den 30. Juli drei englische Torpedo^ boote das deutsche Boot D8 von der Hohe von Blyth bis m die Tyne-Muudung verfolgt hätten, stellt w/t Bezug aus die Fahrt der beiden Schiffe die „Kdln. Ztg. folgerrde- festt Mieten" hatte in der zweiten Hälfte des vorigen Monate seinen Dienst unterbrochen und war wegen schwerer Er- i'ranttmg seines Kommandanten nach Wilhelmshaven zuruck- aekebrt Von dort ist das Schiss am 28. ausgelaufen und ffi 2 August aus N°rth Shulps sein Anwnststele- gramm geschickt, war also in der Zwischenzeit auf seinem Stationsgebiet bei den Fischerslottillcn. ,_,D 8 war bis zum 22. Juli in Nieuwediep (Holland), lief am 29., Juli in Grimsby ein und war irieder vom 1. bis 4. August in South Shields, das es wieder am 4. August verlassen hat. , * Del । fcriginclten R | ^.treten. Er i fite mit ein 5 Karten für I und der Vf I Fulda mache , * Vad l „Bad" nenn -rlivaS: mar ■ «us dem gen wo alle I «ine ganze ’ L Platze berget hbben .terb 8 W schon 68 I yhd | t itiburg M | Tölz un I Namen dazu, I Irin eme gelte I dort mahnen. | ntxf) andere, Ibinn aber w stigen Stelle Einen Erlaß über Erhaltung alter und Aulage neuer Straneubruunen Hai der Regierungspräsident von Düsseldorf den Nachgeordneten Behörden zngehen lassen. Es heißt darm: Ungefähr vo r Mitte des vorigen - Jahrhundetts ab laßt lich verfolgen, wie m der Brunnenkunst mit allen Ueberlieferungm gebrochen wird. Hier werden alte Brunnen als Verkehrshindernilie^befeitlgt, dort halt man sic nach Einführung der Hanswasserlertungen für entbehrlich ia man geht sogar dazu über, durch ihre Entfernung die Verzinsung der letzteren zn erzwingen Allmählich wird fv» der s^^il'ntlichkeit iedc freie Trinkgelegenheit entzogen, ^m unterem Ä SnH ist dics lebhaft zu bedauern. Tausende zwingt ihr Benif zum Leben auf der Straße; diesen, dem spielenden Kindervolk, den Wanderern, nicht M vergessen der Tierwelt, sollte man bic Möglichkeit eines Lnbetrnnkes Nicht Verlagen Auch sprechen geschichtliche und künstlerische, Grunde gegen die Be- seitiauna schöner alter Trinkbrunnen, dre oft,dem ganzen Sllrdt- bilbe ben Charakter gaben, und deren Emflun auf die GestalMng der Platzanlagen man noch heute M suddeutsck^n und schweizerischen Städten bewundern kann. Wenn geiundheckliche Grunds nicht dagegen sprechen, kann daher die Erhaltung duier Dentm-aler aus 'vergangenen Zeiten nicht warm genug empfohlen werden Fast durchweg haben sic eine künstlerisch befriedigende Ausbildung und bieten Trinlgclegenheit für jedermann. ^ Gegensatz dazu stcben die Monumentalbrunncn des 19. ^abrhundettch deren Kimst- Di« Erhöhung de, -sterreichWe» R-k-nt°nk°n,mg-n,s ’JÄÄwj Ueber die Wirkung der Erhöhung des österreichisch en ^ett^^ s ^g 9?iihbrunnen haben sie jedoch wenig Zweck, Rekrutenkontingents und über die parlamentarilchen Aus- ber Luftkühlung dienen und nur den Vögeln Wafter sichten der Vorlage veröffentlicht die „Neue Freie Prejse gc^en, ben Menschen, Pferden und Hunden aber nicht. "3nlAter nachstebende ^Angaben: Zeit ist man wieder dazu übergegangen,,neue Brunnen M schassen, Von dcr geplanten Erhöhung um 36000-40 000 bie: sollen 20 000 Mann auf das ^memsame He,-r, 2000 Mann keme uunotige^m^ Gelegenheit zum Trinken bieten, auf die Kriegsmarine und ie 8000 bis 9000 Mann auf die ttben Quf neuzeitlicher Grundlage an möglichst vielen beiden Landwehren entfallen. Die neue Weh^orlagcfoll 'stcHcn zur Ausführung zn bringen, erscheint dringend dem Vernehmen nach im Herbste den beiden Vertrettmgs- Dem Städter, dem immer mehr von der Natur ent- körpern zugehen. Die Kriegsverwaltung hofft, daß es noch w-irb, wird damit oft wieder ein Stück Natur mitten m der im Laufe des Winters gelingen werde, die Zustimmung Stadt gegeben, dem Kinde wieder ein Stück Heimatgefuhl, wie es nommeu werden. Im Jahre 1914 erreicht das durch das Webraesetz verbürgte Rekrutenkontingent im gememsameii Heere die Höchftziffcr von 159 500 Mann. Da die Sanierung der Stände der Infanterie und der Ausbau der Artillerie aus Grüiiden der staatlichen Sicherheit nicht lange hinau»- aescho'ben werben kann, dürfte die neue Kontingentsver- mehrung spätestens im Jabre 1917 für das Heer und die beiden Landwehren den Endeffekt erreichen. Das Rekruten- konttnqent würde dann im Jahre 1917 sich folgendermaßen belaufen: Für das gemeinsame Heer und die Kriegsmarine zirka 182 000 Mann, für die österreichische Landwehr zirka 35 000 Mann, für die ungarische Landwehr zucka 34 000 ...............n __v. , ., Mann. Bosnien und Herzegowina, dre auf Grund oid)f to0 auch der Großherzog, von Romrod kommend, Wehrgesetzes im Jahre 1917 7763 Mann ;ahrlich zu^stellen ufir eintraf. Die Rückkehr nach Jagdschloß Wolfs- Haben, werden aller Voraussicht nach analog der Konttn- 7 ^ends. genterhöhung in Oesterreich und m Ungarn gleichfalls H Oberrechn ungSka mm er. Der Großherzog femtreÄSgentr Ä b^Äm Khre W17 (,at ben Dirigen,en ber I. JuMk°tu--Adteil.mg der Ober, an eine 5^öhe von etwa 260000 Mann erreichen. Es wird rechnnngskammcr Rechnnngsrot Brücher auf sein Nachsuchen, daher künftighin nahezu jeder Jüngling, welcher Militär- unter Anerkennung seiner langjährigen, treu geleilteten Dienste, tauglich ist, auch wirklich dienen müssen. mit Wirkung vom 1. Septeniber b. I. an in den Rnheltand » I versetzt unb ihm nu§ diesem Anlaß die Krone zuni Ovitterkreuz m ... 2. Klasse beS Verdienstordens Philipp? des ®ro6mütigen ver- Vom Partcibcncht der Genossen. liehen. — Gleichzeitig hat der Groß Herzog den Ober- Der Bericht des !°ri°ld-m°kr°ttschen P°rteworstand-z an den n J„sjifikatur-Abt°ilung SRe^^mlng8= ÄÄÄÄDttobcr rat Heinrich ©räubert zum Dirigenten der I. Justisikatur. 1912 bis zum 29. März 1913 dauerte. Es haben 31 Gcnoilcn, Abteilung der Oberrechnungskammer mit Wirkung vom 1. L-ep- darunter zwei Frauen, daran teilgeiwrnmen. — Weiter wrrv | tcmber d. I. an ernannt. den Zentral-Bildungsa us s ch u ß veruhtet uno swar **Das Hessische Regierungsblatt, Beilage auägcgcben am 7 Augusts hat folgenbcn Inhalt, scn Beiden vorhergcgangcnen Jahren ni ch t d u r ch g r o ß e p o t i - 1. Bekanntmachung, tue Genehmigung von Schenkungen be- tische Aktionen bceinslußt imirbe. So sehr unter Uw- ^cftnd. — 2- Vorlesungsverzeichnis der Großherzoglich ständen wichtige politische Vorgänge die Bllbungsarbcü schnell und 1^..^ Ludwigs-Universität zu Gießen. — 3. Uebersicht KÄTotombia lba6 Jahre über die in ben zmn Finanzamtsbezirk Bingen gehörenden rubUer Entwicklung kämen, in denen die Bildungsaus- Gemeinden des Kreises Bingen zu erhebenden Gcmemde- schü se ungchindett von attuellen politischen Angelegenheiten, für - ' " 4 J die systematische Aufklärung der orgainfterten Arbeiter wirken tarif vorgelegi werde, sei zu verneinen. ]2ie Regierung.werde ich darauf beschränken, eine Novelle vorzulegen, welche einzelne Abänderunaen vorschlage, an den bewährten Grundlagen unsere:- Wirtschaftssystems jedoch nicht rüttele. Ausland. Das Frauenstimmrecht in England. Der englische Premierminister Asauith empnng erne Abordnung des nationalen Vcrbanbes von Vereinen fnr Frauenstimmrecht. Dabei sagte er, er empfange die Vereinigung wegen friedlichen gesetzmäßigen Verhaltens, das sie letzter Zeit 9^6i hätten, das in starkem Gegensatz stunde zu dein Wbl-ofen oer- brechcrischen Vorgehen, das unglücklick^nse anderswo allgemein geworden sei. Die Regierung habe ihr Besprechen den grauen gegenüber gehalten. Die ganze Frage sei eme derattige,^^datz ft d a s V o l k e n t s ch e i d e n müsse. W^nn der Spruch des Bolkes günstig ausfalle, könne keine politische Kombination der Welt ihren Erfolg hindern. Ihre entschiedensten Gegner wurden .die ersten sein, die sich der Entschcibung beugten. Ahen den zahllosen Unkundigen? Kürzlich z. V wirbt ein große- einen Lunden in — sagen wir — Bad Poscmuckel an: der bestellt, wird in die Liften — unter B — eingetragen und erhält seine Waren. Turch Zufall entdeckt man erst i'uäter. daß ein früherer Angestellter denselben stunden bereits unter P — SennTuidd — eingetragen bat. Ein Glück, baß die Post noch nicht die Beförderung bei Angabe der Namen ohne „Bad" verweigert! N>er wohin kommen wir, wenn nächsten» alle Nord- und Östiee - däder, alle Luftkurorte und -Suchen und alle Sommerfrischen die Erlaubnis erhalten, sich ..Bad 1 ?)" pt nennen? ES ist doch gerade genug, baß die amtliche Rechtschreibung noch immer keine einheitlich? Einordnung der Umlaute ä, ö, ü angeordnet Hal, und baß man alle Namen mit solchen in den meisten Listen und Verzeichnissen, Fahrplänen usw. vergebens sucht, nx> sie stehen sollten: - feyt Halit man uns jedes Iabr neue „Bäder" auf und lasst unS bimmclbcnnernxltern, wenn itrir NirgendSdeim und Voiemuckel i.iät linden, ip-? sie dingehören, bei N und P, sondern nur unter B als „vad Nirgcndsbeim" und „Bab Posemuckel" Wenn sich die Badeorte nnrllicb nicht mehr ohne da» „Bad" behelfen können, so nenn, man sie „Posemuckel Bad ": bann kann man sie wenigstens finden: unter „Bad" sucht sie niemand. Kurz: man kann nicht verlangen, dass jeder Teutsche weist, welchem deutschen Postorte der bochmögende Titel „Bad" gebühre. — lieber d i e Dirkiamkeit des Bog Huris verbreitet sich Tr Heuberger in einer Berner Toklorarbeit Tas Bootzurt, ein in den Balkanländcrn seit Jahrhunderten weitverbreitetes Nahrungsmittel, wird aus Milch unter Einwirkung des Bazillus Bulgariens, eines Milchsänrebildncrs bereitet Angewandt wird er bei chronischen Magenkalarrhen und bei Fehlen deS Magensaftes, bei nervösen Magenbeschwerden mit verniin- derter Magensastabsonderung, bei Taunkatarrben der Säuglinge, Typhus, Ruhr. Tarmtuberkulose. Tünndann- und Titfbarm katarrhen mit Turchsällen und dnonnrficr Berstopsung. Zu meiden ist der Bogduri bei zu starker Salzsäure- und Magensastabsonderung und bei herabgesetzter Beweglichkeit des Magens. Empfohlen wird Bogliurt auch bei der Zuckerkrankheit, bei Nierenerkrankungen, bei Hautkrankheiten und zur Ernährung von Tuberkulösen und Rekonvaleszenten sowie beim Tauerausscheiden von Bakterien. Kleine Tagerchronik. Zn den Aussehen erregenden Haussuchungen bei Berliner Rechtsanwälten, die beschuldigt wurden, Eramenarbeiten für Referendare anqefertiql zn haben, erfährt die »Bosstsche Zeitung", die Beschlagnahme von Aktenstücken habe kein belastendes Material ergeben. Ain TieuStag verunglückte auf dem MontBlane der Führer Nieder ans Evelone drei Stunden unterhalb deö OHpfelS dadurch, bau er von einem berablallenben Eisblock erschlagen nnd in eine Gletscherspalte geschleudert wurde. Ein zweiter Führer Wandin wurde ein Stück initgerisseu, konnte sich aber freimachen und die Leiche RieberS ansfinden, deren Bergung heute erfolgte. vüchertisch. — Gin verlorenes Ideal ist ein ergreifendes Bild von John Collier zubenannt, auf dem die starren ins Weite gerichteten Augen des Mannes, die wie an einem Gespenst hasten bleiben, und die zuiammengebrochene Gestalt der Frau zur Genüge zeigen, welchen Fehler sie ihm gebeichtet hat. Wir finden die Wiedergabe dieses Gemäldes des hervorragenden Künstlers in dem neuesten 24. Heft der illustrierten Zeitschrift „Moderne Kunst" (Verlag von Rich. Bong, Berlin W. 57),bie mit farbigen unb schwarz-weißen Kunstblättern nach Gemälden bedeutender Künstler reich geschmückt ist. Besonders heben wir den glänzend illustrierten Artikel über Hugo Bogel von Georg Bast hervor. Ebenso nennen wir die beiden gleichfalls mit Abbildungen versehenen Aufsätze über den Meister der Eisengießerei Leonhard Posch, der zur Zeit der Befreiungskriege wirkte, unb über das prächtige, an Naturschönheiten und historischen Erinnerungen gesegnete Eiland in der Adria „Brioni". Im literariscl>en Teil des Heftes sorgt die Fortsetzung des Romans Hans von Saltz- Wedels „Frau Mhlala", der eine wahre Begebenheit aus dem Offiziersleben in ergreifender Weise schildert, für Unterhaltungs- floft im besten Sinne. Ferner seien Hans Seefelds stimmungsvolle Novelle „Sonnentag nnd Sternennacht" sowie Paul Thielemanns lulturbistorische Plauderei „Allerlei vom Grub" hervorgehobcn Unerschöpflich sind auch diesmal Zick-Zack und Beilage an Beiträgen, die in Wort und Bild fesselnde unb originelle Erscheinungen unb Persönlichkeiten aus dem Bereich des Theaters, her Sichtung, der Musik, des Sports, des militärischen und Gefellschastslebens geistvoll widerspiegeln. Wetteraussichten in Hessen für Sonntag, den 10. August 1913: Trub, Regenfalle, mastig warm, südwestliche bis westliche Winde. Letzte Hacbricbkn. Ein neuer bulgarisch türkischer Kriegs Köln, 9. Äug. Einer T^pesche der «Mn. Zta auÄ Konstantinopel zufolge erwartet man in leitenden Kreisen und aut der Psone nunmehr einen neuen Krieg mit Bu l - f, a r i e n , das vielleicht von einer ober mehreren Seiten tatsäch- ter stützt wird unb trifft demgei Die Regierung möchte einen neuen Krieg gern vermeiden, aber sogar lalaat Bei, der fübrenbe Manu int Kabinett, kann kaum beut Drängen der Kriegspartei widerstehen. Aus Abrianopel eingetragene Personen erwähnen die fieberhafte Tätigkeit, |uin die Fe stun g für , e de M ög lichkei t in Stand zu setzen. Tie ganze in der Tfchataldschalmie verfügbare Artillerie wurde nach Adnanopel gcfduifit, und das neue, 6. Armee- korpS vor Stambul verstärkt, ivährenb die Stellungen bei Ma- krikioei und St. Stefano aus über 30000 Niann gebracht imirbeii, TieNenordnung auf dem Balkan. Petersburg, 9. Aug. Tie russische Abteilung de- Roten Kreuzes wurde in R n ft s ch u k imt Rufen: „N leber mit den Verräter ischenRnssenfHochOe st erreich!" einmaligen, während auf das österreichische Rote Kreuz eine Stunde später Hochrufe ausgcbracht wurden. Tie Oesterreicher nnirbcn in einem Luruszug, die Russen in drei elenden Waggons nach Sofia befördert. -- Der hiesige bulgarische Okianbtc teilte beute dem russischen Minister des Aeußcrn mit, dast die griechische Polizei in Saloniki in dem unter russischem Schutz stehenden bulgarischen Konsulat eine Haussuchung vorgenommcn nnd das Kon- sulatsarchiv, sowie die Bibliothek des Konsuls beschlagnahmt habe. • Zur Militärreform in Frankreich. Paris, 9. Aug. Auf dem Truppenübungsplatz M a I c 6 • üillc liefe ein Offizier einen Arlnüer verhaften, der die Soldaten darauf aufmerksam machte, bafe jetzt schon 150000 Teutsche in französischen Fabriken tätig seien unb bafe ihre Zahl mit der Einführung der dreiiährigcn Ticnftyit noch gewnltig zunchmcn werde. • Erplosiion a ii f einem franz'-si schen Kri egs sck» iff. Paris, 9. Aug. Aus LoVrient wird gemeldet: Auf dem neuen Kriegsschiff (Eourbct crvlodierte ein mit siedendem Wasser gefüllter Behälter nnd das Wasser ergofe sich in einen Schlafraum. Mehrere Soldaten erlitten schwere Brandwunden. * Ein neues russisches Flugschiff. Petersburg, 9. August. In der Gatfchncrcr Fliegerschule befindet sich ein von Lebedew f-onftruierted Flugschiff, das iw i e die Insekten durchsichtige Flügel bat. ToS Flugschiff, dessen Riesenslügel in gewisser Höbe von her Erde auS nid t gesehen werden lönnen, ist nach längerer Erprobung bwrdi das OsfizierluftschifferkvrpS von« russisckien jpriegSministerium an- gerauft worden und wird auch demnächst an den Manövcrn teilnehmen. Deutsche Deserteure bei dcr franzöfischctt Fremdenlegion. Hamburg, 9. Aug. Mit dem Dampfer „Samos" trafen heute vier desertierte deutsche Fremdenlegionäre hier ein. Sie waren auf dem Transport von Oran nach Tonkin im Suezkanal über Borb gesprungen unb fiiu> mit Hilfe des deutsd-en .\tonyubj in Alexandrien hierher befördert worden. Es sind drei Bauarbeiter und ein Bergniann. w Leipzig, 9. Aug. Z. 1 ist heuke früh 4 Uhr zur Fahrt nach Frankfurt a. .M. aufgefrugen, wo es gegen 11 Uhr erwartet wirb. Frankfurt a. M., 9. Aug. Z. 5 ist heute früh 5 Uhr zur Fahrt nach Gotha ausgesticgcn. MotorUä^enPahrräder Man verlange y Preisliste. Russelsheim^Mj hkOPEL^ I '-arte und sich dafür recht hohe Betrage, bi» zu 200 Mark, [jcfelen liefe. Heute hatte sich das erste Opfer Hopf», eine u nge Frau, vor der Gtraffammer wegen Versuchs deS 93er- . echcnS gegen bnS keimende Leben zu verantworten. h. Frankfurt a. M., 8. August. Unter sehr starker leteiliflung au» militärischen Kreisen fand heute mittag aus Hm neuen Hauplsriedhos die Beisetzung dcS Major» von NrcmSki statt. ES hatten sich dazu eingesunden General ron Schenk, die Generalmajore Elster von Elster, riann, von der Esch, von Scherbening, dcr Kommandant von Mainz General von Rouville, das klfffzierSkorp» des Jnf.-Ncg. Nr. 88 mit Cberft Krcyenberg c i dcr Spitze, OfsizierSdeputationen aller Mainzer und k-ranksnrter iHegimentcr, eine Abordnung dcr Potsdamer ."Kriegsschule, Kammerhcrr von Bot hm er für den Frank« 4f.’.rter Krei» 5kriegerverband und endlich zwei Kompagnien ' t -'S 3. BataillionS dcr 88er, da- der Verstorbene einst geführt hat. - - - Im alten Scnckcnbcrg-Muscum wurde am Freitag abend rine vom Deutschen Flottenverein veranstaltetc Kriegs. niari ne «Ausstellung eröffnet, die in sechs großen Sälen !t :i umfassende» Bild von der Entwicklung deS deutschen fkicgSschtff-baue» bietet. h. Langenschivalbach, 8. August. Tie vom 11. bis 16. September hier flattfinbenbc Landivirlfchasllichc 'lirstcllung und Haupt-Tierschau dcS ttaimnerbezirks WicS- 1 haben loirb ein umfassendes und erschöpfendes Bilb von dem ks'genivärtigen Staub der nasiauischen Landwirtschaft bieten. , tQe Kammer hat für alle Betätigungen landwirtschaftlicher II ’.l erhebliche Preise unb Auszeichnungen ausgesetzt. An "rr Ausstellung beteiligt sich auch das Landwirtschaft- rche Institut der Universität Gießen. ü'Eine Ähren, hinten. $nn »d-» 5 es ^sich sGst ^.die m aeuj Förden aus bieit n ircheil!!,es Au- ' W Muchs. *tt8 M nioigtn rfe für den Bett, 'gsplatates für die teilt. i§. W morgen feinen ne Hochzeit. Tie :b. Hoß begehen am hier der älteste Veteran Don 1848 i beinahe 81 Jahren, eit. In 5 Monaten feiern können. ren und getötet ). Eiffert bei Dir- ch, er stürzte vorn <ßcrid)Ufaal, '4- München, 8. Aua. Gin unverbesserlicher flur« j^uschcr ist der frühere Käser Ulrich Wiedemann aus Lanbs- fl a. Lech, ein 60jähriger Mann, der sich vor der Strafkannner Rupien wegen einer Reitze von groben Betrügereien zu verant- 3*ricn hatte Ter Angeklagte hat schon vor 25 Fahren fein Ge- ,«rve onigegeben, weil er sich zn etwa« Höherem berufen glaubte, u bat sich in seinem Grüfeenwahn sogar der chinesisckien Gesandt- ftift in Berlin nlS Leibarzt angeboten. Bei seiner Beinetzmnng ti auptete er, bafe er sich seine medizinischen Kenntnisse ans Buchern i leeigiict habe, konnte solche Bücher aber freilich nicht nennen. Vertreter der Anklage ivar der Meinung, bafe da» Treiben bei ^tlagten gemeingesahrlicb fei unb beantragte gegen ihn, mit cksicht auf feine vielen Vorstrafen 41/, Jahre Zuchthaus imb .3 Jahre Ehrverliist. Ta-5 Urteil lautete auf drei Fahre Zuchthaus ui I cntsprechenb dem Anträge auf zehn Jahre Ehrverlust. i " ' " ---- ------ ■ 1 " ----------üj—1 _■ I ■ ii‘ •' 1 ...... r*--»v ■ |ici Stelle fiiibct Und wie manche Nuannchmlichkeiten ent nicht auch Dienstag dcn engli^t Lvhranislin . KvnzrrthM, Bad- Italien. Die junge rhunderts fingen unb > Oper „Das Milch- nter Mwirkung von )pera, London, ftapcD- j des Streilhquarteu- nhcst'cn. 7jährige Tochter ([rage, tue bei bm , wurde Dvr- lit LeiSze des baniü'- cmann9 cn Zollhafen fldanb« Ursache des VngluÄ igenaussagen sind aber Nien'and eine Anklage i ■ dirr Fluch entfduvebt beutfrfxn Lippen, wenn einer schon 12 :il urfl unter H, Miffinflcn unter K, Munster am Stein unter !', Tölz unter T vergebens sucht! Unb nun kommen x neue h neu dazu, dtnen — wie es scheint — behörbtid, dieser Bad- liirame gestattet ist, wovon aber die meisten Deutschen, die I r: wohiien/ keine Ahnung haben. Enblick) kommen dazu ix?j ancu-re^ die sich eigenmächtig das „Bab" beilegen, bic man I tri aber ivenigsteuS nod) in amtlichen Listen an der rich- Vermischter. * Der BerkchrSvcrein Fulda ist jetzt mit einer iMiiicUen Reklame für feine Heiinarstadt an die O.?ffeiit lichl.il linden. Er 'bat eine gewöhnliche fr-Pfg.-PJsckarte auf der Barber lil- mit einer kurzen Reklame versehen lassen unb verkauft 100 fo-rlcn für 4 TlarS, so bafe her Käufer eine ganze Mark spart :i> der Verein die Gcwäl)r bat, daß 100 Karten Reklame fiir 'u. Iba machen. " Bad. O wie schön ist's für einen deutschen Ort, sich ,tob" nennen zu dürfen! Das lockt die Fremben an! Unb noch man rückt in den Post- unb anberen Ortsnamenlisten io dem gewölmUchen Abc in ben vornehmen Bab-Buchstaben B, w alle Bäder stehen, die alten unb bic neuen. Es gibt fetzt tn t ganze Reihe von Orten, die man an ihrem ordentlichen klotze vergeben- sucht, weil sie — in den Badstand er» b -e it warben sind. Aber wohin soll daS führen? Es gibt 1 fdwu (58 in Teutschland und Oesterreich zusammen. Wie ',&*»** Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste j sagen innigen Tank 5192 Gießen, den 2. August 1913. Wilh. Kumpf und Kinder Dicseck, den 9. August 1913. 5195 Schepp. Groß h. Ku 11 u ri n f pe ktion Gießen. H. Steinbach. aasen, den 9. August 1913. Großhcrzvglichc Bürgermeisterei. dcc ■V. t-cfl Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheidcn unseres lieben Töchterchens sagen innigsten Dank Ludwig Größer und Frau. Vergtboitil non Pslchrirrbeilkll. Die zur Erneuerung von Pflasterrinnen und Anlage eines Fußsteiges auf der Alsfelderbrücke bei Grünberg erforderlichen Arbeiten unb Lieferungen wie: ca. 120 qm Rinnenpflaster, 110 Ifdm Ranb- steine aus Basalt, 85 qm KicSbankett, sollen im Dege öffentlichen Angebots vergeben werden. Voranschlag, Zeichnung und Bedingungen können auf meinem Amtszimmer, RcgierungSgebäude, Land. graf-Philipp-Platz 3, Zimmer Nr. 20, eingesehen werden. Angebote sind verschlossen und postsrei mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eiöffnungstermin ötn 19. Anguß 1913, mmttigs 19 Uhr, an mich cinzureichen. B9/e Gießen, den 4. August 1913. Der Großherzogliche Kreisbamnspektor. Hechler. Hausbesitzern 25°/0 Rabatt auf Lincrusta! lotinerSfig m * Todes-Anzeige. Gestern abend entschlief nach kurzem Leiden unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Herr Andreas Dönges |||, im 83. Lebensjahre. Im Namen dcr trauernden Hinterbliebenen: Andreas Töngc», Werkmeister. Rodheim a. d. Bieber, 9. August 1913. Tie Secrbiflunn findet Montag nachmittag 3 Uhr vorn Sterbebaufe aus flau. 5214 tfE.igern wir auf dem Hofe des Karl Schäfer da- „ ■($ ir einen überzähligen Eber ^Edclschwcin 23 Mo« Eberverkauf. Montag, den 11. d. Mts., nachm. 1 Nhr, «-i°S WM yUÜ lf (.«lief >1 UIIUI ------ -- — - - ,, dcr Pol ’lf He alt). Für andere Gemeinden noch dienstfähig. ~ .. (W . .J h11 .. ü QTt• ,r>«■ 1Q1Q > Aua Vis zum iS den Wenberz a ®icn,ece zussührun; nb. L-AZZ; g?fg&A $lfldalMiim@lciltUmin6| !!entsta«^'Äedensu^ oem' dein 5iiini ‘JA? ives^örfer “‘Jgfltniij] bembfi end affel* sameii .2lb.el^t stützt f 2 u|,te r.6d linb U et! I* Echte Lincrusta, alle Färb , ä Mtr. v.45 Pf an)2 .. „ fertdek.n.lack. „ „ 80 n , I Lincniitaprsatz, „ . . , . . 15 „ p I Verlang. Sie frk. ppg. frk. LinkroBtnrnappe A. Ringfreie Tapeten - Indastrie C. Kupsch, Frankfurt a. M., Altegasse 1 I Wafferlcitungsarbeiten. Samstag, den 16. August 1913, vormittags i 10y2 Uhr, sollen aus unserem Bnrcau, Zimmer I Nr. 4, die Angebote auf die Wasserleitung Büß- scld, KrciS Alsfeld, eröffnet werden. । Los 1. Quellfassungen, Sammelkammern, Hochbehälter (50 und 15 cbm) 2.00 M. Los 2 Nohrlcitungen (2400 Meter) 2.00 M. Die Unterlagen liegen bei uns offen. Ange« botsvordrucke sind gegen ganz freie Bareinsendung des Betrages von uns zu beziehen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Vergebung von Wafferleitnugsarbeitcn. Die Arbeiten unb Lieferungen zum Qiau der Wasserleitung für die (Mcnicinbc Göbelnrod unb zwar: Los I NiaschinenbauS Los II €iod>bebaher aus Ttamvfbeton LoS III Rohrgräben,Robrlieferungen»Gust«, Schmiedeeisen- ober Mannesmannröhrem unb Ber- lenunflöarbcitcn sollen öffentlich vergeben werden. Zeichnungen. Arbci'sbeschreibungen und Bebingungen liegen während der Dienststunden auf dem Amtszimmer des UnterzeichuetewRegierungegebäude. Landgraf-Philivv- Platz 3, Zimmer 9tr. 22 zur Einsicht offen. Tie Angebote, deren Unterlagen gegen Erstattung der Hertzelliingskosten abgegeben weiden, find mit cntforctbeiv der Ansschrist versehen, verschlossen und von tret bis Dienstag, den 19. Bugnit I. 3c«., vormittags 10 Ubr bei dein Unterzeichneten einzureichen. Zuschlagsfrist: 3 Wochen. Gieben, den 5. August 1913. Der Grofeberzoglicke Kreisbauinfveklor. Hechler. (B1/. Ernte-Rechen unb ** Ernte-Stricke kauf. Landwirte u. Händler am besten bei S. B. Häuser Neustadt r>6. Del. 660. Bringe meine 4ne Gartenlokalitäten Planöleih-inslali kkonzeifionicrt) Fnbabcr: Hans ftratz Cichn, Vralldgajse 88. Beleihung von Gold, Silber, (^helft einen, Kleidungoftücke«, iowic Kegenstauven aller Art. Strengtte Di-kr.lOllS« Wtllcgheitslaiis! - 1 Standuhr, 2 Nährnafchin., 2 Grnmrnoobone, mehrere Ferngläser tneui, goldene Brillen und Kneifer (neu! silberne Herren« u. Tarnen« Uhren, goldene Hecrenubr, golt». Herrenkeuen, Brillant- schmuck. Tamcnfonreftion (nein Jacken, Röcke, Mäntetz Koslüme 2C. bill. abzugebcn. 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Bei eintretender Dunkelheit: Grosses Brillant-Feuerwerk. Eintrittspreis bis 6 Ehr 30 Pfg., ab 6 Ehr 50 Pfg. Preiskegeln täglich von 8 Ehr vormittags bis 12 Ehr abends. Nachmittags und abends: Militär Doppel Konzert. Bannerweihe der Kegler-Vereinigung für Süd- u. Mitteldeutschland verbunden mit grossem Ehren- und Geld-Preiskegeln vom 9. bis |13. August er. auf dem Festhallen-Gelände in Frankfurt a. M. 10 neuerbaute Bahnen. y - Ca. 10000 Mk. Geldpreise. .................. BRESLAU 1913 »«»«««», Mai — Oktober ahihunderifeier! der Freiheitskriege Ältcn.Biiscck. Sonntag, 10., und Montag, 11. August l. I.: W Kirchweihfest © wozu höflichst einladen 5039 Gerh. Koch. Wilh. Becker Wwe. Treis a. d. Lumda Sonntag, den 10. und Montag, den 11. August: Kirchweih-Fest wozu höflichst einladet SM Konrad Ameud, Gastwirt. Cafe Ebel" Inhaber: Karl Ohm. Täglich ab 7'/- Uhr: Lustige Abende der humoristischen Herren-Kapelle „Speyer“ Kriegerverein Gießen e DieKameraden werden ge- beten, sickr mit ihren Familien | recht zahlreich am Waldfest des Kavallerie-Vereins iw Philosophenwald am Sonn- I tag, den 10. August zu be- .. teiligcn. Der Vorstand. L