Nk. 33 Zweites Blatt 163. Jahrgang Gießener Anzeiger Erscheint K-Kch mit Abnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Gbertzeffen eine vertrauliche Beratung •eile. in nicht der geringste Grund vor. lag Geheimrates Schmidt. Ehren des aus der ersten Ersten Kammer. Gesetzgebungsheute vormittag unter Die „Gießener Zamilienblätler" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, daS „KteisNstt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erschemen ownatlich zweimal. Der Dezember 1812 war demnach in der Tat völlig abnorm. In dieser Hinsicht konnte man Napoleon keinen Vorwurf machen: Mit derartigen außergewöhnlichen Elementarereignissen zu rechnen, gelehnt. — Am Nachmittag sand noch des Ausschusses statt. Eine Abschiedsfeier zu Ehren des (rb) T a r m st a d t, ,7. Febr. Zu vraunkoh'enberqwerk imb Kraftwert Lubwiashossnuny. Unternehmen bezeichnet, daß das Personal besser ausgenutzt werden könne und man billiger arbeite. Für das Kraftwerk wird ein besonderer Beamtenappgrat nicht notwendig werden. Es könnte, sich höchstens einmal um eine Vermehrung des jetzigen Personals (Heizer, Maschinisten usw.) handeln, wenn Umfang und Leistung des Werks wesentlich, vielleicht auf das Dreifache, gestiegen sein wird. Man sollte der Abteilung A noch einen werteren Anteil' der Gehalte ersetzen stir die Inanspruchnahme des Personals durch den einheitlichen Kohlenbezug, der recht viel Arbeit macht (1912 28000 Tonnen, Wert rd. 651000 Mi', ca. 350 Behörden in 60 bis 70 Orten, Ersparnis etwa 82 500 Mk.i. Es würde der Gehalt des Direktors etwa mit Vs, Ersatz der Schreibkosten mit etwa 400 Mk. und weiterhin Ersatz der sachlichen Ausgaben in Betracht kommen. Im Zusammenhang mit der Angliederung der Zentrale und mit den kaufmännischen Gesichtspunkten im Ausbau des diesjährigen Etats steht auch zum Teil die Mehrausgabe bei Abt. A gegen 1912 von über 30 000 Mk. Dieser Mehrbedarf findet im ganzen seinen Ausgleich durch die Mehreinnahme für Lieferung der Feuerkohle an die Zentrale rd. 25 500 Mk., durch den Ersatz eines Teils der Gehalte durch die Zentrale mit rd. 6100 Mk. Es darf beachtet werden, daß die erstmalige etatsmäßige Darstellung der beiden Betriebe nebeneinander sich kompliziert gestaltet gerade dadurch, daß nach taufmännischen Gesichtspunkten jeder Betrieb streng (ändert gehalten werden soll. Die Betriebsausgaben für das Kraftwerk konnten selbstverständlich zunächst nach anderweiten Erfahrungen nur geschätzt werden. Sie sind jedenfalls eher zu hoch als zu niedrig gegriffen und man muß die Erfahrungen des ersten Betriebsjahres abwarten für künftige zuverlässigere Veranschlagungen. Man sieht aber bei dieser ersten Veranschlagung schon, wie durch die Zentrale das Gesamtergebnis wesentlich verbessert wird. Während sich seither das investierte Kapital mit 0»'o verzinste, kann durch das Hin-nkommen der Zentrale für das wesentlich größere Anlagekapital schon auf rd. 2°/° (1,92».») gerechnet werden. Man darf mit der größeren Leistung der Zentrale eine immer weiter- gehende Verbesserung nicht nur des tz^esamtcrgebnisses unter dem Kapitel erwarten, sondern miet) des Sonderergebnisses für Grube und Preßsteinfabrik selbst, weil nämlich durch die erhöhte Förderung für die Zentrale die Gestehungskosten der Rohkohle sich immer günstiger gestalten werden." Lebhast wurden die stark gestiegenen Ausgaben sür Grube und Preßsteinfabrik besprochen, worauf die Regierung erläuternd erklärt: _ „Die Ausgaben sind seit 1904 um rd. 92 000 Mk. gestiegen von rd. 104 000 Mk. auf rd. 196 000 Mk). Diesen Mehrausgaben stehen rd. 30 000 Mk. Mehreinnahmen gegenüber (rd. 150 000 Mk. gegen rd. 180 000 Mk.). Tie Frage, warum.' der Etat 1913 von der früheren Hebung der prozentualen Abschreibungen abgegangen ist und mit einer fixen Summe gerechnet hat (15 000 Mk.), wurde von der Regierung dahin erläutert: Nach der Anmerkung im Etat 1912 sollte, wenn ein Zuschußbedarf bei dem Kapitel entsteht, die Rücklage in den Erneuerungsfonds «die Abschreibung) um den Betrag dieses Zuschusses gekürzt werden. Darnach ist in 1912 der ziffernmäßige Betrag der Abschreibungen von 29 940 Mk. auf 19 606 Mk. vermindert worden. Diese Vorschrist wollte vermeiden, daß auf der einen Seite Gelder ans dem Kapitel gezogen und, in einem' Fonds angesammelt werden, während gleichzeitig auf der andern Seite die Staatskasse zu Lasten der Steuerzahler zu dem' Kapitel zuschießen muß. Der Etat 1913 wollte nun diese Sachlage vereinfachen, indem er. um die umständlichen Berechnungen zu vermeiden, wie sie dem Etat 1912 noch zu Grunde liegen, ein-, fach eine feste Summe als Ablieferung an den Erneuermngsfonds vorsah. Diese Summe war mit 15 000 Mk. in der Höhe berechnet, auf die sie sich nach der vorstehenden Vorschrift, nach 'cn Erfahrungen der letzten Jähre und nach den Aussichten des Betriebs voraussichtlich stellen wird. (1911: 11 468 Mk., Etat 1912: 19 000 Mk., daher wurden 15 000 Mk. angenommen). Für die Folge sollen also die prozentualen Abschreibungen wieder angeführt werden. Dabei kann auf die Vorschrift in der Anmerkung zum Budget 1912 über die Kürzung der Abschreibungen erzichtet werden, da nunmehr ein Fehlbetrag, der durch die ichtige Höhe der Abschreibungen bei Abt. A, Grube und Preß- 'tcinsabrik entsteht, durch den Ueberschuß von Abt. B, Kraftwerk, msgeglichen und ein Zuschnßbedarf des ganzen Kapitels zu Lasten er Staatskasse auf diese Weise vermieden werden kann. Der Ausschuß pflichtete der Ansicht der Regierung über die Zünftige Rentabilität des Kraftwerks bei, hält jedoch seine Bc- Tie Anträge Henrich und Ulrich und Gen. betr. die Abänderung des Wahlgesetzes, wurden vom' Ausschuß den Beschlüssen der zwecken Kammer entsprechend sämtlich ab- Kammer ausscherdenden, weil nach Stuttgart berufenen Herrn Geh. Justizrat Pros. Dr. Schmidt fand heut abeird int Hotel zur Traube eine kleine Ab schieds f ei er statt, an welcher die Mitglieder des Gesetzgebungsausschusses, dessen eifriges Mitglied der Scheidende lange Jähre hindurch war, und eine Anzahl anderer Kanrmermitglicder mit denr Präsidenten an der Spitze teilnahmen. Die Fraktion der fortschrittlichen Volkspartei der zweiten Kammer hielt am Freitag eine längere Beratung ab, in der das neue Budget für 1913 eingehend besprochen und die Stellung der Partei zu den Hauptpunkten festgelegt wurde. Aus Reffen. Aus dem Gesehgkbungsausschuß der (rb) Tarmstadt, .7. Febr. Der ausschuß der er st en Kammer trat Samstag, 8. 8ebruar 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e=j©51. Redaktion: ^^112. Tel.-Adr.:AnzeigerGleßen. Vorsitz des Fürsten zu Leiningcn zu einer Beratung zusammen, in der eine Anzahl von der zweiten Kammer erledigter Gegenstände verabschiedet rcurben. Ter Regierungsvorlage, betr. die Abänderung des Gesetzes vom! 6. Aug. 1902 über die Lande s k r e d i t ka s s e und die Aenderung des Gesetzes, betr. die Handelskammern, wurde nach beit Beschlüssen der zweiten Kammer angenoMnren. Bezüglich des Antrags Ulrich, betr. Rechtsmittelbelehrung und betr. Einführung einer obligatorischen staatlichen Vieh- und Schlachtviehversicherung beschloß der Ausschuß Beitritt zu den ablehnenden Beschlüssen der zweiten Kammer. Betreffs des Antrags' Ulrich und Gen., betr. Revision der Bestimmungen über die Aufrechterhaltung der Ordnung in den Gerichtssitzungen wurde beschlossen, auf dem schon auf dem 34. Landtag in dieser Frage gefaßten ablehnenden Beschluß zu beharren. Zu dem Antrag Ulrich und Gen. betr. Entschädigung für schuldig erlittene Straf- und Untersuchungshaft beschloß der Ausschitß Beitritt zu denr Beschluß der zweiten Kammer über den ersten Teil des Antrags, der dahin geht, die Regierung zu ersuchen, im Bundesrat auf eine Revision des Gesetzes, betr. Entschädigung für unschuldig erlittene Strafhaft und für unschuldig erlittene Untersuchungshaft hinzuwirken. Dagegen beschloß der Ausschuß bezüglich des zweiten Teils des Antrags — wonach auch denjenigen Personen, die nicht durch eine Entscheidung des Gerichts, sondern durch eine Verfügung der Staatsanwaltschaft aus dem Strafverfahren entlassen werden, eine Entschädigung aus Staatsmitteln gewährt werden soU — nicht dem Beschluß der zweiten Kammer beizutreten, sondern auf einem' schon früher gefaßten Beschlüsse darüber zu beharren und den Antrag durch die von der Regierung dazu abgegebene Erklärung als erledigt zu erklären. Tat« »sang 4 Str Bott° erlernten. „Es ist ja noch gar nichts entschieden und nichts beschlossen. Le Bargy ist so stark beschäftigt, er spielt jeden Abend, woher soll er die Zeit nehmen, um eine so wichtige Inszenierung mit der erforderlichen minuttösen Sorgfalt zu bewältigen. Und die Aufführung wäre kompliziert. Aber schön märe es >chon, wenn Le Bargh den Faust und Sarah Bernhardt den Mephisto spielen würden." Wird das geschehen? „Vielleicht . . ." — EineLückei mUrheber recht. Anläßlich einer Ausführung des Lustspiels „Hydra" von Karl Ettlinger durch die Literarische Vereinigung in Hamburg wurde wiederum eine Lücke im Gesetz, betresfend den Schutz des geisttgen Eigentums auf- gedeckt. Das Lustspiel „Hydra" voi^ Karl Ettlinger befindet sich bereits über einem Jahr aus dem Spielplan zahlreicher Bühnen der Großstädte und der Provinz und erlebte erst vor kurzem das Jubiläum feiner 50. Aufführung. Das Stück wäre zweifellos demnächst auch über die Bühnen Hamburgs gegangen. Nun hat die Literarische Bereinigung in Hamburg ohne Genehnrigung des Autors oder dessen Verlegers eine Aufführung dieses Lustspiels in einer angeblich geschlossenen Vereinsvorstellung seinen Mitgliedern veranstaltet, über welche in den Tageszeitungen öffentliche Krittken erschienen sind, wodurch der 9Lutor und der Verlag von der erfolgten Vorstellung erst Kenntnis erhielten. Dieser Fall veranlaßt Erwägungen prinzipieller Natur. Nach denr Urhebergesetz sind nämlich Aufführungen, welche nicht zu Erwerbszwecken und nickst öffentlich veranstaltet werden, nicht nur tantiemenfrei, sondern auch nickst einmal an die Zustimmung des Autors oder des Verlegers gebunden. Es ist hoch erfreulich, wenn ein literarischer Verein sich eines verbotenen oder vorläufig für Normalbühnen nicht geeigneten Stückes annimmt. Aber andererseits ist es unbedingt zu verurteilen, wenn ein solcher Verein Zugstücke aufführt. Wohin soll das ftlhren, wenn z. B. ein Verein wie der über ganz Deutschland verbreitete Verein für Voltsfestspiele für seine 100000 Mitglieder in sogenannten „geschlossenen" Vorstellungen tantiemenfrei und gegen den Willen des Autors Stücke aufführen läßt, die für das Repertoire jeder Bühne geeignet sind? TasGesetzbietet keinen Anhalt, gegen ein solches Unternehmen e i n z n sch r ei t e n. Ist es, nickst eine Anstandspflicht der literarisch-dramatischen Vereine, einen lebenden Autor vor der Auffül/rung seines Werkes um seine Zustimmung zu ersuchen? Bejaht man diese Frage, so muß man mit allen Mitteln dah n streben, daß die Aufführung von Repertoirestücken ohne Genehmigung deS Autors den lilerarisch- dramatischen Vereinen untersagt wird und daß der Begriff „öffentliche Aufführung" im Gesetz so präzis gefaßt wird, daß Umgehungen zu Ungunsten des Autors künftig unmöglich sind. Eine Rundfrage an Autoren, Theaterdirektoren und literarische Vereine, ist bereits eingeleitet. Heber das große Kultur werk, das noch in diesem Jahre Betrieb genommen wird, ist im Ausschußbericht der Zweiten Kammer über den Stantsvoranschlag eine um- en «'M fassende Darstellung enthalten, aus der nachstehend das wesentlichste wiedergegeben sei. Das zur Versorgung von Oberhessen mit Elektrizität auf Staatskosten erbaute Kraftwerk ist in direkte Verbindung mit der Braunkohlengrube gebracht. Tie Grube wird das Feuerungsmaterial für die Dampfheizung zum Betrieb des Kraftwerks liefern und gleichzeitig den Tampfbedarf für die Preßsteinfabrik decken Diese Verkuppelung der beiden Werke bringt die Gewißheit einer vorteilhafteren Ausnutzung und läßt eine ausgiebige Rentabilität, besonders der Braunkohlengrube als gesichert erscheinen. Das Kraftwerk wird noch in diesem Jahre fertig werden und int nächsten Jahre nahezu vollständig in Betrieb genommen werden. Deshalb war die Veranschlagung des Betriebs im Hauptvoranschlag erforderlich. Tie Einzelansätze in dem Voranschlag, der in die. Abteilungen ,,A. Grube und Preßsteinsabrik" und „B. Kraftwerk" geteilt ist, beruhen auf Schätzungen, da noch keine Erfahrungen vorliegen. Im wesentlichen wurden die ungünstigen Ziffern, mit denen Grube und Preßsteinsabrik abschließen, bemängelt und die Hoffnung ausgesprochen, daß durch die Neuregelung eine Besserung dieser Positionen eintrete. Bei Kritik der Verteilung der Gehaltsanteile des Personals mürbe von der Regierung sestgestellt, daß die Verteilung noch nicht endgültig erfolgt sei, zumal das Personal auch bei dem staatlichen Kohleneinkauf verwendet wurde, wodurch der Staat 82 000 Mk. erspart. Ter Ausschuß wünschte, daß die Tätigkeit der Zentralkohlerr-Einkaufsstelle int Voranschlag zur Geltung kommen sollte. Die Negierung versprach dem zu entsprechen. Hinsichtlich der rechnerischen Tarstellungen beklagte man, daß die Vermögensverhältnisse nicht ohne weiteres klar ersichtlich seien. Ter Abg. Henrich beantragte deshalb unter den Betriebsausgaben zugleich die Zinsen von dem für die Einrichtung des Betriebs tatsächlich aufgenommenen Schuldkapital, sowie eine angemessene Amortisationsguote einzustellen und diese Beträge an die Staatsschuldenverwaltung abzuliefern, und anmerkungsweise eine nach kaufmännischen Gesichtspunkten aufgestellte Bilanz bei zufügen, aus der der jeweilige Kapitalwert des Gesamtunternehmens und dessen Rente ohne weiteres ersehen werden können. Ter Ausschuß ftimmte diesen Forderungen zu, will aber, da er nicht weiß, welche Folgen für das Budget daraus entstehen können, wenn der erste Teil zur Ausführung kommen sollte, diesen Teil lediglich neben der dermaligen Rechnungsart vorgeführt sehen Tie Regierung glaubte, daß das, was der Antrag Henrich ver lange unter 2, eigentlich schon heute in den Ausstellungen der Regierung geboten werde. Nach diesen kaufmännischen Gesichtspunkten war es notwendig das Kraftwerk mit einem entsprechenden Teil der Beanttengehali zu belasten. Maßgebend war der Grad der Jnanspruchnahrn der Beamten für die Zentrale, der natürlich nur geschätzt werbet konnte. Der Direktor als akademischer preußischer Bergbeamte. ist maschinentechnisch vorgebildet, ebenso der Betriebssührer, de die Lokomotivführerprüfung abgelegt hat. Tas Personal genüg für den jetzigen Umfang des Betriebs und auf absehbare Zeit voll kommen. Es. wurde gerade als ein Vorzug der Verbindung beider Xi ■ ■ ' burlgsaM ■' Ovalle Wc- Jj?1 / nSV Heber die neue Militärvorlage will die „Täcsl'. Rdsch." erfahren haben, daß die Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht nach den Vorschlägen des Generalftabs iit der Form erfolgen soll, daß eine jährliche M e h r e inst e l l u n g von 45 bis 50000 Mann in das stehende Heer festgesetzt wird. „Das ist nach genauen statistischen Berechnungen die Zahl derjenigen Tauglichen, die derzeit nicht zur Einstellung gelangen. Diese Vermehrung unseres stehenden Heeres an Mannschaften soll dazu verwendet werben, die noch fehlenden dritten Bataillone bei 18 Regimentern aufzustellen. Ferner ist beabsichtigt, den niederen Mannschaftsetat der 73 Bataillone des deutschen Heeres, der ohne Unterosfiziere nur 482 Mann beträgt, vollständig fallen zu lassen und alle Batalllone des deutschen Heeres aus den holten und mittleren Etat zu bringen. Endlich wird die Erhöhung der Artilleriebespannung angefordert, wodurch ebenfalls eine Mehreinstellung von Mannschaft notwendig ist. Dagegen wird vorerst von der von sachverständiger Seite schon lange gewünsckften Umorganisierung der Feldartillerie in die 4-Geschütze-Batterie Abstand genommen werden, da sich der gegenwärtige Zeitpunft für eine organisatorische Aenderupg in dieser Beziehung nicht eignet. Die neue Militärvorlage wird weiter die Stäbe der Kavallerie-Divisionen schon für die Friedenszeit fordern und die Aufstellung von Radfahrtruppen bei jeder Kavallerie-Division. Im unmittelbaren Zusammenhänge mit der neuen Militärvorlage steht die Absicht der Militärverwaltung, die Grundsätze für die Einstellung Militär Pflichtiger zu ändern, die im § 28 der Wehrordnung vom Jahre 1888 vorgesehen sind. Man denkt daran, bei der Musterung sämtliche für den Kriegsdienst taugliche Leute für „tauglich" zu erklären, indem die unbedingt Tauglichen als „tauglich 1", die minder Tauglichen als „tauglich 2" bezeichnet werden. Es wären dann bet der Einstellung zunächst sämtliche Leute mit dem Prädikat 1 der Ar-nee zuzusühren und bei Bedarf die ältesten vom „tauglich 2" heranzuziehen, bis zur Vervollständigung des Bedarfes. Die bisherige Handl-abung der Aushebung hat die bedenlliche Folge, daß durchaus taugliche Leute in die Ersatzreserve abgeschoben werden. Wie wir vernehmen, hat die Kriegsverwaltung mit 9(b= geordneten der bürgerlichen Parteien schon Fühlung genommen und diese Angelegenheit in vertrauten Besprechungen erörtert. Das Blatt bemerkt dazu noch, daß die neue Wehrvorlage erheblich mehr Ausgaben verursachen wird, als die beiden letzten Vorlagen von 1910 und 1912 zusammen. . Hermann SM im, Ü?! Mittag Ztz in Dao# s,e nS Ole « — Rostand als H eb er setze r v o n Goethes Faust. In einem Gespräche mit Emile H e n r i o t, das im Temps veröffentlicht wird, hat Edmond Rostand, der gegenwärtig zu den Proben feines Cyrano in Paris weilt, einige Mitteilungen über seinen angeblichen „Faust" gemacht, mit denen er allerlei Gerüchte berichtigt und daraus hinweist, daß es sich überhaupt nicht um eine von ihm geschaffene Faustdichtung handelt, sondern um eine vollständige und wortgetreue Hebersetzung des Aoetheschen .Faust. „Tie Arbeit liegt schon weit zurück, sie war für mich ein Versuch und zugleich eine Hebung. Das liegt heute 20 Jahre zurück. Damals las ich noch fließend Deutsch und war mit dem Werke Goethes besonders vertraue. Hub mein Wunsch war, den Faust ganz zu übersetzen, den wirklichen Goetheschen Faust zu geben, wörtlich und dabei doch dichterisch." Henriot fragte, ob denn keine Kürzungen beabsichtigt gerne)en seien, und Rostand erwiderte: „Nein, keine Kürzungen, höchstens tarnen ein paar Heinere 2lus- lassungen in Betrackst: ich habe nur den ersten Teil des Faust übersetzt, und zwar in Versen; es handelte sich keineswegs um eine Bearbeitung, sondern irnt eine getreue Heberiragung. Sie fragen mich, ob diese Arbeit Vollender ist, und ich sage Ihnen ja, längst. 99arum es sich heute allein handeln tarnt, das ist die Möglichkeit einer Aufführung und für diesen Fall um eine Anpassung des Werkes an die Bühne. Aber ich sehne mich im Grunde nicht nach dieser Aufführung und lege ganz sicher keinen Wert daraus." ' Henriot wollte wissen, ob die Abneigung des Dichters gegen eine so weit zurückliegende Arbeit vielleicht dabei mit- spiele, aber das verneinte Rostand entschieden. Er habe nur eine Abneigung gegen die tatsächliche Arbeit, die eine solche Bühnenausgabe ihm verursachen würde; „ich würde Verhandlungen führen muffen, würde wieder Sorgen haben, alle mögliche Arten von Scherereien, kurz, alle die Mißhelligkeiten, die der Dichter bei der Verkörperung seines Werkes durchleben muß. Hub ich bin durch meine Freiheit in Cambo nicht mehr daran ge- wöhnt, ich fühle mich dort so unabhängig, so ungestört und so zufrieden. Nein, lieber will ich den Faust nicht auf der Bühne sehen." Auf die Frage, ob das 'Projekt Sarah Bernhardts, die die Rostandsche Fanstiüber- setzung spielen wollte, aufgegebeit sei, erwiderte Rostand: „Im Theater der Sarah Bernhardt konnte der Faust ans verschiedenen Gründen nicht gespielt werden: und dann gab ich ihn Le Bargh." Von men hängt jetzt die Anfführimg ab, von Le Bargy oder von Sarah Bernhardt? RostandS Anttvort darauf läßt das nicht JumVßre n o. Fragest^ bet 1901. - foll 0 Milglik-tt/ pynt nwhn>i eingkistL ilenswcrtc'Lc^ He für tfflnrilia 8 LerleilunaMe var-Einlagkn 1| mit 4ö;o verM'F intritte tönur > ilqen. Nack 3-i;. Bm. Ginnte />t'red)liflt.i't._ M ta, den 9. W n Maurant hiitzeuh« ver Winter 18(2/15 in Rußland. Die furchtbare Tragödie, die sich vor hundert Jahren aus den Eisfeldern Rußlands abspielte, ruft gerade in diesem Jahre großes Interesse für die Einzelheiten des russischen Winters 1812/13 hervor. Von den zahlreichen Uickersuchungen der damals herrschenden Witterungsverhältnisse erfordert besonders eine Darstellung R. Hennigsin der Zeitschrift „Das Wetter" (Red. R. Aßmann) Beachtung. Niemals sonst hat die Witterung zu einer so ungeheuren weltgeschichtlichen .Katastrophe Veranlassung gegeben, wie gerade vor hundert Jahren. Man darf sich die begleitenden Wettererscheinungen aber nicht so vorstellen, als ob während des ganzen Rückzuges der Armee die schärfste Kälte geherrscht hätte. Aus exakten Wetteraufzeichnungen geht hervor, daß der Sommer 1812 sehr heiß war, und das Heer unter der Hitze viel zu leiden hatte. Am 23. August wurden in Smolensk sogar 32,5 Grad Celsius beobachtet. Der Herbst brachte anfangs durchaus angenehmes und schönes Wetter. Zu Beginn des Rückzuges von Moskau, noch am 27. Okwber lauten alle Berichte: „Das Wetter ist herrlich, die Wege schön." Diese Wettergunit hielt bis in den November hinein an. Erst am 6. November traf das zurückziehende Heer die. erste Kältewelle. Am 9. November herrschten bereits 22 Grad Kälte. Von Witte November ab wurde es aber wieder milder, vom 19. bis 24. herrschte sogar voll ständiges Tauwetter. Aber gerade diese milde Witterung wurde jetzt verhängnisvoll. Die ohnehin schlechten russischen Landstraßen wurden grundlos und erschwerten den Rückzug; iveiterhin war der Mangel fester Eisdecken auf den Flüssen sehr hinderlich. Hätte die Kälte weiter angedauert, dann wäre der llebergang über oie dann zugefrorene Beresina ohne Schwierigkeit verlausen, ^.as Tauwetter aber zerstörte alle Eisdecken Als daml am 24. November aufs neue Frost begann, genügte die kurze Zeit bis zum Beginn des Hebergangs (25./26. November s nicht, um eine tragbare Eisdecke zustande kommen zu lassen. Die Beresina war offen, nur an den Ufern Eis. Der llebergang über die enge Brücke unter dem Kartätschen feuer des Feindes mußte nun zur Katastrophe führen. Erst jetzt fetzte eine Kälte ein, wie sie in Rußland in so früher Zeit (fror Weihnachten, nur selten vorkommt Tie Temperatur sank am 8. Dezember bis auf 35 Grad Kälte. Seit dem berüchtigten Dezember 1876 hat man in Westrußland vor Weihnachten nicht annähernd so tiefe Thermometer stände beobachtet wie im Dezember 1812. Das geht auch aus den deutschen Beobachtungen hervor. Der Dezember 1812 war in Berlin der drittkälteste Dezember in 200 Jahren (Mittel- temperatur — 7,3 Gradr Zn den letzten 80 Jahren ist kein Berliner Dezember unter 4,5 Grad Kälte gesunken,. ’iÄA., i mis“ lmF lm Theater ^he Suite, t statt t " J Uhr in adtkirche M pelle) und Otf’? lentenkarten L'Ä ienkonzertlMk.1 A Pfff. sind ini M Telephon 671, 3 Für das Kird ■ ert Heinz, ge; ß Au» Stadt und Land. Gießen, 8. Februar 1913. •* Bahnpersonalien. Versetzt wurden Bahnmeister Conrad von Oberaula nach Gießen, Eifenbahnaffistent Machwirth von Stockheim nach Elm, Eulenberg von Betzdorf (früher in Gießen), nach Frankfurt, Bahnmeister- diätar Zöller von Gießen nach Betzdorf, hessischer Re- gierungs-Asiessor Kilian von Darmstadt zur Eisenbahndirektion Hannover. Die Prüfung bestand Schaffner Ludwig Schneider in Gießen als Zugführer. Eine Belohnung erhielt Bahnwärter Pabst in Alsfeld für Abwendung einer Betriebsgefahr. ** Vortrag über Freimaurerei Man schreibt uns: lieber „Freimaurerei und religiöse Krisis der Gegenwart" wird auf Einladung der hiesigen Freimaurerloge Tr. phil. H o r n e f f e r aus München am Montag abend in der neuen Universitätsaula sprechen. Dr. vomeffer ist ein begeisternder Redner, der sein Dhema mit tiefem Emst erschöpfend behandelt, ein Mann, dessen Hostes Wissen und lebendiges Wort schon auf Tausende von Menschen einen gewaltigen Einfluß au4geübt hat. Es ist nicht daran zu zweifeln, daß Tr. vomeffer auch hier sein Publikum finden wird, um so mehr, als es auch in Gießen für viele von Interesse fein wird, aus berufenem Munde Sachliches und Tatsächliches auf diesem Gebiete zu hören. ♦♦ Vom Alldeutschen Verband wird uns geschrieben: Die politischen Verhältnisse sind durch die Erneuerung des Balkankrieges wieder bedenklicher geworden. Werden sich die Bulgaren mit der Eroberung Adrianopels begnügen, sind weitere Verwicklungen kaum zu befürchten. Sollten sie aber ihre Drohung wahrmachen wollen und die Hand auf Konstantinopel ausstrecken, so kann infolge der dann mit Sicherheit zu erwartenden Kompen- sationsfotderungen der Großmächte die Lage für Deutschland sehr ernst werden. In den kritischen Zeiten der letzten Jahre hat die Presse, die den Frieden um jeden Preis erhalten wissen möchte, viel mit dem Hinweis auf die schlimme wirtschaftliche Lage gearbeitet, die ein Krieg über Deutschland bringen würde. Eine Aufklärung über die wirtschaftliche Lage Deutschlands im Fall eines Krieges ist daher nicht unwichtig., Der hiesige Alldeutsche Verband wird Gelegenheit dazu geben in einem Vortrag, don der frühere Reichstagsabgevrdnele Amtsgerichtsrat La l tm ann-Schmalkalden am nächsten Donnerstag in Steins Garten über diesen Gegenstand halten wird. Landkreis Gießen. r. Londorf, 7. Fcbr. Heute abend erstrahlte unser Ort zum erstemnale in elektrischer Beleuchtung. Es sind etwa 80 Häuser bereits angeschlossen, eine größere Zahl wird wohl noch folgen. Kreis Alsfeld. ok. Ohmes, 7. Febr. Das vierjährige Söhnchen eines hiesigen Schlächters kletterte in einem unbewachten Augenblick auf den Rand des Wurstkessels und stürzte in die kochende Brühe. Der Junge verbrannte sich derartig, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird- Kreis Schotten. st. Schotten, 7. Febr. Auf Ersuchen des österreichischen Kreisgerichts in Neutischein wurde heute der hier in Stellung befindliche Handlungsgehilfe Karl Münster aus Mährisch-Weißkirchen, 20 Jahre alt, der wegen Betrugs steckbrieflich verfolgt wird, durch den Polizeidiener Faatz festgenommen und in das Amtsgerichtsgefängnis eingeliefert. r. Ulrichstein, 6. Febr. Gegen 2 Uhr überflog ein Flugapparat unseren Ort und verschwand mit großer Geschwindigkeit in der Richtung nach Lauterbach zu. E§ war das erste Flugzeug, das unsere Gegend aufgesucht hatte. perckm hinsichtlich der Rentabilität des Betriebs des Braunkohlen - wertes aufrecht. Es ist nur zu begrüßen, daß das im Vorjahr beschlossene Projekt der Errichtung einer Brikettfabrik von der Regierung nicht zur Ausführung gekommen ist, da damit die Rentabilität noch weiter berabgebrüctt worden wäre. Als weiterer Ersatzvoften an Gehaltsteilen soll in der Abteilung A, Grube und Preßsteinsabrik, ein Betrag veremnahml werden, wie er der Inanspruchnahme des Personals der Bergwerksdirektion rür die Vermittelung des einheitlichen Kohlen bezugs entspricht. Kreis Friedberg. x Bad-Nauheim, 7. Febr. Die heutige Sitzung der Stadtverordneten befaßte sich mit der städtischen Rechnung Tür 1911 und mit dem Voranschlag für 1913, die genehmigt wurden. Zunächst kam die Rechnung für das Berwaltungsjnhr 1911 zur Verlesung. Es haben abgeschlossen: die Rechnung des städtischen Gaswerks mit 135812,4(1 Mt. in Einnahmen und 135526,27 Mark in Ausgaben (ein Ueberschuß von 15 000 Mk. floß an die Stadtkasse ab): die Rechnung des städtischen Elektrizitätswerks mit 136 571,75 Mk. Einnahmen und 136 385,40 Mk. Ausgaben; die Rechnung des städtischen Wasserwerks mit 104 386,20 Mk. Einnahmen und 104 232,93 Mk. Ausgaben: die Rechnung des städtischen Krankenhauses mit 34 105,13 Mk. Einnahmen und 33 720,63 M. Ausgaben: die Rechnung der Stadt ibie Summe von Betriebs- und Vermögensreckrnimg) mit 896 033,63 Mk. Einnahmen und 875 721,70 Mk. Ausgaben. Sodann wurde in die Besprechung der Haushalt ungs vor - anfchläge für das Rechnungsjahr 1913 eingetreten. Zu bemerken ist dabei, daß, der Voranschlag, der voriges Jalw mit 1 007 538,99 Mk. zum erstenmal die erste Million überschritten statte, ,veiler- (nigcmacbfen ist. Es schließen für 1913 ab: Der Voranschlag des Gaswerks mit 127 821 Mk, wobei in den Ausgaben ein llcberffhnf; von 10 000 Mk., der in die Stadtkasse fließen sott, enthalten ist: der Voranschlag des E1 ek t r i z i t ä t s- w e r Ts mit 132 350 Ml : der Voranschlag des W a s se r m c r l s> mit 103 200 Mk davon entfallen auf Wasserverkauf allein 95 400 Mark : der Voranschlag des Krankenhauses mit 37 860 Mk. bei den Einnahmen ist ein Zuschuß der Stadt von 15 200 Mk. borge) eben'; der Voranschlag der E r nst Ludwig - Scstul e bet einem Zuschuß der Stadt von 28 000 Mk mit 56 380 Mk. Der Voranschlag der 2t.:?: ist zu einer recht ansehnlichen Gefam' summe angewachsen, denn er schließt mit 1 104 391 Ml ob. Größere tteberschüsse ergeben n. a außer dem bereits erwähnten Gaswerk nur: die Märkte 2600 Ml, die städtisäx-n Apotheken 10 500 Mk., Verbrauchsabgaben 10 800 Mk., die Wertzuwachs steuer 5000 Mk., die Gemeindesteuer 371 395 Mk.. die Besitz wechsel abgabe 9700 Mt , die xyimbeiteiiCT 2320 Alk., die Jagden 2193Mk., die Fcldgrundstücke 4000 Ml. die Bergütuna von der Lande- vorsid eruug^anstatt 7000 Ml Die tz.eträchllichen Ucbm'drjnc, die das Wasser und das 5lektrizitätSw«k liefern, können nich an die Stadtkasse absließen, ^da sie zu Tilgungszwecken gebrauch', werden Erheblich sind die Summen, die die Stadt für Sdmlen Straßen, Verwaltung uiw. aiinverlden muß. So sind u. o für die Stadtschule 67 940 Mk. für die Ernst-Ludwig-SchnIc 28 00 Mark, für die Gewerbeschule 450 Mk zuzuschießen, tvährend di Straßen, die Straßenbeleuchtung und das Reinigungswesen zu lammen einen Zuschuß von 68936 Mk. erfordern Für Armen pflege weiden rund >000 Mi auigewandt Die Polizei brauch einen Zuschuß von 21 670 Mk., die allgemeine Verma lttma «ne- solchen von 51400 Mk. Für Sana:anlagen sind 20 200 Ml vorgesehen, und an Provinzial und K-reisanstalten und 57 500 Ml zu zahlen. Für Kapital'insen ist ein -ins ' -ß von 21 900 Mk für Schuldentilgung ein solcher von 19 540 Mk und für dc Reservefonds ein solcher von 8000 Mk. ;u geinibren. Vermischtes. * Ein Deutscher in Petersburg verhaftet. In der Jfakskathedralc in Petersburg, die idOT loon von Brill an. tenbieben heimgefucht worden ist, wurde am (tttroocr von zwei Kirchenwächtern der Reikbsdeuttche Karl Sander hinter einem Heiligenbild schlaf e n d gerunoen. xxc Wächter zogen ihn hervor und fanden neben ihm cinci^.v) a m m e r und eine Beißzang e. Der Gedanke lag nahe, daß esaiwcr einen Juwelendiebstahl in der Kirche geplant hatte. Er rwrbc Tcnge= nommen und sagte bei seiner Vernehmung aus, daß er uch «cit kurzem mittellos in der fremden Stadl aushalte. Er habe die deutsche Botschaft um Hilfe angeben wollen, 'm) aber schließlich geschämt, dies zu tun. In feiner Berzweittung habe er dann die Jsakskathedrale als Nacktguartier autgeiucht. ~ie neben ihm gefundenen Werkzeuge gehörten ihm nicht. Zander spricht etwas russisch. Er wurde der Geheimpolizei zur näheren Untersuchung übergeben. * Eine kostspielige Ohrseige Die Einschätzung einer Shrseige hat zu allen Zeiten geschivantt: aber schwerer tarnte diese nachdrucksvolle Beleidigung kaum je in Preußen geahndet fern, als im 'Jahre des Heils 1716 in Magdeburg. Em Bericht darüber aus dem genannten Jahre besagt: „Zu Magdeburg haben sich Händel begeben, indem der Ober Empfänger und Landrentemeister Krand dem Rackhe Sckardio nach einigen schimpflichen schelt- Worten, wozu erster deniwch alle Veranlassung gethan, eine Maulschelle gegeben. Nachdem die Sache anhängig gemacket und untersuchet, ist 'der Spruch bat in ausgefallen, daß Krand dem Scstardio kniendt Abbitte thun, eine Ohrfeige wiedernmb von demselben aushalten und aus 3 Jahre nach Srandau gebracht werden, jedoch ihm frei)gegeben, jedes Jahr mit 1000 Rihlr. abzukauften, Weil deßen Chargen gar einträglich, glaubet man, er werde lieber die 3000 Rlhlr. erlogen, als fiel' aus dcrfelben possesston setzen/' Die Strafe erscheint um so härter, wenn man bedenkt, daß der Aufenthalt in Spandau keineswegs eine custodia hvueita, vielmehr eher einer Zuchthausstrafe gleich kam, oder gar noch schlimmer war als diese, da sie im Soinnstause verbüßt werden mußte. Zudem waren tausend Taler in damaliger Zeit eine sehr erhebliche Sirmme, so daß dem Herrn Landrentemeister die verabreichte Ohrfeige etwas teuer zu stehen gekommen ist. * Eine tragikomische Beleidigungsklage wird demnächst das Baniberger Schöffengericht beschäftigen. Ein Gvmnasialprofesfor hatte einem Bekannten einen Baud von Heine auf acht Tage geliehen. Es dauerte aber acht Wochen, und das Buch kam nickt zurück. Auf verschiedene Mahnbriese erhielt der Prosessor keine Antwort. Da wurde er zornig und klebte auf eine Postkarte folgenden Zeittingsausschmt!: „Ter Deutsche kauft keine Bücher, er leiht sie und gibt sie nicht mehr zurück." Jetzt ließ der Adressat den Professor zum Vermittlungsamt vorladen, und da er nicht erschien, ihnr durch einen Anwalt schreiben, er werde ihn verklagen, denn einen solcheii Vorwurf könne er sich nicht bieten lassen. Aber das Buch hat der Professor immer noch nicht zurückerhalten, denn der gute Freund hatte es einer Hausdame geliehen, und diese hat es weitergegeben. * Der „Z i ff e rb l a t tm al c r" — ein neuer Ber u f. Dio Einführung der Vieriindzwanzigstundenzählnng in Frankreich hat einen neuen Berus ins Leben gerufen, den des Zisser- blattmalers. Aus ben Straßen übt er sein Handwerk aus: er fragt die Vorübergehenden, ob ihre Uhr bereits die Vierundzwanzig- sttindenzähluug auf dem Zifferblatte enthalte und graviert dann die fehlenden zwölf Zählen auf Wunsch mit geidmiter Hand ein. 50 Centimes, das ist der Lehn, beit er für seine, wie der „Gaulois" berichtet, recht geschickte Arbeit verlangt. Er soll sich babii gut stehen, penn vorläufig hat er durchaus nicht über Arbeilsmangel zu klagen. — >Bei uns ginge das wohl auch, weil niemand merkt, daß. es mit der.Einschaltung der Ziffern allein nicht nctan ist, sondern auch eine Aenderung des Werkes nötig ist. Tie Red.) * Boshafte Frage. Herr Grünschnabel: „Na, ^Doktor, wenn Sie Sinn für etwas Schönes haben, bewundern Sie mal doch meinen Stock, Griff tadelloser Rhinozeroszahn." — „Ah, — sehr interessant, — wann haben Sie sich den denn ziehen lassen?" Markte. wleßeii, 8. Febr. Marktbericht. Auf heutigem Wocken- morkte kostete: Butter bn§ Pfimd 1,00—1.10 Vif., Hühnereier 1 Stück 9—10 1 la^ 2 Stück 00 Pia., Enteneier 1 Sttick 0—0 Big., Gänserier ]St. 00 Pi., Käse das Stück 6—8 Pfg., Käsematte 2Stück 5—6 l 1g., Tauben w Br. 0,»0—1,00 SD?f., Hühner vr. St. 1,00—1,60 Alk., Dolmen vr. Stück 1,50— 2,50 9)if., Guten vr. St 2,00-3,00 Mk^ Gänse das Pfd. 70—80 Pfg^ Scbsenfleisch vr. Pid. 92—100 Vfg., Rindfleisch vr. P'imd 90—94 Pfg., Kubfleisch 80 Pig„ Schweinefleisch in-. Tßnid ‘0—110 Pia., Kall-fleisch vr. Pid. 92—96 i-fg., Haniiiielfleisch vr. Pid. 70—90 Pfg., Kartoffeln vr. 1 <’O Kg. 5.00 bis 5.50 Alk., Weißkraut das Stück 10 bis 20 Pfg., Zwiebeln ver Ztr. 6,00—8,00 Alk., Piilch das Vifer 22 Pfg^ Siiisse 100 Stück 50—60 Psg., ver Ztr. 0—00 Mk., Birnen das Pfund 12 bi§ 15 Pfg., Aepfel der Zentner 10 bis 15 Mk. Marktzeit von 8 bis 2 ühr. ke. Frankfurt a. M., Febr. Heu- un d Slrobmarkt. Angefahren waren 14 Wagen Hei:, Woaen Stroh. Bezahlt wurde für ''C'i 3,40 Alk., Stroh iKorulana'troltt O.cx>- 0.00 Mk^ Wirrsirotz 0,00—0,00 Alk. Alles für 50 Kilo. Geschäft schienpend. Die Zufuhren waren aus den Rrencn Hanau, Friedberg und Dieburg. §pie!p!an »cs Gießener Statzttheaters. Tirektion: Hermann Steingoettct. Sonntag, den 9. Februar, nachmittags 3'/, Uhr, bei Volks- preisen (unter Mitivirkung der Kaoelle des lnesiaen Fnianterie-Regi inents Kaiser Wilhelm 91 v. 116): Kinder - Vorstellung : .Klein ‘t'änmling." Ende 1 Uhr. Abends 71/. Uhr, bei flemen Preßen (unter Dlitwirkinig der Kapelle des hies. Inf -Reeiineuls Kaiser Wilhelm 9lr. 116): »Porkellüiz Nr. 10/ Ende IO1/, Uht. Dienstag, den 11. Februar, abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (lö. Diens- taa-Aboniiement-Porslellimg)Gasisviel von Frl Riza 9 a j o r oo’ii Teulschen Theater m Berlin: »Emilia ölalotii." Emde gegen 109j Ubv. Mittwoch, den 12. Februar, abends 7 Ubr, bei ceivohn- hdicn Preisen (15. MiltwockvAbviinemend-Vorsteilung): Go'k'viel von Frl. Riza B a j o r vom Deutschen Theater in Berlin : »Niobe “ Ende 91 ? Uhr. Tonnerstaa, den 13. Februar, abends 8 Uhr 'außer Abonnement, bei erhöhten Preise», Abonnenten gegen Borweis des 5. Ermäßtannaskiivons geivöbnltdie Preise): EnmnaligeS Waftfviel des Friedrich-Wilhettnstädtüchen Schouivielhanses Berlin: Zweiter Kamniersviel--Adend: „Belinoe." (Neuheit tt Ein Lrebesstiick in Hirn Anfzögen von Herbert Eulcubeig Ende gegen 11 Uhr. Frcitaa. ^cn 14. Februar, abends 8 Ubv <16. Freitag - Abonncment-Pov- 'leäungi : .Der Retter in der 91 ot' Ende 10V? Uhr. Sonntag ^en 16. Februar, abends 8 Uhr, lei kleinen Preisen: Benefiz nir ^en Regisseur Hermann Norden: .Tie Herren Söhne.' Bolts- ftlief in 3 Akten von Oskar Walter und Leo Stein. Ende 10K Ubr. Spielplatt der vereinigten frankfurter Stadttheatet. Opernhaus. Sonntag, den 9. Febnim, nachmittags T/,4 Uhr: .Der Grgi von Luxemburg" Abends 7 Uhr: „Ariadne auf NaroS." Plan tig, den 10. Februar, abends ' ,8 Uhr: .Der liebe Aiignüiu." Tiens tag, den 11. Februar : .Ter Rosenkavalier." l'littrood), de > -'ebrunr, abends 1 .8 Uht: .Der Zigennerbaron." Donnerstag 'en 13. Februar, abends 6 Ubr; .Tie Meilierkinger von Nurn crgck Freitag, den 14. Februar: .Ariadne auf Naxos." Samstag, den 15. Februar .Tic verkam'te Brant." Sonittaa, den 16. 'Febr lachmittags ' 4 Uhr: „Ali Wien.- 'Abends 7 Uhr: .Ter fliegende olläuder.- l'iontag, den 17. Febr. abends Uhr: „Caval ci '.sti ana- Hierauf: .Ter Bchazzock Dienstag, den 18. Februar Tev ferne Klang.' Thtttoocb, den 19. Februar, abends 1 i Uhr icr liebe Augnstm." Schauspielhaus. Sonntag, den 9. Febr., n 'xi mittags ' ,4 Uhr: .Tie Hochzeit de Ao«rt." AbendS 7 Ute: »Püppchen.' S'lontag, den 10. Febr. > Graf Pevi.E Vorher: .Wann wir allem.' Tiersiag dcn 111 Februar: .Ein idealer Gatte.' MMiooch, den 12. ck-bnmr nachmittags ' ,8 Uhr: »Wilbelm Tellck Abends 7 Uhr: .Graf -Lemck Vorher: .Wann wir altern." Tomierstag, den 13. Februar, ibendS Uhr: .Puovchen.' Freitag, den 14. Februar, abends ^'8 Uhr: .Puppchenck Samstag, den 15. Februar: .Romeo und 3tilta.' Sonntag, den 16. Februar, nachmittags */,4 Ubr: .TaS Nörchen vom Wob." Abends 7 Uhr: .Romeo imb Julin." Mon- tng, den 17. Februar: .Puvvchenck Tienstaa, den 18. Februar: Graf Pevi “ Vorher : .Wann wir altem." Mittwoch, den 19. Febr., nachmittags 1 3 Uhr: „Wilhelm Dell." Abends 7 Uhr: Die Zarin". *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends nm 7 Uhr. 4. Febr. 1913, 12 l hr nactits rur dringende Fälle ist am ^onntÄjf» üeo sich er anzntreffen: Zahnarzt Seltersn-es 77. Die nach- 1 aptIo 'ind am Sonntag, 9. behenden nül Zilü von 1, Unr rmtta»- bis nur für dringende Fälle steh -r anziitreffen: Dr. Richtor, Frankfurter Strasse !>r. Schäffer. Ploc-stras-e 9 Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 9. Fe b rn a r, I n v o k a v i t. Kollekte -um Besten des Kirchbaues in der evangelischen Gemeinde Rinderbiiaen. Gottesdienst. In der Stadttirche. Vormittags 91/.. Uhr: Vrofefior D. Schi an. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Schwabe. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgememde. Psgrrer Schwab« Alands 6 Ulw: Wtwc D. Schlosser. Diontag, den 10. Februar, abends 8 Uhr: Vereinigimg der fonfirmteiicn fMläbchcn der Mattlstiiisgetneinde. Mittwoch, den 12. Februar, abenos 6 Uhr: 2. Passionsandacht. Pfarrer Schwade In der Zohanneskirche. Vormittags 97. Uhr: Piarrasinkcnt Hoff m a n n. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die ^iikasgemeinde. P'arrajsistent Hoffmann. Abends 6 Uhr: Pfarrer Ausfeld. ?lbeiids 7'/. Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukäsaenieiiide. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibekbesprechtmg im Johminessaal. Vortrag von Pastor Klose. Freitag, den 14. Februar, nachmittags 5 Ubr, im JolwnneS- saal: Veisammlmig der beiden FrauenmisnoiiSvevkine und dU -ctneindeü.auenvereiiie. Vortrag von Frau Tr. L i« bendörset aus Stuttgart über die Alifgaben der ärzilichen Misüon. Ülbeiids 1 ,6-7.8 Uhr: Vereinigung der hmfinnievten n>eib- liehen Fugend der Johannesgememde. Nächükün'tigcn Sonntag, den 16. Februar, fiiidet Beichte und heiliges '2lbcnbmabl für die Lukas- und Iohannesgenicinde gemein» Itmr statt. Amneldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Ter Wartburg - Verein (Wetzsteinstraße 38) veranstaltet jeden Sonntagabend einen Vortrag, jeden Dienstagabend eine Bibelstimde, jeden Pllttwoclwbend eine Tnrnstlmdc und jeden Donnerstagabend einen Lese- und Spielabend. Tas B i b e l k r ä u z ch e n für Sch ü I er h ö Here r L ein- a n ft n 11 c n findet ftott im Johannessaal, und zwar jeden Mitt- ivoch nm 5 Uhr für die jüngere Abteilung, jeden Samstag um 6 Uhc für die ältere 9lbteilung. Das Bibelkränzchen für S ch ü l c r i n n en höherer Lehranstalten ans der Johamiesgemeinde jeden Tienstag um 6 Uhr im Johannessaal. Evangelischer Gottesdienst. Mainzlar: Somttaa, den 9. Februar, vormittags IQ. Pfarrassistent Klingel. Aalholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den 8. Februar: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gekegenhelt zur heil. Beicht. Sonntag, den 9. Februar, l.Fasten-Sonntag: Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. „ um 7 Uhr: Tie eilte hl. Messe. „ um 8 Uhr : Austeilung der hl. Kommunion. „ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: Heil. Metze mit Predigt. Nachmittggs um 59, Uht: Ebrifienlehre, dciraufPassionSandachi. Tienslag und Freitag, abends um 67, Uhr, ist Faftcnandacht. In Grün berg um 9V, Uhr: Hl Messe mit Predigt. In Huugcn um 9", Uhr: Hl Messe mit Predigt. SalemGold Dir dirsj tn Ronattu tangen häbe von t |merbeid)u[( bic Prüsuno itlbung zu xrtrag vorzi ließen, bei ta Bli fü Dipe i. A« ES wir emchieicn( «iiiühmc Aevchriiwi i."" Ml (■ ein ü°n übi Herzogi. Z" fjo' 2^^. 8, M UM Schul.u Gewhse Ausfühj lO°0 Rabatt Schuhhaus L. Bernhardt, Giessen Telephon 435. 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Privat- Tanzunterricht erteilt zu jeder Tageszeit Th.Bäulke, Tanzlehrer, Wolfstratre 9. <010269 Private Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit KarlSchmidt,Tanzlehrer Wetzsteingasse 31. [187 _.aiflXie Paket 15 Pfennig , : ■■ : ■ /.'-'v-J Gesetzliche Uellen-WsuM Die diesjährigen Gesellenprüfungen finden in den Monaten April und Mai statt. Die Anmel- bungeu haben am Sonntag, den 9. Februar d. F., von vormittags 872 bis 11 Nhr, in der Gewerbeschule — Zimmer Nr. 1 — zu erfolgen. Die Prüfungsgebühr von 5 Mk. ist bei der Anmeldung zu' entrichten und gleichzeitig der Lehrvertrag vorzulegen. Gießen, am 16. Januar 1913. Der Prüfungsausschuß des Ortsgewerbevereins Gießen. Schramm, Vorsitzender.D18/, " >». star®- o Sägewerk Heuchelheim (Sandweg 24), am 8. Februar 1913. 0978 errichtet habe. Ganz besonders mache ich aufmerksam auf meine Horizontalgatter st™mg- Indem ich prompte und reelle Erledigung aller mir erteilten Aufträge zusichere, zeichne Geschäfts - Eröffnung. Allen Interessenten zur gefl. Kenntnis, dass ich dahier ein mit den modernsten Maschinen ausgestattetes Hochachtungsvol 1 Ludwig Kröck III ^Krotz der enormen Verbreitung von Persil gibt es noch manche Hausfrauen, die noch immer nicht die hervorragenden Eigenschaften dieses modernen selbsttätigen Waschmittels voll auszunutzen verstehen. Halten Sie sich an nachstehende bewährte Gebrauchs-Anweisung und Sie werden sofort sehen, wie mühelos, einfach, schnell und billig bei absoluter Unschädlichkeit für das Gewebe mit Persil zu waschen ist Gebrauchs-Anweisung: A. Für Weisswäsche. Man löst Persil in kaltem oder lauwarmem Wasser durch Umrühren im Kessel auf; dann die Wäsche sofort hinein tun, zum Kochen bringen und nur einmal */z—•/, Stunde unter zeitweiligem Umrühren am Kochen halten. Nach dem Kochen lässt man die Wäsche einige Zeit in der Lauge stehen und spült sie dann in klarem, möglichst in warmem Wasser sorgfältig aus. Jede Zutat von Seife, Seifenpulver oder anderen Waachmitteln ist unbedingt zu vermeiden, da diese die selbsttätige Wirkung von Persil nur beeinträchtigen und dessen Gebrauch unnütz verteuern. (Nur bei sehr schmutziger Wäsche empfiehlt sich vorheriges Einweichen in Henkel's Bleich-Soda.) Docutf-ai« Alle Schmutz-, Staub-, Schweiss-, Fett-, Kakao-, I\C2>UlL . 3nt Rei "'"gen ui 2°'°b er f wtunggfteKei Schwarze Seidenstoffe in grosser Auswahl. Anzugstoffe Farben und Preislagen Fertige Anzüge 1- u. 2-reihige Fassons in schwarz, blau und modernen Mustern. Oberhemden, Kragen, Manschellen, Krawatten eit. 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