Montag, 7. Zuli (913 163. Zahrgang Erstes Blatt Die heutige Nummer umfaht 12 Seilen. e s Ma 5? 9 iV die einen einigermaßen einwandsfreien Vergleich mit Preußen Massen. Für eine Anzahl Stellen war ein Vergleich wegen der andersartigen Organisation überhaupt nicht möglich, wie z. B. bei den höheren und mittleren Beamten der Zentralstellen. Preußen besitzt, wie viele andere Bundesstaaten, neben den Ministerien Mittel- (Direktiv-, Kollegial-) Behörden, wie die Regierungen, Oberpräsidien, Direktion für die Verwaltung der direkten Steuern, Ober- zolldirettionen, Eisenbahndirektionen usw., deren Aufgaben in Hessen entweder den unteren Instanzen oder neben den Aufgaben der Zentralverwaltung den Ministerien und ihren Abteilungen zufallen. Darnach wäre z. B. ein hessischer Ministerialrat und Vorsitzender einer Abteilung einerseits mit dem Vorsitzenden einer solchen preußischen Mittelstelle und einem Ministerialdirektor, anderseits mit einem Vortragenden Rat in einem preußischen Ministerium zu vergleichen: ein hessischer Vortragender Rat einerseits mit einem preußischen Vortragenden Rat in einem Ministerium, anderseits mit dem Mitglied einer K'ollegial-Mittclstelle; ein hessischer mittlerer Beamter an den Ministerien einerseits mit preußischen Beamten an den Ministerien, anderseits mit solchen an Mittelsteren usw. Die hessischen Ge- k altssätze tragen diesen Unterschieden Rechnung, indem sie nieder bei den mittleren, noch den höheren Beamten in den Zentralen regelweise nur entfernt an diejenigen heran- tommen, welche in Preußen cm die Ministerialbeamten gezahlt werden. Nr. 156 Der Eichener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wörtienllich Gietzen-rFamilitnblcitter; zweimal wöcheritl.Akelr- blutt für den Kreis Sichen (Dienstag und Frei lag); zweimal monarl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernfprech - Anfchliisse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse Mr Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzrigen für die Togesnununer bis vorrnitlags 9 Uhr. erreicht. Von besonderem Interesse sind in der einleitenden Betrachtung zu der Vorlage die Angaben über den Mehrbedarf, der für .Hessen durch eine Ueber- tragung der preußischen Gehaltssätze auf die hessischen Dar Leuchten unserer Glühwürmchen. Wer hat nicht schon an warmen Sommerabenden die zarten grünlichweißen Lichtpünkichen beobachtet, die am Wegrand aus Gras.und Gebüsch hervorleuchten oder auch wie feine ,^-cuer- funken durch die laue Luft stiegen! Wenn wir eins dieser Leucht- pnnktck)sn mit der Hand erl-aschen, daun haben wir ein tleirns, läum Zentimeter langes, wurmartiges Tierchen vor uns, auf denen Unterseite die drei letzten Leibesringe das milde Licht ausstrahlcn; es ist ein Glühwürmchen, das auch den Namen Johannistäfer führt Von dem lleinen Käfer besitzt sowohl Has gestugttte Männchen wie das flügellose Weibchen und die Larve die Leuchtkraft, die schon in den frühesten Zeiten die Au) merk, am leit der Forscher auf sich gelenkt und die verschiedensten Deutungen gefunden hat. Aber bis in die neueste Zeit hinein war die Ursache dieser seltsamen Naturerscheinung vollständig unbekannt geblieben: man nahm aber an, daß eine ganz langsame Verbrennung, also eine Orhdation mit dem Sauerstoff der Lust stattsande. ^icw Annahme wurde dann längere Zeit wieder angezweifelt, da sich zeigte, daß die Käfer auch in Kvchlenoxydgas leuchten. Neuerdings sind aber weitgehende Forschungen angestellt worden, besonders von dem Zoologen Weithaucr, die eine Oxhdation außer Frage stellen und uns auch endlich den Grund und den Ursprung des seltsamen Phänomens aufgedeckt haben. Tic frühere Annahme, daß der Johanniskäfer das Leuchten oder Nichtlcuchten völlig in seiner Otauolt habe, ist hinfällig geworden, denn wenn man eine Anzahl Käfer in eine gutschlietzende GlaSspritze tut, dann leuchten sie bei jedem Zustoßen des Kolbens aus, irährend das Licht beim Ausziehen des Kolbens erlischt. Im ersten Fall wird die Lust im Kolben verdichtet, also den Leucht- organen viel Salierstoff zugeführt, das Leuchten wird daher intensiver, im zweiten Fall wird es schwächer, da die Luft verdünnt wird. Wenn die Käfer also bald aufleuchten und bald dunkel erscheinen, dann l>aben sie diesen Wechsel erzeugt durch das Oeffnen oder Schließen der feinen Luftröhrchen, die den leuchtenden Or ganen die Luft zuführen. Es kommt beim Leuchten ohne Zweifel eine Oxvdation zustande, was auch dadurch bewiesen wird, daß Käser, die in Wasserstoffsuperoxvd gebracht wurden, sehr stark austeuchtelen, weil diese Flüssigkeit sehr leicht Sauerstoff abgibt. Die Eigenschaft des Leuchtens ist von dem Willen des Käfers somit völlig unabhängig, denn tote Körper leuchten auch, und wenn man die Leuchtmasse einer Anzahl Käfer sammmelt und eintrocknen läßt, dann länn man sie nach langer Zeit durch Anfeuchter wieder zum Leuchten bringen. Das Leuchten ist eine rein chemische Reaktion, zu welcher der Körper deS Käfers die notwendigen Zutaten liefert. Auf Grund dieser Festflellungen gelang es nun den Forschern, den Ursprung des Leuchtens austudecken. Wenn der Körper die zum Leuchten nötigen Stoße gibt, dann muß er sie not- wendigcrweise mit feiner Nahrung austwhmen, sie müssen also in B e i n q o y r .• monatlich 75PH, vierteljährlich Alt. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— vieriel- sährl. ausfchl. Bestellg. Zeilenvreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Pfennig. Ehcsredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuille- ton". „Vermischtes" und „Gerichtssaal": K. Neurath; für „Stadt und Land": E.Öeß; für den Anzeigenteil: H. Beck. — Der Grottenolm. Zu den sonderbarsten Bewohnern unterirdischer Wasserläufe gehört ohne Zweifel der Grottenolm oder Proteus. Diese Amphibie wurde im Jahre 1797 vom Forscher Löwengreif in der Adelsberger Poik entdeckt und gab den Naturforschern manches Rätsel -um Lösen. Er gehört zu den Schwauzlurchen, ist also ein entfernter Verwandter unseres gewölmlickum Teichmolches, aber wie verschieden ist er von dem lichtbewohnenden Vetter! Veränderte Lebensbedingungen haben ihn völlig umgestaltet, und das erste Opfer der Anpassung war der Ver-icht auf das Sehvermögen, das in der gänzlichen Finsternis 'keinen Zweck hätte: zwar sind die Augen noch vorl)anden, doch liegen sie bereits unter der Körperhaut, so daß sie. wohl noch einen Lichtreiz empfinden, jedoch kein Bild au>>cr Netzhaut mehr bervor- bringen können. Weiter mußte der Olm auf seine Hautfarbe verzichten: die Dunkelheit hat ihn entfärbt imb lernen Selb mit durchscheinend gemacht. Die Füßchen sind so verkümmert, daß sie die Last des Tieres nicht mehr tragen, nur schwimmend btnpegt sich dieser'Bürger der Unterwelt, dessen sonderbaren Habitus die stark verästelten rosaroten Kiemenbüschel vervollständigen Ein lange ungelöstes Rätsel bildete die Bermehrungsweise des Grotten- vlms, Ins es endlich der biologischen Station in Ben gelang, diesen Vorgang aufKuhelleu. Befinden sich die ^iere m etnerjt Wasser unter einer Temperatur von 15 Grad E., daun bring« das Weibchen normal entwickelte Junge zur Welt, steigt die Wassertemperatur aber über dieses Maß, dann jetzt c» vier no« aus denen fußlvse Emjbrhonen ans schlüpfen^ Der VesoMngstarif und die preußische GehMssiale. Die Regierung ist dem Ersuchen der beiden Stände- 'Tammem, alsbald den „Entwurf eines Besoldungstarifs vorzulegen, der sich möglichst an die bestehenden preußischen Gehaltssätze anschließt (ausschließlich Wohnungsgeld) ohne diese Sätze zu überschreiten", nachgekommen und die Vorlage hat auch, wie schon kurz berichtet wurde, in der letzten Sitzung des Finanzausschusses Zweiter Kammer bereits mit als Beratungsmaterial gedient. Der Antrag, der im verflossenen Frühjahr von den Abg. Brauer, v. Brentano und Genossen eingebracht wurde, hatte damals mancherlei Bedenken und Mißbehagen unter der Beamtenwelt hervorgerufen, weil man befürchtete, daß damit das endliche Zustandekommen der hessischen Besoldungsreform abermals weiter verzögert norden würde. Eine Beruhigung trat erst ein, als sowohl die Regierung, wie der Finanzausschuß die Erklärung abgegeben hatten, daß die lediglich als Material gewünschte Vorlage auf den Fortgang der Beratungen 'über ine Besoldungsordnung keinerlei hemmenden Einfluß ausüben würde. Es wurde von der Regierung ohnedies daran erinnert, daß sie ja bereits in der umfangreichen Denkschrift zur Besoldungsreform vom 1. Juli 1909 und in der am 7. Dezember 1912 vorgelegten Besoldungsord-- nung selber eingehende Vergleiche der hessischen Gehaltsund Wohnungsgeldsätze mit denen der anderen Staaten, darunter auch Preußen, geliefert habe. Zu der jetzigen. Vorlage bemerkt die Regierung, daß sie den Antrag Braun und Genossen zunächst nur als Wunsch aufgefaßt habe, im einzelnen das Material für den Vergleich der hessischen mit den preußischen Gehaltssätzen zu erhalten. Die Ge- • Haltssätze ohne Wohnungsgeld zu geben, wie es der Antrag wollte, erschien aber der Regierung nicht angebracht, da der Vergleich alsdann unvollständig gewesen sein würde. >Erst GeMtssätze und Wohirungsgeld zusammen böten ein zutreffendes Bild von den gesamten Dienstbezügen der Beamten in Hessen und Preußen. Tie Regierung hat daher der Nebersicht in zwei Spalten die preußischen bezw. Reichssätze für rSohnungsgelder denen gegenübergestellt, welche ' in der jetzigen Besoldungsvorlage für Liessen vorgeschlagen sind, wobei die Ortsklassen der preußischen (und Reichs-) Einteilung ausgenommen wurden, die für Hessen in Betracht kommen, nämlich Klasse B bis E. Klasse B enthält die hessischen Städte Mainz und Osfenbach, Klasse C die Städte Darmstadt, Worms, Gießen, Bingen, Friedberg und Bad- Nauheim; diese Städte sind sämtlich in der für .Hessen vorgeschlagenen Ortsklasse I vereinigt. Ein Vergleich >der Beamtenbezüge in Preußenarnd Hessen wird nun besonders dadurch erschwert, daß in den beiden Staaten die'Behördenorganisation, die Grundsätze über Vorbildung, die Anstellungs- und Beförderungsverhältnisse, die Amtsbezeichnungen, sowie Art, Umfang und Grenzen der Dienstaufgaben vielfach und stark voneinander abweichen, .und die von der Regierung gegebenen Vergleiche nur unter Beachtung der durch die Größe der Staaten, der Behorden- organisation re. zu betrachten sind. Von den etwa BbOO Hejfischen Beamten sind überhaupt nur rund 2600 vorhanden, >re Jesuit". Bon tot uit", bat der Verlag von eine Volksausgabe in zwei tat weitere Meise, für die M, dieses Ach des Brich eine Kenntnis verschaffen, fremd ist Vas hoensttoech r ihm niemand der Oeffenb Sage Mir, des ifi )o inttP t langen biefti Sudi fielt die sich als W'tnteiteit nd kritischen Darlegungen, .Üonrg Md üljtm m bas « * mb W**1*®' t ttni-.t iiba trat "MW unb ,mc ® Sommetirijiieit. * Ä»' 1913 jws in tarn ra.JUtat anwejend. Im '1912- 2098), darunter 2a neu eingerichtete W, es fanden bis jetzt ftkurort Ladis bei 'n 'ihmlien der Alvenlvett. ot W aufvtzen- Meeresspiegel romantisch artiM Gebirgsvamrama, ch'lteu, die icom Bejucljer cn 'Zerglust, seinem milden seiner Abgelegenheit und llu»ge;ächneten Birkungen lschc Bergdorf eine herrliche irt. Ta? reizende, gemüt- cicm bei billigen Preisen Jllusttierte Prospekte sind yil kostenlos ernstlich. General-Anzerger für Gderheßen RotatkonrdruS und Verlag der VrShl'schen llniv.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expeditton und Druckerei: Zchulstratze 7. Geschaflssteüe Büdingen, Bahnhofstraße 16a. Die unmittelbaren Gehaltsvergl-eiche zeigen im allgemeinen, wie . die Regierungsvorlage konstatiert, daß die Gehaltssätze bei den unteren Beamten im ganzen und im Mittel denen in Preußen gleichst e h e n , sie in den Anfangsbezügen mehrfach sogar übertreffen. Die Sätze der mittleren Beamten stehen, namentlich in den Durchgangsstell'en, denen in Preußen im ganzen gleich; in der typischen Volltlafse bleibt der Endgehalt um 100 Mk. hinter dem preußischen zurück. Der Endgehalt der a l a d e m i s ch e n B e a m t e n ist in Preußen um 700 Mk. höher als in Hessen, unb in den höheren Stellen wird der Vergleich für Hessen noch weit ungünstiger. Es wird aber ausdrücklich betont, daß sich diese Vergleiche und Feststellungen nur auf d i e Gehaltssätze selbst beziehen. Auf die großen Unterschiede in der AnstellungS-- möglichleit, der Anrechnung non BespldungZ- und pensions- fähiger. Dienstzeit war im ZÜsänkmenlMng mit dem Besol- dungs l a r i f nicht einzugehen., Durch diese Unterschiede müssen die hessischen Beamten in ihrem gesamten Dienst- cintommen, den Pensionen und Hinterbliebenenbezügen ganz erheblich hinter Preußen zurückstehen. Bei dem Woh- nuugsgeld zeigt sich in Preußen zunächst eine noch stärkere Differenzierung. Tie städtischen Wohnungsgeldsatze sind in Preußen höher als in Hessen, diejenigen in den ländlichen Ortsklassen dagegen bedeutend niedriger. Die Ursache hierfür liegt darin, daß das Wohnungsgeld in Preußen und im Reich durchweg drei Vierteile des tatsächlichen durchschnittlichen Wohnungsaufwands betragen soll, in Hessen dagegen soviel- nur in den Städten, während es auf dem Lande nahezu den vollen Wöhnungsaufwand 2anb"i.$.: S.«eurat6. Pearntei' erforderlich sein würde. In der Denkschrift vom Jahre 1909 wurde dieser Mehrbedarf auf zirka 1369 000 Mk. berechnet, doch sind genaue Zahlen bei der teilweisen Unmöglichkeit eines Vergleichs nicht genau anzugeben.In ber jetzigen Besoldungsvorlage wurde der reguläre Mehraufwand an Gehalt auf 942 300 Mk. und der Aufwand zur Beseitigung von Unstimmigkeiten auf 236 200 Mk., zusammen auf 1 179 700 Mk., bezw. auf 1 569 000 Mk., berechnet. Die 1171 hessischen Unter beamten, von denen etwa 3/4 mit Preußen vergleichbar sind, würden nach den preußischen Sätzen eine Schlechterstellung von rund 132 000 Mk. erfahren, d.i. pro Kopf 110 bis 120 Mk. Bei den mittleren Beamten zweiter Kategorie (Klasse 18 bis 37) würde sich nach den preußischen Sätzen für Hessen ein Minderaufwand von rund 49 000 Mk. ergeben, d. i. prv Kopf rund 200 Mk.; bei den mittleren Beamten (Klasse 38 bis 57) sowie bei den höheren akademischen Beamten, die sich aber wegen der schon angedeuteten Unterschiede (Stellen der Zentralbehörden usw.) ist eine Berechnung des erforderlichen Mehrbedarfs nicht möglich. Es würde sich aber für die Beamten der Zentralverwaltung und für die höheren Beamten allgemein ein recht erheblicher Mehraufwand ergeben, da die Gehaltssätze zum Teil weit hinter den preußischen zurückbleiben: besonders bei den höheren Beamten ist der Abstand noch weit größer, als bei den akademischen Lokalbeamten. Für die akademischen - o - kalbeamten Hessens, im ganzen 999, von denen fast 900 unmittelbar mit Preußen vergleichbar sind, wurden die preußischen Gehaltssätze einen Mehraufwand, d.h. eine Verbesserung von rund 293 000 Mk. herbeiführen, d. i. fasi 300 Mk. pro Kopf im Durchschnitt, was durch den um 700 Mk. höheren, preußischen Endgehalt bedingt ist. bezüglich des W o h n u u g s g e l d e s berechnet die Vorlage, daß" nach den preußischen Sätzen gegenüber beit Vorschlägen der Regierungsvorlage ein weiterer Mehrbedarf von etwa 180 0Ö0 Mk. entstehen würde, wobei die ländlichen Ortsklassen stark herabgesetzt, die städtischen Orte dagegen, insbesondere die Beamten der größeren Städte stark verbessert werden würden gegenüber den Vorschlägen der Regierungsvorlage. Bei der liebertragung der preußischen Gehalts- und Wohnungsgeldfätze insgesamt auf bic hessischen Beamten würde ein Mehraufwand von etwas über 300 000 Mk. gegenüber der Vorlage erforderlich fein. Dabei würden sich allgemein die Unterbeamten und Mittelbeamten zweiter Ordnung erheblich verschlechtern, die akademischen Beamten dagegen, sowie die Beamten der Zentralbehörden, mittlere sowohl wie insbesondere höhere, wesentlich verbessern. Die Verbesserung würde namentlich den Beamteii in den größeren Städten zugute fommeit, während sich die ländlichen Beamten gegenüber den Vorschlägen der Vorlage starr benachteiligt sehen müßten. — Ob nach diesen amtlicheii Feststellungen — die sich, wie m der Vorlage zum Schluß noch ausdrücklich betont wird, nur auf den unmittelbaren Vergleich der ziffernmäßigen Bezüge, nicht auf die beträchtlich ungünstigeren hessischen Vorfchrlf- ten über Besoldungs- und pensionsfähige Dienstzeit beziehen — sich die Antragsteller sehr für die Einsührung der preußischen Sätze erwärmen werden, kann wohl recht fraglich erscheinen! tot» Uten. ..eyicn ent« ber ®f®h' ‘“totin Lb'toeii, »titeren für bin Ä “1:560* to Htfi am 31 < " 1911 sontm 1 „bctni9 bemnadi 75000 3™9e" Mit sich 7s fegte: ihr enthalten fein. Da nun die Johanniskäfer sich vorMgs- weise von verwesenden pflauzlick-en mtb tterlichen Resten ernälyren, die wir mit dem .Namen Humus bezeichnen, so muß, die Leuckst- sudstanz im Humus des Bodens enthalten fein. 65, wurden Versuche in dieser Richtung gemacht: eine wässerige Lofung von Humus wurde mit Wassersboffsuperoxud zusammengebracht, und siehe da, es entstand ein deutliches Lenchnm. Diese Entdeckung war von der größten Wichtigkeit, denn sie gab einen Außchluß über die so rätselhafte Erscheinung des Leuchtens bei manchen Tieren. Es ist wohl Kweifellos, daß das Leuchten der Glühwürmchen den Tieren als Nttttel dient, sich gegenseitig zu finden, aber entstanden und hervorgegangen ist die Leuchtkraft ans der Nahrung, die ganz ohne Zutun des Käsers die Eigenschaft des Leuchtens in sich birgt. Wir dürfen daher das Leuchten old Mittel der Annäherung nickst zu hoch anschlagen, beim auch die Larven leucksten, und bei denen ist ja ein sich gegenseitiges Finden zwecklos: dicses kann bei den Männchen und Weibchen wohl eine Folge, aber niemals die Ursache des Leuchtens gewesen sein Die Käser sttah- len das Licht nicht aus, um sich finden zu können, sondern sie finden sich, weil sie infolge ihrer Nahrung Licht ausstrahlen. ä S 5 Z Die Wiederbelebung einer menschlichen Herzens nnch dem Code. Der Pariser Arzt Dr. Bouchon hat jüngst an der Leiche eines durch einen Unfall Getöteten einen Vmuch gemacht, ben^nian nicht anders, als „Wiederbelebung «eines Herzens nach dem ^obc bezeichnen kann. Er mirb darüber demnächst in bei Pariser Akademie der Medizin unb aus dem nächsten internationalen 'Chirurqenkongresse in London berichten, hat aber dem medizinischen Mtarociter des „Standard" Einblick rn seine MaimskiiPte gestattet, unb so wird bereits ^olgenbes über den merkwurbig-i 01 \,Unmittefbar nach einem Aiitomobilunfalle " so lauten Dr. Bouck>ons Aufzeichnungen, „würbe mein arztftcher Beistand an- gerusen. Ich sah sogleich, bar, ber Ueberlahrene cmgmblicklich -getötet worben war. Trotz meiner lr^r.^gcn,<^>a^ ^riL los tot sei, bestanden bic Freunde des Getoteton darauf, ich solle einen Wiederbelebungsversuch machen, und o wwitt ich zey'i ^Minuten nach dem letzteii Atemzuge des Totm Meine Diagnose lautete auf Ruptur d^ Herzens, ich offi ete dah^ den Brustkasten unb lyatte in oO Sekunden da-- Herz rr; 9c .eg . Der Herzbeutel war mit einer großen Menge Blutes angewllt die Innenseite des linken Ventrikels zeigte eine WuKo von sechs bis sieben Zentimeterii Länge. Nach Anlegung dn Naht wenbtte ich meine Methode der Herzwiederbelebung »n- des Herzens wurden mit einer besonderen, organischen Alufimfat angefüllt, ich führte schnell den Luftrohrenschnitt mi-' ... - Sauerstoff durch bic Luftröhre ein, wahrend ^n^iftent Tunft liebe Atmung einleitete. Tann lwgann ich bas Hey^rhythmisch zu massieren' unb nach etwa einer Minute war beutlich zu ,epn, -bar, J TE- mi.d-rb^mE hatte. 3u meiner eigenen Uebeveaschung setzte e» abie 4>enMjunq to t Hierauf wurde ber Pulslchlag,^eber sutzkbar, und naclr.rn ich die Bnuftw.intn' geschlosten Iratte, '^e da- L^z 3b bmburd) seine Tätigkeit fort, ixi kam es motzlich zum UtilUtanö ireb Sie Somifrangen, die 'Serocgimg ton neuem su ^ie Aittvpfte ergab, baß die unteren waren, aufierbent waren Serrrifmingen ber Mto E !§?r Md der Därme »or^nbm, ItonmS h-rvdrgulg, das7 die Btoleimimen des Taten anntoarbentlid, fdnwrcr Mrt nmen W-tte d°qeyen nnr das £>=® — eMm durch einen Tolchsttch - totleyattoefen und der Tod loflfad) baratr emgetreten, so fiätte rtoine Methode der Wiederbelebung des Segens unter ZnUa^D,din-nmgen vielleicht das Leben noch verlängern kMnen Mit dies nichts als eine Äiwbthese. Sicherlich ledoel» btt Ä; Lll irom «M-nsckvftlicben Sttmdvnnkt oirLlch..iltch dchrmi-tl-lchoMEgetrete-i. df- * L-i-i» t Bäcker W9 i £‘>nbrolT ' ,6 W . (Crtfcb1^' l gcborckle Wharwe - iianut V ^28.' ISS 4. , L in i üeb. Pimmel iV I J g ; Pew. Himmel । jo ! Regen Ein weiterer bulgarischer Erfolg. Die Wiener „Neue Freie Presse" erfährt von besonderer Seite aus Sofia: Nach den hier eingetrofsencn Privatnachrichten vom Kriegsschauplätze errangen die B u l a a r c n bei Koeplülü einen großen Erfolg. Der südliche Flügel des serbischen Zentrums ist vollständig eingedrückt worden. Dieser Erfolg ist auf das Eingreifen der bulgarischen Armeegruppe, die ursprünglich gegen die Griechen gerichtet war und in Gewaltmärschen gegen Koeplülü vorrückte, zurückzuführen. Serbisch-bulgarische Kämpfe bei Kotschana. Zwischen Kratowa und Kotschana ist es neuerlich zu weiteren, sehr heftigen Kämpfen gekommen. Die Ser- Ve n griffen in der Nacht zum Donnerstag aus Freitag au, wurden jedoch durch einen Bajonettangriff zurück- geschlagen. Es handelt sich bei diesen Kämpfen um die serbische M o r a w a - D i v i s i o n , die nun vollkom- men zerniert ist. Der Kampf bei Kotschana dauert fort, infolge der serbischen Versuche, die Morawa- Division aus der Umklammerung zu befreien. Bulgarischer Einmarsch in Serbien. Sofia, 6. Juli. Nachdem die Serben vor einigen Tagen mit starken Kräften in bulgarisches Gebiet eingedrungen ivaren, erhielt die bulgarische Armee den Befehl, ihrerseits die G r e n z c z u ü b c r s ch r e i t e n , daher griff sie gestern den Sveti Nikola-Paß an, schlug sechs serbische Bataillone in die Flucht und verfolgte sic, wobei sechs Kanonen erobert wurden. Der Streif in Transvaal ist beigelegt Johannesburg, 5. Juli. Die Verhandlungen, die General Botha, General S m o o t b und Sir George F a r r a r mit den Führern der Ausständigen heute nachmittag geführt haben, sind zu einem erfolgreichen Abschluß gelangt. Die Führer der Ausständigen haben den vorgeschlagcnen Bedingungen zugesttmmt. Ter Streik ist für beendet erklärt worden. Die Bedingungen, unter denen der Streik beendet werden soll, schreiben vor, daß die Ausständigen nach ihren Wohnorten zurückkehren und die Ruhestörungen ein Ende nehmen. Die Ausständigen in Kleinfontcin sollen wieder angestcllt werden, -rie Regierung gewährt den Arbeitswilligen eine Entschädiming. An 1, die Ausständigen auf anderen Gruben sollen zur Mbeit, zurückkehren: sie sind anzustellen, sobald der Betrieb in den Gruben wieder ausgenommen wird. Ten Vertretern der Arbeiter Meldungen über griechische Siege. Athen, 5. Juli. Wie aus dem .Hauptquartier gemeldet ' wird, wird dort die Schlacht bei Kilkitsch als eine t h e rvorragende Waffentat -angesehen. Tic Bulgaren , zählten vier vollständige Divisionen, darunter die (>., 11. ’ iuid 13. und eine Brigade der 10. Division. Die Stellung bei Kiltitsch war von einer 24 Bataillone starken Division, einer Brigade und einem Freiwilliaenkorps besetzt; die natürlich starken Stellungen des Feinoes ivareu durch Verschanzungen verstärkt und stellenweise von schwerer Artillerie armiert. Die griechischen Pioniere mußten überall Wege herstellen, um der Artillerie den Vormarsch zu ermöglichen. — Gcneralstabschef Dusmanis telegraphierte an den Ministerpräsidenten, daß der Feind infolge des allgemeinen Angriffes der griechischen Divisionen heute früh um 3.35 Uhr seine Stellungen bei Likowanni und Latz a n a geräumt hat und von den Griechen unmittelbar verfolgt wird. Athen, 5. Juli. Tas griechische Armeekorps, das vor G e w g tz c l i operiert, hat einen Sieg üavongetragen. Ter Feind hatte seine Stellung auf der ganzen Linie bei Eahana verlassen und ist in Unordnung unter Zurücklassung von 12 Geschützen, zahlreichen Munitionswagen, 1600 Gewehren und viel Munition geflohen. Die griechischen Truppen verfolgen den Feind, sie haben ein bulgarisches Bataillon völlig aufgerieben. Tie griechische Armee ist auf dein Vormarsch. Eine Botschaft des Königs von Griechenland. Eine am Samstag erschienene königliche Botschaft lautet: „An mein -Volk! Ich rufe mein Volk zu neuem Kampfe auf. Verbündet mit anderen christlichen Staaten, um die leidenden Brüder zu befreien, hatten wir das Glück, den Kampf von Sieg gekrönt, die Sklaverei abgcschasft und die griechischen Waffen zu Lande und zur kee ruhmreich zu sehen. Das besiegte türkischo Reich trat den Verbündeten gemeinsam das befreite Gebiet ab. Griechenland wolltZ gerecht wie immer, im Einverständnis mit den anderen Verbündeten die freundschaftliche Teilung des befreiten Gebietes entsprechend den Rechten jedes der Verbündeten und schlug sogar für den Fall einer Meinungsverschiedenheit ein Schiedsgericht vor. Bulgarien, im Gegensatz zu seinen Verbündeten, habgierig, weigerte sich jeder Verständigung und jeden Schiedsgerichts und versuchte selbst den größeren Teil der Siegesfrüchte sich zuzueigncn und wollte den anderen Verbündeten nicht die Gebietsteile z u e r k e n n e n , die im Verhältnis zu ihren Opfern standen, auch logische Notwendigkeit des Gleichgewichts zwischen den Staaten nicht anerkennen und wandte jede Art von Hinterlist und Willkür an, indem es das Ziel dieses Befreiungskrieges und seine Verpflichtungen gegen seine Bundesgenossen vergaß. Bulgarien vergaß die Lehren der bitteren Erfahrung, welche die Völker der Balkan- Halbinsel bei ihren vergangenen Streitigkeiten hatten, und die glänzenden Ergebnisse des Zusammenarbeitens und kam jetzt dazu, die Freiheit selbst zu bekämpfen und die Waffen gegen seine Verbündeten zu richten, um ihre Rechte mit Füßen zu treten und zu vergewaltigen, indem -cs so den heiligen Zweck des gemeinsamen Kampfes zunichte macht. Angesichts dieses unerhörten Betragens Bulgariens lag die Pflicht der anderen Verbündeten klar zutage. Sie hatten den ihnen gebührenden Rang zu wahren und ihren Bund ausrechtzuerhalten, um dem unersättlichen Vorgehen des ehemaligen Verbündeten Einhalt zu bieten, damit sie ihre vitalen Interessen verteidigen, indem sie die Ansprüche auf die .Hegemonie niederkämpften und so das Gleichgewicht der Staaten auf dec Balkanhalbinsel, welches so notwendig für ein harmonisches Beicinanderleben ist, zu garantieren. Dos griechische Volk in enger, Uebereinstimmung mit Serbien und Montenegro, vertrauend auf die Heiligkeit seiner Sache, greift wieder zu den Waffen und beginnt den Kampf für seine Altäre und seinen Herd von neuem. Mein Ruf ergeht an meine Truvpen zu Wasser und zu Lande, welche Griechenland groß machten, diesen edlen Kamps sortzusetzen, um die von der türkischen Thranner befreiten Brüder zu retten vor einer neuen schrecklichen Sklaverei, welche sie bedroht. Tie hellenische Nation, in unerschütterlichem Vertrauen auf ihre Macht, ihr Recht und den .Heroismus der Armee, welche den griechischen Namen mit Ruhm bedeckt, Griechenland auf die .Höhe seiner heroischen Traditionen und glänzenden Geschichte wieder hinaufgehoben haben — die griechische Nation wird, dessen bin ich vollständig sicher, kein Opfer cheuen, für den Erfolg des, neuen Kampfes, welcher vervollständigt und das Werk der ersten Befreiung garantiert, und dieser Kamps hat den Segen Gottes wie der erste. Ich rufe seine ojnabc an. Es lebe Groß-Griechenland, es lebe die griechische Nation' Gegeben Balzar, 20. Juni 1913. Konstantin Rex. xte Botschaft wurde von dem Ministerpräsidenten Vcnrzelos in der Kammer verlesen. Als Rtzallys, ein Führer der Opposition, nach der Verlesung der Botschaft die Politik Vcnizelvs' kri- trsieren woNte, brachten die Kammer und die Tribünen Vcnrzelos stürmische Ovationen dar. Die Mobilmachung Rumäniens. Der Kriegs Minister veröffentlicht einen Aufruf an alle, hie sich freiwillig in das Heer ein- reihen lassen wollen. Sic können sich ein Armeekorps aussuchen und müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Unter den bisher Gemeldeten befindet sich der Führer der Liberalen Ion Bratianu und sein Bruder, der Tircttor der Nationalbank, der Exminister Martznn und der liberale Abgeordnete Duca. Die Gattin.Bratianus übernahm die Bildung । * Ars liberale Parteiblatt „Viitorul" nimmt an leitender Stelle gegen die östcrreichfcindlichen Mast t f cjt a t i o n en Stellung und schreibt, daß es verfehlt er, Freunden, die man erhalten wolle, die Fehler zuzuschieben, die jene begangen haben, dio es nicht verstanden hätten, aus der bisherigen Lage für Rumänien möglichst das beste herauszuschlagen. Serbien wünscht wieder Verhandlungen. Belgrad, 6. Juli. Das Rcgierungsorgan „Samouprava^ fuhrt aus, eine direkte Verständigung zwischen den Serben und Vulgaren dränge sich pon selbst auf ckls Kombination zur W i e d e r h e r st e l l u n g der gestörten Eintracht auf dem Balkan. Es sei nur fraglich, ob Bulgarien heute zur Verwirklichung dieser Kombination fähig ist, in den Augenblicken, wo ihm von verschiedenen Seiten große Gefahren drohen. Es ei schwer, mit sicherem Blick die Dinge zu brachten. Bulgarien befinde sich heute in einem solchen Augenblick. Wenn in den Entschlüssen Bulgariens der Genius des bulgarischen Volkes das entscheidende Wort spräche, wären die Besorgnisse für die Zu- tunft unbegründet. Bedauerlicherweise sei es aber schwer, sich angesichts der Phantasien und größenwahnsinnigen Ideen der bulgarischen Staatsmänner und Politiker durch Optimismus hinzugeben. Vereinbarungen zwischen Bulgarien und der Türkei. Wien, 5. Juli. Die „Neue Freie Presse" erfährt von diplomatischer Seite, daß zwischen der Türkei und Bulgarien eine Vereinbarung erzielt worden ist. Bulgar-ien verzichtet auf eine Kriegsentschädigung, wogegen die Türkei ihre Ncutralitä t erklärt. Die Haltung der Großmächte. Köln- 5. Juli. Zn den ausländischen Meloungen über besondere Schritte einzelner Mächte zur Sicherung der Nichteinmischung Europas in den neuen Balkankampf hört der Berliner Korrespondent der „Kölnischen Zeitung", daß es eines förmlichen diplomatischen Vorgehens zur Feststellung des Verhaltens der Großmächte nicht bedurfte. Die Mächte nahmen vielmehr, als die Feindseligkeiten innerhalb des Balkanbundes begannen, von vornherein in voller Ucbereinstim- !Vun,9 bje Stellung ein, daß eß ihre Aufgabe nicht sein könnte, sich in feie ^Kämpfe selbst einzumischen. Die Uebereinsttmmung wurde in täglichen diplomatischen Gesprächen festgestellt. Blockade an der thrazischen Küste. Athen, 5. Juli. Die griechische Regierung ordnete die Blockade über die thrazische Küste zwiscl)en Enos und der Strh m on-(Struma-)Mündung an, diese mit einbegriffen (vom 26. Grad 5' bis 23 Grad 53 östlicher Länge Greenwich auf 5 Meilen seeinwärts. Den neutralen Schiffen, die sich in den blockierten Häfen befinden, wird eine freie Abfahrt innerhalb 24 Stunden _ bewilligt. Die griechische Regierung erklärte den Kriegszustand. Neutrale Schiffe, die nach bulgarischen Häfen am Schwarzen Meere besttmmt sind, werden einer Turchsuchirw wegen Kriegskontrebande unterworfen. Sonstige Nachrichten aus den Balkanftaaten. Sofia, 5. Juli. Angesichts der außerordentlichen Lage, die durch Serbien und Griechenland geschaffen wurde, indem diese durch ihre militärischen Operationen gegen Bulgarien blutige Konflikte hervorriefen und sömit eine neue tatsächliche Situation schufen und angesichts der Mobilisierung Rumäniens, hielt es die Regierung für nötig, dem König die Möglichkeit zu geben, die Ansicht der Führer der Opposition zu hören. Zu diesem Zweck berief der König vorgestern eine Konferenz, an der der Kronprinz, Dr. Danew, Theodorow, Malinow, Radoslaw, Genadiew und Tontschew teilnahmen. Auf Grund der Konferenz versicherte der König gestern der Regierung neuerlich sein Vertrauen. Der griechische Gesandte Panas hat heute mittag Sofia verlassen/ Er reift über Rustschuk. Der Schutz der gricchischn Interessen in Bulgarien wurde der französischen Gesandtschaft anverttaut. Sofia, 6. Juli. Die bulgarischen Gesandten in Belgrad und C e t r n j e sind abberufen worden. Der Schutz der bulgarischen Untertanen und Interessen in Serbien und Montenegro ist Rußland anvertraut worden. Athen, 6. Juli. Der bulgarische Gesandte Hadji Misch e w und das Personal der Gesandtschaft haben gestern Athen verlassen. Wien, 6. Juli. Das Wiener Korrespondenz-Bureau er- sähtt von unterrichteter Stelle, daß die von scrbrschm Zeitungen gebrachten Meldungen, österreichische Offiziere fänden in dem gegenwärtigen Kriege bei den Bulgaren Verwendung, glatt erfunden sei. folgt, aui verbreitete^- II Uhr kam die - oonjenM «roife Menschenmen io baö ber Klubnm! dm Wischen flctei üblichen Wehe cmst *♦ Zu dem »ir, daß infolge forderlichen Instar (neigten Ansnefe feinem Eintreffen k'chörde tonnte < Rosenthal und sei eiiüreffen. Ta auf Bessert wird, w< zur Abholung bc noch, daß es dem •Sagen zu nehmet Psangenen die § tonnen. Tann wä lichen Zuges erst Mi oer neue Balkankrieg. Die serbische Timokdivisto« vernichtend geschlagen. Die am Freitag nachmittag 4 Whr bei Krivolak um- nmnmerte serbische Timokdckvision ist nach verzweifeltem Widerstande völlig geschlagen worden. Eine sehr beträchtliche Anzahl Gefangener und Feldzeichen fielen in die Hände der Bulgaren. Die siegreiche bulgarische Division zeigte großen Mut. Während des Kampfes blieb die auf den Höhen von Svett Nicolas konzentrierte serbische .Hauptarmee angesichts der Vernichtung der Timok-Division untätig. Die bulg-arische Gesandtschaft in Berlin erhielt folgende offizielle Mitteilung: Tic unweit Krivolak zernrerte serbische T i m o k- Mi. v i s i o n wurde am Freitag von der bulgarischen Armee gänzlich vernichtet. Die bulgarische Armee bewies eine beispiellose Tapferkeit. Tie serbischen Verluste sind ungeheuer. Die Lage der serbischen Hauptarmee ist derartig schwierig, daß sie der Timok-Division nicht helfen konnte, sondern tatenlos zusehen mußte. Soweit festgestellt ist, haben die Bulgaren 35 Offiziere und 4000 Mann gefangen genommen, 27 Schnellfeuergeschütze, f> Maschinengewehre, Munition und Ausrüstungsgegenstände für zwei Regimenter erbeutet. 'kgte der Gemeinde Herz. Nach dem G Zitier für die Mi ’m Een Schulhaus Man bringen die 2 Mausen auf, d W beigetreten w unseren läi für den ‘ pflege sich tzmr. Hungen, r wurde am F ins Gest te* bt ^un9 ergeben 4?^^ I «leijietc’.Wghebe NitzS von S 1 MetZ Säbelt ! ,*"nr toP’t’tak der -vierten a tÄ «Ls von d^our e' lebJl sv ei AsÄr Berlin, 6. Juli. Die buPgarischc Gesandt- schäft teilt mit: Das bulgarische Hauptquartier dementier t die serbische. Meldung über einen angeblichen serbischen Sieg Lei K o t s ch a n i über die 7. bulgarische Trvision. Die Serben griffen gestern unweit Kotschani die mazedonische Freiwilligenlegion heftig an, welche energisch bresen Angriff ab sch lug. Zu derselben Zeit griff'die 7. bulgarische Division die Serben von der Front an und zwang sie, sich zurückzuziehen. Die Serben haben ebenfalls gesiegt. Nach, einer Meldung des serbischen Pressebureaus vom 6t Juli ist die gegenwärttge militärische Lage nach fünf Kampftagen folgende: Tic Bulgaren hatten den Plan, durch einen unerwarteten Angriff mit 120 000 Mann starken Streitkräften unsere Grenze zu erreichen und sich der makedonischen Gebierc zu bemächttgcn. Bedeutungslose Scharmützel gingen diesem Angriffe voran, und Hatter: den Zweck zu einem Hauptl'ampf, der sich daran anschließcn sollte, der aber durch Mißverständnisse falsch ausgeführt wurde, zu verschleiern. Die serbischen-Truppen wurden durch den Angriff Bulgariens überrascht; da die diplomatischen Beziehungen zwischen Serbien und Bulgarien nicht abgebrochen waren, mußten sie sich erst verständigen, um einen Angriff zurückweisen zu können. Nach einem erbitterten Kampfe, der am Montag stattfand, warfen sie die Bulgaren zurück, und verhinderten auf diese Weise die Ausführung des bulgarischen Planes. Als dann die beiden mit dem .Heeresgros in Fühlung traten, könnten die Kämpfe nicht mehr so leicht verhindert werden, wie die Scharmützel. Ter Kampf daucrre an und die serbische Armee ging allmählich zum Anariff über. Tas Ergebnis der Kämpfe ist heute, daß die serbische Armee gegenüber dem rechten Flügel der Bulgaren, die aus der vierten. Preslawdivision und der siebenten Rilodivision zusammengesetzt ist, sich in großem Vorteil befindet. Jede dieser Tivisionen besteht aus -seck-s Regimentern und einem Freiwilligeilkorps unter dem Befehl des Generals Genew. Ter rechte butgarifck'le Flügel ist zersprengt und über das rechte Ufer der Bregal- Nitza auf die .Höhen von Platschkanitza in der Richtung auf die Dörfer Lcstajc und Binitze Gradego zurückgeworfen worden. Die geschlagene bulgarische Armee zog sich in Unordnung zurück und ließ eine große Menge Waffen und Munition zurück. Ter Umfang der Beute ist noch nicht sestgestellt. Während des ganzen Kampfes errangen die Bulgaren bis jetzt nur einen unbedeutenden Teilerfolg im Süden gegen die serbischen Truppen, die sich zwischen der Wardar und Krivolak befanden. Nach einem Kampfe von fünf Tagen und fünf Nächten wurden die scrbisck)en Truppen, welche bis dahin die stark überlegene bulgarische Armee aufhielt, geztmingen, sich auf die ersten Stellungen etwa sechs Kilometer entfernt, zurückzuziehen. Hierin besteht der Erfolg der Bulgaren bei Krivolak, wobei keine wichtige Stellung genommen wurde. Dieser Erfolg kann mit den Erfolgen unserer Armee einen. Vergleich nicht aushalten, weldje verschiedene Punkte von größter strategischer Bedeutung, z.B.: Rette, Bukve, Raitschani, nahm und den rechten bulgarischen Flügel der bulgarischen Hauptmacht darstelltc, zersprengte. Die serbischen Truppen aus dem rechten bulgarisck)en Flügel drangen weit in dL s l g q r i s ch e G c b i.L t ein, während die bulgarischen einer Ambulanz mit 120 Betten. Viele Frauen und Mädchen meldeten sich beim Kriegsministeriutrr als Kranken« pflegeriimetl. Aus Anregung des Polizeipräfekten stellte die Sozialdemokratie ihre Agitation gegen den Krieg ein. Nach Zeitungsmeldungen aus der Provinz hält dort die allgemeine Kriegsbegeisterung an. Nach einer Mitteilung des rumänischen Generalkonsulats in F r a n k f-u r t a. M. haben sich nach erfolgter Mobil» machung der rumänischen Armee alle int Ausl'ande sich aufhaltendcn rumänischen Reservisten und Rekruten unverzüglich zu ihren Korps zu begeben. . Tie großen Kreditinstitute sehen vorlänftg die finanztelle Lage ohne große Besorgnis an und halten ein Moratorium für überflüssig. Tic Generaldirektion der Eisenbahnen macht bekannt, daß der Abgang des O r i e n t expreß bis Sonntag garanttert ist. Das Amtsblatt erklärt: Vom Augntblick des Erscheinens des Mobilmachungsdekrets an werden alle Zeitungsnachrichten über Truppenbewegungen, die Versorgung mit Munitton und überhaupt alles, was die Armee betriffck, als Spionage angesehen. Von liberaler Seite wird auf die Notwendigkeit einer nationalen Regierung hingewiesen, der die Organe der Regierung mit der Versicherung entgegentreten, daß solche überflüssig und die Regierung fest sei. B u k a r e st, 6. Juli. Die Wirkungen an der M v b i l i - licrung auf das öffentliche unb private Leben beginnen sich zu zeigen. Infolge Mangels an Personal h.iben die kleineren Ver- waltungen und Banken ihre Bureaus geschlossen. Tie Zeitungen ^schränken sich in ihren Ausgaben auf zwei Seiten, was sowohl a • k k -nQCt Personal, als auch aus Papicrmangcl notwendig wird, defsen, Zufuhr infolge der Einstellung des Eisenbahnverkehrs bejchrantt i)t. Der Handelsminiiter Acnopol berief zum nächsten Dienstag eine Versammlung der Präsidenten der Handelskammern des Landes ein, um Maßregeln zur Berhüttrng einer Teuerunc zu beraten. Infolge der Einberufung der Kittsck>cr und Regui- sitwn der Pferde macht sich ein Mangel an Fuhrwerk bemerkbar. Truppen nur bei Krivolak, an einem einzigen ssdttttte, serbischrS Gebiet besetzten. Weitere serbische Siegesnachrichteu. B e l g ra d, 5. Juli. Nach Privatmeldungen sind die Bulgaren nach der dreitägigen verlustreichen Schlacht bei Krivolak endgültig geschlagen und zersprengt worden. Heute abend sind weitere bulgarische Gefangene und eroberte bulgarische Geschütze in Belgrad eingetroffen. Belgrad, 5. Juli. Gestern nachmittag versuchten die bulgarischen Truppen bei Zajetschar in Serbien einzudringen, wurden jedoch zurückgeschlagen. Heute früh erneuerten die Bulgaren ihren Angriff, der Kampf dauerte mittags noch an. Belgrad, 5. Juli. Nach der Erstürmung der Anhöhe von Rai tschani, wo der rechte Flügel der vierten Armee geschlagen wurde, gingen die Serben gegen das Freiwilligenkorps des Generals Genew vor, der den äußersten rechten Flügel der bulgarischen Armee auf der Linie Kitka- Striffchia deckte. Der Kitkabcrg wurde gestern nachmittag um 4Uhr im Sturm genommen und die bulgarischen Freiwilligenkörps in größter Unordnung auf die bulgarische Landesgrenze z u r ü ck g e w o r f e n. Berlin, 6. Juli. Ter serbischen Gesandtschaft ging folgende amtliche Mitteilung zu: Tie über gr o ße b ulgari sche Erfolge verbreiteten Gerüchte sind falsch. Es ist unrichtig, daß die bulgarischen Truppen Fortschritte machen, sie sind vielmehr über den Fluß Bregalnitza zurückgedrängt worden. Jschtip, das sich von Anfang an in bulgarischen Händen befindet, ist ein jenseits der beiderseitigen Demarkationslinie gelegener Ort. Gewgrli nahmen die Bulgaren durch Ueberrumpe/ung, wurden jedoch bereits daraus oertrieben. 'Die Timok-Division des zweiten Aufgebotes befindet sich auf der linken Seite des Wardar und der Bregalnitza. Bei Egri Palanka fanden lediglich größere Vorpoftengefechte statt. "" ’w Ml h«t U S-nt’ii r e r b n n d: Frcillchtaussührung von „JphigenieE. Ltbiends 6 Uhr im PhilojophenwMd. •• Der Dank des Großhcrzogs. Photograph Nickel hat dem Großherzog ein Al du m mit Bildern mählich auf 250 Grad. Gegen abend war das Gebäude im Innern ausgebrannt. Morgen lassen sich erst die Ergebnisse feststellen-, dann soll das Gebäude vollständig niedergebrannt werden. Dem Schauspiel wohnten Tausende von Menschen bei. Selbst der Bahn körper und die Lahnberge wimmelten von Zuschauern. Dann folgte die Bootsauffahrt des Ruderklubs Wetzlar aus der Lahn, der Turnverein.stellte Pyramiden und abends wurder die Lahnberge bengalisch beleuchtet Vücherttfch. — Licht und Schatte n". Die soeben erschienene Nr. 40 bringt ben Schluß des Schwanks „Der Mann, der eme Stumme heiratete", von Anatole France, deutsch von von. Oppeln-Bronikowski und eine Skizze von Hans Kyser, „Dre Glocken". Im illustrativen Teil enthalt bte Nummer als Tfle - zeichnung ein Kinderporträt von Hemrrch Wolfs, >oMe Orrgrnal- zeichnungen von Edwin Scharff, Wolfgang Meyer-Michael, Sion Wenban, Alfred Kubin, Hugo Krayn, Carl Sprtzweg und Eduard Grützner. Gießen, den 3. Juli 1913. OroÄerzogliches Kren samt Gießen, ." x, s, S.: Welker, * Zeppelins 7 5. Geburtstag. In Stuttgart fand am Samstag abend 9 Uhr auf dem Mwktplatze zu Ehren deS 75. Geburtstages des Grafen Zeppelin eine große öffentliche Feier statt. Die Stadt Stuttgart, deren Ehrenbürger Graf Zeppelin ist, hatte das Rathaus und die umliegenden Gebäude, prächtig beleuchtet. Eingeleitet wurde die Feier mit einem Gesang deS Liedes Du Schutzgeist- alles Schönen" von 2600 Gängen unter Mitwirkung einer Militärkapelle. Oberbürgermeister Lautcnschläger hielt eine Ansprache in Gegenwart des Grafen Zeppelin von einem Fenster des Rathauses an die zahlreich auf dem Marktplatz versammelte Menge. Die Rede klang in einem begeistert aufgcnommenen Hoch auf den Grafen aus. Zeppelin dankte für die Huldigung und schloß mit einem Hoch auf die Stadt Stuttgart. kf. Vorn Speisezettel der alten Römer. Der italienische Feinschmecker Jarro, der bte entzückenden interessanten gastronomischen Almanache herausgibt, hat sich m ausgedehnten Studien mit der Kochkunst und dein Spetsezettel der alten Romer beschäftigt Er erzählt davon einige bemerkenswerte Emzelheiten in der.Razicme'. Seine Angaben sind teils den Werken der ronn- schen Schriftsteller, ivie Plinius, Taeitus, Cieero, Horaz, Ovtd, teils historischen Urkunden entnommen. Die Romer der ältesten Zeit unter den Königen und während der Republik waren begeuierle Vegetarier. Sie hatten eine sehr ausgebildete Gemuseknltnr; das Gemüse bezogen sie nicht nur ans der näheren Umgebung RomS, sondern auch ails ihrenProvinzen, ganz besonders aber aus Aegypten. Beständig waren z. Ä. große Lastschiffe mit Linsenladungen zwische.t Alerandrien und Ostia uiiterivegs. Plinius erzählt, daß bte Obelisken, lie die alten Römer zum Schinucke ihrer Stadt aus Aegypten herüberführten, stets in Linse.i eingebettet transportiert wurden. D,es war z. B. mit dem großen, heute noch vorhandenen vatikanischen Obelisken der Fall, der in entern eigens gebauten Schipe iit einer Linsenladung von 2 880 000 römischen Pfund verpackt war. Später, beim "Ausgange der Republik und namentlich wahrend der Kaiserzeit, steigerte sich der Fleischverbrauch. Am beliebtesten war das Schtveinefleisch. Eit, spezielles Gesetz, bte lose poreella, bestimmte die Art itnd Weise der Schwetnezucht und des ^chweme- fleischverkaufes. Dieses Gesetz zählte die Schweineschlachter zu den ivichtigsten Handwerkerit des römischen Staates. Pltittus schätzt d-.e Zahl der Schiveine, die jährlich vo>t Etrurien nach Rom ein nefütn-t tvorden sind, aus über 20 00v Stück. Dte römischen Le- giotiäre erhielten zu ihren langen und anstrengenden Mar chen stets größere Rationen geräucherten Specks ut ihre yuttersacke. I Unter den Kaisern erreichte die Zubereituiig des -Schweinefleisches einen ganz bedeutenden Grad der Vollendung. Besonders gern ' wurden bei den großen Festmahlen ganze, knusperig gebratene 's Schweine anigetragen, die dann nach einer Schilderung des bc- > rühmten römischen Baumeisters Vflruvius put einem sinnreich i konstruierten Jnstruuient tranchiert wurden. 'Sehr verbreitet war im alten Rom das Räuchern des Fleisches, das aus verschiedene : I Viten ausqesührt wurde. Tie alten Römer kannten auch bereits • r« . r. « -X .(t. tl AMA 1 w -ft AllAlt 1 1 Al' -1 Untersuchung ergeben. Kreis Büdmaen. S Büdinqen, 4. Jvli. Ge m ei nd c r«t s s i tz UN g. Kellerte, 'JteLpftafterung der und Kron^ 9 He die Halste der ; ber Stabt von dem Kreisbauamr PUUU nhnelelmt und beworben. Die ^nfrtedrgu.ng,^ m^id) burcl) Anpflanzung schlossen, sre fverf ^stalten. Entgegen dem Beschluß eines lebenden ZMme^W n Bürgersteig im des Bie möglich für Bereitstellung eines geeigneten Raumes zu gegeben werden. sorgen. Beigeordneter Dotter empfiehlt einen leer stehenden S)a§ Hoste rodsko pffest wurde gestern bei schönstem Turm am Obertor. Schreibaehilfe Wiegand, der zurzeit noch Weller abnchnlteii, obwohl man sich, den Wetterberichten zn- nicht von der Stadt angestellt ist, sucht nm Aufnahme in die folge, auf verbreitete Niederschläge gefaßt gemacht hatte. Gegen Kranken- und Fürsorgeich'se nack), ^cr ^weinderat ent- H Uhr kam die Sonne durch die Wolken und schien den spricht diesem Voraussetzungen wie ganzen Tag. Dies war wohl mit ein Grund, daß sich eine Cl rigen ^r kurz nach 6 Uhr nachgroße Menschenmenge, auch aus der Umgegend, ansammelle, I bon (^(n(?aufeu fällige Personenzug kam zwischen so daß der Klubwirt Stein alle Hände voll zn tun hatte, "'n Nidda und Naustadt in große'Gefahr. Der Zandwirt H. B. den Wünschen gerecht zu werden. DaS Fest verlief in ber üon Wallernl^ausen befanb sich mit seinem bclabcnen, mit üblichen Weise aufS angenehmste nnb ergötzlichste. Kühen bespannten Heuwagen gcrabe cmf ben ^)ienen, als ** Zu bem Trans Port Rosenthals erfahren bie Schranken bes Uebergangs ni?bergingeii unbba* Nahen toir bah infolge bes bei derartigen Auslieferungen cr- des Zuges hörbar wurde. Anstatt den einen Schlagbaum forderlichen Jnstanzenzuges, hier die Mitteilung von der hochzuhalten und sein Geführt schleunigst über die Bahn zu erfolgten Auslieferung Rosenthals erst zwei Tage nach treiben, spannte der Bauersmann rasch seine Kühe ans und seinem Eintreffen, also erst am Samstag erfolgte. ‘Die trieb sie weg. Da brauste auch schon der Zug heran, ote Behörde konnte also keine Kenntnis davon haben, daß Lokomotive erfaßte den Wagen, warf ijn um und zcr- Nosenthal und sein Schwager schon am Donnerstag hier trümmcrte ihn. Für den Zug ging der Unfall noch gl-uck- eintreffen. Ta außerdem der Gefangenenwagcn gerade aus- lich ab. Ter betreffende Uebergang wird von einer etwa oebessert wird wäre es nicht möglich gewesen, den Wagen 500 Meter entfernten Blockstation bedient. Ta bie Bahn ?ur Mholung bereitznstellen. Jin übrigen erfahren wir an der Stelle aber eine .Kurve um einen H^l macht nnck) bah es bem Gendarmen frei gestanden hatte, einen konnten weder der Bahnwärter noch der Mafchknenffihrer Wagen zu nehmen, und daß auch die beiden Untersuchungs- das Hindernis rechtzeitig sehen, llebrigens imrd mehrmals o e fangen en die Stellung eines Wagens hätten, verlangen vor Schließen der Schrankendie baldige Ankunft eines können Dann wäre den Pafsanteii der Anblick des unerfreu- Zuges durch Läuten gemeldet. Eine Unter,uchung dev ^Uev lichen Zuges erspart geblieben. ist eingeleitet. dttsfeld. Landkreis (piefeen. . ). Alsfeld, 6. Juli. Der Gcschichts- und AltertumS- 1. Wiescck, 6. Juli. Sem 40iahriges Stiftungs-! nQuin heute . im Beisein ber stäbtischcn Vertreter Die lest feierte heute ber Kriegerverein nn Beiseln betL,nrüC ibllng bc§ Altertumsmuseums im Hochzeits- Dcremc aus Gietzen, Lollar, n ffirofien hnu§ durch den Vorsitzenben Gustav R a m sp e ck vor. Daran Wißmar, Annerob,Heuchelheim, Alten-Buseck, Robgen, Großem sich noch c ine kleine Feier im ^Deutschen Haus". Bei- , Buseck unb Watzenb^n-Sternberg^ I ^ordnet er Weitz gab einen Rückblick über bie Entstehung I Runf?bc§ U&uritmnd)en§? Fast alle h-ute noch in fallen vordem Festplatz eine Borfeier bei Gaftwirt Ziegler abgehalten. Museums. Pfarrer Dr. Becker sprach über bas AIS- kommenden Wurstarlen, wie z. B. Sal-ami, -salnz,^Mortadella, Die hiesigen Ge angvereme wirkten habet mit. Heute mittag Zunftwesen Um M>4 Uhr wurde das Museum für haben ihren Ursprung m der ber W Mein Zug t)g ö Es sind noch '1500 Mk. L W- "» K°n.°r.?G.sa„a-- N'r weitere Ern>Ctbungtn „otgeWn. war. h°. Vorträgen und Tanz nahm das Fest einen schönen Verlauf. , der wettlüker Feuerwehr. hob es verschiedene Mafchinen, die ebensalls von VckTuvius be- Der Besuch war besonders aus Gießen sehr stark. Unser Wetzlar, 6. Juli. Ihr goldenes Jilvelfest feiert schrieben worden sind. _____ Uricgerverein wurde am 1. Oktober 1872 gegründet. heute und morgen die freiwillige Feuerwehr. Von nah "nd fern sorackecke des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins. — Wieseck, 7. Juli. Silberne Hochzeit feiern waren Wehren erschienen, so n. a. ans G i e ße n (städtische und * P o r b i l dl i ch e s K a n s m a n n s d en t s ch. Vorbildliches morgen B-hnsieigschoffner Ludwig O s w ° l d und feine Ehe. «Ä«; ffÄ Ä fm,,'-?Äa«fen.6.3«li. «ntrbe Unfm neu- errichtete Krankenpflegestation Genshausen-Oden- nommen. , ' , . J den ineislen Nichlkanfleuten unverständlicher Wörter gar nicht hausen eröffnet. In einem feierlichen Festgottesbienst wurde « Am Samstag abend fand eme Bonnerdw durch nnen tönne. Aber wie schon andere große Werke das Gegen- 2- Vinneführt und vervfllcktet. Der ^ackelzug eröffnet wurde. H c r b o l d-Buvbach us^9abqrnam.^ teil schiEnd bewiesen haben, so zeigt jet?t au* dre Zuckerrasftnerle A _ >«,/• / cvYc CO * «• f X . Qnnhnvf htpft pttip 21t .CSPT1Pt! I ) ' L, . - 1. Bild' rtnr Tangeriniinde, daß ein kailfmännisches Schrislstück durchaus gemein- Ortsgeistliche Pfarrer Bausch-Londorf hielt eine zu Herzen Metzlar eine Komposition für die Feucrwehrkapelle. Branddirektor qebnüen ,verden kann. Ein Nachteil ist das ganz ge- drinqende Predigt über Gal. 6, 2: Emer trage des anbetli ©tabtbqumriftcr ft’ ri e 9,eJ^Unt^J ivif5 ^eberniann verhebt, inci§ mit bet ^eiinöfleu§Quffteaiing Qnfi ffr -eiate bie Aufgaben ber weiblichen Diakonie unb Sartorius., Die Stadt stgteke ber Wehr 1000 Mk. für ihre Unter- Witz 1912" gemeint ist. Links stehen die .Bestände", "7 ' ' , 0 -c SRftirht diesem Werk aeaenüber ans! stützungskasse. I rechts die „Verpflichtungeii". Nicht minder deutlich ist die .Gewinii- legte der Gemeinde ihre Pflicht oiefein ^err gegenuoerDon 7 30 ut)r ab trafen bie auswärtigen Wehren Perlustrechnlnia am 15. September 1912." Links fleht das Herz. Nach bem Gottesbienst fanb noch eine schon verlaufene -vUm nf)T ^anb au^ benr Friedhof eine Ehrung der mr- eoll« rect)t§ das .Haben"- Alle einzelnen Angaben sind gleich Nachfeier für bie Mitglieder bes neugegrunbeten Frauenverems Ebenen Kameraden durch Nieberlegung von Kränzen statt. An handlich: Abgang, Abschreiben, Zugang, Wertpopiere, Hinter° int a ton Sckulhaus statt. Die Mittel für bie Krankenpflege- die Kreisbrandmeistersitzung im „Herzoglichen Hame schloß flä) tegnngen, Anteile, Bankguthaben^^ gesetzlicheRücklage^-Urbel er- c . , .. l- qpi'rnTieher ber skrauenvereine Geilshausen- eine Sitzung bes Z e n t r a l v 0 r st a n b,c i, für den k5eunwelnl-1 Httss^iatz, Aufgeld, Tilgung, Burgschaiteu, Riickltellung, Zinsschenie, stativn bringen bie M g .9f cyraucn k;erer Heiden verband Wiesbaden. Feuerlöschdirettor Tropp-Biebrich, Burger- ^us Verschiedenei,i. Ob wohl nurklich Winand z. B^Reserve- Obenhausen auf, benen bte meisten Frauen dieser oewen ^ter von Zengen und Branbbirettor Kneger-Wetzlar begrüßten > - - - r-,c=c-^ 0 Dörfer beigetreten sind. Es ist gewiß sehr zu begrüßen, ^e Gäste. Es wurde bch'chlossen: das Verbandsblatt verble-cht in wenn in unteren läublichen Gemeinben immer mehr bas Ber- Wiesbaden wie bisher, es wird m ein FachblE Egewandett und 1 hält ?- Nicht zu ihrem Vorteil ,n< wenn m unser ) Segen einer georbneten ein Fachmann soll zugezvgen werben. Die ^ahl der Frei^^l^ Treuhand-Gesellschast ab^ standnis für ben Weri unv oen ^egen B wirb beschränkt, jebe Wehr mutz am J« W Mitglieber eine September 1012- geprüft .Krankenpflege sich burchsetzt. , n n„ r . 1 - - hpm ix>rEbenen 1 -- -ott Hungen, 5. Juli. Ein hiesiger 8Zsahriger GreiS wurde am Freitag verhaftet und mußte in feinen alten Tagen noch ins Gefängnis wandern, weil er em etwa zwols- jährigeS Mädchen durch Versprechungen nut mS ^eld gelockt hatte» Er wurde jedoch von Leuten beobachtet, die ihni nachgingen unb bas Kinb wieher zurückbrachten Ob sich ber Mann an bem Mäbchen schon vergangen hatte, muß erst die L Spiele tm.- .. W “C !>>rAr.ä1 bit 1 jj. «n ui,;, 1; kg b : 9°rantiert bes ÄSJ'2 f■ £ i un9en an her'm? <. .vnvatc Sebent°btI 13 aus zmci Seiten J^n8cn Äfcg^eiÄ* ung her ^itoriü" nimmt an leiten- es verfehlt " dle Wer zuzu- 1 rilr Rumänien möglichst \ v Verhandlungen. gicrung^organ „Samoubraba" t^n909 zwischen ben o.on iclbft ans Sls Kombination gestörten Eintracht ans , ob Bulgarien heule zur sahlg ist, in den Augenblicken, i große Gefahren drohen. Es W zu bflrachten. Bulgarien en Augenblick. Wenn in den 's des bulgarischen Volkes das t die Besorgnisse für die Zu- rocije sei es aber schwer, sich lrösemvahnsinnigen Ideen der olitiker durch Optimismus hin- ulgarien und der Türkei, rreic Bresse" erfährt Von dipla- irrte unb Bulgarien eine Ber- [gar-ien uetj mir wogegen bie Zur fei ihre tzrvfsvMtt. Machen MüdiiMN toer bc- iux ochming ber WM» tzallankamoi W ber Berliner Leitung", daß es eines W- gehens M Feststellung ächte nicht bednrste. De . Feindseligkeiten innerhalb des „herein in voller Uebemnitinv ihre Ausgabe nicht icin koimte, n. Tic UcbereinslimmMg tvurdk ächen iefrgefteüt^ vrazislhen .. 8 Sri einbegristen alen *cn^QbT, innerhalb rsen. „ .-M , «altanstaatttt. no rn* Äien bW Wsorow. SS.S1” nn+tiia lpssia , m heute u^jMchen K--7NL -»** .[ereil01 in .. «n:, [ff " I sZVÜÜl lie «Ü«-Asb-' Zi^ka 1000 Angestellte Giessen, Marktplatz 18 Kaffee Neuheit! a4/? ff Löbcrstrafre 23, (05477 Nauheim. 4341 Klavier c) in a) für Los I i.- Mr. 'Telephon 586. 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