Erstes Blatt 163. Jahrgang ÄS Die heutige Nummer umfahr 10 Selten- und Tie dem — Nansens Begleiter Johannsens. Ter Tod eines bekannten Polarforschers wird aus Christiania gemeldet: Frcdcrik Hjalmar Johannsen, Nansens treuer und aufopferungsvoller Gefährte bei der berühmten Expedition des „Fram" in den Jahren 1893—96 ist gestorben. 5 phannsen diente damals als Leutnant in der norwegischen Armee; -als aber Nansens Plan bekannt wurde, in ’moiemUntemebmen,6e< icrwq: Slanutattur, wo Mtft tatißc Seteiliflung bis manbier enbcn hatten der Krie-g s-Minister der Minister des Aeußern am Dienstag eine sprechung mit ihm in der Nähe von Tschataldscha. Minister kehrten abends zurück und berichteten sofort Ministerrat. Englische Vorschüsse für die Türkei. F Lander erlTn — ■* J.r- ( usden. -- 'Wgjpl-UII. Nr. 7 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal ivöchentlicl SießenerZamilienblätter, zweunal ivöchenll.Ureis- blatt für den Kreis Siehrn (Dienstag und Freitag); zweimal mönntl. Land- wirtschaftliche Zeitfragcn Fernsprech - Anschlüsse: für die Nedaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für d»e Tagesnummer bis vorinittags 9 Uhr. ItD-klll elegante und einfache werden angeimigl Wilbclmitr. 8III. ruhte er nicht, bis er unter die kleine Mannschaft der FraM ausgenommen worden war: als einfacher Heizer zog er mit hinauf nach Norden, und Annindscn, der bei der Reise als Ingenieur wirkte, war sein unmittelbarer Vorgesetzter. Als am 5. Januar 1895 die Fram vom Eise umschlossen wurde und Nansen erkannte, das; er mit seinem Schiffe nicht weiter nach Norden würde vordringen können, faßte er den Entschluß zu seiner kühnen Schlitten- reife. Und Leutnant Johannsen wurde sein Begleiter. Am 14. März brachen die beiden Männer mit drei Schlitten, zwei Kajaks, 28 Hunden und Vorräten für 100 Tage auf, dem Pol entgegen. Drei Wochen lang arbeiteten sie sich unter den furchtbarsten Schwierigkeiten vorwärts, bis am 6. April 1895 die höchste nördliche Breite erreicht war, die bis dahin ein menschlick-er Fuß betreten hatte. Die Schilderung Nansens über jenen denk- ivürdigcn Augenblick, da man bei 86° 14 Min. nördlicher Breite das Zelt aufschlug, um dem furchtbaren Schnecsturm jenes Tages zu trotzen, ist berühmt geworden: „Hier liegen mir, fern draußen im Norden, zwei düstere schwarze schmutzbedeckte Barbaren, und rühren Suppe in einem Kessel, von allen Seiten von Eis umringt; von Eis und nichts anderen! von leuchtendem weißen Eis, das all jene Reinlichkeit besitzt, die wir entbehren. Ach, cs ist viel zu rein. Unsere Augen schweifen zum Horizont, nm irgend einen dunklen Punkt zu finden, auf dem der Blick ausruhen könnte, doch umsonst. Alle Bügel scheinen heute vcrschivunden zu sein, nicht einmal ein fröhlicher kleiner Alk ist geblieben." Auf bei Rückreise haben die beiden Forscher dem Tod mehr als einmal ins Auge gesehen, haben den ganzen Sommer über auf dem Eise gelebt, und erst iin Herbst erreichte man wieder Land: Franz Josefs-Land. Johannsen hat noch an manchen anderen Expeditionen in die Welt des ewigen Eises teilgenommen, aber seine stolzeste Erinnerung blieb doch stets jene Fahrt mit Nansen und jener 17. Juni, da sic auf der Heimkehr Kapitän Jackson, den Leiter der Harmswortl)-Expedition trafen und sich als gerettet ansehen durften. — Frankfurter Thcatersorgcn. Aus Frankfurt a. M., 8. Januar, wird uns geschrieben: Zu den zerfahrenen Verhältnissen an den hiesigen Theatern, Opern und Schauspielhaus, hat uunmehr nach monatelanger Arbeit ein von der Stadtverordnetenversammlung bestellter Ausschuß Stellung genommen und das Ergebnis seiner Tätigkeit dem Plenum zur Beschlußfassung vorgelegt. Außer der bereits bewilligten Unterstützung von 272 500 Mk. erhalten die Institute eine weitere Sub- ventiou von 110 000 Mk. mit der Maßgabe, daß, soseni die Einnahmen int Jahre den Betrag von 1 800 000 Mk. nicht erreichen, die Subvention von 382 500 Mk. sich um dcu Betrag dieser Mindereinnahme jedoch höchstens mit 120 000 Mß erhöht. Dem Personal wurde eine Gehaltserhöhung zugestanden, icdoch fallen fortan alle Sondervergütungen und Gratifikationen weg. Z'^Leaui'.d.LchM.i.' cck^L^rkaußmii Ei wtt einigen Rille M Donnerstag, 9. Januar 1915 BezuaSvret): monatlich75Ps., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Bhf Abhole- tu Zweigstellen ▼ monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeileupreis: lokallüPs^ auswärts 20 Mennig. Chefredakteur: A Goetz. Berantivortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und „Gerichtssaal": K. Neu- Bezüglich des von. englischen Banken der türkischen Negierung zugehenden Vorschusses wird dem „Temps" ans London gemeldet, daß die Türkei unverzüglich eine Summe von 500 003 Pfund erhalten soll. In dem diesbezüglichen Vertrag verpslich-tet sich die türkische Regierung, diese Summe nicht zu militärischen Aus-, gaben, sondern vor allem zur Bezahlung von Beamtengehältern zu verwenden, um so etwaige Ruhestörungen, welche die Nichtbezahlung der Gehälter insbesondere in der asiatischen Türkei Hervorrufen könnte, hintanzuhalten. Nach der Unterzeichnung des Friedens werde die Türkei einen Vorschuß in derselben Höhe, und zu einer noch nicht festgesetzten Frist einen dritten Vorschuß erhalten. Serbiens „guter Wille." Das Reutersche Bureau erfährt, 'die Mächte wurden am 8. b. M. amtlich benachrichtigt, daß Serbien zum Beweise seines guten Willens im Interesse des allgemeinen Friedens Opfer zu bringen, sich entschloß, unmittelbar nach dem F r i e d en s s chl u ß die Truppen von der Küste des Adriatischen Meeres zu r ü ckz u z i e h e n. Die serbische Regierung hoffe, indem sie so handele, daß Europa von ihrer Mäßigung Kenntnis nehmen, und keine weiteren Opfer verlangen werde, die außerhalb der Grenzen ihrer Macht sein könnten. Die Serben lieben solche großspurige Redereien. Die Hauptsache ist, daß sie bezüglich Albaniens sich mit der Entscheidung der Großmächte werden begnügen müssen. Die Bedingungen, nnter denen Saloniki übergeben wurde. Erst jetzt wird, nach Mitteiltingcn aus Sofia, der authentische Text des Uebcrgabeprotokolls bekannt, mit welchem Aus Hessen. Aus dem Finanzausschuß. bs. D a r m st a d t, 8. Jan. Die Beratungen int Finanzausschuß wurden bei dem Braunkohlenbergwerk Ludwig s h 0 f f n u n g und dem dortigen Elektrizitätswerk fortgesetzt. Gerade diese Neueinrichtung wurde einer längeren kritischen Betrachtung int Finanzausschuß unterzogen. Es wurde insbesondere bemängelt, daß eine kaufmännische Bilanz nicht so ausgestellt worden sei, daß die finanzielle Lage des Werkes sich leicht aus ihr ersehen lasse. Von manchen Seiten wurde darauf hingewiesen, daß durch das neue Elektrizitätswerk der seither unrentable Betrieb des Braunkohlenwerkes etwas rentabler sich gestalte, und daß sich diese Rentabilität durch die in Aussicht stehende, Ausdehnung der etektrischen Versorgung in der Provinz Obcrhessen noch steigern würde. Ferner wnrdc angeregt, unter den Betriebsausgaben auch die Zinsen des Schuldkapitals sowie die Tilgung einzustellen, eine Anschauung,. die auch nachher bei dem Bad-Nauheim wiederholt wurde. Die Betriebsaus- General-Anzeiger für Oberhelsen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Nedaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Land"-^E Heü^ür den vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. die •W^lcht haben, verpflichtete sich der Höchstkommandierende der griechischen Arme'- — der griechische Kronprinz — einen strikten Befehl zu erlassen, die Tradition, die Gebräuche und die Religion der Bevölkerung zu schonen. Aus alledem zeigt sich deutlich, wie beflissen die Griechen waren, die Türken zu einer möglichst schnellen Uebergabe zu veranlassen, um den Bulgaren zuvorzukommen. Die Zukunft von Saloniki. Konstantinopel, 8. Jan Die aus Saloniki stammenden hiev ansässigen sowie die hierher geflüchteten Muselmanen beraten seit einigen Tugen die Entsendung einer Abordnung nach London, die bei Grey und den Botschaftern wegen der Zukunft Salonikis Schritte unternehmen soll. Ta die Mehrheit der Bevölkerung Salonikis aus Muselmanen und Israeliten besteht, wirb die Deputation verlangen, daß Saloniki in einen Freihafen umgewandelt und als solcher entweder im Besitz der Türkei verbleibt oder internationalisiert wird. scheint auch eine vollständige Uebereinstimmung zwischen dem Dreibund und der Tripleentente zu bestehen, über die Notwendigkeit, A d r i a n o p e l an Bulgarien abzutreten mit einigen Klauseln zugunsten der Moscheen, Kirchengüter und Gräber der Khalifen. Eine neutrale Zone zwischen Bulgarien und der Türkei? „Jkdam" erfährt, Grey machte bezüglich Adrianopels den Vorschlag, zwischen der Türkei und Bulgarien eine neutrale Zone zu schaffen, von welcher das Wilajet Adrianopel ein Teil sein soll. Die Verwaltung soll Beamten übertragen werden, die dem türkischen Dienst entnommen werden sollen. Ein ähnlicher Vorschlag wird für die Inseln des griechischen Archipels gemacht. Der Vorschlag wird gegenwärtig zwischen den Großmächten beraten. Man glaubt nicht an den Abbruch der Verhandlungen. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Konstantinopel: Auf Einladung des bulgarischen Oberkom- kischen Waffen nicht von den einrückenden Siegern benutzt werden. Nur die Geschütze und Kriegsmaterialien von Kara-Burnu, das den entwaffneten türkischen Soldaten zur Unterkunft überwiesen wurde, mußten — nach Art. 7 — den Türken abgenommen und der griechischen Armee übergeben werden. Weiteres besonderes Entgegenkommen zeigen die folgenden Bestimmungen: Art. 4. Alle höheren Beamten, Militärs und alle Offiziere werden autorisiert, ihre Säbel zu behalten und frei in der Stadt herumzugchen. 9(rt. 5. Alle höheren Beamten und Angestellten im Wilajet werden freigelassen. Art. 6. Alle Gendarmerie- und Polizeiagenten können ihre Waffen behalten. Art. 10. Tie türkischen Gendarmen und Polizisten werden bis auf weiteres ihren Dienst weiter versehen. Andere Bestimmungen, die in einem Zusatzprotokoll enthalten , sind, betreffen den Schutz der entwaffneten türkischen Soldaten j in allen Törfern, wo sie ihr Eigentum haben, vor Bandenüberfällen sowohl wie vor den Truppen der Verbündeten. Ferner chlörb Zu dem Mißgeschick der deutschen Zpitzbergen- Lxpedition. Die „B. Z." veröffentlicht ein Funkentelgramm, welches der tn der Advent-Bay (Spitzbergen) eingetroffene Kapitän Ritschel von der deutschen arktischen Vorexpedition von der Advent-Bay am 7. Januar absandte. Es lautet: Das Schiff der deutschen ^Arktischen Vorexpcdition ist in der Treurenburg-Bay eingefroren, wo für die am 15. August nördlich der Eroßbay-Jnsel int Packeis ausgesetzte Schlittcnexpedition ein Depot errichtet worden war. Tic Expedition bestand aus Leutnant Schröder-Stranz, Kapitänleutnant Sandleben und dem Geologen Mayr sowie dem Präparator Schmidt. Bisher fehlen über das Schicksal der Schlittenexpedition alle Nachrichten. Die Besatzung des Schiffes verließ am 9. September den „Herzog Ernst", um zu Fuß dte^Advent-Bay zu erreichen. Der Botaniker Möser und der Zoologe Detmers trennten sich freiwillig von mir uird marschierten nach dem Pol- heimgnartier, um schneller die Advent-Bay zu erreichen. Der Ozeanograph Dr. Rüdiger, ein Eislotsc und andere Matrosen erreichten die Wijde-Bay. Hier nrußte Rüdiger eines erfrorenen Fußes halber in der Schutzhütte zurückgelassen werden. Mit ihm blieb der Marinemaler Rave zurück. In der Hütte ist reichlich Proviant bis Januar vorhanden. Ich selbst, ein Flugtechniker, unser Eislotle und ein Matrose gingen weiter südwärts, um Hilfe für Rüdiger zu holen. Infolge der Dunkelheit der Polarnacht und des schlechten Wetters mußten wir bis Mitte Dezember in einer Schutzhütte am Kap Petermann unter großen Entbehrungen warten. Am 10. Dezember drang ich allein südwärts nach der Advent-Bay, wo ich mit teckweise erfrorene» Gliedern am 27. Dezember eintraf. Der Flugtechniker, der Eislotse und die Matrosen waren zum. Schiff zurückgekehrt. Es wird hier eine Hilssexpedition ausgerüstet. Ich selbst werde meiner erfrorenen Füße wegen zwei Monate hier liegen müssen. Unser Schiff sitzt in der Treurenburg-Bay sicher auf Strand, so daß es im nächsten Sommer unbeschädigt abgeholt werden kann. Reichstagsulk. „Ernst ist das Leben, heiter ist die Politik": mit dieser .Überraschenden Variation des bekannten Schillerwortes führt Hugo Freu z sein höchst unterhaltendes, soeben bet Hermann Barsdorf in Berlin erscheinendes Buch „Unter der goldenen itnvpei" cm, dessen Inhalt heitere Bilder aus dem Retäistage ausmachen. Gerade in diesen Tagen, wo die sckMrsen parlamentarischen Kampfe wieder anheben, tut cs wohl das Leben und Treiben m dem inschriftenlosen Hause am Berliner Königsplatze einmal m dem Scheinwerferlichtc des Humores zu sehen. . Es gibt freiwilligen und es gibt uuiretwilligen Reichstags- ulk. Die geübten parlamentarischen Kämpfer wissen gar wohl, Dar europäische Ronzert in London. Es scheint, daß der englische Staatssekretär Sir Edward Grey gegenwärtig in London eine ähnliche maßgebende Rolle spielt wie Bismarck ans der Berliner Konferenz. Die Türken setzen ihre Hoffnungen auf ihn, und es soll sogar schon eine muselmänische Abordnung unterwegs sein, um wegen des Schicksals von Saloniki an sein großmütiges Herz zu appellieren. Mit größerer Bestimmtheit wird von zwei englischen Vorschlägen gesprochen. Der eine, den Sir Grey selbst gemacht haben soll, geht dahin, zwischen Bulgarien und der europäischen Türkei eine neutrale Zone einzufügcn, die von türkischen Beamten verwaltet werden soll. Wie unhaltbar aber solche Zustände auf die Dauer sind, zeigt die Entwickelung auf Kreta. Auch in der solidesten Verkleidung wird die neutrale Schöne sich bald auf Abenteuer begeben. Ein anderer Vorschlag Englands soll dahin gehen, Adrianopel der Türkei zu erhalten, unter der Voraussetzung, daß seine Festungsanlagen geschleift werden. Bemerkenswert ist, daß England in der Türkei auch damit Stimmung gemacht hat, daß es ihr 10 Millionen Mark Vorschuß für die Zahlung der Beamtengehälter gewährt hat. Neber die Msichten des Dreibundes veröffentlichen römische Blätter Angaben. Darnach soll Adrianopel den Bulgaren preisgegeben werden, nicht aber die Inseln im ägäischen Meere. Man geht eben in Rom von der Erwägung aus, den Griechen, Serben, Bulgaren die hohen Kosten für neue Schiffsbauten zu ersparen; Oesterreich und Italien sollen sich allein in die Mittelmeermacht teilen. Der neue deutsche Staats sekrctär, Herr von Ja- gow, der ja an dem Fortbestehen des Dreibundes tätigen Anteil genommen hat, ist von einem Berichterstatter auch schon über fein Programm gefragt worden und er soll nicht übel geantwortet haben: „Sie können doch keine programmatischen Acnßerungcn von mir erwarten Erstens hat der Staatssekretär des Aeußern bei uns überhaupt fein Programm aufzustellen, zweitens halte ich cs für einen Unsinn, ein Programm zu entwerfen, wo sich unabhängig von uns Konstellationen ergeben, die uns ganz neue Wege, vorschrcibeu können. Ich halte nichts von politischen Programmen, ich halte auch nichts von Acußerungen über das, was werden kann und werden soll. Ich glaube, in Rom mit dem Prinzip der stillen Arbeit nicht schlecht gefahren zu sein, und werde au diesem Prinzip auch in Berlin festhalten." Tas ist's, was man von dem neuen Herrn in der Wil- helmstraße wünschen kann. Ein Programm würde sogar wohl auch der englische leitende Staatsmann ablehnen, der die Gelegenheiten so fein einzufädeln versteht. Wir erhalten folgende Meldungen: Dem Reuterbureau wird aus Konstantinopel gemeldet: Nach den letzten Mitteilungen hat England den Mächten einen Vorschlag gemacht, nach dem Adrianopel der Türkei erhalten bleiben soll unter der Voraussetzung, daß die Festungswerke geschleift und verschiedene weitere andere Beschränkungen wirtschaftlicher Art auferlegt werden. Der Vorschlag habe gute Aussicht auf Annahme. Die römischen Zeitungen veröffentlichen folgende Te- pesche aus London: Die Meldungen einiger französischer und anderer Blätter über das Schicksal der Inseln und andere Fragen werden in politischen und diplomatischen Kreisen, die gut informiert sind, nicht für vollständig richtig gehalten. Der Dreibund scheint in der Tat darauf zu bestehen, daß außer vier, den Dardanellen benachbarten Inseln, nämlich Jmbros, Tenedos, LemnoS und Samothrake, auch Chios, Mytilene, Kos und Rhodos der Türkei mit wirksamen Garantien zugunsten der Bewohn er verbleiben. Es a.'. i daß ein guter und selbst ein scharfer Witz an der rechten Stelle eine gute Waffe ist. Bismarck war ein Meister auch in der Handhabung dieser Waffe. „Lassen Sie uns mal erst alle'sterben, dann sollen Sie sehen, wie Deutschland in Flor kommen wird," erwiderte er einmal den Reichsboten treuherzig. Ein andermal trumpfte er einen Gegner mit den Worten ab: „Ich wirke gewissermaßen wie das rote Tuch — ich will den Vergleich nicht fortsetzen!" Und von den Denkmälern, die die Verehrung ihm sckwil bei Lebzeiten zu setzen wünschte, sagte er einmal das lustige' Wort: „ES stört mich in Promenadenverhältnissen, wenn ich gewissermaßen fossil neben mir dastehc." Uebrigens war ihm sein großer Zentrumsgegner Windhorst auch auf dem Gebiete des Witzes ebenbürtig; von ihm stammt das muntere Wort: „Wenn der geehrte Herr das von mir gelernt hat, so ist es darum nicht an sich gut!" Danials war überhaupt eine goldene Zeit des Reichsulkes, dessen Klassikern Alexander Meyer^Halle war. Der hat einmal das Bekemitnis abgelegt: „Ich bin nun einmal so schwach organisiert, daß ich lieber zehn Schmeiclieleien als eine einzige Grobheit höre." Ein andermal: „Wir sind gegenwärtig in der dritten Lesung, entrinnt auch diese kraftlos unfern Hän den, wir haben keine vierte zu versenden." Tas hieß mit dem klassischen Worte hübsch spielen; anderen Rcichstagsrednern aber haben die Worte der Klassiker selber übel mitgespielt, z. B. jenem Abgeordneten, der sich die hübsche Entgleisung leistete: „Jetzt muß der Minister mit der Faust ausrufen: Hier stehe ich, ich kann nicht mehr weiter!" In wenigen Worten ein wahrer Rattenkönig von Fehlzitaten!" Ucberhanpt die Entgleisungen, das ist ein geradezu unerschöpfliches Kapitel! Tief erschütternd klagte einmal der alte Lieb kneckt: „Ein fast tragisches Geschick, tragisch, wenn es nicht so traurig wäre!" Eine kleine Lese wenig bekannter Perlen aus dem Schätzlästlein des unfreiwilligen parlamentarischen Humors möge zum Schluß dem Leser nicht vorenthalteu sein. Tie Vermehrung der Bevölkerung auf dem flachen Lande vollzieht sich auf eine ganz natürliche Weise, ich werde Jhüen gleich zeigen, wie!" „Ich kann nicht länger schweigen, ohüe einige Worte zu sagen." „9ki den neuen Steuern hat die breite Schulter des Bieres naturgemäß eine erhebliche Last zu tragen." „Ter Vorredner legt seine Hand auf eine Wunde; die auf vielen Seiten besteht." „Der Juliusturm ist im Falle einer Mobilmachung nur ein Tropfen aus einen heißen Stein." 1i.itkarten las uroBt Masktt' garderobcn' Perleib aeichasl von S.imllt MMAW ■nrrtiwtb einige bestTtell - anä> Kinberklelbei , -dnvtl Anaeb. untet Büglerin nufieblt fid) in und aig tZdiülerm- wuö ck ca.t'M°n°le 12$ , Pension minageüen in tzkbild. ASM die Türken die Stadt Saloniki den Griechen übergeben haben. Tie Kapitulation Salonikis erfolgte bekanntlich nach heftigen KämplCN der türkischen Armee gegen die Bulgaren, während die griechische Armee noch gar nicht ins Feuer -getreten war. Aus den ungewöhnlich leichten Uebergabebebingungen geht hervor, warum sich die Türken den Griechen und nicht den Bulgaren ergeben haben. So lautet der Artikel 1 des Protokolls: „Die Waffen der türkischen Soldaten werden gesammelt und von feiten der griechischen Armee in Depots verwahrt werden. Hierüber wird ein besonderes Protokoll verfaßt werden." Also durften die tür- gaben des .Kraftwerkes wurden als viel zu hoch bezeichnet, wie auch die Herübemahme eines Teils der Tätigkeit der letzt bet den Bergwerken beschäftigten .Beamten, da diese doch nicht technisch für das Krasttoerk vorgebildet seien. Das Bad Nauheim soll noch zum Gegenstand der Besprechung mit der Regierung bezüglich der Mehrforderungen gemacht werden. -Auch hier wurde eine kaufmännische Aufstellung gefordert, damit der jeweilige Kapitalwert des Gesamtunternehmens und dessen Reiite ohne weiteres ersehen werden könne. Kapitel 9, Samcnklenganstalt zu Gammelsbach i. O., 10, Staatseisenbahnen, und 11, Lotterie, gaben zu keinen besonderen Bemerkungen Anlaß. Bei den Einnahmen aus den Staats- eisen bahnen nahm der Finanzausschuß in Aussicht, entsprechend den tatsächlichen Ergebnisseii, wie sie sich jetzt heraus- gcftellr haben, die veranschlagte Summe von 17 443 000 Mk. entsprechend zu erhöhen. Bei den direkten Steuern wurde die Frage der Schreibgehilfen im allgemeinen erörtert. Man war allgemein der Ansicht, daß die jetzige, von der Regierung getroffene Regelung, nach welcher das 35. Lebensjahr und mindestens 15jährige Beschäftigung verlangt wird, mehr aber noch die Bedingung, daß nur 20 Proz. der Schreibgehilfen angestellt werden sollen, sür die Uebergangszeit außerordentliche Härten hervorgerufen habe. Dazu komme,, daß die Privatversicherung für Angestellte den Schreibgehilfen erhöhte Ausgaben auferlege. Hier sei eine Aenderung der Regierungsvorschläge dringend geboten, und es soll nach dieser Richtung ebenfalls mit der Regierung verhandelt werden. Deatscbes Reich. Die neue Wehrvorlage. Der Berliner „Lokalanzeiger" bezeichnet die Angaben eines Berliner Blattes über die neue Wehrvorlage als eine auf Kombinationen gestützte Leistung. Daß ein Ergänzungsetat zur Erfüllung organisatorischer Forderungen des Heerswesens kommen soll, sei, bekannt. Die Einzelheiten ständen aber noch nicht f e st. Die Vorarbeiten zu dem Etat seien noch nicht abgeschlossen. Der Eisenbahnvoranschlag sieht an einmaligen außerordentlichen Ausgaben vor: Eine erste Rate zur Herstellung eines Ueberholungsgeleises auf dem Bahnhof Obernhof (Lahn) von 50000 Mk., zur Erweiterung der Hauptwerkstätte Betzdorf 100 000 Mk., zur Erweiterung des Bahnhofs Goldstein 50 000 Mk., zur Herstellung der Straßenunterführung am Ostende des Bahnhofs Oberursel 50 000 Mk., zur Herstellung von zwei Ueberholungsgeleisen auf dem Haltepunkt Kerzelt 50000 Mk., außerdem, dem hessischen Staate zur Last fallend, zur Erweiterung des Bahnhofes Niederohmen 50000 Ml., zur Herstellung einer weiteren Zufahrt zum Lokomotivschrippen auf dem Hauptbahnhof Mainz 100 000 Mark, die ebenfalls dem hessischen Staate zur Last fallen. Eine Trauerfeier für den Grafen v. Schliessen. Am Mittwoch nachmittag fand in der Jnvalidenkirche in Berlin die Trauerfeier für den verstorbenen Generaladjutanten, General-Feldmarschall Grafen v. Schliessen, statt. Der Trauerfeier wohnten außer der Familie des Entschlafenen die hier anwesenden Prinzen und die Söhne des Kaisers, ferner Prinz Friedrich Leopold, Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein, die General-Feldmar- schälle, General-Obersten und Ritter des Schwarzen Adlerordens mit dem Reichskanzler an der Spitze, sowie viele Tanten und Herren der Hofgesellschaft bei. Ter Kaiser erschien zur Trauerseier gegen 3 Uhr im Automobil vom Neuen Palais und legte einen Kranz an dem vor dem Altar aufgebahrten Sarge nieder. Der Ausschmückungsausschuß des Reichstages hat einem Antrag des Reichsamts des Innern stattgegeben, wonach eine Herme W a l l o t s in der Osthalle des Reichstagsgebäudes Aufstellung finden soll. Die Büste wird von Professor Diez hergestellt werden. Der sozialdemokratische Parteitag für Preußen nahm bezüglich der Landtagswahlen folgende Beschlüsse an:' In allen Wahlkreisen, in denen dies mög- lich ist, werden selbständige Wahlmänner aufgestellt. In den übrigen Wahltrcisen wird für diejenigen bürgerlichen Wahl- Ferner werden die Preise für die besseren Plätze erhöht, die der billigen dagegen erniedrigt. Es werden 12 Volksvorstellungen veranstaltet, außerdem sollen die Vorstellungen später beginnen, um den weitesten Kreisen den Besuch Äer Theater zu ermöglichen. Es bleibt abzuwarten, ob durch diese Maßnahmen die Theatermisere beseitigt wird. — Der Neubau der Neuen Freien Volksbühne int Scheunenviertel. Der Magistrat Berlin hat, vorbehaltlich der Zustimmung der Berltner Stadtverordneten-Ver- sammlung, beschlossen, dem Verein Neue Freie Volksbühne eine erste Hypothek von zwei Millionen Mark für die Bebauung des 4565 Quadratmeter großen mittleren Teils des Sä>eunenviertels mit eitlem Theater zu bewilligen. Tas Theater soll 2000 Plätze umfassen und mit der «Front nach dem Bülowplatz errichtet werden. Ter Verein besteht feit 22 Jahren, zählt jetzt 50 000 Mitglieder und bietet hinreichende Sicher 1-ett sür eine gedeihliche Entwicklung des großzügigen Unternehmens, das etwa 5 Millionen Mark erfordert. Tie Kosten des Baues, der vom Diplom-Ingenieur Oscar Kausmann entworfen ist, sollen sich allein auf 4,3 Millionen Mark belaufen. Hinter der ersten Hypothek von 2 Mill. Marl, die mit 4 Vs v. H. verzinst werden soll, wird eine Amorti- sationshypothek von 500 000 Mk. und danach das zu amortisierende Restkaufgeld von 1 Million Mk. folgen. Der Verein hofft einen jährlichen Ueberschuß von etwa 100000 Mark zu erzielen. Er hat sich verpflichtet, jährlich mindestens 10 Nachmittagsvorstellungen für Berliner Gemeindeschüler mit Eintrittspreisen von 60 Pfg. zu veranstalten. Ter Magistrat beabsichtigt die Hypothek aus Änleihemitteln zu entnehmen und hat die Beleihung im öffentlichen Zitter esse beschlossen, einmal um die Bebauung des Scheunenviertels zu beschleunigen, dann auch um die Aufführung von dramatischen Werken zu billigen Preisen zu fördern. Mit dem Bau des Theaters soll ^entuell sofort begonnen werden. Tie Polizeibehörde hat das Projeft bereits in seinen Einzelheiten geprüft und nack Abänderung einiger nebensächlicher Konstt-uk- tionen usw. genehmigt. Es sind Misgänge nach mehreren Seiten, it. a. auch nach der Linienstraße vorgesehen. Der Haupteingang befindet sich am Bülowplatz. Mit den Eigentümern des Baublocks hat der Magistrat noch eilten besonderen Vertrag abgeschlossen — Bildschmuck i m Eisenbahnwagen. Für den schönen Plan, unsere Eisenbahnnuigen mit künstlerischen Städte- und Landschaftsbildern zu schmücken, hatte der Bund Deutscher Berkehrsvereiue gemeinsam mit der Leipziger Akademie sür graphisckie Künste und dem Deutschen Buchgewerbeverein einen Wettbewerb ausgescknieben. Mehrfarbige Lithographien waren gewünscht, die in Rahmen unter Glas in den Eisenbahnabteilen aufgehängt werden sollen, vorläufig in denen der preußisch- hessischen und eliassisclp-lothringifchen Eisenbahnverwaltung. Tas Ergebnis des Wettbewerbs, dessen Preisrichter unter anderen Max Klinger und Max Seliger waren, hat gezeigt, wie viel Interesse unsere Künstlerschaft an den Schönheiten der Heimat hat. Neunzehn Bilder wurden preisgekrönt und angekanft, darunter Arbeiten von Ulrich Hübner, M. Stern, Ubbelobde, Hans Hartig. männer gestimmt, welche das Versprechen abgeben, daß sie nur Kandidaten wählen, die für die Uebertrcrgung des Reichstagswahlrechts auf den Preußischen Landtag stimmen. Bei den Stichwahlen verlangt die Sozialdemokratie, wenn sie den Ausschlag gibt, die Abtretung des Mandats. Wird dies bewilligt, jo stimmen die sozialdemokratischen Wahlmänner schon im ersten Wahlgang außer für den sozialdemokratischen Kandidaten für die Kandidaten der betreffenden bürgerlichen Parteien. Andernfalls stimmen die Sozialdemokraten im ersten Wahlgang nur für ihre Kandidaten und enthalten sich bei der Stichwahl der Stimmen. Ausland. 40 neue österreichische Flugschiffe. Die österreichische Heeresleistung hat 40 Flugschiffe mit Lieferzeit Ende April in Auftrag gegeben. Oesterreichischc Auszeichnungen für deutsche Diplom a ten. Dem Unterstaatssekretär int Deutschen Auswärtigen Amt, Zimmermann, wurde nach einer Wiener Meldung der Orden der eisernen Krone erster Klasse und dem Geheimen Legationsrctt v. Stumm das Großkreuz des Franz-Josephordens verliehen. Eine hohe Auszeichmmg war, wie die politische Korrespondenz meldet, dem Staatssekretär von Kiderlen-Wächter zugedacht. Das neue S ä beldu ell Tiszas. Wie aus O f e n p e ft gemeldet wird, fand zwischen dem Grasen Tisza und dem Grafen Aladar S z e ch e n y i ein Säbelduell statt, weil Szechenyi schriftlich erklärt hatte, er habe den Gruß Tiszas nur irrtümlich erwidert. Szechenyi erhielt einen Hieb am Kopfe. Tisza blieb unverletzt. Die Abgeordneten der Regierungspartei bereiteten Tisza Ovationen. Aus O f e n p e st kommt ferner die Meldung, auch der Reichstagsabgeordnete Desider P o l o n y i habe dem Grafen Tisza seine Zeugen geschickt wegen einer angeblichen Beleidigung. Wahrscheinlich werde es zu einem Duell kommen. Wie es heißt, stehen noch weitere Duelle mit dem Grafen Tisza bevor. Desider Polonyi soll ein Riese von Gestalt und bereits gekrönter Fechter sein. Als Tisza von dem Duell mit dem Grafen Szechenyi nach Hause fuhr, riefen Sozialdemokraten: „Nieder mit Tisza, es wird ihn schon einer verletzen!" — Die oppositionellen Helhen werden, auch wenn einer von ihnen Tisza verletzen sollte, sich nicht mit Ruhm bedecken. Aus Stadt und Land. Gießen, 9. Januar 1913. ** Tageskalender für Donnerstag, 9. Ian. 4. off. Vortrag des ftanün. und des Ortsgewerbevereins: Ingenieur F r o m b o l z - Dortmund: Krupp und seine Werke. Um 8% Ubr in der Universitäksanla. Oeff. Vortrag des Naturbeiloereins: Vortrag vom Lehrer a. D. ft ivft en aus Weißenfels: Die gefürchtetsten Kinderkrankheiten. Abends 8% Uhr im Hotel Schutz. * ** O rd ensVerleihung. Der Großherzog hat bem, Oberbriefträger Johs. Betz in Eschenrod das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste verliehen. •• Zur Entlastung d e§ Güterverkehrs auf dem Bahnhof Gießen will die Eisenbabnverwaltung zwischen den Linien Köln — Gießen und Gießen — Frankfurt eine besondere zweigleisige Güterbahn anlegen, die von Wetzlar her in Hessen die Gemarkungen Allcndorf a. d. Lahn, Heuchelheim, Klein-Linden und Großen-Linden berührt. Die neue Linie soll zwischen dem alten und neuen Ortsteil von Klein-Linden durchgeführt werden. ** Provinzialausschußsitzungen finden statt: am Mittwoch, 15. Jan., vormittags 3/49 Uhr, mit folgender Tagesordnung: 1. Klage des Ortsarmenverbandes Wetzlar gegen den Landarmenverband Gießen wegen Unterstützung des Heinrich Ortmüller zu Wetzlar. 2. Klage des Heinrich Deubel VIII. in Rudingshain gegen Großh. Kreisamt Schotten wegen Versagung des Wandergewerbescheins. 3. Gesuch des Ludwig Fil- singer von Unter-Schmitten um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft. 4. Die Drogerie des Apothekers Stockbauer in Bad-Nauheim; ferner am Samstag, 18. d. Mts., vormittags 3/^9 Uhr, mit folgender Tagesordnung: 1. Klage des Landarmenverbanbes Wiesbaden gegen den Landarmenverband Friedberg wegen Unterstützung des Georg Conow aus Neustadt. 2. Klage des Ortsarmenverbandes Friedberg gegen den Ortsarmenverband Echzell wegen Unterstützung des Albert Kaufmann. 3. Gewerbeanlage des Karl Konrad R e u ß zu Friedberg. 4. Gesuch des Georg Friedrich Rühl zu Otterbach um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft. *' Das hessische Tuberkulose - Wander- Museum wird, nachdem eS durch die Landesversicherungs- anslalt Thüringen für die dortigen Verhältnisse ergänzt worden ist, seit Juni 1912 in thüringischen Stödten zur Schau gestellt. Bis zum Dezember waren bereits 13 Städte besucht worden, in denen rund 70 000 Besucher gezählt wurden. DaS Museum findet in Thüringen durchweg großes Interesse. ** Unentgeltliche Benutzung der deutschen Patentschriften. Bei der Bibliothek der Zentralstelle für die Gewerbe, Darmstadt, Neckarstraße 3, befindet sich eine Auslegestelle der vom Patentamt in Berlin herausgegebenen Patentschriften über die seit dem 1. Juli 1877 erteilten Patente. Die Auslegestelle ist geöffnet an den Wochentagen von 81/2—12V2 und von 3—51/2 Uhr (Samstag nachmittag ausgenommen) und kann von jedermann unentgeltlich benutzt werden. Durch diese Einrichtung soll jedermann Gelegenheit gegeben werden, sich über den Inhalt von Patenten zu unterrichten. Um auch auswärts wohnenden Personen die Einsicht der Patentschriften zu ermöglichen, ist die leihweise Abgabe einzelner Nummern auf kürzere Zeit gestattet. Die neu erscheiuenden Patentschriften werben ben Auslegestellen in ei 1 wöchigen Zwischen«, räumen überwiesen und dem Publikum alsbald nach ihrem Erscheinen zugänglich gemacht. **DerFriseur-nndPerückenmacher-Gehilfen- V er ein feierte am Sonntag abend im Kath. Veremslmus fein 1. Stiftungsfest. Tie humoristischen Theaterstücke, besonders die Tünnesrollen, wurden mit großem Beifall ausgenommen. Ein Tanz bildete den Schluß der Veranstaltung. •’ Dieb stahl. In der "Nacht vom 7. auf 8. l. Mts. wurde in einer hiesigen.Wirtschaft durch Einsteigen durch ein Abortfenster die Regi strier kas se erbrochen und um etwa 100 Mark erleichtert. Auch ließ der Dieb einen Eheck über 10 Mark und 100 Zigaretten mttgehen. Kreis Alsfeld. ok. Alsfeld, 8. Jan. Ein Toppeijubiläum konnte Landbriesträger Kaspar Pabst von hier heute feiern. Er begeht nämlich heute seine silberne Hochzeit und' feiert zugleich sein?5iMnges Dienftjubiläum als Landbriefträger. ok. Vadenrod, 8. Jan. Hier ist eine so große Anzahl von Schulkindern an den Masern erkrankt, daß die Schule geschlossen werden mußte. Auch in S t 0 r n d 0 r f ist ein Teil der Schulkinder an den Masern erfratfft. Kreis Schotten. ** Aus Schotten, 8. Jan., erhielten wir Nachricht von einem Gerücht, daß ein Mädchen aus der Nachbarschaft von seinem Verlobten in die Schweiz verschleppt worden sei und dort an Mädchenhändler verkauft werden sollte. Die darüber in Zürich mit ztvei Leuten geführten Verhandlungen seien von dritter Seite belauscht und die drei Mädchenhändler verhaftet worden. — Wir können dazu mitteilen, daß es sich bei der An- tzelegenheit um einen Klatsch handelt, denn der allein in Frage kommende Herr befindet sich in seinem oberhessischen Aufenthaltsort und geht seinem Berufe nach. Er kann alfo nicht in Zürich in Untersuchungshaft sein. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 8. Jan. Denmächst wird man mit dem Bau des Krematoriums beginnen. Die Stadt- verordneten-Versammlung hat einen viergliedrigen Ausschuß gewählt, der die Krematorien benachbarter Städte besuchen soll. = Butzbach, 8. Jan. Durch eine kreisamtliche Verfügung ist der Gemeinderat augewiesen worden, Frau A. Bender Ww. als größte Grundbesitzerin der Gemeinde, zu. den G e m e i n d e r a t s s i tz u n g e n einzuladen. Nach einem Gesetze von 1858, das in die neue Gemeindeordnung übernommen wurde, ist nämlich der höchstbesteuerte Grundbesitzer, der mehr als ein Viertel der gesamten Grundsteuer bezahlt, vollberechtigtes Mitglied des Gemeinderats. Da Frauen nach dem gltenden. Recht nicht dem Gemeinderat angehören können, muß Frau Bender einen Vertreter stellen, wenn sie ihr Recht ausüben will. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 8. Jan. Fürst und Fürstin zu Solms-Lich sind gestern nachmittag 2.23 Uhr, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen abends 6.30 Uhr zum Besuch im Neuen Palais eingetroffen. Abends 8 Uhr fand in den Räumen des Alten Palais der erste diesjährige Hofball statt, zu dem au';er den Fürstlichkeiten Mi g.i der standesherrlicher Fami.ien Eiu.adun- gen erhalten hatten. Im ganzen ergingen etwa 500 Einladungen. Heute mittag 1 Uhr waren n. d. Darmst. Ztg. die hier anwesenden Mitglieder der standesherrlichen Familien zur Frühstückstasel im Neuen Palais geladen. Darmstadt, 8. Jan. Die Leitung der hieugen Hauptniederlassung der Bank für Handel und Industrie wurde vom 1. Januar ab den Herren F. v. Hessert, bisher Oberstaatsanwalt in Darmstadt, und H. Brink übertragen, als deren Stellvertreter Herr L. Neuz fungiert. m Offenbach, 8. Jan. Der KreiSschulmjpektor Schulrat Scherer, der seit dem 1. Oktober v. I. hier tätig ist, begeht am 15. Januar sein 25jä hriges Jubiläum als Kreisschulinspektor. — Ein Au 10 m 0 bil -Unfa ll ereignete sich 'n Fechen heim. Als der in der Goethestraßc 65 wohnende Betriebsleiter Otto Höhn eine Kurve fahren wollte, rannte das Automobil gegen einen Telegraphenmast. Der Anprall war so heftig, daß die Jnsaffen herausgeschleudetl und das Auto erheblich beschädigt wurde. Während Hohn mit geringeren Verletzungen dcwonkam, wurde seine Frau schwer verletzt vom Platze getragen. Neben äußeren Verletzungen trug sie eine Gehirnerschütterung davon. Beide Verletzte wurden ins städtische Krankenhaus gebracht. Kreis Wetzlar. — Salzböden, 9. Jan. Gestern morgen sahen die Holzhauer deS hiesigen Geiiieindewaldes ein Rudel Hirsche, etwa 20 Stück, vorbeilaufen. Kurze Zeit darauf fand man ein prächtiges Alttier, das nicht mehr laufen konnte. Tas Tier war gegen einen Baum gesprungen und hatte das Rückgrat gebrochen. Hessen-Nassau. Marburg, 8. Jan. Der dem Abgeordnetenhause zugegangene Etat des Kultusministeriums sieht unter den einmaligen außerordentlichen Ausgaben für die Universität Marburg 114 800 Mk. als letzte Ritte für bauliche Veränderungen und Verbesserungen der medizinischen Klinik vor. Ferner sind vorgesehen 50 650 Mk. für den Ankauf des Hausgrundstücks Deutschhausstraße 11 als Dienstwohnung des Direktors der Frauenklinik, 150 000 Mart als zweite Rate für den Neubau der Psychiatrischen Aufnahmestation und die Poliklinik, 45 000 Mk. für die bauliche Erweiterung des chemischen Instituts, 150 000 Mk. als zweite Rate für den Neubau des physikalischen Instituts und 26 600 Mk. für die Erweiterung ber Hörsäle des Zoologischen Instituts. tc. Frankfurt a M., 8. Jan. Verschwunden ist die 15jährige Tochter deS in der Kettengasse 14 in Würzburg wohnhaften Büttners Grünfeld, die in Frankfurt a. M., Fahrgasse 21, bei Verwandten sich aufhielt. Es ist nicht auS- geschlosien, daß das Mädchen einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Eme im Verdacht deS Mädchenhandels stehende Frau ist auf Veranlassung der Frankfurter Kriminalpolizei verhaftet worden. Landwirtschaft. Landwirtschaftlicher Vortragßkursus. Mainz, 8. Jan. Gestern vormittag wurde durch den Vorsitzender der Landwirtschaftskammer Geh. Regierungsrat Haas der landwirtsch. Vortrags kursus mit einer Begrüßungsansprache eröffnet. Als Vertreter ber Regierung war Geh. Landesökonomierat Müller, von der Provinzialdirektion Mainz Regierungsrat Tr. Werner, ferner- Kreisveterinärarzt Tr. Beiling anwesend. Der Vortragskursus war von ungefähr 250 Personen besucht. Den ersten Vortrag hielt Regierungsrat Tr. Appel von der Kaiser!. Biologischen 9lnftalt Tahlem über Kartoffelkrankheiten, besonders die Blattrollkrankheit. Ter Vortragende behandelte zuerst die Bedeutung des Kartoffelbaues für die gesamte Boltsernährung und machte dabei auf die erhebliche Steigerung der ftartoffet ertrage aufmerksam. Tie Schwarzbeinigkeit ber Kartoffel, die in Hessen nur in verhältnismäßig geringem Maße auftritt, kann von dem Landwirt durch entsprechende Aufbewahrung der Kartoffeln und Kulturmaßnahmen auf dem Felde in ber Hauptsache vermieden werden. Tie Ringkrankheit der Kartoffel ist gegenwärtig nicht in erheblicher Ausdehnung zu bcobarfiten. Durch Auslegung von nur ganzen Knollen, feine geschnittenen, kann diese Krankheit beschränkt werden. Eine größere Bedeutung hat die Blattrollkrankheit der Kartoffeln. Äe Ursachen dieser .Krankheit ünb bis heute noch nicht jestgeftellt. Tas Anerkennungswesen der Kartoffeln, welches in Hessen zuerst stündig zur Ausführung kam, gibt die Möglichkeit, diese Krankheit zu beschränken. Auf diese Weise gelangen nur die Saatkartoffeln Original Schmldfs Wasch - Maschine bleibt unbestritten die Beste I — Mehr als‘/«Million bereits stellen weist nach: C. Koch, Berleburg IKHiM Soennecken Schreiben ohne Druckanwendung 1 Gros M 3.— Auswahl Nr. 10: 25 Pf « erhältlich Warnung z' Rar echt mit Stempel U..S0ENNECKEN mt morgen sahen die tzeinRudel Hirsche, ^kii daraus sand man : lausen konnte. Tas inam und hatte daS v-«chtvei' m brit?“ ff« Stu. Ä m'rb m«» mit Sinnen, gs. nut S'S? Der- 1 W namhd) der n L.ei" 9 »«nben S--° ’te Recht au«. ihrßen. ^ Fürstin iu > 2-23 Uhr, Prinz V! Don Hessen rä? clnWfien. - 2Il.n Palais der em au er d.n Fürst, i.vamlien Ein.adun- ngen cwa LOj Lin. J it b. Tarmft. Ztg. Hanbe^crrlicfjen Fa- geladen. ig der biengen Haupt« und Industrie F- v. hessert, bis- dt, und h. Brink rr L. Reuz fungiert. eiSschulinipektar Schiller v. I hier tätig ist, ige6 Jubiläum als bü-Unfall ereignete der Gaethestraste 65 e Kurve fahren wallte, Telegraphenmast. fitn btrauSijejdiltiib(\i )r. Während hohn wurde \eme Trau Neben äugten Per« truntz davon. Beide >au5 gebracht. Naeordnetenhause zu« ,um- lieht unter den iahen für die Uni* al« letzte Aale für m.naen der medizini* 30650 SR1 für aljä'haussrraße U als Viut-nflinif, loOOOO ', s,r Pincbiatnschen «MO» st-di- 4itub. IbE°M physikalichen In ^enmg b« /in Frankfurt j , M ist nicht auS- *hX I* ost« "«äonb,i6 w* iit i«rfb® ^ipilckiu'N Zal'Ng \/r^t2^ferionfn r «ppelx Lank^--Lck.f? m ",J? mf eS1?, *» “r.TnrrM” üe u, Tif ” Die Heraufsetzung des Alters für Schlacht- ist zu verfolgen. Eine genaue Preisnotierung für Vieh kälber ist wünschenswert. Amtlich wird aus Ludwigs- * Eisen du „Zwei Jungen wollen sich hauen lautet die Antwort. „Wer sind seinem Laden vorbeischießt. und das will ich verhindern am des und Fleisch ist durchzuführen. Lieferungsverttäge zwischen Landwirten und Stadtverwaltungen können zur Erreichung stabiler Verhältnisse beim Vieh- und Fleischverkauf in vorteilhafter Weise beitragen. Lebhafter Beifall lohnte auch diesen Redner für seinen interessanten Vortrag. AnziehüngApunkt der Insel, die immer weniger Leben zeigt. Aber in dem halben Jahrhundert, das seit der Restauration verflossen ist, hat die Zeit von neuem schwere Spuren des Verfalls hier hinterlassen. Statt der stilechtcn Tapeten sind die Zimmer mit ganz gewöhnlichen Tapeten versehen; die Möbel machen durchaus keinen historischen Eindruck, und das Haus selbst ist in seinen Grundfesten ersckchttert; in wenigen Jahren wird es völlig dem Untergang geweiht sein. Die Regierung, die in ihrem Budget 9000 Franks jährlich für die Denkstätten von St. Helena ausgesetzt hat, kümmert sich nicht um die historische Stätte. So verfällt sie zusammen mit der Insel selbst, deren Einwohnerzahl immer geringer wird, und die keine politische oder wirtschaftliche Bedeutung mehr besitzt. frhcn erbanmuiiMimdiii ans, mein Lieber, und ich verstehe nicht, wie man sich so lange mit einem Katarrh hcrnmvlagen kann. Bon selbst vergehen solche Dinge nicht, wo bl aber kann man sich die schwersten Erkrankungen mit verschleimten Katarrhen AUAielien. Also kaufen Sie sich Fans ächte Sodener Mineral-Pastillen! Die sind in ihren wirksamen Bestandteilen Produkte von im Kurgebrauch befindlichen Sodener Gemeinde-Heilouellen, und ungezählte Tausende können Ihnen bezeugen, das; Fays ächte Sodener eine ideale Hilfe für Leiden Ihrer Art sind. — Besondere Kennzeichen: Der 9t(tme „Fay" u. weiger Kontrollstreifen mit nmtl. Bescheinigung des Bürgcrmstr.-Amtes Bad Soden a. T. fss18/12 13. Februar befreite sich sein Geist von der Gebundenheit irdischen Wallens. * Der Friedensstifter „Aber Junge, warum rennst denn fr?" fragt der Torfkaufmann einen Buben, der an Vermischtes. — Die deutsche Südpolarexpedition. Oberleutnant F i l ch n e r telegraphiert aus Buenos-Aires: Das Schiff „Deutschland" ist hier eingetrosfen. Es muß im Dezenrber nochmals südwärts fahren, um die Forschungen programmäßig durchzuführen. Rach Durchquerung von 1200 Seenreilen in den Breiten des Eisgürtels wurde im Februar bei 76 Grad 35 Minuten südlicher Breite und 30 Grad westlicher Länge neues Land entdeckt und nach dein Ehrenprotektor Prinzregent Luitpold genannt. Das Land wurde bis 79 Grad südlicher Breite und 30 Grad westlicher Länge sestgestellt. Auf dem 78. Breitegrad schließt sich hieran als südliche Begrenzung die Weddelsee, nach Westen zu die Kaiser-Wilhelm-Barriere. Als die Landung oaselbst durck)- gesührt wurde, wurden durch die Springflut mehrere Quadratkilometer samt der Station abgcsprengt. Die Station wurde an Bord gerettet. Das Schiff kam anfangs März in die Eisdrift. Wertvolle Ergebnisse sind erzielt worden. Ausrüstung und Schiff sind in bester Verfassung. Die Tiere, der Proviant und die Kohlen sind vollständig intakt. Im August starb in Südgeorgien der verdienstvolle Kapitän Vahsel am Herzleiden. Professor Penk, der Vorsitzende der Geographischen Gesellschaft, teilt uns hierzu folgendes mit: Nach dem vorstehenden Telegramm ist Oberleutnant Filchner im südlichen Eismeer 400 Kilometer weiter südlich gelangt, als es bisher in der Weddelsee geschah. Ein Vordringen in die vereisten Antarktika wurde durch das Zerstören eines Teiles der Eisbarriere, auf der sich die Station befand, vereitelt. Die Seereise bedeutet einen großen Erfolg, wie ihn die maritimen Expeditionen der Antarktis seit langem nicht erzielt haben und bezeichnet die Entdeckung ähnlicher Verhältnisse in der Weddelsee, wie sic in der Roß-See als Ausgang weiterer Vorstöße gegen Süden erfolgreich gedient haben. Amtlicher Wetterbericht. Oeffcntlicv- Welle t. u u u e l l e Gi eßen. Wetteraussichten in Hessen <ür Freitag, bett 10. Ian. 1913: Stellenweise Morgennebel, wechselnd bewölkt, trocken, Frost. denn die Jungen?" „Bill Penkins und ich! * Ein Gemütsmensch. „Ach, dein Papa sieht doch eigentlich reizend aus mit seinem schönen weißen Haar." Ter Sohn, stolz: „Ja, und das habe ich ihm verschafft." nnch das Recht, seinen Weiterverkauf zu fordern, wenn er M unmenschlich behandelt wird, aber dies Privileg ist nur ein Hohn mehr für die Frauen, die im Harem eingeschlossen der Grausamkeit ihrer Herren wehrlos preisgegeben sind. Die Französin erzählt von furchtbaren Züchtigungen, deren Zeugin sic gewesen ist, und ruft in flammenden Worten den Staat zur Bekämpfung dieser entsetzlichen Zustände auf. Der Sklaven handel ist nämlich auch heute noch eine Institution des marokkanischen Staates, seit Mulai Hassan ist zwar nur der Verkauf von Negern und Negerinischlingen gestattet: der Verkauf jedes Einzelnen muß auch durch den Kalifen genehmigt werden, aber dies geschieht immer und ist nur eine Formalität, denn der Sultan erhält, wie vom Getreide und von anderen Waren, ein Zwanzigstel des Kaufpreises. kf. Ein Schirm-Haus in Alaska. Einem amerikanischen Lehrer, namens A. M. Maxwell ist jüngst auf einer Wanderung in Alaska in der Nähe der Behringsee eine wichtige archäologische Entdeckung geglückt. Er stieß auf einen Haufen von Geröll, der augenscheinlich durch die Wirkung des Eises aufgetürmt war. An einer Stelle hatte die spätere Wirkung des Wassers Teile eines sehr primitiven Hauses bloßgelegt. Maxwell machte sich sogleich an die nähere Untersuchung. Nach der Entfernung des Gerölls blieb das Gerippe eines vorgeschichtlichen Hauses übrig, das außerordentlich gut erhalten war. Bei diesem archäologischen Funde handelt es sich um ein Gerippe, in des Wortes wahrster Bedeutung, denn als tragende Teile des Hauses gehen von einer in der Mitte stehenden Steinsäule schirmstangen- artig eine ganze Reihe von Rippen aus, über die offenbar das verlorengegangene, vielleicht aus Tierfellen hergestellte Dach aus- gespannt war. Von welcher Tierart die Rippen stammen, konnte Maxwell nicht feststellen. Ihre-Länge beträgt 6—9 Meter. Wahrscheinlich also handelt es sich um Rippen einer Walfischart von außerordentlicher Größe. Beim Graben in die Tiefe stieß Maxwell auf ein Steinbeil, von 27 Pfund .Gewicht; ferner fand er ein steinernes Messer und schließlich einen gewölbten Stein, der vielleicht als Ballast in einem Boote gedient hat. Diese Steine hat Maxwell sogleich mitgenommen, und die amerikanische Regierung wird sie einem Museum überweisen. Es soll nun eine Expedi tion nach der Wohnstätte ausgesandt werden, J}ic die Nachforschungen fortsetzt und auch das Schirmhaus selbst vollständig ausgräbt, so daß es auch in ein Museum gebracht werden kann, eine Arbeit, die Maxwell allein wegen der Größe der Gegenstände natürlich nicht in Angrifs nehmen konnte. — Wagner und d i c Zahl 13. Manche abergläubische Gemüter sind vielleicht mit bangen Befürchtungen in das neue Jahr getreten, gilt doch vielen die Zahl 13 als ein böses Omen. Wenn solche abergläubische Befürchtungen einer Widerlegung bedürfen, wäre Richard Wagners Leben und Schaffen der beste Beweis. Tenn im Leben des Meisters hat bekanntlich die Zahl 13 eine besonders große Rolle gespielt. Richard Wagner wurde 181.3 geboren: die Quersumme dieser Zahl gibt 13, so daß allein in seinem Geburtsjahr bereits zweimal die so oft mit Unrecht verleumdete Zahl 13 vorkommt. Sein Name besteht aus 13 Buchstaben. Wagner bat 13 große Werke geschaffen, und er selbst hat erklärt, daß seine Karriere am 13. eines Monats begonnen habe. Tannhäuser wurde am 13. April vollendet und am 13. März in Paris zum ersten Male aufgeführt. Wagner verließ Bayreuth am 13. September, der September ist der neunte Monat, die Ziffer des 13. 9. ergeben als Quersumme wiederum 13. Und Hafen gemeldet: Im hiesigen Bahnhof entgleiste bei der Ausfahrt des Personeuzuges 201 nach Worms heute früh 5.05 Uhr die Lokomotive und drei Eilgutwagen bei Weiche 32 aus vorerst noch unbekannter Ursache. Verletzt wurde niemand. Auch die Materialbeschädigungen sind gering. Personenzug 201 Tonnte, da das sechste bis siebente Gleis gesperrt waren, nicht verkehren. Seine Reisenden wurden mit Personenzug 704 befördert. * Ein Sklaven markt in Marrakesch. Tie Zeiten, da die Sklaven zu Schiff nach Marokko gebracht wurden und Seeräuber auf unglückliche Christen Jagd machten, sind zwar längst dahin, aber, die Sklaverei existiert immer noch in Marokko und Marrakesch ist wie vor Hunderten von Jahren der Hauptmarkt für diesen schändlichen Handel. Zwar hat die französische Regierung den Verkauf von Menschen in allen ihren afrikanischen Gebieten verboten, aber es fehlt in Marokko nicht an Menschenware, die öffentlich feilyebotcn wird. Einen solchen Sklavenmarkt beschreibt in einer farbigen Schilderung die in Marokko weilende Doktorin Segel) int Matin. Ein großer, von kleinen Verschlagen umgebener Platz; in der Mitte em gedeckter Raum, in dem die Ware bei Regen angepriesen wird. Die Sklavenhändler führen ihre Opfer in Menge herbei. Frauen, Kinder, Jünglinge und reife Männer drängen sich durcheinander in den engen Verschlügen. Sie sind ruhig, denn sie wissen, daß Widerstreben nichts« hilft, und daß sie auf jeden Fall verkauft werden. Langsam füllt sich der Platz mit Kauflustigen. Endlich nahen die Tellals, die Be amten, die den Verkauf leiten. Sie eröffnen den Sklavenmarkt seierlichst durch ein großes Gebet. Stehend, die Hände geöffnet vor sich haltend, gleich als ob sie darin das Gebetbuch hielten, sagen sie mit lauter Stimme die erste Sure des Koran: „Lob Gott dem Herrn des Weltalls, dem l^nädigen, dem Mitleidigen, dem Herscher am Tage der Vergeltung . . ." Nach dieser Zeremonie begibt sich jeder Tellal zu den Sklavenhansen, der ihm zum Kauf übergeben ist. Tie Ware wird noch schnell etwas herausaeputzt; die schmutzigsten Gewandfetzen werden durch hübschere Tücher ersetzt. Tann rennen die Tellals int Eilschritt um den Platz, die Preise aussckweiend, gefolgt von den Männern, Frauen und Kindern, die verkauft werden und mühsam hinter ihnen herkeuchen. Will einer einen Handel ab schließen, dann hält er die Laufenden an, prüft Zähne, Haare, Fleisch und Glieder des Opfers und beginnt um den Preis zu feilschen. Tie Preise sind nach Geschlecht, Alter und Fähigkeiten der Sklaven sehr verschieden. Für einen Mann von 24 Jahren, der nichts besonderes gelernt hat, zahlt man 16 Duros, d. h. etwa 70 Frs.: junge Mädchen von 10 oder 12 Jahren bringen dagegen 120—150 Turos. Eine Frau, die gut kochen Fann, bringt bis zu 500 Turos. Kleine Kinder sind nichts wert und man macht mit ihnen feine großen Umstände. Trägt eine Verkaufte ein Kind an der Brust und erklärt der Käufer, daß er die Frau allein haben wolle, dann wird der verzweifelnd Schreienden ihr Kleines einfach fortgerissen, und beruhigt sie sich nicht bald, so wird sie mit Stockschlägen getröstet. Ztvar hat der Sklave dem Buchstaben fVucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl'sche Universitäts-Druckerei. Schulstr. 7 selbst ein schönes Gesicht und eine zarte Hand, wenn die Haut gesprungen Darum beugen Sie vor und verwenden nur Naumann s „Faustring" Lanolinseisc. Stück 20 Pfg. Paket ä 5 Stück sogar nur 95 Psg. in Drogerien, Pgrsllmerien u. besseren Kolonialrvarengeschiisten.lss^" Das sterbende St. Helena. „WS Napoleon tot war, begann auch das Sterben von St. Helena." Dieser Satz ist das Leitmotiv eines Aufsatzes über die Schicksale der weltberühmten Insel nach dem Hinscheiden ihres größten Bewohners, den Alberio Cahuet in der Revue veröffentlicht. Die Garnison von 3000 Mann, die 600 Geschütze und die Kriegsschiffe, die die Insel bewacht hatten, wurden entfernt, da es niemanden ntefyr zu bewachen gab. Nur noch 3 Kompagnien Infanterie blick,en. Tie indische Kompagnie, die eigentliche Besitzerin von St. Helena, die während der Gefangenschaft Napoleons durch einen besonderen Vertrag die Verwaltung der Insel der britischen Regierung überlassen hatte, machte wieder ihre Rechte geltend. Die Befestigungen, die kurz vor Napoleons Tode vollendet worden waren, verfielen; die Gärten, die der Kaiser angelegt hielte, wurden von Llckerbauern in Besitz genommen. Durch das Hervortreten des Ackerbaues wurde der Handel der Insel so ziemlich lahmgelegt. Kurz, es ging eine völlige Veränderung vor sich. Nur das Andenken des großen Korsen lebte noch und zog zahlreiche Pilger ab. Diese Wallfahrten zum Grabe des Kaisers boten Gelegenheit zu einem einträglichen Geschäft; es entroufdte sich eine regelrechte Fremdenindustrie, und man klagte über die schamlose Ausbeutung, die sich die Fremden gefallen lassen mußten, die das Val Napoleon besuchten. Als 1840 die Mitglieder der französischen Mission von St. Hckena, die den Kaiser in die Gefangenschaft begleitet hatten, Longwovd besuchten, fanden sie nicht nur die ganze Umgebung völlig umgeftattet und verwüstet, sondern das Wohnhaus des Kaisers selbst war in einem schändlichen Zustand. Das Schlafzimmer wutzde als Stall benutzt; ein Farmer hatte hier sein Rindvieh einquartiert; der Salon, in dem Napoleon gestorben war, mar in eine Scheuer umgewandelt, in der man Gerste aufbewahrte und auch mahlte. Auch die Gemächer des General Gourgaud waren in Ställe verwandelt. Während damals bei der feierlichen Ueberführung der Leiche nach dem Jiwalidendom in Paris der Ruhm des Kaisers die ganze Insel erfüllte, hatte man für fein Andenken schlecht gesorgt. Als Napoleon III. Präsident und dann Kaiser wurde, versuchte er sogleich energisch, den unwürdigen Verhältnissen auf St. Helena ein Ende zu machen. Durch seinen Gesandten in London trat er mit der englischen Regierung in Verbindung, um das ärger liche Geschäft, das mit dem Gefängnis und dem Grabe des Kaisers getrieben wurde, zu verhindern. Der einzige Ausweg war die Erwerbung des Grmrd und Bodens. Für 178 565 Franks gingen das Grab und die Wohnung Napoleons 1858 an den französischen über, und die ehrwürdigen Denkstätten wurden nun, so gut es & wiederhergestellt. Tas Grab wurde durch ein Gitter ge- ; das Hans von Longwood erfuhr eine vollständige Restau- ratvon auf Grund sorgfältiger Studien. Tie Veranda am Eingang evhielt wieder das Aussehen, das sie während der-Gefangenschaft des Kaisers gehabt hatte, ebenso der kleine Wartesalon, der ftd) nach der Veranda öffnete. In dem Salon wurde eine Nlarmor- iüfte auf schwarzem Piedestal aufgestellt, zwischen die beiden Fensteröfftuingen, die das Totenbett Napoleons eingenommen halte. Das Schlaf-, Arbeits-, Bade- und Vorzimmer, die zn einem Raum vereinigt worden waren, wurden wieder getrennt. Man trug Sorge, die Zimmer wieder genau so zu tapezieren, wie sie es vorher gemeßen waren, so daß 1860 die Wohnung des Kaisers immerhin wieder in einem annähernd ähnlichen Zustande sich befand, wie zuvor. Ein ftanzösischer Konservator wurde eingesetzt, dem zwei Gehilfen zur Seite standen. Auch heute noch bildet diese Erinnerungsstätte den einzigen Verwendung, welche von gefunben Feldern stammen. Dieses Mntemmngswesen wird in Hessen durch die Landwirtschasts- l^nnwer bei den Saatbaustellen mlsgefühtt. D« Redner behandelte die verschiedmen Krankheiten in ein- Är Weise, machte, was besonders wertvoll war, praktische ige zu ihrer Bekämpfung und Verhütung und erntete leb- Hasten Beifall. Den zweiten Vortrag hickt Regierungsrat Dr. Attinger- München über: Kann die deutsche Landwirtschaft den Flersch- hedarf unseres Volkes decken und welche Maßnahmen find weiterhin zu treffen, um diese Aufgaben zu erfüllen? Die Entwicklung der Viehzucht in den letzten Jahrzehnten hat in Deutschland große Fortschritte gemacht. Nicht nur in der Zahl, sondern auch im Gewicht haben sich Rindvieh und Schweine ver- arößert. Die Deutsche Landwirtschaft kann 95 Proz. des einheimischen Bedarfs an Fleisch decken und der Rest kann gedeckt werden, wenn man die Deutsche Landwirtschaft in die Lage versetzt, alle die hierzu nötigen Maßnahmen zu ergreifen. Wenn Ende 1912 die Landwirtschaft dem Bedarf nicht nachkommen konnte, so ist dies darauf zurückzuführen, daß sie in den drei letzten Jahren ungünstige Jahre durchmachen mußte, wobei entweder durch Nässe -oder Trockenheit die Futtererzeugung un- ,günstig beeinflußt wurde. Dazu kommt noch das Auftreten der Maul- und Klauenseuche, der S.chweineseuche und des Scheidenkatarrhs. Der Redner faßte seine Ausführungen in eine Anzahl Leitsätze zusammen, von denen nur mitgeteilt werden soll, daß er der Einsckwänkung der Abmckkwirtschaft das Wort redet. Tie Ausdehnung des Futterbaues und die Steigerung seiner Erträge TRAl'ERHtTE |a?/il A.Salomon&Cie. erhalten allmählich ihre früh. Farbe mied, durch Karn's Nuß- schalcu-Ocl Central = Drogerie, 1531 Schulsiraße. Gesundheit - Versandhaus für Zuckerkranke Prospekt frei (58 Berlin - Nieder-Schönhausen. Zlim Backen, Braten empfiehlt in frischer Ware auNffdaMsen. Melzgcr- Schmalz Psd. Psg. Kokos-Pllanzen fett Psd. Darmstadt, im Januar 1913. Großh. Zentralstelle für die Gewerbe. Der Direktor des Gewerbemnseums und der Bibliothek. Holzversteigerung. Donnerstag, den 16. Januar l. I., vormittags 10 Uhr anfangend, soll aus der Waldung des Herrn Oekononiierat Müller zu Neuhof nachstehendes Holz versteigert werden: .5 Eichenstämme — 0,20 Fm. 225 Fichtenstämme — 75,12 Fm. 92 Fichten-Derbstangen — 8,43 Fm. 1120 Fichten-Wellcn. Zusammenkunft an der Reitbahn. Leihgestern, den 7. Januar 1913. Heß, Bürgermeister. 294 B9/1 verkauft. Weltbekanntes Fabrikat ersten J Randes .«Solide Preise . 'fcereeen—» -—■ In Glessen bei Anßnst Förster, Bahnhofstrasse 66. Ktmihchmstkimni!« der Geniciick Wißniiir. Am Montag, den 20. d. MtS. kommen von 9l/a Uhr vormittags ab bei Wirt Bittendorf in Wißmar zum Berkaus: Distrikt 11) b Rcukling. Eichen: 15 Rm. Scheit und Knüppel, 88 Rm. Reiser. Buchen: 221 Nm. Scheit und Knüppel, 353 Nm. Reiser. Distrikt 20 b Kubbach. Eiche: 20 Rm. Scheit und Knüppel, 23 Rm. Reiser. Buche: 15 Nm. Scheit und Knüppel, 39 Nm. Reiser. Fichte: 4 Rm. Knüppel und 10 Nm. unausgearbeitete Reiser. Distrikt 2.3 a und 24 a Bcckcrt (nm Trieb). Eichen: 100 Rm. Scheit und »nllpvel, 130 Rm. Reiser. Buchen: 65 Rm. Scheit und 51-nüvvel, 109 Rm. Reiser. Fichte: 6 Rm. Knüppel und 40 Rin. unausgearbeitete Reiser. Distrikt 2G a Kaltenbach. Eiche: 32 Rm. Scheit und Knüppel, 67 Rm. Reiser. Buche: 35 Rm. Scheit und Knüppel, 53 Rm. Reiser. Das 2 "Dhr. lange Eichenschichtnutzholz wird noch nicht mit« Der Verkauf erfolgt in der angeführten Reihenfolge. Krofdorf, den 7. Januar 1913. Der Bürgermeister: Braun. Bau- u. Nutzholzversteigerung Montag, den 13. d. Mts. werden im Gambacher Wald versteigert: 50 Eichen-Stämme 15—29 Ztm. Durchm., 5—12 Meter lang — 10,13 Festmeter, 481 Fichten-Stämme 14-36 Ztm. Durchm., 4—20 Metei lang — 150,35 Festmeter, 924 Ftchten-Derbstangen 8—18 Ztm. Durchm., 8-18 Mir lang — 76,62 Festmeter, meistens Sparren. Zusantmenkunst vormittags 9 Uhr am Pohl-Gonser Weg an der Jagdschneise. Gambach, den 7. Januar 1913. Großherzogliche Bürgermeisterei Gambach. R en hl. Mein diesjähriger ssssa $ beginnt Freitag, den 10. Januar Auf alle regulären Artikel gewähre lO°/0 Nachlass und Rabattmarken. Auf Chasalla 5% Nachlass und Rabattmarken. IE Auf Einzelpaare, Restbestände und ältere Artikel bis zu 30% Nach ass. Verkauf nur gegen Bar! Auswahlen können während der Zeit des Ausverkaufs nicht gemacht werden. a9/, Sdiubwarenhaus1^^Oll. Herbert Heimliche Beira! i Der hochinteressante wissenschaftliche Film: neueste Humoreske in 1 Akt. und das übrige interessante Programm Weltschlager. Drama in 3 Akten. a9/, Ultrarapide Bewegungen ' ) wissenschaftliche Aufnahme mit den von Pathö- Paris erfundenen überschnellen Kinematographen Pathe - Journal, Ereic„i88e Die List des Onkels Schützen-Verein Giessen Grosstr Maskenball in Mtl. Riinmen 6er LiebißsHölie nm 18.3an.1913 vi7/1 Wir bitten unsere Mitglieder, die Einladungen und Eintrittskarten bis z. 10. d. M. beitimmt bei unserem Mit» glied, Herrn H. Noll, Mäusburg 7, in Empfang zu nehmen. Cafe Ebel Telephon 586 Inh.: Karl Ohm Burggraben 9 Am 11. und 18. Januar, 2. und 4. Februar werden in sämtlichen unteren Räumen vornehme Kostüm-MeS-Val! ».Konzert arrangiert. — ficiit Demaskicruugs-Zwaug'. Sämtliche Räume werden entsprechend vornehm dekoriert. Herren-Karten Mk. 1.25. Damenkarteil NU. 0.60. Vorverkauf in den Zigarrengeschästen von Sonntag zu ermäßigten Preisen. Anfang 8 Uhr.170 Anfang 8 Uhr. Privat - Lehr - Institut für Tchrrittzeichllerr n. Kleidermachen. Junge Mädchen und Damen jeden Alters erhalten gründliche Anleitung tut Zeichnen, Jufdnicibcit und aller Art 3d)iiciberei nadj bestem System. Die Kurie haben uerfdiiebene Zeitdauer und kann jedes Fach nudj allein berücksichtigt werden. Beginn der Kurse am 6. Januar. Nähere Auskunft, Prospekte und Anmeldungen täglich. Marie Tack, nhihtin. liusßcbildctc Lchrkriii, _______Tchauzeuttrasre 22, Ecke West-Anlage._____67 .....|^l■ll^|,ll nwmrirrn—n—■imwii ■■huium Zuschneide -Lehranstalt Kaiser 2lllee 14a. Die verschiedenen Kurse in Mahnehlnen, Muiterzcichnen, Zuschneidcn und Anfertigen von Kleidern aller Art beginnen am 6. Januar 1913. Anmeldungeu nehme jederzeit entgegen. [52 Lina Petri, gepr. Lehrerin. Wunderschöne, dauerhafte Ondulation! Welle dein Haar selbst in 5 Hin. mit der sescli. llRarweller-Pre~*<* ..Kapid“, sofortiger Erioli? und Hicherstc Scic>nunc der Haare gara utiert. Lciclitewte Han