Lrstez Blatt 165. Jahrgang Gerichtssaal": K. Neu- Es ist unglaublich, wohin und toie weit bereits die Duffragettentallti' führt. Nämlich z. V. bis vor den — CJ ten jlP ekstatische Bewegungen schaffen und plötzlich die eine und große Aufgabe der Wiener, der auch auf der ÄuS- übrigens mit diesen Jungen nichts er mit seinen sarbenbeladenen Pham eine Braut, „bekehrten^" n ailberscknich bedeutende Sil' jipei $orhattungrotr. Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Deutsche WnstKrbund-Aursteilung Mannheim 1915. In Mannheim feiert man Frühlingsblütezeit seit jeher mit einem ganzen Rudel von Festen. .Festaustuhrungen, Pferderennen, Jahrmärkte, Konzerte füllen die erste' Maiwoche aus und un- das mehrtägige Badische S ä n g e r b u n d e s f e st, sowie die große Ausstellung des Deutschen Kü n st l e r b u n d e s , die soeben mit einer freundlichen Ansprache des Grafen K a l ck - reuth eröffnet wurde. Die Kun st Hal le ist es, die sich diesmal der Bund .zum Heim erkoren hat. Und ich glaube, er ist gern gekommen, denn . diese unter Dr. Fritz Wichert mächtig aufblühende Galerie Bat sich seit der kurze, Zeit ihres Bestehens mit einem unge- ' tvöhnlichen Elan auf all das geworfen, was Fortschritt in der b.unst heißt: und somit kam gerade sie den Tendenzen des Äünstlerbundes entgegen, der seinerzeit entstanden ist aus einer Protestbewegung heraus gegen einseitige akademische Richtungen. Und in der Tat: die heurige Ausstellung steht mit ihrer nigcn Boden wirst und krampfhaft die Arme zum Gebet erhebt. Und dies wohl ist das Größte: wie ein aufschnellender Regenbogen die Aufwärtsbewegung der Arme aufnimmt und saufend durch die schweflige Atmosphäre hinein in die vom Verderben bedrohte Stadt Jerusalem führt. Und ebenso religiös, nur noch viel glutvoller, ist der Münchener Carl Caspar, der auf sein Gemälde „Jacob ringt mit dem Engel" den Villa-Romana-Preis erhalten hat. Das Visionäre seiner Kunst verstärkt aber Caspar dadurch, daß er alles: Haar, Gewand, Steine, Berge, Himmel in die Leidenschaft seiner Menschen mit einbezieht und so diese Bilder malt, auf denen es Glut und Bewegung wortwörtlich zu regnen scheint. Das alles ist jedenfalls wahr empfunden bei ihm, wie überhaupt sich bei vielen der Jungen dieses heiße idealische Streben Traualtar. Schon weigert sich da und dort in einer Kirche im Einverständnis mit dem regentenpaar gleich nach 3V2 Uhr eingetroffen. Nach Empfang und Begrüßung am Bahnhof hielten die königlichen Hoheiten unter feierlichem Glockengeläut ihren Einzug, in die Stadt. Ser Prinzregent verweilt einige Tage auf Schloß Ludwigshöhe, von wo aus er mehrere Städte der Pfalz besuchen wird. Edenkoben, 7. Mai. Nach dem Empfang durch die Spitzen der Behörden im Königssalon begab sich das Prinzregentenpaar im Wagen mit Vorreitern unter den brausenden Zurufen der Menge nach dem Schafplatz, um die Huldigungen der Winzer und Winzerinnen sowie der Vertreter des Pfälzerwaldvereins entgegenzunchmen. Dem Prinzregenten wurde ein Ehren- trunk „Edenkobener 1911" gereicht. Der Regent trank mit den Worten: „Bayern und Pfalz — Gott erhalts". Man sang „Der Jäger aus Kirrpfalz". Auf der Weitersahrt wurden dein Prinzregentenpaar wiederum Huldigungen dargebracht. Aus Villa Ludwigshöhe imirde das Regentenpaar von den Prinzessinnentöchtern herzlichst begrüßt. Darauf brachte der Krieger- Verband — es waren 240 Vereine mit 4400 Mann mit 210 Fahnen erschienen — seinem obersten Kriegsherrn eine Huldigung dar. Der Prinzregent verlieh eine Anzahl Ordensauszeichnungen. Um 6 Uhr fand Galatasel zu 144 Gedecken statt, zu dem unter anderen der Kriegsminister Frist. Kreß v. Kressenstein, Bischof Dr. Faulhaber uiti> Konsistorialdirektor Wagner teilnahmen. englischen Schutzmann, besonders der Elitetruppe der Stadt London, rühmt man eine gute Portion persönlichen Mutes nach. Aber man kann es begreifen, daß sich „Bobby", der Londoner Polizist, der Verhaftung rabiater Frauen, wenn es nur irgendwie angängig erscheint, entzieht. Männer, so stark imd so schlagfertig sie auch immer sein mögen, machen ihm lvenig Schwierigkeiten, denn wenn ein Mann einmal fest angefaßt wird, so ist die Wirkung gewöhnlich sehr Heilsam; auch tut der gefürchtete Gummischläger des Polizisten immer feine Pflicht und schadet solch einem Burschen nicht viel. Sobald der Schutzmann aber einer Frau, die sich renitent zeigt, auch nur droht, kommt er aus dem Regen in die Traufe. Das Weib, das die Märtyrerin spielt, wirft sich zur Erde und schlägt mit Händen und Füßen aus, spuckt ihn an, versucht ihm das Gesicht zu zerkratzen oder irgend etwas dergleichen zu hm. Oder sie wirft sich plötzlich auf ihn und reißt ihn burrf) ihr Gewicht zu Bode:,. Der Schutzmann muß alle menschlichen und übermenschlichen Künste ausbieten, um eine solche Heldin nach dem Polizeibureau zu transportieren, und die Stimmung der sofort in großer Zahl vorhandenen Zuschauer, die sicher zum größten Teil nicht mit der Suffragettentaktik sympathisieren, schlägt angesichts einer schreienden, mit Gewalt behandelten Frau doch meist leicht gegen den Schutzmann um. Vie Reise des pnnzregenten von Bayern. K a r l s r u h e, 7. Mai. Der Prinzregent von Bayern hörte heute vormittag in Gegenwart des Großherzogs von Baden den Vortrag des Banrates Otto Hanger über das Murg-Kraftwerk. Dem Vortragenden wurde das Ehrenkreuz des Verdienstordens vom Heiligen Michael verliehen. Später besuchte der Prinzregent das Atelier des Bildhauers Professor Schreyögg, der gegenwärtig mit der Ausarbeitung eines Denkmals für den verewigten Prii'.zregenten Luitpold für seine Heimatsgemeinde Mittenwald beschäftigt ist. Um 2 Uhr 15 Mm. mittags hat das Prinzregentenpaar die badische H a u p t st a d t wieder verlassen, um sich über Germersheim nach Edenkoben zu begeben. Dort ist das Prinz- geachtet der schlechten Zeiten, verschrieb man sich diesmal obendrein Rofationsörud und Verlag »er vrähl'schen Unio.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei - Schulstratze 7. U biZ vormittags 9 Uhr. viidingeK: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16s. Anzeigenteil: H. Beck. Donnerstag. 8. Mm M3 Bezugspreis: monatlich 75Ps., viertel- jährlich Mk. 2.20; durch 2lbhole> iu Zweigstellen v monatlich 65 Pf.; durch diePostMk.2.— viertel-- W jährt, ansschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Mennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: Anglist Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und Kriic Besuch des Königs von England i n P a r i s. Das Reuter-Bureau erfährt von amtlicher Seite: Das von der französischen Presse verbreckete Gerücht, daß das Königspaar im Herbst Paris besuchen werde, ist völlig unbegründet. Der König wird im Herbst den englischen Manövern beiwohnen. Außer der Reife nach Berlin zur Teilnahme an der Hochzeitsseier am 24. Mai ist in diesem Jahre kein Konti n e n t s b e s u ch des Königs beabsichtigt. Der König wird den Besuch des Präsidenten Poinearü im Jahre 1914 erwidern. Der Zeitpunkt ist noch nicht festgesetzt. Zur Einführung der dreijährigen Dienstzeit in Frankreich. Die „Hnrnanitö" veröffentlicht den von der Kammergruppe der geeinigten Sozialisten beschlossenen Aufruf gegen die Zurückbehaltung der Jabresktasse 1910. In dem Aufruf kreißt es u. a.: „Der Ministerpräsident hat die Kühnl>eit gehabt, int „Temps" anzukündigen, daß er die im September d. I. sreiwerdende Jahresklasse mittels Dekret zurückbehalten und zu einem dritten Dienstjahre verurteilen werde. Tas ift eine unerträgliche Ungesetzlichkeit und e i n e A r t S t a a t s st r e i ch. Das Gesetz' Ur. (Oh Der Gletzrnep Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntag?. - Beilagen: viermal wöchentlich GietzenerZaruttienbiatter; zweimal wöchentl.Areis- blaltfürdenAreisGiehen (Dienstag und Freitag); ziveunal monatl. Landwirtschaftliche oeitfregen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. btu- und ülrohmert. ixieit Stroh. BeMt mA nlangfiroh)- 0.00-0.00 K, : 50 Kilo. Geschäft ch: m jrifbberg, Tiebmz «l tasten wie ein Kranker ihnen gegenüber, wie einer, dessen Kunst keine Fortsetzung hat. Daneben berührt die Erdnähe Tübners umso wohltuender. Prachtvoll seine fürstlichen Reiteroffiziere im grünen deutschen Wald, prachtvoll die Kontraste der Farben und ihre Sattigkeit. Ebenso Slevogt auf seine besondere, ausgesprochen impressionistische Manier, die in einem Tamenbildnis sogar bewußt des großen Manets Spuren verfolgt. Ten Gipfelpunkt der ganzen Ausstellung stellt dann der Saal Ferdinand Hodlers dar. Frühe Landschaften hängen neben den neuesten mit ihrer wundervollen Getragenheit, die Poesie des bekannten „Frühlings" steigt auf, und der „Mäher" — die neue und wohl beste Fassung — entfaltet feine zähe und energische Krast. Unter den Jüngeren befriedigt vor allem H ö l z e l, der seine Landschaften rhythmisiert, verdient her Sonderbundführer Deußer, ein deutscher Cezanne, warme Anerkennung und bestätigt Pechstein die hohen Erwartungen, die man an seinen Namen knüpft. Und das wird umso wärmer in Mannheim begrüßt, wo der Künstler eine zweite Heimat und ein ausgezeichnetes Absatzgebiet gefinthen hat. Prächtig zum Schluß ist die Gruppe Plastik. Die Badener Gerstel und A l b i f c r bringen ihre hervorragend ausdrucksstarken „Tanzenden" und „Fallenden", und der mit dem Villa- Romäna Preis (für Plastili bedachte Berlimw Erich Ste- phany entzückt mit seinen leid'1 getönten, lieblichen und doch klassisch strengen Terrakotten. E's schließt also mit einem Hellen Akkord die große Künstlerbund-Ausstellung Mannheim 1913. bemerkbar macht, wie sie wie ihnen die Komposition wird. Gustav Klimt, stetlung vertreten ist, hat zu tun; vielmehr erscheint Dentfches Reich. Eine Reise des Kaisers nach Ischl und Gmunden? Wie aus Wien verlautet, wird Kaiser Wilhelm dem Kaiser Franz Josef in Ischl einen eintägigen Besuch abstatten. Für diesen Besuch ist die Zeit zwischen dem 12. imd 14. August in Aussicht genommen. Hierauf begibt sich Kaiser Wilhelm zum Gegenbesuch des Herzogs von Cumberland nach Gmunden, wo er auch an den von dem Herzog gegebenen Jagden teilnimmt. /Die genaue Feststellung deS Reiseprogramms erfolgt nach den zwischen den Hvftnarschallämtern geführten Verhandlungen in allernächster Zeit. Vom preußischen Landtag. Mit der Auslösung des Llbgeordnetenhcmses ist das vom Herrenhaus abgeänderte Ausgrabungsgesetz unter den Tisch gefalle n. Das gleiche gilt für die vom Abgeordnetenhaus unerledigt gelassene Novelle zum Einkommensteuergesetz. Erfurt und das Kaisers nbiläum. Aus Anlaß des Regierungsjitbiläums bcimlligte der Magistrat 292 000 Mk. für einen Volkspark, 76 000 Mk. für ein Jugend hei in , 50 000 Mk. für Pete ranenunter st üt- z u u g und 2000 Mk. für Krüppels ür sorge. — Der Senior der Marburger Theologenfakultät, Prof. Wilhelm Herrmann, nimmt jcht zu einer Verteidigung seiner angegriffenen Kollegen in einem offenen Brief an den Kasseler Konsistorialpräsidenten Freiherrn v. Schenk zu Schweinsberg das Wort, der im Abgeordnetenhause gegen Jülicher wegen seiner bekannten Broschüre und gegen Heitmüller wegen seiner Lehre die schärfsten Bortvürfe geäußert hat. Der greife Marburger Gelehrte tritt in seinem Brief, den die „Christliche Welt" veröffentlicht, vollkommen seinen beiden Fachkollegen zur Seite. Er sagt u. a.: „In Rom wird dem Forscher vorgeschrieben, was er finden darf. Wir haben dafür keine Ohren. Die intensive Beschäftigung mit der Bibel selbst, die wir fordern, ist mir möglich, wo völlig selbständige historische Forschung immer neu ihre Fragen stellt. Aber der evangelische Glaube wird freilid) nie zu geben, daß das, was er sehen darf, durch das wissenschaftlich Feststellbare begrenzt wird. Daraus ergibt sich eine Spannung in der evangelischen Theologie und Kirche, die zu ihrem Leben gehört, die aber für die Stacttsraison sehr unbequem sein kann. Der Staat hat an der römischen Kirche einiges zu tragen. Er wird wohl auch jeir Unruhe in der evangelischen Theologie tragen können. Aill *cr sie gewaltsam beseitigen, wie es jetzt festgelegt zu sein scheint, so stört er das Leden des evangelischen Christentums." Herrmann nennt es die Aufgabe der Systematiker in der Fakultät, dem jungen Theologen, der durch die strenge Schule gerechter Historiker gegangen ist, zu zeigen, daß die gewonnene kritische Einsicht den Glauben nicht hindert, in der biblischen llebcrliefcrung das zu finden, was ihn schafft und nährt. Die durch die Kritik bereiteten Nöte werden überwunden, wenn der Keim des Glaubens oder des religiösen Verständnisses entwickelt wird. Dagegen ist es sehr schwer, denen zu helfen, die durch die Verführung, die Flucht vor ernster Wahrheitsforschung für Glauben zu halten, innerlich ersthlafft sind. - Das M n nch euer Rich a r d-W a g n er - De n km al wird nach einer Mitteilung unseres Korrespondenten am 21. Mcn enthüllt werden. Das Denkmal wird zwei Inschriften tragen. Die Worte: „Richard Wagner" und: „Dem Herrscherhause der Wittelsbacher, der holden Kunst Beschützer zu dauerndem Danke" Der Prinzregent genehmigte in einer dem früheren General, intenbant v. Possart gewährten Audienz die Inschrift und nahm die Widmung des Denkmals für das Haus Wittelsbach an. Das Denkmal wird sich gegenüber dem Prinzregententheater, in einem Hain von Buchen, Eichen und kleinen Gebüsches mir einem großen Marmor sockel erheben. Es ist die Arbeit Prof. Wadereo. Das Denkmal ist ganz aus privaten Mitteln hergestellt. farbigen Lebendigkeit, ihrer toleranten Vielseitigkeit, ihrer ge- Diegenen Qualität bemerkenswert da; und neben, den anerkannten Meistern 51 a l ck r e n t h , T h o m a , L i e b e r In a n n , C o r i n t h, Slevogt, Trübner und Hodler — den beiden letzten tribmetc man sogar je einen eigenen Saal — finden wir die jungen und Ringenden in reichlicher Zahl, finden wir Caspar. Pechstein, D en ße r , H öl zel, weitere Mitglieder vom .Kölner Sonderbund und Anhänger der zwar problematischen Berliner Neuen Sezession. - Flüchtig allerdings kann nur unser Ueberblick bleiben. K a l ck- Le u t h ist mit Porträts und Landschaften bcrtrelen; die Porträts nehmen für ihren seinen Adel ein und die Landschaften für ihre Farbigkeit und Saftigkeit, die gerade jüngst wieder die Arbeiten fkalckreuths angenehm auszeichnen. Vom alten Hans T h o m a ein neues Werk, das seltsame Wege geht: ein Werk nämlich, das auf die Stimmung des Lieblichen zum größten Teile verzichtet unb sich heiß müht um Monumentalität und Moderne. Also ist der Alte vom Schwarzwald immer noch im Bor wärtsdringen, ebenso wie Liebermann, was seine famosen Impressionen von der holländischen Küste beweisen, sowie Sturm g?selle Lovis Corinth, der einen grandiosen Fanatiker und Apostel Paulus mit Schwert und Bibel gebracht hat, sowie den schwelgerischen Ueberfluß eines Blüten- und Früchtestillebens nach Art des alten Snyders. Eine große Ueberraschung ist Albert Weißberger, der ehemalige Zeichner der „Jugend". Er erscheint nämlich hier als religiöser Mystiker; und tief erschütternd ift sein klagender Jeremias vor den Toren Jerusalems, der mit einer ungeheuren Leidenschaft seinen nackten abgehärmten Körper auf den stei- Bräutigam, das „entwürdigende" Gelöbnis des Gehorsams dem Geistlichen nachzusprechen. Statt der Gehorsamsformel murmelt sie im besten Falle unartiliilierto Laute und cr- i'färt dann ihrer bewundernden Umgebung, sie habe auf ihrer „Weibeswürde" bestanden. Man sieht, welch seltsame Phänomene die Furcht vor den alles beherrschen woll-enoen Suffragetten auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens in England zeitigt! Es ist die allerhöchste Zeit, den Kampf dagegen aufzunehmcn. Die neuesten „Taten". London, 7. Mai. In der Nachbarschaft der St. Pauls- kathedrale und irn Bureau der „Daily News" wurden heute vormittag Bomben entdeckt. Ferner wurde ein Cricket-P a- villon durch Feuer zerstört. Man schreibt die Schuld Anhängerinnen des Frauenstimmrechts zu. In der St. Pauls-Kathedrale wurde unter dem Stuhl des Bischofs heute morgen eine Bombe gefunden. Man taucht" sie fofent srß^Wasstr und übergab sie der Polizei. Die Bombe war mit Dynamit gefüllt. Ein Fehler in der Mechanil verhinderte eine Explosion. Die Behörden sind der Meinung, daß offenbar beabsichtige war, daß die Bombe nachts explodieren sollte, während die Gebäude leer sind. Die in den Geschäftsräumen der „Daily News" gefunbene Bombe war leer. *’iet dir k, lnb’iiierfePttl,.etei0?j i >rch eiu ^letsljaiti IM ^deiisirMWN. ’w i'-i veSejnM^1 len 'leib.. •' ‘’Holn«. Ihuule. ' SuUügetten-Verbrechen. Aus London wird uns geschrieben: Die Suffragetten haben durch ihre letzten haarsträubenden Untaten wohl für längere Zeit das Gegenteil Don dem erreicht, was sie auf so unmenschlichem' Wege erstreben. Diesen Furien das politische Sttmmrecht? Niemals! Dies ist jetzt die überwiegende und wahre öffentliche Meinung in England. Das Frauenwahlreck)tsigefetz wurde in der Nacht von Dienstag auf ?Nittwoch im englischen Unterhause mit noch nicht dagewefener Mehrheit abgelehnt. Das Interesse dreht sich nur noch um die Frage: Verbrechen oder Wahnsinn? „Brandstiftungen sind von jeher 'dazu benutzt worden, um gewissm politischen und sozialen Bestrebungen, namentlich solchen extremer Natur, mehr 'Nachdruck zu verleihen" meint schon der alte .Noscher in seinen Grundlagen für Nationalökonomie. In der neuesten Zeit sind aber die politischen uird soz-ialen Brandstifter sehr selten ,geworden. Die Sozialdemokratie hat mit diesen Mitteln nie gearbeitet. Den englischen Frauenrechtlerinnen blieb cy jedenfalls Vorbehalten, das Brandfttften als politische Reklame wieder in Uebung und zu Ehren oder vielmehr zu Unehren zu bringen und dabei eine Grausamleit zu entwickeln, vor der jeder männliche imd menschliche Verstand erstarrt. Lombrvso sucht in seinem berühmten Wert „Das Weib" auch diesen weiblicher! Zug psycholigisch zu verstehen, indem er schreibt: „Die Grausamkeit ist die Reaktion eines schwachen Geschöpfes gegen den Widerstand und die Hindernisse des Lebens. Das schwache Weib muß, da es seinen Gegner nicht vennchten kann, ihn mit, allen kleinen Waisen der Grausamkeit quälen, um ihn kampfunfähig zu machen. Die Grausamkeit der Fran ift ein Produkt ihrer Anpassung an die Lebensbedingungen, sie ist wie die List eine Folge ihrer Schwäche." Mit solchen kriminalistisch-psychiatrischen Erklärungen konrmt man aber in der Suffragettenfrage nicht mehr gut weiter. Die Kriminalisten sind sich ja auch darüber einig, da-ßi'der — Giftmord hauptsächlich von Frauen begangen werde, daß seine Heimlichkeit, verbunden mit Anwendung von List, um das Opfer zum Trinken des vergifteten Trantes zu bringen, schon an und für sich dem weiblichen Charakter entspreche. Nun, dw edlen Frauen her Stimmrechtspropaganda haben ja bereits damit begonnen, Tiere zu vergiften. Tie Bergiftimg eines chit,efi- schen Hündchens, das in der Ausstellung auf 40 000 Mark bewertet worden war, soll das Werk der Suffragetten sein. .Die unglückliche Besitzerin des Tierchens erhielt einen Brief, tvorin man fie benachrichtigte, iht Liebling sei „auf dem 'Macke der Suffragetten geopfert" worden. 'Es kämen nun ouch Rennpferde und andere wertvolle Tiere an die Reihe. Tatsächlich hat die Polizei bereits eine große Reihe von Meldungen erhalten, daß in verschiedenen Teilen Londons wertvollen Hunden und Katzen durch Gift ein qualvoller Tod bereitet worden ist. Bom Vergiften wertvoller harmloser Haustieve zum ruchlosen Menschenmord ist kein großer Schritt, und man darf -es der öffentlichen Meinung Eng- Lands nach allem, was in den letzten Wochen und Tagen borgefallen ist, nicht verübeln, wenn sie den Wahlrechtsfurien schließlich auch dies Allerletzte und Entsetzlichste zn- traut. Die Polizei ist jedenfalls neuerdings auf alles gefaßt und hat den Kampf g.'gen die politischen Verbreche- Linnen entschlossen und rücksichtslos aufgenommen. Dem ^rstnen duiL I 'UDeitrunbc aerettr ' Kapitän Giwi: ) "sv' mit Hopsstem fünf ba,t dtt RaketenstL ,^/brantt. In k r m m MMpa am ««Jodxnbcu Zuckermch n von Srampsen bciallg ."•W und erlitt fünft: ; v'n bsenllilhenl 4'irna gqchafst. : '■11 -1 g r i c ti b a b. T' trmzbcuniMs ift biiti r: -Vrimtr in Amesenhc i l'-ttnro chabella, W>M' talterä von Aöhmm, tot rin. In Ballimoe ugnaten Nancy Rer- etraut. ronif. tiiisinbiläums ftifttie k| ! landwirtschaftlicher aLrn für dic AgeW I eikum vlsfuck Gold K ! ) c 7s fi.- rr Statut Ächt, sechs Monate sorher ent dttttes Ästnstiahr an zuordnen unter Beruf ung auf die durch die neuen deutschen Rüsstrngen verursachten dauernden Notwendigkeiten. Diese Frage kann nur durch ein Gesetz geregelt werden. Die willkürlich und ungesetzlich xurückbehaltenen Soldaten werden das Recht haben, gegen diesen Mißbrauch der Gewalt beim Staatsrat Beützwerdc ?(u erheben. Diese Uebereilirng, diese Brutalität, diese-? Staats ftreichdekret, durch das zweirnalhunderttausend Soldaten in den Kasernen xurückbehalten werden sollen, kann nnr die Wirkung haben, die Bewilligung der deutschen Militärvorlagen zu beschleunigen und dem französischen Militarismus neue Vorwände zu liefern." Aus Argentinien. Die argentinische Parlanrentssession wurde durch eine Botschaft des Präsidenten eröffnet, welche darauf hstuveist, daß Argentinien sich eines vollen Friedens erfreue und die Rente einen höheren Kursstand erreicht habe als jemals, daß der Handel aufblühte, die Einwanderungszifscr im Jahre 1912 die Ziffern früherer Jahre übertraf, daß Gold ins Land komme und daß die auswärtigen Beziehungen vorzügliche seien. Die Staatseinnahmen während des ersten Vierteljahres 1913 überstiegen die des gleickjen Zeitraumes 1912 um 16 Millionen. Die Einfuhr ist im Fahre 1912 mit 384 855 000 Pesos mehr als um 18 Millionen, die Ausfuhr mit 480391 000 um 155 Millionen höher gewesen als ini Vorjahre. Der Ackerbau schreite fort, die Anbaufläche l)abe um eine Million Hektar zugenommen, die Ernte habe 1912.13 Millionen Tonnen betragen. 1820 Kilometer Eisenbahnen seien erbcnrt, das ganze Netz zähle jetzt 32 624 Kilometer, ferner seien 1730 Kilometer Telegraphenlinien neu erbaut. Heer und Flotte. Ein Unfall in der Marine. Berlin, 7. Mai. Gestern abend kenterte bei Hörnum das Beiboot des Torpedobootes „G. 89". Die darin befindlichen Personen, der Kommandant Kapitänleutnant v. Zastrow mit den To r p c do-o b e r m at r o s e n Dorn und G-eb Hardt sind ertrunken. Tie Leichen sind noch nid# geborgen. * Berlin, 7. Mai. Das „Armee-Verordnungsblatt" veröffentlicht unter den Fonnationsverärrderungcn usw. anläßlich des Neichslwushaltscrats 1913 u. a. folgende Neucrrickitungen mit der Gülligkeil vom 1. April 1913 an: l$ine Inspektion der Eisenbahntruppen, Standort Berlin, mit einem Inspektor der EisenbcihutrifpPen iDivisionskommandeur5 einen Eisenbahnbrigadeslab für bic zweite Eisenbahnbrigade, Standort Hanau, mit einem Brigafe>elommandeur, ein Artilleriedcpot in Altona unter Wegfall des Ärtillerienedeneevots in Stade und eine Geschoßfabrik Spandau. Vom 1. Juli 1913 ab: Ein Remonte-Depot aus dem Vorwerk Weniwhnen im Kreise Rastenburg, vom 1. Oktober 1913 ab: Achtzig Maschinengewelwlom^pagnien, ein Kavallerieregiment Jäger zu Pferde Nr. 7, Standort Trier, eine Ofnzierreitschule in Soltau, zehn Scheimrerserzüg'', ein Eisenbahnbataillon, Standort Berlin, eine Funkenschnle, die mit der vom Telegravhenbaraillon Nr. 1 übertretenden Stammabteilung der Kavallerie-Telegraphenschule zu einer Kriegstelegravheuschule, Standort Spandau, vereinigt wird. Der Etat erhöh' sich bei den höheren Trupvenbe- sehlshabern um erneu Armee-Inspekteur für die bestehende Armee- Inspektion, außer dem oben anfgezählten Inspekteur der Eisenbalmtruppen und dem Kommandeur der zweiten Eiscnbahn- brigade. und Sdmte« Z n m Bischof von M ü n st e r wurde Kapitularvikar und Gmeratvilär Johannes Poggenburg gewählt. Der Gewählte war Gcmeralvikar in Münster und ist in Beveringen an der Weser geboren. Er stehl im 51. Lebensjahre. Aus Stadt und Lund. Gießen, 8. Mai 1913. Die Zeitung im Dienste des Unterrichts. Schon in Schulverord-ttunqen, die vor 100 Fahren her- ausgegeben toitrben, ist auf die Zeitttng als Unterrichtsmittel hingewiesen. Ein regeres Interesse hat dieses pädagogische Problem aber erst in letzter Zeit gefunden. Ver- suche, die man in DanKig anstellte, haben bewiesen, daß die Zeitun-g als Erziehungsmittel wohl zu verwenden sei. Verschiedene Artikel der Tagespresse finden in Volksschul- lesebnchern Aufnahme. Ereignisse, die allen Schülern aus der Zeitung belannt sind, finden als Anknüpfungspunkte für unterrichtliche Besprechungen naturgemäß bei den Kin- bent weitgehendes Interesse. Namentlich gevgrnphische, gescknchtliche, naturwissenschaftliche Mhandlnngen der Zeitung, die meist dem neuesten Stand der Forschung entsprechen, sind ein treffliches -Quellenmaterial für Unterrichtslektionen, z. B. Polarexpeditionen, Erdbebenregistrierungen. War auch für die religiös-ethische Erziehung kann die Zeitung von großer Bedeutiin-g werden. Da die Schule den Ki»dern so viel von den.Heldentaten aus vergangenen Zeiten erzählt, kommt bei ihnen von selbst der Gedanke: Sind denn in unseren Tagen Hekdensinn und Opfermut ausgestorben? Man verschreit unsere Zeit immer als die, welche mtr vom Materialismus beherrscht wird. Die Tages- presse gibt uns die beste Antwort, daß dem nicht so ist. Sie erzählt von kühnen Männern, die im Unterseeboot im Dienst des Vaterlandes den Tod fistben, die inö brennen be Bergwerk eindringen, um die Kameraden zu retten, die bei der Eroberung der Luft ihr Leben aufs Spiel setzen nsf. Solche Beispiele des starken Menschcnwillens erwecken in der Jugend Nacheiferung und erwecken zielstrebiges Wollen. Denn hier werden die Erfahrungen des Lebens noch frisch und warm in Bildungsgut umgesetzt, und gerade die Note des Lebenswahren, die den der Tagespresse entnommenen Ereignissen anhaftet, wirkt stärker als alle Beispiele, die für uns bereits die antike Patina angesetzt haben. ** Bahnpersonalien. Ernannt wurde techn. Bureau Aspirant Gersten b erg (früher in Gießen) zum technischen Eisenbahnpraktikanten, EisenbalMgehilfe Ilgc Ml Brrtzbach, W i n g e f e l d zu Bermutshain, B i n g c l zu Niederwalgern, Stur nr und Nicolaizu Gießen, D o w i c zu Friedberg und Ze iß zu Großen-Linden zu Unterassistenten. Verseht wurde EisenbahnassisteiU Bartel von Eitorf nach Wetzlar, Ackermann von Gießrn nach Eitorf, komm. Eisenbahn ass ist mit Klingelhöfer von Gießen nach Bad Nauheim, Stationsaspirant Nürnberg von Butzbach nctrti Frankfurt, Lokomotivführer Rutosski von Gießen nach Frankfurt, Dangendorf von Gönnern nach O^iehen. Belohnungen erhielten die Lokomotivführer Weber in Frankfurt und Schäfer in Bad Homburg, weil sie das Ueberfahrenwerden von Personen verhütet haben: die Schrankenwärterin Groth in Alsfeld, weil sie durch besondere Aufmerkjamkeit und schnelles Handeln bei Löschung eines in Brand geratenen Schneeza-unes größeren Schaden verhütete. •• Die Landwirtschaftskammer hatte am Dienstag die Inhaber der Sammelstellen für den Pflanzenschutz- dienst, sowie die Landwi rtschaftS lehre r zu einem JnstruktionSknrsuL eingeladen, wobei Regierungsrat Dr. Appel-Dahlem von der Kais. Biologischen Anstalt einen Demonstrations- und Lichtbilder - Vortrag über die Bekämpfung der Pflanzenkrankheiten,besonders bei den Kartoffeln und anderen Hackfrüchten, hielt. In der Landwirtschaftskammer fand gestern eine Beratung des Milch- verwertungS-AuSschusseS statt, zu der and) Ocfonomic« rat Dettwe«ler-Kl.-Winternheim, Direktor Hirschel-Friedber und Direktor Dc. Krüger-Darmstadt zugezogen waren. Es wurde beschlossen, über die Verkaufs- und BerkehrSoorschrifteu, besonders auch den Fett- und Schmutzgehalt der Milch, die Hergebrachten Wünsche an der zuständigen Stelle zu Gehör zu bringen. ** Tierscha u zu Grünb erg am 3. Pfingst- fei er tag. Um den Anmeldern für die in letzter Stunde wegen Klauenseuchegefahr abgesagte Kr e is s chau zu Gießen einen Ersatz für die bereits getroffenen Vorbereitungen zu bieten, wird der Landwirtschaftskammer- Ausschuß im Mai zu Grünberg, Gießen und Lich Tierschauen mit besonderer Abgrenzung der Beschickungsgebiete veranstalten. Eine solche Tierschau finbet am dritten Pfingstfeiertag, nachmittags 1 Uhr, in Grünberg statt und erstreckt sich auf die' Vogelsberger au§ dem Bezirke Grünberg, die Ziegen aus den Bezirken Grünberg und Geilshausen-Londorf und der Chefärzte waren die Schweftertr nacheinander in den Lazaretten in Larissa, Elasfona, Verria, Cosena, Bodena und zuletzt in Philippias vor dem belagerten Janina tätig, nachdem sie die Lazarette nach Anordnung der Prinzessin Andreas eingerichtet hatten. Anv Sonntag, 4. Mai, war von dem Vorstand beiden Sck)western, die in schwerer Zeit tapfer ausgehalten und mit ihren schwer verwundeten, sowie auch schwertranken Pflegebcfohlenlm Hunger, Durst und Kälte ertragen haben, in dem Micehospital ein herzlicher Willtomm bereitet. Pfarrer Vogel .hielt eine warmempfundene Ansprache intb widmete beiden Schwestern herzliche Worte der Anerkennung. Die Großherzogin, die hohe Präsidentin des Vereins, wohnte der Feier bei, die noch für einige Sttmdcn Vorstand und Schwesternschaft vereinte. ** Ter Segen der Waldschule. Ein Bericht über den Waldschulunterricht für Nürnberger Kinder schrickst sich über die Erfolge sehr anertennend aus. Der Unterricht bat bei allen Kindern seinen Zweck, ihnen bei der Rückkehr in die Stadtschule ein ungestörtes, müheloses Weiterkommen zu ermöglickren,^völlig erreicht. Die größeren Schüler lyaben sämtlich am Schluß des Sommerl>albjahres die Prüfungen ihrer Klassen in der Stadt mitgemackl. Fast der ganze Untcrridjt wurde den Kindern, wal)- rend sie auf Liegestühlen ruhten, im Freien erteilt. Besonderes Augenmert' wurde auf Turn- und Atemübungen und Gcscurg gelegt. Auch Gartenarbeit wurde eifrig getrieben. Von den in der Waldsckmle untergebracksten 108 Kindern wurde eine durch- sck.nittliche (Gewichtszunahme von fast 3 Kilogramm ermittelt; im einzelnen schn^ankten die Gewichtszunahmen zwischen 0,5 und 6,5 Kilogramm. Kreis Büdingen. — Lorbach, 7. Mai. Ans dem Fürstlichen GlitShofe Cnm heute nacht gegen 2 Uhr im Vrcnnercigebäude ein Kaminbrand zum Ausbruch, der recht verhängnisvoll hätte werden können. Ein Bahnbediensteter, der von seiner Arbeitsstätte in Büdingen hcimkehrte, sah die aufsteigende Rauchsäule und machte Lärm. Dadurch war es der Feuerwehr möglich geworden, den Brand zu löschen, bevor er größeren Umfang angenommen hatte. □ Bleichenbach , 5. Mai. Gestern hielt der Bors ck u ß- und K r e d i t v e r e i n seine .Harrptverfmnmlung ab. Der Verein steht int 35. Gesckstistsjahr Au der Hand des Geschästsberichts trug der Rechner, Bürgermeister Naumann, über den Stand des Gesck'äftsumfanges folgendes vor: Tie Bilanz am 31. Te zember 1912 weist eine ^Gesamtsumme von 1 000 901,85 Mk. auf, darunter' j’inen Reservefonds von 42 000 Mk. Die Kaffe hat 384 Mitglieder. Tie Spareinlagen betrugen Irtbe 1912 911 349,97 Mk., der Geschästsanteil beträgt nad? letzter Festsetzung 200 Mk.: der Reingrnviim für 1912 betrug 5009,34 Mark. Die Gutschrift zum Reservefonds war diesmal bedeutend höher, da man von einer Dioidendenverteilung Mstand nahm. Tie Verwaltung arbeitet vorsichtig. Kreis Alsfeld. — Storndorf, 7. Mai. Ihr 50jährigeS Jubiläum begeht am 9. Mai d. Js. Marie Stock von hier, die in Diensten der Familie des unlängst verstorbenen Herrn r^ch. OberschulratS ©reim in Darmstadt steht. Die Zubilariil sieht in ihrem 74. Lebensjahre, ist aber noch rörper(id) und geistig rüstig. X Ruppertenrod, 7. Mai. Unsere Friedens- iche, gesetzt zur Erinnerung an 1870/71, stand seither ohne Gitter auf freiem Platz. Jetzt hat die Gemeindevcttretung den 'M« war Mit kam Verkauf der fiskalischen Grub e im Scheldetal wieder rückgängig gemacht. Dagegen ist die Grube »Kastor* bei Eisenroth endgültig stillgelegt worden. Das Bergwerk war erst in den Jahren 1910—12 mit einem erheblichen Kapital von einer Duisburger Bergwerks-Gesellschaft erschlossen worden. Zahlreiche Arbeiter sind durch die Stillegung brotlos geworden. DL Münchholzhausen, 6. Mai. Kirchen- und Schulbau stehen in unserer Gemeinde auf der Tages- ordnung. Die Kirche tritt an Stelle der uralten kleinen Kapelle und die Schule kommt auf den sogenannten Zimmerplatz. Die Räume der jetzigen Schule sind nicht den Verhältnissen entsprechend, denn 165 Kinder werden in zwei unzureichenden Klaffenräumen unterrichtet. = Hochelheim, 6. Mcki. Unfcrm zweiten Lehrer Drescher wurde die erste Stelle übertragen und als zweiter Lehrer der Schulamtsbewerber Zeuge mrs Oberwald bei Saarbrücken hierher versetzt worden. Hessen-Nassau. fi Marb urg, 6. 9Nai. Bei der heutigen Stiche wähl der dritten Wählerklasse wurden für die in den dNagistrat ausgeschiedenen Stadtverordneten Engel und Zeiß Bureauvorsteher Erd-enberger und Zeichenlehrer Becker gewählt. — Die Freiw. Feuerwehr beschloß, an Sonn- und Festtagen auf dem Rathause eine ständige Feuerwache einKurichten. — In der Nähe des Sudbahnhofs wurde abends ein Student von einem ilM begegnenden Manne mit vorgehaltenem Revolver angesprocheu. Der Student gab seine goldene Uhr heraus und erstattete später Anzeige. Die Uhr ist jetzt hei einem Übel berüchttgten Manne in Kappel beschlagnahmt worden. w. Frankfurt, 6. Mai. Das Städtische Tiefbaw- anit veranstaltet Donnerstag eine Rundfahrt durch die Anlagen des Osthafens zu Ehren der Vertreter der Presse gelegentlich des vierten Wettstreits deutscher Männergesang vereine. Die Führung haberr Baurat Uhlfelder und Baninspektor Wäser übernommen. Die Vertreter der hiesigen Presse sirrd zu der Fahrt ebenfalls eingeladcn. Als Legitimation gilt die Pressekarte des Gesangwettftreits. w. Frankfurt, 7. Mai. Zur gestrigen Abendtafel im königlichen Schlosse waren Oberpräsident Hengstenber,^ und Landwirtschaftsminister Freiherr v. Schorlemmcr geladen. Rach dem Theater sah der Kaiser noch die Intendanten v. Mutzenbächer und Grafen Bylandt-Rheydt bei sich. Auf der heutigen Automobilfahrt nach Frankfurt hielt der Kaiser in Höchst und besichtigte dort, geführt von dem Oberbürgermeister und dem Landrat das neu hergestellte Rathaus. h. Frankfurt a. M, 7. Mai. Unter reger Beteiligung hielt der „Mitteldeutsche Ilrbeitsnachweisverband" im Römer txitc Verbandsversammlung ab. Der Vorsitzende, Stadtrat Dr. Flesch, wies auf die hervorragende soziale Bedeutung des Verbandes für Hessen und Hessen Nassau hin. Nach dem Geschästs- beriebt 1910 bis März 1913 bat der Verband seine Arbeits- nachweisftelleii von 30 auf 41 erhöht: dementsprechend flieg auch die Zahl der' vermittelten Arbeitsgelegenheiten, nämlich ton 96 898 auf 125126. Wie der Geschäftsführer Dr. Schlotter iFrankfurt^ mitteilte, sind dem Verband gegenwärtig angeschlossen die Bezirksverbände Kassel und Wiesbaden, 37 hessische und preußische Kreisverwaltungen, 45 Stadt- und Landgemeinden, 11 öffentliche Körperschaften und 21 'Vereine und Gesellschaften mit sozialen Tendenzen. In den Vorstand wählte man als Verbands vor s i tz endci t Provinzialdirektor Dr. B r ordert lMainzl und als desseir Stellvettreter Stadttat Dr. Fl eich lFrankfurt). Für 'Oberbürgermeister D. A dickes trat Oberbürger* meister Voigt (Frankfurt) in den Vorstand ein. Direktor Dr. B u s ch vom Frankfurter stattstischen Amt gab Erläuterungen über die Arbeit des Verbandes. Ferner berichteten Dr. Wagner l Frankfurt! und Geheimrat B ü ch t i n g (Limburg) Üver die Lehr- stellenvemüttlima. mähr ent» O ber regier ungsrat Springoruin (Wiesbaden) die Beschlüsse des Verbandes der Verpflegungsstatioites über die V e r s chm e l z n n g der V e r p f le g u n g s sta t i o n en mit dem Arbeitsnachweisverbande und die Einsührung emes cm- heitlicheu Wanderpaffes der Konferenz mitteilte. Die Derimnm- lnng beschloß darauf 'die Vereinigung der Stationen mtt om Verband und nahm auch den Entwurf des Passes einstimnngan. auf Veranlaffung des KriegerveremS ein Gitier bei hiesigen Schmieden anfettigen laffen. Das Gitter ist gegenwärtig auf« gestellt worden; es gereicht der Eiche zur Zierde. Run bedarf der Platz nur einer Anlage. Kreis Lauterbach. ~ Lauterbach, 7. Mai. Gestern nachmittag ereignete sich in der Bahnhofstraße hier ein Unfall. DaS 6jährige Töchterchen eines Lehrers von hier ging hinter einem Frachtwagen her und lief in dem Augenblick nach dem Fußsteig, als das 9lutonwbi( des Schloffermeisters Heiliger hier, an§ entgegengesetzter Richtung kommend, an dem Wagen vorbeifahren wollte, so daß baS Kind direkt in das Automobil hineinlief und überfahren wurde. Zum Glück fuhr Canöwirtfc^afL — Ruppertenrod, 7. Mai. Nachdem die letzte O b st- b a u m b l ü t c sich erschlossen hat, läßt sich überblicken, was für eine Obsternte in Aussicht steht. Tie ersten Kirschen sind erfroren. Tie kürzlich bei dem warmen Wetter erst blühenden Slirfcf)bäume haben sehr gut abgeblicht und reichlich angesetzt, ebenso die Biriien. Tie Zivekichen haben ebenfalls günstig verblüht, zeigten aber keinen großen Blütcnflor. Tie ^leufelbäitme blühen jetzt; hält daS Wetter weiter an, so dürste die' ?Ievselblüie Schaden nehmen. Aufsalleno ist das Fehlen jeglichen Insektenfraßes an den Blüten. Unter den Obstlchadlingen haben die kalten Näcklle wohl vernicklend geionit Gießener Strafkammer. Gießen, 6. Mai. Zuhälterei und Kuppelei. Unter Ausschluß der Oeffentlichtest wurde gegen den 'Kölner H. H. von Ersutt verhandelt, bem1 zur Last gelegt wird, rm vergangenen Jahre in Bad-Nanheim und Darmstadt als Zuhälter tätig gewesen zu sein. T-er Angeklagte, ein nicht umntckm genter, aber arbeitsscheuer Mensch, hatte in Friedberg ein Acadwen kennen geleimt, das er veranlaßte, mit ihm nach BadMaubelM zu ziehen. Hier ergab er sich vorwiegend dem Müßiggang um> brachte schließlich das Mäd«t»ea dazu, der Gewerbsunzucht nackuu- gehen. Als sich im .Herbste das Mädchen von ihm losmacvtc. wandte er sich nach Tarmstadt, wo er frd) einer auberen Dam« anschloß und ihr Zukilteroienste erwies. Die Straifanrnrcr erkannte wegen des ersten Falles auf eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten imb wegen des zweiten Falles mn eine solche von 6 Monaten unb zog beide ©trafen zu einer cvc iamtftrafe von 1 Jahr unb 9 Monaten zusammen, auf die aber von der Untersuchungshaft drei Monate in Anrechnung kamen. Außerdem ordntte das Gettcht an, daß der Angeklagte nach ver- Der fran Fjrte einem la Scsctzentl «ktz den Z •jÄ bev Pu NNd äug fest- Mc es ki etgrößere bdeschöhe jBtinen be we uiigefc larat toüri .itobtiii' ^oi Mchüg, ix erin, daß iimg der c Medmch Melt toei frcihnt für tattonb Wießlich e m ßrank P.äbe. L n, Ma MMIMgÄ |w. Dr. ; Illslarchsrei i ^Sienischen r L - Zm S I Museums | '"Sie uu \Ä SnleJ!tofef J ^Müglie' I ^äborofo^ b- 'n Br,. 9« Bl A und Psle ^ges,or JW witt (st- ^krsiiä, M Mi ^annt Ur M SP Reims Irutnant und ns \alidieti dm . ^tx\\ >c n", bish txr nach < | Mhallc I >»r Eröffn Daö tu. ifr< jtn Sotter- 9000 < Ö Rß. Da -tturleilte de 5 Scehenr Fiii,,8CfL Men M L' Frankl Wlttansstra ,',-s ;cbn «sich Bohn 7fr Lnbrcch' Brüche in 1,11 Rß. ,sriÄtsne jtontag» lP 7ifin. K sind bis fchLtli-lie V pH Dieder-V' ft-turcchner Sie"’,c kfriigfrcic" t)i Kflciming n der Führer langsam, so daß der Anprall nicht sehr stark unb H. bas Fahrzetig rasch zum Stehen bringen konnte, einem geschwollenen Bein unb einigen Hautabschürftingen das Kinb bavon. Kreis Wetzlar. st. Wetzlar, 7. Mai. Der Hanbelsminister hat Dr. Oetker s Festkuchen. Zutaten: 500 g Mehl, 1 Päckchen von Dr. Octker'K „Backin", 200 g Butter, 200 g Zucker, */8 bis ’/4 Liter Milch, 5 Eier, das Weiße zu Schnee geschlagen, 150 Rosinen. 150 » Einfuhr dlusfuhr die üeoestes DRP 2*tOW7 Exrr.Casc.s3gr. 0,16 Reguliert die Erhältlich in Apotheken Man frage seinen Arzt. OrlQlnelflasGh». (®cr Name „Backin" ist gesetzlich für Dr. Oetker'S Fabrikate geschützt und darf nicht nachgemacht werden.) hv’% büßker Strafe der LandesipoliIeibehörde zu überweisen sei, so daß voraussichtlich noch seine Unterbringung in einem Arbeitshaus erfolgen wird. Zubereitung: Die Butter rühre schaumig, gib Zucker' Vanillin-Zucker, Eigelb, Milch, Mehl, dieses mit dem Backin gemischt, hinzu und zuletzt die Rosinen, Korinthen, Salz und den Eierschnee. Fülle die Masse in die gefettete Form und backe den Kuchen 1 bis l1/. Stunden. ri . ..-ftfonb" un Som«“ ist jede Hausfrau darauf bedacht, einen wohlgelungenen, selbstgebackenen Festkuchen auf den Kaffeetisch zu bringen. Sie wird stets Ehre mit ihrem Kuchen einlegen, wenn sie dazu das echte Dr. Oetker's Backpulver „Backin" verwendet. 'kchiffhalle stationiert werden. Am 22. Juni geht die , Sachsen" ,iic Eröfstning der Lustschiffhalle nach Leipzig. Korinthen, ein halbes Päckchen von Dr. Oetker'S Banilliu-Zucke^ Salz nach Geschmack. Mimischen Institut, Prof. Dr. Ficker, betraut. — Im Alter von 59 Jahren ist in Wien der Direktor «der geologisch-paläontologischen Abteilung des Natnrhistorischen Hofmuseums und a. o. Professor für Paläontologie und praktische 'Geologie an der Technischen Hochschule Ernst K i t tfl verstorben. || „ — Tübingen Der Historiker Prof. Dr. Walter Goetz in »»Tübingen, der einem Rufe nach Straßburg folgt, wurde von d«r ordentlichen Mitgliedschaft bei der Württembergischen Kommission für Landesgeschichte enthoben und der zu seinem Nachfolger ernannte Professor Dr. Johannes Haller (Gießen) zum ordentlichen Mitglied der genannten Kommission berufen. Universitäts-Nachrichtei». L □, Marburg, 6. Mai. Der auf ein Jalst beurlaubte Fsterlmrgsvorsteher am! hresrgm hygienischen Universitäts-Institut ;Bcof. Dr. Römer, wurde mit der Vertretung des auf einer Die häßlichen Wirren des Königs von Siam. Der Erbe Chulalongkorns, der junge König Maha Wajirawudh von Siam, hat es nicht leicht. Mit ben Ausgaben der Regierung find-et er sich zwar tapfer ab, aber daheim, in der Familie, hat der junge Monarch mit allerlei Schwierigkeiten zu kämpfen, die feinem berühinten Baler durch die Gunst des Schicksals erspart worden sind. Im American Magazine werden einige für europäische Gemüter erheiternde Eiirzelhckten von dm häuslichen Wirren berichtet, die unerwartet über die junge siamesische Majestät hereingebrochen sind. Es ist der Konflikt zwischen nvvderncn Anschauungen und der Notwendigkeit, Jahrhunderte alte Bräuche und Traditionen aufrecht zu erhalten, die dem König Sorgen und allerlei Heine Aergernisse bereiten. Die Aufnahme moderner Zivilisation und moderner Gedanken macht in (5mm rasche Fortschritte: aber leider nicht nur int Volke, sondern auch im könig- liäwir Harem. Die 604 Witwen Chulalongkorns, die „Stiefmütter", die der junge König bei seinem Regierungsantritt übernehmen mußte, machen bein Herrscher wenig Sorge, sie sind von dem Vater an das Haremsleben gewöhnt worden, beim wie modern und fortschrittlich Chulalongkorn auch gesinnt war, er blieb stets weise genug, dem königlichen Harem allzu moderne Ansämuungen lorgsam sernzuhalten. Mit den 604 Stiefmüttern ließe sich zur Not schon leben: aber schwieriger ist es schon, mit den 4 0 7 n e u e n Frauen auszukommen, die König Malm Wajirawudh wohl oder übel als Gemahlinnen annehneu mußte. Denn nach alter siamesischer Tradition muß der König jedes junge siamesische Mädchen, das sich ihm zur Frau anbietet, in die Armee seiner Gattinnen aufnchiüen, wenn feine besonderen Gründe dagegen sprechen. Und da die^Königsfrauen im Gegensatz zu anderen asiatischen Staaten in Siam viel Freiheit genießen und ein gutes Leben führen können, ist der Andrang an Bewerbenirnen naturgemäß viel größer als die „Nachfrage". Das Unglück bat nun gewollt, daß moderne Gedanken über Frauenrecht allgemach auch in Siam eindrangen. Ans Japan und vor allem aus dem revolutionären China kamen die ersten Anregungen, und es tonnte kaum ausbleiben, daß auch unter den 407 neuen Frauen Wajira- tvudhs sich auch einige befinden, die mehr von den Rechten der Frau ausgeschnappt bäben als es dem jungen Herrn Gemahl der 407 Damen angenehm sein kann. Nach der Schilderung des Amerikaners hat jetzt eine der jüngsten Frauen, eine junge Siamesin, die von der verwaisten Tochter eines englischen Offiziers erzogen mnrbe, das Gist des Aufruhrs in den bisher so friedlichen Harem getragen. Und die Krankheit hat sich mit erschreckender Gründlichkeit unter den Frauen ausgebreitet. Es begann mit Eifersüchteleien zwischen einzelnen Damen, bald spaltet" sich der Harem in zwei Parteien, und nun hat jene Gruppe die Oberhand, die in den Frauengemächern für moderne Frauen rechte kämpft. Sie iDo£(en sich nicht mehr danrit begnügen, aus Kosten der königlichen Schatulle unterhalten, kostbar gekleidet und mit Leckerbissen gefüttert zu werden, sie stellen höhere Ansprüche, wollen von ihrem Herrn Gemahl auch wirklich als Frauen behandelt werden, sträuben sich gegen jede Zurücksetzuna. fordern Teilnahme an gewissen höfischen Zeremonien, kurz, sie wollen nicht nur dem Namen itixb Königsfrauen sein, sondern auch alle Vorrechte der Königsfrauen öffentlich genießen. Ter junge König aber steht dieser Revolution im Harem so gut wie hilflos gegenüber, denn die alten Traditionen geben ihm kein Recht, mit energischen Maßnahmen gegen diese siamesischen Suffragetten des Palcstfriedens vorzugehm. Denn da früher solche Regungen unter den Königsfrauen imbenfbnr waren, kannte die Sitte auch fine Mwehrmaßregeln. Und dazu kommt, daß sich nicht nur die Ansprüche der Königsfrauen steigern, soirderu mich die Ansprüche ihrer Angehörigen. Die alten Traditionen bringen es mit sich, daß nach siamesischem Reckte die Verwandten der Königsfrauen nicht etwa Schwäger, Schwägerinnen und Schwiegereltern des Königs werden, sondern formell zu Eltern, Brüdern und Schwestern des Herrschers sick erheben. Natürlich kennt der König diese Tausende von Brüdern und Schwestern und diese Hunderte von Müttern und Vätern persönlich überhaupt nicht: um ihre Würde ■aber kundzutun, tragen sie alle ant Hals an einem Bande eine, kleine Goldscheibe, die sie als Verwandte des Königs kenntlich mäckwn. Nun beginnen auch diese „Brüder und Schwestern" des Monarchen allerlei Rechte und Einsprüche von ihrer Verwandtschaft mit bem Herrscher abzuleiten, und es ist nicht abzusehen, wohin alle diese kleine „Familienkonflikte" führen sollen, wenn man sich nicht entschließt, mit den alten Traditionen zu brechen. DaS aber hat seine Schwierigkeiten, weil die breite Masse des Volkes treu an den alten Sitten und Bräuchen hängt, die jeder Tochter des Landes die Möglichkeit öffnet, bem König persönlich nahezu komm en. So ist beim der .arme Maha Wajirawudh in seinem Familienleben keineswegs auf Rosen gebettet, und wenn er nickt seine Zuflucht zu einem1 nicht unbedenklichen Beschlüsse nimmt, wird er nur allzu oft Gelegenheit haben, seinen glücklichen Vater zu beneiden, der alle diese Sorgen und häuslichen Konflikte in 1 einem Harem nie kennen lernen mußte. Letzte Nachrichten. König Al Phons und die Anarchisten. Paris, 8. Mai. Bei den anarchistischen Straß-en-- kundgebungen gestern wurden die Anarchisten in der Rue Pony von der Polizei mit blanker Waffe vertrieben. 12 v o n ihnen wurden verwundet. In anderen: Straßen kam cs ebenfalls zu blutigen Zus am menst ö ße n. „ rliii * - itäJL Amtlicher Wetterbericht. O e f f e n t l i ch e r Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Freitag, den 9. Alai 1913: Aushetternd, meist trocken, nulder. Reims, 7. Mai. Ein heute abend mit einem Flieger- leutnant und Sapeur aufgeftiegener Eindecker stürz te infolge rinc§ falschen Manövers ab. Der Leutnant brach beide Xr m c, .bem Sapeur wurden mehrere Rippen eingedrückt. Der Zustand beider ist ernst. . e,r J3n - 8. ,Mar. Das neue Zeppelinluftschiff „Sach - bei Morgengrauen in die Nähe der Rägihöhfluh. Da sich! hier ein .feindlicher Posten befand, zog«u sich die Leute auf eine mit Neuschnee bedeckte Wiese zurück. Dabei geriet der Führer mit bem Kopfe voraus ins Rutschen und fiel über die Felswand hiirunter. Seine Kameraden würden eine Strecke weit rnitgerisfen, konnten sich aber im letzten Augenblick vor der Felswand festsetzen, während der Führer infolge Schädelbruchs seinen Tod fand. Ein weiterer Soldat soll einen Beinbruch erlitten haben. * Grubenunglück. Aus Essen (Ruhr), 7. Mai, wird gemeldet: Bei Dahlhausen wurden heute vormittag auf der Zeche Ullendorf drei Bergleute beim Verhauen durch herabstürzende Gesteinsnlassen verschüttet. Zwei wurden getötet, der dritte schwer verletzt. * Pilzvergiftung. ^Aus Sch wetz a. d. Weichsel wird gemeldet: Nach Genuß von Morcheln erkrankten mehrere Familien an Vergistungserscheinungen. Die beiden Kinder des Oberlehrers Schlemmer sind gestorben, das Dienstmädchen ringt mit bem Tode. Kleine Tageschronik. Der fünfte internationale Kongreß zur Unterdrückung des Händels mit weißen Sklaven findet vom 30. Juni bis zum 4. Juli in London statt. öatiöeL Der deutsche Handel mit den Ländern der Balkan-Halbinsel hat im letzten Jahre trotz der krieaerischen Ereignisse eine namhafte Steigerung erfahren. Er ist an Wert von 50t Millionen Mark iin Fahre 1911 ans 590 Millionen Mark im Jahre 1912 gestiegen. Tie Hauptznnahme entfällt freilich auf den Warenverkehr mit demjenigen Staate, der sich nicht an bem Kriege beteiligt hat, ans Rumänien. Unser Handel mit Rumänien ist von 199 ans 270 Millionen Mark Wert gestiegen. Mit keinem anderen Staate der Balkan Halbinsel haben wir einen so umfangreichen Handel wie mit Rumänien: selbst die gesamte Türkei in Enrova und Asien steht in dieser Hinsicht hinter Rumänien zurück. Unsere Einfuhr und Ausnchr von und nach den einzelnen Ländern hat 1911 und 1912 betragen (in Millionen lUnrf): •i" ui,^An fl'xn'Ä icbtfk , Hte l)ii' rdl i,lcrblldS er^ ’ He?'1* r ew ,Dl t «benfo N& t fuhr aus Rumänien nm 30,5 Dttllionen Mark und die Ausfuhr nach diesem Lande um nicht weniger als 40,3 Millionen Mark angenommen. * * P o ft s che ckv e r k e h r. Im Reichspostgebiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Postscheckverkehr Ende April 1913 auf 79 502 gestiegen. (Zugang im April 1081.) Auf den Postscheckkonten wurden im April gebucht 1568 Millionen Mark Gutschriften und 1562 Millionen Mark Lastschriften Das Gesamtguthaben der Kontoinhaber betrug im April durchschnittlich 173 Millionen Mark. Im Verkehr der Reicijspostscheckämtcr mit dem Postspartassenamt in Wien, der Postsparkasse in Budapest, der luxemburgischen und belgischen Postverwalttmg sowie den schweizerischen Poftscheckbureaus wurden 7,4 Millionen Mark umgesetzt und zwar auf 3200 Uebertragilngen in der Richtung nach und auf 14 710 Ucbertragungen in der Richtung aus dem Auslanbe. Bremen, 7. Mai. Heute mürbe die Tabakbau- und H a n d l u n g s g e s e l 1 s ck a s k „K a m e r u n", Aktiengesellschaft, mit einem Kapital von 2 600 000 Ml. gegründet. Tie Gründer waren die „Deutsche Tabalbaugesellschast Kamerun", G. in. b. H. in Frankfurt a. M., ^vertreten durch Svndikus Schloßmacher- Frankfurt a. M., die Senatoren Biermann-Bremen, Geh. Kommerzienrat Landfried-Heidelberg, I. K. Victor-Bremen, Franz Thorbcckc Mannheim, »ommerzienrat Wellensieck-Spever. Zum Vorstand wurde Svndikus Schloßmacher bestellt, der Aufsichtsrat wurde aus den übrigen vorgenannten Herren und W. Scipio- Mannheim gebildet. Die Tabalban-Gesellschaft bringt ihr Geschäft mit allen Aktiven und Passiven ein und tritt in Liquidation. Zum Liquidator wurde Svndikus Schloßmacher bestellt. Der englische Handel. Nach dem amtlichen Ausweis hat der englische Handel int Monat April in der Einnahme eine Z n u a h m e non 2551 199 Pfund Sterling, die Ausfuhr eine Zunahme von 10165 462 Pfund Sterling gegen das Vorjahr erfahren. -CTS. SchloM | ’vrnroittis I in Stabü iutd x® ] 21 Meine- ,r 5Lr ~r. Stt, j nanD«rtf> Erläutere I tat A- $ag8! ’ ANZ *Ä <5crid?tsfaal. Das Urteil gegen den Losehändler Schäfer. w. Frankfurt a. M., 7. Mai. Nach brei tägig er Verhandlung verurteilte die Strafkcmtmc.r des btqigen Landgerichts den Sottcr^intemebnier .Ferdinand Schäfer in Düsseldorf wegen Betrttgs üi d-rei Mllm zu drei Jahren Gefängnis und 9000 MI. Geldstrafe sowie fünf Jahren Ehrverlust. RB. Darmftadt, 7. Mai. Die hiesige Strafkammer verurteilte heute einen sehr gefährlichen Einbrecher, den 37 jährigen aus, Seeheim i. O. stammeirden Kaufmann Friedrich Wilhelm 61) i n g c r wegen verschiedener in Darm ft adt und Mainz verübten schweren Diebstähle unter Einbeziehung einer kürzlich (p Frankfurt wegen Einbruchsversuchs erhaltenen einjährigen Zuchthausstrafe zu insgesamt zehn Jahren Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust. Die Diebstähle führte er aus, indem er sich Wohnungen aussuchte, deren Inhaber auf Reisen waren. Der Verbrecher stellte heute verschiedene der ihm zur Last gelegten Einbrüche in Abrede, er luurbc aber durch bei ihm vorgefundene Gegenstände aus den Diebstählen für überführt erachtet. RB. Darmstadt, 7. Mai. Die zweite diesjährige S ch w u r- yerichtsveriode für die Provinz Starkenburg beginnt am Montag, 16. Juni, unter Vorsitz des Herrn Landgcrichtsrat Dr. Stein. Stellvertreter ist Landgerichtsrat Dr. Güngerich. Es sind bis jetzt 6—8 Straffälle in Aussicht. Die schlour- fcricktliche Verhandlung gegen den Sparkafsenrechner A d a ni tut Nieder-Modan roegen Verbrechens im Amt als Gemeinde- und Kirchenrechner dürste erst in der Herbsttagung erfolgen. Wien, 8. Mai. Die Hochstaplerin W u r in , die Millivnen- Ictrügercieit verüble, wurde von den Geschworenen wegen Sinnes- terroirrung freigcsprochen. Vermischtes» * Der Zeitungsverleger Rudolf Mosse ftiftete aus Anlaß seines 70. Geburtstages bent Magistrat der Stadt Berlin den Betrag, bon e i n e r M i l l i o n M a r k zur 'Lrrichttlng einer „Rudolf-Mosse-Mters-Versorgungssttstunq", mts der jährlich erwerbsunfähige Leute im! Alter von über 50 Jalpen Unterstützungen von 500 bis 1000 Mark erhalten sollen, bem Ruvolf- Virchow-Krankenhause 100 000 Mark, 18 Vereinen unb Wohl- tatigkeitstmttttiteil je 10 000 Mark und schließlich 300 000 Mark Sur Verteilung an die Angestellten und Arbeiter der Firma. Der Magistrat hat dem von Berlin abwesenden Herrn Rudolf Mosse zu seinem 70. Geburtstage in einem Schreiben seinen Glückwunsch ausgefprochen, in dem er gleichzeitig mit besonderem Dank seiner Stiftung gedenkt. Der Magistrat will ferner anregen, einer Straße ben Namen Rudolf Mosses zu geben. * Der Bürgermeister als F r e m d e n l eg i o - n a r. Aus S iv i n emünde, 7. Mai, wird gemeldet: Verwandte des verschwundenen Bürgermeisters Trö^ mel haben den Magistrat tmn Usedom benachrichtigt, Trü- mel sei in die Fremdenlegion in Algier cingetreten inib habe sich auf fünf Jahre verpflichtet. Wie er dazu geftjm'mcn sei, tonne er nicht angeben. Die Familie des'Usedomer Bürgermeisters Triimel will Schritte unternehmen, um Trömel, der unter dem Namen Tunzel in die Dienste der Fremdenlegion getreten ist, wieder zu befreien. Der Usedomer Magistrat setzte die Frau des verschwundenen Bürgermeisters von bem Schreiben ihres Gatten schonend in Kenntnis. Frau Trömel ist derart znsammengcbrochen, daß sie sich in ärztlicher Behandlung befindet und sorgsam übenvacht wird. * Eine verunglückte Patrouille. Aus Lu- zern, 8. Mai, wird ge-melbet: Eine aus vier Mann bestehende Patrouille eines Jnfanteriebataillons kam gestern Des ZMische Ws-jj Rundfahrt duck Ehren der ScrtieüiH icn Bettstreiis beulite F ung haben Laurat O j-j aionmen. Die Äertreiä A üt eöensall? ringc(flbcL n •£ frei GkMgwettsttck | gelingen Ulbenbtafel 11 isibtnl Hengstenber. u. patentiertes [b®/s mildes erprobtes Abführmittel — Ter ordentttche Professor für Farbenchemie und Direktor be$ Laboratoriums für Farbenchemie unb Färbereitechnik an der Dechnischen Hochschule zu Dresben Dr. Hans B u ch e r e r in als Leiter des wissenschaftlichen Laboratoriums ber Firma Schering, T»®. in Berlin berufen worben. — In Bon n ist der Oberarzt an der dortigen Provinzial- hckl- unb Pflegeanstalt Dr. meä. Rubols S ch ri tte im 35. Lebens» Nxe gestorben. . — Professor Dr. Erich M a r ck s, der ausgezeichnete Bismarck- bügraph, wirb wahrscheinlich bem an ihn ergangenen Ruß als Nachfolger Exzellenz v. Heigels bas Orbinat für (Geschichte an der Universität München zu übernehmen, Folge leisten. — Professor Boveri in Würzburg lehnte den Ruf der ^liser-Wilhelms-Gesellschaft ab, die Direktion des Forschuilgs- vrUtuts für experimentelle Biologie zu übernehmen. i — Der a. v. Professor der Physik an der Universität Jena L Mio Mitarbeiter am) Earl-Zeiß-Werk Dr. phil. Rudolf 'S t r a u b e l 'st von der medizinischen Fakultät daselbst zum Dr. mcd. hon. crilfa ernannt worden. Dem Pfarrer zu Wörth a. Rhein Sic. theol. Dr. phil. ^ora Stuhlfauth wurde die erbetene Entlassung aus dem Zienft der vereinigten pvotestantischen Kirche der Pfalz bewilligt. Ei folgt einer Berufung an die Universität Berlin als a. o Siofeffor für christtiche Kunst. >h. p-L.L n ,btln9en tonnte morden. °ti ^'Tksellschaft erschloß h^McgungbJj Archen, uni Mmbe auf bfc % 'Qc bcr uralten tti ^nannten 3immJ lle 1mb nicht den ‘bec n>krden in zwei us,i iet Unfenn ziveiteu Leh« Je übertragen und cü wr Zeuge aus Dki- Icht worden, u. 1 der heutigen Stirb- mirben für die in da Torbneten Engel wi rger und Zeichenleh«! Feuerwehr besckb; tohanfe eine ftänbici in der Nähe des (deut von einem laltencm Revolvr:) seine goldene Uh :ige. Äe Uhr ist mue in Kappel ie> Das franz'öfische Luftschiffahrtsgefetz. Der französische Minister der öffentlichen Arbeiten erklärte -einem Berichterstatter über den von ihm angekündig- tm Gesetzentwurf zur Regelung des Luftverkehrs, daß das Gesetz den Zweck habe, für die Sicherheit der Lnftschiffer unb des Publikums zu sorgen, bas Privateigentum zu schützen und die Bedingungen für den Verkehr und die Landung festzufetzen. Das Gesetz sei sehr liberal. So z. B. verbiete es keineswegs grundsätzlich ben Flug über Städte rmd größere Ortschaften. Man werde vielleicht später eine Mindesthöhe für die Flüge anordnen müssen. Im allgemeinen behandele die geplante Vorlage die .Luftfahrzeuge ungefähr so wie gegenwärtig die Automobile behandelt würden. Die von einem deutschen Rechtsgelehrten 7chobene Forderung, daß die Luftfahrzeuge gewissermaßen Schiffen gleichgestellt würden, sei seiner Ansicht nach Mrrichtig, -denn die Eigentümlichkeit des Schiffes bestehe btarrn, daß >es keine Grenzen überschritte. Die Behand- limg der aus dem Auslande kommenden Luftfahrzeuge itterde durch Vorschriften des staatlichen Verwaltungsdienstes lyeregett wevden. Die Regierung werde so sich ihre volle Freiheit für die Verhandlungen wahren, die über diesen lHegenstcmd unter den Mächten geführt werden könnten. Schließlich erwähnte der Minister, daß esgegenw'ärtig in Frankreich bereits Über 1800 Flugzeuge gäbe. * Loriitzeadc, sozjalc BedaitE ............ _____________y ’ iad) Km W® » Mslcmdsreise befindlichen 1. Abteiümgsborstehers "am'^Berliner jciui tiöfß hfcaientidieit Institut. Pros Dr i rf p r RpH-t+ ‘ demMkchold'Z 1 attnN*Wtk I ,z , v -cr-n c-z- ----- --------- eanflüd ü 1 'n ' brsher der größte Luftkreuzer, wird am 1. Juni an Stelle V . uM non 1 ^mburg gehenden „Hansa" in der Potsdamer Lust- ;rQt das neu httgcD ?- I zns. 236,9 278,9 267,5 311,1 Zurückgeganqen ist hiernach nur die Eintuhr aus Serbien unb Ausstilw nach Serbien und Aiontenegro. Dagegen hat die Ein- 6OPerlenM150j/ti A.Diefenbach ! tt , Verdauung Erhältlich in Apotheken 1911 1912 1911 1912 Rumänien . . . 107,7 138,2 91,4 131,7 Türkei..... 70,1 77,9 112,9 113,3 Bulgarien . . . 10,6 18,0 23,9 28,6 Griechenland . . 23,7 25,1 17,8 18,9 Serbien .... 24.8 19,7 21,3 18,5 Monlenegro. . . — — 0,2 0,1 Einmaliges PHngsl-liiliol Damen-Halbschuhe Kinder-Stiefel braun Lackkappen 27-30 25-26 22—24 Herren- und Oamenstiefei die neuesten Modelle und Ausführungen 2 Schabte /s /© fs> © 4.50 3.75 Herren-Stiefel 675 schwarz 22-24 ^25 JL Derby-Lackkappe........ Damen-Stiefel M Nur not, gcutc und morgen vorragende Film Befind von Sevilla in derBaoptrolle üsta Nielsen zur Vorführung. a8/s Versäumen Sie nicht, dieses grandiose Meisterwerk anzusehen. Läebigshöhe Dienstag, 13. Mai (3. Pfingstfeiertag) Militärkonzert der Kapelle des Infanterie-Regiments ..Kaiser Wilhelm“. Direktion: Herr Obermusikmeister Löben Anfang1 4‘/a Uhr. [03890] Eintritt 45 Pfg. Pfingstsonntag (1. Feiertag) findet in 03877 Hotel Stein® Garten Großes Militär-Konzert statt. Ausgeführt v. d. Kapelle des Inf.-Regts. „Kaiser Wilhelm“ Nr. llßunL pers. Leitung des Obermusikmeisters Anfang 81/« Uhr. Herrn Löb er. Eintritt 50 Pfg. Achtung! Achtung! Morgen Freitag (eucntL auch Samstag), von morg. 9 Uhr ab, großer Verkauf am Hotel Felscnkcller in Gießen aus 2 Waggon Waren. Schöner frischer Spinat 3 Pfund 20 Pfg., 5 Pfund 30 Pfg., bei Mehrabn. bifiiqcr Prima dicker weicher holländischer Salat 1. Sorte 2St 25 Pfg-, 2. Sorte Stück 10 Pfg. 3. Sorte 3 Stück 20 Pfa' Grone (Gurken Stück 40—45 Pfg. 9icnc MÜhrchen Bund 35—40 Pfg. feinster dicker Blumenkohl St. 35—50 Pfg Sowie Radieschen, Rübstiel, Schnittkohl, rote Rüben rote Svciscmübrcn, neue Zwiebeln, Apfelsinen' Zitronen usw-, alles äußerst billig. 3L>7 Klein aus Köln. Ausflug nach Frankenberg. Bester Aufenthalt und vorzügliche Verpflegung. Hotel und Sommerfrische zum Gossberg Fernsprecher 11. S®/5 BaiMojsknWst öi5 cv. Arbkilciomins zu Siegen Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Einladung. Zu der Samstag, den 17. Mai 1913, abends 8-/2 Ubr, im Saale der Herberge zur Heimat dahier stattfindenden ordentlichen Generalversammlung werden die Mitglieder ergebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Vorlage der vorgeprüften Rechnung für 1912 und Erstattung des Rechenschaftsberichts. 3. Verteilungsvorschlag bezüglich des Reingewinns. 4. Bericht über die EUsabeth-Kleinkinderschule pro 1912. 5- Wahlen in den Vorstand und Aufsichtsrat. 6. Wertzuwachssteuer. Die Rechnung für 1912 liegt acht Tage lang zur Einsicht der Genossen Iohannesstraße 5 offen. Giehen, am 30. Avril 1913. Der Vorsitzende des Aussichtsrats der Baugenossenschaft dcö evangelischen Arbeitervereins zu Gießen. Dr. Krausmüller.D8/- s® Zic >/■ die TaW -^olstoastei fiinftU' hjC Schafs! ttien Crg yere her«: h.r Lösunk Albani etoot eine M-Ungar lUlichen * nationale 9 gemacht it’’ ;u verschas! icgeln fein, Mchlexes beut Beispi in dem En' Inge von Llimmng i kr Eisenba liafrir od, dichter' ^rtschMb Mgm tot img gelc Mnng hc Mässern sthl erhalt «ch San Hasen zu des ft ölt durch die $ bis zur Re haben. Cetit begab sich im ihn de von Koma lich der R dessen lieb Geschwade möglich e TerA * nanvrt lieben, t angetret Ro Duraz >ei, feint Pforte, streite toid Pe Tu Wie i ^sahrt, fc Serbien ü. ^UNsch lAc ben. Tie i fljlion d ^rhöhuna Hnpolitis, Belg. Aen 94 Sf über' ^.verlauf ^a9eein ^9eniuärti S S«ia: ton «Ä* '°^en mög Del timner bcten 5 Mittels tzus K