I*. Bektnn- nie ver- wuren schiech- icrene Erstes Blatt 165. Jahrgang Die heutige Nummer umfaßt 20 Seiten. behaupten. mit Ködert, sättigen Natur". Ueb haben. ind ahne ernte, eilos nfrl.CB L 9. 1911 (Dienstag unb Freiing); zweimal monntl. Land: wirtschaftliche Zcitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Nedaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Grefzener Stadttheatev. Emilia Galotti. Gießen, 8. Febr. politische Wochenschau. Gießen, 8. Febr. nicht von Schaden gewesen. Darüber hinaus war sie von an- inutiger Mtürlichkeit und klugem Wesen. Herr Kliewer baute einen rauhbeinigen, in seiner derben Gradheit prächtigen Odoardo auf, aber er kam einigemal in ein unvorteilhaftes Pathos. Ten Prinzen spielte Herr Jensen mit ritterlichem Anstand, ein leichtlebiger Fürst voll jugendlichen Ucberschwanges, der eigentlich kein Bösewicht ist, den aber die Leidenschaft zum schwanken Rohre macht. Ein Meisterwerk in seiner Art war der Marinelli des Herrn Dworkowski; kein „Teufel", eine einfache, gewölm- liche Turchschnittsseele, 'eine Lakaiennatur, die schließlich alles tut, wenn ein anderer die Verantwortung trägt. Keine einzige menschliche Leidenschaft stach bei ihm besonders hervor — ein Dutzendmensch, eine feile Hofschranze — und darin scheint mir gerade die Bedeutung seiner Darstellung zu liegen. In der an sich nicht großen, aber ungewöhnlich bedeutungsvollen Rolle der Gräfin Orsina, die das Vorbild der vielen weiblichen Doppelnaturen unserer Literatur geworden ist, offenbarte Fräulein Riza Bajor wieder ihr kraftvolles, sieghaftes Naturell. Sie war voll wilder Leidenschaft, melancholisch, grausam in ihrem Wunsch nach Rache und auch wieder lieb und gütig, voll reicher: Zartgefühls — und doch schien mir etwas an Vollendung zu fehlen. In ihrer Wut übernahm sich diese Orsina mitunter sehr — und ich glarrbe nicht, daß eine Frau von ihrer Bildung in fremdem Hause in Gegenwart des ihr kaum bekannten Odoardo sich derart vergibt. Auch die wuchtige Stelle, da sie von ihrer Rache an dem Prinzen spricht, wo sie davon schwärmt, in seinen Eingeweiden nach seinem Herzen zu suchen, erscheint meinem Empfinden viel gewaltiger, wenn sic nicht geschrien, sondern in verhaltener Wut mit einem gewissen wohllüstigen Behagen ausgestoßcn wird. Tcr Graf 2lppiani des Herrn Bruchwitz litt an einer unvorteilhaften Maske: einen Mann von seine,: Anschaimngen stelle ich mir vor mit lockigem, nngepuderten Haupthaar, wie cs, schon in Mode gekommen, der Maler trägt, der von Herr,: G ross er - Braun mit schönem Anstand und weiser Zurückhaltung verkörpert wurde, dlppiani ist der feinfühlige, vorurteilslose Aristokrat, ein kernhafter Mann, eine vornehme Natirr, und auf diese Vornehmheit hätte Herr Bruchwitz eine,: stärkeren Nachdruck legen dürfe::. Als ängstliche, zaghafte Claudia war Fräulein Brehm voll mütterlicher Sorge. Den abgefeimten Spitzbuben Angelo spielte Herr Grosser mit tenrperamcittvoller Beweglichkeit. In seiner Besorgnis etwas allzusteif war Herr Gerhardt als Pirro. K. N- sich in sein neues Amt noch nicht v ollständig ein- gearbeitet". . Das Hingt nicht vielversprechend, darf aber reine Vorurteile erwecken. Man muß den vielen neuen Männern, die wir gegenwärtig auf den wichtigsten Posten haben, Zeit zur Einarbeit lassen. Daß dies die Sage Deutschlands uni) feine Aussichten bessert, kann man allerdings nicht Samstag, 8. Februar 1915 BeznaSvrei monatlich 75Pf^ viertel- t jährlich Alk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeileiwreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den Es Hingt durch die Königsberger Rede des Kaisers wieder etwas ivie eine Warnung vor Schwarzsehern, von Lenen das Reichsoberhaupt früher bekanntlich in schärferen Tönen sich losgesagt hat. „Wie glücklich hat sich das Zeitbild geändert!" Unb wieder lobt der Kaiser den „fest zefügten Bau des Reiches", in dem die Friedens werke gedeihen könnten. Es war eine Erinnerungsrede von Wohl- Wender Beschaulichkeit, wie wir sie in unterer wafftn- klirrenben Zeit auch einmal ganz gerne vernehmen. Wir sollen in den vergrämenden Betrachtungen, wie „ekel, schal unb unersprießlich" die Welthändel gegenwärtig seien, die Freude am Wirken und Schaffen nicht verlieren. Es ist der Ruhm 'des deutschen Volkes, daß es eher die Welt Les Geistes sich erobern will, als fremdes Land. So werden auch die Worte von der s i 11 l i ch e n K r a f t im Zolle, die letzten Endes besser als kriegerische Lorbeereft die Zukunft sichern, starken Widerhall finden. Der Kaiser schilderte mit gewohnter Beredtsamkeit die Vorgänge vor 1.00 Jahren, und er vergaß nicht, so wenig er an die heutigen politischen Bedürfnisse rührte, hervorzuheben, worin sich die sittliche Kraft, die opferwillige Treue der Vorfahren am meisten bewährte: sie bewaffneten dem Könige auf eigene Kosten eine Landwehr, stärkten die Kriegsmacht, durch die später die Erfolge lgewonnen wurden. Damals war der König Friedrich Wilhelm III. ein Schwarzseher: er ließ nur mit Zaudern Freiwillige aufrufen, da er meinte, es würden keine kommen. Wilhelm II. hat bei dem 'Ausbau der allgemeinen Wehrpflicht ein größeres Vertrauen auf die Opferwilligkeit des Volkes. Und diese Erwarttnig, Sie er an der Königsberger Festtafel ausdrückte, steht in enger Beziehung zu feinen vorherigen Ausführungen über die sittliche Kraft des Volkes. Man weiß es jetzt mit Gewißheit: zur Erkämpfnmg kriegerischer Lorbeeren wird das .Heer nicht verstärkt, sondern es soll eine Bürgschaft dafür geschaffen werden, daß wir den kulturellen Zielen in Frieden weiter nachstreben können. Die Rede hat auch im Auslande gewirkt. Der „Temps" hat, wie wir berichteten, erklärt, Kaiser Wilhelm habe iricht bloß für seine Untertanen gesprochen, er verdiene auch jenseits der Grenzen gehört zu werden. Gewiß; die sittliche Kraft eines Volkes zeigt sich nicht in schandervollen Metzeleien, wie sie von den Helfern der Bälkanstaaten an unschuldigen Fremden verübt worden sind Und die zahlreichen Neider des Reiches mögen es wsissen. daß Deutschland auf feiner Hut sein will. Auch der bekannte Daily Telegraph" lobt die Gedanken des Kaisers und ttndmet dem deutschen Vetter freundliche Worte. Bei dem englischen Blatt klang noch etwas hinein, wozu gestern im Budgetausschuß des Reichstags der Staatssekretär to. Tirpitz bei der Beratung des Marinevoranschlags eine bedeutsame Ergänzung geliefert hat. Er erklärte nämlich, Laß er ein Kräfteverhältnis der englischen unb deutschen Flotte von 16:10, ebenso wie der englische Marineminister, jur annehmbar halte. Waren die amtlichen Kreise in London schon davon verständigt? Hat darum der „Daily Telegraph" geschrieben, die Beziehungen zwischen Berlin und London hätten heute „eine befriedigendere Grundlage tdtd zu irgend einer Zeit in den letzten zehn bis zwölf fahren"? Heute darf nun auch noch einmal an die Kaiser- »Oeburtstagsrede unseres Botschafters in London erinnert werden. Fürst Lichnowski hatte das friedliche Zusammen- «rbeiten Englands und Deutschlands sehr stark unter» politiicheu Teil: August ........ Anzeiger für Oberheffen ZWM T°°">nün'n'" Rotafionsörutf und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Skinöruderci R. ränge. RedaNion, Expedition und ©ruderet: rchttlstratze 1. «“nb": b=n bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Ur. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. 11 VS | MieetS . Ä Ver tilget ■ * £ MbH efi I ^rben,n ? 'nehr A i LEtzl WdbisS 1 4 aus- ] 22®n*en um I & durch Mfeiten niQt)nten gf. ¥ v°n sch „n?cheunter H Gruppen von 60, aus ■ geradezu l 10“’ eine ver- n.- welche aber I ?.6en Fabriken u mmBetieibem, 1 'n den^aus Lrr I ^'dicken. Die ch- Nfifuut ttobrifai M loird und ;r ausländische < ütmen zeigen, 1 u die nächsten ^andclskaminn. Ben und dic ktähnadel." - ich suhle mir j strichen, und wir können heute mit mehr Glauben an» nehmen, daß seiner Rede die tatsächliche und praktische Richtung der beiderseitigen Politik entspricht. Bei den Balkankonferenzen war in amtlichen Kundgebungen auch schon das gute deutsch-englische Einvernehmen hervorgehoben worden. Aber daß dem deutschen Standpunkt dabei große Zugeständnisse gemacht worden seien, davon ist bisher nichts herausgekommen. Hoffentlich macht es Herr v. Bethmann Hollweg nicht wie jener Bauer in dem Märchen, der fein Pferd auf den Markt bringen wollte, es unterwegs aber gegen eine Kuh austauschte, die er bann für ein Schaf fortgab, bis er, nach weiteren Händelu,. nichts mehr hatte als einen Sack voll verfaulter Aepsel. Er wettete bann sogar noch mit zwei reichen Engländern, daß er von seiner Alten zu Hause nicht Prügel, sondern Küsse erhalten würde. „Immer bergab und immer lustig!" sagten die Engländer, Sie in dem Märchen die Wette verloren. Wir haben schlechte Vorahnungen, wenn unser Bauer Reichskanzler auf den Markt geht. Der deutsche Opttmismus ist nicht mehr ganz grenzenlos. Wir haben zwar keinen Anlaß zu verzweifeln, aber so manches Mal hat sich zur amtlichen RechnungHablage ein Kopfschütteln erhoben: „Immer bergab und immer lustig!" Mit Rechen- exempeln kann der handfertige Zauberkünstler ganz artige Gesellschaftsspiele zustande bringen. Es fällt dabei manchmal etwas unter den Tisch, oder es verschwindet im Aermel. Sind die zahlreichen Lektionen über Flottenverständigung, die schon Fürst Bülow öfters erteilte, ganz in Vergessenheit geraten? Ein englisches Blatt, die „Evening News", macht nach einer telegraphischen Meldung heute schon Ein- toenSungen: „Es sei verfrüht, zu sagen, daß eine dauernde Besserung der deutsch-englischen Beziehungen vorauszusehen sei. Möglicherweise bestehe Deutschland darauf, die kolonialen Dreadnoughts als einen Teil' der organisationsmäßigen englischen Seewehr zu betrachten." Wenn Deutschland heute die kolonialen Schiffsbauten Englands außer Acht lassen wollte, so bedeutete dies allerdings einen UmfaU gegen früher und käme dem Tauschhandel des Bauern gleich, der schließlich die verfaulten Aepfel nach Hause trug. Tröstende Hoffnungen kann mau nur an die Tatsache knüpfen, daß es der Staatssekretär v. Tirpitz war, der im Ausschuß den deutschen Standpunkt vertrat. Nach dem Bericht eines Blattes soll er auch nur davon gesprochen haben, daß der englische Vorschlag für die nächsten Jahre annehmbar fei. Der Ausschuß des Reichstags, der unter dem Ausschluß der Oeffentlichkeit über bk Regierungsabsichten sich wohl informieren konnte, wird es wissen, ob man der neuen Reise Vertrauen schenken darf, oder ob man die Hand am Stecken halten muß. An der Seite des Staatssekretärs v. Tirpitz war auch der neue Staatssekretär des Auswärttgen zum ersten Male vor den deutschen Parlamentariem erschienen, um beruhigende Erklärungen ab zu geben. Wir können über den Eindruck, den er machte, heute nur ein einziges Zeugnis an führen, nämlich aus dem Berliner „Lokalanzeiger". Es heißt da, er wäre ob feiner kleinen, fast unscheinbaren Gestalt beinahe übersehen worden, fei aber bann mit einer wohlformulierten Erklärung recht frisch und sicher aufgetreten. In der Aussprache, heißt es in dem Blatte, ^verfügte er aber nicht mehr über die anfängliche Gewandtheit und Sicherheit. Als er schließlich seine für die Presse bestimmte Erklärung zu Papier brachte, wurde aus der Kommission heraus eine nicht u n w e s e wt l i ch e diplomatische Korrektur an bem Kommunique vorchnom- men. Alles in allem lautet bas Urteil der bei feinem (ersten Debüt anwesenden Parlamentarier: Herr von Jagow hat Aus diesen Erwägungen heraus muß sich die Darstellung vor dient der sorgfältigsten Sprachbehandlung befleißigen, sie muß sich ebenso fern vom Deklamieren wie von dem sog. Konverlatwns- lon halten, und Wan wird gern gestehen, daß die gestrige Jnp «ührung, von einigen kleinen Unebenheiten abgesehen, darin cm naßes und gutes leistete. Auch die Darstellung der Charaktere leigte die glückliche Hand eines tüchtigen Regisseurs, und Herr Tworkowski, der das Spiel leitete, darf mit diesem Erfolg wllauf zufrieden sein. Fräulein Dagny gab der Emilia liebliche Zuge, aber ein klein wenig mehr südliche Leidenschaft Ware Steppenlänöer öes nordöstlichen Veutsch-Gftasrika. Gießen, 7. Febr. Ueber „Steppenländer des iwrdöstlichen Deutsch-Ostafrika und' ihre Bewohner" sprach in der „Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde" Privatdozent Tr. E. Obst aus Marburg. Deutsch-Ostafrika baut sich von Daressalam aus in drei Stufen nach Westen hin auf: Die Küstenzone, das Zirndgebirge und das innerafrikanische Hochland. Tropischen Charakter zeigt nur die Landschaft an der .Küste und einzelne Teile der Abfallzone nach dem Jndisckxm Ozean. Wegen der größeren Seehöhe und seiner Ebenheit ist das Hochland naturgemäß den pflanzens eindli Yen Winden in erheblichem Maße, ausgesetzt, so daß dadurch, in Verbindung mit Wassermangel, geschlossene Vegttationsformen in größerem Maßstabe selten sind. Vorherrschend ist die Steppe, unterbrochen von Dornbusch und salzhaltigen Sumpsgebieten. Aus der teilweise vegetationslosen Ebene ragen wie Inseln runde Felskuvpen aut, die als Ueberreste zertrümmerter Gebirge anzusprechen sind. In den Jahren 1910 und 1911 unternahm der Vortragende eine Expedition in jene Gebiete, um zu erforschen, welche Kräfte bei der Einebnung dieses, ehemaligen Gebirges tätig gewesen seien. Es konnte dabei einwandfrei festgestellt werden, daß eine Erosions- erscheinung vorliege. Tie Reise nahm die Militärstation Kili- matinde zum Ausgangspunkt und führte zunächst zur Landschaft Turu, in der der Volksstamm der Wanjatnru seßhaft ist. Sie stellen ein Mischvolk dar, das seinen nsprünglichen Negerthpus infolge von Ueberflutungen durch andere Völker im Laufe der Zeit fast eingebüßt hat. Nur bei den Frauen lassen sich die Merkmale des Bantunegers noch deutlicher erteimen. Ter Reichtum dieses Vollsstammes besteht in stattlichen Herden des einheimisck>en Buckelrinds. ohne daß dieses jedoch planvoll gezüchtet würde. Die Besitzer haben keine Ahnung von der Verwertbarkeit ihrer Viehschätze. Ihre Bedürfnislosigkeit läßt auch den Wunsch nach einem Umsatz ihres Eigentmns nickst aufkommen. Eine Perlenschnur, die durch Trägerdienste leicht zu ertoerben ist, bildet das Höchste, was der Wanjature an Ansprüchen stellt. Zu ihren Tänzen tragen die Frauen hübsche Rückenbänder, die sie selbst flechten. Sie begleiten den Tanz mit ihren nickst unmelodischen Gesängen. In Ermange- lung von Musitinftnimenten schlagen sie Messingspiralen, die den Unterarm umhüllen, rhthmisch aneinander. Die Nachricht, daß in dem Gebiet von Jssansu eins der sagen - haften Zwergvölker Hause, veranlaßte beit Forsckstr, dorthin aus- zubrechen. Nach imühevollem Umherwandern gelang es schließlich, im Njarasagraben den Stamm der Wassendiker zu erkirnden und in der Nähe die Zelte anzusiedeln, um ihn zum Gegenstand ein- Die Türkei in doppelten Nöten. Bei den Kämpfen in Gallipoli und Tschtaldscha ist noch keine Entscheidung gefallen. Die Türken verharren in der Defensive. Die Bulgaren aber gehen zielbcwußt vor. Jeder Tag des Säumens bringt den Türken weiteren Schaden. Die Truppenlandungen bei Rvdvsto und, wovon heute gemeldet wird, bei Midia am schwarzen Meer sind jedenfalls unbedeutend. Adrianopel kann sich sicher nicht mehr lange halten. Wie unter diesen Umständen die Pforte noch auf Finanzoperationen Hoffnungen bauen will, ist unverständlich. Die Beschießung Adrianopels. Sofia, 7. Febr. Amtlichen Nachrichten zufolge ist die fortdauernde Beschießung Adrianopels erfolgreich. Vor Tschataldscha kamen bisher nur unbedeutende Vorpostengefechte twr, welche ergebnislos o erlauf en find. Laut Nachrichten aus Sofia wird cut allgemeiner Sturm auf Adrianopel in zwei oder drei Tagen erfolgen. Wie die bulgarische Regierung erfahren haben will, soll Adrianopel, falls es jetzt nicht eingenommen wird, neutralisiert werden. , Konstantinopel, 9. Febr. Auf dem Kriegsministerium wird erklärt, daß das B o m b agr b e m e n t auf Adrianopel wie das Erwiderungsfeuer der Belagerten mit unverminderter Heftigkeit fortbauere. Türken wie Bulgaren haben schwere Verluste. Der bulgarische Rückzug von Tschataldscha auf Tschorlu dauert an. Die „Kölnische Zeitung" erhielt em längeres Telegramm aus Dedeagatsch, bas besagt, daß nach Briefen cms Adrianopel, die durch Ueberläufer angekommen sind, sich dort alle Reichsbeutschen wohlauf beftnben. Konstantinopel, 7. Febr. Wie amtlich aris K a l> i- fratia gcmelbet wird, besetzten die türkisch en Truppen gestern die Station Baktscheiköj an der Bahnlinie nach Tschataldscha sowie die dem rechten Flügel der ttirkischcri Armee gegenüber gelegenen Höhen. Die türkischen Erkundungsabteilungeii sind mit dem Feinde in Fühlung. Landung kurdischer Reiter an der Küste des Schwarzen Meeres? Die etwas phantasttschc Berliner „Morgeirpost" meldet aus Konstantinopel: Vor drei Tagen landeten bei Midia 10000 irreguläre kurdische Hamedie- Reiter aus Trapezunt', die Ordre haben, das bulgarische Okkupationsgebiet mit Feuer und Schwert zu verwüsten und die christliche Bevölkerung ausnahmslos zu massakrieren unb als Aufklärungstruppe für einen Entsatz womöglich bis Abrianopel vorzudringen. Den Bulgaren soll es gelungen sein, die östlichen Befestigungswerke Adrianopels zu erstürmen und zu zerstören. Nach einer Blättermeldung aus Konstantinopel begab sich der Kreuzer „M e s s i d i e h" mit zwei Torpedo- Nr. 55 Der Gießener Anzein-r erscheint täglich, ai-M^ Sonntags. — Beilagen: viermal wöcbenllicl GiehenerZamiUenblätter. zivennalwöchenll.N»ei§- blatt fiirden Nreis Gießen Die Leidenschaft, die den Verstand ausschaltet oder doch in feinem Wirken lähmt, ist wohl der eigentliche Grundgedanke, der das Trauerspiel von der Emilia (tzalotti bewegt unb schließlich aud) den tragischen Ausgang herbeiführt, wenn anders man nicht die Notwendigkeit des Schlusses leugnet und ihn damit gleichzeitig als untragisch unb undramatisch erklärt. Mehr als zu Lessings Zeit steht man heute auf dem Standpunkt, daß der Dichter mit scharfem Verstände zwar unb mit geilwollcr Bered- fimfeit die Geschehnisse zu begründen versuchte, daß er aber mit Lieser etwas frostigen Kunst doch nidn zu überzeugen vermag. Zwar versucht Bulthanpt den Nachweis, daß Lessing ganz folgc- nickstig gehandelt habe, aber er muß schließlich doch zugeben. Laß die Motivierung spitzfindig, die Tat Odoardos nicht frei oon ! Aebertreibnng sei, und daß Lessing wohl selbst nicht von der Notwendigkeit der Geschehnisse überzeugt geivesen wäre. Auch sonst aoch hat sich Lessing kleine Unwahrscheinlichkeiten ge>tattet, tote . B. in deni Verhalten des Dieners Pirro, der alles ausplaudert I rnb bann erst stutzig wird, obtoolst er den Angejo längst als Spitz- - Lüben kennt Ebensoweiiig hätte Marinelli einen Grund, der «Gräfin einiges von dein Ueberfall zu erzählen, aber dann ivare die (Landlung auf il/rem toten Punkte angelangt. Diese Ausstellungen werden aber durch eine vortreffliche Charatterscknlderung, eine Tirtuofc Bühnentechnik und nicht zuletzt durch die unvergleichliche »Eprache Lessings tocit ausgewogen. Zwar erscheint uns Heutigen 1 schon manches an dieser Ausdrucksweise veraltet, wir smd daran lewöhnt, daß ein jedes Geschöpf des Ticksters seine eigene Sprache -lebet — aber zur Zeit als Lessing schrieb, Falt ferne Sprache, Die wir u. a. von Ramler wissen, als „die Sprache der mannig- ** Tageskalender. Abends verfügen können. Das Blatt vier von Skutari, Essad Pascha, getötet wurde, und daß sein Nachfolger seit gestern mit den Belagerern über die Uebetgabe Skutaris verhandele. Die Ueb^rgabe sei stündlich zu erwarten. am del mit Di- Vor Skutari Mir" meldet, daß der Kommandant halten. Nach einem Wiener Telegramm glaubt man in dorti gen diplomatischen Kreisen nicht, daß irgend eine Großmacht F l o t t e n m a ß n a h m e n treffen würde, falls die D a r d a ncllenfrage durch die Einfahrt der griechischen Flotte in das Marmarameer aufgerollt werden sollte. unr: .xmircu'ii) vir. Z". Wohltätigtkits-Ronzert des Kronballer lcbcn Q u a r t e t I v e r e i n s Sonntag nachmittag 5 Uhr im Saale des Starkenburg und Nheinhessen. R.B. Darmstadt, 7. Fcbr. Geh. Regierungsrat Haas ist in der verflossenen Nacht wieder von einem schweren Schlaganfall heimgesucht worden. Noch bis vor wenig Tagen beteiligte sich Geheimrat Haas eifrig an den Sitzungen der landwirtschaftlichen Verbände und wohnte noch am Dienstag einer größeren Versammlung wegen des Niedcr-Modauer Konkurses bei. Da Haas bereit im 74. Lebensjahre steht, ist sein Zustand außerordentlich bedenklich. Berlin, 8. Febr. Zwischen Küstrin lind <5 o n n ober; sanden aestern Echarkschießübungen des Heldartillene • Htaimentö Nr. 18 Frunkiurl a. d. Oder auf drei Freiballon! stall. Einer der Gallons würbe ginn Sinken gebracht, du,: beiden andern verschivanden unversehrt in den Molken. Leben war. — —,--------- Krankenhaus gebracht Ter junge Mann soll ein x\nge* * nieurschüler sein, der sich das Leben nehmen wollte, weil er sein Examen nicht bestanden hatte. vorliegenden Kritiken sprechen sich sehr günstig über,Jou. rournöe aus. Am Tage vor der hiesigen Auffahrung gaucm daS Ensemble am Mainzer Stadttheatcr. •• Diebstahl. Heute nacht wurde an§ einem Hau?» gang ein Fahrrad Marke I.Kohinor^ mit der Fabrik- Nummer 435 896 entwendet. •• Aufgefunden wmden eine Anzahl Niepoths Rechenbücher, die ein Kind in einem Hoiraum versteckt hatte. Die Bücher sind jedenfalls gestohlen; der Eigentümer wird ersucht, sie auf der Kriminal-Abteilung deL Polizeiamts abzuholen. PicbHDielbauS: Täglich Vorflellunq. Museum des oberhessiscken GeschicktsvereinS. Geössnet Soiwtaa vormittags 11—1 Uhr unentaeltlick. Oberbessischer Kunstverein. Gemäldeausstellung im Turmhaus am Brand. Neue Ausstellung. Geöswet täglich mit Ausnahme von Samstag) von 11—1 Uhr, 'conntagS non Das Nachspiel zur Alarmierung der Straßburger Eanison. lieber beit heiteren, aber auch unerhörten und etwas blamablen Fall in Straßburg ist bis jetzt noch kein amtlicher Versuch gemacht worden, die Angelegenheit für die Behörden tn etn günstigeres Licht zu setzen. Da es bekannt war, daß der Kaiser in Königsberg erwartet wurde, war es doch recht gedanketüos, daß alle die hohen Würdenträger stundenlang in dem Irrtum verharrten. Das Vorkommnis wird gelegentlich wohl auch einige Folgen haben. Hauptsächlich muß an die Vermeidung ähnlicl)>er Fälle gedacht lverden, jund das ist durch Einführung einer geheimen Verständi- gungsiveise nicht schwer. Gegen den pensionierten Zahlmeister-Aspiranten W o l ter, der durch seine getäuschte Depesche am Mittwoch die Garnison alarmierte, ist das Verfahren wegen Urkundenfälschung eingeleitet worden. Seine erste Vernehmung hat bereits stattgefunden. Wolter hatte inzwischen, der „Straßburger Post" zufolge, einen T o b s u ch t s a n f a l l. Er wurde infolgedessen der psychiatrischen Klinik überwiesen. Der vor kurzem wegen einer Broschüre ifbeir die Hagenauer Garnisonverhültnisse mit der Polizei in Konflikt geratene Schriftsteller Jung wurde als M i t w i s s e r resp. Ddittäter des fatschen Alarms in Straßburg verhaftet. Er war Absender des Telegramms, mit dem Wolter den Erfolg feinet Streiches einer Zeitungsredaktion angekündigt hatte. ©tabttbeater Sonntaa nach« Frankfurt neu ausgestellt. ** Stadttheatcr. Es sei nochmals auf das nächsten Donnerstag stattsindende Ensemblegastsviel Friedcich-Wilhelmstädtischen Schauspielhauses in Berlin Herbert Eulenbergs LiebeSstüek ,Be linde* hinqeiütefen.. gestellt hat Auck der Landes-Ausschuß hat auf Anregung des Landeshauptmanns in Nassau aus seinem Dispositionsfonds einen Zuschuß von 600 Mark gewährt, um ein Werk zu sckxmcn, das nach \mi Anssplnck unserer ersten Autoritäten auf dem Gebiete der Musikwissenschaft, wie Prof. Dr Fohaunes Bolte und Prof. Dr. Mar Friedländer, ein Bor bild für die ganze deupchc Volksliederforschung ein Kulturdenkmal werben, wirb. Au» Stadt und Can0< Gienen, 8. Februar 1913. DaS Volkslied im hessischen Hinterland. Daß das Volkslied im früheren hessischen Hinterlande, dem lebigen .Kteis Biedenkopf noch blüht und der Bolksgesang dort noch wirklich lebendig ist und die Fühlung mit der Neberlieferung nicht verloren, seine cigentünilidKn Schönheiten in voller Frische und Ursprünglichkeit bewahrt hat, ist bekannt. Singt doch der Bursch: „Die Rosen und die Nelken, dev Flieder und Jasmin, die müssen all' verwelken und müssen all' verblüh'n!" oder „Lebe wohl, vergiß 'mein nicht, schenke mir dein Angedenken, Liebe darfst du mir nicht lebenfen, denn bas Sckncksal will es nicht. Lebe wohl, lebe wohl, lebe wohl vergiß mein nicht" oder aber „Es schliefen zwei verborgen in einem Federbett, sie schliefen ieden Morgen, bis daß die Sonn sie weckt' usw. Auf Veranlassung des Landrats Daniels sind die Volkslieder nun im Kreise gesammelt von Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Max Friedländer-Berlin in Bearbeitung genommen, so daß die Sammlung zum baldigen Abschluß gebracht werden wird. Das vorliegende ^Naterial sowie die Nachprüfungen und Forschungen, die Pros. Tmeblänbcr im Verein mit seinem Assistenten, dem Organist Lütge-Charlottendurg vornahmen, haben gezeigt, daß der Volksgesang im Hinterlande eine überraschende Frische und Ursprünglichkeit bewahrt und über einen Reichtum verfügt, der größer in irgend einem Teile von Deutschland nördlich des Main kaum anzutreffen jein dürfte und daß an der Hebung dieses Schatzes eine Reihe von tüchtigen und begeistetten Mit arbeiteni beteiligt ist, wie sie der Volkslied-Sammlung und -Forschung seither in dieser Geschlossenheit wähl noch nicht zur Verfügung gestanden^ hat. Nicht nur am eigentlichen Volksliede, sondern auch dem Soldatenliede und dem geistlickxn Volksliede ist nadigeganflcit und Material darüber gesammelt worden, auck den Voltsschauspielen, wie Advents-, Weihnachts-, Dreikönigs- und Passionsspielen, Sommer- und Winterspielen, sowie den Scher; und ^pottreimen. Alle Lieder werden nwcntariliert, denn das Ergebnis der Inventarisierung ist im wefentliehen bestimmend rur den Wert der Volksliedersammlung des Kreises, unter Angabe aus welchem Dorfe sie stammen, welche Generation — Großeltern, Verheiratete, Fugend — sie singt, ob ein Ehor oder ein einzelner Sänger das Lied beigesteuert hat, welcher Herkunft, Alter, Geschiße das Lied besitzt, welche Begeben Hessen-Nassau. h. Frankfurt, 7. Febr Die Kronenbergerscke Dampf schreineret in Bockenhcim ist durch einen mäck« tigert Brand zerstört worden. Der Schaden ist erheblich da sämtliche Holzbearbeitungsmaschinen und große öolfr Vorräte vernichtet sind. W. Biebrich, 7. Febr Es besteht Hoffnung, daß die beiden durch Axthiebe schwer verletzten Opfer bet Familientragödie, die sich am Ascher-Mittwoch morgen hier abgespielt hat, mit bem Leben davor kommen. sJiad) Mitteilung der ärztlichen Leitung dtt Krankenhauses befindet sich die von ihrem Mann burd Axthiebe verletzte Frau Heinrichs außer Lebensgefahr uni bei vollem Bewußtsein. Obwohl der Schädel an fünf ver schiedenen Stellen gespalten und zum Teil zersplittert war hat die Frau den operativen Eingriff gut überstanden. Be dem .irinbe, dessen Schädeldecke in einer großen Ausdchnunc gespalten und bei dem die Axt ins Gehirn cingebrunacr war, ist zwar das Bewußtsein noch nicht wiedergekehr: doch bessert sich das Befinden von Tag zu Tag, so büe begründete Hoffnung besteht, cs am Leben erhalten zr können. Die Leiche oes Vaters, der sich nach der Tat n> Rhein ertränkte, ist noch nicht gefunden worden. türfiirhr innere Anleihe. beiten vorhanden, die mit seinem Singen ober feiner Entstehung , „ n , « ”ffr D " F i N a N z m i N i - n Verbindung gebracht werden, ob für DraUer (Triller, Refrain), ^"Nstanttnopel, G ,z.br. ^.er ,5 g trabe im Hinterlande sehr rcick und eigenartig vertreten ft er erlaßt eme Bekanntmachung, die solgende^fagt. un s -Htät be5 dortigen Volksgefanges ganz bewn- den außerordentlichen R rtegs a us gaben gerea) Aufmerksamkeit verdieni, noch andere Namen in^ Gebrauck zu werden, wendet sich die Regierung an Die -inb, ob bQ^ ein Svinnstubenlicd ist ober im Freien ge- pilfe aller Ottomanen. Sic hat als wrrrfamee -ungcn ufro. Weite Kreise haben erkannt, welch' hoher Mittel die durch kaiserliches Dekret sanktionierte Ernt' iulturwert der geplanten Sammlung innewohnt und wie sehr lic siou einer inneren Anleihe beschlossen. Zu diesem 'Interstützung verdient. So bat der KulttlsmunNcr dies dadurch Behuf ivird die Regierung unverzüglich Schatz s ch ein,c ^ctunbet, daß-er nicht nur die Mt ^et,e Dredcnkopf erbetene in Höbe von 5'M i l l i o n en Pfund ausgeben, di. Lethtlfc von 600 Dlark zu den 23o0 Mark betragenen ^ruck- d^ck cttte ?vro^ Fmmobi?iensteuer garantiert kosten bewilligt, sondern auch wettere Mittel zur Verwgimg oura) crne oproz. x.-r a^nd«-Ä-9liiS>ckun bat auf Anregung des werben sollen. Die Scheine werben im Wert von ein Psum Sterling oder einem türkischen Pfund zu IO1/2 Prozent aus- gegeben Die Amortisation erfolgt in fünf Kupons mt. dem Verfalltag 13. Dezember. Die Kupons, die an den türkischen Staatslassen bar eingelöst werden, werden^ b.i der Steuereuttichtung an Zahlungsstatt angenommen Subskribenten erhalten, bevor die Scheine gedruckt sind, Emp- Geselückastsvereiiis. R i n e m a t 0 a r (i D h: Toglick Vorstellung. Bi ograv b-L i ck t s v i e l e: Töglick Vorstellung. B o f 0 k s R o m in e r - L i ck t f v i e l e: Täglich Vorstellung. gehender Untcrfucfning zu machen. Es handelt sich um ein armseliges Relitterwolk von kleinwüchsiger, aber keineswegs vygmnen- luiftn- Gestalt (Größe etwa 1,54 Meter). Eisen ist ihnen erst in allerneuester Zeit bekannt geworben: ihre Waffen sind noch fast ausiiahmslos aus Holz. Fhre Lebensweise ist ganz aus die Trockenzeit eingestellt. Die Hütten werden aus Zweigen aufgebaut, deren Spitzen sich oben zusaiNmennergen. Mit ver- vcrgisteten Pfeilen erlegen sie während der trockenen Iuhrestzert das Wild an den Trinkstcllen, nähren sich auch außerdem^ noch von Beeren und Wurzeln. In der Regenzeit kommt das Wild nicht mehr zu den Tränken, irnb der Hunger hält bei dem Fäger- -tK-lTcficn seinen Einzug. In ihren Gesäugeli wenden sie sich in dieser Zeit bittend an die Sonne, oder sie neiden der über dem Buscke schwebenden Krähe das AaS,^das diese von oben wittert. Infolge Frauenmangels ist dieser Stamm durch Inzucht stark degeneriert imd geht seinenv sickeren Untergänge entgegen. In Horden von ein bis zwei Familien zusammenlebend, besteht ■er etwa noch aus 110 Leutchen. Gleich den Waissansu ist auch das benachbarte Volk der Wairangu ein rechtes „Perlenvolk". Wo sich dieser beliebte Schmuck auch nur einigermaßen anbringen läßt, erblickt man ihn. Bei ZwillingSgebiirten werden Freudentänze aufgeführt, die gleich bett gebräuchlichen Toten klagen zwar mit heftigem Geräusch verbunden sind, aber dock einen ausgeprägten Sinn ftir.dcn RhhthmuS deutlich erkennen lassen. Die Wairangu huldigen dem Sonncnkutt, wobei sie aus den inneren Organen der Opfer-- tierc weissagen. In der Landschaft Jrangi befindet sich auch das einzige Golbbergwerk Deutsck--Ostaftikas unb zivar in Ssekengke. Trotz ber hoben Förderkosten arbeitet dieses Werk doch mit Gewinn, weil seine Golbguarzc 50 bis 100 Gramm Gold je Tonne enthalten (in Südafrika nur etwa 12 Gr.). Tie Iahresför- beruitfl hat zurzeit einen Wert von 900 000 Mark. Durch die Massaisteppe ging die Reise über Ussandaui wieder nach Kilimattnde zurück. Eine große Zahl von pbotographisckfen unb phonographischen Ausnahmen gehörten zur Ausbeute und konnten während des Vottrags vorgesührt werden. • — Ein wertvoller An'ti kenfund Das Thor- mcn-Mnsenm hat soeben, wie dem Cicerone aus Rom berichtet wird, eine ungemein iverwolle Bereicherung durch eine m diesen Tagen in Sutri gefundene 78 Zttn. hohe Bronzestawette eines nackten Jünglings erfahren. Die Statuette, eine römische Nachbiwnng eines vielleicht praxite- lischen Typus, ist fast vollständig erhalten. Der rechte Arm greift über den Kops hinweg, die linke Hand hält einen undeutlichen Gegenstand, den inan vielleicht als Rest eines Spiegelrieinens ^deuten kann. Das Werk zeigt eine herrliche grüne Patina. Kreis Friedberg. 3 Bad-Nauheim, 8. Febr., Gestern abend sand,' ein Forstbeamter hinter dem Golfplatz in der Nieder« Mörler Gemarkung einen fremden jungen Mann, der sich Schußwunden beigebracht hatte, aber noch am. war. Der Schwerverletzte wurde iit das städtische booten nach dem Scharzen Meer, wahrscheinlich in der Absicht, die Landung der aus Klein-Asien einaetroffenen Truppen bei Midia zu beschützen Das bulgarische Blatt „Mir" dementiert die Meldungen ausländischer Blätter, wonach demnächst weitere serbische Truppen in Tschataldscha eintreffen sollen. Des Blatt erklärt, die an der Tschataldschalinie konzentrierten bulgarischen Truppen seien vollkommen imstande, nicht allein sich in der Defensive zu halten, ,on- deni auch gegebenenfalls offensiv vorzugehen und bedürften nicht der Hilfe seitens der Armeen ber Verbündeten. Tas Verlangen der Konsuln in Adrianopel nach freiem Abzug. Sofia, 6. Febr. Die Gesandten einiger Mächte schritten heute bei dem Ministerpräsidenten Ge- schow wogen des Verlangens der Konsuln in Adrianopel ein, daß eine neutrale Zone festgcftellt werde oder daß ihnen und den fremden Kolonien die Ermächtigung gegeben werde, die Stadt zu verlassen. Der Ministerpräsident antwortete, daß es keinen Prazcdciizsall bafiir gäbe, daß Konsuln oder (mbrreii Personen gestattet wurde, einen belagerten Platz zu verlassen, und daß auch ernste Gründe das bulgarische Generalquartier verhindern, den Konsuln und fremden Kolonien den Atiszng oder die Errichttmg einer neutralen Zone zu gestatten Denn niemand föimc dafür bürgen, daß nicht vers hentlich Granaten in diese Zone fielen, was für das Militär große ^chwieng- triten zur Folge haben würde. Die Kümpfe auf Gallipoli. K 0 n st a n t i n 0 p c l, 7. Fcbr. Aus den Dardanellen eintreffende Reisende erzählen, daß q r i e ch i s ch e T r a n s - portdampfer versuchten, serbische Truppen an der Gallipoli gegenüber liegenden Rüste zu landen. Die Truppen seien in Salonitt mit der angeblichen Bestimmung für Duraz-zo eingeschifft worden. Aus Gallipoli sind gestern zahlreiche muselmanische Flüchtlinge an Bord des Lloyddampfers „Bukowina" cingetrofsen. Die Gerüchte, daß bulgarische Delegierte zu den Fricdensverhandlunaen in Ronstantinopri eingetroffen seien oder eintreffen würden, werden energisch dementtert. , , Das Kanonenboot „Z ch a f" bombardierte gestern noch mals Myriophito, das die Bulgaren kurz vorher besetzten. Die bulgarische Artillerie erwiderte das Feuer. Die Bulgaren besetzten auch Scharköj. Tie Behörden von Myriophiw wurden an Bord des „Zchaf" gebracht und nach Gallipoli befördert. Ein Flug über die Dardanellen. Dem „Temps" wird aus Mudros (Griechenland) telegraphiert: Der griechische Militärflieger Leutnant M 0 n- tusis nahm in Begleitung eines Fähnrichs mit einem Wasserflugzeug von Lemnos aus einen Flug über die Dardanellen und kreuzte, trotz der gegen ihn ab- gefenerten zahlreichen Schüsse, wiederholt oberhalb des vor Nagara liegenden türkischen Geschwaders, schleuderte vier Bomben auf den türkischen Leuchtturm und landete sodann bei Imbros. Der römische „Secolo" bringt eine ausführliche Schilderung des Fluges der beiben griechifckxm Militärflieger Mu- tusis unb Maraitimis über die Dardanellen, ans dem noch sol gcnbeS zu ermähnen ist: Der Fluq wurde nach der Genehmigung des MmiralS Konduriotis ausgeführt. Ter gricchisck-e Tor- pedojoqer „Velos" fuhr dem Wasserflugzeug eine Stunde voraus. Um 9,20 Uhr, als der Torpkdoiäger sich gerade zwisckicu Lemnos Und Imbros befand, erschien der Hydroplan hinter der Purnia-Bai in der Richtung auf Samothrace und Passierte Imbros in der Ricküung auf die Dardanellen, um alsbald über ber Halbinsel Gallipolis zu verjckivindeu. Umi 11,30 Uhr wurde der Hydroplan von neuem sichtbar. Ter „Velos" fuhr ihm entgegen. Eine Schaluppe brachte inzwischen den ins Wasser niedergegvnaencn Hbdroplan mit den beiden Offizieren an Bord. Die Flieger erklärten, derlFlughabejcdeErwartungübertrosfcn. Sie kreuzten zweimal im Zickzack über Gallipolis und konnten die türkischen Stellungen leicht erkennen. Die Halbinsel erschien ihnen wie ein un- geheuresWasfenarsenal. Die Fli -gor erreichten die Halbinsel Lei dem Kap Suwla, passierten die Stadt Maidos und üb erflogen die Dardanellen zweimal. Als sie sich über Ragara befanden, konnte Maraitimis sich mit dem Fernrohr über die tciublicbc F-estung orientieren. Auch über die bei Nagara versammelte tiirHiebe Flotte konnten die Flieger Feststellungen macken. Die Flieger wollten zuerst bei Mudros niedergehen, ein Motordefekt zioang sie jedoch zu vorzeitiger Landung. Der Flug Dauerte rund zwei Stunden und dehnte sich über 180 Kilometer ans. s^Nach^iner"Blättemiie!dung ?oll zwischen der Tette Pu «uitag 3* Uhr : ^d^Dorstellimg: .Mein-Taumlmg. bliqnc und dem Finanzminister betreffs der Ents ch ä di - 7'• }Ibr: Jir. i_. . . . - - gung fürTripotis es zu einer Einigung gekommen fein. In ungefähr fcet/n Tagen werden 50 Millionen Franks an die Dette Pnblique gezahlt werden. Der in die türkische Staatskasse fließeube Anteil soll auf 500000 Pfund festge- gesetzt worden sein. Tie türiische Staatskasse würde also, da sic vor zwei Monaten bereits einen Vorschuß von 300 000 Franks erhalten hat, noch über 200 000 Franks 11—3 Uhr, Mittwoch nachmittag von 3-5 Uhr. Delfentl. Hausbesitzer-Versammlung Sonntag nachmittag 6 Uhr im Lenz'icben Fellenleller. Vortrag von Herrn Le vi g a rd-Frankfurt: Wi-rtnlwachssleuer; Gründung einer Hypothekenbank für 2. Hypotheken. An 1 aaemufik Sonntag mittag 12 Uhr in der Sud- , Tie bulgarisch-rumänischen Verhandlungen. Anlaae. cpiclolan: 1. Einleitung unb Chor au§ der Over Sofia, 7. Febr. Die in London begonnenen bul- .Carmen^ von G. Biiet; 2. Ouvertüre zur Over -Wenn ich aartsch-rumamschen Unterhandlungen wer deni n S ofta Armeemarsch 91^9 c^eriogC voV ^aunichiveig). fortgesetzt. Dte bulgarische Regierung ersah Dr. T a - * ' • new und den ehemaligen Gesandten in Konstantinopel, ** Die Ausgabe neuer Zins schein bog en zu Sarawoff, zu Delegierten aus. Zum rumäuischen Tc- tzcn IV-proz. Hessischen Staatsschuldverschreibungeii,Serie6 legierten wird wahrscheinlich der rumänische Gesandte in oom 9 Mai 1893 für weitere zehn Jahre — erster ZinS- Sofia, Ghika, bestellt werden. schein am 1. Oktober 1913 fällig — findet bei der Staats- Ein deutscher Wink nach Petersburg. schuldcnkasse der Hessischen Landeshypothekenbank, sowie bei Der „Neuen Freien Presse" wird aus Petersburg der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt und der« gemeldet, daß Deutschland vor einiger Zeit Niederlassung zuFrankfurt gegen Einreichungdcr Erncue- Rußland wissen lie ß, falls dies in Armenien rungss'cheinc (Zinsschein Anweisungen) kostenfrei statt. Auch einmarschiere, werde sich Deutschland in die Bczirkskassen nehmen den Umtausch vor. Kleinasien gleichfalls "freie Hand vorbe- ** Oberhessischer Kunstvereiu Die Februar- Ausstellung hat von der Ausstellungs-Zentrale des Mw seums für Kunst in Handel nnd Gewerbe in Hagen nahezu 100 Photographien der Mode r 11 en Bank 11 n ft nach Bauten von Behrens, Eiidell, Hoffmann, Meffel, Mutbesius, Olbrich, Riemerschrnid und anderen aufzmveisen. Ferner ist noch eine kleine Sammlung Oelgemälde von Karl Barna S - Friedberg und Plastiken von Louise Schmidt- Cudw.Sttim.KaiaeretT. In JSaubeim r [Koch, Lauteren & Co. % Holz WS Bfihetrs fr 4T* ■VX'T.AiU" Für die überaus zahlreichen Beweise | herzlicher Teilnahme bei unserem schweren < Verluste sagen wir allen unseren innigsten ? Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Volzel. Wieseck, den 8. Februar 1913. gg? \ Danksagung. tfrür die uns bei dem Hinscheiden unseres lieben Sohnes und Bruders Adolf Hans erwiesene Teilnahme sagen innigsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 8. Februar 1913. °»M BRAUBACH L FISCHER Färberei und chem. Waschanstalt Gegründet 1848 16 eigene Läden Seltersweg 79a HIFQQFN 4 NeuenweS 4 relephon 627 V I C. 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Abteilung 1, Fachschule. Klcidernäbcu, Weinnäben' Weißitickcu, kunstgewerbliche Arbeiten, Kunstwaschen und Bstaeln. Anmeldungen und Auskunft Kirchstraße 20, Älice-Schulc. Sortiment und Klassen, auch abteilungsweise verschlossen mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Montag, den 17. Februar, mittags 1 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann um 2 Uhr die Eröffnung der Offerten erfolgt. Das Holz ist gefällt und wird auf Verlangen von Förster Keil vorgezeigt. Nähere Bedingungen liegen auf der Bürgermeisterei offen, werden auch bei der Eröffnung bekannt gegeben. Ettingshausen, den 7. Februar 1913. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. Kursus und staatlichem Eramen. c) Hausbaltunasickulc mit '/«-jährigem Kursus. Beginn aller Kurie 1. Avril 1913. 114 Fichten-Derbstangen mit 7,79 Fstm. 11 Fichten-Neisstangen mit 1,1 Fstm. Angebote, die getrennt zu halten sind, sind verschlossen und versehen mit der Aufschrift „Holz- submiision" bis zum Eröffnungstermin Mittwoch, 19. Februar l. IS., vorm. 10 Uhr, hierher einzureichen. In den Angeboten sind die Bedingungen, die auf dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten offen liegen, anzuerkennen. Das Holz kann vorher eingesehen werden. zahl 9bepoll! hoffaum wrtiffl ; ber Giqentte des Polizei Handelt und Verkehr. Holksmerttzci-aft. ** Anleihe der Provinz Ober Hessen. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich ist, hat die Mitteldeutsche K r e- von Sremrn noch öralrllen und dem La Plata r 'N ber Cüd>I au§ bet Crc J wr .'Kenn i5| bereite .Grim'I Braunlchwki;, | nnbogens j Hingen, Serial ~ erster MH l>ei der Stack j ibank, sowie d j iftabt und den ‘ ng der trneis j rsrei statt. An | Kleine Tageschronik. Der ledige 40 jährige Kaufmann Karl Salomon in L a nd a u, dcr schon früher in einem Jrrenhausc untergebracht war, hat ein» gestanden, die abscheuliche Tat an dem kleinen Heinrich Brand ötrübt zu haben. Hauptmann Staudrng er vom 1. Kafferiäger-Regi- ment wurde, nach einer Meldung aus Trient, bei einer,Hebung Amtlicher Wetterbericht. Oeffcntlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen füe Lonntag, den 9. Aebr. 1913: Vorübergehend austlärend, etwas feilte’ e '.'lacht, später wieder Trübung und mild, ev. auch schon Niede> schlage. ^DfidameriPa- Dieust mk den neuerbauten Dampfern der Sierra-Klasse ^jbachdecherarbeiten jeder Art Huna. ’ ^orslellung. | *QumJ gönnet täolii ' ^onntngg Tapeten! S v-1 OPs. an,Gold Tapeten v. r.» Pf. an m den schönsten u. ireuettenMustern. Man oerl. k«stenfr.Musterb.Ni.568.II)^2 Gebrüder Ziegler, Lüneburg. der Landes-Heil- und Pflegcanstalt bei Gießen. I. A.: Lotz, Großh. Hausverwalter. Galata aus nach Gallipoli gevvacht worden. Mit Rü^icht auf die Kämpfe bei Gallipoli soll die Landung einer größeren Truppcnmafse bei R o d o st o unterbleiben. Einsturz einer Seinebrücke. B r i a r e, 8. Febr. Gestern abend stieß ein ohne Lichter fahrender Frachtkahn auf eine Seinebrücke auf. Die Brücke ist größtenteils eingestürzt. Die Wcgräumung der Trümmer wird zwei Monate in Anspruch nehmen. Die Schiffahrt wird so lange unterbrochen sein. Ob Menschen bei dem Einsturz er trunken sind, ist noch nicht festgestellt. Ein Probe streik in Belgien. :|: Brüssel, 8. Febr. (Priv.-Tel.). Infolge der Ab lehnung des sozialdemokratischen Wahlrechtsantrags hat der Generalrat der belgischen Gewerkschaften beschlossen, am 17. Februar in Gent und Antwerpen eine Probe auf den allgemeinen Ausstand zu machen. Der Ausstand selbst soll am 21. April, dem Eröffnungstage der Weltausstellung in Gent beginnen. Ein Schiffsuufall. Brest, 8. Febr. Auf der hiesigen Reede stieß chic Schifferbarke mit einem Torpedoboot zusammen. Bon der Barke, die sofort sank, konnte nur ein Mann gerettet werden. Letzte nacbrid)rcn. Der Angriff auf Adria nopcl. :|: Konstantinopel, 7. Febr. (Priv.-Tel.) Wie der Kriegsmini st er amtlich mittcilt, wurde Adrianopel am Dienstag von den Bulgaren heftig angegriffen. Der Kampf dauert noch an. Die Kämpfe bei Gallipoli. K o n st a n 1 i n o p e l, 8. Febr. Das 10. Armeekorps ist samt Artillerie und Kavallerie zu Schiff von Stambul und Int. . . h. Segierufl» ich« W® i üioO1- i-s eitrig inbe ui» * iommlung * Haus bn«' ijje»**1’ ^troe6uni| von LtrasMbmrbeitkn. Die beim Neubau der Kreisstraße Heuchelheim^ Allendorf a. Lahn erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten (Regierungsgebäude Landgraf-Philipp-Platz 3, Zimmer Nr. 22) zur Einsicht offen. Angebote, deren Unterlagen gegen Erstattung der Herstellungskosten abgegeben werden, sind mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis Dienstag, den 18. Februar d. Fs., vorm. 10 Uhr einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Gießen, den 29. Januar 1913. Der Großherzogliche Kreisbauinspektor. ern abend in der Mann, dal- , aber noch J in das |W t soll ein M nen wollte, w Echte schweizer Stickereien soiv.Kleider-Klövvclipitzen ii Einsätze, ebenso ein Bosten idterc Muttern und Reite werden billia abgegeben Fra« Schmitt Teufelslustgärtchen 26. 3M " 1!'- - M i, 3,53 „ „ 25,86 „ „ 62,64 „ „129,36 „ „418 59 „ 140,60 „ H ,/ uii.iynM.iiya.il 3,42 „ Die Angebote sind getrennt pro Festmeter nach Dttbant mit anderen Banken die 4 Proz. Anleihe der Provinz Oberhessen über nom Mk. 3 000 000, die diese zum Bau für elektrische Ueberlandanlagen ausgibt, übernommen, und bringt sie zu 97,50 o/o an den Markt. Das Anlehen ist im ganzen Deutschen Reich mündelsicher. Mit Rücksicht auf den billigen Kurs ist die Nachfrage bereits sehr rege, so daß es für Hnteressew- ten ratsam ist, Anmeldungen möglichst umgehend ber einer in der Anzeige genannten Niederlassungen zu bewirken. Die Hypothekenbank in Hamburg veröffentlicht in der heutigen Nummer des Gießener Anzeigers ihre^ Bilanz zum 31. Dezember 1912. ** Ter Zeitungskatalog der Anuoncew-Erpeditton Rudolf Mos sc liegt in seiner 46. Auflage für das Jahr 1913 vor. Der Katalog enthält in der gewohnten gediegenen Ausstattung das vollständige Verzeichnis aller Zeitungen mit Angabe ihrer politischen Richtung, der Auslage, der Anzeigenpreise usw. Auch die Fachzeitschriften des In- und Auslandes sind in gleicher Ausführlichkeit verzeichnet. Eine Anleitung zur Abfassung und zweckentsprechenden Ausstattung von Anzeigen ergänzt das Zeitungsverzeichnis in bester Weise. Eine hübsche Schreibmappe mit vollständigem Kalendarium, statistischen Mitteilungen, Portotarif usw. ist als besondere Gabe der Firma Masse für ihre Kunden beigefügt. Ter Katalog wird allen Geschäftsleuten, die Anzeigen in auswärtigen Blättern aufgeben wollen, ein wertvolles Hilfsmittel sein. sS.ll 2 löte bfirt 'diesL »Sl Iden und große F jt ish Prof. vi. Möller, Berlin. (Therapeutische Rundsch. 1908, Heft7.) b,8/l? „ fert dek.a.lack. „ „ 80 Lincrustaersatz, „ . „ „ , .15 Holzverfteigerung in der fürstl. Oberfürstcrei Lich Montag, den 17. Februar, vorm. 9VS Uhr, im Distrikt H a r d. Scheiter, Rm.: 318 Buchen, 22 Eichen (4 Werk scheit, 18 rund». Knüvvel, Rm.. 126 Buchen, 86 Eichen, 6 Linden, 4 Nadel. Stöcke, Rm.: 150 Buchen, 107 Eichen (4 Schcilbrocken», 2 Linden, 12 Nadel. Neisholz-Wellen: 4520 Blichen, 1910 Eichen. — 37 Eichen - Gartenpsotten (2,2 Mir. lang), 6 Buchen - Abschnitte = 7,05 Am., 1 Kiefer = 0^5 Fm., 1 Fichte = 0,1» Fm., 3 Linden - 0,76 Fm. Die Zusammenkunft ist auf dem Licher Sedanplav Alice-8chulverein Giehen Unter dem Protektorat Ihrer Könial. Hoheit der Großherzogin von Hessen unb bei Rhein. a) Seminar für Hausbaltungslcbrerinncn mit 1-jähr. Kursus und »tanilichem Eramen. b) Seminar für Handarbeitslehrerinnen mit l-jährtgem 'in dem sie mit ihren Eltern schliefen, gestorben sind. Die bauer'i^. Tapete hatte Schweinfurter Grün enthalten. Auch : >>n Saaie u die Eltern wurden durch die Einatmung des in der Tapete l enthaltenen Giftes vyn einem Unwohlsein befallen. ♦ Zu dem H amburger Vergiftungsfalle im Hause des Arztes Dr. Hirsch wird mitgeteilt, daß die li Jahre alten Zwillinge nicht der Berührung mit Rat- toirfr reu gift zum Opfer gefallen sind. Die Untersuchung der 2 | Zeichen hat ergeben, daß die Kinder infolge des Einatmens nling^?,^ I der Ausdünstungen der g rünenTapetein dem Zimmer, vor der Hard._____________ Prima Weissbuchen Kegel und Kugeln *“'ic sämtl. SrediSkrorlitittii werden billigst angesertigt. J. Ruhl. Damvsdreherei, Wabcnborn b. Gießen. I0650 Txtittftg, 7. Febr. Kapitanleutnant Janetzkh und Ober- masckinistcmnaat Dieckmann, die fjeutc vormittag 10 Uhr ’ m Putzig auf dessen Flugzeug Westpreußen zu einem lieber» | icmdflug nach Stolp aufgesttegen waren, mußten wegen widriger - Äinde bei Neustadt umkehren und in Danzig landen. Sie stiegen um 4 Uhr wieder zur Wckfahrt nach Putzig auf. Ucber t>ent Meere, bei Zoppot, brach plötzlich ein Flügel des Flug- . .^ugs, das in die Ostsee stürzte. Beide Flieger fanden , Tod in den Wellen. Das Flugzeug ist noch nicht Mn einem abstürzenden Eisblock getötet. Ein Kaufmann in Lübeck und seine zu Besuch an- fconnlc !ü iüeienbc Kusine haben sich in ber Wohnung erhängt. Seine T,T(iQ Don 6trr- I Gattin und die beiden Kinder wurden vergiftet aufgefunden. Mnbung eineI ter Grund ist wahrscheinlich in Nahrungssorgen zu suchen. h. reinen Glaserkitt garantiert ohne Schwerspat und sonstige Be- schwerungsmittel kaufen Sie K/tU Fakrilz am besten u. billigsten in der 1X1 ll“ 1 ClUl 1 ix A.Hunkirchen, Dillenburg (Hess -Nassau) T,ack- und Oelfarben-Fabrik. — Teleph. Nr.5.lDa/a Von heute ab ist meine Eirma unter Nr. 1098 an das Telephonnetz angeschlossen 963 Emil ttoll, Dachdeckermeister Holzsubmission. In den Waldungen der Gemeinde Ettingshausen soll nachverzeichnetes Holz auf dem Sub- missionsweg vergeben werden: -i -------------- BioelosMe , e chält jeder Erwachsene von nreiner rühmlich bekannten Mesorm-Butter-Marke „Sanitas“ lVegitabile Margarine). 067 MssrmhiiiisFmiziillitzs. _____________B % W Westfälisches “Wl Schwarzbrot sehr wohlschmeckend empfiehlt stets frisch 6. Muth, Feinbäckerei Ludwigstraße 44. .[09942 4. 5. „ 25—29 „ unter 25 n if II 8 328 i 2. ,, 40-40 2 3. „ 30—39 20 4. „ 25—29 60 5a „ unter 25 198 5b „ „ 20 1559 St. Fichten Derbstangen = Danksagung. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres unvergesslichen Kindes, sagen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank. Friedrich Müller, Schreinermstr. u. Frau. Alten-Buseck, den 8. Februar 1913. am Seiterswe^. Programm eam 8. bis 10. Ftbmr: Der Hrtll Drama in 2 Akten. Erstklassiger Schlager! ftn glänzender Darstellung findet in diesem Film eine Wiedergabe der Kriegs-Ereignisse zwischen der amerikanischen Regierung und Indianern statt. Die heiratslustige Witwe reizende Komödie. ko, der schwarze Miincfcie Hauptdarsteller Leo Peukert glänzende Humoreske., Dieser komische Schlager dürste zu den besten Stücken gehören, die bisher gebracht wurden. Wer herzlich lachen will, sehe sich diesen Film an. Das Gürteltier hochinteressante Ausnahme. Aus der Wochenrevue PackendeBilder aus dcmBalkankrieg Vor der Tschataldschalinie Außerdem das vorzügliche Programm mit Einlagen. a’/2 Biirger-Qesellschafl JpA Grosser < Maskenball am Samstag, den 15. Febr., abends 7,61 Uhr in der Turnhalle, Steinstratze. Geheim-Karten für Mitglieder sind zu haben bei unferm I. Vorsitzenden Herrn Schlossermeister M. Dörr, Nord-Anlage 18. Freunde und Gäste können durch unsere Mitglieder eingeführt werden und stehen hierzu Einlaßkarten ebenfalls bei unserem I. Vorsitzenden in beliebiger Anzahl zur Verfügung, v8/, Eintritt nur gegen Vorzeigung der Einlaßkarte. Prsgrom Lamstag bis Dienstag Im Licht- Spiel-Haus eilt neuer Schlager: Irdische Richter SensationS Drama in 2 Akten. Ferner: Eifersucht Hz ii lugst In der Hauptrolle In der Xitelroflc Mar Linder. M. Prince. Die Nachtvögel Der Laxemburg-Garten »-Journal Und das übrige diesmals besonders hochinteressante Programm. < n*/3 Schn.-Klub Fidelio Giessen. Sonntag, den 9. Februar 1913 von 4—11 Ubr findet im l'af6 Ebel (obere Sälel 0986 Kappensitziing mit Tanr statt. Ter Borstand. Otiiche Hausbesitzer-Versanffllußg Sonntag nachmittag von 6 Uhr ab im Lcnzschen Felsenteller. Referent: Sm Martin Levigard, ynmh'nrt o. M. Tagesordnung: 1. Wertzuwachssteuer.. 2. Gründung einer Hypothekenbank zwecks Auf nähme von II. Hypotheken usw. Um recht zahlreichen Besuch bitten 894 Mehrere Hausbesitzer. Plockstrasse 12 Zmei Wrilkhme dezeiite Sroincn Ein deutscher Kunstsilm Färstenlieke Aus Som Likbtstcbcii riiter Priuzcjsin Jrnmfl in 3 Sitten. Die lttcschichte einer Konvenienzehe, in der eine junge, lebenslustige Prinzessin auS Staatsgx ünden an einen ungeliebten Fürsten gebunden ist, schließlich aber doch daS Glück ihres Herzens findet. a8/j Ziiiti ins graue fcta Ein spannendes Drama. Felddienstubuug der österreichischen Gebirgsartillerie Herrliche Naturaufnahme. ßorllheii und dir flirntrn Komödie. Die Wochenschau DaS Neueste auS aller Welt. llnh dazu das übrige Massige Pragraimii. üitiitiirirt Bahnhofstraße 54 0935 neben Hotel Schütz vom 8. bis 11. Februar Pit KiiniM mm Mn Historisches Drama in 2 Akten. Der Alk im Film Humoreske. AMttill|mi.Älijjli!ig Spannendes Drama. Pkksulbe mit mechanischen Lchtitten aus dem Ronkonkama-Lce (Pcrein. Staaten) Phantasie. Max uni) die Mmalseinmihnng Tolle Humoreske, gespielt von Mar Linder. Unsere ^)erle Komisch. ? ? ? Und das übrige hervorragende Programm. zu erscheinen. Tagesordnung: 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Kriegerverein Giessen; Autz bt (rb) To Lusschus; i Vorsitz des tarnen, in Gegenstände die Mnderi Der Verein der Hausbesitzer rriurfit seine Mitglieder zahlreich und pünktlich zu der am Mittwoch, den 12. Februar 1913, abends 8'/.- Ubr, int Saale des „Hotel Schütz" stnttsiudenden Jahres- und Hauptversammlung <-icNMcn u. l"mgegcn anclle für Familien. Neun Verteilungsstellen. Spar Einlagen "Wl werden mit 4% verzinst.^?, Neueintritte können tör lich erfolgen. Nach.lablui t von 50 Pfg. Eintrittsgeld n man vollberechtigt. NlügUed. 1. Jahresbericht mit Rcchnungsablage, 2. BorstandSwabl, 3. Die Belastung von Grund und Boden, ins besondere mit Steuern und Abgaben, sowie die jchwicrige Lage im Htzpothckenwcien «an Beispielen erläutert), Referent: Rechtsanwalt Raab. Montag, den 10. ftebrur abends 8'/r Uhr: Nebuugsabeud in der Turnhalle an lei Weit-Anlage. Zahlreicher Erscheinen erwartet. Bs/2| DaS Kommando Neue Universitäts-Aula in Giessen Montag, den 10. Februar 1913, abends 8 Uhr „Die Freimaurerei und die religiöse Krisis der Gegenwart“ Öffentlich. Vortrag von Dr. phil. Ernst Horn effer-München Eintritt frei für Damen und Herren v$5/ Freimaurerloge Giessen. S.V.M.G. Sonntag, den 9. Februar im Restaurant Tchiitzenhaus bandelsk Kammer anc ^Ätsmttelb ftnmmmqn OkrtditsüR 34. Landt beharren für schul! derAusse den erster ersuchen, GntfdMbic schuldig c schloß der ivonach ai dmig des «Mvalkscha itbädtgung i tan früh ’tUliq du als llledig mit Tanz -Infang 4 Uhr. 0933 Ter Vorstand Samstag, den 15. Februar, S«nsdAdtkÄch? Hauptprobe zur „Missa solemnis“ Sonntag, den 16. Februar, st.duheä”, Chor- und Orchester-Abend J die Ehrung d' Zuschlägen l. yt eine l a h AyOMaN Tas ist ' Tw! ßermehru verwende! J18 'Jicginn d)rttn Älannl X Unter« a l-ßkn und a A mittlcrni t ;Menebcspani „iflung von von der vc ^ganislerunl Hü-nd gaww ■* eine argan nffld Die n jßlerif^iDif Mchung vor In unniitt iidijt sieht di ijjt für di titn, öie im > tzi Aon der Wdiensi toi xshfbingt j yi Heilung Ir mzusüh' wüchcn, jrx pandha «durchaus säten. Wie t schneien der ' 2» diese An Mai | nhchlich met : letzten Dorla * ^benllüb- W e’ Hauptversammlung Mittwochs den 12. Februar 1913, abends ,/,9 Ubr, im Vereinslokal Neuenweg 28. Tagesordnung: Kasicnbericht, Bericht des Sckrisiführers, Vorlage deS Voranschlags für 1913, Bericht der Nassenorüsungskom- rnisswn, Wahl des Vorstandes und der Kassenprüsungs- kourmission, Verschiedenes. ▼*/, Der Vorstand. Cafe Leib, tiiesseu grosser Theatersaal. 0973 lotinsllßF Ee'lachini aus Harburg u. L. Der König aller Magier mit seinem Riesenunternen- men auf dem Gebiete der Magie und Illusionen beginnt Sonntag, 15. Febr.. sein sensationelles Gastspiel. Mltaler Hi Direkt: Hermann Steingoette’ Sonntag, d. 9. tX-cbr. 19 $ uad'mittagS 3'/, Ubr unter Mitwirk, der -Navei des hiesigen Fufant.-Ress»! „Mnh'cr Wilhelm" Nr. 1H TXT VolkS-Preise .^indervorstellunß Klein Däumling. Märcken mit besang in7B>ldern von Ctto Vogtr Ende 6 Uhr. NbcndS 7V, Ubr: unter DUtwirknng d. des hies. ,1ns.-Rats, „flaiwt Wilhelm" Mr. 116 Kleine Preise! Bum 7. Mole Neuheit! Ncubo Packttsiis Nr. 10 Fliegervosie mit Gelang Tanz in einem Vorspiel '^r- 3 Akten von Hermann Ha^n und Willi Wolf. Musik von Walter W.Go« Emde 10V3 Ubr. ™ Meininger Hofkapelle. Reger, Von neu (f. Chor und Orchester). Romantische Suite. Bruckner, Dritte Symphonie. __ 19V Eine Hauptprobe hierzu findet nicht statt. "W Montag, den 17. Februar, de£nstaLLhrch" Missa solemnis von Beethoven für Soli, gemischten Chor, Orchester (Meininger Hofkapelle) und Orgel. (v/,) flrjdi. mit 2diiü Tie te Wbcm) Interesse st d°v,r. Ho ^Bitten ^Venni Pachtung dairrii tprft tferodr t>or Rüd J?l2 lehr h tatt. oiJ fr L ?ot SS® und ist i5 *« ben < Achten be ?6n^r mit ^^Matttr »rur bi, v JIq e Mtf e e,1i tut Ltai; bn’f ' v" 35 n!t5!1 ?? m A Musik-Tage des Giessener Konzert-Vereins. Beethoven, Bruckner, Reger Dirigenten: Reger. Traut mann. Solisten: Kammersängerin Emma Tester, I aula yt erner-Jenson., Henry Wormsbächer, Otto Schwendy. Orgel: tiörlach. Orchester: neiningcp Hofkapcllc. Chor: Der akademische Gesangverein. Finfrittskarfon ä Mk.5, 4. 3. 250(Mk.2 nur in der Kirche),Studentenkarten Mkl DiniLlUbKdL l 11 og-y