Mais mahlen, das sie zu „Brot" verbacken. Erfreulich ist, daß sie die Reinlichkeit lieben und mit Schwämmen täglich vom Kopf bis zum Fuße sich waschen. Auch das Zähne- putzcn wird dabei nicht vergessen; schon die Kinder werden dazu angehalten, und eine faserige Wurzel dient als Zahnbürste. Tie afrikanische Weberei Und Töpferei hat ansehnliche Sachen hervorgebracht. In einem andern Raume sieht, man Mis'ionsschülerarbeiten zusammcngestellt, Schreibhefte, Zeichnungen ufw. Der Unterricht zeitigt reiche Erfolge. Welche Schwierigkeiten sind dabei zu überwinden! Es mußten nach der Eingeborenensprache Schriftzeichen erfunden, Wörterbücher entworfen und grammatische Regeln ergründet werden. In der Tat, die Mssionsarbeit steht in engem Zusammenhang auch mit der Wissenschaft! Tie Ausstellungen aus Indien und China stehen hinter den anderen nicht zurück. Ein indisches Straßssnbild ist äußerst eindrucksvoll; kvir haben auch hier wieder intime Einblicke in das häusliche und gewerbliche Leben der Landeskinder, sowie in den erstaunlich vielfältigen Götzenkultus, der in einem „Götzenhain" veranschaulicht ist. Wir können eine Brahmanenküche mit den Einrichtungen der Neger an der Goldtüste vergleichen. Vom uralten dlhnenkultus der Chinesen gibt eine imposante Ahnenhalle Zeugnis. Vor einem Al)nentafelfchrein, der die Tafeln der männlichen und ^weiblichen Ahnen enthält, steht ein Opfertisch, mit Opfcrgaben, Gefäßen und Werkzeugen für die Zeremonien. Bilder an den Wänden vervollständigen das Innere. Weiter werden vorgeführt chinesische Wohnräumc und eine Landschaft im Modell. Uebcrall ist anschauliche Belehrung über praktische Anlagen sowie Sitten und Gebräuche. Wer alles genau besichtigen und studieren will, muß einen mehrmaligen Besuch dranhängen. Er ist lohnend und bringt immer ettvas Neues. —z. * Die wertvollen Gedanken der Rede, mit der Prof. O. Eck, der Rektor der Landesuniversität, die Eröffnung der Ausstellung begrüßte, verdienen eine ausführlichere Wredergabe. Prof. D. Eck sagte ungefähr folgendes: Eü i|t mir eine große Freude, die Veranstalter dieser ^lus- stcllnng und mit ihnen die Ausstellung selbst im Rainen der Landes- mnvcrsttät zu begrüßen. Ihr Gegenstand ist unseren Hochschulen nicht mehr fremd. Im Jahre 1897 wurde in Halle der erste Lehrstuhl für Missionswissenschaft in unserem Vaterland geschaffen. Gustav Warncck, der bedeutendste deutsche Missionsforscher, l?at thn.innc gehabt. _ Seitdem hat dieser Zweig neuzeitlicher Geschiäüs- wißensciMt sich seine berechtigte Stellung an unseren Hochschulen erobert. Und wenn auch kleinere, wie die unserige, sich den Truppen führt der serbische General Bojovitsch. Mit dem Generalsturm soll, wie berichtet wird, bis zu dem Eintreffen weiterer serbischer Verstärkungen geloartet werden. Die „Vosfische Zeitung" meldet aus Cattaro: Bei denr dritten Sturm aus denTarabosch weigerten sich die Montenegriner, wegen der großen Verluste vorzugehen. Nach Aufforderung formierte sich dann eine Freiwilligen-Kolonne von 710 Mann, von denen nur 55 Mann zurück kehrten, die änderet: waren vom feindlichem Feuer niedergemacht worden. Paris, 6. April. Der König vonMontenegrr> richtete an den Petersburger Korrespondenten des „Temps^" eine Depesche, in welcher es hoißt, er erfahre mit Schmerz, laß das Panzerschiff „Edgar Quinet" Fr an krei ch bei der Flottendemonstrativu vertrete, durch welche Montenegro gezwungen werden solle, die Belagerung von Skutari aufzuheben. „Wir bedauern tief, daß infolge einer bitteren Ironie der Name des berühmten Schriftstellers und beredten Dolmetschers der um Einheit und Unabhängigkeit ringenden Völker in dieser Expedition gegen einen kleinen tapferen Vorkämpfer der Unabhängigkeit des Balkans und der orientalischen Christenheit gesandt wurde. Sie können sagen, daß Monten-egro trotz der von Europa ergriffenen Zwangsmaßnahmen nur der Gewalt weichen wird Es bleibt Europa nur übrig, seiner Ungerechtigkeit durch einen Gewalt streich noch den Stempel der Lächerlichkeit aufzudrückcn. Die Antwort der verbündeten Balkaumächte. Sofia, 5 .April. Die den Vertretern der Mächte überreichte Antwort hat folgenden Wortlaut: „Die Verbündeten sprechen den Mächten für ihre Bemühungen, den Friedensschluß herbeizuführen, ihren,Dank aus und nehmen in dem aufrichtigen Wunsch, ihre Slusgabe zu erleichtern, die von den Mächten vorgeschlagenen Bedingungen für die Vermittelung mit folgenden Vorbehalten an: 1. Gelegentlich der endgültigen Festsetzung der Grenzen Thraziens wird die in den von den Mächten formulierten Bedingungen enthaltene Linie als Grundlage und nicht als endgültige Grenzlinie angenommen. 2. Die ägäischen Inseln werden von der Türkei den Verbündeten abgetreten. 3. Tic Verbündeten meinen, daß sie die in Aussicht genommenen Grenzen Albaniens im voraus kennen lernen müssen und hoffen, daß diele mit jenen Grenzlinien übereinstimmen werden, die sie in London vorgcschlagen haben. 4. Tie Forderung nach einer Kriegsentschädigung soll im Prinzip angenommen und die Aufgabe, ihre Höhe zu bestimmen, deni Hlusschuß überlassen werden, der sich mit der In- selfrage beschäftigen wird und in der die Verbündeten vertreten sein werden. 5. Die Verbündeten stimmen zu, daß die Kricgsoperationen von dem Augenblick an aufhören, wo die oben angeführten Bedingungen im günstigen Sinne ausgenommen und zur Annahme gelangen werden. * Türkische Angriffe. Sofia, 0. April. (Agence Bulgare.) Das Hauptquartier erhielt über die Operationen der Vorhut des rechten bulgarischen Flügels bei Tschataldscha cutt 31. März folgenden Bericht: Um 6 Uhr früh eröffneten lbZ. Jahrgang Montag, 7. April $13 nalität [hv11/: (kebimme Wferett Erstes Blatt © Die heutige Nummer umfa&t 10 Seiten (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfcagen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für'Depeschen: Anzeiger Gießen. Wir .hoben nun bis zuM 23. April eine große Schens- ‘ ' Gießen: die Ausstellung der Basler Mission SS* a . Einern Würdigkeit in '< in den unteren Räumen der alten Klinik ist gestern vor- Nr. 80 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich Komptr KanfuMete Tröffmmg der völkerkundlichen Ausstellung in Giehen. Gießen, 7. April. Atu flotter unb franko. ghausen iS (Siegkreis) ihre Gäste im Warnen der Stadt Gießen, Rechtsanwalt Eng i s ch hob als Vertreter beider Abteilungen der deutschen Kolonialgesellschaft l^ervor, welchen Nutzen und welche große Förderung die Ko lonialpolitik aus dem Walten der Missionare ziehe. Dekan Gußmann fügte noch herzliche Worte im Namen des Dekanates Gießen hinzu. So wurde die Ausstellung unter den günstigsten Zeichen eröffnet; vielseitige Interessen nehmen daran teil, und der praktische Geist, der die Veranstaltung 'beseelt, zeigt sich bei der Besichtigung auf den ersten Blick. Welch anschauliche, reizvolle Kulturpröben, alle unverfälscht aus der Wirklichkeit entnommen, bieten sich dem Auge dar! In übersichtlicher Anordnung ist alles in Gruppen zusammcngestellt, wie sic das Leben draußen selber fügt: Straßen, Wohnhäuser, Werkstätten, Hütten der Zauberer und Götzen mit Geräten und Ausstattungen. Nicht wie stumme Zeugen aus den Museen sprechen uns diese Dinge an, und wie wurden sie uns gegenwärtig durch die Erläuterungen der Missionare, die im Zusammenhänge alle Zwecke erklären, und-, mdem sic die Stücke einzeln in die. Hand nehmen, so manche Erzählung einflechten, bei der uns Staunen oder Grausen überläuft! Tie Arbeitsgebiete der Basler Mission, aus denen die Bestände der Sammlung stammen, sind Kamerun, d e Goldküste, Indien und China. Da stehen und liegen aus Afrika die Heimstätten des Fetischismus, Hütten der Priester und Götzen, und dem feisten Aberglauben, den sie predigen, entspricht ein buntes Durcheinander von Amuletten, Beschwörungsgegenständcn und -- Hinrichtungswaffen. Ms eines der wertvollsten Stücke der Ausstellung wies Missionar Gsell den Helm eines Henkers aus Kumassi vor, der mit seinem gleichfalls zur Ansicht vorliegenden Richtschwcrt Hunderte von Menschen hingemordet' haben mag! Nicht minder interessant ist die Hütte des Rieseu- gottes Dekali, auS Kamerun. Ein Häuptling hat diese Hütte aus geliefert im Austausch gegen — einen christlichen Lehrer, dem natürlich dabei nichts Böses passiert ist. Bei den Beschwörungsformeln sviclt neben Masken und phantastischen Gewändern auch die „Musik" eine Rolle; der anwesende Missionar rührte, indem er das Geschrei des Eingeborenen sprachkundig nachahmte, eine Trommel, wobei es sich wohl um die Austreibung eines bösen Geistes gehandelt haben mag. Beruhigend Ivar daneben der Anblick einer Wohnhütte; noch friedlicher sah eine Negerkück>e von der Goldküste auS. Ta erfuhr man, lvie die Neger Kuppen kochen und, auf großen Steinen' U *erbe®*ertem ruen wei^n «0-ifc U.e.bertraf bei fachen im samt. ' T anderen «alersorten. 7«^ alteren S?fersorteD ich diesen Hafer ers empfehlen. S S^inrau.g Äaundati| Ä^Bndenart eÄ- Lerselbe ert absoluter ^«Sicherheit Er- age bis über 30 ztr. Pr- Morgen. ^fl?tdsv«rbess £*"idi trotz d0 sMr noch diese rte anbant. ?khle ich meinen Jneds Siegeshafer. ifer' Amerika-Hafer fler) und Saathafer ■tes Jahrhundert", I ?ntfeinster Qualität 15 Zentner 70Mk, „ Zentner 4.50 Mk’ 'Mk. sfB gratis, ‘-Erfurt 33. il-Saatenstelle und D1/, mittag feierlich eröffnet worden. Es ist eine ungewöhnliche Veranstaltung, die von den fremden Gästen, sechs Missionaren, zu uns hereingetragen wird, und sie gibt eine Fülle von Gesichtspunkten, unter denen die Missions- aöbeit betrachtet werden muß. Kirchenrat D. Schlosser, der an der Spitze des Ausschusses um diese Bereicherung Gießens sich sehr verdient gemacht hat, begrüßte die geladenen iGäste und verwies darauf, wie die Missionsarbeit nicht nur eine Erfüllung christlicher und kultureller Gebote lei,sondern wie sic durch die Ausbreitung deutschen Denkens und deuffcher Gesittung auch ein bedeutsames Nationalwerk verrichte und als Bahnbrecherin für die deutsche Kolonialpolitik wirke. Er betonte, wie das Verständnis dafür ge- -oachsen isei, daß wir es den Engländern und Amerikanern, die iso stolz auf ihre Missionen sind, gleichtnn müssen; in diesen Tagen, wo im ganzen Reiche der Aufruf zu einer Rationalspende für die Mission ergehe, erfolge die Eröffnung dieser Ausstellung außerordentlich zeitgemäß. '■ Samens der Basler Mission begrüßten Missionsbaumeister sEptingund Missionar G sell die Anwesenden. Voll frohen Stolzes sprach Herr Gsell von den Erfolgen und der Ausbreitung der Basler Mission, deren jährliche Ausgaben sich lauf beinahe zwei Millionen belaufen. Das Werk wurzele «ber in lder Heimat nnd nehme seine Kräfte aus deutschem Aoden. Er nnd seine Mitarbeiter seien daher für das auch in Gießen bestehende Interesse von .Herzen dankbar. Darauf hielt der Rektor der Landesuniversität, Prof. D. Eck, eine außerordentlich packende und eindrucksvolle Ansprack)e, die so recht aus vollen: Herzen kam und die geistigen Zusammenhänge würdigte, in denen die Missivns arbeit sich bewegt. Gerade die Arbeit der „Stillen im Lande" habe das deuffche Denken und Empffnden zur Höhe hinangeführt, und ohne Pietismus hätten wir unser großes klassisches Zeitalter nicht gehabt. Langsam sei die Erkenntnis gewachsen, daß die Missionswissenschaft auch an den Universitäten eine Stätte haben müsse, und der Gedanke der Nationalspende beweise, daß die Mission allmählich auch in weiten Voltskrciscn geachtet und gewürdigt werde. Stic Beigeordnete Keller begrüßte die '.Ausstellung und Bezugspreis: monatlich75 Pf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestetlg. Zeilenpreis: lokal 15Psi auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den General-Anzeiger für Oberhefsen WWZ tonrna^Tie2agne§mHi?nmeec Rotations-kttÄ und Verlag -er Vrühl'fchen Univ.-Vuch- UN- 5tein-ruckerei H. Lange. Re-aktion, Lxpe-ition UN- Druckerei: Schnlstratze 7. Land" ^E.Hch-^für den bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße t6a. Anzeigenteil: H. Beck. ßöelre (1 kl- Am1 V" ’vi«**^* n-tn-r '1'fietonp*031'; Ä» j riehenerLamilirnblätter; zweimal möchentl.Ureis- blattfürdenUreisSiehen Oie „Umrisse einer friedlichen Löfmg". In gewohntem Optimismus sieht die „Nordd. Allgem. Ztg." schon die Umrisse einer friedlichen Lösung, und ihre Ausführungen erinnern in der Tat stark an die schönen Worte Max Piccolominis: „O schöner Tag, wenn endlich der ©otbat ins Leben heimkehkrt, in die Menschlichkeit, zum frohchi -Zug die Fahnen sich entfalten, und heimwärts schlägt der sanfte Fviedensmarsch." Aber König Nikita ist andern Sinnes. Er denkt noch nicht dawan, sich mit 5ent1 Jugd- gehege seiner Wälder zu begnügen, will nod) nicht „bauen, pflanzen, nach den Sternen sehen —". Seirr Ministerpräsident hat dem britischen Flottenchef eine ablehnende Antwort erteilt, und man enthärtet nunmehr die Anwendung von Gewalt. Die allslavischeir Töne in Petersburg klingen ebenfalls init dem sanften Fried en smärsch noch nicht harmonisch zusammen. ► Wir erhalten folgende Meldungen: Tie „Norddeutsche Allg. Ztg." schreibt ui ihrer Wochcn- rundschau: „Tie Annahme der von den Großmächten für die Friedcns- vennittlung ausgestellten Bedingmtgen ist in der letzten Note des Balkanbundcs mit B o r b e ha l t en begleitet worden, die weitere Verhandlungen erforderlich machen. Ueber die Antwort der Mächte auf diese Wünsche des Balkanbundes wird die Londoner Botschaster- versaimnlung Beschlüsse fassen. Ohne Rücksicht auf die allseitigen Abmachungen der europäischen Diplomatie fährt Montenegro fort, die Eroberung Skutaris zu betreiben. Angesichts der Nichtbeachtung diplomatischer Ratschläge wird nunmehr gegen die Küste Montenegros die Blockade durch ein internationales Geschwader verhängt. Tie Zustimmung aller Großmächte zu dieser Maßregel und ihre solidarische Durchführung beweist, daß Europa darin einig bleibt, seinem Beschluß Achtung zu verschaffen, wonach Skutari albanffch wird. In Petersburg ist am Freitag den Vertretern in der Reichsduma von berufener Seite erklärt worden, M o n t e n e g r o w e r d e S k u t a r i nicht erhalten. König Nikolaus wird sich der Einsicht nicht verschließen können, daß für die dauernde Erwerbung Skutaris gegen den Willen der Großmächte die Umstände nicht günstig sind. Bei den Beratungen der Botschafter in Petersburg unter denr Vorsitz Sasonows zeigte sich überall die Bereitwilligkeit, in der Silistria-Frage den berechtigterr Wünschen R ir m ä n i e n s Rechnung zu tragen. So lassen sich bereits die Umrisse einer friedlichen Lösung erkennen, die mit ixmr Wiederbeginn der Friedensverhandlungen Mr Beendigung des Balkankrieges festere Gestalt annehmen werben. Äer lin, 6. April. Mchdenr der kleine Kreuzer „Breslau." zu ber Blockadefbotte vor Antivari gestoßen ist, um bei der Flottendemonstration gegen Montmtegro die deutsche Flcigge zu Vertreter:, ist das Schiff zu dem etwa notwendigen Schutz deutscher Reichsangehöriger im Orient nicht mehr verfügbar. Um die hieraus sich ergebende Lücke auszufüllen, kann es notwendig werden, einen bis tzü>ci weitere kleine Kreuzer ins Mittelmeer zu entsendeit; deshalb sind zwei kleine Kreuzer der Hochseeflotte angewiesen worden, sich zur Ausreise bereit zu halten. Roch eine Aufforderung an Montenegro. Rom, 6 .April. Die „Aigenzia Stefani" erfährt: Gestern hielten die Kommandanten der in den montenegrinischen Gewässern versammelten Kriegsschiffe unter dem Vorsitz des englischen Vizeadmirals Cecil Burneh eine Beratung ab, auf Grund deren an die montenegrinische Regierung die telegraphische Aufforderung gerichtet tvurde, den einstimmigen Beschluß der Großmächte zu respektieren und unverzüglich eine Antwort zu erteilen. Tas Telegramm, das der englische Vizeadmiral Cecil Burneh, der als rangältcster Offizier der Befehlshaber der internationalen Flotte ist, aus Cattaro an den montenegrinischen Ministerpräsidenten richtete, lautet folgendermaßen: „Ich habe die Ehre, Sie zu benachrichtigen, baß eine internationale Flotte vor Antivari in den montenegrinischen Gewässern ankert. Die Flotte erschim, um gegen die Weigerung Montenegros, die Wünsche der Großmächte zu erfüllen, zu protestieren. Ich möchte die Aufmerksamkeit Eurer Exzellenz auf die Anwesenheit der internationalen Flotte lenken, die nicht nur bezeugt, daß die Großmächte einig sind, sondern auch, daß sie wünschen, daß ihre Eirtscheidungen unv e rzüg lich angenommen werden. Ich bitte Sie, mir sofort mitzuteilen, daß ihre Regierung bereit ist, die Wünsche der Großmächte zu erfüllen." Die ablehnende Antwort des montcnegrinifchen Ministerpräfideuten. Cetinje, 6. Mörz. (Aus amtlicher montenegrinischer Quelle.) Ter Ministerpräsident antwortete heute früh dem englischen Admiral, er bedauere tief, die internationale Flotte in den Gewässern Montenegros zu dem Zwecke versammelt zu sehen, eine Pression auf Montenegro auszüben, damit es dem Verklangen der Großmächte bezüglich die Belagerung Skutaris in der Einstellung der Feindseligleffen seitens Montenegros im Territorium des zukünftigen Albanien Nachkomme. Montenegro brachte seinen Standpunkt bereits in der an die Vertreter der Mächte gerichteten Rfttteilung vom 2. April zum Ausdruck. Infolgedessen wiederhole er diesen dem Admiral gegenüber und füge hinzu, d aß t r o tz d e r P r ess' i o ir, die die Anwesenheit der Flotte in sich schließe, Montenegro von seiner den Erfordernissen d e s z w i s ch e n den Verbündeten und der Türkei bestehenden K r i e g szn st a n d es wie auch d e s s e i t e n s d e r M ä ch t e b c i dem A u s b r u ch der Feindseligkeiten proklamierten Neu- tralitätsprin'zip-s entsprechenden Haltung n i ch t a b g e h e n könne. 'Dieses Prinzip sei durch die Anwesenheit der internationalen Flotte in den Gewässern Montenegros zirm Nachteil Montenegros verletzt worden. Die Beschießung von Skutari. Wien, 5. April. Die Nachricht, daß Skutari seit vorgestern neuerdings beschossen werde, wird von unterrichteter Seite bestätigt. Den Oberbefehl über die belagernden speziell' 3 5 Üversal-D®her' Hackei srs lelfl® Giesse»’* 11, M taihi Ein mlitä Mannheim, E müristeriums in tittldjeit Lustsch AoraMchunq m Au das für die Bauten / die LustjchWall^1 ctjt 4 Lütar Mentgeltlic! ituggclänbc von ügung stellt. Paris, 5. April. Wie aus '___________ _ . . der Führer des „Z. 4" vor der Abfahrt dem Bürgermeister der Stadt für die durch die Ueberwachuug des Ballons und den Ordnungsdienst verursachten Ausgaben 2 00 0 M ar k üb erge b en. General Hirschauer sagte einem Berichterstatter: Tas Abenteuer, das dem deutschen Luftschiff zugestoßen ist, ist ein ganz gewöhnliches und kann morgen einem französischen Luftschiff widerfahren. Ter Gedanke, daß es sich irgendwie nm Spionage lnmdelt, ist v 0 l l st ä n d i g aus- g c s ch l 0 s s e n. Wir haben nwhl einige Photographien gefunden, aber sie waren ohne jedes Interesse und auch nicht während dieser Fahrt aufgenonrmen. Tie übrigen beschlagnahmten Papiere haben keinerlei Bedeutung. Es ist allerdings sicher, daß die Führer des Luftschiffes während der Fahrt sich allerlei Apparate und wahrscheinlich auch Papiere entledigt haben, bic ihnen unbequem werden könnten. Wir werden Nachforschungen anstellcn, hoffen aber nicht, irgendwelche Anzeichen von Spionage zu finden. Ter nationalistisckw Deputierte von Nancp, Major Driant, hat das deutsche Luftschisf eingehend besichtigt uns gibt von demselben in der „Libre Parole" eine eingehende Schilderung. Er erzählt dabei, daß er einige Augenblicke auf der Plattform des Luftschiffes geblieben sei und sich vorzustellen versucht habe, wie die dort zur Bedienung der Masckftnengewehre aufgestellten Sol- baten bic französischen Flugzeuge angreifen würben. Jedenfalls möchte er den französischen Fliegern ben Rat geben, sich daran zu erinnern, baß bi e M a s chi n e n g ew e h r e b e s Z e p p e- lins vorne aufgestellt werden und baß es daher vorteilhaft sei, diesen Luftschiffkreuzer von rückwärts anzugreif e n. , Aus Stadt und Land. . Gießen, 7. April 1913. ** T a g e s k a l e nder für* Montag, 7. April: Trinker- fürsorgestelle für Stabt und Landkreis Gießen, Gießen, Aster- weg 9. Sprechstunde: Jeden Dienstag abend von 6'/,—8 Uhr. •* In Audienz empfangen wurde vom Großherzog am Samstag u. a. Finanzrat Flath von Butzbach. "Forstpersonalien. Der Großherzog hat der: Oberförster der Oberförsterei Romrod Forstmeister Karl Hoffmann zu Romrod in gleicher Diensteigenschaft in die Ober- försterei König versetzt. „ , Erledigte Lehrerstelle. Die erste Lehreritelle an der Gemeindeschule zu Bindsachsen, mit der Organistendienst verbunden ist. Das Präsentationsrecht steht dem beansprucht. . Mg. Wagner fö-rafonjj: Um dem großen .Andrang der Ausländer an unseren Universitäten zu begegnen, werden W- wehr maßregeln nicht zu umgehen sein. Tie Führung des Titels Tr. intei). vel. sollte man genehmigen. ' ; .Kultusminister von Trott zu Solz: Tw finanzielle ecitt des 'Projektes der Universität Frankfurt a. M. ist in bcfnedigcnd^i Weise gelöst worden. Ich wünsche, daß es Hamburg gelingt, ein- Universität ins Leben zu rufen. Irgendwelche Befürchtungen für *$eue Scka ber. Aus Londr Tribüne des iRer um Mitternacht in 1 Schaden toirb ein 3t stelle aufgcfimbenc; Tat von ?üi[)äng handelt. -InSels ^raumcdTtlemmi’n t Tribüne des hatten bereit mit $e _ ' Ein Jrrsin "rrlrld roatimb bt sebe AeuMMtz mit t witber h, Ausgang. C§ würben I'Mqe würbe nach be * Danberdilt wirb gemdi nrsche Mllliarbar W welches kürzlich von klatt würbe, bei ber gelaust haben. am Samstag von neuem seine Pforten unter der Leitung von! Adele Hartwig und Toni Impekoven. Tie Stätte,! an der der blasse, unbequeme tsseist der Pleite sein Wesen gc-I trieben, scheint damit einem neuen Leben entgegengeführt zu Jein, I da ein zügelloses Lachen ben ganzen 2lbend über im Hause herrschte. I Man gab als Erstaufführung die Posse mit allem Komfort „H 0 ch h e r r s ch a f t l i ch e W 0 h n u n g e n", für die Toni Impekoven selbst verantwortlich zeichnete. Merkwürdig alsI Erscheinung in diesem Theaterwinter war ber Abenb ganz gewiß: I denn je wahnsinniger es auf'der Bühne zuging, je älter das! Possenrezept, je krauser mit Musik, Tanz und — Geistererschei-1 nungen (int dritten Akt!) bic Hanblung war, um so mehr zeigte! sich bas auf Lachreize eingestellte Publikum zu Beifall geneigt — I vielleicht liegen auf diesem Wege bie noch nicht erkannten Ziele! der neuen Kunst? Wer kann bas wissen . . . Eins scheint aber I festzustehen, baß bas KomöbienhauS nun unter einem günstigeren! Stern zu schönerem Leben erwachte. W. E. G. I — Ter W ettbewerb für Studentenkuust,den dasI Landesgewerbemuseum in Stuttgart für graphische Arbeiten ver- anstxrltete, I)at soeben seine Entscheidung gefunden. Tas Preis-! gerietst bat folgende Entscheidung getroffen: Tie beiden ersten! Preise zu je 3ÖO Mark bekamen bie Arbeiten von P. Meinkc-I Köln und Paul Hahn-Stuttgart. Zwei zweite Preise zu je! 200 Mark erhielten Willi W ö l k c - G i e ß e n und Karl Pur r- m a n n - Stuttgart. Zwei dritte Preise zu je 100 Mark fielen! wieder auf Hahn und M einke. Sechs vierte Preise zu je! 50 Mark erhielten Otto Franz Kutscher-Köln, W. S ch nar-I renberger - München, O. T h i c s i n g - Hildesheim, K. Sig - r i st - Kaltental, Paul Hahn ftir das Gästebuch und Paul Schöne über g-Leipzig, Max Löding-Jetta. Außerdem wurden neun lobende Erwähnnngen misgesprock-en, die auf die bereits genannten drei Preisträger H a h n, M e i n k c und 2 ch n a r re n- be r g er fielen, ferner auf .Hans N0 lpa-^luerbach in Hessen, Walter Ramprnann - Elberfeld, Heinz Keu ne-Hannover, sind. arch. Böhner- Tüsseldorf, Eugenic Lange-Weimar und Max L 0 cding - Jena bezw. Max N c h r l i n g - Leipzig. Sämtliche Wettbewerbsarbeiten bleiben bis 4. Mai in ber König-Karl-! Halle bcs LandeSgewerbernusenmS ausgestellt: bie ausgesprochen ; bilettanttschen Einsendungen wurden jedoch als Gegenbeispiele besonders zusammengefaßt, um die Praktischen Zwecke ber Ausstellung namentlich für studentische Kreise besser heraus arbeiten zu fönnen. — Kurze Nachrichten aus K u n st tt n b Wissenschaft. Ter Universitätsprofess0r Geheimer .Hofrat Tr. Finke in Freiburg i. Br. rtmrdc von der Mademie der Geschichte in Madrid zmn Ehrenmitglied ernannt. — Ter 2 5. T e u V- sche Philatelisten- und 17. Bundestag Tcutsch- Oesterr eichischer Vereine wird vont 15.—18. August in Hannover abgehalten. — Georg Hermann hat seinen erfolgreichen tstoman „Fettsten Gebert" dramatisiert. 4 Bühnen, darunter das Schauspielhaus in Frankfurt a. M. 'haben das Schauspiel bereits angenommen. Luxus eines eigenen Lehrstuhls für Missionswissenschaft nicht leisten können, so haben doch auch wir narfj Möglichkeit sie in einzelnen hefonberen Vorlesungeit zu behandeln gesucht. Spät in ber Tat ist dies Interesse für ben Gegenstand erwacht. An einer Geschichte von über zwei Jahr hunderten sind unsere Gebildeten bis vor furjem teiluahmlos Darüber gegangen. Aber diesen Gang der Tinge kann man in mancher Beziehung als tppisch für die Entwicklung deutscher Geisteskultur betrachten. Deutsch-evangelische Mission hat ihre Ursprünge in ben Kreisen des Pietismus, der Stillen im Lande, genommen. Auf diese verborgenen frommen Kreise blickte unsere Bildung gern von oben herab — unsere Bildung, aber nicht die Führer unseres Geisteslebens. Wer dieses in seinem Werden verfolgt, stößt überall auf die feinen und tiefen Zusammenhänge, in denen unsere großen Denker nnb Dichter mit ber zarten Empsindungsfähigkeit pietistischer Frömmigkeit gestanden haben. Immanuel Kants deittsche Moral ist ohne sein piettstisches Elternhaus und das heißt ohne die Heroen Formen ber Frömmigkeit August Hermann Franckes nicht zu benfen. Und Herder und Goethe, von Schleiermacher zu sck'weigen, lmben in hohen Tönen von dem ,,edlen Grafen" Zinzendorf geredet. Wie aber hier ber deutsche Geist eigentümliche (Heftihlsvertiefung ben ausgeprägtesten Formen von Religion auf deutschem Boden verdankt, so haben in der Mission dieselben Kreise ihm! den Blick geweitet und ihn zu intimer Teilnahme an fernen Ländern und Völkern erzogen. Tenn kühle Länder- und Völkerkunde haben unsere Gebildeten freilich immer gepflegt. Hier aber stand m'art mit fremden Weltteilen in unmittelbarer B^iehUng, von dort erhielt man in das eigene Haus briefliche Nachricht, dort betrieb man ein eignes Werk, wußte sich Mit eigner Sorge an ihm beteiligt. Vertiefung darum und Llusweitting, beides, verdanken wir diesen Kreisen. Und daß beides zusammenhängt, tarnt uns nicht wundernehmen. Tenn in ber Tiefe der Seele freilich wurzelt alle'Religion. Aber von der Tiefe aus will sie doch das All umfassen und in alle Weltweiten das Auge hellsehend machen. Gewinnt die Mission heute Alterkennung auch in der O Öffentlichkeit, unter unseren Gebildeten, so statten diese damit nur einen späten 'Dank ftir all das ab, was das verborgene Wirken dieser stillen Frommen für deutsches Geistesleben geleistet hat. In diesem' Sinne begrüße ich diese Ausstellung, wünsche ihren Veranstaltern guten Erfolg, und rufe ihr zu: Gott segne das Werk! — Tas Darmstädter K ün st l c r s e st, das die Mitglieder des Hoftheaters und der Hofmusik am Samstag im städtischen Saalbau veranstalteten und dem auch das Großherzogspaar mit Gefolge in ber Hofloge beiwohnte, erhielt burch bie Mitwirkung des Kölner Generalmusikdirektors Fritz Steinbach eine besondere Weihe. Nach dem Konzert entwickelte sich triebet daS gewohnte Rasarleben, unb bann Begannen die Kabarettausiührungen und der Ball. — Di e Wiedereröffnung des Berliner Korn ö d i e n h a u s e s. Tas Komöi ienhaus in Berlin, durch Lothars Tirektionstättgkcü noch überall peinlicher Erinnerung, eröffnete geleitet. SasonvM stellte in Beantwortung der Fragen fc|t, Rußland habe keine kriegerischen Verwickelungen zu fürchten. Tie Fwrderungen der Balkanverbündeten würden mehr über weniger erfüllt werden. Die geringste Genugtuung würde Montenegro, das Skutari nicht erhalten lvürde, erfahren. Der Streit um die bnlgarchch-serbi sch 0 Grenze würde n 0 chgr 0 ßeundj chwer e Verwi ck e- lungeU im Gefolge haben. Die Entwickelung der milr- tärischen Operationen habe Serbien weiter südwärts geführt als es der Bündnisvertrag erlaubte. Die Tarda- nellenfrage hält der Minister n 0 ch 11 i ch t für reif und erachtet es vorläufig für unzeitgemäß', sie aufzuwerfen. — Nach dem Meinungsaustausch kamen bie Abgeordneten des Zentrums zu dem Ergebnis, daß die russisch-slawischen Interessen genügend vertreten seien. Die Progres- s ist en waren der Meinung, daß der politische Kurs richtig, aber schwächlich sei. Die Uebergabe Schükri Paschas. Sofia, 6. April. (Agenee Bulgare.) Um die in der ausländischen Presse verbreiteten tendenziösen oder unrichtigen Meldungen über die Uebergabe Schükri Paschas zu entkräften und die Wahrheit festzustellen, teilt das Hauptquartier die von Schükri Pascha abgege- ;urMglied„bers. Darmstadt, bei ° tm Qaörc jq- des «“W des Aussi |ai.Auc, ®' °«ff; ‘*’-ÜuS Fürst-n zu Jscnburg°Birstein zu. Jugendpflege. Die von den Staatsmitteln (15 000 Mk.) nach Bewilligung von 4500 Mk. an den Landesverband „Jungdeutschland" noch verfügbaren 10 500 Mk. wurden im Rechnungsjahre 1912 folgendermaßen verteilt. 1. Landesverband „Jungdeutschland" 4500 Mk., 2. IX. Kreis der deutschen Turnerschast 500 Mk., 3. Verband für Jugendwohlfahrt und Jugendfürsorge in Darmstadt 500 Mk., 4. Verein für Volksbildung in Mainz 1000 Mk., 5. Evang. Jüng- lingsbund in Hessen 1500 Mk., 6. Verband der kath. Jugend- vereinigungen der Diözese Mainz 2000 Mk., 7. Kreisabtetlung ! Darmstadt des Vereins für ländl. Wohlfahrts- und Heimatpflege 500 Mk. •• Der Oberhessische Verein für bie Basler Mission nutzt die Anziehungskraft der MffsionSauSstellimg aus, um seine Jahresversammlung zu halten. Sie findet am Mittwoch, 9. April, im oberen Gememdesaal, Kirch- straße 9, statt. ' U. a. soll dabei über die Sammlung der Nationalspende verhandelt werden, wobei wichtige grundsätzliche Fragen zur Sprache kommen werden. Ein besonderes Interesse wird ber Vortrag be§ Missionsinspektors Dr. Vö m e l, früher Missionar in China, über die Frage, ob bie Gemeinde, bildung für Völker mit alter Kultur dieselbe Bedeutung habe wie für kulturlose Völker, beanspruchen. Kenner werden werfen, daß es dabei auf eine Prüfung neuer Mssions- methoden, z. B. des All. Evang. Protest. Missionsvereins, hinausläust, wobei eine lebhafte Aussprache zu erwarten fein wird. Die Missionsfreunde und -Freundinnen aus Stadt und I Land werden auf diese wichtige Tagung aufmerksam gemacht. ** Im Gießoner Reitinstitut ist neues Leben ein gekehrt. Ter Universität ist es gelungen, in dem neuen Universitätsreitlehrer Himmerich einen Munn zu finden, dem es sicher gelingen wird, die alten Fvemide des Reitsports aufs neue M begeistern und solche, die es uocki nicht waren, für diese gesunde, Geist und Körper stärkende Leibesübung zu gewinnen. .Herrn H., der als Dizewacht- meister in Saarbrücken stand, geht der Ruf eines ausgezeich- neten Reiters, eines vorz-üglichen Lehrers und lhwvorragen- den Pferdekenners voraus. Tas von ihm mitaebrachtc Pferdematerial ist erstklassig inib> könnte sich in jeder Kvn-- kurrenz sehen lassen. Englische, irische, ungarische Pferde, sowie englische und arabische Volllllüter bilden feinen Pferdebestand. Somit sind die Grundlagen einer gedeihlichen Reuentwiekelung des' Reitsports in Gießen gegeben ' — Zu hoffen bleibt nur, daß die Begeisterung, mit der Herr Himmerich sein neues Amt hier übernommen hat, erhalten und gestärkt wird durch eine recht rege 'Inan- 1 spruchnahme des Reitinstituts durch die Studierenden iml : unsere Bürgerschaft. ** Die 11. Mitgliederversammlung ber All- gemeinen hcsfisd>en Bcamtcn-Stcrbckassc fan» hier gestern unter dem Vorsitze des. Geh. Oberöaurats Im-r o t h- Der serbisch-bulgarische Vertrag. Die „Wiener Allg. Ztg." veröffentlicht nach Mitteilungen von angeblich zuverlässiger Seite aus Sofia den Inhalt des bisher geheim gehaltenen serbisch-bulgarischen Vertrages, der zunächst eine defensive, später eine offensive Mckrtärkonventron war, die beim Ausbrn.ch des .Krieges erweitert wurde. Den Mitteilungen zufolge h^ißt es in dem Vertrage: Falls das ^Ergebnis des Krieges ein solches wäre, daß Mazedonien an Serbien und Bulgarien -abgetreten werden sollte, so fällen Monastir, Prilep, OchrLa und Jstip an Bulgarien. Was Uesküb und Kuma- irowo anlangt, wurde in dieser Beziehung kein Einverständnis erzielt. Nach Beendigung des Krieges soll über die Zuge^rvgckeit der beiden Städte eventuell durch ein Schiedsgericht ober auf andere Art eine Entscheidung gefällt inerben. Bezüglich des Sandsch als enthält der Vertrag keinerlei Abmachung. Serbien und Bulgarien verpflichten sich gemeinsant Frieden zu schließen, ein Separat- friedensschluß wird für ausgeschlossen erklärt. Tie Dauer des Vertrages wird dahin bestimmt, daß das Ende des Selige C.:' Uhr, J-W Don Snb|u» WÄ, Sp'-E f-79 M W'j, .>;ue W- ^9So e&rS ■sgs? ieienW 'Dl1 d. 2t6f>"S; „eben bem 0eM‘ «(inen entlang * b$ { H * -x-A m. Osi-»b-i fibeti«»«""”1: siebenjährige ■ Schnapp 7 dreijährigen aang, der Mr»*« In demselben Auge> beiden Kinder ersagte tot mar, wurde das Kranlenhausgebrach! zu werden. In dieser Beziehmrq Tmtn ich ihn beruhigen. Ter einzige Redmn-, der gestern dem Plan ber Errichtung einer Uni versilät Frankfurt cntgcgmgctretcn ist, war Kollege Brebt. Er hat das Bedenken geäuftert, ob die Universität, wenn es sich später darum bandeln.sollte, höhere Professormgclder zri bezahlen, - in der Lage fein würde, diesen Anforderungen naMukomwen. Auw wenn die entsprechenden Fonds nicht vorhanden sein sollten, p würde sicher bic Stadt Frankfurt sich wegen solcher Mittel nicht an den preußischen.Staat wenden. Für diese Mittel sind bin- reichende Sicherheiten gegeben. Auck> der Einwand, daß, bie Universität Frankfurt ohne staatliche Beihilfe nicht auskomnien würde, ist unberechtigt, denn 14,6 Millionen Marl sind gesichert. Abg. Heine (Ntl.): Auch ich stehe der Frankfurter Universität sympathisch gegenüber, wenn auch die Besorgnis besteht, daß kleinere Universitäten darunter leiden. Tie Gefahr wird durch die l eoorstehende Errichtung der Universität Hamburg noch vermehrt. Abg. Moltke (Freikons.) drückt die Befürchtung der Provinz Schleswig-Holstein gegen die Errichtung einer Universität in Hamburg gegenüber Kiel auS. Abg. Savfgnp (Ztr.): Ter Andrang der Frauen zU den Universitäten ist groß. Hauptsächlich die Medizin studierenden Frauen wünschen Beschäftigung als Assistentimien. Tie finanziellen Verhältnisse der Umversität Frankfurt sind nngekUttt. Wir ivünschen, daß Frankfurt niemals eine finanzielle staatliche Hilfe pmüchst die türkischen Kriegsschiffe, sodann die Fetdbatterien das Feuer gegen die Stellun- g-eu der ersten Brigade der sechsten Division. Gegen 10 Uhr rückte eine türkische Abteilung in der Stärke von acht bis neun Bataillonen, imtersticht durch bic Ge- schjche von sechs Kriegsschiffen, mit der Hauptmacht gegen ben vom 3. Regiment besetzten rechten Rayon unb mit den übrigen Kräften gegen den von dem 15. Regiment besetzten linken Rayon. In einer Entfernung von ungefähr 1300 Schritt von den bulgarifdicu Stellungen machten die Türken 5)alt, ein Bataillon näherte sich auf 600 bis 700 Schritt dem linken Flügel des rechten Rayons, mußte jedoch infolge ^des bulgarisch-cu Artillerie- und Jufanterle- seuers zurückweichen. Am Nachmittag rückte eine Kolonne von zwei Bataillonen, denen zwei bis brei, Schwadronen voranritten, neuerlich in der Richtung auf Knmburgas- Jaläi vor, wurde jedoch abermals zurückgeworfen und zog sich gegen 6 Uhr ungefähr 1200 Schritt zurück. ®egen 5 Uhr landete ein feindliches Transportschiff Truppen in Ksasteros. Eine Batterie Schnellfeuer- haubitzen zerstreute die türkischen Truppen und trieb sie in die Flucht. Als die eracht hereinbrach, rückten die Türken wiederum vor und gelaugten bis auf 200 bis 300 Schritt an die Stellungen des 3. Regiments, wo sie von unserem Feuer aufgehalten wurden. Nach einem Augenblick des Zögerns schrittetl zwei türkische Batalllone mit drei Mitrailleusen zum Angriff gegen den linken Flügel des genannten Regiments vor und (gelangten bis an die Verschanzungen, wurden jedoch von einem Bataillon mit einem Kugelregen empfangen und traten in voller Unordnung de n Rückzug an. Drei bis vier andere Bataillone, die gegen die übrigen Stellungen desselben Regiments anrückten, mußten gleichfalls z u r ü ck w e i ch e n und wurden von unserem Feuer verfolgt. Die Abteilungen, die vom 3. und 4. April zu Rekognvszierungszwecken vor die Front des 3. Regiments entsandt waren, fanden in der unmittelbaren Nähe der türkischen Verschanzungen 3 00 türkische Leichen, darunter die eines Offiziers, 500 Schritte von den Verschanzungen weitere 600 Leichen , darunter die von vier Offizieren, 700 Schritt weiter 300 Leichen, in noch weiterer Entfernung wiederum Leichen, die jedoch nicht auf gelesen werden konnten. Angesichts der bewunderungswürdigen Haltuirg des dritten Regiments richtete der Generafissimns S 0 w 0 w an den Kommandant folgende Depesche: „Se. Majestät der oberste Kriegsherr beauftragt mich, bem dritten Regiment den Dank für seine Tapferkeit und Selbstverleugnuiig zu übermitteln, die es in den Kämpfen vom 30. und 31. März bewiesen hat. Der Herrscher ist sicher, daß die Triippen fort fahren werden, ihre heilige Pflicht gegen das Vaterland unb die Krone stets mit gleichem Eifer erfüllen." benen Erklärungen mit: Am 26. März befand ich mich mit meinem Stabe im Quartier in dem allen Fori Ildirim. Naä bem^sinm-arschider bulgarischen Truppen in den Ostsektor gab ich das Signal zur Einstellung der Operationen. Eine halbe Stnnoe daraus fand sich bei mir ber Kommanbant bcS bulgarischen Garberegiments Oberst Marsäwlew ein, der ungefähr eine Sttindc bei mir blieb. Sodann begab ich mich in Begleitung zweier Offtzicre des GardereginrentS zu General, ....... —------- ----- - , - , . . Wassow, ber sich in der inneren Stadt befand. Ich stellte w'.ch andere Universitäten können daraus nicht yergeleitet werven. ihm vor unb blieb dort eine halbe Stmrdc, worauf ich.mit General I * Wassow hn Automobil zur Brücke fuhr, wo sichlGeneral Iwanon>, Tas preußische Eisenbahnanleihegesetz der Konimanbcnr ber zweiten bulgarischen Armee befand, ber I it)Ui:^e Samstag abend in bem .Haushalttmgsanssckmß! des Mgeord- nttch eine weitere halbe Stunbc zurückhielt. Sobann kehrte ich in netenhauses beraten. Die allgemeine Aussprache betraf in ber mein Quartier zurück. Während meiner Abwesenheit war ein Hauptsache bie Frage bes Verhältnisses bes Baues von Haupt- serbischer Major mit mehreren Solbatcn in meinem Quartier er- bahnen und Nebenbahnen und der io ergäbe des Grundes und schienen; ich l>abe sic nicht gesehen. Bodens für den Bau von Nebenbahnen durch die beteiligten ---j'j.. ----!—!_!_ 1 -------'%reijc unb Gemeinden. Em Zentrnmsaogeordneter erhob bie Sur Landuna OOU 3. 4 in Luneville. Forderung, daß der Staat alljährlich, eine bestimmte Summe y o _-(f .fS_, . • s für den Bau von Nebenbahnen in Bereitschaft stellen möge; dies Luneville gemeldet wird, hat lrur^c jedoch von den übrigen Rednern unb bem Minister der 1 öffentlichen Arbeiten als unrichtig zurückgewiesen. Hinsichtlich der Gewährung von Zuschüssen zu Kleinbahnen stellte ber Minister in Aussicht, daß, diese Summe auch in Zukunft bewilligt würde; bie Anforderungen steigerten sich fortgesetzt. Bei der Beratung ber einzelnen in ber Vorlage geforberten Bahnlinien entspann sich eine eingehenbe Aussprache über bie Stute von Arnsborf nach Neuhof. Von bem fortschrittlichen unb einem nationalliberalen sowie einem konservativen Abgeordneten wurde dieser Bau bekämpft unter Hinweis auf die entgegen» stehenden Interessen ber Stabt Licgnitz. Der Minister sagte weitgehende Berücksichtigung dieser Intereffen bei ber, endgültigen Gestaltung zu, besonders werde die Staatsregierung Dafür Sorge, tragen, daß bic Personenzüge aus bem Osten von Brockau in den Bahnhof Liegnitz einlaufen und daß die städtebaulichen Interessen der Stadt Liegnitz unb der von ihr aufgestellte Bebau- nngSplau weitgehend berücksichttgt werden. Im übrigen wurde der Vorlage zugestimmt. Das preußische Abgeordnetenhaus. Berlin, 5. April. IirtAbgeordnetenhau s c wurde die A n s s prache über die Universitäten fortgesetzt, und zwar wurden heute besondere ben einzelnen Hochschulen geltende Wünsche vorgebracht. Mg. Funck «Fortschr. Vp.) stellt fest, daß dielanfänglich ver- handenen Zweifel über die Möglichkeit der Durchführung^der! Universität Frankfurt sich allmählich beruhigt haben. 9tur über1 bie finanzielle Sicherung der Universität waren Zweifel hervor- getreten, und man verlangt Sicherheiten für Jahrzehnte hinaus. Ter Minister hat inzwischen die vom Ausschuß gewünschten^Zahlen gegeben, bic in geradezu glänzender Weise bartun, baß. bie Finanzen lnnreichend gesichert sind. Nur der Abg. Viereck hat Zweiftl darüber geäußert, ob die Frankfurter Handelskammer auch für | die Zukunft in der Lage sein würde, ihren Verpflichtungen gerecht Krieges auch sein Ende bedeute. Der Vertrag bestimmt die Bündnispflicht bloß irn Falle eines Krieges mit der Türkei, nicht auch im Falle eines! Krieges gegen andere Machte. Aeußeruugen des Ministers Sasonow. Petersburg, 5. April. Der Tee, den der Minister des Aeußern Sasonow den Dumavertretern gab, wurde mit einem Expose über die äußere Politik Rußlands ein- erlitt er bei einem IagdauMug einen ersten Lokalbahn m. Offenbach, 6. Zlpril. der beginnt am 12 April. 0JG2* Elisabeth Decker, Nord-Anl.31 des P1$/3 Landwirte! selbe en. Prima Kognak - Verschnitt. Skje Ware seiujnct sich besonders durch milden tSETuuTTuitf aus, ist frei von Aetherbeimischnngen, feines, Der Vorstand: D. Schlosser. D7/J Gegen Gicht, Rheumatismus, Blasen-, A. Dickor^ (2266) gegen genommen. 7'/, Uhr. D»; * Dec sozialdemokratische Parteitag 24. bis 30. August in Jena abist gestern nach- 64. Lebensjahres, Vor jnx’i Jahren Schlaganfall, von und 3—5 Uhr, geöffnet. Für den Aussichtsrat: Dr. Krausmüller. 1.35 1.60 1.70 englischen Schifsahrtsindustrie? Nach der „Times" ist ein all- oder eine allgemeine Aussper- Berlitt, mittag, menige an den Folgen Professor Slaby t- 7. April. Prosenor Slabh Tage^vor Vollendung seines eines Schlaganfalls verschieden. RechtrschutzMe. Frauen u. Mädchen erhalten uucutacltlick Rat und NuSkrruft in Rechtsangelegrnheitcn inlatteriRaNmusMarkt- Vlati 14 Mittwoch nachmittags von 6*/<—S Uhr Wer Bedarf hat Berlin, 7. April, soll in diesem Jahre vom gehalren werden. Ein Ausstand in der London, 7. April. 'ihegesetz y betraf in bet 2 au es von tzauht- des Grundes M rib die beteiligten 'rdneter erhob bis bestimmte Summe stellen möge; dies dem Minister der 'iesen. ZinsichM m stellte der Mi- tn Zukunft bc- ich fortgesetzt Bei geforderten Bahnte über die Linie m fortschriÄichen rvativcn Wgeord- < ani die entgegen» ’ltmftcr sagte weil- ei der errbgültigm .enmg dafür Sorge in hon Drvckau in städtckaulichen In- auigestMe Bebau- i übrigen wurde der D7« Die Gr. Schulleitung: Traber. Hauptnioderlage für Glossen bei: Jean Weisel, So inenstr.fi : Telephon 88. Hauptniedorlagi) für Büdingen bei: Gustav Schutt, Fernsprecher 13. Rhythmische Gymnastik. Der Sommerkursus für Kinder WZ Alig. Bsslscli. tewran Ortsgruppe Gießen. Auskunftstclte für 8rauendrrufe. Frauen n. Mädchen er halten unentgeltlich Nm und Auskunft für alle Berufe imaltenRaibaus, Marktplatz 14, Dienstag nachmittags von G'/a biv> Fall, der aber glücklich verlief. Starkenburg und Rheinhessen. überfahren und getötet wurde am Samstag abend die siebenjährige Tochter des Kartonage-Fabcikanten Schnopp aus der Lcssingstraße 24. In Begleitung ihrer dreijährigen Schwester Josefine wollte sie den dortigen Ueber- gang, der nur mit einem Triller versehen ist, überschreiten. In demselben Augenblick kam ein Lokalbahnzug, der die beiden Kinder erfaßte. Während die ältere Schwester sofort tot war, wurde das andere Kind noch lebend ins städtische Krankenhaus gcbracht, doch dürste cs kaum am Leben bleiben. * Familientragödie. In Walter Thansen verletzte der Fabrikarbeiter Sachse seine Frau bur-ti Revolverschüsse lebensgefährlich, tötete seine drei Kinder durch Revolverschnsse und entleibte sich dann selbst. Ein 10 Jahre aller Sohn, der sich unter dem Bett versteckt hatte, blieb am Leben. Als Grund zu seiner Tat hatte er Untreue seiner Frau angegeben. in französischer Art verschnittenes Weindestillat, per Ltr. Flasche Mark 2.25. Ferner empfehle ich erstklassigen französischen Kognak. 1383 IE» 3^oe*tj Walltorstr. 45. Voranzeige Nur für Damen !L Donnerstag, den 10. April, nach- MM mittags 4 Uhr und abends 81/., Uhr, im Hotel Steins Garten Per Alasche inkl. Glas ob. leihm. 10 Pfg. billiger. Versand in Patent-Leihkistcn v. 30 Fl. an. Bei Entnahme 100 Fl. einer Sorte 5% Rabatt. Ev. Probest, g. 2/a Wertberechn, ii. Porto ohne sonst. Kosten p. Nachn. Angebote an Rudolf Moste, Trier, unter Chiffre K. W. 5730. fs4, lingen und sucht die ostanatolffchen Plane zu fvrden. Der griechische Metropolit in Smyrna soll ermordet worden sein. düngt mit Visütan ■ P^onoBith Der Phonolith- Düngung gehört die Zukunft. Ausk. kostenl. durch Vulkan • Phonolith-Ver- triebs-Gesellschaft, Frankfurt a/M.,Battonn- strasse 4-8 u. Goldenberg & Marcus, Giessen. LiMWffahrt. Ein militärischer Luftschiffhafen in Mannheim. Mannheim', 5. April. Nach Mitteilungen des Kricgs- ministeriums in Berlin ist die Errichtung eines rnili- tärt'schen Luftschiffhafens in Mannheim unter der Voraussetzung in Aussicht genommen, daff 'die Stadtgemcinde das für die Bauten (Kaserne für die Lustscknffer-Kompagnie und die Luftschiffhalle) erforderliche Gelände in der Größe von etwa 4 Hektar uneMgeltlich zum Eigentum überläßt .und ein Anflug g e l ä n d e von erheblichem Umfange pachtweise zur Verfügung stellt. AerheWtt Verein fm die Basler Mission. Zur Jahresversammlung in Gießen, am 9. Avril, nachmittags 3 Mir, im oberen Gemeindesaal, Kirchstr. 9. Wichtige Verhandlungen über die Nationalspende, Bortrage von Missionar Möller über den Wert der Orga- nismion der Rheinischen Missionsgemeinde, und Missions- insvektor Dr. Bömel über die Bedeutung der Gemeindebildung für Völker mit alter Kultur und für kulturlose Völker. Zur Teilnahme ladet die Missionsfreunde aus Stadt und Land ein Visitkarten liefert billigst Briihl'schcUniv.-Trmkerci Gienen. Kaiser Friedrich Quelle Offenbach am Main Lose LemchunZ eh em. Ilker Gießen - Stadt. Anmeldungen zur Teilnahme an dem Regiments- Jubiläum werden noch bis zum 10. ds. Mts. ent- ÄÜ dieU^ Würd' schert. ' temBr8ii8Siii*Beiiii,!la«M,E.II. Einladung zur Mitgliederversammlung am Dienstag, 15. Avril 1913, nachmittags 41/, Ubr, im neuen Gerichtsgcbäude zu Darmstadt, Saal Nr. 303, 2 Treppen. D7/< gemeiner Aus st and rung in der Schiffahrtsindustrie nicht unwahr- GewerbeschuleGießen Die Ausstellung der Schülerarbciten ist vom 7. bis 11. April d. I., täglich von 10—1 Zm Frühjahrsdüngung empfehle: Chilesalpeter, Guano lFiillhornmarke) Superphosphat, Thomasmehl, sslaiuit, deSgleich. Saat- u. Speisetartoffeln -------- frühe und späte, in nur prima Ware ------- Tel. 561L02731] BC. Sier, Dammstrasse 46. /Sr-t.« werden von abgelagerten Ab «reyr prerswerr füllnngen an der Mosel reelle Sut entwickelte Weine, die man viel den „191 lern" ieser Preislagen Vorsicht, wie folgt abgegeben: 800 Fl. 00 Picsvorter .... M. 1.15 1300 „ 10 Cnkirckmer . ... 2)1. 1.25 Weitere 4 sind naturrein in wlrKhcd «ui schntides0 tat fciöifc Silft fe Lckmz d-l KJ werden ®-. uhvmg des Titels 5 ^Wiesle §6tf Wut befriedigende BfN, eine ^kmrchdmgen für Weitet werden. Darmstadt statt. Die Entwicklung der Kasse ist im 9. Jahre ibreS Bestehens fortschreitend geblieben und das günstige finau «Llle Ergebms hat es ernröglicht, die Dividende auf 35 Prozent festzusetzen uitb dem Reservefonds .‘>800 Mk. zu überweisen. 3n der Kaste sind 2138 Personen versichert, davon sind 608 städtische Beamte, 255 Finanzbeamte, 113 Lehrer, 108 Aktuare, 97 Oberlehrer, 172 mittlere Beamte, 85 Eisenbahnbeamte, 25 Gastliche u$to. Tie Jühresrechnung zeigt eine Einnahme, von 92 176,84 Mark und eine Ausgabe von 92 080 Mk. An Sterbegeldern wurden 8800 Mk. bezahlt. Das Vermögen betrügt 250 364 Mk. gegen 210 000 Mk. im Vorjahre. Der Ueberschuff der Kasse beuittft sich auf 12 870 Mk. Im abgelansenen Jahre wurden -121 Personen aufgenommell mit 76 900 Mk. Versickernngskavital. Das Gesamtversicherungskapital beläuft sich auf 1 414 996 Mark. Die 1912 vereinnahmten Bruttoprämien betragen 44 772 Mk. Der Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Die nächste Versammlung soll in Mainz abgehaltcn werden. Kreis Büdingen. d. Lißb erg, 5. April. Pfarrer Weidner von Ortenberg, der die Vertretung der Pfarrei Lißbcrg hat, kam, als er zur Schule und zum Konfirmandenuntcrricht sich hierher begab, in eine gefährliche Lage. Als der ^ug in den Bahnhof einfuhr, dem Pfarrer Weidner auf einem Fahrrade auf der neben dem Geleise herführenden Straße nachfolgte, scheute das an einen Wagen gespannte Pferd, das ebenfalls die Straße entlang ging, bog zur Seite, schlug um und versperrte den Weg. Pfarrer Weidner wußte sich keinen anderen Ausweg, als auf das Bahngeleise auszuweichen. Hierbei kam er zu Vermischtes» * Neue Schandtaten der englischen Wahlweiber. Aus London, 5. April, wird gemeldet: 'Die große Tribüne des Rennplatzes in Ayr in Schottland geriet heute irm' Mitternacht in Brand und wurde vollständig zerstört. Der Schaden wird auf 3000 Pfund Sterling geschätzt. 2Cit brr Brand 'teile aufgefundene Zettel weisen darauf hin, daß es sich um die Tat von Anhängerinnen des F r a u c n st i m mr e ch t s 1,anbeit. — In Kelsoin Schottland wurden heute vormittag zwei 7\ rauenrechtlerinnen vergiftet in dem Augenblicke, als sie eine große Tribüne des Rennplatzes in Brand stecken wollten. Sie hatten bereits mit Petrolernn getränkte Papierstücke angezündet. * E i ii Irrsinniger veranlaßte in der Hauptkirche in ftrefelb während der Messe eine Panik dadurch, daß er ohne jede Veraulaffung mit einem Stock auf zahlreiche weibliche Personen einhieb. In wilder Hast drangen die Besucher der Kirche zu dem Ausgang. Es wurden etwa 30 bis 40 Personen verletzt. Der Irrsinnige wurde nach dem Krankenhause gebracht. "Vanderbilt als Sch laß besitz er. 8lus Paris, 5. April, wird gemeldet: Den Blättern zufolge soll der amerikanische Milliardär W. Vanderbilt das Schloß Chenonceaux, welches kürzlich von Staatswegen als historisches Baudenkmal erklärt wurde, bei der heutigen Versteigerung um 1 717 000 Franks gekauft haben. Letzte Die Entsendung der Kreuzer „Dresden" und „Straßburg". Kiel, 7. 2lpril. Die Kreuzer „Dresden" und „Straf;- bürg" nahmen 'heute vormittag Kohlen ein und vollendeten ihre Ausrüstung zur Mittelmeerfahrt. Die „Dresden" wird voraussichtlich nachts durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal aus-- laufen, die „Straßburg" schon abends um 8 Uhr. Skulüri gefallen? Konstantinopel, 7. April. Hier herrscht allgemein die Uebcrzeugung, daß Skutari bereits gefallen sei, wie dies durch Funkenspruch einem hier liegenden fremden Kriegsschiff bereits gemeldet wurde. Uneinigkeit im bulgarischen Ministerium? Sofia. Im bulgarischen Ministerium herrscht Uneinigkeit über die Friedensfragc. Wahrscheinlich wird die im Gegensatz zur russenfreundlichen Gruppe mehr entgegenkommende Gcschow-Gruppe die Oberhand behalten. Allslawische Kundgebungen. Peters b u rg, 7. April. Bei den heutigen slawischen .Kundgebiungen wurde vor dem Palais des Grost- fürsten Nikolas Nikolajewitsch laut gerufen: Führe uns gegen Oesterreich! An der morgigen öffentlichen Demonstration gegen Oesterreich im Adelsklnb werden 200 Dumaabgeordnete, 100 Reichs rät e und viele Offiziere teilnehmen. Petersburg, 6; April. Auf Initiative der Vereinigung der slawischen Gesellschaften wurden heute große Kundgebungen u Gunsten der slawischen Sache in der Hauptstadt veranstaltet. Vom irütjen Morgen bis zum Abend wimmelten die Hauptverkehrsstraßen von Meirschen. Gegen 2 Uhr begann in der Kasan-Kathedrale eine M e s s c für die Seelen der im1 Batkan- frieg Gefallenen, der viele Militarpersonerr, Studenten, Ncitglieder der Duma, des Reichsrats und die Mitglieder der stawischen Ge- sellschafren beiwohnren. Nach der Messe wurde ein ö f s e n t l i chies Gebet fürden Erfolg de r W affender Verbündeten verlesen. Der Platz vor der Kathedrale war dickt gefüllt mit Menschen. Um 3 Uhr nachmittags begab sich die Menge, die auf mehrere tausend Personen angeschwollen war, in die Aufmstehungs- kirche dm Kacharmen-Kanal, wo in diesem Augenblick ein Gottesdienst stattfand. Fahnen mit_i>cn Nationalfarben und ungeheure Plakate mit Inschriften: „Sfutari für Montenegro!" und „Das Kreuz auf die .Hagia Sophia" wurden in der Menge getragen. 'Der Zug würde eröffnet durch eine Deputation der slawischen Gesellschaften, die. einen Kranz für das Grab Mexan- ders III. trug 'mit der Inschrift: „Dem Kaiser Alexander, welcher erkannte, daff Mmttenegro der einzige Freund Mißlands ist". Mit entblöfftem Haupt näherten sich die Aianifestanten der Auf- erstchungskirche, wo sie sich mit einer anberen Menge vereinigte, die Fapnen, Transparente und große Kränze aus weißen Blumen für das Grab M ex anders III. trug. Ernste Nachrichten ans Asien. Konstantinopel. 7. April. Aus Türkisch-Asien werden ernste Schwierigkeiten gemeldet. Rußland unterhält geheime Verbindungen mit Kurdenbäupt- nd. , 7. April 1913. April: Trinker- ließen, Gießen, Mr- doh ö1/,—^ llhr. )e vom Gratz- w bi.r inüstnKarl hoji- ischast in die Ober- )ie erste LehrerM n, mit der Orgn- tionSttcht st-ht de>" | den Staatsmitteln U an den Änd-s' . zbarcn 10500 .SJ I lO Ml., 2. IX. ckband sür Wn' dt 500 »s 5 Gmang. - s'bertii6'3*b' I , 1 Ki»bt«>lE uni ■! Alle Magen- u.Darmletdende, Zuckerkranke, Blutarme ufw. essen, um zu gesunden, das echte ZLasseler IST" SimonAbrot. versehen mit Streifband und schwarz- weih-roter Schutzmarke. [hviS/5 Stets echt und frisch zu haben in Gieffen bei Carl Schwaab, Ebcrd. Metzacr Nacbf., Georg Wallenfels, Marktpl.nur21,gegenüb.d.Cngelavot. scheinlich. Untergang eines deutschen Dampfers. Astoria (Oregon), 6. April. Der deutsche Vier- master „Mimi" aus Hamburg kenterte, als er von einem Riff abgeschleppt wurde. Die Besatzung von 30Mann einschließlich des Kapitäns Westphal ist ertrunken. Farben Laeke, Materialwaren Adler-Drogerie, Seltersweg 39 Otto Schaaf C2“9 I Hygienikerin und Kosmetikerin. Thema: 2385 MM Frau ist md me sie sein sM. Warum so viele nervöse krauke Krauen? H Eheglück und Franenklngheit. W Wodurch werden Frauen häßlich *? M Die Vorträge finden ohneRestauration statt. rifÄ is 1 gar. rein, liefert frei Haus R'Wf'tT aud) an Wiederuerkäufer Ki.Utenbacher ItSühle b. Ötefecn. Öcrnfvr. 770. [0M2 MU Für Erholunäsbedürffige und leichtere W Kranke.kwiSSFSsüSht. Kuranstalt Hof heSm i. T. B eB M ■ M kT-j B M >/s Stund® v. Frankfurt a.M.Prospekte Ä a jS. V MM durch Br. Schulze-Kahleyss,Nervenarzt, 650 Fl. 10 Atrlcr-Saartvcin . . M 850 „ 09 Zeltinacr Burg . . M 600 „ 10 Graachcr (Slnkatz . M 1250 „ 10 Dbroner Hosbcra . M. 1.75 füt di- I *■"Sfe :benJ ,-tzr Vo'Nkt' I * tonet *lti n S0U q-oifitons' | oufm* ;eue> titut s *ii DK 0(11- D i e Höch ft er Färb w e r'! c. . .H ö ch st a. M., 5. April. Die Bilanz dcr Farbwerke bom. Meister, Lucius & Brüning Höchst a. M. weist pro 1912 nach Abschreibungen von 4 060 312 Ml., ausschließlich bereits im Vorjahr zurückgestellter 500 000 Ml. ii. V. 3 469 007) einen Gewinn von 18 607 907 inkl. Saldovortrag aus dem Fähre 1911 gegenüber einem Gewinn im Jahre 1911 von 16 135 196 Mk. auf. Nack) Abzug der in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 4. Januar d. F. bewilligten 2’ \ Millionen Mark zu Inbiläum-:>- zwecken beschloß der Aufsichtsrat, dar auf den 3. Mai stattfindeii- den Hauptversammlung^ eine Dividende von 30 Prozent wie im Vorjahre vorzuschlagen. Wetteraussichten in Hessen für Dienstag, den 8. Avril 1913: Bewölkung abnehmend, meist trocken, kühler, nordrvestliche Winde. gpa . /sä i « von Mk. 1.35 an per Meter, in allen OFAfliT Farben. Franko und schon ver- OÄ zollt ins Haus geliefert. Reiche Oi UUh Mustercutswahl umgehend. fD7/,„ Ge S^enGte§3@Iegg Host. I. M. d. deutschen Kaiserin, Zürich. 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