Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. nicht müsse, stände gewiß hinge- lierin, 2(1 m a Moodic, hier ein, deren künstlerisches Violin- spiel selbst einem Reger so außergewöhnlich schien, daß er seither wiederholt öffentlich mit ihr musiziert hat. Den letzten Solistcn- abend bestreiten der rühmlichst bekannte Cellist Prosen or Kiefer aus München, die Kgl. Kammersängerin und Hosopem- sängerin, Frau Elisabeth Boe hm-van Endert von d e r B e r l i n e r H o f o p e r und Professor M a y.e r -- M a h r aus Berlin, der nicht nur die Begleitung auf bett Klavier übernommen hat, sondern sich auch solistisch betätigen wird. Frau Boehm-Van Endert ist die Nachfolgerin von Frieda Hempel. Wie diese, wrrd auch sie der deutschen Bühne, zeitweilig wenigstens, verloren gehen, weil sie von den Bereinigten Staaten aus unter glänzenden Bedingungen zu einer großen Tournee verpflichtet ist. Tie Kon- zertleitung hat gerade noch den rechten Zeitpunkt ersaßt, denn unmittelbar nach deni Gießener ’ Konzert muß die Künstlerin die Ämerikareise antreten. Die beiden Orcheste r-Konzerte liegen rn den Händen des verstärkten P a l m c n g a r t e n - O r ch e st e r s und der M e r - ninger Hofkapelle. Jenes wird unter Professor Trautnr an ns Leitung und Szigetis solistischer Mitwirkung das erste rin Zeichen Beethovens stehende Konzert am 7. Dezember ausführen, während die Meininger Kapelle unter Reg er am 1. Februar mit einem erlesenen Programm aufwarten wrrd. Tie Eckpfeiler des Ganzen bilden — ein Feiertag, so ost man sie hört — die Matthäus-Passion von B a ch und das sinn- und klangvolle 5) ä n d e l s ch e Oratorium „I e p h t h a' in der neuen Fassung, die ihr Dr. H. Stephani gegeben hat. Tie Aufführenden find: die Meininger Hofkapelle für die Mat- thäus-Passiou und das verstärkte Palmengarteu-Orchelter sur Händels Jephtha. Den Chor stellt beide Male der Akademrsche Gesang-Verein und ebenso hat in beiden Fällen Professor Trautmann die Leitung. . _ So umfaßt das Programm außer diesen Oratorien sinfonische Werke, Kammer-Musik, solistische Gesangs- und Instrumental- Vorträge und stellt durch die Berufung hervorragender Kräfte cm reges und anregendes Musikleben für kommenden Winter in Aussicht. Für ein völliges Gelingen ist freilich die Gunst^nd mehr noch die eifrige Beteiligung unseres Publikums eine unerläßliche Voraussetzung. Tageskalender aus dem Jahre 1813. Oktober. Jeromes General Alix rückt wieder in Kassel ~' Napoleon verläßt Dresden. Das 2. Bataillon des hessischen Gardcfüsi- Irerregiments bricht mit' der Eskorte des Kaiserlichen Schatzes und der Equipagen des Hauptquartiers von Dresden auf und biwakiert bei M e i ß e n, den 8. bei Oschatz, den 9. bei Wurzen, den 10. bei Lausig, den 11. bei Düben, den 13. bei Eulenburg auf dem rechten Ufer der Mulde und verbleibt dort bis zum 17. Oktober. DentTches Reich. DerKaiser hat sich am gefangen Montag vormittag vom Neuen Palais mit dem Automobil über Berlin nach dem Jagdschloß Hubertusstock begeben. Eine Erbschaft des Kaisers. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Wie seinerzeit gemeldet wurde, bestimmte der am 18. Juli in Kauschwitz bei Die Gefahren des albanischen Aufstande-. Belgrad, 6. Okt. Das Serbische Preßbureau meldet: Nach den neuesten Berichten sind die bulgarischen! Banden und die Reste der albanesischen Banden im Bezirke Monastir vollständig vernichtet. Tie serbischen Behörden sind wieder eingesetzt worden. Tie Ordnung ist wieder hergestellt. In dem letzten Kampse gegen Prizrend gelang es, den Feind zwischen zwei Feuer zu bringen, einerseits zwischen unsere Truppen vor Prizrend und andererseits den Verstärkungen, die von Tetowo heran kamen. — Bei Vranitza wurden die Albanesen voll-, ständig geschlagen. Belgrad, 6. Okt. (Wien. Korr.-Bur.) Nach Meldungen serbischer Blätter werden sowohl seitens der Türket als auch seitens Bulgariens Mobilisierungsvorbereitungen getroffen. Aus diesem Grunde sahen sich Griechenland und Serbien genötigt, über entsprechende Gegenmaßnahmen zu verfügen, um sich gegen alle Eventualitäten zu sichern. Bulgarische Klagen. Sofia, 6. Okt. (Agence Bulgare.) Infolge des al« dänischen Aufstandes und der von den Serben begonnenen blutigen Unterdrückung desselben, die unter der allgemeinen Niedermetzelung der bulgarischen Wid albanischen Bevölkerung, insbesondere im Gebiete vonKalkan- d e l e n, G o st i w a r und Gora vor sich geht, treffen bulgarische Gruppen aus jener Gegend, die durch die Flucht über die Gebirge dem Tod entronnen sind, auf bulgarischem Gebiete ein. Die Flüchtlinge erzählen, daß ihre Heimat jetzt ein wüstes Trümmerfeld sei. Die Verstärkung der türkischen Marine. London, 6. Okt. Telegramme, die nachts von zwei Seiten in London angekommen sind, bestätigen, daß Reuf Bei, Kommandant des Kreuzers „Harnidijeh", auf der Fahrt von Konstantinopel nach Rom und London begriffen ist mit dem Auftrage, Kriegsschiffe anzukaufen und Offiziere und Mannschaften anzuwerben, die zur Verstartuirgi der ottomanischen Marine dienen sollen. kranke, daß die Regierung zu wenig Fühlung mit den maßgebenden Parlamentariern unterhalte, daß sie ihre Vorlagen am grünen Tisch ausarbeiten läßt ohne jede Rücksicht auf die gegebenen Verhältnisse, ohne auch nur im geringsten klar zu sein, wie die Kammermehrheit darüber denkt. Und wenn dann an den Vorschlägen der Regierung scharfe Kritik geübt wird, wie z. B. in den mehrerwähnten Richtlinien, so hüllt sie sich in Schweigen, auch der Presse gegenüber, die doch wohl nächst den Abgeordneten am ersten dazu berufen ist, die Oesfentlichkeit über die Pläne und Absichten der gesetzgebenden Faktoren aaszuklären. Kann man sich nach der vorstehend kurz skizzierten Lage der Tinge noch ernstlich darüber verwundern, daß die Besoldungsvorlage sich noch immer tief im Stadium der Vorberatung befindet und die Aussichten immer geringer werden, das so viel diskutierte große Gesetzgebungswerk noch in der bevorstehenden Kammertagung glücklich unter Dach und Fach zu bringen? ljans o. Bartels f. Wie wir gestern schon mitteilten, ist der Akabemieprofessor Hans v. Bartels nach längerem Krankenlager Sonntag abenb in München gestorben. Der Tod hat in Hans v. Bartels einen der ersten Vertreter der deutschen bilbenben Kunst gefällt. Seine Werke zeigen so recht die ganz persönliche malerische und lebensfrische Art Bartels. Sein jugendliches' Vorwärtsdrängen, seine Meisterschaft in der Beobachtung unb Wiedergabe hat einmal fast revolutionär gewirkt in jener Zeit, als es galt, bem Aquarell m der Kunstausstellung seine gleichberechtigte Stellung neben der Oel- auf die Beseitigung bes Wohnungsgeldes eingehen könne, fonbern an ihrer Vorlage festhalten Wäre biete Erklärung ein Vierteljahr früher erfolgt, so es heute um die Ausfchußberatung ber Vorlage ganz anders. Wir haben schon früher wieberholt barauf . .. wiesen, wie die ganze gesetzgeberische Tätigkeit in Hessen daran Mehr Korpsgeist in der Volksvertretung! Aus Darmstadt wird uns geschrieben: Die Aussichten für die parlamentarische Winterkampagna haben sich in den letzten Wochen weniger günstig gestaltet, als es noch vor kurzem den Anschein hatte. Die Hauptschuld an der Untätigkeit der Ausschüsse trägt nach unserem Dafürhalten vornehmlich ber Umstand, baß unter ben Mitgliedern ber Ausschüsse nicht ber richtige innere Konnex voihanben ist, es fehlt in den Ausschüssen ber notroenbige Geist ber Gemeinsamkeit unb des Zu- sammenarbeitens, mit einem Wort: der richtige Korpsgeist. Um nur ein Beispiel anzuführen: Der Gesctzgebiingsaus- schuß war von seinem Vorsitzenden sck>on in ben ersten Tagen des September für den 15. September zur Wiederaufnahme seiner Sitzungen einberufen worden. Als aber die Einladung dazu schon längst in den Händen ber Ausschußmitglieder war, da zeigte ein Mitglied, auf dessen Mitarbeit bei ber hauptsächlich zu beratenden Frage unter keinen Umständen verzichtet werden konnte, bem Vorsitzenden an, baß es jetzt einen längeren Erholungsurlaub antreten müsse. Dies ist bann auch geschehen unb hatte zur Folge, daß der betreffende Ausschuß bis heute noch nickst: wieder zur Abhaltung einer Beratung eingeladen werben konnte. Die Hauptarbeit für die gesetzgeberische Tätigkeit im kommenden Winter hat bekanntlich der Finanzausschuß zu leisten. Auch er sollte, wie mir zu wissen glauben, von seinem Vorsitzenden schon etwa für Mitte September zur Weiterberatting der Be- soldungsvorlage einberufen werben. Die Sitzung muffte aber ebenfalls wegen ber Sommererholung eines Mitgliebes bis zum 1. Oktober verschoben werben. Dqs späte Zusammentreten der Kammerausschüsse weist sich gerade in der Legenwärtigen Tagung als recht störend und unerwünscht, unt/es sollte beshalb recht ernstlich nach Mitteln unb Wegen zur Mhilfe dieses Ucbelstandes gesucht werden. Es könnte dies vielleicht am einfachsten dadurch geschehen, daß man in der noch zur Beratung stehenden landständischen Geschäftsordnung eine Bestimmung anbrächte, wonach ähnlich, wie für die Gerichtsferien, auch für die parlamentarischen Sommerferien ein bestimmter Dermin festgesetzt würde. Hält! man dies aber aus irgend einem Grunde für die Herren Volksvertreter nicht für paffend, so könnte man ihnen wenigstens von Seiten des Kammerpräsidiums recht bringend den Wunsch nahelegen, daß sie ihre Ferien- e.-holung möglichst innerhalb der Gerichtsferien (15. Juli bis 1,5. September) genießen möchten, was doch um1 so leichter durch- zuführen sein dürfte, als ja der Kammer ein volles Dutzend Juristen angehört und sie auch in ben Ausschüssen eine hervorragende Stelle einnehmen. Es kann doch beim besten Willen nicht länger angehen, baß die Ausschußtätigkeit, von ber in erster Linie bic Arbeiten ber ganzen Gesetzgebungsmaschine abhängig find, einfach durch das unzeitige Erholungsbedürfnis einzelner Abgeordneter für längere eZit lahm gelegt wird. Ter wenig entwickelte Korpsgeist unserer Volksvertretung bringt sich auch weiter noch zum Ausdruck durch die vielfach beliebte Zurückhaltung in der Geltendmachung ber Anschauungen oder ber festen Stellungnahme der Fraktionen refp. Jnteressentengruppen zu ben zur Beratung stehenben verschiedenen Fragen der Gesetzgebung. So hatte z. B. die Wirtschaftliche Vereinigung in der Zweiten Kammer schon am 4. Juni ihre sogenannten Richtlinien zur Besoldungsvorlage aufgestellt unb in einer weiteren, am 22. Juli veranstalteten Versammlung ausdrücklich den Beschluß gefaßt, auf diesen Richtlinien zu beharren, auch dahin zu roirt’cn, „daß die notwendige unb mögliche Vereinfachung ber Staatsverwaltung zu beschleunigen ist." Aber trvtzbem der Vorsitzenbe des Finanzausschusses schon mittelst Rundschreibens vom 25. August bie Mitglieder des Ausschusses dringend ersucht hat, etwaige Anträge zur Besoldungsordnung, welche eine Beschlußfassung des Ausschusses erfordern, schriftlich vorzubereiten und dem Ausschuß alsbald für den Beginn der Beratung vorzulegen, haben die der Vereinigung angehörenden Ausschußmitglieder bis heute keinerlei derartige Anträge ringebracht. Wäre das bei Wiederaufnahme ber Ausschußberatung geschehen, so würben bie Verhandlungen jetzt zweifellos schon ein tüchtiges Stück weiter gefördert worden sein. Es ist geradezu ein Krebsschaden der parlamentarischen Verhältnisse in Hessen, daß man nach dem Sprichwort „Kommt Zeit, kommt Rat" so viele wichtige Tinge auf die lange Bank zu schie- ben sucht. Und in der Frage der Besoldungsreform ist eine Beschleunigung um so mehr am Platze,,als die umfangreiche Denkschrift der Regierung zur Besoldungsreform schon im Jahre 1909 erschien und seit jener Zeit die Revision der Beamten- und Lehrerbesoldung in Hessen nicht nur die davon direkt berührten Kreise, sondern auch die übrige Bevölkerung in einer mehr oder minder starken Erregung erhält. Einen nicht geringen Teil der Schuld an dem langsamen Gang der parlamentarischen Geschäfte trägt — es muß das einmal ganz offen herausgesagt werden — auch die Regierung selber. Ganz ähnlich, wie bei ber Wahlrechtsfrage, vermißt man auch jetzt wieder eine klare und bestimmte Stellungnahme der Regierung. Wenn eine Vereinigung von mehr als der Hälfte aller Kammer- mitglieber sich zur gemeinsamen Behandlung einer hochwichtigen Gesetzesvorlage zusammenschließt unb Entschlüsse faßt, bie ben in ber Regierungsvorlage niedergelegten Grundsätzen zum Teil direkt entgegenstehen, so wäre es im allgemeinen Interesse geboten gewesen, daß die Regierung sofort direkt oder indirekt Stellung dazu oenomnten hätte. Sie hat aber volle vier Monate mit der Präzisierung ihrer Stellungnahme warten lassen, und erst in der vorletzten Finanzausschußsitzung — ünd noch dazu unter absolutem Ausschluß der Oesfentlichkeit die Erklärung abgegeben, daß sie auf die Forderungen der Richtlinien und besonders Malerei zu erringen. Bartels hat hier in der ersten Reihe gelämpst und den Sieg errungen. Hans v. Bartels ist in Hamburg im Januar 1856 zur Welt gekommen. Sein Vater war, so entnehmen wir den M. N. N., russischer Kollegienassessor. Schon als Knabe hatte sich Bartels auf Reisen im Skizzieren geübt und Lust zum Malerwerden bekommen Drei Jahre lang war der Hamburger Marinemaler Har- dorfs sein Lehrer. Er wollte den Jungen zum Landschafter machen, aber auf den Studienreisen an der Küste zeigte Bartels viel mehr Freude am Wasser und an der Bewegung. Nach vorübergehendem Ausenthalt in Düsseldorf kommt Bartels Ende der siebziger Jahre wieder nach Hamburg, wo Oesterleys Liebe für Norwegens Wässer -7t? Hang Bartels' zu Meer und Strand neue Nahrung geben. Den Hamburgern fällt Bartels als Neuerer auf, zumal er feinen Aquarellen unerhört große Formate gibt. . Der Winter 1879/80 sieht den jungen Künstler in Italien. Bartels malt hier Studien in Wasserfarben, die Bilder danach führt er in Oel aus. Während der nächsten Jahre führen ihn seine Reisen noch zweimal nach Italien, bis er endlich, um der südlichen Sonne näher zu sein, 1885 nach München übersiedelt. Von do aus geht's nun recht oft — nicht nack dem Süden, sondern an du Waterkant. In München erringt sich Bartels den ersten Ruhm, er erweitert sein Schafsensgebiet und sein Können in überraschend schneller Weise. Sein „Fischerdorf auf Mönchsgut" und seine „Heringsfischer am Mönchsguterstrande" bringen ihm auf der Berliner Jubiläumsausstellung 1886 bie zweite Mebaille. Das Jahr barauf bekommt Bartels auf der Dresdner Aquarellaus^ stellung bas Ehrenbiplom. In diesen Jahren, reich an Arbeit und Erfolg, treten in Bartels Silber bie Figuren immer mehr als wichtige Werte auf unb es entstehen, als ihn einmal die Seemalerei nicht reizt, fröhliche hol ländische Interieurs. Inzwischen war Bartels' Meisterschaft in ber Darstellung bes Meeres auch in Norddeutschland anerkannt worben. Die Nationalgalerie und der Kaiser erwarben Bilder von ihm. Nach dutzenbmal wiederholten Hollandreisen geht Bartels 1894 nach England. Die Frucht: große Oelgemälde ber Meeres brandung. In ber künstlerischen Entwickelung tritt aber immer mehr die Figur in den Vordergrund, bie Figur, ber er jetzt auch Psychologische Vertiefung verleiht. Zuletzt umfaßte des Künstlers Gebiet, außer der groben See- und Wassermalerei, Lanbschaften, Genre und Figürliches von burchaus selbstänbigem Wert. Die Steigerung in Bartels schassen sinbet aber in seinem Naturell allein die einzige Erklärung. Em Nachahmer ein Klügler war er nie. Hans v Bartels' Werke smd m den meisten groben Galerien SU finden- die Berliner Nationalgalerie, der Hamburger, Senat, bie Pinakothek in München zeigen bie Produkte '^nes schaffens mit demselben Stolz wie die Galerien in Budapest, Petersburg, Indianapolis, Barzelona, Brest, Brüssel, Glasgow, Pans u,w. Die Präsidentenwahl in China. Peking, 6. Okt. Jüanschikai tourbe int dritten Wahlgang mit 507 Stimmen *um Prasid enterr der chinesischen Republik gewählt. Liyuanhung erhielt 179 Stimmen. Die Verkündigung des Ergebnisses rief große Begeisterung in der Kammer hervor. Der chinesische Gesandte in Berlin, Dr. Jen erklärte, daß nach seiner Ueberzeugung Auanschikai ein konstitutioneller Präsident fein werde. Seine Gegner, insbesondere ber zurzeit von China abwesende Sunjatsen, werden, wie der Gesandte glaubt, keinen neuen Widerstand gegen Yuanschiwi entfachen, zumal dessen Stellung durch bie Anerkennung ber Republik durch bie Mächte im Innern bes Reiches wesentlich gestärkt werbe. Die bringcnbfte Aufgabe des Präsidenten sei die Ordnung der Finanzen. Veränderungen in ber gegenwärtigen Regie- rung werde Puanschikai wohl nicht voruehmeu. Dar neue Programm der Uonzertvereinr. Vorn Vorstand des Gießener Konzertvereins wird uns geschrieben: Nach erfolgtem Abschluß feiner Verträge, bic zum Teil mit recht erheblichen Schwierigkeiten belastet waren, konnte der Konzert-Verein int gestrigen Blatte bic Uebersicht seiner musikalischen Veranstaltungen im bevorstehenben Winter bekannt geben. In ber Zeit von November bis Mai sinbet zwei Oratorien-Auf- füfrrungcn, zwei Orchester-Konzerte, brei Solisten- unb brei Kammer-Musik-Abenbe, also im ganzen zehn Konzerte statt. Als bewährte Aufführungszeit ist ber Spätnachnv.ttag bes S o.nn - tags für sämtliche Konzerte in ber Aula unb im Theater beibehalten Lediglich bic beiben Chor-Konzerte müssen aus zwingenden Grünben auf Wochentage verlegt werben. Ist die äußere Gestaltung der Konzerte bic alte geblieben, so hat bie Leitung ihr musikalisches Ziel in der Richtung eines Ausbaues der Kammer-Musik weitergesteckt. Nicht in der Anzahl ber Kon- iprte wobl aber in ihrer stofflichen Erweiterung. Künftig soll keine Beschränkung auf das Trio allein stattfinden unb bic 9luf- führuna eines Quartetts, ober Quintetts nur eine seltene Gelegen- ^brüten fonbern beibe Gattungen werden setzt systematisch nrrileat unt> ihnen zwei von ben brei Kammer-Musik-Abenden vor- £ltcn Kenner wissen um den unerschöpflichen Reichtum ^gerabe auf diesem Gebiet ber Kammer-Musik. Ihnen zur größeren tfreube ift bieic Erweiterung gebucht unb als Anreiz zugleich für solche, die ick noch nicht mit bev herrlichsten Frucht am Baume ber Musik befinden konnten. Damit auch ber Gesang leinen ge- Srcnben Seil an biefem Fortschritt habe, ist für die, erste Kammm-Mnsik eine von ben ganz großen Gesangskunstlerinnen mnrben bie ob ihrer glanzenben Stimmittel unb ns? viel gerühmte Münchener Altistin Frau Erler- n h t Es ist anzunehmen, baß biese Bereicherung des m ch ""mms und bic baniit verbundene Einführung bes berühmten Programms unv mr oa.^^ _ Professor Kilian, Knauer, Pros. Münchener Qu t_ ^nwr-Musik neue Freunde werben ÄÄ-tÄ SÄ ÄS ber Ä“'M ALL Dr. Ludwig ff ul In er s einziges vieler. Es ist n r XnFo entsprochen worden, wie bem Verlangen nach Jo s e pH ihm ebenso -schen Geiger, ber bnrch fern erfolgreiches Z;.' Xi"Än in befter Erinnerung ist. Zum ersten- Auftreten vor jwa <ö Baritonisten, Kammersänger §ritz .mal dagegen werdeii tmrocn^arii . , Bayreuther, Souper von ber Kgl. Dvsoper^ ^senen Wotan hier tzören «'i-m rml-ich führt sich eine noch jugendlich- Mstr-t- klr. 255 Erstes Blatt 163. Jahrgang Dienstag, 7. Gttsber 1915 Der Gießener Anzeiger /rmw M» MM VczngSvr-rS: erscheint täglich, außer äsKsMw km 'v monatlich75Pi.,vierlel^ Sonntags. - Beilagen: A ▲ A ja ja A zA Ä aK. vA Al jährlich Dlk. 2.29: durch viermal wöchentlich Ä ‘453fr ckbhole- n. Zwei s leiten SiehenerZamilienblätter; M M K M W* monatlick 6ö P-.: diirch zwcunalwöchentl.Areis- M W « W MA H M SV ffl ® W W W Ä H JF WWW W biePoi.'ck.2.-vierlel- blatt für den ttreir Gießen I WW In Hr V-« W M W VA jährt, aiisschl. Bestell«. (Dienstag und Freitag); M H W MhL B B B B - B Zeilenpreis: lokal 15P^ zweimal monall. Land- Wk SA SB xöA Egg 38L B eÄ ww wnf answNilo 20 Bieniiig. wirtschaftliche Zeitfragen n W öÄ Hi B y W Chefredakteur: 21. Goetz. Fernsprech - Anschlüsse: M B Ab Verantwortlich für den für die Redaktion 112, polit. Teil: Ang. Goetz; MW General-Anzeiger für Oberheffen ZWM für die Tagesnummer „ , t M t , .... . _ . . IU . _ Kurt Bendt; für den bis vormittags 9 Uhr. notation§druck und Verlag der vruhl'fchen Univ.-Buch- und Zteindruckerel R. Lange. Redattion, Lrpedltion und vruaerel: Lchulstraße 7. Anzeigenteil: H. Beck. Plauen gestorbene Gutsbesitzer Hermann Knorr testamentarisch, daß sein Vermögen dem zur Zeit seines Ablebens regierenden deutschen Kaiser zufallen und für das deutsche Heer oder die deutsche Marine verwendet werden solle. Der Kaiser nahm zur Verwirklichung des mit der Zuwendung verfolgten vaterländischen Zweckes die Erbschaft an. Die Witwe des Testators, die die einzige gesetzliche Erbin gewesen wäre, erhält die ihr zustehende Hälfte des gesamten Nachlasses, der nach den bisherigen Schätzungen über 800 000 Mark beträgt. Im übrigen sollen auf Bestimmung des Kaisers die .Grundsätze zur Richtschnur genommen werden, die bei Stiftungen und Zuwendungen an juristische Personen maßgebend sind. Der preußische Städte tag trat am Montag vormittag in Breslau zu seiner 8. Tagung zusammen. Zunächst wurde die Aufnahme solcher Städte gen eh niigt, die 25 000 Einwohner erst nach der letzten Volkszählung erreicht haben. Dann sprach der Geschäftsführer des Städtetages, Luther, über das Gemeindeabgabenrecht und seine bevorstehende Aenderung. Der Städtetag hat die Leitsätze des Berichterstatters Dr. Luther auf eine Aenderung des Gemeindeabgabenrechtes unverändert angenommen. Er nahm außerdem den Wunsch zu Protokoll, daß bei einer Neuordnung der Wertzuwachssteuer die fteisangehörigen Städte nicht geschädigt werden. Die Stadt hat die Teilnehmer des Städtetages zu einem Begrüßungsabend in dem Rathausremtcr eingeladen. Die Anstellungsverhältnisse der bayerischen Ge mein d ebe am t en. Tie bayerische Regierung hat in der Abgeordnetenkammer einen Gesetzentwurf vorgelegt betr. die Neuregelung im Anstellungsdienst und die Besoldungsverhältnisse der bayerischen Gemeindebeamten. Der Reichskanzlern. Bethnrann- Hollweg besichtigte am Montag vormittag den Neubau des Deut- schen Ntuseums auf der Jsarinsel und die wissenschaftlichen Sammlungen im Gebäude des Deutschen Museums an der Maximilianstraße. Den Nachmittag verwandte der Reichskanzler zu einem Besuche der Kunstausstellung im Glaspalast, sowie des Nationalmuseums. Eine Verleumdung. Die amtliche „Straßburger Korrespondenz" veröffentlicht folgende Erklärung: Tie „Freie Presse" hat in ihrer Nr. 219 vom 19. September d. Js. eine aus einem Züricher Sensationsblatt entnommene Nachricht gebracht, wonach ein Mitglied des Kaiserhauses während seiner Studienzeit in Straßburg Schuldverbindlickteiten in Höhe von ys Million Mark eingegangen sei und behufs Herbeisclaffung zu ihrer Deckung Verbindung mit gewerbsmäßigen Geldvermittlern gesucht habe. Diese Nachricht, die auch von anderen Zeitungen. übernommen wurde, entbehrt jeder tatsächlichen Grundlage und beruht von Anfang bis znrn Ende mtf Erfindung. ggl.1*.'. — ' । ■■ ■ ■ ‘ Ausland. Von der Genter Weltausstellung. Die „Vossische Zeitung" meldet aus Brüssel: Tie Genter Weltausstellung schließt am 3. November. Die Geschäfte gehen sehr schlecht in Gent. Man erwartet nach Schluß der Ausstellung viele Konkurse. Der Fremdenzustrom ist nicht so groß, wie viele Geschäftsleute glaubten. Verhaftete Frau en st immrechtlerinnen in E n g l a n d. Aus London wird mitgeteilt: Tie Suffragette Annie K e n n e y , die vorläufig auf freien Fuß gesetzt worden war, wurde am Montag nachmittag in einer großen Versammlung von Tln- hängerinnen des Frauenstimmrechts wieder verhaftet. Daber kam cs zwischen den Polizeibeamten und den erbitterten F r a u e n , die sich Fräulein Kenneys Verhaftung widersetzten, zu einem Kampf. Wegen Widerstands gegen die Polizei wurden acht Personen s e st g e n o m m e u. — In der Westminster - abtei kam es ivährcnd des Abendmahles zu unliebsamen Szenen, indem eine Anzahl von Anhängerinnen des Frauenslimm- r echt es die Handlung durch Gesang störte. 9üuf die Aufforderung des Kirckendieners, den GottMnenst zu verlassen, entfernten sie sich. Nach Schluß des Gottesdienstes hielt eine Anhängerin des Frauenstimmrechts den Kirchenbesuchern vor der Kirche einen längeren Vortrag, in dem sie troch andere Dinge prophezeite. Der Kricgsmimfter über die Friedberger Handwerkerklagen. Auf eine Anfrage des Reichstagsabg. Dr. Werner über die bekannten Klagen oberhessischer .Handwerker, daß Militärlieferungen an die Zellenstrafanstalt in Butzbach vergeben worden seien, hat der Kriegsminister v. Falkenhatzn mit folgendem Schreiben geantwortet: Auf Euer Hochwohlgeboren Telegramm betresfeiid Sckreiner- arbeiten für den Standort Friedberg und unter Beziehung auf die vorläufige Mitteilung vom 8. September 1913 Nr. "1411. 8. 13. B 4 teile ich ergebens! mit, daß die angestellten Erhebungen nachstehendes ergeben haben. Die Lieferungen der hölzernen Geräte waren in 32 Lose ein- gcteilt, damit sich auch die kleinen ortsangesessenen Handwerker um An,träge bewerben konnten. Diese Lose sind vergeben worden a) an 18 Handwerker in Friedberg mit 17 ungeteilten Losen und 1 geteilten Los im Gesamtwerte von 7604.10 Mk. b) an 1 Handwerker in Butzbach, der gemeinschaftlich mit mehreren wideren Schreinern geboten hatte, mit 6 ungeteilten Losen und 1 geteilten Los im Gesamtwerte von 3379,30 Mk o) an 2 Handwerker in Griedel mit 3 Losen im Ge amtwerte von 576.80 Mk. d) an die Zellenstrasanstalt Butzbach mit 5 Losen int Gesamtwerte von 2 3 6 2 6 Mark. Bei diesen zuletzt genannten Losen handelte es sich um die Lieferung von 586 Mannschafts- usw. Schränken und 2 Schilder - I)ü ufern. Wegen Lieferung dieser Geräte zu annehmbaren Preisen hat der Garnisonverwaltungsvorstand schon vor dem Verdingiings- teriulii mit den Vertretern der vereinigten Schreinermeister von Friedberg und Butzbach veihandelt. Hierbei schien es, als ob die Mehrzahl der Schreiner überlwupt keinen besonderen Wert ans die Lieferung der Schränke legte; es soll Urnen in erster Linie um recht umfangreiche Uebeltragnng der unter a—c angeführten Lost zu tun gewesen sein. Friedberger Vertreter sollen noch aus- driwlich erklärt haben, daß sie von Lieferung der Schränke gern .lostand nahmen, wenn diese durch die Heeresverwaltung billiger oclchafft werden könnten; ferner äußerten sie, daß sie eine der- artig umfangreiche Lieferung allein nicht ausfülwen könnten, sie mutzten sich gegÄenenfalls mit Großbetrieben in Verbindung setzen Jo daß es fraglich wäre, ob sie rechtzeitig liefern könnten Ein Butzbacher Scln-einer ,,t sogar an die Zellenstrasanstalt mit der Bitte herangetreten, für die Schreiner in Butzbach einen Teil der Arbeiten auszuführen, falls ihnen brr Zuschlag erteilt würde Die'am Verdingungsterinin von etnmnt Schreinern aus Frieds berg, Butzbach und Griedel für die letzten 5 Lose gestellten Forde rungeu nraren jo ungewöhnlich hoch, daß die Korpsintendantur — auch im Hinblick auf die in anderen Staickorten des Groß- Herzogtums Hessen bewilligten Preise — die Erteilung des ZÜ- schlages zu den geforderten, durch die örtlichen Verhältnisse keines wegs gerechtfertigten, Preisen nicht vertreten konnte. Da die Unternehmer zur Ermäßigung ihrer Forderungen nicht zu bewegen waren und es zu einer erneuten Ausschreibung an der nötigen Zeit fehlte, so blieb nichts anderes übrig, als die umfangreiche Gerätelieferung der letzten 5 Lose freihändig an eine Stelle zu vergeben, die neben annehmbaren Preisen auch die unbedingte Gewähr der rechtzeitigen Lieferung bot. Die in ke in e r Weise an dem vor her gegangenen Wettbewerb beteiligt gewesene Zellenstrasanstalt in Butzbach Übernahm sodann die Lieferung zu Preisen, die zu den verfügbaren Mitteln in angemessenem Verl-ältnis standen. Wäre die Lieferung dem in Friedberg mindestfordcrnden Schreiner H. Mveller zu seinem Angebote übertragen worden, so wären 12 963 Mark Mehrkosten entstanden; bei Uebcrtragung an die mindestfordernden auswärtigen Schreinermekster hätten die Mehrkosten 8053,50 Mk. betragen. Die an die Zellenstrafanstalt vergebenen Schränke und Schilderhäuser sind zum größten Teil schon abgeliefert, der Rest ist bereits zugeschnitten oder in der Fertigstellung begriffen. Eine wenigstens teilweise Zurückziehung des Auftrages behufs etwaiger lieber- tragung an Handwerker ist daher nicht mehr angängig. Der von der Intendantur in der Zwangslage eingeschlagene Weg steht nicht in Widerspruch zu dem Bundesratsbeschluß vom 28. Oktober 1897 über die Verwertung der Arbeilskraft der Gefangenen. Vom wirtschaftlichen Standpunkte aus hat sie bei der kurz bemessenen Lieferzeit kaum anders handeln können. Ich hätte es selbstredend auch gerne gesehen, wenn die Uebertragung des vollen Gerätebedarfs an das freie Handwerk gelungen wäre; daß sich dies nicht ermöglichen ließ, daran ist nicht die Heeresverwaltung schuld, die es im vorliegenden Falle nickt an gutem Willen hat fehlen lassen, dem kleinen Handwerk, so weit wie möglich, einträgliche Arbeit zuzuführen. Ich glaube indes aus der in_ der „Neuen Friedberger Zeitung" vom 2. September 1913 erschienenen Zuschrift, die wohl von dem obengenannten Schreiner- meister H. Moeller eingesandt morben ist, entnehmen zu können, daß die ursprüngliche angebliche Entrüstung wenigstens in den am meisten beteiligten Friedberger Handwerkerkreisen scheinbar einer ruhigen und sachlichen Beurteilung gewichen ist. * * II e B e r t r a g e n wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Spielmann aus Worms eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Sprendlingen. ** Jahrhundertfeier und Stempelabgabc. In anerkennenswerter Weise hat das.Ministerium über den Erlaß der Stempelabgabe für Tanzbelustigungen bei der Jahrhundertfeier folgende Verfügung den Kreisämtern zugehen lassen: „Sofern mit öffentlichen Feiern zum Aw- dcnken an Hie Schlacht bei Leipzig in diesem Jahre dort an sich stempelpflichtige Akte (musikalische Darbietungen, Tanzvergnügungen usw.) verbunden sein sollten, ermächtigen wir Sie, von Erhebung des tarifmäßigen Stempels dann abzusehen, wenn, offensichtlich die Ennnerungsfeier das Wesentliche, die damit verbundene Vergnügung (Tanz usw.) aber nur ein verhältnismäßig nebensächlicher Punkt des Programms ist." ~ ** Die Tagung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins bringt als letzten Punkt ihres Programms eine Jugendversammlung. Nicht nur alle jungen Mädchen, sondern auch deren Mütter haben Zutritt. * * Gewerbeschule. Für die nn der Gewerbeschule neu errichtete Lehrerstelle hatten sich 39 ^Bewerber gemeldet. Die Stelle wurde dem Dipl.-Jng. Kurt Kneife, z. Zt. in Koblenz, übertragen. * Verein ehemaliger Kolonial-Krieger. Vor einem Monat wurde unter dem Namen „Verein ehemaliger Kolonial-Krieger Gießen und Umgegend" ein Verein gegründet, in welchem alle Kameraden, die als Soldat in den Deutschen Kolonien, einschl. China, waren, Aufnahme finden können. Die Hauptaufgabe des Vereins ist es, neben der pflege der unter der Tropensonne erprobten Kameradschaft in Siebe und Treue zu Kaiser und Reich zu stehen und das Interesse für die Kolonien durch Vorträge usw. im weitesten Kreise des Volkes zu wecken. Auch sollen die Bestrebungen des Jung-Deutschland-Bundes tatkräftig unterstützt werden und unsere wehrpflichtige Jugend den Verlockungen der Fremdenlegion durch nötige Aufklärung ferngehalten werden. Allen Mitgliedern wird mit Rat und Tat zur Seite gestanden, besonders bei Gesuchen, Bittschriften und sonstigen Anlassen, zu denen der einzelne Mann nicht befähigt ist. — ©ine große Anzahl Herren aus Gießen und der näheren Umgebung waren am Sonntag im Restaurant „H a b e r ka si e n" . versammelt und haben beschlossen, alle noch fernstehenden Kameraden für ihre Sache zu gewinnen. * * Konsumverein Gießen und Um gegen d. Die am Sonntag nachmittag abgehaltene Gencral-Ver- a m m l u n g erfreute sich eines guten Besuches. Den Ge- chäftsbericht erstatteten der Vorsitzen'd-e des Aufsichtsrats, Vetters, und Geschäftsführer Keßler; die Mitglicder- zahl stieg im 12. Geschäftsjahr von 2081 auf 2471, der Um- atz im eigenen Geschäft von 379 000 Mk. auf 473 000 Mk. Das Ergebnis wurde als zufried'enstellend bezeichnet, jedoch die Mitglieder zu steter Agitation zur Gewinnung neuer Mitglieder ermuntert. Den Bericht über die neuerbaute Bäckerei erstattete .Herr Ko pp e, der während der Krankheit des Kassierers Niewisch dessen Stelle versehen hatte. Er stellte eine erfreuliche Zunahme des Verbrauchs an Backwaren fest und bemerkte, daß sich der Brotumsatz und ganz besonders der Umsatz in Weißware gesteigert habe. Der Gesamterlös in 8 Monaten betrug 73 900,71 Mk. Den Kassenbericht gab Herr Niewisch, der auf den gedruckten Bericht verwies und längere Mitteilungen über den Umsatz in den einzelnen Verteilungsstellen und die Landorte machte. Nachdem Herr Lentz den Revisionsbericht gegeben hatte, nach welchem alles rn bester Ordnung befunden war, wurde der Gesamtbericht genehmigt und einstimmig Entlastung erteilt. Die Verteilung der Erübrigung von 2087,67 Mk. geschieh! tute folgt: Zinsen für Anteile 1212,— Mark, Unterrichtsfonds für konsumgenossenschaftliche Fortbildung 100 Mart, Lesehalle hier 25 Mark, Gewerkschaftsbibtiothek 25 Mark, Entschädigung an Vorstand und Aussichtsrat 680 Mk., Spezialreservefonds 45,67 Mk. — Die Neuwahl des Vorstandes ergab die Wiederwahl der Herren Keßler und Niewisch; als neues besoldetes Vorstandsmitglied wurde .Herr Koppe gewählt. Herr Lentz ist nach zehnjähriger Tätigkeit im Vorstande freiwillig ausgeschieden. Die ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates: Vetters, Baum und Wageubach wurden wiedergewählt. Die Beschlußfas- lung über Aenderung der Satzungen, die durch die auchluhende Entwicklung des Vereins bedingt wird, fand die (Genehmigung der Generalversammlung. Zum Schlüsse fand eine Entschließung, Annahme, die das Verhalten der Leiter der V e r l a g s g e s e l l s ch a f t i n H a m b u r g in der Buchdruckerangelegenheit mißbilligt. ♦* Gn ade ngesuch. Herr Rechtsanwalt Dr. Albert :.,a r o? schreibt uns: Unter Bezugnahme auf den Bericht über die Schwurgerrchtsverhandlunq vom 3. Oktober d F rn dlilmmer 23.3 Ihres geschätzten Plattes darf ich Sie'al^ Verteidiger der Susanne Schmidt wohl nm Veröffentlichunä der Tatsache bitten, daß die Geschworenen auch für meine Klientin ein Gnadengesuch unterzeichnet haben Ans Stadt und (and. Gießen, 7. Oktober 1913. ** Tageskalender für Dienstag, 7. Ott. Stadt- theater: „TI ajolika". Abends 8 Uhr. Allgemeiner deutscher F r a u e n v c r e i u: 2. öffentliche Abendversainmliing in der Aula: 1. Wirtschaft!. Tatsachen und Kulturforderungen in der Fraliensrage. Frl. Dr. Gertrud Bäu m e r. 2. Der Weg zum Frauenstimmrecht. Frl. Helene Lange. Mittwoch nachm. 4 Uhr: I u g e n d v e r s a m m l u n g. Landkreis Gicßm. f. Klein-Linden, 6. Ott. Ein großer Trauerzug gab heute dem Lehrer i. R. Karcher das letzte Geleit zum Friedhof. Kriegerverein, Gesangverein „Eintracht" und Turnverein marschierten vor dem Sarge her. Ter Gesang-' verein sang den Etzor ,^>ier winket selige Ruh", worauf Pf arrer Bröckelmann eine zu Herzen gehende Grabrede hielt. Im Auftrag des Schulvorstandes und Kirchen- Vorstandes legte Pfarrer schulte einen Kranz nieder, zu-« gleich hob er die Tätigkeit des Entschlafenen als Lehrer und Organist hervor. Lehrer Boßler sprach im Auftrag der Kollegen einen herzlichen Nachruf. Der Vorsitzende des Kriegervereins hob die Verdienste des Verstorbenen um den Kriegerverein hervor, der ihm ein treues Andenken bewahren iverde. Kränze wurden noch niedergelegt von G. Neurat h im Auftrag des Gesangvereins „Eintracht", dessen Ehrendirigent Lehrer Karcher war, und von W. Ufer im Namen des Turnvereins. Ter Verstorbene hat ein Alter von 80 Jahren erreicht und wirkte über 20 Jahre in unserer Gemeinde. l. Klein-Linden, 6. Oft. Unser Krie gerv er-j ein hielt am Samstag abend bei Kamerad Fr. Rinn eine Versammlung ab; um über die Völkerschlachtfeier zu beraten. Tie vom Ortsausschüsse ausgestellte Festord- i:ung wurde einstimmig gutgeheißen. Samstag abend, 18. Oktober, wird ein Höhenfeuer abgebrannt, Sonntag vormittag findet Festgotlesdienst statt, nachmittags wird die Eiche gepflanzt und abends ist eine Festfeier im Saale der Teutschen Eiche. Dem verstorbenen Ehrenmitgliede Lehrer i. R. Karcher widmete der Vorsitzende, Lehrer Keil, einen Nachruf. Am Schluß der Versammlung gedachte er der wichtigen Gedenktage vor 100 Jahren und toastete auf das deutsche Vaterland. Rödgen (Kr. Gießen), 7. Oft. Bei der Gemeinden ratswahl lvurden vier neue Mitglieder in den Gemeinderat aewählt: Phil. Becker, Landwirt und Schmied, mit 69, ^udw. Klos II., Landwirt und Untererheber, mit 58, Wilh. Wagner I., Maurer, mit 56 und Wilh. Balser X., Landwirt, mit 56 Stimmen. Kreis Büdingen. Nidda, 6. Oft. Durch ein Konzert bereitete gestern Fräulein Minny Leopold, Opernsängerin des Nürnberger St ad tt Heaters, eine geborene Niddüerin, den hiesigen Musikfreunden einen genußreichen Abend. Die junge Künst-. lerin verfügt über eine schöne volle, und weiche Stimme; sie, trug u. a. besonders wirkungsvoll die Arie aus „Oberon", „Im .Herbst" von Franz und „Liebesfeier" von Weingartner vor. Mufitdireftor Gg. Hetzel und Konzertmeister Hermann Schmidt, beide aus Frankfurt, untersttitzten die Sängerin durch meisterhafte Vorträge klassischer Stücke für Klavier und Violine. Das Konzert war gut besucht. □ Bleichend ach, 6. Oft. Hier wurde gestern abenb. ein sechsjähriges Kind auf dem Heimwege von einem unbekannten Mann angelockt, um ihm Gewalt anzutun. Durch die Hilferufe der Kleinen wurde ein Mann aufmerksam, worauf der Unbekannte das Kind in den Straßengraben stieß und entfloh. Er entkam unerkannt. Tas Kind lxlieb, unversehrt. x Echzell, 5. Oft. Die Karto f f el ernte ist bei dem herrlichen Wetter in der breiten Wetterau rasch vorgeschritten und beinahe beendigt, das Ergebnis ist sehr gut. Je nach Sorte kostet der Doppelzentner Speisekartoffeln 3,50 bis 4 Mk. Hiesige Züchter, welche den Wochenrnarft in Schotten befahren hatten, lösten dort 4,50 bis 5 Mk. für das Malter. Kreis Alsfeld. □ Wettsaasen, 5. Oft. Heute fand hier die Ein-- weihung unsere? neu erbauten Schulhauses statt. Ein sehr zahlreicher Besuch hatte sich au9 der Umgegend eingestellt. Als Vertreter der Kreisschnlbehörde waren erschienen die Herren KreiSamtinann 93Iumer§, Oberrealschuldirektor> Dr. Pitz aus Alsfeld und Bürgermeister Master vom Ruppertenrod. Der hiesige Lehrer, Herr Michel, eröffnete die Feier mit einer eindrucksvollen Abschiedsansprache am; alten Schulhause; Schülergesang schloß den Abschied. Darauf^ durchzog der Festzug unter bem Vorantritt einer Musikkapelle die Ortsstraßen. Am neuen Schulhause überreichte der Bauführer, Herr Straßenmeister L u d l o f aus Alsfeld, den Schlüsiel. Großherzoglichem Kreisamtmann. Unter den anerkennenden. Worten für die Opfer, die die Gemeinde Wcttsaasen gerne gebracht, übergab er den Schlüssel dem hiesigen Bürgermeister. Herr Direktor Dr. Pitz sprach in Vertretung 6)roßh. Kreis-, schulkommission eindringende Worte über die Anforderungen unserer Zeit an die Schule. Kreis Lauterbach. ~ Lauterbach, 7. Oktober. (Berichtigung.) In dem gestrigen Bericht über die Abschiedsfcier des Gr. .Kreisrats v. Bechtold ist aus Versehen ein Druckfehler unterlaufen. Es soll heißen „Bürgermeister Stöp'ler, Lauterbach sPrack), im Namen der Bevöllerung und Bürgermeister des Kreises. Er erwähnteusw.", und nicht „Bürgermeister' Kresses". — Walkenrod, 6. Ott. Auf unserem Bahnhofe findet gogenwärtig ein igroßer Versand von Weizen statt. Die Getreidehändler kaufen den Weizen in den Ortschaften auf und bezahlen den Doppelzentner mit 19 Mk. Kreis Schotten. z. Hartmannshain, 5. Oft. Der um 4.16 Uhr heute nachmittag nach Ober-Seemen abgehende Personen- zug mußte etwa 2 Kilometer unterhalb von hier, als er den hohen Bahndamm bei der Hundsbach passieren wollte, hallen bleiben. I u n g e n im Aller von 6 bis 7 Jahren hatten die Schienen mit Steinen dicht belegt. (r) U I f a, 5. Ott. Bei der gestrigen Beigeordnetenwahl wurde unser bisheriger Beigeordneter Philipp L u d w i g HL einstimmig wiedergewählt. Er tritt damit seine dritte Amtsperiode an, ein Beweis für die Beliebtheit, deren sich der pflichttreue, gewissenhafte Mann in der ganzen Gemeinde, erfreut. Krcis Friedberg. L Fried berg, 6. Oft. Die Anmeldungen für unsere städt. Technische Akademie laufen zahlreich ein. Die. Vorlesungen beginnen am 28. Oktober. L Rieder-Florstadt, 6. Ott. Lehrer Hechler von hier schied nach bOjähriger Tätigkeit aus dem Amte. h. Heldenbergen, 6. Oft. Zum Bürgermeister- mürbe Beigeordneter Goy mit 236 Stimmen gewählt. Sein Gegenkandidat erhielt 81 Stimmen. h. Dorheim, 6. Oft. Bei der Gemeinder a ts- w a h l siegte die Liste der bürgerlichen Kandidaten mit einer durchschnittlichen Mehrhett von 60 Stimmen über die sozial- demoftatischen Bewerber. Hessen-Nassau. h. Sindlingen, 6. Oft. Der Fehlbetrag von 50000 Mark im hiesigen Spar- und Kreditverein wurde in der gestrigen Generalversammlung in der Weisem Meteorologische Beobachtungen der Station (Ziehen. ctt cv Wetter 1913 § r LV iS Oktober bi? 45—49 81—89 50 -55 91-100 -00,00 94—00 Bollfleischige Schweine von 100—120 kg 9ebenb- 62-34 . 57V.-60 Die Helcnenquelle ist die Hauptquello Wildungens and steht neuesten Daher ist Vorsicht gegengünstigen Natron- and Kalkgehalts Innerster Linie zu empfohlen. D. H. V Programm vom 7. bis 10. Oktober: Neuheit! Neuheit! DerLebensretter 2 JFäbrik.W>ltruf.(Baden)» 78-80 78—79 6. 6. 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 81—85 75-80 82—87 82—89 15,0 9,2 9,1 62 94 96 altbewährt bei Nieren- und Blasenleiden, Harnsäure und Forschungen ist sie auch dem Zuckerkranken wegen ihres 742,5 743,2 743,5 2 2 2 44-47 45—49 2“ 9“ -7« 4 1 8 Mk. 92-100 91-99 Für werdende Mütter und Kinder in der Entwicklung ist sie für die Knochenbildung von hoher Bedeutung. gewicht............ Fettschweine über 150 kg Lebendgewicht 7,9 8,2 8,3 70—73 65—69 59—64 53-58 48—50 43-47 73—81 64—73 Liebigshöhe. I Kaffee-Konzert 117—122 109-115 99—107 90-98 Lebend- Schlachtgewicht 78-80 72—75 + 16,1’ C. + 8,9' C. 39-43 32—37 HyfthäusBrTEChnimini Frankenhausen, lng.-a.Werkm.-Abt. Gr.Masch.-Lab. in ihrer überaus glücklichen Zusammensetzung einzig in der Welt da. Daher ist Vorsicht gegen- über allen Empfehlungen von, Ersatzmitteln geboten. Schriften frei durch Fürstliche Wildunger Mineralquellen A.-G., Bad Wtldungen. 1912: 14327 Badegäste u. 2245831 Flaschenversand. — Zu haben in allen Apotheken u. Drogerien. Danach hatten im Deutschen Zollgebiete, 95 515 Pflanzer eine Gesamtfläche von 15 776 ha mit Tabak bepflanzt (1911: 101841 Pflanzer 17 017 ha>. 26 738 Tabakpflanzer batten eine Fläche von weniger als 1 a, 4421 von 1 a bis 4 a ausschließlich, 17 433 von 4 a bis 10 a ausschließlich, 28 695 von 10 a bis 25 a ausschließlich, 16 703 von 25 a bis 1 ha ausschließlich und 1525 von 1 ha und darüber mit Tabak bebaut. Geerntet wurden im ganzen 388917 dz Tabakblätter in dach- reifem, trixfencm Zu stand, also 24,7 dz von 1 ha (1911: 291809 dz bezw. 17,2 dz von 1 ha). Der Gesamtwert der Ernte wurde bei einem mittleren Preise von 57,12 Mark (ohne Steuer) für 1 dz Tabakblätter auf 22,2 Millionen Mark ermittelt (1911: 17,3 Millionen Mark, mittlerer Preis 59,43 Mark für 1 dz). TrinktSamtätskraftbier! Giessener Brauhaus, A. & W. Denninghoff 15955] 2 z z z 2 7, Z Z z z 7 z z 7 z z z Z z z Ein vorzügliches Rezept. Für nur 10 Pfennig kann man sich 20 Tassen eines sehr wohlschmeckenden und gesunden Fanriliengetränkes bereiten, wenn man genau folgende Kochvorschrift beachtet: Man nehme 40 bis 50 Gramm (2 bis 2y2 Lot) Kathreiners Malzkaffee und mahle ihn nicht zu sein. Da Malzkaffee leicht überkocht, nehme man einen reichlich großen Topf, setze den gemahlenen Mälzkaffee mit einem Liter kaltem Wasser aufs Feuer und bringe ihn zum Kochen. Die Hauptsache ist nun, daß er noch einige Minuten weiter kocht. Man kann ihn dann entweder durchseihen oder sich setzen lassen. hvVio 51 (* 2 Lollfleischtge Schweine von 80—100 k^ Lebendgewicht * . . . . 61-62'/, Vollfleischige Schweine unter 80 k§? Lebendgewicht 61-6P/t Höchste Temperatur am 5. Niedrigste , , 5. Niederschlag: 0,0 mm. Achten Sie auf Ihr körperliches Wohl! Bei Nervenschwäche und Blutarmut trinke ich zur Stärkung Bioson. Schon nach der ersten Dose konnte ich den stärkenden, belebenden Einfluß im ganzen Körper verspüren. Da es sehr gut schmeckt und bekommt, werde ich es noch weiter mrhmen. Frau verw. Eisenbahn- Sekretär M. Fischer, Schleusingen (Prov. Sachsen», Suhlerstraße 6. Unterschrift beglaubigt: 28. April 1913. Ogilvie, Kgl. Notar. Bioson, großes Paket lea.'/° kg) Mark 3 — in Apotheken, Drogerien, (b®l6. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießön. Wetteraussichten in Hessen sür Mittwoch, den 8. Okt. 1913: Meist trüb und wolkig, Regenfälle, mäßig warm. Kleine Tagerchronik. InK 3 ln wurde am Montag vormittag der Rechtsanwalt Barth wegen Unterschlagungen von Klientengeldern verhaftet. Der pommersche Lehrertag beschloß, 120 000 Mark für die Erbauung eines Witwenerholungsheimes in Kolberg durch frei- willige Beiträge aufzubringen. In Königsberg i. Pr. setzte am gestrigen Montag ein starkes S ch n e e t r e i b e n ein. In San PiLlleArino in den Dolo mit en sist in der Nacht zmn Montag das Hotel MonZioni samt den Nebengebäuden, dem Zollamt und der Finanzmachstation mit allem Inventar ab! geb rannt. Der Schaden ist bedeutend. Märkte. FC. Wiesbaden. Diehhof-Marktbericht vom 6. Okt. Austrieb: Rinder 103 (Ochsen 60, Bullen 5, Kühe 38), Kälber 37, Schale 26, Schweine 304. Marktverkauf: In Großvieh bleibt bei mittlerem Geschäft Uebersland, Schweine und Kleinvieh bei lebhaftem Geschäft geräumt. Preise für 100 Psd. ffelernte ist bei dm : rasch vorgeschritten und r gut Je nach Sorte 3,50 bis 4 M. hiesige chotten befahM hatten, alter. QditM Dab akbau und Dab akernte. Tas Kaiserliche Statistische Amt veröffentlichte im 3. Vierteljahrsheste zur Statistik des Deutschen Reichs 1913 die endgültigen Aufnahmeergebnisse über den Tabakbau und die Tabakernte im Erntejahr 1912. 6 6. 7. Eiweiss. Nach '.ert bereitete gestern W» des S ^.denhiesigm üweichetzchnM. He, Ms „Oberon" icr bon Rein gärtner Mtmeister Hermann tachlen die Sängerin r ?tticke für Klavier lesncht. wurde gestern abend uuege von einem un- «walt anzutun. Durch l Mann ausmecham, il den Straßengraben mnt. Das Äind blieb Dik. 52-56 51-55 Letzte Nachrichten. Ein Kongreß für Aesthetik. Berlin, 7. Okt. Gestern nachmittag traten die Teilnehmer des in Berlin stattfindenden Kongresses für A e st h c t i k u n d a l l g c m e i n e K u n st w i s s e n s ch a f t m der Aula der Universität zusammen. Es ergab sich laut dem „Berliner Lokal-Anz.", daß der von deutscher Seite ergangenen Einladung eine große Zahl von Gelehrten aller FAul- täten und Lager aus allen europäischen Kulturländern gefolgt war. Mit dem Rektor Grafen Baudissin an der Spitze, fanden sich alle Berliner Universitätslehrer zur Begrüßung ein. Für die Stadt Berlin war Bürgermeister Re icke erschienen. Die Reihe der Ansprachen wurde von Professor D c s s o i r eröffnet. Es folgten Ausführungen des Rektors, des Ministerialdirektors Schmidt für das Unterrichtsministerium und solche der Professoren Hoerms-Wren, von Beothp-Budapest, Joel-Basel, Basch-Paris, Sir Charles Waldstein-Cambridge, Heiberg-Kopenhagen, Wrangeb Lund und Grau-Christiania. Pegoud in Dresden. Dresden, 7. Okt. Der Flieger Pegoud wurde verpflichtet, auf dem Flugplatz, der am 26. Oktober eingewecht wird, am 31. Oktober zu fliegen. Eine Wetterkatastrophe in Amerika. New York, 7. Okt. In Noue hat ein Sturm schreck» lich gehaust. 500 Häuser sind eingestürzt; ob Menschen verunglückt sind, steht noch nicht fest. Der Schaden beläuft sich auf IVs Million Dollar. Mill* Meo Dir.: Hermann Steingoetter. Dienstag. den7.Okt.1913, abends 8 Ubr 2. Dienstag-Abonnements- Vorstellung. — Gewöhnliche Preise! — gedeckt, der Reservefonds mit 16000 Mk. herangezogen ivurde und daß ferner die Mitglieder 60 Prozent ihrer Stammeinlagen zuzahlen müssen. Man hofft auf diese Weise die Auflösung zu vermeiden. tev Wiesbaden, 6. Okt. Der Direktor der Eilbotengesellschaft „Blitz", Neinhold Krieger, erschoß heute nachmittag den 20 Jahre alten Eilboten August Ebel nach kurzem Wortwechsel, der infolge einer Lohndifferenz von 3 Mk. entstanden war. Der Täter wurde verhaftet und konnte nur mit Mühe vor dem Publikum in Sicherheit gebracht werden. h. Fulda, 6. Okt. In der vergangenen Nacht wurden sämtliche Wirtschaftsgebäude des großen Gutshofes von Maberzell durch ein Großfeuer eingeäschert. Neben allen Erntevorräten verbrannten auch viele landwirtschaftliche Maschinen. Da großer Wassermangel herrschte, waren die Feuerwehren den Flammen gegenüber machtlos. Ortsgruppe Gießen. Morgen Mittwoch, abends 9 Ubr, findet im Hotel Kobel die diesjährige lalires-HanpIversammlnng statt. Tagesordnung: 1. Jahresberichte, 2. Wahlen, 3. Verschiedenes. [v7/io Der Vorstand. WSÄ Taufende? jrJJ» Rancher empfehl, mein. Bk qoronl. ungc- SL fdioelelt., deshalb sehr behömml. u. gesunden Tabah. 1 Tabaksplelleum- fonllzuBPId.melner berühmten Tabake franko gegen Radin. Bilfe anzugeben, ob nebcnlfehende Ge- lundhelfsplelje oder eine reldigeidinlble Bolzpfelle oder eine lange PL ennflnldil. m.Pl. c s-g Je Vf Cl«u|Ltn Jcder beliebigen Schriftart u. Karton- V II 1l r l vfl Torte,Towic mit Zirbeln aller studentifchcn -----—_________________Vereinigungen,liefert zu mässigenpreifen Brübrfcbe Univerlitäte-Dnid-ferä, Scbulftr. 7. Majolika Lustspiel in 3 Akten von Leo Walther Stein und Ludwig .Heller. Ende gegen 10 Uhr. (C’/m Mittwoch, d. 8. Qkt. 1913, abends 7 Ubr 2. Mittwoch-AbonnemeMs- Borstellung. -- Gewöhnliche Preise! - KrinzIlriedrich von Komöurg. Schauspiel in 5 Akten von Heinrich v. Kleist. Ende 9% Upr- 1 fanb t)ier bie Gin W. Ein , dn Mmyynb ein» tjöi'be waren erschienen i, Lberrealschuldirektor meister Waste: von Herr Michel, erössneit Abschiedsansprache am. ; den Abschied. W ntritt einer ise überreichte kt Au- Alsfeld, t-i LchM nter den erkennenden^ neinbe Maasen (ferne , hiesytiMrgernmsttt. erfßM Grobh. He Anforderungen w sw N Landwirtschaft. (0 Klein-Linden, 6. Okt. Seine 4. große Kaninchen- und Geflügelschau veranstaltete am Sonntag der hiesige Verein unter sehr starker Beteiligung. Das ausgestellte Zuchtmaterial wurden von den beiden Preisrichtern als sehr gut bezeichnet. Mehrere Geldpreise und Gegenstände waren dem Verein zur Prämiierung gestiftet worden, so von Gießener Fabrikherren und anderen Gönnern der Kleintierzucht, von Landtagsabg. Bürgermeister Leun- Großen-Linden, Kaufmann Stoll-Gießen, 5). Heintz- Gießen, den Brauereien Melchior und Jhring. Vor allem tvar es auch der Gemeinderat, der für die gemeinnützigen Zwecke des Vereins einen Geldbetrag gestiftet hatte. Im Saale der „Deutschen Eiche" fand zugleich Tanzbelustigung statt. Gegen abend trug der Gesnugverein Arion einige Chöre vor, während die Kapelle Nicrolai konzertierte. Die Prämü ierung hatte folgendes Ergebnis: A. Abteilung Geflügel: Klasse I Hühner: Siegerehrenpreis K. Lotz: Ehrenpreise K. Hock und H. Schneider, 2. Preise K. Hock und H. Schneider; zwei 3. Preise K. Lotz; lobende Anerkennung K. Christ und Gg. Dönges. Klasse 2, Dauben: Siegerehrenpreis, Ehrenpreis, 2. und 3. Preise erhielt H. Sck)neider, 1. Preis K. Christ, lobende Anerkennung H. Schneider. B. Ab tei- lung Kaninchen : Klasse 1. Alttiere : Für deutsche Riesenschecken erhielt L. Keil einen Siegerehrenpreis, einen 2., 3. Preis und eine lobende Anerkennung, Ehrenpreis Gg. Dönges, 1. Einil Lennertz, 3. Naumann, lobende Anerkennung auf Blaue Wiener mit 5 Jungen L. Keil. Klasse 2. Jungtiere: Siegerehrenpreis mit Scheckenrammler L. Keil, derselbe 2., einen 3. Preis und eine lobende Anerkennung, Ehrenpreise errangen H. Heintz und H. Schneider, 1. Preise K. Hock und H. Schneider, 3. Viertelshausen und H. Heintz, Zuschlagspreis Emil Lennertz, lobende Anerkennung H. Heintz,K.Christ und K. Hock. Klasse 3. Sch l ach t- ziischt : Ehrenpreis Viertelshausen, 1. Hillgärtner, 3. E Lennertz, lobende Anerkennung Phil. Reuschling. Ochsen. Vollfleiichige, ausgemästete. höchsten Schlachtwertes int Alter von 4—7 Fahren .... Die noch nicht gejoacn haben (itnciejochle) . . Junge, fleischige, nicht ausgewästete und ältere ausgemästete............ Bullen. Voll fleischige, ausgcw., höchsten Schlachtw. . . Pollfleischige, jüngere Färsen, K ü h e. Pollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes...... .... 1 Pollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Wenig gut entwickelte Färsen Sichere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe . Mäßig genährte Kühe und Färsen Kälber. Feinste Mastkälber ...... Mittiere Mast- und beste Saugkälber .... (Geringere Blast- und gute Saugkälber . . . Geringere Saugkälber......... Schafe. Weidewastschase: Mastlämmer und Blasthammel .... 45,50 Schweine. Cafe ttel Inh. Karl Ohm 6427 Burgsraben 9. Täglich ab 7*/s Uhr Konzert der bekannten Kapelle „Molinsky“ ÖS~ Eintritt frei TM Sonntags ab 3‘/3 Uhr er des (fc Sa«61^ SS*' -19 M i :r Amts- )amit I^ stch der iliebüe^ Kemers T der W ' MmWerem Giess«. Am Mittwoch, den 8. Ctt., abends 8'/° Ubr findet im Saale des „Hotel Schütz" ein l0*h0 SffeniBish. Vortrag des Herrn Robert Lenbe aus Gera statt über: HUagenkipankhesten und verhüten wie» sie? Eintritt für Nichtmitglieder 30 Pf., Mitglieder 20 Pf^ Psd. ,8 „ ^«ckorkntaüak „ 5.— 8 „ Jagd-^ianaker „ 6.50 8 „ yoä. Aanaftrr „ 7.50 8 „Krankf. ^anaffer „ 10.— 8 jiaifrrßfätter 13.50 iE. Köller,Bruchsal 27. (Senerab Versammlung des Hngememen Deutsdien .. frauenuereins :: (Gaumontfilm) Glänzend dargestellte Komödie. a7/I0 Antzcrkin ein migciiicinrcichhalt.Prgßttiiim. 01 sprach i™8 Eiltet -»Ä "^tracht"' äS te k°rlch,L°7 stfeier m k?1? bie rrch-r .^der Gemein idÄ? ^eüiderat rbe^^' mü 69, E?’ "ut 58, Will, i'e. Frankfurt a. M., 7. Okt. Heu- nnb Stroh markt. Angesahren waren 5 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 3,00—0,00 Pik, Stroh (Kornlangstroh) 0.00—0.00 Mk., Wirr- stroh 0,00—0,00 Mk. 3llles je 50 Kilo. Geschäft lebhaft. Die Zufuhren waren aus Oberhesscn und aus den Kreisen Dieburg und Hanau. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) ic. Frankfurt a. M., 6. Okt. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Frucht markt p rei ie. Weizen (hiesiger) Mk. 19.50—19.60, Kurhessischer Mk. 19.50—19.60, Wetterauer Alk. 00.00—00.00. Noggen (hiesiger) Mk. 16.50 bis 16.60, Gerste (Wetterauer) Mk. 16.00—17.00, Gerste, Franken, Pfälzer, Nied Mk. 16.5')—17.25, Hafer Mk. 16.50—17.20, Mais Mk. 14.25 bis 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 32.50—32.75, Weizenmehl I Mk. 30.60—30.75, Weizenmehl III Mk. 27.25—27.50, Noggen- mehl 0 Mk. 27.75—28.00, Roggenmehl 0/1 Mk. 26.50—26.75, Roggenmehl I Mk. 00.00-00.00, Weizenkleie Mk. 9.15-9.25, Weizenschalen Mk. 9.35-9^0, Noggenkleie Mk. 11.10-11.25, Malzkeims Mk. 12.00—12.25, Biertreber 12.25—12.50, Raps Mk. 29.00—30.00, Futtergerste Mk. 00,00—00,00. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 6. Okt. (Orig.-Telegr. des „Gie r. Anzeigers^.) Liartoffelmarkt. Man notierte: Kartoffeln in Waggons Mk. 3.50—0.00, im Kleinhandel Mk. 5.00—0.00 für je 100 Kg. Der Mitgiftjäger Drama in 2 Akten. Prachtvolle Aufnahmen sowie vorzügliche Darstellung sichern diesem hervorragenden Film einen großen Erfolg. Eine Vorführung „Llllcgoric des Flugsports" wird Bewunderung Hervorrufen. fÖ- für unser- *$,t f - 'fi-iine" v ,r einet Minen UDI Illitfwodi, den 8. Okt. 1913, nachmittags 4 Uhr, in der Hula der Universität ^ugendversammlung Ansprachen: frau ßelene von Forster, Fräulein Dr. Hgnes Gosche, Frau Emma Enders / •.* Hile jungen ITlädchen sind herzlich eingeladen :: S D,/" Z OesfenMcher^srträg im oberen Saale des Postkellers, Wagengaste Mittwoch abend 8V2 Ubr, Tbema: (Sott i)n5 Weltall unb Die neucslcii AaSgrabirngci! z JlSöKil den WM -- । ■ff'-' w M *5'^ ,ry’ M. /