Erster Blatt 163. Jahrgang GietzenerAnzeigek ML..,*, Bl0« 165.3rg««g Samstag, 7. >i 1913 zintäta^r MM . General-Anzeiger für Gberheßen -WM ,ur"Äe Tagesrmnnner Rotationsdruck unö Verlag öer Brühl'fchen Univ.-Buch- und Stcinöruderei R. Lange. Redaktion. Erpedition und Druckerei: -Hulstrahe 7. ^h;, htt -Stadt und big vorinillaqs 9 Uhr. Geschäftsstelle Büdingen, Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 18 Seiten. Ein Rückblick auf hundert Jahre! Gietzcn, 7. Juni. Dor acht Tagen haben wir in Gießen das Berre iungs- W von 1813 gefeiert; es war ein geräuschloses Fest ohne Fahnen und Gepränge, und die Teilnahme der breiten Volksschichten fehlte. Welches Bild aber erblickte auch der Hessenstamm, wenn er in den ersten Junitagen das Blatt der Geschichte um 100 Jahre umwendcte und Umschau hielt, was damals die Herren der Vorfahren bewegte! Ter Kanonendonner von Bautzen war verhallt, und Napoleons Stern flammte auf; Nordwestdeutschland war wieder in französischem Besitz, alle Rheinbundstaaten drängten sich noch fester an den französischen Kaiser und hofften, in seines Glückes Schiff mit ihm aufwärts zu steigen. Unsere hessischen Soldaten, die nach dem Waffenstillstand von Poischwitz im Lager von Lüben unter französischem Kommando Lagerdienst verrichteten, erhielten Mitte Juni als Belohnung für ihre tapferen Dienste noch Kreuze der Ehrenlegion ! So «offene Anteilnahme auch die lauten Feierklänge in Breslau und anderen preußischen Städten bei uns finden, es ist doch eben nur ein Echo, dem am Sonntag die in ihrem Gepräge akademische Versammlung der Hessenuniversität ihr Ohr geliehen hat. Doch Ijcute, ein festlich gestimmtes Volk im glänzenden Schmuck der Straften, schmetternde Musik und blitzender Waffenschmuck, eine Volkserhebung im Frieden! Und während die rauschenden Feste in der Reichshauptstadt, die vielen Paraden und Trinksprüche, die schon über uns hingezogen sind, uns schon langsam dieses Trci- chens haben müde werden lassen, werden heute doch lebendige -Geister der Vergangenheit unfeTcm Gehör deutlich vernehm- biar. Die Zeugen einer protzen, eisernen Zeit, mit den Zeichen der Tapferkeit geschmückt, weilen heute in unserer Mitte, und ihnen vor allem-gitt unser Gruft! Es umtvittert uns der Geist aus den Entstehungstagen des neuen Reiches, und wie aus Wetter Ferne mischt sich hinein das dumpfe Staunen jener älteren Zett, aus der uns heute zwar keine lebenden Zeugen erscheinen, die uns aber den in Gießen heimischen Truppenteil geboren hat. Zwar vergingen auch nach der denkwürdigen Ordre Lud- wigs I., die das „Gardefüsilier-Htegiment" gründete, noch fünf bange Monate, und wie einst die Bestandteile unseres heutigen Regimentes Nr. 116 in den dunkelsten Zeiten des deutschen Vaterlandes bei Jena gegen deutsche Brüder gekämpft hatten, den fremden Eroberer dann in den Krieg mit Oesterreich an die Donau begleitet und mit ihm auf den Eisfeldern Rußlands gelitten hatten, so war es ihnen auch nicht vergönnt, als Streiter bei der Hauptentscheidung im Befreiungskrieg zur Hilfe der deutschen Sache mitzuwirken. Das hessische leichte Regiment war sowohl auf dem Schlacht- ftlde bei Bautzen als auch bei dem großen Ringen um Leipzig in der Gefolgschaft Napoleons. Aber im November, als der Rheinbund auseinanderbrach, da schlug auch für die tapferen Hessen die Stunde, wo sie ihres deutschen Namens sich wieder bewußt werden durften. Und wenn wir heut den Gründungstag des Gießener Regimentes festlich begehen, so ist es im Grunde keine Hurrastimmung, sondern ein Tag des Dankes dafür, daß es vom 17. Juni 1813 an — von diesem Tage ist die Ordre des Großherzogs Ludwig I. datiert — durch ernste Ereignisse und eine kurze'Zeit der Ungewißheit lichteren Zielen entgegengrng! Die Zeiten, in denen der Hessenfürst seine Landeskinder abwechselnd den Engländern, Oesterreichern und Franzosen zur Kampfeshilfe entsandt hatte, waren endgülttg vorbei. Wir brauchen das Regiment durch die weiteren Ereignisse des Jahrhunderts hier nicht zu begleiten; e?nen eindrucksvollen Ueberblick bietet der Leitaufsatz in unserer heutigen Festbeilage. Wir dürfen aber mit der heutigen Feier auch das festliche Gedenken an die Selbstbestimmung Hessens und seines Fürsten vor hundert Jahren verbinden. Nicht nur Preußen hat seine Zeit der Erniedrigung und Erhebung gehabt. Unser Staat hatte notgedrungen eine Weile auf dem diplomatischen Glücksschiff sein Fortkommen suchen müssen, und zur Ehre Ludwigs I. darf gesagt werden, daß er der letzte deutsche Fürst war, her dem Rheinbund freigetreten ist. Wenn der Kaiser dieser Tage in Geldern die Schattenseiten der „guten alten Zeit" hervorgehvben hat, so dürfen wir das auch für Hessen gelten lassen, wenn anders wir die „gute alte Zeit" wirklich so weit zurück- verlegen und nicht vielmehr daran festhalten wollen, daß sie nach den Befreiungskriegen begann, in jenen Tagen, in denen der Kulturhistoriker die Zeichen der Biedermeierzeit feststellt. Auch heute bleiben uns im H-essenlcmde ja 'noch manche Klagen und kleinstaatliche Lasten aber die große Sttaße nach der deutschen Aufwärtsentwicklung und dem Ziel des Fortschritts ist doch gebahnt, und wenn wir heute dem Klang längst entschwundener Tag? lauschen, so dürfen wir mit unseren Waffenröcken und Gästen aus allen Himmelsstrichen voll frohen Mutes des Tages Lust und Freude genießen und die festliche Versammlung auf dem alten Heldentummelplatz auf dem Trieb froh und herzlich begrüßen! polttitcbc Tagcsfcbcrrr. Churchills neue Ueb:rer ein wichtiger Gewinn für die Brandenburger Münzkunde, daß, nne Prof. Menadier in den Amlliclxm Berichten aus beit Königlichen Kunstsammlungen mitteilt, ein Brandenburger Pfennig mit dem Brustbild und der Umschrift .König Wenzels in den Besitz des Berliner Münzkabinetts gelangt ist. Die Münze, die auf dem Katl^irincn-Kirchlwf in Brandenburg gefunden wurde, besitzt als der erste „redende Brandenburger Pfennig" eines LuxemlniVers besondere Bedeutung. ff. Der unverbesserliche Druckfehler. Mit dem Druckfehlerteufel kämpfen Götter selbst vergebens — das hat der Geograph Brun einnral erfahreir müssen, wie die „Rassegna Naziovale" erzählt. Er schickte in die Druckerei einen gevgra- plusclten Artikel, in dem von einer Hvckffläche die Rede war, die 36 000 Jus; über dem Meeresspiegel läge. Beim ilUrrekttrr lesen verbesserte Brun den Zahlenirrttrm und strich eine Null weg, bei der nächsten .Korrektur aber las er nicht 3600, sondern die Hochebene loar inzwischen auf 3 600 000 Fuß angewachsen Nun war der 6>evgraph ein etwas hitziger Mensch: er schrieb an den Rand 36 000 Fuß! 36 000 000 Bestien! Den Erfolg sah er, als er die fertig ausgedruckte Arbeit vor sich hatte: der Setzer hatte kaltblüttg gedruckt, daß auf der Hochebene, die 36 000 000 Fuß über dem Meeresspiegel läge, 36 000 000 Tierarten lebten! . , T Kurre Nachrichten aus Kunst und Wissen- eldberg -Observatorium. Wie der Physikalttche herein tn Frankfurt bekanntgibt, geht das Observatorium auf dem lleinen F-eldberg seiner Vollendung entgegen Durch reiche Sttsttrngen, besonders durch Frau Baronin von Rein ach, war es möglich, den Bau zu beschleumgen. Aber manches bleibt noch zu tun übrig. Der Verein wendet sich darum wieder- lwlt an seine Freunde und Mitglieder, ihm so nahe vor dem erilrebten Ziel ihre Unterstützung nicht zu versagen — Die •1T c a b e nr t c francaise hat den Großen Preis für den literarisch wertvollsten französischen Roman der letzten zwei Jahre dem Schriftsteller Romain Rvllgnd für den Roman Jean Christophe verliehe«. Landkreis Gießen. Klein-Lindau, 5. Jmri. Im Februar brach der Achüler R. L u h auf dem Eise eines tiefen Steinbruches ein. Der lliälyrige Erst Ludw. Weber braidjtc mit großer Muhe den Versuchenden wieder heraus und rettete ihn jo vor dem Tode des Erttinkenjs. Von der Behörde wurde dem Knaben eine Belohnung zuteil. Bürgermeister Schaum und der Klassenlehrer Übergaben ihm vor versammelter Klaffe ein Sparkassenbuch mit einer Rettungsprämie von 20 Mark. ? La ng- GönZ, 6. Juni. Kaufmann W. Frey gründete hier eine Zigarrenfabrik. Die Fabrik beginnt am 1. Juli ihre Tätigkeit. r. Lvndvrs, 6. Juni Gestern feierten Oberst a. D. Freiherr Röder von Diersburg und seine Gattin, eine geb. Freiin von Rabenau, das 'Fest der silbernen Hochzeit. — Stockhausen b. Mücke, 6. Juni. Lehrer Freund, der seit Oktober 1912 die hiesige Schulstelle verwaltete, ist nach Walldorf versetzt worden. Man sieht Herrn Freund recht ungern scheiden, da er sich in der kurzen Zeit seiner Tätigkeit in unserem Dorfe die allgemeine Achtung erwarb. Kreis Friedberg. h. Ostheim, 6. Juni. Der 66jährige Landwirt Wilh. Dahlheim er, ein KriegSveteran von 1870—71, wurde von seinem eigenen Gefährt, dessen Pferde durchgingen, über- ahren und getötet. Starkenburg und Rheinheffen. — Mainz, 6. Juni. Hier hat das letzte Gewitter in den Morgenstunden zu einem Brande in der Druckerei Josef Scholz gefühtt. Der Blitz hat wahrscheinlich eingeschlagen und im Dachstock, wo große Vorräte und fertige Sachen lagerten, den Brand hervorgerusen. Da die Flammen bei der Schwere der dort lagernden Materialien keine Luft bekamen, so schwelte das Feuer unbemerkt etwa vier bis fünf Stunden lang. Erst als um 4 Uhr morgens die Fensterscheiben mit explosionsartiger Gewalt auf die Stiftstraße ge- schleudett wurden, kam es zu einem Hellen Feuer, das sich rasch ausdehnte; cS konnte aber auf seinen Herd beschränkt werden. Immerhin ist der Schaden durch Feuer und Wasser auf 50000 Mark zu schätzen, der durch Versicherung gedeckt ist. (-) Bingen, 6. Juni. Die Binger Fe st Halle ist fertiggestellt bis auf wenige Kleinigkeiten. Die Ein- tveihung wird am 21. und 22. Juni stattfinden. Der Bau erforderte 600 000 Mk., welcher Betrag durch eine Gesellschaft aufgebracht worden ist. Die Einrichtungen der am Rhein gelegenen Festhalle sind mustergültig. Hessen-Nassau. X Hanau, 5. Juni. .Die Stadtverordneten hatten sich heute mit einer Vorlage zu beschäftigen, zu den Betriebskosten des früher beschlossenen, über eine halbe Million kostenden Umbaues der Zeichenakademie (Fachschule für die Edelmetallindustrie/ noch einen jährlichen Zuschuß von 20 000 bis 25 000 Mark zu leisten. Der Antrag wurde mit 17 gegen 16 Stimmen abgelehnt. 3um Gber-Kordacher Grnbrn-AnglSck. —T. Ober-Rosbach, 6. Juni. Heute morgen tvur- den um 8 Uhr die vier verunglückten Bergleute zur letzten »tuhe gebettet Die Leichen von Blecker und Bach waren in der Leichenhalle aufaebahrt gewesen, Lenz und Storck wurden nacheinander aus den Friedhof geleitet. Nach dem Liede eines Gesangvereins schoß der Kwiegerverein Ku Ehren seines verstorbenen Kameraden Lenz drei Salven über das Grab. Die Grabrede hielt,Pfarrer Lehr, darauf folgten Ansprachen von selten des Direktors, von der Belegschaft, von dem Vertreter der oberen Bergbehörde und den Vertretern der verschiedenen Vereine. Die Beteiligung an der Beerdigung war allgemein und eine größte Trauer gemeinde erwies den vier Opfern die letzte Ehre. Es sei noch besonders erwähnt, daß die Haltung der Gemeinde bei der Beerdigung mustergültig war, daß eine Ruhe auf dem Friedhof und im ganzen Dorfe herrschte, die die volle Anerkennung verdient. Um 9y2 Uhr war der Akt beendet. Ferner berichtet unser h-Korrespondent: Jetzt, nach? dem einer schweren Katastrophe in der Mangan-Erzgrube vier Bergleute zum Opfer gefallen sind, wird von allen Seiten an den trostlosen und jeder neuzeitlichen Technik ho hn sp r e ch en d e n Gruben einrichtungen die schärfste Kritik geübt — leider zu spät. Wie die Bergleute erzählen, können sie nur dann in den Schacht gelangen, wenn sie sich auf den Tonnenrand stellen und mit den Händen am Drahtseil festklammern; das sind Methoden, die das Bergpolizeigesetz streng verbietet. Bei der geringsten Bewegung nrährend der Aus- und Abfahrt läuft der Bergmann Gefahr, an die Schachtversteifungen anzustoßen und sich den Schädel einzustoßen. Ebenso entbehrt die Grube aller Rettun^svorrichtungen. Darum mußte es geschehen, daß man von früh 6 bis 10 Uhr völlig hilflos den Ereignissen gegenüberstand. Erst die Frankfurter Feuerwehr brachte die erste Hilfe! Dlls Ursache des Unglücks geben die Bergleute selbst die Tatsache an, daß die Fäkalieneimer seit geraumer Zeit nicht geteert wurden und daß sich hieraus und durch den Zittritt von Wasser giftige Gase gebildet hätten, die in ihrer Menge den Tod der Leute Ijefbei» führten, Erscheinungen, denen in Senkgruben und Klosettan^ lagen sehr häusig schon Menschenleben zum Opfer fielen. Unwetter. X) Hanau, 5. Juni. Ein Unwetter, das sich hier und in der Umgegend in der vergangenen Nacht entlud, hat l>esonders im nahen Freigericht schweren Schaden angerichtet. In Nieder-Mittlau schlug der Blitz in das Anwesen des Landwirts Heinr. Hellmuth und tötete ein Kalb und zwei Rinder. In Bernbach nnb Altenmittlau schlug der Blitz mehrfach ein, ohne jedoch ?,\i zünden. Besonders schwere Hiobsposten kommen aus dem nahen Spessartgebietc. In Karlstadt setzte wolkenbruchartiger Regen, zeitweise vermischt mit Hagelkörnern, bald sämtliche Straßen unter Wasser, das in tiefer gelegene Keller drang und außerdem m den Gürten und Feldern durch Wegschwemmen des guten Bodens großen Sck>aden anrichtete. Die schienengleiche Bahnüberfahrt auf der Straße nach Würzburg war über- schwemmt und mußten sogar Züge angehalten werden bis die Schlammassen beseitigt waren. Tiefer gelegene Gärten stehem heute noch unter Wasser. Die meisten Telephon - lertungen, sowohl int Orte als auch nach auswärts, waren gestört, bei Himmelstadt sind 2, bei Stadelhofen "6 Telegra- plienstangen vom Witz zersplittert worden. Im 'Gastbause zur Karlblirg in Mühlbach schlug der Blitz in eine Mauer und zertrümmerte diese, sowie das nebenanbefindliche Gor- ?^^an$e Weinberge sind vernichtet, die Pfähle und Stöcke herab- gesthwemmt; namentlich int Rod und Hammelberg hat eS arg gehlnist. Auch im Ofental und Efchental sind Weinberge und Aecker ausgeflößt, die tiefer liegenden Grundstücke mit Kies, stellenweise 1 Meter hoch, über führt. In den Saalecker Weinbergen sind tausende Fuhren Erde abgeschwemmt, viele Garten, auch Wiesen überführt mit Geröll. Der Bleich- rasen war ein trüber See, die Wäsche mit Unrat bedeckend, die Straße beim Schlachthause mit über V» Meter hohem reißenden Wasser unpassierbar, viele Keller bis obenauf mit Wasser gefüllt und Gehöfte und Ställe so bedroht, daß man sie räumen mußte. Viele Schäden richtete das Unwetter auch an Gebäuden an, da nur ganz gute Dächer die Sturzfälle aushietten. Landwirtschaft. Aus der deutschen Landwirtschafts-Ausstellung. Straßburg, 7. Juni. In der Hauptversammlung der Landwirtschaftlichen Gesellschaft wurde nach einer Eröffuungs- und Begrüßlmgsansprache des Präsidenten des Stadthctlters Grasen v. Wedel zunächst der Jahresbericht von 1912 erstattet, der Rechnuuas- abschluß vorgelegt und genehmigt nnb für 1916 Nürnberg und für 1917 Königsberg als Ausstellungsort gewählt. Tie Wahl des Präsibenten für bas nächste Jahr tvirb zurückgestellt, ba es möglich ist, baß bemuächst ein preußischer Prinz an bie Spitze der Verwaltung Hannovers tritt. Außerdem ivnxbe bie Ergänzungswahl zum Präsibenten vorgenommen und zwei Berichte über die Entwicklung und den Stand der Lanbivirlschaft in Elfaß-Lothringen unb Baben erftattet. Die Besucherzahl ber Wauber-Ausstellung hat heute bereits aunähernb 25 000 erreicht. Der Stubieu aus- schuß amerikanischer Farmer in Stärke vou 105 Personen, barunter 15 Damen, traf unter ber Führung bes Sachverstänbigen beim beutschexx Konsulat in Ehicago Kau man ns in Straßburg ein, imb würbe von beux Vorsitzenbeix bes Vorstanbes Ritterschastk- rat von Freger, sowie von ffeineux Stellvertreter Wirklichen Ge- Heimrat Dr. Kiel empfangen. Nach einem Runbgang burch die Ansstellxmg nxit eingehenber Besichtigung folgte ein uefl der D. L. G. angebotenes Frühstück in der Weinkosthalle. Die Nieder-Modauer Eenoffenschastrkrise. bs Darmstadt, 6. Juni. In dem Niedermodauer Prozeß antwortete der Staatsanivalt heute auf die Ausführungen der Verteidiger und beleuchtete diesen und jenen Fall noch einmal von seinem Standpunkte aus. Die Verteidiger erwiderten, sodaß diese Replik den ganzen Sitzunostag in Anspruch nahm, ohne neue Momente hervorzubringen." Die nächste Sitzung soll am Dienstag abgehalten xverden. Tann soll auch der Sachverständig« Regierungsrat Bastian noch einmal gehört werden. Gießener Strafkammer. Gießen,- 6. Jmxr. Unrechtmäßige Amtsausübung. Der Schreiner F. R. in Groß-Karben und seine Ehefrau haben sich wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Ruhestörung, der Ehemann außerdem allein wegen Sachbeschädigung, die Ehefrau allein wegen Freiheitsberaubung zu verantworten. Die An- llagc beruht auf folgendem Vorfall. Der Polizeidiener Z. war von Nachbarn des R. darauf auftnerksam «gemacht worden, daß R., der Alkoholiker ist, wieder einmal mit seiner Frau Streit gehabt habe. Hiervon machte er dem Bürgermeister Mitteilung, ber sich entschloß, in bie Wohnung bes R. zu gehen unb ihm wegen ber immer wirberkchrenben Belästtgilngen ber Nachbarn Vorhalt zu machen. In der Wohnung des R. kam dieser mit Harnwer unb Brecheisen in ber Hand aus seiner Werkstatt ben beiben Beamten entgegen. Wie biese übereinftmtinenb aussagen, war er offenbar im Begrxffe, sich an irgenb eine Arbeit zu. begeben. Gleichwohl faßte ihn ber Polizeidiener, der einen Eingriff befürchtete, sogleich an und forderte auch, als R. sich widersetzte, den Bürgermeister hierzu auf. Als dieser ihm erklärte, er komme jetzt auf die Wache, s^te er ben beiben Beamten, die ihn aus seiner Wohnung fortschaffen woltten, den hefttgsten Widerstand entgegen, wobei er von ferner Frau und feinen Kindern unterstützt wurde. Seine Frau 9? Verlassen der Wohnung unmöglich z>x machen, die Tür verschlossen. Diese würbe aber alsbalb wieber geöffnet unb mit Hilfe mehrerer Männer gelang es, R. burch ben Ort unch dem Haftlokal zu schaffen. Hier verblieb er bis zum Mend und er soll in dieser Zeit die Fensterscheiben zerttiimmert haben. Allein, da ein Beweis für seine Täterschaft nicht erbracht wurde, erkannte das Gericht aus Freisprechung. Das gleiche Schicksal bcrlte die Anklage wegen Widerstaubs und Freiheitsberaubung. Das Gericht nahm an, daß die Festnahme des R. unb unb seine Verbringung nach bem Haftlokal ein unrechtmäßiger Eingriff in be.nen persönliche Freiheit fei, ben er sich nicht gefallen zu lassen brauchte. Weiter verneinte es bas Vorliegen ber Voraussetzungen einer Freiheitsberaubung, da die Türe, bereu Schlüssel nur herum - gedreht war, leicht wieder geöffnet werben konnte. Nur ber Ruhestörung würbe er für schulbig erkannt unb deshalb zu einer Geldstrafe von 3 Mk. verurteilt. Viehsenchever gehen. Die Landwirtin Eheftau K. K. in Illnhausen, die vom Erscheinen in der Hauptverhanblung entbunben ist, hatte mehrere Ferkel aus bem Prcußisclwn gekauft unb in ihr Gehöft, in bent noch anberes Klauenvieh sich befattb, eingestellt. Strafe: 15 Mk., falls uneinbringlich, brei Tage Gefängnis. Räuberischer Ucberfall. Dex- vorbestrafte Spengler L. H. in Gießen und dessen Vetter, der vorbestrafte Scherenschleifer L. H. aus Düsseldorf, hatten xm Januar d. I. den Sjnufiercr H. Sch. von Gelnhausen durch die Austtcht auf gute Gechäfte nach den Häusern am Bergwerk dahxer »cfodt. Nachdem fxe hier gezecht hatten, redeten sie ihm Klmt-Linden zu gehen. Unterwegs int Walde riß p^tzllch der Duiittdorfer H. dem Sch. den Hausiererkastcn tau der Schulter und bedrohte ihn. Der Gießener H. pflanzte sich brextspnrxg vor ihm auf, so daß es ihm den Eindruck machte, als ob es sich um einen verabredeten Plan handele. Er lief fort und holte sich Hilfe. Mit einigen Holzhauern, die in ber PW gearbeitet hatten, eilte er den beiden Angellagten nach, die sich mit dem Haufiererkchten in der Richtung nach Klein-Linden davon gemacht hatten. Sie wurden eingeholt und Säi. gelangte !^bder in den Besitz seines Kastens. Einige Tage später wurde der (Yievener H. mit Hilfe der Holzhauer verhaftet, wobei er '.chwerc Drohungen gegen sic ausftieß. Der Düsseldorfer H. wurde in Gvop-Gerau, wo er eine zum Schleifen angenommene Schere unterschlagen hatte, verhaftet. Er gab dabei dem Beamten eineit Tand>cir Namen an unb ließ sich auch unter diesem falschen Kamen in das befangenen buch eintragen, was ihm eine weitere Annnge w-egen Urkundenfälschung eintrug. Strafe gegen den bicpcncr H.: 7 Monate Gefängnis unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft, gegen den Düsseldorfer H.: 10 Monate Gefangms und 4 Wochen Haft. o Teilweise Urteilsaufhebung. r „ •^cr Landwirt L. D. von Weickartshain und dessen Mutter sollen nach vorausgegangenem Streit gemeinschaftlich den Ehemann ihrer Schwester und Tochter, die sie zur Hilfe gegen ihren ■ JJlann in ihre Wohnung gerufen hatte, verprügelt haben. Das Lchossengcricht hatte Notwehr angenommen und beibc Angeklagte lL79ortrro<£CTL -^Le Strafkammer gelangte zu einem Schuldig I **3 in L. D. und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe °°n nz r t r” Dagegen Ivies sic die Berufung der Staats- anwattschast wegen der Freisprechung der Ditwe D. zurück. Der Mississippi als Kraftquelle. T>c beiben größten Wasserkraftwerke ber Welt, baS nm Niagarafall unb das am Rjukan in Norwegen, werben im nächsten Juli ans ihrer Spitzensiellnng burch die Eröffnung bes Missifsivpi- kraftwcrkes bei Kcokuk, dessen Bau im Jahre 1910 begonnen ivorden m, verdrängt werden. Tiefes neue Kraftwerk, das bie Moines- Stromschnellen bes geivaltigen Stromes in Form elektrischer Kraft *Ein furäjt: tm Schachte Silfttt Snab unb fanden d Hauers vor. Zwei beiden letzteren hnr Magen eines D batten, der mch v Angreifer getütet beiden Verhafteten * Masfene Berlin, 6. Jim Mädllsen ber Berlr ßaiferpaar VoMö 'Wch füch sammel S bic! WM, die ' Inders n‘9 he. ^5Dnod)unbe Aeivii böbl if1,. eine 1 f‘rbm rnt ber N Ät e ? Windigke' •eirrfS‘r,e , si,ler Art oe' "‘mVei Ali»«"' Abschnitte" tes; M- $S55$: rrf unb Stelle m ies Stnubammi .. röii 31% '^tecN' ?/ qilelcr imtet^M 'sckeMelMde xur in 1 Meter über bei vin die Umformer i • Das Kraftwerk t Perioden, und dn kochfpannung von 1 Mn Entfernungen C-röfinunfl des Krafti (eit zu zeigen: wahr .WNg soll er sich vol Hitze ohnmäch Lirbis gebracht to Unter den rnmür hon ber nadUten i Ä7 ben geftrigen '3affenfdhi Turn', wird gemeß die Zollbehörden PV dessen Inhal 'Renten der Grafs J cbenfohiele Bqi mchnten. Es n Aster Befthn ... Ein Rechts ft Piel in !'«MW der Untnsch l Beim Hebe -»tot in der W Ä daS Boot an . M bereits Verla Ebenen Fährle M. WtriJ niÄufXtut Dekan WS A.^Sd-8 .^'ari^ji'Ntzung j, 30^ 000 D.ü6 NKer, barunt N-eil rannte. 5 Wett und lenkte ^.A^iseegraben f w GL LW 5 M benX® Äen. S»" ^"etsl Es siarben an: Zusammen; 1 Bekanntmachung B»/. Jagd - Verpachtung Geißler. Nähr 3382 3748 Grunwalds ttopsgeist. Kl. Perlen. GlaS Mark 3.—. schj. Pelik.-«votb.Kreusvl. Adler- DrogerreQttoEchaa Wiederverkäirfer erh. Rabatt. u fjw^gotba Neue Rader, vr.Qual.v.36^ aufw. Lohse, Kreuzpl.91. €. Pfeiffer. Walltorstr. 71. 2(2) KD 1(1) 2(1) KD KD 1 (1) 2(2) 1 1 (1) 1(1) 2(1) KD KD KD Altersschwäche Lebensschwäche Lungenentzündung Herzleiden Nierenkrankheit Blutkrankheit Zuckerkrankheit Verunglückung LuhnS wä$cht am besten In unser Genossenschaftsregister wurde heute i bezüglich der Spar- und Darlehnskasse Obbornhofen, » eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haft- t sticht eingetragen: Die Auflösung der Genossen- l schäft ist beschlossen. Zu Liquidatoren sind Heinrich I kuppel XI., Hermann Walz, Hermann Ruppel II., sämtlich in Obbornhofen, bestellt. Hungen, den 2. Juni 1913. " Grosiberzoalubcs Amtsacrichk. Amtlicher Wetterbericht. Oessentlicher Wetterdienst, Gießen. „ Wetteranssichten in Hessen für Sonntag, ben 8. Juni 1913: Trub mit Regenfäklev, kühle Westwinde. FleiHchfaeerfutter MUSKUTOR für Geflügel und Kücken, lose und in 5-Kilo-Säckchen, bei ßntlHrtlifr nebst Brut ver- iyu|u nickuct, die Kops , l^ant reinigt, das Wachstum - । her Haare törbert Prof. »r. Wöchentl. lleberstcht derToderfälle t d.Ztadt Gietzen. 22. Woche. Po in 25. bis 31. Mai 1913. Einwohnerzahl: angenommen zu 32 400 (inll. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 16,40 nach Llbzug von 8 Ortsfremden: 3,21 °/06. Sommersprossen — weg! *^851 Leidensgefährtinnen teile ich unentgeltlich mit, auf welche ein- fache Weise ick meine Sommersproffen gänzlich beseitigte. hv'f7B] Krau Elisabeth Ehrlich, Pforzheim 9, Obere Rodstraße 8 vüchertisch. — Oberstleutnant I. Hoppenstedt, Das Heer (Erster Baird des zweibändigen Werkes: Das Volk in Waffen). Mit 156, teils ganzseitigen phvtogr. Aufnahmen. Gelber Verlag Mundt u. Blumtritt in Dachau. 1,90 Mk. Es wird hier ein fast lückenloses Gesamtbild des Heeres in seiner Friedensarbeit wie im kriegsmäßigen Kämpf in photographischer Aufnahmen gezeigt. Mehr Vermischtes. * Ein surchtbares Drama spielte sich, wie ans Lille «meldet wird, am Donnerstag in einem Schachte der Zeche von Fcrfat) ab. Eine Schicht war eben hinabgefahren, als aus dem Sckiaäzte Hilferufe ertönten. Mehrere Bergleute stiegen eiligst hinab und fanden die Leiche des Oberhauers F i n e t und eines Hauers vor. Zwei verwundete Bergleute lagen neben ihnen: die beiden letzteren wurden von Gendarmen verhaftet, da sie nach Aussagen eines Bergmannes den Oberhauer Kinet überfallen butten, der nach verzweifelter Gegenwehr, wobei er einen der Angreifer getötet habe, seinen Verletzungen erlegen sei. Die beiden Verhafteten leugnen die ihnen zur Last gelegte Tat. * Massenerkrankung infolge der Hitze. Aus Berlin, 6. Jirni, wird gemeldet: Ws heute vormittag 3500 Mädllsen der Berliner Gemtzrndeschulen, die am 16. Juni vor dem .Kaiserpaar Volkslieder singen sollen, zu einer Probe im Zirkus Birsch sich sammelten, wurden 34 von ihnen infolge der Hitze ohnmächtig. Sic mußten in einen Nebenraum des Zirkus gebracht werden, wo eine SanitätsstatilM eingerichtet ist. Unter den vereinten Bemühungen der Aerzte und Heilgehilfen non der nächsten Unfallstation erhcüten sich die Mädchen bald. Bei den gestrigen Knabenproben kamen neun Ohnmachtsfälle vor. * W affenschrnuKgel nach Irland. Aus London, G. Juni, wird gemeldet: (Kn Telegramm aus Dublin meldet, xlß 'die Zollbehörden an Bord eines DamsLers in einem Möbel- Handel. — .Berlin, 6. Juni. An die Ausschreibung von efoer Million Karat südwestafrikanischer Diamanten beteiligten sich drei Firmen. Das Höchstgebot wurde von dem Antwerpener Diamanten-Syndikat abgegeben, welches den Kn- schlag erhielt. Jede Haftanstalt braucht eine PstentpiattteaecMne von der Feister Wäschers WSascbinenlabrikBimsdiA Hammer 75008t. im Betriebe. 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Anders als die oben genannten Riesenkraftwerke, die große Wasserfalle ansnutzen, wird das neue Mississippikraftwerk nur ein bev Höhe nach unbedeutendes Stromgeialle von 9,76 Metern zur Verfügung haben, das jedoch durch einen Staudamm etwas erhöbt ist. Die Gewinnung von 300 000 Pferdekräften ist dadurch möglich, daß eine außerordentlich große Waffermenge durch die Turbinen des Kraftwerkes hindurchgeht. An ber Stelle deS Kraftwerkes hat der Fluß eine Breite von 1600 Metern bei einer Durch- fchnittstiefe von 2,14 Meten,. Zu gewöhnlichen Zeiten beträgt die Etromgeschwindigkeit 566 Raummeter in der Sekunde, bei Hoch- wasser schwillt sie dagegen auf 10 500 Raummeter in der Sekunde .an. Der gewaltige Ctarrdamm kann eigentlich mit keinem anderen Werke dieser Art verglichen werden, als mit den, berühmten Nil- dannn bei Assuan. Ter Staudamm besteht nach der „Nature" ans drei Abschnitten: vom linken Uier aus ragt ein gemauerter Teil von 1305 Metern Länge senkrecht zur Stromrichtunq in den , Strom hinaus: ein mittlerer Teil in der Stromrichtnng selbst ge- leaent ein Ban von 524 Metern Länge, enthält das eigentliche Lrastiverk, und der Rest bi? zum rechten Ufer stellt ein gewaltiges g System von Schleusenkammern dar, durch da? der Schiffsverkehr 5 geregelt wird. Die Schleusenanlagen sind größer als die gewaltigen Schleusen des Panamakanals. Durch den Standainn, erhalt das . Kraftwerk ein nutzbares Gefälle von 10 bis 11 Metern. Das aus- ' nestaute Wasser bildet einen 96 Kilometer langen See mit einer Oberfläche von 260 Geviertkilometern. 119 Schützen regeln die Waiserstauung. Der ganze Dmnmban ist zum Teile aus armiertem Beton aufgefnhrt worden; die einzelnen Konstruktionsteile sind an ' Ort und Stelle in großen Metallformen gegossen worden. Der ' Teil des Staudamn,eS, der das Kraftwerk trägt, hat eine Breite .von 37^ Metern; die Fundamente reichen an dieser Stelle bis • 1% Meter unter da? felsige Flußbett hinab. Im ganzen sind 30 ‘ anfrechtstehende Turbinen vorhanden; über dem Turbinensaal, } 13,7 Meter über dem Wafferspiegel, liegt der Maschinensaal, in - dem die Umformer usw. angebracht sind. DaS Kraftwerk erzeugt Dreiphasenstrom von 10 000 Volt mit 25 Perioden, und die Umformer formen diesen Strom auf eine Hochspannung von 110 000 Volt um, wie sie zur Leitung über die großen Entsernungen zweckmäßig ist. Der Staudan,m hat vor der . Eröffnung des Kraftwerkes schon Gelegenheit gehabt, se,ne Festigkeit zu zeigen: während der letzten großen Mississippiübcrschwem- . mung soll er sich vollständig bewährt haben. Kinder Erwachsene: im vom L Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Herren mit trockenem, sprödem, dünnem Haar, das z„ Haarausfall, Juckreiz und teil neigt, sei folgendes bewährte und billige Rezept zur Pflege des Haares empf.: Wöchentlich 1 maliges Waschen des Haares mil Zucker’* fonv binieitemKrttutcr-Sham- poon (Pak. 20 'Bf.), daneben möglichst tägliches kräftiges Einretben des Haarbodens mit Zucker’* Original- Kräuter - IfaarwasHcr i Fl.l.25uL.50),alsdann gründlich. Massieren d.Kovshaut mit Zuckers Spez.-Krttuter- K>aar»äkrfctt'Dose00Pf.I Großartige Wirkung, von Tausenden bestätigt. Echt bei A. Roll, E. Roll, E. Seibel, O. Schaaf, E.Karn, W.Kil binaer, Drogerien und H. Tichv, Parfümerie. [sl17//1 n itnb dessen Vetter, Düsseldorf. kxM ”.®,lnSr5 "Mi«”'* M »»J S, g*# )lt nnd ipur^ t verM' h ftnirb? DÄ^LeM $« SC Visitkarten liefert billigst Brübl'jcheUuiv. Druckerei (Sieffen. * Lakonisch. „Was haben Sie denn gen,acht, daß die Bauern so wütend waren und aus Sie losschlagen wollten?" — Autler (der in eine Gänsehcrde hincingefahren ist): „Gänseklein!" *Der tapfere Ochsenwirt. Wirt: ,^Fa, mvrnc Herrc, i hont anno 70 an meinen Mann g'schtellt und war Tag un Nacht allzeit da z'finde, wo die feindliche Kugeln schtundenlang siele." — Z-remder: „Was Sie sagen! Und wo war'das?" — Wirt: „Hinte int Hof, auf meiner Kegelbahn, wo die g'fangene Fran- zösle allwoil dapfer kegelt hent." Komplette EMnggs- iitiloogeii sowie einzelne Möbelstücke Größte Auswahl Billigste Preise! Gediegene 3311 Verarbeitung A. Grünebaum Slöbeimagazin Bahnhofstraße 35 als 150 Naturaufnahmen, alle lebensvoll, anschaulich, viele tim wundervoll bildmäßiger Wirfting, von einem ersten Kenner des Heeres aus zahllosen Bildern austzewählt, geben cht Gesamtbild des Heeres in voller Tätigkeit. Oberstleutnant Hoovenstedl bai es in ieinem begleitenden Tepr verstanden, ein lebendiges Bild des Heeres zu entwerfen; die Schilderung einer modernen LÄacku schließt das Buch ab. — Friedrich Hebbel: Die Nibelungen. 2 Bände (Band T: „Der gebörnteSiegfried" und „Sicgfrieos Tod", Band 2: „Kriemhilds Ra che^ss. Mit Einleittutgen vvn Pvofeftor Dr Arievr. Ku in in er stnd Zeichnungen von Ludung Berwald. („Hausbücherei" Band 47/48.) Verlag der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stistung in Hamburg-Großborstel. Preis gebunden je 1 Mark. Die stärkste Wirkung trott allen DnrtNen Hebbels war dem letzten, den Nidel,urgen", beschicden. Die gewaltige Dramenreibe der „Nibelungen" ist dazu beftinnnt, über die Jahr hunderte hinaus (ngcnntm des deutsclnn Volkes zu bleiben. Lang sam und stetig gehn nm das Werk immer fester Fuß auf derBuhtie: bei Lecstfpielan und Schülervvrsiellungen gibt man es häufig neben den Liebliugsdranwn des deutschen Volkes, wie Schillers „Tell" und Goethes „Götz". Gs war deshall» ein richtiger Gedanke, zur Treier des hundertsten Geburtstages Friedrich Hebbels eine illustrierte Volksausgabe der „Nibelungen" zu veranstalten. Die Deiltsche Dichter-Gedächtnis-en komme, im unteren Teil des Fasses sicherlich junge Ferkelchen zu finden feien. Das Faß habe einen Doppelboden; und der gleiche Schmuggeltrick sei schon öfter angewandt worden . .. Dann packte fte ihre Reisetasche, schloß die Wirtschaft ab, hängte art die Türe einen Zettel mit der Mitteilung, daß fie jetzt nach dem Süden gereist sei auf unbestimmte Zeit; und reifte wohlgemut ab (irgendwo erwartete sie ihr Begleiter). — Als die Mutter ahnungslos die Grenze passieren wollte, wurde sie seit langer Zeit erstmals wieder cmgehal- ten und ihr Wägelchen wurde durchsucht, und heraus krochen, etwas betäubt, zwei rosige allerliebste junge Ferkelchen. Der Zusammenhang war der Mutter sofort klar: fie wußte, daß dahinter eine Tat treuer Kindesliebe zu suchen hxrr, und beeilte sich, nach Hause zu kommen, nm die Äebestat entsprechend zu lohnen. Der Zettelinhalt an der Ture aber ließ diesen Entschluß ändern und einstweilen einen Strich unter das Liebeskonto machen. Um nicht mehr auf den Ferkelschmuggelwog zu kommen, will die Liebhaberin kleinen unverzollten deutschen Borstenviehs den Stall absbrechon lassen. * Lord AtOeb u r y und die Genie-Offiziere. Der soeben verstorbene (lange unter feinem früheren Titel Sir John Lnbbvck bekannte) Lord ^loeburv hielt im Jahre 1870 seine sogenannte Jungfernrebe" im englischen Parlament. In dieser ersten Rede sprach er ein sehr vernünftiges Wort über die Erziehung der Armee und schlug vor, bat Wert, den man bisher auf die Naturwissenschaften gelegt hatte, nicht zu verringern. Eine Bekanntschaft mit ben alten Sprachen wäre sehr gut, meinte Sir John, aber welchen Nutzen hätte das Geniekorps davon, wenn es einen Vers wie diesen: Das feurige Roß mit stolz erhobenem Schweife Läuft durch die Weide mit fröhlichem Gewieher übersetzen könnte, aber beim Bau von Sandhurst College Backsteine, die verfielen, weil sie aus Alluvialschlamm her gestellt waren, verwendete, und die D-eiche an der Doverkilfte so absallon ließ, daß sie der Bewegung des Gerölles Vorschub leisteten, anstatt sie zu verhindern! Ter Zusatz zu der Armeevorlage w-urve infolgedessen zurückgezogen, und das neue Parlamentsmitgliedr von dem Kmegsminister beglückwünscht. Letzte Nachrichten. «Der Wehrb vitray -anrf Ein kom men. Berlin, 7. Juni. Wie von unterrichteter Seite mit- geteitt wird, stehen selbst solche Einzelstaaten., die sich bisher am ftcirytetr gegen eine Reichsein kommen- und Reichsvermögenssterter gewehrt haben, der geplanten Besteuerung des Einkommens innerhalb des Wehrbeitrags nicht mehr so unfreundlich gegenüber. Wenn die Grenze nicht gar so irrebrrö angesetzt würde, toirrbe sich zweifellos eine Mehrheit im Bundesrat finden, die diesen Abänderungen der 'Regierungsvorlage znstimmen würde. Ein elfjähriger Werder. Parrs, 7. Juni. Jn iAbbeville (Departement Somnve) wurde ein lljähriger Schüler namens Perical verhaftet, der einen 6jährig«e-n Schnkkameraden während eines Streites ins Wasser geworfen und chn durch Stockschlage verhinderte, sich ans User zu retten. Die.Gehaltserhöhungen für die französischen Offiziere. Paris; 7. Juni. Wie die „Franye militaire" mitteitt, erhalten monatlich die Divisionsgenerale 100 Franken mehr, die Brigadegenerale 210, die Obersten 276, die Oberstleutnants 235, die Majore 208, die Hauptleute 188, die Leutnants 110 und die Unterleutnants 72 Franken. Ein französischer Drrmpfer vvn chinesischen Piraten üderfaklen. ' Paris, 7. Juni. Nach einer MeLarng des hiessen „New Port Herald" aus Hongkong wuroe der französische Dampfer „Robert Lebaudy", der den Dienst zwischen Kanton und Wouschau versieht, bei Jungki von Piraten angegriffen, die einen chinesischen Reisenden töteten und fünf chinesische Reiserrde und einen Maschinisten verwundeten. Die Piraten raubten u. a. Bargeld im Betrage von etwa 50000 Mk. mcr. Gießen,- 6. Ami Ausübung. und seine EhesM fatc croalt und Mfc: hbeickädiMg, die A- :erantraortcn, litfr r Pllizeidiencr Z. rt Macht worden, W, ner Frau Streit [ter Mitteilung, de fe M und ihm NW v • Nachbarn dieser mit hami rr? atl den beiden fterr ifagen, mir er • mkojthalle. m ” ^icbennobauet W bic Autziührmigei! de n Fall noch einmal «■ ernnberien, sodax dich nahm, ohne nr_! ltzung soll am 2ien^ der Sachverstände werben. Falten im Gesicht aufgesprungene, fleckige Haut werden vermieden u. sammet- weicher rosiger Teint verjüngt Sie oeim Gebrauch von Cbermcher’d Medi ',iual Herba-Seife in Verbindung mit Herba-Ereme. Herba-Scite h Stck. 50 Pf., 30% verstärktes Präparat Mk. 1.—. Zur Nachbeband lung Herba-Creme ü Tube 75 Pf., Glasdose Mk. 1.50. ?>u haben in allen Apotheken, Drogerien und Parfümerien. Ihv4/, Prima Sveiiekartoffeln emvneblt zu bill. Tagespreis. Heinr. Trechsler, Steinstr. 48. 3517 Tel. 581. Summa: 10 (8) 9 (8) 1 — „ F u m.': Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, tote viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 1CA W ooq] Hundertjahr-Feier des infanterie-Regts. KaiserWilhelm (2. Großh.Hess.)Nr,116 TriihMMo w Parade 1. Platz 5 Hk. 2. Platz 3 Mk. zu haben bei c7/6 Herrn Emil Otto, Juwelier Bahnhofstrasse 49 Bahnhofstrasse 49 Voranzeige. Ab Donnerstag Vorführung der kinemato- graphischen Aufnahmen der Hundertjahr-Feier des Infanterie-Regiments. (Alleiniges Aufnahmerecht der B. K. L.) f • 7 „-y - . v. ’ . , . . • Bakof^Kammer-Lichfspiele äTP.Selfers’.ve^. , — I., II. und III Teil — Die letzten Vorführungen der Königin Luise finden statt: Samstag, Sonntag und Montag gegen 4 Uhr I. Teil, gegen 6 Uhr II. Teil gegen 8 Uhr III Teil. [a7/6 Ausserdem noch das glänzende Fest-Programm Glänzendes Fest - Programm vom 7. bis 9. Juni Spieldauer ca. 2’4 Stunden! Wie die Blätter... Drama in 2 Akten Hauptdarsteller: Dir. Theodore Burgarth und Fräul. Savine Impekrom Hervorragende Inszenierung. Glänzendes Spiel — Packende Bilder. - Oes* Hast Komödie in erstklassiger Darstellung Willys gutes Herz Glänzende Humoreske. Der Rhein Prachtvolle Naturaufnahmen. Als Einlage auf vielseitigen Wunsch die grandiosen Film-Schauspiele zestwirtschastS.Spnck Grefzrn, Nord-Anlage 38 13730 Uebernehmer -er großen Festhalle, sow.-er bayerisch. Vierhalle I Große Festhalle I Ausschank der vorzüglichen Hellen Viere aus der Vrauerei A. & w. venninghosf u. Union- Brauerei Gießen Mittagsrisch von 12-2'/, Uhr Kleine u. große Speisenkarte vayerische vierhalle Ausschank des echten Münch. Vürgerdräus, Generalvertret. F). Schmoll. Gießen Grig. solide Vamendedienung Spezialität: Münchener Würstel -vraterei Am Montag, den 9. Juni, ab 9 Uhr morgens: warmes frühstück. Kaltes Büfett. — Reelle Preise. Neuestes aus aller Welt. a7/s Sowie das übrige grossartige Fest-Programm! i Fest-Programm für die Hundertjahr-Feier desBnfanterie-Regtß»NrJ86 Schatten der lacht Sensationelles Tetektivdrama in drei Akten' Dieser Film übertrifft wirklich alles, was bisher an groken Sensationen erschienen ist. Eine hals- brecherische Landung aus dem Stollwerk tParse- oal)-Ballon an einem 50m langen Seil auf Bord eines auf hoher See befindlichen Schiffes. Als Einlage spielen wir: Happy Raupach Drama aus dem Künttlerlcben in zwei Akten. Leo will dünner werden Komödie. Flüsse und Wasserfälle in der Normandie Herrliche Naturaufnahme. Die Liebe eines Blumenmädchens Drama. Oie Wochenschau Biograph-r 3 ■ r Jagdschlösschen Dutenhofen Tel. 423. Beliebter Ausflugsort. Gartenwirtsck. Terrasse, grober Saal, schöne Kollegzimmer. Neu! Kegelbahn. Neu! Inh. Gg. 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Stiftungsfestes verbunden mit großem nationalen Gesangs-Wettstreit. Fest- Programm; Samstag, den 14. Juni. AbendslS Ubr: Lamvionszug sämtlicher hiesiger Vereine durch den Ort nad) dem Jestplatz. Hier sei bst Begrüßung, Ueber- reichung von Ehrendivlomen, Konzert, Liedcrvorträge der hiesig. Gesangvereine. Sonntag, den 15. Juni. Morgens 6 Ubr: Weckruf. Von 8 Ubr ab: Empsang d. wettstreitenden Frauen u. Jungfrauen gestifteten Fahucn- schleife und Liedervorträge der Gastvcr- eine, Volksbelustigung und Tanz. * Abends 61/? Ubr: Preisoerteilung. Bei cintretenbcr Dunkelheit Pyramiden-Aus- stellung mit Feuerwerk, ausgesührl vom Turnverein. Montag, den 16. Juni. Von 10 Ubr ab: Frühschoppen aus dem Festplatz. Mittags l’/s Ubr: Festzug durch den Ort nach dem Festplatz. Hierauf großes Volksfest, Gesangsvorträge und Tanz, sowie Reigenfabren des Radfahrer - Vereins „Edelweitz". Der Fett-Ausschuß. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Auf dem Juxplatz Karussell, Schießbude rc. — Der Festplatz tst mit elel frischem Licht beleuchtet. [3738 Vereine. Punkt 91/- Ubr: Beginn des Wettsingens im Saale „Zur Germania". Von 12—1 Ubr: Empfang der Gastvereine. Punkt 2 Ubr: Aufstellung des Festzuges aus dem Anger. Umzug durch den Ort nach dem Festplatz. Nack) Eintreffen des Festzuges auf dem Festvlatz Begrüßung und Festrede. Ueberreichung der von D»% 448) des Streichorchesters „Toska £) Seltersweg 52. A3 Uhr vor- B7/« Vereine Ringfreie Tapeten - Industrie C. Kupsch, Frankfurt a. A., Altegasse 1 Griskrankenkaße Sietzen Ordentliche General - Versammlung Mittwoch, den 11. Juni 1913, abends 8% Uhr, Dienstag, den 17. Juni l. Js., vorm. 10 bei dem Unterzeichneten einzureichen. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt behalten. Zuschlagsfrist: 3 Wochen. Gießen, den 5. Juni 1913. Der Großherzogliche Kreisbauinspektor. He ch l er. Arbeitsvergebung. Die Herstellung eines Widerlagers nebst Flügelmauern für eine später zu erbauende Brücke über die Wieselt in Grosten-Buseck soll öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten (Negierungsgebäude, Landgraf-Philipp-Platz 3, Zimmer Nr. 22) zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum Zenime werden repariert, sow. neu überzöge« schnell und billig. im Postkeller. Tages-Ordnung 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Bericht der Prüfungskommission. 3. Satzungsberatung. Anfang 7'/° Uhr. Sonntags 3'/, Uhr. Eintritt frei! 4. Stellungnahme zur Generalversammlung des Haupt- verbandeS deutscher Ortskrankenkassen. 5. Desgl. zur Generalversammlung des heff. Kranken- kassen-Berbandes. Der Borstand. Cafe Ebel Kar?Obm Aeltestes Speisehans am Platze. Täglich großes Künstler-Konzert befinde ich mich mit Karussell, Schaukel, Schießbude usw^ aus dem Schützcnvlatz. 046811 F. Walldorf.^ „ 50— 75 „ > =J „ 80 250 ,, J gq Moderne, niedere Fora äuß. bequemes Trag.. £/) la. Qual., alle Weit. Pf. "" a”/s UatamSBi. Schotte Weinstube 3570 Tägli ch fr Ische Erdbeer-Bo wie Hausbesitzern 25% Rabatt auf Tapeten! Verlangen Sie freo. gegen freo.: (ss!/i Katalog A 1 mit Tapeten von 12— 48 Pfg. 15 Klivppk mit V™ SÄSS llUfUi 10 11111 111 lllll dnickerei, Gießen, Schulstr. 7. israelitischer Bali. Zu dem am Mittwoch- den 11. Funi 191.3 tit Nidda im Gambrinus statt» findend, israel. Pftnaftball lad. höfl. ein Tas Komitee- Besondere Einladungen ergehen nicht. Nachmitt, öott 4 Uhr ab Konzert. 3441. Tanz-Musik „Znm Pfau“, JVenstadi. Sonntag, den 8. Fnni. 04657 W. Schcrmuiv^ $cttraiice= Stettin.? Zusammen- fünft d. Kameraden Sonntag,den8.^uni 1913, vormittags um 8 Ubr, im Kreisamtshofe zur Teilnahme am gemeinsamen {Veit» gottesdienst. Der Vorstand. SöDölknt-'Strcin Giehen. i- Antreten zur Parade Aufstellung Sonntag vormittag 91/., Ubr an der Gutenbergttr. . Dunkler Anzug und dunkler Hut. Abzeichen usw. anlcgen Ur. M Llsch^ Ali Tie Ml^lstt h M»“CI M Budg^ heutigen ÄtzE S2enen s - Ä«, 2er Bn-chte SSärtcn lubren, D beitrag WW berauskommem darüber zu rage untere W Beratung des W einkoinmenbcil^ mb dabei auch öi Ein ttflen ' .^teur fi Ulh>; S.W Mte Ä besuch, 'i1 uw? die in-f i^M^en in t>Jbet bj„ £ 3eit । v°htnier