Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. jen SM sw Rege" 10 N + L 111 V- 4. gioDtin*,tt * 15'c> 2 ! 2 1 2 . s 0 s li — Münchener Theaterbrief: „Gertrud" von Paul Äpcl. Aus Manchen, 4. Nov., wird uns geschrieben: „Gertrud", Tragödie des Herzens, drei Akte von Paul Apel, batte bei der heutigen Uraufführung im Münchener Schauspielhaus einen starken literarischen Erfolg, der nach dem Schlußakte in wiederholtem und lebhaftem .Hervorruf des Verfassers und der Hauptdarsteller zum Ausdruck kam. Einige schnell unterdrückte Zischlaute Unzufriedener können der ehrenvollen Aufnahme des Werkes keinerlei Abbruch tun. Ein Teil der Zuhörer vermochte dem Dichter offenbar nicht in die Tiefen seines psychologischen Denkens zu folgen, was sich besonders im zwecken Akte durch fröhliches Belachen von Stellen, unter deren äußerem Humor eine tiefe Tragik d?S menschlichen Seelenlebens schlummert, nur allzu deutlich bemerkbar machte. Tas Drama wird nicht von dem großen äußeren Erfolg begleitet sein, den desselben Bertaners „Sonnenstößers .Höllenfahrt" hatte, aber cs wird den Namen Apels Tageskalendcr aus dem Jahre 1813. 6. November. Vertrag von Fulda, durch den dem König Fr i e d r i ch I. von Württemberg von den Verbündeten sein Länderbesitz und seine Unabhängigkeit garantiert wird. i Wqc- oMchrnden Preßen. Man soxte schon zu 25-30M. t0 M., bester 40-50 Ml. führte, hatten die Reisenden nickt so sehr unter Raubtieren zu leiden, — obwohl einer der Forscher davon erwachte, daß ihm ein Jaguar die Pranken auf die Brust setzte — sondern hauptsächlich unter den Insekten. „Es ist kaum möglich," erzählt Landor, „die Qualen zu beschreiben, die ich bei astronomischen Beobachtungen zu erleiden hatte. Wenn beide Hände beschäftigt sind, indem die eine ben Sertanten hält, die andere den Nonius einstellt, ziehen hunderte von Moskitos aus dieser Hülslosigkeit Vorteil und setzen sich aut Nase, Ohren, Hals, Augenlider und Stint und stechen, )o sehr sie nur können." Tie schlimmste Plage des Landes aber ist die Sauba Anreise, ein räuberisches, kräftiges Insekt von 2^ Zentimeter Länge mit giftbewehrten Kiefern, das in vielen Millionen Eremplaren anzutrefsen ist. „Wenn einem Tausende dieser Tiere an den Beinen in die Höhe kriechen und sich von den Zweigm die förmlich von ihnen wimmeln, aus,einen hcruntenallen lauen und nun mit ihrer ganzen Kraft beißen, dann merkt man erst-, was für ein Narr man war, daß man sein behagliches Haus in England verlassen hak." Schlimme Dinge berichtet Landor über die Sklaverei im inneren Brasiliens. Während früher nur Neger SHanen waren, sind jetzt in Brasilien Schwarze, Mischlinge von ^ckstvarzen und Weißen, ja selbst Europäer als Sklaven tätig, und Landor hat sogar einen gebildeten Deutschen kennen gelernt, der im Gummilande fn Sklaverei schmachtete, weil er eine Schuld ccn 300 Pfund nicht hatte bezahlen können! Deutsches Beid?» Der Kaiser nahm am Mittwoch vormittag die Skizzen vom Berliner O p e r n h a u 5 n e u b a u entgegen, wobei der Geheime Bau- rat Hofsmann und andere anwesend waren. Später empfing der Kaiser in Anwesenheit des Kultusministers den Bischof von Münster, Johannes Poggenburg, der dann zur Fruh- stückstafel gezogen wurde. £ M W -ü o-o «t * reickss Bayern uns als dem nächst Berufenen und nach dem Rechte der Erstgeburt und der agnatisch-linearischen Erbfolge angefalleu. Wir haben daher als König die Regierung des Landes angetreten und von uns nach Gottes Gnade zu- kommenden königlichen Rechten vollen Besitz ergriffen. Ten in der Verfassungsurkunde besti m m t e n Eid wollen ivit in Gegenwart der Staatsminister, der Mitglieder des Staatsrates und der Abordnungen der beiden Kämmern des Landtages alsbald leisten. Von dem verfassungsmäßigen Reckt, die während der Reichsverwesung vollzogenen Besetzungen erledigter Aemter zu widerrufen, mneben wir keinen Gebrauch. Vielmehr verleihen wir allen Ernennungen von Beamten während der Regentschaft hiermit unsere Königliche Bestätigung. Wir verordnen, daß samt' I licke Stellen und Behörden im Königreiche die amtlichen Beschlüsse von nun an mit unserm Königlicl>en Namen auSferttgen und halten uns gern versichert, daß unsere Beamten getreulich wie bisher ihre Aufgaben wahrnehmen werden. Unserm Heere entbieten wir unfern Königlichen Gruß in der festen Ucbcrjengung, daß es in unerschütterlicher Treue und erprobter -tapfer» feit zu seinem Obersten Kriegslierrn stehen wird. Don allen Angehörigen unserer Erbländer vertrauen wir, daß sie uns ui unwandelbarer Treue anhängen und alle Pflichten gegen uns als ihren' rechtmäßig angestammten Landesherrn und t> v n v> o 11 gesetzten König erfüllen, wogegen wir sie unsrer huldvollen Gesinnung versichern. Tas bayerische Volk hat von teher Ieinem Königshaüse, das mit ihm durch ein geheiligtes ^rnwerlwltms verbunden ist, hingehende Anhänglichkeit bewiesen. Wir erblicken darin eine sichere Gewähr, daß d i e L i e b e d e s B o l k c s , die wir als ein kostbares Kleinod von un,cm Vorfahren übernommen haben, unser Wirken begleiten wird, das aus das Wohl des lieben Vaterlandes, auf sein Blühen und Gedeihen gerichtet ist. Im gläubigen Ausblick zu Gott, dessen gnädige Hand Bayern bisher geführt hat, erflehen wir des Allmächtigen Segen und Bei- ’lin%ie Proklamation trägt außer der Unterschrift des Königs auch die des gesamten Staatsministeriums. Aus Anlaß der Thronbesteigung hat König Ludwig III- einen umfassenden Straferlaß sowohl für Zivil- und Militarpersonen o Das Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Bayern enthält eine kgl. Entschließung vom 5. November 1913, welche lautet: Wir tun kund und zu wissen, daß durch unsere Erklärung von heute, wodurch wir die Regentschaft be-. endet und die Regierung als König angetreten haben, der : Titel und die Ehrenrechte Seiner Majestät des Königs Otto : nicht berührt sind. , , . m ..... In der Kammer der Abgeordneten verlas der Präsident v. Ortererdie Proklamation König Ludwigs III., brachte ' ein Hoch auf ihn aus und schloß die Sitzung. Auf dem Ständehaus wurde die bayerische Flagge aufgezogen. Ueberfall auf den Straßen wurde die Proklamation i Königs Ludwig III. angeschlagen, um die sich zahlreiche i Gruppen drängten. Der Huldigungsakt im Throniaal der ' Residenz findet am Mittwoch den 12. November statt. $iinelSkÄäilte,t lvirtA- achte oufttrt£j” KKS- ide an Durchs dunkelste Südamerika. Konry S a ö a g c - L a n d o r , der bei uns hauptsächlich durch seine vielbesprochenen ttbrttschen Reisewerke bekannt geworden ist, läßt soeben in englischer «Spradje die Ergebnisse ferner südamerika- nifcfyen Entdeckungsfahrt unter dem Titel „Durch das unbekannte Südamerika" erscheinen. In diesem aufschlußreichen Werke schildert er das Innere von Südamerika — das heute mehr als Afrika den Namen des „dunklen Erdteiles" verdient, als außerordentlich reiches Land, das vielleicht einmal zur Fleischkarnmer der ganzen Erde werden kann. Vorläufig allerdings ist es, nach Landors Beobachtungen davon sehr weit entfernt, denn die Bewohner Bra- filiert* des Landes, das hauptsächlich erforscht wurde, innen den Reichtum nicht auszunutzeu: es ist ein schlaffes, beinahe verköm- ineneS Volk ja keiner der weißen Bewohner war dazu zu bewegen, Landor auf seiner Forschungsreise. zu begleiten und so hat der Engländer denn die Turchguernng m Gesellschaft von fünf Misch- linaen und einem Reger ausgesührt, die seinem eigenen Gestand- uine nack bessere Verbrecher, abergläubisch und unzuverlasstg un höchsten Grade waren. Die Durchquerung deS Landes begann in Araguary, „einem her scknnndigften, häßlichsten Flecke der ganzen Erde". Doti da qing es zuiiächst 500 Kilometer landeinwärts nach Goyaz. .Dieser Sftc Teil der Reise war der interessanteste überbauet. BesondrnS fiine Erfahrungen mit den Einwohnern Brasiliens sind hockst merkwürdig Jung wie alt macht nämlich emeu „seltsam^ ver- r nWnuktcn Eindruck. Was für fchmale Hühnerbrüste! EsiL-° B-ino und w°s sür r„rSe Stane!" Dur» ^ttwäbrendes Jneinanderheiraten der Familien und der D-r- JZ n mit Negern sind diese Leute vollkommen hernntergekom- ünd . Salbibiotcn", di- für nichts Snterene h-b-n, toeber Kft rod) fß >«nlafic baben, dcm fdjlunmften Stoerg auben 6ul= jtimn iiuu, 4- j . < vor fremden derartig furchten, to Ä 3ä6ro bclwiffnct mit R-v°ld-r. G-W-Hr unb Twlck gerüstet einhergehen. Fast alle sind übrigens Mit einem ISS?« «sä bäben Selbst in der Nähe der größeren Städte soll das mifcht Viwew i bcr hinter dem der kulturarmsten mn Mittelafrika oder Zentralasien weck zurücksteht. M dem Teil der. Reise, der durch fast unbewohnte Gegenden tebofet u. v ‘JjM? S? »bn ^truf)runq auh p äcibcnbf £ Ülltöc on bet >0(t) gebohrf v. <6nb schüft ' durch da; ^Uun'öqli(h ^^is" 500 toS zu ^ncn, Dd) ein 'M* ***$&& IC Braut .mst ° »n fi, rS'Ä ^ubtr m vstmenz «Her von 78 3akcn ß^n in einigen ,un2c D°°rc ließen U uvch „ne" bof alte-, ooegen nennt bic Llatiflik s uoch im Mer von 7ä L,rr Itoufigflc Tcheiduno?- Wrc Beleidigung", und 1 winden wegen Untreue ckj cdvibungcn, nämlich i bcr Ehemann. ?ic der „7ckwhonovhobte" mit unendliche ilieihe von bet, niemand die Taskin? >äßig mit dem sstrnfvtechct rtbeit, der micklich zur Briet medizinischen ZeWri'.' in, eine sonst durchaus gt cl des istrnfprechers frönt, zum Erstarren bringt und nit ihr telephoniert. Nenn ist, und sie den sstmsptechei sie nur den Hörer abhebt, ickks in her Echläfengqntd, e Stimme ist dann völlig nstande zu sptechen.", Tm ungen, dieser Krankheit am inc Peilung hcrbeizufühmi. bie an dieser rckedhonangu y io fertig fntb, bei bentn unairffinbfejr HL sondern gu iiufen ifl?! L . Die jetzt veröffenMen idilanb im Iahte ^l'aniMckchaftlMmetnoch «ui 15776 Hektar mrdac et. das sind beinahe 2o Ä>tr Durch'chnittsMis von o.ck- S&sS Mk. vom auf , -* 11 l A»ntn, tbM > Hektar auf pell^' D. —• stützung von feiten der interessierten europäischen Mächte hat der Diktator natürlich nicht zu rechnen, denn diese — Teutschland, England und Frankreich — haben nad) der . Versicherung aus Washington bereits ihre Neutralität in dem Streit zwischen der Union und Mexiko erklärt. Liber so kritisck) die Lage auch erscheint, ist man dock) immer nock; zu der.Hoffnung berechtigt, daß die Besorgnis Huertas vor einer amerikanischen Unterstützung der Rebellion auf der einen Seite und die Scheu der Hankees vor einem langwierigen, keineswegs ungefährlichen Kriege auf der anderen Seite noch in zwölfter Stunde die Möglichkeit zu einem Ausgleick) bieten werden, der schon angesichts der bedeuten- j den wirtschaftlicl>en Interessen Europas und vor allem aud) Deutschlands in Mexiko mit lebhafter Befriedigung zu begrüßen wäre. Si! Zwiichenf"!! an 6rr deilych-sranzösischkn Grenze. Nancy, 5. Nov. «Meldung der Agence Havas.i Neunzig Soldaten des I n fa u t e r i e-Ne g i rn e n ts Nr. 130 zu M e tz, von einem Leutnant uns einem Feldwebel geführt, übe r> schritten heute früh 7.30 Uhr aus Versehen die Gren z e bei Arnaville und marschierten bis zur Zollstatiou. Ms sie von einem Brigadier unterrichtet wurden, daß sie aus franzö- s i s ch c m Gebiet seien, marschierten sie wieder auf deutscl>eu Boden zurück. Hierzu erfährt das Wolff-Bureau von zuständiger Stelle: Es handelt sich lediglich um einen Zug Reser v i st c u , die hier vollkommen fremd sind und von einem jungen Onizier geführt wurden, der ebenso hier völlig fremd war. Tie Leute hatten heute früh in der Dunkelheit bei Noveant das Grenz- zeichen übersehen und waren eine kurze Strecke auf französisches Gebiet gelangt. Sobald sie jedoch bemerkten, daß sie sich auf jran- zösifchem Boden befanbeu, maditen^fic sogleich kehrt und gingen sofort auf deutsches Gebiet zurück. Sie sind nur einige hundert Meter auf französischen Boden gelangt. Jmmerl-in ist der Vorfall bedauerlich.. Bei bcr Empgrnd- lichkeit der Franzosen in solchen Dingen muß die größte Sorgfalt angewendet werden, damit solchen Versehinigen, die unter Umständen recht schädliche Folgen haben, vermieden lucrben. Ein Ultimatum — kein Ultimatum. 2lls der Mtreichskanzler Fürst Bismarck einmal von klner Dame um Aufklärung darüber gebeten würbe, was dftchtintervention sei, erwiderte er: Nid)tintervention ist ein diplomatischer terminus technicus, der ungefähr so viel bedeutet wie Intervention! Auf die Taktik oer Bereinigten Staaten von Amerika gegenüber der mexikanischen Republik int allgemeinen und dem nock) immer provisorischen Präsidenten .Huerta wird man ungefähr dieselbe Desinitton anwenden tonnen. Ob Präsident Wilson und sein Sancho Pansa Bryan wirklich so unsdzuldig an der Sensationsmeldung von dem angeblich nach Mexiko gesandten Ultimatum waren, wie sie jetzt behaupten, wird nicht so leicht festzustellen sein. Immerhin ist die Sprache Wilsons und Bryans aud) nach der neuesten aus Washington übermittelten „authentischen Interpretation" eine recht kräftige gewesen, und die Note, die er danach 5>crrn 5)uerta überreicht hat, muß jedenfalls als die Ouvertüre zu einem intim ahmt angesehen werden. Tenn wenn auch eine Meldung aus Mexiko versichert, daß die Washingtoner Regierung Huerta keine genaue Formulierung iyrer Wünsck)e unterbreitet habe, so wird doch erklärt, daß die Einsetzung einer provisorischen Regierun g, also der Rücktritt Hiuertas, zur Bedingung gemacht werde. Nach einer Meldung aus Washington wird die Negierung der Union, wenn Huerta nicht unverzüglich zurücktrete und sidz i)a»ad) der Leitung der Gesck)äfte und der Bildung einer neuen Regierung enthalte, ein entspred>endes Ultimatum stellen. Diese sehr kriegerische Tonart wird allerdings durd) die weitere Meldung aus Washington etwas herabgcstimmt, wonach Präsident Wilson bei einer Ablehnung dieses in Aussicht genommenen Ultimatums an den Kongreß das ^Ersuchen richten würde, ihn zur Ergreifung strengerer Maßnahmen zu ermächtigen. Man sieht, es wird nock) nicht sobald scharf geschossen werden, und es ist auch noch keineswegs durchaus sicher, äb der Kongreß sich ohne weiteres für das sd)neidige Bor- gehen der beiden „Friedensapostel" Wilson und Bryan begeistern wird. Ist dock) in der Union, wenn man von dem RlÄefellerschen Petroleumtrust und seinem Anhang absieht, der die reichen Petroleumquellen Mexikos in sein Monopol einbeziehen möchte, recht wenig Stimmung für die etwaige Einverleibung eines Landes vorhanden, von dessen nicht ganz 14 Millionen Einwohnern mehr als ein Drittel Farbige und nahezu die Hälfte Misdftinge sind, so daß kaum ein Fünftel sogenannte Weiße bleiben. Braucht man keineswegs alles ernst zu nehmen, was aus Washington, New York und Mexiko nack) Europa gekabelt wird, so ist dock; die Lage dadurck) sehr kritisch geworden, daß Präsident Wilson nad) seinen großen Worten kaum noch zurück kann, es sei denn, daß ihm Huerta, der fick) aber bisher als schlecht beraten erwies, noch in lchtcr Stunde eine goldene Brücke baut. Im anderen Fall hätte die Union schon durch eine Aufliebung des Verbots der Waffeneinfuhr nack) Mexiko und durch die Anerkennung der Aufständisd)en als kriegführende Macht eine wirksame Waffe gegen Huerta in der .Hand. Auf irgendwelche Unter- Der König von Belgien zu besuch beim Kaiser. Neues Palais bei Potsdam, 5. Nov. Der Königder Belgier ist heute nackMittag ß Uhr zum Besuch des Kaiserpaares auf der Station Mldpark eingetroffen. In seinem Gefolge beftnden sich Oberstleuttiant und Flügeladjutant Graf Jon- ghe und der Kommandant des Oberstallmeisterdepartements du Roy de Clieguy. Der Kaiser empfing .den .König an der Station und geleitete ihn int Automobil zum Neuen Palais, wo der König in den Roten Kamwern Wlohirung nahm. Alsbald nach der Ankunft nahmen der Kaiser und der König den Tee bei bCr Äckeuds 8 Uhr fand im Appollosaale Tafel bei den Majestäten im kleineren Kreise statt. Die .Kaiserin saß zwischen dem König der Belgier und dem Reichskanzler, gegenüber der Kaiser zwisckMi dem belgischen Gesandten Baron Bcyeus lind dem Flügel- adjntanten Graf Jionghe. Geladen war aud) der belgische Mili- tärattachee, Major be Melotte.______________ Die Proklamation der neuen Königs von Bayern. Münche n, 5. November Die Proklamation des neuen Königs hat solgenden Wortlaut: Bayerns Herrscherhaus und Volk empfinden seit mehr als 27 Jahren die tiefe Betrübnis, daß Se. Majestät König Otto durch schwere Kraulheit an der Regierung behindert sind. Die Art des Leidens, von dem unser vielgeliebter Herr Vetter seit vielen Jahrzehnten befallen ist, schließt jede Möglichkeit einer Besserung aus. Die ernste ©?rge um das Wohl des Landes hat uns zu dem Eutsdstusfe bestimmt, auf Grund der Verfassung die Regentschaft für beendet und den Thron für erledigt zu erklären. Hiermit ist die Thronfolge eröffnet und die Krone des .Künig- 2luslatt&. Die Auswanderungsagitation in Oesterreich-Ungarn. Wie eine Korrespondenz aus Krakau meldet, ist der ehemalige Reichstagsabgeordnete Szponder wegen Bci- als ben eines Dichters und eines feinen Kenners der Psyche über* kultivierter Gegenwartsmenschen befestigen. Die Darstellung sand sich verhältnismäßig gut mit den ihr vom Verfasser auierlegten schwierigen und für das Schauspielhaus ungewohnten Aufgaben ab Rühmend hervorzuheben sind Fräulein Woiwodes Frau Gertrud und Herr Günther als Privatdozent Germeilen; Fräulein Glümeg als Mathilde stellte einen lebenswahren Typ aus ihrer reichen Sammlung liebenswerter alter Tauten hin. kos. H aar förmige Kristalle. Tas bekannteste Beispiel haarförmiger Minerale bildet wohl der Asbest, der, wie wir wissen, sogar zu Fäden gesponnen und zu Stoffen verwendet wird. Weniger bekannt dürfte es indes sein, daß auch andere Minerale haarsörmige Kristalle aufweifen. So wachsen beispielsweise bei der Zersetzung von Markasit, bisweilen aud) bei Eisenkies, ganz feine Vittiolhärchen aus dem Gestein hervor, deren oft eigentümliche spiralförmige Krümmung den Gelehrten mandieö Kopfzerbrechen madste. Ten jüngsten Untersuchungen des Forschers Mügge zufolge sck-eint es sich um eine andere Entstehungs- ari zu handeln, als man bisher anuahm. Aller Wahrscheinlichkeit nad) krümmten sich die Härchen nicht erst im kriftall förmig en Zustande, sondern wurden ursprünglid) in Form einer zähen oder gallertartigen Flüssigkeit aus dem Gestein gepreßt und erb arteten erst bann zu Kristallen, ein Bildungsprozeß, bcr sehr wohl and) für ben Asbest in Frage kommen kann. Aud) bei Metallen können wir, allerdings in manchen Fällen nur mit Hilfe des künstlichen Versuchs, .Haarbildungen beobachten. Die Einwirkung des elektrischen Stromes läßt aus Kupfersulfür seine Küpfersäserchen hervorwachseu, und in ähnlicher Weise kann man durd) Erhitzen aus Silberglanz Schwefelsilber) zarte Silber- Härchen entstehen lassen: wahrscheinlid) sind übrigens auch in der Nattir die unterirdischen Wärmeverhältuisse sür die Bildung des sogen. Haarsilbers maßgebend. Außerdem machte man noch die höchst widstige Wahrnehmung, daß Schwejelsilber aud> auf starke Belichtung reagiert und zwar durch intensive Staubbildung auf seiner vorher glatt polierten Oberfläche. Daran knüpft nun! Mügge die sehr intcrefiante Folgerung, daß auch bei anderen Kristallen in der Natur die Glätte bezw. die Unebenheck ihrer Ober* flächen möglicherweise zum Teil von ben Licht- und ^.arnwv^- hältnissen gar keine besonders hohen Wärmegrade erforbert. x>n diesem Falle müßten alfo die Krystalle mit bcr glatteftcn und glänzendsten Oberfläche zugleich bcr geringsten BelidMmg au** äcfefct sein, während besser erwärmte und belichtete ~eilc desselben Minerales rauhe Oberflächen auf men cn wurden. Nr. 261 Erster Blatt 165. Jahrgang Donnerstag, 6. November 1913 Der Gießener Anzeiger zr^reger x*** HM Bezugspreis: erscheint täglich, außer T7 Aiy Irffl ▼ monatlich75Bf.,viertel- Ä-JKSS ▲ *4 A 44 A4| 11 <4 AA4 A A44UWULtz ssssInIAIZijTir IITfTAI 11 Nch^NcheÄ«E ▼ ▼ ■ ■ I V ▼ W I ▼ ■ ▼ ▼▼w ▼ ▼ SiÄttcur: Jernsprech. Anschlüsse: ■ ■ ÄD Beranlivortlid) sur dc>- für bie Redaktion 112, Vteäör polit. Teil: Aug. Goet; ', ZWU General-Anzeiger für Oberhessen -WZ für die Tagesnununer V k j • ox t. t Kurl Beudt; für dcu bis vormittags 9 Uhr. Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und 5teindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und vruaerei: dchulstratze c. Anzeigenteil: H. Beck. Hilfe zur ungesetzlichen Auswanderung verhaftet worden. Bei feinem Verhör in der Polizeidirektion wollte er sich mit einem Messer die Kehle durchschneiden, konnte jedoch noch rechtzeitig daran gehindert werden. Dasrussisch-chinesischeAbkommen über die äußere Mongolei ist unterzeichnet worden. Es wird in ihm die Autonomie der äußeren Mongolei unter der Souveränität Chinas anerkannt. China verzichtet aus das Recht, Truppen nach der äußeren Mongolei zu entsenden, eine chinesische Verwaltung dort zu unterhalten, Kolonien zu gründen und sich in kommerzielle oder industrielle Fragen einzumischen. Mangel an Marineoffizieren in Frankreich. Der französische Marineminister erklärt in einem Rundschreiben an die Seepräfekten und Kommandeure, daß infolge des zunehmenden Mangels an Marineoffizieren die Zahl der Offiziere in den einzelnen Dienstzweigen auf das unumgänglich notwendige Maß herabgesetzt werden müsse. Demnach soll die Zahl der Schiffsoffiziere auf den Dreadnoughts auf sechs, auf den Panzerschiffen vom Tantontyp und auf den Kreuzern vom Edaar Quinet-Typ auf fünf und auf den Kreuzern vom Cond^-Typ aus vier vermindert werden. Auf den Kriegsschiffen werden die Schifssleutnants durch Schiffsfähnriche und diese durch Unteroffiziere ersetzt werden. Zwei japanische Torpedoboote gesunken. Tokio, 5. Nov. In der Nähe von S a s e k o sind zwei Torpedoboote zusammengestoßen und gesunken. Die Mannschaft ist gerettet worden. 35.3al?re$fett der Vberbesiischen Vereins für Innere Mission. B. (Hießen, 4. Nov. 1. Tag, Fortsetzung. Abends 6 Uhr sand in der Stadlkirchc ein gut besuchter Festgottesdienst statt, bei dem Pfr. G l o ck * Stumpertenrod über Ephes. 4, 15 die Festpredigt hielt. Kirchenchor und Knabenchor verschönerten die Feier. Auch der um 8' < Uhr in Steins Garten abgehaltene Familienabend war sehr gut besucht, Uirchenrat D. Schlosser begrüßte die Erschienenen und wies aus die innige Verbindung von Deutschen und Evangelischen hin. Den Hauptvortrag hielt Prof. D. Schian über das Thema: Welche Bedeutung hat die große Zeit vor 100 Jahren für die Liebes arbeit unseres Boltes .-' Ter Familicnabend war nämlich auch als ErinnerungSseier der Gießener evangel. Gemeinden an die Zeit vor 100 Jahren gedacht. Tic Feier wurde von verschiedenen Chören des Klrchengcsangvereins prächtig umrahmt. 2. Tag. Tie Arbeit des 2. Tages begann morgens 10 Uhr mit einer von Psr. Memmert - Darmstadt gehaltenen Andacht, die zur freudigen Mitarbeit an der inneren Mission ermunterte. Nach einigen einleitenden Worten des Borsitzenden hielt Psr. Fenner- Binsförth seinen angckündigtcn Bortrag über „Tic religiöse Not auf dem Lande". Sie ist ein Teil der religiösen Not unserers Volkes, bekonnnt aber ihre besondere Ausprägung durch die eigenartige Struktur unseres Landvolkes und ist durch das Eindringen der materialistischen Weltanschauung verursacht. Sie ist eine geistliche, sittliche und persönlidre l Glaubens-,Not, ans der nut das Evangelium (Evangelisation und Apologcttk) retten kann. So wertvolle Dienste die GcmeinschaftSbewegung hierin geleistet hat. so ist ihr Standpunkt doch zu eng, nm aus die Dauer wirklich lrelsen zu können. Das ist vielinelw die Ausgabe der Inneren Mission und der rollskirchlüchen Arbeit, der ein besseres Verständnis des Gesamtvolkes sowol.l wie der heiligen Schrift zugute kommt. Sic arbeitet in Konsirmandeiwnterricht, Predigt uird Seelsorge, aber and) in Familienabenden, apolo getischen Borträgen, öffentlichen Ausfpradien, zu denen besonders begabte Männer als Redner zu gewinnen sind. An den Ertrag, der den einstimmigen Beifall der Versammlung fand, schloß ftdj ein reger Gedankenaustausch an. Pfr. Mahr Langsdorf, Prof. S ch i a n , Pfr. Schulte, Prof. Schöll- Friedberg u. n. gaben noch recht viele wichtige Winke aus ihrer reichen Erfahrung. An» Stadt und Land. Gießen, 6. November 1913. ** Tageskalcnder für Donnerstag, den 6. November: Zweiter öffentlicher Vortrag des OrtSqewerbevereinS und Kaufmännischen Vereins: Proieilor Dr. N a u ch - Gießen : »Von der Lahn zum Rhein, eine künstlerische Wanderung*; mit Lichtbildern. Große UniversitälS-Aula, 8'/, Uhr. Oesien t l iche Versa inm l nn g deS Fortschrittl. polit. BildungSvereinS im Hotel Einhorn 8'/, Uhr. * ** Der Großherzog empfing heute den Landtags- abgeordnelen Dirfch-Wölfershei in, der eine Unterredung über Schulangelegenheiten hatte. •• Veränderungen im 18. Armeekorps, v. Tabou illot gen. v. Scheibler, Major und Bats.-Koin. im 1. Nassau. I. R. Nr. 87, der Abschied mit der gesetzl. Pension bewilligt. ** Der Hessische Verein für ländliche Hei - matp s lege, Wohlfahrt-undKun st pflege hält im Laufe dieses Monats zwei Versammlungen ab. Die erste Versammlung findet Samstag, den 15. ds. Mts. nachmittags 3'/, Uhr im Gartensaale des städtischen SaalbaueS zu Darmstadt iRiedeselstraße), die andere Mittwoch, den 26. ds. Mts. nachmittags 3Vt Uhr in Friedberg (Hotel Trapp) statt. Tagesordnung für die Darmstädter Versammlung: 1. Die Verhütung der Tuberkulose während der Kindheit, mit besonderer Berücksichtigung ländlicher Verhältnisse: Vortrag des SanitätSrat Dr. Sonnen be rger von Worms. 2. Bericht des Professor Dr. Frenz e l über den Stand der ländlichen Wohlfahrt , Heimat und Kunstpflege im Kreise Darmstadt. 3. Bildung eines Kreisvereins Darmstadt, Satzung und Wahl des Vorstandes. 4. Neuwahl des Vorstandes des Hauptvereins. 5. Rechnung und Voranschlag des Hauptver- eins. Tagesordnung für die Friedberger Versammlung- 1. Bestrebungen des hessischen Ministers F. K. von Moser, den hessischen Bauern ihre Heimat lieb zu machen: Vortrag deö Herrn D. Dr. Diehl zu Friedberg. 2. Bildung eines Kreisvereins Friedberg, Satz und Wahl des Vorstandes. Zu den Versammlungen haben nicht nur Verein ^Mitglieder, sondern alle Freunde der Sache Zutritt. •• 'Born Stadtthcatcr wird un8 geschrieben: Daß die diesjährigen Aufführungen unserer Bühne sich steigender Anerkennung erfreuen, geht auch barauß hervor, daß in den letzten Tagen noch eine ganze Anzahl von Abonnements nachgeholt wurde. ES sei wiederholt daraus hingewiesen, daß diese neuen Abonnenten keinerlei pekuniären Nachteil er- leiden, da sic für die erledigten Vorstellungen kostenlos Gut« scheine erhalten. — Die Aufführung von .Püppchen' am nächsten Sonntag Nachmittag ist die überhaupt letzte des populären Stückes, da bereits eine neue GejangSpone in Vorbereitung steht. — Der Evang. Arbeiterverein wird auch in diesem Winter eine Reihe von Vort^agSaben den abhalten. Am Sonntag abend spricht Bankbeamter Keßler über Wechselrecht, anfang Dezember Lberbiblwthekar Dr. veuser über neuere Formen der Jugendpflege. Außerdem sind Vorträge in Aussicht genommen über Gartenball, Säuglingspflege, Zollschutzgesetz- gebung usw. Zu den Vorträgen, die im Vereinslokal stattfinden, haben auch Nichtmitglieder Zutritt. ** Tas Wohltätigkeitskonzert, das gestern abend aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens der freiwilligen SanitätS kolonne in der Aula der Universttät stattfand, hatte einen sehr guten Besuch auszuweifen, so daß der Zweck der Veranstaltung wohl er reicht sein dürfte. Frl. Ida Stammler fang mit ihrer fnmvatbi fcken, immer noch angenehm klingenden Stimme Lieder von Brahms, Piitzner, Reger, 3dmmann, Doli, Hildach und Loen« (Zugabe. Schon die Auswahl zeigte feinen Geschmack unö Die Aus rüfrnimr der einzelnen Gesänge, besonders von Pfitzners „Gnaden- bild" und Regers vielbesungenem irvd^r Liedchen zeugte von künstlerischer Beherrschung der 5timirittcl und vornehm schlichter Bortragskunst. £>err Mar Schitzel trug mit ausgezeichnetem Gelingen zwei Sätze aus Mozarts Es Tur Hornkonzerl vor. Seine Atenttechnik ist gut entwickelt und seine tonliche Sicherheit, mit der er z. B. im Andante bei der F-Dur-Stelle das c nahm oder besonders im Allegro die vier hohen „es" so glockenrein dem Instrument entlockte, ist für einen Dilettanten wirklich bewunderns- wert. Ter dritte Solist des Abends war Herr Julius Hahn, der am Klavier eine erstaunliche Fingerfertigkeit bewies. Am besten gelang ihm die Zugabe iEdooin, die entschieden zeigte, daß Herr Hahn ein pianistisches Talent ist, welches aber unbedingt energisch kultiviert werden müßte. Tic Klavierbegleitung der Lieder war durchweg gut und anichmiegend (außer in „Ter Mu sikant"). Ter Orchesterverein spielie unter Herrn Wigand Gernhardts Leitung eine Haydnsymvkonie, die Oberonouvertüre und die beiden bekannten ungariidien Tanze von Brahms. Bor allem kamen die beiden Tänze sehr wacker heraus und ernteten verdienten Beifall, wie übcrhauvt die Solisten, Tirigent und Orchester nach jeder Tarbieiung herzlichen Beifall entgegennehmen konnten. ** In der Kriegsmarine-Ausstellung, die demnächst hier veranstaltet wird, sind alle Klassen von Kriegsschiffen, wie sie heute nicht nur auf dem Wasser, sondern auch unter Wasser und in der Lu f t vorhanden sind, in großen, prächtigen, künstlerisch ausgeführten Modellen vertreten, ferner alle Seekriegs w affen, wie Torpedo, Seeminen, Schuclladckanonen, Maschinenwaffen, lOOOpfünbige Riesengeschofse usw. in krieg s brauch- barem Zustande. Was aber die Ausstellung ganz besonders wertvoll und zugkräftig macht, ist, daß täglich in 1 V-stün digen Zwischenpausen durch vorzügliche und sachkundige Redner Borträge gehalten und daß die Maschinengewehre mit ihren 6 00 Schuß in einer Minute im Schnellfeuer vorgeführt werden. **GießenerBereineundKassenimAdreß- b u^l> d e r S l a d l u u d d c s K r e i s e s G i e ß c n 1914. Die Aufnahmekarten für das Vereinsverzeichnis sind an die Vcr- einsvorstände versandt worden. Es wird auch an dieser Stelle darum gebeten, die Karten sorgfältig auszufüllen und umgehend an den Lldreßbuch-Verlag, Schulstraße 7, zurück.^u- enben. Die Vorstände neuer Vereine und Kassen, die bis- ier noch nicht im Adreßbuch geführt wurden, wollen sofort Ausnahmckarteit verlangen. Sie werden ihnen bercitwilligst zur Verfügung gestellt. Da auch ein lückenloses Vereinsverzeichnis und die genaue Einfügung der Vorstands Personen und des Vereinslokales von wesentlichem öffentlichen Interesse sind, darf wohl angenommen werden, daß sich alle Be- tetligten der kleinen Mühe einer genauen Ausfüllung der Karten bczw. deren Einforderung vom Adreßbuch-Verlag unterziehen. Landkreis Gießen. • — Leihgestern, 5. Nov. Bei der gestrigen Gent ein derats wähl wurden gewählt: Maschinenschlosser Wilhelm Jung IV. und Rangiermeister Karl Luh mit je 134 Stimmen, Finanzamtsgehilfe Wilhelm Schäfer mit 151 Stimmen. Von 351 Wahlberechtigten stimmten 257 ab oder 73 Prozent. Von den Gewählten gehörte seither noch keiner dem Gcmeinderat an. R,. Londorf, 4. Nov. (Verspätet eingesandt.) Am Samßtag feierte der Zugführer Eifert sein 2bjährigeS Dienftj ubi läum. Die Kameraden der Londorfer Strecke hatten sich am Abend in Londorf bei Gastwirt Lich versammelt, um in einem kleinen KommcrS deS Jubilars zu gedenken und ihm einige Geschenke zu überreichen. L. Lang-GönS, 4. Nov. Bei der heutigen Ge- ineinderatSwahl siegten die Kandidaten Ludw. Velten, Architekt, Anton Müller XXXII., Landwirt, Karl Kd. Schäfer, 9)?anrermcifter, und Johannes Henrich XIII., Landwirt. Insgesamt waren 11 Kandidaten ausgestellt worden. Die Wahlbeteiligung war sehr rege; 95 Prozent stimmten ab. Kreis Büdingen. 1 O Dauernheim, 5. Nov. Im verflogenen Jahre wurde infolge der Feld bereinig ttng, die eben hier zur Ausführung gelangt, ein großes Stück unseres »MarkwaldeS* abgeholzt und zur Feldgemarkung geschlagen. Dasselbe soll in diesem Winter nochmals geschehen, so daß die Feldmark einen namhaften Zuwachs erfährt. — Die Obstbautusch ad l i n g e, besonders der Apfelblütenstecher, hatten in diesem Frühjahre hier und in einigen Gemarkungen der Umgegend großen Schaden angcrichtet und die in Aussicht stehende Ernte stark verringert. Der behördlichen Anordnung, Klebgurtel an den Bäumen anzulegcn, sind jetzt viele Obstbaumbesiher nachgekommen. Die Mühe ist durch den Erfolg gut gelohnt, indem man gerade in diesem Herbste die Schädlinge massenhaft an den Gürteln vorfindet. — Gettenau, 5. Nov. Hier erhängte sich ein angesehener Bürger, lieber den Grund zur Tat verlautet nichts bestimmtes. c Bleichenbach, 4. Nov. Bei der heutigen G e m e i n d e r a t s w a h l wurden Herr Karl Naumann mit 59 Stimmen, Friedrich Philipp Em ich mit 57 Stimmen und Wilhelm Heinrich Em ich mit 55 Stimmen gewühlt. Die beibett letzten wurden neu gewählt. Die Wahl war ziemlich rege: von 200 Wählern machten 107 von ihrem Rechte Gebrauch. Kreis Lauterbach. - Tir lammen, 5. Nov Von der Firma Moll und Cloos zu Nidda werden zurzeit in der hiesigen Gemarkung ..ititungen nach Ettencrz vorgenommen, die zu einem außer- ordentltch günstigen Ergebnis geführt haben. Die Erzlager, die Hm aut dte Gemarkungen Hörgenan, Hopfmannsfeld und Engelrod ausdehnen, liegen größtenteils nur 1 Meter unter bet GrbobefflW Unb haben eine Tnechschnmsböbe von 9 ^etcr, io baß dw Ausbeutung über Tag erfolgen kann lab Erz leibst bat <0 Pro,. Eisengehalt: es dürfte sich so mit eine Ausdeutung der reichhaltig.:, Lager lohnen Dem Vernehmen nach sind der Firma für Abtretung des Mu- lungsrechlcs 90000 Mark geboten worden. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 5. Nov. Tas erste Wintcrkonzerr des Musikvereins (Akademischer ©efanaDerein'', ein .'tammermufifabenb, hatte einen großen Erfolg. Besonders gefiel das Hock Quartett mit turn E Dur-Quartett von Hcvden und dem E-Dur Quartett von Mozart. Als Sängerin hatte man Fräulein Lißmann - Hamburg, als Klaviervirtuosen Professor Schmidt- Friedberg gewonnen. m. Friedberg, 6. Nov. Vergangene Woche wurde aus Friedberg gemeldet, daß der Kassenbote Wagner des städi. Gas- und Wasserwerkes Friedberg an der Nauheimer Saline überfallen und beraubt worden wäre. Angestellte polizeiliche Ermittelungen haben aber ergeben, daß Wagner, welcher sich gegenwärtig in Urlaub befindet, in Nauheim mehrere Wirtschaften besucht hatte und ungewohnt des Alkoholgenusses, in die Ilia gestürzt und sich dabei schwer verletzt hat. Was den Mann bewogen hat, falsche Angaben zu machen, konnte noch nicht festgestellt werden, da er krank darnieberliegt. Finanzielle Gründe sind es nicht, die Wagner zu den unrichtigen Angaben veranlaßten. r. B a d - N a u h e i m . 5. Nov. Etwa 80 Mitglieder des Deutschen Wissenschaftler Verbandes statteten heute auf Veranlassung der Ortsgruppe Friedberg unter Führung des Herrn Prof. K r a m e r Friedberg Bad Nauheim einen längeren Besuch ab. Die Herrschaften, unter denen sich sehr viel Teilnehmer aus Gießen befanden, wurden im Auftrage der and Kurverwaltung Herrn Regierungsbaumeister Berk an der Bahn empfangen und begrüßt. Nach einem kurzen Vortrag in der staatlichen Maschinenzentrale fand ein zweistündiger Rundgang durch die technischen und Kuranlagen statt. Gegen 5 Uhr versammelte sich die Gesellschaft im großen Saal des Sprudel-Hotels, um einen Vortrag des Herrn Pros. Helmke- Fricdberg über „Prähistorische Funde in der Wetterau und angrenzenden Gebieten" zu hören. m. Schwalheim, 6. Nov. Der preußische Eisenbahnfiskus hat gegenüber dem Bad-Nauheimer Güterbahnhof, welcher in unsere Gemarkung liegt, ein der Witwe Zimmer gehöriges Grundstück von 2000 Quadratmeter zum Preise von 12 000 Mark erworben und beabsichtigt, auf diesem Gelände die Doppelhäuser mit zwölf Wohnungen für seine Beamten zu errichten. in. Rödgen bei Bad-Nauheim, 6. Nov. Große Ib- btebstähle würben hier und in der Gemarkung Wisselsheim begangen. In einer der letzten Nächte wurden an der Rödgen-Aisselshcimcr Chaussee mehreren Besitzern die Ge- müseernten gestohlen. Die durch die Gendarmerie angenommenen Haussuchungen hatten keinen Erfolg. Es ist dies umso verwunderlicher, da die gestohlenen Feldfrüchte über 100 Zentner betragen und ohne Wagen kaum fortgeschafft werden konnten. Man nimmt deshalb an, daß nur Auswärtige die Diebstähle begangen haben können. Starkenburg und Rheinheffen. nn. T arm stabt, 5. Nov. Nach einer von Mannheim hier cingeganqcncn Meldung soll heute durch bie Mannheimer Gendarmerie der Mörder des im Juli auf der Fähre zwischen Langen und Tarmstadt ermordeten Kaufmanns T. ©re ebner festgcnom- men worden sein Wie die Ermittelungen ergaben, handelt e* sich um den 19 Jahre alten Taglöhner Franz Wedel. Nach der Personalbeschreibung erfdricn er mit dem Mörder identisch; weitere Anhaltspunkte haben sich bis setzt aber nicht ergeben. rm. Darmstadt, 5. Nov. Tie Vereidigung der Re-- Traten der 25. Division, sowie der zurzeit bis zur Fertiq- ftclhing ihres Kasernemeitts auf dem Truppenübungsplatz untcrgebraditcn Rekruten einer Mbtcihing deS Straßburger Artillerie-Regiments s)h:. 81 wurde heute in Anwesenheit des Divisionskommandeurs und der Stäbe auf dem Ercr- zierplatze vorgenommen. (rm; Rimbach i. O., 5. Nov. Der Obsthändler Nicolaus Blatt, der am vergangenen Sonntag den Landwirt W. Mader durch Messerstiche ohne besonderen Grund derart verletzte, daß Mader kurz nach seiner Aufnahme im Krankenhaus starb, machte in der letzten Nacht bei seinen Angehörigen in der Wohnung einen Besuch, verschwand aber wieder, nachdem er erklärt hatte, er wolle sich der Staat-Anwaltschaft in Darmstadt ft eilen. Bis jetzt hat er diese Absicht nicht ausgcführt. b. Mainz, 6. Nov. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten wurde für Beteiligung der Stadt an der internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik in Leipzig 1914 ein Betrag von 700 Mark bctoÜligt. — Der Landes-Lehrerverein in Tarrn- stabt war um Geivährung eines Beitrags zur Gründung einer Lehrertöchterstiftung eingenommen. Es wurden 500 Mk. bewilligt. Hcffcn-Nossau. 8 Marburg, 5. Nov. Im hohen Alter von 85 Jahren starb hier der Kgl. Forstmeister a. D. Julius Ruppert, ein Nachkomme bcS im Jahre 1795 gestorbenen ErbförsterS Utsch, gen. Jäger aus Churpfalz, dem kürzlich in der Nähe von Sobernheim ein Denkmal errichtet wurde. s Marburg, 5. Nov. In aller Stille fand beute nachmittag um 5 Uhr auf dem städtischen Friedhöfe die Beerdigttng der Geschwister Anna, Gertrud und Frieda Ktirze au? LandeShut in Schlesien, die ihrem Leben auf so tragische Weise ein Ende bereiteten, statt. Nach einer Andacht in der Friedhofshalle, der die nächsten Angehörigen der Verblichenen beiwohnten, brachten acht Träger die drei Särge nacheinander zum gemeinsamen Grab. Trotz deS dichten NovembcrnebelS und der späten Stunde wohnte ein zahlreiches Publikum der Beerdigrmg bei. = Hanau, 5. Nov. In Bad Orb siegten bei den Stadtverordnetenwahlen in der 3 Abteilung die bürgerlichen ftanbibaten über die sozialdemokratischen. h. B a d H o m b u r g v. d. H., 4. Nov. In der S t a b t- verordnetensitzung bewilligte man für bie weitere Vervollkommnung der Badeeinrichtungen 6700 Mark zu einer Trockenanlage für den Tonfchlamm. Dieser bat sich neuerdings zu dem wichtigsten Heilfaktor Homburgs entwickelt und wurde während der letzten Saison bereits in 20000 Bädern verabfolgt. Deretn$nad)ri(f)ten. ** Turnverein von 1846. Ti« Vorbereitungen zu dem am Eameiaq abend stattfindeiiden Wintertest sind in vollem Wonne: e» kann ient schon den Teilnehmern ein genußreicher d«bend in AuSstcht aestellt werden. Das ^ro.iram'n fegt sich nutz Stab» und Keulenübunaen. einem Theateruück, Konzert- und anderen Bor- trägen und lebendk» Bildern zusammen. Der Rfhtalmordprojek Kiew, 5. Nov. Ter -taattzanwalk erklärte in der heutigen Ferbanbhmn, der Brozeb werde nur detzbald eine Deltnnnre, weil an! der Anklotiedank ein 3«de sige. Er verglich iodann den Prozeß mit der Treviuß-Astöre. Tat Judentmu fnr-Me. daß etz wenn "eilitz verurteilt werde, möglicherweise au Ausschreitungen kommen werde. Tie SNegieruna defchnge jedoch alle ihie Untertanen, da her bestel-e kem Grund, cm Progrom zu befurchten. Ter Lia atz- aeroalt gab oann der Ueberzeugung ArrSdruck, daß KrafsowSkfi die roabreit Schuldigen kenne, aber ihre Namen dem Gerichte nicht mitteilen wolle. Der Versuch, Wera Tjcheberiak zu verdächtigen, sei vollständig mißlungen. 3um Untergange der Manne-Lustschiffer £ I. O Berlin, 5. Nov. 1913. Anläßlich bfr3 Unglückes, dem am 9. September bei Helgoland das Marineluftschiss „i!. 1" zum Opfer fiel, wurde eine kriegsgerichtliche Untersuchung eingeleitet, um die ^rage zu prüfen, ob irgend jemandem die Schuld an dem beklagenswerten Ereignis zuztnnessen sei. lieber das Ergebnis dieser Untersuchung läßt sich die MarinerunÄschau u. a. wie folgt aus: Die Frage, ob an dem Untergang des Luftschiffes einer Person ein Verschulden beizumessen ist, war von verschiedenen Gesichtspunkten aus zu prüfen. Erstens: war es nach den vorliegenden Wetterberichten nicht etwa bedenklich, überhaupt zu fahren? Nach den Ermittlungen ist diese Frage zu verneinen. Nach der Art und Weise, in der sich der Kommandant dauernd über das Wetter erkundigte, itt sestzustellen, daß ihn kein Verschulden trifft, da die Böe vlötzlich und unerwartet einsetzte. Der Bericht stellt weiter feil, daß durch die allgemeinen und besonderen Befehle an den Luft- scknmhrer keine Forcierung der Fahrt und Gefährdung des Luftschiffes veranlaßt worden fei, daß die Besatzung keine Ueber- lasiung bedeutete und schließt: Das kriegsgerichtliche Wer - fahren ist eingestellt worden, da nach den Ergebnissen des Ermittlungsverfahrens einer Person des Soldatenstandes ein Verschulden an dem Untergänge des Luftschiffes „L 1" und an dem damit verbuirdenen Verlust von 14 Menschenleben nicht beizu-- messen ist. Arbeiterbewegung. Kopenhagen, 5. Nov. Wegen Niederlegung der Arbeit kn verschiedenen' (Werocrbcn hat laut „Vossischer Zeitung" der dänische Arbeitgeber-Verein die Aussperrung von etwa 30 000 Arbeitern beschlossen, die nach etwa 14 Tagen in Kraft treten soll. vermischtes. — Die Große Medaille für Kun st erhielten anläßlich ^cr Großen Kunstausstellung in Düsseldorf der Maler Professor Eugen K a in p s Düsseldorf und der Maler Professor Heinrich Hermanns-Düsseldorf, die Goldene Medaille für Kunst der Maler Max v. P o o s ch - Wien, der Maler Professor Adolf M ü n- z e r - Düsseldorf und der Maler Hans K o h s chei n - Düsseldorf, der Maler Will:. Schrcucr - Düsseldorf, der Bildhauer Friede. L o m- m e l - München, der Maler Prof. Heinr. Lic se g an g-Düsseldorf. * 12 Personen ermordet. Aus Krakau (Galizien) wird gemeldet: In der Ortschaft Iamnischkr bei Wilna ermordeten Banditen die aus zwölf Personen bestehende Familie des jüdischen Kaufmanns Monczewski. Zwanzig verdächtige Personen sind verhaftet worden. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen fiir Freitag, den 7. Nov. 1913: Wechselnde Bewölkung, etwas kubier, meist trocken. Letzte richten. Aus Mecklenburg. Wismar, 5. Nov. Der Großherzog von Mecklenburg- Schwerin hörte heute den Vortrag des Staatsministers v. B a s s e- Bas Eisenbahnunglück bei Mein«. Melun, 5. November. Bet dem Eisenbahnzusammenstoß wurden drei Wagen des Eilzuges, von denen zwei der zweiten Wagenklasse angehörten, vollständig zertrümmert. Ter Postzug setzte sich aus sieben Wagen zusammen, die ebenfalls zertrümmert wurden. Dieser Zug führte zwei Packwagen mit, in welchen sich etwa 50 Beamte befanden. Der Postzug, der nach Marseille ging, fuhr dem von Marseille kommenden Eilzug schräg in die Seite. Um Mitternacht brannten die Wagen noch; etwa 15 Opfer wurden aus den Trümmern hcrvorgezogen. Zehn Personen sollen getötet sein. Der Lokomotivführer des Eilzuges, der die Haltesignale überfahren haben soll, wurde verhaftet. Bei der Maschine des verunglückten Schnellzuges sind noch vier Seichen geborgen worden, die so verkohlt sind, daß eine Er kcnnung saft unmöglich ist. Die Untersuchung ist int Gange. Es wurde festgestellt, daß die Weichen der Sianalscheiben vollkommen im Gang waren. Ter verhaftete Lokomotivführer erklärte, ihm schien es, als ob er freie Fahrt habe. Er sah den Zug erst, als das Unglück unvermeidlich war. Unter den Trümmern liegen noch 2 0 Leichen. Tie Verletzten erlitten außer den anderen Verletzungen alle schwere Brandwunden. Tie unter den Dender eingeklemmte Frau starb heute morgen 5 Uhr, nachdem sie acht Stunden in der schrecklichen Lage bei vollem Bewußtsein zugebracht hatte. Unter den Geretteten befindet sich auch ein Herr Oberdörfer aus Bamberg, der unverletzt in Paris eintraf. Er beteiligte sich an dem Nettungswerk und schilderte grauenhafte Einzelheiten von den Schmerzensschreien, die aus den in Flammen stehenden Wagen drangen. Tie Zahl der Getöteten ist noch nicht festgestellt. Bis zum Abend sind im ganzen 4 0 Leichen geborgen worden. Man fürchtet, daß sich unter den Trümmern noch mehr Tote befinden. Eisenbahnunfälle in Belgien und Rußland. Brüssel, 5. Nov. Heute nacht fand in dem Eisenbahnknotenpunkt Cheneebei Lüttich ein Zusammenstoß zweier Güter züge statt, bei dem 3 Personen getötet und mehreeevee- w u n b e t wurden. Moskau, 5. Nov. Auf der Bahnlinie M o s k a u—K a f a n entgleiste heute nacht ein von Nischnh Nvvgorod nach Pense fahrender Personenzug. 14 Personen sind getötet und 15 Personen schwer verletzt worden. Es liegt der Verdacht vor, daß das Unglück böswillig herbeigeführt worden ist. to i b und hat die Minister L e n g s e l d t und v. P r e ssentbi e n in Audren; empfangen. Der Abgang des Staatsministers v. Bauewitz ist sicher. Dir Ernennung des Landrats v. Malst ahn- Moltzow zum Ministerpräsidenten gilt als feststehend. « Die M aßregeluugeu in der französischen Heeresverwaltung. Paris, 6. Nov. General Faurier, der am 10. November vor dem Tisziplinarrat erscheinen soll, hat die Vorladung einer Reihe von Zeugen verlangt, darunter Kriegsminister Etienne, Generalstabschef I o f f r e, Mitglied des Oberkriegsrates, General C h a u m i e r, Korpskom mandeur und ehemaliger Kricgsminister Picquart, General des Rul)estandes Per ein. ♦ Eine Vermittlung Frankreichs in Washington? New York, 6. Nov. Laut „Associated Preß" hat die mexi • kanische Regierung inoffiziell das f r a n z ö s i s ch e A us- warligeÄmt befragt, ob es bereit sei, zwischen Washington und Mexiko zu vermitteln. Frankreich soll geantwortet haben, dar, es zunächst weitere Informationen über die mexikanische Politik der Bereinigten Staaten abwarten und auch bann durch irgendwie in Washington unwillkommenes tun werde. ‘ London, 6. Nov. Wie aus New York gemeldet wirb, bat Huerta bic Regierung wissen lassen, baß er auf thre Aufforderung zum Rücktritt umgehend Antwort geben werbe. Wie bekannt geworden ist, bat er die französische Negteru u g ersucht, zu vermitteln. General Carraka bringt in die amerikanische Regierung, das Ausfuhrverbot aufzuheben, dagegen erklärt sich Huerta absolut gegen eine amerikanische Intervention. * Ter König von Bulgarien in Wien. W i e n, 5. Nov. König Ferdinand von Bulgarien ist im strengsten Jncognilo hier eingetroffen und im Palaus (So» bürg abgestiegen. Kranke klagen fast immer über daS Einerlei der ihnen vor gesetzten Speisen und bereiten der Hausfrau dadurch manche Verlegenheit. Bei Anwendung von „ K ui etc ist eS so einfach, die Wünsche der Patienten zu befriedigen, denn „ftu fe te crmoglian eine angenehme Abwechselung durch verschiedene Zubereitung, fuhrt gleichzeitig alle die Nährstoffe zu, die zum Wtederautbau des KörverS nötig sind und bewirkt eine geregelte Verdauung. Wer sellnt „Stu feie" versuchen will, lasse sich in der Apotheke oder Drogerie das „Stufefe" = Mocbbücblein, das kostenlos erhältlich ist, verabfolgen. 111 v Schlaflose Nächte verbringen viele durch den fünften, namentlich haben auch die Kinder durch den Keuchhusten und Katarrhhusten viel durchzumachen. As bestes Mittel dagegen er- weiten sich immer wieder Kaiser's BrusttCaramellen nut den 3 Tannen, sie sind durch 5500 notariell beglaubigte Zeugniste als hilfebringend anerkannt.0"/>> Prak/, nur mit echten HeitmannsFarben Schulzmarke: Fuchskopf im Stern i Giessen, den 5. November 1913 08912 Danksagung. Für die so zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Dewald Witwe und Kinder. D U MWH ; < V ■ l 'M Wiener Hemdblusen L Wolle, Halbwolle und Baumwolle :: ZZ ^Case ;; Schweizer-, Edamer-, Camembert-, Gervais-, Roquefort-, Brie-, Romadour-, Tilsiter-, Kräuter- und Frühstücks-Käse und andere Sorten empf. in nur feinsten — Qualitäten zzz Hrch. Driesch Seltersweg 70. 17157 TI Scblierbach l-'rankfnrterStrasseO Tel. 706. («»») Tel. 766. LWinqe, Bralhcriiiqc :liolliHD$ic, in Scnüaucc •vcrinflc Tomatcn>a»ee 5crinqe,n:,k^";en6c"' la doll. Sottljtiiiigc fironforiiintn SdiorhintH iorbclltn HemgSsilit empfiehlt: Um stille Teilnahme bitten Ortsgruppe Gießen. D7„ Die Beerdigung findet Freitag, den 7. November, um 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 729? Kleider (a6/; knöpfbar marine Cheviot Gegenüber der Engek-Apoth. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. 15.00 Mk. 15.50 Mk. 16.50 Mk. 17.00 Wollstoff Mk. 13.00 Mk. 14.00 Mk. 1550 Mk. 17.00 Gr. 100 Gr. 105 kariert Gr. 70 Gr. 80 Gr. 90 Gr. 100 Gr. Gr. Gr. Gr. Gr. Gr. Gr. Gummi - Mäntel garantwasserdicht,in marine u. Sportfarbe Giessen (Löberstr. 5), Berlin-"Wilmersdorf, Virginia Beach, Klein-Umstadt, Bismarckhütte (O.-S.^ den 5. November 1913. Die trauernden Kinder: Friedrich Bindewald, Kunstmaler Bertha Bindewald Luise Biedenkopf geb. Bindewald Dr. Wilhelm Bindewald Martha Bindewald geb. Lange Clarine Bindewald geb. Brown Gustav Biedenkopf, Pfarrer Anna Bindewald geb. Leonhard und acht Enkel. Neu aufgenommen: Kinder- Gebr.lmheuser Markt 9-10. 60 65 70 75 85 90 95 Schellfische n. Kablmn i. Eiövackung, tadellos lebend- frische feinste Nordseeware, soeben eingetrofien u. billigst bei 483P August Wallenfels, Gießen, Marktplatz 17. Telephon 262. 10.50 11.00 12.00 12.50 14.00 Loden- Konfektion in reicher Auswahl Loden-Kostüme in äusserst strapazierbaren Qualitäten Loden-Mäntel in wetterfest. Stoffen Loden-Capes impräg., Regenschutz Loden-Röcke in neuen Fassons, auf- Was sali ich schenken? 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