Hreitag, 5. Dezember 19(5 165. Jahrgang Erstes Blatt Gietzener Anzeiger Eeneral-Anzeiger für Oberhessen - monatlich 75 B^tnecteC* •äbdid) Rf. S.90; öurd> il monatlich 6b IM.; bnrd> biet-o-t JRLt.— viert* jabrL aittfrtiL tQ'iella. Zeilenvrei«: lokal !5i4w nnoiixirt-* 90 iHfiint* Gbefrebahtur: 91 tflofik itfrontTvoitlkt hu bru pclit. Zeil: 91hq. (Bofi|; für .AfuiUeton*, ,i^er- nu|d)ie4* unb.tAfiutl*» faal". Rad ‘Urmnib; *ür ,5r»atfrM<" 7«tuipred) - Anfchlüfie: ♦ür die Redaktion 112, tkria.i u. (hrpeötno-i bl H*ir*4tcr •irira. Hanabwit von A«zeigeW Die heutige Nummer umfafot 16 Seiten. Vie Annahme des Mißtrauensvotums. B e r l i n , 4 Dez Auf den b i cfr ater, wie der ZcntrumSvertreter ,vcb* eenbach den Mittwoch bezeichnet batte, ist ein zweiter llit- glürfitag für die Regierung gefolgt, her mit der Annahme des gegen den Reichskanzler gerichteten MihtrauenSrotumS endete, deS zweiten in feiner Kanzlerschaft Dabei schien cd zu Beginn der heutigen Sitzung, als ob die Gemüter sich einigermaßen beruhigt hätten, und aU Herr v. Be t h- mann-Hollweg als erster Redner daS Wort ergriff, um seinen gestrigen Ausführungen ein Postflriptum hinzuzu- fügen, glaubte man hie und da, daß es seiner Beredsamkeit gelingen werde, die arg verfahrene L'age wieder inS rechte Geleise zu bringen. In der Tat bemühte er sich, während man ihm gestern vorgeworfen hatte, daß er nicht alS deutscher Reichskanzler, sondern alS preußischer General- major gesprochen habe, heute auch die Kehrseite der Zaber- ner Medaille in den KreiS feiner Betrachtungen zu ziehen Er bestritt zunächst, gestern die Zivilbebörden desavouiert |U haben, er gab rurkhaltslo» zu, daß das T^orgehen der Militärbehörde im keine Begründung finde, und er versicherte weiter, daß durch Maßnahmen der allerobersten Stelle Garantien für ein besseres Zusammenwirken der Militär- und Livisgewalt in Llsaß4i.'othr,ngcn gegeben seien. Aber auch diese Ausführungen des Reichskanzlers, die in dem Haufe einen recht unfreundlichen Widerhall fanden und, als er auf das voraussichtliche Mißtrauensvotum hinwies, wieder stürmische Kundgebungen hervorriesen, vermochten die Lage nicht mehr zu retten. Bon den btnni solgenben Re'nem aus dem Hause nahm nur der Wortführer der Konseroativeii, Rogalla von Bieberstein, das Berhalten der Militärbehörden in Schuh, während selbst der Redner der Reichspartei, Jrhr. v Ga m P-M assauen , seststellen zu müssen glaubte, daß seitens der Militärbehörden Fehler begangen worden seien, und daß man sich mit dem Charakter der elsässischen Bevölkerung zu wenig vertraut gemacht habe Tie sckrärffte Tonart schlug natürlich der Sozialdemokrat Tr. Weil an. so daß der Präsident ftaempf sich zum Einschreiten genötigt sah Ter folgende Redner, Tr. öaaS von der Bolkspartei, sprach bereits prophetisch von den Reichskanzlern und den RriegSministcrn, welche fommen und gehen, und der letzte Redner R i ck l i n von der elsässischen Zentrumspartei glaubte die Tatsache fest stellen zu können, daß nicht nur eine S'.atthalterkrisis, sondern eine Reichskanzlerkrisis be- stehe. Tann kam es unter allgemeiner Spannung zur Abitim mung über das von der Bolkspartei beantragte Mißtrauensvotum, das in gleicher Fassung Mich noch von der Sozialdemokratie s,„gebracht wurde und den Stand punkt des Reichstags wie folgt formulierte: „Ter 9kidb'ta.i wolle beschließen, fcftjuftcllen, daß die Behandlung dec den Gegenstand der ZnterpeNationen bildenden Angelegen- beiten durch den Herrn Reichskanzler den Anschauungen des Reichstags nicht entspricht." Bon den 397 Mitgliedern des Reichstages waren 351 anwesend, und von diesen stimmten 293 für das Mißtrauensvotum und "4 dagegen, während 4 sich der Abstimmung enthielten. TaS Ergebnis der Abstimmung, welches der Reichskanzler nicht mehr abgewartet halt.', wurde in der Mitte und auf der linken Seite des Hauses mit stürmischen Beifallskundgebungen ausgenommen. Ti große Mehrheit für den Antrag überraschte sogar im ^ause, aber eS batten alle Parteien bis auf die der Rechten sich gegen den Reichskanzler erklärt. Es ,ft dies das zive.i. Mißtrauensvotum auf Grund der im Mai 1912 beschlossenen Revision der I^esäiäftsordnung. Das erste Mal, am November 1912, wurde da- von den Sozialoemokrateti bei ihr r Anfrage über die Teuerung beantragte Mißtrauensvotum mit 174 gegen 110 Stimmen der Sozialdemokraten, der Bolkspartei und »'»er Polen abgelehnt. Am 30. Januar 1913 wurde der Miß-allcneantrag der Polen bei ihrer Anfrage über die CniCignungStrage mit 213 Stimmen der Polen, des Zentrums und der Soziasdemokraten gegen 97 Stimmen der Rechten und Nationalliberalen bei 43 Stiminentl-al- tungen der Volkspartei angenommen. Tamals wurden aus diesem Antrag von keiner Seile Folgerungen gezogen', diesmal aber liegt der ^all etwas ernster, denn die Mehrheit für das Mißtrauensvotum ist überwältige,,d groß. So kann es denn nicht Wunder nehmen, daß im Reichstage Gerüchte verbreitet wurden, daß Herr v B e t h m a nn - H o l l w e g dem Ä a i s e r sein Porte- fcuille zur B e r f Ü au na stellen wolle. Bon einer dem ttanycr nalKfh'bcnbcn Seite wird indessen versichert, er habe leinen Zweifel darüber gelassen, daß derartige Be- j(bluffe auf sein Verbleiben im Amt keinen Einfluß aus» uben fönnten. Pressen iuinten. Ter „Berliner Lokalanzeiger" sagt: Tic Stellungnahme der Parteien war durch ihre Redner vom Mittwoch fest gelegt, io daß die zweite Rede des Reichskanzlers, so trorteilbaft ne euch in Ton und Inhalt von der ersten abstach, an dem Ergebnis der Tr-batte nichts m/chr zu ändern vermochte Tic gestrige Rede des Reichskanzler- hat keinen Zweifel darüber gelassen, taß die Lehre:, der Zabcrner Vorgänge für unsere Militär- und Zivilverwaltung nicht verloren gehen iverden. DaS Vergangen« muß heute abgetan fein, und wer ti gut meint mit dem« lande, der wird jetzt die Regierung bei ihren Bemühungen unj den Frieden des Reichslandes nach Straften untcrftü&fn. Tie „ftr cu^ci tung" schreibt: So sind große Tage vorüber Es war Mache in dieser Aufe refluua Ttr Zwerk war, eine ft lüft zwischen Bolk und Militär herzustellen. Jedenfalls werden, wie wir von gut unterrichteter Seite erfahren, dieienigen nicht auf ihre Rechnung kommen, bic von den Konferenzen in Donauesähngen Person alperänderun- .rrn in den leitenden Steilen erwarten. Dao Blatt betont ferner, daß die konservativen über den Zusammen bang der Vorgänge in Jabern mit der Beethmannschen Berfassimgspolink geschwiegen hatten, um des Mander« Stellung in diesem Augenblick nicht noch mechr in erschüttern. Bon zuverlässiger Seite würden die links- liberalen Bcklxnlvtungen, General d. T-eintling habe sich in Tonau- cid ingen eine Billigung seiner Genwltpoliltk und der ftriegsminist-n: habe iich dort das ftouzept seiner Rede mit dem kaiserlichen Plazet versehen lassen, als unzutressend bezeichnet. Tie „Bossische Leitung" betont: Tas, der ftanzler entschlossen ist. wenn er bei dem Kaisen nicht durchsetzt, was er durcknetzen will, feine Entlassung zu fordern, hieran könnten nach der gestrigen Verlxmdlung keine ;3n>eifc[ bestehen So erregt und leidenschaftlich hat Herr v. Detwnann Hollweg kaum ,e zuvor im Reichstage gesprochen und auch ichioeigiamer wie gestern war kaum je zuvor ein iVriegdinüiifter. Ja wem, c$ nicht am Donnerstag, sondern am Mittwoch gewesen wäre, wie hätte alles anders werden können ! Tas „Berliner Tageblatt" erklärt: Herr von Dethmaun soll am nächsten Dienstag in der Etats- debatte über die auswärtige Politik sprechen. Ein Reichskanzler, welchem soeben erst fast b,e gesamte Bolksvenretung ihr Mißtrauen ausgesprochen bat, befwt mobl nicht d,e genügende Autorität, d,e ein Reichlanilcr in einer solchen Tchatte dem AuCiande gere,t zu werden, mit dem er beute tn den '?L»jcn des beurithrtt Bvlkeo und der ganzen Veit belastet ist. Tie „Berliner Neuesten Nachrichten" steNen fest: Rach langem Rechnen steigt aus den Urnen bte Verurteilung der ftanzlervolitik m.t 293 gegen 54 Stimmen Nur ft\m enatihc und Reichsparte,ler haben den Kanzler decken wollen, alle anderen sind ihm gram. Tie „Tägliche Rundschau" sagt: Kann ein WadMgcr des Herrn v Betbmann sich »u der Salvmer Angelegenheu anders fteilen, als er es getan bat f Eine ^•bktjncllc. die am meiftm schuld ist an der gegernvärtigen Ber- falnenbeit. ,ii d,e Unterlassung der beruh*gruben üntnnmma auf die öffentliche Meinung durch beruhigende Mitteilungen. Tie Pflichterfüllung im gehn inen ftämmerlein genügt Nicht. man hat das Held der Seii'ationfr- und OppofitionSpresse überlassen. Tie „Deutsche Tageszeitung" schreibt: Venn der Kanzler sich cntfdißiefrn sollte, zurückweichen oder über das Maß dinausgebende Zugeständnisse zu madKi,, dann würde die Vage nicht für ihn, soliden, für das deutsche Bolk und das Teutftfr Reich tief ernst und hl ter werden. Ter „Vorwärts" sagt: Zn jedem anderen Laiche wäre die Regirning erledigt, außer vielleicht in Rußland Tie llcbcrgriffc der ntilitimfdxn Macht müssen ihre Sühne finden. Sckwn die nächsten Tage merben zeigen, ob in den bürgerlichen Parteien dieser feste Wille liegt. Die Packifer Presse. Paris, 5 Dez. Tic hiesiae Presse beurteilt bic gestrigCR Reichstagsverhandlungcn in durchaus ruhigem Tone. Reichskanzler, Graf Wedel uitb Wcntral v. Deimling beim Malier. Berlin, 4 Dez. Der Reichskanzler begibt sich heute abend zum Bortrag beim ftaiser nach Donaueschingen. Ter Statthalter von Elsaß-Lothringen, Gras v Wedel und der lommanbierenbe General des 15. Armeekorps, v. Deimling, find dorthin besohlen morden. Der „Berliner Lokalanzeiger" schreibt in seiner Nummer vom 5. dS. MtS.: Währcnch 'her gestrigen ReichstagoverHandlung ist die Vermutung ausgesprochen werden, daß ivohl auf die Reife deS .ftrieqS- minisicrS imd, Dvnmtescknngen eS iurückzusühren sei, wenn die Regierung in der Zabcrner Ärage so wenig Zugeständnisse machte. Der an zier habe vor der Militärpartei kapituliert. Wie unsinnig drese Vermutung ist, gebt am besten daraus hmror, big die Reise bcs ZkriegsministerS, wie bestimmt verlautet, im iwllen Einverständnis zwisck>en dem ftanzler und dem Minister erfolgte. Sie ist im übrigen auch schwerlich ergebnislos ge.vesen. Die Entsendung eine« Generals nach Zübern mit dem 'Jlaiftragt, dort die mili- «äri'chen Angelegenheiten in die Ha,ü» zu nehmen, insbesondere für ein besseres Zusammenwirken mit den Zivilbehörden zu sorgen, und eine Untersuchung einiulciiai,, für deren Durchführung ,wch besondere Befehle ergangen sind, ist gleichfalls auf bic Reise deS .Uriegsministers zurückzuführen. Endlich ist diese mich der Ausgangspunkt für die von dem Reichskanzler erwähnte Weisung an den kommandierenden General m Straßburg, daß er, wie er übrigens selbstverständlich ist, für die strengste Innehaltung der gesetzlichen Schranken von feiten der Truppe:, sorgen möge. Sportliche und wifftnschastliche LustsaHrten. Gießen, 5. T-cjcmber. 3n der großen Aula der Universität sprach gestern abend vor einer tahlreutvn Zuhörerschaft Prioardo.zcn'. Tr. A. Pepvler auf Veranlassung des ftau'männischen Vereins und des Lrt> flcmrrlN-vcrein.- über sportliche und wüfenfchaftUche Luftfahrten. Der Vortragende, der, wie den Leiern des ..Gieß. Anz ' ja brTannt ist, 'm Aunrag des Aeronautischen Cbfervatonumd in Lindenberg eine Reihe von Hochfahrten zur Erfotfckmng der boix-rfn Lu ft schicht >m unternmnnt, LrleudMeic zuuichzt die ^abl reichen w>ssenichanl,chen Probleme, die bei Hochfahrten im Ire, ballon zu löfen find Bor allem werden Messungen der sonnen* stradlung angesteltt und Lunvrvben aus den großen Höben bet- uiitergcbolt. um die dxmn'dx* Zufammenfetzung der Luft kennen -u lernen. Es nnrb nämluh feit dem Zahre 1912 die B.-ooackuung gemackn. daß i'eldfr bei vollkommen wolkenlosem £»unme£ eigen artige Trülmngen der Atmofvdgre vorhanden sind, die die sonnen- strahlung idimgdKn. und deren Natur noch völlig unbekann: in. Tatsächlich haben die b..- j.-tzt unt<*ntommcnen Hochfadrten gezeigt, bah im Gegensatz r.i anderen fahren selbst noch oberhalb >' > m starke ihrer Entstehung nach vollständig unManntc 4. uni! schick,tcn vorhanden find. Tr Peppler hofft, dan die chennick- Analvfe d;:■ nie m der Höbe eintreten kann, wim Benni und Ren? lcine selbsttätig m Zug geraten. Man iu daher neuerdings be n bt. Vorrichtungen an-uvringen, die den abitür,enden BrNon in einen tvcQidnrnt verwandeln. . (rmc tvcicntltdx und nicht unLegährliche Behinderung der HöHcin'aHrten bildet die durch den 3üucrfro'nncngel in unge'ahr 5000 m auftretenbe HöHenkrank^it, die berriu in einer Hohe von 7000 m ixr? Leben des Mensck^n bedroht Turd, rümthrfr Atmung aus mitgefübrten 5aucrftoffiiaidxn kann diese gefahr' hdx Wreiuc bis auf 11000 m binaufgeschoben werden. Zum Scküitffe feines VoNragcs gab Tr Pepvler eine Schil derung seiner Hockfahrt vom 19. £Ft., bei der die größte Höbe, nämlich 8100 m, erreicht wurde. Rach der Größe des 2200 cbm fassenden Ballons hatte man auf 9.500 m Höhe gerechnet, doch schon in 80OO m zeigten sich Undichrrnleiten tn der BaUonbütte. durch bic groher O^aSVerlust und inrolgcbeffen icbr rascher Adiall l»ervvr gerufen wurde. Tie ^aUgesch,rindigkeü betrug 0—7 Sekunden meter Zn 1CmX) m Hölw gelang cS, den Ballon durch ftar"- Ballestab-gade aufsufangen, 10 daß eine glatte Landung ermög licht wurde uv. Der mit starkem Bestall aufgenommene Bortrag wurde durch zahlreiche gute Lichtbilder wirkungsvoll unterstützt N. • — Ein Wcihnachtsfvicl. Aus T res den, 2. Dez., wird uns geschrieben: TaS königliche Schauspielhaus, als es sich des VrthnachtssptclcS „TaS 6) 0 11 e 4 f t n b" von ß m 11 Alfred Herrmann annabnt, ist damit wieder einmal ten deufchen Bühnen räfcrenh vorangegangen HerrmannS Stil gefühl bat alles Gewaltsame zu vermeiden gewußt, daS sich allzu le.cku ein stellt, wo nicht nur der ganze bramatiidie Au'bau, sondern iogar Grammatik und Charakter der Dersfprack.? so irnt an die Pcrctlbcr an schließt Za, eS ist die geringste Smönbe;: d:.- Ä.rkeS nicht, daß rs sich offen - mehr al.- ftopie — ober als treulich- kick .cr.ick es Verdienst, daß uns b; S vr,m:ttve Mtrakel nicht als .-.uriv'itst. als Srilerreriment cirmjlr; Tu Aufführung de:- SckaufpiclhauseS gab ?e:n Verke alles, was ihm gebührt. Tie nanv Pracht her Phantasie der alten Meister tat sich in diesen Bühnenbildem MÜitärlustfpiel ist seitdem mustergültig für die außerordentlich große .Zahl ter toteren Militärlustspiele geworden, d« ,hr Vorbild freilich niemals erreichten. Am populärsten wurde wohl lein „Raub der Sabinerinnen", den er tn Gemeinschaft mit seinem Bruder Paul verfaßte Emil Thomas und Georg Engels haben tn b duktil fpöt-r ick neben Schönlban und flabelburg zusammen, und als eines der ersten Skrfc dieser neuen „iVirma" erschien ba6 Lustspiel .Goldfische" auf der Bühne, das bi3 )etzt im Repertoire de: ftömahcfrn Schauspielhauses geblieben ist. Bon^andercn Ttürfen sind noch zu nennen: „Sodom und Gomorra", „Ter Zug- togfl", „Unser grauen", „Trr Schwabenstreich", „Roderich Haller", „Die goldene Spinne", „Nenaissanre" mit Ellfcld, „Eor- ndiu: Boß", „Das goldene Reick" und „Das gelobte Land". Aus der jüngeren Zcst f^i ?a5 hreiofiige Lustspiel „siein Torrir renanm, las Sckönthan nack, dem Tickenscken Tioman geschrieben ?,a: E- wurde zuerst am ftöniglick, n Sckxiusvlrlhause aufqcffibrt und hatte einen starken und nachhaltigen Erfolg Auch für daS r- motbeaier bat ^rnn- von Sckönthan ein Stück geschrieben, das erste richtige szilmlu st spiel. Es heißt: „Wv ist Eoletti?" und wurde in aller Seit aufgeführt. . — Tic Ebern bürg . sßranzvon Sickingens^este, — in Gefahr! Wenige Mdomn*r oberhalb der bernbrnien Sol- und Radiumstadt ftreu'nach. da, wo über 200 Meter schroff von bet Talsohle aufsteigende Uclcwinde das Jia bet al einen gen, erhebt stch mit:en in einem flefsek über dem lieblichen Dao Münster <1 oX- au; zierlich geformtem Bergkegel die Ebernburi Zur -Vv bvc Deformation bidt bur Ritter sZ^anz von Sicking " ' inen unt» lick en Hof Ter ftolw Barl immer d. r ,3rrib< "r ick ast gegen bi. llebermack,: ."r bürsten erfin ’■ mit ri ' "uck, welckcn werrvoll-n Bund sgenr" seine h.'ck -.i'-jenden Pläne ton deutscher ssrcihrit, Einheit un) Mache,ii der Gedankenwelt der Reformation fanden; daher nnnM: er sich bald mit Eifer der Eine photographische Aufnahme des Leutnants Schadt. Zabern, 4. Dez. Ms heute mittag kurz vor 1 Uhr der Vertreter des Londoner Blattes „Daily Mirror" A. WYudham auf der Straße den vorübergehenden Leutnant Schadt vom Infanterieregiment Nr. 99photogra- p h i e r t e, veranlaßte der Leutnant einen Gendarmen, Wyndham fest zunehmen und den Apparat mit Beschlagznbelegen, wobei es dem Engländer gelang, den Sistierungsakt zu lchotographieren. Wyndham wurde zur Polizei mitgenommen, wo ihm auf Anordnung der Krcisdireltion mitgeteilt wurde, daß um 1 r5 Uhr das Gericht über die Angelegenheit, die Beschlagnahme des Apparates usw., befinden werde. Die Kreisdirektion erklärt ausdrücklich, daß nach ihrer Auffassung von einer vorläufigen Verhaftung des Amateurphotographen nicht die Rede sein könne^ elurnsowenig von einer Beschlagnahme der Platten, da von einem Photographieverbot zurzeit in Zabern nichts bekannt sei. Das Gericht hat dann auch von einer Verhaftung des Vertreters der „Daily Mirror" Abstand genommen und ihm auch die beschlagnahmte Kamera zurückaegcben. Nur zwei Platten mit Aufnahmen des Leutnants Schadt wurden zurückbehalten. Ein Ueberfalk. Straßburg, 4. Dez. Auf den verantwortlichen Redakteur Ays der in Kehl erscheinenden „Straßburger Rundschau" wurde heute nachmittag ein Ueberfall versucht. -Ohne anzuklopfen, waren zwei im Automobil angekommene Besucher in das Bureau vorgedrungen, von denen der eine, der sich als Wiebeckeaus Zabern vorstellte, mit einer Hu n depeit sch e auf den Redakteur eindrang und ihn bei dem entstandenen Ringen in die Hand biß. Als Hilfe herbeieilte, zogen sich die Eindringlinge nach dem Auto zurück, wobei Wiebecke jedem mit dem Revolver bedrohte, der ihn verfolge, so daß das Automobil mit den Insassen entkam. ßcttticbo Neretz. Dem Reichstage ging folgende Anfrage des Abg. B a s - sermann zu: Kann der Herr Reichskanzler Auskunft geben, ob bei dem Abkommen zwischen Rußland und China vom 5. Nov. 1913, wodurch einerseits die Suzcränität Chinas über die äußere Mongolei, andererseits die Autonomie der letzteren anerkannt wurde, dem deutschen Reichs kraft des Vertrags mit China von 1861 die ihm zustehende Meistbegünstigung gewahrt ist? Die Fortführung des Mittellandkanals. Eine Versammlung des Bundes der Industriellen in Berlin hat am Donnerstag folgende Entschließung einstimmig angenommen: „Die heutige, vom Bunde der Industriellen veranstaltete Versammlung .Berliner Industrieller erblickt in der Fortführung des Rhein-Hannover-Kanals bis zur Elbe eine der dringendsten und wichtigsten Aufgaben der deutschen Verkehrspolitik. Auch für das Groß-Berliner Industriegebiet ist cs notwendig, durch eine leistungsfähige Wasserstraße Anschluß nach Westdeutschland zu erhalten, sowohl für den billigeren Bezug von Rohstoffen, in erster Reihe von Kohle, Eisen und Stahl, wie für dän Versand der Fabrikate nach dem großen und kaufkräftigen Gebiet von Westdeutschland. Ebenso würde die Fertigstellung des Mittclland-Kanals für den Handel Berlins und für oie Versorgung seiner Bevölkerung mit Lebensmitteln von hohem Wert sein. Für das ganze deutsche Wirtschaftsleben aber und besonders für die WettbewerbsfähigLeit der deutschen Industrie gegenüber dem Ausland ijt eine Verbilligung der Frachtkosten und deshalb die baldige Verbindung bei östlichen und- westlichen Wasserstraßen Deutschlands dringend notwendig// Kongreß für Do.fsrooljlfa ,rt und Wohnungrpfieie. Berlin, 4. Dez. In den fortgesetzten Beratungen des Kongresses für Wohnungsaufsicht und Wohnungspflcge, dessen Tagung heute zu Ende geht, sprach zunächst Beigeordneter Dr. Hopf (Elberfeld) über WohnungS- polizci. Am zweckmäßigsten liegt die ganze Wohnungsaussicht und Pflege einschließlich der polizeilichen Funktionen in der Hand der Städte, hjer ist die größte Einflußmöglichkeit. Uebcr das Thema „W obnungsnachweis" sprach Bürgermeister Dr. Luppe (Frankfurt a. SD?.). Der Redner führte aus: Versuche zu einer Zentralisierung des Vcrmietgcschästcs sind erst neueren Datums; und der Erfolg dieser Wohnungsnachweise war bisher noch nicht groß. Heute gibt cs über 30 kommunale, aber mit erheblicher städtischer Beihilfe bestehende Wohnungsnachweise, von denen ein erheblicher Teil sich erfreulich entwickelt hat. Organisatorisch ist c5 am besten, mit der Wohnungsaufsicht das Wohnungsamt zu vereinigen. Es hat sich innerster Linie auf Kleinwohnungen bis zu vier Zimmern und auf Schlafstellen zu erstrecken. neuen Lehre zu und unterstützte tatkräftig ihre verfolgten Bekenner. Auf der Ebernburg, der „Herberge der Gerechtigkeit", wie sie Ulrich von Hutten genannt hat, fanden außer dem geistvollen Hutlen selbst eine. Reihe hervorragender Männer, Kaspar Aguila, Oeülampadius, Nutzer, als sie ihrer Freiheit und ihres Lebens nirgends mehr sicher warm, Zuflucht und Schutz. Seit 1889 erhebt sich etwa auf der Mitte des Burgl-angeS unterhalb der ersten Mauer auf einer künstlich hergcstcltlen Plattform das Hutten- Sickingen-Denkmal, von Caners Mcisterhano in Erz gegossen. Jeden Sommer ist die (Äernburg das Ziel vi lcr Tausender von Wanderern, die nicht nur die herrliche Aussicht vom Bergkegel genießen wollen, sondern auch die Sckattcn einer großen Vergangenheit auf sich ciuwirkcn lassen. Dies soll nun alles ein Ende haben. Der jetzige schiverkrank' Besitzer der Burg, der Enkel des Bürgermeisters Güntlser, der in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Schloßruinc durch Kauf an sich gebracht hatte, beabsich- tiot die Burg mit ihren etwa vierzig Morgen Land, meist Weinbergen, vu veräußern, Unter den Liebhabern stehen in erster Linie die Frannskanerbrüder in Kreuznach, die angeblich beabsichtigen, auf der Burg ein Sanatorium zu errichten. Nun eignet sich allerdings der Bergkegel inmitten eines Kessels, in den drei Täler münden, raunt für eine derartige Anstalt. Es toärc dringend zu wünschen, daß ein solches Wahrzeichen der Reformation nicht dem Verkehr ent'ogcn würde und daß sich deutsche Männer finden, die die Burg in Händen des Protestantismus hielten. kf. Ein Literat nrvreis für 6 Millionen Mark. Wer den Nobelpreis erhält, kamt sich nickt darüber beklagen, eine zu geringe Geldsumme zu bekommen. Verschwindend klein aber ist der Nobelpreis neben einem Literaturpreisc, der im Jahre 1925 in Rußland verteilt werden soll. Im ganzen stehen da nämlich rund 6 Millionen Mark zur Verfügung, und der erste Preis beträgt an die 4 Millionen Mark. Die Preisschrift, die verlangt wird, soll das .Leben .Kaiser Mexanders I. behandeln. Das Kapital soll, tvic der „Gaulois" zu melden weiß, im Jahre ,1SS3 durch den Minister Axarkstescheff auf einer Petersburger Bank niedergelegt worden fern. Bon Jahr zu Jahr vermehrt es sich nm Zins und Zinseszinsen, bis es int Jahre 1925 die Höbe von 6 Millionen Mark erreicht. Nimmt man an, daß das Kapital mir 4 Prozent Zinsen bringt, so braucht im Jahre 1833 nur ein? Summe zwischen 100 000 und 200 000 Mark vorhanden gewesen sefti denn bei diesem Zinsftlße verdoppelt sich ein Kapital in etwas weniger als 17 Jahren, so daß es sich bis zum Jahre 1901 sckwn auf das ISfache vermehrt hatte, in 5 Jahren 1918 nur das 32fache angewack.scn fein und 1933, zur Zeck der Auszahlung, das 40 bis öOfache der ursprünglichen Snmnre wert ist. braucht aber große Wohnungen und Gewerbelokale nicht auszuschließen. Ein polizeilicher Zwang zur An- und Abmeldung leerstehender Wohnungen besteht in verschiedenem Umfang zurzeit in Stuttgart, München, Regensburg und Charlottenburg. Seine Einführung ist überall dort anzustreben, wo es nicht gelingt, den größten Teil der Vermieter freiwillig zur Anmeldung zu veranlassen. Die An- und Abmeldung ist möglichst zu vereinfachen, auch sollte wenigstens für Klemwohnvngen der Nachweis frei von allen kleinlichen Gebühren fein. Tic Abmeldung muß eine genaue Angabe der Zimmergrößen enthalten, die Beifügung einer Wohnungsfkizze ist erwünscht, aber nicht unbedingt erforderlich, erst reckt nicht bei Verbindung mit der Wohnungsaufsicht. In der Auseinandersetzung Ivies Hauptmann v. Kalkstein «'Bremen)^ darauf hin, daß der Wohnungsnachweis bisher das Aschenbrödel der Wohnungsfürsorge gewesen fei. Wie groß die Erfolge der Nachweise sind, geht daraus hervor, daß in einem Landgemeindenachweis im vergangenen Jahre 400 Wohnungen nachgewiesen wurden. Die sozialpolitische Bedeutung eines Zentralwoh- nungsnachweises für die minderbemittelten Klassen, hätte der Redner mehr hervorheben müssen. Große Fehler haben die privaten Wohnungsnachweise entstehen lassen. Stadtrat Dr. Bold (Dort- tziund) machte Mitteilungen über seine Erfahrungen beim Dortmunder Wohnungsnachweis. Damit schließt die Besprechung. — In der Nachmittayssitzung wurden über typische Beispiele der Wohnungsaufsicht geiprochen. Die einschlägigen Verhältnisse von Mannheim behandelte Rechtsrat Dr. Möricke, die von D a r m st a d t Bürgermeister Dr. Riüller und die des Kreises Worms Geh. Regierungsrat Dr. Kayser. Damit war die Tagesordnung erschöpft und der Vorsitzende schloß den Kongreß. ______________________ Aus Stadt und Land. Gießen, 5. Dezember 1913. Das Entlassungsgesuch des Oberbürgermeisters genehmigt. Gestern beschäftigten sich bie Stadtverordneten in nichtöffentlicher Sitzung mit dem Entlassungsgesuch des Ober- bürgermeisters Mecum. Beigeordneter Grünewald führte den Vorsitz und berichtete zunächst über die Vorverhandlungen und Beschlüsse der Koimuission. Diese beantragte, dem Oberbürgermeister eine längere Kur zur Wiederherstellung seiner Gesundheit zu bewilligen. Nach dreistündiger eingehender Beratung wurde beschlossen, das vom Oberbürgermeister eingereichte Entlass u n g s g e s u ch zu genehmigen und ihm das gesetzlich festgelcgte Ruhegehalt zu bewilligen. Das von ihm vorgeleate ärztliche Zeugnis wurde als ausreichender Nachweis für die Tatsache seiner Diensb- unfähigkeit erachtet. Der Anregung, durch Gewährung eines Urlaubs von 3—6 Monaten zu versuchen, ob nicht eine Besserung des G. sundlMszustandes d s Oberbürgermeisters erreicht werden könne, wurde keine Folge gegeben. Das; der Oberbürgermeister mit Fleiß und Eifer sich den städtischen Geschäften gewidmet und in Gießen vieles geschaffen hat, das der Stadt zum Nutzen und zur Zierde gereicht, wurde von vielen Seiten anerkannt. Es wurde der Versammlung mitgeteilt, daß Herr Mecum auf Wunsch, wenn es sich als nötig'erweist, jederzeit bereit sei, seine Erfahrung und seinen Rat der Stadt zu gewähren. ♦ AbschicdSfeier für Krcisrat Dr. Merck. An die am Mittwoch veranstaltete Versammlung der Bürgermeister und Rechner der Landgemeinden des Kreises Gießen im „Steins Garten" schloß sich eine mit einem gemeinsamen Essen verbundene Abschiedsfeier zu Ehren des als Kreisrat nach Schotten versetzten Regierungsrat Dr. Merck. Außer den Bürgermeistern und Rechnern war eine große Zahl von Freunden und Bekannten Dr. Mercks erschienen, so daß sich an der Fci^r etwa 170 Personen beteiligten. Zu Beginn des Festessens brachte zunächst Regierungsrat W e l ck e r in beredten Worten das Hoch auf den Landes- Herrn aus. Sodann gedachte Gehcimerat Provinzialdirektor Dr. Usinge r des Scheidenden, inbem er u. a. ausführte, daß es eine Unterlassungssünde gewesen wäre, wenn man einen Mann, der über acht Jahre in ersprießlicher und «dankenswertester Weise innerhalb des Kreises gearbeitet hab-, sang- und klanglos von Gießen hätte Weggehen lassen. Herr Merck habe es in weitgehendster Weise verstanden, sich das Vertrauen aller derer zu erwerben, die mit ihm amtlich zu tun gehabt hätten. Nicht nur die Landbevölkerung verliere an dem Scheidenden einen allezeit zugänglichen Berater und Helfer, sondern auch zahlreickte landwirtschaftliche Vereine einen eifrigen Förderer ihrer Bestrebungen. Wenn hiernach auch einerseits sein Fortkommen von hier zu bedauern sei, so müsse er sich doch andererseits freuen, daß der Kreis Schotten jetzt diesen tüchtigen Beamten bekomme. Unter den besten Wünschen für den Scheidenden und seine Gattin und mit einem dreifachen Hoch auf Re- gierungsrat Dr. Merck schloß der Redner die mit starkem Beifall aufgenommene Rede. Nachdem zunächst noch Kreisveterinärarzt Dr. Knell im Namen der Tierzuchtvereine des Kreises der großen Verdienste und der ersprießlichen Tätigkeit des Scheidenden gedacht, und Bürgermeister Fendt-Hungen in fesselnder Weise die Tätigkeit des Kreisrats Dr. Merck in den Gemeindeverwaltungen geschildert, sowie Gemeinderechner Am o ld -Grüningen dem Scheidenden für das den Rechnern entgegengebrachte Wohlwollen gedankt und ihm und seiner Frau ein herzliches Lebewohl zugerufen hatte, erwiderte Kreisrat Dr. Merck in längeren Ausführungen dankend fiir die ihm zu Teil gewordenen Ehrungen. Er gedachte auch des Herrn Oberbürgermeisters Mecum, der ihm brieflich seine Wünsckhc zum Ausdruck gebracht habe. Gerade die Selbständigkeit, deren er jetzt ass Kreisrat in ausgedehntem Maße bedürfe, habe er sich in Gießen, von dem er nur mit schwerem Herzen scheide, angeeignet. Den Vereinen wünsche er ein ferneres Wachsen und Gedeihen. Er gedachte auch der Hilfe, die ihm in Ausübung seiner Tätigkeit überall zu Teil geworden sei und sprach seinen besten Dank hierfür aus. Sein Hoch ga.lt dem Wohl der Stadt und des Kreises Gießen. So nahm die Abschiedsfeier einen harmonischen, schönen Verlauf. X * * Tageskalender für Freitag, 5. Tez. Stadt theater: .Pygmalion". (Znm cciien Male). Ansang 8 Uhr. X " Schula »gelegen!)eiten. Erleb igt ist in Friedberg — Stadtteil Fauerbach — eine mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle. — Bestätigt wurde der von dein Fürsten zu Psenburg und Büdingen aus die rledigte 1. Lehrerstelle an der Volksschule zu Vonhausen, im Kreise Büdingen, angebotene SchulamtSaspirant Wilhelm Kutl auS Müschen beim, Kreis Gießen, für diese Stelle; der von dem Grafen zu SolmS-Rödelheim auf die erledigte 1. Lehrerstelle an dcr Volksschule zu Petterweil, im Kreise Friedberg, angebotene SchulanckSaspirant Johannes Nullmann au§ Rodheim v. d. H. für diese Stelle. • • Ernannt wurden die Finanzreferendare Eduard Blankenhorn auS WormS und Dr. Ludwig Zöckler au5 Gießen zu Finanzaffefforen. "Verleihung. DaS Ehrenzeichen für Mitglieder freiivilliger Feuerwehren wurde vom Großherzog an Friedrich Jockel J. tn Gründe r g verliehen. * * Ei neFliegerkaserncirn 18. Armeekorps. In der gestrigen Stadtverordnetcnsitzung zu Dar mstadt wurde das Gesuch der Garnisonverwaltung um Befreiung von den einschränkenden baulichen Bestimmungen bei Errichtung der neuen Fliegerkaserne auf dem städtischen Gelände an der Wixhäuser Hausschneise zu Darmstadt genehmigt. "Provinzial-AuSschuß der Provinz Ober- Hessen. Zur Sitzung des Prooinzial-AuSschusseS am Samstag, den 7. Dezember, vormittags 9 Uhr, ist folgende Tagesordnung aufgestetlt worden: 1. Klage deS August Schäfer ju Hungen gegen den Kreis-AuSschnß des Kreises Gießen wegen Anlage von Abfahrten. 2. Klage der Gemeindehebamme M. B. Prang zu Bannerod gegen die Fürsorgekasse für Kommunalbeamte wegen Aufnahme. 3. Klage des Bäckers Heinrich Neun zu Usenborn gegen Großh. KreiSamt Büdingen wegen Ausnahme in die Ääcker-ZwangS- Jnnung. — Eine zweite Sitzung findet am SamStag, den 13. Dezember, vormittags 9 Uhr, statt. Zur Beratung gelangt die Ablösung der Weideberechtigung in den Gemeinden Pfordt, Uetzhaufen und Niederstoll. ** D i e Kosten dcr Geschworenengerichte haben sich nach Inkrafttreten der vom Reichstag beschlossenen Justiznovelle gegen früher erheblich erhöht. Bor dem 1. Juli erhielten die Geschworenen nur Reisekoftencntschädi- gung, seitdem erhält jeder zum Geschworenenamt berufene Bürger außerdem noch Tagegelder von 5 Mk. an für den Tag. Falls er weiter als 2 Kilometer vom Sitze des Gerichts entfernt wohnt, auch je 3 Mark U e b e r n a ch-« tun gsgebühren für die Dauer der Schwurgerichtstagung. Dieselben Vergütungen erhalten auch die Schöffen. Die Laienrichter dürfen nach oem Gesetz die ihnen zustehenden Bezüge nicht ausschlagen. Die Kosten der beiden Schwurgerichte in Gießen im September und Dezember stellten sich folgendermaßen: Im 3. Quartal waren 6 Sitzungstage, an die Geschworenen wurden ausgezahlt 1367 Mk. Das 4. Quartal mit seinen nur 3 Verhandlungen erforderte 775 Mk. für die Geschworenen. Es macht dies zusammen 2142 Mk., von denen 430 Mk. auf Reifevergütungen fallen, so daß die neu eingeführten Tagegelder und Uebernachtungs- gebühren an die Geschworenen für 2 Tagungen 1700 Mark betragen. Adreßbuch WH. Die Buchstaben Ij bis ü des alphabetischen Namensverzeichnisses liegen am 6. und 8. Dezember zu jedermanns Einsicht in unserer Geschäftsstelle offen. Zur Vermeidung von Ungenauigkeiten werden die Interessenten um Nachprüfung ihrer Adressen- eintragung gebeten. Verlag Ver Adreßbücher für die Stadt und den Kreis Gießen Schilistratze 7,9. 553205331 ** Konzertverein. Dein Orchester - und Bcetho- ven-Konzert am Sonntag nachmittag wird vormittaaS um 11 Uljr eine Hauptprobe zu billigen Eintrittspreisen vbrangehen. Es fei ausdrücklich daraus hingewiesen, daß in dieser Hauptprobe sämtliche Nummern des Nachmittags-PrograinmS unveriürzt zum Vortrag kommen. — Mit Rücksicht auf die Abendvorstellung im Stadttheater mußte der Beginn des Nachmittags- Konzerts anstatt auf 4V2 Uhr, wie ursprünglich angekündigt, auf 4V2 Uhr (pünktlich) angefetzt werden. Die Oefsnung des Theaters erfolgt um 4 Uhr und werden die Zuhörer höflichst gebeten .sich pünktlich einzufinden, damit das Konzert ohne jede Verzögerung beginnen und das Theater im Interesse der folgenden Vorstellung rechtzeitig geräumt werden kann. " 23 o m Lichtspielhaus tVahiihohlraßei wird uns ae- kchrikben: „Dr i bedeutende Naineu werden morgen, Samstag, das Publikum anziehen: öugo von vosfmaunsthal, der berühmte Auior, Grete Wiesenthal, die unvergleichliche Tänzerin, und Ruck, der bekannte Komponist. Hugo von Öofsmannsthals berühmte Pantomime .Das i r e m d e Mädchen^ mit Grete Wiekeinbal in der Hauvtrolle. welche seinerzeit im Berliner Hebbel-Tbeater mit riestaem Erfolg aukgeführt wurde, im Ftlm I Tie von Hannes Ruch geichriebene Mustk wird auch hierzu gesvielt, so datz den Besuchern ein seltener Geimb geboten wird Tie „Deutsche Pioutagszeckung" schreibt über diesen •vilm: Ter Inhalt ist ungefähr folgender: „Daß fremde Mädchen" ist eine junae, ahnungslose, von fchlimmer Hand vorwärts gestobene Unschuld. Eine Schnrkeubande führt sie einem jungen Manne zu; er acht ihrer Macht nach, wird von den Kerlen ge- üstelt, von dem Rlädchen befreit und fleht schliestlich vor ihrer Leiche. Tie Durchführung der Weldnditc im einzelnen ist natürlicher, realistischer, als solch eine Inhaltsangabe nnbenten kann. Und die das Werk ergänzende Mustk ist eine der besten Darbietungen, die uns jemals bei einer Pantomime begegnet ift. Eine solche, fast 'biozartsche 'Art, gibt auch hier die (SrunDIttae, und auf dieser erbeben sich die der Szene dienenden charakteristischen Wendungen io dast sie niemals den vornehmen, künstlerischen Eharaktei verlieren." ** Deutscher Frauenverein vom Roten Kreuz. Wie uns die Gießener Abteilung des Deutschen Frauenvererne vom Roten Kreuz für die Kolonien mitteilt, sind aus dem Erlös der von jungen Gießener Damen angefertigten Handarbeiten, welche im vorigen Jahr anläßlich des Jubiläumsfestes zum Verkauf gelangten, Kleidungsstücke, Wäsche usw. von hiesigen Geschäftsleuten bezogen und vor einigen Wochen als Weihnachtsgabe an die Schwestern in den Kolonien gesandt worden. Landkreis Gießen. △ Klein-Linden, 4. Dez. Mit der heurigen B ü r - gerrnei st erwähl fanden die Gern ein d ewah len ihren Abschluß. Da der verdienstvolle Bürgermeister Schaum mit Rücksicht auf sein hohes Alter eine Wiederwahl ablehntr, standen zwei neue Kandidaten auf der Wahlliste. Don dresen wurde Philipp Jung 18. mit 219 Stimmen zum Bürger- meister gewählt. Bei ocr vorausgeganaenen Beiaeordneten- wahl errang Wilhelm Jung 8. den Sieg und bei der Ge- mcinderatswahl wurden Karl Hof, Heinrich Wahl, Kafp. Lenz und Georg Neurath gewählt. Sämtliche Gewählten gehörten bisher dem Gemeindevorstand noch nicht an. Die HeteHlflniifl an den Dahlen war ziemlich stark, die Dahlen selbst nahmen einen ruhigen Berlrrvs (?) La n g-Gön S, 4. De-. Tie Mäusevlaqe hat auch in bidtflrr «enwrfunq stark emqeqnfTCTi, S wurde heute Wft zum Bertilaen der Mäuse beim Rnthaus an die Seiten des brifi|*en Staate! erbaut. 3ebe Gemeinde, durch der.n cuemnrfima die S trabe oelegl wurde, muhte kos er’orberliifie Ge- läude fiedeii und die nötiaen Tlntermlien innerl alb bet (^enmrf- I uasgreuze liefern. Ter Gemeinde Bleickenbach kasteie der Ctrasten- nu fcOOO Gulden. Ärrid Lauterbach. R. Lauterbach, 4. Dez. Am Eonntog wird unter Leitung non zwei Offizieren deS Infanterieregintents Nr. 116 auS Gie tzen zwischen den Bahnhöfen N irtel d ttnd Ilbeshausen (elron 11 Äm.) eine ®elänbeübuna bc6 Bezirks Lauterbach von .Iungdeutschland^ fialtnnben. Tie Odfl- nruppen Tramfeld, Grebenhain. Engeltod, Höroenan nnb D dämmen werden von Bahnhof IlbeSbatisen gegen bte Orts- anippen Lauterbach, Maar, Tßnllenrob, Frischborn und CchadgeS in der Richtung nach Herbstem manönerieren. Diese letzten werden sich am Bahnhof N'rfeld sammeln und gegen Ilbeshausen voraehen. Cärnll che Crt8qritppm werben von Le Krem der betreffenden Ortschaften geführt, die sich für die Iungdeutschlandssache besonders internieren. Tie hiestae Ortsgruppe, unter Leitung deS HauptlehrerS Kinkel, hat in letzter Zeit schon eifrig Geländeübungen abgehalten und ganz bedeutende Märsche geleistet. KreiS Schotten. B. Ulrichstein, 4. Dez. Von Leuten ans dem Odenwald werden eben bie 6amen ।o pf e n ber Fichten an der Ohmstrotze gebrochen. Bei jetzt hier herrschendem Sturm eine schwere Arbeit. KreiS Friedberg. 2 Friedberg, 1 Dcz Cbcriäner Glück von hier, seither bei dem Iägerbataillon in Scklettstadt stehend, wurde heute mittag mit militärischen Ehren beerdigt Tte hiesige Militörmusikschule schritt dem Leichenwagen voran. Tepu tationen vom Schlcttstädtcr und hiesigen Bataillon folgten im Leichenzuge. — Eine bekannte Persönlichkeit der Wetterau, Will, jfer, ist zu fr i ein - frei r hen gestorben. Er ipar ein Freund deS DialektdichtevS Geibel, ber ihn auch in febnen Dichtungen erwähnt bat. L Bad Nauheim, 4 Dez. Einen seltenen Fund machte ein Metzger dahier. Aus seinem Grundstück sand er eine 8 Pfund schwere Kanonenkugel -- Bad-Nauheim, 4. Dez. Dem eifrigen Bestreben unseres Obst-baiivereinSiste« zu danken, daN hier ber Mnntpi, gegen den szrostivanner in intensivster Weise und mit grösttcm Erfolge burrfhirführt worden ist Obsöbauverein und Stadt haben kein Mittel gesgvut. st I e b n il r t c t an bat Blumen anlcgen von ruub 2<1 000 CbflbSmntn aufweisen kann, auf irden zweit e n Baum ein derarligec- Zangemittel: der OhRbflU; crein lieft allein gegen 4000 Baumnn ie anlegen, die Stobt gegen 300. baut kommen noch die »ahlreidvn imimten Obstbanmzückter mit ihrer Arbeit. Ter Erfolg ist nickt aiir r ifr ti b ixxirbcit dei 5 Imben bartb 20 3chutzen 230 £*tnen fdeet. Tos ? war vdfrtfbmürtknb anzeiickts der Ulanen. 0k nun aus .nelen Gebenden vernimmt D v r f - G 11 l, .’> Tn Die am 1 Dezember ftaltgefurt bene Viehzählung Halle jur den hiejigrn Ort folgendes Ergebnis: In 75 £ au»bal hingen wurden 343 Stuck fltnb- oieh. 1M0 swafe, 433 Sckweine, 39 Ziegen und 146 jfnntncben gezahlt Starkenburg und Rhrinfirffen. rm T a r m ft ä b t, 4 Tn In brr Tiadtverorbne- te«f i tzu n a erklärir bei der Besprechung bftr 7r ü r i p t g f für Ardr11SIofe ber Soriibenbe. datz man für Rocstandsar- brttfn im l;ufmbei Voranschlag den Beiraz von rtroa 2ÜO000 Mark vorae rhen bade Für die näckst,ädrige Lunstausstel- lunq ani t-an Platanen Hain reio der Aünstlerko'.on'e au, ber Maidll^eutöbe fall an Restaurationsaebäudc iowie ein stastee- bou» err.ckie: n«rtbrn. do» Gesuch wird genehmigt Eine Irb- Hane Ausivrack auf kirchlichem Gebiete entsteht über bav Gesuch ber evana 1 fie'ormoiionsqemeinbe. ihr zum Bau einer naini Kirche in den Anlagen einen Baiiplatz von etwa liKK) Cuabrnt m-irru »um Preise von 6 Mark für den Lluadratmcter zu überlasten. Der Antrag nxrb ariubmidt. m Offen back a M , 5» Dez. Zn der gestrigen ^tobtver- orbneren'itz,7na machte ber Ooerdurgermeister Dr. Tulio Mittei» tcilung von feinem schreiben der Eifenbabnbirektion, auS bm der- vorgeht, batz bei dem BahnhoiSuinbau zunächst mit bim Bau des neuen (4ü,rrbabndo'i begonnen wird unb bann erst bif döderlegung be» Bahnkörpers mit den Untersädrunqen in Angriif genommen werd« n sann Tic 3tobt hatte beschlossen, bie Bürgfchaft bei brr Bergedung zweiter vnpotbrlnt unter brftimmtfn Grundsätzen zu ütirrnfbrnrn. Ta ab*r sich kem Bankinstitut bisher hierfür aefun- brn bot, holte der Lifenbacher Laus unb Ofrunbbei'itzervereiii dem Stadtrorstand ein i*n'urfi unteibreitct, nach dem d>e Stabt zur Steuerung der upcuni Hopotb«kennot, städtische Mittel für diefe Zwecke bcreitsteUen soll Da» Gesuch wirb tcdoch in Anbetracht der fick daraus craebeuden stimsequenzen obgelehnt Abschl4-,ig bcfcfne id : Becmrenverein». um Unterstützung unverschulbet in No^ geratener Beamten. — Auster- bafii ber Jcgfforbming unterzog Stabtver.nckncter Ulrich ff. da- Berhalten de5 Gedeiinen Negierungsr it £' o d> m o n n ri„cr st rittk, ber bn dem istebur:stagsfestesten bc» GrostherzogS bie lrestrebe hielt und bann brrvorlpb, da si f i di di e Ofkenbacker ihrer B a t c r st a d t schämen m ü st t e n , weil sie s,ck nicht an der ikaiserabresse beteiligt batten d M a i n z, i). Trj Die gestrigen Stadtverordneten- wählen haben den Vcrfimgtrn bürgerlictwn Parteien nickt d^n erhofften Sieg gebracht. Die .Eandidolei,liste der vereinigten bür- gerliclien Parteien war zu ungeschickt zuiommengrstrUt, was zu grofzit Sltcidiimq n Veranlassung gab Tie Disziplin der 3ozial- Cemskraten z«ig!c fick auch bei dieser Wahl imeder, die 3lrrichnng bei ihrem Simrnuzettel nwr nur gering Tic Ja bl der Dahbe- rechtigten in der Stabt betrug IG 451, davon hi den abgestirnrnl 12 Sr« 1 oder 78 Proienl. Än' die vereinigten bürgerlichen Par teien entfielen 4421 ungestrickenc und 1910 gestrichene Stimm zettel, aut die Sozialdemotraten entfielen 5709 ungestrichene und 333 gestrichene Summjettd, aus den Zettel der ..Freren Burger- v-rc>iugung", auf roddxm von 16 standidaten 13 deS fozialbnnv- Irntifdrn 3iimm«,t1cI4 standen, entfielen 404 ungestrickenr und 107 gestrichene Summwttcl. — Die Gesanttiabl der 3hmmcn, tte aut txn ;V’ttcl der vereinigten bürgerlichen Parteien entfielen, beträgt demnach 6331, die der Sozialdemokraten 6553 Tie ver einigten bürgerlichen Parteien werden voraussichtlich 3 i Äanbi baten burdibringat, während von brr fozialdemosratisckcn Liste 12 13 Kandidaten gesiegt haben dürfen. Das genaue Wahl rrgebni,- toird erst Freitag ober SamSlag bcfütiiiD fcstgcstellt werden können. - Zn den emgrnieindrten Orten flnftel, Mumbach unb st ost bei m siegten sämtlich die sozialbemokratischen STanbi- baten gegen bte vereinigten burgerlidwn Parteicm Zn stastel entfielen auf dtc beiden .Qanbtbatrn brr bürgrrliclwii Pari eien 661 unb auf die Sortaldemokratm 704 Stimmen, in Kostheim entfielen auf den bürgerlichen .standibaten 589 unb aut beit So ialdemokrat 612 Stimmen, in Momback nnirbr ber bisherige sonal^emosralischc Stadtverordnete Zoszt mit 710 Stimmen wiedergewählt, auf den flanbtbtiten der bürgerlichen Parteien entfielen a50 Sttmmen Mainz, .5. Tej. Ter Dadeanstaltsbefitzer Franz Zofeph Schell hat am 22. September einen Anabcn vorn Lode des Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist ihm von Seiner Königlichen Hoheit dem Gro fiherzog eine zweite Spange mit ber Jahreszahl 1913 zu her bereits 1893 verliehenen unb 1911 mit ber ersten Spange versehenen Nettungsmcbaille verliehen worben. Kreis Wetzlar. --- Afilar, 5. Dez. Seit Sonntag abend ist die Tochter 9o tha rin a des Heinrich Will II. in Astlor verschwitnden. Sie trug blauen Nock, blatt unb weist gestreifte Bluse nnb ein Lainatuch, ist 1.65 m groß unb 21 Jahre alt. Nachrichten über brn Verbleib deS Mädchens bitt t man an die Bürgermeisterei in Anlar zu r chteu. x tkinzenbach, 4 Tez Amzeuback zählt jetzt in 118 bewohnten Gehöften: 22 Pforde, .'>49 Rinder, 335 Schweine, 178 Schafe und 6t Ziegen Tie Obsrbaumzähtung der ttmg zu verhindern. Eine be» mafftirtc Abteilung befand sich in PlnrnoutH Auch war ein SchneU- Nmt»fn gechartert worben für den Juli, datz Frau Pankdurst noch einem anderen Landungsplatz gebracht würde. • M 11 Revolvern in der Sparkasse. AuS Gra» wird gemeldet: Ein entlassener Arbeiter der DezirkSsvarkasse Graz, Adolf M v n ii e , feuerte unter brr Drohung, alle Anwesenden zu erschtehrn, aus zwei Revolvern Schüsse ab. Direktor ftoUunb bar- Vorstandsmitglied Niemann wurden schwer verwundet. Dann verübte der Vrrbrecher S e l b st m o r d. * Schuhhütteansdem Kilimandscharo. AuS Hannover wird gemeldet.' Ter Ausschutz des Denttck-Oesterreichiscben Alpenvernns beschlossen, her .'lbteilmig vannover einen Antrag an» Errichtung einer SchutzliÜttr aus dem >Ailimandschar» vorznlegen. Martte. fe. RrenfTtirt a. M.. \ Tn. teil- nnb Bt ro fi m n r ?t. TlngeVibren waren ' Woae ' C>eii. 3 Magi-n Stroh Man notierte: »-en » Ehoh igornlanahrok») o.'io-0.00 Mk., Wirr- flroh 0,00 —0,00 Mk. Alles ic 60 Kilo. Geschält langsam. - Tic Zntuhren waren au« Obeihessen unb aus beit Kreisen Friedberg Tte»uni unb panou. Rettrreu«fit6trn in Öeffen *fir Samstag, beit 6. Tej. 1918: Wen Icln e rriudlfnng. nubvüfinbla. kühler. Cetefe llndirlcbten. Aus ber hessischen Zweiten Kammer. rb. Darmstadt, 5 Dez Fn der Zweiten frommer beantwortete heute Minister v Homberg k mehrere An» fragen betr. den Zusammenbruch ber GenossenschaftSkcrssen und die Haftbarkeit Jhrigs dahin, bafi die Regierung noch nicht das aftcnmäf iqc Material herbe und ohne dessen Kenntnis keine SteUuug nehmen rihrne Cb eS möglich fein werde, der Spar- und Darlehenskasse zu LcutgSoorf die von der Zentralkasse gewährten Staatsmittel mitzbor zu macken, könne nvck nicht entschieden werden Darauf sand eine längere Aussprache über bte Uebcrlanb^en» t r a I c statt. Eine Uraufführung in Tarrn ft ab t. Darmstadt, Dez. Gestern abend fand im hiesigen Hoftheater die Uraufführung der neuen dreiaktigen Komödie „Ta-5 Phantom" von Hermann Bahr statt DaS Stück, welches de. - Problem der modernen Ehe unb Ehescheidung behandelt, fesselte weniger durch seine Handlung, wie durch seinen feinsinnigen Dialog, bie witzige Satire unb die fein -.ugespitzten Antithe'rn. 'j)adi jedem Akt wurde lebhafter Benall gefpendct Das Stück fand eine warme Aufnahme. iVi Die trauernden Hinterbliebenen: Katharine Lang geb. Mandler, Karl Lang, Elise Lang geb. Stein. Tod^s-A-Z'-iire. Gestern nachmittag 61 . Uhr entschlief sanft nach kurzem Krankenlager mein lieber Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Lang, Gemeinde-Einnehmer a. D. im 66. Lebensjahre, welches wir Verwandten und Bekannten hiermit zur Kenntnis bringen. Um stille Teilnahme bitten Wieseck. den 4. Dezember 1913. Die Beerdigung findet Samstag, den 6. Dezember, nachmittags 2 Uhr, statt. •«- Eier! Zwiebeln mittlere haltb. Winrerware ver Beniner zu Mk. 6—, nrö*.eie Bosten billiaer 5Bilb. TJaucnborn. Södel Danksagung. Für bie vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem rau,unserer guten Muner. sowie für bie zahlrcichci» Äramfuenben lagen wir allen, inrbefonberr ccn Efi-uvabnern unteren bei zücken Dank für ihre Teilnahme an der Beerdigung Heinrich Hoimanu und iQinber. Sicfetf. ben EL Dezember 1913 Sir cmprcbl. für Seihnackt? bäderei «ttWS: I .'. Eier . 10 Stck. 70 B'g. , * ertra ausgefuckie, grobe - . 10 Stck. HO Bia. Safi & Laridrsmann Teievhon 988. Lindenvlay 8. • iScrirrain Teleohon Nr. 1 Ami Wölkercheim. 7M2 HyHhiüüTlTchniäümh rrankenhausen m -wg.-e.We-»^ -4btGram*.-Ui. £■ X2 H»t* u« Tie-bt O Nif-deriaz« in Gi<*««en* Pelikan-Apotheke, Hirsch- Apotheke. Löwen-DroR-rr« Cpntral-Droir : In Großen- Lin den.- Apotheke voiW, Schlich; in Lieh; Drogerie Zimmer.*«*\ ViKftkarten billigst Brtihr*che DrockereL ! ! Ein künstlerisches Ereignis I. Ranges ! ! im Licht-Spiel - Haus Morgen Samstag Das fremde Mädchen Tragödie aus dem Reiche des Mystischen in 4 Akten von Hugo von Hoffmannsthal. 782 • Mnsik von Hannes Ruch ! In der Hauptrolle die berühmte, auch in Giessen bekannte, Tänzerin Grete Wiesenthal. : Versammlung des Obst- und Gartcn- banverciucs Gießen (Ortsgruppe des oberh. Obstbauvcrcines). Vermietungen Mädchen u. Aushilfe von Ili u. 20 I. such. Stetig. mögt in Geschäfts- ob. Privathaus, bcvfll. s. ich turfct. Hausb. a. Herr Dr. Hoffmann wird Samstag, den 6. Dezember, abends 8l/2 Uhr, im Lokale des Herrn Mayer, Maifer-ASee (Zum Krokodil), einen Bartrag halten mit dem Thema: Betrachtungen über Obst- und Gartenbau. Nachdem findet Gratisverlosung von Obftbäumen, Garten- geratschaftcn rc. für die anwesenden Mitglieder statt Alle Freunde des Obst- und Gartenbaues nebst ihren verehr!. Damen sind hierzu freundlichst eingeladen u.werdeu um zahlreiches Erscheinen gebeten. I. A.: Simou, Vorsitzender. v»/'» taisciis WchW iirÜBs Montag, den 8. Dezember 1913, abends 8 Öhr, im oberen des Hotel -Restaurant „Melropol" (Plockstrasse): 4 Zimmer Frdl. 4 Zimmer-Wohnung Aum 1. 4. 14 au ucrrn. I783J N. ü. Beil, Kaiser-Allee 14*/,o. | 3 Zimmer \ freundliche Wohimiiß, Rimmer, Küche und Zubehör, Scltcrs- iuco, an ruhige Leute zum 1. April zu vermieten. Re- slektamen wollen unter 09438 an den Gietz. Anz. schreiben. j 2 Zimmer 7509] Schöne 2-Zimmerw. Schiffend. Weg sof.zu verm. Näh.Nord Anl. 3-4, Bureau 2Herr.sos. Frau Margarete Hcrr.ieiverbmänigeStellen- vermittlerin,Sonnenstr.kl°°^° Kleineres Hans inmitten der Stadt für den billigen Preis von Mk.6000.— bei nur Mk. 1000.- Anzahl Ali verkaufen. Schriftliche Angebote unter 09437 an den Giehener Anzeiger erbeten. Sahen - kimchtW billig zu verkaufen. 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[7830 * .9 6 K * K i 6 SS § I5 sss .» s 6 6 s des Kaufmännischen Vereins und seiner Fachschule anläßlich des 20-jähr. Bestehens derselben verbunden mit der Jahrhundertfeier von 1813 Wir laden zu diesem Feste hierdurch alle Mitglieder des Vereins, sämtliche Schüler der Fachschule, sowie die Familienangehörigen beider ein und bitten um recht zahlreiche Beteiligung. Alle früheren Schüler der Fachschule sind herzlich willkommen! Kaufmännischer Verein und Fachschule 2 v *• K 6 6 Samstag, den 6. Dezember 1913, abends 8l/s Uhr in der Turnhalle, Steinstraße 3 (statt der auf den 21. Dezember angesetzten Veranstaltung) FEIER Achtung! Achtung! pfelsinen eingetroffen , sütze dünnschalige und saftige Ware. 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