Hr. 79 fünftes Blatt <65. Jahrgang Gießener Anzeiger Erscheint täglich rrm Ausnahme des Sonntags. wöchentlich. landwirtschaftlichen Seit- General-Anzeiger für Oberheffen fragen" erscheinen monatlich zweimal. Die „Gießener Zamilienblätter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal Samstag, 5. April 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und SDrucferei: Schulstraße 7. Expedition itnb Verlag: e^51. Redaktion:^:^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Dar Reichspetroleummonopol. Aus Detaillistenkreisen geht uns eine Betrachtung über die Wirkung des Petroleunnnonopols auf die Lage des Tetaillisten- ftandes zu. Wir entnehmen daraus nachstehende Mitteilungen. Die Hoffnungen, die einige Detaillisten in das Petroleum -Monopol gesetzt hatten, sind durch die bisherigen Beschlüsse des Ausschusses schwer enttäuscht worden. Hatte schon die Ablehnung des von dem Reichsdeutschen Mittelstandsverbande gestellten Verlangens, die Namensaktien oder wenigstens einen erheblichen Teil davon den Detaillisten zu reservieren, sehr verstimmt, so müssen die Beschlüsse, die in den beiden letzten Sitzungen gefaßt worden sind, die größte Beunruhigung in den Detaillisten kreisen über die zukünftige Gestaltung des Pctrolenmhandels Hervorrufen. Denn diese Beschlüsse müssen eine erhebliche Verschlechterung der Stellung der Detaillisten im Petroleumhandel herbeiführen. Es handelt sich im wesentlichen um die nachstehenven Bc schlösse: 1. „Die Berka nsspreise der Vertriebsgescll- schäft muffen bei allen Tank anlagen die gleichen sein." Hiernach ist es der Vertriebsgesellschaft unbenommen, an den Orten, wo sich' keine Tankanlagen befinden, d. h. also an den weitaus meisten Plätzen Deutschlands, höhere Preise zu for dern als an Orten mit Tankanlagen. Die an den Orten ohne Tankanlagen wohnenden Händler sind demnach hinsichtlich des Preises vollständig der Willkür der Vertriebsgcsellschaft liber- lassen. Wer abgesehen davon, ist die Bestimmung, einen Verkaufspreis ab Tankanlage festzusetzen, ganz und gar verfehlt. Kein Mensch kauft heute noch Petroleum ab Tankanlage, sondern nur frei Haus. Es müßte also der Vertriebsgesellschaft die Bedingung auferlegt werden, zu einem gewissen Verkaufspreise frei Haus des De taillisten das Petroleum ab.zugeben, damit verhindert wird, daß die Vertriebsgesellschaft auf den Verkaufspreis ab Tankanlage einen Aufschlag nimmt, der nicht im Verhältnis zu den entstehenden Mehrkosten steht. 2. „An Personen, die den Weiterverkauf von Leucht öl nickt gewerbsmäßig betreiben, darf es die Betriebsgesellschaft nur in Mengen von mindesten 4 0 0 Litern im Einzelfall abgeben." Das bedeutet, daß alle größern Privatkonsumenten, wie Fabriken, Güter usw., die in der Lage sind, 400 Liter auf einmal zu beziehen, zu demselben Preise von der Bertriebsgesellschaft kaufen können wie die Händler. Wenn diese Fassung Geltung erlangen sollte, so würden viele Händler mit dem Verlust eines erheblichen Teils ihres bisherigen Petroleumgeschäfts zu rechnen haben. 3. „Die Vertriebsgesellschaft hat auf die Dauer von 5 Jahren in die vor dem 1. Juli 1912 abgeschlossenen Verträge einzutreten, auf Grund deren u) die Petroleum Händler die Versorgung des Kleinhandels mit Leuchtölen übernommen haben, b) die Petroleumgesellschaften den Kleinhändlern die Ver kanfsbehälter und sonstiges Zubehör überlassen haben." Aus dieser Bestimmung geht hervor, daß die den Detaillisten von den jetzigen Petroleumgesellschaften allgemein gewährten Ra batte im Laufe der Zeit ganz abgeschafft werden sollen. Dadurch toerben die großem Händler benachteiligt. Geradezu ungeheuerlich aber ist die Bestimmung, daß die Vertriebsgesellschaft nur in die Rabattabkommen einzutreten hat, dke vor dem 1. Juli 1912 abgeschlossen sind, und zwar nur für die Dauer von 5 Jahren. Die zahlreichen Abkommen, die also nach dem 1. Juli 1912 etwa an Stelle von frühem Abkommen getreten sind, braucht die Vertriebsgesellschaft nicht zu übernehmen. Ebensowenig braucht sie die Mkommen zu verlängern, die vielleicht kurze Zeit nach Gründung der Vertriebsgesellschaft ihr Ende erreichen. Dies wird zur Folge haben, daß schon vom Inkrafttreten der Vertriebsgesellschaft ab eine große Zahl von Händlern wesentlich ungünstiger gestellt sein wird als ihre Konkur reuten. Das Ergebnis ist also, daß das Gesetz von vornherein zwei verschiedene Klassen von Detaillisten schafft, solche, die auf Grund ihres bisherigen Vertrages Rabatt bekommen und solche, die keinen Slabatt erhalten. Auch die Abkommen über die bisherige unentgeltliche Hergabe der Verkaufsbehälter braucht die Vertriebs- gesellschaft nur zu übernehmen, insofern diese Abkommen vor dem 1. Juli 1912 getroffen worden sind, und auch nur für die Dauer von 5 Jahren. Die Händler werden also genötigt sein, sich selbst Verkaufsbehälter anzuschaffen und die Jnstandhaltungskosten aus eigener Tasche zu bestreiten, wenn sie nicht auf die mit der Verwendung dieser Verkaussbehälter verbundenen Annehmlichkeiten ganz verzichten und wieder zu der alten Sagerung' in Hvlzfässern zurück kehren wollen. 4. „Der Bundesrat wird ermächtigt, über die Beschaffenheit der von der Vertriebsgesellschaft in den Verkehr gebrachten Leuchtöle Vorschriften zu erlassen." Ein Antrag, wonach das von der Vertriebsgesellschaft einzukaufende und zu vertreibende Leuchtöl auf den in Deutschland bei den kleineren Konsumenten üblichen Lampen gut und ohne unangenehme Nebenerscheinung brennen muß, ist abgelehnt worden. Selbst wenn der Bundesrat über die chemische Beschaffenheit des in den Verkehr zu bringenden Leucht öls Vorschriften erläßt, so ist damit noch lange nicht gesagt, daß das Petroleum auf den in der Gegend gebräuchlichen Lampen gut brennt. 5. „Ter Bundesrat wird ermächtigt, über die Art der Zufuhr von Leuchtöl an den Kleinhandel und die Verbraucher An ordnungen zu treffen.." Ein Antrag, wonach die bisherige Art der Zufuhr aus Straßenwagen unter Lieferung in die bei dem Kleinhändler unentgeltlich von der Vertriebsgesellschaft zu stellenden und kostenlos zu unterhaltenden Lageibehälter beibehalten werden muß, ist abgelehnt worden. Es liegt also die Wahrscheinlichkeit vor, daß die Vertriebsgesellschaft in Zukunft in vielen Gegenden, wo itr der jetzige Straßenwagenbetrieb zu kostspielig ist, diesen Verteilungsmodus abschaffen und durch den veralteten Faßhandet ersetzen wird. 6. „Ter Bundesrat wird ermächtigt, den Kleinhandel mit den den Vorschriften dieses Gesetzes unterstehenden Leuchtölen mit Bezug auf die Preisbildung zu regeln." Tas heißt mit dürren Wbrten, daß die Absicht besteht, den Preis, zu dem der Händler in Zukunft verkaufen soll, durch Bestimmung des Bundesrats festzulegen. Während der Händler heute in der Lage ist, den Verkaufspreis "für Petroleum je nach den örtlichen Verhältnissen selbst zu bestimmen, wird er in Zukunft damit rechnen müssen, daß der Bundesrat einen Preis vorschreibt, der dem Händler keinen genügenden Gewinn läßt. * Auch der Verein für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Tortmund hat sich mit dem Gesetz über den Verkehr mit Leuchtöl befaßt und eine Entschließung angenommen, deren zusammensassende Schlußsätze lauten: „Wenn einzelne nicht demokratische Blätter mit dem Gedanken der Notwendigkeit eines staatlichen Einschreitens gegen eilt für die Gesamtinteressen gefährliches Syndikat oder Privat Monopol gespielt haben, so sollte man Mit solchen theoretischen Er örterungen nicht den gemeinsamen politischen und wirtschaftlichen Gegnern Wasser auf ihre Mühlen liefern, sondern offen zu der Frage Stellung nehmen, ob wir denn praktisch in Deutschland der artige „gefährliche" Syndikate und Privatmonopole besitzen, wie es die sozialistische Richtung in Bezug auf Kohlen-Simdikat, Stahlwerks-Verband, Spirituszentrale usw. behauptet. Unsere oft vertretene Auffassung geht dahin, daß diese Körperschaften sich die größten Verdienste nicht nur um die nächstbeteiligten Be rufsgruppen, sondern um unser gesamtes Wirtschaftsleben, die Förderung der industriellen Technik und die Entwicklung weiter jetzt blühender Landesteile erworben haben, daß ihr Bemühen nie dahin gegangen ist, Macht als solche auszuüben, sondern lediglich dabin, wirtschaftliche Dinge vernünftig zu organisieren und von den geschaffenen Organisationen einen vernünftigen und maßvollen Gebrauch zu machen. Von dieser Auffassung ausgehend, sehen wir in Gedankengängen, wie sie dem Leuchtölmoriopolgesetze zu Grunde liegen,' eine schwere"Gefahr für eine weitere ruhige Entwicklung unseres gesamten Wirtschaftslebens und bitten aus diesem allgemeinen wie aus den oben angeführten besonderen Gründen um Ablehnung des Entwurfes." ZahrerberW der Grotzh. Yess. GewerbemsveMonerr. in. lieber die wirtschaftlichen und sittlichen Zu- stände der Arbeiterbevölkerung finden sich in dem Bericht folgende Mitteilungen: Zur Zeit der letzten Schulentlassungen ist in der Fachpresse sowohl wie in den Tageszeitungen auf die günstigen Erwerbsverhältnisse bingeroiefen worden, die sich jungen Leuten in den Formereien und speziell in den Handformer eien der Eisenindustrie bieten. Die über diese Verhältnisse in den in Betracht kommenden Eisengießereien und Maschinen fabrifen des Aufsichtsbezirkes angestellten Ermittelungen hatten folgendes Ergebnis. — Im ersten Halbjahre 1912 sind in 5 größeren Eisengießereien mit mehr als 10 Arbeitern rund 700 Arbeiter und darunter 130 unter 20 Jahren als Handformer tätig gewesen. Tie Höchstzahl der von den einzelnen Arbeitern während dieses Zeitraumes geleisteten Arbeitsschichten belief sich auf 147, die Mindestzahl auf 126 Arbeitstage von je 10 stündiger Arbeitsdauer. Die geringere Zahl von Arbeitstagen kommt entweder auf vorübergehend erkrankte Arbeiter oder auf solche, die aus kleinen bäuerlichen Kreisen stammend, zu Hause eigenen Grundbesitz haben und Landwirtschaft betreiben, der sie alljährlich niedrere Tage widmen müssen und darum auf weniger Arbeitsschichten kommen als die reinen Fabrikarbeiter. Im Durchschnitt aber wurde von den einzelnen Arbeitern an rund 140 Tagen ständig gearbeitet, so daß, wenn man das Halbjahr zu 150 Arbeitstagen rechnet, nur an 10 Tagen eine Unterbrechung der regelmäßigen Arbeit erfolgt ist. Ter Tagesverdienst be<5' einzelnen Formers belief sich in den 5 Betrieben im ersten Halbjahr 1912 auf durchschnittlich 3,59 Mark, 4,36 Mark, 4,66 Mark, 5,12 Mark und 5,45 Mark nach Abzug der Beiträge für Kranken- und Invalidenversicherung. Die Arbeit, die in der Herstellung von Formen für Eisenguß besteht und fast durchweg, im Akkord ausgeführt wird, erfordert nicht nur eine gewisse Fertigkeit und Gewandheit, sondern auch kräftige und gesunde Personen. Nicht jedermann ist den körperlichen Anstrengungen gewachsen, nicht jeder kann die beim Gießen und Kastenentleeren auftretenden hohen Temperaturen und Dünste vertragen und mancher muß nach einiger Zeit, häufig auch auf den Rat des Arztes, die Arbeit aufgeben. Die Eisenwerke Hirzenhain haben infolge der herrschenden Fleisckteuerung- sich veranlaßt gesehen, die Versorgung ihrer Werksangehörigen mit Fleisch- und Wurst waren durch Errichtung einer eigenen Metzgerei in die Hand zu nehmen. Tie im Vorjahre den Arbeitern der chemischen Fabrik Fried richshütte von der Direktion bewilligte monatliche Teuerungszutage ist im Oktober d. I. zum letzten Mal ausgezahlt und dafür einer größeren Zahl Arbeitern eine entsprechende Lohnerhöhung gewährt worden, wobei man familien- reicke Arbeiter besonders berücksichtigte. Die D i n a s st e i n f a b r i k in Mainzlar hat für die aus der weiteren Umgebung kommenden Arbeiter ein Wohlfahrts- g c b ä u b c errichtet, in bem je 4 Mann in einem Zimmer sunt Preise von 20 Pfenning nächtigen können. Den Arbeitern steht auch eine Küche zur Verfügung, in der sie Mittag- unb Nachtessen für .35. unb 25 Pfennig erhalten. Koch, Heizung unb Küchengeräte stellt bie Firma. Auf den B a ck st e i n s a b r i k e n des Bezirkes wohnen nur noch vereinzelt ganze Familien. Diesen müffelt auf Grund von Polizeiverordnungen besondere Wohn'- und Schlafräume getrennt von denen der übrigen Arbeiter eingeräumt werden. Wegen Zuwiderhandlung gegen diese Vorschriften wurde ein Betriebsmtter- nehmer mehrmals zur Anzeige gebracht und zwei andere mußten durch besondere polizeiliche Anordnung zur Ausbesserung der Fenster und Böden, und Verputzen der Wände zum Schutze der Insassen gegen die Witterung veranlaßt werden. Die Bu r e a u m ö b e l f a b r i k Fortschritt gewährt ihren Arbeitern nach 5 jähriger Tätigkeit in dem Betrieb einen Urlaub von S— 14 Tagen unter Fortzahlung des Lohnes. Sie veranstaltet alljährlich ein Arbeiter fest auf ihre Kosten und gibt ihrem Personal bei Familienereignissen Hochzeiten, Sterbefällen) Geschenke und Unterstützungen. Eine Fabrik hat ihren 91rb eitern, die im1. Laufe des,Jahres in einen Streik getreten waren, erklärt, daß sie zukünftig keinen Urlaub mehr unter Fortzahlung des Lohnes gewähren würde. Die Arbeiter der Stadt Gießen, die mindestens 2 Jahre bei der tztadt beschäftigt sind, erhalten alljährlich unter Fortzahlung des Lohnes ehren bestimmten Urlaub. In der Brauerei I. H. Jhring in Lich wird jedem Arbeiter nach einjähriger Tätigkeit 1 Tag, nach zweijähriger 2 und nach dreijähriger Tätigkeit 3 Tage Urlaub unter Fortzahlung des ganzen Lohnes gewährt. Eine ausrichtige und herzliche Feier, bie an vergangene patriarchalische Zeiten ei innert, die mit einem Choral unb Gebet eröffnet und mit der Nationalhymne geschlossen wurde, veranstaltete der Besitzer der Eisenschmelz Friedrichshütte bei Laubach, Adolf R ö m h e l d , zu Ehren von 4 Arbeitern, die 41, 43, 51 und 551Jahre auf bem Werke ununterbrochen beschäftigt waren. Unter Worten der Anerkennung für bie Arbeiterjubilare überreichte der Kreisrat benselben bie Ehrenzeichen, bestehend aus silberner Medaille an blauem Band. wandern und Reisen, Räder und Sommerfrischen. Ein Frnhlingsbrief aus Bad-Nauheim. r. Ba d - N cm heim , 4. April. Es ist Frühling in Bad-Nauheim und zwar ein herrlicher, schöner und farbenprächtiger 'Frühling. Wäre aber die Natur auch noch nicht ^so weit vorgerückt, wir Bab-Nauheimer wüßten es seit einigen Tagen mit Bestimmtheit, baß Frühling ist. Tie Dam pfwa l ze wälzt sich mit ihren 400— 500 Zentnern Gewicht geräuschvoll burch die Straßen und schafft uns — damit unsere Kurgäste nicht durch das Geräusch der Wagen in ihrer Ruhe gestört werden — geräuschloses Pflaster. Tie Dampfwalze arbeitet nicht Frarten-Run-schari. Zur 27. Tagung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins in Gießen. Gießen, 4. April. Tie hiesige Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins schreibt uns: Bezugnehmend aus unsere Bekanntmachnng vom 20. Februar dieses Jahres, daß die 27. Tagung des «Allgemeinen Deutschen Frauenvereins im Oktober hier in Gießen stattstnbet, möchten wir mit folgendem die Ziele und Aufgaben dieses Vereins, sowie dessen soziale Einrichtungen, die zu Nutz unb Frommen vieler schon seit Jahren segensreich wirken, ben weitesten Kreisen, insbesondere allen Burgerinnen unserer Stadt darlegen. Tas Programm des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins deckt sich mit den Zielen unb Aufgaben der Frauenbewegung. Er hat sich seine Ziele und Aufgaben unabhängig von jeder politischen und religiösen Parteimeinung gesetzt. Er erstrebt diese Ziele für die Frauen aller Klassen uüb aller Parteien. Er geht in der Begründung seiner Forderungen von der Tatsache der durchgängigen körperlichen und seelischen Verschiedenheit der Geschlechter aus. Er folgert aus dieser Tatsache, daß nur in dem gleichwertigen Zusammenwirken von Mann und Frau alle Möglichkeiten kulturellen Fortschritts verwirklicht werden können. Ter Allgemeine Deutsche Frauenvereiii setzt sich somit das Ziel: den Kultureinffuß der Frau zu voller innerer Entfaltung und freier sozialer Wirksamkeit zu bringen. Tie wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der Gegenwart enthalten die Bedingungen zu voller Entfalmng und Wirksamkeit des Fraueneinflusses nicht. Vielmehr bat die moderne Entwicklung einerseits den an die Familie gebundenen Wirkungskreis der Frau eingeschränkt, und sie andrerseits auf unmitrelbare Beteiligung am wirtschaftlichen und sozialen Leben hingewiesen, ohne ihr doch dazu die innere Ausrüstung und die äußere Bewegungsfreiheir zu geben. Ter M gern ei ne Deutsche Frauenverein erstrebt deshalb eine Umgestaltung der Anschauungen unb Zustände auf folgenden Ge bieten: 1. der Bildung: 2. des Erwerbslebens: 3. der Ehe und Familie. 4. des öffentlichen Lebens in Gemeinde uir,b Staat. Ans den Satzungen des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins, der 18'J5 in Leipzig gegründet wurde, jetzt aus 15 Ortsgruppen i'nd 49 angeschlossenen Vereinen mit über 14 000 Mitgliedern lohne die Verbände) besteht, bringen mir zur näheren Orientierung ^öit folgenden Paragraphen: ß 2._ Der Allgemeine Deutsche Frauenverein bezweckt beit Zusammenschluß von Personen und Vereinen, die ihre Bestrebungen auf Einsetzung der Frau in die volle Mitarbeit an den nationalen Kulruraufgaben richten, im Sinne des oben aufgestellten Pro gramms. Insbesondere erstrebt er eine planmäßige Erweiterung der Frauenarbeit und Frauenrechte in der Gemeinde. Der § 3 der Satzungen erstrebt die Turchfiihrung des Pro grwMms, und wir werden weiter unten genau angeben, was davon hier bereits an sozialen Einrichtungen ins Leben getreten ist. § 4 zeigt, welche Mittel bem' Verein zur Erreichung seines Zweckes zur Verfügung stehen: a) die Jahresbeiträge seiner Mitglieder und b) Schenkungen, Vermächtnisse und sonstige außerordentliche Zuwendungen. Aus 8 5: Mitglied des Allgemeinen Deutschen Frauenoer- eins kann jebe mündige Frau «verheiratet wie unverheiratet) werden. Der Jahresbeitrag beträgt für ordentlickw Mitglieder 6 Mk., für außerordentliche Mitglieder 3 Ml. Jedes ordentliche Mitglied erhält für den Mehrbeitrag die Zeitschrift „Nene Bahnen". Tie hiesige Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Franenver eins entfalter seit ihrem 4jährigen Bestehen rege Tätigkeit unb leistet ernste, eifrige Arbeit bei folgenden wertvollen Einrichtungen auf sozialem' Gebiet: 1. bei der R e cht S s ch u hst e l l e, deren Wohltat schon viele unbemittelte und ratlose Frauen schätzen gelernt haben. 2. bei der Auskunftsstelle f ü r Frauenberufe, die schon festen Fuß gefaßt und durch ihre Vermittlung Frauen und Mädchen Mit Rat unb Tat gcholfertzhat. 3. Besonderer Beliebtheit in allen Kreisen erfreut sich die Brockensammlung, eine Einrichtung, bie es Minderbemitten ermöglicht, für wenig Geld nützliche (fkgenffönbe zu erwerben, und die schon deshalb der Unter ft,ü^ung mert ist, weil ihre Erträgnisse, die freiwilligen Gaben entstammen, wiederum für das allgemeine Wohl verwendet werden. Sckwn jetzt kann unsere Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins hier auf seine Kosten durch diese Eiunahmeguelle jedes Jahr eine Kinder gärtnerin int Fröbelseminar ausbilden lassen, auch ist in Aussicht genommen, wenn die Brockensammlung ferner gut bedacht wird, eine Kochschullehrerin in der Kochschule des AlicenvereinS lernen zu lassen. >Tie Hälfte der Gesanneinnahme der Brocken sammlnng fliesst dein hiesigen Evangelischen Frauenverein -i. 4. Tie neueste Schöpfung des Allgemeinen Deutschen Frammvereins, gemeinsam. mit dein Gemeinde-Frauenverein, hat die .fugend Gießens herangezogen und in einer Inge nd gruppe vereinigt. Diese bat ihre Pflichten der Mithilfe in der Jugend- Ifürforge (dort, Maidspaziergänge, fremdsprachlichen Unterricht, Volksschulbibliothek usw.) und in der Armen- und Krankenpflege (Vorlesen und Unterhaltung bei Blinden und Kranken), mit großer Freudigkeit übernommen. Wir hoffen, daß diese Zeilen über bie Stellung, Leistung und' Ziele bes Vereins allen denen, die sich dafür iitteressieren, volle Auftlämirg gebracht haben. Wir werden bas Interesse ber hiesigen Frauenwelt bis MM Herbst noch burch weitere Mitteilungen über oben genannte Einrichtungen wach halten, so baß wir auch erwarten bürfen, daß die Teilnahme an der Tagung im Oktober eine recht große sein rofrb. * — Was junge Mäbchen in New Bork nicht tun sollen. Ter Kreuzzug gegen den „Weiße Sklaven-Händel", ber in Amerika jetzt mit beimtberem Eifer geführt wirb, hat erstaunliche Enthüllungen über bie Ausdehnung des Mädchenhandels hi New ?)vrk gezeitigt und die raffinierten Methoden ans Lickst gebracht, mit denen die Opfer gefangen werden. Um den jungen Riädchen nun einzuprägen, was sie nicht tun bürfen, haben mehrere humanitäre Gesellschaften von New Bork ein WarnungS- blatt ausgearbeitet, das auf allen Eisenbahnstationen unb in allen Ltraßenbahnwagen in auffälliger Weife angebracht mer- den soll. Unter den zahlreichen „Verboten", die auf dieser Tafel auSgefprochen sind, befinden sich and) folgende: „Mädchen sollen niemals stehen bleiben, um einer Frau zu helfen, die augenscheinlich zu ihren Füßen auf bei' Straße in Olmniacht fällt: sie sollen sich vielmehr sofort an einen Polizisten luenbeu, bannt er bie nötige Hilfeleistung besorge. - Mädchen sollen niemals einer Einladung zum Besuche einer Sonntagsschnle ober Bibelstunde Folge leisten, bie sie von Fremben erhalten, selbst wenn die Fremden als fromme Schwestern ober Nonnen gekleidet sind, ia selbst wenn sie das Gewand von Geistlichen tragen Mädchen sollen niemals eine Fremde begleitend selbst wenn die Fremde als Krankenschwester gekleidet ist: sie sollen niemals Geschichten glauben, wenn ihnen Leute, die sie nicht genau kennen, erzählen, .ihre nächsten Verwandten hätten einen Plötzlichen Unfall erlitten: denn das ist einer der gewöhnlichsten Tricks ber Frauenverkäufer. Mädchen sollen niemals Schokolade ober Nahrung irgendwelcher Art annehmen, noch Blumen riechen, die ihnen von Fremden angeboten werden: sie sollen auch nicht' Parfüm oder Süßigkeiten von fliegenden .Händlern vor ihrer Tür kaufen, da all diese Dinge Betäubungsmittel enthalten können." 31. 'Dem Hüttenarbeiter August ireao legten öuirr a g eiren ; y euer an du .wuuit un Frauengemeinde. Durch die Hitze schmolz das Bleirohr der Wasser- rcq ArcMniiSESBM MV Ä zerstörte. Markte 46-49 84-86 49-53 87—92 81-82 79-00 März 25. Dem Bahnarbeiter Heinrich Pansch 27. h Beobachtungen -er Station Stehen. Höchste Temperatur am 3. Niedrigste , , 3. 94—98 86-90 Mk. 51—55 50-54 42—45 44—48 37—41 32—35 113—120 108-117 100—107 93—IOC Dem Taglöhner Justus Eberhard Bogel März 24. Wilhelmine Harnisch, geborene 48-51 44-47 75—80 78—86 70—74 60—69 81—82 30-81 kammertag, der am liguug der Vertreter- säst Gewerbekammern tagte, 45 50-47 00 . 41—43.50 Mk. 93—96 91—95 80—85 74-79 Sterbe fälle: Becker, 63 Jahre alt. Lebend- Schlachtgewicht (Geborene ?in Sohn. — eine Tochter. 68—72 65—70 60—64 55-59 Teilung, und das ansfttömende Wasser erstickte den Brand. ,yrau P a n k h u r st, die Urheberin des Anschlages gegen das Haus des Schatzkanzler Lloyd Georges, wurde deswegen sowie wegen, anderer Eigentumsvergehen zu dreijährigem Zuchthaus verur- der Verfasser alsdann den Einflust der MetaNfadenlompe auf biet Elektrizitätswerte, die trotz der grasten Stromersparnis von etwa 70 Prozent für die Lichteinheit infolge der dadurch bemirttert größeren Verbreitung des elektrischen Lichtes einen erheblichen Mehrabsatz zu verzeichnen hatten. Erst die stromsparende Lampe hat das hinten der Strompreise und die Einführung eines Pauichal- tarises ermöglickft, denn die Anlagekosten vvn Zentralen untz Leitungsnetz sowie die Bedienungskosten sind im Verhältnis stark herabgegangeii So erfordert ein Leitungsnetz bei ausichlietzlrcher Verwendung von OsraM-Lampen nur etwa y4 der Kosten, die ein Leitungsnetz gleicher Ausdehnung bei Anschluß von Kohle- fadenlampen gleicher Lichtstärke bedingen würde,-und ebenso wird manche mir großem Kapitalaufwand verbundene Zentralenerwei- terung entbehrlich. (Grafschaft Surrey) durch anderes Attentat ist bei gctomnteit, wo in einem vierte und einen Waggon Georg A. Jasmatzi A.-G., Dresden Größte deutsche Cigarettenfabrik, wickelte jüngere Kühe Mäßig genährte Kühe und Färsen . . Käl b ec. Feinste Mastkälber Mittlere Mast» und beste Saugkälber . Geringere Mast» und gute Saugkälber Geringere Saugkälber S ch a f;, Weidemastschale: Diastlämmer und Atasthammel . . Geringere Maslyammel und Schafe . S ch w e in». bis 4. , 4. April - + 15,6 ’C. „ =■ 4- 9,26 C. Gerichtssaal. Paris, 3. April. Der Kassationshof verwarf die Berufung von neun Automobilbanditen, darunter die der vier zum Tode verurteilten Verbrechers Familien-Nachnchten aus anderen Grien. Geburten: Herrn Rudolf Ebertz in Tsingtau (Chma) em< Tochter. — Herrn E. Wisseler in Niederscheld ein Sohn. Verlobte: Fräulein Marie Reibling in Wallenrod nttl Herrn Karl Lippert in Rainrod. . Gestorbene: Frau Katharine Naumann, geb. Groth, tn Bindsachsen — Herr Wilhelm Braun in Krötenburg bei Nidda. — Herr Johannes Müller in Schlitz. — Herr Johann Friedrich Schmidt I. in Assenbeim — Fräulein Elise König m Selters. — Fräulein Emma v. Strzemieezna in Michelstadt t. Odenw. — Herr Heinrich Grün, Frau Christine Ambrosius Witwe, geb. Bauh, be^t in Biskirchen. — Frau Karoline Nix, geb. Kranz, "i Niederscheld, — Frau Margareta Meißner Witwe, geb. Thomas, in Niederhörlen. — Herr Christian Manns in Sinii. — Herr Karl Orth L, Frau Katharine Blecher, geb. Messerschmidt, beide tu Dillenburg — Herr Konrad Hübner in Marburg. trag zu gewähren. * Fam ilientragödie. Aus Rostock, 3. April, wird gemeldet: In der vergangenen Nacht ließ sich in der Nähe des Rostocker Eexrzierplatzes ein unbekannter Mann vom Zuge über- fahren. Der Kopf wurde ihm^ vom Rumpfe getrennt. Spät erstellte es sich heraus, daß es sich uM den verschwundenen Kaufmann Bladt aus Geltzsdorf handelte. In einem hinterlassenen Briefe teilt er mit, daß 'er feine drei Kinder in die Warnow geworfen hätte. Die Leichen der beiden ältesten Kinder sind bereits gefunden worden, während nach der Leiche des jüngsten Kindes noch gesucht wird. * Gestohlene Geldtasche. In bem1 Zuge Nord- Hausen— Wertheim wurde eine amtliche Geldbesörderungs- tasche Mit 8000 Mark Inhalt gestohlen. 'Die Eisenbahndirektton hat eine Belohnung von 300 Mark auf!,die Ermittlung des Diebes ausgesetzt. * Ein De nkmal deutscher Industrie! Tie.Freude des Menschen am Tabakgenuß besteht seit Jahrhunderten bis heute ungeschmälert fort: gegenwärtig herrscht die Zigarette. Kleiner, eleganter, Milder und billiger als die Zigarre, hat^sie diese schnell besiegt und eine Industrie herairgebildet, die an Schnelligkeit des Aufschwunges ihresgleichen sucht. So hat die größte deutsche Zigarettenfabrik Georg A. Jasmatzi Mt.-Ges. in Dresden einen Neubau errichtet, der mehr als 25000 Quadratmeter Nutzfläche einniMmt, davon allein 11000 Quadratmeter für Zollager an Rohtabak. In den gesamten Anlagen werden durch ein Heer von Arbeitern mit 260 verschiedenen Maschinen täglich bis zu 7 Millionen Zigaretten hergestellt. vermischte«. Die rasenden Weiber in England. Aus London wird gemeldet: In der Gartenvorstadt HaM - G e b o r e n-e: Adärz Doll ein Sohn, Ernst. Unsere Marine“ 2 Pf.-Cigarette. Vüchertisch. — Eine Neuerscheinung technisch.-Po pu lärer Literatur. Das kürzlich im Verlage von Franz Siemenroth, Berlin, erschienene Merkchen von Dr. Jng. V e n t „D ieMetall- d r ahilampe" enthält vieles auch für das große Publikum Interessante. Es zeigt zmrächft die Eigenschaften dieser Lampen- thpe int Vergleich mit anderen Lichtquellen und weist am Beispiel einer Thvaterbeleuchrung durch 1000 Lampen von 32 Kerzen nach, daß bei einem Sttompreis von 40 Pfg. und 300 Spieltagen hn1 Jahre eine jährliche Ersparnis von 15 150Mark unter Berücksichtigung der Kosten für den Lampenersatz erhielt wird. "Tie Steigerung des Lichtbedürfnisses wird dadurch gekennzeichnet, daß zuerst von Kvhlefadenlampen meist die 16kerzige Type, dann von Osmiumlampen meist die 25kerzige und schließlich von Osram- LaMpen meist die 32kcrzige gekauft wurde. Eingehend behandelt ^^^Angesichts der Drohungen der Suffragetten werden die Eisen- bahnlinren bewacht. Trotzdem ist ein Teil des Bahnhofes Oxted - " ~ ’ eine Explosion zerstört worden; etn Stockport -Grafschaft Lancaster, vor- Leerzug eine eiserne Schachtel explo- x.6. Wiesbaden. Di e hh ok -Mark tbe r icht vom 4. April. Auftrieb: Rinder 64 (Ochsen 10, Bullen 0, Kühe 54), Kälber 72, Schale 28, Schweine 170. Preise für 100 Pfd. Geschäft mittel. Ocbken. Büdingen, 23 Jahre alt. — 31 Johanna Henriette Elisabet Ramme in Büdingyr, 74 Jahre alt. Handwerks- und Gewerbe- Donnerstag in Berlin unter Beteialler 71 deutschen Handwerks- und beschloß die Errichtung einer Haupt stelle für' Ber d i n g u ng s w esen. Ihre Aufgaben sollen hauptsächlich sein: 1. Die Berttetung und Verbreitung einheitlicher gesunder Grundsätze auf dem Gebiete des Berdingungs- wesens, 2. die Beratung und Unterstützung der einzelnen Kam- inern und üjrcr Berdingungsämter sowie der aussclweibenden Stellen, 3. die Anregung zur Bildung von Lieferungsverbänden und Submissionsgememsckxiften des Handwerks für größere Bezirke. — Gleichzeitig rickstet der Deutsche Handwerks- und Ge- werbekammertag an den Bundesrat und Reichstag^ die Bitte, zur Durchführung dieser Aufgaben einen jährlichen ausreichenden Bei- Lustschiffahri. Deutsche Ofsizi ers fki eg er int Hunsrück. Metz, 3. Llpril. Leutnant Kä st Ne r und Major Siege rt der Metzer Flieger station unternahmt gestern einen'Flug in bem' von der Firma Stahlbecker gestifteten Flugzeuge, einer Taube, nach dem Hunsrück. Da dort noch nie ein Flugzeug gelandet war, wurden die Offiziere als französische S Pi owe an gehalten. Nachdem sie sich ausgewiesen hatten und sogar von einem Einwohner, der früher im gleichen Regi- mente gedient hatte, persönlich erkannt worden waren, wurden die Herren in liebenswürdiger Weise vom Bürgermeister in Rheinböllen bewillkommnet und zu Gaste geladen. Nach diesem Intermezzo flogen die Offiziere nach Darmstadt weiter. Aufgebote: März 29. Johann Karl 'August Geppert, Weißgerber, Mit Thekla Mina Lisette Löhr, beide in Friedberg. — 31. Wilhelm Truschel, Konditor, mit Johanna Katharina Schmitz, beide in Friedberg. Geborene: März 28. Dem Kulturtechniker Christoph Bernet eine Tochter, Berta Luise., — 29. Dem Hilfsheizer Johann Schenkelberg ein Sohn, Heinrich Johann. — April 1. Dem Musikdirektor Philipp August Emil Schäfer eine Tochter, Meta. — Dem Schuhmacher Franz Novotny eine Tochter, Margarete. — 2. Dem Lehrer Heinrich Grünewald in Von- hausen eine Tochter, Margarete. Sterbefälle: März 26. Karl Ludwig Hermann Bindernagel, Buchhändler, 38 Jahre alt. — 30. Ludwig Hillenbrand, 2 Jahre alt. — April 1. Peter Nau, Rentenempfänger, 81 Jahre all — Betty Stern, geb. Scheuer, 70 Jahre alt, — 2. Rosine Eisenmann, geb. Sauer, 88 Jahre alt. — Sarah Lorch, geb. Cramer, 72 Jahre alt. Heuchelheim. Geborene: März 24. Dem Eisenbahngehilfen Otto Henkelmann ein Sohn, Adolf. Mein-Linden. Aufgebote: März 27. Heinrich Weigel, Landwirt mit Marie Wolph, beide in Klein-Linden. St er befalle: März 30. Kath. Heckroth, Witwe, geb. Häuser, 60 Jahre alt. Bierau eine, Tochter, Fllwck ’jjtana zsenruo. Nidda. Aufgebote: März 20. Friedrich Ringshausen, Glaser- meister, mit Katharine Ries, beide in Nidda. Geborene: März 27. Dem« Rechner August Mann etiti Tochter, Emilie. v . Sterbefälle: März 21. Elise Rmgshausen, geb. Rrddek 30 Jahre alt. — 27. Wilhelm Braun, Landwirt und Müllep 20 Jahre alt. — April 1. Korolina-Kratz, geb. Runk, 57 Jahre alb billig, sie erhält für die Stunde 4,80 Mark, das sind täglich 48 Mark Arlwitslohn. die dieser geduldige Arbeitsriese bezieht. Mit Beischiusi des Beitrages zur Erhaltung der Kreisstt-aßen gibt die Stadt - wohl gemerkt nur die Stadt — jährlich über 100 000 Mark für Instandhaltung ihrer Straßen aus. Dafür haben wir aber auch den SornMer hindurch (Straßen, die aussehen, als ob sie mit gelbem Samt überzogen nwren. Ein noch zuverlässigerer Frühlingsbote als die Dampfwalze aber ist unser, in diesen Tagen zurückgekehrter Kurdirektor Oberst von Fran Feit berg. Dem alten Sprichwort folgend, „daß jeher Stand seine Plage hat", muß der Aermfte seinen Urlaub, da er im Sommer nicht entbehrlich ist, im rauhen Winter nehmen. Er verlebt ihn ganz hinten, an der englischen Küste, wo nrau selten oder.nie ein deutsches Wort zu hören be kommt und kann sich mit unseren Vettern von jenseit des Kanals, die im- im Sommer mit ihrem Besuch beehren, in ihrer Mutter spräche unterhalten, als ob er mit Themsewasser getauft märe. Ms Hilfskraft hat irtan unserem Kurdirektor einen Assessor von Darmstadt geschickt. „Der wirket leise im häuslichen Kreise", während der Kurdirektor sich Mehr dent öfsentlichen Leben widmen muß. Das ist notwendig, denn das Reich des Kurdirektors ist groß und umfangreich. Der B a d e d i r e k t o r, unser verdienter Geheimrat Dr. Es er, arbeitet den Winter über feste. Seine Verantwortung ist riesengroß. Die Existenz Bad-Nauheims liegt in ferner Hand, denn in seiner Verwaltttng liegen untere Quellen. Vor einigen Tagen ließ er sie steigen. Der große Sprudel, ganz von seinen Fesseln — Schiebern, Absperrhahnen usw. — befreit, erreichte eine Höhe von nahezu 15 Metern. Ein Teil des Svrudelbassins, das mit Bildwerken, nach Entwürfen von Prof. Jobst in Darmstadt geschmückt wird, ist zwar noch mit Brettern umgeben, damit man die Bildhauer, die dahinter beschäftigt find,' nickst in der Arbeit stört, aber sonst ist es im Reich des Babedirektors schon ganz Frühling. Tic Badehäuser sind feit Anfang März geöffnet und viele Hundert Kurgäste, die eine Frühlingsbir gebrauchen, sind anwesend. Mit der belebenden Lust des Frühlings kehrt auch die Hossnung wieder, daß Bad- Nauheim infolge der neuen Heeresvorlage G a r ni s o n s or t werden könnte. Zweimal ist der Versuch, Soldaten hierher zu be- komwen, schon feblgeschlagen. Ob er ein drittes Mal unternommen von Erfolg gekrönt sein wirb? — Wer kann es wisseir. Uebrigens sind die Ansichten über bie Vorteile einer Garnison geteilt. Im Winter wäre bie Sache ja mitzunehmen, aber im Sommer, bei 35 000 Kurgästen, können wir sie entbehren. — Zurzeit liehen sämtliche Fenster in Hotels, Villen und sonstigen Wohnräumen geöffnet, um die kräftige Luft des Taunus in die Zimmer zu lassen. Betten, Möbel, Teppiche usw. werden gesonnt, gelüftet und geklopft. Uebcrall herrscht reges Leben und überall rüstet man sich für den Einzug der Gaste. In wenig Tagen öffttet das Kurhaus seine Pforten, im Konzerrhaus beginnen die Konzerte nnt> — wie lange wird es noch'dauern — wir sind mitten drinnen in der Saison, vvn der ich ein andermal erzähle. ♦ Bad Brückenau, 3. -April. Tie rein natürlichen Mineralquellen gehören ohne Zweifel zu den wirkfamften Heilmitteln der acsamten Therapie. Besonders das Wernarzer Wasser aus dem Kgl. bayer. Mineralbade Brückenau hat sich durch seine bedeutenden Heilerfolge bei Nieren ,, Blasen- und den anderen Erkrankungen der öarnorganc, ebenso als ärztlich empfohlenes Getränk bei der jetzt so häusig vorll-mmenden Arterienverkalkung, einen berechtigten großen Ruf in ganz Deutschland, wie auch im Auslande erworben. Vollfleischige, ausgemästets, höchsten Schlacht- wertes im Alter von 4—7 Jahren .... Die noch nicht gezogen haben (ungejocht) . Junge, fleischige, nicht ausgemästete unö alters ausgemästete Bit(l en. Dollfleischige, ausgew., höchsten Schlachtw. . . Vollfleischige, jüngere Fürs en. Kü h Dollfleischige auSgemästete Färsen höchsten Schlachtioertes Dollfleljchige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu l Jahren ... Wenig gut entwickelte Färsen A eitere ausgemästete Kühe und wenig gut ent- Kann Ihr Kindchen gehm? Wenn nicht, so wird Scotts Emulsion es kräftigm und seinen Knochen die fehlende Stärke zufiihren, fo daß es schon früh sich auf die Beinchen stellen und laufen totrb. Scotts Emulsion ist so erfolgreich, weil sie schr reich an Nährstoficn ist und die zur Knochenbildung unerlätzlrchen - mineralischen Salze enthalt. Heotts MM Emulsion Scotts Gnnilfton wird von un8 au6» 11 schlictzlich im großen verkauft, und zwar me ' ZWI lose nach Gcwrcht oder Matz, sondern nur rn Wl ’r—psT Verriegelten Original flaschen in Karton mtt W' 'IQ nuferer Schutzniarkc «Fischer mit dem Dorsch). Bß Z3 «Scott & Dowue, E. m. b. H., Frankfurt a. M. M //S Bestandteile : Feinster Medizinal-Leber- idl/il/ trau 150,0, prima Glyzerin 60,0, unterphoS- IS1.' b .>ö, pyorigsaurer Kalk 4,8, unterphosvhorigsaureS --y »tiVUi Natron 2,0, pulv. Tragant 8,0, fernster arab. Gummi Pulv. 2,0, Wasser 129,0, Alkohol,11,0. .*» 'JpSSa Hierzu aromatische Emulsion mit Zimk». mbel- und Gaultheriaök i« 8 Trapfell. * Standesamtsnacheichten. Gießen. Aufgebote: März 31. Johann Friedrich Reinhardt, Maurer, mit Marie Katharine Hofmann, beide in .Mendorf cm ber Lumda. — Heinrich Stumpf, Schneider, mit Katharina Schmidt, beide in Gießen. — April 1. Friedrich.Karl Leusch, Reisender in Gießen, mit Martha Agnes Banse in Leipzig-Lindenau. — 3. Eberhard Paulus, Fuhrmann, mit Sophie Pfaff, beide in Meßen. — Friedrich Albert Augustin, Schutzmann in Fulda, mit Anna Helene Werner in Lollar. — 4. Reinhard Lehmann, Fuhrmann, mit ?tima Graulich, geb. Hof, beide in Gießen. Eheschließungen: März 29. Georg Korell, Vizefeld- webel, mit Emma Klöß, beide in Gießen. — Dr. Ludwig Geduldig, Chemiker in Berlin, mit Gertrud Wetzel in Gießen. — ölpril 2. Ernst Wilhelm Gustav Kvause, Gerichtsafsesfor, mit Ida Klara Keller, beide in Berlin-Steglitz, Geborene: Marz 23. 'Dem Rpchtsanwalt Paul 'Wolf Homberger eine Tochter, Lotte Frida Martha. — 26. 'Dem Bankbeamten Friedrich Greb eine Tochter, Hedwig Anna. — 28. Dem Elektromonteur Heinrich Gisse! ein Sohn, Heinrich Andreas. — 29. Dem! Fabrikarbeiter Johann Weiershäuser eine Tochter, Anna. — Demi Artisten Friedrich Karl Andreas Vetter ein Sohn, Friedrich Heinrich. — 31. Dem! Viehschweizer Leo Bemhart ein Sohn, Joseph. — Dem Küfer Ludwig Becker eine Tochter, Marie Sophie. — April 1. Dem' Taglöhner Hermann Georg Richter ein Sohn, Karl. — 3. Dem Arbeiter Heinrich Leinberger ein Sohn. St erbe fälle: März 30. Daniel Georg Friedrich Wie- chard, Lokomottvführer i.P., 69 Jahre alt, Lahnstraße 14. —' Karl Schließ, städt. Arbeiter, 69 Jahre alt, Frankfurter Straße 79. — 31. Jakob Wilhelm Lärm, 1 Jahr alt, ^Frankfurter Straße 82. Joseph Bernhart, 1 ? Stunde alt, Klinikstraße 24. — April 1. Katharine Meixner, geb. Ott, 43 Jahre alt, Marktplatz 6. — 3. Georg Hartmann, Fuhrmann, 34 Jahre alt, Neuftabt 31. rUten-Vuseck. Aufgebote: Wilhelm Hofmann in Alteu-Buseck mit Marie Sommer in Ettingshausen. * Der Deutsche Dollfleischigs Schweins von 80—100 k» Lebendgewicht 63-64 Vollfleischige Schweine unter 80kg Lebendgewicht 62 V,-63 Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht ....... 641/2-651/, Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgeivicht ..............63-00 Laubach. 23. Dem Spenglermeister Friedrich vüdingen. Eheschließungen: März 29. Georg Schütz, Kultnr- techniker-Aspirain in Lauterbach, nut Marie Hansel in Büdingen. — 30. Georg Glanz, Landlvirl in Büdingen, mit Elisabeth Bernhardt von Lorbach. 2 t-e r be f ä 11 c: März 28. Heinrich König, stud. Phil, in Lich. Aufgebote: März 18. Hcänrich Ludwig Hechler, Postassistent in Gießen, mit Lina Wahl in Lich. — Karl 'Albus, Ge- sckrästsreisender in Gießen, mit Anna Luft in Lich. — Karl Weisel, Metzger in Lich, mit Lina Marie Philippine Margarete Meyer in Lich. - 2. Christian Vater, Tachdecker, mit Anna Katharine Fischer, beide in Lich. Eh e s chl i e ß u n g e n: März 26. Heinrich Ludwig Hechler, Postassisteitt in Gießen, mit Lina Wahl in Lich. — April 5. Karl Albus, Geschäftsreisender in Gießen, mit Anna Lust in Lich. — Geborene: März 11. Dem Gastwirt Mathias Ettl eine Tochter, Elfe. — 27. Dem Handelsmann Bernlmrd Lind ein Sohn, Isidor Isaak. — Dem Biersuhrmamr Ludwig Menges II. eine Tochter, Sophie Elisabeth Helene. Sterbefälle: März 19. Caroline Goldschmidt, 52 Jahre alt. Katharine Schvttdt, 64 Jahre alt. — 31. Johann Philipp Spahr, Maurer. Lollar. Aufgebote: Mril 2. Friedrich Albert Augustin, Königl. Schutzmann in Fulda, mit Anna Helene. Werner in Lollar. Geborene: März 24. Dem! prall. Arzt Dr. med. Carl Christtan Nordmann eine Tochter, Laura Anna Carola. — 28. Dem Hüttenarbeiter Johannes Scherer eine Tochter, Margareihe. — Dem Bureauvorsteher Emil Eidmann ein Sohn, Ottkar. —. Temperatur , der Lnst Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Grad d«r Bewölkung in Zehntel der stchtb. Himmelsfl. . .i —=» Wetter April 1913 Barometer auf 0° reduziert 4. 226 744,5 15,0 7,7 60 ENE 4 4 Sonnenschein 4. 926 743,6 10 9 7,4 76 ENE 4 1 Klarer Himmel 5. 72b 740,7 8,4 6,0 73 NE 4 0 Sonnenschein 84-86 19-53 87-92 vwk 81-82 3-00 79-00 otion Mn. E Wetter Paketen. + 16,6'0. u ^Höhere Handelsschule Calw IüMLWMÄKöALMR Pensionat. VBLM» Institut I. Ranges für Handelswissenschaften Neuaufnahme 9. April 1913. D37s Die Gr. 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(hvM/9 94-98 86-90 Schüfe MAINZ Aeltestes Jnshtut! jion Inslilut Bollz Ifc Ilmenau i.Thür.Prosp.frei. [hv19/2] Lteete[teMß 1911/12 26 Einjährige. Mn kMMÄt Mei Der Unterricht in dieser Lehranstalt beginnt m Dienstag, den fi. Mai ö.Z., nachmittags 1 Uhr. Neuanmeldungen haben auf Vordruckformularen bis spätestens am 24. April d. I. im Gewerbeschulgebäude — Kirchstraße 16, Zimmer Nr. 8 — gehen? sie n&W ft» $•*_ * ilW-kMU-s« für tanienpflege. Beginn des ersten praktischen Kurses für Helferinnen: Dienstag, den 15. April 1913 im hiesigen Garnison-Lazarett. Anmeldungen werden entgegengenommen schriftlich ober persönlich bis zum 12. April, vormittags zwischen 10 und 12 Uhr, am 7., 9. und 11. Avril durch Frau B- Gebhardt, 1. Vorsitzende, Bergstrage 3. D3/« . sebv. unter Staats- Mtokht stehende Höhere Handelsschule Landau --------------(Pfalz).-------------- durch SN-Z KZ fRS S lyn Kohle- wÄiM)e“ .,b Aroth. il! tonn, 9eu* l.: m^ba. >ma?, ,nfl(tr[ Orth HENKEL & Co., DÜSSELDORF. Nur m Allein. 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Oberstufe: Individuelle Vorbereitung a. die oberen Klassen höherer Lehranstalten, besonders Einjährigen-, Abiturient en-Ex am en. — Glänzende Erfolge! Wiederholt bestanden Schüler mit bedeutendem Zeitgewinn die Prüfungen. Unterstufe: Halbjahrsklassen, Sexta bis Untertertia, für Schüler von 9—14 Jahren. Die Erteilung der Konzession, durch die diese Abteilung als der gesetzt Schulpflicht genügend, staatl. anerkannt wird, ist nachgesucht. Kleine Klassen, daher gute geistige u. körperliche Fortschritte.—Referenzen, Prospekte: Direktor Brackemann, Bismarckstr. 6a (ab 1. April: Bleichstr. 6) Auf Probe versetzte Schül.erreich. dauernde Versetzg. durch Nach- hülfeunterricht im GießenerPädagogium (bis 1. IV. 13 Bismarckstrasse 6a) Cl7/3 80 % Unterrichtserfolge. Höhere Privatschule Darmstadt Grüner Weg 19 Inh. u. Leiter: H. Rupp Fernspr. 1512 Die unter staatl. Aussicht stehende Anstalt bereitet in sorgs. Unten, zur: Einj.-, Prima-, Fähnrich- u. 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Gartenbesitzer wird im eigenen Interesse öfters einen Saatwechsel vornehmen, denn er weiß genau, daß ein Sparen in dieser Beziehung ihm nur Schaden bringt. Mag eine Kartoffel in früheren Jahren noch so gut gewesen sein, durch mehrere Jahre hintereinander in demselben Boden und unter gleichen Verhältnissen gebaut, artet sie aus und die Erträge sowohl als auch die Güte nehmen von Jahr zu Jahr ab und die Kartoffel wird wertlos. Meine Frühkartoff.„Dceit- Ncher Sieg“ ist eine schon frühzeitig große Knollen entwickelnde Neuheit, die früheste all. Kartoffeln Deutschlands, gab bereits Anfang Juni die erste Ernte, und ist vollständig frei von Krankheiten, besonders von der Rollkrankheit. Trotzdem sie fein und die erste auf dem Markte ist, kann man bis 225 Ztr. pro Morgen ernten. Wunderbar schöne, äußerst feinschalige. delikat schmeckende, prächtig gelbficischige Nieren-Kartoffel, die als ein Diamant unter sämtl. existierenden Früh-Kartoffeln als solche bezeichnet werden kann. 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Nur trockenes, hochkeimfähiges Saatgutfeinster Qualität kommt zumVersand. Originalsaat 5 Zentner 70M.k., 1 Zentner 15Mk., 1/Q Zentner 8 Mk., 1/4 Zentner 4.50Mk., 43/4 Kilo (Postkolli) 2 Mk. S5 ä Eckendorser gelbe verbess. Riesen-Walzen 70. — Zucker butter, ovale reeifie 70.— frankfurter gelbe kugelrd. la. 70.— Vauriac ähnlich der Eckendorser aber haltbarer, sehr zu empfehlen 70.— Zur FrntzjatzrStznngnng empfehle: Schwefels. 2lmmoniak AmmonfakrZuperphosphate Suvcrpbosvhat Einlesalpeter Peru-Guano (^üübüi'ii- u. Lörecmuarkel TbomaSphosphatmehl ilali und Zlainit. C. C. Pfeiffer Walltorstraste 71. [”»» Italiener, gesnerbert. Aus meiner Spezialzucht m. freiem Auslauf gebe Bruteier ab p. Stück 40 Psg. unter Garant, f. Befruchtung, 1 Tag alte Kücken ab 30.März p.St. 80 Psg. inkl. Packung, lebende Ankunft garantiert. Vorausbestellung erforderlich. [163S Geflügelzucht Tal Josafat K.Magnus,Limburg(Lahnl. Frankfurta.M. 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