Nr. 215 viertes Blatt 165. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. findet! Am meisten verlangt werden, freilich immer und immer wieder Männer- und Frauenkleidung, Wäsche, Schuhe und Stiefel; Kindersachen gehen rasend ab; Sonnen- und Regenschirme sind im .Handumdrehen vergriffen: Koffer und Taschen finden Absatz. Ein wahres Reiften ist immer um weifte und bunte Vorhänge, um gestickte Läufer und Decken aller Art, selbst wenn diese den Schimmer der Neuheit schon vor längerer Zeit eingebüßt haben sollten. Unzählige Bilder wurden verkauft, viele Blumenvasen und Lampen, auch Glas und Porzellan; rasch gehen Möbel und Betten ab, aber auch nicht gerade alltägliche Tinge — wie z. B. eine Elektrisiermaschine — finden Llbnehmer. Ter Andrang der Käufer ist geradezu überwältigend. Und wie gern wurde jedes Verlangen befriedigt, wenn es nur möglich wäre. Leider sind aber die Wünsche immer zahlreicher als unsere Vorräte. Gar mancher zieht gekränkt wieder ab, weil sein Begehren nicht erfüllt werden konnte; pünktlich erscheint er dann wieder am nächsten Verkaufs- tag, um sein Glück von neuem zu probieren. Ein anderer nimmt statt bev heiftersehntcn Anzuges einen Band „Daheim" mit nach Hause, oder statt der bereits längst vergriffenen Kinderschuhe wird ein Röckchen erstanden. Tas Verhältnis der Käufer zu den Verkäuferinnen ist ein sehr freundliches. Tie Leute, die in die Brockensammlung lommen, fühlen es ganz genau, daß nicht kalter Erwerbssinn hier herrscht, sondern der Wunsch, ihnen zu nützen; und daß das Gebotene durch regelrechten Verkauf in ihren Besitz übergeht, erleichtert es vielen, die Brockensammlung auszusuchen. Wenn wir auf unsere bisherige Arbeit zurückblicken, ist das vorherrschende Gefühl das des warmen Dankes allen denen gegenüber, die uns durch ihre Zuwendungen in den Stand fetzten, das zu erreichen, was uns vorschwebte. Daran müssen wir aber immer und immer wieder die herzliche Bitte tnüpsen, das Interesse für die Brockensaminlung nicht erkalten zu lassen, sondern fortgesetzt von neuem zu betätigen. In allen Straften gibt es gewiß noch Bodenkammern mit Kisten und Kasten, die Dinge bergen — hier nutzlos Platz raubend und den Motten zur Beute — in der Brockensammlung dagegen hoch willkommen, »veil immer noch nutzbringend zu verwerten, für die Käufer sowohl, wie ür die Zwecke und Ziele der Brockensanirnlung. Auch bei Umzügen, Versetzungen, der Auflösung von Haushaltungen werde unserer Arbeit freundlich gedacht!. wurde gerichllicherseits festgestellt, daß ihn — den Pächter bei der Veräußerung nicht die Absicht einer ordnungsmä ßigen Bewirlschaflubg des Grundstückes geleitet hatte. Vielmehr war es ihm dabei nur darauf angekommen, alles los zuschlagen, lvas auf dem Grundstücke überhaupt verkäuflich und nicht niet- und nagelfest war. Der beklagte Erwerber der Früchte aber hatte den Pächter in diesem rechtswidrigen Vorhaben bewußt unterstützt. Durch diese mit dem Verhalten der beiden verbundene Verschlechterung des Grundstücks wurde die hypothekarische Sicherheit der klagendenHypothe kengläubigerin erweislich gefährdet. Infolgedessen erwirkte die Hypothckarin eine einstweilige Verfügung gegen den Er Werber der Früchte, in der ihm unter Strafdrohung verboten wurde, die am dem Pfandgrundstücke anstehenden Feldfrüchte abzuernten, durch andere Personen abernten zu lassen oder sonstige Maßnahmen hinsichtlich dieser Früchte zu treffen. Tenn die Klägerin war, wie nunmehr bekannt, als Hypo- thekarin berechtigt, die Unterlassung der schädigenden Einwirkung klagweisc zu-sordern. Zur Sicherung dieses Anspruches aber war der Erlaß der einstweiligen Verfügung zulässig und geboten. Samstag, 13. September 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen UniversitälS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Pachtgut und Hypothekenschutz. Von Dr. Hans Lieske, Leipzig. Sind die Hypothekengläubiger berechtigt, dem Pächter eines Landgutes das Abernten und Veräußern der Feld- srüchte zu verbieten? In der Regel ist diese Frage selbst verständlich zu verneinen. Gibt es doch kaum ein hypothe kcnfreics Pachtgut. Wo aber bliebe da der Pächter, wenn ihm jeder Hypolhekengläubiger ohne weiteres bei der wirtschaftlichen Ausnutzung des Grundstücks in den Arm fallen dürfte! Solange die Beschlagnahme des Pachtgrundstückes nicht erfolgt ist, steht den Hypothekariern also kein allgemeines Recht zur Seite, kraft dessen sie verhindern können, daß Bestandteile, Früchte oder Zubehörstücke, auf die sich ihre Hypothek erstreckt, aus dem Grundstücke entfernt und damit von der Haftung für die Hypothek frei werden. Indessen kennt das Gesetz eine Ausnahme von dieser Regel. Nach ihr darf nämlich der Hypothekengläubiger dann bereits vor der Beschlagnahme einschreiten, wenn in einer Weise aus das Grundstück eingewirkt wird, die zu der Befürchtung berechtigt, es möchte dadurch das Grundstück verschlechtert und infolgedessen die Sicherheit der Hypothek gefährdet werden. Dazu sei ausdrücklich betont, daß nach des bürgerlichen Gesetzes Satzungen auch der Pächter das von ihm erpachtete Grundstück nur nach den Regeln ordnungsmäßiger Wirtschaft gebrauchen und nutzen darf. Bei alledem ist aber natürlich nicht gesagt, daß jede Verschlechterung des Grundstückes auch die Sicherheit jeder auf dem Grundstücke ruhenden Hypothek gefährdet,und so mit dem Hypothekarier die Befugnis, auf Unterlassung zu klagen, ein räumt. Es kommt vielmehr wesentlich auf das Verhältnis des Grundstückwertes zu dem Betragender Forderung und dem ihm im Falle einer Zwangsversteigerung zukommenden Range an. Ja, selbst der Abbruch von Gebäuden seitens des Pächters muß nicht unbedingt imstande sein, eine Unterlassungsklage der Hypothekengläubiger zu rechtfertigen. Ist es doch unter besonders gearteten Verhältnissen recht wohl möglich, daß für eine kleine und an bevorzugter Stelle stehende Hypothek der Wert des Grund und BodenS allein, ohne alle Rücksicht auf die darauf befindlichen Gebäude, vollkommene Sicherheit für die Hypothek bietet. Die Gefährdung der durch die Hypothek gesicherten Forderung ist aber eben die unerläßliche Voraussetzung zum Einschreiten der.Hypothekengläubiger. Die Gläubiger müssen also in ihrer Klagschrift im Einzelfalle beweisen, daß das Vorgehen des Pächters die Hypothek gefährdet. Dabei kann, wie uns das Oberlandesgericht Dresden zum Ueberflusse noch ausdrücklich versichert, die Aberntung reifer Frucht an sich allein noch keine Verschlechterung des Landgutes zur Folge haben. Vielmehr wird das Abernten der Früchte von einer ordnungsmäßigen Wirtschaft im Ge- genteil gerade verlangt werden müssen. Eine die Hypothek gefährdende Verschlechterung ist dagegen unter Umständen von der Fortschafsung der abgeernteten Früchte zu befürchten. Und zwar ist das z. B. dann der Fall, wenn alle anderen schon vorher abgeernteten Früchte aus dem Grundstücke entfernt worden sind. Denn die Früchte, die ein Grundstück erzeugt, sind nach den Regeln ordnungsmäßiger Wirtschaft in erster Linie dazu bestimmt, den Bedarf des Grundstücks selbst an solchen Früchten zu decken, sei es als Nahrung für den Landwirt und seine Leute und als Futter für das Vieh, sei es, um als Aussaat für das nächste Jahr tzu dienen. Erst wenn dieser Bedarf gedeckt ist, darf nach den Regeln einer ordnungsmäßigen Wirtschaft an eine Verwertung durch Veräußerung gedacht werden. Die Entblößung eines landwirt- schaftlichen Grundstückes von den zur Fortführung der Wirtschaft notwendigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen verschlechtert das Grundstück und wird selbstverständlich nicht dadurch zu einer berechtigten Maßnahme, daß vorher den Regeln ordnungsmäßiger Wirtschaft zuwider das gesamte Vieh und Geschirr verkauft worden ist. , Gegen diese für jeben Landwirt schier selbstverständliche Weisheit hatte sich vor einiger Zeit ein Pächter vergangen. Er hatte nämlich die aus dem von ihm erpachteten Landgute anstehenden Feldfrüchte an den Beklagten veräußert. Dazu Kf. Die große Tüllmode. Ein entzückendes Geschenk hat die kommende Wintermode der Frauenwelt zugedacht. Sie gedenkt soviel wie nur möglich den Tüll für die Frauenkleidung zu verwenden. Tüll in allen Formen, Farben und Anwendungen ist ihr Losungswort. Er wird für ganze Kleider, für Ueber- roürfc und Umschlagtücher, für leichte Mäntel, Schärpen, Unterröcke und Hutgarnituren verwertet. Es ist nur schade, daN £ull trotz seines verhältnismäßig geringen Preises, fein billiger Kleiderstoff sein wird, und zwar hauptsächlich deshalb, weil er immer frisch und „knusperig" getragen werden muß. Er muß sehr oft gewaschen und gebügelt werden. Ferner ist er em sehr delikates Gewebe, das leicht zerreißt. Aber gerade in dieser Zartheit liegt auch fein Reiz. Kann man sich etwas Duswolleres denken, als einen Tüllschleier, der zart wie ein Hauch auf einem dunklen Untergrund liegt? Kann eine Franenschulter, ein klassischer Hals graziöser eingefaßt werden, als durch einen Tüllschleier? Ter Tutt liebt starke Gegensätze nicht; er verlangt stets feinabgetönte, beinahe ineinander überfließende Farbenstufen. Und gerade dieses scheint die Wintermode speziell herauszuhvlen. Sie läßt bei Stufenkleidern die einzelnen Stufen fachte und kaum merkbar im Ton stärker werden: die oberste Stufe ist z. B. in einem falten Rosa gehalten. Gegen t>ic zweite Stufe hin wird das Gewebe und damit auch die Farbe zarter und dünner. Die ziveite Stufe setzt wieder etwas prononzierter an, aber immerhin schwächer als die erste und fließt nach oben wiederum zarter aus. Die dritte Stufe endlich führt dasselbe Spiel weiter, bis dann ein weißer Tüllgürtel die Taille abschließt. Die ^Komposition kann aber in origineller Weise nach oben weitergeführt werden. Zu diesem Zwecke wird die Bluse in ungefähr 12—15 kleine Tüllstufen zerlegt, die nach imb nach in der Nüance etwas stärker werden. So kann ein entzückendes Anschwellen, ein dnstvolles Erröten, wie bei einer Pfirsichhaut erzielt werden. Die oberste Blusenstufe wird in der gleichen Farbnuanee gehalten, wie die unterste Stufe des Kleides. Na- tüiflich kamt auch in umgekehrter Richtung verfahren werden, Die „Gießener Zamllienblätter" werden dem «Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „£anbroirtfd}aflüdien Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Ans StflM und Caitfc» Gießen, 13. September 1913. Wie die Bäume ihr Laub verlieren. Kastanien und Linden haben längst braune Blätter ober sind schon kahl, und nun tritt das allgemeine Sterben, der „gelbe Tod" der Blätter ein, wie man den Laubfall anschaulich, aber, falsch bezeichnet: der Laubfall ist eine Anpassnngserscheinung ans Klima, er hat mit Sterben nichts zu tun, und die Bäume verlieren auch gar nicht ihr Laub, fonbern sie werfen es ab, um die großen Flächen abzustoßen, durch die sie sonst zu viel Wasser verdunsten würden. Daß die Bäume die Blätter selbst abstoßen, kann man an jedem welken Blatt ablesen, das man vom Boden aufhebt: es ist wie mit dem Messer abgeschnitten und der Stiel endet in einer ganz glatten Fläche.Wie bringen die Bäume dieses Kunststück zuwege? Längst, ehe der erste Nachtfrost cm- tritt, bereiten sie das Mstoßen der Blätter schon vor: sie beginnen damit, alle wertvollen Stosse, die in den Blättern vorhanden sind, einzuziehen, Eiweiß und Stärke wandern durch den Stengel aufwärts, dann werden diese wertvollen Stoffe in den Knospen für das nächste Jahr aufgespeichert, und vom Blattgrün bleibt nichts zurück, als eine gelbliche, halb zerflossene Masse, die den Grundton des Herbstlaubes bestimmt. Es bleibt ein totes Gerüst des Blattes übrig, das für den Baum keinen Wert mehr hat. Während die kostbaren Stoffe stielauftvärts wandern, bildet sich am Grunde des Blattes die sogenannte „Trennungsschicht" aus, in der das Blatt abbricht. Quer durch den Stil hindurch bildet sich, wie Worgitzkh schildert, eine neue Gewebeschicht zartwandiger, in Teilung begriffener Zetten auS. Durch den Druck, den die sich rasch vergrößernde Trennungs- schicht ausübt, werden auch die Gefäße, jene feinen Wasserleitungsröhren der Gefäßbündel, die als tote, protoplasmalose Zellen der Teilung selbst nicht folgen föhnen, in Mitleidenschaft gezogen, ihre Wände gequetscht und gestreckt. Schließlich lockert sich in den mittelsten Lagen der Trennungsschicht der Verband der Zellen, und ein Windstoß genügt dann, um den Zusammenhang zu lösen und die Gefäße der Bündel mit durchzureißen. Tie gleiche Wirkung hat der Frost, der den Zellsaft der zartwandigen Trenn,ingsschicht zum Gefrieren bringt, weil die gefrierende Flüssigkeit die Zellwände zersprengt und dabei die Gefäße zerreißt. Anstelle jedes Blattstteles bleibt so eine Wunde, die natürlich verschlossen werden muß, und diesen Wundverschluß stellt der Baum in Gestalt einer wasserundurchlässigen Korkschicht her, indem er eine neue -Oberflächenschicht anlegt, deren äußere Zellen lücken- Bericht aus der vrockensainmlung. Gießen, 12. Sept. Redaktion, Expedition und $ ruderet: Schul- strafte 7. Expedition und Verlag: Redakt:on:e^I12. Tel.-Adr.: AnzeigerGieften, bekannte Haushaltungs-Institut Kühn-Maßmann, Nas- s a u (Lahn- als Zweiganstalt für den bauswirtschaftlichen Teil der Berufsausbildung ausersehen, während die für Kinderpflege nur in Pankow erfolgt. lieber alles Nähere berichten die Drucksachen des Vereins, welche durch das Mutterhaus Pankow-Berlin, Hartwigstr. 113 und durch Fräulein Kühn-Maßmamt, Nassau (Lahn), zu beziehen sind. Dadurch wird das malerische Schwergewicht auf den Gürtel verlegt. Ein Kleid kann also oben und unten blendend weiß einsetzen und bis zu einem ausgesprochenen Kirschrot in der Gürtelpartie anschwellen. > • ff. Ei n Zukunftsbild aus dem Jahre 2013. „3m Jahre 2013": so betitelt sich ein feministisches Lustspiel, das jüngst '3um Besten der Parteikasse der Frauenrechtle-> rinnen in Washington ausgeführt worden ist. Seine Verfasserin ist eine der Leiterinnen der ^Frauenrechtspartei, Mrs. Christiane Hernrnick. Die Idee des Stückes ist die, ein Bild davon zu geben, wie die Welt in einem Jahrhundert aussehm wird, wenn — natürlich! — die Frauenrechtssache enbgültig gesiegt und damit die arge Welt umgestattet haben ivird. Selbst- verstä,ü)lich herrscht 2013 die vollständigste Gleichheit der Geschleckter, die sckon mit der Kleidung beginnt. Männlein wie Weiblein sind gleicherweise, und zwar etwa so wie die Türken auf dem Theater, gekleidet: sie tragen weite. Pluderhosen und einen kleinen Turban. Schon seit langer Zeit ist aus Gründen der Gesundheitspflege der Kuß, abgeschafft: Frauen, Mädchen, Mütter, Schwestern, Söhne und was sonst lebt, begrüßt sich beim Kommen und 'Gehen einfach mit einer Handbewegung, so wie wir beut etwa einen Freund, der uns begegnet, begrüßen. Was das eheliche Leben angeht, so besorgen Mann und Frau entweder zugleich oder abwechselnd die Küche, keiner hat darin ein Privileg: alle beide bereiten sie die Gerichte zu, reinigen das Haus, stäuben die Möbel ab. Mlerdingssind diese Arbeiten wesentlich erleichtert durch die ausgedehnte Anwendung der elektrischen Kraft: man bringt einfach die Maschine an ihren Posten und laßt sie alle Reinigungsarbeiten automatisch besorgen. Dienstboten gibt cs nicht mehr. Sein Bett macht sich jeder allein. Und so fort mit mehr oder weniger Grazie in infinitum. Sehr — zukunftsmäßig ist das Ersc^inen zweier Verlobter vor dem Standesbeamten Krine Rede von irgendwelcher.Feierlichkeit, von Eltern oder Zeugen! Die Heiden jungen Leute erscheinen ganz allein, weisen ein ärztlick)es Zeugnis vor, daß ihre geifrige und körperliche Gesundheit und ihre Eignung zur Ehe bestätigt, und das ist alles „Alles in Ordnung", sagt der Beamte, und das Pärchen ist Mann und Frau. Sckrade, so bemerkt hierzu der Pariser „Eclair", daß von uns im Jahre 2013 kaum noch lemand leben wird, um zu kontrollieren, ob die Prophezeiungen der Frau Hemmick sich wirklich erfüllen werden. Einen festen Platz unter den Wohlfahrtseinrichtungen unserer Stadt hat sich nunmehr die B r o ck e n s a m m 1 u n g gesichert. Sie wurde im Frühling des vorigen Jahres ins Leben gerufen, und die beiden Frauenvereine, die sich in Arbeit und Einnahme teilen, die Ortsgruppe Gießen des Allgem. Deutschen Frauenvereins und der Gemein de-Fraucnv er ein dürfen mit frohen Hoffnungen in die Zukunft blicken. , Der Allgm. Deutsche Frauenveretn wird durch die Einnahmen aus der Brockensammlung in den Stand gesetzt, seine sozialen Arbeiten kräftig zu fördern, so die Rechtsschutzstelle für Frauen, die Beratungsstelle für Frauenberufe, so die Ausbildung hiesiger junger Mädchen zu Kinderpflegerinnen im Fröbelfeminar. Auch seine sonstigen gemeinnützigen Veranstaltungen können nur mit Hilfe des Erlöses aus der Brockensammlung erhalten werden. Ter Gemein de-Fraucnvere in ist in gleicher Weise von diesen Einnahmen abhängig, denn erst wenn sein Anteil eine gewisse Höhe erreicht hat, kann er daran gehen, seinen Plan' auszuführen: eine der unbemittelten Bevölkerung zugute kommende Veranstaltung ins Leben zu rufen, bereit Wert für die hiesige Armen- und Krankenpflege län-gst anerkannt ist. Da heißt es sparen, wahrscheinlich noch auf Jahre hinaus. Der Gemeinde-Frauenverein ist trotzdem der begründeten Zuversicht, daß auch er sein Ziel erreichen wird. Die Brockens ammtttng dient mehrfachen sozialen Zwecken. So erwünscht, so notwendig nach dem Obengesagten die Einnahmen sind — sie sind bei weitem nicht der einzige Zweck unserer Arbeit. Indem wir uns an die Freundlichf- keit und das Verständnis wohlhabender Mitbürger wenden mit der Bitte, uns alles, was in ihrem Haushalt durch neues ersetzt und daher zurückgestellt wird, zu überlassen, vermitteln wir den Uebergang.gebrauchter Gegenstände aus einem reichen Haushalt in einen -einfachen. Konnten doch alle diejenigen, die uns durch Zuwendung von Gaben unterstützen, mit" ansehen, wie Dinge, die unbrauckMr und wertlos für sie wurden, nun wieder Geltung gewinnen, um geringen Preis hinauswandern und noch einmal nützen und erfreuen. Es ist kaum zu glauben, was alles Liebhaber Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhejsen Lrauen'Rundschau. Die Hausschwestcr. Die Krankenschwester mit ihrem stillen, selbstlosen Wirken in Hospital und Familie ist eine liebgewohnte, achtunggebietende ShSSh geworden. Wie mancher hat sic chon als gütigen Engel taÄÄ ™ ii= Mit linder Sand Wunden nerbnnd. der Nnmc „Snuzschwestci" lagen? Er ist in bcu irtten Jahren öfter aufgetnucht. ohne dax man über lerne Be- Futuna volle Klarheit erlangte. Vstr erklärt man sich ihn so, ^ft^HauSschwester soviel sei als Wrrtichaftsj.chwestcr für Küche, matoir uiro in großen Betrieben, dort versteht man darunter »An die von Wohlfahrtsverbänden rn Krankherwfallen Sr bei Fehlen der Hausfrau in hilfsbedürftige Familien geschickt den Haushalt vor dem Niedergang zu bewahren. Solche ^ck^sttichwestern u Pflegerinnen wirten gewiß viel Gutes, doch Äruf^ Haussckwester steht auf anderer Grundlage. Er will beT ^rul b^j^ n'Mädchen unb unabhängigen .grauen durch die E fassung und Ausübung häuslicher Pflichten bei ange- Arbe tsbedingungen und entsprechender Entlohnung einen mc^ { i n'n Wirkungskreis in der deutschen Familie bietew Die wnaSima erstreckt sich daher auf alle zur Führung eines Hau-- ^usbilduim ertzrea 1 Jmc nu(b aus .Kinderpflege. Die halts notivenoig Dienstboten mt Hau,e ersetzen, 7n der Familie sein, da sie.ihre Arbeit ^ÄeMe chrer Mitmenschen in schwesterlichem Sinne leister, rm DieMte ivre ^nschast Gleickgemmter finden die Schwe f und Sicherstellung der Zukunft- „Hier flt f-c„ bem 5 im Gegensatz zu den überfüllten kaufmännischen CTn: G^et, Sw üben Berufen an Arbeitskräften gebricht, was d??TmsÄ bewrist, daß auf eine Hausschwester 50 Stellenangebote die Tatsache. oewii! , ^üterte Familien brauchen für ^^s^biwung ihrer Tvcktter keine unerschwinglichen LOT er zu die Vfid) dem schönen Beruf einer Hauch ckwester wid- ^t"^Di'e^vorbenen Kenntnisse befähigen nicht nur ^ur Berufs wndern lohnen and) für die verheiratete tfrau die der 9'JJnQrit Geld und Kraft gebrachten Omer. Zlus^dung an Z t ^^ ^ein Deutschlands wurde 1910 > Sitz in Pankow-Berlin begründet und erfreut sich verbältn^rnäßig kurzen Zeit einer gedeihlichen EntwEuNg 'unb^lacmcincn AnseArns. Ilm seine Tätigkeit and) auf den Westen 'S* SÄS -usz-rdchn-n. hat der B-rwr das bestens Tos aneinonder schließen So fällt ba5 dxtytiit Blatt, und so Mird die Wunde verschlossen. Nicht alle Bävmc einer Art verlieren ihr Laub zu gleicher Zett, und btc Bäume verschiedene! Arten Wersen ihr Laub auch fju verschiedenen Zeiten ad. Der Standort, ob auf einer Berg- foifcc ooet int windqeschütztcn Tal, spielt dabei eine grobe Rolle, 'und ebenso ist die Lage des einzelnen Blattes an der Baumkrone 'auch von Bedeutung. Es gibt ; B. Sonnen- und 5d}attcn- ,Wärter, und in der Regel vergilben die Sonncnblärrer zuerst- Ze schöner und trockener der Herbst ist, um so früher beginnt das Laub zu fallen, denn nicht der Wurmemangel, sondern die Austrocknung bedingt der Laubfall. Bei Eichen, Buchen und .Haselnuststräuchern verlieren die obersten Zweige ihr Laub zuerst: um- -gekehrt, von unten beginnens, geht die Entlaubung dagegen bei Linden, Pappeln und Weiden vor sich. Bei Platanen, die unter allen unseren Bäumen im Früluahr vile^t ihr grünes Blätterkleid anlegen, kann man beobachten, das' sie einzelne Blätter bc- !sonders lange behalten, und unocilcn findet man noch spät im November Laub in den Platancnkroneu Die Blätter, die bis zuletzt aushalten, sind die Svitzcnblätter der jüngsten Triebe, als die zuletzt entstandenen. Aehnliche Erscheimingcn kann man an falschen Akazien beobachten Noch anders verhalten sich ein paar Baumarten Während Eschen und Erlen ifjrc Blätter im grünen Zustande abwersen, behalten Eichen und Hainbuchen die Blätter, -oder wenigstens große Mengen davon, den ganzen Herbst und Winter hindurch. H. Winkler und B. Engler haben z. B. an Gehen, Buchen und Hainbuchen beobachtet, daß die Blätter von den jüngsten, an der Peripherie der Krone stehenden Zivcigen znerlt i abgeworfen werden. Das Fortschrcitcn des Laubfalles findet bann allmählich nach dem Inneren der Mrone zu statt, in senkrechter Richtung aber schneller, als in wagcrechter, so daß in einem gewissen Stadium eine mehr oder weniger kugelige Laubmasse übrig bleibt, die auf der unteren Fläche bet Krone ruht. ♦ «Städtische Berufsberatungsämter. In einer christ für Die Stadtverordneten bespricht bet Düsseldorfer Schuldezernent, Beigeordneter Dr. Herold, eine neue Einrichtung, Ibie die Stadt Düsseldorf plant: ein städtisches Berufsberatung^ amt mit Lehrstellenvermittlung. Er stellt dabei fest, baß von der ärztlichen Beratung für die aus der Schule entlassenen Volksschüler immer mehr Gebrauch gemacht wird. Damit allein sei aber -Eltern und Schülern nicht gebient, es müsse ihnen auch sachkundiger Rat bei der Berufswahl unentgeltlich durch eine Stelle erteilt Anerben. Die Wirksamkeit einer neutralen Berufsberatung sei nicht inur als bedeutsame vorbeugende Armenfürsorge anzusehen, sic iroerbc auch nidjt unwesentlich die vielfach beklagte Flucht vor dem Handwerk hemmen. Tic großen praktischen Vorzüge einer .Derartigen Einrichtung, schreibt das Kommunalblatt für Ehrenbeamte, sind nicht zu verkennen. Wie oft stehen Eltern ratlos da, wenn sie vor die Frage gestellt werden, welchen Beruf ihre Kinder ergreifen sollen. In solchen Fällen geht ihnen die amtliche Stelle unentgeltlich mit Rat und Tat zur Hand, gibt Auskunft über die Zukunftsmöglichkeiten, die die Vorbildung dem jungen Menschen erschließt, bringt das nötige Beweismaterial für die Aussichten in einem Berufe bei. Als rein städtische Einrichtung, wie cs hier gedacht ist, besteht nur in Strafeburg ein solches Amt. Die Aemter in Frankfurt a. Mi., Hakle a. S. und Berlin werden von Vereinen unterhalten und mit städtischen Mitteln unterstützt. ** Die Wetterkarten Um das Verständnis der Bevölkerung für das Lesen der Wetterkarte zu heben, hat der preußi- sche Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten eine umfassende Maßnahme angeordnet. Die Anweisung zum Gebrauch der Wetterkarten ist neu bearbeitet worben. Der Minister hat ben Wetterdienststellen soviel Abdrucke der neuen Anweisung überlassen, daß diese an einem Tage jeder Wetterkarte der Gesamtauflage einen Abdruck beilegen können. Die Auswahl des Tages, an dem die Verteilung flottfinbet, bleibt ben Wetterdienst!eitern überlassen. Diese befinden sich in Aachen, Berlin, Breslau, Bromberg, Frankfurt a. M., Magdeburg, M'önigdberg und Weilburg. Gießen ist Nebenstelle. Im übrigen soll bas Publikum auf bas Borhanben- sein der Anweisung zum Gebrauch der Wetterkarte von Zett zu Zett aufmerksam gemadrt werden ES kann dies u. a. dadurch geschehen, daß monatlich wenigstens einmal im Text oer Wetterkarte auf die Anweisung hingewiesen wird. Äreid Friedberg. — Bad-Nauheim, 12. Sept. Eine Anzahl von Ge- fellschaftsfahrten im Automobil veranstaltet in der nächsten Woche die Kurdirektion. Sonntag, 14. Sept.: Tagesfahrt durch den Taunus nach Wiesbaden. Montag, 15. Sept.: Bor- Staiifccsmiitsimcbricbten* Gießen. Aufgebote: September 5 Johann Müller, Lehramts-- assessvr in Gießen, mit Ella Julie Emilie Barkuskv in Hohen- sälza. - Friedrich Wilhelm Heinz, Schreiner in Siegen, mit Hermine Elise, genannt Henriette Mrgel in Dillenburg — Ernst August Earl Kölpin, Musiker, mit Anna Enzmann, beide in Aries. — 6 Heinrich, genannt Wilhelm Irrle, Sandformer, mtt Henriette tiathcrcn, beide in Herborn — 8. Wilhelm Friedrich Hcnttck, Sergeant in Siegen, mit Anna Elisabethe Lietz in Gießen. — Heinrich Fischer, Sergeant in Gießen, mit Minna Christiane Friederike Brielc in Bad Wildungen — Wilh. Docter, Kaufmann in öHcfecu, mit Justine Bill in Naunheim. — Tr. Georg Valentin Tyunf, Assistent der Zoologischen Station und Lehramtsassessor in Neapel, mit Wilhelmine Johanna Sauet in Gießen. — 9. Marl Heinrich Christian Haus Sauer, kommissarischer Gifen» balm-llntcrafiiftcnt, mit GbrifHur Matharinc Emilie Kliff Mütter, beibc in (Kiesten — Hermann Wilhelm Wiehemener, Buchhalter in Bünde ^Westfalen), mit Gliiabeth Margarete Karoline Klist- müller in Giestcn — 10. Karl Albert Theodor Zinn, Apotheker, mit Tbereiia Marie Waag, beide in Gießen — Gurt Richard Frod- berg, Kaufmann in Gießen, mit Anna Margareta Stahl in Heidelberg — 11. )tarl 'Slugust Erich Lischka, Kaufmann in Offenbach a. M., mit Helene zkatolinc Therese Kammer in Giesten. Ebeschliefe u ngen: September 6. Earl föermann Friedrich Louis Martin Peter, Ingenieur, mit Anna Auguste Karoline fikinftein, bethe in Gießen - 1<>. Ernst Konrad Christoph Schmidt, Arclntekt, mit Marie Helene Karol,ne Nicolaus, beide in Gießen. Geborene: 9lug 30. Den» Kaufmann Aug. Max Carl Hrck. . H» rta .’ nna Paul - Sep ttrnibvr 1 Dem Tapezier Heinrich Lotz ein Sohn — 2. Dem Taglödncr Peter Sdntciber eine loditcr, Marie - 3. Dem ,Maut- mann Gustav Sanbcr ein Sohn Dem Buchdrucker Karl Philipv Dietrich Balser eine 7 achter, Margarete Wilhelmine «tat banne Auguste. - 6^ Dem Kaufmann Christian Friedrich Wilhelm von Düring, ein Sohu. — Dem Ingenieur Arthur Graumann ein Sobit. Rolf Fttcbttck Emil. - 8. T Sterbcfällc: Sept 8 Justine Stiehl, geb B.n.l. 70 Fahre alt. — 10. Margarete Luise Wage »doch, b. Schmidt. 29 Jahre alt. Bab-Nauheim. Aufgebote: Aug. 16. Josef 91 dl, Hoteldrrrktvr m Neufra 1-, mit Gardine Lina Kicchlc tu Bad-Nanheim 23. Johann feit Jahren. (Ulk.) NESTLE '■ Richtung Stück deS ihnen sich hinten im waren die mit ÖLold.m\ind.«>i. mit Hohlmundst flach beiden hintenfahrenden Wanderer verschwunden und mit ihnen ein Sack mit Brötchen nebst einer Buchse mit Heringen. Dem Landmanne gelang eS, die beiden Gauner im Walde dabei zu überraschen, als sie den Raub verzehren wollten. ~ QUALITÄT» ~ t CIGARETTE t Gestern baten drei HandwerkSbnrschen einen in der nach Gießen fahrenden Landwirt, sie doch ein WegeS mitfahren zu lassen. Während einer von neben den Landwirt setzte, nahmen sein Kollegen Wagen Platz. Als man in Gisselberg anlangte, i Landwirtschaft. — Düngung b cd Wintergetreibes. Kaum ist ber Klang der Sichel auf dem Felde verhallt, so muß ber unermüdliche Lanbwirt schon wieber Sorge tragen für bie bevorstehende Saat. Dabei ist es aber nicht nur notwendig, daß er die Beste!- lungsarbeiten richtig vornimmt und das Saatgut sorgfältig auswählt, sondern aud> auf die Düngung muß der rationelle Ackerwirt fein Augenmerk richten Seine Wintersaaten müssen gekräftigt, jedoch nicht zu iuaftig in die bevorstehende Jahreszeit hineinkommen, um den Unbilden der Witterung trotzen zu können. Durch eine Gabe von 25—50 Pfd. Kalkstickstoff wird sich das Wiutergetreide gut enttvickeln und die Gewahr bieten für eine gedeihliche Weiterentwicklung im nächsten Frühjahr, wo bann (Gnbe Februar) eine wettere Gabe Kalkstickstoff von 25—50 Pfb. vorteilhaft gegeben wirb. Büchertisch. — Alexander Kochs Handbücher neuzeitlicher Wohnungskultur. Wohnungseinrichtung! ein Genuß, eine vermischte». * Ein Reife-Monat des Kaisers. Der Kaiser erachtet es, so schreiben die „Münch. Reuest. Nachr.", bekanntlich als einen Teil seiner Regentenpslichten, bei möglichst vielen Gelegenheiten das Reich repräsentierend selbst zu vertreten. Besonders groß war nun das Reiscprogramm des Augusts. Welch große Ent- fcrminpctt der Monarch gewissermaßen so nebenbei zurückgelegt hat, wirb jeboch ben nx-nigften klar geworben sein, btc in ber Zeitung ben Weg des Kaisers verfolgt haben. Am 1. August reiste ber Kail er von Balestrand nach Bergen gleich 230 Kilometer, am 6. August traf er in bem 1120 Kilometer entfernten Swinemünbe ein. Am 10. August war er 180 Mlomctcr weiter in Rostock unb am selben Mend weitere 120 Kilometer bavon in Lübeck. Von dort fuhr rr am nächsten Tage 265 Kilometer nach Berlin. Zwei Tage später finden wir den Monarchen in bem 470 Kilometer entfernten Mainz, woran sich eine etwa 80 Kilometer lange Fahrt über Bingen nach Homburg v. b. H. schliefet. 300 Kilometer lang ist bie Reisc nach Kehlheini am 24. August, und die zwei Tage später absolvierte nach Posen beträgt gar 650 Kilometer. Posen—Breslau fügen weitere 160 Kilometer hinzu, und die Heimkehr nad) Berlin macht ben Beschluß mit 320 Mlometer. Die im ganzen zurückgelegte Strecke beträgt somit 3895 Kilometer. Bebcnkt man nun, daß eine große Reihe Reinerer Ausflüge im Kraftwagen unberücllichtigt geblieben ist, so kommt man leicht auf die respektable Zahl von 4000 Kilometern. Das ist der zehnte Teil des Erdumsanges am Aequo tor oder gleich der Entfernung vom Nordkap bis Jerusalem ober von ber Rott» weftfpitzc Islands bis zum Goldenen Horn. * Häusliche Szene. „Emil," ruft Frau Bohnenftengel ihrem Gatten entrüstet zu, „man hat dich gestern mit einem fremden Mädchen Arm in Arm gesen!" — „Fremd'? Wieso fremd," entgegnete Emil. ,Lfch fr rate das Mädchen dock schon 6EODG A JASMATZI A G DRESDEN Puck CIG ETTES schöpferische Freude für jeden, der gestaltende Fädigkeiten besitzt: eine 'ckwere Aufgabe, eine mühevolle Arbeit für jeden, ber 'eines Geschmackes nicht ganz sicher ist. Die Wohnungseinrichtung ist das schwierigste, das wichtigste Geschmacksproblem ha? an den Menschen, an jeden Menschen berantnu. Unciubedrück ist hur die bädiftc Steigerung der Materiatfrnutnis. Wissen, wie viele andere, Stiinfller und Laien, dieses Problem gelöst haben: fragen, wie Hebe ich dieser, wie jener Leistung gegenüber: das ist s. was das Urteil ndrlt und sas Rüstzeug ;u eigenem Ringen um ein ausdrucksvolles, künstlerisch hochwertiges Heim verleiht. Uebersicht. Anregung, Gcschmacks-wrdcrnng: das bieten Alexander Kocks „Handbücher für neuzeitliche Wohnnngskuttur" B er! ag c a n statt A l e r an b c r Kock, Darmstadt), die den AmckauunoSstofs etwa eines Dutzends großer Munftgeivcrbrau*!lelluitgen in sich enthalten. Sic sind anerkannt al- die gläiuendstcn Materialsamm- hingen der Innenausstattung, die am deutschen Büchermärkte vorliegen. - Band ..Schlafzimmer" 10 Mk., Band „Herren zimmer" 10 Mk., Band „Speisezimmer" 12 Mk. Je 250 b,S 300 Abbildungen. Tondrucke und farbige Beilagen. Hn Cnginal- Iavanband je 2 Mk. mehr Dem unS vorliegenden Sveisezimmer- banbe sind angeschlosscn. Frühstücks-, Teezimmer, BüstttS, ffrt- bcnun, Glasfckr.inkc, Abbilbungen und Lösungm zum Thema „Der qcbcdb- Tuch" und „Tafelschmuck". Die vertretenen Künstlernamen gehen in die Hunderte. Keiner der wichtigeren modernen Formgedanken blieb ohne Tarstellung. Nickt btc geringste Beigabe bedeuten die kurzen Einführungen, bie ber Herausgeber selbst, Alexander Mod), aus einer reichen Erfahrung heraus den Bonden beigefügt hat; Winke, Gesichtspunkte, Anregungen, unmittelbar praktisch verwertbar, kurz und knapp gefafet mittags nach Friedbe« (SchloßbesiHtigung): nachmtttQgs 2 Uhr nad) Homburg, Rückfahrt 7 Uhr. Dienstag, 16. Sept : Vormittags 10 Uhr nach Steinfurth in die Rosengärten; nachmittags 21/, Uhr Homburg, Königstein. Mittwoch, 17., Donnerstag, 18. Sept.: Nachmittags 2 Uhr nach Homburg, Rückfahrt 7 Uhr. Freitag, 19. Sept : Vormittags 10 Uhr: Frauenwald, Iol^nnisoerg; nachmittags 21,« Uhr nach Büdingen, bem hessischen Rothenburg. Samstag, 20. Sept.: Vormittags 10 Uhr nach Steinfurth in die Rosengärten; nachmittags 2 Uhr: Wetzlar, Braunfels. Sonntag, 21. Sept.: Fahrt durch den Taunus auf den Feldberg, Abfahrt 2 Uhr. Hessen-Rassau. [] Marburg, 11. Sept. Gestörtes Frühstück. Städt.Polytech n.Leh ransta 1 <"» Bmi-Jnienleunmtn. „„ Fron ramm durch das Senreranat Beginn der Semester April u Oktober Bapttst Joseph Efisio Sismondini, Oberkellner, mit Theres Antonic Supp, beide in Bad-Nauheim. — 28. Karl Schmidt, Schuhmacher in Butzbach, mtt Elisabetha Reibold in Bad-Nauheim. Eheschließungen: Äug. 30. Georg Schneider, Bankbeamter in Wiesbaden, mit Katharina Henriette Wiechard in Bad-Nauheim. Geborene: Aug. 2. Dem Schreiner Georg Karl Heinrich Pfeffer eine Tochter, Marie Elfriede Sufanna. — 5. Dem Hausdiener Georg Stirnwcis eine Tochter, Margarethe. — 9. Dem Masseur Emil Warn Leise ein Sohn, Otto Gerhard. — 14. Dem Bauunternehmer Johannes Diehl eine Tockter, Johanna Karoline. — 15. Dem Badewärter Konrad 5koch ein Sohn, Heinrich Philipp Wilhelm. Stcrbcfällc: Aug. 1. Christine Friederike Wendel< 3 Monate alt. — 5. Elisabeth Wagner, Hausbesitzerin, 73 Jahre alt. — 7. Caroline Horn, geb. Schneider, Privattn, 75 Jahre alt. — 19 Friederike Babel, Privattn, 82 Jahre alt. — 27. Ernst Grünewald II., Rentner, 84 Jahre alt. — 30. Matta Dvchnahl, geb. Bollinger, Privattn, 66 Jahre alt. Bübingen. Eheschließungen: Sept 7. Gustav Herbst, Hand- arbttter, mit Louise Schmidt, beide in Büdingen. Geborene: Aug. 26. Dem Handarbeiter Heinrich Eckhardt änc Tochter, Anna Maria Sterbcfällc: Aug. 30. Dr. Karl Oswald, Gymnasiallehrer i. P., 78 Jahre alt. — Sept. 8.: Christtan Schmück II., Kaufmann, 66 Jahre alt. Butzbach. Aufgebote: Sept 1. Theodor Paul Schönherr, Kutscher, mit Katharine Diehl, Näherin, beide in Butzbach — Johann Jakob Karl Lieberich, Postsekretär, mit Anna Katharina Hcvd, beibc in Butzbach. — 8. Wilhelm Heinrich Hill, Rechtsanwalt in Butzbach, mit Hedwia Elise Stiehl in Haigcr — 9. Albert Otw Rttnharbt, Schlosser, mit Ella Elisabeth Born, bttbe in Groß-Salze. Eheschließungen: Aug. 31. Doktor-Ingenieur Paul Alexanbcr «ckmttt in EHarlottenburg, mit Ella Hcnd in Butzbach. ^kdvrene: September 1. Dem Bremser Otto Matern ein Mnabe, Karl Otto — Dem Hospitalverwalter Jakob Ernst Häuser nnc Tockter, Jcnni Martha sterbcfällc: rer, mit Katharine Matte -ckaum, *9 -xnebberg*tyaueibaA — 10. Tmtbvvh Wilb.lm Wagen- bü.D I«««« in Ddd>ft a mit Sitlximine Jorti# ™n tvncoDrtg 'k 6bfqi>£b--i<6uUflfJ?-: ^vtemder 10. Paul Richard Ewald ^.durm, Muiionac, mit Ette Gmma 3hBmann. bribe in Friedberg . Geborcac .«prtmber 3 Dem Taglöhner »uauft Um- >onn em roh», vetnridx — 4 Dem Gärtner Iosepv narl Mai eine Tockter, Minna Luiic. - 7. D i,er August Müller ttne Tockter, Marie Elisabeth. — Dem Bahnordciter Otto Arnold ttne Tochter, Ottilie Helene Laubach. Geborene: Sept. 2. Dem Landwirt Wilhelm Krämer ttne Tochter. Sterbcfällc: Aug 30. Ottilie Kock, geborene Kiefer, 32 Jahre alt — Sept, ö Christiane Wagner, geb. Jäger, 79 Jahre alt. fiibba. Geborene: August 23 Dem Buchdruckereibttitzer Eugen Cloos ttne Tochter, Adelhttd Margarete — September 1 Dem Kaufmann Karl Devel ttne Tockter, Elfe TrinktSanitätskraftbier! .')')inbrtflrn Grschaftsbestand begeht die Honnöbelsabrik Th. Brück, Inh. Franz Brück, in diesem 3-^r-___________________________________________________au/9. watzenborn-5tc'mbera. Sterbcfällc: Sept 3. Konrad Möckcl, Fadttkarbeiter, 46 Jahre alLy— Katharina Harnisch, geb. Schäscr, 90 Jahre ah. für alle, Erwachsene oder Kinder, die einer Kräftigung bedürfen, ist, daß die wohlschmeckende ScottS Lebertran-Emulsion im Sommer ebensogut und mit dem gleichen Erfolg genommen wird, wie in den kälteren Monaten. C«, Giessener Brauhaus, A.&W. Denninghoff 156GÖJ