A A ■'J E. § 163. Jahrgang .Gerichtssaat": K. Neu- m. KOS Der SlLtzemr Anzeige? erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich HiehenerKatnilienbletler,! rwennal wöchentl.lLreis- blaLlsürden Kreis Gietzen (Dienstag undFreitcig); zweimal nwnatl. Land- wirtschaftliche Scitsragen Fernfprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und Mittwoch, r. Kai K9I3 Bezugspreis: moiratlich75Ps,, vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Aik.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellst. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Anzeiger Gießen. • X? w für die Tagesnummer Bofafiottstatid und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Such- und Stemöruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulftraße 7. E^^E Heß^für den bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfatzl 12 Seiten. umxeBsgs D en aus Srutari und über die perzüglich zu vereinbaren die der langen von Viarinesoldaten inldileStadtein zurück en. Inzwischen wird auch die Regierung in Cetinje durch die Vertreter der Großmächte von den an die Blvckadcflottc ergangenen Weisungen in Kenntnis gesetzt werden. Sobald die Besetzung Skutaris durchgeführt'ist, wird die Blockade aufgehoben. Die internationale Besatzung Skutaris soll so lange dort bleiben, bis die autonomen albatiischen Behörden gemäß dem Programm der Mächte organisiert sind. Die Absichten Essad-Paschas. Die „Südslawische Korrespondenz" meldet: Der österreichisch-ungarische, der italienische und der französische Konsul hatten in Tirana Unterredungen mit Essad Pascha, welche ergaben, daß Essad 'weder ein Königtum unter türkischer Souveränität ausgerufen, noch die Abtretung albanischen Gebiets im Norden oder Süden zugesagt hat. Die Berichte des italienischen Konsuls lassen die .Haltung Essads als korrekt erscheinen. Essad Pascha hat seinealbanischenMitkämpferentlassen und wird seine regulären Truppen nrit denen Dschawid Paschas vereinigen urti> nach Anatolien zurücksenden. Essad Pascha dürfte wahrscheinlich in Albanien bleiben und seine Dienste der Neuordnung des Vaterlandes widmen. Die „Wiener Allg. Ztg." schreibt: Sollte sich die sehr vi-el Wahrscheinlichkeit enthaltende Auffassung bestätigen, daß Essad Pascha den ihm von montenegrinischer und serbischer Seite zugeschrieben en Quertreibereien vollständig fernsteht, so würde es wohl in der Natur der Sache liegen, daß Oesterreich-Ungarn sich bemühen würde, zwischen der provisorischen albanesischeu Regierung und Essad Pascha ein Zusammenwirken herbeizuführen. Essad Pascha genießt großes Ansehen unter seinen Landsleuten und verfügt über eine beträchtliche Anzahl alb an esi scher Truppen. gen, darunter die Erbauung einer katholischen Kirche, bei deren Einweihung sich die montenegrinische Regierung vertreten lassen muß, ferner die Lertretrmg der montenegrinischen Regierung bei der endgültigen Beisetzungsfeier für Palic, ferner, daß den zur Apostasie gelungenen Katholiken im Falle der Rückkehr zum alten Glauben freie Wahl des Aufenthalts bezw. der ungehinderte Uebertritt auf fremdes Gebiet garantiert werde. Die montenegri- Macht, über die er verfügt, zur Aufrechterhaltung Ruhe und Ordnung in Albanien zu verwenden. Das neue montenegrinische Ministerium. Cetinje, G. Mai. Das Amtsblatt veröffentlicht die Demission des Ministeriums Martinowitsch und die Er- ncnnungs Miuskowitschs zum Ministerpräsidenten. Montenegrinische Genugtuung sür die Ermordung des Paters Palic. Die Wiener „Polit. Korresp." erfährt: Bon dem gemischten Ausschuß zur Untersuchung der Ermordung des Franzistanerpaters Palic wurde am 14. April ein Protokoll niedergelegt, wonach der Ausschuß zu keinem entscheidenden Ergebnis gelaugte. Wenn auch kein vollgültiger Beweis erbracht werden könnte, daß Palic ohne jeden zureichenden Grund niedergemacht worden ist, ergab die Untersuchung, daß Palic in Fesseln wie ein gewöhnlicher Verbrecher eskortiert und im Gefängnis mißhandelt wurde. Hinsichtlich der Angelegenheit Palic sowie wegen der gewaltsamen Konversionen stellte die österreichisch- ungarische Regierung eine Reihe Forddrun- Es könnte nur förderlich sein, wenn es gelänge, der provisorischen Regierung die Unterstützung eines so wichtigen Faktors, wie ihn Essad Pascha darst'etlt, zu sichern, und Evans, der als erster bei dem Zuge zum Pol den Tod fand, ist jetzt der in Swansea wohnenden Witwe ausstehändigt worden; man frat dieser jedoch das Versprechen abgenommcn, daß der Inhalt des Tagebuches nicht vor zwei Jahren bekannt gegeben werden sollte. — Neue Kunde vom Ende des Nordpolfahrers Andree. Im letzten Herbst ist die Boje Nr. 10 von Andrees Ballonfahrt nach dem Nordpol aufgefunden worden. Sie trieb bei Prinz-Karl-Vorlaird im Westen Spitzbergens im eisfreien Wasser. Auf Grund der Strömnngsvcrhältnisse kommt Nathorst, wie er jetzt in der schwedischen Zeitschrift „Ymer" berichtet, zu dem Schluß, daß die Boje ebenso wie die früher gefundenen Nr. 3 und 8 ungefähr im Südwesten von Franz-Josef-Land ausgeworfen sein muß, an der Ostseite Spitzbergens nach Süden trieb und an der Westseite des Archipels wieder nach Norden, wo sie am Lande festgehalten wurde, während die beiden anderen Triftkörper mit dem Ostgrönlandstrom und durch die Jrminger- See nach ihren Fundpunkten an den Südwcstküsten Islands gelangten. Nach den gesamten nunmehr vorliegenden llcber- bleibseln der Expedition, unter Berücksichtigung der damaligen Wetterlage, ist der Schluß gerechtfertigt, daß der Kurs des Ballons von seinem Ausstiegsort Danskön im Nordwesten Spitzbergens zuerst nordöstlich gegangen ist, um dann in eine Schleife über Westen nach Osten abzubiegen. Der Untergang des kühnen Unter- nelMens dürfte sich zwischen Franz-Josefs-Land und Nowaja Semlja abgespielt haben. Ein außerordentlicher Landtag beider Mecklenburg wegen der verfafsungrfrage. Schwerin (Mecklenburg), 6. Mai. Heute nachmittag 2 Uhr fand im goldenen Saale des Großh. Schlosses die Eröffnung des au ß er ordentlichen Landtages beider Mecklenburg statt, welcher zur Beschlußfassung über die neue Vorlage und zur Abänderung der mecklenburgischen Verfassung einberufen worden ist. Um 2 Uhr betraten der GrvWerzog von Mecklenburg- Schwerin und der Erbgroßherzvg von Mecklenburg-Strelitz den Saal. Der Großherzog verlas dann die ihm vom Staatsminister Grafen Basse Witz überreichte Thronrede. Darin verwies der Großherzog auf die neue Verfassungsvorlage, wodurch seine landesherrlichen Rechte erheblich beschränkt werden und erklärte, er erwarte von der Ritterschaft und der Landschaft die gleiche Entsagung. Sodann verlas der Erbgroß- hcrzog von Mecklenburg-Strelitz im Auftrage des Groß- Herzogs von Mecklenburg-Strelitz die Thronrede, die sich in ähnlicher Weise aussprach. Die erste Sitzung fand um 3 Uhr im Konzertsaal statt. Es icurbc eine Note beider Regierungen überreicht, in der diese sich bereit crfTärteii, über Einzelheiten der Verfassungsvorlage in kommissarisch- deputatische Verhandlungen einzutreten. Die Beschluß- Besetzung Skutaris u n -1n i s ch e Regierung, die zuerst au s w e i ch en d"ge - und alsbald mit Abtei-! a n t w o r t e t hatte, stimmte schließlich auf entschiedene Vor- * — Di e E chtheit der Rembrandt z c ich n u n g e n. Ami 27. Mai werben in Amsterdam 23 Rembrandtzeichniingen aus der berühmten Sammlung Hcseltine zur Versteigerung kommen. Diese Gelegenheit benutzt Geh. Rat Woldemar von Sei blitz, der Dresdner Kunstgelelirte, der den treffticheu kritischen Katalog ber Radierungen Rembrandts geschaffen hat, in der „Kunstchronik" einmal auszusprechen, wie cs seiner Ansicht nach mit der Eckst- l)eitssragc her Rembranötzeichnungen steht. Unsere Anschauung von dem Meister ist dank den großen Veröffentlichungen seiner Werke durch Bode, LippMann und Hofstede de Groot neuerdings wesentlich verlieft und erweitert worden. Während aber Hofstede de Groot noch sämtliche, mit mehr ober weniger Recht unter Rem- branbts Namen gehende Zeictxnungen in seinen Katalog aufnahm, stellt heute eine schürscre Stilkritik größere Anforderungen an ein Blatt, das den großen Namen mit Recht führen soll. Seidlitz I?at schon früher auf Grund der Veröffentlichung von 47 der Helse- tineschcn Blätter ausgeführt, baß bavon mir etwa bie Hälfte unbedingt echt sei, während 14 unsicher imb 11 nicht von Rembrandt wären. Das Bestreben, um jeden Preis inöglichst viel Werke von einem Künstler erhalten zu wollet:, steht, so schreibt der Dresdener Gelehrte, den Forderungen der künstlerischen Er- kenntms durchaus entgegen, indem es den Fortschritt hemmt und die Dauer von Uebcrlicferungen zu stützen sucht, denen keine ausreichende Beweiskraft innewohnt. — Ein Runenfund im Fuggcrarchiv. Im fürstlich Fuggerschen Familien- und Stiftungsarchiv in Augsburg ist von dem Würzburger Gelehrten Franz Babinger eine Entdeckung gemacht worden, die in den interessierten wissenschaft- lichen Kreisen Aufsehen erregen dürfte. Er fand eine kurze Aufzeichnung in runenäünlichen Schristckwrakteren, die unter den mitgeteilten griechische:: und römischen Inschriften der Reisebeschrci- bung des Fuggerschen Faktors Dernschwamm aus dem Jahre 1555 stand. Der dänische Sprachforscher Wilh. Thomsen stellte nach einer einqesandten Photographie fest, daß es sich um eine der ganz seltenen lmnno-skpthischen Inschriften in ungarisä^cr Sprache handelt. Von solchen sind bisher überhaupt nur zwei bekannt. Und auch deren Echtheit steht nicht fest. Babinger vollendete darauf in: Verein mit Dr. v. Sebestyen in Budapest die Enträtselung des Textes. Dernschwamm hatte ihn in Konstantinopel von einer Mauer in der ungarischen Gesandtschaft ab- koviert. Der Inhalt berichtet von einer bisher gänzlich uu- bckamtten Gesandtschaft des ungarische:: Königs Ladislaus II. an bei: Sultan Salim II. Und Babinger konnte daraufhin den Historischei: Vorgang genau feststellen. Eine umfangreiche Abhandlung, die nach ihrer baldigen Veröffentlichung eingehende Aufschlüsse über den ganzen Fund und seine Bedeutung geben wird, wurde am 21. April 1913 in der Gesamtsitzung der königlich ungarischen Akademie der Wissenschaftei: verlesen und erscheint in ungarischer Sprache unter de:: Abhaiwlungei: der Akademie. Den deutschei: Aufsatz bringt, dem „B. T." zufolge" das nächste Heft der „Ungarischen Rundschau". — Parsifal in Mainz. Schon seit längerer Zeit hat Direktor Behr end die Msicht, Wagners „Parsifal" im Stadttheater zu Aufführung zu bringen, doch standen der Verwirklichung die Kosten von 24 000 Mk. für Dekorationen, Kostüme usw. im Weg. Jetzt hat sich die Theaterdeputatioi: eittschlossen, einen namhaften Zuschuß zu bewillige::. Vorausgesetzt, daß die Stadtverwaltung jetzt auch Ja und Amen sagt, wird das Weck des Bavreuther Meisters sofort nach Erlöschen der Schutzfrist im Mainzer Stadttheater in Szene gehen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Ms der vom 21. bis 26. September in Wien statt - findenden 85. Versaminlimg deutscher Naturforscher und Aemw wird ii. a. sprechen H. Wiener (Darmstadt) über Wesen und Aufgaben der Mathematik. — In Boni: ist der Orientalist Geheimrat Professor Prym sm Wer von 70 Jahren gcftorbeik fteTIungen des österreichisch-unaarischen Gesandten allen Forderungen zn und erklärte, wegen der bekannten Behinderung des Militärattaches Hubka auf der Fahrt nach Cattaro die geforderte Genngtunng gewähren zu wollen. Der Entwurf der §rie6en$beöingungen. London, 6. Mai. (Reuter.) Die Botschafter telegraphierten gestern abend ihren Regierungen den Entwurf der Friedensbedingungen, der als Ergebnis der Verhandlungen der Botschafter in London ausgestellt worden ist. Es wird erwartet, daß die Genehmigung der Regierungen 'bis Donnerstag eintrifft. Ter erste Paragraph verzeichnet die Tatsache, daß Friede und Freundschaft unter den Kriegführenden wiederhergestellt fei. Der zweite Paragraph sieht die Abtretung allen Gebietes westlich der Linie Enos—Midi« seitens der Türkei vor. In einem weiteren Artikel stimmen die Kriegführenden zu, den Status und die Grenzen Albaniens durch die Mächte sestlegen zu lassen. Kreta soll an Griechenland abgetreten werden, während das Schicksal der A e g ä i s ch e n Inseln und des -Berges Athos der Entscheidung der Mächte Vorbehalten bleibt. Artikel 6 sicht vor, daß alle finanziellen und wirtschaftlichen, durch den Krieg verursachten Fragen von einem1 in Paris tagenden finanziellen Ausschuß behandelt werden. Es ist auch eine Best immun g getroffen lvorden für den Abschluß von Sonder abkommen zur Behandlung von Fragen der Jurisdiktion und anderer ähnlicher Gegenstände. Während man erwartet, daß die übrigen Batlänstaaten den Entwurf der Friedensbcdingungen annehmen toerben, wird es in griechischen Kreisen Londons für nicht unwahrscheinlich gelpilten, daß Griechenland zunächst einige Sicherheiten hinsichtlich der Aegäischen Inseln und Grenzen in Epirus fordern wird. Die icrflc gemeinsame Sitzung der Friedensdelegierten in London soll Donnerstag oder Samstag nächster Woche stattsinden. In dieser Sitzung wird der Präliminarfrieden unterzeichnet werden. Wie aus Konstantinopel verlautet, wird sich am Samstag ein Ausschuß des türkischen Generalstabs in das bulgarische Lager begeben zur vorläuftgen Festsetzung 4>cr künftigen türkisch-bulgarischen Grenze. Dem Kiedey entgegen! Fürst Bismarck schrieb^ im Jahre 1887 nach Wien: „Die ck>riental:sche Frage ist ein Geduldspiel; wer warten kann, gewinnt." Man wird den Oesterreichern zugeben müssen, Etah sie gründlich gewartet und bis zum Schluß gute Miene Au dem bösen Geduldspiel gemacht haben; aber jetzt scheint - las Warten ihnen doch endlich Gewinn zu bringen. Wenn die Botschafter der sechs Großmächte nach der letzten Sitzung der Londoner Reunion einander beglückwünschten, so wird der Vertreter der Donaumonarchie das wohl mit besonderer Inbrunst getan haben, denn der Rückzug Nikitas bewahrt die österreichische Politik vor einem se'htr unangenehmen Abenteuer, von dem man nur den Anfang, aber nicht das Ende wußte. Und wenn der König von Vdontenegro auch nrit einem Seitenhieb' auf seine intimsten Gegner erklärt hat, daß er „isolierten Aktionen" nicht nachgeben konnte und deshalb das Schicksal Skut a r is in die .Hände der Mächte gelegt habe, so kommt das doch in der Wirkung auf dasselbe hinaus. Denn die Donaumonarchie hat sich ja ausdrücklich auf den Standpunkt gestellt, daß sie nur die Londoner Beschlüsse der Mächte durchsetzen wollte, und sowohl von österreichischer wie von italienischer Seite sind die Pläne von einer beabsichtigten Teilung Albaniens mit nickhaltloser Entschiedenheit bestritten worden. Laut Beschluß der Botschasterkonferenz wird Sku t ar i nach dem Abmarsch der montenegrinischen Truppen durch die Truppen der Großmächte besetzt werden, um auf diese Weise die internationale Lösung der Streitfrage zum Ausdruck zu bringen. Da König Nikita die heißumstrittene Stadt bedingungslos ausliefert, läge an sich keine Not- ( wendiiMit zur Erörterung der Kvmpensationsfrage vor, aber es ist brotzdem anMnehmen, daß! von der Tripelentente I diese Frage angeschnitten werden wird. Freilich kann nach » den von österreichischer Seite abgegebenen Erklärungen, an denen nichts zu drehen und zu deuteln ist, von terri- I torrialen Entschädigungen, die ja auf Kosten Albaniens gent sie ihm den Posten als Kriegsminister verheißen. Die Räumung Skutaris. Wien, 6. Mai. In der Verzichterklärung des Königs I Molaus auf Skutari ist, wie von zuständiger Seite betont 8 wird, von irgend welchen Bedingungen oder dem Vorbehalt »des Beschlusses der Skupschttna.keine Rede. Daher ist L rs auch nicht zutreffend, wenn es heißt, daß "die Mächte über den Zeitpunkt und die Modalitäten der Uebergäbe Skutaris in ihre Hände noch beraten werden. Vielmehr s ifoben die Kommandanten der europäischen Ge-- , s 1 mit ber montenegrinischen Regierung die Modalitäten iib er Abzug der montenegrinische n T r u p- Au? Nacht und ®5s. — DerdänischePolarforsch!erKnud Ras'm!ussen lÄegcaphicrt aus Thorshavn: Geplante Schlittenreise wurde :itit vier Schlitten, 53 Hunden in Begleitung des Dänen Freuchen ; o.b zweier Eskimos ausgeführt. Sie ging vorn Markhamgletscher ms zunr Danrnarksfjord. Bei der Ankunft an der Ostküste Waren alle Hunde wohlauf. Ich beschloß, westwätts durch den »«rmeintlichen Pearvkanal nach Pearpland zu gehen; ich hatte ehe gute Jägd auf Seehunde und Moschusochsen längs der Küste 'ois zur Jndependencebay. Wir gingen nun auf Inlandeis über T-aryland, wo früher der Pearykanal vermutet wurde und fanden i hort ein großes, eisfreies und wildreiches Land. Dort blieben i»ir bei andauerndem Unwetter und Stürmen, aber bei guter Fagd etwa noch einen Monat. Darauf traten wir über das ü^landeis die Rückreise an. Auf einer Strecke von etwa 1000 V klontetmt fanden wir andauernd losen Schnee und hatten daher Ü schweres Vorwättskommen, dennoch legten wir täglich durch- , .schnittlich 50 Kilometer zurück. Die Expedition dauerte voM Hü. April bis zum 15. September. Die ganze Reise wurde aus- i Mießlich Mit Eskimoausrüstung durchgesiihtt ohne Konferven-- vroviant. C. K. Das Tagebuch des Kapitän Scott. Der duausgeber von „Everybody's Magazine" Mr. White, war dieser Tage in London, um Auszüge aus dem Tagebuch des ^'cpitän Scott zu mache::, die mit etwa 60 Photographien zuerst in der amerikanischen Zeitschrift veröffentlicht werden sollen. 2 is gesamte Tagebuch wird gegenwättig von Fran Scott und li Gimm anbei- Evans bearbeitet, ^während bie Herausgabe Leonard !| strxlep übernommen hat. Das Tagebuch des unglücklichen Polar- ^wchchers besteht, wie White mitteilte, aus zehn großen Bänden, ufte mit Bleistift geschriebei: sind. Es ist ausgezeichnet erhalten ■ uni) zeigt keine Swrren davon, daß es neun Monate lang nach ■ tot! Tode des Forschers in dem von den Unbildei: der Witterung H bart mitgenommenen Zelte in der arktische:: Eiswüste gelegen ■ btt. Die drei letzten Bände enthalten die Schilderung ches Vor- ■ itoüeS zum Südpol. „Was mir als das Bemerkenswerteste auf- ■ fiel," sagte White, „war die allerletzte Stelle, der Aufruf des ■ : apitäu Scott an sein Land, für seine und seiner Kameraden Whiliterbliebene:: zu forgen: diese Worte sind ohne jede Ver- ® icfierung, ohne jede Ausstreichung oder Hinzufügung gesckwieben. ■ '.'5 sind ergreifende Worte, und selbst ein erfahrener Schriftsteller W bitte sie vielleicht nicht ohne Verbesserungen gleich in der Form W überschreiben können, die Kapitän Scott sand. Mai: hat den Wflndruck, daß er, als er diesen schöne:: Aufruf so fließend iiieder- »i^chiieb, von einem starken (tzefühl der Ergriffenheit uni) Erhebung t ;kjtelt gewesen sein muß." Das Tagebuch des Matrosen fassuirg, ob das Anerbieten anMirehnren, sonne die Frage, ob überhaupt ein Komitee gewähtlt werden solle, wurde ausgesetzt. Die Stände werden erst morgen vormittag unter sich beraten: nachher soll um 3 Uhr eine gemeinsame Sitzung stattfinden. Die wahlrechtrvoriage im englischen llnterhaur. Londo n, (i. Mai. Unterhaus. In der fortgesetzten Besorcchung der Wahlrechtsvortage ergriffen als einzige Mitglieder der Regierung Asquith und Grey das Wort, 21 s q n i.t b führte aus: Er sitze Seite an Seite mit Grey seit 27 Jahren im -Hause. Msgenomrnen der Frage des Frauenstimnrrcchts waren sie niemals in irgend einer wichtigen politischen Frage verschiedener Einsicht. Obgleich die Regierung über die wesentlichen Punkte der Mahlrechtsfrage versch-icdener Ansicht sei, sei sic doch einig hinhinsichtlich der Politik, die zu befolgen sei. Er bestreite, daß die Ausdehnung des Wahlrechts im Interesse der Frauen oder der Allgemeinheit liege oder das: sie Erfolg haben werde, und daß sie das politische, gesellschafllicl' und häusliche Leben bereichern und stärken werde. Er werde gegen die Wahlrcchtsvorlage stimmen. Gr eh betonte, die Mei,mngsverschiedenl>eit zwischen dein Premierminister und ihm in der Wahlrechtsfrage bestehe seit 25 Jahren. Es fei nicht zu befürchten, das die Pembekundung dieser Meinungsverschiedenheit irgendwelchen Einfluß auf ihr politisches Zusammenwirken oder ihre persönliche Freundschaft habe. (Beifall.) Er halte aber daran fest, daß die ganze Richtung des modernen Lebens und der Erziehung dahin gehe, den Frauen das Stimm recht zu geben. Solange die Frauen kein StimMrecht hätten, werde die Demokratie in industriellen und politischen Fragen hoffnungslos und unvollständig bleiben. London, 7. Mai. Das Unterhaus hat^dasFrauen- wahlrechtsgesetz mit 266 gegen 219 Stimmen ab- g el cyn t. Rabiate Wahlrechtsweiber. London, 6. Mai. Ein Brand zerstörte heute die schöne moderne Katherinenkirche in ftatebant im Südosten Londons. Der Schaden wird auf 10 000 Pfund Sterling geschätzt. Obgleich nach kein sicheres Zeichen dafür vorhanden ist, glaubt man, daß es sich um eine Tal der Suffragetten handelt. Ter Pfarrer der Kirche erklärte, er habe mittags drei Frauen in der Nähe der Kirche umherstreisen sehen. Bald nachdem er die Kirche verlassen hatte, bemertte er Rauch. Nach einer anderen Darstellung waren die Chorstühle und Betpulte mit Benzin benetzt. London, 6. Mai. Leute vormittag sah ein Polizist, wie eiue Frau eine mit einer brennenden Zündschnur vcr- fel/ene Blechschachtel, die die Aufschrift „Botes fo r W o men" trug, vor einem Hoteleingang niederlegte. Die Frau würde verhaftet. London, 6. Mai. Heute früh steckten Anhängerinnen, des^ Frauenstimmrechts den neuen Flügel der öffentlichen Schule in Ashlev bei Aberdeen in Brand. Der Schaden wird auf 500 Pfund Sterling geschätzt. In der Nähe des Schulgebäudes fand Man Flugschriften der Stimmrechtlerinnen zerstreut umherliegen. Deutyebes ReSed. Der deutsche Kronprinz ist am gestrigen Dienstag 31 Jahre alt geworden. Aus Potsdam wird .dazu gemeldet: Tie Stadt übersandte dem Kronprinzen eine Glückwunschadresse. Im Neuen Garten witzd der Grundstein zu einem neuen Landhause des Kronprinzenpaares am Jungfernsee gelegt. lDfe .zweite clsaßlothringische Kammer nahm einstimmig und debattelos ein Ersuchen an, den Statthalter zu mucken, die reichsländische Vertretung im Bundesrat dahin zu instruieren, daß sie sich entschieden gegen einen etwaigen Krieg mit Frankreich wendet und für' eine deutsch-französische Verständigung einzutreten. Die deutsch-französische Konferenz in Vern. Aus Paris wird gemeldet: Jaurös mit» 25 Mitglieder der geeinigten sozialistischen Partei werden am Freitag noch Bern reisen, um am Sonnabend an einer vorbereitenden Sitzung teilzunehmen, die von den Führern der geeinigten Sozialisten Frankreichs und der deutschen Sozialdemokratie im Hinblick auf die internationale Konferenz veranstaltet wurde. Mehrere Abgeordnete der anderen Parteien der Linken werden ebenfalls der Konferenz einzeln beiwohnen. Eine G csch ützfabri k in Ungarn. Die ungarische Regierung brachte im Reichstage einen Gesetzentwurf ein, welcher den Vertrag des Finanzministers mit den Skodawerken, A.-G. in Pilsen, und der Friedrich- Krupp - A kt. - G e s. in Essen wegen der Errichtung einer Geschützfabrik zur parlamentarischen Genehmigung unterbreitet. Der Finanz Minister wurde ermächtigt, nominal 7 Mill. Kronen Aktien zu übernehmen. Ein Vertrag zwischen der ungarischen Regierung einerseits, der Aktien-Gesellschaft Friedrich Krupp und den Skoda-Werken andererseits bestimmt, daß eine ungarische Kanonenfabrik in Raab zu errichten ist. Der Betrieb muß innerhalb zweier Jahre beginnen. Das Aktienkapital beträgt 13 Mill. Kronen, wovon die ungarische Regierung 7 und Skoda 4 Millionen übernimmt, ferner erhält Skoda 2 Millionen voll eingezahlt zu betrachtende Aktien für die Ueberlassuna der ihm und Krupp gehöncren Konstruktionen und Patente. Skoda und Kiupp sind verpflichtet, zu allen mit der Errichtung uno dem Betrieb verbundenen technischen Arbeitern Die Verpflichtung Krupps beschränkt sich ausschließlich auf mit Rohrs abrikation verbundene Arbeiten. Sodann tverden bic, Preise der von Krupp und Skoda der Kanonensabrik zu überlassenden Materialien festgestellt. Der Vertrag gilt 25 Iabre und ist seitens der Firma Krupp durch die Direktoren Eccius und Ebrensberger, seitens der Skoda-Werke durch die Direktoren Skoda und Simonek und seitens der ungarischen Regierung durch Finanzminister Teleszky unterzeichnet worden. Der statistische Ausschuß der Versammlung des internationalen Institutes für Landwirtschaft in Rom prüfte den von dem deutschen Delegierten Müller vorgelegten Bericht über bic landwirtschaftliche Statistik. Der Ausschuß forderte die Regierungen auf, alle nur möglichen Anstrengungen zu machet:, dem Institut den statistischen Dienst zu erleichtern nttb sprach den Wunsch aus, daß jedem Land für jedes Produkt die wirtschaftlich anzuwendenden Verbesserungen mitgeteilt würdet: und ferner, daß das internationale vom Institut herausgegebene statistische Jahrbuch an Umfang reich und vollständig sich gestalten würde. Am Schlüsse der Sitzting zollte Der Ausschuß Herrn Müller lebhaften Beifall. Vom Z a r e n h o f e. Das „Berliner Tageblatt" erfährt aus Petersburg: Ter Zar will bei seinem Berliner Besuch angeblich eine Art europäische Koalition aus Frankreich, Deutschland, Eng - land und Rußland gegen den in Bildung begriffenen o st asiatischen Dreibund Ja patt, China und Siam au- regen. Der Thronfolger hat den Krankenstubl verlassen und geht selbständig duckch vie Palasträume in Zarskoje Sselo. Er trägt am linken Fuß einen von Tr. Derewenko erfunbenen Fcderapparat, der das Auffetzen des noch immer im Knie leicht kontrahierenden Beines erleichtert. Der M ö rder des Königs von Griechenland, Schinas, beging, wie aus Saloniki gemeldet wird, Selbstmord, indem er sich aus dem Fenster Ihir.vte. Schinas war von (Peirdarmett in das Bureau des Untersuchungsrichters gebracht worden, man ihm die Fesseln abnahm. Nachdem die Gendarmen und eine, der beiden Gerichtsdieuer, denen die Ueberwachung anvertraut war, das Zimmer verlassen hatten, benutzte er einen Augenblic! in dem der zweite Gerichtsdiener sich von ihm abwand: um sich aus dem Fenster zu stürzen. Ec war sofort tot Die Uköer-Moüauer Senoffenschastzfrise. bs. Darmstadt, 6. Mai. In der heutigen Sitzung werden von der Verteidigung Jbrigs drei weitere Zeugen benannt. Ter Angeklagte Isaak behalt sich iveitere Ladungen bis nach dem 8. Mai vor. Tie beiden Angeklagten Beck und Adam verzichten auf weitere Zeugenladuugen. Ter Staatsanwall beantragt die Ladung von dreizehn weiteren Zeugen. Es wird bann eine ganze Reihe weiterer Mitglieder des Vereins vernommen, die zum Teil erst knrz vor dem Zusammen» bruch geworben wurden. Die weitere heutige Sitzung wird durch Die Verlesung der Bilanzen seit dem Jahre 1902 in Anspruch genommen. Daraus sei nur erwähnt, daß der Umsatz des Jahres 1911 sich auf 11 Millionen Mark belief. Um 1 Uhr wird die Sitzung auf morgen vormittag 8J4 Uhr vertagt. Aus Statt uuö Cattfc« Gießen, 7. Mai 1913. ** Tageskalenber für Mittwoch, 7. Mai. Oberhess. Gesellschaft für Natur- und Heilkunde, abends 8% Uhr im Hörfaal des mineralogischen Instituts, Ludwigslr. 23. Vortrag des Privatdozenten Tr. V o g e l v o n F a l ck e n st c i n : Einige Faktoren der Bodenfruchtbarkeit mineralstoffarmer Waldböden «Buntsand- flein); 2. Professor K aiser: Vorlage von neuen Mineralsenbungen aus Deutsch-Südwestairika. • * • Eintritt von Abiturienten als Fahnenjunker in das Heer. Nach Mitteilung des Preußischen Kriegsministeriums liegt es im Interesse des Heeres, daß die Abiturienten, die sich der Ofsizierslausbahn widmen wollen und als Fahnenjunker angenommen sind, unmittelbar nach der mündlichen Reifeprüfu n g entlassen werden, um sich den gewählten Trtippenteilen ungesäumt zur Verfügung stellen zu können. Da die Reifezeugnisse in der Regel erst einige Zeit später ausgefertigt werden können, hat Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, verfügt, daß solchen 9lbitnrienten von der Direktion ihrer Schule eine Bescheinigung auszuhändigen ist, wonach sie die Reifeprüfung bestanden haben und von der Anstalt entlassen werden. Selbstverständliche Voraussetzung ist dabei, daß die Abiturienten allen ihren Verpflichtungen gegen die Schule nachgekommen sind. * * In den Ruhestand versetzt wurde am 3. Mai der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Ortenberg Johs. Meyer auf fein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste. ** Der Ortsgewerbeverein hielt am Dienstag abend im .Hotel Einhorn seine diesjährige Hauptver- s a m m l u n g ckb. Die Vorstandswahl 'ergab die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder Biercru, Krogmann, E. H- Müller, Senling, Traber und Winn. Der Bericht des Vorsitzenden über das verflossene Jahr wies auf die steigende Mitgliederzahl hin, erwähnte den schönen Verlauf der 75 jährigen Jubelfeier der Gewerbeschule, die erfreuliche Steigerung der Schülerzahl in der Gewerbeschule und der gewerblichen Fortbildungsschule, die zahlreichen Vorträge und interessanten Betriebsbesichtigungen, die Gewerbe- gerichtswahl und die Eröffnung des diesjährigen Meistervorbereitungskursus. Vier größere Eingaben wurden im Interesse des Gewerbestandes an verschiedene Behörden gemacht. Im Sommer dieses Jahres soll wieder die Edertalsperre, die am 1. Oktober L I. fertiggestcllt sein wird, besichtigt werden. Einen breiteren Raum in den Verhandlungen nahm die Besprechung über die g e p l a n t e Ober- hessische Ge we r b e a n s st el l u n §'1914 in Gießen ein. Der Vorsitzende berichtete eingehend über die Arbeiten des vorbereitenden Ausschusses. Der Beschluß der Stadtverordnetenversammlung, für die Zwecke der Ausstellung die alte Klinik und das zugehörige Gelände unentgeltlich zur Verfügung zu stellen und außerdem sich an dem Garantiefonds mit Vr. des gezeichneten Betrages, jedoch höchstens mit 5000 Mk. zu beteiligen, wurde allerseits dankbar begrüßt und beschlossen, die Ausstellung vom Mai bis August 1914 abz-u halten. Die nächsten Arbeiten werden vorläufig vom Vorstand und den Mitgliedern des vorbereitenden Ausschusses erledigt. * * Hundeschilder für die Katz. Der Verein Hundesport für Gießen und Umgegend schreibt uns: Die Bürgermeisterei hat gegen Ende v. Js. auf den begangensten und beliebtesten Spazierwegen in der Nähe unserer Stabt Schilder aufstcllen lassen mit der Aufschrift: „Auf Feldwegen sind Hunde an der Leine zu führen. Ucbertretungcn wer- ben bestraft." — Da diese Schilder das Publikum über angeblich bestehende gesetzliche Bestimmungen irre führen und gar veranlassen konnte, seine Hunde anzuleinen, hat sich der unterzeichnete Verein veranlaßt gesehen, in einer Eingabe am 5. Mai das Kreisamt zu bitten, für Entfernung dieser Schilder Sorge zu tragen. Das Kreisamt hat nun dem Herrn Oberbürgermeister die Weisung gegeben, die fraglichen Schilder bis zum 10. b. Mts. zu entfernen und die Flurschützen zu veranlassen, das Publikum nicht mehr zu belästigen. Für uns Hundefreunde ist nun gesorgt, iver gibt aber dem Stadtsackel die 300 Mark wieder, um die er einiger weniger Jagdpächter und einiger Hundefeinde wegen durch die Anfertigung und Aufstellung der Schilder erleichtert worden ist? Auf unsere Anfrage beim Kreisermt wurde uns der Sachverhalt b-estätigt. Mil der Beseitigung der Verbotstafeln wird eine Polizeibestimmung aufgehoben, die nicht nur bei den Hundebesrtzern Mißfallen erregt hat. Die unschönen, plumpen Warnungspfähle paßten zu den schönen Wiesengründen unserer Umgebung wie die Faust aufs Auge. Landkreis Gießen. = Wieseck, 6. Mai. Nicht 12000, sondern 1200 Brote wurden bei der Jubiläumsfeier der Spar- und Dar-- lehnslasse verzehrt. Kreis Wetzlar. ? Hof Altenberg, 6. Mai. Mit der Psingstwoche wird der Weidegang für Vogelsberger Rinder er» öffnet. Bis jetzt sind 40 Jungtiere auS dem Kreise angemeldet. Das tägliche Weidegcld beträgt für die Viehbesitzer des Kreises 25 Pfg. und der gleiche Betrag wird von der Kreisverwaltung gegeben. n. Naunheim, 6. Mai. Unsere Dorfjugend trieb beuer den Maikäferfang mit großem Eifer, wurden doch von der Gemeindekasse 10 Pfg. für das Liter Maikäfer bezahlt. n. Groß -Felda, 6. Mai. Heute wurde unser neu gewählter Bürgermeister Otto Völzing in Gegenwart des Gemeinderats durch Kreisrat Dr. Heinrichs in sein Amt ein gewiesen. Er tritt an die Stelle seines Vaters Ferdinand Völzing, der unserer Gemeinde 29 Jahre lang vorstand und sein Amt stets gewissenhaft und uneigennützig verwaltete, bis ihn sein vorgerücktes Alter nötigte, es nieder- ^iilcgen. Kreis Friedberg. — Bad Nauheim, 6. Mai. Zweites Sinfonickonzert am Donnerstag (Moderner Abend). Anton Bruckner — Max Schillings — Richard Strauß, drei Namen von vornehmsten Klange sind es, die ba? Programm des zweiten Sin- foniekonzerts bestreiten. Von Bruckner kommt die schönste seiner neun Sinfonien, die vierte, auch die romantische genannt, nie Aufführung. Das geniale Werk bat den Weg durch fast samt' liche Konzertsäle der Welt gemacht und hat überall großen Eindruck hinterlassen. — Das Violinkonzert von Max Schillings, dem Stuttgarter Generalmusikdirektor, ist er ft verhältnismäßig wenig zur Ausführung gekommen, da es wenige Gxngcr gibt die sich der Mühe unterziehen, ein ganz neues, und so eminent schwieriges Werk einzuüben. _ Konzertmeister Tobias Wilhelms, der dem Minder stein-Orchestcr erst feit verflossenem Herbst an- gehört, ist bereits in verschiedenen Städten — in Bonn, wo er früher tätig war, sogar unter persönlicher Leitung des Komponisten! — mit dem Stück her vor getreten und besitzt u. a einen Brief von Max Schillings, in der dieser ihm seine Anerkennung ausspricht. — Ten Schluß des interessanten Programms macht Richard Strauß mit dem weitaus effektvollsten seiner Werke, dem ergreifenden „Tod und Verllärung", das hier noch niemals seine Wirkung verfehlt hat. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Ingelheim 6. Mai. Hier fand heute der Ver- tr ctertag des Rhein-Main-Ga st wirte Verbandes statt. Die Verhandlungen wurden von dem Verbandsvorsitzendeu Hau st-Darmstadt geleitet. Von einem Mainzer Vertreter wurde angeregt, dem Mimfterium, den Land- und Reichstagsabgeordneten erneut eine «Eingabe tzu unterbreiten, in der das Ab h a'l t dn von Konzerte n an den 1. Feiertagen gefordert werde. Die dafür bestehende Polizeistrafordnung werde ständig durch- brochen. Da aber in Preußen an den 1. Feiertagen Konzerte abgchalten würden, so dürfte dies auch in Hessen der Fall sein. Ein Antrag des Gastwirtevereins Mainz geht dahin, beim Ministerium und beim Landtag dahin zu wirken, daß in Zukunft an Vereine, Gesellschaften, Brauereien, überhaupt an juristische Personen Teilte Wirtschaftskonzessionen erteilt werden sollen.^ In Gießen sei fin Fall vorgekommen, daß ein Brauereibesitzer um eine Konzession für eine Wirtschaft eilige- kommen sei und diese auch erhalten habe. Nun dürfe der Besitzer jede beliebige Person als Wirt hiueinsetzen. Dieses bedeute sowohl eine nwralische als auch eine materielle Schädigung des Gasl- wirtsgewerbes. Zu denk Antrag des Gastwirtevereins Mainz, daß der Verbandsvorstand geeignete Schritte unternehmien möge, damit die K l aviersteuer a b g e s ch. a f f t werde, da das Klavier in den WirtsckMten manchmal 20—3Ornat im Ja l>re besteuert werde, wurde entsprechend einem Anträge Worms nach Längerer Ans sprach eine Entschließung angenommen, in der' der Verbandsvorstand beauftragt wurde, beim Landtage und der Regierung geeignete Schritte zu tun, damit die Ausnahmesteuern, die nur das Gast- wirtsgewerbe betreffen, abgeschafst würden. Ms solche Steuern wurden die Heber gang 5-, Umzugs-, Erweiterungs und Klaoier- steMpelsteuer genannt. Längere Verhandlungen wurden auch'über den Flaschenbier Han del geführt. Ein vom Mainzer Verein eingadrachter Dringlichkeitsairtrag, die.Regierung darauf aus- merksam zu machen, daß der von der Regierung mit Vorträgen über den Mkoholmißbrauch in den Schulen, beauftragte Volks!' ul- lehr er Mitglied des Vereins vom Blauen Kreuz ist, und deshalb zu befürchten sei, daß der Lehrer statt gegen den Mißbrauch von Alkohol sich für gänzliche Enthaltsamkeit ausspreche, also das von der Regierung gesteckte Ziel übersckweite, wurde angenommen. Dem Verbände gehören 23 Vereine mit 1783 Mil- gliedern an. Der Kassenbericht ergab in Einnahmen und Ausgaben 3426,79 Mk. Das Vermögen beziffert sich auf rund 9f)U0 Mark. Der nächste Verbandstag findet in Büdingen stall. Kreis Wetzlar. = Wißntar, 6. Mai. Der weithin unter dem Namen „Tambour bekannte achtzigjährige hiesige Einwohner würde am Samstag abend im Hofe einer Wirtschaft von einem angetrunkenen Arbeiter schwer mißhandelt. Man fand den alten Mann im Hof gerabbj vor der Treppe in einer Blutlache liegend fror' Der Sfrä beiter stand dabei, lief aber fort, als Leute aus der Wirtschaft kamen. Den Zustand des alten Mannes nahm man anfangs nicht ernst, doch wurde am Sonntag der Arzt geholt. Am Montag abend ist der Mann gestorben. Der Täter wurde heute verhaftet. Morgen erfolgt die gerichtliche Untersuchung am Tatort. Hessei^Nassau. h. Hofheim i. T., 6. Mai. Der Limburger Mittags- güterzng entgleiste -auf dem hiesigen Bahnhof: hierbei stürzten ein mit Marmorplatten und ein mit Mineralwasser beladener Wagen um, wobei ein Pfeiler der neuen Essenbahnbrucke nmgerissen wurde. Die Marmorplatt, u und mhtlose Flasche» gingen in Trümmer. Die Ursache des Unfalls wird auf die sehr charfe Verbindungskurve chit dem Gütergleis zurückgestihrt. Kurve und Weiche, die den Unfall herbeiführten, waren erst wenige Tage in Benutzung. h. Vilmar, 6. Mäi. Auf dem hiesigen Bahnhof entgleisten heute früh mehrere Güterz ngwagen und führten dadurch eine Verkehrsstörung herbei, die erst nach iebenstündiger Arbeit behoben werden Tonnte. (SericbtofaaL Der Fall Rupp. Frankfurt, 6. Mai. In der Stadtverordneten-Versammlung vom 26. November 1912 brachte der volksparteiche Stadtverordnete Balzer den „Fall Rupp" als Zeichen eines sozialdemokratischen Terrors zur Sprache und ersuchte um Schutz des Koalitionsrechts. Seine Beschuldigungen gingen da hin, daß bei der Firma Flauaus u. Stössel im Osthafengebiet beschäftigte Zimmerer Rupp wegen Bekundung liberaler Gefin- nung auf Betreiben der freiorganifierten Zimmerleute l-abe entlassen werden müssen. Ein Bries der Finna bestätigte diese Angaben. Der Zentralverband der Zimmerer veröffentlichte am 27. November einen Artikel in der ,,Volksstimme", der de» Sachverhalt anders darstellte und im Anschluß daran die Charaktereigenschaften Rupps beleuchtete. Hierauf erhob Rupp Privatbeleidigungsklage gegen den Vorsitzenden des Zentralverbandes Albrecht Ege, der den Artikel unterzeichnet hatte. Der Bellagte nahm für sich den Schutz des § 193 in Anspruch und bot den Wahrheitsbeweis für die Rupp kränkenden Behauptungen an. Der Vertreter Rupps führte demgegenüber aus, daß Hunderte von Arbeitern mit Rupp achr Tage ruhig zusammengearbeitet hätteit. Die Hetzereien seien erst von der Organisation ausgegangen. So werde Rupp wie ein Tier durch Deutschland gehetzt. Es kommt hierauf zum Verhör von etwa zwei Dutzend Zeugen. i Das Urteil lautete gegen Ege wegen öffentlicher f^leidigung auf 150 Mark Geldstrafe unb Publikationsbefugnis. In der Urteilsbegründung wurde irach der Franss. Ztg. aus- geführt: Das Gericht konnte dem Beklagten Ege den Stzutz des 8 193 für den beleidigenden Teil des Artikels nicht zubilligen. Durch die Beweisaufnahme ist der Wahrheitsbeweis in keiner Weise erbracht worden. Lediglich eine Ehe iming hat sich als richtig herausgestellt, nicht aber, daß deshalb seine Fmwlic in Not unb Elend gemeint wäre. Tie übrigen Vorwürfe liegen neun Jahre zurück. Es muß schon mit einer Sache recht schlecht stehen, wenn sie alte Geschichten, daß sich Rupp einmal nrit feinem Meister geprügelt haben soll usw., herocigezogen werben müssen, um den Kläger herabznsetzeen. Sämtliche Zimmerer hieben geialw daß sie mit den persönlichen Eigenschaften Rupps nicht bekannt waren. Sie forderten seine Ättlassmig, weil er gegen den Verband agitiert hat unb er von liberaler Gesinnung mar. Woh'c bic einzelnen Zeugen bas wissen, ist zienllich unverstönblick'. z}' haben einen Mann, dem von seinem Arbeitgeber ein gutes Zeugnis ausgestellt worden ist, ans her Arbeit gebracht, uno fatici: nicht nötig, ihn noch dazu in gehässiger Weise öffentlich an deu Pranget zu stellen. Pi UM? rausr k im 74. Lebensjahre. Bensheim, Giessen, North Dover, den 6. Mai 1913. Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, den 8. Mai, vormittags 11V4 Uhr, das Seelenamt Donnerstag früh V26 Uhr. 3110 loie ö Fluß-«.Seefische C7A ^oriüglidi^5^® leüecputr-Lceme^ \ sendet 3111 Stephanstr.32 I 03485 hack-».Häufelpflüge V7/»] Der Vorstand. HIIUIIIII I Maria Lisbet und 7 Bisher gewährte Dividenden: 297 Millionen Mark. Geyer Geyer geb. Mosler Enkel Wer Bedarf bat Sachen — wie Hüte, Blumen, Federn, Schleier, Schürzen, schwarze Seidenstoffe, Cröpe, schwarze Hals-Ketten, Krawatten, Handschuhe usw. usw. K. Salomon & 0*5: Tel. 249 M. Ketzlcr, vlicsten, Neuenweg. gehilsen-Verbände Th. Morgenstern-Berlin. 5. Zur Konkurrenz- klanfel Inslizrat Sonnenield-Berlin. 6. Zur Sonntagsruhe t in Handelsgewerbe Gustav Wolfs-Bcrlm. 7. llel*?y die Vertretung der Parteien vor den Kausinannsgerichtcn Mag.-Rat Dr. Landsberger-Charlottenburg. gjchieführt. M ;3ren erst Wf In tiefer Trauer: Prof. Joseph Geyer, Grossh. Oberlehrer Carl Maria Geyer Dr. med. Franz Geyer, prakt. Arzt Eline Geyer geb. Krieg t Mannes nahm K- n Zomtaa der :ann gestorb« tet Morgen echlz Letzte 2 rcrcy richten. Essad Pascha albanischer Kriegsmini st er? Wien, 7. Mai. Tie österreichischen und italienischen Konsulatsbehörden in Valona und Durazzo unterhandeln im Auftrage ihrer Regierungen mit Essad Pascha wegen des Eintritts als Kriegsminister in die provisorische (libanesische Regierung in Valona. Die erste Gieszerrer Bügel-Anstalt, sowie das Verleih-Geschäft in schwarzen Anzügen von Karnbach bef. sich Kaplans nasse 27,EckcBal)ichvfslr."-'" Alle Ucberschüsse kommen den Versicherungsnehmern zugute. Vertreter: Gcbr. Jnllmann, Giesten, Grabenstraste 7. G. Bohn, Gräfl. Rentamtmann in Lanbach. eumeier Sonnenstrasse 20. I. M. Schulhof Telephon 119. — Promprer Versand nach auswäris. 145 Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Dessen für Tonner-iag, den 8. Mai 1913: Niederschlage und Bewölkung vorläufig abnehmend, etwas milder. IU. n Simbutift Mittag ^hnboi: W* -rit Fiintralwaiitt' SWiiiÄS Pros. »n.GrunwaldöEnt- liaarnngspnlv. Dos.M. 1.50. Pclik. Apotb., Kreuzpl. in wirKh(t) gu« schneidenden Solinger Stahiivarcn btitelle sofort in eigenem Interesse unteren Rauptha- lalog über tausende Artikel aller Jlrl, den wir gratis und Junko versenden. Gebr. Beii. Grä!ralhi37 b. Soling —« ruortM-uenandbaui. ■ —— X / ' M -za f Für 5 Mk. franko jeder Poststation geg. dtachnahme ein Postkolli Fiei$clui.Wör$ltta ans Rost' u. Schweinefleisch G. R. V. 1885 Donnerstag 9 Ubr: Nachfeier zum ZrühjahrsZportfest bei Mitglied Boller. 193 in Vinftrtbcn »Jt J^ber >Jt ru“ 'ßitÄ WV' Damenstiefel Herrenstiefel Kinderstiefel Halbschuhe schwarz und farbig modernste Formen wirkt billige Preise beste Qualitäten Franz i aussch3ags Pickel, Mitesser, Flechten verschwinden meist sehr schnell, wenn man den Schaum von Zucker’* Patent-Medizinal-Seife, ä St. 50 Pf. I15°/otfl) und 1.50 M. (35°/„ig, stärkste Formt abends eintrocknen lästt. 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Versicherungsbestand im März 1913: WeMiMelMMontiiMk Statt jeder besonderen Anzeige. Heute nacht entschlief sanft unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester und Tante . Frau Katharina Geyer geb. Herrmann Witwe des Grossh. Gymnasialdirektors Dr. J. B. Geyer ** 91 it f b e in Verbandstage der K a n s l e u t e»B eisiger der finuhnomiöncücbic Deutschlands, der vom 23.—25. Dlai in D i'l s s c l d o r > abgcbaUeu wird, werden iolgende Vorträge gehalten 1. Tas ’l' e r n l e i cb swcseu vor den K a u s m a n n s» geri ch t e n (5. Trossen Tüiscldors. 2. lieber die Angestellte n- Versr cb c v u n g Ncgiernugsrat Eugen v. Tnlzig-Koblenz und Emil Aian-Verlin. 3. lieber Orts- un d B r a n ch e g e b r d it die im Handelsgewerbe nut Bezug aus die Hiechlsvrechung C. Grone- waldt-Berlin. 4. Gutachter- A u s s ch üsse und Handlungs- ir. mbin unter dem MM dert Wohnhäuser und öffentliche Gebäude ein. 400 Fa - Milien sind obdachlos. * E insturz eines Z i r s u s s c s. Aus Madrid luirb gemeldet t Während einer Vorführung stürmte gestern abend der Zirlus Borsca in Pucrtollodv ein. Etwa 2000 Per- Ionen stürzten den Ausgängen zu. Zwei Besucher wurden getötet, vierzehn ivurden tödlich und 250, meist Frauen und Binder, mehr oder weniger schwer verletzt. * W ü st e Ausschreitungen. Aus Syrakus (New Port), 0. Mai, wird gemeldete Während eines Arbeit e r a u s st a u d c s erfolgten wüste Schlägereien und Revolverschießereien, wobei 25 Personen verwundet wurden. Vier Schußleute und acht Italiener wurden ins Krankenhaus geschafft. Ein anderer Kampf fand bei der Kathedrale zwischen der Feuerwehr, Schutzleuten und 500 Italienern statt. * Zwanzig M a n n ertrunken. Aus Lissabon wird gemeldet: Bei Kap Mondego ist ein Fischerboot unter gegangen; zwanzig M ann sind ertrunken. Eine Bombe im Postamt. Auf einem Postamts im Südostbezirk Londons wurde unter den Briesen beim Sortieren eine Sendung ohne Adresse gefunden, die eine Nitro- g l y z e r i n b o m b e enthielt. Die Ladung war stark genug, um das Gebäude, worin mehrere öunberf Mann arbeiteten, in die Lust zu sprengen. Mau vermutet, daß es ein Anschlag der Anhängerinnen des Frauenwahlrechts ist. * Eifersucht der Schwiegermutter. Aus Hoh en salza: Am Abend vor der Trauung versuchte eine Frau Wasicltzwika aus Eifersucht ihren zukünftigen Schwiegersohn Zani'owsli, nachdem sie ihn vollständig betrunken gemacht hatte, mit einem Rasiermesser zu ermorden. Zawikowski erwachte aber nni) schlug der Frau das Messer aus der Hand. Er hat jedoch schwere Verletzungen erlitten. V. D. H. Morgen Donnerstag abend 9 Uhr: Monats- Versammlnng im Hotel Grostberzog. (v^/z Adrt»|! Frisch eingetroffen: Prima dicker Kopf-LM 2 Stück 25 Pfennig sowie l03859 frisch. Lpillat 12 Pfennig sowie alle anderen Gemüse zu billigen Preisen. Heiiimii Neuenweg Back- und Häufel-Pflüge in versch. Ausführungen empsiehlt [2825 Kl. Rosenthal, Liebiastr. 13. Fernsprecher 77. DM 'X-.-.v-zw :; Privat-Nähschule für Schneiden und Nähen sämtlicher Wäsche, Flicken, Kinderkleidcr und Knaben Anzüge. Habe ferner eine Zuschneide-Lehranstalt für Mastuehmen, Schnittzeichnen, Zu- ,'chneidcn und Anscrtigen moderner Tamengarderobc eröffnet. Anmeldungen jederzeit. Ans Wunsch Prospekt. Susasrne Dippel Madern. gcbild. Lehrerin n. Damenschneidcrmeisterin Br. Kitt MM 1 tau. Planmäßigeu.gründlicheVorbildungfür a lle Klassen höherer Lehranstalten, für das Examen der Einjährig- Freiwilligen. für Primareife, und Maturilätsexamina- Das Institut ist eine der ältesten und erfolgreichsten höheren Privatlehranstalten Mitteldeutschlands. Im Zeitraum von 40 Jahren haben 522 Schüler des Instituts bei zahlreichen Prüfungskommissionen Deutschlands ihre Examina mit Erfolg gemacht, die meisten durch einmalige Prüfung. Von denen, die die Prüfung wiederholen mußten, haben innerhalb 4 Jahrzehnten nur fünf ihr Ziel auch dann nicht erreicht. Das Institut bietet also eine fast vollkommene Sicherheit für das Bestehen seiner Schüler, wenn diese der Führung zum Examen beharrlich folgen. Nachhülicuntcrriclit wird, wie stets seit vierzig Jahren, an Schüler anderer Lehranstalten nicht erteilt. Die Erfolge des Instituts sind darum niemals fragliche, meist gar nicht nachweisbare Teilerfolge, sondern volle Erfolge des Instituts allein, die, wie auch in diesem Frühjahr wieder, das Institut bei seinen eigenen Schülern erzielte. Nur wer diesen Punkt richtig versteht, wird wissen, wie er die Schülerzahl und die Erfolge, mancher Privatschulen einschätzen muß. Staatlich beaufsichtigt sind im allgemeinen Sinne alle Privatanstalten Hessens, d. h. sie können bei skandalösen Zuständen und Vorkommnissen gemaßregelt oder geschlossen werden. Mit diesem allgemeinen Verhältnis kann die Reklame im besonderen keine Parade machen. Wollte man eine Privatschule, die großer Freiheit und Selbstbestimmung bedarf, oder die gar ein buntes Gemengsel von Unterrichtszielen aufstellt, staatlich beaufsichtigen, so wäre das für die Schulbehörde ein kompliziertes pädagogisches Kunststück. Privatanstalten dieser Art kennen keine staatliche Aufsicht, ähnlich der unserer Staatssehulen. Eine so gemeinte Beaufsichtigung wäre ein Phantasiestück der Reklamensucht, die auf den Satz vertraut: Mundus vult decipi, ergo decipiatur! Das Institut hält die Disziplin unter allen Umständen aufrecht und schreitet nötigenfalls zur Entlassung. Dabei hat es aber stets den Grundsatz gewahrt. daß Entlassungen aus dem Institut den Eltern keine finanziellen Nachteile von Belang bringen dürfen. Eine junge Privatschule dahier hat in dieser Hinsicht eine Bestimmung ganz abweichender Art. Da heißt es im Prospekt vom 1. März 1913, 8 12, wörtlich: ..im Falle der F.ntlase.unghaben answärlige Schüler tiießen innerhalb 24 Stunden zu verlassen, widrigenfalls sich ihre gesetzlichen Vertreter einer Konventionalstrafe von 500 Mk. unterwerfen.“ Soll die „staatliche Aufsicht“ auch solche Ungeheuerlichkeiten verantworten? Man darf von unserer Schulbehörde erwarten, daß sie mit dem Ausdruck „staatliche Aufsicht“ keinen Gebrauch zull'.ßt, der im Publikum zu Mißdeutungen und schädlichen Folgen führen kann.12096 Märkte. fc. Frankfurt a. M Schweinemarktbericht vom 7. Mai. Ansgetricben waren 1732 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewichts 54.00—57.50 Alt.. Schlachtgewicht 70.00 — 72.50 Ulf., voll fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht .54.00—55.00 Mk., Schlachtgewicht 68— 71.oO Mk.; volMcischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 55.00—57.00 Alk., Schlachtgewicht 70.00—73 Alk.; vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 55.00-57.50 'Mk., Schlachtgewicht 70—72.00 Mk. Geschäft mastig rege, bleibt lieberstand. ic. Frankfurt a. M., 7. Mai. (Orig.-Telegr. des „Gien. 91m.”) Amtliche Notierungen der heutigen Frucht marktvrei ie. Weizen (Hiesiger) 21.75—00.00, Kurhessischer Mk. 21.60-00 00, Wetterauer Alk. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 17.55 bis 17.60, Gerste (Wetterauer) Mk. 00.00—00.00, Gerde, kranken, Pfälzer, Nied <91 f. OO.i'O—00.00, Hafer Mk. 17.50—19.00, Mais Ml. 16.00 bis 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 32.50—32.75, Weizenmehl I Mk. 30.50—30.75, Weizenmehl III Alk. 27.25—27.50, Noggen- mehl 0 Mk. 27.75—28.00, Noggenmehl 0/[ Alk. 26.50—2(5.75, Noggenwebl I Alk. 00.00—00.00, Weizenkleie Mk. 10.60-11.80, Weizenschalen Alk. 11.00-11.15, Noggenkleie Alk. 11.25-11.50. Malzkeime Alk. 13.00—13.25, Biertreber 14.00—14.25, Raps Mk, 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 7. Mai. (Orig.-Telegr. des .Giest. Anzeigers".) Ka rt o f f el m arkt. Man notierte: Kartoffeln in Wciggoics Mk. 4.50—5.00, im Kleinhandel Alk. 5.50—6.50, für je 100 Ng.' Vermischtes. v * K o p f s p r ü 11 g e b eim Baden i n Badeanstalten sind nicht selten mit Lebensgefahr verbunden. Dr. Fromme stellte in der Medizinischen Gesellschaft in Göttingen am 23. Januar einen Studenten vor, welcher im Stadtbadehause einen Hechtsprung gemacht hatte und dabei mit der Stirn auf die Steinfliesen des Bassins anf- Feschlacsen war Es stellten sich Kopfschmerzen und Erbrechen ein, weiterhin eine zunehmende krampfartige Lähmung der linken Körperhälfte und schwere Benommenheit. Diese Symptome deuteten auf einen Blutergust in die rechte Gehirnhälfte, welcher durch Schädeltrefianation ausgesucht und dann entfernt wurde. Sturm und Seenot. Aus Cuxhaven wird gemeldet: Seit gestern nachmittag herrscht bei Helgoland ein ortänartiger Südoststurm. Tie aus der Reede anteruden Schifte mustten den .Hasen aussuchen, um nicht auf Strand getrieben zu werden. — Die Rettungsstation Travemünde der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: Am 5. Mai von dem bei Niendorf gestrandeten deutschen Schoner „Venus" sind drei Personen durch die Mannschaft der Raketenstation Travemünde gerettet. — Die Rettungsstation Treptow-Werdeep telegraphiert: ■ftint 5. Mai von dem deutschen Gaffelschoner „Adolf", Kapitän Engellandt, gestrandet zwischen Horst und Deep, sind fünf Personen gerettet worden durch die Mannschaft der Raketenstation Treptow-Werdeep. — Die Rettungsstation Großdruck) telegraphiert: Am 5. Mai von dem deutschen Haffkahn „Arche", Schiffer Sartorius gesunken im Frischen Haff, sind sechs Personen gerettet worden durchs das Rettungsboot der Station. * D i e Deutsche Gefells ch a ft für Volksbäder trat in Breslau zu ihrer 14. Hauptversammlung zusammen. Aach dem Geschäftsbericht zählt die Gesellschaft gegenwärtig 870 Mitglieder. Der Kassenbericht weist einen Bestand von 6000 Mark ans. * Eine dramatische Verhaftung. In San Remo erschien, begleitet vom deutschen Konsul, gestern abend int „Europäischen Hof" ein Polizcikommissar, um den Bankbeamten Steuernagel zu verhaften, der in Frankfurt (Main'' einen Diebstahl von 80000 Mark begangen haben soll. Obwohl man ihn daran zu hindern versuchte, jagte sich Steuernagcl mit dem Revolver vier Kugeln in den Kopf. Er wurde sterbend ins Hospital gebracht. 6b 000 Mark wurden bei ihm noch gefunden. • * Grvste Feuersbrunst. Aus Posen wird gemeldet: JnBclzvc bei Lublin äscherte eine Feuersbrunst über hnn- ,r,fl5 - :r - • '<,r niifiti1 ?Lnh'' b im Hofe einet Br beiter in) fr er mW niann im Hof gercH xäx. al» " nolksparteilke . S und crsuM J. - im i -nhiiM lil>eralck iJ " Szileide 1 V .-.nigtC blklk .mrrrr<’t bö r daran S K it Bahnhof iq?n und P j die eilt r« & tr. ~ ton 9E£*>eit .r icbiaj , .ctp-in?n ■ ^rfla}Jb?Itgi IM L h ■ ' 'hm fgp« Ci ’a M ni?: u '0 heute der P > ÄS'1»» unq h^Lflvrbert j llanbiq buro ’i inÄ> — , ■ stall s>- . IS. fr beim A, blämJS ,n SM , cj’lo2cn erteilt im . ^rgetommett, bat m eme ^mschaft tingr . ■ Jnm.bunc ber Seiifct bedeute sM|| 'ue,ochctdtMg des , Ma.-. •®nttc MtMchmn mögt Uti iwr.\, da das Nah- i. tm^lredcheum 16 ttiiuicrer Lisspraa L>?r der J'crbanbäüopk' ' ber Scaicrung gecignti die nur das M Als solche Gteufü : ^erangs^ und SIqmK ■Mnqcn nmrbcn auch'AcN, eni trom Mainzer "" Legierung ixiraui arÄ h giming mit Lorum« um brauftragte VolksstÄM nen kreuz ist, und dMW ett gegen den MißbiLöW iltiotm aussvieckc, dbg übm'cbr. ! iirnne mit 1783 ■ in Einnahmen und Äu g v;-;\rt sich aus rund 'M U t in Büdingen statt ■ J. II. HÄUSER Steuitadt 56 Junker» Ruh Gasherde- brennerVw'p : JC C7/5 847117 3149.20 87.50 Ä 11709.23 1 Gewinnrechnung pro 1912: S8BB Kontor, Zentrallager u. Bäckerei: Schanzenstr. 16 370.21 mm Oie Wissenschaftliche f Ufer der Semoy Die Brieftaube und 24351.22 Natur-Aufnahmen Pathe-Joiimal rätig - kann auch durch die Austräger bezogen werden. Ferner a7/s 9000.- Äur 724551.87 Sonntags 3V, Uhr- Anfang 71/a Uhr. 2984 Die Während 1912 gingen ab . . Für die Hiipl-Feierlage 10 Pfund 1904 anerkannt beste -Harke 10 2104 LaMutler-Ersstz 3105 199.67 D3/» U. 17. 35 Bahnhofstrassel4 ill. 22. Hch-Kalbfleisch Seltersweg 12 Telephon 285 M (nicht zu verwechs. mit d. minderwertig. billigeren Qual.j Pfund Süstrabm Margarine n u enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Gießen, Frankfurt am Main, Kassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Londorf, Fronhausen, Wetzlar, Koblenz, Köln, Fulda, Alsfeld, Grünberg, Gelnhausen, Nidda, Schotten, Hungen, Lieh, Laubach, Butzbach, Stockheim und Gedern ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Biebertalbahn erschienen und b) Eisenwarenlieferung c) Schmiedearbeiten Butter-Salat K°ps 13; ” Spargel w 40». 65 Jahresproduktion 100000 Waggons Wer: Eugen Braun, Cassel. Telephon Nr. M. Butzbach, Färbgasse 8. Wißmar, Ruttershaus. Str.61 Wies eck, Ludwigstrasse 10 Friedberg, Fauerbacher Str.3 Ausgeschieden sind......... Mitgliederbestand am 31. Dezember 1912 644.60 bis zu 79 2 Kleiderschränke Vertikos..... Waschkommoden Belloff, Direktor. 954 1204 1204 1404 IGO 4 1754 Betrrcbsrücklage l Spezicrlreserve- fonds Reingewinn < Im voraus vergüteter Diskont 20^ 16-Z Kassevorrat Ausstände ! Vorlagen Mobilien 42.15 5o/g Abschr. 2.11 Immobilien 0.85 0.95 1.00 1.20 0.90 1.00 1.20 1.30 1.80 1.20 1.50 8359.- 467.22 237.- Zu den Festtagen empfehlen wir Für den AusfichtSrat: Phil, Arn 0 l d. Konsumverein Gießen u. Umg. Xeun Verteilangsstellcn: Schanzenstr. 16, Asterweg 6, Bleichstr. 16a, NeuenBäue 11. Heuchelheim,Brauhausstr.37. sowie diverse Kuchen und gute Weine Extä'a billiges tW zu Feinstes Blütenmcbl 0 „ „ 00 in der Geschäfts- ■ stelle d. Gießener n Anzeigers vor- 0.80 0.90 1.10 1.20 1.10 1.00 1.20 1.40 1.60 2.00 Komplette Betten von M. 60.— aufwärts Verkauf auf Teilzahlung Anzahl, von M. 5.— an, p. 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Kassenbestand Bezirkssvarkassen- konto Gienen Mitteldeutsche Credit- bankkonto Jnventarkonto Außenständekonto Im Auftrag: Förster, Kreisstraßenmeister. 3144.24 28291.40 1300 — Passiva. Geschästsguthaben- foiito d. Aiiiglieder Reservefondskonto Konlokorrentkonro Svezialreservefonds- konto Reingewinn Gemeinnützige Vangenotzenfchast zu Giesten, E. G. m. b. H. D7/, Bilanz vom 3^. Dezember \9\2. Grones OZcschäst liefert Wragslrictaip sowie Einzelmöbel gegen beaueme Teilzahlung. Mcficnfcit Diskret. Beding. Schriftl. Angeb. unter 3059 an den Greß. Anz. erbeten. biö 65.— bis 75.— bis 36.— Katalonier n. PanadcS^ rot u. meld Benicarlo, rot und roetü Alicante, rot und weist Villafranca u. Priorato, rot u. weist Rioja, rot und weist Mistclla, rolfüst, und Muskat, süst Samos, iüst Blutroter Süstwein Malaaa, hell und dunkel Vticrimoc Christi Bordeartx „ St. Julien Der neueste, Daher Stand der Mitglieder Ende 1912 . . 77 Die Rechnung liegt acht Tage lang zur Einsicht der Mitglieder in der Wohnung des Rechners offen. Beuern, den 6. Mai 1913. k 40.04 11207.93 at 0.36 Bahnhofstrasse 34 Programm Mittwoch — Freitag Das grandiose Schauspiel in 3 Akten 100, Arbeitsverstcigerrmg. Nachstehende Arbeiten und Lieferungen sollen Samstag, den 10. Mai 1913, norm. 8^/2 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Londorf öffentlich in Voranschläge und Bedingungen liegen obigem Termin auf Großh. Bürgermeisterei Londorf zur Einsicht der Interessenten offen. Grünberg, den 1. Mai 1913. Gtlege>hdWtiaan|diot WW" für Pfingsten Aktiva. Jft An ausgelieh. Kapitalien a. geg.Hypoth. 469773.35 b. „ Bürgschaft 28756.63 c. zediertes Kaufgeld 170768.88 d. Wertpapiere n. d. Kurs v. 31.Dez.1912 10139.40 e. Konto b.Bank. 1130.— Der unbedachte Augenblick Tragödie aus dem Leben eines Kunstmalers in 2 Akten, herrlich koloriert, ooil das übrige diesmal besonders ÄiM Programm Mosel.....,, Ingelheimer 1909er« Braunhcim. 1908er « Weizenheim. 1905er« (Erbacher 1905 er « Rüdcsbcim. 1905er « SßllisIgßlBrt. Gießkannen bei Ang. Schneider [°*u Spcnglermstr., Tammstr. 6. Akkord vergeben werden: 1. Instandsetzung der Marktplatz—Lumdabruckc. a) Maurerarbeit veranschlagt mit Mk. 131.36 446.83 Stroh, Lindenstruth, Kontrolleur. Rechner. Passiva. Jft Angenommene Kapitalien 670718.02 Stammguthab. d, Mitglieder 2427H.77 Zugang i. 1912 464.29 24740.06 Abgang 388.84 K Michel X Gothaer Zervelatwurst Pfd. 180 Braunschweig.Mettwurst „ 130 Kurhessische „ „ 130^ Weine Tischwein . . . . v. Fl. inkl. Glas 854 Dieser Film, von erstklassigen Künstlern dargestellt, erregte überall riesiges Aufsehen. Herrlich koloriert Moritz Prince der unvergleichliche berühmte Komiker spielt die Hauptrolle in der köstlichen Humoreske: ümMMnIMMM 45 50 55 60 65 4 Damen-Strümpfe schwarz, braun u. durchbrochen, 250,260,165,12a, 95, 75, 25 Pfg. Südwester bunt und weist 165, 145, 130, 95, 58 Pfg. Bulgaren-Kragen 250,200,180,160,130,95Psg. Kinder-Söckchen weist, schwarz, braun, bunt 85,75,60,40,30,22,15 Psg. Falten-Röcke blau und weist 350, 300, 250 Pf«. Handschuhe kurz und lang 150,100,85,60,50,35 Pfg. sowie viele a7/s GelmeiiHÄe Enorm billig 2477.03 168.98 11709.23 J. Jttmann Bahnhofstr. 29 aröhtes oberhessisches Möbel-Versandhaus Prachtkatalogc gratis. Versandabteilung. 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