Erstes Blatt 165. Jahrgang Mittwoch, 5. März 1915 Gietzener Ammer Nr. 54 S® A** AIA A**#W -WZ ut « n zlWMWis MM General-Anzeiger für Oherheffen MM für die ragesnmmner UotattvnsdruS und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- und SteindruSerei R. Lange. Redattlon, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. vis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhosstratze l6a. Anzeigenteils H." Beck. Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten. wofür die Milliarde? Aus Berlin wird uns geschrieben: Herr v. Bethrncrnn-Hollw^g hat dein Präsidenten des Reichstags gegenüber die .Hoffnung ausgesprochen, die neue Militärvorlage am 28. März vorzulegen. Die allgemeine Spannung und Erwartung wird sich also an diesem Tage lösen. Unterdessen sickert aber schon manches über die Einzelfovderungen der großen Vorlage durch. Man spricht von einer jährlichen Mehrcinstcllung von 50 000 Rekruten, also von einer Erhöhung der Präsenzstärke um 100 000 Mann. Würde man für diese neue Truppenanzahl die bewußte einmalige Ausgabe von einer Milliarde allein ansetzen, so käme auf den Einzelm'ann nicht weniger als 10000 Mark. Rechnet man die laufenden ?lusgabeu von jährlich 250 Oou Mark hinzu, so entfielen auf den einzelnen Soldaten noch jährlich 2500 Mark. Die Reichsverfassung schätzt in ihren: Artikel 62 die jährlichen Kosten eines Soldaten auf 225 Taler, also 675 Mark! Auch wenn man den Unterschied des Geldwertes der siebziger Jahre und unserer Zeit noch so groß, annimmt, dürsten doch die genannten Summen von 10060 Mark und 2560 Mark für den einzelnen Vaterlandsverteidiger nicht gut stimmen. Für dieses Geld könnte man jedem Soldaten eigene Appartements und ein tägliches Austernessen liefern. Tatsächlich wird auch die verlangte Milliarde nur zu einem kleine Teile für die Unterbringung und Unterhaltung des neuen Truppenkontingents verwendet werden. Ein großer Posten wird für F e st u n g s b a u t e n im Osten des Reiches ausgestellt sein. Die vergrößerte Wirkung der modernen Geschütze, die Einführung der brisanten Sprengstoffe hat das billige Beton- gewölbe in den Festungsänlagen unmöglich gemacht. Der teure Eisenpanzer hat seinen siegreichen Ei^ug in die pernamente Befestigung gehalten. Panzerte man bisher nur einzelne Geschütze an exponierten Stellen (Panzertürme) oder auch ganze Panzerbatterien, so wird man bei den neuen Festungen den Panzerschutz auf die ganze sog. erste Geschü^rufstellung ausdehnen. Tie vereinigten Batterien erhalten bombensichere Räume für'die Unterbringung der Munition und Besatzung. Auch die Beobachtungsstellen müssen gepanzert werden. Die deutschen Festungen dienen in einem Zukunftskriege nicht mehr als bloßer Ortsschutz und als Sicherung von wichtige:: Depots, Uebergängen und Eisenbahnen, sondern sie sollen die Bewegungen der Feldarmee Unterstützen. Dazu müssen sie einen großen Umfang haben, den Durchmarsch und den Uferwechsel großer Heeresteile gestatte::. Und eben deshalb werden die Neubauten so überaus kostspielig veranschlagt sein. Neben den Festungsbauten wird der Ausbau der schweren Artillerie (Fußartillerie) einen bedeutenden Teil der ominösen Milliarde für sich in Anspruch nehmen. Nach der Ueberzeugung des preußischen Generalstabs und des Kriegsministeriums ist die schwere Artillerie für den heutigen Feldkrieg unentbelirlich geworden. Adria- nopel wäre längst in Trümmer geschossen oder zur Ueber- gabe gezwungen, wenn die Balkanverbündete:: ausreichende schwere Artillerie angefahren hätten, und der Balkankrieg wäre viel rascher zu Ende gegangen. In der deutsche:: Heeresorganisation besitzt jedes Armeekorps im Felde nur ein Bataillon schwere Artillerie, was nach Ansicht aller maßgebenden Stellen im Zukunftskriege nicht genügen würde. Gewünscht wird ein bespanntes Haubitzregiment pro Armeekorps zu drei Bataillone:: je drei Batterie::. Jeder Division könnte dann ei:: Bataillon zugeteilt werde::. Das dritte Bataillon bliebe beim Korps als Artilleriereserve, um an entscheidenden Punkten eingesetzt oder auch zu Reserveformationen verwandt zu werden. Auch die Schwesterwaffe der schweren Artillerie, die Feldartillerie, die seit Jahren unter dem finanziellen Druck leidet, hat sich in der neuen großen Militärvorlage mit besonderen Wünschen gemeldet. Von den 99 fahrenden Batterien niederen Etats, die wir besitzen, kann jede von ihren 6 Geschützen nur 4 bespannen. Zwei Geschütze stehen im Frieden tatenlos im Schuppen. Erst im Ernstfälle muß die Bespannung dafür beschafft werden. Bedenkt mm: die Schwierigkeiten des Einfahrens der Pferde, so entdeckt wohl jeder Laie hier sofort eine bedenkliche Lücke in unserer Rüstung. Frankreich hat 4400 Bespannungen im Frieden, wir nur 3800! Außerdem hat Frankreich Munition für 583 Schuß, wir nur für 433 bei jeden: Geschütz. Die neue Militärvorlage will vor allen: bei der Bespannung einsetzen und in diesem Punkte die vorhandene:: Mängel kurieren. Eine außerordentliche Aufbesserung soll im Anschluß, an die Bespannungsfrage endlich der Train erfahren. Der normale Train eines Armeekorps umfaßt jetzt rund 60 Offiziere, 2800 Mann, 2000 Fahrzeuge. Dabei sind im Frieden nur 15 aktive Offiziere vorhanden, nur etwas über 300 Unteroffiziere und Mannschaften und etwas über 200 Dienstpferde. Aus diesem kleinen Stamm soll eine „schlagfertige" Truppe für den Ernstfall hervorgehen? Die Bedenklichkeit dieser Forderung liegt auf der .Hand. Verlangt wird für die Zukunft ein Trainregiment zu zwei Bataillonen für jedes Armeekorps. Die Vermehrung des O f f i z i e r k o r p s bezieht sich nicht nur ans den Train, sondern auf die ganze Armee und wird in der Begründung der Vorlage als der wichtigste Teil der Hecres- vermehrung bezeichnet, auf den die Militärverwaltung den grüßten Wert legt. Der Amtsantritt des Präsidenten Wilson. Washington, 4. März. Unter den üblichen eindrircksvollen Feierlichkeiten vollzog sich heute der Wechsel in der Regierung und der Einzug des neuen Präsidenten Wilson in das Weiße .Haus. Der offizielle Akt spielte sich auf der Freitreppe des Kapitols ab, wo in Gegenwart einer vieltausendköpfigen Menschenmenge der Vorsitzende des Oberbundesgerichts dem neuen Präsidenten den Amtseid abnahm. Hierauf hielt Präsident Wilson seine Jnaugurationsrede, die ein zum Teil mit hinreißendem Schwung vorgetragenes sozialpolitisches Programm bedeutet. Er sagte u. a.: Der Wechsel in der Regierung bedeutet viel mehr als einen bloßen Parteisieg. M it den Reichtümern kam eine unentschuldbare Verschwendung. Wir haben viel von dem verschleudert, was wir hätte:: brauchen können. Wir sind swlz gewscn aut unsere industriellen Leistungen, aber haben bisher den Menschenwcrt nicht hoch genug angeschlagen, den Wert der ausgelvschtcn Menschenleben, der überbürdeten und zusammen- gcbrochcnen Existenzen. Die p c i n volle:: Seufzer aus den Bergwerken, den Fabriken und all den Stätten, wo der Kamps ums Dasein seine:: eigentlichen Sitz hat, dieser ernste, rührende Unterton unseres Lebens war nicht zu unseren Ohren gedrungen. Die große Regierung, die wir geliebt haben, ist zu ost zu privaten und selb st süchtigen Zwecken vrißbraucht worden. Unsere Pflicht ist es nun zu säubern, wiederherzustetlcn, das Schlechte zu beseitigen ohne das Gute zu schwächen, das ganze öffentliche Leben zi: reinigen und mit Humanität zu erfüllen, ohne es schwach oder sentimental zu machen. Wir haben sorgfältig geprüft, was geändert werden muß. Einige der Hauptpunkte sind die folgenden: Wir haben einen Zolltarif, der uns von dem uns gebührenden Anteil am Welthandel abschneidet, die Grundsätze einer gerechten Besteuerung verletzt und die Regierung zu einen: beauemen Werkzeug in der .Hand privater Interessen macht. Wir haben ein Bank- und Währungs-System, dessen Grundlage die vor 50 Jahre:: für die Regicnng eingelrretene Notwendigkeit war, ihre Bonds zu verkaufen und das ganz dazu angetan ist, das bare Geld zu konzentrieren und die Kredite zu beschränken; ein In dn stri e s y ste m, das nach der finanziellen wie nach der administrativen Seite betrachtet, das Kapital in den Reihen der Leitenden festhält, die Freiheit beschränk:, die Arbeitsgelegenheit beeinträchtigt und die natürlichen Quellen des Landes ohne Rücksicht aus ihre Erneuerung und Erlwltung ausbeutet; eine Landwirtschaft, die iwch nie ihre Kraft in großen geschäftlichen Unternehmungen erprobt, noch nie die Hilfsmittel der Wissenschaft sich unmittelbar auf tun Farmen selbst zunutze gemacht und die ihren praktischen Bedürfnissen entsprechenden Krediterleichterungen entbehrt hat: w ir h a b e n u :: e:: t w i ck e l t c Wasserläufe, werte unbenutzte Land st recken, ungepflegte Wälder, die ohne Aussicht auf Erneuerung zu verschwinden drohen, unbeachtete Halden bei jedem Bergwerk. Wir haben, wie vielleicht keine andere Nation, die besten Produktionsmittel studiert, aber wir haben weder ihre Kosten noch ihre Anwendung so studiert, wie »vir es als industrielle Organisatoren, als Staatsmänner oder als Einzelpersönlichkeiten hätten tun müssen. Ebensowenig haben wir die Mittel studiert und vervollkommnet, wie die Negierung in den D i e n st der Humanität gestellt werden könnte zur Förderung des Wohls der Nation, des Wohles ihrer Männer, Frauen und Kinder wie ihrer Rechte int Kampf ums Dasein. Sanitäre Gesetze, Nahrungsmittelgesetze und Gesetze über die Arbeitsbedingungen, welche die einzelnen für sich selbst festzusetzen nicht die Macht habe::, das sind die wichtigster: und eigentlichsten Aufgaben der Gerechtigkeit und der Gesetze. Es ist undenkbar, daß wir alles als Parteimenschen tun könnten. Wir sollen wieder aufbauen, nicht zerstören. Wir werden unser wirtschaftliches System nehmen, wie es ist und wie es abgeändert werden kann, nicht wie es werden könnte, wenn wir ein weißes Blatt Papier vor uns batten. Gerechtigkeit imb nur Gerechtigkeit soll allzeit unsere Lösung fein. Die Gefühle, mit denen wip^dem neuen Zeitalter des Rechts und der Bewegungsfreiheit entgegensehen, erfüllen unsere Herze:: w i e e i n H a u ch v o >: G o t t e s eigener Gegenwart, in der Gerechtigkeit und Gnade versöhnt sind und der Richter eins ist mit dem Brrider. Ich rufe alle ehrenhaften Männer, alle Patrioten, alle vorwärts blickenden Mäm:er an meine Seite. So wahr mir Gott helfe: Ich werde sie nicht im Stiche lassen, wenn sie mir nur raten und beistehen wolle::. Das ist eine Rede voll Pathos. Ob Herr Wilson aber auch durch Taten ein neues Zeitalter herbeizuführen vermag, wird die Zukunft lehre-«:. Vie Kiedensbedmgmgen. Konstantinopel, 4. März. (Wiener Korr.-Bur.) Wie geschrieben wird, teilte der russische Botschafter bei einer vorgestrigen Unterredung mit dem Großwesir die Antwort der bulgarischen Regierung mit, die auf der in London vorgeschlagenen Grenze, die sich von Midia oder Kap Malatra, etwa 40 Kilometer südlich von Jniada, bis Rodosto erstreckt, bestehen soll. Es wird versichert, daß mehrere Mächte einen neuen Vorschlag der Pforte unter- tützen würden, denn die Mächte seien allgemein dagegen, raß Billgarien einen Zutritt zum Marmara-Meer erhalte. Was die Entschädigungsansprüche der Balkanverbündeten in Höhe von einer Milliarde betrifft, so hält man es für unwahrscheinlich, daß die Mächte eine solche Forderung unterstützen werden. Gegenüber dem von Rußland gemachten Vorschlag, die gesamte Zivilbevölkerung aus Adrianopel abziehen zu lassen, wird an zuständigen Stellen bemerkt, daß der Vorschlag undurchführbar sei, weil es sich um eine Bevölkerung von 120 000 Köpfen handele. Nene Fricdensvorschläge der Türkei. Konstantinopel, 4. März. Aus authentischer Quelle wird bestätigt, daß der G r o ß w e s i r durch Vermittelung des russischen Botschafters Bulgarien neue Friedensvorschläge machte, wonach )ie neue Grenze von der Bai bei dein an der Mündungi des Reöwaja am Schwarzen Meer gelegenen Orte San Stefano uusgehen und sodann dem Flußläufe der Reswaja und Maritza folgen soll. Adrianopel würde hierbei unter gewissen Garantten Bulgarien zufallen. Angriffe der griechischen Flotte. Athen, 4. März. Die „Agence d'Athones" meldet aus Korfu: Gestern vormittag 11 Uhr verließ eine Division der griechischen S ch l a ch t f l o t te in Schlachtordnung den Hafen in der Richtung nach Norden, gefolgt von mehrere:: Transportschiffen. Gegen 1 Uhr 30 Min. beschossen die Kriegsschiffe Santi Quaranta. Die Bevölkerung von Korfu vernahm die K a n o n a d e gleich entferntem Donner. Nach telephonischen Nachrichten leisteten die Türkei: keinen Widerstand und flohen. Um 11 Uhr abends kehrten die Transportschiffe noch Korfu zurück. Die griechischen Trichpen besetzten Santi Quaranta; die türkische Artillerie ist vernichtet. Die türkischen Finanzen. Paris, 4. März. Der Finanzbeirat der türkischen Abordnung bei der Londoner Konferenz R c - schid Bey ist mit Halid SiaBey in besonderer Mission hier eingetroffen. Die Tagung des bulgarischen Parlaments. Sofia, 4. März. Die Sobranje verhandelte in ihrer heutigen Sitzung üb'er den Entwurf, durch den für die Bedürfnisse der Armee ein Kredit in: Betrage von 50 Millionen beansprucht wird. In: Verlaufe der Beratung hielt der Führer der Demokraten, M a l i n o w, eine Rede, in der er zunächst auf den bulgarisch-rumänischen Streitfall zu sprechen kam. Er bezeichnete die Forderungen Rumäniens als ungerechtfertigt und lehnte, obwohl er zu dem hohen Gerechtigkeitssinn der Großmächte Vertrauen hege, den Vermittlungsvorschlag ab, den übrigens die Regierung vor Beftagen der Sobranje anzunehmen nicht das Recht habe, denn jede Mediation, im ^gegebenen Falle, insbesondere, wenn sie die Form eines Schiedsspruches annehme, enthalte gleichzeitig auch die grundsätzliche Annahme einer Gebietsabtretung. Mit Rücksicht auf die bulgarische Verfassung könne die Negierung einer derartigen Gebietsabtretung nicht zustimmen, wenn sie nicht das Mandat der Sobranje hierfür habe. Was die Forderung des zukünftigen Regimes der Kutzowallachen betreffe, so verlangte der Redner für die Bulgaren in Rumänien dieselben Rechte, welche für die Kutzowallachen, die unter bulgarische Herrschaft lonnnen sollen, beansprucht toerben. Der Redner befaßte sich hieraus mit der Frage der Haltung der Verbündeten untereinander und gab der Hoffnung Ausdruck, daß Serbien, das die Notweitdigkeit der Aufrechterhaltung des Balkanbundes für alle Verbündeten in klarer Weise empfunden habe, den gesunden Menschenverstand haben werde, die Klausel des bulgarisch-serbischen Bündnis-Vertrages in loyaler Weise anzuwenden und daß Griechenland sich mit bescheideneren Wünschen zufrieden geben werde; denn die Bulgaren, welche die schwersten Mühen im .Kriege ertragen und welche allein noch vor Tschataldscha und Gallipoli kämpften, würden die letzten sein, die den Bruch der Koalition bedauern würden. Der Führer der Inngliberalen, Ton tsch ew, erklärte, er bestehe auf der Notwendigkeit der Verhandlungen der bulgarisch-rumänischen Frage durch die Volksvertretung vor der Regelung, damit die Sobranje in der wesentlich nationalen Angelegenheit ihre Meinung aussprechen könnte. Er verlangte Mitteilung des Londoner Protokolls, »uie dies die rumänische Regierung in der Kammer getan habe. Finanzmini st er Theodo row stimmte bem Vorschläge Tontschews betr. Mitteilung des bulgarisch-rumänischen Protokolls zu, insbesondere an die Parteiführer. Er bat diese noch ein wenig Geduld ^u haben, d a das glänzend begonnene Werk nicht fern vom Ziele sei. Der Minister erklärte, Bulgaren verftige über etwa 100 Millionen Schatzbonds, wovon 40 Mille in Frankreich, 27 Millionen in Rirßland untergebracht und 25 Millionen vor dem Kriege für Bauten ausgegeben worden wären. Der Ertrag dieser Schatzbonds und die Ersparnisse des Staatsschatzes hätten die Aufgabe der Regier:mg erleichtert, zumal da die verhältnismäßig wenig hohen Zinsen dieser Bonds Mischen 5'/< und 6 Prozent schwankte::, ein Zinsfuß, den mir wenige Staaten unter ähnlichen Verhältnissen erreichen könnten. Dies sei ein unumstößlicher Beweis, daß der Kredit Bulgariens in demselben Maße wachse, wie die Erfolge seiner Armee. K o n st a n t i n o p e l, 4. März. Der italienische Dampfer „Monza" ist nicht von den Bulgaren beschossen worden, sondern zufällig bei Gallipoli gestrandet. Dagegen beschossen die Bulgaren den Dampfer „Ausonia" aus Genna, ohne ihn zu treffen. Aus Hessen. Rucktrittsgedanken des Finanzministers Braun? , E D a r m st a d t, 4 März. Wie in eingeweihten Kreisen verlautet, soll sich der Minister der Finanzen, Brann, ernftlid: mit Rücktrittsgedanken tragen. Als Nachfolger werden genannt der Oberbürgermeister der Stadt Worms, Köhler, und Ministeriatz rat Dr. Johann Becker. handelt sich hier um ein Gerücht, daS sich kaum bestätigen dürfte.) Deutsches Reich. Der Kaiser verblieb, wie aus Wilhelmshaven gemeldet wird, am Mens- tag morgen an Bord des Linienschiffes „Kaiser", das narb 11 Uhr am alten Liegeplatz in der Werft festlegte. Um diese Zeit unternahmen die beiden Marineflugzeuge Aufstiege, die der Kaiser vom Schiffe aus beobachtete und die vorzüglich verliefen. Der Besuch in Gmunden. Aus Gmunden wird gemelbet: Die Kaiserin und Prinzessin Viktoria Luise sind nach überaus herzlicher Verabschiedung von dem Herzogsvaar von Eumvertaiw, Dem Prinzen Ernst August und den übrigen Fürstlichkeiten, die bei Besuch zum Bahnhof geleiteten, heute abens um 10'/, Uhr nach Berlin abgereist. Prinz Ernst August reist morgen nach München — Ter braunschweigische Landtag hat den Antrag des Finanzausschusses einstimmig angenommen, zur Vermählung de Prinzen Ernst August mit der Prinzessin Viktoria Luise 50 000 Ml für ein vom Lande darzubringendes Hochzeitsgcschenk zu bewilligen. EinGesetzentwurfzurStärkungdesTeutschtums in den Provinzen Westpreußen und Posen ist dem preußischen Abgeordnetenhause zugegangen. Er bestimmt, daß das Ansieo- lungsgesetz in folgender Weise abgeändert werden soll: 1. im 81 Der der 2taalsregierung zur Verfügung gestellte Fonds wird um 175 Millionen Mark erhöht, von denen 100 Millionen Mark zur Festigung bäuerlicher Güter durch die Umwandlung in Ansiedlungsrentengüter und zur Förderung der Leßhastmachunq von Arbeitern 31. verwenden sind. 2 Ter im 8 7a der Staats regierung zur Verfügung gestellte Fonds wird um 30 Millionen erhöht. Ferner soll der im Artikel 2 des 8 1 des Gesetzes betr die Maßnahmen zur Stärkung des Deutschtums in den Provinzen Westpreußen und Pofen vom 1. Juni 1902 der Staalsregierung zur Verfügung gestellte Fonds um 25 Millionen erhöht werden. Aus der Begründung sei entnommen: Durch die Ansied lungsgesetze wurden der Staatsregierung insgesamt 725 Millionen zur Verfügung gestellt, und zwar für die Hauptaufgabe: Bauern Vermehrung 475 Millionen, für Domänen- und Forstankäufe 125, für die Festigung des bäuerlichen Besitzes und zur Förderung von Arbeltersieolunaen 75 und für d>e Festigung größerer Güter 50 Millionen. Tie für den Erwerb und bic Besiedlung von Grund stücken bereitgeßellten Geldmittel werden am 10. März erschöpft sein, die Geldmittel für die bäuerliche Besitzbefestigung und die für die Tomänen und Forstankäufe sind ausgegeben. Von den Geldmitteln für die Festigung größerer Guter wird Anfang April 1913 noch ein reichliches Drittel vorhanden sein. Au» Stadt und Land. Gießen, 5. März 1913. ** Tageskalender für Mittwoch, k». März. Stadttheater: ,Mein Freund Teddy". Anfang 7 Uhr. *• Berufung in di e Erste Kammer. Der Großherzog hat den ordentlichen Professor der juristischen Fakultät der Landesuniversität Geh. Justizrat Tr. Paul Gerhard Alexander Leist in Gießen für die übrige Tauer des XXXV. Landtags in die Erste Kämmer der Stände berufen. — Geh. Justizrat Lei st ist am 17. Oktober 1862 in Jena geboren. Er studierte Rechtswissenschaft von 1862—1885 in Leipzig, Berlin, Jena unb Tübingen, machte 1885 zu Tübingen seinen Dr. jur., wurde 1886 Referendar im Bezirk des Ober- landeSgerichtS Celle, wurde 1889 Privatdozent in Halle und 1891 in Marburg. Am 28. Oktober 1892 wurde Leist außerordentlicher Professor der Rechte in Göttingen, am 1. April 1893 zu Marburg. Am 10. Juli 1895 wurde er als ordentlicher Professor nach Gießen berufen. Orden?a ngelegenheit. Der Groß Herzog hat dem KreiSrat Frei Herrn Schenck zu SchweinSbcrg zu Alzey die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm von den, König von Preußen verliehenen Rote Kreuz- Medaille 3. Klasse erteilt. ** Medizinalwesen. Ter Großherzog hat den praktischen Arzt Tr. Ludw. Will mann zu Herbstein zum Kreis- assistenzarzte bei den Kreisgesundheitsanrtern Büdingen und Schotten mit dem Amtssitze in Bad Salzhausen ernannt. ** Landwirtschaftskammer. Die 11. Hauptversammlung der Landwirtschaftskammer tritt am Montag, 10. März, zu Tarmstadt zusammen. Auf derTagesordnung stehen folgende Punkte: 1. Mitteilungen, 2. Wohl des 1. Vor sitzenden und Ergänzungswahlen, 3. Wahl eines Vertreters und Stellvertreters zum Bezirkseisenbahnrat, 4. Wahl eines Ver tretet? und Stellvertreters zum Deutschen Laiwwirtschaftsrat, 5. Ergänzung des Vorschlags für die Berufung eines Vertreters der Landwirtschaft in die tErfte Kammer der Stände, 6. Entscheidungen über Wahlen zur Landwirtschaftskammer, 7. Erlaß neuer Unfallverhütungsvorschriften der laich- und forstivittschast- Iid;cn BerussgenossensäM für Hessen, 8. Vorlage der Jahres- rechmmg für 1911 und Bericht über die Rechnungsprüfung und Entlastung des Rechners, 9. Nachträgliche Krcchitgenehmigung zur Rechnimg für 1911, 10. Beamtenanstellungen, 11. a) Voranschlag der Landwirtschastskammer für 1913, b) Voranschlag der landw. Haushaltungsschulen für Langen und Lindheini für 1913, c) Voranschlag der „Hessischen Landwirtschaftlichen Zeitschrift für 1913, 12. Entwurf der Satzung zur Versicherung der Weide-, Ausstellungs, Import und Faseltiere, 13. Abhaltung einer Landesausstellung in 1915, 14. Bau eines eigenen Geschäftshauses. •• Stadttheater. Herr Goll, der nun bereits acht Jahre dem Verbände unserer Bühne onqehört, hat am Dienstag, 11. März, sein Regie-Benefiz, wozu er Karl Morres Volksstück „'S Nullerl* gewählt hat. Herr Goll vollzieht zurzeit seinen Uebergang ins ältere komische Fach, und die Proben köstlichen HnmorS und hervorragender Gestaltungsgabe, die er z. B. in „Mathias Gollinger", in „Goldfische*, im „Fidelen Bauer" und jüngst wieder in „Freund Teddy" geliefert hat, lassen noch ganz hervorragende Leistungen deS Künstlers in seinem neuen Fach erwarten. Sicher wird der Ehrenabend deS allgemein beliebten Benefizianten am nächsten Dienstag den Beweis erbringen, wie sehr sein Wieder- engagenient von den Theaterfreunden begrüßt wird. ** Der Sängerkranz hält am nächsten Sonntag ein Konzert in Steins Garten ab, in dem mehrere große Chorwerke aufgeführt werden. Kreis Alsfeld. w. Alsfeld, 4. März. (S tad t v or st aud s s itz-- nn gZ Amvesend Bürgermeister Dr. Völsing als Vorsitzender, Beigeordu. Weitz, sowie zehn Stad vorstnndsmitg'icder. Zu Begrün ber Sitzung teilt der Vorsitzende mit, daß der vom Siadtvorstand beschlossene Entwurf der Satzung über die Erhebung einer Filialsteuer in der Stadt Msfeld ohne Aeuderung von dein Ministerium genehmigt worden sei; daß ferner das Ministerium der vom Stadtvorstande beschlossenen Führung der Straße durch den Funkerngarten zugcylimmt habe und daß weiter der Erlö« von der II. Serie der Alsfelder Geldlotterie zugunsten der Wiederherstellung des Rathauses und der Walpurgis- lirche, deren Ziehung am ti. und 7. März l F« in Eisenach stattsindet, im Betrage von 20 000 Mk eingegangen sei — Einem Gesuch um Abtretung eines dem Hospitttsond« gehörigen Ge'.ändcstreifens in der Volkmarstraße für > Mk pro Quadratmeter wurde flattgroben, nauf- und Per. mcssmigs kosten hat der Gesuchsteller zu tragen. — Tie Polizeidiener Diehl und Rühl hatten darum nachgesucht die von ihnen für ihre neu angeschafsten Polizeihunde zu entrichtende Steuer von je 16 Mk. auf die Stadtkass. zu übernehmen, da sie die Hunde lediglich für ihren Dienst und somit im Interesse der Stadt angeschasft hätten. En: sprechend dem Vorschlag de.- Finanzau >schusses befet 0 de. Stadtvorstand, die Steuer für die de-den ter-, aut d.> Stadt zu übernehmen und zwar vom Jadr 1 ' - ab. (<> inernderat Jatvb stimmte gegen diesen Bescküus mit -i Begründung, daß f. E. der Nachroeis nicht erbracht sei, daß sich die hiesige Polizei im Besitz gut ausgebildeter i'unbe befände, die man auch im Interesse der Llllgemeinheir verwenden könnte. — Den Feldgeschworenen wurden auf hre Eingabe hin, die Tagegelder von 3 Mk. auf 4 Mk rhöht — Zur Verstärkung des Sicherheitsdienstes sollen zwei Hilfspolizeidiener angestellt werden mit einem jährlichen . Knauf au§ Ober-Gleen entfernt und ist an demselben Albend in Ober-Ofleiden, wo er Gelder einkassiert halte, gesehen worden. Darnach ist er spurlos verschwunden. Knaus ß't etwa 1,60 m groß und blond, bei seinem Weggange trug er grünlichen Anzug, grünliches EapeS und ebensolchen Hut. Kreis Büdingen. — Al t - Wi e d e rin u s, 4. März Die Gemarkung Ronneburg, die zurzeit zu dem Ortsgericht und dem Standesamt Diebach a. H. gehört, wird voin 1. März ab dem Ortsgericht und den» Standesamt Alt-Wiedermns zngeteilt. Kreis Friedberg. (L.) Friedberg, 4. März-. Gelegentlich der heute hier tagenden Evang. Konferenz für Hessen (sogenannte Friedberger Konferenz) fand eine A b s ch i e d s s c i e r für den Direktor des Prediger-Seminars Dr. Eger statt. Prof. L a m p a z-Friedberg sprach Worte des Scheidens und teilte Pros. Eger mit, daß ihn die Konferenz zum Ehrenmitgliedc ernannt habe. Im Namen der Lehrerschaft sprach Lehrer Koch von der Musterschule. Universitätsprofessor D. Gunke l übermittelte die Grüße der theologischen Fakultät. Gerührt dankte v. Eger für die Ehrungen. Hieran schloß sich ein Vortrag von Prof. Gunkel über die Religion der Propheten des alten Bundes. (h) Friedberg, 4. März. In Sachen des Nieder Mockstadt-Zusammenbruchs wurden den Gläubigern jetzt 179 000 Mark als weitere Abzahlung vom Hilssverein ausgezahlt. Bis jetzt sind 578 Gläubiger mit einer Gefamtsorderung von 601 957 Mark gegen einen Nachlaß von 123 391 Mark befriedigt. (h) G a m b a ch , 4. März. 2£uf dem Wege nach Bad- Nauheim wurde ein hiesiges Gespann von einem Ant 0 anae fahren. Daher wurde das Pferd so schwer verletzt, daß es getötet werden mußte. (h) Klein-Karben, 4. März. Im Gcmcindc- wa l d entftanb durch die Fahrlässigkeit eines Waldarbeiters ein Brand, der in kurzer Zeit den gesamten Graswuchs vernichtete. Der Wald wurde durch das rasche Eingreifen der benachbarten Wehren gerettet. Starkenburg und Rheinhessen. * D a r m st a d t, 4. März. In der R u ss i s ch e n K a p e l l e auf der Mathildenhöhe findet auS Anlaß deS 300jährigen Jubiläums des regierenden HauseS Romanoff am Donnerstag, 6. März, Gottesdienst mit anschließendem feierlichem Te deum statt. w. BenSheim, 4. März. Eine Anzahl Darmstädter Studenten demonstrierten gestern hier gegen die Anfführung der Werningschen „Vaterländischen Festspiele*. Dieser Protest richtete sich nicht gegen die Stadt nnd gegen die Veranstaltuna von vaterländischen Festspielen, sondern gegen Werning als Unternehmer von Festspielen. Die Demonstranten wollten dartun, daß fie in d« geschäftsmäßigen Veranstaltung von Festspielen zweiselhafken Werte? eine Verunglimpfung des vaterländischen Gedankens erblicken. Schwurgericht. th. Gießen, 5. März. Gestern und heute verlwndelte das Schwurgericht wegen Meineid gegen den 54 Jahre allen Schmied und Landwirt Mart Schnierle und dessen 47 Jahre alte Ehefrau Catharine Sckuierle geb. Kraft, beide aus Selter« Die Anklage vertritt Staatsanwalt Trümpcrt. Die Verteidigung führt Rechtsanwalt Röm Held. In der Verteidigung waren etwa 25 Zeugen zu hören. Der Tatbestand der Anklage, wie ibn bic Verhandl'nii ergeben bat, stellt sich wie folgt: Im September 1911 klagte der Viehhändler Josef Heß von Rmistadl beim Amtsgericht Ortenberg gegen den Angeklagten Sckaiierle auf Zahlung von 41 Mk f ür. ein am 25. Februar 1908 gekauftes Schaf. Schnierle bestritt den Kauf und benannte als Zeugen dafür, daß er nach 1901 überhaupt feine Schafe mehr gehalten habe, seinen Nachbar Julius König. Dieser Zeuge bekundete unter Eid, daß Schnierle vor vielleicht 15 Jahren von Heß 3 Schafe bezogen und banatf) keine Sckasc mehr gehalten bat. Durch bic Bekundungen anderer Zeuaen wurde Scknierle jedoch zur Zahlung verurteilt. Gegen .König ober nmrbc Anklage n»cgeu fahrlässigen Falsäieids erhoben. Die Strafkammer Gießen sprach ibn jedoch frei, da sie es nickt für objektiv fcstqeftellt hielt, bai; Scknierle auch wirklich im Jahr 1908 ein Sckaf von Heß gekaüft habe. Die Eheleute Scknierle batten auch in der Sacke König Kauf und Lieferung bes Schafes bestritten, nnb bi esc Aussaat trotz bringlickster Meincibsverwamung durch einen Nack cib erhärtet. Dieser Eid soll falsch sein nnb besbalb haben die Eheleute ück vor bem Schwurgericht zu verantworten. Der Ibemann dleidk dabei, baß er bas Sctxtf nicht gekauft und auch nick: erhalten habe: er habe rwar mit Heß über ben Einkauf eine« Tiere« ge° ivroden. aber wegen des Preises seien sie nid)t Handelseins geworden Tie Ehefrau Scknierle erklärt, sie habe als Zeugin be ckworen, daß sie iid> nidjt besinnen könne, baß sie 1908 an Sdxn hatten xck ■ur -ckni^lc b'snmmt war Rupv har tu nersetuebrnen I jonen im Dorf anrücktige Reden geführt, bic bic Vernwmng zu-' lassen, als ob die Li gaben n bespricht in breiter Ausführlich" tot Fragen aus ber landtvirNchaftlichen Praxis. Untergang eines deutschen Torpedobootes. Helgoland, 5. Marz. Heute nacht ift das Torpedoboot S I 78 2—3 Meilen südlich von Helgoland von dem englischen Dampfer ,s)ork" angerannt worden und sofort gesunken. $jn den 65 Mann der Besahnng konuten nur fünfzehn gerettet werde». Manteuffel f. Berlin, 5. März. Der frühere Präsident des Herrenhauses, Freiherr v o n M a n t eu f f e l, ist «gestern albend gestorben. Als Manteuffel noch auf der Höhe seines Schaffens stand, war Manteuffel ein Politiker großen Stils mit scharfem Blick und raschem Entschluß. Er war zugleich eine Persönlichkeit so gemeinsamer Art, daß! er auch bei den Gegnern sich nicht nur der Hochachtung, sondern auch einer gewissen Beliebtheit erfreute. Das Blatt erinnert daran, daß unter Manteuffels Einfluß eine Minderheit der Fraktion gegen die Politik Caprivis auftrat und zu einer Revision des Parteiprogramms von 1876 schritt. Frhr. von Manteuffel nahm auch an der Gründung des Bundes der Landwirte regen Anteil. Ein Gefeebt in Marokko. Casablanca, 5. ALärz. Die Kolonne Simvn wurde bei Uedze von Eingeborenen angegriffen und mußte sich mit einem Verlust von vier Toten und 20 Verletzten zurückziehen. Zwei Kompagnien Alpenjäger wurden zur Verstärkung herangezogen. Attentatsdrohungen. Paris, 5. März. Polizeipräsident Lepine erhielt Drohbriefe, in denen gesagt wird, daß man den Tod der Autobmrditen an ihm rächen werde. Der Präsidenten wechsel in Amerika. Washington, 4. März. Die Jnaugurierungsfeicr fand am Abend ihren Abschluß mit der Illumination der Stadt und einem großartigen Feuerwerk. Viele Tausende von Menschen waren zusammengeströmt, um Zeugen des Schauspiels zu sein, das nach Einbruch der Dunkelheit mit einem Feuerwerk seinen Höhepunkt erreichte. Eine Rakete und gleich darauf ein Bombenschlag leiteten das Feuerwerk ein. Im nächsten Augenblick stiegen zahllose Luftballons auf, die sich inmitten eines Regens von Raketen und Lichtkegeln hell vom Himmel abhoben. Es folgte ein Salut von 101 Mörserschüssen. Sodann stiegen Lichtkugeln über dem Weißen Hause auf und zerstäubten in Stroh-' lenbündel, welche die National färben zeigten. Andere Lichtkugeln zeigten in den Lüften in riesigen Buchstaben die Namen Wilson und Marschall. i Fay’5 ächte | S Sodener rnineral-Paffillen I 0 werden *u« den Heilquellen HI u. XVIII der Oe- @ melnde Bed Soden em Teana* berg erteilt, die »leb JJk 8 feit Jahrhunderten | bei Buften, Beiierkeit, Brondiialkatarrh | « vorzüglich bewübrt heben. M Nicluhmnngee well* men «nrtiek. Frei* »S Pfg. per Schichte!, Überall erhlltilcb. Q Haben Sie schon Liebig-Kugeln versucht? Liebig-Kugeln bestehen aus reinem Liebig’s Fleisch-Extrakt, der nur mit einer leichten Schicht Gelatine umgeben ist. Genau so wie Liebig’s Fleisch-Extrakt in Töpfen können die Liebig-Kugeln zur sofortigen Kräftigung und Geschmackverbesserung fast aller Suppen und Gerichte dienen; ebenso kann man durch Beigabe der nötigen Gewürze und Salz (sowie nach Belieben Butter oder Fett) feinste Trinkbouillon daraus her stellen. Liebig-Kugeln kosten das Stück 5 Pfg. und sind in jedem Lebensmittelgeschäft zu .haben. Lesen Sie die jeder Dose beigegebene Gebrauchsanweisung. VD'h Bieiben Sie ehrlich in Ihrem Urteil und Sie werden nach einmaligem Versuch zugeben, dass Sie nie besser gewaschen haben, wie mit Persil. Millionen Hausfrauen brauchen und loben es täglich f Ueberall erhältlich, nie lose, nur io Original-Paketen. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass heute nacht 1 Uhr unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Julie Straub im 46. Lebensjahr sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Karl Straub. Giessen (Sonnenstr. 25), 4. März 1913. Die Beerdigung findet Donnerstag, 6. März, nachmittags 2 Uhr auf dem neuen Friedhöfe statt. 1B6O Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Kern, geb. Jost. Heinrich Kern. Friedrich Kern. Göbelnrod, den 3. März 1913. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 6. März, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. 1552 Heute nacht 11'/, Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden mein innigstgeliebter Gatte, unser treuer, unvergesslicher Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Konrad Kern im 49. Lebensjahr. Hausfrauen und Brautleute benutzen Sie die Gelegenheit des billigen Emaille-Geschirr __ Es sind nur gute, bewährte Qualitäten — Ausserdem empfehle: Bürstenwaren, Holzwaren, Backformen, Lackierwaren, Siebe, gußeiserne Bräter und Töpfe, Wannen unu Eimer zu billigst gestellten Preisen. nxt Ludwig Kröll Se Henkel’s Bleich-Soda JWH WJWW —7~-’ ■ ' 1 ' r ' Anneliese Die glückliche Geburt einer gesunden Tochter zeigen hocherfreut an Fritz Appel und Frau 61728 Lenl geb. Bott. Giessen (Bergwerk), 4. März 1913. Gothaer Lebensversicherullgsbank aus Gegenseitigkeit. Versicherungsbestand im Dezember 1912: EiaeMilliarhe 125 Millioaeii Mark Bisher gewährte Dividenden: c7/, 295 Millionen Mark. Alle Ueberschüsic kommen den VersicherungS- nehmern zu gu(e. Unverfallbarkeit, Unanfechtbarkeit, Weltpolicc. Prospekte und Auskunst koitensrei durch die Vertreter der Bank: Gebr. Jullmann, Gießen, Grabenstraße 7. G. Bohn, Gräsl. Nentamtmann in Laubach. KHklMitn Olkin. Im Avril ds. Js. wird der erste Büraer-Kindergarten eröffnet. Derselbe wird Kinder von 3—6 Jahren vormittags und nachmittags in seine Obhut nehmen. Schulgeld für 1 Kind 3 Mk., für 2 Kinder 5 Mk. pro Monat. eemiiMPMiwerniirieii (nur Dormittttgs) Aufnahmen jederzeit. Schulgeld pro Monat 5 Mk. Anmeldungen zu beiden Kindergärten möglichst bald im Fröbel-Seminar, Gartenstr. 30 'ßngl. tarnen-Kostüme lieber die Straße Spanische Weinhalle Babnbokstrakre. 01524 Bahnhofstraße. 01524 Reichhaltiges Lager in deutschen und englischen Stoffen. StelsEingangvonJVeuheiten Bei Abnahme von 10 Litern ab ... 57 „ Hdhor SO 000 Cif»r treffen diese Tage für uns in tlVVVl vv VW *41*1 den Zollagern von Mannheim, Nürnberg, Frankfurt, Aschaffenburg und Gießen ein. Tie Weine sind garantiert naturrein, ungezuckert und chemisch untersucht. Vorzügliche Qualitäten. Proben gratis. Teine fferrenschneiderei tt ■ ■ nach Mass .. Jffeinr. Jireiert Plockstr. 11 — vortn. 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Tagesordnung: Rechnungsablage; Beschluß übe'- die zu verteilenden Dividenden; Entlastung des Vorstandes; die Feier des 50-jährigen Bestehens; Verschiedenes. 1561 Für den Aufsichtsrat: Schäfer. Holzsubmisston. Aus den Rrcibcrrlid) v. Rabcnau'schen Revier Großen-Bnieck, Distrikt Mönchwaldbei Großen-Buseck und Buchivald bei Beuern ist nachstehendes Fichtenstammbolz zu vergeben: ß(Stämme von30—39Ztm.Durchni. = 8,90,yftm., 14 desgl. von 25—29 Ztm. Durchni. = 15,09 Fstm., 36 dcsgl. von 20—24 Ztm. Durchni. = 26.77 Fstm. und 71 Stck. von 12—19 Ztm. Durchni. — 23,40 Fstm. Die Gebote sind getrennt nach Sortimenten unter Anerkennung der Verkaufsbedingungen bis zum Mittwoch, den 12. März bei der Unterzeichneten Stelle schriftlich einzureichen, woselbst die Eröffnung derselben um 9‘A Ubr norm, stattnndet. Das Holz ist bereits gefallt und auseinander geschleift. Eine vorherige Besichtigung ist zu empsehlen, da im Münchwald einige Stämme dürr sind und eine besondere Ueberweisung nicht mehr statlsindcl. Jorstwarl Wagner von Großen Buseck ulld Leyerer von Climbach zeigen auf Wunsch das Holz vor. B5/s Freiberrl. Oberförsterei Rabenau zu Londorf. Achtung! ßammerjäger Sdnuan empfiehlt sich zurBertilgung von Ratten. Mäusen, Schwaben, Wanzen u. Ungeziefer jeder Art. Schrift!. Angeb. unt. 1549 au d. Gieß. Anz. erb. Lbst-iiHehölzsGitt sowie [632 Gartenarbeiten jeder Art Spezialität: Neuanlage u. Umgestaltung von Gärten erledigt gewissenhaft August Weber Latioschastsgärtner Ederttr. 1, Ecke Rord-Anl. Empfehle Beeren- u. Ziersträucher, Rosen u. Kletter pflanzen in reich.Sortemvahl. ' Spitzen-Reste <’ Stickerei-Reste । sehr billig. < ', A.Salomon&Cie. 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Schumann b) Stille Sicherheit . . R. Franz Chöre a capella: a) An die Mägdelein . H. Jüngst 1. Chor a capella: Lenz . L. Geller 2. , Komm, wir wandeln * Sonntag, den y. März 1913, abends 5 Uhr, in der neuen :: Aula der Universität :: Giessen Dirigent: Herr Otto Görlach a) Wie’sdaheim war G.Wohlgemut Fr. Abt FinlnilloVapion 1 Platz M 1.50, 2. Platz M. 1.3. Platz M. 0.50 sind zu haben LIUll HlMflnuu im Vorverkauf bei E. Challier, Musik.-Handl, u. abends a. d. Kasse KONZERT zur Feier des 4t). Stiftungsfestes unter Mitwirkung des Konzert Sängers Herrn Albert Münch-Frankfurt a. M. und des Pianisten Herrn Julia» Hahn von hier in Kinderwagen u. Sportwagen sind in gröhter Auswahl eingetroffen, und TotiT bitte ich bei Bedarf um gefällige Besichtigung meines Lagers :: :: DeufFdie Kolonial- Geiellfdiah “ffls Frauenbund der DeufFdien Kolonial-GeiellFdiaif Vorfrag mit Lichtbildern Donnerstag, 6. JTlärz, abends 8V< Uhr in der neuen Hula der Universität: ßerr Oberstleutnant z. D. Rlchelmann Wie ich Ostafrika zurWissmannzeit u. 20 Uahre später gefunden habe" Mitglieder gegen Vorzeigen der Einladungskarten frei. Von nichtmltglledern wird ein Eintrittsgeld von 30 Ffg. er- hoben, Schüler zahlen die Hälfte.____________________________I >a/., Herein der Freunde einig. Neil Ortsgruppe Wetzlar. Freitag, den 7. März, abends 8 Uhr im SchützcnhauSgarten von Wetzlar: Vortrag von Professor D. Baumgarten-Kiel: Konfirmationsnot. (Diskussion) 1. Platz numer. 1 Mk., 2 Platz nunter. 50 Pfg., 3. Platz 30 Psg. Karten im Vorverkauf in Greffen: jZerber'sche Buchhandlung, in Wetzlar: I. Hmgardt-Kornmarkl, K. Waldschmidt-tLisenmarkt. Saalösfnung 7'/, Ubr. 11493 Bezirksverein Nordoft Montag, den 10. dS. Mts., abends 8'/, Ubr, findet im unteren Saale des „€>otcl Einborn- die ordentliche General-VerMmlung statt, wozu die Mitglieder freundlichst eingeladen werden- Tages-Ordnung: 1. Bericht. 2. Rechnungsablage. 3. Vorstandswahl. 4. Verschiedenes. verthold Uvhne Seltersweg 26 Zernruf 820 Settersweg 26 Gebe. Imheuser Markt 9-10 -r Moderne Kleiderstoffe für Taillen und Jackenkleider Nach schwerer Arbeit ist mkSeelig’i Korntaflee der liebste Labettunkl Man kann nicht ohne ihn sein! Eirßkncr Fischdaus Walltoritraffe 43 Lahn- ».Seefische frisch vom dann cmnetronen. Komme Donnerstag nnf den Fjschmarkt. 01<16 Baugelände für Fabrik geeignet, möglichst Bahnanfchlufi und an arSherem Platz, zu kauten gesucht (Fort, werden bc- siedende, für Fabrik geeignete Gebäude übernommen. Ausführliche Angebote mit Bedingungen und Skizze nnt. r» 6553 an Juvalideudank in Srauksnrt Mai». .id*/3 Der Vorstand. D5/s Inh.: Karl Ohm. 4) »7« Programm 20 Psg. Kavallerie-Musik. -5 Sonntags ab 3'/, Uhr. ® Neu! Cafe Ebel. 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