Erster Blatt 165. Jahrgang Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Großhcrzoq zu bringen, welche sie sich gegen das Benehmen der Staatsdiener auszustellen bewogen fühlen könnten". Im übrigen wird, so hoffen mir, das kleine parlamentarische Intermezzo bei der im kommenden Herbst bevorstehenden Kammerberatung über die Revision der landständischen Geschäftsordnung mit Veranlassung dazu geben, da st auch in diesem Punkte, wie hinsichtlich der Disziplinär- befugnisse des Kammerpräsidenten recht genaue und klare Bestimmungen getroffen werden. Absicht, ihn auf die Unzulässigkeit dieser Redewendung hin- zuweisen. Bevor dieses aber geschah, erhob der Minister Widerspruch dagegen, dast er vom Präsidenten in feiner •hebe unterbrochen werde und bestritt diesem namens der Regierung jedes Recht dazu. Ter Präsident erklärte dann spater, er habe das Verhalten des Ministers nicht rügen, Indern sich nur informieren und feststellen wollen, was der Minister gesagt habe. Er halte sich als Präsident jur berechtigt, auch den Regierungsvertreter jederzeit zu unterbrechen. In der landständischen Geschäftsordnung nun )inb die näheren Bestimmungen über die Kammerberatun- gen in dem Art. 39 u. ff. zusammengefaßt und da heißt es rm Art. 41, daß der Präsident berechtigt ist, „die Redner aus den Gegenstand der Verhandlung zurückzuweiseu und zur Ordnung zu rufen". Es wird nun aber in den Art. 39 bis 42 ausschließlich nur von den Rednern gesprochen, die Kammermitglieder sind und es wäre ja auch einfach absurd, annehmen zu wollen, daß dem Präsidenten auch das Recht zugesprochen werden sollte, den namens der Regierung auftretenden Redner zurückzuweiseu oder zur Ordnung zu rufen. Bon den „Mitgliedern des Ministeriums" ist überhaupt erst im Art. 43 die Rede, und da wird weiter nichts gesagt, als dast sie „während der Beratung, zu jeder Zeit, jedoch olsne Unterbrechung eines andern Redners, das Wort verlangen können" usw. Es ist also in der Geschäftsordnung nicht verboten, aber auch nicht erlaubt, den Regierungsvertreter in feiner Rede zu unterbrechen, und wir glauben, daß der Minister sich mit Recht darauf berufen tonnte, daß es nicht der Auffassung des deutschen Parlamentarismus entspreche, den Regierungsvertreter in der hier geschehenen Weise zu unterbrechen. Wirtlich erlaubt ist das unseres Wissens nur in Württemberg. Aber die Bestimmungen der dortigen landständischen Geschäftsordnung stehen auch im Gegensatz zur Reichsverfasfung (Art 9) und der preußischen Verfassung (Art. 60) nach denen der Minister oder Regierungskommissar „jederzeit gehört werden muß". Es wäre zudem auch ein etwas eigenartiges Beginnen, wenn der Präsident jedesmal, falls er den Redner nicht verstanden hat oder über dessen Worte im Zweifel ist, den Redner unterbrechen und um Auslünft ersuchen wollte. Dazu ist doch das in wenig Minuten übertragene amtliche Stenogramm eine viel einfachere Auskunftsstelle. Bei dieser Gelegenheit mag hier an einen kleinen parlamentarischen Vorfall bei der vorjährigen Etatsberatung in der Zweiten Kammer erinnert sein. Damals hatte bei Abg. Ulrich wieder einmal sein altes Steckenpferd nach Einführung einer starken Progression der Steuer für die großen Einkommen und Vermögen geritten. Der Regierungsvertreter, öef). Rat Dr. Becker, antwortete dem Abgeordneten auf dessen Angriffe ebenfalls mit mehreren scharfen Ausdrücken. Da nahm nach Schluß der Rede Präsident Köhler das Wort und sagte, daß er diese und jene Bezeichnung in seiner Rede beanstanden würde, wenn sie von einem Mitgliede des Hauses gebraucht worden wäre. Dar Einwand, der vielleicht erhoben werden "könnte, daß sich ja unter Umständen die Kammer beleidigende Aeußerungen eines Regierungskommissars gefallen lassen müßte, ist nicht zutreffend. Denn einmal hat die Kammer jederzeit das Recht, Protestbeschlüffe zu fassen oder Mißtrauensvoten zu beschließen, und andererseits ist den Landständen auch in der hessischen Verfassungsurlunde ausdrück- lich das Recht gewahrt, „diejenigen Beschwerden an den Tageskalcnder aus dem Jahre 1813. 6. Juni. Die preußische Landwehr wird $u 70 000 Mann neu organisiert. D. 150 Ter Skehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SiehcnerZc.nilienblStter: V v c n n n l iv 3d) cm (.Kr 2 i$; blattfürdenttrekSietzen (Dienstag und Freitag!; zweimal monnil. Landwirtschaftliche scitfragen Fcrnsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Exvedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Lin parlamentarischer „Zwischenfall". Aus Darmstadt wird uns geschrieben: der letzten Sitzung der hessischen Zweiten Kammer am Mittwoch tarn es zwischen dem Finanzminister Dr. Braun und dem ersten Vizepräsidenten Korell zu einem ^cn toir in unserem Kammerbericht über ine Mtttwochssitzung Ausführliches mitgeteilt haben Der -ganze parlamentarisch^? „Zwi scheu fall", wenn man das an sich wenig belangreiche Vorkommnis so bezeichnen will, ist zwar nach der beiderseitigen Beruhigung der Gemüter schließlich in befriedigender Weise beigelegt und vom >iam- merpräsidenten auch ausdrücklich als „erledigt" erklärt worden. Die Sache hat aber doch in gewisser Hinsicht auch cna zurück. — Denkmal für Strindberg. Tic Stimmen mehren jidj ni Schweden, die es nickt bei dem einfachen Kreuz aus ^trindbergs jchntucklo,em Grabe bewenden lassen walten, das NÄ der -richter selbit als Gedenk.zcichen gewünscht Hal Ter Errichtung einer prächtigen Grabzier und der Ueberführung der Ucberreitc an einen mehr hcrvorttctenden Crt als der Friedhof iKnf^rtnfrVar,tr! ■ftuf Strindberg den letzten Schlummer Matt, ltehcn allerdings die bestimmten Weisungen des Ber, ltorbenm entgegen. Der Lieblirrgsplan der Striiidberg-Gemeinde ihn neben einem anderen großen Sohn der schwedischen Erde' neben Bcllman, bcizusetzen, hat deshalb auch wenig An-rsicktt ^ogen *0£brent toten Dichter aus öffentlichen Mitteln ein Monumentaldentmal, zu dem der junge, begabte Bild- bauer Knut Iern jchon zu Lebzeiten Strindbcrgs die Skizzen entworfen hat, cmd,:et werden. Es zeigt einen nackten, herkulischen ^ungling, der mit, mutigem Schritt über einen mitten durchgebrochenen Felien steigt. Das ^lntlitz trägt Strinbbergs Züge 'r ausgejuhrl rind 20 Meter hach, soll es auf einer Klippt oberbalb des Stockholmer an oer Einfahrt zur Stadt sich erheben, weithin jichtbar. Als Strindberg den «Ersllingseittwutt des für ihn bechmmten Denkmals durch Zufall vor einigen Jahren Su feben befanT, wurde der für stine Person gründ bescheidene Dichter Itt hi r* '‘RI n r t a , < - ■ Ä 2 ____11brock immer wieder rn die Worte auv: „Wa^, wurden meine Kinder dazu sagen'" — Bon der S ch r ö de r - S t r a n tz - H i l ss e r p c di - tron Entgegen tum unrontrvlli.wbarcn Zeitungsgerüchten lies vom Lcitlw der Schroder-Strantz-Hilssexpedition, Starrud, fol- ÄmÄÄ D°m 1 -uni aus Spitzbergen bei rnnh"®biACnÄCr^n der Mmmtbay über Sassenbah-Hinter- lanb via Postgleticher Svansberg, F.old-51hxbenibcrg nach Machsorsckungen Schröder-Strantz Nord- wtland Teilnehmer unb: Daniel Rois, Ellingsen, Johann Rors, ,Hilmar Nielsen, 16 Hunde, drei Schlitten Hab^n mit ”aomföCe Btiorgt” $CUt,"d,C ©»in^egento^nad, i n n t e r n a t io n a l e r Kongreß für Reu- t) ck i a t n e und Psychologie wird von bei a neurosogijcheil^ Aejellschast. einem -Austrag des .Eongrejses 190/ entsprechend, vom 7.-12. September 1914 tn Bern veranstaltet werden , ~ “r»£ Nachrichten aus Kun st und Wissen- r /'-'n X.er .Vorhalle des Ävnzer'sa-^ es der Königlichen Hochschule für Munk in Berlin sand nm Donnerstag die Enthüllung des I o sep h-I o a ch rm-2 e n t ma l s statt. Als Bettreter des Kaisers war Prins August Wilhelm erschienen. schlie,stich der Aq u a r cl le. Umsangreick.'r als gewöhnlich reprä- i)ic d l a sti k, der man den weilen Raum des BeMbuls Tür eine größere Anzahl monumentaler Arbeiten ein- geräumt bat, rvährcnd die kleineren Werte in den verschiedenen <2alen verteilt sind: doch ist darunter nichts gerade Ueberwältigen- des vorhanden. In der reizvollen Gruppierung der ausgestellten Kunstwerke und im intimen Arrangement der Räume mit Be- wnung des nationalen Gepräges fönnen wir Deutschen diesmal viel vom Ausland lernen, hauptsächlich von der Schweiz, von Dänemark, Holland und Belgien. Im deutschen Flüge! überwiegt an Zahl die M ü n ck c n e r K ü n st 1 e r g e n o s s e n s ch a s t, während man der ebenfalls reichhaltigen Münchener S e z e s - Hon anerkennen must, daß sie im ganzen bedeutend.r ausgefallen ist, ohne jedoch irgend etwas Auftcizendes oder zu Kunst- debaticn Herauswrderndes zu enthalten. Die Zeiten, wo stür- miicke Aencrer solch: Kämpfe heroorriefen, sind hier längst vor- bci. Man bewegt sich auch in der Sezession heikle in rubigerm Bahnen und meidet ckrtravaganzen. Die gleiche Bemerkung kann man auch bei den Sondergruppen Bayern und Luitpold- gruppe machen. * Huns Begc. — Das 4 8. Deutsche To n kü n st l e r f e st, das in Verbindung mit der Generalversammlung des Allgemeinen deutschen Mustlvercins vom 3. bis 7. Juni in Jena stattfindet, hat am Dienstag abend mit einem Orchesterkonzert im Großen Saale des Bolls hau> es begonnen. Das Konzert, dem etwa 1500 Personen beiwohnten, wurde durch die Anwesenheit der Protettottn, der Großherzogin Feodora von Sacksen, ausgezeichnet. Ain das Orchenerkonzert schloß sich eine B.'grüstungsversammlung im Theatcrwal. Ansprackren lnelten Gckzeimer Meoizinalrat Professor Dr^ ^-tnitzing nameits der Akademischen Konzertkommission und Erster Bürgermeister Geheimrat Dr. Fuchs immens der Stadt ^ena. Generalmusikdirektor Dr. Mar Schillings, der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Michikvcreins, dankte für die De- grüßrnlgen. Das außerordentlich stark besuchte Fest wurde am Mittwoch mittag durch ein Kammerkonzert im akademischen Roiensaale wttgesetzt. Durch die Länge des Programms und die hocknommerlichc Hitze fiel das Konzert, obwohl es im einzelnen Protze Höhepunkte hatte, ab. Abends brachte ein Sonderzug die Teilnehmer nach Weimar zur Festvorstellung im Hostheater. Es wurde „Lanval", Minnelied in zwei Elften und vier Bildern nach der altfranzösischen Dichtung von Maurice de Franec, Tert von M. Mauttce, deutsch von Hans von Gumppenberg und Musik von Pierre de Maurice, gegeben. Der Mend wurde mit Liszts Festgesäiigcn eingeleitet. Die musikalische Leitung hatte Hof- kapellmeister Peter Haase: die Inszenierung des Minneliedes Generalintendant v. Schlierbach fand vielen Beifall. Die Aufführung befriedigte allgemein. Im Künstlerhause fand hierauf Per Spionagefan Redl im österreichischen Abgeordneteuhanse. Wien, 5. 3uni. Im Ülbgeordnetenhause beantwortete der Landesverteidig nngsmini ster Freiherr von Georgi zn Beginn der Sitzung die Interpellation betreffend den Spionägesall Redl. Der Wtmister führte aus: Ichinöchte am liebsten einen undnrchdringlichenSchleier über die Angelegenheit breiten. Redl hat sich selbst gerichtet, doch ber Tod ist feine Sühne für die Ungeheuerlichkeit seiner Schiild. Alls Grund der bisherigen Ergebnisse der nülitärgcrtd)t- lichen Untersuchung stellte der Minister ausführlich den Sachverhalt dar, wobei er die Behauptling widerlegte, die Militärbehörden hatten die Absicht, die Aiigelegenheit zu vertuschen. Ter Minister stellte weiter fest, daß Redl in der vorgefaßten Absicht, Selbstnwrd z»l begehen, nach Wien gcfommcn fei. Er teilte seinem langjährigen Frennde, dem Generaladvokatcn seine Absicht mit der Begrüildnng mit, daß er sich gegen die Moral und die Standeschre vergangen habe. Tie Militärkonunission traf um 12.30 Uhr nachts im Absteige- qiitirticr Redls ein, wo Redl mit den Vorbereitungen zum Selbslinord beschäftigt war und die Schuld etngcflani) und zugab, daß er ;edoch erst in jüngster Zeit, veranlaßt durch eine unheilvolle Leidenschaft, Spionage getrieben habe. Auf das entschiedenste verneinte er, daß er Mitschuldige habe. Nachdem ihn die Koininission verlassen balle, verübte er Selbstmord. Die Dnrcl.snchuiig der Prager Wohnnng, lieferte den Beweis, daß Redl mehrere sich auf d i e Dl o b i l i f i e r u n g beziehende Instrnk tion en allgenicincn Inhalts an ?lgcnten einer fremdeuMacht verkauft hat. Tie ersten Spuren von Redls Verbrechen gehen bis Alärz 1912 zurück. So schwer diese Tatsache auch wiegt, kann doch festgestellt werben, daß konkrete Kriegsvorbcreit ungen ans letzter Zeit nicht verraten werden konnten, weil sie Redl i'ibcrhaupt nicht zugänglich waren. Bisher sind keine Dlitschnldigen festgestellt worden, denn dem verhafteten Leutnant, der zn Redl in homosexuellen Beziehungen gestanden haben soll, konnte bisher keine Spionage nachgewiesen werden. Die Gerüchte, daß höhere Ofsizicre und eine Dame kompromittiert seien, sind falsch. Redls Verbindung nut dem russischen Konsul in Prag ist durch nichts erwiesen: auch bestehe fein Zusammenhang mit anderen Spionagefcillen in der letzten Zeit. Tie Gerüchte, daß Redl Geheimnisse der deutschen Armee verraten habe, sind falsch, ebenso die in der Presse aufgetauchte Behauptung, daß Redl zn Verhandlungen mit deni preußischen Generalstabe entsendet worden sei. Die glorreiche Armee sei hatt getroffen worden, aber die Schmach eines einzelnen könne nicht der Allgemeinheit zur Last fallen. Der Minister erfinde, er sei überzeugt, daß der Armee wegen dieses einen Unglücksfalles das ihr so kostbare Vertrauen der Be- völfernng und die Hochachtnng der fremden Armeen nicht geschmälert werden könne; das erstere werde sic stets rechtfertigen und zu verdienen trachten, die letztere, wenn es gelte, vom Gegner zu erzwingen iviffen. Ter Minister versicherte schließlich, dav die Militärverwaltung die aufgefmibeneii Spuren mit aller Zähigkeit verfolgen, unb wo nur ber geringste Verbacht rege wirb, mit brako- nÜcker Strenge eingretfen imb jeben Schübling wie mit alühenbein E'sen beseitigen werbe. Ter Antrag des tschechischen Sozialisten 91611160, die Aussprache über die Anfrage zu eröffnen, ivnrde abgelegne Elfte internationale Uunftaussteilung in München. Unser guter alter GlaSpalast, der nach eiter kürzlich vor- gciioinmcricn Erneuerung seinem Zwecke viel besser dient, als die hauslg laut lverdenden Wunsche nach einem neuen Münchener KunitamsstellungSgebäude vermuten lassen, bringt uns zwar jeden Sommer nun fdjion feit einer Reihe von Dezennien eine große Kunslsckxru, eine internationale jedoch nur alle vier Jahre. Etn solches Jahr ist 1913, daS auch die. umfangreichste Ausstellung bringt, die Mmrchen jemals gehabt hat. Man hat deshalb, um mehr Wandfläche zu gewinnen, nicht nur einige der größten Säle durch Einbav.tcn um eine Anzahl von Einzel räumen vermehrt, fonbern auch durch einen Anbau den Glas Palast um drei neue große Säle bereichert. Dadurch ist erreickst worben, daß die Riesen fülle der Kunstwerke — der Katalog zählt 3587 Nummern — in einer geschmackvollen Anordnung und Writräumigkeit unter« gebracht werden könnte. 3dion die erste Durchwanderung ber nahezu hundert Säle und Kabinette gibt dem Beschauer die Ueberzeugung, daß der Ostslügel, der der deutschen Kunst eingeräumt ist, nicht etwa nur durch seine größere Fülle an Emzelw-erlen der 9ülSlandsAusstellung überlegen, sondern dieser auch mindestens ebenbürtig ist. Interessanter aber ist zweisel- los der Wcstflügel, der Gelegenheit gibt, Vergleiche zwischen dem heutigen Stand der bildenden Künste fast aller Länder Europas zu ziehen; leider fehlt indessen das britische Reick vollständig. Bon den Ballcrnvölkern, die augenblicklich mit andern Dingen als den .Künsten und Wissenschaften des Friedens besänftigt sind, ist lediglich die Türkei mit einer kleinen, aber gewählten Aus- fteUung vertreten. Bei den Schweizern fällt vor allem ber starke H od l ersehe Einfluß auf den jüngeren Nachwuchs auf, der allerdings nicht immer zum Glück ist, sondern nur zu oft den Stempel mißverstandener Auffassung trägt. Bei den Spaniern fesselt in erster Linie Zuloaga, — Frankreich s großer Saal ttitt diesmal einige lÄittäuschung iTcrtror: es ist nichts darin zu finden, was den guten Durchschnitt übersteigt. Belgien schnei- dtt unbedingt bei den: internationalen Wettbewerb besser ab. Auch I t a l i e n , Rußt an d und Schweden bieten viel Gutes, wobei namentlich die kräftige Hervorkehrnng nationaler Eigcnatt bäckst wertvolle Anregung gibt. Vortrefflich ü errieten ist Deutsch-Oesterreich, während die weit davon getrennt aus- slellenden Ungarn wenig Bemerkenswertes aufzuweisen haben. In allen Mteilimgen, sowohl der beutiefjen _wic der ausländischen, überwiegt natürlich wie immer die Staffeleifunft, wo- b.'i die Technik der Oelmale^rci noch immer bevorzugt wird, -lock ist auch die Zahl der Temperagemälde keineswegs gering, lind gerade bei diesen begegnet man vielen äußerst tüchtigen Stiftungen. Zn eingeix-nben Studien verlockt die in der Aus- uellung ziemlich rctchlid) vertretene graphische Kunst ein- §reitaa, 6. Zuni 19(5 Bezugspreis: nwnatlich7ö Pf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Slbbole- iu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Alk. 2.—viertel- jährl. auSjchl. Bcstellg. Zcilenprcis: lokal 15 Pj^ auswärts 20 Pfennig. Cheftebaftcur: 21 Goetz. Verantwortlich für ben . .. . General-Anzeiger für Gberhefsen WBS Xnnabme vcn Anzeigen , „ . _ v ' ^Gerichtsfaal": K.Neu- für die Tagesnummer vrarionsorncr vns Verlag oer oruyl fchen Unkv.-Vuch- UN- Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: §chulftrake 7. Kn!f): iur .Stabt und bs «-mi-w,, - vüdlnge«: Jernipkecher Nr. 269 Eejch-istrstrll- bahnhosüratze 16a. Deutsche» Reich. Begegnung des Kasiso-rs mit dem König von , Italren. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Das it Lli e niscy e Königspaar wird int Sommer den Besuch des schwedischen Königs Paares in Stockholm erwidern. Auf der Hinreise nach Stockholm wird die Begegnung mit dem Kaiser in Kiel Anfang Juli erfolgen. In der Thu-onfolgefrage des .Herzogtums Braunschweig veröffentlichen die amtlichen „Braunschweigischen Anzeigen"'eine Erklärung der Landesregierung, ivelriie besagt, daß am 31. Mat eine Sitzung des Llusschusses der 'Landesversammlung stattge- funden hat. In der Sitzung utachte Staatsminister Hartwieg mit der Zustimmung des Reichskanzlers und der Mitglieder des Ausschusses vertrauliche ausführliche Mitteilungen über die Verhandlungen, die zwischen dem Reichskanzler und Staatsminister wegen der politischen Zukunft des Landes statt- fandeu. Alle Vorgänge von politischer Bedeutung für die Regelung der Thronfolge im Herzogtum erfolgten unter Mitwirkung der herzoglichen Landesregierung. Der Großherzog vvn Baden in Bremen. Der Senat von Bremen gab am Mittwoch abend zu Ehren des Großherzogs vvn Baden ein Festmahl im Rathause, an dem außer dem Großherzog die hier weilenden badischen Staatsminister und Würdenträger, Staatssekretär (Großadmiral v. Tirpitz und eine Anzahl Herren aus den Kreisen der Industrie und Schiffahrt teilnahmen. Der Großherzog verließ das Rathaus kurz vor 10 U.hr und reiste um 10 Uhr 2 Min. zurück. Eine Jubiläumsgabe des Reichsgerichts für den Kaiser. Das Reichsgericht überreicht dem Kaiser zu seinem Regie- ruugsfubiläum eine Glückwimschadresse, die von drei Leipziger Künstlerinnen angefertigt ist. Ter grüne Ledereinband mit Reichsadler in Goldpressung ist von Charlotte Anger, die Widmungsschrift in gemalten Lettern auf Pergament von Margarete Bartsch und die Tiefenradierung von Hela Peters ausgeführt. Ruslanv. Prinzregcnt Ludwig von Bayern beim Kaiser Franz Josef. Aus Wien wird gemeldet: Auf der großen Galerie des Schönbrunner Schlosses fand zu Ehren des Prinz- regenten Ludwig von Bayern und seiner Gemahlin Galadiner statt. Ndack der Tafel brachte der Wiener Männer- gesangvereill den Gästen vor dem Schönbrunner Schlosse eine Serenade dar. Die ungarische Kabinettskrise. Dler Kaiser Franz Josef hat den Rücktritt des Kabinetts Luka cs angenommen und Lukacs mit der provisorischen Weiteriührung der Geschäfte betraut. Ter Kaiser wird demnächst den Präsidenten des ungarischen Abgeordnetenhauses, Grafen T i s.z a und den Präsidenten des Magnatenhauses, Frciherrn von I o s i k a empfangen, um ihre Ansicht über die Lösung der .Krise zu vernehmen. Die französische Kammer und die dreijährige Dien st zeit. In der Sitzung der französischen Kammer am Donnerstag erklärte das frühere Mitglied des Kabinetts Briand, Andre Seien r e, er glaube an die Möglichkeit eines plötzlichen Angriffes durch Deutschland. Wenn Deutschland nicht unvermittelt angriffe, werde es überhaupt keinen Krieg führen. Sich vor einem solchen Ueben'all zu schützen, heiße den Frieden sichern. fBetfall im Zentrum und einem Teil der Lmkeic.) Der Redner setzte hinzu: Selbst toenn Metz und Straßburg noch französisch wären und Deutschland vom 1. Oktober an seine Effektivstärke auf die angekündigte Zahl bringen würde, würde ich für die neuen Rüstungen stimmen, denn es handelt sich allein darum, die Zukunft zu regeln. (Beifall.) Tissier bekämpfte die Argumente Lcyevres und betonte namentlich, daß die Riederlage von 1870 nicht dem damaligen Parlamente znzusckn-eiben sei, sondern gewissen Offizieren tntb der kaiserlichen Politik, und protestierte gegen dte Flottenentsendung nach M a r o k ko. Kriegsministcr Et i e n n e sagte: Wenn wir nicht in Marokko wären, wer, so frage ich Sie, würde dann dort sein? Tie Kummer vertagte die Weiterberatung auf Montag. IM englischen Unterhaus sagte im Laufe der Aussprache über den Heeresvoranschlag der Krkegsmimfter Oberst Seelh, daß die britische Luftschifffahrt im Laufe des Jahres beträchtliche Fortschritte gemacht habe und jetzt an dritter, wenn nicht an zweiter Stelle unter den Rationen stände in der Anzahl der ausgebtldeten Flieger, der eigenen Maschinen und der Ausbildungs- Organisation. Vie Londoner Lnedensverhandlrrngen. . London, 5. Juni. Wie das Reuter-Büreau erfährt, hat btc heutige Sitzung der Botschastervereinigung 2’/2 Stunden gedauert. Darauf hat sie sich auf Montag vertagt. Es würben beträchtliche Fortschritte erzielt, sowohl hinsichtlich einer Einigung, betreffend die schwebenden Fragen über das albanische Statut und dte 'Loüdgrenzcn Albaniens, als auch über die Zninnft der ägäischen Jnscß Die meisten dec ägäischen Inseln würden an Griechenland übergehen, aber die beiden den Dardanellen am nEten liegenden würden der Türkei verbleiben. -Bulgarien würde Tharsos erhalten. Tann werden von Griechenland G-aran- tten verlangt werden, daß die Klein-Asien benachbarten Inseln nicht als ^militärische oder Flottenstützpunkte venvendet tvcroen. Dte von Italien besetzten Inseln werden der Türkei übergeben, lobald dte aus dem Friedettsvertrag von Saufmtne hervorgehendcn dvn der Türkei in Tripolis erfüllt seien, und die Machte werden dann dahin wirken, daß die Inseln übergeben werden. wanderanssteAuna der Deutschen Landwirtjchaftr- Gesevschast in Straßburg. S t r a ßb urg , 5. Juni. Die l>eute lster zur Eröffnung kommende 26. Wanderausstellung der Deutschen Landwirtfckasts- gesellschaft nmrde gestern durch einen Begrüßungsaberä) eing-eleitet. Rach herzlichen Begrüßungsworten brachte Bürgermeister Dr. o d) )o a n h c r cm Hoch auf die dattt'chen Landwirte aus, welche namens der Zentralleitung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschffr RlttcrMtastsrat v. Freier mit einem Hoch auf die Stadt Straßburg und deren Benvalttmg erwiderte. Ter Fremdenzufluß mackste sich [djon in früher Stunde in den Straßen bentcrfcar. Im Anschluß an die Wanderausstcllung wird u. a. etuc Gesellscktaftsreise durch die Rheinpsalz und die Rhein- Provinz vorn 0. bis 22. Juni veranstaltet. In seinersT röffmrngs- ansprache drückte der kaiserliche Statthalter Graf v. Wedel namens der Leitung der deutschen Landwirtschaft seinen Dank dafür aus, daß der Kaiser durch Abordmmg seines Sohnes zu dteser Eröfirtungsieier aufs Reue sein tätige» Interesse für die deutiche und insbesondere auch für die elsaß-l-othrritgifche Land wirtichast^bekundet habe und schloß mit einem Hock» auf deni darnach ergriff Prinz Joachim von Preußen das xbort. Er gedachte als Vertreter des Kaisers der hohen Bedeutung der elsaß-lothringisck)en Landwirtsckmft und wünschte der ^isstelluug besten Erfolg. RamenS der landwirtschaftlichen Verwaltung Äsas.-Lothringens sprach daun Freiherr Zorn von Bulach. Inzwischen Ixirrten vor der Halle eine Halbbatterie Feldhaubitzcn mit ihren Prachtgespannen, sowie eine ausgesuchte Vrobeanzahl von Kavalleriemann schäften in Feldausrüstung zu Pferde der Sorfiiljrung, um zu zeigen, welch vortreffliches Pferde ".taterial der Armee aus dem Lande geliefert wird. Später verteilten sich die offiziellen FestMtc in die einzelnen Kost- probehallQU. Arrs StaOt LsnS» Gießen, 6. Juni 1913. ** Ordensangelegenheit. Der Großherzog hat dem außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am preußischen Hofe Geh. Staatsrat Dr.-Jng. Frei- Herrn v. Biegeleben zu Berlin die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des chm von dem König Don Preußen verliehenen Kronenordens 1. Klaffe und dem Legationssekretär an der Deutschen Botschaft zu Washington Dr. Shzrt Fveiherrn v. Lersner die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem Präsidenten der Französischen Republik verliehenen Ritterkreuzes der Ehrenlegion erteilt. ** Post - Personalnachrichten. Versetzt wurden: die Postassistentett Beulshausen von-Schöningen nach Schlitz, Finck von Gieboldehausen nach Gedern, Keller von Bingen nach Frankfurt (Main), Pot he von Holzminden nach Schotten und S ch a ab von Trier nach Bingen; die Telegraphengehilfin Karnauke von Darmstadt nach Kottbus. — Ernannt wurden: Postinspektor Deutler in Darmstadt zum Ober-Postinspektor; die Ober-Postprakti- kanten Dox in Mainz und Schneider in Darmstadt zu Telegrapheninspektoren. — B e standen haben: dte Post- fekretärprüfung Ober-Postassistent St r ohau er in Mainz; die Postasfistentenprüfnng die Postgehilfen Bechtel in Wörrstadt, Frank in Vilbel, Fr'eyer in Gernsheim, Heyl in Oppenheim und Stahl in Darmstadt, sowie die Postanwärter Sy de tum in Friedberg und Weitzel in Nidda. — Angenommen wurden: zur Telegraphen- geyilfin Kried in Darmstadt; zu Poftagenten Bürgermeister D i e h l m an n in Ober-Schmitten, Barbier Fink in Bruchenbrücken und Landwirt Fritz in Harheim; zur Postagentin Frau M i tz e in Eichelsdorf. ** TieRede des Herrn Oberbürgermeisters Mecum bei der Feier zur Erittnerung an den Befreiungskrieg hat dem Mainzer Zentrumsblatt Anlaß zu lautem Protest gegeben. Oberbürgermeister Mecum hatte von den Feinden des inneren Friedens gesprochen und dabei die Aeußerung getan, „der Jesuitismus arbeite gegen das protestantische Kaisertum". Das „Mainzer Journal" sieht darin einen „schweren Verstoß" und meint, Herr Mecum habe unter Jesuitismus wohl den Katholizismus verstanden. Als ob es nicht auf der Hand gelegen hätte, daß einfach die Zentrumspolitik gemeint war, die doch in Wahrheit nur zu oft ihre Antriebe nicht aus der Treue für das Kaisertum, sondern aus der vollständigen Abhängigkeit von der römischen Hierarchie empfängt! Wie das „Mainzer Journal" zu der Fälschung kommt, schon der „farblose Gießener Anzeiger" habe Herrn Mecums Worte als eine „unglaubliche Taktlosigkeit" bezeichnet, ist schwer begreiflich. Eine derartige Kritik hat uns ganz ferne gelegen. Die Leichtfertigkeit, mit der das „Mainzer Journal" die Worte des Oberbürgermeisters Mecum verdrehte und schlankweg erfundene Zitate aus dem „Gießener Anzeiger" lolportiert, ist erstaunlich. Daß es dabei unser Blatt als „farblos" bezeichnete, nehmen wir ihm nicht übel; wir können freilich nicht so dick auftragen wie diese Parteigängerin Erzöergers. '* Die Arbeiten auf dem Festp la tz sind dank der energischen Tätigkeit des Architekten Nikolaus tind des Zelt- sabrikanten NieS von Mainz und dec eifrigen Arbeit der zur Verfügung gestellten Soldaten so rasch gefördert worden, daß man von den Spuren des Sturmes kaum noch etwas sieht und die Festbauten beim Beginn des Festes unter allen Umständen wieder vollständig hergestellt sind. ** Für die jüdischen Mannschaften des Regiments si'.:det der Feftgottesdicnst zur Jahrhundertfeier am Samstag, vormittags 8y2 Uhr, in der Synagoge (Süd- Anlage) statt. ** Die Metzgerläden sind am nächsten Sonntag bis 1 Uhr mittags und abends von 5—7 Uhr geöffnet (Wegen der Bestellungen für Sonntag siehe Anzeige.) W e 11 b e m c r b. Der hiesige Ortsgewerbeverein hot unter den Künstlern. Ober Hesse ns einen Wettbewerb für ein Plakat für die Gewerbeausstellung 1914 ausgeschrieben. Die Bedingungen für diesen Wettbewerb werden von dem Vorsitzenden des Gewerbevereins (Bergslr. 21) auf Wunsch kostenlos übersandt. _** Erfolge der oberhessis chen Ziegenzucht aus der Wanderausstellung in Straßburg. Tie vom Verbände Oberhesfiscker Ziegenzuchtvereine mit 19 Ziegen beschickte Wanderausstellung zu Straßburg hat in scharfer Konkurrenz mit den renommiertesten Zuchten Deutschlands einen durchschlagenden Erfolg erzielt. Aus 19 in Einzelklassen bewerb ung'sfähige Ziegen entfielen folgende Preise: Klasse 1. Böcke vor dem 1. 1. 12 geboren: ein 1. Preis mit 90 Ml. und 2 Anerkennungen: Klasse 2. Böcke nach dem 31. 12. 11 geb.: ein 1. Preis mit 60 Mk.; Kl. 3. Aeltcre Ziegen: zwei 2. Preise ä 60 Mi., ein 3. Preis mit 40 Mark und eine Anerkennung; Kl. 4. Zweijährige Ziegen: ein 2. Preis mit 60 Mark und ein 3. Preis mit 40 Mark; Kl. 5. Einjährige Ziegen: ein 1. Pr. mit 50 Mk. und ein 3. Pr. mit 30 Mk. Im Sammlungswettbewerbe befanden sich 3 Böcke, 12 Ziegen und 6 von letzteren ab stammen de Lämmer und errangen wegen ihrer Ausgeigilichenheit und hervorragenden Zuchtqualität einen Sammlungspreis von 90 Mt. Insgesamt heimste der Verband 580 Mk. ein und befesttgte von neuem das Renommee, welches er sich durch seine Leistungen schon auf frühereit Ausstellungen erworben hat. '* Das Verzeichnis der Fern sprech stellen in Gießen, das die Firma Ernst Balser alljährlich heraus-- gibt, liegt nunmehr vor. TaS neue Verzeichnis ist zwei Seiten stärker geworden als daS vorjährige. Die Uebersicht- lichkeit des Verzeichttisses ist bekannt, sie ermöglicht daS Aus- iudjen der einzelnen Fernsprechstellen in kürzester Zeit. *' Maschinen defekt. Der heute früh 5.44 Uhr abgegangene Zug Gießen—Gelnhausen mußte infolge eines MaschinendesekteS wieder in die Station zurückfahren. TeS- halb mußte der von Gelnhausen kommende Zug auf einem 'Rebengeleise bei Garbenteich so lange halten bleiben, bis der Zug von Gießen die Strecke passiert hatte, wodurch dieser Zug beinahe eine Stunde Verspätung erlitt. ** Der Brief eines Fremden le gionärs. Von cmem hiesigen Einwohner wird uns folgender Brief eines Fremdenlegionärs zur Verfügung gestellt, den öic|er an seinen Bruder geschrieben hatte: Du wirst erstaunt sein, uxieber einmal nach fast emjährigem -Wwetgen einmal von mir etwas zu Hörem Daß ich Dir hm erNaren will Als ich im vorigen Jahre mir von Dir meine gtufen nach dem. Hotel de la Porte, wo ich in Stellung bvar, lanarn lieft, um nach Cbamonin in eine andere Stellung ein- yittretcn, postierte mir das Unglück, in die Fremdenlegion enga- giert zu werden. Dieses geschab so. -Als ick noch einen Tag tret bis zum Eintreten in Chamvnin hatte, traf ich hier noch drei bekannte .Kollegen, mit diesen machte ich einen Ausflug. Wir Dir vielleickt bekannt sein wird, ist direkt hinter Genf die französische Grenze. Als wir am Abend zurückttbrten und ib der Nähe U9n der Grenze in einem Restaurant Halt marinen, gesellte sich ein Mann zu uns, der sich auch als Hotelangestellter ansgab und ziemlich gut Deutsri, sprari), so daß wir feinen Argwohn aus ihn litten. 5r spendierte uns Wein, solange bis wir alle tner schwer betrunken waren. Sodann verließ er mit uns das Restaurant, wie es schien halte der Wirt auch gar keinen Argwohn, da er meinte, wir wären Kollegen. Aber dieser Schwindler hatte uns über die französische Grenze gebracht. Wir aber wußten durch unseren Suff nicl-t, was mit uns gemacht wurde. Am anderen Morgen erwachten wir in einem Eisenbahngepärkwagen unter der Bewachung von französischen Soldaten. In Marseille angenommen, wurden wir in einem Haus 8 Tage gefangen ge- l-alten, nro mit jedem Tage immer mehr dazu kamen. Als wir eines Nacl)ts auf dem Schiffe verladen wurden, so waren wir ungefähr 23 Deutsche darauf. Unter frijarfer Bewachung fuhr dann das Sristff nacl) Algier aus. Erst ungefähr 2 Stunden n w Algier ließen sie die Bewachung nach, da sie siri> jetzt sicher glaubben. -Wir 4 waren auf der ganzen Reise zusammen und wir faßten den Plan, so bald wie möglich zu slüri>ten. Bis war ungefähr eine Stunde von Algier fort waren, hatten wir heimlich 4 Rettungsringe, die wir uns umschnallten und daun kopfüber ins Wasser sprangen. Durri) das Plätsrirern vom Wasser wurden sie auf merksam durch uns. Sie fingen, an, auf Uns zu schießen, aber durch die Wellen, die der Dampfer schlug, mürben wir hin und her geworfen, so daß sie fein sicheres Ziel hatten. Ws sick vlötzßcl» ein von Algier kommender Dampfer der Hamburg-Amerika-Linie zeigte. Der französische Mächte sich so srimell ivic mögliri> fort. Wir riefen nun laut um Hilfe, was auch gehört wurde; dies? setzten dann ein Boot aus, das uns glücklich an Bord des Dampfers bradyte. Ws wir dem Kapitän alles erzählt hatten, steckte er uns in Matrosenlleidung, wo wir am sichersten waren. Ein dentsrijer Baron, der auf dem Dampfer war und 1 Stunde von Marseille eine Villa, hatte und sehr angesehen um. Dieser bestellte telegraphisch sein Älutomobil, womit er uns über die Gren'.e nach Spanien brachte. Hier wurden wir einzeln in Villas verteilt, wo wir uns verpfliriüen mußten, nichts nach außerhalb zu schreiben, damit nicht der Verdarist auf j>en Baron falle. In diesen Villas waren mir nun bis zum 18. April, wo wir bann gehen konnten, wo wir aber fein Zeugnis bekamen und nur so viel Geld, daß wir unsere Reise bis hier her bekamen unb nod| etwas Geld, damit hoben wir noch 8 Tage gelebt. Nun habe, ich gar nichts mehr. Ein Engagement nach Chamonin bin ich jetzt eingegangen für den 20. Juni und ich mußte da meine Zeugnisse abgeben, so daß ich jetzt fast gar keine Stellung befummc. Könntest Du mir vielleicht 40—50 Fr. schicken, was ich Dir ganz bestimmt von El-amonin zurückerstatte. Ich wohne jetzt bei einet Schneiderfamilie Faist Rue des AlpeS 41. Wenn Du mir das Geld srisicken willst, so schicke >es mir bitte telegraphisch, aber Poste restante. Landkreis Gießen. s. Londorf, 4. Juni. Dieser Tage weilte Provinzral-Rab- bincr Dr. S a nder aus Gießen hier und predigte im Morgen- gottesdienste in der neu hergerichteten Synagoge. In trefflichen Worten wies er auf die Hobe Bedeutung des Gotteshauses hin, das freilich immer Opfer erfordere. Für unsere Gemeinde ein immerlsin großes Opfer bedeutet auch die Renovierung unseres Gotteshauses. Nachdem etwa 35 elettrische Flammen angebrarip worden waren, ist eine gründliri>e Jnnenausbesserung vorgenomm.'n worden. Die Fußböden sind mit Linoleum belegt und das ganze Gejiuhl ist neu gestrichen worden. Decke und Wände sind schön gemalt worden. Die Malerarbeit ist von MalerwLister W. Bräu ninger aus Lollar aus geführt worden. Der Gesamte ind ruck des Maumes ist sehr schön, besonders gelungen sind die Malereien am Älllerheiligstcn. Kreis Büdingen. -k Michelnau, 5. Juni. Der Schwiegersohn des jetzigen Bürgermeisters, Landwirt Hch. Bach, wurde cin- l'lininug zum Bürgerm e i ste r gewählt. Fast säinM)c Wahlberechtigte stimmten ab. -k Ober-Widdersheim, 5. Juni. Ein hiesiger Gewerbetreibender sandte seinen Knecht mit 100 Mark zum Bahn Hof, um die Fracht für einen Waggon Kohlen 5U bezahlen. Dies tat der Knecht aber nicht, er suchte mit dem Gelde das Weite. Von dem Burschen, der aus Frankfurt stammt, fehlt jede Spur. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 5. Juni. Die hiesigen ehemaligen 116er werden nächsten Sonntag bei der Jubelfeier in Gießen | geschlossen antreten, begleitet von der 44 Mann starken Kcchclle der Musikschirle. — In der Nähe der Zuckerfabrik hat eine hiesige Großfirma einen Weideplatz für Ochsen, >^ühe und Rinder eingerichtet, mit dem eine Verkaufsstelle verbunden ist. w. Friedberg, 5. Juni. In einem Bau- b u r e a it in der Mainzcrtor - Anlage wurde heute Nacht eingebrochen und 1700 Mk. gestohlen. Von dem Dieb, der mit den Räumlichkeiten vertraut gewesen fein muß, hat man noch keine Spur. r. Bad-Nauheim, 4. Juni. In jedem Sommer weroen hier zahlrciclie W ä s ck,e - D i e b st ä st l c ausgeffibtt, und babnrd) werden viele Hausl-altungen auf das empsinolichste geschädigt. In den meisten Fällen nimmt die Oeffentlichkeit iwn derartigen Voröommnissen wegen ihrer öfteren Wiederkehr kaum noch Notiz. Ein Diebstah! aber, der heute nacht ausgeführt wurde, erregt denn doch das größte Aufsehen. Aus dem Garten bo Amtsgerichts, der etwa 3 0 Sckritte vom Poli z eia m t entfernt, am Ausläufer der Varlstraße liegt, entwendeten Diebe Wäsche und K-teidungssttile im Werte von 7 00 M a r k Ein von Friedberg herbei gerufener Polizeihund nahm Spur und verfolgte diese bürd; einige Straßen, bod) hat man einen bestimmten ^ater bis icttt nicht fassen können. — Einem ost geäußerten Wunsch unterer Kurgäste entgcgenloinrnend, wird der Kurbirektor von dreier Woche ab, in Zwischenräumen von 1 Weckern ZU großen Saal des Konzerthauses einen Ball veranstalten, an dem vva-ste rm Promenadenanzug teilnehmen rönnen. Sonst wurden nur Gaste im Gesellsckaftsanzug zugelassen. u , 5. Juni. Bei der heute im Rathaussaal ftattgchabten Ergänzun-gswuhl des evan-gelischen Kirchenvorstandes wurden die seitherigen Mitglieder: Bnrger- mei)tct" Flach, Beigeordneter Hadermann, Oekonom Herrn. Reitz und Medpffnalrat Dr. Vogt von den Vtitgliederit der Kirchenvertretung wieder- und Bureau vor steh er Metzger neugetvählt. Als Synodevertreter wurden Rentner Arnold Stettchäuser als Abgeordneter und Bürgermeister Flach als Stellvertreter wiedergewählt. Starkenburg und Rheinhessen. Zwei Antowobilunfälle. bs. Darmstadt, 5. Juni. Heute nachmittag um 7,6 Uhr ereignete sich zwischen Hahn und Wembach ein 9lu tom ob i(un fall, der glücklicherweise ohne schwere Folgen blieb. An dem Automobil des Kommerzienrats Göbel von Darmstadt versagte plötzlich die Steuerung und der Wagen überschlug sich. Nur dadurch, daß die sechs Insassen gegen ein Gebüsch geschleudert wurden, sind sie vor Verletzungen bewahrt geblieben. Der andere Unfall trug sich um 5 Uhr nachmittags bei Bickenbach zu. Durch einen Pneumatikdefekt des Hinterrades überschlug sich daS Automobil des Hamburger Großkaufmanns Max Puls, in dem sich zwei Herren und zwei Damen befanden. Die _ Insassen wurden herausgeschlcudert, wobei der Chauüeu erlitt =idr«» S* j„ LL-L"? t b-cd-r«. RSjÄ """'iDa Wan! r ^iitenhokL''.^ ' '$on dei skatw > Äiiinie» »dec 0,1 6inauf W 'tie-i links iibci MC j“ alten will*.»«* «ei Km.4,3 imrdd, äneiien ->• ßchistiain Hai man fn.b es bis d Som 3ioppcll'erq g- ^ui Weßlar. Man Llraiic kommt, oieii SJeibenfianfen nach oi $oni fiividjcnroälbdn siellcmveije hübsche J ’Juf ihr erreichen mi II. Lollar-§t Mit einem Frük een Clanienbera die born iEinkehr). bann auf den stra Sikstanralion befinde einer Burg gekrönt, Aussicht hat. r-on F föopcl (369 m), de hülle eine hübsche bühicher Waldweg r ist juin grösste bereut jur die Want mgskarte des Voge Segend von Alarbur in Marburg). IX. Mainzer Wnssternun sirr d alljährliche Mainze^ >i»ch leilnehmen n Soin, alles eirrgesck frage überaus rege Ueüebuteau L. $r selbst, sowie in ®i wird Bremen, Are. Lübeck, Cjtjeebnb ‘ nod) Rootnfjadtn, K = Xcricidni Gasthauser W« nach amtliä "tet, ist in 2. verin ’ Taunus-Kl Mltigen Büchlcir ^rchtskarte beige ^vmmerfriichen eingerichtetste ^niien Gasthaus ^erzähl, ob Walt unb Betten •Mm es gibt über > „ -.Missionslite '-;,"U|l|01^viilenid)ni ;ln We Aewegnng i ,"Seijmerk ans d « $ye?lel l'nt i rc .^i'aabe übti( .'e Miilwnslilerat, HZr Wr-i «User bi *iaÄi*«4»ohbic •' ■lfillc PsliÄ cin :; z/sM aiic niö|, Ai! .“N iS? at£»e>i KrK SSi hin™ gj, 'S«««® »l'llu f°lQngc biz T^bn "sK-s Säis ldakn. V,V?9tn b Tage kamen 5r «rrbenT1^ «r irjer dir W2sSm° üg\ j.b. -.ybin&en n ? ^'d nx./. ^en bcn ’to»ibaen, ivas ich Dr g™ f) whne jetzt bei dr l. Benn Du mir k; elogrcchhisch, aber > I. wciltc Pwvinzial-Xd.I d Predigte im Borger! mogogc. 3n trefflich? des TotteÄpuies bi: r innere Scmetnbe r c Renovierung uutr: S flammen angebrio -bejserung tiDrqenmr it belegt unb bas w? | und Bände sind &• Malermeister $. $ü Der Seiomleinhnrf i; jen sind die Mn." ’.t Schwiegersobu ‘‘ . Bach, wnnV ihlt. Fast Juni. Gini;1' cht mit lO^-’ einen t nicht, ff suchst scheu, der an! M' Hessen. i;«5; d.s \4Ä» ff -d-° .W . s/r y» i hiesigen efäwtyw Jubelfeier in W11 ’ 4-/ A'ann ftarten he bei juderfabril '.M i"ur une Krtaulsstelle i einem $ a u; urde heute Nacht n dem Dieb, der in muß, hat man n Sommer werden füW. unb baburfl «MW ««*Ä ttit ro« L°ZZ t kaum nocr SW »Mde. A »orten des w Solize'<""^ Ä» ?«£?«**: SLK tS^ffsS Mjt »W- >e» )ürgcrm-’l Bekanntmachuna. In unser Handelsregister Sbt. A luuric heule bezüglich der Firma Julius Schulze zu Gießen eingetragen: Das Geschäft >st mit Wirkung vom 1. Juni 1913 mit sämtlichen Aktiven auf den Kaufmann Carl Schulze zu Gießen übergegangen, der es unter der seitherigen Firma weiterfichrt. Dre Prokura des Carl Schulze zu Gießen ist erloschen. Gießen, den 4. Juni 1913. Bmmer und Betten, Teleplxm, Preise, Art der Beleuchtung, siirznm es gibt über alle zur Wahl einer Sommerfrische crforder- lichcn wichtigen Fragen gewissenhaft AuSlünf;. Kassel, 6. Juni, in sa,t allen Teilen des Juni und Juli sind die gewitterreichsten Monate, die sich in der Anzahl der Gewitter gleich stehen. Jedoch ist im Juni der Höhepunkt der Hagelgesahr bereits überschritten. Hier steht der April an erster Stelle. Allerdings har Hagel im Juni auch ganz andere Schaden im Gefolge. Glücklicherweise ist die Hagelgefahr im Juni nur ntxb 1 t dersimigen im April Innerhalb des G r o ß h c r z o g t u m s Hessen herrscht folgende Wärmeverteilung: Darmstadt 17,1 Grad, Gießen 16,5 Grad, Bad-Rauheim 16,4 Grad, Mainz 17,H Ofrab, Offenbach 17,1 Grad, MiclclLpdt 15,7 Grad, Schotten 15,6 6-rad, Worms 17,8 Grad, Alzeh 46,2 Grad. Der vergangene Mai setzte in Westdeutschland mit ziemlich tiefen Temperaturen und häufigen Regenfällen ein. lieber Rordosteurova war es bei hohem Luft druck noch verhältnismäßig kalt: in Finnland herrschte noch verschiedentlich Frost. Bis zum 6. stand Deutschland unter der Zufuhr kalter Oustmassen aus diesen Gebieten. Badewäsche Salomon & Cie >uni. ^Ein zwölfjähriger vom Felde loo er seiner 'Kutter beim Schneiden des Klees bcbililirf) war, vom Blitz erschlagen. Die Mutter wurde betäubt. iebo f cn Baden), 5. Juni. Oststern abend kurz nach 7 Uhr entlud sich von Südwcsten kommend, ein sehr I chw cres H a g elwe 11 e r über dem Tal. Ter Schaden ist sehr erheblich. letzte Nncbricbtcn«. Griechenland rüstet! Sitten, 5. ^jimi. Tas Amtsblatt veröffentlicht ein Dekcet, durch das der Jahrgang 19 13 unter die Fahnen berufen wird. h. Anspach, 5. Juni. Was am Sonntag der Sturm hier nicht vernichtet hat, das vollendeten gestern mehrere Gewitter, die zwei Stunden über Dorf und Gemarkung ihre Regengüsse und Hagelschläge niederprasseln ließen. Bon den Bergärkern wurden die ATÜcfctc usw. ins Tal geschwemmt, und in den tiefer gelegenen Straßen stnrd Ställen stand das Wasser Rot ist groß. über 50—60 Zentimeter hoch. Die S o e l l bei Kufstein, 5. Juni. angerichtet. Letzterer soll sich mir Millionen b Per son en verloren ~.. . ______ .. Kbarten stand das Wasser zwei Meter Irod) auf oer Straße, so miß die Hauser mir noch mit den Dächern herausschauten. Die ^rnte ist strichweise vom Hagel vernichtet worden. Bremerhaven, 5. Juni. Heute Morgen gegen ."> Uhr ging ein hettiges Gewitter nut wolkenbruchartigem Regen nieder ä^ie Straßen strnchen etwa 1 ■_> Meter unter Wasser: über "200 ganier wurden überschwemmt und vom Verkehr abgeiebnitten. Verschiedene Warenhäuser in der Bürgermeister 5mtot Straf? smirden von der Ueberschwemmung heimgcsucht und erlitten schweren schaden Cs liegen 70 Hilsegesuche vor. Ter Gesamt- schaden beträgt ungefähr 100 000 Mk. n a ö D--r5 1 ai' ”1' üNde n mE>. Juni Auf der infolge der starreii Regenfalle Hochwasser führenden Werra fenterte ein Mahn, in dem sich der Osanrwirt Hoppe aus der Ziegelei, einem nahegelegenen Ausflugsorte und der Arbeiter S che l p aus Laubach berauben. Beide sind ertrunken. Vermischtes. * I" einem Berliner (Safe wurde gestern abend der Kaufmann Stiebitz verhaftet, der zu den Gründern des Sparvereins Rorden gelsörte. Durch den Zusammenbruch dieses Sparvereins sind gegen "200 000 flcinc Sparer um mehr als eine halbe Million geschii. drgt worden. * schwerer Autounfall. Einer der neu faIrren* Autoomnibujse fließ gestern al>end mif dem Wegerplatz m München mit der Straßenbahn zusammen und ging in nimmer. Der Schaffner des Autobusses wurde tödlich verletzt, eine aus dem Perde.T fahrende Frau erlitt einen schweren Rervenchok und verfiel in M'rämpfe. . * $j 11 außerordentlicher Zwischenfall spielte sich &0-n tväbrcnö des Derbhrennens ab. Eine Frau stürzte plötzlich aus das dem .Wnig gehörende Pferd „Anmer" und er» grin eo beim Zügel, svodurch der Jockei Jones zu Fall kam. >ones wurde verletzt, auch die Frau trug schwercWnn - o/" babon. ^.tc Täterin, Miß Tmilh Davison, die den Anschlag aur das Prerd des Königs „Anmer" aussührte, ist eine bekannte, wegen Suffragetten Attentate vielfach vorbestrafte Fraiienstimmrechtlerin. ^'/E'sturz voni^Gerüsl. Aus Berlin, 6. Juni, wird gemeldet^ .lur dem lerraiu der Gasanstalt Weißensee stürzten 1,nit^,naciim«ltta0-1,071 c^ncm äur Aufstellung eines neuen Krahnes errichteten Gerüst einige Bretter und Balken in die Tiefe unb rinen d t e r tu Leipzig ansässige Monteure mit sich. Alle vier wurden schwer verletzt ins .st"rankenhans gebracht. Der Monteur ^ohann Kraft ist linnen Verletzungen erlegen. Mordtaten Aus Esse n wirb gemeldet: In .Ci e 11» tv t g drang der Gendarmeriewachtmeister Rein müller in bic einer Rentnerin und versuchte sie zu ermorden. Er crBd) iet>°d) blC "rau nur leicht und flüchtete. Spater erschoß Erplosiou. 9(u§ Zürich, 6. Juni, wird gemeldet: In der groben Zementfabrik bei Wallenstedt am Wallensee wurde beim Anlaufen eines Motors der Deckel abgesvrengt, worauf der explodierte. Alle Maschinen in der Halle wurden zer- sloit und das -lad) durchschlagen. Drei Arbeiter wurden getötet 5wei andere verletzt. Der Schaden ist sehr groß. - Eisenbahn Unglück. Aus Gomel (Gouvernement Ljublin), c>. Ium, wird gemeldet: Zwischen Nowobjelitza und 3 i a - bromfa der strecke Gomel-Libau stießen heute achtzehn beladene Wagen eines Gu terzug es, die sich losgerissen hatten, mit einem S ch n e l l z u g zusa m m c n. Acht Güterwagen sowie die ^okomotwe, em 6stpäckwagen und ein Personemvagen des Schnellzuges wurden zertrümmert. Vier Passagiere wurden schwer, fünfzig leicht verletzt. PJt bi i di Rie tz am Scharmützelsee wird gemeldet: Die etwa 60 lahre alte Altsr-tzerm Richter ermordete ihren ?nfc- ' ben Sohn des Schiffers Pätzke aus Wen- disch-Rietz indem sie ihn m einer Kiesgrube lebendig Der» grub._ xte Morderm ist geistesgestört. r» . ..°fc 1 lbrn ch. Aus O^b e r h a 11 s e n , 5. Juni, meldet ein Privattclegramm: Au, dem schacht Jakobi I der Gut. Hoffnungs- tn Bott roop ging gestern infolge Seilbruchs ein CL ni^Can ®1 f.r a n n wurden schwer, einer leicht /ln^ Mann ist den Verletzungen bereits erlegen. Tie Ursache des Leilbruchs ist noch nicht festgestellt worden. 3 ul am m c n st o ß. Aus Breslau, 6. Juni, wirb gc» meldet: Heute abend gegen 6 Uhr sind in der Gartenstrane gegenüber, dem Hauptbalmhose zwei Straßenbahiiwagen zusammen- gestotzen, dabei wurden 10 "Person en teils schwer teils leicht verletzt. Tie beiden Wagen sind sehr schwer beschädigt worden. J fahr schwere innere Verletzungen erlitt, so daß er in da81 zusprechen. Was bic Begünstigung mikutgc, so lege er hierüber Tarrnstadter Krankenhaus gebracht werden mußte. Der Be-sdie Entscheidung in bic Hande des Gerichts. sitz er erlitt einen doppelten Oberschenkelbruch und mürbe in .» Staatsanwalt Dr. Krug erklärt, daß er auf bic Reden der die Heidelberger Klinik gebracht. "och kurze Auschhrungen zu machen l>abe. Die Sitzung J J wird dann auf morgen vertagt. - Missiousliteratur. Tas Interesse au der Mission und uni. ^.ie G e w l tt e v in ver- ielbst sind einige einleitende Benierkumgen der Herausgeber voraus-!!? haben, wie die aiu_ ^onntag, auch hier unb in geschickt, dann folgen die in Betracht kommenden Werke in niuster-! wieder 9 rotzen Lchaden Ungerichtet. Eine gültiger systematischer Anordnung, die einer eintönigen -Bs H°m Sturm eingedruckt, ilvhabetischen Auszählung bei weitein vorzuziehen ist. Mit ^eich- üLt' JSS bei dem netter am Sonntage von Weit wird sich jeder, der sich für die Entwicklung der Missions- S™™Verheerungen hat tätigfeit interessiert, über die einzelnen Missionsgebiete oiffentieren . i ^aldiwn angerichtet, wo ^er cturm können. Hoffentlich folgen dieieni nachahmungswerten Beispiele s , t^r--^raBe nari) recht bald' andere wissenschastliche Bibliotheken Alle Missions- knickt m r ? n fo?ar ,im freimbe aber, besonders die Geistlichkeit, seien auf die uns sehr ^1^ - VEe nbenb batten rotr em leichteres Ge- millkommene, wertvolle und mühsame Arbeit hingewiesen. . | Ma/bnrg, 5. Juni G^ste^! abnib’ gegen 11 Uhr sogen abermals wieder schwereGewittcr über unsere Gegend Die Niever-Modauer Genofienschastrkrisc, I bs. Darmstadt, Juni. I imirben an ben Landstraßen, ;. B. bei WobrsHansen und Millers In dem Prozeß Adam und Genossen macht heute der Ver-1 Hausen, dicke Bäume aus der Erde gerissen. Besonbers arg leidiger Jhrigs, Jnftizrat v. Brentano, seine Ausführungen. In hat der Sturmwind im Salzbäbetälchen gehäuft. In fotzen Zügen legt er noch einmal, wie sein Kollege Hallwachs I T a m m wurden mehrere Dächer abgedeckt, in einem Hanse brach bie Gründe dar, die Ihrig bewogen hättest, sich in die Verhältnisse durch die Wassermassen eine Decke ein. - Aus dem Dorfe ton Rieder-Modau einzmuischen. Als Gestossenschastler Habeger I B i ck e n an der Bahn Marburg—Herborn wird gemeldet, daß cö für seine Pflicht angesehen, den Leuten dort mit Rat und Tat l dort vorgestern der 47jäbrige Bergmann A. Holzapfel, der iur Seite zu stehen. Ihm. sei es nur darum zu tun gewesen, in I mit '»einer Frau Feldarbeiten verrichtete, vom Blitze er- lie verworrenen Verhältnisse Ordnung zu bringen. Von Ver-I schlag en wurde. iitlteuungeit des Adam habe Ihrig, wie auch alle anderen, keine h. Königstein, 5. Juni. Entgegen den Mitteilungen klhnung gehabt. Was man von anderen aber nicht gefordert über die Auffindung zweier Leichen im Forstrevier l^ste, durfte man auch von Ihrig nicht beanspruckien. Die Tat- von Glashütten geben die in Betracht kommenden amtlichen Stellen hdie, daß Adam zusammen mit Pallmann, der als reicher SJlann beute auf Anfrage bekannt, daß ihnen von einem Verlust falt, Bauspetulationen mackste, mußte die Annahme reckstfertigen, - « -<-* - üif, Adam reale Werte besaß. Und nur so läßt sich das Entstehen i'S „Kontos Adam" erklären. 9hir die Fehlschläge der Sanie- Nlngsaktionen des Ihrig seien es gewesen, die das Charaktartnld uckes Mannes in der öffentlichen Meinung herrrbsetzten. Der Ver- i'ibiger legt bann in längeren Ausführungen dar, daß die Ueber- lalmteurfunbeti in der Tat ernst gemeint ivaren, dafür spräche 'm allem die Nachforschungen, die Ihrig bei dem Finanzamt über RE Vermögensverhältnisse der Unterlinner anstellen ließ. Er ^»c so berechtigt, diese Urkunden als Aktiva in die Bilanz auf- * §in Weltverbesserer Aujust: „Ra Fritze, wat kickste w nachdcnllich in den Schlächterladen rin'-"' Fritz- ,,^a, loeeBte — wenn ick so 'n paar schccne Schir.kcnbccnc sehe' mutz ick immer denken, daß cs cijentlid) in der Ratnr schlecht in' lencht t is, ban >0 ne eklige Spinne acht Becne und so 'n nettes ^cknvcmeken bloß viere bat." e o;.!!” t7Ld,i c,b 2in Jurist fasste seinen Bicrkrug mit h \ .-Ieertc"Nb fragte ichmnnzelnd: „Was für ein Unterschieb nt wnchen mir ;;nb dem Ätug?" Keiner wusste ctroaö Treuendes u lagen, worauf er meinte: „Run, ich bin ein Richti-geiehrtcr, und ?.-r Mrug ut ein " alle winkten ab! AmNicher Wetterbericht. av ^esfentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetterausiichten in Heuen stir Samstag, den 7. Juni 1313. Wolkig, Geivitterregen, kühl, ivestliche Winde. Offenbach, 4. xsimt. Einen ichlimiwen Ausgang nahm eine Rcvvlverf viclcrei. Der 16jährige Schrank mackste R. ,itr sim mit einem Revwlver zu schassen, ben er ungel ade 17 V5tn V°.l’ti|d)cr Hetzer nt Elsaß-Lotbringen wähnte. Plötzlich entlud sich die Warfe, deren .fkugel die "20jähr .,u e.t,n em ®lon«t .©efängnis verurteilt. Ehefrau Sophie Heg, geb Haas, in den Rücken drang Tic r ■ - & l’eu 59' Oe *)eute vormittag verhandelte die Verletzte wurde ins städtische .^ankenluiuS gebracht, wo sie in I b’e£?c .r Jr m c„r 1,lb(ec ö,c Offizialklage gegen den ver- bedenklichem Zustande damiederliegt. Tie .Kugel konnte noch nicht {lnhvor,l.t(1’C11 Redakteur Karl L u tz vom »Journal d ' A l s a c e- entfernt werden. Der Revolverheld wurde verhaftet. -- 0 r r a 1 n e‘ wegen verleumderischer Beleidigung Hessen-Nassau I'N Elsaß-Lothrrngen eingewanderten deut' MMKMLSL MMWMM mir oem L'iioni. oc. nrn,er_ vcri.bcn. Beamten als Garanten bezeichnet. Der Gerichtshof erkannte wmX UaKah nxk« aNi eiuen Monat v) efangniS und Publikation des Urteils IvQnOßnt linO vGOCT. 'N deulicher und franzölischer Sprache in vier Zeitungen. Tie Wanderungen in Gießens Umgebung. Platten sind zu vermchtcn. Tas Gericht nahm als erwiesen an, I. Dutenhoseii-Stovvelberg-Kirschenwäldchen-Wetzlar. 511 hm war, die alldeutschen Von der Station Dutenhoken geben wir die Landstraße nach t'cJclö’9C>’. -ec Staatsanwalt hatte zwei Monate Minuten links und bald rechts. I 0,1 ®J C1 f § iu a l b C r lliuvcridat Dr. ^ritz C" 1 seul 0 l) r Bei Km. 4,3 wird die Straße überschritten iind bann durch mehrere ols Abteilungsvorstchcr an das Chemische Institut Der Schneisen in 20 Minuien aus den Gipfel. Bon dem hölzernen Aus- Universität Köniasbe ra j. Pr berufen sichtstiirm hat man eine schöne Fernsicht. Von Dutenhofen aus Der Senior der Münchener tbenlaoischeu ^okultöt sind es bis zum Stoppelberg 2 Stunden. Der Weg ist markiert. ®rnfX, ^vlogtschen Fakultät, Vom Stoppelberg geht ein schmales Fußpsädchen in der Richtung B^ofessOi. für Die biblisch-orientalischen Sprachen unb alt- aus TLetzlar. Man behält diese Richtung bei, bis man aus die testamentliche Einleitung und Exegese, Geistl. Nat Dr. theol. Straße kommt, die in westlicher Richtung von der Straße Wetzlar - Joses Schön selber vollendet am 8 Juni bas 75 Lebens- rbc VDnsber siellemveise hübsche Ausblicke gestattet, aus die Raubomer Straße. I . nß von -Vorlesungen entbunden. Auf ihr erreichen wir nach kurzer Wanderung Wetzlar. I ~. Professor Tr med. Ferdinand San er brach, TirektDr 11 Lollar-Staufenbera-s?raucnb-r-äre die durchschnittliche Frostgrenze in 2900—3000 Meter. Ueber diesem Niveau liegt auch im Juni die Temperatur noch unter 0 Grad. erschein' * (2. 6rossh. Dess.) JNr. 116 vom 7 MlveM /? JVotizen für die ]VIitglieder des Vereins ehemaliger 116 ert Giessen ?? c6/( Die Inhaber von Cribünenkarten werden darauf hingewiesen, dass sie ihre platze bis 10.30 Uhr eingenommen haben müssen. Der festaussebuös hwrbe dieSieiierbc $efltiogeii§lc|tl‘ie(liui I iiiogenswertc bet je' I angenommen werde Licht-Spiel-Haus Heute letzter Tag! 0 vaais Siniiilrli 3703 um 4 Uhr, um 6’4 Uhr und 9 Uhr Sicheln bei 13712 Wetzsteine Braunfels a. d. L. Das Komitee. K. Lehmann, ein sparsamer Familienvater. 3448) des Streichorchesters „Toska“ Schade Wlgrabe Giessen Walltorstraße 24 a7a Telephonische Aufträge werden prompt u. sorgfältig erledigt. Die Ginwohner erfueben wir freundlicbft, durch Schmücken der F)äufer ihre Sympathie für das Regiment zu bekunden. G d G G W G W d G w G W M/ G G G d d V G 'M pfd. L30 pfd. 60pfg. Die Tragödie einer untergehenden Welt in 6 Akten von H. 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Don 8 Uhr abends: Festspiele und Feiern der einzelnen Bataillone mit den ehem. 116cm zusammen in den drei Festhallen. Montag, den 9. Juni: Dormittags 7 Uhr: Großes Wecken. Von 11-1 Uhr: a) Frühstück der Veteranen in der Festhalle III. b) Frühschoppen mit Konzert auf dem übrigen Festplah. Samstag abend 7 Uhr: Antreten auf Oswaldsgarten und Ausgabe der Festdenkmünzen. 7’/2 Uhr: Abmarsch nach dem Festplatz. Sonntag vormittag 8 Uhr: Antreten der Fahnenkompagnie an Samstag, den 7. 7uni: Abends 7 Uhr: Aufstellung des Festzuges des Gießener Vereins ehemaliger 116er auf Oswaldsgarten. Abends 8'/, Uhr: Begrüßungsfeier und Fahnenweihe des Gießener Vereins in der Festhalle I. Gesangliche und turner. Aufführungen, Volksfest, Vergnügungspark, Tanz. Sonntag, den 8. Juni: Vormittags 6 Uhr: Großes Wecken. Vormittags 11 Uhr: Paradeaufstellung und Vorbeimarsch des akttven Regiments nebst besten Veteranen und allen Vereinigungen des Verbandes vereinsweise. Daran anschließend aus dem Festplatz Frühschoppen in den Bierzelten. Bei Husten UW- mung s. „Jtarri" Back. 30 Pf' die best. Eukalyptus Men tbol Bonbon. Pelikan Apotheke, Kreuzvlatz. 2109 Um 1 Uhr: Großes Festesten des Festausschustes gemeinsam mit dem Regiment und der Bürgerschaft in der Festhalle II. Nachmittags 4 Uhr: Exerzieren einer Kompagnie in der historischen Uniform vor 100 Jahren nach dem damals gültigen alten hessischen Reglement im Festplatz. Abends: Gesangliche, turnerische und Radfahrer-Aufführungen mit Militärkonzert in allen 3 Festhallen. Abends 9 Uhr: Großes militärisches Monsttekonzert von sämtlichen Militärkapellen: „Erinnerung an den Krieg 1870/71". Schlachtenpotpourri von Saro. Leistungsfähig.BezugsquellefürKoIonial- waren durch grosse Einkäufe für unsere MF- 80 Filialen ■« nie Mitglieder werden ersucht, die Vereinsnadeln anzulegen. Sie sind bei Mitglied Loeb, Bahnhofstraße zu haben, bei dem auch Regiments-Geschichten und Festteilnehmerlisten erhältlich sind. 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