Nr. 245 465. Zahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. »TIANFASS) rosigem (Exfiimmcr. Das ist ein erfreuender Anblick Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. Sept. Wetter 1613 Z bl 1 0 Opfer für die Toten. R. 1 erklärte, das; er im wesentlichen mit den Leitsätzen Dr. Friedländers einverstanden l'ammensetzung des Ehrengerichtshofes ist ■nur ans Anwälten zusammengesetzt wäre. 12 12. 13. 7,0 7,9 6,4 besonders auch noch nach den aber am aber für den Züchter, der seine Vorräte, so groß sein, mühelos absetzen kann. Der ersten Frösten, besonders zu Allerheiligen, Tvteirsonntage, ist ein riesiger und steigt für jeden, mögen sie Verbrauch noch mehr von Jahr SE still SSE Ausführungen und den sei. Auch mit der Zn- cr zufrieden. Wenn er würde man bald sagen: nicht ans. Wir wollen 17,7 10,8 5.9 Höchste Temperatur Niedrigste am 11. bis 11. „ Sonnenschein KlarerHimmel Sonnenschein aus den verschiedenen Gebieten des Fachzcichncns in seiner neuzeitlichen Gestalt vor, die volle Anerkennung verdienen. Die Lauterbacher Schule ist mit fachlich gestalteten, als mustergültig zu bezeichnenden Lehrgängen aus dem geometrischen Zeichnen und der darstellenden Geometrie vertreten. Die Webschule stellt in einem besonderen Räume neben den zur Verarbeitung tonuncnbcn Materialien und einigen in der Weberei benutzten Maschinen und Geräten in der Schul' gefertigte Waren; aus der Leinen-, Wollen- und Teppichweberei aus. In dem Gebäude der Webschule ist zugleich eine Ausstellung von alten Möbeln und Hausgeräten ver anstaltet, die auch einige von Handwerksmeistern aus Lauterbach und Umgebung gefertigte neuere Arbeiten sowie eine Anzahl vom Großh. Baurat Diehm in Aquarell ausgeführte Ansichten von Lauterbach enthält. Samstag, 15. September 4915 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnioersitätS. Buch- und Gteinbruderci. R. Lange, Gießen. angenommen. Die Beratungen werden morgen fortgesetzt. n bestehende Christian Faß) Neuen BäueQ ■eränderter Weise eh mir das meinen fahren, empfehle Deinen Zuspruch. 07258 47 82 92 Tie „Siebener Zamilienbläfter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal. 2Cird?c und Schule. Der Nachfolger Traubs an der St. Reinoldige meinde in Dortmund, Pfarrer Lic. Fuchs-Rüsselsheim, soll nicht bestätigt werden. Die „Christliche Freiheit" teilt darüber Folgendes mit: „Am 11. Juni ist Pfarrer Lic. Fucljs-Rüsselsheim einstimmig zum Nachfolger Traubs an Reinoldi-Dortmund gewählt ivorden Kein Einspruch erfolgte. Am 4. September ergeht das erste Schreiben von Münster an den (gewählten. Fast ein Vierteljahr hat man gewartet. Nun wird Fuchs .gefragt,~ ob er seinerzeit die Erklärung hessischer Geistlicher gegen das Spruchkollegium und ein Verfahren im Fall Jatho mitunterzeichnet habe, und - be-jahe,Wenfalls — ob er etwas getan habe, um diese Erklärung zu widerrufen. Von seiner Beantwortung soll abhängig gemacht werden, ob ein Kolloquium überhaupt stattfinde. Wir sind gespannt auf die Antwort von Pfarrer Fuchs, die ihm nicht zu schwer werden dürfte. Münster aber hätten wir nicht zugetraut, datz cs seiner Pflicht so ins Gesicht schlägt,, die Reinoldigemeinde endlich einmal zur Ruhe kommen zu lassen. Münster will eben den Krieg Münster bleibt der Friedestörer. Es hat nicht genug an seinen Lorbeeren, die thüringischen Kirchen vor den Kops gestoßen und ihren Cäsar heimgeschickt zu haben. Es will jetzt, scheint's, auch noch die hessische Kirche verärgern. Nur zu! Wer verdirbt heute den politischen Kredit Preußens im deutschen „Ausland" am meisten? Die evangelischen Kirchenregirnente Preußens " Arrr Stadt und Land» Gießen, 13. September 1913, Bitte nur ein Erikastöckchen! Wenn oben auf dem Trieb die rotschimmernde Heide von den spaziergehenden „Naturfreunden" bis aus das letzte Spitzchen abgerupft und als Heidekrautsträuße heimgetragen worden ist, um rühmlos im Kehricht zu enden, bann erscheinen die Erikastöckchen in den Gärtnereien und beherrschen bis spät in den November hinein die Blumenläden, den Markt, die Geburtstagstische und die — Friedhöfe. Gerade wie bei unferm einheimischen Heidekraut ist das einzelne Blümchen winzig klein, aber was ihm an Größe mangelt, ersetzt es an Zahl und was die Natur am Hervorbringen der zierlichen rosa Glöckchen an einer Pflanze, ja an einem einzigen Zweige leistet, ist ganz unglaublich. Erica graeilis, die zierliche Heide vorn Tafelberge am Kap der guten Hoffnung zu Hause, ward bereits im 17. Jahrhundert von den .Holländern in Europa eingeführt. Ein Massenartikel, lvie wir sie kennen, ist sie aber erst in den letzten drei Jahrzehnten geworden, seitdem man gelernt hat, die Pflanze in großen Mengen zu billigen Preisen zu ziehe». Tie ziemlich umständliche Anzucht vom kaum 15 Millimeter hohen Steckling bis zur verkaufsfähigen Pflanze erfordert zwei volle Jahre und viel Mühe und Sorgfalt. Im August werden die mit haarscharfem Messer geschnittenen Stecklinge in flache, halb mit sandiger Heideerbe gefüllte Holz kästen gesteckt. Ist ein solcher Kasten mit etlichen Hundert solcher Spitzchen, die wie junge Moospslänzchcm aussehen, besetzt, dann werden Glasscheiben darüber gelegt, denn an der Lust würden sie bald verwelken. Hierauf kommen sie in ein schattig gehaltenes Glashaus, das auf einer bestimmten Temperatur gehalten werden muß. Um Schimmelbildung in den Anzuchtskästen zu vermeiden, müssen die Glasscheiben jeden Morgen irmgewendet und bis zum Bewurzeln der Stecklinge, was einen Zeitraum von 8—10 Wochen erforbert, gut abgetrocknet werden. Im Laufe des Winters werden die jungen Heidepflänzchen ver- fchult und an Luft und Licht gewöhnt. Dieser Vorschule sind sie im Frühjahr entwachsen. Jedes erhält alsdann seinen eigne» Hofstaat, d. h. einen passenden Topf. Im Laufe des Sommers folgt noch ein mehrmaliges Versetzen, Zurechtstutzen, und bei dem Beziehen des Winterquartters — Froß kann unsere Südafrikanerin nicht vertragen — das Ausscheiden aller Schwächlinge und Zurückgebliebenen. Tie eigentliche Erziehung setzt aber erst bet Wiederbeginn des Sommers ein. Sie ist mühsam. Allein das tägliche Gießen mit kalkfreiem Wasser erfordert große Aufmerksamkeit, denn Trockenheit wie kalkreiches Wasser, wie z. B. unser Gießener Leitungswasser, tötet sie. Beginnen aber im September sich die Knospen zu färben, dann leuchten die Erikaquartiere in 12. September 12. 10 u A S®in it Univerutats-Nachrrchteir. — Ernannt wurde der bisherige ordentliche Prozessor Dr. phil. Arthur Schneider in Freiburg i. Br. zum orbenllicheii Prozessor für Philosophie au der Universität Straßburg i. E. als Nachfolger von Professor Baumker. Arthur Schneider ist am 15. November 1876 zu Neustadt i. Schl, geboren. ßTv. 1^85 u. **■ 6»te eine Krähe hackt der anderen die Augen gerade, daß die Reichsgerichtsrirhter in unserem Ehrengerichtshof OKitarbeitcn, das fördert das Anfehen unseres Standes. An die Vorträge schloß sich eine lebhafte Aussprache. Landtagsabgeordneter Wolfs lLissa) sprach gegen die Bestimmung, wonach eine örtlich beschränkte Entziehung der Zulassung auf die Dauer oder auf Zeit ausgesprochen werden kann. Diese Bestimmung könne leicht ein zweischneidiges Schwert werden. Bei der Abstimmung wird die These 4 abgelehnt, die These 5 wird wegen der vorgerückten Zeit nicht erörtert sondern dem nächsten Anwaltstage überwiesen, die Thesen 1 bis 3 werden 2 still 2 ^Amtsgericht zugelassene Rechtsanwalt ist auf seinen Antrag auch bei dein übergeordneten Landgericht zuzulassen. Befinden sich an einem Orte mehrere Landgerichte oder gehören Teile eines «Ortes zu mehreren Landgerichten, so ist der bei diesem Landgericht zugelassene Anwalt auch bet den übrigen Landgerichten zuzulassen. — 3. Der tj 5 der Anwaltsordnung solle in Zäunst folgende Fassung erhalten: „Die Zulassung muß versagt werden, wenn ber Antragsteller nach beut Gutachten bes Vorstandes der Anwalts- famntcr sich eines Verhaltens schuldig gemacht hat, bas ihn der Zulassung zur Anwaltschaft unwürdig macht." Es empfiehlt sich folgende Ergänzungsvorschrift: „Politische, wirtschaftliche und religiöse Handlungen unb Ansichten als solche können die Ver- fagung der Zulassung niemals rechtfertigen." — 4. Strasshstein. Ztvischert Verweis und Geldstrafe von 3000 Mark einerseits unb Ausschließung von der Anwaltschaft andererseits ist eine Zwischenstrafe einzuführen. Die Suspenfion, d. h. Ausschließung auf «eine bestimmte Zeit ist zu verwerfen, dagegen empfiehlt sich die Einführung einer örtlich beschränkten Entziehung der Zulassung, ine dauernd ober auf größere ober kleinere Bezirke allein ober in Verbinbung mit Geldstrafe ausgesprochen werden kann. — 5. Ehrengerichtshof. Eine Aenderung in der Znsammen- isetzung des Ehrengerichtshofes ist nicht wünschenswert. Der zweite Berichterstatter, Justizrat Tr. H a r n i c r (Kassel), Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^a51. Redaktion:«^ 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. 2\. Deutscher Anwaltstag. ’2l Breslau, 12. Sept. Die Standesvertretung der deutschen Rechtsanwälte, der Deutsche Anwaltsverein, begann im hiesigen Konzert Hause Deute vormittag unter dem Vorsitz von Geh. Justizrat Haber (Leipzig! die Beratungen feiner diesjährigen Hauptversammlung, die aus allen Teilen des Reiches überaus zahlreich besucht war Als Vertreter des Reichsjustizamtes war Geh. Regierungsrat xr. Lukas Berlin) erschienen. Er versichette die Versammlung des Dankes der Reichsregierung dafür, ^daß sie ihre reichen Erfahrungen nutzbar machen wolle zum Segen des gesamten Volkes. Geh. Justizrat Burkhardt überbrachte die Grüße und Wümche des preußischen Justizministers. — Das Hauptthema der Ta (jung betraf die Frage der Reform der R e ch ts a n w al t s 0 r dn n n g. -Der erste Berichterstatter Rechtsanwalt Dr. Friedländer (München) legte hierzu folgende Leitsätze vor: 1. Freizügigkeit. Solange die dringend zu wünschende einheitliche Regelung des Vorbildungs- und Prüfungswesens in Deutschland nicht erfolgt ist, kann auch die allgemeine Freizügigkeit innerhalb des ganzen Reiches nicht eingeführt werben. Nach Erfüllung dieser Voraussetzung ist die Freizügigkeit anzustreben. — 2. Lokalisierung. Der Grundsatz der Lokalisation ist l'eizubehalteii. Jeder bei einem + 18,2’ C. 4,3' C. Märkte. ■ vttcßeu, 13. Sept M a rktbericht. Ank heutigem Wochen- markte kostete: Butter das Pfund 1,05—1.15 Wt, Hühiiereier 1 Stück 8—9 Pfg., 2 Stück OPfg., Enteneier 1 Stück 10—0 Pfg., Gänseeier ISt. 14 Pt, jinfe das Stück 6—8 Pfg., Kasematte 2 Stück 5—6 Pfg., Tauben pr Pr. 0,80—1,00 Pik., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahnen pr. Stück 1,50—2,50 Mt., Guten pr. St 2,00-3,00 Mk., Gänse das Psd. 75—85 Pfg^ Ochsen fleisch pr. Pfd. 92—100 Pfg., Rindfleisch pr. Pfund 90—94 Pfg., Kichfleisch 80 Psg^ Schweine, fleisch pr. Pfund 90—110 $fg„ Kalbfleisch pr. Pfd. 94—98 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 70—96 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.00 bis 6,00 Ri?., Weißkraut das Stück 10 bis 15 Pfg^ Zwiebeln ver Ztr. 6,00—8,00 Mk., Milch das Liter 22 Pfg» Nüsse 100 Stück 50—60 Psg^ per Ztr. 0—00 Pik» Birnen das Pfund 8 bis 15 Pfg., Aepfel der Zentner 8 bis 15 Mk., Zwetschen der Ztr. 4—5 Mk., Bohnen 1 Pfund 10 bis 15 Pfg., Gurken 100 Stück 2,00—3,50 Mk. Marktzeit von 8 biS 2 Uhr. k«. Frankfurt a.M., 12. Sept. Heu- und St roh markt. Angefahren waren 8 Wagen He». 1 Wagen Stroh. Man notierte: öeu 2,50—2,80 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 2.00—0.00 Mk., Wirr- stroh 0,00—0,00 Mk. Alles je 50 Kilo. Geschäft mittelmäßig. Tie Zufuhren waren au3 Oberhessen unb aus den Kreise» Friedberg, Dieburg und Hanati. [] Kirchhain, 11. Sept. Dem gestrigen S ch w e i n e m a r k t waren rund 400 Schweine zugefahren. Ferkel kosteten 25 bis 35 Pik., Läufer 50—80 Mk. und Emlegeschweine 90—120 Mk. das Paar. — Ter Rindviehmarkt war ganz gering beschickt. -- E ZK-?« COx> SandeL. Essen, 11. Sept. In der Sitzung des Beirats deS Kohlen- s y n d i k a t s wurde auf Antrag des Preisausschusses mit großer Piehrheit beschlossen, die Richtpreise für Hoch ofen k oks und Kokskohlen mrverändert bestehen zu lassen. Diese Preis festsetzimq gilt jedoch mir für die Zeit vom 4. Okt. bis zum Schluß d. I. also für 3 Monate. Eine grundsätzliche Festlegung, auch in Zukunft die Richtpreise für Hochofenkoks und Kokskohlen vierteljährlich fest- zuselze», soll mit diesem Beschluß nicht erfolgen. Es soll vielmehr Zeit gewonnen werden, die Entwicklung der Marktlage abzuwarten. Im November ober Anfang Dezember wird dann eine neue P r e i S s e st s e tz n n g für Hocholenkoks und Kokskohlen erfolgen, da daun eine Uebersicht über die Lage im nächsten Jahre besser möglich sein wird. — Tie im Anschluß daran abgehaltene Z e ch e n b e s i tz e r - V e r s a rn m l u n g setzte die Beteiliguiigs- antetle für Oktober an Kohle auf 95 Proz. (wie bisher), an Koks auf 65 Proz. (bisher 75 pGt), sowie an Brikets auf 85 Proz. (rote bisher) fest. Die Ermäßigung der Beteiligungsanteilc an Koks ist zum größten Teil auf die am I. Oktober in Kraft tretende Erhöhung der Beteiligungszifiern verschiedener Zechen zuriickzusühren. zu Jahr. Wir lächelm überlegen, wenn wir von den Totenopfern unserer l'arbarischen Vorfahren ober denen heibnischer Völker lesen. Aber wir bringen bie Totenopfer auf unsere Art ebenfalls reichlich bar. Zwar nicht mehr wie vor Jahrtausenden in grausamer Weise an unschulbigen Menschen oder Tieren, sonbern an sinnigem Blumenschmuck. Auch bie vielen Tausende von Erika- stöckcken, die man gegenwärtig in der Spezialgärtnerei von Becker am Schiffenberger Weg wieder in Blüte sehen kann, werden beit Zweck ihres Daseins erfüllt haben, wenn sie bie sich enbloS weiter entwickelnben Gräberreihen auf den Friebhöfen schmücken werben. Keines derselben überlebt den Winter. Sie werben ein Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gderheffen S>e6, Ml 2" 746,1 9!‘|| 744,9 7n 742,5 Deutscher Richtertag. ** Berlin, 12. Sept. Im Reichstagsgebäube trat heute vormittag der Deutsche Richtertag zu seiner diesjährigen Hauptversammlung zusammen. Er umfaßt heute in 17 Landesvereincm etwa 7000 Mitglieder. Ms Vertreter der Reichsregierung begrüßte der Staatssekretär des Reichsjilstizamtes Dr. Liseo die Versammlung und betonte das Interesse der Reichsregierung an den zu fassenden Beschlüssen. Er teilte mit, daß der Ausschuß zur Ausarbeitung eines Strafgesetzbuches, welcher seit dem 1. April 1911 im Retchsiusttzamve gesessen hat, mit der z w ei ten .2esun g des Str asg ef etz- b u ch - E n t w u r s s z u >E n d c gekommen t,t und dost der Ausschuß nach Voruahme einer Gesamtredaktion noch vor Schluß des Monats sich auslösen wirb. , t Nach weiteren Begrüßungsansprachen wanbte ftch die Tagung der Besprechung des Themas zu „Wie ist ben hauptsächlichsten .Klagen bes Volkes über ben Zivilprozeß abzuhelfenReichs- gerichtSrat Dr. Lobe (Leipzig) führte dazu aus, bau bie Klagen föber gekränktes Recht ebensowenig wie solche über Krankheiten Des Körpers sich je beseitigen ließen. Der Zivilprozeß, ber mc» mrals Selbstzweck sei, sei in der Hand bes Richters ein Mittel, um dem Rechtsanspruch Befriedigung zu verschaffen. Dte Klagen aiber diese Einrichtung feien uralt unb ließen sich nicht ganz beseitigen, ba ein Prozeßverfahren immer ein schwieriges und kost- spieliges Mittel bleiben wprde. Aher wenn sie, wie heutzutage, lauter als gewöhnlich sich erheben, bann müsse man oetfueben, Einrichtungen zu treffen, die übermäßige und unnötige Beschwernis beseitigten ober wenigstens müberten. Der Rebner begriinbete bann eine Reihe von Abänderungsvorschlägen. In der Aussprache forberte Geh. Juftizrat Amtsgerichtsrat Jastrow (Berlin) die Beseitigung bes geformelten Eibes im Zivilprozeß. Wenn bei dem bekannten Gerichtsverfahren vor bem Ä ö n i 9 Salomo eS iiach der Beweisaufnahme gegangen wäre, Dann hätte die klägerische Frau, welche ihr Kind verlangte, ein- -fach abgeiöicfen werden müssen, denn nach unserem Zivilprozetz hätte der Gegenpartei der Eid auferlegt werden müssen, diese hätte geschworen und der Fall wäre erledigt gewesen. Amtsgerichtsrat Kade (Berlin) entpsahl die Verbreitung von mehr Reckstskunde im Volke die ebenso wirke, wie in der Gesundheitspflege bie X-maicnc Das Volk bekomme daburch ein größeres Verständnis iür die Rechtssprechung. Jetzt wird auf bie Richter draußen los- aeschimvft sie bewegten sich in konstruktiven Tüfteleien. Wir mimen auch den mißverständlichen Auffassungen, bie wir tn ben Zeitungen finben entgegentreten. Wir Mhen im Kampf unb bürten uns nirfrt fürchten, auch einmal bie Feber zu ergreifen. Dann wird -es uns aelingen, das böse Wort von der Weltsrembheit der Richter meatin'ifiaffen und zu beweisen, wieviel stärker bie Rechtsfremb- hfit des VolkZ ist als die Weltfrembheit der Richter. (Lebh. Zu- stimmungOrge^ni^ ^er Besprechung würben folgende Leitsätze Tcr Richtertag erkennt an, baß bas Volk berechtigten Anlaß zu Klagen über ben heutigen Zivilprozeß hat. Zu deren Abhilfe bebarf es einer Umgestaltung des Prozenverfahrens. Dazu empfiehlt sich- 1 Cs ist von vornherein auf eine bessere Scheidung zwischen ftreitigen und nichtstreitiaen Utsansprücheii Bedacht zu nehmen und für letztere em einfaches, schnelles unb billiges Mahn- verfahreii obligatorisch zu machen. 2. Die Dorbeugenben Mittel sur Verhütung von Prozessen sind auszubauen. 3. Bei bem lanb- a- Zchtlichen Verfahren ist ein Vorverfahren in geeigneten Fällen vor dem Einzelrichter zur besseren Vorbereitung der Hauptver-' Handlung vor einem Kollegium einzurichten. 4. Der geformelte Eid ist durch eidliche Vernehmung der Parteien zu ersetzen, Tie Verhandlungen werden morgen fortgesetzt. •hg, °btt *4 ?pen mittiii; 8C* Sainzer H I1 Pferde=Iioie 1 Ml.-, 11 stück Mk. 10- liebuna 27. Sept, empfiehlt HÄ* sämtliche (ür Bau-Handwerker empfiehlt in Ifc Qualität und grosser Auswahl Eisenhandlung EdqarBorrmam ---Reform- ** Das Regierungsblatt Nr. 22 enthält: Bekanntmachung, die Ergebnisse der Verwaltung der Großherzoglichen Brandversicherungskasse vom Kalenderjahr 1910 betreffend. — Uebersicht über die in der Gemeinde Raibrei- tcnbach (Kreis Erbach- zu erhebenden Gemeindesteuern für das Rechnungsjahr 1913. — Ordensverleihungen. — Namensveränderung. — Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. — Verzeichnis derjenigen Studierenden, denen in der Zeit von Oktober 1912 bis einschl. Juni 1913 auf Grund der abgelegten Tiplom-Hauptprüfung der OJrab eines Diplom-Ingenieurs erteilt wurde. — Sterbefälle. Kreis Lauterbach. — Lauterbach, 12. Sept. (Landesgewerbever- cin.i Bei Gelegenheit der diesjährigen .Hauptversammlung des Landesgew'erbevereins findet im Gebäude der Großh. Webschule zu Lauterbach eine Ausstellung von Schülerarbeiten aus gewerblichen Unterrichtsanstalten der Provinz Ober- hefsen sttttl, die vom Samstag, den 13. bis einschließlich Sonntag, den 21. September d. I. zur freien Besichtigung geöffnet ist. Die Gewerbeschulen zu Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Nidda sind vertreten mit Aufnahmezeichnungen von mustergültigen alten Bauten, Bauteilen und Möbeln, praktischen Uebungen der Weißbinder und Tekora- liousmaler, Arbeiten aus dem kunstgewerblichen Zeichnen und Malen, Modellierarbeiten von Maurern, Steinhauern und Zimmerern, Kunstschmiede- und Metalltreibarbeiten, Holzschnitzereien usw., die beachtenswerte Leistungen darstellen und dem Besucher der Ausstellung einen Einblick in den vielgestaltigen Unterricht dieser Schulen gewähren. Sodann führen die Handwerkerzeichenschulen der vorgenannten Orte, sowie diejenigen zu Butzbach, Grünberg, Hungen, Lau- I terbach. Orten berg und Schlitz hauptsächlich .Schülerarbeiten Hais 'ah»hofstraße31 ia$: Puppcnjeim ttts 2itnmcr ’cnnittcn die in 1 Akt. tun a. m. ‘one Naturaufnahme. tE fatMoumal *5Sä» " Reformh?ns NÄu-S Wes WM Im << —" Zweites Blatt ' ==- Man begreife das ungemein Bedeut fame bet merkwürdigen Wirkungsweise des Odols. Während andere Mund und Zahnpflegemittel, soweit sie für die tägli / e Zahnpflege überhaupt in Betracht komine», tc i i- lich während der wenigen Sekunden des Pluudrei- nigens ihre Wirkung ausüben, wirkt das Odol noch frn 'ihn? nachdem man sich die Zähne geputzt hat, nach. Durch bieje ganz eigenartige Dauerwirkung des Odols werden die zahnzeistörenden Gärungs- und Fäulnisprozesse im Munde stundenlang gehemmt bezw. unterdrückt. C’7r Preis: J/i Flasche (Monate ausreichend) M. L50, 1/3 Flasche M. -.85. Restes ter*" ^Vorgissdie. üngungnkht! KttissDll ju WdiUtll vom 2O.—22. September 1913 umfassend: Pferde, Rindvieh, Schweine, Ziegen, Schafe, Geflügel, Erzeugnisse des Acker- und Obstbaues, landwirtschaftliche Maschinen, Geräte und Hilfsftoffe, milchwirtschaftliche Erzeugnisse und Geräte, wissenschaftliche und bauliche Darstellungen. Lamötag, den 20. September: Prämiierung, Eröffnung, Festessen, Derküti' digung des Prämiierungsergebniffes, Berichterstattung der Herren Preisrichter. Ztr. . Patente In allen Kulturstätten* Ztr. 21 Mk. Hof Schleifeld ?Ä I. Schuch Verlangen Nie bitte Prospekt <;. 1. thV-k 100 - 15.— Achtu iiO’ J Landwirte! tj II. II. ä 1000 A 5000 20 ML 19' , 19 per 100 «tlo head Weizen 25.- 24.- 23 Petkuser Roggen 22 - 21— 20 Frankfurt a.M Mo »da tr. 32 • Teleph.3676 Friedrich Sondermann Werkzeuge und Maschinen epez. L Metall- o. 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