?’• -'Äu®raDril'| "*'Ä S^Seilwn» !"u'WottenLwi^ LZrZÄ f:w r°r:KL ■Ubct,öl*ifl2rf2t0feie" 'Derbe bin Ä««flen 'S ,rinf n-er flri!!)tl Bilder mit und ohne RMirn Mwm in allen Preislagen fflrtifc B. Ö3i iud) kleine Pollen billigsi ■i Stiel Glasermeister (anileiberg? Telephon 575. p» Erstes Blatt 163. Jahrgang Astiger Gießeü _ . . .. . ^Obt?^a°ge§numm« Rotatlonsdruck UN- Verlag der Vrrihl'schen Univ.-Buch- Md 5teindru6erei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchlllftratze 7. La^«: E.H^ür den bis vormittags 9 Uhr. Viidmgen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße J6a. Anzeigenteil: H. Beck. Dienstag, 6. Mai WZ Dezu gtzprer s: monatlich75Vi., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Alk. 2.— u iertel- jährl. ausfchl. Bestellst. Zeileupreis: lokal 15Ps., auswärts 20 Pienniq. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den polilifchen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und „Gerichtssaal": K. Neu- Nr. 104 Der Sleheser Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SicheverZarnilirnblättrr: zweimal wöchentl.Areis- b latt für den Ureis Gi ehen (Dienstag und Freitags; zweimal monatL, £fiab= wirtschasGche Sei tf ragen Fewiprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Die heutige Nummer amfafet 10 Seiten, Waffenkonfliktes nicht nackzugeben. Da t Krone den Vorschlag ablehnte, trat oas Kabinett zurück. tina die MHtnung ere vom sollte, könne diese vort der türttschen Truppen, die sich in Albanien befinden. Konferenz nicht zur Erörterung gelangt seien. Dieser Beschluß war der gemeinsamen Regierung । könnt; er ist jedoch so verklausuliert und insbesond König und dem Kronprinz-en mit solchen Vorbehalten versehen worden, daß er durchaus wertlos erscheint und die Entschluss« Oesterreich-Ungarns in keiner Weise modi- kutaris zu beantragen, einsamen Regierung auch be- Jtalien keinen Rechtstitel haben, um in Albanien militärisch einzuschreiten. Falls eine Truppen-, landung für notwendig erachtet werden sollte, könne diese " nur international sein, in keinem Falle ab-'er wäre es König habe auch endlich eingeschen, daß ein weiterer Widerstand unnütz und gefährlich wäre. „Agence Hav-as" meldet: Der Ministerrat schlug der ein Diplomat im Laufe der Unterhaltung dem Vertreter tFeindseligkeiten zwischen Türken und Bulga-> des Reuter-Bureaus, daß selbstverständlich die Gerüchte von ^r c n nur um 10 Tage verlängert worden sei. Amtlich wird einer österreichisch-italienischen Aktion in Albanien auf der g -rklärt, daß Verhandlungen im Gange seien über den Transzulässig, daß eine Großmacht Gebiete besetze, zu deren Räumung man Serbien gezwungen habe. Giuliano habe betont, daß der italienische Plan keineswegs auf einer Verabredung mit Italien beruhe, sondern mit dem österreichischen Plane lediglich parallel laufe. Die türkisch-bulgarische Waffenruhe. Konstantinopel, 5. Mai. Die Pforte teilt halbamtlich mit, daß die Frist für die Einstellung der Krone betreffend Skutari vor, selbst im Falle eines cm _ ee E.v2 «j. . o ..!x x - - -r.------t - - DL die Die Botschafterkonferenz hat sich heute nachmittag l sowie der Truppen Essad Paschas, dem befohlen wvrden 51/2 Uhr auf Donnerstag vertagt. ' bsei, feine Truppen unter den Befehl des Kommandanten Das Reuter-Bureau empfing nach der Sitzung vom 8 der Westarmee Ali Riza zu stellen. — Der Generalstabs- Auswärtigen Amt folgende Mitteilung: Die Tatsache, daß L Offizier Edib Bey ist zum Attache der türkischen Friedens- b*er Khnig von Montenegro das Schicksal Skutaris^ in die LDelegation ernannt worden. Die Behandlung des albünesischen Problems wird nach Maßgabe der Notwendigkeiten erfolgen. O e st e r r e i ch - U n - garn und Jtaliert haben bezüglich Albaniens i hr Programm. Es werde jetzt die Frage des Statuts und der Organisation gelost werden müssen. Ob ein bereiten beschlossen ward. ftzieren kann. Bei dem Minister des Aeußern Grafen Bericht old fand am Sonntag nachmittag ein gemeinsamer Ministerrat statt, an welchem auch der Chef des Generalstabs Freiherr v. Hötzendorff teilgenommen haben soll. Nach einer Blättermeldung ans Cetinje fand am Sonntag unter dem Vorsitz des Königs Nikolaus eine außerordentliche Beratung statt, der alle Minister und Generäle beiwohnten. Die Mehrheit der Generäle habe sich dafür ausgesprochen, daß die Regierung die Forderung der Mächte betr. Skutaris erfüllen möge. Das Ministerium habe seinen Rücktritt gegeben, und es werde dies allgemein als ein Beweis dafür angesehen, daß die Anhänger der Räumung skutaris das Uebergewicht behalten hatten. Nach einer anderen Meldung habe der russische G-esandte in Cetinje im Auftrage Sasonows von neuem mit großer Entschiedenheit den König N'ikolaus zur Nachgiebigkeit gedrängt. Der gerüchtweise gemeldet, daß die Mitglieder der provisorischen Regierung von Valona, Midhat Fraodery und Abdul Üpy von Sendliugen Dschavids ermordet wvr-, den seien. Der „Temps" behauptet, der Botschafter einer der Triple-^Entente-Mächte in Rom habe am Sonntag einen Schritt bei dem Minister des Aeußern San G i u l i a n v unternommen und darauf hingewicsen, daß Oesterreich und über. Don der Stadtseite nämlich zogen die Truppen des Mgcreauschen Korps, von Taucha her aber die berittene kaiserliche Garde, bis sich endlich diese Züge auf der Höhe von Stötteritz zu vereinigen schienen. Unter diesen Truppen glänzte die kaiserliche reitende Garde besonders hervor; im glänzenden Waffcn- schmucke und in der herrlichsten Haltung rückte sie langsam in den blutigen Kampf dahin. Doch laut jammernd kamen ihr schon die Verwundeten in ganzen Zügen entgegen und suchten in der Stadt ein sicheres Obdach. Napoleon in einem einfachen grauen Uebcrrvcke, bis an den Hut, beim Reiten vorher, mit Lot bespritzt, ging, die Arme zurückgeschlagen, ernst aber fest vor sich hinblickend, in dem Kreise auf und nieder oder stand auch vor dem Lagerfeuer still und störte mit den Füßen zwischen den Brandscheiten. Deutlich las man auf seiner finsteren Stirne, daß er viel und lebhaft denke; aber nichts in seinen Mienen verriet eine Unruhe oder Unentschlossenheit, wie viele sie ihm gerne angedichtet hätten, wohl nur deshalb, weil er auch jetzt, wie immer, in seinen Bewegungen sehr schnell und lebhaft war. — Bald blickte er in die Karten, die halb ausgerollt auf einem Feldtischc lagen, bald aber »mochte er sich zu den Ingenieuren, die neben ihm ihre Reißbretter und Bestecke auf der flachen Erde ausgebreitet hatten; bald kehrte er wiederum zu den ansprengenden Adjutanten, ließ sich einzelne Gefangene, Russen und Oesterreicher vorführen; aber, ohne toeiter lange auf sie zu hören, ging er dann wieder aus und nieder, schnupfte viel und blickte, kaum von der Erde, »nenn er den nahestehenden Generalen einzelne Worte zurief. — Die Köche hatten indessen auf dem Feld ein Frühstück bereitet; im Gehen genoß der Kaiser menige Bissen, ließ darauf Tasse und Teller schnell wieder wegnehmen und ging dann in lebhaftem Gespräche mit Cau-laineourt noc^ rascher im Kreise auf und ab. So mochte eine und eine halbe Stunde seit seiner Ankunft vergangen sein, als plötzlich unter starker Eskorte der König von Sachsen mit seiner Familie auf der Chaussee von Würze»: daher, kam. Die Wagen blieben neben dem Feldlager halten und der alte König war schon ausgestiegen, als ihm Napoleon entgegen kam. Beide Monarchen umarmten sich und gingen bann Hand in Hand an den Wagen der Königin und Prinzessin, die allerdings über den nahen Kmonenbonncr etwas erschreckt schienen. Ter Kaiser war ganz Freundlichkeit, brach aber die Unterhaltung bald wieder ab. Der König stieg nicht wieder in den Wagen, sondern ritt mit einigen Offizieren seiner Garde du Korps voraus in die Stadt. Bei. den tausend Leiden, welche dieser unglückliche Krieg über Sachsen verhängte, bei dem geteilten Interesse des Volks und des Königs bei der Gefahr, welche die feindlichen Kanonen der Stadt eben jetzt immer schrecklicher verkündeten, war e5 natürlich, daß die Bürger bet ihres Königs Einzug nicht wie sonst in laute Freude ausbrachen. Das Volk empfing ihn Der Rückzug Montenegros und die Londoner Votschasterkonferenz. Es hat sich bestätigt, was wir gestern durch Aush-ang veröffentlichten: Der uilgarische Ministerpräsident hatte im Abgeordnetenhaus die Mitteilung gemacht, der Gesandte in Cetinje habe telegraphiert, daß Köni^ Nikita gewillt fei, die Stadt Skutari bedinLUNZslos raumen zu lassen. Weitere Meldungen bekundeten, daß der Ministerrat, der sich auf. bas bisherige Beharren im Widerstande 31 sehr festgelegt sah, seinen Rücktritt vollzog, während der König selbst einstweilen die Krone weiter trägt. So hat denn die Bvtschafte-rkvnferenz in London gestern erleichtert mrfgeatmet. Damit ist aber das problematische Staatswesen Neu-ALaniens noch nicht geordnet! Die Gefahr, baß es in diesem Wetterwinkel zu Mutigen Auseinandersetzungen und zu einem militärischen Eingreifen Oesterreichs und Italiens kommt, ist einstweilen etwas in die Ferne gerückt. Noch weiß man nichts genaues über die Pläne Essad Paschas, den die Slavenmachte gerne an der Spitze des neuen Staatswesens sähen, der aber darum wohl von Oesterreich und Italien schwerlich anerkannt würde. Die Suche nach einem Thronkandidaten, die in erster Linie von 'den beiden genannten Mächten eingeteitet werden wird, mag noch manche Schwierigkeiten auftauchen lassen. Die Beziehungen zwischen Wie»» und Rom sind heute zwar recht gut; aber darüber darf nicht vergessen werdem daß die beiden Staate»» in Albanien eifersüchtige Nebenbuhler sein könnten, falls die slavische Gefahr ihnen nicht für zuverlässige Abmachungen beizetten die Augen öffnet. Wien, 5- Mai. Die „MontckgsrevUe" meldet: Am Sonntag traf hier ein Telegramm ein, nach welchem der montenegrinische Kronrat am Samstag beschlossen habe, in der am Donnerstag zuscrmmeittretenden Skupsch- wasfnetes , , .... hängt von den Umständen ab. Falls die Meldungen, daß Essad und Dschawid Pascha mit 'einer starken Macht vor» über 40 000 Mann auftrete»», richtig sind, so kann das Einschreiten auch einen militärischen Charakter annehmen. Von einer Teilung Albaniens ober der Schaffung von Einflußsphäre»» ist keine Rede. Es ist offiziell nichts darüber bekannt, daß anhere Mächte an einem eventuellen Eingreifen in Albanien teilnehmen wollten. Paris, 5. Mai. Aus B r i n dif i wird dem „Temps" Hände der Mächte gelegt hat, gereicht den Regierungen fer Großmächte zur größten Befriedigung. Die Mächte werden jetzt erwäge»», welche AbmachnniMi für die Zukunft hinsichtlich der Stadt getroffen werden sollen. Die Wiener „Neue Freie Presse" meldet aus C a t t a r 0: Zur Nachgiebigkeit Montenegros dürste der Umstand beigetragen haben, daß sich die Folge der Blockade und.der Einstellung des Verkehrs von Cattaro in Montenegro bereits stark fühlbar macht. Es fehlt ait Lebens mittel»» und anderen Bedarfs-Artikeln. Heute oder.morgen wird in Ce tinj e die Stadtbele»ich tut» g eilige ft eilt werden müssen, da die elektrische Beleuchtung bereits seit längerer Zeit nicht mehr funktioniert und auch der letzte Rest von Petroleum! bald verbrauchÄ sein wird. In beit Privat hä usern werden schon seit einigen Tagen Kerzen gebrannt, aber auch dies er Vorrat ist erschöpft. Auch das Benzin ist ausgegangen. Das albanische Problem. Wien, 5. Mai. Die „Neue Freie Presfe" meldet: , kalt; der Monarch aber sah freundlich und ernst auf dasselbe; nichts verriet in seinen Mienen die Gefahr dieser Tage. Allmählich war es indessen Llbend geworben, Napoleon, der bis dahin noch immer auf bem Felde vor Reudnitz gelegen hatte, brach nun nach bem Dorfe Mockau auf, wo sich mehrere Garberegimenter gelagert hatten, und »vohin auch bie kaiserliche»» Kasse»» unb bic Bagage gebracht waren. In der Nacht kehrte,cr von ba über Stötteritz nach Reubnitz, ganz nahe an ber Stabt zurück, wo er in bem Gartenhause des Herr»» Vetter (Vetter und Preller) blieb." * — Kinderbe nkmürtze. Aus Frankfurt a. M. wirb gemeldet: Auf Grunb des von ber Vereinigung zur Herstellung und Berbreittmg einer Kinberbenkmü»rze ausgeschriebene»» Wettbewerbs sind 30 Entwürfe ein gegangen. Das Preisgericht bat zwei erste unb zwei zweite Preise zuerkannt, bie ersten den Bilbhanern! August Haag unb Otto Weißmüller, bic anderen an Albert Kraeurer und Johannes Rumpf. „Lobende Erwähnung" erhielten Bilbhauer Otto Kramer unb Ang. Haag. Die Entwürfe werben vom 7. bis 18. Mai im Kunstgewerbemusenni ausgestellt. — Der Brantkelch ber Maria Stuart unter bem Hammer. Aus Lonbon wirb berichtet: Bei Clnistie hat jetzt die Versteigerung der berühmten Sammlung von kostbaren alten Emaillewerken und bemaltem Porzellan, die John Maleolm zusammengebracht hatte, Jhrttgcntnbtn. Mit lebhafter Spannung erwartete man die Bcrstrigerimg des berühmten so- genamtten „Brautkelches" der Maria Stuart, einer prachtvollen Emaillcarbeit aus Limoges, Malereien von Jea»» Eo.^t, bic bas „Fest der Götter" unb das Wappen Schottlands barstellen. Der Pariser Kunsthändler Seligmann erwarb baS Stück nach langem1 Kampfe für 34 650 Mk. Für eine kleine byzantinische Truhe mit Rankenwerk und einer Inschrift würbe»» 36 750 Mk. bezahlt. 'Ein harter Kampf entspann sich bann um eilt. Paar emaillierter Salzfässer aus Limoaes mit Malereien von Jean Limousin: bic Darstellung zeigt Imm, Merkur, Dia»»a, Venus, Apollo unb sechs Musen. Für bic beiden Salzfässer, für bic im Jahre 1884 9300 M. angelegt worben Ware»», »vuroen jetzt nicht weniger als 73 500 Mk. bezahlt. De»» höchsten Preis erzielte eine Schüssel von Lirniousin mit einer Darstellung eines Gastrnahsts der Götter; ein englischer Sammler legte für bas Stück 154 350 Mk. an. — Kurze Nachrichten ans Kunst unb Wissen- schaft. Arnundsen, bem föntbccFrr bcs Südpols, würbe ein- stim'mig Vom Stört hing als Nationalbelohnung ein Jahresgehalt von 6000 Kronen bewilligt. Die amtliche Mitteilung nach Londvn. London, 5. Mai. (Agence Havas.) Die montenegrinische Regierung teilte der englischen amtlich mit: D a es Montenegros Würbe nicht erlaube, vor einer vereinzelten Kundgebung zurückzu weichen, so lege es bas Schicksal Skutaris in bic H änbe der Mächte. Die „Sübslaivische Korrespondenz" meldet aus Cetinje: Die Gesandten Rußlands, Frankreichs und Englands unternahmen einen gemeinsamen Schritt bei dem König von Montenegro, um ihn zu veranlassen, Skutari sofort zu räumen; sic erklärten, ihre Kabinette imirben sich nachdrücklichst für gewisse territoriale und finanzielle Kompensationen einsetze»». Der italienische Gesandte ergänzte den Schrttt der Gesanbten der Ententemächte burch eine besonbere Mitteilung unb riet dem Könige dringend, sich den Forderungen der Mächte zu unterwerfen. Wie aus diplomatischen Kreisen verlautet, überbrachte der russische Gesandte dem König von Montenegro eine direkte Mitteilung des Kaisers von Rußland, bic eine Antrvort auf bas Handschreiben bes Kö»»igs Nikolaus barstellt, in der der König bic Entscheibung in bic Hänbe bes Kaisers von Rußland gelegt wissen wollte, jedoch die Forderung aufstellte, daß es beim Nachgeben auch äußerlich durch Rußland gedeckt würde.' Diese Schritte ber Gesandten sowie bic neuerliche»» freunbschaftlichen Ratschläge Serbiens unb Bulgariens veranlaßten den König, einen außerordentlichen Rat in den Konak zu berufen, welcher nach stürmischen Szene»» ergeben haben soll, daß die Forderung, Skutari zu behaupten, nicht mehr eimnütig erhoben wirb. An den montenegrinischen Delegierter» in Lonbon, P 0 p 0 w i t s ch , sinb tätigere Instruktionen gegangen, welche der veränderten Haltung Montenegros entsprechen und Grey vorgelegt werden sollen. Die Sitzung der Konferenz. London, 5. Mai. Das Reuter-Bureau erfährt: Die Botschaftert>emnigimg nahm in aller Form Kenntnis von dem Entschlüsse Montenegros. Alle Botschafter hätten ihrer Befriedigung bar»vber Ausdruck gegeben. Tie Mächte würden jetzt in Verhandlungen untereinander treten, um eine Entscheidung zu treffen, wie und wann Skittari den Mächten übergeben werden folle. Auf der Konferenz sei vorgeschlaaen worden, daß die Stadt den Flottenoffi- zieren übergeben werde, welche die Mächte verrieten, deren Kriegsschiffe jetzt an, der Küste liegen. Im Laufe der Besprechung erinnerte Gr e y daran, daß ber Status Albaniens bereits bei der ersten Zusammenkunft der Botsck)after im Dezember vorigen Jahres geregelt worden fei, und er fügte hinzu, daß Oesterreich und Italien beauftragt worden seien, 'die Grundzüge des Planes vorzubereiten, der der nächsten Zusammenkunft.der Botschaftervereinigung von den Botschaftern Oesterreich-Ungarns und Italiens vorgelegt werden solle. Grey verlas auch den Entwurf der vorgeschlagenen Friedensbedingungen, welcher den- Regierungen zur Genehmigung unterbreitet werden solle. Öcach der heutigen Zusmmnenkunst der Botschafter erklärte' ch war am Leibe mit eine» fl MM v batcuvelcheniichdurM U w Rillen Tag und M Ä inigte. Zn 14 Tagen iA ■ ccker’s Pateni-3edi- J üial-Süfe ba? Hebel fr M uw. Ticic Seife iii mfr: S ■/'•jt. sondern WA. wen. U crg ^dSt.öOW1 in' fl 1J0 M. l350;,w (liirffr M hin1. Tazu Zackooh1 reine und 75 Pi.' U W rUuivcrsctäte' Avoibelc, 3 sn'ch'Avolbclc, bei Aus. S oll, tz'arl Seibel, Wb. « Ibiancr, Cf!: sllM, M nil£.irn, (yrnit 51 oll u'.: jj Sdjrabcr, Drogerien y, ErmsernAgen an Napoleon vor der Völkerschlacht. Von denen, die selbst noch bte Ereignisse unb die Menschen von 1813 gesehen haben, weilt heute keiner mehr unter den Le- 'beudeu, aber so mancher hat noch, als er jung war, ein altes 'Fanulienglieb aus den Tagen ber schweren Not erzählen höret» Und in vielen Häusern werben noch vergilbte Hefte pietätvoll iauft>ewahrt, iit bet»en die, bie bamals lebten, ihre Erlebnisse in jber großen Zeit der Erinnerung überliefert haben. Solch ein pergilbtes Heft ist es, bas Dr. Ferbinanb Grautofs unter P Iben» Titel „In Leipzig während ber Völkerschlacht" ■bei ber Dieterichschen Verlagsbuchhandlung (Theodor Weicher) in Leipzig soeben veröffentlicht. Unter den Erinnerungen, bic Grautoff hier nach seinen Familienpapieren bekannt macht, sinb bic interessantesten bie bes Leipziger Studenten Ferbinanb Heinrich L. Grautoff, ber 1832 als Bibliothekar unb Professor in Lübeck I verstorben ist. Fiel doch in seine Studentenzeit gerabc bic Riejen- .schlackst, burch bic Napoleons Kraft gebrochen würbe, unb so «groß auch bic Not unb Angst jener gefährlichen Tage war, >fv hat es sich doch der Stubiosus 0j-rautosf nicht nehmen lassen, iben Anblick des im Entschcibungskampfe stehenden Imperators »zu suchen. Unter manchen Schwierigkeiten bahnte er sich bar ertwistlwitz erhob, sah man oft deutlich das Helle Feuer auf »litzen. Dorthin rückten nun auch in ununterbrochenem Zuge i>u schönsten französischen Truppen nahe an dem Felblager vor- sowic einzelne Tcvv'-l- nfchluh an die WM _ „ Lailer-Ällttll' H^SS^elccbon® jtreffen-1 eit, Giesset eöjferte! a’/j n»Weis ,"S». 5u dem Anschlag auf den Großherzog von Baden. Karlsruhe, 4. Mai. Amtlicherseits wird erklärt, daß es sich bei dem Tapezierer Jung, der gestern in Mannheim -auf das Trittbrett des Wagens des Großherzogs sprang, um einen geistig minderwertigen Menschen handelt. Darauf deutet auch der Umstand hin, daß Iuirg im Oktober vorigen Jahres vom Mannheimer Be- zirksamt auf seinen Geisteszustand untersucht wurde. Bor bem Borfall hatte der Mann 10 Glas Bier getrunken. Danach dürste auch seiner Behauptung, daß er auf den Vorgang bezügliche Briefe aus Berlin erhalten habe, keine große Bedeutung beizumessen fein. Jedenfalls ergab die Durchsuchung der Jnngschcn Wohnung keinerlei Anhaltspunkte für die Richtigkeit dieser Behauptung. Der Besuch des Prinzregenten von Sayern in Karlsruhe. Karlsruhe, 5. Mai. Prinzregent Ludwig bon Bayern und Gemahlin trafen um 4.30 Uhr int Sonderzug auf dem hiesigen Hauptbahnhof ein, wo sich zum Empfange das Groß her zogspaiar und das Prinzenpaar Max von Baden, ferner die Spitzen der Zivil- und Militärbehörden eingefunden hatten. Erne Abordnung des Vereins der Bayern in Karlsruhe ließ durch drei wei^e kleidete Mädchen der Prinzessin Ludwig einen herrlichen Rosenstrauß überreichen. Auf der Fahrt durch die festlich geschmückten Straßen der Stadt zum Residenzschloß wurden die Fürstlichkeiten von einer überaus zahlreichen Menschenmenge lebhaft begrüßt. Am Schloßportal empfing die Großherzogin Luise von Baden ihr« Gäste. Trinksprüche. Bei dem Galadiner im Residenzschlosse brachte der Großherzog Friedrich von Bad en einen Trink- spruch au§, in dem er sagte: „Eure Kgl. Hol), und Ihre Kgl. Hoh. die Frau Prinzessin, heiße ich zugleich namens der Großherzogin herzlich in meinem Haus und dem Lande willkommen. Es ist uns eine Freude, Eure Kgl. Hoheiten bei uns begrüßen zu dürfen und wir schätzen den Vorzug dieses Besuches besonders mit Rücksicht darauf, daß für Eure Kgl. Hoh.,die Zeit tiefster Trauer noch so nahe liegt. In diesem so willkommenen Besuche Eurer Königlichen Hoheit und Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Prinzessin erblicke ich ein sichtbares Unterpfand der Fortdauer der guten Beziehungen, die in so erfreulicher Weise schon lange zwischen unseren Häusern Und Ländern bestehen. Der Prinzregent anttoortete: Bevor ich Eurer Kgl. Hoh. und Ihrer Kgl. Hoh. der Frcku Großherzogin innigen Dank sage für die gütige Aufnahme, welche die Prinzessin und ich hier gefunden haben, bitte ich bewegten Herzens unseren herzlichsten Glückwunsch aussprechen zu dürfen, daß Eure Kgl. Hoh. der Gefahr glücklich entgangen sind, die gestern deren kostbares Leben bedrohte. Eure Kgl. .Hoh. haben Worte warmer Begrüßung an uns ge- richttt. In diesen Worten hat die Verehrung, mit der Eure Kgl. Hoheit meinem in Gott ruhenden Vater zeitlebens zunetan waren, herzlichen Ausdruck gefunden. Ich danke Eurer Kgl. Hoh. für diese Bekundung des ehrenden Gedächtnisses, das Eure Kgl. Hoheit meinem Vater widmeten und das meine Gedanken an den schweren Tag zurücksührt, an dem die deutschen Bundes- fürften, an ihrer Spitze Seine Majestät der Kaiser dem Prinz- Regenten das letzte Geleit gegeben haben. Daß Eure Kgl. Hoh. damals durch Ihre Anwesenheit mir unb meinem Hause so sichtbar Ihre Anteilnahme an unserer Trauer bezeugt haben, verpflichtet mich zu tiefem Dank. Ich habe vor vier Jahren im Auftrag meines hochseligen Vaters an dieser Stelle den freundschaftlichen Gefühlen Ausdruck verliehen, die ihn mit Eurer Königlichen Hoheit und dem Großherzoglichen Hause verbanden. Die Aufnahme, die ich damals im schönen Badener Lande gefunden lyabc, steht mir noch in lebhafter Erinnerung. Nicht Iminber herzlich toar der Empfang, den Eure K. H. und Midens Hauptstadt mir und der Prinzessin heute bereitet haben. Es ist Mir daher eine ganz besondere Freude, zu Betonen, daß die herzlichen lEmpsindungen, die ich int Namen meines Vaters ttussprechen durste, aud\ die Meinen sind, daß ich von dem mtp richtigen Wunsch beseelt bin, die innigen und sreundnachbar- lichen Beziehungen hoch zu halten, die unsere Häuser und Länder verbinden. Diese Beziehungen haben ihre feste Stütze in der Treue, in der wir, gleich unseren Heimgegangenen Vätern zum Reich stehen. Ich weiß mich Utit Eurer K. Hoh. einig in der Aufrichtigkeit, in der wir entschlossen sind, an der Wohlfahrt des deutschen Reiches mitzuarbeiten und wenn es gilt, seinen Ruhm und seine Ehre zu verteidtgeu. Von diesen Empfindungen ist mein innigster Wunsch getragen. Gottes reichster Segen möge alle Zeit über Eurer K. Hoh., über bem' Großherzoglichen Hause und über dem ganzen Lande Baden walten! Arrs ßcWeti« DaZ laudw. Genossenschaftswesen und eine Anfrage des Abg. D. Winkler. rb. D a r m st a d t, 5. Mai. Im Hinblick auf die gegenwärtige Krisis im landwirtschaftlichen Genosse n s ch a f t s was en Hessens hat Abg. Dr. Winkler- Oppenheim folgende dringliche Anfrage an die Regierung gerichtet: 1. Ist Großh. Staatsregierung gewillt, die neugegrünbete Zentralkasse hessischer landwirtschaftlicher Genossenschaften unter Staatsaufsicht zu stellen? 2. Ist Großh. Staatsregierung gewillt, dieser Zentralkasse zur Erleichterung ihrer Ausgaben ein Darlehen in ausreichender Höhe zu mäßigem Zinsfuß dauernd oder vorübergehend zu gernähren? Oder 3. welche Maßregeln gedenkt die Großh. Regierung sonst zu ergreifen, um dem hessischen Genossenschaftswesen die Ueberwindung der gegeu- wättigen SdmnerigEeiten zu erleichtern und das Vertrauen zu ihm neu zu festigen. Karl 5chrader f. Eisenbahndirektor Karl Schrader ist am Sonrttag abend in Berlin nach einer schweren Lungenentzündung g est o r ben. In Wotfenbüttel hatte seine Wiege gestanden. Zehn Jahre lang war er Mitglied der Braunschweigischen Generaldirektum der Eisenbahnen. Dann trat er 1872 zur Direktion der Berlin- Anhaltischen Eisenbahn über, der er bis 1883 angehört hat. 1881 wurde Schrader Mitglied des Reichstags für Braunschweig Blankenburg, imd als Rickert 1884 doppelt gewählt war — in Brandenbw'g-Westhavelland und Danzig —, wurde Karl Schrader sein Nachfolger in der Berttetung des Reichstagsmandats für Danzig, das er auch 1887 im schweren Septemtatskampf be- haupten konnte. 1890 gelang es ihm, den heintatlichen Wahlkreis Helmstedt-Wolfenbüttel zu erobern. Als er 1893 hier durch den Sozialdemokraten ans her Stichwahl verdrängt worden war, mußte er zunächst der parlantenrarischen Arena fernbleibeit, aber nur für eine Legislaturperiode: 1898 wurde er für Landsberg-Saldin in den Reichstag gewählt, aber 1903 abermals durch die Sozialdemokratie aus der Stichtoahl gedrängt. Dock) erlangte er, noch ehe der Reicktstag zusammengetteten mar, wieder ein Reichstagsmandat: er wurde itach dem allzufrühen Tode von Richard Rösicke in der Ersatzwahl ht Dessau Zerbst gewählt. Nur ungern hat ihn sein Wahlkreis, Hot ihn der ganze Reichstag im iwrigen Jahre scheiden sehen. Wer er blieb gegenüber allen Bitten der Freunde fest bei seinem Verzicht aus eine neue Kandidatur: Meine Wiederwahl würde mtr bald eine Ersatzwahl er* sovderlich machen. Ms Schruder in das Parlament eintrat, sckckoß er sich der Lib-ers^ozr Nereinigung, bet? natronaUibcratcn Sezessio nisten, an, die sich 1884 mit der Fortschrittspartei zur Teutsch- sreisinnigen Partei vereinigte. Ms 1893 die Trennung erfolgte, war Schrader neben Rickert und Dr. Barth ein Führer der Freisinnigen Vereinigung. Mit besonderer Fretide hat er 1910 den Zusammenschluß der drei lintsliberalen Parteien zur Fvttschritt- lichen Volkspartei begrüßt. Der Berliner kirckstiche Liberalismus verehrte in Schrader, so lesen wir in der ,.Voss. ZtgG, sein Oberhaupt: nackt dem Tode des mannhaften Kammergericktsrats Schröder ginn die Leitung der.Partei in seine Hände über, er hat dem kirchlichen Fortschritt sein Herz gefdtenft! Alle seine reichen Gaben stellte er Mit jugendlichem Idealismus in den Dienst der kirchlichen Fr eiheitskämp i c. Schrader l»at . den Deutschen Protestantenverein, dessen Präsident er war, aus seiner akademischen Reserve ins Licht der Gegenwart gerückt, und an den praktisckjen Problemen des Tages beteiligt. Er hat mit Rat und Tat seine Zeitschriften zu heben gewußt, bat an den umfassenden literarischen Btwöffentlichnngen des Vereins wesentlich mitgewirkt, die besonders seit Jahresfrist einen neuen mächtigen Aufschwung nahmen. Unb wie trat er für die von der Orthodoxie bedrohten liberalen Pfarrer ein: mtin nenne die Namen Weingatt, Max Fischer, Jatho, Traub. Traub wurde durch Schraders weitschauende Orgauisatton in seiner kritischen Stunde Direktor des neugegründeteu Protestantenbundes, wie anläßlich Iat'hos Amtsent- setzung die Jathospende ins Leben trat. Am 8. August 1910 durste Schrader den durch seine Opfersteudigkeit ermöglichten Internationalen Berliner Religionslongreß mit Bewegung eröffnen: feine Präsidentenrede zeigte ihn auf der vollen Höhe seines Wirkens. In seiner Heimatstadt Wolfenbüttel wird die Asche des Entschlafenen beigesetzt werden. England? Besorgungen vor Uebersällen zur Lust. London, 5. Mai. Im! Manfion House fand heute nachmittag Aue große Versammlung unter .dem Vorsitz des Lordmayors statt. Die Versammlung, die nicht von einer bestimmten Partei einberufen war, gab dem Wunsche Ausdruck, Maßnahmen zu ergreifen, um vollständige Sicherheit gegen Angriffe anS der Luft zu erlangen. Au der Ver- santmlung nahmen eine große Anzahl von Peers und Mitglieder des Unterhauses, Bankiers und Finanzlettte teil. Der Herzog von Argyll beantragte, England solle Vorkehmmgen treffen, um sich so bald als Möglich ein „ausgesprochenes Uebergewicht in der Lust" durch Anschaffung von Luftschiffen und Flugzeugen zu verschaffen, ebenso wie m'an es gegenüber der nächst- stärksten Macht zur See tun müsse. Sir «Edward Beanchamp, der Präsident der Lloydgesellschaft, stellte den Auttag, einen Verein für die nationale Verteidigung in der Lust zu gründen. Mle Anträge mürben einstimmig angenommen. Arss sradt urrH CÄirH* Gießen, 6. Mai 1913. * * Lehrerpe rsonalien. Dem Schulamtsaspiranten Hch. Carl aus Ortenberg wurde die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu. Eckartsborn übertragen. * * Forst Pers onalien. Der Großh erzo g hat den Forstassistenten Adolf Keil zu Grünberg zum Oberförster der Oberförsterei Ulrichstein und den Forstassessor Wilh. Reitz zu Beerfelden zum Forstafsistcnten ernannt. • • N.Nhestandsversetzung. Der Großherzog hat den Ministerialkanzlisten bei bem Ministerium der Finanzen, Hch. Delp zu Darmstadt, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Nuhe- stand versetzt nnb ihm den Charakter als „Kanzleiratt verliehen * • Stempelabgabe für Versicherungen. In weiten Kreisen herrscht noch vielfach eine irrige Ansicht über die durch Ministcrialerlaß vom 17. Juli 1912 in Hessen gesetzlich eingefübrte Stempelabgabe auf Versicherungen aller 91 rt. Der Stempel ist von den Versicherten zu tragen und tuirb von den Versicherungsvertretern gleichzeitig mit der Prämie erhoben. Die Betrüge werden dann von den Gesellschaften an die Hauptstaatskasse in Darmstadt abgeführt. Versicherungen, besonders die der Feuerbranche, unter 3000 Mk., sind stempelfrei. Wird dieser Betrag überschritten, so ist für jedes angefangene Tausend der Gesamtsumme 20 Psg. Stempel zu zahlen. Die Abgabe betrügt demnach bei einer Gesamtsumme von Mk. 3000 bis 4000 — Mk. 0,80, Mk. 4000 bis 5000 --- Mk. 1,—, Mk. 5000 bis 6000 = Mk. 1,20, Mk. 6000 bis 7000 — Mk. 1,40 usw. Bei Versicherungen mit Vorauszahlungen für die Gesauftversicherungsdauer ist auch der Stempel für diese ganze Zeit im Voraus zu entrichten. * * Gastfpiel im Stabt tbc ater. Für Gießen steht in nächster Zeit ein interessantes künstlerisches Ereignis bevor. Die bekannten und gefeierten Tanzkünstlerinnen Geschwister Wiesenthal werden am Dienstag, 27. Akai, ein einmaliges Gastspiel im Stadttheater absolvieren. " Die O b erhes st s ch e Gesellschaft für Natur- und Heilkunde (Naturwissenschaftliche Abteilung) hält eine wissenschaftliche Sitzung cnn Mittwoch abenb im Hörsaale des Mineralogischen Instituts ab. Die Tagesordnung lautet: 1. Vortrag des Prioatdozenten Dr. Bogel von Falckenstein: Einige Faktoren der Bodenfruchtbarkeit mineral ft ofsarmer Waldböden (Bnntsandftein). 2. Professur Kaiser: Vorlage von neuen Mineralsendungen aus Deutsch- Süd weIa frika (Diamant, Beryll u. a.) Gäste "willkommen. ** Die Völkerkundliche Ausstellung aus den Gebieten der Baseler Vtiffion, die voM 6. bis 23. dlpril in der alten Klinik stattfand, hat einen alle Erwartungen übertreffenden "Erfolg gehabt. Sie wurde in diesen 18 Tagen von insgesamt 16 506 Personen besucht. Der Hauptanteil davon fällt auf Schulen und Vereine, die in einer Gesamtzahl von 10 723 Personen tarnen. Einzelbesucher waren es 5783. Besonders stark war der Besuch aus der näheren und weiteren Umgegend. )llus so entfernten Gemeinden, wie Groß-Felda, Stumpertenrod, Ober-Breidenbach usw., erschienen die Sd'ukn. Auch die benachbarten preußischen Landesteile beteiligten sich sehr lebhaft. So kamen, außer aus vielen Landgemeinden, die Volksschulen und die höheren Schulen aus Wetzlar. Die tTinnahmen beliefen sich auf nahezu 5000 Mk., die Kosten freilich aud) auf fast 3000 Mk. Bvn diesen Ausgaben fiel der weitaus größte Teil auf unsere Stadt, der ja auch der starke Zustrom von Menschen zugute kam. Sehr viel höher ist freilich der ideale Gewinn zu bewerten, den die Ausstellung unferer Stadt gebracht bat. Der Leiter der Baseler Missions- gesellschast, Herr Direktor D. Oehler, hat in einem längeren Schreiben feiner lebhaften Beftiedigung über das schöne Gelingen der Ausstellung imb über das große Entgegenkomnren, das sie in allen Vereinen geftmden habe, Ausvruck gegeben und spttcht dafür seinen herzlichen Dank aus. Besonders- gedenkt er aber der kostenlosen Ueberlasfnng der alten Klinik seitens der Stadt, der gastfreien Llusilahme der Ittsstomire in unseren Famllien und der bei der Vorbertttung, Führung und ^lnssicht beteiligten Damen und Herren. Sein Wimsch, daß die Ausstellung eine Anregung gegeben haben Möge, sich eingelyeitber, als bisher, mit der Mission zu beiduftigen, nrirb hofferttlich in Erfulbmg gehen. * • Der Ehrenpreis, den der hiesige Verein für Luftfahrt für den Prinz Heinrich-Flug gestiftet hat, ist im Schaufenster des Goldwarengeschäfts Karl Brück, Kreuzplatz, au§- gestellt. Der Ehrenpreis besteht aus einer silbernen Bowle auf silbernem Untersatz. ** Dor Bezir kstag des Verbandes mittlerer Reichs Po st- und Telegraphenbeamten fand am Sonntag im Einhorn statt. Zu der Versammlung waren über 100 Personen gekommen, galt es doch, die endliche befriedigende Lösung der für sie so sehr ungünsttgen Gehaltsreform von 1909 zu feiern. Tie Reichstagsabgeordneten Landgerichtsrat Strack und Dr. Werner waren der Einladung gefolgt und tmterzogen sich der Mühe, einige UnNarhetten und Befürchtungen zu berichtigen und zu zerstreuen. Sie fanden dankbare Zilhörer. ** In Bakoss Kammer-Lichtspielen erscheint eben als Hauptanziehungspunkt das neue Filnrdrama „Der Tod in Sevilla^ von Urban Gad mit Afta Nielsen in der Hauptrolle. Die Handlung, deren Höhepunkt ein Stiergefecht darftelll. ist von der deutschen Biograph-Gesellschaft autgenourmen und bringt u. a. außerordentlich reizvolle Landschaftsbilder und Straßenansichten mit malettschen Winkeln und üppigen Götten, z. T. hock, über den Dächern Sevillas, und mit der Aussicht auf die schöne Stadt. Inmitten dieser entzückenden Umgebung spielt sich das Drama ab, das die Liebesmychichte einer armen Spanierin darstellt, die an einem Torero Rache nimmt, der sie ihrem Liebsten gestohlen und in die Berge geschleppt hat. — Auch die übrigen Vorführungen sind recht unterhaltend; Bilder von prächtigen Reizen bietet eine Naturaufnahme auS den ftanzösi- schen Alpen. ' ** Die Obstbaumanlage auf dem MärbetEengelänbc, die vor einigen Jahren gepflanzt wurde — es sind etwa 100 Apfelbäume —, steht in diesem Jahre das erstemal in voller Blüte und wird jedenfalls den ersten (Ertrag liefern. Leider hat man die Anpflanzung von Obstbäumen auf dem Gelände nicht fortgesetzt. Der Anfang zu einem Vogelschutzgehölz ist am Damm der Kläranlage gemacht. Trotzdem steht noch unbenutztes Land zur Verfügung, das sich für Obstbäume sehr gut 'eignet. < ** Welchen Nutzen bringt das Bieberlieschen unserer Kaufmannschaft. Diese Frage beschäftigt zurzeit die Handelskammer. Mitglieder der Kammer halten in der Stadt Umfrage, um den Betrag möglichst genau festMstellen. Daß bie Biebertalbahn, trofcbem sie das denkbar Mangellmfteste Verkehrsmittel ist, unserem Erwerbsleben Vottell bangt, liegt auf der Hand, diesen Vorteil aber in einem Zahlenbild darzustellen, ist/ wie die befragten Kaufleute erklären, unmöglich. Darüber aber ist man sich einig, daß bei Elektrisierung der Strecke der Nutzen der Bahri für Gießen erheblich größer sein mürbe. . Angeblich soll die Stadt beabsichtigen, das Bähnchen zu erwerben. Allerdings müßte es recht billig sein, da das gantze Schiienen-- und rollend« Material nicht mehr viel Wett hat. .1 Eisenbahner und Kleintierzucht. Zur Hebung der wirtschaftlichen Verhältnisse der unteren Beamten und Arbeiter, besonders der auf dem Lande wohnenden, sind die Eisenbahndirektionen angewiesen ivorden, außer der Bienenzucht aud) die Zieg en- und Kaninchenzucht zu fördern. Mit Aufwendung von rund 19 600 Mark sind im letzten Bettieds-, fahr 346 Bedienstete bei Anschaffung von Bienen, mit 16 500 Mari 432 Angestellte bei Anschaffung von Kaninchen und Ziegen unter« stützt worden. *' Papier, Früchte, Ob st re sie und sonstige Abfülle sollte man nicht auf Bürgersteige und Straßen werfen. Hierdlirch werden die Straßen verunreinigt und Gefahren füi die Passanten hervorgerufen, die durch Jlllsgleitcn auf Obst- re sie n und dergleichen zu Falle kommen und sich erheblich verletzen können. (Siehe amtliche Bekanntmachung). Kreis Büdingen. -k. Michelnau, 4. Mai. Unser Bürgermeister Konr. Diehl mann bekleidet sein Amt schon über 26 Jahre, erkrankte aber im vorigen Jahre bei der Ueberreichung einer Auszeichnung ar zum Bedauern aller Ortsernwohner wegen Krankheit kürzlich um seine Dienstentlassung eingekommen. Die Behörde hat unter Anerkennung der treuen und gewissenhaften Dienstführung des Gesuchstellers dem Gesuch entsprochen und die Wahl eines neuen Bürgermeisters auf den 3. Juni festgesetzt. Beigeordneter Hofmann, der schon 5 Monate die Bürgermeisterei hier versehen hat, würde zweifellos als Bürgermeister gewühlt werden, imll aber die Wahl nicht annehmen. Deshalb wird nun der Schwieger^ sohn unseres'bisherigen IBürgermeisters, Landwirt Hch. Bach, als Wahlkandidat genannt. — Herrnhaag, 5. Mai. Der Pfarrer unseres Kirchspiels, zu dem die Otte Vonhauscn, Diebach und Lorbach zählen, wohnte von seher in Büdingen, nur vorübergehend einmal im 17. und 19. Jahrhundert in Vonhauscn, in der Mitte des 18. Jahrhundctts in Lorbach. Nachdem schon in früheren Jahren Verhandlungen gepflogen worden waren, einigte man sich jetzt dahin, im kommenden Jahre ein neues Pf arrhauS auf dem Haag in der Nähe der ehemaligen Herrnhutersiedelung zu errichten. ES wird voraussichtlich auf die Lorbacher Seite 31t stehen kommen. Kreis Alsfeld. Ok. Alsfeld, 5. Mai. Gestern fand im „Deutschen Hause^' eine von 60 Mitgliedern besuchte Hwrptversarnmlung der Oberhessischen K 0 r n h aus g e n 0 s s e n s ch a f t, e. G. m. b. H, statt. Es wurde erllätt, daß die ungünstige Witterung der Jahre 1911 und 1912 eine sehr ungünstige Wirkung auf die Geschäftsführung ausgeübt habe. Das hat auch Einfluß auf die Bilanz ausgeübt, denn sie schließt mit 5419 Mk. Fehlbettag ab. Wie Direktor Schlabach erklärte, ist diese Unterbilanz durch beit Mchteingang von Außenständen früherer Jahre entstanden. Der Stand der Genossenschaft ist, lvie Landtagsabg. Lutz erklärt^ nicht gefährdet, da der reelle Wett der Gebäude und Maschinell größer ist, als ihr Wert durch Abschreibungen eingesetzt ist. Der Verlust soll aus dem Reservefonds ersetzt werden. Ein Antrag des Abg. Lutz, nach dem vom 1. Juli ab Nichtmitglieder bar bezahlen müssen, fand einftimmige Annahme. — Nach Pfingsten soll mit der Wiederherstellung der Walpurgiskirche begonnen werden. Der Okcktesdieust findet während dieser Zeit in der Dreifaltigkeitskirche statt. Kreis Lauterbachs -r. Lauterbach, 5. Mai. Gegenwärtig find ftarfe Leutetrupps beschäftigt, die Nachwirtttugen des ttockenen Jahres 1911 tu unseren Wäldern Ku veseittgen, in der Hauptsache durch Nachpflanz-ungen von jungen Fichten. Die Pflanzen, die zur Verwendung kommen, sind im Wachstum bereits vorgeschritten, um ein Zurückbleiben gegenüber den alten Beftänden zu vermeiden. Datnrrch entst^en mancher Gemeinde nicht unbedeutende Kosten. -r. Angersbach, 5. Mai. Die Spar- und Dar- lehnskasse hielt gestern ihre ordentliche Hauptversamm« lung ab. Äe Einnahmen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 123.104 Mk., die Ausgaben 120.832 Mk. Der Mttvbestand der Kasse belÄust sich auf 283.059 Mk., die Passiven auf 282.391 Mk. Der Bericht des Vorstandes bezeichnet das abgelaufene Geschäftsjahr als gut; die Mit- glieder^ahl blieb annähernd auf der gleickun Höhe des Vorjahres, nämlich etwa 220. Auf die Geschäftsanteile mürben 4 Prozent Dividende verteilt. Die satzungsmäßig ausschekdenden VorstmtdSmitglieder wurden wiedergewählt. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 4. Mai. Heute vormittag fand in bet Aula der Augustinerschule dahier eine Gedächtnisfeier für Richard Wagner statt, dec am 22. Mai 1813 geboren wurde. Die Festrede hielt Prof. Gebhard von» Gymnasium. Lieder WagnerS, vorgelragen von der Sängerin ^eyersbach, verfchönetten die Feier. — Prof. D. Dr 'Diehl hielt heute seine Antrittsprcdigt in der Stadtkirche. ■■ 3086 Barmer Spitze« Lager. brknttae Fenster DerVerein der Schuhwaren händler von Giessen, Wetzlar u. Umgegend Giessen, den 6. Mai 1913. De/8 n.Maß u. fertig liefert preis iv. bolz M. 3.50 ver Starre« frei Ing.-u.Werkm.-Abt. Gr.Masch.-Lab. ins Haus. ft. Wellböfer, Sraplansg., tfete Balinbosstr. I— Marburg. Str., Tel. 743. (1881 ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦< Hooh- und Tiefbau. Der 14 Jahre alte Sohn eine Patrone, die er zur so schwer verletzt, daß er Hauspäne a7B Kurzgefchuitt. Eichen-Holz M.3.25, kurzgcfchu.Tanneu- das der ihn Die Landgericht Giessen bewerbs verurteilt Veröffentlichung im 13. Juli 1912. [] Frankenberg, 5. Mai. des Tagelöhners Oberstes fand Explosion brachte. Er wurde bald darauf starb. W. Höchst a. M., 5. Mai. Die Firma Schuhhaus Wolff, Giessen betont in ihren Inseraten, dass Reellität das Fundament ihres 4-Klassen-Systems sei. Unterzeichneter Verein stellt demgegenüber lediglich fest, dass die Firma Schuhhaus Wolff am 29. März 1912 vom Grossherzoglichen Amts- und Treffe am Mittwoch zum Markte anfSsmlWart. mit einem Waggon Franks, feuers.ird. Geschirr ein und verkaufe in Partien Stück für Stück zu 20 Psg. 3081] Martin Schwab. । Garfenkies liefert prompt und billigst Tel. 259. C. Rttbsamen. Der hebeprahm öes „8. «8" gekentert. (1 Mann ertrunken.) Aus Helgoland, 5. Mai, wird gemeldet: Ein bei der Bergung des Vorderteils des bei Helgoland gesunkenen Torpedo- w. Osaka, 5. Mai. Ter Flieger Takeischi ist bei einem Schattflug auf der hiesigen Kotouial-Ausstellullg ums Leben ge- fommen. wegen Unlauteren Wettworden ist. Siehe Urteilsfl Giessener Anzeiger“ vom Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetterausfichten in Hessen für Mittwoch, den 7. Mai 1913 Mein tviib, zeitweise Niederschlage, kalt, Ostwind. fünf Jahre alte Kind aus ihrer zweiten Ehe. Im Laufe Nacht stellte sich der Mörder der Schwanheimer Polizei, die sofort verhaftete. Anscheinend zeigt Koch keinerlei Reue. Schirmt werden repariert, sow. neu überzogen schnell und billig. Seefische! SWsischnMlm blutsrisch, jeden Mittwoch u. Donnerstag früh eintreffend. Jacob Maternus, Ecke Klinik- u. Frankfurter Straße. (1171 <5ericbtefaaL ---Darmstadt, 5. Mai. Tie Strafkammer verurteilte heute den 34 Jahre alten Tagelöhner Johann Tomsick aus Littai, der in der Nacht vom 21. zum 22. Januar den Einbruch in dem hiesigen Uhren- und Goldwarcngeschäft von Jäger verübt hatte, und der wegen einer anderen Tat noch drei Jahre Zuchthaus zu verbüßen hat, zu acht Jahren Zuchthaus, insgesamt also elf Jahren Zuchthaus. Sein Mittäter, der siebzehn Jahre alte Fabrikarbeiter Johann Hahn aus Lemberg, erhielt ein Jahr Gefängnis, abzüglich zwei Monate Untersuchungshaft. * Berlin, 3. Mai. Der Rechtsanwalt Pächter, dem die Postverwaltung wegen Beamtenbeleidigung den Fernsprecher gesperrt hatte, ivurdc vom Schöffengericht Schöneberg wegen Beleidigung mehrerer Telephonistinnen zu 260 Mk. Geldstrafe verurteilt. ISioson Matt Kakao! Wir trinken Bioson seit längerer Zeit zur allgemeinen Stärkung und haben uns daran so gewohnt, daß uns Kakao gar nicht mehr schmeckt, ftch kann über Ihr Präparat in jeder Beziehung nur das günstigue berichten. E. Jaeob, Brannschweig, Pcnalozzistr. 5. Unterschrift beglaubigt: 4. Febr. 1913, EarstenS Notar. Bioson nur echt in großen Paketen ä Mk. 3.— in Apotheken, Drogerien. Verlangen Sie vom Biosonwcrk Frankfurt tMnini Graliöprobe und Broschüre. Die Mver-Modauer Genossmschafirknse. bs. Darmstadt, 5. Mai. Der heutige drerundzwanzigste Verhandlnugstag des Nieder- Modauer Prozesses bringt ebenfalls keine neuen Gesichtspunkte. Der erste Zeuge, der Lehrer Michael Vogel, befindet sich in Untersuchungshaft wegen Begünstigung. In feinem1 Besitze wurden einige Wertpapiere gefunden, über beten .Herkunft (der Zeuge behauptet, sie von Adami fynr Aufbewahrung erhalten zu hüben) er Tcinc genügende Auskunft zu .geben vermag. Auch will er die Dcdeutung der Papiere nicht gekannt haben. Auch Wechsel-' sälschungen werden dem Zeugen Mr Last gelegt. Er bekundet zur »Sache, daß er gehört habe, daß Ihrig deM ^Eckstein ausdrücklich die Versicherung gegeben habe, die Nieder-Modauer Kasse sei gut. Wesentliches weiß er aber sonst nicht anzugebeit. Der weitere Zeuge Georg Jacobi wurde von Beck ausgesordcrt, innerhalb ackst Tagen die Sumimc von 1500 Mk. zurückzucrstatten, die er vom Verein entliehen hatte. Wenn nicht, sei er verpflichtet, Mitglied M werden. Den schlechten Stand des Vereins hat Beck aber verschwiegen. Die weiteren Zeugen Wilhelm Rückert, Adam Ackermann sind gleichfalls von Beck zum Eintritt in len Verein aufgefordert worden unter Verschweigung der wachen Verhältnisse. Der Zeuge Landtvirt Georg Lantelme erhielt auf «Anfrage von Ihrig die Aiuskrmft, daß die Uebernahme-Urkunden Darmstädter M-lolln. Ziehung am 21. Mai. 450 Gewinne i. W. von 15 000 Mark, Hauptgewinne i. W. von 4000, 2000 Mark ferner 10 Pferde oder Fohlen int Werte von hv^/J 5800 Mark sow. 438 Gewinne i. W. v. 3200 Mark Lose ä 1 Mk. «Liste und Porto 20 Pfg.i durch 2. «fr. Obnacker, Darmstadt und alle be- kanntenBerkanföstellen. Achtung! Kopfsalat kaufen, so gehen Sie in den $ aDischen Garten Bahubosstr. 48, Kirchenplatz 11. Teleph. 032 Salat 3 große Köpfe 25 Pfg. 10 Stück 75 Pfg. Butter-Salat extra, 10—12 Pfg. tägl. große Send, eintreff. Spinat u. Spargel zu billigen Tagespreisen. R. IWase. Für Wieder - Verkäufer billige Preise. 03838 Der Losehändler Schäfer vor Gericht. F r a n k snrt a. M., 5. Mai. Bor der ersten Strafkammer des hiesigen Landgeriästs begann heute die Verchvdlung gegen den Banlier und Lotterie-Kollekteur Ferdinand Schäfer aus Düsseldorf, der sich wegen Betruges und Urkundenfälschung zu verantworten hat. Die Straftaten werden darin gefunden, daß der Angeklagte, Ivie bereits mitgeteilt, bei verschiedenen Privatlottericn, deren Durrbführung ihni übertragen worden nmr, durch ‘unlautere Macheirsclzaften während der Ziehung die Haitptgewinne in die eigenen Taschen gestrickt habe. Tie Berchndlung leitet Landgcrickffsdirel'tor Dr. Held- mann, die Anklage vertritt Staatsarnvalt Dr. Keller, während die Verteidigung die Rechtsanwälte Justizrat Tr. Bruck und Dr. Schleicher (Düsseldorf) übernommen l>aben. Es sind 50 Zeugen und drei Sachverständige geladen. Nach Verlesung des lLröffnungsbeschkusses geht der Vorsitzende mit dem Angeklagten die einzelnen Fülle durch. — Der Angeklagte gibt auf Befragen an, daß er seine Geschäfte teils allein, teils in Osemcinschast mit einem gewissen Hetterichs betreibe. — Der Vorsitzende erläutert den Zichungsmodus, wozu der Angeklagte angibt, daß er in Fällen, wo die Frequenz groß war, stets einen zweiten Waiseniuaben anstellte. Außerdem feien stets ein Polizei- lommissar und ein Notar bei Sen Ziehungen anwesend gewesen. Ein Interesse an dem Ergebnis der Ziehungen habe er nicht gehabt. Wenn Lose übrig blieben, so habe er diese selbst gespielt. Bei der Düsseldorfer Kunstausstellnngslvtterie hat der Angeklagte den Hauptgewinn von 50 000 Mk. gemacht. Er soll dabei angegeben haben, er kenne bqt Gewinner nicht. Dm Angeklagte bestreitet das. Der Vorsitzende stellt aus den Akten fest, daß der Angeklagte früher zugab, mehrmals Gewinne gemacht zu haben, niemals aber den Hauptgewinn. Bei der Altenburger Dombaulotterie gewann der Angeklagte 60 000 Mk. Schäfer gibt dies zu: es seien ihm beim Verkauf 28 000 Lose übriggeblieben und auf eines dieser sei der Hauptgetvinn gefallen. Im Jahre 1912 gewann der Angeklagte bei der Frankfurter Lotterie zugunsten des oberrheinischen Zuverlüssigleitsfluges 50 000 und 10 000 Mk. Ein Treffer wurde nicht abgeholt. Als daraufhin eine Untersuchung eingeleitet wurde, stellte sich der Angeklagte selbst auf dem Frankfurter Polizeipräsidium. Bors.: Die Anklage legt Ihnen zur Last, daß Sie den Gewinn nicht abgehoben hätten, weit sie von der Einleitung des Verfahrens Kenntnis erhielten. Angekl.: Es ist keine Seltenheit, daß Gewinne von 10 000 Mk. nicht abgehoben werden. Der Vorsitzende stellt aus den Akten fest, daß der Angeklagte zugegeben habe, daß er sich bei Abhebung des Gewinnes einer Mittelperson bedient habe, ivril die Wrechnung mit Hetterich noch nicht erfolgt war. Der Angeklagte gibt weiter an, daß er bei der Elberfelder Lotterie im Jahre 1912 den Hauptgewinn gezogen habe, ferner den ziveiten Gewinn und mehrere kleinere Treffer. Bei der Straßburger Lotterie machte der Angeklagie den ersten Treffer in Höhe von 40 000 Mk. Er will jedoch. erst nach einem Jahre dahinter gekommen fein, daß er überhaupt gewonnen habe. Auch den zwecken Gewinn in Höhe von 20 000 Mk. fleckte der Angeklagte ein. Bors.: Es wird auch behauptet, daß Sie bei der Mtenburger Lotterie 60 000 Mk. gewonnen hätten. Angekl.: Ja, behauptet und vermutet wird viel. Der Angeklagte gibt sein Vermögen mit etwa 260 000 Mk. an, während es die Treuhandgcsellschaft auf Mindestens 400 000 Mk. beziffert. Es folgt die Vernehmung der Sachverständigen. Ms erster wird der Beamte der Treuhandgesellschaft Kaimemänn vernommen. Er bezeickmet die Buchführung des Angeklagten als außerordentlich schlecket und Mangelhaft. (Eine ganze Reihe von Aktiven sei überhanpt nicht verbucht gewesen. In später Nachmittagsstunde wurde die Verhandlung auf Morgen vertagt. in GesaMthöhe von 327 000 Mk. zwar der Genossenschaftsbank zediert wurden, daß aber der Verein dock) den Anspruch darauf behalte. Eine Reihe weiterer Zeugen, die heute noch vernommen werden, können alle nur bestätigen, daß sie Mitglieder wurden, weil man ihnen den wahren Stand der Kasse verheiinlicht habe. Sie bekunden, daß sie sonst keinesfalls Mitglieder geworden wären. Der Vorsitzende teilt batin noch mit, daß im Laufe dieser Woche die Vernehmung der von der Anklagebehörde benannten Zeugen beendet werden lvird. Er bitte deshalb die Verteidigung, ihre Anträge auf weitere Zeugenladungen stellen zu wollen. Die heutige Sitzung sckjließt um 1 Uhr. Morgen 8l/2 Uhr Fortsetzung. Blumentische Blumenkrippen Blumenständer bei ms Ph. Henkel Möbelhdl., Sonnenstr. 14 Apfelwein fclbstgckcllert, empfiehlt M. Schäfer Ww., 4. f«*" ersetzt schnell und billig Wilhelm Schmitt Malermeister Kanzleiberg 7 Telephon 575. 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Kommerzienrat Kalle und Dr. Telgmann. Der Kaiser sprach sein wärmstes Juteresse für diese der Volksgesundheit in hohem Maße dienenden Heime auS, deren Einrichtung er sich an Hand von Modellen und Plänen erklären ließ. w. Diez, 5. Mai. Der Apotheker Siebert aus Wiesbaden stieß in seinem Jagdrevier auf Wilddiebe. In dem entstehenden Kampfe wurde der Apotheker erschossen. Von den Tätern fehlt jede Spur. Karnhnch, |ot571 L. Friedberg, 5. Mai. Die Erdarbeiten an der Kreisstraße Friedberg— Bad-Nauheim sind in der Friedberger Gemarkung fertig. Die Steine zur Deckung aus den Steinbrüchen bei Lißberg sind angefahren. Ter 93er» schönerungSverein hat beschlossen, auf der neuen Straße Bänke aufzustellen. Ziegenberg, 4. Mai. Auf die Ueberreste einer römischen Niederlassung stieß man bei Arbeiten an der Gemeindewasierleitting. Bei den Quellschürsungs- nrbeiten fanden die Arbeiter am Pfingstbörnchen und am Heidenbörnchen Mauerreste und Brunnenanlagen. Kreis Wetzlar. = Groß-Rechtenbach, 5. Mai. Die Gcmcrnde- fa g d wurde dem Gg. T r i nt h amm er- Wetzlar zum Jahres- preise von 1235 Mark zugeschlagen. Hessen-Nassau. [] Marburg, 5. Mai. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde der Antrag, die elektrische Straßenbahn, die jetzt bis zum Heumarkt führt, noch die kurze Strecke durch die enge Marktgasse zum Markt zu führen, abgelehnt. Vermischtes. * Ein schweres Bootsunglück. Ans München, 5. Mai, wird gemeldet: Drei männliche und drei weibliche Dienstboten des ßsutes Ried bei Herrsching, die gestern nachmittag nach Diessen und von dort in einem Kahn über den Ammersee zurückfuhren, wurden gegen 7 Uhr abends von einem Gewittersturm überrascht und ertranken. Durch angeschwemmte Hüte und Stöcke wurde man auf das Unglück aufmerksam. Die Leichen konnten noch nicht geborgen werden. — Ein zweites Bootsunglück wird aus Lausanne gemeldet: Fünf junge Männer und ein Mädchen, die heute nacht vom Tanz zurückkehrten, kenterten mit einem Ruderboot. Zwei Männer retteten sich durch Schwimmen, die übrigen vier Insassen ertranken. * Eine ganze Stadt verbrannt. Aus Halifax (Neuschottland), 4. Mai, wird gemeldet: Das ganze Geschäftsviertel der Stadt North City am Kap Breton ist bis auf vier Häuser durch Feuer zerstört worden. Der Schaden wird auf 200 000 Dollars geschätzt. Eine Person ist ums Leben gekommen. * Eine Leichtsinnige Wette müßte der Landwirt Schmidt in Würzburg mit seinem Leben bezahlen. Er wettete in seinem Uebermut, eine Zigarre am >elektrisck)en Licht anzuzünden. Er Heiterte am Leistungsmast der Ueberlandzenttale empor und wurde vom Starksttom getötet. bools „S 178" beschäftigter großer Hebeprahm des NviebHchen Bergungsvereins ist beute nachmittag int Nordoststurm gekentert. l Der Unfall betrifft, wie eine spätere Depesche mieldet, den Hebeprahm „Oberelbe". Von den 18 Mann der Besatzung ertranken der Kapitän, der Steuermann mrd fünf Matrosen. Elf Mann sind gerettet worden. Der kieloben treibende Prahm wurde später in den Hafen geschleppt. lieber die Schiffskatastrophe bei den Bergungsarbeiten des noch bei Helgoland liegenden Vordetteils des Torpedoboots „S. 178" wird noch gemeldet: Der Bergungsdampfer „Unter- clbe" bekam gegen 2 Uhr gestern nachmittag bei starkem iNordost- sturm die Schlagseite und kenterte schließlich gegen 3 Uhr. । Die sieben Personell, welche ertranfen, sind: Kapitän Habbe, Bootsmann Fischer, Assistent Ahrend, die Matrosen Haßes, Lahmann und Hartmann sowie der Schiffskoch. Gerettet wurden die Matrosen Jakob Kant, Johann Wilkens, der Stewart Wolder Vocht, Heizer Hans Kloth, Heizer Friedrich Mickeleit, erster Maschinist Roße, Assistent Paul Fouche, die Leichtmatrosen Bernhard Huch- ter, Paul Holiva und Ohlsen. * selse„ islff^od n fort oufSJMih, 1,1 UÄ ' "n!> rntf ff Jmai. uff 'ter' sÄSÜ6*- idnitoS ft ff N LNr dkl ZS tasutotat, $ •i-anifttr aber n der 1n Angeblich foj HÄ rolletiK "ierzucht. 3nr fit. 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Sckradcr, Emil Kar«, Carl Seibel. ____________IPIAI Aeg.Ktttt!lll«zilge ..........’ . Frankenhausenw teste und sonstige Ab« : und Etrahen rotrfeiÄ einigt und Gesahren füM i siusgleitcn aus Obü ■m gepflogen roorbul .senden M . )cr Nähe der tty .ß; wird vocau-' ßehen fommtn. .um Muk aul f ZLS SSSti Für die Zuschauer sind besonders eingeteilte Plätze hergerichtet worden PREISE DER PLÄTZE W Kinder unter 14 Jahren in Begleitung ist ein Platz reserviert. Preis für Aut Erwachsener haben freien x KM im Vorverkauf 3.- Mark im Vorverkauf 2.— Mark im Vorverkauf 60 Pfennig Automobilen ‘cod.rav. re» im* Auto und Führer Mk. 10.—, für jeden weiteren Insassen Mk. 4.—. Karten hierzu sind vor dem Flugtag bei Ernst Balser, Giessen, Miiusburg, zu lösen I. Platz 4.— Mark II. Platz 3.— Mark III. Platz L— Mark Zutritt Für eine Anzahl von Zeppelin - Landung Am Fluglage vormittags 9 Uhr sind bei genügender Beteiligung die Landung eines Zeppelin-Luftschiffes und Fahrten von hier aus geplant. — Preis für Mitglieder des unterzeichneten Vereins Mk. 100.—, für Nichtmitglieder Mk. 150.—. Anmeldungen sind an den Verein für Luftfahrt in Giessen zu richten. Offizielle Postkarten und Briefverschlussmarken werden von der Firma E. Jung, Seltersweg 33 in den Handel gebracht und sind in den Vorverkaufsstellen erhältlich. Auf dem Landungsplatz ist eine Postanstalt eingerichtet, in welcher die offiziellen Postkarten mit dem Stempel „Prinz-Heinrich-Flug 1913, Nebenetappe Giessen“ abgestempelt werden Vereist iürLuftfahrt isiGiessestE.'V. X/OFVerkaU'fSStslIpn A? Gieüen: Ernst Balser, Mäusburg. C. Bieker, Neustadt 55. Rich. Buchacker, Neuen Bäue 11. H. Driesch, Seltersweg 70. K. Franz, ' ‘ ‘ Seltersweg 34 J. Friesleben, ßahnhofstr. 50. J. Häuser, Ludwigstr. 36. Hub. Heinz, Kirchenpl. 9. J. Hoos. Bahnhofstr. 41. E. Jung. Selters- h Kalkhof Nachf., West-Anlage ;>. A. Kleinhenn, Bahnhofstr. 59. J. Köhler, Schulstr. 1. S. Loeb, Bahnhofstr. 52. Gebr. Michel, Walltorstr. 29. E. Noll, Kaiserdrogerie. H. Noll, Mäusburg 7. K. Ritter, Kollegienhaus. L. Scharmann, Lindenpl. 3. C. Seibel, Frankfurter Str. 39. W. Semmler. Seltersweg N. P. Stier, Neuen Bäue. 3. b) auswärts: Alsfeld: N. Spier Sohne. Gg. Kurz jr., Julius Cellarius Ww. Annerod: Bürgermeister Horn. Bad-Nauheim: Gg. Griebel, Hoflieferant. Büdingen: Eherlingsche Hof- buchhandlg., A. Hellersche Hofbuchdruckerei. Butzbach: Wilh. Weickhardt Nachf. Dillenburg: Buchhdlg. M. Weidenbach. Friedberg: Karl Bindernagel, Hofbuchhdlg., Ed. Oppenheimer Nachf. Herborn: Otto Streemann, Zigarrengescbäft, Bahnhofstr. Hungen: Gust. Kolbeyer (Solmser Hof). Lieh: Karl Heller, H. Ihring (Zum Löwen). Marburg: Carl Andernach, Zigarrenhdlg., Adolf Allrneroth. Nidda: Jean Drebes, Ernst Granholm, W. Noll, Ferd. Jost. Weilburg: Henn. Diesterweg. Wetzlar: Schnitz- lersche Buchhandlung. H. Sircoulomb, Wetzlarer Zeitung. Wieseck: L. Kirchner. D3/s Prinz - Heinrich - Plug NEBENETAPPE GIESSEN Nationaler Wettbewerb deutscher Offizier- und Zivil-Flieger im Interesse der Landes-Verteidigung Protektor te W über tai: tag Wck W Crossherzog Ernst Ludwig Am ersten Pfingstfeiertag Äbrgens von 5 Uhr ab bis etwa 9 Uhr findet auf dem Exerzierplatz (Trieb) in Giessen die Landung und der Wiederaufstieg der Flieger (12 Offizier- und 9 Zivil-Flieger) unter der persönlichen Leitung Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Heinrich von Preussen statt Zum Schutze der Flieger und der Zuschauer hat der unterzeichnete Verein, unterstützt von Zivil- und Militärbehörden und mehreren anderen Vereinen, umfassende Absperrungs- und Sicherungsmassregeln getroffen Das Betreten des Fluggeländes ist streng verboten B Programm vom 6.—9. Mai. Erftaufführungsrecht. Letzte Asta-Nielsen-Aufführung in dies. Saison. Außerdem amüsante und interessante Einlagen. &*/. Str W-Nielsen-Mm verbleibt noch im Spielplan. Allgemeine Bewunderung erregte dieser glänzende ,3 tlia, welcher eine Spieldauer von ca. 1'/, Stunden bat. Originalausnabme in Spanien. Ciue Scn- iatiou bildet der spannende Stierkampf. Ganz hervorragend sind dte künstlerischen Tänze der Asta Nielsen. Die Hosenträger Netzende Komödie. DarstellerHerrLeoPerceb u.Frl-Susanne Grandais Auf Conny Island Herrliche Naturaufnahme. Der Dachs $ Aufnahme ww MMLWWrIMMWe am Seifersweg. . £ HDerTod in Sevilla Mimisches Drama in 4 Akten. In der Hauptrolle: Asla Nielsen Cafe Ebel. Telephon 586 Inh. Karl Ohm Burggraben 9 Best bekanntes Speisehaas - Diners, Soupers JM- Ab 1. Mai täglich: Konzert Tyroler-KapeHe Edelweiss Anfang 7‘/i Uhr. 29S4 Sonntags 3'/, Uhr. GiessenerPaeügogiii (staatl. beaufsichtigte höhere Privatschule) Aus nach Ladis -Cirol! Entzück. Alvcnlustknrort, altrenomm. Schwefelbad. Pens M. 4.70. Prosp.sr. d. Br. Müller, LadiS bei Landeck. 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