Nr. 260 Ter Siebener Anzel-rr erscheint täflfid), a öfter Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich Eiehener,^amilienbl«tter; -ivennal wöchenkl.Xreir- Natt färben Kreis Sieben «Dienstag und Freiing); Äroeimtd monatl. Landwirtschaftliche Zettfragen ^emfpred) - Anschlüsse: für btt Redaktion 112, Verlag u. ExPedibon 51 Adresse für Depeschen: A*4, das seit jetzt 13 Monaten die außerordentlichsten Opfer an Geld gebracht hat — von den ungeheuren an Blut hier nicht zu sprechen —, sieht sich durch die noch immer nicht ganz verziehenden Gewitterwolken am polittschen Himmel gezwungen, nahezu 200 000 Mann unter den 233affen zu halten. Noch ist nickst einmal der Friede mit der Türkei abgeschlossen, wenn man auch schon für die nächsten Tage das Ende der Friedensverhandlungen erwartet; noch i|t Griechenland nicht völlig sicher, ob nicht die Bulgaren im Bunde mit !der Türkei einen heimtückischen Angriff planen, und noch immer droht vom Nordwestcn her die Gefahr einer Vergewaltigung Griechenlands durch Italien und Oesterreich um der sckwnen Augen der Albanesen willen. Athen insbesondere ist em Heerlager; man trifft in den Straßen ziemlich ebensoviel Soldaten aller Wai'fen- aattunqen wie Bürgersleute, und das ganze öffentliche Leben zeigt, daß Griechenland besorgt ist, sein Schwert scharf und Jem Pulver trocken zu erhalten. Fn einer langen llnterrebung mit Herrn Veniselos, dem Vor- sikelwen des Ministeriums, der zugleich Lkriegsminister ist, habe ick den Eindruck gewonnen, daß die griechische Regierung die Hmivtaefabr weder von der Türkei noch von den hier gründlich verachteten Bulgaren befürchtet sondern von den Italienern und in diesem Falle Hand m Hand mit ihnen gehenden Oesterreichern o Man begreift in Hellas allenfalls die Politik Italiens, die sick einfach in beit Satz verdichten laßt: Bei icder Gelegenheit ohne eigene Gefahr so viel zu erraffen, tote die Umstände und die üS? geschlossenen europatickßm Bündnisverträge crrnog- icben D^ Streben Italiens geht offensichtlich dahin,, 1 ich an der m iip SpÄ Adriatischeit Meeres entweder eigene Hasen zu ver- mX L ych in kn Säfen des noch zu schaffenden FÄ-sten- S? 9ffiHwien also in Turazzo, Valona, womöglich m Santi ÖSÄÄS» für Me Strien und Handelsmarine 5U ju» bei her mit Sicherheit zu erwartenden Unordnung u^^hnt^ick/Albaniens sehr bald, italienische Häfen werden würden Dieses Streben Italiens tst.jo naw unverhullt daß em SL «gU es erkennen muß. $te griechischen Staatsmänner Kn Sn Ä Ä wenn die rohe .Gewalt in den Sanden der Ucbermacht jedes Unrecht durchsetzen darf, wofern nur die Ländergier zu solchen Gewalttaten drängt, dann ist Italiens Politik in der albanisch-griechischen Grenzfrage — wenn nicht gerechtfertigt, so doch vom einseitigen Standpunkte dessen, der ohne Wagnisse eines Krieges Land und Einfluß erobern will, sehr leicht begreiflich. Kein Mensch aber in Griechenland, auch nicht Herr Veniselos (ober der König, der mich vor eininen Tagen zu einer überaus freundlichen Audienz empfing, begreift die Politik Oesterreichs, die tn der albanischen Frage durchweg Italiens Bestrebungen unterstützt. Mit vollem Recht setzten mir Herr Veniselos sowohl wie Herr Panas, der Minister des Acußern, auseinander, daß die Besitzergreifung ostadriatischer Häfen durch Italien in einem Schicksalsaugenblick die „Einkorkung" lembouteillemercki der öfter» reichischen Flotte bedeuten könne. Daß die österreichische Regierung diese Zwickmühlenpolitik Italiens nicht durchschaut, ist in Athen, aber hoffentlich auch in mancher andern europäischen Hauptstadt ein unerklärliches Rätsel. Ich hatte gehofft, Herrn Veniselos, den genialen Schöpfer des ehemaligen Balkanbundes gegen die Türkei, ben geschickten Verteidiger der Ansprüche Griechenlands bei den Bukarester Frie- dcnsverhandlungen, den politischen Sieger über die Türken und die Bulgaren, in der heitersten Stimmung zu finden. Herr Vem- selos vereinigt den großen Staatsmann mit einem warmfühlenden, großherzigen Menschen, die schärfste Bestimmtheit uub Entschlußkraft mit einem Gemüt, das auch in der Politik nicht gegen Ur- gesctze des Rechtes verstoßen will. Eine Behandlung z. B. wie er als Kriegsminister sic den mehr als 100 000 türkischen Kriegsgefangenen zuteil werden läßt, geht weit über das bisher in solchen Fällen übliche Maß hinaus. So läßt er allen türkischen Ofsizieren, die noch Kriegsgefangene sind, eine fast unbeschränkte Bewegungsfreiheit und bat angeordnet, daß ihnen nicht etwa der bescheidene griechisckie Offtzicrsold, sondern der ansehnlich höhere türkische aus den griechischen Kassen gezahlt werde. Zum erstenmal genießen die mindestens 1000 gefangenen türkischen Generäle und Offiziere die Wonne, ihre Gehälter pünktlich ausgezahlt zu bekommen, was bekanntlich in der Türker zu den vielen Unmöglichkeiten des Landes gehört. H^rr Veniselos stammt aus Kreta; er war dort ein einfacher Rechtsanwalt gewesen, hatte sich aber in den langjährigen Kämpfen der griechischen Bevölkerung auf Kreta gegen die türkische Herrschaft einen guten Namen gemacht und roar von seinen Landsleuten zum Abgeordneten in die athenische Kammer gewählt worden. Bald galt er für eine der wertvollsten Kräfte des neuen politischen Geschlecksts und die glücklickß! Welle trug den richtigen Mann an die richtige Stelle. Veniselos hat das Wunder fertig» gebracht, daß es in ber athenischen Kammer so gut wie nur eine einzige Partei gibt, die seinige, die ber vaterländischen Politik. In Wahrheit hatte es in der griechischen Kammer niemals politische Parteien in unserm Sinne gegeben. Was sich früher hier so nannte, war die reine Clanwirtschaft gewesen: Clan des De- lijamris, Clan des Rallis, Clan des Trikupis und des Theotokis. Erst durch einen großen Mann und große Ereignisse ist diese icdem wahren Fortschritt hinderliche kleinliche Clanzänkerei beseitigt worden, und es sieht nicht so aus, als werde sich dieser für Griechenlands Entwickelung heilsame Zustand so bald ändern Daß im griechischen .Volke eine mit zärtlicher Liebe gepaarte Begeisterung für diesen Befreier und Einiger des hellenischen Vaterlandes herrscht, ist begreiflich. UebcraH, in Dörfern wie in Städten, lieft man außen an den Häuserwänden in Ricsenbuch- ftaben : Es lebe Veniselos! Als mir in Athen der Fahrftichljunge die Einladung zu Veniselos brachte, leuchteten seine Augen und er konnte sich vor Z-reude nicht lassen, einem Bekannten seines- geliebten Helden behilflich zu sein. „Veniselos und Konstantinos find umer Leben.' (t soi mas)" flüsterte er mir glückstrahlend zu. König Konstantin ist der erste wirklich griechisch König Griechenlands. Sowohl der bayerische Otto wie ber dänische Georg sind während ihrer ganzen langen Regierungszeit dem Volke fremd geblieben. Wie freute ich mich, aus des Königs eignem Munde Mit mit benfetben Worten zu hören, was ich vor 27 Jahren in meinen „Griechischen Frühlingstagen" ausgesprochen hatte: wie leicht zu regieren ist dieses Griechenvolk! Verstehen allerdings muß man dieses durch unb durch monarchische Volk mit seinen durch unb durch demokratischen Lebensformen. Es will regiert werden, verträgt auch eine sehr feste Hand, mir will es regiert werden wie ein Volk von freien Menschen. Mit Anherrschen, gar mit Anschnauzen ist vom Griechen nichts zu erlangen, mit freundlicher, noch besser mit freundschaftlick>er Bestimmtheit alles. König Konstantin wurde von seinem ungriechisch fühlenden Vater sehr verftlmdigerweise durchaus als Grieche erzogen und an vielen großen unb Meinen Zügen im Kriege wie im Frieden läßt sich sein echtes Griechenherz erkennen. Wahrhaft genial war z. B. sein Erlaß, worin er das Heer und die Flotte zu Paten seines jüngsten Töchterleins Niki (Sieg!) nahm. Im griechischen Leben spielt der Pate, der Kumbaros, eine unvergleichlich wichtigere Nov. Stadt- Felder,zeugnissen wird damit verbunden, gierten- und der Hauptversammlung findet liehe Versammlung statt, ivobci Reichs- abaeordneter Gerstenberger- Würzburg schaftliche Lage und unsere Landwirtschaft^ der Nnivcrsuat. Anfang h Uhr. * ' dlutz dem Militärwochenblatt. ** Tages ka le aber Mr Mitt'ivoch, 7. kl; enter: fügend", dlnlnna 7 Uhr. W o l, l t äl i ake itß ko n e rt (zum Belten SauitÄSkolmme vom hoten ftrcug jii ließen) in St. George, nämlich 230 000 Mk., deren Zinsen den evangelischen Gemeindeschwestern zugute kommen sollen. w höchst, 4. Nov. Am 27. Oktober verstarb im hiesigen Krankenhaus der Medgerlehrling Willi Rinncr. gebürtig aus Diez a. Lahn, wie es hieß, an den Folgen eines Selbstmordversuches. Wie auS denr Kreise seiner ,vo- milic mitgetcilt wird, lag zu einem solchen keinerlei Grund vor: der junge Mann hat vielmehr durch einen gräßlichen Unfall sein Leben eingebüßt. Außer der Dele- auch eine ö ff ent- und Landtagsüber .Die wirt' sprechen wird, einer Mitglieder- Samstag statt. •• Fortschrittlicher politischer Bild ungS- ucreiti. Wir werden gebeten, nochmals auf die öffentliche Bei Sammlung des Fortschrittlichen politischen Bildungsvereins d u nm'eiscn, d e am Donnerstag, abends 81/, Uhr, im Hotel Einhorn abgehalten wird. Als Redner sind Gutö- befiper A. Decker Bensheim und Professor Urstadt- Gießen gewonnen. Zur Verhandlung steht die Frage der onZbischcn Rittergüter. An die Ausführungen der Vortragenden wird sich eine freie Aussprache schließen. ** Eine außerordentliche Hauptversammlung der fortschrittlichen Volkspartei ist für SamStag abend 9 Uhr nn Einhorn angesetzt worden. Rach der aufgestellten TageS- ovdnung soll über die Ltadtverordnetenwahlen verhandelt werden. Rolle als b.'i AN?.. Ma -jemandem durch Vktenscksst b.rlbverwandt zu sein, ist rin Band, ba-.- ein Leben bindarch 1 .lt. Jeder griechisch S^'ldai oder Matrose l .Trachtet iid i nan — ich Hab s im Gespräch crioIrren — als des Zrönigi' Ger-aü.'vAnann, und.was in andern -iHeren Monarchen die arpcixamrrnc KSnigstr.ue, das wird wahrend teS Königs.Kvnftantiuk 'tegiernngSzeit die An tzänglid int an den gefrönten .Gevatter fein. König Ä nüantin rerfleht fein Volk und wird von seinem Volke verstanden (St befiel das Wichtigste. dessen Mangel an seinem sonst wohlwollenden Pater das griechische Volt schmerzlich vermißt hat: marine, ja leibcnidMtfHiebe Teilnahme an den 5et-re' salen dieses in schwer-.prüften Landes. Seine Sei" angen a's S?cnrubrer nx-rbcu überall im Lande voll gewürdigt, und fein weist men auch, das; ex ein iiutTmüMid'cr Arbeiter in Frieden.' mit dem König arbeiten lasse, weil er sich aus alle aut vorb reite und sogleich den .xtern bet Dinge erfasse. In meiner Unter tebnnn mit Sonin Konstantin staunte ii? über die ctnbrinnenbt- .Kenntnis fleoflnn*iid:tt Einzelheiten auch in ioKhcn Lande-itcilcn, bic dem ».önia'- noch nid« d;rdj Augeuichcm belanm waren Keine Spur reu 3triih.'it, die Wurde fein soll, und W) ein wahr! ast finiiolidicr Mann Jin An dvuck ohne jeden Aniluq Hobler Pbiaje. immer streng sachlich, ftivrab« nur aurs 5 c't Der RituaImor)pro,K8. Kiew, I. Nov. Tie Vernehmung der Sachverständigen im Ritualmord-Prozeß ist nach Mitternacht abgeschlossen worden. Die PlädonerS werden morgen beginnen. Aufregung unter den russischen Juden. Petersburg, 4. Nov. JnOwogeorgkewsk flieht die jüdische Bevölkerung, da aus dem Marktplatz von Mitgliedern des Verbandes Aufrufe verteilt wurden, am 22. November cm allgemeines Iudenvrogrom rorzunehmen. In Iekaterinoslaw wurden Progromaitfrufe nachts an die Häuser geschlagen mit der Aufforderung, Iuschtschinski zu rächen. In vielen Crtm des süd roeftgebietee- wagen sich die Juden tagsüber nicht auf «e Straßen, weil sic beschimpft und beleidigt werden. 100 km ununterbrochen lausenden Leitunasstrecke noch nicht besteht Wenn auf dieser Strebe ein ^wlalor äerbikct.:, mun der Betrieb unter Umständen auf der ganzen --treL eingestellt werden, bis der fehler behoben ist- Leider ,rnd nun gerade aus dieser Strecke wiederholt ^olatoren-De- fette auf getreten, die allem Anscheine nach zum -icu. auf Steinwurfe oder Flintenschüsse zurückzuf (ihren nnd. Die Bevöllcrung wird gebeten, bei der Ermittelung der ^Qter^ behilflich zu sein; ebenso werden die Jäger ersucht, bei Treib)agdcn darauf zu achten, daß die Isolatoren nicht durch Schrotschüsse getroffen werden. 1 Der Bau der fehlenden Leitungsstreckc am Bahnhof Nidda' ist im Gange und wird in einigen Wochen abgeschlossen sein. Auch zwischen den Leitungen links und rechts oer Main Weserbahn kann man den Ring im Süden in absehbarer Zeit schließen. Die noch fehlenden Leitungsstrecken un 5000 Bolt-Bezirk befinden sich im Bau oder werden demnächst in Angriff genommen. Treten in der Zwischenzeit Störungen auf, so werden die Abnehmer sich gedulden müssen, bis die Störungen mit den verfügbaren Mitteln behoben sind. Auch in Zukunft werden natürlich in einem so ausgedehnten Netze Störungen unvermeidlich sein. Sie werden sich jedoch bei den getroffenen Einrichtungen im allgemeinen auf rurje Seit beschränken. Im großen und ganzen war die Stromlieferung unserer Uebcrlandanlage regelmäßig und in jeder Hinsicht zufriedenstellend. Tas Kraftwerk hatte überhaupt noch keine Störungen aufzuweisen. Nach dieser Richtung 'hin wurden alle belanntcn Ueberlaudanlagen übertroffen. [äitlidc gmehtet, aber nut riucm trieben Unter (trimm' beißen W füM.x uir e.c l-ienncnbcn Nöte seines Vanb.--:- ' . türlidi must ber König »eine nck eatp >nmfl .ibcr btt Art, iv:c tue International chreinlomnnffion tu Sstoatbawc» und No Tuit-:- '.'gen die .rrt- dnschc BerLiierung vor ichl, unycviid) unterdrücken Ich b.-ncb aber feinen Veriwn gegen dir P'i> n M-r B rfchwn.'^beik, nri-nu id' meinen Vinbcu.i von bei ..eilem immnng de» Äüniqs so zusammensassc. daß rr am liebsten Orrinnl Inne, Irm bm md«.t durch die Awning vor den Beschlüssen Ct Londoner Stw; feien; die Hände gebunden wirert Tiefer Zlönig wird, denen bin td) litbcr, GriecheMaudst Rechte bis zu den arümten Bremen verteidige», die durch die europäischen SRmDiueibiirninc qe: ??en sind, und der Tag kai-.i fontmen. an beto er, ge'lnm »ein ihm unbedingt ergebenem Hccr und die schnell anwae.-ende ivlattc bic Olrenzen der griechischen Nad»giebi.ck> i- nm ein gutes -w., hiuch.üschicbt. Eduard Engel. " Stadt tb rat er. Mit dem neuen Schauspiel .Da« Geheimnis- kommt am Freitag Henry Bernstein zu Worte, dec seinerzeit mit seinem Schauspiel .Der Tieb* auch an unserer Bühne einen so großen Erfolg erzielt bat. Auch in seinem neuesten Werke bewährt der Pariser Autor lerne geradezu raffinierte Technik, die c8 versteht. Spannung zu erzeugen und bis zur letzten Szene zu steigern. Das Werk wird zweifellos fernen Weg über die Buhnen machen, und hat auch überall, wo etz bt5 jetzt gegeben worden in. so tn jüngster Zeit in Frankfurt und Krefeld, starke Wirkung auS- geübt. _ •• Die Vereidigung der Rekruten vom (^cBcncr Imanterie.Regiment fand heute morgen um 1 .12 Uhr auf dem Hofe der Zenghauslaserne statt. Voraus gmg em Gottes- dienst um 3/4ll Uhr in der evangelischen, um 11 Uhr m der katholischen Kirche. KreiS Büdingen. / 9 ft binnen, 4 Nov. Gincr der wenigen noch lebenden Ttitnebmrr am Irndnchc» IWSsua IM? ift in Stfartmuirn in bar Person des Adam H o h e n st e < n gc|torben. trr hatte «in Alter von 90 Jahren erreicht. KrciS Alsfeld. A erben häuf en b. Alsfeld. 4. 9!vv Nach 3 6 jäbri«er Tätigkeit als Bürgermeister legte der Landwirt 2 (b a a r sein Amt nieder. Einstimmig wurde )ein La^megersohn &. Heldma n u als Bürgermeister gewählt. Kreis Schotten. △ Schotten, 4. Nov Zinn Kreisftuerlvehrinspcktor ist Heinrich Ederheim vom Kreisausschuß gewählt worden. Kreis Frievber-. L. Friedberg, 4. Roo. Demnächst finden hier bif IWahle n zur Stadtverordneteu-Vcrsammlung statt. Stimm* i creddigl sind 1636 Personen. — Am Donnerstag ist bi< Vereidigung der Rekruten unseres Bataillon«. Ter Vereidigung geht ein Gottesdienst in der katholischen und eoauaelt'chen Kirche, wie in dec Synagoge voraus. § Rieder-Mörlen, 4. Rov. Am 17. d. Mi«, halt icr der Bauernverein bc5 Großberzogtum« Hesien seine I ^Vneralnctinnnnlung ab. Eine Ausstellung von Garten- und Lifenbahmmsälle. Zwei schwere Ei senb ahn Unfälle, die viele Menschenleben erforderten, ereigneten sich gestern in Frankreich und Brasilien. Wir erhielten folgende Meldungen: M elnn, 4. Nov Dicht vor der Stadt stieß heute abend ein Eilzug mit einem Pvstzug zusammen. Die Trümmer gerieten in Brand M e b r e r e P e r s o n e n wurden getötet, andere smd "verletzt. Tic Rcttuugsarbeiten sind im Gange. Zn deut Unglück wird noch gemeldet: Es scheint, daß die Mehrzahl der Verunglückten Postbeamten sind. In den beiden Postwagen des überrannten PostzugeS befanden sich ■21 Postbeamte, die insgesamt verschwunden sind. Man hält es zwar für möglich, das; cin^üie von ihnen von Schrecken ergriffen geflüchtet sind, fürchtet jedock», daß bic meisten von ihnen verbrannt sind. Bis 2 Uhr heute rrüh waren unter den Trümmern neun fast vollständig verkohlte Leichen und 17 zumeist schwer verwundete Personen hervor- gezogen worden. Von den Leichen konnte bisher nur die eines Lyoner Kaufmanns erlannt werden. Unter den Verwundeten wird ein Hamburger namens Max Ab er b ach aus geführt. In dem Marseiller Expreßzug befanden sich zahlreiche holländische Reisende, die znmeiit nur unbebeu- tenbe Lu etschwunden durch herabsturzendeS Gepäck erlitten habem ♦ Schwerer Eisenbahn Unfall. Aus Rio de Janeiro, 4. Nov., wird gemeldet: Be, dem Zusammenstoß zweier Schnellzüge der Nognana'v5iwnbahn wurden etwa ö 0 P e r f o n c n g c t ö t c t. Zahlreiche Verletzte wurden nach Sav Paulo gebracht. glieder auf Herzog Ernst August und seine ^hron^rben vorgenommen. Zu der Anfrage, ob eine Antwort auf die Thronrede erteilt werden soll, stellte der Präsident namens, des staatsrechtlichen Ausschusses eine Entschließung zur Abstimmung, die besagt, die Landesversammlung nehme^mil in nerfter Befriedigung von dem Inhalte des landc-fürstlichen Patents vom 1. November Kenntnis und gedenke dankbar der hochherzigen Entschlüsse des Kaisers, des Herzogs von Eumberland sowie der selbstlosen Bemühungen des Herzogs von Mecklenburg, durch deren gemeinsames Zusammenwirken 'die das Land hoch beglückende Regelung seiner Geschicke erreichtsei. Mit nicht geringer Befriedigung begrüßt die Lau desversammlnng die Thronrede und die darin zum Ausdruck gelangende Auffassung von der hohen Bedeutung des Herrscherberufes und spricht die Bereitwilligkeit aus, in treuer Mitarbeit mit dem angestammten Landesfürsten das Wohl .des Landes zu fördern. Der Sohn des Staatssekretärs Zorn ratswahlen. .. . .. . eine Versammlung der „Bewohner des SeltersbergeS" ,tatt. Auf der Tagesordnung stand 1. Gründung resp^ Wieder- elebung d.s „Seltersbergvereins" und 2. die StadtratS wählen Der Einberuser Herr Mnth jun. erklärte, daß bereits verschiedene Versuche zur Gründung eines Vereins an der Teilnahmlosigkeit der Bewohner gescheitert wären; die Tätigkeit des z. Zt. sehr rührigen Rord-Ostvere,nS und die Stadtratswahlen ließen aber einen Zusammen, schluß wünschenswert erscheinen. Daun ergriff Stadtverordneter Winn, der bisher mit Geh Rat Sommer | das Süd West-Viertel vertreten hatte, das Wort. Er legre zunächst dar, daß es bereits einen Selters bcrqvercin gebe, der seiner Zeit einmal vieles getan habe, mau erinnere sich nur an die Klinikbauten und die Hebet J ßchrlrng der Bahn. Leider sei die Tätigkeit des Vereinst aber ganz rrngeschlasen, nnd man könne sich an dem Nord- । ostverein nur ein rühmliches Beispiel nehmen; von einer Bevorzrrgnng des Südendes der Stadt könne keine Rede fein, da gerade in den letzten Jahren die Entwicklung des o.'ordendes größere Fortschritte ge macht hatte. Auch er sei der entschiedenen Ansicht, daß ein fester Zusammensckstnß der Anwohner des südlichen Stadtteiles notwendig sei, um ihre Interessen mit Nachdruck zu vertreten — Tie Herren Seibel, Lucas, Albrecht, Banse und P f a i f redeten ebenfalls einer kräftigen Belebung des Seltersbcrgvereins das Wort: vor allem müsse man auch bic beiden bestehenden Vereine im Süden der Stadt, den Ri-egclpiadvcrein und die Plsilippsgemeinde, den gemein- samen Interessen gewinnen. Was die Stadtratswahlen au laugt, so wurde ailgcmciu gefordert, daß man 4—min- destenS aber für die beiden 'das Südviertel vertretenden inzwischen verstorbenen Stadtverordneten Schäfer und H c n i i g e n st acht Kandidaten aus dem Südviertel nehmen müsse. Es tarn sodann zu der Wahl eines provisorischen Vorstandes, in den die Herren Seibel, Lu- c a s , M u t 1) und Spieß gewählt wurden. Tie erste Haupt- Versammlung des neuen Vereines findet am kommenden von Bulach. Wie die „Straßburger Poft" von zuverlainger Seite erfahren haben will hat der ^taatvic fretär Zorn v. B ulach gegen feinen ältel.’m Sohn, den Herrenreiter Klaus Zorn v. ein Entmündigungsverfahren wegen T' schwendungssncht beantragt. Der Antra-isteller bittet, den Landtagsabgcordneten, Landgerichtsrat Tr. Bonder scheer, ehemaligen Reichstagsabgeordneten der zentrnm^ Partei, zum Vormund zu ernennen. Tic Bersmwenounßs- sucht des jungen Bulach soll nicht der einzige Grund Tut diesen Antrag sein. Klaus war in den Jahren, wit lcm Vater den Staatssekreiärpoften von Elsaß-Lothringen cinmmmt, mehrfach Gegenstand der Erörterungen von mehr wie peinlichen Vorkommnisfen mit politischem H-iiurgrum. für lüftet mlscndrückt wurde. Der russische Ministerpräsident Kokowhow ift Dienstag vormittag in B2gleituim seiner Gemahlin mib des I Attaches brr russischen Botschaft in Rom von dort nach Pari.B abgereist. I Aus StrtM Eatt&e Gießen, 5. Olooembcr 1013. Von her elektrischen l^eberlandanlage. Die Großh. Provinzialdirektion sendet uns .folgende Ausführungen zum Abdruck: Die im Betrieb der elektrischem Ueberlandanlage zeit-I weise aufgetretenen Betriebsstörungen veranlasfen uns zu -folgender Mitteilung: .. . ‘ Die Fernleitungen der llebertandanlage sind so angeordnet, daß eine llmschaltnng vorgenommen werden kann, 'wenn auf einer Strecke eine Betriebsstörung eintritl. Im öOlii'-Volt Bezirk ist der endgültige Z.ustand noch nicht geschaffen, weil die Verbind.mgsle'tung zwischen Gambach und Bettenhausen, ferner die Leitung von Lber- mörlen über Pohl-GönS nach Großen-Linden, schließlich die Leitung von Wölfersheim üdet Echzell-Gettenau nach Reichelsheim noch nicht fcrtiggestellt ist. Im 20OOO-Bolt-Bezirk ist der Leitnngsrmg zwischen den östlich und westlich der Mam-Weser-Bahu verlausenden Leitllugsstreckcn livch nicht geschlossen. Es kann ferner — und das ist die Hauptsache — die von Inheiden über Nidda nach Lißberg führende Leitung noch nicht zur Nrn- fchaltung benützt werden, weil ein kurzes Stück in der Nähe .des Bahnhofes Nidda noch fehlt. Es ist bekannt, daß her Ban dieser Leitung''strecke viele Monate larrg mrfgehaltm würde, weil die Eisenbahn-Vcrwaltuiig die Genehmigui'g nicht erteilte. Inzwischeii waren die Fcrnleitungsstt'vcken Wölfer : lwim -Rn der'Florstadt und von dortaus südwestlick) nach Nieder-Böllstadt und östlich über Staden—Ranirii>t nach i-tonradsdors bereits fertiggeftellt. Auch bic Lei ungs- strcckeu Konradsdorf— Lißberg—Gedern, Lißberg- 9.’ibbo unb Nibba—Schotten waren bereits vollcnb.'i Die Ortsnetze waren betriebsfertig, ein Großabnehmer wartete briugmb ans Stromliescrnng. Unter Hefen Ilm stäuben muß e man sich enlsch liest en, bic * icrtiggcftclitcn S'recken in Betrieb zu nehmen, obgleich eine llmschaltmöglichtcit auf ber nunmehr Der Charakter unter lebhaftem Beifall über den internationalen Frauen- nie Rechnungsrat verliehen: Domke, Ober-ROl.-Jnt.- kongreß zu Budapest im Juni bicicS Jahres. Sekretär der Intendantur des 18. Armeekorps. Ernannt: Starkenburg und Rhcinhkffcn. Mc Militär-Int.-Diätarc Hoffmann (Willy) von der 21. Darmstadt, 4. November. Die seit etwa Jahres- Division, Goldbeck, Schlüter (Julius). Räth vorn ^ofthcater bestehende Sperre des CHorsünger- 18. Armeekorps zu Mil.-Int.-Sekrctärcn. Peeorom, ge- Verbands ist jetzt aufgehoben worden. Besonders prüftet Jnt.-Negistraturamvärter bei der Intendantur des interessant ist, daß der Verband die soziale Gesinnung des 18. Armeekorps, a'.s Mil.-Int.-Tiätnr angeslcllt. Versetzt: Intendanten Dr. Eger ausdrücklich anerkennt, nachdem er Lcseldt, Mil.-Int.-Reginrator von der Intendantur des bjdcer tibgestritten hatte. 18. Armeekorps, zur Intendantur des (NlrdekorpS. Zu Hessen-Nassau. Garnison-VerivaltimgS-Inspektoren ernannt: die ®n™’’ün’ — Frankfurt a. 9)1., 4 Roo. Ein bedeutendes Ver- Verwaltungs-Inspektoren auf Probe: Gajewski m 1iainz, ^„^^.^ bem e*cantfurtCr evangelisch - lutherischen SchimanLki in Darmstadt. A l m o s enka st en zugeiallen. Frau Johanna Buisson ** Der südliche Stadtteil und bic Stadt- .Mete den Betrag von 350000 Mark zur Unterstützung Geiern abend fand irn .„Prinz Heinrich" ^rmer Blinder, Die ii, Frankfurt unb in den Vororten wohnen. Eine andere große Zuwendung erhielt die evangelische Gemeinde von Cbcrrnb durch eine Schenkung von Frau Koch- **GießenerVereine und.K assenimAdreß- b u ch d e r S t e. d r u n b b e s K r e i s e s G i c ß e n 1914. Die 21 uf nähmet arten für das Vercinsverzeichnis sind an bicj,?cr- AnsianD. ! einsvorstänbc versandt morden. Es wird auch an dieser -stelle rrFrnnf t Idarum gebeten, die Karten sorgsältig auszusüllen und um- Franz Konuth 'lhwcr erkrankt , »eh-end an den Abreßbuch-Berlag. Schulstraße,,/, zuruckzu Der 72jährige Führer der Lpnon wn kZ-ranz H nj i fl 1 fenben. Tie Vorstände neuer Vereine unb Kassen, bic bis^ ist so schwer erkrankt, baß an seinem Ain kommen gcsroctTcii no(^ 1H^)t ,ni Adreßbuch geführt wurden, wollen sofort wird. . Aufnahmekarten verlangen. Sie werden ihnen bereitwilligst Gegen das Homcrnle ev zur Verfügung gestellt. Da auch ein lückenloses Vereinsver- Ans Bels oft nrirb brrito: In einer Versammlung Ullb öic genaue Einfügung der Vorstands-Personen von über 6000 (« f Mb. i t e l f u t e ii' ii? n i ur.ö des VeremBokales von wesentlichem öffentlichen In- 100 Millionen Pwnd vertraten, wnr e cuu C n \ angenommen werden, daß sich alle Bc- schNeßung angen^E m der du 3«*I«n6 f »t?IteUiglen der kleinen Mühe einer genauen Ausfüllung ber A n w/n d u n7 der Hom^»'l e - B i l l "gemacht würbe.' und Karten bezw. bereu Einforderung vorn Adreßbuch-Verlag un- in ber bir Snmvattne mit der Organisation d« F-reiwilfigeil .erziehen. ---- Bad-Rau heim, 5. Roo. In . . ,n. i Versammlung des hiesigen Fr a u enft im m r e cht S ve rci n 1 der neuen AmaI fvrach gestern abend die Vorsitzende deS He'si'chen Frauen- slimmrechtsoerbanbes. Frau Dr. Rägeli-Mainz, eine Ver- treterm ber gemäßigten Forderungen der Frauenbewegung Vermischte». H Verein „Deutsches S h m p h o n i e h a u s", r?k^,wie ^^atfung eines Festspielhauses zur nationalen Beethovens nach den Plänen des Münchener Architekten nnfk sT a c r. $ur Aufgabe gestellt hat, hielt am Dienstag nler Dem Vorsitz des Generalintendanten Baron von P u t l i tz in ^rungart eine Sitzung ab, der auch Herzog Albreckft iw» 29ürttcm< ^b,^"U>ohnte. Ter Vorsitzende teilte mit, daß sich ein Ehrenausschuß gemidet habe, dem 16s) Mitglieder angeboren. Paul Eblers- Zäunchen legte die Gründung Tür die Errichtung des Snm- pyoinchauses dar, dessen Idee sich auch das loürttcmbcrgischc ^tonigspaar zu eigen gemacht habe. Architekt Pros. B o n a tz - Stuttgart erläuterte das Projekt und begründete den Wunsch, Daus auf der ideal gelegenen Karlslwhe in Stuttgart zu cr- rtchten. Die Versammlung beschloß einstimmig, das Symphonic- ^aus in Stuttgart zu errichten. Die Eröffnung ist auf den 150. Geburtstag Beethovens im Jahre 1920 geplant. Oberbürgermeister Lautenschläger sicherte die nachdrückliche Unterstützung der ^tadt zu. Es wurde ein Beirat gckwäM, der die weiteren Arbeiten in die Hand nehmen wird. * E i ii schandbares Säuglingsheim. Mehrere Pc tersburgcr Stadträte erklärten nach Besichtigung des städtischen Säuglingsheims im Stadtteil Fontanka, das Asyl lei eiii Schandfleck der Petersburger Stadtverwaltung, die gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden müßte. 60 Proz. der Säuglinge sterben an hunger, da fünf Ammen durchschnittlich fünfzig Minder stillen müssen. Ventilation und Sauberkeit fehlen völlig. Die Kinder liegen ohne Leibwäsche in schmutzigen Lumpen gehüllt. * Flüchtiger Rechtsanwalt. Aus Karlsruhe wird gemeldet: Gegen den verschwundenen Rechtsanwalt Karl Lorenz 0t ein Haftbefehl erlassen worden. Von dem ihm befreundeten Prof. Schn rt h von der Kunstakademie vor einigen Jahren zum Testamentsvollstrecker ernannt, hielt Lorenz die Auszahlung des Ver- mögens, das Schurth, der inzwischen verstorben ist, seiner heimat- Itadr vermacht hatte, zurück. Als dieser Tage das Nachlaßgericht energische Schritte unternahm, flüchtete Lorenz heimlich. * Selbstmord. Aus Berlin wird gemeldet: Der in einem Krnematogravhenthcatcr angestellte 37 jährige L e u t n c r schnitt ttch in Abwesenheit seiner Frau vor den Augen seiner beiden Kinder an bei rechten hnad die Pulsader durch. Die Kinder flüchteten zu Nachbarn; als diese herbeieiltcn, war der Lebensmüde schon verblutet. Kleine Tageschronik. Tie K aiserin wird sich am Freitag nach Wilhelms- Höhe begeben und dort etwa 10 Tage Aufenthalt nehmen. In Würzburg wurde der Bankier Josef Röser verhaftet. Er war Begründer der Süddeutschen Volksbank in Mcrgent- heim, die nach Vertust von 650 000 Mark am 15. Oktober liquidieren mußte. Nach einem Funkspruch vom „Imperator" rettete der Dampfer „Barcelona" der Hamburg-Amerika-Linie die Mannschaft des ertglischen Schoners „Hyptum Emperor" auf hoher See. vüchertisch. — Eckcrmanns Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens. Herausg. von C. Höfer, mit einer Einleit, von L. Geiger. Mit 73 Bildnissen, Abbildungen und Plänen in Leinenband 3 Mk. In neuem Gewände erscheint das alte Weisheilsbnch der Deutschen, die unentbehrliche Ergänzung zu den Werken Goethes. Die Bilder verdankt die Verlagsbuchhand lung fast durchweg dem besonderen Entgegenkommen des Goethe- Nattonalmusenms und der Großherzogi. Bibliothek zu Weimar: ausführliche Anmerkungen und ein ausführliches Register erhöhen den Wert dieser neuen Ausgabe. Martte. le. Frankfurt a. M. Schwei nemarktbericht vom 5. Rov. Anlaetrieben ivoren 18^5 Schweine. Voklfleischige Schweine von 80 bis 100 ke: Lebendgewicht 60.00 — 63.'". Mk„ Echlachtgeivick't 78.00—80.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg-Lebendgewicht 60.00—62.00 Mk., Schlachtgewicht 77.00—80/0 Mk.: voll'lciscbige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 60.00—63.00 Mk., Schlachtgewicht 78.00—80 8'lk.: vollfleiscknqe Schweine von 120 bis 160 kc Lebendgeivicht 60.00—63.00 Mk* Schlachtgewicht 78—8'-.00 Mk. Bleibt Ueberstand. kv. Frankfurt n. M., 5. Nov. fOrig.-Telegr. des „Gieß. Anz.'f Sinnliche Notierungen der heutigen Frucht markt v rei >e. Wetzenshiesiger) Mk. 19.0 -19.10, Kurhessischer Mk. 19.0>-19.10, Wetterouer Mk. 00.00—00.00. Roggen shiengerf Mk. 16.00 bis 00.0 ; Gerste sMetterauer) Mk. 16.50—17.0°, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 16.50-17.5 , Laser Mk. 16.00—17.00, Mais Mk. 14.25 bis 14.50, B eizenn cbl 0 9) f. 82.50—32.75^ Weizenmehl I Mk. 80.50—30.75, Weizenmehl III D!k. 27.25—27.5", Noggen- mehl 0 Mk. 27.75—28.00, Roggenwchl 0/1 Mk. 26.50—26.75, Roggenwebl I Alk. 00.00 -00.00, Weizenkleie Mk. 9.15-9.25, Wetzenschalen Mk. 9 35—9.5ty Roggentleie Mk. 11.10—11.25. Atalzkeiine Mk. 12.00—12.25, Biertreber 12.25—12.60V Raps Mk. (0.00—00.00, Futtergersle Mk. 00,00—00,00. Alles per 100 Kg. ab hier. io. Frankfurt a. 4. Nov. Heu- und St roh markt. Am heutigen 'Dioift war weder Heu noch Stroh angesahren. Amtlicher Wetterbericht. Wetterauösichten in Hessen stir Donnerstag, den 6. Nov. 1913: Veränderlich, meist trüb und regnerisch, westliche Winde. Letzte 21acbricbtcn, DieKruppschenLieferungennachBelgien. Brüssel, 5. Nov. „Le Soir" behauptet, unter dem Kriegsminister Hellebannt seien bei der Firma Krupp acht Kanonen für 4 800 000 Franks bestellt worden, trotzdem Schueider- Creuzot für 2' ° Millionen Franks die gleichen Kanonen liefern wollte. Die Dokumente über diesen Handel seien von dem mit der.Untersuchung beauftragten 'Ausschuß im Januar 1913 und jetzt wieder vergeblich an zuständiger Stelle eingefordert worden. Das Flensburger Verbot. K r i st i a n i a , 5. Nov. Die lnesigen Abendblätter bringen das Flensburger Verbot der Amundsenschcn Borträge ohne Kommentar. Das „Morgenbladel" glaubt an em übereiltes Borgern eines einzelnen Beamten. Man müsse abwatten, ob der Kaiser oder die Reichsregierung, sich noch äußern würden. Griechenland und die Türkei. K o n st a n t i n olpel, 5. Nov. An der Pforte verlautet, die Botschafter der Triple- Entente hätten dem Groß- wesir beim gestrigen Diplomatenempfang empfohlen, den Friede n s s ch l u ß mit 65 r i e d) e n 1 a ii b zu beschleunigen. Zu dem Eisenbahnunglück in Melun. M dun, 5. Nov. Das Eisenbahnunglück wird auf Fahrlässigkeit des Lokomotivführers des Schnellzuges zurückgeftihri, der dem don Marseille mit einer Fahrgeschwindigkeit von 90 Kilometern in der Stunde kommenden Zuge, trotzdem ihm die Signale die Durchfahrt burrf) Marseiile nicht freigegeben hatten, auf dem Geleise weiterfuhr, auf dem der Ponzug ankam. Nach dem Zusammenstoß explodierte der Gasbehälter und setzte die Trümmer in Brand. Hilfe itturde sofort ausgeschickt, aber die Rettung der Verunglückten war sehr erschwert, da die Unglücks stelle nur vom Schein von ^Fackeln und Petroleumlampen erhellt war. Die Lokomotive des Schnellzuges war dem Postzuge in die Seite gefahren und hatte jid) über einen Meter tief in den Erd hoben eingewühlt. Bis um Mitternacht waren 13 Leichen geborgen und 14 Verletzte ins Hospital gebrad)t worden Um 3 lUjr waren noch zwei verkohlte Leichen unter den Trümmern hervorgeholt worden. Fackeln und Lampen waren abgebrannt, so daß vollständige Finsternis herrschte. Die Verwirrung war uri- beschreiblich, die Rettung der Verunglückten außerordentlich schwer. Eine junge Frau war unter den Tender der Lokomotive geraten und hatte das Bewußtsein verloren. Sie wurde rechtzeitig gerettet. Ein Hauptmann der Infanterie starb im Hospital. Ein Post beamter sagte ans, bei dem Zusammenstoß habe sich der Zug in einer Geschwindigkeit von 40 Kilometer befunden. Ersah Menschen, die wahnsinnig davonstürzten. Er glaubt, daß etwa 20 Menschen getötet worden sind. Neun Leichen sind noch nicht erkannt. Ter Zugführer ist leicht am Kopfe verletzt worden. Der Heizer blieb unverletzt. NOWACK il-Hausfür-——, . isstattungen EMM llerfe-ldtt 1913. -7281 Lebensjahre. ihrem innigen sagen Hinterbliebenen 7279 Lieh, 4. November 1913. Traisa b. Darmstadt, den 4. Novi . unsere liebe Mutter Die tief trauernd Hinterbliebenen: Karl Krimmel Mariechen Krimmel Krankheit in Weissenfels Clara König geb. Rosalsky Professor Walter König. Giessen, Hofmannstrasse 11. [7285 Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Gatten, unseres guten Vaters, Schwiegervaters und Grossvaters tatt besonderer Mitteilung. '. November abends verschied sanft nach kurzer , den 7. November, elstrasse 12 aus. Jahren zu sich Die Beerdigung findet statt in Traisa Fr nachmittags 3'/, Uhr, vom Trauerhause Tiefbewegt erfüllen wir hiermit wiederum die traurige Pflicht, dass Gott der Allmächtige gewollt, hat. auch meine unvergessliche, innigst geliebte Gattin, um ihr einziges Kind so sehr besorgt gewesene Mutter, unser.- liebe Tochter, Schwägerin und Tante nach sehr langem, schwerem Leiden im Alter v< in die Ewigkeit abzurufen. Giessen, den 5. November 1913. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege herrschen Dank. 7283 Die trauernden Hinterbliebenen : Frau Peter Volk Witwe und Kinder. 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De'/.„ ÄSflKWa Morgen MTii&s Tonnerstag abend 9 Ubr: Monats- Versammlung im Hotel (tzrohberzog. Vortrag desHerrnButsbesitzerBecker, Bensheim und des Herrn Prof. Urstadt aufmerksam und bitten um recht zahl- Die Direktion Frankfurter und Gießener Lichtbühne-Gesellschaft m. b. H. Samstag, 8. Nov., abends 8>/, Uhr Wrnigsfe^ •deren F.nuhplnungstng und Titel jeweils in den Tages Zeitungen und in unserem Theater bekannt gegeben wird). Giessen, im September 1913. Wir machen unsere Mitglieder auf die morgen Tonnerstag abend stattsindende öfftnitichcVcrsamiickmi; Kasse zu haben. Angehörige unserer Mitglieder zahlen die Hälfte. Oeffentliche Versammlung des Fl>rtslhrittl.Plil.Billllill.^vereiO Tinncrstag, 6. Nso., nbdS. 8'/>Uhr, i.öotcl ßinljorii Redner: Gutsbesitzer A. Becker Bensheim und Pros. Urstadt über die Ostelbischen Rittergüter. Samstag, 8. November, abends 9 Uhr, im Saale des Hotel Einhorn Außerordentl. Generalversammlung Tages-Ordnung: TikStadtverordnetcnlimhlen v\-„ Der Vorstand. Tonnerstag, den 6. Nov. 1913, abends pünktlich 8l/2 Uhr, iit der großen Universitäts-Aula: II. öjsrntljchrr Mortrog Herr Pros. Tr. Ranch, Sieben: „yonlitrfal)n;aml$l|tin,tinr liünftierifdjr Itaiitmtj“ mit Lichtbildern. Eintrittskarten zu einer Mark sind abends an der Prak/, Winterfest am SamStag, den8. November, abds. 8'/, Uhr, in der Turnhalle Konzert, turnerische Aufführungen, Theater, Ball te i Autoren, inszeni rt von den tüt htigst- n Regisseuren und dargestellt von den besten Schauspielern zur Aufführung bringen, die nicht einen Aufguß alter Filmromano o bisher dagewesenen Schlages 1 Ilms dieses Genres übertrifft). für die hervorragendsten und bedeutendsten Fathe-Schlager der Wellllrmn Pnthe frf re* in Pari» und Berlin I» eiche da» sensationelle Kino Ereignis der nächsten Saison sein werden). für eine grosse Anzahl Theater-Kunstfilms Postkarten bi gnis I Riesen-Auswahl I Stet* Neuheiten! MM Mustersendungen gegen Nachnahme oder BS hiesige Referenzen gerne zu Ticnstcn: ttia DD Licht-Spiel-Haus Vornehmes, erstklassiges und größtes Theater am Platze Die grösste Film-Sensation, das Tagesgespräch aller Städte ist der erste Film der neuen Henny-Perten-Serie 1913 14. wofür wir ebenfalls das alleinige Erst • Auf- führens-recht der ganzen Serie in diesem Winter erworben haben — betitelt: Der Feind im Land Erinnerungen ausden Kriegsjahren 1870(71 Mimodrama In 1 Akten Die packende Handlung und die meisterhafte, glänzende Darstellung mit gewaltigen Kriegsund Massenszenen erheben diesen Film weit über das Alltägliche. In der Hauptrolle die beliebteste aller Kinoschanspielerinnen m* Henny Porten Ausserdem ein hervorragendes Programm Beachten Sie bitte heutige Mitteilung Färbe zu Hause Union-Theater . Seltersweg 81