165. Jahrgang M. 103 Zweiter Blatt Erscheint ISgttch mü Ausnahme des Sonntags. der ; i. H. 3060 Athos. Der Aaiser in Wiesbaden. Kaiser traf heute 3 Polizeipräsidenten v. Schenck und dem Okarnisonältesten 1 morgen um 8 Uhr 14 Min. im Hofzuge mit Gefolge auf dem hiesigen .Hauptbahnhofe ein und wurde auf dem mit und die niemals 10. den Gunst erfahren, wie sie Paris auserlesenen Besuchern verweigere. Streitigkeiten im Kloster auf dem Berge dressieren als die snde Wirkung Vertreter des Auswärtigen Amts, Gesandten v. Treutler. Zur Frühstückstafel waren geladen: Regierungspräsident v. Meister, Polizeipräsident v. Schenck und -Oberst Freiherr v. Buttlar-Brandenfels. Nachmittags machte der ftaifer eine Ausfahrt im Automobil. Wiesbaden, 4. Mai. Wiesbaden, 4. Mai. Heute abend 6 Uhr traf der Großherzog vor: Oldenburg zu einem kurzen Besuch beim Kaiser ein. Heute begannen im königlichen Theater die diesjährigen Vorstellungen unter musikalischer Leitung von Professor Sch l a r. Als Eröffnungsvorstellung wurde „Oberon" gegeben. Den Hüon fang Herr Erb, Der Wahlprüfungsausschuß des Reichstags hat seinen dritten Bericht erstattet über die Prüfung der Wahl- Proteste bei der Wahl des Abg. Kölsch lNtl.» in Kchl-Ober- tirch-Offcnburg. Bekanntlich hatte das Plenum die Wahl nochmals vom Ausschuß prüfen lassen, der Ausschuß hat seinen Antrag aus Ungiltigkcitserklärung von neuem gestellt. Rach eingehender nochmaliger Prüfung hat der Ausschuß bet Berücksichtigung aller zu Gunsten des Abg. Kölsch sprechenden Momente dem Abg. Kölsch 12 434, dem Gegenkandidaten Schüler 12 708 Stimmen zucrkannt. Aenderung zweier Reich stagswahlkrcrse. Der Entwurf betreffend die Aenderung der Rcichstagswahl- freife Großh erzog tum Sachsen 3 und Herzogtum Sachsen- Meiningen 2 ist dem Reichstage zugegangen. Bekanntlich hat das Großherzogtum Sachsen die ihm zustehenden Anteile von Kranichfeld, Stedten und Köstitz an Sachsen-Meiningen, Sachsen- Meiningen die ihm zustehenden Anteile von Hohenfelden, Lichtenhain und Mosen an das Großherzogtum Sachsen abgetreten. Dieser Gebietsaustansch macht eine Aenderung der Reichstagskreise erforderlich, indem die neuerworbencn Gebiete den Reichstagskrcisen Oberst v. Buttlar-Brandenfels, dem Kommandeur des Füsilier-Regiments v. Gersdorff Nr. 80, empfangen. Nach kurzer Begrüßung fuhr der Kaiser im Automobil nach dem Schlosse, in den Einzugsstraßen von einer tr?tz der frühen Morgenstunde sehr zahlreichen Menschenmenge lebhaft begrüßt, besonders als der Kaiser kurz nach der Ankunft im Schloß auf dem Balkon erschien, um die Fahnenkompagnie des Füsilier-Regiments v. Gersdorff (.Kurhessisches Nr. 80) aurückeri zu sehen. Zahlreiche Fremde sind ans Anlaß der Kaisertage in Wiesbaden eingetroffen. Vor dem Schloß hatten sich die Pfadsinder auf gestellt. Um 10 Uhr nahm der Kaiser an dem Militärgotteshienst in der Marktkirche teil. beiderseitigen Staaten zugeteilt werden. Verlegung des Auwaltstages. Der deutsche Anwaltsverein hat beschlossen, wegen der vom bis 12. September bei Breslau stattfindenden Kaisermanöocr Anwaltstag in Breslau bereits am 4. und 5. September Redaktion, Expedition und Druckerei: Schub straße 7. Expedition und Verlag: e^^öl. Redaktion:S^112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. , Walltorstr. 45. Mrehe unfc Schule. Die Bischofswahl in Limburg a. d. Lahn wird am Dienstag, dem 13. Mai, vormittags, stattfinden. AuslcrnS. Ministerpräsident Barthou über die französische Geistlichkeit. Der französische Ministerpräsident Barthou hielt bei der Gründung einer Gesellschaft für fremde Konferen- zen in Frankreich eine Rede. Er beglückwünschte die Gesellschaft für ihre Tätigkeit, die für die allgemeine Kultur und die Angehörigen der Völker von großem Nutzen sei, und wünschte ihr das Glück,,das sie verdiene. Frankreich sei eine Nation der Gastlichkeit, der Gastfreundschaft und der C o u r t o i s i e. Vereinzelte Abweichungen davon könnten in den Augen der Welt das glänzende Bild nicht entstellen. Barthou lud die Fremden ein, unter den Aspirationen der neuen Gesellschaft ihre Schriftsteller, Weisen, Philosophen, Künstler und Staatsmänner zur Behand- No!its?che Lcrgcss^au. Die Wehrvorlagen im Budgetausschuh. Die „Nordd. Allgern. Ztg." schreibt: Die Budgeikom- mission ist nach dem Reichstagsschluß in eifriger Arbeit beisammengeblieben und hat die Wehrvorlage ein gutes Stück gefördert. Das .Hauptergebnis der Verhandlungen ist die Anerkennung des Prinzips, das die Vorlage zum Ausdruck bringt: dre Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht. Die Vertreter der bürgerlichen Parteien haben ohne Ausnahme diesen Grundsatz als maßgebend angenommen und ihn in einer Reihe von Abstimmungen betätigt. Die Genugtuung hierüber erhält aber einen Schatten durch die Streichung von drei Kavallerie -Regimentern. Wir können nicht annehmen, daß im weiteren Verlauf der Beratung dieser Abstrich aufrecht erhalten bleibt. Jedenfalls hat schon die bisherige Aufnahme der Wehrvorlage im Parlament und außerhalb desselben bewiesen, daß die große Mehrheit des deutschen Volkes und seiner Vertreter sich den schwerwiegenden Gründen nicht verschließt, die den verbündeten Regierungen die Durchführung der geforderten Rüstungsverstärkung zur unabweisbaren Pflicht macht gegenüber der Nation und ihrer Zukunft. Deutsche Kolonien. — Eine dem Reichstage zugegangene Novelle zum Schutzgeb ietsgefetz schlägt eine Neuerung im Vereins wes en der deutschen Schutzgebiete vor. Bisher konnte kolonialen Vereinen Rechtsfähigkeit nur durch Bundesratsbefchluß verliehen werden, namentlich solchen, deren Zweck nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist. Dieser Modus hat Die „Eichener Zamilienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ..Krtisfclatt ftir den Kreis Gietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich troetmaL Der Zusammenbruch der Niederdeutschen Dan? vor Gericht. 2$. Dortmund, 4. Mai. In dem Prozeß wegen des Nied erbrach es ber Niederdeutschen Bank wurde die Beweisaufnahme zu Ende geführt. Der Angeklagte Dr. jur. N olden gab an, daß er im Jahre 1908 bei der Niederdeutschen Bank als Justitiar eingetreten sei. Justizrat Westhoff habe ihm zum Antritt der Stellung geraten mit den Worten, daß die Bank zwar ein kleines Institut sei, sich aber unter der Leitung des außerordentlich fähigen Direktors Ohm sich ebenso entwickeln werde wie die Diskontogesellschaft. Nachdem er zunächst nur Prozesse der Bank geführt hatte, wurde er Die Nieder-Modauer GeuossenschastZkrise. bs. Darmstadt, 3. Mai. In dein Nieder-Modauer Bankprozeß bringt auch der heutige Tag keine neuen Gesichtspunkte. Ein Zeuge Johannes Traut- abzuhalten. Auf der Tagesordnung stehen: „Reform der Rechtsanwaltsordnung" (Freizügigkeit, Ehrengerichtswesen), und „Die Ermittelung der Wahrheit im Zivilprozeß". preußischer Herrenhaus. Berlin, 3. Mai. Zu Beginn der heutigen Sitzung teilte der Schriftführer mit, daß die Regierung den zurzeit dem Herrenhause zur Beratung vorliegenden, vom Abgeordnetenhanse stark abgeänderten Entwurf betr. die Abänderung des Gesetzes über die E i s e n b a h n u n lerne h m u n g e n von 1838 zurückgezogen hat. Hierauf wurde die Svezialberatung der O stm a r l e n z u l a g e fortgesetzt mit dem Resultate, daß trotz aller scharfen Kritik, die, u. a. vom Grafen Oppersdorf, an der preußischen Polenpolitik geübt worden war, der Gesetzentwurf mit großer Mehrheit angenommen wurde. Alsdann mürbe nach dem Vortrag des Generals Jreiherrn v. B i s sing eine Uebersrcht über die "Ausbildung und Fortbildung von Jugendpflegern im Etatsjahr 1912 zur Kenntnis genommen. Der Gesetzentwurf betr. Abänderung von Zusammen- l e g n n g s - unb G e m einh e i tsteilungsge setzen wird in der Fassung des Llbgeordnetenhiauses en bloe angenommen. Heber den Gesetzentwurf betr. Bereitstellung von Staatsmitteln zur Förderung der Landeskultur und der inneren Kolonisation waren die Meinungen recht geteilt, zumal Graf Rantzau konnte sich mit ihm nur sehr mäßig befreunden. Trotzdem wurde das (Gesetz mit großer Mehrheit angenommen, ebenso eine Entschließung des Fürsten zu Inn- und Kriiep- Momag, 5. MÄ W Rotationsdruck und Verlag der Bruhl'schen Universitäls - Buch- und Sleindrnckerei. R. Lange, Gießen. 's Hederichs, Ackerfeldes mit Stickstoff, ?nvitriol überlegen. 1 die Ile der Landw. für Oberhessen denen sich einzelne Menschen schwer vergingen. Ter Landesrat verurteilt jede Mißhandlung von Eingeborenen auf das schärfste und sieht in solchen Menschen eine große allgemeine Gefahr für für das Schutzgebiet. Er hält einen Hinweis aus die notwendige strenge Bestrafung, unter Umständen, namentlich im Wiederholungsfälle, auf Ausweisung für notwendig. Auch die Stellungnahme eines Teiles unserer Landespresse, die für milde Auffassung Stinimung _f,u machen suchte, war wohl nicht immer das richtige. Die Landespresse hat die Pflicht, daraus hinzuweisen, daß die Selbsthilfe zu Kollisionen mit dem Gesetz führen muß. Ein Warnen vor Mißhandlungen würde segensreicher wirken als eine Bestärkung in der falschen Ausfassung des väterlichen Züchtigungsrechtes Eingeborenen gegenüber. Der Landesrat schlagt vor, Arbeitgebern, die sich wiederholt schlechter Behandlung von Eingeborenen schuldig gemacht haben, nach Beurteilung des Bezirksrates keine neuen Arbeiter durch die Behörden znzu- sühren. Neben einem solchen rücksichtslosen Einschreiten gegen Weiße ist aber auch in ebenso energischer Weise gegen farbige Viehdiebe und Vagabunden vorzugehin. Zu weitgehende Milde gegen Farbige war in vielen Fällen der Anlaß zu den Vergehen Weißer. Bayer hatte, wie die anderen AuisickUsralsmitglieder, bei der Unter- schri't nicht an eine Zahlung gedacht. Ebenso nicht der 'l’lourer- meifiev Georg Bayer. Der Schreibgehilse Philipp Adam bekundet, daß der Angeklagte Beck seine Geschästsslunden nie recht mne- geballen habe. Oit hätten die Veute warten müssen und dadltrch habe der ganze Geschäitsgang gelitten. Im zweiten Teil der heutigen Sitzung werden die einzelnen Veruntreuungen des Beck besprochen. Zunächst gibt der Sachverständige Regierungsrat Bastian sein Urteil über die Geschäfts- iührung des Angekl. Beck ab. Durch die Bilanzen, 9lmfte(lungen, Abrechnungen usw. wäre kaum durchzufinden. Bier bis fünfmalige Durchstreichungen kommen häufig vor, so daß man schließlich nicht mehr wisse, was denn eigentlich zu gelten habe. Allerdings müsse er zugeben, daß Beck, als er das Erbe Adams angetreten habe, in furchtbare Zustände hineingekonrinen sei. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob es denn überhaupt für einen Menschen möglich war, hier Ordnung zu schaffen, erwidert der Sachverständige, daß er das nicht glaube. Hilfe hätte Beck unbedingt nölig gehabt. Der Sachverständige legt dann an Hand der einzelnen Posten dar, welcher Art die Nieder-Modauer Buchhaltung geivesen sei. Um einen Gewinn heranSzurechnen, habe man das ■Verschnitt. j besonders durch mife iberbcimiidiungen, feine, iC5 LemdcMal. ver Äp empfehle ich erstW-« hing zeitgemäßer Fragen in öffentlichen Konferenzen nach Frankreichs zu entsenden. Sie würden die Ermutigungen 85 S 1,2V , , . , allmählich auch zu kaufmännischen Geschäften herangczogen und wegen der großen Entfernung zu Schwierigkeiten geführt, wurde schließlich Direktor der Essener Maschiiieichau-Änstall. Erst Die dem Bundesrat Anstehenden Entscheidungen sollen des- durch sein Eingreifen seien die Verhältnisse dort besser gewor- halb in die Hand des Reichskanzlers gelegt werden, der bclL f . nr , 'in Ä ssssga'afÄÄ gwsen uni) gersthchen Gesellschaften ist eine Entscherdimg Huchzermeier. des Gouverneurs aus geschloffen, in diesen Fällen ist allein " der Reichskanzler zuständig. stalten lndschuhenetc Es wird daraus in die Beweisaufnahme cingetreten und zunächst die erste Gründung der Niederdeutschen Bank, die Maschinen - Der Landesrat von D e u k s cb-S Ü d m o st bauanstalt in Mtew Essen, erörtert. Der Angeklagte Ohm er- rrfrifn nnhm in neheimer i>iki nrr Wnin klart, daß der Anlaß zu dieser Gründung der gewesen wäre, r a na. in ^Heimer Sitzung folgende Ent- dal; der Besitzer der Fabrik, ein Herr Storn in Essen, bei der schlt^ung an: Gelsenkirchener Filiale einen noch größeren Kredit erhalten hatte Tie wt letzten Jahre wiederholt zur Aburteilung gekom- und nicht, mehr zahlen konnte. Man habe nun vor der Alter menen en U eher griffe -Bei fter■gegen Eingeborene native gestanden, Storn in Konkurs gehen zu lassen oder die sind geeignet, Fernstehenden ein falsches Bild über hiesige Zu- Fabrik zu übernehmen. Tie Verhanbtung wurde darauf auf stände zu geben. Es handelt sich nm' Ausnahmefälle, in Montag vertagt. _ v Den Hüon fang Herr Erb, Mobitiarkonto, statt Abschreibungen vorzunehmen, einfach erhöht, die Rezia Frau Löffler-Burchard, den Scherarnin Herr Geiste- 1° i- V. von 600 Alk. auf 2100 Alk., ohne Neuanschaffungen. Auch Winckel, die Fatirne Fran Krämer. = ' die Kosten der Verwaltung seien buchmäßig von 3000 Mk. ans Nach dem Gottesdienst konferierte der Kaiser mit dem OOo Nik. gestiegen. ~ ‘ ~ -...... - • - ~ - - • 1 - Die etljung schließt nach 1 Uhr. Fortsetzung Montag 8'/, Uhr. sssä nniiitb »" i«iut a. w an mcmcm Wil 1/ 85 's • ■ • " 1,20'* Pfund Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen » i r,' ___• - s» _____' c , mann II. iveiß sich nicht mehr zu erinnern, das; er seinen Namen Blumen und Blattpflcnizen geschmückten Perron von dem llUfev die Uebernahme-Uiklmden gesetzt hatte. Der Landivirt Peter ehl 0 Psund 19 s , irsuiid von 40 timnb von 40 raarinc, vottfommenci ..,e snara s Garantiert rein jn Tafeln :intr $pmb W i ÜÖ4 nni»»(i«V||b ?0 j ' Rsund 1.^4 * " rv. U£iicr 90 S । ' r?(ll1 Pfund 42 9 nVs5f 40, »° \ v'“ ' Pfund 30 s Deutsches NeLch. Der Vorstand des preußischen Städtetages Iiiclt im .Herrenhause eine Sitzung ab. Besonders eingehend wur- Len die Fragen einer Reform des Kommunalabgabengesetzes, die städtischen Maßnahmen ans Anlaß der Angestelltenversicherung, lie rechtliche Eigenschaft der Fortbildungsschulen als Gemeinde- m.nftalten und ber, neue Wohmingsgesetzentlvurf besprochen. Wegen Udes Wohnungsgesetzentwurfes soll auf Ende September oder Anfang Oktober ein Städtetag einberufen merben, . und zwar auf Einladung des Oberbürgermeisters dieser Stadt nach BreSlau. Eine Denkschrift zuM W o h n u n g s g e s e tz ist bereits fertiggestellt. Eine andere Denkschrift des Vorstandes l-esaßt sich mit den bekannten Schwierigkeiten bei Anordnung feer "Fürsorgeerziehnng, die auf einer Meinungsverschiedenheit Zwischen Oberverwalttmgsgericht und Kammergericht beruhen. ♦ Deutschlands Wohlstandsentwicklung. Die „Nordd. Mlgem. Ztg." schreibt über Deutschlands Wohlstand sentwicklung u. a.: Die Ein- und Ausfuhr Deutschlands, die anfangs der achtziger Jahre einen Wert von 6 Milliarden erreicht hatte, hat sich seitdem verdreifacht. Die Steinkohlen fördern ng der deutschen Bergwerke, die im Jahre 1887 60,3 Millionen Tonnen im Werte von 315 Millionen Mark betrug, hat sich seitdem verdreifacht, der Wert verfünffacht. Tie Roheisenerzeugung, die sich im Jahre 1887 auf 4,5 Millionen Tonnen bezifferte, int Wert von 217,4 Millionen, hat sich in derselben Zeit verdreifacht. Die Erzeugung der Eif e u- und St ah 1 pr o du kt e betrug im Jahre 1887 vier Millionen Tonnen im Wert von 432 Millionen, heute ist sie dreimal so groß, der Wert übersteigt den vierfachen Betrag. Der gewaltige Aufschwung unserer Industrie vermehrte die Arbeitsgelegenheiten ganz"wesentlich, die Löhne sttegen stark. Das Bild, welches die^Sozialdemolwatie von der Verelendung dos deutschen Arbeiters entwirft, gehört heute der Vergangenheit an; das zeigt die Entwicklung der Sparkasseneinlagen, die im Jahre 1881 2789,3 Adi Ilio neu und im Jahre 1911 17 900 Millionen betrugen. Tie in die Verwaltung deutscher Kreditbanken gegebenen Kapitalien betrugen im Jahre 1887 319,7 Millionen, im Jahre 1911 4042 Millionen. Tiefe starke Wohlstandsvermehrung war nur dadurch möglich, daß sich das deutsche Volk dank seiner schlagfertigen Armee ungestört der werk- lätigen Arbeit hin geb en konnte. Die stetige Erhaltung der Armee auf gleicher Höhe wie bisher ist deshalb ltm rrläßlich, roenn sich die wirtschafttichen Kräfte weiterhin so entfalten sollen. Die Opfer, die hierfür zu bringen sind, machen immer nur einen kleinen Tejl der Wohlstands- dermehrung aus, die unter dem Schutz feiner starken Armee durch friedliche Arbeit geschaffen worden ist. * Genossenschafts-Statistik. Am 1. Januar 1913 bestanden im Deutschen Reiche 33 329 eingetragene Erwerbs- und Wirtschaftsgenossen- schafteir und zwar 20 885 mit unbeschränkter Haftpflicht, 162 mit unbeschränkter Nachschußpflicht und 1.2 282 mit beschränkter Haftpflicht. 2035 Genossenschaften wurden im Fahre 1912 neu eingetragen, 468 Genossenschaften wurden aufgelöst. Die reine Zunahme im Jahre 1912 beläuft sich auf 1567 Genossenschaften; davon waren 699 (44,61 v. H.) mit unbeschränkter Haftpflicht und 868 (55,39 v. H.) mit beschränkter Haftpflicht. Noch in keinem Fahre seit dem , Erscheinen der amtlichen Genossenschaftsstatistik mar die ; ziffernmäßige Zunahme so groß wie im Jahre 1912; sie betrug 1903 1373 oder 6,62 v: H. des Anfangsbestandes, 1904 1431 (6,47 v. H.), 1905 1087 (4,61 v. H.), 1906 1067 (4,33 v. H.), 1907 1150 (4,47 v. H.), 1908 1278 (4,76 v. H.), j 1909 1296 (4,61 v. H.), 1910 1052 (3,57 v. H.), 1911 1274 j (4,18 v. H.) und 1912 1567 (4,93 v. HZ. Auf die Bun des ftaa t e n verteilte sich die Zunahme im Jahre 1912 toic folgt: Sie betrug in Preußen 760, Bayern 395, Sachsen 78, Württemberg 63, Baden 97, Hessen 4, Braunschweig 4, in den übrigen Bundesstaaten 166. Am 1. Januar 1913 gab es danach in Preußen ' 18 361 (i. V. 17 602) Genossenschaften, in Bayern 5819 ' (5424), in Sachsen 1067 (989), in Württemberg 2083 (2020), in Baden 1490 (1393), in Hessen 982 (978) usw. Nach der Art der Genossenschaften betrachtet, stehen an der Spitze die Kreditgenossenschaften mit 18 746 ii. V. 18 057), darunter sind 16 571 (15 919) Darlehens- iassenvereine, ganz überwiegend mit unbeschränkter Haftpflicht. Dann folgen landwirtschaftliche Produktivgenossenschaften mit 3934 (3878), unter denen die Meiereigenossen- scyafteir mit 3349 (3306) an der Spitze stehen, landwirtschaftliche Rohstoffg-enossenschaften mit 2201 (2116) und landwirtschaftliche Werkgenossenschaften mit 1686 (1323). Die Zahl der Konsumdereine beträgt 2346 (2321), die der Woh- nungs- und Baugenossenschaften 1282 (1173). n ,, ^At auS S ^oniknJndemK loftej Hausen, die die sofortige Verteilung des iiiltivierteu Landes fordert. 2c c 1 ü c. • t 6 0 s lutb mfolgr «"eg rehmofen Zwch.es $ann ium Ei i enb-rhn-nl ei he°«se v. Dabei zwischen Klein- und Gr'oßrulsen Unruhen ausgebrochen. Mit- „^te Oberbüraei-meiswr Dr Wilm^ Ruten nn den giiarütn-ein S ÄÄX Z S* ie6en,,Me,,^iÄ9anBonbC^'ä^S ein ’’u gestatten. Denn die Damen setzen sich meist in die Herrenkupees iEund rauchen mächtig Zigarren, tvahrend die Frauenknpees meist Klostenwrschnsten die Lau- d^ReÄ Aus Stadt und Land. Gießen, 5. Mai 1913. ** Lehrerpersonalien. Dem Lehrer Nik. Bleß zu Unter-Hambach wurde eine Lehrerstcllc zu Lorsch übertragen. — Erledigt ist eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu H e l- Pers Hain. Mit ihr ist Organisten- und Vorlesedienlt verbunden. Dem Inhaber kann eine Ortszulage gewährt werden. ** Kreisgesundheitswesen. Der Großherzog hat den praktischen Art Dr. Otto Martin in Sien zum .Kreisassistenzarzt bei den KreiSgesundheftSämtern Bensheim und Heppenheim mit dem Wohnsitz in Heppenheim ernannt. ** Der Hessische Richterverein hält seine Hauptversammlung am Samstag, 31. Mai, im Saalbau in D a r m- stadt ab. Auf der Tagesordnung steht außer dem Geichäfts- 'bericht und anderen geschäftlichen Angelegenheiten ein Vortrag des Professors Dr. M i t t c r m a i e r - Gießen über: „Tie Fortbildung i>e r Iuristen, Erfahrungen und Vorschläge" mit anschließender Aussprache. ** Ter Landesverband derHausvesrtze.r vereine in Hessen hielt eine Vorstandssitzung in DarMitadt ab. Die neuen Eingänge brachte Direktor Volk »Mainz) zur Verlesung. Zunächst den Bescheid, den das Ministerium des Innern auf die gemeinsame Eingabe des Hess. Landesverbandes und der Vereine Mainz-Altstadt und Mainz-Neustadt, betreffend Maßnahmen zur Hebung der H h p o t h e k e n n o t erteilt und zugesichert Hal, die Eingabe, dem Rcichisjustizamt zur Berückfuh- tigung zu empfehlen. Das bedeutet die Anerkennung der Berechtigung der Forderung. In bem' Bescheid auf die Beschwerde des Vereins Mainz gegen den Landeswohnungsinspeltor Gretz- schel in Darmstadt findet das Ministerium alles in Ordnung und keinen Grund zu einer Beschwerde, danach hat man das Gefühl, daß die. Eingabe zum Teil ihren Zweck erreicht l>abe. Trotzdem hat der Vorstand des Mainzer Vereins beschlossen, in einer zweiten Eingabe vorstellig zu werden. Der dritte Bescheid des Ministeriums betrifft die Eingabe des Landesverbandes wegen der Reform des Schornsteinfegergewerbes. Man könnte dem Bescheide nach doch glauben, man befände sich hinsichtlich dieser Frage in der besten der Welten: vorsorglich ist indessen beigefügt, daß die Einzelvereine da, wo Aenderungen, die durch die Streik Ämter gelöst 'werden können, verlangt iverden, sich an diese wenden sollen. Der Verband Mainz hat eine längere Eingabe an das Kreisamt Mainz gerichtet, um eine endgültige Lösung der Frage für Mainz anzustreben. Tie Eingabe soll vervielfältigt werden und allen Ortsvereinen zugehen, um als Unrerlage zu dienen, falls sie das Bedürfnis haben, deshalb vorstellig zu werden. Es folgten allgemeine Besprechungen über die Errichtung von Haus- besitzertammern, Beitritt des Landesverbandes zum Zentralver- bande der deutschen HauS- ünb Grundbesitzer-Vereine, Herstellung eines einh Etlichen Mietverirrgsformulars für Hessen. Brandver- sicherungstammer-Verhältnisse, Verhalten mehrerer die Notlage des Hausbesitzerstandes ausbcutender Banken und Erwirkung eines RechtsgutaMens, ob darin nicht die Kriterien des Wuchers zu finden seien, eines Feueroersich-rungsantrages mit Rabatt, der nach Vortrag des Fackoerständigen, Astheimer «Mainz), abge- lehnt wurde, und schließli-l> die Frage der Kanaleinlaufgebühren. Da diese Frage rein örtlich ist, wird die Lösung den Ortsoercinen, gegebenenfalls unter beratender Hinzuziehung des Vorstandes des Landesverbandes, überlassen. Besonders interessiert in der Frage war der Verein Friedberg, wo gegenwärtig ein neues Kanalsystem eingeführt wird und den Hausbesitzern große Lasten drohen. Ter Vorstand des Landesverbandes bat die einstimmige Ansicht, daß diese Gebühren von der Allgemeinheit zu erheben seien, der ja auch die Vorteile solcher neuen Einrichtungen zu gut Tarnen. Indessen soll daS nicht durch einen Zuschlag auf die Gemeindesteuern geschehen, da die notwendige Erhöhung aus verschiedenen Ursachen zu vermeiden sei. Dagegen soll sie, wo solche eingejiibrt wird, durch besondere Erhebungszettel mit mäßiger progressiver Stngerung nach Verhältnis der Mietpreise von jebem Steuerzahler erhoben werden, wobei in kleineren Städten die Zahler bis zu 200 Mk., in größeren bis zu 300 Mk. Jahresmiete von der Abgabe befreit bleiben sollen. •* Oefi entliehe Lesehalle. Jin April wurden 2228 Bände a u § a e (i e 6 e n. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1134, Zeitschriften 305, Jugendschriften 212, Literatur, beschichte 14, Gedichte und Dramen 40, Länder- und Völkerkunde 50, Kulturgeschichte 27, Geschichte undBiographien 121, Kunst- aeschiebte 26, Natunvissenschaft und Technoloaie 150, Heer- und Seewesen 20, Haus- und Landwirtschaft 11, Gesmidbeitslehre 18, Religioii und Philosovlne 23, Staatswissenschaft 18, Sprachivissen- fchaft V, Fremdsprachliches 47 Bände. Nach auswärts kamen 81 Bände. ** Vogelschutz. Alle Freunde der Natur sind entzückt von deut reichen Vogelleben, das seit der Rückkunft unserer gefiederten Sänger in allen Teilen unserer Heimat sich entfaltet hat. Insbesondere werden auch unsere Obstbaumzüchter. Gärtner. Forstleute und Landwirte die Hilfe dieser freiwilligen „Feldpolizei" sich gern gefallen lassen und es dankbar begrüßen, wenn die Böget den Kampf gegen die Schädlinge in Wald und Feld mit emsigem Fleiß auf- n eh men. Daß man aber auch nicht vergäße, die treuen Bundesgenossen zu hegen und zu schützen, soweit es irgend möglich ist! Der furchtbarste Feind unserer Vogelwelt ist die wildernde .Hauskatze. Sie hat nach dem Stand der heutigen Gesetzgebung noch das Recht, auch auf fremdes Gebiet sich zu begeben und dort nach Belieben zu jagen und zu wildern, ein Recht, das jedem anderen Haustier b-etanutlich versagt ist. Um so mehr sollten alle einsichtigen Katzenbesitzer es sich zur Pflicht machen, wenigstens während der Brutzeit der Vögel, das ist von April bis Ende Juli, ihre Katzen doch zum mindesten nachts c i n z u s p e r r e n. Die sogenannten „aus- häusigeu" Kal. en, die lieber dem Vogelfang außer dem .Hause nachgehen als dem Mäusefang in dem Hause, habeu ja doch ihren Beruf verfehlt. Es ist aber auch eine Pflicht gegen die Allgemeinheit, die am Vogelschutz ein ganz hervorragendes ästhetisches und wirtschaftliches Interesse hat, die Hauskatze vom Vogelfang wenigstens während der kritischen Zeit der Brut zurückzuhalten. Kreis Schotten. d. Herchenhcim, 3. Mai. T-er Krieger verein hielt eine Versammlung ab, um zur Unterstützung des am 4. August 1912 bei dem Scheibenschießen zu Unter-Seibertenrod verun glückten Martin V o l p zu fteuern. Ihm war bei dem Scheibenschießen von einem siebzehnjährigen Jungen aus Verseilen in den Oberschenkel des liuleu Beines geschossen worden. Die Be- Imndluug in der Klinik zu Gießen hat 3000 Mk. überstiegen, uirb er ist trotzdem lahm und vollständig erwerbsunfältzg geworden. Der sehr beklagenswerte Manu, der au bat mittleren Besteuerten des Ortes zähl! und zu bem1 Ausbringen einer foldxm Summe -nicht gut in der Lage ist, auch noch zur Bewirtschaftung seines Gütchens fremde Arbeitskräfte in Anspruch nehmen muß, befinbet sich deshalb in einer Notlage. Daher werden alle Krieger- und Soldatenvereiue des Landes gebeten, eine Beisteuer von je 5Mk. zu bewilligen, die schon den ganzen Kostenbestand decken würde. - Unsere Gemeinde steht vor einer Beigeordnetenwahl, da der seitherige Beigeordnete sein Amt niedergelegt [yat. Der 31. Mat ist a!S Wahltermin festgesetzt. Bis jetzt hat sich nur einer darum beworben, jedenfalls wird es aber nicht dabei bleiben. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 2. Mai. Stadtverordnetensitzu ng vom 2. Mai. Unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Stahl sanden folgende Punkte ihre Erledigung: Neben einigen kleinen Bange suchm wird der Firma Lvth Boep ein Neubau für die Taunus straße genehmigt. Für Besclyaffiingeu von Regalen für das stad tische Archiv werden 2500 Mk. und für tiierne Schränke für das Museum 6000 Mk. bewilligt — Die Vergebung von Liefe rangen für die Feuerwehr soll dieser überlassen bleiben. Der Errichtung einer öffentlichen Wage am neuen Gickerbahnhof feitene der Stadt irirb näher getreten werden. Die Ortssatzung wegen Erhebung einer Billettsteuer wird vorerst zurückgestellt. — Das Au I sinnen der Stadt Bad-Nauheim wegen Zahlung von 42 000 Mk. zu den Geländecrwerbstosten der Wettertalbahn wird abg.'lchnt. — Am 16. Juni, dem Tage des Regierungsjubiläums des Kaisers, sowie am 18. Oktober, dem Tage ber, Schlacht bei Leipzig, sollen seitens der Stadt Festseiern veranstaltet iverden. — Für die Sanitätskolonne werden 100 Mk. bewilligt. — Der Aus schlag der Einkommensteuer 1913 erfolgt in der Weise, daß 102 Proz. an Einkommensteuer er hob m und auf 100 Mk. Vermögenssteuer 15,6 Pfennig zur Kommunalsteuer vorgeschlagen werden. Durch Ortssatzlmg wird bestimmt, daß Einkommen^unter 500 Mk. steuer- l'rei bleiben. Die Polizeiverordnung, den Schutz gegen die Uebw- tragung von Krankheicen durch die gewerbliche Haar- und Barl- pslege Herr., wird genehmigt. — Im Jahre 1912 nmrben in Fried- berg geschla-chtet: 869 Stück Großvieh, 4661 Stück .Neinvieh, 29 Ziegenlämmer und 13 Spanferkel. - Die Friedberger Geschick, tsblätter sollen als Beilage den hiesigen Zeitungen beigelegt werden und es werden hierzu 300 Mk. bewilligt.^ - Zum Vorsitzenden des OKwerbegerick/ts wird Bürgermeister Stahl und zum Stellvertreter Stadtv. Valentin gewählt. r. B a d ° R a u h e i m , 4. Mai. Mit einem sehr gut besuchten Sinfonie-Konzert lüiirbcit gestern im Konzerthaus die Saalkonzerte unserer Kurkapelle eröffnet. Im Mittelpunkt des Interesses stand die K l c i ft " O u v e rt u r e von Rich. Wetz, die einen beachtenswerten Erfolg errang. Eine zweite Neuheit — Sieges- Onvertnre von Karl Bleyle — entpuppte sich als eine Gelegenheits-Komposition, die zur Jahrhundertfeier der Schlacht bei Leipzig geschrieben wurde. — Rach Schluß der diesjährigen Tagung werden unsere Land stände am 23. d. M. Bad-Nouheiin einen gemeinsamen Besuch ab» statten. Neben der Besichtigung des Bades ist ein Essen im Kurhaus vorgesehen. h. Münzenderg, 4. Mai. Der älteste männliche Einwohner Oberhessens ist hier in der Person des Schäfers Knllmer gestorben. Der noch bis zu seinem Ende lebensfreudige Greis stand im 10 0. Lebensjahre. Kreis Wetzlar. x Krofdorf, 2. Mai. Heute stellte sich hier der Kandidat der rechtsstehenden Parteien für die L a n d t a gs - wähl, Herr v. Bodelschwingh, den Wählern vor. Der Vorsitzende, Landwirt Wilhelm Leib, wteS darauf hin, daß Herr v. Bodelschwingh ein Krofdorfer Kind sei, da er als Sohn des damaligen Oberförsters hier das Licht der Welt erblickt habe. Herr v. Bodelschwingh erörterte dann Fragen unserer inneren Politik, die zurzeit im Vordergrund des Interesses stehen. Er wies darauf hin, daß eilt genügender Schutz des landwirtschaftlichen Gewerbes, wie er durch den Bund der Landwirte erkämpft worden sei, auch ferner erhalten werden müsse. Den Gegensatz berührend zwischen Konservativen und Natäonalliberalen, bemerkte Herr v. Bodelschwingh, dieser Gegensatz hätte nie dazu führen dürfen, daß die Nationalliberalen trotz des gefahrdrohenden Anwachsens der Sozialdemokratie die Parole ausgaben: „Der Feind steht rechts", und daß sic daraufhin Wahlabmachungen mit der Sozialdemokratie ein» gingen. In der Aussprache erörterte Forstmeister Lieber die Differenzen zwischen Konservativen und Na- tionalliberuleu vom Standpunkte der nativnakliberalen Partei. Es kam zu einer interessanten Aussprache, an welcher ich auch Gutspächter Bitzer, Mitglied des Bundes der Landwirte, beteiligte. 4- Krofdorf, 4. Mai. Unsere Gemeindeverwaltung wird einen neuen Schulbau errichten. Architekt Meyer- Gießen hat den Plan dazu entworfen. Die Schule bekommt vier geräumige Schulsäle, ein Schulbad, sowie Brause- und Wannenbäder zur Benutzung fiir die erwachsene Bevölkerung unserer Gemeinde. Als Bauplatz ist cm Grundstück am Fuße des Gleibergs an der Hauptstraße (in der Nähe der Bürgermeisterei) gewählt worden. Das Gebäude ist so geplant, daß es später durch einen Anbau für Schubzwecke erweiterungssähig ist. Eine Lehrerwohnung ist zunächst nicht vorgesehen, doch fall sic im Anschluß au das Gebäude später erbaut werden. Hessen-Nassau. X Niedershausen, 4. Mai. Ter 82jährige Müller Christian Heberling wurde am Wehr unterhalb der Mühle im Kahlenbach tot anfgefunden. Schwermut über zerrüttete VermögenSverhältnissc scheint der Beweggrund der Tat gewesen zu sein. d. K i r ch b r a ch t, 3. Mai. Die vorn' Blitz getötete Tochter war nicht die siebzehnjährige, sondern die zwölfjährige des Bürgermeisters Junker. Gestern nachmittag ist sie beerdigt worden. Das ganze Torf und die Jlmgegenb trauern mit bet Familie. f] Marburg, 2. Mai. Die neue Orgel in der luth. Pfarrkirche, die an Stelle der alten aus dem Jahre 1727 stammenden Orgel getreten ist, wird am nächsten Sonntag zum erstenmal beim Gottesdienst gespielt. Sic enthält 47 Register, die sich auf 3 Manuale und ein Pedal verteilen, außerdem einen Roll- und Jalousieschwcller, ein automatisches Pianopedal, fünf feste und zwei freie Kombinationen. Der Windbedarf wird durch elektrische Kraft erzeugt, zur Vorsorge ist jedoch eine Einrichtung für Hand- gevläse vorgesehen. Das Werk stammt aus der Crnelban» an statt Walckcr & Co. in Ludwigsburg. — Tic Metzger^ inuung macht bekannt, daß Schweinefleisch von jetzt ab 8 0 P f g., Bratenstücke 90 Pfg. und Cotelettes 1 Mk. das Pfund kosten. X Hanau, 2. Mai. Auf Einspruch des Haus- und Grundbesitzervereins ist inr Verwaltungsstreitverfahren vom Bezirksausschuß und später auch vom Oberverwaltungs- gcricht, die von den städtisck>en Körperschaften beschlossene O rd nn n g zu r Aufbringung der Ko st c n der Entwässerungsanlage der Stadt Hanau für ungültig erklärt worden. Infolgedessen ist heute von den Stadtverordneten beschlossen worden, die nach dieser Ordnung erhobenen Beiträge imi> Gebühr eit mit Ausschluß, der "Benutzungsgebühr au die Haus- und Grundbesitzer zurückzuzahlen. Es kommt hierbei die Summe von 560000 Mark in Betracht. Wie der Berichterstatter mitteilte, wird dadurch eine Erhöhung der E i n k o m m c n st c n c r von 1510,0 auf 165o/o, der Gewerbesteuer von 171 »o auf 180o.o, der Grund- und Gebäude steuer von 171 o,o auf 297oo erforderlich werden. Ein Beschluß über die Steuererhöhung wurde ausgesetzt. Sport. ** TaS vorn Gießener R a b f a b r e r n e r c i n 18 85 am vergangenen SarnStag in ber Turnhalle abgehaltene Früh - i a h r S - S por t fe st verlief aufs schönste unb war reich an interessanten sportlichen Vorsührungen. Tie Rabreigen sowie baS Zweier-Kunstfahren ber M i tglieber Schön hals unb Wagner wurden exakt nnb sicher gefahren unb ernteten stürmischen Beifall. Mit großer Spannung wurden die Rad ball spiele verfolgt. Unter den 5 Mannschaften zeichnete sich vor allem die des Siegener Vereins „Uebcr Berg und Tal" bureb sicheres Spiel aus. Im Vorspiel siegte die 1. Mannschaft des G. R. V. 1885 über die Mannschaft des Marburger Vereins, die Siegener Mannschaft über die Mannschaft des Vereins Herborn 1 und bic 2. Mannschaft ber 85 er. Tic Begeisterung war unbeschreiblich, als im Entscheidungsspiel die erste Mannschaft ber 85 er über Siegen mit 5: 4 Toren nach heißem Kampfe siegte. Dem sportlichen Programm folgte ein schon verlaufener Ball, dem am Sonntag ein gut besuchter Ausflug nach dem Philosophenwald folgte. i'l. T. A. - (5. W a g c n f a fj r t durch Süddeuts ch l a n d. Tie breitägige ZuverlässigkeitSfobrt des Allgemeinen Deutschen Autoiuobil-Elub, Sitz München, für Drei- unb Vierrav-Wagen bis 12 Steuer-PZ ist auf den 17., 18. und 19. Juli verschoben morden. Tas Endziel der Fahrt wird nicht Heilbronn, sondern Müneben fein. Der Meldeschluß ist auf beit 1. Juli 1913, der Nachmeldeschluß auf den 10. Juli 1913 festgesetzt. Für bic ftalnt macht sich in der Deutschen Automobil-Industrie großes Interesse bemerkbar. Es liegt bereits eine Reihe Meldungen der bekanntesten denlschen Automobilmarken vor. S o m m e r - S k i k u r s c werden vom 6. Juli bis 12. September d. Js. in den Octztaler Alpen abgebalten. Es werben insgesamt neun Kurse ftattfiitbcn. Fünf Kurse, bereit Stützpunkt das 3200 Meter hoch gelegene Brandenburger Haus ist, sind für bereits geübte Skiläufer bestimmt. Der neunte Kurs ist ein alpiner Lebr- unb Wanderkurs, bei bem u. a. zehn Gipfel und Pässe überschritten unb jeden zweiten Tag in einer anderen Hütte genächtigt wirb. Leiter ist K. Slreg, München. Nniversitäts-Nackrrchterr. Der o. Professor für vergleickienbe Sprachwissenschaft an ber Universität BreSlau Dr. pbil. August Fick begeht am 5. Mai seinen 80. Geburtstag. Ter Gelehrte ist von seiner akabemischen Tätigkeit entbunben und wohnt in Hildesheim. Tr. Moritz v. Rohr, wissenschaftlicher Mitarbeiter ber Zcißschen Werkstätte, ist zum außerorbentlichen Professor in der medizinischen Fakultät der Universität Jena mit dem Lehrauftrag für „Optik in der Medizin" ernannt worden. Der Botaniker, Geheimrat Proi. Dr. phil. Christian Luer s- sen an der Königsberger Universität, begeht am 6. d. Mts. seinen 70. Geburtstag. In München ist ber Honorarprofessor für Physik an her bärtigen Technischen Hochschule Dr. phil. Max Thomas Ebel- m an n int 68. Lebensjahre geftorb en. Er stammte aus Ingolstadt. Der Naturforscher, Gymnasiallehrer a. D. Prof. _Dr. phil. Theodor Bail in Danzig begebt am 5. d. Mts. seinen 80. Geburtstag. Er ist zu Hainau in Schlesien geboren. Die korrigierte Glücksgöttin. 2$. Frankfurt a. M., 5. Mai. Die betrügerischen Machenschaften deS Bankiers und Lot- terielollekteurS Ferdinand Schäfer au* Düsseldorf, der sich bei der Ziehung der Frankfurter Luftschiffahrts-Lotterie um nind 60 000 Mark bereichern wollte, beschäftigen von heute ab die hiesige Strafkammer. Die Lotterie wurde seinerzeit von privater Seite, aber mit staatlicher Genehmigung zu Gunsten des Zu verlässigkeitsflugeS am Oberrhein veranstaltet, die Ausführung sellist wurde Schäfer übertragen, der schon verschiedene andere private Lotterien auf eigenes Risiko übernommen hatte. Während der ganzen Ziehung sollen verschiedene Unregelmäßigkeiten vorgekommen sei. Die beiden Hauptgewinne in Höbe von 50 000 und 100 000 Mark hatte sich Schäfer selbst unter einer Deck adresse auSzahlen lassen. Er behauptete zwar, daß sowohl er wie feine Frau kein Vermögen besäßen, cs wurde ihm aber bald nachgewicken, daß er bei einer ausländischen Bank ein Depot von ca. 100 000 Mark hatte. Das Ergebnis der Untersuchung war für Schäfer äußerst belastend, so daß die Anklage auf "Betrug erhoben wurde. Zu dem Prozeß ist eine ganze Reihe von Zeugen und Sachverständigen geladen. <5erid)tsiaaL Eine Bestrafung für Kirchenaustritts- Propaganda. Berlin, 2. Mai. Vor bem1 Schöffengericht des Amtsgerichts Berlin-Mitte stand unter bem Vorsitz dos AintSgerichcks- ratö Alsberg Termin an gegen den Rohrleger Robert Brauer- aus Neukölln wegen unbefugten Verteilens eines Flugblattes „Der geiftige Befreiungskrieg 1913", in welckmn daS Komitee „Konfessionslos" tunt Austritt aus der Landes!irche aufforderte. Zwei der freinnlligen Verteiler erhielten Strafen wegen unbi- fugten Verteilens des Flugblattes, der eine von zwei, Brauer von dreißig Mark. B. legte Berufung ein. Auf dem Flugblatt befand fich eine Holzschnittzeichmmg, auf der Ernst Haeckel unb Wilhelm Ostwald, als Maurer verlleidet, an einer Nrchentür herumhantieren und auf die Frage eines Gendarmm, was sie beiyt da machten, erwidern: Wir inad-en bloß den Ausgang ein bißclien weiter! Der AmtSänwalt führte aus, daß es etwas anderes wäre, wenn es sich um ein harmloses Flugblatt handele, aber bei einem derartigen häßlichen und aufreizenden Flugblatt müsse die Strafe voll aufrecht erhalten bleiben. Ter Gerichtshof ermäßigte jedoch die Strafe auf 15 Mark. Auch gegen dieses Urteil soll Berumng eingelegt werden. (Eharlottcnburg, 3. Mai. Das Amtsgericht C ha r l o 11 enb u r g hot in der Privatllagesache des Reichs- tagsabgeorducten Held gegen den verantwortlichen Redakteur der „B. Z. a. M." wegen Beleidigung den Antrag des Privatllägers auf Eröffnung des Harlptoerfahrens kostenpflichtig zurückgewiesen. Ter Antrag stützt sich auf einen am 22. Januar erschienenen Artilel „Die btinx Lotterie". Erster Deutscher Regie-lkongreh. Berlin, 2. Mai. Unter Beteiligung von etwa 400 Regisseuren aus ganz Deutschland trat heute im MotivhauS zu Elmrlottenburg der von der Vereinigung künstlerischer Bühnenvorstände einberufene 1. Deutsche Regiekongrcß zusammen. Den Vorsitz führt der durch seine Ibsen' Aufführungen bekannte Dr. C. Heine (Frankfurt a. M.). Der Vorsitzende sührtc in seiner einleitenden Ansprache aus, das; di- Vereinigung künstlerischer Bühnenvorstände zwar erst seit zwei Jahren bestell, jedoch bereits ein Arbeitspensum erledigt habe, das einiges Aufsehen errege. Die Arbeit deS Vereins soll sich darauf richten, das geiftige Eigentum der Regisseure zu schützen. Ter Regisseur schafft aus einem Werke der Dichtkunst ein neues Werk, nämlich ein Werk der Schauspielkunst: die AusfülTrung will das Erlebnis des Dichters zu einem Erlebnis deS Publikums machen. AIS erster Redner sprach der künstlerische Leiter des Sb Mitbürger Deutschen Schauspielhauses. Tr. Karl Hagem a n n, über daS Thema „Der grundlegende Regie-Einfall". Er wies daraut hin, daß ein einzelnes Stück an verschiedenen Theatern mit verschiedenen Regisseuren niemals in gleicher Weise zur Ausführung kommen kann. Denn bei der Regie spricht immer die persönliche Auffassung des Regisseurs mit und von einer ganz bestimmten Grundlage au5, die der Redner den „Regie-'Einsall" nennen möchte, betrachtet der Regisseur das Stüä. Von diesem bestimmten Standpunkt auS baut er die ganze Regie auf. Dr. £ e r t Leipzig) sprach hieraus über daS Urheberrecht an der Regiekunst, ein soziales Problem. Die Regie eines Stückes ist nach dem Redner eine Kunst für sich. Der Regisseur ist der Schöpfer einer Ensembleleistung. Für bic Arbeit des Regisseurs ist eS ganz gleichgültig, ob ber Dichter eine Amveisung zur Inszenierung gab ober nicht. Nicht solche Angaben, svnbern der dramatische Text gibt dem Regisseur den Regieeinsall. Die ganz.: Regie ist ein rein persönliches Werk des Regisseurs, deshalb mug ihm auch daS Recht zur Rollenbesetzung gesichert werden, sonst kann er die Verantwortung für den Erfolg des Stückes nicht übernehmen. Leopold Ießner i.s? »Markt bericht vom 2. Mai. Auitriev: Minder 131 (Ochsen 51, Lullen 0, Kühe 80), Kälber 81, Zahlungsaufforderung. Die für das Rechnungsjahr 1912 rückständigen Kapitalzinsen tonnen innerhalb der nächste» 14 Tage noch ohne Kosten an den Zahltagen (Dienstag und Donnerstag und Samstag vormittag) zur Univcrsitätskassc entrichtet werden. Gießen, den 5. Mai 1913. Großh. Universitäts-Rentamt. Vüchertifch. — Z u b c m E i n k o m m e n - S t e u e r - G e s e tz ist soeben ein Kommentar, bearbeitet von Finanzassessor W. S cd m i d t in Darmstadt, erschienen. Alles h'ic den Steuerzahler Wissenswerte enthält dieses vrakusche Buch eingehend erklärr und an Leisvielen und ÄinNerdeklarationen erläutert, so daß >eder bei Abgabe seiner Steuererklärung und bei Nachprüfung seines Steuerzettels, sich selbst leicht orientiren und unterrichten kann. Verlag I. Di einer in Mainz. Erhältlich in allen hiesigen Buchhandlungen. — Heber d i e Grundlagen der Zuckerkrankheit und ihrer Behandlung. Von Dr. £)an5 Lung- witz, Spezialarzt für Zuckersranke, Berlin. Preis brosckiiert 2,.50 Mk., geb. 3,50 Mk. Adler-Verlag G. m. b. £>., Berlin W. 50. Dies interessante und beheutfame Wert des bekannten Berliner Spezialarztes enthält eine in gemeinverstänÄicher Form abgesaßte Darstellung des Wesens der Zuckerkrankheit, so daß der Kranke erkennen kann, woraus dieses ebenso merkwürdige wie verhängnisvolle Leiden eigentlich beruht, und wie sich die Behandlung zu gestalten hat. Der Verfasser legt seine eigenen Anschauungen und seine c igene Methode eingehend dar und schlägt aufG nt nb seiner umfass enden Erfahrung neue Wege ein. Vo di^ 6“f- 1 sgöttin. ’urt q. M, 5. Mai. Äcnkicrs und §ot- uv Tuii'cldoif, der sub iiabttv-LottMt nm rund -gen von beute ab bit ’ icinenrit von pdcatir q zu Gunsten des Za- l’taltd, die Äusführua? d»n verschiedene ander, nomMn halte. Nährens Unregclmäpgteiten w ne in yöbc von 50000 seihst unter einer W ;ivar. bap ioroobl er tei; : ',urbt ihm aber baß uMidten dank ein Den» 'ni- der Untersuchung tot ie Anklage auf betrag eine aanze Reihe W iL itnauStrittS Hausverkauf Das der Bezirkssparkasse Gießen gehörige Gebäude, Gartcnstrasic 11 (bisher Finanzamt), soll unter günstigen Bedingungen verkauft werden. Reflektanten wollen sich bei uns weiden. Gießen, am 30. April 1913. von hervorragender Wirkung- bei BBasen-, GicM-Leiden sowie bei allen übrigen Erkrankungen der Harnorgane. Nach neueren Erfahrungen ist es auch ausserordentlich Lieferrntgsvergelnrng. Für die Großh. Universitäts - Augenklinik Gießen soll die Lieferung des Bedarfs an Weißzeug und Kleidungsstücken durch öffentliche Höchste Temperatur am 3. bis 4< Mai = 4- Riedricstle w , 3. „ 4. „ = + Niederschlag: 0,0 mm. Handel. H ö ch st, 3. Mai. Unter bent Vorsitz des Herrn Walther vom Rath fand heute vormittag die ordentliche Hauptversammlung der Farbwerte vormals Meister, Lucius und Brüning statt. Ter banr Vorstand mitgeteilte Geschäftsbericht ergab einen Ueberschuß von 22 973 631,65 Mk. (i. V. 20 217 958,02 Mark) und nach verschiedenen Abzügen einen Nettogewinn von 18 607 907,54 MI. (16 135 196,15 Mk.) einschließlich des Saldovortrags von 1911 int Betrage von 1 766 179,49 Mk. Auf Vorschlag des Aussichtsrates wurde beschlossen, 3 0 Prozent Dividende, wie im Vorjahre, zu verteilen. Plauen, 3. Mai. Der Gründer der Vogtländischrn Maschinenfabrik, Johann Conrad Dietrich ist im Alter von 50 Jahren gestorben. 8 Vertrustung der deutschen T a b a k i n d ll st r i e. Gegen die Gefahr der Vertrustung der deutschen Tabakiudustrie wendet sich auch die Ortsgruppe München des Verbandes zum Schutze der deutschen Tabakindustrie mit einem an 3000 Händler in Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz gerichteten Ausruf. Es wird darauf hingewiesen, daß der amerikanische Tabaktrust vor zwei Jahren vom Bundesgericht der Vereinigten Staaten zur Auflösung verurteilt wurde, „iveil er den freien Handel beschränkte und in einem skrupellosen, brutalen Konkurrenzkampf die Existenz vieler Fabrikanten und Händler vernichtete". Nicht weniger als 700 eigene Verkaufsstellen wurden vom Trust errichtet, davon allein in New Bork 300. Die Führer des amerikanischen Tabaktrustes verlegten dann ihre Tätigkeit auf England und unternahmen von dort aus ihren Angriff auf die deutsche Zigaretteninduftrie. Der Trust bat bereits fünf bedeutende Zigarettenfabriken in Deutschland unter seine finanzielle Kontrolle gebracht. Eine noch weitere Einflußnahme würde die Unabhängigkeit des deutschen Handels zerstören. Die gesamte deutsche Tabakbranche müsse daher eintreten in den Kamps gegen richten. ~ ‘ujnc uon ip n» Ä * JM. (ibriitian Lueri. nUat- begeht am 6. \ *5 iür Mik an M.L Komas Ede!. 1 er itommle ans In, ,a: M 2r. M ■ d. Mt-. leinen 80 öJlntfn geboren. Uemarzer we sser Mineralbrunnen zu EM Brückenau Vollfletschige Schweine von 120—150 kg Vebenb- ~ gewicht 55-56'/. Fetlschweine über 150 kg Lebendgewicht . 55-00 .«.KS ,ut SV "7. iniintf tj diesen Feind des Mittelstandes. Der Tabak verbrauch in den . taubiplufr ist das Merkmal der Vureaur und Fabriksäle und den Atmungsorganen in hohem Mähe schädlich. Darum neigen so viele Beamte und Arbeiter bei rauhemWetlerzuKustenundLeiser- heil. Den meisten sind dieWyberi-Tabletten zur Linderung des Kustens und Befreiung des Aachens von der Verschleimung schon bekannt. Bitten Sie Ihren Kollegen darum, wenn Sie keine haben. Sonst erhalten Sie in allen Apotheken und Drogerien die Schachtel zu 1 Mark. 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Gegenstand des Unternehmens ist die Ausführirng von Hoch- und Tiefbauten, Brücken- und Wasserbauten und aller damit zusammenhängenden Arbeiten, m !! enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Gießen, Frankfurt am Main, Kassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Londorf, Fronhausen, Wetzlar, Koblenz, Köln, Fulda, Alsfeld, Grünberg, Gelnhausen, Nidda, Schotten, Hungen, Lieh, Laubach, Butzbach, Stockheim und Gedern ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Biebertalbahn ist ln der Geschäftserschienen und zu sP fe stelle d.Gießener dem Preise von Anzeigers vorrätig - kann auch durch die Austräger bezogen werden. ,iuf NlikN s -_____ II geschieht, aber unsere Kunst würde dadurch gesunden, wenn auch der Marktwert des einzelnen sänke. , unterer Stock. — Sprechstunde: jeden Dienstag 6*/2—8 Uhr abends. — Unentgeltliche ärztliche Untersuchung von Alkoholkranken, Rat und Beistand für sie und ihre Angehörigen, auch hinsichtlich der Heilung. Auch schriftliche Anfragen werden von der Trinker- sürsorgeüellc beantwortet. DJ1/S vonhtilirdy rit -micn ttvqm M :mc wn Ml. ^2 Äs iw stug latt bna ^itöacdclmibg M « einer . -ntamen, Ms sikM ° d'N Äusgang «''N bW >■ ,-Vr’A ntuiKbu Urteil soll ÄerilM aus ganz Tc i Kuren , » WIl tc «* E, siN,ß s* r «n Bekanntmachung In unser Handelsregister wurde heute bezüglich der Firma L. Snlzbach und Sohn zu Hungen eingetragen: Der bisherige Gesellschafter Kaufmann Adolf Sulzbach ist alleiniger Inhaber der Firma. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Hungen, 30. April 1913. b5/5 Großherzogliches Amtsgericht. i HB seinen Gesellschafter wie folgt: 1. Fritz Weber in Siegen mit . . 20000 Mark 2. Emil Götz in Gießen mit . . 25 000 Mark 3. Max Fuhrig in Gießen mit . . 15000 A^ark. ■ eilt1’5 ■ I ! ..li-rt* Ml - f ‘ IN r , t ■ r(|< ‘ at „Hennetiero-Seide“*^ 7 7 Blus en u. Roben Franko und schon verzollt ins Haus geliefert. Reiche Muster- | 4 Zimmer | ^ch.4-Zimmerw. ui verm. 2283) Liebigstrafre 55. 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