Nr. ry Erstes Blatt 165. Jahrgang Samstag, 5. April (91? ffLX A& A** A** 1Th4äI ssksssInlflzKizTllz r zl IITlz IIID-w »ä?s SSvlvDvllvl HlllvlUvl MW General-Anzeiger für Sberhesten MW M di^T^esnummtt RotationsdruS und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulftratze r. für Stadt und bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhosstratze 16a. Auzeigent'eil: H." Beck. •f1 — ________________________n •—a* z 1-* - - VI i >/—f f?.f ’t’TF Die heutige Nummer umfaßt 22 Seiten. „Tast" zieht ein Sachkundiger, Hauptmann a. D. Dr. Hildepolitische Wochenschau. Gietzen, 5. April. Z 4 hat gestern mittag die Heimreise auf dem Luftweg angetreten, und alle Deutschen atmen auf darüber, daß die befürchteten Schwierigkeiten, die unsere westlichen Nachvarn hätten machen können, unterblieben sind. Trotzdem die französischen Behörden bei der Landung des 3 4 eine sehr loyale Haltung einnahmen, ist das Ereignis von allen Gesichtspunkten aus lebhaft zu bedauern. Vor allem ist die Befürchtung! nicht von der Hand Ku weisen, daß die Franzosen hinter die Geheimnisse unserer stolzen Luftriesen kommen könnten, und wenn ihnen auch dre Konstruktionszeichnungen fehlen, so waren doch geschulte Fachleute anwesend, oder sie wurden aus Paris an die Landungsstelle beordert, so daß der Vorfall sehr zu denken gibt. Zuverlässige Nachrichten darüber fehlen noch, und vielleicht ist die Pariser Presse, die mit Wohlbehagen feststellte, der anwesende französische General habe mit seinen Offizieren drei Stunden lang das Luftschiff einer peinlichen Besichtigung unterzogen, mutiger gewesen, als die Lokalb'ehörden in Lunevillc. Aus einiger Entfernung schimpft und höhnt es sich immer desser, als Auge in Auge beim Gegner. Wie die Stimmung in Frankreich Deutschland gegenüber aussieht, das haben unsere Luftfahrer zur Genüge erfahren. Steinwürfe und Schimpsworte, Besudelung und Beschädigung des Luftschiffes durch d eit Pöbel sind nur mit Mühe ab gewehrt worden. 3 4 ist „ba$ beste und schnellste Luftschiff der Welt", so versichert ein fachmännischer Mitarbeiter des „Berliner Lokalanzeigers", und cs trug auf seinem Rücken eine Plattform, von der aus die Schießversuche mit einem Maschinengewehr unternontmen worden waren. Mindestens diese Neuerung wird man jenseits der Vogesen genau betrachtet und ausgezeichnet haben. Und da Frankreich wohl bisher schon unvermerkt sein Augenmerk ans die „Zeppeline" gerichtet haben wird, so werden sie jetzt leider Ergänzungen ihrer Kenntnisse davongetragen Haben. So erhebt sich bei uns die Schuldfrage und die Sorge, loie in Zukunft so unliebsame Zwischenfälle vermieden werden können. In den allerletzten Tagen hat die amtliche „Nordd. Jkllgem. Ztg." der deutschen Presse vorgehalten, daß sie häufig mit militärischen Geheimnissen, mit der Kenntnis vvn nützlichen Verbesserungen oder neuen Erfindungen allzu sorglos umgegangen sei. Wir dürfen heute diese Warnung an die amtlichen Kreise zurückgebdn. Es ist ungleich wichtiger, daß der größte Stolz der deutschen Technik nicht durch Unvorsichtigkeit oder Fahrlässigkeit unseren Feinden preisgegebrn werde. Zwar wird geltend gemacht, 3 4 sei noch nicht in den Besitz der Heeresverwaltung übergegangen gewesen, und der Führer des Luftschiffes, Kapitän Gluud, war in der Tat nur ein Angestellter der 3eppelinbau-Gesellschaft. Aber diese ganze Fahrt stand doch zu sehr unter der amtlichen Direktive, als daß man so leicht darüber Weggehen sollte. War es unbedenklich, das Luftschiff diesen Höhenflug so nähe bei der Grenze ausführen zu lassen? Und wie kam es, daß die Luftschiffcr von Sturm und Nebel so üb er ras cht werden konnten — wenige Stunden nach der Abfahrt von Friedrichshafen? Im \ brandt, bereits das Fazit aus diesen Erwägungen: er befürwortet die Einrichtung von Lu ft warten, die mit Drachen und Ballonen ständig die höheren Schichten der Atmosphäre erforschen sollen. Diese Observatorien sollen auch mit FunkensiMionen verbunden werden, damit die Luftschiffe jederzeit über die Wetterlage orientiert werden können. In den Berichten und Aussagen der an der Fahrt des 3 4 und seiner Landung Beteiligten sind noch manche Widersprüche aufzuklären. Nach Meldungen aus französischen Ortschaften ist das Luftschiff während seiner Fahrt nach Westen von der Erde aus deutlich gesehen worden. Und die Insassen wollen gleichwohl so völlig die Orientierung verloren und erst ganz kurz vor der Landung bemerkt haben, daß sie auf französischem Gebiet seren" Da wäre also die aridere, heute als irrig erwiesene Annahme, daß ein Motordefelt die Schuld trage, doch leichter und Hilflosigkeit der Lenker verursacht habe, doch leichter und nachsichtsvvller hinzunehmen, llnd darf der Vorwand, Beuzimn angel habe den Zwischenfall verschuldet, ernsthaft genannt werden? Warum hat man dann nicht einen genügenden Vorrat mitgenommen, den man doch wohl für die Reise zu berechnen vermocht hat? Das alles harrt der Aufllärung. In diesem Punkte darf nichts verheimlicht werden, denn der Spott der Franzosen über das „neueste, beste und schnellste Luftschiff der Welt" wäre schwer zu ertragen. Unsere Luftschifstechnik braucht heute mehr denn je Vertrauen und Glauben; wird dem Reichstag doch in den neuen Vorlagen für die Jahre 1913 bis 1915 eine einmalige Ausgabe für das Luftsahrwesen von .79 Millionen Mark vorgeschlagen! Wozu noch die Beträge für Instandhaltung kommen, die man immer reichlicher wird bemessen müssen. Noch ist wahrlich kein Mißtrauen und kein Verzagen berechtigt, denn Deutschland marschiert im Luftschiffbau unstreitig au der Spitze der Völker. Die Franzosen, die der Erfindung Zeppelins von Anfang an so wenig Zutrauen entgegengebracht haben, mußten sich von Jahr zu Jahr eines Besseren belehren lassen. Sorgen wir, daß das neueste Mißgeschick durch neue große Erfolge und die Sicherung gegen ähnliche Zwischenfälle bald in Vergessenheit gerät! Noch ein anderer Zwischenfall ist dieser Tage in seinen unangenehmen Folgen unter dem Beifall aller kaiserlich gesinnten Kreise endgültig aus der Welt geschafft worden, der Fall Sohst. Der Kaiser hat seinem Pächter eine größere Abfindungssumme auszahlen und — den Kronenorden vierter Klasse aushändigen lassen! Herr Sohst erhielt ein Kabinettsschreiben, in den: sein loyales Verhalten anerkannt wird. Aber der Fall verdient doch noch eine genauere Betrachtung! Die „Elbinger Zeitung^ liefert dazu die Unterlage. Sie teilt mit, Herr v. Oldenburg, bei bekannte Agrarier-Führer, habe gleich nach der Rede dec Kaisers im Landwirtschaftsrat mit dein Geheimrat v. Etz- dorf von der Cadiner Verwaltung und mit dem Kabinettschef v. Balentini verhandelt. Herr v. Valentini hab dabei fcstgestellt, die Berichterstattung an den Kaiser fei in seiner, des Kabiuettschefs Gegenwart in korrekter Weise erfolgt, und die kaiserliche Bemerkung über den Cadiner Pächter sei als Ausdruck eister Augenblickslaune aufzufassen. Zum Schluß der Darstellung in der „Elbinger Zeitung" heißt es denn auch: „Es erfolgt in den Stellen, die an der Verwaltung des kaiserlichen Gutes Cadinen beteiligt sind, weder ein P e r s on al wachset, noch sonst eine Acndcrung." Darnach würde also von „Ohrenbläserei" und falscher Information des Kaisers keine Rede mehr sein können. Es handelte sich nur um einen Irrtum, eine „AugenblieL- laune" des Kaisers selbst, der freilich sein Unrecht jetzt wieder gut gemacht hat. Wenn aber nun in verschiedenen Blättern der Rechten behauptet wird, die Kritik in der Presse habe dem Ausgleichsverfahren nichi' genützt, sondern eher geschadet, so muß dem doch entgegengetreten werden. Es war Pflicht der Presse, auf den Irrtum des Kaisers hinzuweisen, und ihr Ziel war nicht in erster Linie, zu bewirken, daß Herr Sohst als Schmerzensgeld den Kronenorden erhielt. Viel wichtiger war es, baß biese, von vornherein öffentliche Angelegenheit auch ganz offen behandelt wurde. Wir wollen doch im Volke keinen untertänigen Byzantinismus großziehen, sondern Freimut, wenn man will auch „Männerstolz vor Königsthrones? Das Beispiel der Mitglieder des Landwirtschaftsrates, die zuerst Beifall klatschten und zustimmend lachten, um hinter-- her, doch vielleicht ein wenig unter dem Druck der öffentlichen Meinung und besserer Ueberlegung, im gegenteiligen Sinne zu handeln, ist nicht zu rühmen. Wenn irgend jemand eine Kritik treffen muß, dann kommen gerade diese Kreise in Frage, die durch ihr Gebühren dem Kaiser gegenüber allgemeinen Widerspruch und Unwillen erweckt haben. Die Rückkehr des 5. 4. Metz, 4. April. Von den Offizieren der Besatzung; des 3 4 sind heute abend 6,16 Uhr von Lunevilte über Deuffch-Avricourt kommend, Hauptmann George, Oberleutnant Brantzeis und Kapitän Gluud sowie Ingenieur Sieges hier eingetroffen und im Hotel Royal abgestiegen. Die Erlaubnis zur Rückfahrt des Luftschiffes traf im Laufe des Vormittags in Lunck- ville ein und wurde heute mittag von dem Unterpräfekten und dem General Lescot dem Führer des Luftschiffes, Kapitän Gluud, übermittelt. Um 11 Uhr 45 Minuten trieb ein W i n d st o ß b e n Ba l lon in die H ö h e, m i t i h m dreißig Soldaten, die ihn hielten. Es war ein angstvoller Augenblick. Alles rief: „Loslassen!", worauf sich die Soldaten zur Erde fallen ließen. Dann senkte sich die Spitze des Luftschiffes und näherte sich bis auf zwei Meter dem Boden. Um bas Gleichgewicht wieber herzustellen, begab sich bie Mannschaft durch d e n La u fg an g i n b i e hintereGond e l. Um 12 Uhr >0 Mi n. würbe der Befehl zum Aufstieg gegeben. DaS Schiff hob sich sofort, s ch w e b t e aber noch über e in e Stun d e über dem Platze in b er Luft, da es gegen heftigen Wind zu kämpfen Hütte, der es na ch Norden ab treib e n wollte. Aus dem Luftschiffe befand sich nur bie eigene Mannschaft, .nährend der Bürgermeister die deutschen Offiziere, die von besonderen Beamten begleitet wurden, in seinem Automobil nach Avricourt brachte. Der äbmontierte Motor wurde auf einem Wagen zum Bahn- Die Srteöberger Chroniken. Von Ferdinand Dreher. Noch vor 10 Jähren kannte bie Literatur zur Geschichte von Friedberg länglich die Nainen Diefienbach, Schäfer, Windstaus, Grein. Goldmann und Adamy. Was diese Männer für die Erschließung der Vergangenheit von Friedberg geleistet haben, ist nicht stoch genug anzuschlagen. Fast 50 Jahre jedoch gingen seit bem1 Erscheinen von Joh. PH. DieffenbachS „Geschichte der Stadt und Burg Friedberg" (1857) ins Land, bis 1904 Dr. W. Foltz rm Auftrage der „Historischen Kommission für Hessen und Waldeck" Band I des ,,11 rlundengesetzes der Stadt Friedberg, 1216—1410" (698 Seiten: Preis 16 Mk.) sterausgab. Ein grundlegendes Werk für die ersten zweihundert Jahre^ der Reichsstadt Friedberg. Aber auch der Ansporn zu erneuter Tätigkeit auf den verschiedensten Gebieten der Geschichte von Friedberg. Denn in beit nächstfolgenden Jahren erschien eine stattliche Reihe selbständiger Verösfentliclmnqcn über Friedberg int Buchhandel (Dreher, Prof. Dr. Joh. PH. Dicffcnbach. 1786—1860. Sein Leben und Wirken. Friedberg 1911. 8. 48 Seiten. Preis 1,50 Mk.): Ich nenne nur Helmke, Seidenberger, Lejenne, Waas, Müller, Lang, Hieronimus, Menz, Schmidt, Zimmermann, Dreher, Back, Schnelle und Ritsert. Dazu traten dann noch zahlreiche Abhandlungen int „Archiv für Hess. Geschichte", den „Beiträgen zur Hess. Kirchengeschichte", den „Quartalblättern", den „Friedberger Geschichtsblättern" (1909—1971» und der „Hessischen Chronik' (1912 ff.). Wenn es aber trohdew bis heute noch unmöglich war, eine übersichtliche Geschichte von Friedberg zu schreiben, so liegt das daran, daß. die Friedberger des 19. Jahrhunderts keinen Sinn hatten für die kostbaren Altertümer und Archivalien ihrer Stadt. Man ließ alles verderben und kümmerte sich nicht darum, wenn Einheimische ober Fremde sich aneigueten, was ihnen gerade zusagte. So gelangten die meisten Stadtfriedberger Altertümer und Archivalien in fre/nbe Museen (London, Mainz, Darmstadt, Frankfurt, Nürnberg u. v. a. m.) und Archive ober in Privatbesitz, für Friedberg ein Verlust von vielen Hunderttausend Mark. Heute denkt man anders. „Tie gute alte Zeit" ist abgetan, und cs stehen außer einer Anzahl von Dissertationen auf Grund des 1907 neu errichteten Friedberger Stadtarchivs drei weitere große Veröffentlichungen bevor: 1. „Kastell Friedberg", herausgegcben von der Reichs-Limeskommission. _ 2. Band II vom „Urkundenbuch der Stadt Friedberg, 1410 ff.", hcrausgegeben von der „Historischen Kommission für Hessen und Waldeck". 3. „Die Friedberger Chroniken, 1369 - 1887", hcrausgegeben von der „Historischen Kommission für das Großherzoguim Hessen". Den reichen Stoff der „Friedberger Chroniken" hat Prof. Dr. Ehr. Waas (Mainz) in jahrelanger Tätigkeit verarbeitet. Es sind Tagebuchauszeichnungcn führender Friedberger Persönlichkeiten, bisher völlig uubelaimte Gesthichisgueilen von ganz besonderem Werl, nicht nur für Friedberg. Vvn den Cstronikeir gehört bic| des .Kraft von Rockenberg dem 14. Jahrhundert an, während uns Molther, Thomäs, Henrici, Grunelius, Mohr, Arnold, Bechstadt und May mit den Ereignissen in Friedberg während des 17. Jahrhunderts bekannt machen. Die Chronik öoit Haas entstand um die Wende des 17./18. Jahrhunderts, die von Preußer und Reitz setzen 1758 beziehungsweise 1768 ein. Besoirdere Beachtung ver bienen auch bie von Fr. W. Reuß, 1843 begonnenen Chronik- auszcichnungcn. Wegen der außerordentlich hohen Kosten kann sich weder ein Verein noch ein Verlag auf eigene Faust an die Dnrcklegung der „Friedberger Chronilen" wagen. Deshalb soll bei der „Historischen Kommission für das (Hroßherzägtum Hessen" beantragt werden, bie „Friedberger Chroniken" in Druck zu nehmen. Wohl der beste Beweis, daß wir es hier mit einem Stoff von besonderer Güte zu tun haben. Die „Friedberger Chroniken." werden dem Fachmann und beut Laien reiche Belehrung und.Anregung geben. Sie sinb eine unerschöpfliche kulturgeschichtliche Quelle ersten sstauges, bie weithin Aussehen erregen und zeigen wird, wie recht Friedberg daran tut, baß es beute wieder all bas zu erwerben sucht, was Zeugnis ablegt von seiner iroch kaum erschlossenen rnhm- und leidensreichen Vergangenheit. Unser neues Museirm, Archiv und Bibliothek werben eine Sehenswürbigkeit, wie sie außer Mainz unb Worms keine Stadt des Großherzogtums aufzuweisen hat. Denn hier ist nichts an den Haaren mühsam von auswärts herbeigezerrt, sondern alles bem altehrwürdigen Boden der Stadt, ihren Gebäuden, Behörden s unb alteingesessenen Familien entnommen, dank der freubigen Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und Bürgerschaft. Es be^ darf freilich noch mancher Opfer an Geld und Gut. Und zwar rechnet bie Stadt dabei auch auf bie Mitwirkung von solchen Friedbergern, die inzwischen anderwärts eine neue Heimat fanden, aber das Bild der alten Tage noch im Herzen tragen. In wenigen Wochen siedeln Museum, Archiv Und Bibliothek in den ansehnlichen unb geräumigen Neubau über. Jedoch wird die'Neuordnung noch Monate in Anspruch nehmen. Die. Erösfirnng dieser- ^Sammlungen soll mit der Feier des 700jährigen Bestehens der Stadt Friedberg verbunden werden, unb die „Friedberger Chroniken" sind als Festschrift gedacht. Vorausbestellungen, Geldspenden unb sonstige Schenkungen werden öffentlich bescheinigt. * — Dr. Hans Richter erhielt anläßlich seines 70. Geburtstages (4. April) eine außerordentliche Zahl persönlicher Glückwünsche von der Familie Richard Wagner, deren Freunden, sowie den Verehrern in ganz Europa. Insbesondere ließen die Stadt Wien durch ihren Bürgermeister, die Wiener Hofoper und der Wiener Singverein, an dessen Spitze Richter seit mehr als zehn Jahren stand, durch Vertreter ihre herzlichsten Glückwünsche aussprechcn. Auch bie Bevölkerung nimmt an dem Gedenktag herzlich teil. — Die diesjährige Burgensahrt der Vereinigung zur Erhaltung dnitscher Burgen wird nach Bapern gehen. Die Fahrt soll in Kulmbach ihren Anfang nehmen und Über Nürnberg, Regensburg, Landshut nach Reichenhall führen, und in Rosenheim hinter München endigen. Die Reihe der zu besuchenden Burgen ist sehr groß: es sind die Plassenburg bei Kulmbach, einst die Hauptresidenz der fränkischen Hohenzollern, Wernstein, Turnau, Nürnberg, Cadolzburg, gleichfalls eine alte Hohenzollern- sche Burg, Willibalos^Burg, Traußni., das herrliche^ Renaissanee-- schlos, Burglunisen, Tittmoning, Staufsenegg und Hohenaschau. Für die Fahrt sind 5 Tage in Aussicht genommen. — Der Bibliothekar des Khedive. Aus Kairo wird gemeldet: Zum Direktor der Bibliothek des Khedive in Kairo ist der Bibltoihekar Dr, Hartmaitn als Nachfolger von Professor Dr. Moritz ernannt worden. Um diesen Posten, der im englisch französischen Kolonialabkommen von 1904 einem Deutschen Vorbehalten wurde, entspann siäi in den letzten zwei Jahren eine heftige Auseinandersetzung zwischen der deutschen und der ägpplischen Regierung, da diese den Posten unterdrücken wollte. — „D a s m u ß ein großer Ochse f ein!" Eine Erfahrung, die ich (|’o schreibt jemand dem „Erfurter Mlg. Anzeiger") neulich machen mußte, erinnert mich an eine kleine Geschichte, die der bekannte Kunsthistoriker Hermann Grimm in seinen Vorlesungen zu erzählen pflegte. Grimm machce einst mit einem anderen Kunstgelehrten zusammen eine Studienreise durch Süddeutschland. Dabei wurden sie eines Tages in die Villa eines reich geworbenen Brauers verschlagen. Man nahm sie sehr gut auf und bewirtete sie aufs beste. Als der Haushmr hörte, daß seine Gäste Kunst- wissenselmstler seien, führte er sie vor ein großes Gemälde das er für einen Rubens hielt. Der alte Grimm betrachtete das Bild längere Zeit unb sagte bann in seiner besä^idenen Art • , So weit ick Rubens kenne, ist dies lein Rubens!" In Wahrlnit war es eine völlig wertlose Kopie. Da wurde der frühere Braum puterrot und rief: „Das Muß ein großer Ochse sein, der nicht gleich lieht, daß das ein echter Rubens ist!" Die. beiden Kunsthistoriker itanden da wie die begossenen Pudel. Hermann Grimm pflegtr leine Erzählung mit folgenden Worten zu beschließen: „Meine Herren! Man gilt nur so lange etwas.bei Künstlern und Kunstfreunden, wie man ihnen schmeichelt. Widerspricht man ihnen ober tadelt man sie, so ift man ein Ignorant und Dummkopf. Das ist eine Erfahrung, die Sie alle einmal machen werden, beionders biejenigcn unter Ihnen, die sich als Kunstkritiker betätigen wollen. Mein, meine Herren, daraus darf man sich nichts Machen!" Kurze Nachrichten aus Kunst unb Wissen- fchaf t. Der Zirk n s S ch u m a n n ist durch Kauf in den Besitz hon M a x R e i n h a r d t übergegangen. Ter Zirkus soll bis zum Herbst zu einem großen Theater imigebaut werden. 114 Bände. Landkreis Gießen. Zeichen, daß er die Handlungsweise des Aöaire billige, d i e a n deren Offiziere des Luftschiffes ebenfalls zu Tisch. Man glaubt nicht, daß die deutschen Offiziere ichon 8cute abreisen können, da außer der diplomatischen Seite der Angelegenheit verschiedene Havarien und Ausbesserungen zu erledigen sind, die zwei bis drei Tage in Ansprucy nehmen dürften. Tas Luftschiff ist bnrd) ein eiligst gezogenes D r ahtg i t t e r isoliert worden. Später wurde gemeldet, das; die Mitteilung, der kommandierende des Luftschiffes jci ^iint Maire ein geladen worden, sid) nicht bestätige. Deutsche Hilfsarbeiter, die nachts cingetroffen waren, begannen heute vormittag mit den Ausbesserungsarbeiten. Die Bevölkerung strömt zwar fortwährend nod) zum Marsfeld hinaus, verhält sid) aber im übrigen passiv. Eine Note der Agence Havas besagt: Tie auf Anordnung dec Regierung durch den Platzkommandeiir von Luneville LeScot, den Generalinspekteur der Militärluftschifsahrt .Hirschauer und den Unterpräfekten von Luneville vorgenommene Unter- s u ch it ii g ergab, daß das L u f t s d) i f f Eigentum einer Pr ivat - gescllsdiaft ist, daß die an Bord des Zeppelin befindlichen Offiziere einem Uebernahmeansschuß angehörcn und dan d i c Besatzung, welche die Rich tu n g verloren h a t1 c, niedergegangen war, vceil sie dies für korrekt gehalten batte, als sie sah, daß sie sid) oberhalb einer französischen Garnisonstadt befanden. .Hauptmann George, der Leiter des Ueber- nahmeausschusseS, batte sein Ehrenwort gegeben, daß weder er noch seine Reisegefährten irgendwelche, die französische Nationalverteidigung betreffende Beobachtung gemacht haben. Unter diesen Uniständen wurde beschlossen, dem Luftschiff die Rückfahrt zu gestatten, die um so dringlicher erscheint, als das Luftschiff unter den gegebenen Verhältnissen leicht schaden erleiden könnte. Tic Offiziere werden in Begleitung eines Polizei- kommissars mit der Eisenbahn an die Grenze gebrad)t werden. Ter Zwischenfall wird als erledigt angesehen. Die „Voss. Ztg." meldet aus Paris: Z. 4 wurde 3 etuii/ den lang von G en e r a l H i r s ch a u e r u n d s e i n e n O f f _i= zieren peinlich genau besichtigt, st eilen weil e durch ein A u s c i n a n d e r n c b m e n des Luftschiffes. A n d) zahlreiche photographische Aufnahmen wurden gemacht. Tie Flicgeroffiziere von Nancy besichtigten aud; das Maschinengewehr eingehend. Ter „Lokalanzeiger" meldet aus Metz: Die Meldung französischer Blätter, das Luftschiff habe beim La ndcn die deutsche Flagge zerrissen, ist erfunden. Gras Zeppelin hat fick über die glatte Erledigung der Angelegenheit > durch die französischen Behörden sehr befriedigend ausgesprochen. Ta Z. 4 auf seiner Fahrt sid) mit Eis bedeckt lyatte, mußten Reserveteile zur G e wi ch t s er l c i cht erun g herausgeworfen werden. Ter letzte deutsche Ort, der festgestellt wurde, loar Vil- lingen. zosen höflid)er. Während der Nacht wurden an der Gondel des Z. 4 n - schriften „Vivc la France", „Schmutziges Sauerkraut" „Kommt nur nicht wieder", „Auf bald", „Tod den Querköpfen" „Nieder mit den Preußen", „Nieder mit Deutschland" ange- das chinesische Wohnhaus, die Hütten des Riesen-Fetisches Det'okr und des Fetischpriesters, die indische Küche usw. Für Kenner freilich wird das Interessanteste sein, was von den Leistungen der Schüler in Schularbeiten und .Handarbeiten geboten wird. Die deutschen Aufsätze der Kawe- runer Neger können sich cruch in einer Gießener Volks- schule sehen lassen. Alles in allem kann man sagen, daß eine gleich großzügige Ausstellung hier in Gießen nod) nicht stattgefundeu bat. Ihr Besuch wird sid) lohnen. ** jJ m Oberste s s i s ch^e n Kun st verein lvnrd-en neu ausgestellt Sammlungen von der „Künstler- Vereinigung Schwarzwal d"-Freiburg, Pros. Max F ritz- Lübben, Prof. L. 'M i l l r o i d e r f - München und Karl .Hummel 7-Weimar. Plastiken sind nod; vorhanden von ,Etha Richter- Dresden, F. S i e f e r l e - Freiburg und H. Liebmann-Berlin. Die Ausstellung ist täglick) mit Ausnahme des Samstags geöffnet. ** AnS dem Militär-Wochenblatt, v. Schmcl- zing n. Wernstein, Niitm. und Eskadr.-Chef im (Sarde» Drag.-Ncgt. (1. Hess) Nr. 23, wurde zum Adjutanten des ** Die Völkerkundliche Ausste lluug der Baseler Mission wird morgen, Sonntag, den G. April, vormittags II1/2 Uhr, in Gegenwart des Ehrenansschuises, der Mitglieder der übrigen Ausschüsse und der Helferinnen feierlich eröffnet werden. Von 1 Uhr an wird sie dann zur Besichtigung für Jedermann übergeben werden. Sie teilt nicht das übliche Schicksal der meisten Ausstellungen, bei der Eröffnung noeh nid)t fertig sein. Vielmehr wird siö schon heute bei einer Probebesichtigung den Teilnehmern fix und fertig vorgeführt werden. Glanzstücke sind: die einen ganzen Seal fiillendc chinesische Ahnenstalle. Dar prerchisHe Abgeordnetenhaus. Berlin, 4. April. Universitäten. Abg. Kaufmann (Ztr.): Was die U n i v c r si t ät F r a n k- furt betrifft, möchte ick) den Minister bitten, dafür zu sorgen, daß die staatlichen Rechte an der Universität Frankfurt in vollem Umfange gewahrt werden und daß die politischen Parteien and) nicht den geringsten Einfluß bei der Besetzung Her Professuren ans- übeu. Bei den endgültigen Verträgen müßte dieser Standpunkt ans das klarste und entschiedenste fixiert werden. 'Auf einen Staatszuschuß ist die Universität Frankfurt auf Jahre 'hinaus nid)t angewiesen. Abg. Friedberg lNtl.): Tie EinkoniwenSverhältmsse der anßerordenttichen Professoren müssen günsttger gestaltet^ werden. Wir wünschen, daß die Selbstverwaltung der Universitäten uu- angelastet bleiben möge. Kulriksminisder v. T r 01 t z n S 0 l z:, Wenn verlangt wird, daß die Selbstverwalttmg«der Universitäten nicht angetastet werden soll, so ist Tein Beispiel angeführt worden, daß die Selbsiverwaltting be fd.iänlt wurde. Ten Ausländern wollen wir Gastfreundschaft gewähren: wir dürfen darin aber nicht so iwett gehen, daß die einheimischen Studenten darunter lewen. Für bte Unioeriitat Frankfurt gelten alle grundlegenden Bestimmungen der^anderen preußischen Universitäten. Es ist zu honen, baftibic ^tabt Frankfurt and? 'künftighin dieselbe Opferwillig kett zeigt lute bisher. ~ic Ernennnng der Professoren kann aber nur vom König vorgeiwrnmen werben. Selbstverständlich kann die Stadt Frankfurt Borfchlage macken. Diese werben nach Möglichkeit berücksichtigt Abg. Eickhofs lFortschr. Bp.): Wir wünichen, daß 'bei der Berusung von Prosess-orcn alle imssen^slkichen Richtungen berücksichtigt werden. Wir billigen den ^tandpunil: des .'Minifters, , der das Verioaltungsrecht der Universitäten mäst eimchränken, sondern im' allgemeinen dem Vorschlags recht der Jlmvcrntatcii folgen will Wir werden immer dafür ciiitretcit, daß das ^clbft- verwallimgsrcckt der Universitäteu unangetastet bleibt. Abg B r e d t (Frcikonf.n. Mir i|t es zweifelhaft, 'ob man vom Standpunkt der flaatlidicit Interessen der Errichtung der 'Universität Frankfurt freudig zusttmmeii kann, ’^ie Gefalw liegt nahe, I das Marburg dadurch eine Schädigung erfahrt- weshalb mutz Marburg vor allem' koifturrenzfäblg erhalten werden Abg Liebknecht (Soz.ü Es i,t bebauerüd)1, baßi die^taatv- aunicfd and) für die Universität Frankfurt gefordert wird. Abg Bell (Ztr): Id? bitte die Unterrichtsverwaltung, dahm ui wirfen, daß unsere im! Vorjahr geäußerton Bedenken gegen die Universität Frankfurt behobeii werden. Wir unteytutzen die Vorschläge des Leipziger Professors Lamprecht, betr. die Reform des Universitätswescns. _ _ , Daraus wird die Weiterberatung auf Samstag 10 Uhr vertagt. Hofe geschafft. Die Offiziere des Luftschiffes Z 4, zahlten, heute früh die Summe von 8000 Mark, die sie sich aus Friedrichshafen auweiscn ließen, sofort an die Zollbehörde. Friebrichshaf e n, 4. April. (W. B.) Wie der Luftschiffbau erfährt, ist das Luftschiff Z 4 nur von einem Polizei ko mm iss ar wegen Untersuchung über von den Militärbehörden als deutscher Boden red spe Tti ert worden. Aus Luneville wird dagegen gemeldet, daß General .Hirschauer, nachdem er die deutschen Offiziere befragte, ob sie alles Nötige hätten, in i t seinem Stabe ein gebend den Zeppelin, die Gondeln sowie die gesamte innere Einrichtung besichtigte. Auf Ersud)en des Piloten Gluud gestattete General Hir- sdwuer, daß zwanzig Luftschiffer, die mit dem Straßburger Zug eingetroffen waren, den Exerzierplatz betreten dürften, um bei der Ausbesserung des Luftschiffes mitzuhelfen. Verschiedene Aluminiumftangen int Innern des Luftschiff es waren bei der Landung gebrochen und mußten provisorisch durch Holzleisten ersetzt werden. Auch einzelne Gasballons Wären nur teilweise gefüllt, so daß das Luftschiff für die Rückfahrt erheblich entlastet werden mußte, lvas hauptsächlich dürft) die Beseitigung eines d e r b e i d en Hinteren Moto re bewirkt wurde. Uebrigeus trafen die gestern nachmittag von Gluud telegraphisch verlangten Waggons mit 200 Wasserstoffbehältern aus Friedrichshafen heute früh in Luneville ein. Gegen mittag'wurde die Füllung des Ballons vorgenommen. U m 12 U h r 50 M inu- teit stie g das Luftschiff auf, und um //O Uhr! verschwand es am'.H 0 r izo u k. Der Zokleiunestmer von Luneville verlangte ein Zolldepot von 7000 Fr., das auch gezahlt wurde, jedod) zurückerstattet werden wird. Wie die Blätter berichten, wurden die Gondeln des S u f 11 d) i f f c s von Leuten aus Luneville trotz aller Ueber- wachung mit verschiedenen Inschriften, insbesondere „V i v e l a F r a 11 c c" bemal t. Die Darstellung des Führers. Paris, 4. Llpril. Der Reservehauptmaun Gluud, der Pilot des „Zeppelin", gab einem Berichterstatter folgende Darstellung: Wir können uns über die Höflichkeit, mit der uns die Militär-- und Zivilbehörden behandelt haben, nur lobend aussprechen. Wir haben die Absid)t heute wieder abzureisen, sobald wir die 1000 Kubikmeter Wasserstoffgas' erhalten haben, die uns mittelst Auto von Oos zugesandt werden sollen. Gluud erklärte weiter, daß die Gondel f c b i g I i d) mit einem Kompaß ausgestattet war. Er sei völlig Herr des Ballons gewesen, wenn er auch auf französischen Boben gelandet sei, so sei dies geschehen, um zu zeigen, daß es lediglich auf einen Zufall zurückzuführen sei. _ Er hatte übrigens genug Benzin und Gas besessen, um näcl) Deutschland zurücklehren zu können. — Die von den Offizieren über Bord geschleuderten Gegen stände sowie verschiedene Geräte und F-euerlöscbaPparate wurden in der Nähe des Uebungsplatzes gefunden. Die Offiziere des Zeppelin kauften in Lunsville 500 Liter Benzin, um heute den Ruckflug an treten zu können: sie nehmen auch einen der Motore auseinander, um das Luftschiff zu erleichtern. Die gesamte Besatzung verbrachte die Nacht in der Gondel. Einem Blatt zusolge wurden int Lause der von der Polizei an Bord des Zeppelin boegeuommenen Untersuchung ein pch otographis ch er Apparat und mebr e r e photographische Platten gefunden undbeschlatz- nah m 1. Friedrichshafen, 4. April. Von dem Führer des Luftschiffes' Z 4, Kapitän Gluud, ist hierher die Meldung! gelangt, daß die in den Z 4 eingebauten dreiMaibach- motmre-n wahrend her ganzen Fahrt ohne bi c ge-j rin gste Störung durchliefen. Der in Luneville erfolgte Ausbau eines Motors aus dem Luftschiff hatte lediglich den Zweck, däs Schiff zu erleichtern. Die Meldungen, wonach die Notwendigkeit des Landens mit schweren M 0- tvrdefekten motiviert wird, entbehren jeder Grundlagie. Die Rückkehr. Metz, 4. April. Das Luftschiff „Z. 4" hat um 3Uhr nachmittags die dciftsch-sranzösische Grenze bei Vic in Elsaß-Loth- ringen passiert und ist bei Frescctti um 4.15 Uhr gelandet, wo es in die dortige Lustschisshalle gebracht wurde. Die Insa s s e it des um 4V2 Uhr gelandeten Luftschiffes waren total e r s di ö p s t, da sic säst 41 Stunden Dienst getan hatten. Weder Zeid)nungcn nod) Photographien des Z. 4 wurden in Frankreich angescrtigt. In Luneville selbst mürbe Oberleutnant Jacobi vom Z. 4 von einem Zivilisten mit Steinen b e morsen. Kapitän Gluud mürbe mit den Motten: „S i c h a be n h i e r n i cht s zu suchen", vom Luftschiff fottgestoßen. Die Hintere Gon- bel wurde gernaltsam beschädigt. Erst als Gluub mft bem Eingrcisen ber deutschen Botschaft drohte, wurden die Fran- — Wi e seck, 4. April. Am-Samstag, 12. April, wird Landtagsabgeordneter Professor Urstadt hier über seine Tätigkeit im Landtag Bericht erstatten. Die Versammlung in Gießen, die leider schon einmal verschoben werden mußte findet 8 bis 10 Tage später statt. In Gießen werden beide Abgeordnete sprechen. Kreis Büdingen. — Wenin gs, 3. April. Seit Jahrhunderten hatte unser Städtchen seine Mü.r kt e. 1695 petitionieren „Bürgermeister, Rat und Bürger zu Wenings" bei dem Grafen Wilhelm Moritz zu Jfenburg-Birstein um Renovierung der Märkte, denn sie hätten „von ihren Vorfahren gehört, daß vor dem 30jährigen Kriege in dem Städtchen Wenings des Jahrs 2 Krämer- und 2 Biehmärkte, uemlich uff Manio! Verkündigung und Dienstag nach Akidjaeli" gehalten worden seien. Unterm 20. Juli 1695 würde von dein Grafen diesem Ansinnen stattgegeben,' und die beiden Märckke wurden auf Maria Verkündigung und Dienstag vor Michaeli eingerichtet. Dock) schon unlernt 23. März 1697 ordnete man .an, daß der Viehmarkt jedesmal auf einen besonderen Tag vor dem „Leutemarlt" gehalten werden solle und gewährte den Warktbesuchern besondere Vergünstigungen. 1750 wurde bann der Frühjahrsmarkt auf den Osterdienstag verlegt, offenbar um den Bauern den MarMesud) zu erleichtern. Schon int folgenden Jahre richtete die Behörde 3 Märkte ein: Mittwoch nach Ostern, 8 Tage vor Laurentius Und an Michaeli, jedesmal „Leut- und Viehmarckt". Im vorigen Jahrhundert schliefen alle nach und nach ein. <)cur am Osterdienstag fand noch in den 60 er Jahren .Krämermarkt statt, und vor 10 bis 15 Jahren kamen noch Zuckerbäcker, Kammacher und Töpfer, um ihre Waren abzusetzen. Dann war alles vorbei. Jetzt sind auf Anregung des Kreisantts Büdingen wieder 4 Jahrmärkte für unser Städtchen vorgesehen; 2 sollen im Frühjahr und 2 im Herbst abgohalteu werden. Kreis Schotten. () Scholten, 4. April. Die Sch u l h au s n eu b au- ten zu Bo beul) aus en und Götzen sind int Rohbau vollendet. Die Einweihung wird im Herbst erfolgen. Zuständen der Spannung, in der sich Europa befindet und angesichts der patriotischen Erregung, die über die neuen Wehrvorlagen hüben und drüben hervorgerufen wurde, dürste es nicht gestattet sein, cbenfätfe herbeizuführen, welche die schwersten Folgen nach sich ziehen könnten. Die B Z. meldet aus Lunevill.-: Die Menge versuchte «Dcinud, mit M c 1 scr n und Stöcken das Luftschiff Tu bedrohen. Tie starke militä-* Vernad)ung ihwciteli ? diese Versuche. Gestern abend fuhr der Bü r g er m c i st c r v on Luneville mit .Hauptmann George ,;jmt Diner, dann l»d and) der kommandierende Dirisionsgencral zmn Aus Stadt und Eaud. . Gießen, 5. April 1913. die Darstellung der deutschen Offiziere richtig-zu sein )cheme. ^^„^.Ausstelluna ber ®enietbefd)u(e (bie Ausstellung ist bis Es ist in der Tat nicht möglich, daß die Absicht bestanden ^itaa 11 April, täglich von 10—1 und 3-5 Uhr geöffnet,: hat, die französische Grenze zu überfliegen. Als sie iffreu p, Festejsen; 8l/t Uhr Konzert in Steins (Sorten; abends Irrtum erkannten, war es zu spät, um die deutsche Grenze g>/' Uhr Ball. " zu erreichen. Wenn sie umgekehrt wären, wäre ' Völkerkundliche Ausstellung der Basler der „Fall" em ft geworden und man hätte notgedrungen «Mission ifl der alten Klinik. Eröffnung Sonntag vormittag an einen Spionage versuch geglaubt. Ich bin Uhr; geöffnet vom 6. bis 23. April. . n überzeugt, daß sich die deutschen Offiziere zweifellos über A10grav b--ichtsv^ele. Täa ch offtellima. den Ernst der Loge klar geworden sind. Ihr «iedergehen ? ° ’u ' 9 auf den Ucbuugsplatz von Luneville war sehr vernünftig. O b e rb ess i i ci) er K un st v e r e i n. Gemälbeausstellung Sie Wußten, daß sie dort die eiitsprechende Hilfe bei ber Turmhaus am Brand. Geöffnet täglick) (mit Ausnabme von Landung finden würden und daß sie, um die Schwierig- Samstag) von 11—1 Uhr, Sonntags von 11-3 Uhr, Mittwoch Seit des Falles möglichst zu heben, sid) ant besten bei'I nad)mittag von 3—5 Uhr. , , französischen Militärbehörde stellten. Tie deutschen Offi- Museum des ob er Hess i scheu Ges chi dm sv er eins, ziere sind die Opfer eines imvorherqefehenen Abenteuers, Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr linentgelttich. und inan hätte Unrecht, der Angelegenheit in Frankreich Museum für Völkerku ud e. Gcol-uet an oonntag n allzu große Bedeutung bch,ulegen. 'Äg Uhr in der Süd. Presfestnnmen. |9(nlage (nur bei gutem Wetter). Alunkfolge: 1. Ouvertüre zur „Rabtc a l c" erklärt, das Vorkommnis sei i n j ed em Vbellfoßn:VaIAev^a^tS derOperette „^rüblings- Falle beklagenswert, ob es nun aus eine Mftcht^^F ^on O. Strauß - 4. Große Beit, neue Zett! 2. PreiSmarsch oder bloße Ungeschicklichkeit zurückzufuhren sein mag. au5 bein Wettbewerb der „Woch? von Fr. Vraje. Die deutschen Offiziere, die den Zeppelin lenkten, müßten | * unter allen Umständen streng getadelt werden. In den Generalkommandos des 3. Armeekorps ernannt. Witt, Rittm. und Lehrer am Mikitär-Reitinstitut, wurde mit Patent vorn 11. April 1905 als Eskadr'-Ehef in das Gardc-Drag.- Negt. (1. Hess.) Nr. 23 versetzt. ** Lehrerpersonalien. Dem Lehrer Hch. Maus in Bechenheim wurde eine Lehrerstelle cm der Gemeindeschule zu Nack, und dem Lehrer Christoph 9)2ce» zu Wendelsheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschnle zu St. Johann übertragen. ” Technischt Hochschule. Der Großherzog hat der zirgunsten der Großh. Technischen Hochschule zu Darmstadt errichteten „Wihelm-Ovek-Stiftit'ng" zur Förderung der Luskschiffahrt im Betrag von 20 000 Mk. die Genehmigung erteilt. ** B e a m ten-St erb e lass e. Morgeu, vormittags 11 Uhr, findet im 5)otel Schütz hier die Mitglieder- Versammlung der allgemeinen hessischen Be- a in t e n - S t e r d e k a s s e statt. Es ist. dringend wüu schenswert, daß die Versammlung von den Mitgliedern aus Gießen und der Umgegend zahlreid) besucht wird. Aud) Beamte, die der Kasse nod) nicht angehören, sind als Gäste willkommen. Es ist ihnen hier Gelegenheit geboten, die Einiffchtung der Kasse und ihre Bestrebungen näher kennen zu lernen. Erfreulich wäre es, wenn diese sich euifchließeu wollten, der Sterbekasse beizutreten, angesichts der Tatsache, daß die Zugehörigkeit zur Sterbekasse bei cintretenben Sterbefälleu von den .Hinterbliebeueu immer als eine große Wohltat empfunden wirb und die Leismngs- fahigleit der Kasse mit ihrer Mitgliederzahl wächst. Auf- nahmesähig sind Beamte des Reichs und Staats, der Provinzen, Kreise, Gemeinden, der Üird)£jmb aller unter der Aufsicht des Staats ober der Koinmunalverbäude stehenden Verwaltungen. Aud) für Beamtenftapen kann die Mitgliedschaft erworben werden. ** Silb ernes Dien stjubi läurn. Dtzr Ae- t rie'bsleiter der Zigarrenfabriken Georg Philipp Gail, Friedrich v. Düring beging jetzt den Tag, an dem er vor 25 Jahren in den Dienst ber Firma Gail ciutrat. 'S)ic Beamten und eine 2Cborbnung der Arbeiter ber Firma statteten dem Jubilar am Vormittag! in seiner Wohnung einen Besuch ab, sprachen ihm Glückwünsche aus und überreichten ihm wertvolle Geschenke uni) Blumen- spenden. Am Abend war das Personal von den beiben Chefs des Hauses zu einer Festtafel geladen, bei welcher (Gelegenheit der Seniorchef des .Hauses, Geh. Kommerzienrat Dr. Will). Gail in einer längeren Ansprache bie Verdienste des Jubilars würdigte, inbem er ihm zux Erinnerung an den Tag einen wertvollen Ring überreichte. Friedrich von D ü r i n g stammt aus Bremen. Gießen ist ihm zur feiten Heimat geworden, er ist besonders bei den ihm unterstellten Meistern und Arbeitern beliebt, die seinen gerechten Sinn zu schätzen wissen. ** Silb>erne unb grüne Hochzeit begeht heute die Jakob Iacobische Familie Asterweg 48. Das Jacobische Etzepaar feiert fein silbernes Ehejubiläum, während seine Todster ebenfalls heute vor den Traualtar tritt. •* Oenenilidje Lesehalle. Im M är^ wurden -2 7 22 Bände ausg e li eh en. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1273, Zeitschriften 434, Jugendschriitcu 320, Literatur- ae chichte 34, Gedichte und Dramen 73, Länder- und Völkerkunde 83, Kulturgeschichte 38, Geschichte undBiographien 124, Kunsb ne chichte 18, Naturwissenschaft und Technolocue 173, Peer- und Seewesen 25, Saus- und Landivirtschaft 27, Gesundheilslehre 14, Relwiou und Philosophie 40, Staatswissenschaft 13, Cprachwiffen- . schäft 13, Fremdsprachtiches 20 Bände. Nach auswärts kamen Mörlen Steinfnrtv, V ... ,y,- Frankfurt zu K Entziehung urteilt. N w litten, Md snihmr verkM.a ° ®"J o0ni>c6 Sicn6 im T. nt gntttoi wi w ep™b!l' »tl* ‘1 1 findet un’ 8 /4 Kitthenkonze Zcendigung „toten So« d » £en Teilnehmer« Verwaltung unb tc esse cntgegen^ebm neflen Einrichtung^ sondere Führung l Siurfopclli’ Haden o _l Bad-^"i n r kft ii ö, begangen V. Mainz, 5. Iioangözögling und setzte heute nacht den Stich in die Schlr auf dem Weg zum l vehastet; er gibt,an, WMM' Aus Einladung d bau sand gcficrn abci sannnlung der Niedcr-Modau die seitherigen Sank verein gevtanten y wegen Gewährung ci langten zu keinem Z auenz für beuchende, Darlehens abiefmni Sanbiuin^iitiidfcn & an Mngungen, da. War Dadurch, bai* bi Gmutibereiii» einen gn der ElaMgnv Mittel zurBmügunao i« der Lage, bie MMgkru sotten gCn, -Wtiem atsdatd -)! xrden. Mr den 7 ruote crijclt wird, -cparcintegcrn, bie \[ i'-iffut kommen. V Dem Baren ^g t Migt iMben, bessi ,,el1 unb an bie SCl ■ Idaraus, dr crhcbllche Luvte m, ZtMeö, ber$5 'ederdesM^ Aren und bie M während r; . ZW unb ^rch Bit Jeiben luf S >r i ^Ännn§rcr'd)i Kaders ’^Ntn ? Tn fcbtn ^N>.'enich< -Ailderunq 'It, hllh O der SQlt^ inb?Cr -lr Kleger aui Vcn o^reinleqeriul??^ fcWc ft' ZEZ KL-: S* reinig Sw iE-« O'itm, S’ä-s i »*lÄtt'II)e 8,t Ganz aus Zufall hatte er Dem Wechsel lag ein Brief bei mii den lako- 6 Proz. verzinst, nischen Worren: die das wahrsten Siime des Wortes, der aber mit seinen Wohltaten nicht aui den großen Markt geht, sondern im> Stallen und dann um so reichlicher gibt. wandern und Reisen, Bäder und Sommetfrifcßcit Stndentenherbergen in den Alpen. Zn diesen Stndenteiiberbergen, lauter guten und einpsehlenswerten Gast- Surfern, soll der Student auf feinen Wanderungen und Touren gute uni) verbilligte Urner tunst finden, wie sie feinen pekuniären Ver- >en, vormittags ^itgliedcr-- sischcn Bc- ' ringend nmn 'n Mitgliedern ucht wird. Auch 'icu, sind als tzuheit geboten, ccbMgen näher nenn diese sich eten, angesichts Lkerbekasie bei iebenen immer > die ^eifnmgs- )1 wächst. Anstaats, der Pro- aller unter der Hände stehenden m die Mitglied- Amtlicher Wetterbericht. Oöffentlicher Wetterdienst, Gieren. Wetteraussichten in Hessen für Sonntag, den 6. April 1913; Wechselnd bewölkt, meist trocken, tagsWcu warm, nachts kühl, frische östliche Wmde. ' Hch. Mans Eememdeschutc u Wendclshnm • Wann uber= Letzte Naehrrehten. Italien mobilisiert seine Flotte. Rom, 5. April. (Priv.-Tel.) Tie Regierung bereiter Kirn, 4. April. lPriv.--Tel.) In der Strafsache gegen den Zahntechniker Jakob Berchtoldt wegen des Verdachts, für die französische Fremdenlegion geworben zu haben, wurde, von der Staatsanwaltschaft Koblenz das Versa Ijc r n end- Zültig ei ngestellt .weil die Ermittelungen feinen Anhaltspunkt Tür die Ahm tzur Last gelegten strafbaren Handlungen ergeben l)abeu. Die Lage der deutschen Buchhandels. Leipzig, 4. April. Rach altem Brauche beginnt auch in diesem Jahre am Sonntag Kantate die alljährliche Zusammenkunft der deutschen Buch- häudler. ’S er Tagung wird der Jahresbericht des Börsenvereins deutsckwr Buchhändler vorgelegt werden, der das vergangene Berichtsjahr als ungünstig bezeichnet. Erfreulich sei, das; sich jetzt Holland mit seinen Kolonien der Berner Konvention augeschlossen habe. Auch der Zutritt Ungarns iverbc nicht mehr lange aus sich warten lassen. Dagegen zeige Rußland noch immer keine Geneigtheit, sich anznschließen. Eine weitere erfreuliche Tatsache [ei, das; man der Einführung deutscher Bücher und Lehrmittel in China ernste Aufmerksamkeit schenke. In der Frage habe bereits eine gemeinsame Besprechung zwischen den Verlegern und Vertretern der Regierung stattgefunden, die zu einstimmigen Beschlüssen geführt habe. Zu beklagen sei die Preisschleuderei, wie sie namentlich durch die Warenhäuser betrieben merbc. Auch leide der Buchhandel durch die immer grösser werdende Heber» Produktion an Büchern. An Mitgliedern zählt der Börseirverein deutscher Buchhändler gegenwärtig 3561 gegen 3543 im Jahre 1912. Ter König der Finanz war auch zugleich der Bchcwrschcr des modernen Kunsthandels. Seine Sammlungen, für die er mehr als 200 Millionen ausgegeben hat, umfassen das ganze weite Reich der Kunst und Bildung und haben ilm berühmter gemacht als feine geschäftlichen Taren. Tie so viel gefürchtete „amerikanische Gefahr auf dem Kunstmarkt", ward hauptsächlich bitcrb ihn bar» gestellt. Tie Liebe zu schönen Dingen wurde iu seinem Alter sogar der beherrschende Mittelpunkt seiner Interessen, der selbst dm Anteil an der Börse zurückdrängte. Ganz aus Zufall hatte er vor einem ltzttben Jahrhundert diese so folgenschic-ere Sanrmeltätig- keit begonnen. _ Wie fein Biograph Hoven erzählt, kaufte er fein erstes Bild auf einer Ausstellung zu wohltätigen Zwecken, die er besuchte. Es war das Bildnis einer jungen, sein aussehenden. Dame, von einem Maler namens Baker geschaffen, das ihn 1500 Tollar kostete. Viele Jahre hing dies Bild über dem Kami,' in seinem Bibliothelzimmcr. Es war gleichsam, der Keim für all die Schätze, die jcai in einem eigenen Anbau des Nerv Parker Metropolitan-Museums ihre Aufstellung finben und dem Namen Pierpont Morgan noch die Unsterblichkeit sichern werden, menn feine Trusts, Banken, Eisenbahnen usw. längst in anderen Unternehmungen aufgegangen sind. Bank angelegt hatte. Tas waren die Früchte der 500 Dollar, die der Vater dem Fünfzehnjährigen geliehen. Dieser scheinbar so ruhige und kaltblütige Mensch war im tiefsten Innern eine Kämpfematur mit einem ewigen Hunger nach Macht. Nur im Kampf fühlte er sich wohl, und zt.var in jenem stillen und um so erbitterten Ringen, dessen Schlachtfeld sein Privatkontor, dessen Wappen endlose Zahlenreihen, dessen Ziel °°°»-" b'»° hottnissen und zugleich seiner Stellung entspricht. Während in den nord- und mittetdentschen Gebirgen vom Verband „Hohen- elbe" viele Schülerherbergen errichtet worden sind, hat für Süd- westdcutfchlanb (Vogesen, Schwarzwald, Psälzerwald usw.) der Akademische Touristenttub Straßburg schon lange Jahre die Ein- ndjt.^ig und Kontrolle von Studentenherb', rgen als eine seiner Hauptaufgaben übernommen. Im letzten 3nbre sino nun von Straßburg aus auch üt der Schweiz unb Oberitalie n zahlreiche Slubentenherbergen gegrünbcl worben, ähnlich wie bies durch den D. u. Oe. Alpenverein für die deutschen und öfter» reichischcn Alpen gebiete schon längere Zeit geschehen ist. Aller- dings unterscheidetl sich in diesen beiden Alpengebieren die Stu- dentenherbergen ein wenig, nicht dem allgemeinen Ziel im Interesse unserer wanderfrohcn Studenten, sondern der Form nach. In den Stildentenherbergen des T. n. Oe. Älpemwreins sind die Her- bergswirte verpflichtet, auf die Rechnung bei Vorweis der Legitimation einen (vertraglich> festgesetzten Rabatt zu gewähren, während in den Schweizer Studentenherbergcn bei Vorweis der Legitimation (beim. Eintritt ins Gastpans) ein durch Vertrag festgelegter ermäßigter Preis für Nachtlager und Verköstigung ein- gehalten werden must, und die Wirte bei Ueberfüllung für Privat- unterlnnft zu festen Preisen sorgen müssen. Hier weist, also der Student vor Antritt seiner Wanderfahrt genau, was er überall zu zahlen hat, währciw die andere Art den Vorzug hat, daß der Wirt im voraus nicht weist, daß er einen. Studenten vor sich hat, der dann auf Grund seiner Herbergslezitimation später Er- mätigiug verlangt. Berechtigt zur Benutzung der Sttidenten- herbergen ist jeder Studierende einer Universität, oder sonstigen Hochschule von Deutschland, Oesterreich unb ber Schweiz, sowie bic Schüler der 3 obersten Klasien, in den deutsch-österreichischen Alpen nur der obersten Klasse der .beuisckm Gymnasi.n, Overrealschulen usw. Die Legitimation und Verzeichnisse der Stu- dentenherbergen des Du.Oe. Alpenvereins werden abgeaeben: Für Norddeutschland rechts des Rheins durch die beiden akademischen alpinen Vereine Berlin, für Sachsen, Böhmen und Thüringen durch Akad. Sektion D r c s d e n, für Bayern, Württemberg und Baden durch die beiden akademischen alpinen Vereine Muncb en, für Deutschland links des Rheins und Schweiz durch ben Akab. Tonristen-Klub S t r a s: b u r g, _ für .Steiermark, .Warnten, Krain burch Akab. Sektion Graz, für Tirol, Vorarlberg, Salzb irg burcl- den Akab. Mpenklub unb Akab. Sektion Innsbruck, für Ober- unb Nieberösterreich, Mähren und öfterr. Schlesien durch Akad. Sektion Wien. Tic Legitimationen unb Verzeichnisse ber Studentenherbcrgen bes Akab. Tourisien-Klubs Straßburg sind ebenda, an ben übrigen deutschen Hochschulen meist durch die Sekretariate oder Pedelle, für die höheren Schulen durch Vermittlung des, Rektors erhältlich. a*» in jeder beliebigen Schriftart nnd ttarlM' UIlIIIQlien f°rte' sowie mit Zirkeln aller studentischen ■w' Vereinigungen, liefert zu mäßigen preisen SrW'sche Universitäts-Druckerei, Zchulstratze 1 eit ^asMblschc m, Mend fein? t tritt. i ÄäN wurden .. Um-i: Eczahlmdk ■ 320, cer. unb Volker- Sicnl24,Ri* je 173, vcrr> uw -esiuidheilslehre'. > 13 Cprcichw'lsen' ) aüswäckS lamer. Griechenland das Beispiel Montenegros nachahmt. Die Ver- stimmung gegen den Balkanbund ist inr Wachsen begriffen. Montenegro erhält keine Entschädigung für Skutari. : Wien, 5. April. (Priv.-Tet.) Die österreichische Diplomatie ist der Ansicht, daß Montenegro kein er! er Ent sch dignng für die Verzichtleistung auf Skutari erhätt. Hier ist man cmPort über das Berhatten Serbiens, das erklärt hat, sich dem Willen Europas zu unterwerfen, jetzt aber Montenegro unterstützt unb seine eigene Stellung-zu befestigen sinkst, festigen sucht. Bilder ans pierpont Morgans Leben. Mau hat beit Milliardär Pierpont Morgan gern und nicht eben geistvoll ben „Atexanber von Wall Street" ober ben „Napo- lion ber Börse" genannt, um ihn mit ben großen Eroberern der Weltgeschichte in eine Linie zu stellen, i'lber er mar einzig in seiner Art unb nientanb aus ber Vergangenheit konnte mit ihm verglichen werben. Tas zeigte sich schon in seinen Anfängen. Bereits Morgans Vater war ein großer Bankier, aber er hatte noch ganz ben Sckstverpunkt seiner Tätigkeit in bic alte Welt verlegt. Eines Tages trat ber Fünfzehnjährige mit ernstem Gesicht vor seinen'Vater und fragte ihn geschäftsmäßig, ob er ihm 500 Dollar leihen wolle. „Wozu?" fragte der Vater. „Um sie ht einer Sache aiizulegeu, die sicheren Erfoßz verspricht." Als der Vater nähere Auskunft haben wollte, war der junge Pierpont pefränti, und so bekam er beim ben gewünschten Sche k, ohne sich irgenbtoie über sein Vorhaben geäußert zu haben. Wochen vergingen. Der ahe Morgan war wieder in Europa: er erholte sich in Nizza, als er durch die Post einen Wechsel über 2537 'Frs. erhielt, auf ein Pariser Bankhaus ' ausgestellt. Es war genau bic Summe, bic. er seinem Sohn vorgestreckt harte, sorglich mit- bet v™1 ..... her i* Ct Ml" r""Ztttw*; M!I ori”'*1’ il--"'" stll- ®16 Morde &&&£ , llHÖ n0(ti CH1- >» 'garfli °b, jind°u'ftc w -»-Kh- — Frankfurt, 4. April. Dr. jur. A. Sa eng er in Frankfurt a. M. ist als Privatbozeut für bas Gebiet des Bürgerlichen Rechts unb Handelsrechts an der Akademie znge- lassen worden. °vherzoghcit Me zu Sanu, 'M* zur For. W Mk, die Gc- Kreis Friedberg. 1^. Friedberg, 4. Slpril. Das Lehrerseminar, bnS nächsten Montag sein neues Schuljahr beginnt, mußte zehn Seminaristen an die Seminare zu Bensheim und AJep abgeben. Dahier bleiben in sechs Klassen 181 Seminaristen. r. Bad-Nauheim, 4. April. Das Programm für die am 13. unb 14. M ai hier stattfinbenbe Hauptversammlung des Lan des-Lehrer-Vereins ist nunmehr festgelegt. Am Dienstag, 13. Mai, findet vormittags 10 Uhr im Sprudclhotel eine Sitzung bet Vertreter mit anschließendem Mittagessen statt. AbenbS 8l/2 Uhr versammeln sich die Teilnehmer zu einem Festkommers im großen Saal des Sprubelhotels. Bei dem Kommers beteiligen sich der Gesangverein „Frohsinn" unb berTurnverein mit Gesangsvorträgen unb turnerischen Ausführungen. Am Mittwoch sinbet um 83/4 Uhr vormittags in der Dankeskirche ein .Kirchenkonzert statt, dem sich um 10 Uhr bic im Konzert- havs ftattfinbenbe Hauptversammlung anschließt. 9cach Beendigung ber Versammlung bilbet ein Festessen im großen Saal des Kurhauses ben Abschluß des offiziellen Teils. Den Teilnehmern an ber Tagung wirb von der Stabt- vcrwaltung unb der Kur- unb Babeverwaltung großes Interesse entgegen gebracht. Für Besichtigung ber Väber, maschinellen Einrichtungen, Babe- unb Kuranlagen :c. wird besondere Führung gestellt. Zu ben Terrassen-Konzerten der Kurkapelle haben die Gäste freien Zutritt. ± Bad-Nauheim, 4. März. Wegen Iagdper- gehens, begangen durch Ausübung der, Jagd auf fremden Gcbietstcileu,. wurden in der geftUgen Schöffengcrichtssitzung nach sechsstündiger Verhanblnng und einem in der Gemarkung Ober- Mörlen, abgehaltenen Augenscheinstermin der Freiherr v. Löb- Steinfurth, Privatier B. Steuern-agel und Rentner Koch- Frankfurt zu je 50 Mk.' Geldstrafe, Einziehung der Gewehre und Entziehung der Jagdpässe auf die Dauer von fünf Jahren verurteilt. Auch ber Hund, den bic vier Verurteilten initgefübrt i^rttcn, wird cingcH-ogen. Gutspächter Fr. Kock; unb dessen früherer Verwalter F. Henken mürben wegen Verschweigens der Grenzen des Jagdgebietes zu 150 bezw. 120 Mk. Geldstrafe verurteilt. Starkenburg und Rheinhessen. Mainz, 5. April. Der 24 Jahre alte frühere ZwangZzögling unb jetzige Händler Nobert Schmitt versetzte heute nacht dem 22 Jahre alten Nikolaus Haas einen • Stich in die Schlagader am Oberschenkel. Haas starb auf dem Weg zum Kranlenhause. Der Täter wurde sofort vehaftet; er gibt an, in Notwehr gehandelt zu haben. HUfttSügkeit im Kontors WeMUoöau. Darmstadt, 4. April. Auf Einladung des Sch utz v crcins für Nieder-Mo- bau fanb gestern abciib in Obcr-Rrrmstadt eine start besuchte Ber - sammluug ber Spar einleg er des K r c b i t v e r c in s N i e b e r - tDc o b a u statt. Bankoirektor Stein- Darmstadt legte die seitherigen Sanierungsbestrebnngeu unb die von dem Schiitz- uercin geplanten Hilfsmaßnahmen vor. Die mit dem Staat wegen Gewährung eines Darlehens geführten Verhandlungen gelangten zu keinem Ziele, da ber Staat aus Grünben der Konse- auenz für bestehende und spätere Fälle glaubte, die Hingabe eines Darlehens ablehncu zu sollen. Ebenso scheiterten die mit ber Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank geführten Verhandlung, n an Bedingungen, deren Erfüllung dem Schutzverein unmöglich war. Dadurch, daß die Darmstädter Volksbant ans Ersuchen des Schutzvereins einen größeren Kredit bereit gestellt, und auf Be- sck-liiß der Gläubigerversammlung auch aus der Konkursmasse Mittel zur Verfügung gestellt werden, ist der Schlltzverein nunmehr in ber Lage, Die Hilfstätigkeit umfangreich burchzuführen. Ten Gläubigern sollen gegen Abtretung ihrer Forberungen von bem Schutzoerein alsbald 50 Prozent ihrer Einlagen in bar ausbezahtt werden. Für chen Fall, daß in dem Konkurs eine höhere Ouote erzielt wird, sollen die sich grgebcubcit Ueberschüsse ben Sparcinlegern, die ihre Forderungen dem Schutzverein abtreten, zngut kommen. Zu diesem Zweck sott den sparcinlegern außer dem baren Betrag von 50 Prozent, noch ein Gutschein ansge- händigt werben, bessen Wert später von bem Schutzverein festge stellt unb an die Spareinleger ausbezahlt wirb. Der Schutzv^rcin rechnet baranf, daß er aus biesc Weise später noch eine picht im erhebliche Quote an bic Spareinleger auszahlen kann. Justizrat Metz, ber Vorsitzcnbe bes Gläubigeransschnsses, dankte dem Redner für seine Ausführungen und betonte, baß mehrere Mit glieber des Gläubigerausschusses dem Beirat des Schutzvercins an- gehören unb bic Interessen ber Gläubiger hierdurch gewahrt werben. In der sich anschließenden lebhaften Aussprache wurde aus Anfragen einzelner Sparcinleger Aufklärung gegeben. Fabn kant Paliup - Gundcrnhauscn betonte, daß cs durch die Hilfstätigkeit möglich sei, die pon dem Konkursverwalter eingezogenen Haftsummen alsbald ben Sparcinlegern zufließen zu lassen, während sie sonst bis zur späteren Beendigung des Konkursverfahren hinterlegt bleiben müssen. Postsekretär Hebcrer- Ober-Ramstadt bezeichnet es als einen erheblichen wirtschaftlichen Vorteil, daß durch die Auszahlungen des Schutzvereinü Hande! und Wandel in der schwer betroffenen Gegend wieder gehoben werden. Auf Anfrage des Herrn Weber gab der auf Einladung bes.Schutzpercins erschienene Konkursverwalter, Rechtsanwalt Tr. Hoffmann II.-Darmstadt, Aufttärung über bas Konkursverfahren, besonbers über bie Vcrstänbigung, die in dem mit der Landwirtschaftlichen Genossenfchastsbank geführten Regreßprozcß erzielt worden ist. Kreisrat Tv. Wagner-Dieburg, der stets für eilte Milderung der schweren wirtschaftlichen Katastrophe eingetreten ist, hob mit warmer Anerkennung hervor, daß durch den Konkursverwalter und den Gläubigcrausschus; bic Interessen ber Spareinleger auf bas beste gewahrt worden sind, und empfahl den Spareinlegern lebhaft, bas Angebot bcs Schutzvereins anzunehmen. Zum Schlüsse sprachen Postsekretär Weber unb Bürgermeister R ü ck e r t - Ober-Ramstabt ihre Bcsriebigung über bie seitherige Führung bes .Konkursverfahrens aus unb bankten bem Schlitz- Verein für seine uneigennützigen Bestrebungen. C*eSeti|&8 le ? *. toll, tun? 6 bt! Staiith ki; i 1 wlpien »? 'W1 Si ?? w 7 vorhanden unb ' WH mii , ?'Schincl, S,m Gardc- '^liÜQntcn bc§ «M. Witt. Paten, 1 Die Konferenz über bie b u l g a r i s ch - r u nr ä n i s ch e Frage. Petersburg, 5. April. Unter dem Vorsitz des Ministers Sasanow und in Anwesenheit der fünf Botschafter fanb! geltem bic zweite Sitzung der Botschasterkonferenz statt, die sich mit ber bulgarilch-rumänischen Streitfrage beschäfttgte. Es imirbe eine gemeinsame Grundlage zur Lösung des Konfliktes gefunden, der zugleich mit ber Wiederaufnahme der Fnedcnsverhanblungen zwischen der Türkei und den Verbündeten endgültig entschieden werden soll. Alsbonm soll auch die Veröffentlichung: erfolgen. Ein neuer Kampf in Marokko. Paris,,5. April. Aus Tadlo (MarokkG wird gemeldet, daß dort zwi|ck)-en der Abteilung des Maiors Jbvs und dem G r n st a m m ein Gefecht stattgefunben hat. Die Marokkaner würben zurnckgeichlagen. Tie Franzosen hatten einen Toten und la Verwundete. Ein Sclttstnrovld. Frankfurt a. IM'., 5. April. Mrf offener Strass brachte sick im Nordend ein e Dame einen S chu ß in die Herzgegend 'bei. Aus hinterlassenen Briefen geht hervor, daß es sich um die Ä) jährige Tänzerin Oli M a r - zelli aus Wien lyanbclt. Der Tod trat sofort ein. Das Motiv der Tat sali Liebeskttnimer fein. Cn^t^cbl^eibrt» E 'm den, 5. April. In Abelitz, etwa 16 Kilometer von Emden, landete der Freiballon „Nordsee" ans Wilhelinsl)aven. Die Insassen, vier Seeoffiziere, mürben leicht verletzt. Der Ballon würbe geborgen. Vermryehtes. * Brennen ber Dampfe r. Aus S h e e r n e s; wird gemeldet: Ter beutfche Schooner „Antze" geriet bei ^ftigem Sturme in B r a n b. Er würbe in S Heern eß ein geschlappt. Die aus fiebert Personen bestchenbe Besatzung wurde gerettet. * 3 u r Rottung b e r b c u t f d> e n S p i tz b c r a e nexpe- bition. LluS Spitzbergen wird bem Blatte „Aqtenposten" in E h r i st iania gemeldet, daß das Expeditionsschiff „Hertha" in Green Harbour gestern nach viertägiger Fahrt burrir bas Eis angekommen ist. An Borb ist alles wohl. Man will vcr- suchen, mit ber „Herihi" in den Fjord ciirjubrin^eu. Falls dies unmöglich sein sollte, wirb eine Schttttenexpedttion vor Green Harbour abgehen. * Die 10 0 0 0 0. „Adler"-Schreibmaschine haben dieser Tage die Ml er werke Dorrn. Heinrich Kleper A.-G. in Frank furt a. M. fertiggestellt. Der Prinzregent Ludwig von Bayern wurde der B c s i h c r dieser Jubiläums maschine. In unermüdlichem Wettbcmierb hat bic beuisch.' ^Sckireibmaschinen-JNditstrie es Derftanb'cn, bic früher allein geltenben Fabrikate des Auslandes, besonders Amerikas, niehr und mehr ans bem Felde zu sMagen und bic von den Adler.verken erreichte Zahl 100 000 ist das beste Zeugnis für bic mäckiGolle Entfaltung der beutfrfyeit Industrie " E l n neunjähriger „A c 11 r ei s end er" imirbt gestern auf dem Lehrter Bahnhof in Berlin von der Kriminalpolizei angehalten. Einem Beamten ber dortigen Bcchnhosswackn fiel ein Knabe auf, der sich eine Fahrkarte nach Hamburg gelöst hatte, nun reisefertig auf dem Balmstcigc stand unb auf die Abfahrt bes Zuges wartete. Ter Beamte fragte ben Jungen scheinbar harmlos aus unb erfuhr, baß der junge Reifende ein Schüler Erich N. aus Adlershof war, der die Absicht batte, in Hamburg zur See zu gehen und eine Weltreise zu unternehmen. Ter Beamte nahm den Bengel mit nach der Wache, weil er sofort überzeugt war, daß es bei der beabsichtigten Weltreise nicht mit rechten Dingen zugehe. Diese Vermutung wurde auf eine Anfrage in Adlershof bald bestätigt. Es ergab sich, baß N. einer Frau, bic er beim Umzug beobachtete, bie Handtasche mit 300 Mk. Jnlmtz gestohlen hatte und bann seinen Eltern entlaufen war. 114 Mk. besaß er noch. Für das übrige Geld hatte er sich Kleidungs- unb Ausrüstungsstücke gekauft. Arg enttäuscht würbe ber unter- nehnienbe „Weltrcisenbe" in Gewahrsam genommen, um den Eltern wieder zugesührt zu werden. ihl Ter Nc- riken Georg beging jetzt-den '•ienir der Firma Tinning der Är- rr Surmittag in m c uni) Mmm- ou dm ,tn, Ur welcher Ammrzienrat he die Verdienste r Erinnerung an c Friedrich von r i6m zur zweiten chm unterstellten n gerechten Sim' Wleseck 'Cino Nur gute Möbel Freie Aussprache. Hof-Möbelfabrik Th.Brück Gegründet 18 58 Schaufenster, a a Besichtigung bringt Gewinn! Beachten Sie meine 10 Es sind ausgestellt in meinen Schaufenstern Nr. 7, 8 und 9: D6/* a /c MW» Programm Samstag—Dienstag. LILLY BECK I Hoile LaAÄq Premiere! MÜü SüJL SEKt H ewr rin MI »>"«» yetemlis IDer W seiner Eh I Leben eines Schmetterlings ! f 'Flottenmanöver Dnlhn Innrnol n 8 ! _. Wissenschaft!, u. Naturaufnahmen pathe-Journai a5K und das ädrige wie immer ersiklaMProgramm MMMl! [D6/4 Nord-Anlage, statt. Juxplatz Sonntag, 6. April 1913 Plocksfrasse 12 verbunden mit Konzert, Gesangs-Vorträgen, lebenden Bildern und Batt in der Turnhalle, Herr Waldemar Psylander als Darsteller der Hauptrolle in dem nordi» sehen Kunstfilm iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii iimiiiiiimiiiiiiim iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii IIIIIIIIIIIIIIHilllllll IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII JIHIHlllllllllllllll" Ecke Schloßgasse, Brandplatz und Kanzleiberg die berühmte schwedische Schauspielerin spielt die Hauptrolle in liefert allbekannt mein altrenommiertes Haus ersten Ranges, Enorme Lagervorräte, grossartige Ausstellung in Musterzimmern. K Strengste Reellität; für jedermann lesbare Preisauszeichn, Ueberlegen und prüfen Sie vor Ankauf von Möbeln und überzeugen Sie sich von meiner Preiswürdigkeit. Um völlig unverbindlichen Besuch bittet Ter Vorstand des sozialdem. Vereins I, A.: Heinrich Riegel. Drama in 2 Akten. Gespielt von erstkl. nordischen Schauspielern. Ein zweiter Schlager: HaWtaiileii-llereiiiljieSei Samstag, den 12. April, abends 8 Uhr, findet das 20 jährige Stiftungsfest Küche, pitch-pine 1 Küchenbüfett. 1 Tisch, 1 Topfbrett, 2 Stühle, ein Handtuchhalter 4-sn Mk. IIU.- Schlafzimmer. echt Eiche m.lntarsien 2 Bettstellen mit Patentmatratzen, 2 Nachttische m. Marmor, IWaschk. m.Marmor u.Toilettespieg.,lSpiegel- schrank.l40cinbr.2Stühle, QQfi 1 Handtuchständ., kpl.Mk. vüU. Montag, den 7. Avril, abends S1/.. Ubr Uebnngsabcnd in der Turnhalle an d. West- Aul. Darnach wicht. Mtttetl. B5/4 Das Kommando. Speisezimmer, dank. Eiche IBüfett, lUmbau.lDivan. 1 Kredenztisch, 1 Auszug- Tisch. 6 Stühle yi-in komplett Mk. t'IU. Schauspiel aus dem Leben einer Tänzerin in 3 Akten. Ferner der Humoresken-Schlager Die Liebe siegt Nach der berühmten Komödie von Pierre Wolf. Glänzendes Lustspiel in 2 Akten. Telephon 911. Programm v. 5. bis 7. April Harry Raubach' Drama in 2 Sitten. der Hauptrolle Harry Liedke vom Deutschen! Theater, Berlin. — Dieses grobe Menterwerk der Metzlers Proiektiousgesellschaft zeigt m glanzend. Darstellung ein Drama ans dem Kunstlerleben. Fritzel« auf Ferien Reiz. Komödie. In der Hauptrolle Klein-Fritzchen. Der XeiratsVermittler Hervorragende Humoreske. In der Hauptrolle John Bunny. I Das Wertfalcle« Hervorragende Aufnahme. a5/4 Die XerXawasserfille Herrliche Naturaufnahme. Khmara Russische Idylle des 9. Jahrhunderts. J Prachtvoll kolorierte Ausnahme. j Frau Talleü J Episode aus der franz. Revolution 1793. Kolorierter Film. 1 Außerdem ernste und amüsante | Schaunummern, sowie Einlagen. Montag, d. 7. April, abends /,9Uhr, im Saale d.Eas^Leib (Walltorstr.( Tages-Ordnung: Die neuen Militär- nnd 5tenenlorlagen Referent: Parteisekretär M. Schnabrich-Hanau. 3 3U dieser Versammlung sind alle Männer und ♦ Frauen von Gießen und Umg. freundl. emgeladen. Meine frühjahrs - Neuheiten in Kinderwagen und Sportwagen sind ein getroffen. — Ich bitte bei Bedarf um gcfäll. 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Montag, 7.April stnnsindende , (§cntmtocr|flmm(iiiii| und den Beginn der Schien'. Übungen Höst, aufmerksam. yö/( Der Vorstand. SäImoiS Sonntag, den 6. April Llnsflug mit Tanz nndi hem WiiidPs. Ansang 4 Uhr. v5/1 Ter Vorstand. Biograph-r 0 @®a®®9@®®®®»®®®6 «Ächtuagg © Wollen Sie gute und ® » billige J |ftpfelsinenj ® kaufen, so geben Sie in ® • den J s Spauisciien Garten« 2 Babnbosstrastc 48 « • und KirÄcnvlast 11 © ea Telephon 932 • ■a • v Lieferung frei ins Haus. © « Valencia-Apfelsinen ® • dünnschalig und saftig ® © 10St.25Pfg.bis Mk.1.10 © S Blut-Apfelsinen « • (Doppel-Blut! 10 Stück Z $ GO Pfg. bis Mk. 1.20. ® • Täglich frische Sendung • ® franz, und hollandtschen g |Kopf-Salat| • Für Wiederverkänier « • enorm billige Preise. * g 02577s R. 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I >;> 1K-79 , «f*e' Die Bell ZllB-Ms-in Äff; die von oct dttgi * fc deren Gei die Besserstellung d Regierung sei- wieder heiße, es U* bi« 1913 lei bic > 183000 über w» ei eine BeMm auf die Ergvmiie' allerdings ouc nicht mebr crm gieningen einen »e Ucber den hnM nicht über die w prüft werden mM. der Bedürftlgke Vom AuButz ® gestellte Gesetz glci erledigt werde Erklärungen Nach Erledigung die Beratung des ' Amtes fort. AmM im fernen £|tcn, insb> fischen Reiches, aus das- V or d'r i it l Zchchnmenbang mir d und fragte nach der über diesen BorgL hierzu kommen neuei Frankreichs vo scheu Provinze Absicht der Der ei chinesische Rep einseitigen Akt ohm man noch den Bert Tibet, so erkenne m im Gange seien, nicht überrasch weitere Enttvickelum sollte in höherem ,'P werden, auch die Lu Menschen 3dmlen. lliitcrßaatäi Aei bem Wong HE vorigen Fabre Nmd in Frage m die ganze Mongo M die innere Mona der andren Mvngoi oera Urgavertrag an lanb eine bene Mongolei, M y W- von M M und Konsul jnt tfnna von 1861 Mnjtigungi Mer ici dies nid eiMcn. Aeuerdi T'entim ange «Mnehmen. Tas *Oie, es dem hatten, den Km S5'nn deins ? Ä "..und dem schlossen ivorden Oclbbr« das deulft Mhe^^ngen. liefert geri iriigcn^Ä- dürften °sdnung i o flwnc kichnet » Mt höd^^i, ä"A Nfli-IK/'Per i SjÄ. 6i L'LjS' K-H-t V'- N "Olt 4 , oOJt A' 8U -tüt a' Mu°e b u; ''