Nr. 259 Erschein! tSglich mit Ausnahme des SonntaqS. Die „Giehencr ZamilienblStter" werden dem -Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, daS »Kreisblatt für den Kreis riehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit« fragen“ erscheinen monatlich zweimal. Drittes Blatt 165. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dienstag, 4. November 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäls - Blich- und Bteinbructecei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« strafte 7. Expedition und Verlag e=O51. Redaktion:^-sK 112. Tel.-Adr.: AuzeigerGießen» Spinale Kinderlähmung. Von Tr. A. Lanick. (kin unheimlicher Gast hat sich wieder bei uns cingc- Ikellt: die spinale Kinderlähmung Unheimlicher als Pest und Cholera ist diese Krankheit, weil wir ihren Erreger kaum erst kennen und bisher keine sicheren Mittel gesunden haben, UO zu bekämpfen. Aber Vorbeugung und Milderung der Schädigungen sind dern Arzte möglich, und das bedeutet schon viel: denn damit sind wir der Gefahr nicht mehr ganz wehrlos ausgeliefert. Ter Name der Krankheit ist tticht ganz richtig gewählt und leicht dazu angetan, falsche Vorstellungen zu erwecken. Die spinale Kinderlähmung ist nicht immer spinal, d. h. sie beschränkt sich nlicht allein auf das Rückenmark, aitch andere Zentren des Nervensystems können von ihr befallen lvcrden, sie ist ferner nicht auf Kinder beschränkt, denn Er waclftcnc können Lbensalls an ihr erkranken, und endlich i|t bei den leichten Ansällcn der Krankheit von einer Lähmung noch nicht die Rede. Tie Krankheit tritt plötzlich auf, beginnt init hohem Fieber, Gliederschmerzen, Kopfweh, Katarrh, Erbrechen, Krämpfen und ähnlichen Allgemeinerschei- nungen. Nach einigen Tagen, oft auch erst nach Wochen, treten dann Lähmungen ei». Wie bei einem Schlaganfall werden plötzlich Arme oder Beine oder auch alle Glieder und der Rumpf gelahmt. Nach kurzer Zeit bessert sich zwar dieser Zustand, aber das eine oder andere Glied oder der Rücken bleiben gelähmt, das Wachstum des betroffenen Gliedes ist gestört, die Muskeln bilden sich zurück und die Knochen werden biegsam und brüchig. Ost entwickeln sich auch Zusammenziehungen und Verliirzungen an den Muskel- gruppen der Beine, so daß Verkürzungen, Spitzfuß, Klump- suß und andere bleibende Verkrüppelungen entstehen. Bei manchen Menschen zeigen sich nur die allgemeinen An- sangserscheinungen, so daß man in diesen Fällen meist gar nicht weiß, daß es sich um die gefürchtete Krankheit handelt. Bei der leichten Uebertragbari°cit aber treten sehr bald in der Umgebung des leicht Erkrankten schwere Fälle auf, namentlich bei Kindern, die deni Gift der Erreger gegenüber weniger widerstandsfähig sind. Ein leicht Erkrankter trägt die Keime auch oft in ganz entfernte Gegenden, ohne daß er selbst oder irgend jemand anders eine Ahnung davon hat. Ter Erreger der spinalen Kinderlähmung ist erst vor turzem von dein Amerikaner Flexner und dem Japaner Noguchi in gemeinsamer Arbeit im Rockeseller-Jnstitut in New Bork gefunden worden. Es ist ein winziger Bazillus, der nur bei ganz starker Vergrößerung im Mikroskop zu Paaren, Ketten oder Häufchen zusammengeballt sichtbar wird. Er setzt sich in der grauen Substanz des Rückenmarks (ausnahmsweise auch anderer Nervenzentren! fest und zerstört sic, 'so das; die von diesen Zentren abhängigen Gliedmaßen gelähmt werden. Erst ein genaues Studium dieser Bazillen und langdauernde Versuche können uns die Mittel zu ihrer Bekämpfung liefern. Aus welchem Wege die Krankheit übertragen wird, weiß man auch noch nicht, doch scheinen der Atem des Erkrankten und die Kleidung solcher Leute, die mit erkrankten Personen in Berührung gekommen sind, vor iiHem mitzuwirkcn. Jedenfalls ist es ausfällig, daß nach ^Beobachtungen bei den Epidemien der letzten Jahre beson- Zers Kinder von Fuhrleuten, Briefträgern und anderen im Verkehr sichenden Männern, und von Handwerkern, die Klci- Zungsstücke erkrankter Personen in Arbeit hatten, der spinalen Kinderlähmung zum Opfer sielen, während in Fa- tnilien, in denen bi-' Beschäftigungsart des Vaters weniger !8erührungspunkte mit der Außenwelt ergab, verhältnis- '.näßig selten Erkrankungen vvr'amcn. Man nimmt auch an, daß selbst der Erdboden, auf dem erkrankte Personen sich ausgehalten habe», die Ansteckung hcrbcisührt, wenn andere Kinder auf ihm spielen. Wie bei allen Seuchen, so zeigt sich auch bei der spinalen ^Kinderlähmung bei verschiedenen Menschen eine sehr verschiedene Neigung zur Erkrankung. Während die einen gar nicht oder nur leicht von der Krankheit befallen werden, find andere den schwersten Schädigungen ausgesetzt. Etwa 131/2 Prozent aller schweren Erkrankungen, bei den eit cs also zu Lähmungserschcinnngcn kommt, führen zum Tode, und bei 33 Prozent der Ucbcrlebcndcn bleiben Lähmungen zurück. Zur Bekämpfung der Krankheit ist cs vor allem wichtig, den Anstcckungsherd zu kennen und alle Verbindungen mit ihm zu meiden. Ein wertvolles Hilfsmittel bietet dabei die Formalindcsinfcttivn, die den Krankheitserreger abtötei. Ein schwacher Trost für die armen Opfer der .Krankheit ist cs, das; bei rechtzeitigem Eingreuen durch den Arzt die Gebrauchssähigkeit der betroffenen (Glieder oft erhalten werden kann, wenn auch in vielen Fällen nur in vermindertem Maße. Ein schlvacher Trost, denn tveit wichtiger bleibt doch die Bekämpfung der Seuche, die jetzt, nachdem man den Erreger kennt, hoffentlich bald möglich fern wird. kos. Tiits StaOt «nd t'ateÖ» Gießen, 4. November 1913. Schadenspflicht des Vermieters wegen Nichterfüllung des Mietvertrags durch den Srsteher des Grundstücks in der Zwangsversteigerung. Das Bürgerliche Gesetzbuch har in $ 371 den Grundsatz ausgestellt •" „K auf bricht Miet c". Ter Erivcrber eines Grundstücks tritt hiernach, wenn cs sich um eine freiwillige Veräußerung handelt in die mit den Mietern bestehenden Verträge ein. Anders liegt bte Sache, wenn das Grundstück zwangsweise versteigert wird Tann hat der Erst eher des Grund,tücks nach 8 37 Satz 2 des ZmangsversteigerungSgefetze das Recht, die Mietverträge wenn aus bestimmte Zeit n er mietet ist, vorzeitig zu kündigen nämlich unter Einhaltung der gesetzlichen Frist am ben edlen utäfiigcn Termin Macht her Erste»! »=n diesem Reckt Gebrauch, so ist der u r s P r ü » g 1 i ch c V e r Mieter dem Mieter nach dem Grundsätze der §§ 325, o71 BGB. zumLcka- dcnsersatz verpflichtet, es |ei denn, datz er nawweist, daß er die Unmöglichkeit der Vertragserfüllung Nicht zu vertreten hat Dieses wird jedoch nie der ,yaH Jctii, da die Zwang-vcr steigeruna in der Regel infolge Nichtlerstung von Zahlungen er- olgt Bei Schadensersatzansprüchen der oben bezeichneten Art kann !s sich deshalb höchstens fragen, ob den Mieter crgen^s mit- wirkendes V cr schul den an ^r Entftekmng beo schaden- E und deshalb sein Ersatzamprnck ganz oder teck^e ausge schlosscn ist Ein solches Verschulden liegt, wie das Reichsgericht m einem kürzlich entschiedenen Streitfall anerkannt hat, nicht darin. daß der Mieter den Vermieter nicht cnsf die von dem Ersteher ausgesprochene Kündigung oder Mictzinserhöhung aufmerfiam gemacht hat: Tie .Beklagten haben als Eigentümer eines Grundstücks an der Luisenstraße in Bcrlin 0>eschäftsräume an die A l l gern e i n e E l c k t r i z i t ä t s g e s e l l s ch a f t vermietet. Ter Miet zins war bis 1914 aitf 4500 Mark und von da bis 1917 aus 5000 Mark jährlich festgesetzt. Das Grundstück nnirbc zwangsiveise versteigert. Ter Ersteher hat den Mietvertrag aut Grund des 5 57 des Zwangsversteigeningsgesetzes gekündigt, traf dann aber mit der Allgemeinen Elekirizitätsgesellschast ein neues Abkommen dahin, daß diese die Mieträumc behalten, der Mietpreis aber bis 1914 um jährlich 1000 Mark und für die drei folgenden Jahre jährlich nm 2000 Mark erhöht werden sollte. Die allgemeine Elekirizitätsgesellschast verlangt nun von den Beklagten als ur sprünglichen Vermietern Schadensersatz in Höhe der Mi e t z i nsdi ff crcn z. Die Beklagten wenden ein : die sslägerim treffe eigenes Verschulden, weil sie es unterlassen habe, ihnen von der geforderten MietzinSerhöhung Mitteilung zu machen: hätten Tie davon gewußt, dann würden sie vcranlaßk haben, daß der alte Mietzins bestehen blieb. Landgericht und Kammergericht zu Berlin haben die Beklagten zum Schadensersatz verurteilt. In seinen Entscheidungsgründen führt das Kammergericht aus, daß die Schadenspflicht an sich gegeben ist, da die Zwangsversteigerung auf einem von den Beklagten zu vertretenden Umftanbc beruht. Ein eigenes Verschulden der Klägerin hat bei der Entstehung des Schadens nicht mitgennrlt. Ein solches liegt nicht darin, daß sie den Beklagten von der Kündigung und der geforderten Erhöhung deS Mietzinses keine Anzeige gemacht hat. Dazu wäre sie nur verpflichtet gewesen, wenn es sich um die Abweiidnng eines ungewöhnlich hohen Schadens gehandelt hätte. Die Erhöhung der Mietsumme um 1000 bezw. 2000 Mark ist aber nicht als ein ungewöhnlich hol»er Schaden anzusehen. Es ist aber auch nicht bewiesen worden, daß der Ersteher daS Mietverhältnis zu dem alten Preise "fortgesetzt haben würde, wenn die Klägerin sich geweigert hätte, die höhere Mete zu zahlen. Daraus, daß der Ersteher bei anderen Mietcni des Grundstücks von einer Erhöhung des Mietzinses abgesehen hat, kann nicht gefolgert werden, daß er das auch' der Klägerin gegenüber getan haben würde. Es steht hiernach fest, daß der Schaden durch ein von den Beklagten zu vertretendes Verschulden ohne Mitwirkung eines Verschuldens der Klägerin entstanden ist. Das Reichsgericht hat dieses Urteil bestätigt und die Revision der Beklagten zurückgewiescn. ” Von der Landes-Universität. Ein bewährter Beamter des Sekretariats unserer Landes-Universität, der Sekretariatsgehilfe Otto Dietrich, hat infolge Aufforderung des Rektors der Frankfurter Akademie dort die sehr vorteilhafte Stelle eines Sekretariats-Assistenten übernommen. ** Oeffentliche Bücherhalle. Im Oktober wurden 2411 B ä u d e a ns g e l i e h en. Davon kommen aus: Erzählende Literatur 1301, Zeitschriften 312, Jugendschriften 244, Literaturgeschichte 29, Gedichte und Dramen 56, Länder- und Völkerkunde 48, Kulturgeschichte 21, Geschichte und Biographien 144, Kunstgeschichte 18, Naturwissenschaft und Technologie 111, Heer- und Seewesen 16, Haus- und Landwirtschaft 20, Gesundheitslehre 27, Religion und Philosophie 27, Staatswissenschait 11, Sprachwissenschaft 11, Fremdsprachliches 15 Bände. Nach auswärts kamen 57 Bände. Landkreis Gießen. Klein-LiNdcn, 2. Nov. Eine Versammlung von Z i ejj c 11 3 ü d> t c i n fand gestern abend auf der „Burg" statt. M. S ch m a l l G i e ß c n hielt einen ausführlichen Vortrag über „Bedeutung und Pflege der ;>irgc, Wert der Ziegenmilch nsw." Techniker Büller von der Landwirtickaftskammer kxckonte die Notwendigkeit der Gründling von Ortsvereincn und sprach über die Tätigkeit des Kreisziegcnzuchtvereins. Nachdem M. Schm all nur verschiedene Anfragen noch die vorzügliche Einrichttmg der Verkaussvermittelungsstelle erörtert hatte, erfolgte die Gründung eines Ortsziegenzuchtvereins. Zugleich wurde beschlossen, dein Krcisziegenzucktvcrein des Kreises Gießen beizutreten. Der Vorsitz wurde dem Schaffner Ehr. Bücking übertragen, Schriftführer- und Rechncramt erhielt Heinrich Ufer. Kreis Friedberg. $ Bad-Nau heim, 2. Nov Der neugegründete Gan „F r i e d b e r g"^ des Hess.-Nassauischen Verbandes Gabels- b e r g c r 1 d) e r Stenographen dielt beute hier seinen ersten Gautag ab. Morgens war damit ein Wettschrcibcn in den Räumen der Schulen am Ernst-Ludwig-Ring verbunden, an dem fick, zusammen 130 Teilnehmer der Vereine Friedberg, Butzbach, Vilbel, Friedricksdorf usw. beteiligten. Erstmalig wurde dabei auch um einen Wanderpreis geschrieben. Nachmittags fand im Hotel „Burk" die Vertreterversammlung unter dem Vorfitz' des Gauleiters Völker-Friedberg statt. II. a. wurde beschlossen, im Januar in Friedberg einen Kursus für Unterrichtsleiter einzurichten, Ivie solch" in Gießen schon wiederholt mit Erfolg veranstaltet worden sind. Eine öffentlidre Versammlung bildete den Beschluß der Tagung. Sekretär Völker begrüßte die zahlreickien Festgäste und übermittelte auch die telegraphischen Grüße des Bezirksleiters H a 1 c n f r u g Gießen. Reichen Beifall fand daraus ein Vortrag von Professor Kramer-Friedberg über „Der Geist in Galrelsbergers Werk". Recht günstig war das Ergebnis der abends veranstalteten Preisverteilung. In den verschiedenen Silben Abteilungen erhielten rund 100 Wettsdxreiber Preise, darunter zahlreiche Ehrenpreise, die die Stadt Bad-Nauheim, die Badc- Dnektion, der Verein und Private gestiftet hatten. Tic besten Leistungen erzielten mit ersten und Ehrenpreisen: Völker- herein Friedberg) in 280, Rudolf 'Weißenberger < Seminar Friedberg) in 220, Frl. Franke Verein Bad-Nauherm> in 180 Silben. Sehr groß, war die Beteiligung in den Teilungen 160 und 140 Sillen, worin die besten Leistungen nur das Seminar und die Aligusttnerfckule in Friedberg entfielen. Vom hiesigen Verein beteiligten fidr 33 am Wettschreiben: 28 erhielten davon Preise, darunter erste und Ehrenpreise 10 sßnaben und Mädchen, die den seit vergangenem Jahr in der hiesigen Volksschule ein- gefübNcn Unterricht in der Stenographie besucht haben. Den wertvollen Wanderpreis des Gaues errang das Friedberger Lehrerseminar mit 308 Punkten Gesamtleistung. Die übrigen Gesamtleistungen betrugen für die Vereinigung Friedberg 202, den Verein Bad-Nauheim 186, den Verein Bußbach 96, den Verein Friedrichsdorf 68, Sic Augustinerschule Friedberg 62 und den Verein Vilbel 12 Punkte. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 2. Nov. Der stets steigende Verkehr nack dem Odenwald am Oft bahn Hof, nicht zum nrindesten verursacht durch den neuen Hauvtbahnhof, der die Mehrzahl der aus der Stadt nach dem Odenwald Reisenden wegen der Entfer- rrung und aus Ersparnisrücksichten veranlaßt, vom Ostbahnbof zu fahren, hat ergeben, daß das schon über 40 Jahre alte, wenn auch vielfach verbesserte Gebäude, den heutigen Verhältnissen nicht mehr entspricht. Es liegt jetzt ein neues Projekt vor, das wahrscheinlich zur Ausführung kommen dürfte. Von der schon früher geplanten Verlegung nach Süden hat man abgelegen und will das neue Gebäude erwas nach i'dorden. saft direki in die Linie der jetzigen Erbacherstraße stellen. Es soll ein massiver langgestreckter Ban werden. Die Erbacherstraße wird unter entivreckundcr Ber bmferung vor dem Stationsgebäude in nördlicher Richtung vorbei westlich der Bahn nach Norden über die Bahnbrücke des Seilers wegS gemhrl, die um das doppelte verbreitert wird, und mündet wieder in^ ihre bisherige Linie am Kreuzpunkt des Fiedlerwegs und des Seitenvegs Dadurd) wird der Fuhrwerksverkehr schienen frei, der Fußgängerverkehr wird durch einen eisernen Steg ohne Ilmweg über die Sckneneu geführt rm. Darmstadt, 2. Nov. Neber düs Vermögen des icitge* nommenen Bürgermeistern Kohl von .Heppenheim nmrde jetzt, da anscheinend Neberschuldung vorliegt, der Konkurs durch das Amtsgericht eröffnet. Ein Gläubiger lyat den Antrag dazu gestellt. Heppenheim, 2. Nov. Die allgemeine Kanin- chcnausstelluug war mit fast 300 Nummern Kaninchen aller Raffen beschickt. Tie goldne Medaille erhielt 0>eorq tt ranb Mannheim, silberne Medaillen erhielten W. Schmi11 Gorx- heim und K. S ch tv a l b - Frankfurt, Ehrenpreise: B. Roß-Darmstadt, W. Rommel-Heppenheim, H. Vogelhöser-Wieseck, G. Rndler- Eberstadt, G. Pseif-Wieseck, W. Kegel-Heppenheim: ans deutsckte R.i esen sch ecken, erhielten Preise: L. Keil-Kleinlinden, Otto Pslug-Worms, Franz Witt-Worms und P. Woblsahn-Worms. Es erhielten ferner 1. Preise: Job. ReiS-Dornberg, P. Ritzinger-- Worms, F. Oechler-Darmstodt, F. Guthier-Heppenlteim, 1 R. Wagner-Nackenheim, L. Viehmanii Kinzenbach, W. Elgert-Aner back, PH. Schulz-Nacken heim, F. Mühlum-Bensheim und A. Wohlfahrt-Heppenheim. Ferner erhielten noch Preise: W. Neeb--Leib gestern, L. Saal-Worms, Philipp-Steinberg, K. Bäcker Miefeck, H. Mathern-Dollar, H. Raab-Tarmstadt, H. Seibert-Griesheim, L. Licher-Großen-Linden, W. Sdunelz-Großen-Linden, I. Roth- Wieseck, F. Säckel-Offenbach, Jährling-Auerbach, H. Müller-Allen- dorf a.^d. Lahn, G. Kockj-Gießeii, Hopv Dieburg, H. Euler-Butz- back>, Schuster-Bensheim, G. Storin-Weiterstadt, Pb. Henne- Mutterstadt. Hesse n-Ntisstiu. ~ X Bad Orb, 1. Nov. Der Magistrat l)at von dem der Stadtkasse vom Militärfisktts ansgezahlteii Betrage in Höhe von 2 570 000 Mark für den Verkauf städtischen Watdes 2 400 000 Mark aus geliehen. Es haben erhalten der Vereis Gelnhausen 720000 Mark, die Stadt Hamm 500 000 Marl, die Sparkasse Orb für Schuldenabtrag 401000 Mark, die ^tadt Sdilüchtern 210000 Mark und die Orb. G. ml b. H. für Ankauf von Stamm- anteilen 570 000 Mark. Da diese Kapitalsausleilniiig ohne Mitwirkung der Stadtverordneten vor sich gegangen ist, hat die S t adtv er 0 r d n et e n ver s a m nt l 11 n g in einer Eilsitzung be schlossen, sich in einer Eingabe an den Regierungspräsidenten in Kassel über das Vorgehen des Magistrats zu beschweren. — Durch die vorenttkihnte Auszahlung von 570 ÖOO Mark an die Bad Orb-Gesellschaft und dem Erwerb non Anteilen ist die Stadt Orb nunmehr Hmlptbeteiligte der Bad-Orb-Gesellschatt geworden, besitzt die Melft-heit des Stammkapitals und damit des Stimmrechts in dieser Gesellschaft, der das Bad Orb gehört Die Stadt Orb hat also den maßgebenden Einfluß auf die gesamte Verwaltung des Bades Orb envorbett. h. Usingen,2. Nov. Die Stadt beschloß zum Bau eine: Wasserleitungsstollens die Aufnahme einer Anleihe von 50 000 Mark. Vermischtes. . * G ä n s e - u n d E n t e n s ch l a ch t e 11. Der größte Teil der Gänse, die geschladstet auf den Markt kommen, sind nur durch den Genickstidi oder Halsschnitt ohne Betäubung getötet worden. Diese Schlachtweise ist für die Tiere furchtbar schmerzhaft, heim durch die Genickwunde sind sie nur gelähmt, aber nickt sogleich bewußtlos und müssen sich lange aiiälen. Die Leiden her Tiere beim Schlachten werden vermieden, wenn das Tier durch kräftige Sckstäge mit einem Holzschlägel oder bergt, zuerst betäubt und dann abgestorben wird. Noch einfadjer wäre das .üovfabschlagen mit scharfem Beil. Den Käufern sei empfohlen, nur solches Geflügel zu kaufen, das enthauptet ober aber nach Betäubung geschlachtet lvorden ist, und damit den Tierschutz zu fördern. Bei einer Untersuchung des Kopses läßt fickt leicht erkennen, ob ein Betäubungsschlag ausgeführt wurde. Zu bedenken ist auch, das sich das Fleisch solcher Tiere, die vor ihrem Tode geguält wurden gesuiidheitsschädlich verändert. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 3. November 1913. Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. Fleischpreise in Gießen Ochsen 50 Kg. Schlachtgewicht 81—95 Alk. Kälber Kg. Schlachtgm, 93-110 Vs. Schweine '/, ,_______,______77—80 „ Gelreidepreise in Mannheim 7, Kg. 92-100 Psg. 7, , 94—98 , __, 90-110 , Brotpreise in Gießen Weizen 100 Kg. 19.50-00.00 Mk. Roggen 100 Kg. 16.25—16.50 Lik. Weißbrot 2 Kg. 62 Pup, Schwarzbrot sKg. 54 Pfg. reis Wer $ ibet, übt nach unseren heutigen die denkbar beste Zahn- Mundpflege aus. c”/7 Vi Flasche tMonale ausreichend) Mk. 1.50, Vi Flasche Mk. -&>. GV o s P c e *» »> I E 5 o s 3 ■io — o o 3 «5-> 3 «r» K) 2 - 3 3 3 OTS — 2 'S oc® - 2 - X sLs o X k » 2 = g — s 3. £2 2 Q 3 O H — to =: Cn LS^ «s =k- =» 3 3 = C/- X § 3 2 -sr 3 *> IjT 2 3 T, 3 ?3 |s - ^,=?o SferjS —. r> er o 2 = t» S= ° 2 5 ZK 3 S* 3 O -. U.§U 3 “ e — ® -I 3 - o C - 3'3 2. 3 « er •* 2 => B'S z*. c* <5*2. 2 2.5” - 3 H. “ = <=> —^■5- 2, — 2". er Cf) 2. 2 3 3 — 3*2 '* C. X er 3 - ■Z 2.=* GLZ ZZx <Ä '3 0 E S'S =r>“ 3 —" c' 3=t WS Ze-5- fil 3 3 er ” 3.2 2 2.^-cr- c?2o- 63 3 3 ?33(f)^ “5Z 3 — E 3 3*e 3 3 e 3 „^2. —‘ 3 — —. o 2 W~ n er o* @o MS.2 5-S- ?sr '>-53.5 3 3 m -H. -o = "^2 2 2 Zf X ■*> Z'xf §0 5= 33- 2. . = __2-® — er «a f-2c 2 -■ 2 i ? 1 2*^2,ZLD: hW* < s® ZK O 3.X (f) o 27 v as ^^22.0 =*- 2.2 ^2 3 - - *63 ■ Zs-SL_^ _ =*3 2 2-Zc - = X ?» ‘ Z2 2 ° 3*3 ^-s3^. -* ~a- ^KoX J3 3 =» O o 2. TT x 2 —:e 3* 3 ta s er co 3 Ö. s L S» 2? 2 a X ffl s 3* s* „ O 3S er X, 3- -5 — c «r - tto o 02 «3 »X. 2.? 3 3 o er 3 7k?3- O<-. 2.3 o S tSo Cs) 2 2 -■3 X. cn o> 02 I I ti O< C ~; <3-^7* 3. ■3.-- ÖZ' 3 3 ^02 — 53 O" Ls — o WV -O er <2- •t <-! O —. er o 53 cu ~ e 11 o- = 3 5 -3 X-, 3 « O: crx:3 , ~ -a ■O 7Z 3 3 Wo' s er c <2° Z.« ö^' x.o er = D O”3 8? o WiS 3 2^f X 3: ia S-L S-L -3 77, 71 -t O- L?» " -K° 'ZZ* ö 3 L» o - <6 3 -3J- »L o & «3 g- s = 2* 3 X x Q 3 ,A> --» o O 3 2 3 = ® O" ' c o »3 31 er S0 coo' 3 o S = 'S O O: — = X X ~ — o ft w er Z? 3 — »i w *o 2f 2f Z' 2f X, —" o r>" O 3 “?O 3 -L, “ O 27. 3 27 WZ, er3« ?°« : G2o2 c c* 2 -*• S1« ^*S -<3 , X” x 2 3 O 3. ■ H* — 3 X tilO” 2 0^.3 2 s.Ks« - Z'S-5 - «’s. Cfiö'X'. -13 3 &31 5?2" o* ®12 KL ZLs- S to» 3 o’t Or® 3 3 o* « o Or X" 3 Co o 0 3 3 = i:l' “ Orp*' O” "ü 3 Le J 2.3 5 27 — o l=» 1 V 0 er A O o 3 -»3 -7> —j M X OCX s@« — X X »- 3 2.337' COTT 3 Xer-X Pno _ S* § 77 -=•■ er ri'o » L^L---L T* 2 3 X. 97^1 "' egisSs v3 ? I "joo =j ,&äs ■z-ss o»3 £ 2 «e " !3 ’o5?^e 7-; 10 g5” •*-« o-ä.^ <$u >-- 3 c 5 3 w - _ 3 : O X —- B* SsrzS S-i^f a l 2,3 5,2* CO | X '- 33 3 0 3 — 2.?< KZ2. Ao-» ? 2.0 2 >a 2 " 3 2. _ 3 g. cs 3*8» 3 3 3 -b • -e o 3 3 eseer? e 8-S8KS- ezs^ggs _ c 9 2.Z 5- x» * X 2. 2 7L- r s; L 8 g-g 8 -2 8 O »x 5 O L »S ZS Z Z- 8 L S*o? § SS 8 e rc ~j 8 82 o a> ® S 8'8 (0 B J £ Kl 8 L I 8 L x »2 Ei 2, 8* =■ s = 2.? •Po® • «r 8 § ®L a.? = (0 ®a- 3* —. 3* 3” t 88 8Sa sL= CD - S8 Xi &3~a- s?co^ §’ L8 -c-S 8- 8. w. S CO »52 3. 5t g. 88. S -. X <3. Zr?.s 15 •=*. «2, tio §3-- ZL^'L- ' WZ- Sx — » 2. re • ettgÖ ». Ä . « 5* . 5" 3; 5" a- ? Ak" g I ar |feeS£3.§5 4- 5, - r, I_,7p O SJ7 _a « __ 1 :n m I 2*5 fe 00 O on ®(0* (P®3 3 gol i a5®5.3 o DD rt " n re ®° e s es* ass P*»° ;Ä*eP <0- 2 3 3 ä ? Of O O afWi) 1 gj.ö sT*”-_ifa2a.S g S _ ~ tc °* ^ 2. = X - d 2 S — m«c * 7*