Donnerstag, 2. Januar MZ 165. Jahrgang Erstes Blatt Dte heutige Nummer umfahr 10 Seiten den ü ita- die Der wechftl im btaatssekretariat der Aurwärtigen. Ucber den Nachfolger des Herrn v. Krderlen-Waechter . ist noch nichts bestimmt. Wahrscheinlich sind der Reichskanzler und sein kaiserlicher Herr wieder einmal in Verlegenheiten. Nach einer Blättermeldung soll der Botschafter in Rom, Herr o. Jagow, für den Posten in Frage kommen. Es ist indessen, müßig, die „Kandidaten" alle zu nennen; die Entscheidung wird ohnehin unmittelbar bevorstehen. Graf Berchtold über Kiderlen-Waechter. Tas Beileidstelegramm des österreich-ungarischen Ministers des Aeußern Graf v. Berchtold an den Reichskanzler lautet: Tief erschüttert durch die Nachricht von dem plötzlichen Ableben des von mir hochverehrten Staatssekretärs v. Kiderlen bitte ich Eure Exzellenz, anläßlich dieses schweren Verlustes den Ausdruck meines tiefgefühlten Beileides entgegennehmcn zu wollen. Ich werde dem Athen, 1. Ian. - Tie griechische Artillerie beschoß in der letzten Nacht die großen Biwaks der Türken zur Linken der Straße nach Janina, sowie den Ort Bisani. Die Türken antworteten nicht, machten aber um drei Uhr morgens einen Angriff auf das Zentrum und den linken Flügel der Griechen. Ter Angriff Nr. 1 Ter Hittzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal ivocbentlid 6iefeeaer^amilienblättcr, zweimal wöcheutl.N»ti§- blatt färben Kreis fcicfjen (Dienstag und Freilaa); zweimal monntl. Landwirtschaftliche Zeitsragen Fer»,sprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnunnner bis vormittags 9 Uhr. „Agencia Stefani" meldet aus Turazzo: Der lienische Konsul erhielt von dem Platztommandanten Antwort auf die Note betreffend den Zwischensatt der „Cap- rera". Diese Antwort erklärt: der Hafenkapitän hatte die Absicht, die „Caprera" zu durchsuchen, da deren Kommandant weder den Zweck des Aufenthaltes des Dampfers im Hafen, noch die Dauer der Anwesenheit angegeben habe. Oberst P o p o w i t s ch erklärte in einer Unterredung, die der italienische Konsul darauf mit ihm hatte, Greift die Türkei wieder zu den Waffen? Tie Stimmung in Konstantinopel ist sehr veränderlich. Heute ist an die Fortsetzung des Krieges kaum noch zu glauben. Der Sultan sollte geschworen haben, Adrianopet unter keinen Umständen preiszugeben und heute wird schon wieder berichtet, daß er seine Absicht, die Truppen vor Tschataldscha zu besuchen, verschoben habe. Mit den türkischen Finanzen steht es wieder -schlecht. Der Finanzminister behob den letzten Rest seines statutarischen offenen Kredits mit 90 000 Pfund bei der Ottomanbank, und die Pforte wird, wie ein Berichterstatter aus Konstantinopel feststellt, nicht einmal in der Lage sein, ohne Inanspruchnahme eines * Kredits demnächst die Summen für die fälligen Gagen und Gehälter aufzubringcn. Damit stimmen denn auch die türkischen Gegenvorschläge auf der Londoner Konferenz überein. An Stelle der früheren, stolzen Forderungen verlas Reschid Pascha in der Sitzung am 1. Januar folgende Bedingungen: " 1. Tie Türkei tritt alle Gebiete westlich des Wilajets Adria- nopel ab 2. Albanien wird autonom. Die Bestimmung seiner Grenzen und seiner politischen Verfassung wird den Großmächten überlasten. 3. Wegen des Wilajets Adrianopel sch ägt die Türkei vor, mit Bulgarien wegen der Festsetzung der türkisch-bulgattschen Grenze allein zu verhandeln. Die Sitzung wurde darauf unterbrochen, um den Balkan- bund-Telegierten Gelegenheit zu geben, diese Vorschläge zu prüfen. Uebrigens wird, wie das Reuter-Bureau meldet, auch die Konferenz der Botschafter in London am 2. Januar ihre Beratungen wieder aufnehmen. Direkte Verhandlungen in Konstantinopel. Die „Agence Bulgare" teilte mit: Tie Meldungen über die Anwesenheit eines mysteriösen Vertreters der bulgarischen Regierung in Konstantinopel, der in direkten Verhandlungen mit der Pforte in die von den Türken so sehr gewünschte Verproviantierung Adria- nopels eingewilligt tjaben soll, beruhen auf unsinniger G r f i '* r o Sie verdienen N' bt e'nmet. d^-m- ticri zu lut '' BeznaHvrei •: monatlich 75 ^„viertel- k jährlich i)lf. 2.20; durch v Abholc- ii. Zweigstellen ' monatlich 65 Pi.: durch dieVosl Ack.2.— viertel- jährl. ausichl. Beite'ckg. Zeilenpreis: lokal 15 Pi., ’ answärls 20 Pfennig. Ehefredakleur: A Goetz. Berantworklich für den politlicheu Teil: August Goetz; für .Feuilleton", „Berunschles" und „Gerichlsfaal": 5t. 9leu» - rach; für .Stadt und ’ Land": E.tzeß; für den Anzeigenteil: H. Beck. wurde zurückgeworfen. Das Artilleriefeuer dauerte ganzen gestrigen Tag. Der Zwischenfall der Caprera. ihren Gästen habe einer iin letzten Augenblicke abgesagt, und nun suche sic noch einen Ersatzmann, damit man sich nicht zu dreizehn zu Tische setzen müsse. Unter ihren Gästen sei nämlich einer, der das nie tun würde. Dieses scltsainc Ereignis berichtete der Vizepräsident brühwarm an Victor Hugo weiter, indem er sagte: „Wissen Sie, warum das Tiner noch nicht beginnt? Unter uns ist nämlich ein Trottel, der sich fürchtet, wenn drei zehn bei Tiscl^ sitzen." Woraus Victor Hugo feierlich erwiderte: „Mein Herr, der Trottel bin ich!" * — T i c Frankfurter Museums-Gesellschaft schreibt uns untcrm 30. Dezember: Sehr geehrter Herr Redakteur! Wir verlangen unter Bezugnahme auf 8 11 des Reichspreß- Gesetzes Aufnahme folgender Berichtigung: „Unserer in Ihrer Zeitung vom 28. November d. Js. 1 abgedrucktcn Berichtigung vom 26. November der in Ihrer Zeitung vom 18. November gebrachten Mitteilung hängen Sic die Bemerkung an, daß diese Berichtigung an der Sache nichts ändere und fahren fort: „Tie Frankfurter Zeitung hatte die Referentcnkarten zurückgegeben, weil die Frankfurter Museumsgesellschast an die Benutzung der Karte unzulässige Bedingungen geknüpft batte." Tiefe neuerliche Behauptung ist ebenso falsch, wie die von uns bereits berichtigte. Unsere Gesellschaft lyat an die Benutzung der starte keine unzulässigen Bedingungen geknüpft, die .Karte vielmehr wie alliälnlich so auch in diesem Jahre zu Anfang der 5bonzertsaison, ohne Bedingungen au deren Benutzung zu knüpfen, der F-rankfurter Zeitung zugestcllt. Ebensowenig enthält der aus dein Programm des zweiten Freitagskonzerts abgedruckte offene Brief eine derattigc Bedingung. Die Frankfurter- Zeitung war also nicht in der Lage, die Karte wegen unzulässiger Bedingungen zurückzuschicken und die Zurückscndung ist nicht aus diesem Grunde erfolgt." Hochachtungsvoll Der Vorstand der Frankfurter Museums-Gesellschaft E. V. Wir geben diese Ausführungen wieder, obwohl sie den Be dingnngen des 8 ll des Preßgesetzes nicht entsprechen unb be merken dazu, daß die Museums Gesellschaft formell zwar Recht hat, daß sie aber durch ihr Verhalten und ganz besonders durch ihren offenen Bries die berechtigten Maßnahme,i der Frankfurter Zeitung unmittelbar herausgesordert hat. kf. Die St. Pauls-Kathedrale in Gefahr! In London plant man die Anlage neuer Untergrundbahnsttecken, der Hafenlapitän wolle den Verkehr zwischen dem Dampfer und dem Konsulat nicht hindern, jedenfalls habe er infolge der Erklärung des Konsuls, daß die „Caprera" zur Verfügung des itattenifchen Konsulates für funkentelegraphische Verbindung stehe, was übrigens der serbischen Regierung bekannt gewesen sei, nichts mehr zu sagen; man tonnte die Angelegenheit als erledigt betrachten. die durch die Sir Chttstophcr Wreus Mcisterbau, die St. Vauls- Kathedrale, infolge von Grundwasscrversck icbungen in ihren Fnn- damenlen bedroht wurde. Ter Dekan und das Kapitel der Kirche haben deswegen den Bau neuerdings sorgfältig untersuchen lassen, und dabei ist man auf eine andere Gefahr aufmerksam geworden, die schon seit ein paar Monaten unbeachtet das Bauwerk bedroht hat, ja die schon einen Sprung in der Nordostecke der Ehormauer hervorgerusen hat, der nickst unbedenklich ist. Tiese Gefahr liegt in ben Motoromnibussen, die in der Nähe der Si Pauls-Kathedrale verkehren. Tie außerordentlich schweren Motoromnibusse setzen bei der erheblichen Geschwindigkeit, mit der sie fahren, den Boden in ziemlich heftige Erschütterung und diesen andauernden Erschütterungen scheinen die Mauern der St. Pauls-Kath-cdrale nickst gewachsen zu sein. Wie hastig die Erschütterungen sind, geht daraus hervor, daß man es in der Bibliothek der .Kathedrale sehr deutlich sühlt, wenn ein Motoromnibus die Ostecke vom St. Pa 'N -.Kirchhof passiert. Tie beiden Orte liegen ein .juT? Stück ai -Ki>,ander. Tiese neucntdeckte Gefahr wird wahrsch.ii-lich die Ausführung der geplanten Untergrund bahn streck en verhindeen, denn die Behörden sagen sich mit Reckst, daß eine Untergrundbahn ir.it ihren schweren Wagen in der Nähe der Fundamente noch stärkere Erschütterungen Hervorrufen muß, als ein dreieinhalb Tonnen schwerer Omnibus aus Gummirädern. — C. Lumholtzens Reise nach Neuguinea. Ter durch seine langjährigen Reisen und ethnographischen Forsckmngen in Australien und Mexiko bekannte norwegische Sammler E. Lum holtz plant eine längere Reise nach Borneo und Neuguinea. Nach „Peterm. Mitt." will er in Borneo den Boeloenganfluß bereisen und dort 60—70 Tajakkeu amverben für die Neuguineaforschung, die den Digoclfluß zum Ziel bat. Diesen will er möglichst weit stromauf befahren und am Ende der Schiffbarkeit eine Hütte errichten, von wo aus Vorstöße in das Binnenland unternommen werden sollen, loeim möglich zur Feststellung der östlichen Fortsetzung des Schneegebirges. Außerdem sollen ethnographische, zoologische, botanische und geologische Sammlungen angelegt werden. Für die Ausnahme des Reisewcgs wird er einen Topographen aus Europa mitnchmen. Tie .Kosten der von der Londoner und Niederländischen Geogr. Gescllschast in Amsterdam unterstützten Expedition werden aus 72 000 Gulden veranschlagt. Sollte die Ausführung des ganzen Rciseprvgramms aus M angel an Mitteln mckst zu crmögliciwn sein, so nrilf sich Lnncholtz länger in Borneo aushalten. General-Anzeiger für Gbechessen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Such- und Steindruckerei B. Lange. Nedaltion, «rpcöition und Druckerei: Schulstratze 7. viidingen: zernsprechcr Nr. 269 Seschiistspelle Sahnhosstrahc 16a. Vie Dreizehn. Aengstliche Gemüter betrachten das neue Jähr mit einer gewissen Besorgnis, weil es die gefürchtete Dreizehn enthält. Die Dreizehn, so behauptet der Aberglaube, ist eine Unglückszahl. Ist sie das nun wirklich? Sicher ist, daß die Dreizehn in vielen Fällen eine Glückszahl war. Zum Beweise hierfür kann die Geschichte der Vereinigten Staaten dienen. Tie neugegründete Republik bestand nämlich aus dreizehn Staaten, und diese dreizehn findet sich eben des- t-egen in dem drcizehnblättrigen Olivenzweig, den der Wappen- aUer im Schnabel hält, sowie in der Flagge. Auch die Devise der Republik, E pluribus unum, enthält dreizehn Buchstaben. Ferner bestand die Flotte der Vereinigten Staaten zu Anfang auS dreizehn Schiffcii: ihr Gründer. John Paul Jones hat einen Namen, ter aus dreizehn Buchstaben besteht. Unter den bedeutenden Männern, für die die Dreizehn eine Glückszahl war, ist Richard Aagner zu neunen, dessen Geburtszahl ja schon mit der 13 endet. Lein Name besteht aus dreizehn Buchstaben; drei- zehn ist die Anzahl seiner Overn, am 13. April war der „Tann Häuser" vollcudck und am 13. März wurde er zum erstenmal gespielt. Frcilia findet sich die Dreizehn auch in dem Tod es- datum Richard Wagners iviedcr. Auch für die Schüler der berühmten franzvsisclen Kricgssckmle Saint-Ehr ist die 13 eine Glückszahl. Wer be. der Abschlußprüfung der Anstalt als Dreizehnter an die Reihe kömmt, dem soll eine glänzende Laufbahn bevorstehen. MaeMahvn, der 1825 in die Kriegsschule eintrat, ist einer dieser Dreizehnten, ferner ber General Bourbaky, t>er General von Lavelmcoupet, der sich bei der Verteidigung von Metz auszeichnete, sowie General Bailloud. Ter nmeri kanische „Klub der Dreizehn" in Philadelpha sucht das Schicksal herausznsordcrn. Er besteht aus dreizehn Mitgliedern. Wenn i'ic Dreizehn bei Tische sitzen, so sind auch sonst.allerlei gefährliche Symbole vorhanden, es stehen Immortellen auf dem Tische, und d e Wände sind mit Tolenlöpscn und Totenbeinen geziert, aber l.o'.d-cm fühlen sich die Dreizehn recht wohl, und alle sind der A s ck.t, auf diese Weise steinalt zu werden. Sonst ist bekannt Ist! die „Dreizehn bei Tische" die schlimmste Dreizehn überhaupt. SKßst Berühmtheiten haben sich ihrem Einflüsse nicht entziehen ,o 'nen, wie eine wenig bekannte Victor Hugo-Aneldote zeigt. Victol Hugo war nämlich eines Tages mit einer Reihe seiner Seiiatslollcgen zu einer Ges.B schäft geladen Man ließ die Gäste lange aus das Tiner warten, und schließlich fragte der Vize Präsident des Senats die Tarne des Hauses, ob man denn gar nicht diniere. Sie flüsterte ihm als Antwort ins Ohr, von Wenn Rumänien lorschlägt... Ein Balkankenner fdfrei'bt uns: Die rumänische Regierung hat am letzten Tage des Inh res 1912 dem bulgarischen Kabinett ihre Forderungen dekanndgeFeben. Rumänien beansprucht von Bulgarien die Abtretung eines Gebietes von 3 00 0 Quadratkilometern Umfang sowie den Schutz der Rechte der Kutzo- walachen in Mazedonien. Um den zweiten Teil dieses Vor-Ultimatums zu verstehen, muß man wissen, daß das Mutterland Rumänien für den Kampf der Walachen, d. i. der mazedonischen Rumänen, seit einiger Zeit jährlich etwa 6 0 0 0 0 0 M k. auswirst. Die Walachen, von Beruf meistens Kleinhändler und Frachtführer, sitzen in kleinen Sprengeln vorwiegend in Südmazcdonien und Südalbanien. Der Rumäne Sturdza beziffert sie auf ungefähr 600 000 Köpfe. Tie Walachen Mazedoniens haben mc Un- abhüngigkeitsansprüchc erhoben. Sie sind aber neuerdings von den Türken als besonderes Volk mit eigener Kirchen- nnb Schulerlaubnis anerkannt worden und bilden bei ihrem starken inneren Vermögen einen der wichtigen Faktoren in der politischen Bewertung Mazedon.ens. Die Forderung Rumäniens, den Schutz der Walachen übernehmen zu dürfen, wird voraussichtlich durchdringen. Anders steht es dagegen mit der Forderung einer Gebietserwerbung. Hierüber kann es tatsächlich über Nacht noch zu einem rumänisch-bulgarischen Kriege kommen. Tie rumänische Kammer hat bekanntlich die Kriegskredite von insgesamt 151 Millionen einstimmig bewilligt. Das Ministerium erklärte, ein großer Teil dieser Kredite für Heeresbedürfnisse, Material, Kasernen usw. sei vom .Kriegsministerium bereits verausgabt. Es handle sich also eigentlich um eine Jndemnitätsbew.lli- gnng. Tatsache ist, haß das rumänische Heer auf seine Kriegsstärke gebracht ist und daß diese Truppenmassen numerisch denen Bulgariens ungefähr die Wage halten. Die Entscheidung bei einem etwaigen Kriegsausbruch wird nicht im Rechenexempel der Truppenziffern liegen, sondern nach der ganzen geographischen Lage der beiden Länder an sich und zueinander in der mehr oder weniger geschickten Ausnutzung der L an d e s h e f e st i g un g e n. Das von Rumänien gewählte System der Landesbcfcstigung ist das sog. Zenttalsystem. Es wurde eine starke, mit allen .titun.} (bi-e Lanoeshauptftadt» geschaffen, unter drrc»; Schulz die Mobilisierung und Versammlung der Feldarmee sich vollzieht. Die rumänische Landesbefestigung trägt dadurch, daß sie in ihrer Gesamtheit eine Schöpfung der neueren Zeit ist, ein .einheitliches und durch die ausgiebige Verwendung von Panzerungen besonders eigenartiges Gepräge, das sie als ein mustergültiges Beispiel einer Zentralbefestigung erscheinen läßt. Bukarest, das ja ziemlich nahe der bulgarischen Grenze liegt, ist mit seiner wuchtigen Panzerrüstung eine der st ä r k st e n Festungen der Welt. In neuester Zeit wurde bei Cernawoda ein feldmäßiger Brückenkopf erbaut, der unmittelbar den einzigen fester Donauübergang des Landes schützt, ifber den die wichtige Bahnlinie nach dem .Hafenplatze von Eon- stanza führt. Der Brückenkopf soll den rumänischen Truppen einen etwaigen Rückzug aus der Dobrudscha über die Donau erleichtern oder auch einen überraschenden Vorstoß über die Donau nach der Dobrudscha und Bulgarien hinein ermöglichen helfen (die Prov.nz Dobrudscha am Schwarzen Meere ist das einzige südliche der Donau gelegene Gebiet Rumäniens). Was die Befestigungen Bulgariens gegen Rumänien anbelangt, so führt auf der ganzen Grenze von der Timokmünduug bis Silistria keine Brücke über die Donau. Erst bei dem genannten Eernawoda auf rumänischem Gebiete ist eine Ei send ahn brücke. Die Verteidigung der großen Donauschranke ist eben auf bulgarischer Seite sehr'von der Natur begünstigt; sie wird unterstützt durch eine Reihe kleinerer und größerer Befestigungen an den wichtigsten Uebergangspunkten. Diese bieten einer größeren Trnppenmenge Unterkunft und erleichtern wesentlich die Bewachung und Beobachtung der durch den Strom gebildeten Grenze. Nur die Dobrudscha-Grenze ist offen. Aber in Anbetracht der großen natürlichen Stärke der ganzen Grenze sind die Befestigungen für heutige Begriffe doch ziemlich vernachlässigt. Hinter der offenen, rein politischen Do- brudscha-Grenze liegen an günstigen Geländeabschnitten die Festungen Dobric, Razgrad und Provadia. An der großen Straße und Eisenbahn von Sofia nach Varna liegt die Lagerfestttng Schumla. Dieser gegen Rumänien besonders wichtige Platz bildet zusammen mit Rustschuk, Sil.strm und Varna das bulgarische Festungsviereck. Varna, neuerdings sehr verbessert, dient als Einschiffungsplatz und soll feindliche Landungen verhindern. Dort würden sich wohl die heftigsten und wichtigsten Kämpfe abspielen, wenn Rumänien gegen Bulgarien losschlüge. Der Beginn bulgarisch rumänischer Verhandlnngkn. Bukarest, 1. Jan Gestern traf die amtliche Mitteilung der bulgarischen Regierung ein, daß Präsident Dr. Da new die Vollmacht habe, mit dem rumänischen Gesandten in London, Mischu, über die schwebenden Fragen der beiden Länder zu verhandelu und zum Abschluß zu bringen. Damit ist die Angelegenheit in jene Phase getreten, die von Rumänien bereits nach der Einstellung der Feindseligkeiten gewünscht worden war. Aus d-r Rumänischen Kammer Bukarest, 31. Dcz. In der Kammersitzung verlas der Abgeordnete Jorga eine Bittschttft der Rumänen in Serbien, deren Za hll 5 0000beträgt und die sich über den Truck seitens der serbischen Regierung beklagen, welche sie eutnationalisicre. Jorga verlangte, daß Serbien den Rumänen den gleichen Schutz gewähre, den die Serben in Rumänien genössen und die sich der Freiheit erfreuten, eigene Schulen und Kirchen zu haben. (Beifall.) In Erwiderung der Frage Jorgas, ob die Behauptung der Presse richtig sei, daß der Minister die M o b i l i s i e r u n g Ruma u i e n s als bevorstehend bezeichnete, erklärte der Finanz- ‘ 11« • J'l l ’ i ' 4 V M ‘ i|U*. V **V4 xK f V l ’ I -• •** * . die oii-:Hindu Meinung, : ?IcI)l Ausstreuungen nicht zu beachieri. Der gricchifch-türkischc ftikfl. Dahingeschiedenen, dessen bundesfreundliche Gesinnung und hohe staatsmännische Bega aabung ich in ernster Zeit kennen und schätzen z-. lernen Gelegenheit hatte, eine treue Erinnerung bc wahren. Der König Don Sachsen richtete an den Kaiser ein Beileidstelegramm. ■ Auch die bayerische Staatsregieruntz übermittelte dem Reichskanzler ihr aufrichtiges Beileid zurr Ableben des Staatssekretärs. Das Kaiserpaar beauftragte den Reichskanzler mi seiner Vertretung bei der Beisetzung des Staatssekretärs Deutsche» Ueich. Aus dem Reichs anzeig er. Der „Reich-sanzeiger" veröffentlicht den am 1. Januar 1913 in Kraft tretenden ermäßigten P o st t a r i f für B l i n d e n s ch r i f t s e'n düngen innerhalb Deutschlands ferner eine Verordnung auf Errichtung einer Zahnärztekammer für Pr.eußen mit dem Sitze in Ber lin. Weiter veröffentlicht der „Reichsanzeiger" die Ernennung des vortragenden Rats im Auswärtigen Amt, Geh. Legationsrat Dr. M a t t h i e u , unter Beilegung des Charakters eines Wirkt. Geh. Legationsrates zum Direktor im Auswärtigen Amt. Diebayerische „Staatszeitung" veröffentlicht in der heute erschienenen ersten Nummer im nichtamtlichen Teil einen längeren Leitartikel über die Aufgabe, die sich das Blatt stellt. Es wird darauf hingewiesen, daß alle großen Bundesstaaten bereits ein Re- gierunbsorgan besitzen und die Hoffnung ausgesprochen, daß Die vielfach übereilten Beurteilungen, welche die „Staatszeitung" noch vor ihrem Erscheinen erfahren mußte, einer ruhigeren Betrachtung Platz machen werden, wenn längere Beobachtungen darüber vorliegen, ob die „Staatszeitung" ihrer Aufgabe gerecht wird, die darin besteht, die Maßnahmen und die Politik der Regierung in ruhiger und besonnener Weise zu vertreten. Das Blatt betont, daß es als Regierungsorgan über den Parteien stehen wolle und die Politik der Reichsleitung nach besten Kräften unterstützen werde. Aus Statt unt Cant, Gie tzen, 2. Januar 1913. ** Der neue Wandkalender des Gießener Anzeigers, der einem Entwurf von W. Tiemann entstammt, ist heute unseren Stadtabonnenten zugestellt worden und geht unseren übrigen Lesern in den nächsten Tagen zu. W. Tiemann ist Professor der Akademie für graphische Künste in Leipzig, wo auch Professor Franz Hein jetzt wirkt, der uns vor mehreren Jahren auch einen Kalender gezeichnet hat. Tiemann ist in Fachkreisen schon seit längerer Zeit rühmlichst bekannt durch die von ihm entworfene und nach ihm benannte Schrift, die auch den Druckkunden der Brühlschen Druckerei nicht mehr unbekannt und nun auch in dem Kalendarium verwendet ist. Der Kalender ist der modernen Strömung entsprechend gehalten. Ein gelber, reich ornamentierter Rahmen umschließt den eigentlichen Kalender. An den vier Seiten sind in vier Medaillons die vier Jahreszeiten in einer zarten blauen Tönung versinnbildlicht durch vier Frauentzestalten. Wir haben bannt Mfeder einen Kalender herausgebrackt, der.guch als trefflicher Wandschmuck angesprochen werden kann. * ** Das Adreßbuch der Stadt und des Kreises Gießen für 1913 ist erschienen. Es enthält in der gewohnten übersichtlichen Anordnung eine Fülle von wichtigen Mitteilungen und Nachrichten, so daß es wiederum für jeden Bewohner der Stadt und des Kreises Gießen, besonders aber für die Geschäftswelt, ein säst unentbehrliches Hilfs- und Nachschlagebuch darstellt. Von besonderem Interesse sind die dem Adreßbuch beigefügten statistischen Mitteilungen, die ein hübsches Bild der fortschreitenden Entwickelung der Stadt Gießen geben. ♦ ** I n den Gießener Familien blättern beginnen wir heute mit dem Abdruck des Romans Von Frühling zu Frühling, mit dem wir.unseren Lesern zweifellos eine spannende und lebensvolle Unterhaltung bieten. In gemütvoller Darstellung schildert uns der Verfasser den Kampf einer schönen Frau um ihr Lebensglück, das sie aus den Wirrnissen und Bitternissen des Daseins heraus zu einem reinen, liebevollen Frieden führen soll. Bunt bewegte Bilder führt uns der Verfasser vor Augen und er versteht es, unser Interesse für die junge Frau bis zum letzten Wort aufrecht zu erhalten. Wir sehen sie als glückliche Braut, begleiten sie auf ihren Reisen, sehen voller Besorgnis, wie sich die Schlingen eines kaltherzigen Mannes immer enger um sie schließen, wir lauschen dem Rauschen Hes Meeres und dem Sange 8>s Sturmes, und werden immer stärker gefesselt und gespannt. Wir sind überzeugt, daß wir mit diesem Roman den Geschmack unserer Leser gut getroffen haben und werden auch künftighin auf die Auswahl gu. unterhaltender Romane die größte Sorgfalt Derr M " Lebrerpersonalien. II e b c r t r i. Schulamtsaspiranten Gg. Schmitt aus Ensbeu. stelle an der evang. Schule zu Wald-Michelbaa, ledigt sind eine Schulstelle an der (Senieinbefci; Höch st a. d. N. und eine mit einer kath. Lehrerin zu b setzende Schnlllellc an der Gemeindeschule zu Viernheim. " Die Hessische La n d es - H y p ot h e t'e n b a n f gibt bekannt, daß die früheren Veröffentlichungen über ihre Dar- lehcnsbedingungen (Zinsfuß und Geldbeschaffungskosten) aus- gehoben werden; die Festsetzung der Bedingungen erfolgt jeweils van Fall zu Fall. ** Aus nah metari f. Mit Gültigkeit vom 1. Jan. wird der Ausnahinetarif für frisches, nicht zubereitetes Fleisch von Rindvieh usw. zum Verbrauch im Inlande für die Dauer seiner Gültigkeit auf frisches, nicht zubereitetes Fleisch von Kaninchen ausgedehnt. ** Die Neujahrsnacht ist hier wie in den letzten Jahren recht friedlich verlausen. Um Mitternacht gab es die üblichen öffentlichen Beglückwünschungen, die mit viel Geräusch und fleißigem Abbrennen von Feuerwerkslörpern Detbunhcn waren. Gegen 1 Uhr ton de es auf den Straßen still. Dagegen waren die Wirtschaften und besonders di Kaffeehäuser noch längere Zeit hindurch von frohbewögten Menschen belebt. Besonders erfreulich ist es, daß kein Unfall vvrkam und die Polizei keine Festnahme vorzunehmen hatte. Nur einige Anzeigen wegen verbotenen Abbrennens von Feuerwerk wurden erstattet. ** Gießener Stadttheater. Der gestiefelte 1 ater, ein Märchen mit Musik von Emil Alfred Herrmann as wir kürzlich bei seiner Uraufführung eingehend würdigten and gestern nachmittag auch hier einen herzlichen, wohlverdienter 3eiiall. Einen besonderen Reiz erhielt die Darstellung durch im ahlreichen Kinderreigen, die Frau Goll-Oldini allerliebs ingeübt hatte und die mehrfach wiederholt werden mußten. Don en einzelnen Darstellern sind vor allem die Damen de Bruyn -ls schlauer Kater und Jüngling als sein Besitzer zu nennen -ber auch alle übrigen Darsteller, die sich unter Herrn Golls legte zusammengefunden hatten, bereiteten den Besuchern ein terzliches Neujahrsvergnügen. Damenheim. Auf Einladung des unter deu- Brotefforat der Fürstin zu Solms-HohensolmS-Lich stehenden 'Kreins ,O b e r he ss isch e§ Damenheim" wird Fra>- 0berft von Barbeleben aus Kassel Samstaa, 4. Jan. inen Vortrag halten über .Erfahrungen und Aussichten der ?amenheime". Mitglieder und Freunde der Sache sind 'äzu einqefaben ** W a rnung vor der Fremdenlegion. Werber für ne französische Fremdenlegion sind bei uns wieder an der Arbeit He Werbungen^ verbergen sich hinter Annoncen von sehr harmloser Form. So erschien kürzlich in einem Frankfurter Blatte eine Annonce, wodurch „Tüchtige Elekromonteure auf Montage ür bas Ausland bei gutem Lohn gesucht" werden. Die sich Melden- )en, sämtlich Deutsche, wurden über Mainz nach Nancy verschleppt und dort wurde zu dem alten Mittel gegriffen, ihnen in der Trunkenheit die unterschriftliche Verpflichtung zum Eintritt in die Fremdenlegion abzunötigen. Dem einen der Angeworbenen gelang cs am anderen Tage, nach nüchterner Prüfung der Folgen seines unbedachten Schrittes, wieder zu entkommen. Von den klebrigen fehlt jede Spur. Die behördlicherseits sofort angestellten Ermittlungen hatten leider keinen Erfolg, da die Werber sehr vorsichtig zu Werke gingen und die Einträge in den Fremdenbüchern ast stets sichere Anhaltspunkte für ihre Feststellung nicht bieten. Es kann bei diesem Anlaß wieder nicht genug vor dem Treiben dieser Leute, die skrupellos ihren Zweck verfolgen, gewarnt und unsrer männlichen Jugend nicht dringend genug ans Herz gelegt werden, Annoncen auf Arbeit im Ausland mit Dem größten Mißtrauen zu betrachten. Diese Mahnung richtet sich auch an alle Eltern und Erzieher. In jedem Falle sollten vorher genaue Erkundigungen durch die Polizeibehörden eingeholt werden. Im Kreis Gießen ist, wie wir hören, das Gr. Polizeiamt Gießen auf Ansuchen erbötig, derartige Erkundigungen vorzunehmen. ** EiuKapitel von ber menschlichen Vergeßlichkeit -enthält ber soeben erschi n ne Jahresbericht >es Gießener Wach- unb Schließ-Instituts. Es würben in den sieben Jahren seines Bestehens 8998 offene Haustüren vorgefunben, von benen 8566 sofort geschlossen unb bei ben übrigen bas Schließen veranlaßt würbe. 7758 offene Hof- unb Gartentore, sowie 223 offene Waschküchen unb 63 offene Kellertüren wurden geschlossen. Bei 158 offenen Lagerräumen, Wertstätten, Fabriken usw., 37 offenen Läden und 336 offenen Fenstern würbe bas Schließen veranlaßt. Ferner wurde in 712 Fällen ba§ Auslöschen von brennenden Lichtern veranlaßt und drei offene Gashähne vorgefunden, 138 steckengebliebene Schlüssel konnten den Abonnenten wieder zurückgegeben werden. In 4 Fällen wurde Feuer von den Wächtern selbst gelöscht. Ferner wurden 34 offene Wasserleitungen und Rohrbrüche, 4 offene Schaukästen und 49 losgekoppelte Pferde in den Ställen vorgefunden. Daß die Wächter des Wach- und Schließ- Instituts auch eine Ergänzung der Schutzmannschaft bilden, geht daraus hervor, daß sie 23 Personen bei Sachbeschädigungen ertappten, 6 Personen aus den zu bewachenden Häusern entfernten, 6 Diebe festnahmen und 4 Einbrüche vereitelten. Im ganzen hatten die 7 Wächter 27 178 vor gefundene Unkorrektheiten zu erledigen. ** Der Januar im Volksmund Neujahrsmorgenröte macht viel Nöte. Januar warm, daß Gott erbarm. Im Januar viel Regen, wenig Schnee, tut Saaten, Wiesen und Bäumen weh. Reichlicher Schnee im Januar, machet Dung für's ganze Jahr. Januar muß vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken. Zu St. Pauli (10. Jan.) Sonnenschein, bringt ein viel Korn unb Wein. An Fabian und Sebastian soll der Saft in die Bäume gähn. Landkreis Gießen. X Heuchelheim, 1. Jan. Das Schießen in der Neujahrsnacht, eine stehende Rubrik unter der Zahl der Pollzeiverordnungen, hatte sich hier diesmal außerordentlich vermindert. Um die Mitternachtsstunde wurde die Dors- flraße von der Jugend belebt, im allgemeinen herrschte aber im Gegensatz zu den Vorjahren ein viel ruhigerer Ton. + Hausen, 1. Jan. In unserer Gemeinde und in G a r b e n t e i ch wurden um die Jahreswende zwei Familienabende des Evang. Bundes abgehalten unb zwar Samstag, 28. Dez., in Hausen unb Montag. 30. Dez., in Garbenteich. Beide waren überaus gut besucht, was be- onders dem so beliebten Redner und Volksschriftsteller di a u m a n n zu verdanken war, der, wohin er kommt, alle Herzen zu begeistern unb wie fein anberer es versteht, Stimmung zu machen und den rechten Ton in seinen bilderreichen Vorträgen zu treffen. Silvestergedanken waren es diesmal über das Hasten und Eilen in unserer Zeit und die festzuhaltenden Ruhepunkte darin. Die Abende waren durch Vorträge der Gesangvereine und der Schulkinder umrahmt. — Steinbach, 1. Jan. Am letzten Sonntag im alten Jahre vereinigten sich im Saale des Gasthauses „311m Adler" die Altersgenossen von 1862/1912, um einige Stunden zusammen zu verleben und alte Erinnerungen aus- 'ntauschen. Etwa 20 Damen und Herren hatten sich ein» iimöen. Frau Stadtrat Winn aus Gießen gedachte in .ner längeren Ansprache der verfloffenen Jahre und schloß mit dem Wunsche, daß die AlterSgenoffen im 60. Jahre sich alle wieder zusammen treffen würden. Bäckermeister Horn» Gießen machte den Vorschlag, sich alle 5 Jahre zu einer kleinen Feier in Steinbach einzufinden, was allseitige Zu- üimmung fand. = Holzheim, 31. Dez. Genußreiche Stunden bot bei am Sonntag von der „Germania" - La ng-Göns veranstaltete Lieder-Abend unter Leitung ihres Dirigenten Lames. Schon frühzeitig war der geräumige Saalbail bis auf den letzten Platz gefüllt. Der hiesige uni) ber Ober» üörgener Gesangverein nahmen regen Anteil. Das Programm wurde eröffnet durch einen Gesamtchor „Dem Vatt-r- land". Aufmerksam lauschten die Zuhörer bis zur letzten Nummer den (Shören. Als Einlagen boten einige Eouplets mld Musikslucke, tin Violin-Lolo (vorgetragen von Herrn Lames) Abwechslung unb ernteten ungeteilten Beifall. O Lick, 1. Jan. Zu einer eindrucksvollen Silvesterfeier Dcnammelte sich gestern abenb ein großer Teil unserer Gemeinde. Die Marlenstiftskirche war bis auf den Ichten Platz gefüllt, em m unserer Gemeinde nur selten eintretendes Ereignis. Nahezu 1000 Personen, also ein Drittel Der gesamten Gin» mohneritoait, füllten ben Raum. Zur Verherrlichung der Abendandacht trug der K 1 r ch e u g e s a u g v c r c i n gemischter Ehor unter Leitung ferne* Dirigenten, Lehrer W. Zimmer, bei. — Dre evangelische Kirchengemeinde hat im abgelaufenen Jahre o0 Samen zu verzeichnen. Kirchliche Beerdigungen erfolgten 38. = Daubringen, 1. Jan. Der Gesangverein ^Eintracht" beschloß, am 5., 6. und 7. Jnli sein 40jähriges Stiftungsfest abzuhalten, verbunden mit einem volks» lüinlichen Wertungssingen. . . = ® au b ri n gen, 1. Jan, Im Saale des Gastwirts Lepper merte der Bur,chenklub „Fidelio" leinen Jahresabschluß Der herein zeigt eme sehr günftige Entwicklung, weshalb beschlossen wurde, das ^parkasienguthaben von 100 Mk. auf 150 Mk zu erhöhen. Ter Vorstand wurde fast einstimmiq wiedergewöhlt mit Ausnahme des ersten Vorsitzenden, der eine Wiederwahl ablehnte und an dessen Stelle Karl Geißler trat. Es wurde eine Versteigerung veranstaltet, bereit Erlös nebst einer Zulage aus der Vereinskasse dem hiesigen „Kleinkinderfrcund" überwiesen wurde. Ehrenpräsident Michel forderte die Mitglieder auf, alle Zwistigkeiten, die in unferm Dorfe leider soviel bestehen, veraefsen ;u lassen unb die Einigkeit zu pflegen. Kreis Büdingen. b. Büdingen, 1. Jan. Nachdem der Gemeinderat eine finanzielle Beteiligung an dem Bahnban von Hanau 'ach hier abgelehnt hat, erklärte sich gestern die Frankfurter Bahnbau-Geiellschaft bereit, die Bahn in Büche s ein- münden zu lassen, anstatt in den Büdinger Bahnhof. Kreis Friedberg. 8 Bad-Nauheim, 1. Jan. Länger als sonst hat sich in diesem Winter ber Badebetrieb hinausgezogen. Das Tenniscafo blieb erstmalig bis in den Dezember hinein geöffnet, unb gestern ist erst bas letzte ber Badehäuser geschlossen worden, -bie Bäder werden jetzt auf lur^e Zeit mir im städtischen. Kvnitzky- stift verabreicht. m. Nieder-M örlen, 1. Jan. Honte wurde ein Veteran Don 1870/71 zu Grabe getragen, ber Mitbegründer unb lang» jährige Präsident des hiesigen Kriegervereins, Herr Martin Hofmann. In dem Leichenzuge, an dem sich fast die ganze Gemeinde beteiligte, befanden sich die meisten Vorsitzenden des Kriever- vereinsbezirks Bad-Nauheim-Butzbach. Der Schriftführer des „Hassia"-Verbandes, Geh. Med.-Rat Vvgt-Butzchach legte mit ehrenden Worten für ben Dahingeschiedenen im Namen des Bezirkspereins einen .Kranz nieder, ebenso ber Kriegerverein Nicder- Mörlen. Die Gewehrkompagnie gab für ben Verstorbenen, der ein Alter von 72 Jahren erreicht hat, die üblichen Ehrensalven ab m. Steinfurth, 2. Jan. Zu Ausschreitungen kam es in der Neujahrstagsnacht in unserem sonst so fried- "E7?...'^orfe. Mehre junge Burschen, die sich seit geraumer Zeit au fällig sind, benutzten die Neujahmacht, um sich erst ordentlich burdBuprügeln und schließlich zum Messer zu greifen. Zwei derselben sind schwer verletzt worden unb mußten noch in der Naast noch ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. h. Ostheim, 1. Jan. Tas Kaspar Wörnersche Ehepaar beging heute das goldene Ehejubiläum. h. B ü besheim, 1. Jan. Heute wurde das große G r n p - lenwaiserwerk, bas Büdesheim und sieben anberc Ort- diaften mit Wasser versorgen, soll, bem Betriebe übergeben. Das V^rk wird von Quellen in der Ober-Roßbacher Gemarkung gespeist. Starkenburg unb Nbeinheffen. rm. Darmstadt, 1. Jan. Ans ber Haft entlassen tourbe am Dienstag abend gegen Stellung einer größeren Kaution ber am Montag abend wegen Vergehens gegen das Genossenschaftsgesetz, Bilanzverschleierungen usw. zum Nachteil der Mitglieder und Gläubiger des Nieder-Modauer Spar und Dar- lehnsvereins angeflagte langjährige Revisor unb Direktor, Kommerzienrat Karl Ihrig. Ihrig war erster Direktor der Heff Landwirtsckmftlichen Genossenschaftsbank unb ihm lag seit Jahren bte Kontrolle ber einzelnen der Bank unterstellten Institute ob. Er wirb beschulbigt, gemeinsam mit ben schon Verhafteten Ad, . loca und x$)aaf die unlautere» »üwinnn > Bilanzverschleierungen, die ihm schon seit Jahren bekannt j< mußten, unterstützt zu haben. Das durch den Untersuchun richter gesammelte Material war auch gegen Ihrig schwer belastend, doch hatte bas Landgericht nur J)ie Festnahme der Angeklagten bestätigt und Ihrig frei gela|)en, auf die Beschwerde des Staatsanwaltes wurde durch das Oberlandesgericht die Festnahme verfügt, die Anklage gegen I. war allerdings schon erhoben. — Von dem Verband der hessisch, landwirtschaftlichen G e n'o ssen schäften w rd uns zu der Angelegenheit „auf Grund des aktenmäßigen Tatbestandes" geschrieben: „Die Beschlußkammer des Landgerichts hat den Antrag ber Staatsanwaltschaft auf Erlassung bes Haftbefehls gegen Herrn Ihrig abgelehnt. Der daraufhin von der Staatsanwaltsckiaft eingelegten Beschwerdo hat der Strafsenat des Oberlandesgerichts Folge gegeben und die Verhängung ber Untnffuchungshaft ungeordnet. Daraufhin erfolgte am 30. abends die Verhaftung. Die Untersuchungshaft wurde jedoch am 31. gegen Stellung einer Kaution wieder aufgehoben. Wie es mit der gegen Herrn Ihrig erhobenen Anklage sich berhält, wird, falls es überhaupt zur Eröffnung des Haupt- verfahrens gegen denselben kommt, worüber die Entscheidung nochst aussteht, die spätere Hauptverhanblung ergeben, welcher Herr Ihrig mit größter Zuversicht entgegensieht. Als unverantwortlich muß es daher bezeichnet werden, wie ohne jede Kenntnis des Ergebnisses der geführten Voruntersuchung gesagt werden kann, Herr Ihrig sei einer der Haupturbeber des Zusammenbruchs des Nieder-Modauer Spar- unb Kreditvereins, was als eine völlig aus der Lust gegriffene Behauptung zu bezeichnen ist, wie auch die weitere, bast er sich bei ben angeblichen Manipulationen große persönliche finanzielle Vorteile verschafft habe. In Wahrheit ist das direkte Gegenteil ber Fall und entbehren dahtt Veröstentlichungen in anderem Sinne jeder tatsächlichen Grundlage. Ausdrücklich sei noch bemerft, daß durch die Angelegenheit des Herrn Ihrig, als lediglich dessen Person angehend, weder die Genossenschaftsbank noch die mit ihr in Verbindung stehenden &e» troffen)djaften in irgend einer Weise berührt werden." Hessen-Nassau. # Nod heim a. d. Bieber, 1. Jan. Der Wechtel- schmindel, den der Getreidehändler Leopold Bornaässer in Gießen im Biebertal getrieben hat, macht sich jetzt wirtschaftlich sehr bemerkbar. Es ergehen viele Ladungen zu Terminen, in denen die bedauernstoerten Opfer Borngäffers zur Zahlung der großen Beträge verurteilt werden muffen. Bei den darauf folgenden ZwangsvollllreckunZen wird in den meisten Fällen nicht viel herauSkoinmen. Zimmermann K'guSkopf hier hat wegen der an Bomgäffer gegebenen Wechsel seinen Konkurs anmelden muffetp ebenso Müller Leib bei Bieber. Auch der Konkurs eines Müllers an der Dill soll auf den Zusammenbruch Borngäfftrs zurückzufuhren sein. Eine gewisse Genugtuung hat es bei oer Bevölkerung hervor- gerusen, daß Borngässer sich hinter Schloß und Riegel befindet. X. Wachenbuchen, 1. Jan. Vor Beginn deS Silvestergottesdienstes begab sich gestern abend der Haupt- lehrer Kahl in die Kirche, nm ein dort liegendes Buch zu holen. In der Dunkelheit stürzte er in die Oeffnung des Heizitngsschachtes und brach das Genick. Als man, über ein langes Ausbleiben beunruhigt, nach ihm Umschau hielt, raub man ihn als Leiche vor. Der Gottesdienst fiel aus. w Hanau, 1. Jan. Tie Zahl der Typhuskranken bei dem 1 Bataillon des Eisenbahnregiments hat sich seit geilem nicht verändert. Es sind noch 193 Kranke zu verzeichnen. Sind) die Zahl der Schwerkranken hat sich nicht ungünstig verändert; ihre Zahl ist von 12 auf 8 zuruck- gegangen. Universitäts-Nachrichten. h Marburg, 1. Ian. Der ordentliche Professor der Reckte. Tr. Hey mann, hat den on ihn ergangenen Ruf al* Nachfolger des Prof. Rietschel in Tübingen avgelehnt. Lustschisfahrt. Mülhausen (Elsaß'), 1. Ian.' Gestern nachmittag 4 Uhr 16 Min. stieg der Flieger Faller auf Aviatic-Doppeldecker mit vier Passagieren vom Habs heim er Flugplatz auf und landete nach einem Fluge von 1 Stunde 18 Minuten um 5 Uhr 34 Min. wegen der stark vorgeschrittenen Dunkelheit. Faller hat damit den von Abramowitsch iü Petersburg ausgestellten Weltrekord geschlagen. Sein Benzin- und Oelvorrat hätte aus drei Stunden Flugdauer ausgereicht. ' vermischtes. * Tragischer Tod eines Knaben. Eine traurige Aufklärung hat das Verschwinden eines Schülers aus Spandau gefunden. Seit dem 15. Dezember wurde der zwölfjährige Felix Seifert, der einzige Sohn des in der Schürstraße 4 wohnenden Drehers Seifert, vermißt. Trotz unermüdlicher umfangreicher Nachforschungen -ber Span- dauer Polizei und der tiefbetrübten Eltern war eine Spur des Knaben nicht zu ermitteln. Gestern aber fanden spielende Kinder in einem ausgemauerten Hohlraum der Straßenbefestigung, in der Nähe der Kaserne des Garde- Grcnadier-Regiments Nr. 5, die Leiche des Kindes. Der bedauernswerte Junge hatte die elterliche Wohnung wohl aus Furcht vor Strafe wegen eines geringfügigen Vergehens verlassen. Er war dann in Spandau und Umgebung planlos umhergeirrt und schließlich, durch Entbehrungen vollständig ermattet, nach der Festung gegangen, um dort zu übernachten. Dort war er erfroren oder an Erschöpfung gestorben. ___________________________________ Kleine Tageschronik. In d'er Silvesternacht vergiftete der in der Leipziger Straße in Halle wohnende Goldschmied Zanke seine Frau, seine beiden im Alter von drei und IV2 Jahren stehenden Kinder und sich selbst. Einem Freunde teilte er brieslich sein Vorhaben mit. Die Ursache sind mißliche Vermögensverhältnisse. In Stuttgart und auf der schwäbischen Alp ist am Silvesterabend um 6»/« Uhr ein leiästec Erdstoß verspürt worden. In der Nechbergreuten in Baherisch-Schwaben sprang eine trübsinnig gewordene Bäuerin in selbstmörderischer Absicht mit ihren drei Kindern in den Göttelbach. Die Kinder ertranken, die Frau wurde gerettet. Der bei dem Eisenbalfnunglüuck bei Brückberg schwerverletzte Schuhmachenneister Selsaier ist gestorben. Das Unglück hat somit 4 Opfer gefordert. Die Telefunkenstation in Lima nahm den regelmäßigen Funkspruchverkehr mit New Bork auf. Giugesaudt. (Für Form und Inhalt aller unter öteicr Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Puvlikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen. Folgender Mißstand sei im allgemeinen Int'ress' zur Sprache gebracht. Die hiesige Bezirkssparkalse hat bis 41/2 Uhr nachmittags offen zu sein. Am Dienstag wurde aber ohne vorl)erige Ansage plötzlich um 4,10 Uhr erklärt, es würde nichts mehr abgcnommen. Obgleich ein Herr die Zeit seststellte, beharrte der Schalterbeamtc auf seiner Weigerung. Nur einige Auswärtige ließ er schließlich noch zu. Eme drchtgedräugte Schar Leute, die meist schon lauge, Zeit und in entsetzlrcher Lust auf Abfertigung gewartet hatte, setzte dies bis 4^2 Uhr fort, immer noch in der Hoffnung, anzukommen und ging dann laut murrend und schimpfend unverrichteter Dinge weg. Ein derartiges Verfahren auf einer Sparkasse ist eine direkte Schädigung der Darleiher, welche ihre Zeit und Zinsen verlieren, auch eine Schädigung der Sparkasse selbst, mittelbar und unmittelbar. Mancher Betrag wird mm unnötig ausgegeben. Viele suhlen sich durch ein derartiges Verfahren abgeschreckt und kommen nicht wieder. Geklagt wird überhaupt über die Langsamkeit oes Ge schäftsbetriebs. Es fragt sich, ob dieser nicht zu beschleunigen ist und bei zu erwartendem starkem Andrang Hilfskräfte heran gezogen werden können. Keinesfalls darf die Kasse früher, wie angeschlagen, geschlossen werden. Der Billigkeit entspricht es, daß alle Leute, die bis 41/2 Uhr nachmittags die Eingangstur durchschreiten, auch bedient werden. Schließlich sei nach auf bessere Lüftung derartige Räume und strenge Durckpuhruug des Rauchverbots hingewiesen. Der Raucher hat kein Recht, an dere Leute zu schädigen. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Freitag, den 8. Ian. 1913: Meilt trüb, stellenweise Niederschläge, etwas milder, auffrischende Lüdwestwinde. Letzte Nachrichten. Kein Streik im Saarrevier. Saarbrücken, 2. Jan. Auf allen fiskalischen Kohlengruben sind die Belegschaften heute früh vollzählig eingefahren. Damit ist die G.,ahv eines Streikausbruchs vollständig beseitigt. Eine Fischer-Aussperrung Brest, 2. Jan. Unter den Fis ehern d er Bret a g n e herrscht große Erregung, da dre Sardinen- und Kon servenfabriken die Forderungen des Syndikats der Fischer ablehnten und den Betrieb emstellten. 'CtX&Krh ist selbst ein schönes Gesicht und eine zarte Hand, wenn die Haut gesprungen Darum beugen Sie vor und verwenden nur Naumann s „Faustring" Kanolinseise. Stück 20 Psg. 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Einsds.v.M 1.15 Franko- Versand direkt v-Fabrik Hans Pechen Frankfurt a.AL 28 Bekanntmachung Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Watzenborn-Steinberg für 1913 Rj. liegt vom 3. bis einschl. 10. Januar 1913 auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei offen. Die Beteiligten können den Voranschlag innerhalb dieser Frist einseheu und bei dem Bürgermeister | schriftlich oder zu Protokoll Einwendungen gegen den \ Inhalt Vorbringen. Bemerkt wird, daß die Erhebung einer Umlage beschlossen wurde, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Watzenborn - Steinberg, den 2. Januar 1913. Großh. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg. Hirz. [79 I. Schulhof Televbou 119. — Prammer Versand nach answans. 145 das unstreitig beliebteste Veüchenseifenpulver enthält reizende und nüh- liche Geschenke wie Messer, Scheren, Gabeln, Löffel, Portemonnaies usw. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei demHinscheiden unserer guten Schwester, Schwägerin, Tante und Patin Fräulein Sophie Walther sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer rrlinkel am Grabe sagen wir unseren ituiiguen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: zuführen, widrigenfalls für das Recht der Ver- steigerungserlvs an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Gießen, den 16. Dezember 1912. Großh. Amtsgericht. V. H. C. j Zwei?-Verein Giessen Freitag, den 3. Ian. 1913 int ^Kaiserhof". Sonntag, den 5. Januar X. ikrnnsnuiiiörr'jnfl:' Gieren dutterweg-Sckiffen- bei-g-Vinbener Mark-Gienen. 4 Stunden. Abmarsch 10 Uhr XTom Lrtherberg. Führer E. Wenzel u.(5. Andreas. [vVt Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange und bei der Beerdigung meiner unvergeßlichen Gattin Emma Seim geb. Deubel sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumen- spenden sagen hierdurch innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N.: Joh. Leim. Flur 1 Nr. 569 — 69 qm Hofraum mit Stall auf dem Kreuz (zu Kreuzplatz Nr. 12) Flur 1 Nr. 571 — 124 qm Hofraum mit Oekouomiegebäude daselbst (zu Kreuzplatz Nr. 12) Flur 1 Nr. o827t0 — 36 qm Hofreite daselbst (zu Kreuzplatz Nr. 12) Flur 1 Nr. 5827/10 — 51 qm Hofreite daselbst (zu Kreuzplatz Nr. 12) ] Flur 1 Nr. 583 — 9 qm Stall daselbst (zu Kreuzplatz Nr. 12) Flur 1 Nr. 584 — 4 qm Stall daselbst (zu Kreuzplatz Nr. 12) II. Baud 16 Blatt 759: Flur 1 Nr. 585V10 — 71 qm Hofraum auf dem Kreuz Flur 1 Nr 5857/i0 — 30 qm Hofraum daselbst III. Band 16 Blatt 744: Flur Nr. 587 = 33 qm Einfahrt auf dem Kreuz Samstag, den 4. Januar lyiz, abends 8 Uhr, im Saale des Gesellschattsvereins Ottom ar - Enking - Abend Vorlesungen des Dichters aus eigenen Werken. Eintrittskarten ä Mk. 2 — u. 1.50 (numeriert), ä Mk. 1.—(nicht numeriert), Studenten- und Schülerkarten a 60 Pfg. in der Ferber’schen Universitäts - Buchhandlung Mtaler Hieb Direkt: Hermann Steingoetter Freitag, den 3. Jan. 1913 abends 8 Ubr: 11. 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Hoflieferant C2/, Femspr. 389 GieSSCU Seitersweg 91 Die Ausführung und Lieferung der für die bestehenden Gebäude des DirektionS- bczirks Frankfurt
erforderlich werdend. Fensterläden wird nur die Dauer von drei Jahren vergeben. Angebote mit Zeichnungen liegen im Zimmer Nr. 106 d. Geschäftsgebäudes lHoben- zollernvlad 35) zur Einsicht aus und können, so lange der Vorrat reicht, zum Preise von 1.— Mk. inur Postanweisung) von unserer Ans- kunitsstclle (Zimmer 103) bezogen werden. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 15. Januar 1913, vormittags W/o Uhr, in unserem Geschäftsgebäude [Zimmer 106) abzugeben. Eröffnung der Angebote am gleichen Tage, vormittags 11 Uhr, Zimmer 107. (Id“/is Zuschlagsfrist 14 Tage. König!. Eisenbahn-Direktion Frankfurt lMain). (TRAUER H DTE I Gesundheit-Versandhaus für Zuckerkranke Prospekt frei (58 Berlin- Nieder- Schönhausen. Zwangsversteigerung. Die nachstehend bezeichneten Grundstücke, die zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks auf den Namen des August Hilgarvt und beste» Ehefrau zu je V2 (Bl. 758) je zu */4 (Bl. 759) je zu Vß (Bl. 744) im Grundbuch eingetragen waren, sollen hinsichtlich der den Hilgardt Eheleuten zu- stehenden Anteile Samstag, den 22. Febr. 1913, vorm. 9 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht auf dem Ortsgerichtszimmer in Gießen versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Der Versteigerungsvermerk ist am 10. Oktober und am 27. November 1912 in das Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Verstcigerungsvermerks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteige-- rungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigcrungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlages die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbei- y&F' Vortrag Fran Oberst von Bardeleben aus Kassel über amenheime, Erfahrungen und Aussichten" Daran anschließend: Eintritt frei, ordentliche Mitglieder -Versammlung. Tagesordnung: Jahresbericht: Bestimmung eines Beirats. Die Mitglieder, sowie alle Freunde der Sache werden hierzu freundlichst eingeladen._________Der Vorstand. Auftreten eigens engag. Humoristen, 6 ncvalistcn und Instrumentalisten uiw. unter Mitwirkung der .Novelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm" unter Leitung des Obermusikmeisters Herrn Löber. Eintrittspreis 60 Pfg. pro Person. Karten z. ermäßigten Preis von 50 Pfg. sind in unseren bekannten Vorverkanfs- stellen der Herren Schaarmann, Lindenvlatz, Todt, Blockstraße, Sonntag, Seltersweg, Friesleben, Bahnhofstraße, Zutt, Liidwigstraße, Salomon, Schnlstratze, zu haben. Programm,Likdcrtcrtc u.Mhcn aa der Abcadkage. v3/1 Der Vorstand. Gesellschaftsverein. Oltomar-Enking-Ahend am 4. Januar, 8 Uhr. Unseren Mitgliedern stehen beim Hausverwalter- Todt Karten zum ermäßigten Preise von Mk. 1.50 zur Verfügung. ÄII-FiÄ aus Eis in I». feinster lcbendsrijchcr Ware soeben eingetr. u. billigst bei Aug. Wallenfels Marktplatz 17 Telephon 262 Prompter Versand auch nach auswärts. (84 Heater- und Ball- Tücher, Hauben, Schals, Handsch., Fächer, Taschen, Strümpfe, Bänder, Spitzen, Seidenstoffe (a7/1* Salomon&Cie. Me Gießener Karneval-GeseMalt 1911. Sonntag, den 5. Januar 1913, nachmittags 4” Ubr in Steins Saalbau: Grosseshnmoristisches Brenn-Holz per Zentner Mk. 1.15 ans Haus. I. Happel, Holz-und Kohlenhandlung. 1 Fluss-u. Seefische steht Kavalier bestes Lederputzmittel der Welt Turmhoch über allen Anderen