257 Erster Blatt 165. Jahrgang Samstag, (. Novembc' 1915 üMKer d Ä XJLTjT d nianaUidi75 UL, viertel* iHtAffAifAf 1| ItlAtAAV 1111Kk 11 I /I 11 s Schluffe als er fein bestes, seine Lebensmilde, gegen den Kaplan verteidigt, zum Cherub inemchlicher Güte machtvoll empor. Dem süßen, ganz aus den Mann gestinmiten Annchen nut feiner naiven, brennenden Sinnlichkeit gab Frl. Irma Ltndeck, das stürmisch Hingehende, von zarten Gefühlen völlig Aufgelöste, das sie so lieb und teuer macht. In jedem Zug eine vorzügliche Leistung. Herr Grosser erwies als Amandus wieder sein bedeutendes, vielseitiges Können, indem er das animalische Triebleben, das diesen Halbidioten beherrscht mit verblüffender Echtheit wiedergab. Die Zuckungen des Fallsüchtigen waren von schauerlicher Natürlichkeit. Eine sehr seine, bis ins letzte ergründete Charakterstudie schuf Herr Dworkowski als Kaplan. Dir: fanatische, von einer unbewußten Liebe zu Annchen eingegebene Strenge behielt etwas menschlich rührendes, herzliches, und durch die weise Dämpfung des Organs erzielte er eine vielleicht kaum geahnte, tiefeindringliche Wirkung. Sehr gut war auch Herr St ein Hofer als Hans. Tas lebhafte, bewegliche Wesen des ganz von einem starken Gefühl beherrschten Jünglings, gelang ihm vortrefflich und die durch seine stürmische Liebe noch verstärkte Nervosität des modernen Stimmungsmenschen war ebenfalls von überzeugender Gewalt, nur einige sprachliche Unarten fielen unangenehm auf. N. Der Musiksalon öes Grohherzogs von Hessen. Darmstadt, 29. Okt. Im neuen Palais zu Darmstadt geht soeben ein bedeutsames Werk moderner Kunst seiner Vollendung entgegen, das seine Entstehung der Initiative des Großherzogs von Hessen verdankt: ein in der Kunst wie in der Technik ganz neue Wege zeigender Musiksalon. Ein Teil des hochkünstlerischen Raumes wird soeben von einer Berliner Firma in Glasmosaik ausgeführt, die durchbrochene Apsis, hinter der die Orgel aufgestellt wird. Ter Raum als Ganzes ist ganz Kunst, ganz Musik. Und roemt je von gemalten oder geformten Tönen gesprochen werden kann, muß es in diesem Raum der Fall sein, in dem alles Musik, alles klingende Harmonie ist, wo die reizenden intimen Details trotz des Reichtums iu Form und Farbe sich zu einer seltenen märchenhaften Stimmung einen. Der Saal ist rechteckig gestaltet und nimmt .in seiner Stirnwand eine von einer Kuppel^ gekrönte Apsis auf. Es wurden drei neben dem sogen, weißen Saal im Parterre des neuen Palais liegende Zimmer, die bisher nicht zu den sogen. „Herrschaftszimmern" zählten, hierzu zu einem Raum vereinigt, wodurch ein in feinen Maßen ebenmäßiger Saal gewonnen wurde, der schon von selbst eine gute Akustik gewährleistet. Der Saal erhielt so die Ausdehnung von 12* zu 8> -. Meter; seine Bestimmung soll in erster Linie sein, nicht in ihm selbst zu musizieren, sondern M u s i k zu hören. Dem entspricht die ganze Technik, in der das Ideal eines Konzertsaals im Kleinen geschaffen wurde. Ein 3Vs Meter hohes Paneel aus Amarantholz, einer westindischen Holzart von roier ins Violette spielender Farbe, umzieht den Raum. Die Wände sind durch reii* aber unaufdringlich ornamentierte Pfecker in gleichmäßige Flächen aufgeteilt. Die einzelnen Felder, also die eigentlichen Wände, sind matt vergoldet, und es wird durch dieses Gold zu dem saftigen Rdtiviolett des Paneels und den zwischen den Feldern angebrachten Sofabänken von ähnlich violettem Ton im Tuch eine wunderbare, bei allem Reichtum ruhig abgcstimmte Farbenharmonie erzielt. In der den Fenstern gegenüberliegenden Stirnwand ist eine Apsis eingebaut, die das Schmuckkästchen des ganzen Saales bildet. Die Rundung ist in kleine, hellfarbene halbhohle Nischen aufgeteilt, die jeweils durch eine Art Pfeiler abgegrenzt werden. Darüber wölbt sich eine Kuppel, bereit Glasmosaik auf blauen Grundtvn gestimmt ist und in diesem Blau reiche feine Malereien, stilisierte Vogelornamente in äußerst zarter Linienführung aufwcist. Die Apsis findet nach dem Saale zu ihren Abschluß in einer pfeiler- ähnlichen Wand, die auf weißem Grunde durch reichvergoldete Schnitzereien geziert wird. Das gleiche Motiv der stilisierten Vogelornamente findet sich auch in den Rundfenstern wieder, die durch ganz zarte durchsichtige Seide verhüllt sind und das Tageslicht nur gedämpft durchlassen. Die Vorhänge sind weiß und zeigen die Ornamente in ganz zart lila oder blau getönter Stickerei. Die Apsis nimmt einen reichgeschnitzten und vergoldeten Orgelspielapparat auf. Das Orgelwerk selbst ist in einem Raum hinter der Apsis untergebracht, also vom Saale nicht sichtbar. Das bedingt natürlich eine besondere zweckmäßige Technik des Saales, damit die Töne in voller Klangschönheit sich dem Ohre mitteilen. Die Goldornamentik der Apsis ist aitterglcich durchbrochen und läßt die Orgeltöne aus dem engen Außenraum in den Saal fluten. Außerdem ist an die Orgel ein Echowerk angeschlossen, von dem aus Röhrenleitungen zur Decke führen. Diese Röhren, besttmmt, die Töne zu leiten, münden in die zahlreichen Kassetten der Decke, die, für den Beschauer fast unsichtbar, durck>- bcochen sind und die Töne der Orgel ungehindert aussttömen lassen Dadurch ward erreicht, daß sich die Orgelttänge in zarten gedämpften Tönen gleichzeitig über den ganzen Saal verteilen, was nach einer in Berlin veranstalteten Probe von märchenhafter Wirkung sein soll. Die Decke des Saales, Die eine strenge kassettenarttgs Austeilung erhält, wird in Alabasterstuck hergestellt. Tie inneren Felder sind reich ornamentiert und vergoldet. Sie nehmen auch die ganz diskrete, durch zahllose kleine elektrische Birnen gcbil- tete Deckenbeleuchtung auf, die von einer Art Filigranwerk verhüllt und deren Quelle dadurch dem Auge entzogen wird. Die eigentliche Beleuchtung wird durch Reslektoren gebildet, fackelarttge Beleuchrungskörper, die an den Pfeilern rings im Saale angebracht sind und fcroi* mitten in Marmor gemeißelten Ornamenten, in denen wiederum die stilisierten Vögel, je zwei eine Kartusche abschließend, wiederkehren. Die Beleuchlungstörper werfen ihr Licht zunächst an den gelblich getönten Marmor und bann ge- mllbert an die Saalbecke, die den Schein zurückwirst. Der Saal toiH mit dcti Mitteln der Stadt in eigener Person 3c leihungen Berliner Grundstücke bis 80 v. &. des Grün, stückwcrtes vornehmen, die so erworbenen Hypotheken so bald wie möglich durch Veräußerung unter Ueoernahme dc Bürgschaft wieder verwerten und dadurch neues Betriebs kapital gewinnen. Auslcrnv. • Frankreich und die Eröffnung des Panama k a n a l s. Um den durch die Eröffnung des Panamakanals zu gc wärtiaeuden Handelsverkehr zum Teil nach den franzöli fchen Besitzungen im Stillen Ozean zu lenken, hat der fran zösische Kolonialminister seinem im Parlament abgegeben nen Versprechen gemäß beschlossen, den Bau mehrerer Leuchttürme zwischen Panama und der Insel Tahiti ausz i schreiben. Tie Kolonie von Tahiti hat ihrerseits 900000 Franks bewilligt, wovon 700 000 Franks für Lcuckttürme und 200 000 Franks für die ErrichNtng einer sunkentele- graphischen Station in Paveete verwendet werden sollen. Man hofft, daß die nach Australien und Neuseeland sah renben Schisse schon bei der Eröffnung des Panamakanals einen von Leuchttürmen markierten Seeweg nach Tahiti vorfinden werden.' Enthüllung bcs Liebig-Denkmal; ZU Darmstadt. Darmstadt, 31. Oktober In Anwesenheit des Großherzogspaares, der Minister und zahlreicher hoher Beamten sand heute nach' mittag 124 Uhr die Enthüllung des neuen L i e b i g - D e n k - mals smtt, das in wunderbarer Lage auf dem Luiseii- platz vor der Merckscken Apotheke errichtet worden ist. In seiner Festrede wies Medizinalrat Tr. M e r ck-Darmstadt aus die innigen Beziehungen des Großherzogs Ludwig!, zu L i e b i g hin, der durch den Landesherr» außerordentlich gesördert wurde. Weiter gedachte der Redner der großen Verdienste Liebigs, die besonders dadurch so wertvoll für die Allgemeinheit wurden, weil der große Forscher stets sein Augenmerk aus die Nutzbarmachung seiner Ideen für das Woyl der Gesamtheit richtete. Nach Uebergabe des Denkmals an die Stadt Darmstadt, die ihrerseits danken ließ, sprach der Rektor der technischen Hochschule, Prof. (Dr. Müller, die besten Glückwünsche aus, woraus Prof. Tr. Körte, der Rektor der Landesuniversität, einen Kranz niederlegte. Nachdem Dr. R a s ch i g, als Vertreter des Vereins deutscher Chemiker, ebenfalls Glückwünsche überbracht hatte, hielt Gey. Medizinalrat Prof. Dr. Sommer-Gießen folgende Rede: „Königliche Hoheiten, hochanselmliche Versammlung! Im Auftrage des Arbeitsausschusses zur Erhaltung des Liebig-Laboratoriums in Gießen, möchte ich die Stadt Darmstadt herzlich zur Enthüllung dieses schönen Denkmals beglückwünschen, durch das die Erinnerung an Liebig und seine Her- fnni't in seiner Geburtsstadt wcitcrgcfcstigt ivird. Wir sind in Gießen am Werk, die Hauptstättc seines Wirkens in würdiger Weise wicderherzustellcn und als Museum auszugcstaltcu, und fckou jetzt ist aus der von uns übernommenen Wüstenei ein deutliches Bild der alten Einrichtung herausgcarbeitct worden. Wenn wir auch dabei gerade jet’t Schwierigkeiten und Sorgen in bezug auf die weitere Fertigstellung haben, so kann uns dabei der Anblick dieses Darmstädter Denkmals trösten, das nunmehr zur glücklichen Vollendung gelangt ist. In Liebigs Wirken ist cs ein bemerkenswerter Zug, daß er in seinem engeren Vaterlande, wenn auch unter manchen Kämpfen zur vollen Entfaltung seiner genialen Anlagen gelaugt ist, und gerade diese B o d e n ft ä n b i g f ei t seiner ganzen Entwickelung, macht es dem hessischen Volke und Staate, sowie den hessischen Städten, in denen er den .Hauptteil seines Lebens zuge- bracht hat, zur besonderen Pflicht, sein Andenken in greifbaren Formen scstzuhalten. Hoffen wir, daß neben diesen Erinnerungszeichen in seiner Vaterstadt auch seine Arbeitsstätte bald als Denkmal seiner wissenschaftlichen Methodik zur völligen Wiederherstellung gelangt. In Angesicht dieses Darmstädter Denkmals grüßt durch diesen Kranz das Gießener Liebig-Laboratorium seinen Urheber und Meister." Als Vertreter des Vereins Deutscher Chemiker, Ortsgruppen Frankfurt am Main, Mannheim und Darmstadt sprachen darauf Geh. Regieruugsrat Prof. Dr. Gra«ebe, Dr. E. K ö b n e r und Prof. Dr. Wöhler. Im Namen der Gesellschaft Liebig-Museum, Gießen, legte Apotheker Werner einen Kranz nieder, indem er kurz seiner Verehrung für Liebig Ausdruck verlieh und die Hoffnung aussprach, daß das Liebig-Laboratorium in Gießen in Kürze vollendet werden möge. Nach den Ausführungen des Medizinalrat Dr. Vogt, des Vertreters des hessischen Apothekervereines, und des Schuldirektors Dr. Tor seid von der Liebig-Oberreal- wird also nur durch rcflekticrendes Lickt magisch erleuchtet, wodurch natürlich die Farbensinfonien noch bedeutend erhöht werden. Eittsprcckcud der reichen Ornamentik des ganzen Saales ist auch der reich parkettierte Fußboden gehalten, ohne daß dadurch seine Farbe und feinte durch! die Technik des Parketts bedingte Strenge in der Zeichnung störend oder aufdringlich wirken. S>o ist der ganze Raum auf reine Harmonie in Farbe, Form und Tönen gestimmt. Zu der Gesamtdisposition und zu vielen Einzelheiten hat der Großherzog persönliche Wünsche geäußert und in vielem auch die Initiative gegeben, die Professor Albin Müller von der Künsttcrkolonie zu ungemein harmonischer Verwirklichung brachte. Max Streese. * — Die Aufdeckung eines römischen Amphitheaters in AugSbnrg. In der Augsburger Stephans- gaffe, in einem au der Grenze dos alten „Augusta Vendelicorum" liegenden Stadtteil, führten in diesen Tagen die im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau des Kinderheims und des Exerzitien Hauses vorgenommcnen Erdarbeileu zu einer interessanten archäologischen Entdeckung. Im Verlause der Arbeiten wurde, wie der „Baumelt" von der Bauleitung mitgeteilt wird, eine ganze Reihe römischer Bauwerke freigelegt. Obgleich der Oberbau des ausgc grabcuen Werkes ttalurgemäß fehlt, ließ der Unterbau sofort er rennen, daß man einer Schöpfung römischer Baukunst gegenüber stand. Der Fund war dabei mit der Entdeckung zahlreicher kleinerer Gegenstände verknüpft, man fand Münzen, vendelinischc Gesäßreste mit Gravlntbezug,^größere und kleinere Ampbo.. nr. stc, Tcrrasigil lataicncrbcn, ein Stück von einer römifdrn Säule ustv Bei den angestellten Nachforschungen ergab es sieb, daß man hier vor den Uebeneftcn des Amphitheaters der römischen Kolonie stand: die tfbronit des Burkhard Zink gibt ausdrücklich an, daß dieses Amvbi tbeater sich an jener stelle befand, an der iebt die nitrömücbvii Bauteile gefunden wurden: im Mittelalter wurde das römische Bauwerk zerstört, indem man die llcberrcfte als Steinbruch bc nutzte. Hast zur gleichen Zeit nnirbe ebenfalls in Augsburg ein zweiter Fund von baugeschichtlickein Interesse gemacht: bei dem vollzogenen Abbruch des Weberhauses stieß man auf die Rests eines viereckigen Turme-, bet dem man es nach dem Urteil d-.r Sachverständigen mit den Neberresten eines der ältesten Patrizier hüufer des frühen Mittelalters zu tun bat Das Mauerwerk zeig! die Eigentümlichkeiten der romomicbcn Zeit. Arckivforschungen ergaben dann, daß auf dem Grundstück des cbvmaluicn Weberhav'. unprünqlid) das Heim der Patrizierfamilic Ilinng stand, icbcn falls verkauite diese Familie das Grttndstück 1389 an die Weber zunft DaS Gemäuer wird vom Stadtbauamt zeichnerisch aui genommen, als ein interessanter Beitrag zur Topographie denn 11 el aUerlichcu .Augsburg. . ule zu Darmstadt fand die Feier mit einer Besichtigung ocs Denkmals, über dessen Ausführung vonseiten der Großherzogi. Herrschaften das größte Lob ausgesprochen wurde, ihr Ende. • Bei der Enthüllungsseier des Darmstädter Liebig-Denkmals ist es mit großer Freude zu begrüßen, daß die beiden Vertreter der Liebig-Dcreine Gießen, Pros. Dr. Sommer und Apotheker Werner, mit so großer Begeisterung aus die Vollendung des Gießener Laboratoriums hin gcwiesen haben, es wäre sehr zu wünschen, daß das Laboratorium erhalten bliebe. Wir erfahren noch, daß die Stad! Gießen die Restkauftumme von 50000 Mk. für 1. Ja- ituar gekündigt hat, wodurch die Vollendung des Museums von neuem gehemmt wird. Aus Stadt und Land. Gießen, 1. November 1913. Zum Reformationsftfte. Im Münster zu Bern war an einem Abend im Spätsommer Kirchenkonzert. Die Beleuchtung in der großen, gotischen Kirche war nichts weniger als modern. Petroleum ampen spendeten so spärlichen Sckein, daß man die Kon zertbcsucher, die in den Kirchenbänken saßen, nur als dunkle Gestalten sah. Tic Winkel der Kirche waren in Dämmerung gehüllt, Altar und Chorstühlc entzogen sich völlig der Sicht, nur die hohen, schlcutken Pfeiler sah man ausragen. Tas aber gab dte rechte Stimmung. Durch andere Eindrücke nicht abgelenkt, konnte man den Klängen lauschen, mit denen die große Orgel die weite Halle füllte. Johann Sebastian Bach, der Tondichter von durch und durch lutherischem Gepräge, am mit einer seiner Fugen zur Geltung in dem Gottes- )ause, das in seiner Gliederung das Gepräge des mittelalten ichen Katholizismus trägt, und man hatte die Empfindung, daß beides zueinander gehöre. Am Rcformationsseste liegt die Gefahr nahe, daß evangelische Prediger und Glieder evangelischer Gemeinden allzu sehr Polemik treiben und, indem sie sich in Luthers Zeit und in das gigantische Ringen dcs großen Mannes versetzen, gegen das Papsttum Sturm laufen. Besser ist, wenn sic sich an dem Fest, das zeitlich durch Luthers Thesenanschlag dc- timmt wird, darauf besinnen, was sic an religiösem Besitz mit den Katholiken gemeinsam haben, mit denen sic durch Volkstum und Abstammung, durch die Gemeinsamkeit der geschäftlichen und politifchcn Interessen, durch sreundschaft- iche, oft auch durch verwandtschaftliche Beziehungen vcr- >unben sind. Gemeinsam ist beiden Konfessionen als Grund- age ihres Glaubens das wunderbare Leben Jesu Christi, romme Menschen auf beiden Seiten gründen die Gewißheit ihres Heils auf seinen Opfertod und sind überzeugt, daß cs über alles Erdenglück, geht, wenn eine Seele in Gott Frieden gefunden hat. Und die großen Frommen aller Zeiten: Paulus und Augustin, Franz von Assisi und Bernhard von Clairvaux, die beiden großen Predigcrmönche Taulcr und Meister Eckhart, sic gehören ebenso der evangelischen wie der atholischen Kirche an. Es ist auch keineswegs so, daß nur die Evangelischen von Luther Segen gehabt haben. Gewiß, sie bauten ihm ihre romme Innerlichkeit unb ihre gottesdienstlichen Formen, aber nur ber geschichtsunkunbige Katholik wirb sagen, baß )ie deutsche Reformation feiner Konfession nur geschadet habe. Das Konzil zu Trient hat unter ber Einwirkung ber Reformation in jahrelanger Arbeit bie Eigenart ber katholischen Kirche schärfer erfaßt unb ihr bie Zukunft gesichert. Die katholische Kirche bcs 20. Iahrhunberts ist, vor allem in Dentschlanb, ein ganz anberes Gebilde als bie Kirche, bie unumstritten herrschte, als Luther geboren würbe unb Kolumbus Amerika entdeckte. Ihr religiöses Leben ist inniger unb cclcnvollcr geworben, ihre Liebestätigkeit hat sich mehr unb mehr von ber groben Auffassung entfernt, baß man durch romme Hebungen sein Heil verbienen könne. Die großen Kulturgüter ber Reformation: bie Schätzung ber Berufsarbeit, bcs nationalen Lebens unb bes Familienlebens, bie Förderung ber Geisteswissenschaften, bie Bereicherung bes Gemüt: lebens kommen benen, bie mit triftet Jub u st Maria verehren, in gleicher W^ise zu gut wie benen, bie ben alten Sturm- unb Siegesgesang singen: Ein' feste Burg ist unser Gott. Bei alter berechtigten Freubc ü£er bie Errungenschaften ber Reformation bars ber Protestantismus doch nie oie Mängel vergessen, bie ihm anhaften. Als ben erheblichsten hierunter setzen wir ben Mangel an Einigkeit feiner ©lieber an. Wer schärfer zusieht, weiß, baß bie Schulb baran ausschließlich bie Theologen unb Kirchenmänncr tragen. Gegen diese unheilvolle Bevotmuiibung ihrer Führer, gegen ihre Wortklauberei unb Eigenbröbelei sollten bie Frommen sich wie ein Mann erheben. Ein Frommer ber alten Zeit, ber nicdcr- rheinische Banbwirker Gerhatb Terstegen hat bie Losung aus- gegeben: Kommt, laßt uns kinblich sein, und auf dem Weg nicht streiten und: Ein jeder sei der Kleinste, doch wohl auch gern ber Reinste auf unsrer Pilgerbahn. Bon Paulus stammt das schöne Wort: Jage aber nach ber Gerechtigkeit, beut Glauben, ber Liebe, bem Frieben, mit allen, bie Gott anrufen von reinem Herzen. Diesen Worten nachzuleben ist verdienst- lieber, als gegen bie „anberc Richtung" zu protestieren unb burch kirchenpolitische Agitation nach einer Macht zu streben, bie bem Leben in Gott nicht förberlich ist. • " TagcSkalendcr für Sonntag, den 2. November: Stad tt Heater: Nachmittags 3'/, Uhr: „Simdenböcke": abends 7*Uhr : .Piwvcken". Kolosseum (EafS Leibi: Samstag und Sonntag: DarietS- Vorstellung der Frankfurter Orphenms-^eseüscka't. w i e b e n e r fton ievtvcrcin: Sonntag: .Wiilluer-Abend" in der Neuen Aula, Anfang Uhr. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung. U n i o n - T h e a t e t: Täglich Vorstellung. (Dienstag- und Samstags neues Programm.) O h e r l» c f s: s ck e S 2.’! u f e u m und Gail' sche Lamm lun.ien '"eössuet Sonntag vormittogS 11-1 Uhr unentgeltlich Museum f ü r Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—t Uhr unentgeltlich. O le rhefsifcberKun st verein. Die Gernälde-Au-siellinw ist täglich von 11—1 Uhr und ebenfalls Mittwochs von 3 dis 5 Uhr geöffnet. 9 i c b i g 5 h 5 h e: Sonntag nachmittag von 4*/, Uhr au *51 i 111 ä r f o n j e r t. Tie Anlagemusik findet Sonntag vormittag 11 Uh» ci gutem Wett r statt. Svielvlau: 1. Armeemarsch Nr. 9 (Lerzog on Brmmichivei i>; 2. Fantasie nu6 der Over . Sain Jon" : 3. Wir svielen Soldat! Charakterstück von R (iilenbcrg; 4. Unter der oricdenSslagge! Marsch von G. Knirsch. * L. U. D ie erste feierliche Immatrikulation indet nm Montag, ben 3. November, mittags 12 Uhr, u der NnioersitätS-Aula statt. - Pfarrpersonalten. Der Großherzog hat dem Viarrer Albrecht Hartmann zu Hainchen die evangelisch. Pfarrsteae zu Altcn-Buseck übertragen unb ben von dein Grasen von Schlitz genannt von Görtz auf b:c erste eoange* stsche Pfarrstelle zu Schlitz präsentierten Pfarrer Hermann Knott zu Wallenrod für biese Stelle bestätigt. — Schulangelegenheilen. Erledigt find eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Brand au, Kreis Dieburg: eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle in Hainstadt, Kreis Offenbach: eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende .'cbrcritcße zu Ulrichstein, Kreis Schotten. ** Allerheiligen. Ein stiller, ernster Feiertag für unsere katholischen Mitbürger ist das heutige Fest der Aller- heifigen, ein Tag stiller Betrachtungen und ernster Vorbereitungen für den Festtag des Sonntages, des Allerseelen-Tages. Dem Andenken der Verstorbenen und der Heiligen und Märtyrer ist Allerheiligen gewidmet. Man schmückt die Gräber und gedenkt der Toten in stiller Andacht. In den katholischen Gegenden ist der Festtag schulfrei und wird mir tirchlichen F-riebtzO'^ remonien und irommcn Verrichtungrit andgcfülU. Auch in Gießen kommt man den Katholiken entgegen. So ruht die Immatrikulation bis zum Montag. ** Stadtthcater. Es sei nochmals darauf hinge- wiesen, daß die Sonntagsaufführung von „Püppchen" die letzte der beliebten Gesangsposse in einer Abendvorstellung ist. Der Schwank „Sünden bocke" wird in der Sonntag-Nachmittagvorstcllung zum unwiderruflich letzten Male gegeben. Beide Vorstellungen finden bei kleinen Preisen statt. ♦* Hessischer Verein für ländliche Wohlfahrts- und Heimatpflege. Arn Samstag, den 15. November d. Js. nachmittags 31 Uhr wird im Saalbau zu Darmstadt und am 26. November d. Js. nachmittags 3’/s Uhr zu Friedberg im Saale des Hotel Trapp je eine Versammlung des Vereins unter dem Vorsitze des Herrn Provin- zialdireklors Fe», Darmstadt ftattfinbenuu denen außer den Vercinsmitgliedern auch Freunde der Sache Zutritt haben. Auf ber Tagesordnung der Darmstädter Versammlung wird stehen: 1. Die Verhütung der Tuberkulose während der Kindheit, mit besonderer Berücksichtigung landftcher Verhältnisse: Vortrag des Herrn Sanitätsrat Dr. Sonncnbcrger von Worms. 2. Bericht des Herrn Professor Dr. Frenzei, Darm stadt über den Stand der ländlichen Wohlfatzn . Heimat- und Muiiftpflege im Kreise Darmstadt. In Friedberg wird Herr Professor D. Tr. Diehl über die Bestrebungen des Hessischen Ministers F. K. von Moser, den hessischen Bauern ihre Heimat lieb zu machen, sprechen. Im Anschluß an die Vorträge finden Besprechungen statt. ** Ein Gründungsprospekt. Man schreibt uns: Hier soll eine ob er hessische Werkstätte für Kunst und Handwerk geschaffen werden, für deren Bildung vorerst 12 Handwerter ber Möbel brauche gesucht werben, bie von einem kaufmännischen Leiter und einem künstlerisck-en Leiter beraten werden sollen. Ein Ausschuß, der aus den beiden Leitern und zwei jährlich neu zu wählenden Genossenschaftern bestehen soll, erhält aüiiibr- lid) von dem tauf mann ischen Leitet des Unternehmens Rechenschaft. Bei einer Vermehrung der Mitglieder wird ber Ausschuß für je 10 Mitglieder ber Genossenschaft um ein weiteres Mitalicb verstärkt. Jedes Mitglied hat 200 Mark emzuzablen. Bei späterer Vermehrung ber Mitglieder erhöht sicy das Stammkapital auf 300 Mark für das Mitglied. Tas eingelegte Stammkapital findet Verwendung für Miete, Reklame ufw. Vorerst ist jedes Mitglied verpflichtet, für den Verkauf ein Zimmer herzustellen und nach Absatz desselben Ersatz zu liefern, woraus dann Bezahlung Nach unserer Erkundigung sind diese Prospekte einer größeren Anzahl Handwerker zugegaugen, die hoffentlich so Hua sein werden, nicht auf den Leim zu kriechen. Nach dem Prospekte schon trägt die ganze Gründung, wenn sie wirklich zustande kommen würde, tz.-u tobt fkeim in sich, weil mit eine iskap tal von s2 mal 200 Mark gleich 2400 Mark, das noch dazu gleich für Reklame auf- gebraucht werden soll, ein solches Unternehmen sich nicht begründen läßt. Ter Verfasser des Prospekts scheint vom ge- schastlicheu : eben keine Ahnung zu haben, denn sonst würde er dem Handwerkerstände nicht mit solchen Vorschlägen kommen. " (Äe Werbeausstellung Gießen 19 14. Der Wirtschaftsbetrieb für bie Obcrhefsische Gewerbe- auSstellung Gießen 1914 ist, rote roir hören, an einen auswärtigen Gastwirt vergeben roorden, der eine Pacht von 13 000 Mark zahlt. •• In ber Hessischen LanbeS-Geflugel-LluS- ftclhing zu Offenbach, die unter dem Protektorate dcS GroßherzogS ficht, errang auch ein Auß'leller auS Gießen, Fr. Becker, einen Ehrenpreis. Den Ehrenpreis dcS Groß- Herzogs erhielt Falk-Matnz. * ♦* Ter Gießener Konzertverein schreibt unS: Tr. L. W ü 11 n e r, Der am Sonntag, den 2. November, hier finpt und zugleich rezitiert, ist für bad G.eßen er Kon.zcrtpublikum kem Fremdling unb doch ist es wichtig, um die hohe Stellung Wüttncrs in der Mufikmclt zu Dürfte len. einen kurzen Blick aui feine Lebenswege zu werfen. Geborgt am 19. August 1858 zu MImster in Westfalen, ist er nach seiner Wesensart ein echter Sohn der roten Erde. Sein Vater, der berühmte Tiriaenr der Gurzcnick-Kotnene unb Direktor des Kölner Konfervaloriums, Prof. Dr. Fram Wüllner t 1902 in Köln), riet ihm ab, Künstler zu werden und hielt ihn zu einem gelehrten Berufe an. So studierte Ludwig WüUner Philologie in München, Straßburg und Berlin und promovierte zum Doktor der Phiwfovhje. Von 1884 bis 1887 war er an der Akademie in Münster als Privaldo.ent für Germanistik tätig. Dann aber trat er in Köln in das Konservatorium em, studierte eifrig Musik und dirigicrie nebenher einen Kirchenckor. Schon 1889 ist er Heldendarsteller des Meininger HoskheaterS. 1895 mit cv gelegentlich als Rezitator auf, bis er endlich feinen Berus als Licderfangcr erkannte und er fick ganz der .stonzertköligkcit zu- wandte. Auf dem Gebiete des LiedcrgcfangS wurde er in brr Folge zum Pfadfinder und Reformator. Nickt glänzende Stimmittel find es, die ihn zu großen Triumphen führten, sondern die künstlerische Intclligen;. mit der er den Sinn des Liedes ersaßt, erschöpst und ieberuigcbcu weiß. Es würde zu weit führen, hier von den Erfolgen des Künstlers zu reden. Ter Name Wüllner ist ja hinlänglich bekannt. ** Musterschutzerteilung. Dem Schlofsermeistcr Martin Dörr in Gießen wurde unter Nr. 575 166 — 63B für einen verstellbaren Arbeitstisch aus Schmiedeeisen mit Platte aus eifenarmiertem Beton mit Marrnor-Terrazzo- Überzug vom Kaiferlicken Patentamt Gebrauchsmusterschutz rteilt. Der Arbeitstisch ist besonders für Metzgereien, Wurstfabriken, wie für alle Fabriken ber Nahrungsmittel- brauche vorteilhaft. * Ter Winbhof, der jetzt mit allen Errungen- chaften der Neuzeit wieder aufgebaut ist, einen Gesamt- lächeninhalt von rund 6200 Quadratmeter enthält und in* olge der günstigen Lage sich nicht allein für einen Gasthof, andern auch für jede Fabrik oder Sanatorium sehr eignet, oll am 14. November 1913, nachmittags 5 Uhr, auf dem Srtsgericht zu Heuchell)eim zwangsweiseversteiger» werden. Luhns wäychtam besten- WSchmiedteberne Fenster Oberikhfe.Balkone.Türen. Sprossenwerk, g ■M._____1 Ladenfronten, j H. Schön Giessen. 8 Viisitkarten billigst ßr’üihl’sehe Druckerei. hv5/9) Pfianzenbnttcr- Fabr.,sebrleistungssäh., kann Händl., Bersandgesch., Bor- nrb. 2c., iv. Pflnn^enb.-Marg. an Prio. Her., außcrgeiv. biU. Cff- in alleri. Qual. mach. Gfl. Anfr. u.A. A. 6!>S an Haasen- steinLVoglerA.-G., Hamburg en 1914. Dcr hessische Eewrrbe- :n, an einen aus- r eine Pacht von Stoeffler erlitt einige unbedeutende Kontusionen. Die Tragflachen des Apparates wurden zertrümmert. Der Apparat mutz abrnvn- tiert werden. Wir müssen mit der Dahn nach Berlin »urüdTcbrrn. Man schreibt Aerkstätle lassen werden, ci Möbelbranche ichen Leiter und sollen. Ein Aus« i jährlich neu zu . erhält Mähr« 9 Unternehmens tglieder wird der senschast um ein !d hat M Mark r Mitglieder er« für das Mitglied, ndung für Miete, verpflichtet, für nad) üfbiaft des« altfuttg srfoltzti kte einer stütze- Vientixä) so ttiifl iriechen. ^ladj ndung, wenn sie Lodeskeim in 12 mal 200 Mar! für Reklame auf- ichmen sich nicht ts scheint vom gr- benn sonst toiiibe ichen Vorschlägen Hcsscn-Nlissliu. s. Marburg, 31. Okr. Wie sich jetzt herausgestellt hat, ist der junge Malergehilfe Franz Sieger ans Füssen im Allgäu, der sich, torgeltern erschoß, das Opfer einer Unvorsichtigkeit. Die näheren Ermittelungen haben ergeben, daß der junge Mann am Tische sitzend den nrnh mit c-'n-r gl'la^e «e" Revolver geputzt hat. Dabei entlud sich die Waffe und das Geschoß drang ihm ins Herz. Er stand kurz vor der V o ü) zeit. h. Frankfurt a. M., 31. Oft. Ueber das Vermögen der Mitteldeutschen T e l e p h o n g e s e l l s ch a f t wurde der Konkurs eröffnet. Die Gesellschaft kämpfte schon seit langem mit erheblichen Schwierigkeiten. Ihre Verbindlichkeiten sind bedeutend Bmdsaren, Kordel :: und Packsiricke:: ständiges Lager ÄgIgjBaö oii co. 3000Kilo, in den gangbarsten Ää6M^ÄJ?uinnicrn, nur »Mß^Meriiklassige Fa 'Wtiigg^brifQtc. 6424 LudwigLazarus Asterweg 53, Fernspr. 505. Lnvefchiffahrt. Stoeffler gestürzt. Versailles, 31. Ort. Der Flieger Ernst Stoeffler, der mit seinem Passagier Seekatz um 3 Uhr früh auf dem Hiesigei, Flugfelde zum Fluge nach Johannisthal aufgestiegen war, stürzte über dem Park von Versailles aus einer Höhe von 150 Metern ab. Stoeffler blieb unverletzt. Der Passagier brach das rechte 93ein. Das Flugzeug wurde zertrümmert. lieber seinen Unfall berichtet der Flieger Stoeffler: In der Nähe von Versailles habe er in einer Höhe von 400 Metern bemerkt, daß der Motor seine Umdrehungsgeschwindigkeit verringere. Es herrschte dichter Nebel. Der Motor ging immer langsamer und wir gingen deshalb bis 100 Meter herunter. Hier versagte der Motor gänzlich. Ich stellte deshalb den Motor ab und versuchte im Gleitflug niederzugehen. Der Apparat schlug gegen cmcn_Saum und wir stürzten zur Erde. Der Apparat drang mit der Spitze in Den Boden. Dabei wurde Seekatz am Fuße verletzt, i , ff—r..., .n-, ~--m'y--"Tf~— - niitania Königin der -£531 Milchschleudern .7^. in Konstruktion und Leistung: erhaben über v jedeKonkurrenz Butter-Maschinen » Buttcrformen etc. - S. I. B. Häuser Eisen- u. Maschinenhandlung Aeflngel-An?« Pt-olellvrale dc? .Serails Gielicn, „preis des M« *in treibt uns: November, hier HjW nn'^crivul-blum lew ASnsss Srfin «Hb «t** AAS Ses wurde er» .. [ '-nde ^Snitletiid)! nWpst und » l ft 3V,riicn »il ®aI&W »Ä Ein Posten Seiden Sam et Siir du W ÖO cm breit A Rfi wer Meter Lina Bernard IBismarckstrasseG. |08786 h®Ät sä® W*. 5^-»dd,r. v in her rS!L y<5efflafr. Jrc™ag, ben W Saalbau ?? ic eine ^er« 'Kenn Provinzen außer den . Zutritt haben :Mmlung wird -hrend der Andrer Verhältnisse: Kienberger von orenzel, Darm- tt-, Heimat-und )0«9 wird Herr en destzchifchen Dauern ihre hci- nn die Vorträge Letzte llacbrtcbtcn. Veränderungen in ber Luftschiffer-Abterkung der Marine. Berlin, 1. Nov. Wie dem „Lokalanzeiger" von zuverlässiger Seile mitgeteilt wird, ist eine Verlegung der Marine lustfchifserabteilnng von Johannisthal zunächst nach Dresden und Frankfurt a. M. und später nach Fuhlsbüttel vorgesehen. Am 1. April sollen dann das inzwisch. fertiggcftcllte „L. 3" < Zeppelin) und ,,L. 1" (Schüttc-Lanz) die neue drehbare DoppeU>alle bei Euihafen beziehen. Der Kontrakt mit der Johannisthaler Luft- schisfhatte läuft am 31. März 1914 ab. Schon während des Monats November wird das Lustschifferpersonal der Marine neben seiner sonstigen Tätigkeit in Dresden auf dem Delag-Luftschiff „Sachsen" und in Frankfurt a. M. auf dem Luftfcknft „Viktoria Luise" ausgebildet werden. Nach Dresden geben der neue Stab mit Korvettenkapitän Strasser und der zuküustigeit Besatzung des „L. 4" unter dem Kommando des Kapitänleutnants Fritz, nach Frankfurt a. M. die zukünftige Besatzung des „L. 3" unter Kapitänleutnant Belitz. D er „Welsenstern jetzt im Aufsehen"? Hannover, 1. Nov. In einer Versammlung der demo- kra tisch en Vereinigung, in der v. Ger 1 ach - Berlin über die welfische Frage sprach, erklärte der frühere welstsche Abgeordnete für den achten hannoverschen Wahlkreis, Redakteur Land wo st, die Welsen besäßen genügend Taktgefühl, dem neuen Herzog jede Unannehmlichkeit zu sparen, obwohl der Welfen- stern jetzt im Äufgehen sei. Die Thronbesteigung gehe die Welfeitparkei Übrigens nichts an. Braunschweig fei Braunschweig, Hannover sei Hannover. Für ben alten Herzog von Eumberland, der ja noch lebe, und für das Recht des Volkes kämpfe das hannoversche Volk. Was spater kommen würde, bleibe abzuwarten, die Partei sei immer für die Wiederherstellung des Königsreichs Hannover eingetreten. Berlin, 1. Nov. Der Herzog zu Braunschweig und Lüneburg K- H., bisher Rittmeister und Eskadrons-Chef im Husaren- Regiment von Zielen (Brandend.) Nr. 3 wurde nach dem „Militärwochenblatt" aus Anlaß seines Regierungsantritts zum Obersten ä la suite des gedachten Regiments ernannt: er wird außerdem an der Spitze und in; frm Listen des Braunschweigischen Inf." Regts. Nr. 92 und des Braunschweigischen Hus.-Regts. Nr. 17, deren Uniform er anlegt, geführt. Belgien und der Krupp-Pro-^ ß. Brüssel, 1. Nov. Ter Krupp-Prozeß erregt hier große Aufmerksamkeit, da jüngst von einem hiesigen sonst neutralen Blatt dem belgischen Kriegsministerium vorgeworfen wurde, von Krupp Geschütze und Munition von veralteten Modellen und teilweiser moderner Qualität gekauft zu haben. Es wird auf die guten Geschäfte des Herrn v. Metzen in Brüssel hingewiesen und bann erörtert, ob der Verkeh-r der .Kruppschen Bevollmächtigten mit den belgischen Behörden so umsassestd gewesen ist, als in Berlin zwischen den Firmenvertretern und den Heeresbcamten. Eine Romreise des Kölner Erzbischofs. Köln, 1. Nov. Der Erzbischof v. Hartmann wird am Montag in Begleitung seines Geheimsekretärs Berghaus eine Romreise antreten. Probemobilmachung in Rußland. Petersburg, 1. Nov. Amtlich wird bekanntgegeben, daß in ben Distrikten Skobalew, Kokau, Namangan, Anaishan und im Fergana-Gebiet eine Probemobilisation angeordnet worden ist. Der Regierungswechsel in Spanien. Madrid, 1. Nov. Nach einer Blättermeldung sandte der frühere Ministerpräsident Maura einem Mitgliede der Konser vativen in Palma auf Mallorka, ein Telegramm, in welchem er feine Rolle als Fülwer der Konservativen für beendet erklärt. Maura wurde einstimmig zum Präsidenten der Königlichen spanischen Akademie gewählt. Schreckensauftritte in einem Lichtspielhaus. Hamburg, 1. Nov. In einem Kino-Theater im Stadtteil Eimsbüttel löste sich gestern abend während dev Vorstellung die Gipsdecke und stürzte in den vollbesetztew Saal hinab. Wunderbarcrweise wurde niemand getötet, doch wurde eine Frau erheblich verletzt. Der Zuschauer bemächtigte sich eine Panik. Alles schrie durcheinander und drängte den Ausgängen zu. Als die Theaterleitung erklärte, daß feine Gefahr mehr bestehe, beruhigten sich die Anwesendes und konnten durch die Ausgänge und Nottüren ins Freie gelassen werden. Die Polizei ließ das Theater schließen. Provisionen an einen Minrster. Budapest, 1. Nov. In der gestrigen Sitzung des Ak»» geordnetenhauses erklärte Reichstagsabgeordneter Mandi, ein Mitglied ber Regierungspartei, bezüglich ber Frage, ob Mitglieder des Abgeordnetenhauses von der Spielhöllengeselisä>aft Provisionen erhalten haben, daß es fick um etwa 6 Millionen Kronen Provisionen handele. Hierzu stellte er fest, daß seines Wissens nur ein einziges Mitglied des Abgeordnetenhauses, der frühere Minister des Innern, Josef v. Kristossi Provisionen bekommen habe. Ter Genannte hat bis heute nachmittag noch nicht auf verschiedene Auflagen geantwortet. Tie Angelegenheit wurde dem zuständigen Ausschuß überwiesen. t. w !|« fnfk , W Kreis Lauterbach. x Schlitz, 31. Oft. Unter großer Teilnahme feierte gestern der Schneidermeister Konrad Marx in geistiger und körperlicher Frische ben 9 0. Geburts tag. Der Jubi- lar gehört seit 1872 dem Vorstand des Armenvereins an, und ist seit 1874 Mitglied der Kirckieirgcmeindevertrcinng. In Anerkennung seiner Verdienste ließ ilM Großh. Ober- Konsistorium durch Stadtpfarrer Boeckner und Geh. Justizrat W a h l seine Glückwünsche aussprechen und ein Reues Testament in Prachtband überreichen. Kreis Friedberg. 8 Bad Nauheim, 31. Okt. Morgen tritt in detz Leitung unseres Postamts ein Wechsel ein. Anstelle des nach Homburg v. b. H. versetzten Postdirektors F l a s ch e n t r ä - ger wird Postdirektor Zimmer, bisher in Butzbach, die Leitung übernehmen. Postdirektor Flaschenträger hat sich in den 5 Jahren, in denen er dem hiesigen Postamt Vorstand, stets großer Beliebtheit erfreut. 8 Bad Nauheim, 1. Nov. Als Nachfeier zum Jahr Hunderttage ließ gestern abend im ausverkauften Saale des Sprudel-Hotels der B i l d u n g s v e r e i n das Lutz'sche Drama „Andreas Hofer" durch das Rlfeiu-Mainische Verbandsthealer aufführen. Das Stück, das in ergreifenden Bildern die Tragödie des Bolkshelden Hofer darstellt, fand durch das größtenteils neu zusammengesetzte Personal des Verbandstheaters eine treffliche Wiedergabe und wurde mit viel Beifall ausgenommen. Der Aufführung wohnten auch der Turnverein, Kriegerverein und die oberen Klassen der Schulen bei. == Bad-Nauheim, 3l. Oktober. Bis zum 30. Oktober sind 3 4 5 5 7 Kurgäste angefommen. Bäder wurden bis zum 30. Oktober 470 053 abgegeben. 8 Bad-Nauheim, 31. Oft. Zu der von Frankfurter Blattern gebrachten — etwas mysteriös und abenteuerlich flingen- deit — Notiz, wonach ein Friedberger Kassenbotc in der Bad-Nauheimer Gcniarkung überfallen worben sein soll, erhalt bic „Bad-Nauh. Zig." aus ihrem Leserkreis die folgende Zuschrift „Sonderbar muß es berühren, daß ber Ncberfallene, wenn er unmittelbar am Gradierbau angegriffen mürbe, statt nach Bad-Nauheim zurückzulaufen, um sich in Sicherheit zu bringen, er)t etwa 2>.Kilometer nach Friedberg läuft, um bort Anzeige ju erstatten. War er überhaupt in der Lage, in der Dunkelheit den langen Weg nach Friedberg zurück'zulegen, so mußte er doch fchlieiflich auch so viel Besinnung haben, um bic Bad-Nauheimer Polizei zunächst zu benachrichtigen. Für unser Bad kann es durchaus nicht gleichgültig sein, wenn es in auswärtigen Blättern heißt: „Ucbcrfall bei Bad-Nanheun". Geradezu komisch wirkt es aber, wenn der „Frankfurter General-Anzeiger" sieh berichten laßt, daß der Ueberfallcnc von seinem Angreifer in die Ufa geworfen worden sei und das Wasser ber Üsa ihn 120 Meter fortgetrieben habe. Wie bas hü dem derzeitigen Wasserstand ber Ufa möglich ist, kann gewiß nur der Berichterstatter des „Fr. G.-A." erklären. — Jedenfalls ist es Suche ber Behörden, diesen „Uebcriall" der Ocffcntlichk.it gegenüber mit allen Mitteln aufzuklären, damit ber beliebte Wiesenweg zwischen Bab-Nau- heint und Friedberg nicht in Mißkredit kommt." Auch, bic öffentliche Meinung in Bad-Nauheim, bic sich mit bem Vorfall lebhaft beschäftigt, will nicht recht glauben, daß sich der llcbcrfall in der von den auswärtigen Blättern berichteten Form ereignet haben sott. △ & a m b a dj > 31. Okt. Seine gesamte, fast 45jährige Tienst- zett, 1/at ber Lehrer Ludwig Heß in Gambach verbracht. Nachdem er.1869 das Lehrerseminar Friedberg verlassen hatte, übernahm er eine hiesige Lehrcrstettc. Die meisten Einwohner sind fetne Schüler gewesen. Mit dem heutigen Tage tritt er in ben Ruhestand. Ter Groß Herzog ehrte ihn durch eine Or- o e n s ausz ei ch nu n g. Kreis Wetzlar. □ Biskirchen, 31. Okt. Mit dem heutigen Tage legt der Gemeindevorsteher Simon sein Amt nieder. Er gehörte 27 Jahre dem Ortsvorstande an und stand 18 Jahre an der et>ifce der Gemeinde. Große gemeinnützige Einrichtungen wurden in dieser Zeit für die Gemeinde geschaffen, worunter die ^parkafft und Wasserversorgung besonders erwähnenswert sind. Simon gedenkt das Schultheißenamt noch weiter zu führen. m. Münchholzhausen, 31. Okt. Der Kirchbau darf als beschlossene Sache gelten. Während die uralte Kapelle Don der Bildfläche verschwinden wird, ist ihr Turm unter Denkmalsschutz gestellt worden. Ein Kirchbauverein sucht das Projekt zu fördern. Mit Sammlungen hat man bereits begonnen. Vettsederü^tll.gcrciiliiit Färberei u. chem. Reinigung Wallenfels. 5514 m a T^C r; Altern mittag wuwe tn der Wil- JelmftraJe ein Fahrrad, Marke Konkordia, mit der Polizeinummer Unbekannten gestohlen. Ein weiterem Fahrrad, / PvllNNummer 4511 wurde aus einem Hofe ber .5"Uvendet. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kruninalabteilung des Großh. Polizeiamts entgehn. Landkreis Gießen. fihJ-n n Okt. In der Gemeinderats- 2. "V ® h?ar5n,?“r9ermc^tcr. Srf) omber, Beigeordneter sämtliche Gemeinderatsmitgliedcr anwesend. 5^n2Illuvmtttwnswege vergeben werden. Die Anbringung einer der Karlsstraße wurde als Bedürfnis angesehen biurwortet. Die Lampe am Lichtenauerwegc wurde ebenfalls genehmigt, voransgesetzt, daß sich die Lampe bei L. Breuer nicht so anbringen läßt, daß sie den Lichtenauerweg mit beleuchten kann. Die Reparaturen dcr Feldwege wurden illr notwendig erachtet, die Ausführung der Arbeiten sollen von dem Bürgermeister angeordnet werden. Das Gesuch des <2/'ci T e 9 f e r um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirt- fchaft wurde genehmigt. Es handelt sich um eine Uebcrgabe von Vater auf den Sohn. Die Verpachtung der Sandgrube in der Haide wurde den Gebrüdern S e i p aus Lollar für den Preis von Mk. 500 auf ein weiteres Jahr überlassen. . ^u -Liiiden, 31. Okt. Tie B ü r g e r m e i st e r- toorben ^eln-Linden tft auf den 27. November festgelegt „ △ Klein-Linden, 31. Okt. Tie Erbauung ber ii t e r««11 m g e 1} it Ti $ § b a lj n Wetzlar — Frankfurt, tuelaje durch die Klein-Lindener Gemarkung führt, rückt immer naher. Gestern und heute weilten die Vertreter der Eisenbahndirektion Frankfurt hier, um das nötige Gelände mizukaufen. In der Gemarkung Allendorf bezahlte die Gisenbahnbehörde für ben Quadratmeter 1,50 Mk., in der Zeugen Gemarkung 1,70 bis 1,90 Mk. Einzelne wertvolle Grundstücke und das in die Strecke fallende Baugelände werden höher bezahlt werden. An der Bahnstrecke entlang I>at man schon Pfähle errichtet, auch VersuckMöcher sind hergestellt worden, um die Beschaffenheit dcr zu bewegenden Erdmassen festziistellen. Das Allenbörfer Wäldchen „Hopfcn- ftein" wird zum Teil abgehoben; die Erde wird zur Auffüllung des Wiesengrundes benutzt. Auch die Kreisstraße nach Dutenhofen wird streckenweise verlegt. Kreis Büdingen. . &■ ? ü d iNgeN, 31. Okt. Das Kreisantt hat ben Vertrag mit t en Pobeivilsfabriken bezüglich ber S a in rn c l w a s c n in e i st c r c i flclolt unb ihnen eine Abfindungssumme von 1500 Mark mit Zustimmung bes Kreistags gewährt. 3000 Mark hiervon übernimmt Ter Kreis beabsichtigt jetzt tteinere Sammelwasen- mctltermcti nach Groß Gerauer Muster einzuricksten. Eine endgültige Entscheibnng barüber 'trifft der nächste Kreistag. h. Bü b i n g en , 30. Okt. Das Dienstpersonal bes Landwirts H a r t h in Bös-Gesäß wurde pon dem Gespann ber durchgehenben Sfcrbc geschleudert. Dabei erlitt.ein Mann einen schweren Unter- iieferbrudj, ein Mädchen trug arge Quetschungen davon. Schließlich stürzten auch die Pferde, eines zerriß sich eine Beinsehne. h. Nidda, 31. Okt. Die Bezirks-Sparkasse erhöht vmn 1. Januar 1914 ab zur Freude der Sparer den Z i n s> - f»< B für Spareinlagen auf 4 Prozent und znm Leidwesen ber Schulbner ben Zinsfuß für Darlehen auf 4' . Prozent = Bad-Salzhausen, 31. Okt. Heute starb hier w )einer Villa Rentner Friedrich Engler aus Frank- fnrt a. M. im 81. Lebensjahre. Trotzdem er Besitzer vieler Millionen war, war er leutselig und freundlich gegen jedermann, so daß er sich großer Beliebtheit erfreute. Ilm die Entwickelung des Badeortes hat er sich große Verdienste erworben unb wiederholt beträchtliche Mittel gegeben. Kreis Schotten. cht. Schotten, 31. Okt. Die Kirche in Schotten ist schon seit über 2 Jahren mit einem Gerüst amgeben. Die Lungsteine dieses stolzen, im 13. Jahrhundert errichteten Baues müssen teilweise durch neue erseht werden. Damals war die Bevölkerung fast durchweg katholisch, während die Einwohnerschaft heute meist evangelisch ist. So kam es auch, daß aus der katholischen Kirche eine evangelische wurde. Tie Aufstellung des Gerüstes erforderte einen Kostenaufwand von rund 25 000 Mark; die gesamten Wiederhcr- stettungskosten wurden auf etwa 130000 Mark veranschlagt. Auch wurden durch den Blitzschlag in den Turm im vorigen Jahre einige Rcparaturkosten verursacht. Die gesamten Kosten müssen, wie wir hören, vom Staat, von der Gemeinde Schotten, sowie von den anderen zum Dekanat gehörenden Orten getilgt werden. Es wurden auch bereits Schritte unternommen, um durch Bewilligung einer Lotterie einen Teil der Kosten zu decken. cht. Schotten, 31. Okt. In diesem Winter finden im Kreise Schotten in den Ortschaften Schotten, Ober-Sei- bertenrod, Ober-Schmitten, Groß-Eichen und Burkhards Kochkurse statt. In Schotten selbst hat der Kursus mit etwa 15 Teilnehmerinnen bereits begonnen. Mädchen aus allen Bevolkcrungsschichten finden hier Gelegenheit, sich nicht mir im Kochen, sondern auch im Putzen, Backen, Bügeln, Waschen, Handarbeiten, also in allen Haushaltungs- , 'üchern, gründlich auszubilden. In allen diesen Fächern unterrichtet die Haushaltungslehrerin Fräulein Muth aus Marburg, während gleichzeitig der Schottcncr Kreisarzt •ii jeder Stunde Unterweisungen in Gesundheitslehrc ufw. • rteilt. Für das Unterrichtsgcld und die Materialien kommt das Kretsamt auf, während für Heizung, Beleuchtung, ,'okalmiete usw. die einzelnen Gemeinden zu sorgen haben. 3ehe Schülerin zahlt wöchentlich 2.50 Mark, erhält aber mch dafür Mittagbrot und Kaffee. Tie Kursusdaner betrügt in jedem Ort 6—7 Wochen. Äülow Pianmos und Flügel i Pianoforte - Fabrik Wilh. Arnold Kgl. bah. Hoflieferant Aschaffenburg anerk. erstklanges Fabrikar, sehr mäßige Preise, fr. Probesendung. 10 Jahre Garantie. LanüwirtssShne und fttibere junge Heute finden an d. Landw. 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Oeffentiiche Versammlung des NrWttl.pM.WunMreivs Tomitrötio, 6.3ioo., dH. 87äU|n i.botkl Kinhorii Redner: Gutsbesitzer A. Becler Bensheim und Prof. Urstadt über die Ostelbischen Rittergüter. Jedermann willkommen. Freie Aussprache. v"/„_______________________Prof. Urstadt. Hausbesitzer! Voranzeige! Wir machen unsere Mitglieder schon jevt daraus ausmerk Berbandssekretär Franz Bessert am Mittwoch, den 12. November 1913 abends SVi llbr, im Zaal des Hotel 3d)üt) einen VORTRAG halten wird über: Die Versicherungs-Anstalt der deutschen Hausbesitzer v*/ni ihre Aufgaben und Leistungen. Der Verein der Hausbesitzer Central - Automat Inh. Herrn. Löber Auf vielseitigen Wunsch Fortsetzung des Miete Unter Mitwirkung einer Schrammcltapelle __und eines Komikers. _______6ft72t Heute Lamstaa, den 1. 'November: Humorist. Schlachtfest mit Künidler-Konzert. 08542 .Jurlnek, direkt ain Babnbos Lana-(^öns. Windhof Restaur.-lVcubau, wird am 11. Nov. 1913, nachni.'iThr, a.d. 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Rachmaninoff. (geb. 1873.» Carl Maria von Weber. (geb. 1786, gest. 1826.) Johannes Brahms. (geb. 1833. gest. 1897.) Plitzner. (geb. 1869.) A. AlabielT. (geb. 1787, gest. 1851.) W. A. Mozart (geb. l/v6, gest. 1791.) II. Teil. 1. Ouvertüre zur Oper „ Oberon“ 2. Lieder mit Klavierbegleitung. Frl. Ida Stammler: a) Er i*t'*........ b) Der Jlnnlkant c) Ach nur ein Viertel Stündchen 3. Klaviersoli. Herr Hahn: ai Barcarole, A-JIoll b) Scherzo, B-Moll 4. Zwei ungarische Tänze Für grosses Orchester bearbeitet von Alb. Parlow. Carl Maria von Weber, (geb. 1786, gest. 1826.) Robert Schumann. (geb. 1810. gest. 1856.) Hugo Wolf. (geb. 1860. gest. 1903.) Eugen Hildach. (geb. 1849.) Anton Rubinstein, (geb. 183 », gest. 1894.) 1 r. Chopin. (geb. 1810, gest. 1819.) Johannes Brahms, (geb. 1833, gest. 1897.) Neuenweg, dahier, und an der Abendkasse verkauft. lD”/to Fintrittcknrfpn • !• Platz zu 2 Mk.. II. Platz zu 1.50 Mk. und III. 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Xov. 1913.* Grosse Variete- Vorstellung Auftreten nur er*tkla-niger Spezialitäten. IW Sonntag 2 Vorstellungen 4 und 6 I hr. Eintritt: Res. Platz M. 1.25. Saal 75 Pfg.. Galerie 4d Pfg Im Vorverkauf: Res. Platz M. 1—, Saal 10 Pfg. in den ZigarrengeschAften von Klamp, Seltersweg. Löb, Bahn ______hot Straße und am Büfett des Caf£ Leib. (0K77 Auf zum alten Schloss Von heute an tttgllch Künftler-Konzerf von der berühmten Damenkapelle „Undine“ BW Eintritt frei! Eintritt frei! "BH 08775________________________Heinrich Ranch. LMttsMhauszirAMWtn Sonnt0 0, den 2. November, findet in meinem Taale Tanzvevgnügen stau, wozu freundlichst cinladet ,73071 Cuat. Baeger. „Zum alten Fritz“ Vnlänlich der Lchnl Cinweibuna findet Lountag, den 2. November Tanzmusik statt, tooAu crgebcntt cinladet m Fritz Schön, Ruttershausen ar* A A 99 morgen Sonntag Tanzmusik V ■ | Sonntag, den 2. Nov. Tanzmusik oe7M] W. Schermnly. Union-Theater Seltersweg 81 nenannt da» 2d)mmb kästcheu vou Gietzcn. Lame>taa.l. Lonntaa.2., Montau. 3. Novembers (Trohes schlauer Prouramm! 3iH wcftlidjcn Senegal! verrL ^laturausnahmeu! Des I teils Balohmiji Hervorragendes amerikanisches Drama! ?ie üiit Der fiomiltr! komische 2»ene, z.Vachcn Wochenübersicht des Union-TheatcrS ^Neuestes aus aller ÜBclt: Mode Svort?c. («roh. Lchlageriu 3 Akt.! Die letzten Tage io Byzanz! Drama in 3 Akten, yiuifcbcncrrcncnb u. svan- nenb von Amana b.tfnbc. IDdbSenfationsSddaget! Motto: Clbr sollt und müht lachen! «eincfiammcrjuiiflier! Vuftfpicl in 3 Akten! 3unt schreien vor Vncben. aVni Die Direktion. Liigentisch Taner Montag, 3. dlov.. abds. 9 Uhr !Dionot5=$rriiiniinluiig im Vereinslokal. 08801 Wichtiae Besprcchuna- Rotel Schütz Sonntag abend von 6 Uhr ab Soupers M. 1.60 Echte Schlldkröten-Suppe Schleie blau mit Butter u. 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Neuhestl Puppcheu Wronc Posse mit Gelang und Tanz in 3 Akten von Jen» Kren und Kurt > ranv- Musik von Jean (tiilbert. linbe 10*/« Uhr.