Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. des gefüllte unt iesc Begonien Vie Lage auf dem Balkan. Tic FricdcnsverhandUtngcn. Bukarest, 31. Juli, Es wird viel beachtet, das; trotz Widerstrebens der Verbündeten gegen die Einstei- Als Kinomann mit Scott am Südpol. Tk wohl unter den seltsamsten Bedingungen aufgenommenen ÄncmatüQnu-frifd en Bilder, die es bisher gibt, sind die Films, die der Photograpd der so tragisch geendeten Scottfdjen Eppedl tion vom Südvsl nach Hause gebracht hat. Herbert G. Pon- ting, ein bekannicr Aoricl ungsreiscirder und Mitglied der Bri tischen (^eograr Irischen Gesellschaft, hatte die schwierige Aufgabe übernommen, die r> 'tograrhisdren und kincmalogravhrschcn Aufnahmen während der Reise auszuführen, und war zu diesem Zwei mit den den'.var besten und mannigfachsten Apparaten aus- gerüstet. Rur diesen sorgfältigen Vorbereitungen ist es zu danken, das; er seine Aufgabe mit Erfolg durchführen konnte. Buchstäblich Tausende von Negativen sind von ihm von der Abreise im Jahre 1910 bis 'nm Ende bei" Crpeoitton gemacht worden, und außer diesen einzelnen photographischen Aufnahmen brachte er noch über 25 000 Fuß kiltcntatographische Films mit, die das lebendigste Schauspiel der Südpolanvclt einem grasten Publikum darbictcn werden. Bon den gewaltigen Schwierigkeiten, die ein „Kinomann" im ewigen Eis zu übcnvinöcn hat, cnäblt Ponting selbst in an- Idwulidjcr Weise im Scientiste American. „Schwierigkeiten?" so meint er, „die waren natürlich zahlreich und groß. Mit dem Polarphotograrhiercn verglich.n. ist alles andere leicht. Es ist nicht nur die Schwierigkeit des Liclües: deren wird mau bald Herr. Bon der T c nt peratur kommen die sdüimmstcn Fährnisse. Wenn man den Handschuh abnimmt und die nackte Hand in die Räbe der Linse bringt, dann ist die Linse sofort mit eurer dünnen Eiskruste überzogen, die alles Reiben und Wischen nicht weg- bringt. Bisweilen kommt Feuchtigkeit. n*enn sie sich zu den allcrscinsten Eistcilckcn verdichtet, in die Linse hinein — Mnn ist cs ganz aus. Eine ) dimere Gefahr, die sich für den Polar- Photographen an der Camera befindet, sind die Messingbeschläge. Wenn man durch Zufall mit der blo>''n Hand irgendwie an ba-y Maffing des Apparates rührt, verletzt man sich, wie ivetrn man an ein rotglühendes Eisen gefastt hätte. Einmal stellte ,'id) unter meinem Tuch die Eamera ein und machte zufällig meine Lippen feucht. Tabei must wohl die Zungenspitze aus dem Rstunde herausgekommen fein; sie geriet mit dem Metall in Berührung und war sofort festgesroren. Ter Schreck war so furchtbar, dast ich rücklings hinsiel und die Besinnung verlor. Als ich wieder zu mir kam, mertte ich, dast ich die Spitze meiner Zunge verlorcht hatte, die an der Camera festgefroren blieb. Ich erinnere mich an einen Vorfall, bei dem ich jeden Augenblick dachte, er wäre mein letzter auf dieser Erde — oder vielmehr auf dem Eis der Antarktik. Wir wustten alle nicht allzu viel über die Gemütsart der Schwertfische, und als wir eine große Schar l u n g der Feindseligkeiten die rumänis che Au s- f a s s u n g schließlich doch die Oberhand gewonnen hat, was als Zeichen bafür angesehen wird, dast sid) der tnästi» gcitbe und beruhigende Einfluß der rumänischen Delegierten auch weiterhin geltend machen wird. Von dem bulgari- schen^Dcl'egicrten besteht der Wunsd), vorerst jene Punkte zur Sprache zu bringen, über die eine Einigung voraussichtlich leicht erzielt werden wird. Man glaubt, dast dies be^ügtid) der künftigen serbisd^bulgarischen Grenze eher möglich sein nrirb, als bezüglich der bulgarisch-griechischen Grenze. — Ter Oberkommandierende Erbprinz Ferdinand ist hier eingetroffen. Bukarest, 31. Juli Tie zweite Sitzung der Friedenskonferenz fand heute nachmittag 4 Uhr statt er hatten die rnmämschen Delegierten in einer vertraulichen Konferenz endgültig die Grenz punkte, bereit M- änberting Rumänien verlangt, topographisch sest- gelegt. In der Plenarsitzung der Konferenz wurde dem Protololi der vorhergehenden Sitzung zugestimmt, daS von den Telegierten unterzeichnet wurde. Majoreseu fdilug vor, daß die Mitglieder der Konferenz sid) in den strittigen Punkten bei eiüfprcdienber (Gruppierung gegenseitig in besonderen Sitzungen Vorschläge machen sollten, derart, das» die hauptsächlichsten Fragen bereits erörtert und geklärt vor die Konferenz zurü.ttämen. Tie Führer der Missionen stimmten dem Vorschläge zu. Mends tvird-die bulga- rische Mission mit den rumänischen De le gier- t e n arbeiten, um die rumänisd)-bulgarisd>en Fragen zu erörtern. Morgen früh werben die Telegierten beb Verbündeten mit den b u l g a r i s d) e n A b g e s a n dck e n arbeiten. Am Nachmittag um 4 Uhr findet eine Plenarsitzung statt, deren Tauer von dem Umfang der geleisteten Arbeit in den Sondersitzungen abhängt Bukarest, 30. ^uli. Von einem Diplc« mein nach Norden. Mit echter allgemnanischer G..istlich!eil nalm mid) das norwegische Boll auf, so daß, meine Reisen volllommen ihren Zweck erfüllen ionnen. Es drängt mid), meiner n armen Tanlbarieil dafür ein sickftbares Zeichen >n verleihen. Das fand ich in dem herrlichen Sagenkreis des Nordens Zwei Okftaltcn taugten mir besonders gut dafür: Der Beherrscher von Balestrand, König Bele, Inge- bvtgs Vater, unb Frithjos, der tapfere meerbefahrene ft'lb Beide stehen nun vollendet Bele, von des Grasen Görz kundiger Hand geformt, thront auf feinem 1 Hügel, • Frithjof, ein Meisterwerk bes Professors Unger, ragt auf Vangsnäs empor, über bem Grab feiner angebeteten Jngeborg unb dem [einigen. Norweger türujtcn Felsen zu einem mächtigen Unterbau, wie auch norwegischer Gärtnerkunst der Blumensdimiid entstammt, während deutsche Matrosen meines Sdüfses „Wittelsbach^ gemeinsam mit Gladenbecks kundigen Monteuren das Standbild fügten. Aber nicht nur das Zeichen meines Dankes an Norwegen-allein soll dieser ragende Recke sein. Nein! Eine größere allgemeine Bedeutung iömmt ihm zu. Er soll bas Wahrzeichen für Skandinavier, Deutsche, Angelsachsen unb alle diejenigen Stämme fein, bic mit Stolz sich zu der gewaliigrii Gruppe der indogermanischen Bölter zahlen. Wie er so dastcht, schwertsroh und schwertgewohnt, auf die vornehmste und Lieblingswaffe der Germanen, auf sein gutes Schwert Angurwa'del gestützt, das „stets Böses schlug, liit Unrecht nie", männlicher Zuversicht unb in unerschrockenem Selbstgefühl, so soll er alle Jnboger- inancn daran erinnern, baß sic eines Stammes, eines Blutes sind, baß es ihnen burd) Gottes Gnade vergönnt gewesen ist, in der Vergangenheft Großes für die Ent Wicklung der Welt unb ihrer Äliltur zu leisten, und daß sie treu und fest Zusammenhalten sollen, um auch m Zukunft bic großen Aufgaben, die Gott ihnen stellen wird, zum Segen der ganzen Menschheit gemeinsam zu lösen. DaS will ich, daß es ihnen Frfthjof allen sagt, die ihn betraditen werden Tas walte Gott? Werubcn Euere Ma» jestat nunmehr dieses Denkmal meines l’aifcr(id)en Tankes an Norwegen in Gnaden übernehmen zu wollen Acknung? Präsentiert? Drei Hurra für Seine Majestät: König Haakon VII.! König H «na ko n antwortete: Es ist mir eine liebe Pflicht, Eurer Majestät im Namen der Norweger unb in meinem eigenen Namen für das großartige Kunst werk zu danken, das Euere Majestät geschenkt haben Es erinnert un5 an die Talen unterer Wikinger unb wirb dazu beitragen, ihr Andenken auch für die Nachkommen zu bewahren und ihnen zu Augen, daß die^Taten der Norweger nidit mit den Personen Uerben. Unsere Freude über die Statue wird noch bedeutend er höht durch die Wertschätzung, die wir nir den Geber hegen. Seit fielen Jahren, .ich glaube seit 18st0, haben Euere Majestät all täbrlidi Norwegen besucht. Ihre großen Gaben an die Domkirdie in Drontheim, Ihre großartige Hilse bei dem Brande von Aale sund im Jahre 1903, Ihre Liebenswürdigkeit gegenüber allen, die mit Ihnen in Berührung gekommen sind, alles das zusammen hat veranlaßt, daß wir Norweger in Euerer Majestät einen Jreuitd Norwegens erblicken. Bei dieser speziellen Gelegenheit fühle ick) mid) berechtigt, Ihre Besuche mit besonderer Dankbarkeit zu erwähnen. Es ist in diesem Jaftre daS Jubiläumsjahr Euerer Majestät. Bei einem Rückblick muß es jeden freuen, daß dieses eine Reihe von Friedensjahren für Deutschland bezeichnet, und vieljach sind die Forfichritte, auf die bic Nation auf dem einen oder bem anberen Gebiete mit Besriebigung zurück blicken kann. In biesen Regierungsjahren ist es Euerer Maje- stär gelungen, zu beweisen, wie ein Monarck) ben Charakter einer ganzen Nation beeinflussen unb diese anspornen kann zu Patriotismus, Selbstaufohferuna und Pslichtgesühl. In dem ich die Hoffnung ausspreche, bafr es Euerer Majestät vergönnt sein möge, noch viele Jahre fortzufahren in der Arbeit für Deutschlands Wohl, bringe ich ein Hoch auf Euere Majestät aus. Der König hielt die Rede in deutscher Sprache. Zuletzt sagte er auf norwegisch: Mit diesen Worten will ich alle "Norweger bitten, mit mir ein dreifaches Hurra für Kaiser Wilhelm auszubringen. Das Hurra, dos »König Haakon auf den Kaiser aus- brachte, fand überall begeisterten Widerhall. Das norwegische Marine-Orck/ester spielte bic bcutsche Nationalhymne. Die norwegischen Kriegssdfiffc feuerten Salut. ‘Sic Majestäten besichtigten barauf die von geschmack- Vollen Grasanlagen unb Blumenbeeten umgebene Statue. In einsamer Höhe steht sic, von ihrem Fuße großartige Aussicht nach allen Seiten bes Sognefjorbs gewährenb. Wäh- renb der Besichrigung der Statue trat der norwegischo Mu- fitinfpclior Olsen vor die deutsche Militärkapelle unb birri gierte ben von ihm komponierten Frithjof-Fcftmarsch. Damit war bic offizielle Feier beenbet. Der Kaiser unterhielt sich nod) einige Zeit mit ben geladenen Gästen. Sodann schritten die Majestäten die Ehrenkompagnie ab, während die beiden Militärkapellen spielten. Die Majestäten begaben fick, von der Volksmenge lebhaft begrüßt, zum Strande und fuhren auf dem „Sleipner" nach Balholm, um die Belc- ftatue zu besichtigen. Um 1 Uhr war Galatafel an Bord der „Hohenzollern". - Ech-r SM 165.3al)rgang___ " «Kitas, I. Hujuft IMS erscheint täglick, nutzer Ö Sonnkaqs. - ",onatlicd7tzVI, viertel- ' 114t AlrAit AU 11 itiAiAAH k«»v11IIIiIl iiII ■ zi ii'ii iiir 15” wT > 1 H I 1 H B MH H ■ M ■ V ■ ^9^ I Q w ah ~ w ZL für die Redaktion US, Verantwortlich sur der TL8? General-Anzeiger für Gberhefsen sä Unnflbmt oon Äazeiiien 19441 . __ .. v 1 4 r 1 ^Ö'eurtiiöloal : K. Reu- «ur bic Tages,ni.iuuer Rokation8oruS unö Verlag der vruhl schen Univ.-Vuch- und Steinörnderei n. Lange. Nedaftion, Lrpedftion und Druckerei: Stfuilffrühc 7. E: hlrv?la.b-1 x'nb 3 HOr., ®c|diÄftsiltae Büölngcn, vahnhMrotze ,b->. ' w«“ flächen, Wappen und SÄmiedcmcrk, Tinge aus Papier, Holz, berg. Kreis Kreis Kreis Kreis teile Unter dieser Spitzmarke bat der Frankfurter Verein für Heimatschütz ein- von dem Architekten Otto Schwabe verfaßtes Flugblatt cherausgegeben, das sich in eindringlichen Worten gegen die Verunstaltung des Straßenbildes durch die Reklame wendet. Sind auch die Bilderbeispiele mit Ausnahme von dreien, die von der Kölner Bereinigung für Kunst in Handel und Gewerbe zur Verfügung gestellt sind, Frankfurter Verhältnissen entnommen, so ist doch die Schrift selbst von allgemeiner Bedeutung für fasll alle Großstädte, zumal da sie nicht die Reklame schlechthin bekämpft, sondern nur ihre Auswüchse. Ter Verfasser fragt: Was hat die Anhenreklame aus unserem Stadtbild gemacht? Und antwortet, daß sie manche Straßen mit einer förmlichen Kruste tun Häßlichkeiten überzogen habe: weil', rot, grün, blau, gelb und allen nur denkbaren Zwischen- farben, die eine immer häßlicher und knalliger als die andere, alle miteinander in buntscheckigem Kampf/' Schriften, Schildern, Bildern, Figuren, Verglasungen, Metall- trug, behält dieses Band für die neue Auszeichnung bei 4 Dir WtÄtÄ £fÄfT±"x L°ndw-hr.Di°nst°uSz°ichnung 2. Klasse Aus Stadt und Land. Gießen, 1. August 1913. Reklame-Unfug. *' Ernannt wurde der Karl Heinrich Koerschens in Darmstadt zum Schreibgehilfen bei dem Amtsgericht Darmstadt I. " Bestim m unge n über die Anlegung der neuen militärischen Dienstauszeichnungen. Nachdem die durch Kabinettsorder deS Kaisers für die preußische Armee geschaffenen neuen D i e u sta u s z e i ch n u n gen nun» mehr auch bei der Großherzoglich Hessischen Division zur Einführung gelangt sind, wird zur Behebung von Zweifeln auf folgende Punkte ganz besonders hingewiesen: 1. Unter „Dienstauszeichnungen" sind die in Hessen seither mit „Militär-Dienstalterszeichen" benannten Auszeichnungen 3" verliehen. 2. Da die verkürzten Tragezeiten feine rückwirkende Kraft haben, so sind die neuen DienltauSzeichnungön wie folgt anzulegen: Wer seither das Militär-Dienstalters» ** Förderung der Schwimmkun st. Wie man uns mitteilt, ist für den beabsichtigten Schwimmverein allseitig großes Interesse vorhanden. Für morgen Abend (2. August) ist, wie aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich, eine Vorversammlung cinberufen. Gleichzeitig wird davaiif hingewiesen, daß es sich nicht nur, wie teilweise angenommen wird, lediglich um eine Jugend-Abteilung, sondern auch um eine Männer- und Damen - Abteilung zur Pflege der Schwimmkunst handelt. ** Win ter arbeit. Die Vorarbeiten für die Verbindungsbahn bis Klein-Linden, welche bisher fälschlich als Umgehungsbahn bezeichnet wurde, sind nun soweit gediehen, daß nach Beendigung der Ernte die Arbeiten dafür ausgeschrieben werden können, so daß während des Winters die Erdarbeiten vorgenommen werden können. Die Mitteilung, daß für den Bau dieser kurzen Strecke ein besonderes Bureau eingerichtet sei, ist nicht ganz richtig. Ter Bau wird vom Betriebsamt I aus geführt und nur ein paar besondere Hilfskräfte sind dafür angenommen. Ter Zweck der Strecke, die nach Fertigstellung als eine Erwecke« rung unseres Güterbahnhofs anzusehen ist, ist der, sogen, geschlossene Güterfernzüge direkt befördern zu können.' Es handelt sich um eine Einrichtung, die man überall schafft, wo Ersenbahnknotenpunkte zu stark belastet sind. Die neue Gesellschaft Abendstern hat ihre Oefen, die für Kalkbrennen liefen, ausgehen lassen und wirk keinen Kalk mehr brennen. Dagegen wird das Werk durch Einlage von weiteren Trockcnschuppen zur Herstellung von Dachziegeln eingerichtet. Mauersteine sollen nur in dem Umfange noch gebrannt werden, wie es zur Füllung bei Ofenkammern nötig ist. Landkreis Gieren. l. Heuchelheim, 31. Juli. Sein 50jährigesi Drenstjubrläum feiert im Herbste Hauptlehrer Schneider, der dieser Tage in voller Rüstigkeit sein 70. Lebensjahr vollendete. 4 £ i d), 31. Juli. Unsere ausgedehnten Wälder waren in den letzten Wochen das Ziel vieler, die dort fleißig mit der Himbeerernte beschäftigt waren, die im Verhältnis zu den Vorjahren hier recht gut ausgefallen ist. Besonders gute Gelegenheit zum Einsammeln in größeren Mengen bot wie in den Vorjahren der große „Himbeerpark", ein schätzungsweise bald 100 Morgen großes, an der Langsdorser Grenze gelegenes eingezäuntes Gebiet, das dicht mit niederem Buschwerk und Himbeerstauden bestanden ist, und zu dem die fürstliche Forstverwaltung gegen ein geringes Entgelt m entgegenkommender Weise den Zutritt erlaubt. An vielen Tagen herrschte in diesem Himbeerdistrikt, ans dem wohl mancher Zentner Himbeeren geholt worden ist, ein buntes Leben und Treiben. l. Grünberg, 31. Juli. Das 4Ojährige Stiftungsfest unserer, freiwilligen Feuerwehr ist auf den 10. August festgelegt. Kreis Büdingen. l. Büdingen, 31. Juli. Der schlechte Jahresabschluß der hiesigen Molkerei veranlaßte die Hauptversammlung zu dem Beschluß, die Molkerei zu verkaufen. Am 31. Dezember hört spätestens der Betrieb auf. — T i e großelandwirtschaftlicheKreisschau findet vom 20. bis 22. September hier statt. Auch ein Festzug mit verschiedenen landwirtschaftlichen und historischen Gruppen soll vorgesührt werden. Kreis Schotten. Daß die Mgcmcinhcit ein Recht hat, sich zu wehren gegen eine derartige Reklamehäufung, die schließlich im reinsten Tollhausspuk enden müsse, zeigen die Eingängssätze der Flugschrift: Straße und Platz sind für den Großstadtmenschen das freieste Element im täglichen Leben, eine Art notdürftigen Ersatzes für Landschaft und Natur. Das Bild der Straße ist sein täglicher Anblick, dem seine Augen nicht ausweichen können, es ist der Horizont seines Daseins, das Stückchen Antlitz der Erde, vor dem seine Kinder aufwachsen und das ihnen die entscheidenden Eindrücke fürs Leben übermittelt. Mögen die Häuser im Privateigentum stehen, das Stadtbild gehört der Allgemeinheit, sie hat ein Recht auf seine Schönheit und Eigenart. — Tie Beispiele, bie Schwabe anführt, wirken überzeugend, sowohl die Bildertafeln, als auch die Zahlenbcispiele. 'Da ist von vier Apotheken die Rede, die allein das Wort Apotheke einschließlich seiner Uebersetzung 11, 14, 18 und 31 mal an den Außenflächen ihrer Häuser angebracht haben. Ein Kolonialwarengeschäft in einer stillen Vorstadtsiraßc hat über 40 Schilder buntscheckig zusammengewürfelt am Vorgartenzaun angebracht. An einer Straßenfront von 100 Metern wurden 400 Schilder gezählt/ ein Weltinstitut des Bantfachs hat an einer Zweigstelle ohne die eigentliche Firmenauffchrist 122 Worte in goldenen Glasbuchstaben nötig, um eine ganze Abhandlung über alle Arten des Bankverkehrs niederzuschreibeu. Ein stadtbekanntes Geschäft mit etwa zwei Dutzend Schaufenstern glaubt außer diesen noch 21 mal an der Hauptstraße und 19ma( an einer stillen Seitenstraße seine Firma bekannt machen zu müssen, wäh- rend ein gegenüberliegendes Geschäft derselben Gartung und Größe mit zwei Aufschriften auskommt. Ta ist wirklich die Frage am Platz: sind denn Aufsclriftcn das einzige Mittel zur Ankündigung dem Käufer gegenüber? Ist nicht die Äuslage weit besser geeignet, Reklame zu machen? Kennt nicht jeder die Blumenhandlung an dem Blütenslor, der uns täglich grüßt und erfreut ? Zieht es nicht den Bücherliebhaber und -kauser zum Buchhändler, wenn eine gutangeordnete Auslage unwillkürlich zwingt, vor ihr Halt zu machen? Wer schaut da noch lange nach den vielen Rcklanre- schildern. Und gilt das hier Gesagte nicht für alle Geschäfte, die es verstehen, die Ausstattung des Erkers und des Ladens im Einklang mit der Geschäftsart zu halten? Das Butter- und Käse- geschäst,^ das mit weißen Kacheln ausgekleidet und blitzblank gehalten ist, das. auf hellen Platten appetitliche Waren uns anbietet, die drinnen Verkäuferinnen in blendend weißen Schürzen ab- wiegen, braucht das — wenn der Käufer überhaupt erst einmal bis zum Laden gekommen ist — noch eine weitere Reklame? Sicherlich genügt hier der Name des Inhabers in gut lesbarer Schrift,^ und so angebracht, daß er das Architekt Urbild des Hauses nicht stört, sondern sich ihm anordnet. Der Verein für Heimatschutz, der übrigens in Frankfurt eine Beratungsstelle für Reklame eingerichtet hat, versichert, daß er nicht gegen die Geschäftswelt arbeiten will, sondern mit ihr zum Besten der Allgemeinheit. Sicherlich hat er damit recht: wenn erst einmal ein dlbrüsten, •eine Beseitigung der wirklich überflüssigen Aufschriften einfetzen wird, dann hat der Geschäftsmann selbst nur Vorteile davon. Tann erst wird dasjenige, worauf es tatsächlich ankommt, gelesen werden, während es heute in dem allgemeinen Chaos untergeht. ffimg-'jMimg auf den Höhen int Nordwesten Petsch'ewos einzunehmen. Die Bulgaren unternahmen drei Tage lang erfolglose Angriffe und wurden mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. Zwei griechische Divisionen griffen die Bulgaren in der Flanke an, eroberten nach erbittertem Kampfe die Höhen von Hassan Pascha und Lesca und vertrieben den Feind bann von allen Höhen. Die Bulgaren wollten bei Petschewo die griechische rechte Flanke angreifen, wurden jedoch zurückgeworfen. Eine andere bulgarische Abteilung, die aus sechs Bataillonen und acht Kanonen, bestand, kam von Tatar Pazardzik und griff ein griechisches Bataillon bei Mahomia an. Das griechische Bataillon mußte sich vor den bedeutenden feindlichen Streitkräften gegen Preverihani zurückzichen, jedoch kam Hilfe und die rechte griechische Division ichlug den Feind vollständig. Die Verluste der Bulgaren sind bedeutend. Die Türken und die Mächte Paris, 31. Juli. Wie der „Temps" aus Konstantinopel berichtet, ist ein Teil des Kabinetts der Frage n äh er getreten, daß die Türkei als Ersatz für Adrianopel eine Berichtigung der Linie Enos-Midia, sowie die Zusttmmung der Mächte zu einer vierprozentigen Zollerhöhung verlangen soll. Petersburg, 31. Juli. Die Gerüchte über eine geheime Blokade des.Bosporus durch Rußland werden an hiesiger zuständiger Stelle als erfunden erklärt. Budapest, 31. Juli. Wie der „Pcster Lloyd" mitteilt, faßt Rußland als letzten Ausweg eine russische Truppenlandung in Midia ins Auge. K o n st a n t i n o p e l, 31. Juli. Enver Bey telegraphiert aus Adrianopel, er werde sich weigern, mit feinen Truppen wieder aus Adrianopel abzuziehen, selbst wenn dadurch das Kabinett gestürzt werden sollte. Auch der Minister des Innern, T a l a a t, erklärte, die Türkei werde nicht aus Adrianopel weichen. Die albanische Frage London, 31. Juli. In der Sitzung der Botschaftervereinigung am Donnerstag der vorigen Woche hatten die Botschafter von der Erklärung des nwntenegrinischen Bevollmächtigten Woinowitsch Mt genommen, daß sämtliche ' montenegrinischen Truppen Albanien geräumt hätten. Die Botschafter waren dahin übereingekommen, an die Regierungen der Großmächte die Bitte zu richten, daß sie ihre Montenegro wiederholt gegebene Zusicherung, in eine internationale Anleihe an Montenegro zu willigen, bestätigen und Montenegro bei den Entwässerungs- arbeiten am Skutarisee unterstützen möchten. Man glaubt, daß die Anleihe sich auf 3 0 Millionen Franks belaufen wird, die zu gleichen Teilen unter den Großmächten verteilt werden. Montenegro hat die Mächte daran erinnert, daß es als Grenzberichtigung die von dem Stamm der' C l e m e n t i bewohnte Enklave mit Vrako am rechten Ufer des Skutarisees wünscht und außerdem das rechte Ufer des Bojana. Montenegrinische Kreise versichern, Montenegro ioerde für diese.Grenzberichtigungsansprüche । bei den Friedensverhandlungen in Bukarest in bestimmtester Form eintreten. Dr. Ufinger; Kreispflegerin: Schwester Anita Hermany, Friedberg, stellvertr. Kreispflegerin: Schwester Elise Benkert, Fried- (Beide für die ganze Provinz Obcrhcssen.) Zweigstelle Alsfeld: Leiter Kreisrat Dr. Heinrichs. Zweigstelle Büdingen: Leiter Kreisrat Boeekinann. Zweigstelle Friedberg: Leiter Kreisrat Schliephake. Zweigstelle Lauterbach: Leiter KreiSrat non Bechtold. Zweig- Kreis Schotten: Leiter Kreisrat Dr. Kranzbühler. In 17 von den 18 Kreisen Hessens bestehen Zweigstellen. ,^ocpon rm Zkeuergejchotz fangt es an, kriecht über den Sockel; bas kupferne Kreuz, wer das Militär-Dienstalterszeichen für WeÄ’R «ÄÄ S r-W« M,„ Stell, die bronzene Mc. Säulen, Lisencn und die Fenster der Obergeschosse in bi? ööbeJ 1 entciitbe Ockstadt macht Schwierigkeiten bei dem Ankauf des Geländes für den Exerzierplatz und die Schießftände des hierherkommenden Bataillons. Sie forderte zu viel. Jetzt hat die Verwaltung des Frhr. v. Ritterschen Gutsbezirkes ihr Gelände angeboten, das westlich von Friedberg liegt und eine halbe Stunde vvn der Stadt entfernt ist. Starkenburg und Rheinhessen. h Gernsheim, 31. Juli. Der hier beamtete Amtsrichter Maser machte in einem Anfall nervöser Ucbcr- rcizung einen Selbstmordversuch, indem er sich einen Schuß in die Brust beibrachte. Der Schwerverletzte wurde' dem Darmstädter Krankenhause zugeführt. h. Bingen, 31. Juli. Die Entlassung von 15 beim Bau der neuen Nh ein brücke beschäftigten Arbeitern Landesuniversität. Der Großherz o g Haiden Privatdozenten Professor Dr. Robert Holtzmann in Straßburg zum ordentlichen Professor für Geschichte in der philosophischen Fakultät ernannt. ^.Ordensverleihung. Der Großherzog hat das Komturkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philpps des Großmütigen dem Generalmajor Franke, beauftragt mit Wahrnehmung der Geschäfte des Feldzeugmeisters, seither Kommandeur der 50. Infanterie-Brigade (2. Großh. Hess.) verliehen. Dem Oberbriesträger Peter Becker in Bingen das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste." ** Schulangelegenheiten. Uebertragen wurde dem Schularntsaspiranten Heinr. Krug aus Dieburg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dexheim. — Erledigt ist eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu K l e i n - ?l u h e i m. •* Dekanatswahl. Der Groß Herzog hat die für den Rest der laufenden Wahlperiode vollzogene Wahl des evangelischen Pfarrers Heinrich Brill zu Ober-Widdersheim zum Dekan des Dekanats Nidda und die auf die Dauer von nnf Jahren vollzogene Wahl des evangelischen Pfarrers Heinrich Weiß zu Wallernhausen zum Stellvertreter des Dekans bestätigt. ** Mitgliederversammlung d e r Großh. Zentrale für Mutter- und Säu g lin g s sü r- o r g e. Am Samstag, 2. August, wird die Großh. Zentrale ihre Mitgliederversammlung im Rathaus am Markt abhalten. Der Ausbwu der Zentrale ist nunmehr vollendet; die Versammlung wird davon ein richtiges Bild geben: es ind eine große Anzahl von Einladungen ergangen; so daß auf eine größere Teilnehmerzahl gerechnet werden kann. Auch die Großherzogin wird voraussichtlich teilnehmen. "Die o b e r h e s s i s ch e n Z w c i g st e l l e n d c r G r o ß h. Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge: Zweigstelle Kreis Gießen: Leiter Provinzialbirektor Geheimerat wird ebenfalls an dem für die Dicnstauszeichnungen oorge- 'chriebenen rot-weißen Bande getragen. ** Mehr Wasser. Nachdem der zweite Rohrstranck von Queckborn bis Reiskirchen hergestellt und mit der alten Zuleitung verbunden ist, sind die Arbeiten zur bc))crstuch auSgeschlagen sind, wodurch eine Lust zirkulation ausgeschlossen ist und der Wörmestanung Vorschub aeleittet werden muß, es müsse auf die Fabrikanten derartiger Wagen rinaerpirh werden, daß die Kinderwagen nickt mehr mit acl stuck, sondern mit durchlässigen Staffen ausgescl '.ugen werden. Dcrinifcbtes. * 1 00 Berliner Schu Ikinder , die als Gäste des K r o n p r i n z k n in der fiangfubrrr Huirrenkaferne vier Wochen lang verpflegt na rben, werden ,n den »äst üen Tign nach Danzig abfah en Von jeder Gemeinbeschille ist ein Knabe erro.Udl worb'n Verie! iedenc Firmen spenbeteii Gegenstänoe tur Unterhaltung unb Belehrung der kleinen Ferienreifenden Ein: Firma ließ Die begleitenden L drer in der Benutzung der von ihr gesp.otdeten Photo grapl iscken Apparate unterweisen. * Z um Raubmord in Darin stadt. In Berlin wurde gestern abend ein Schlosser Namens Heller verkästet, der in dem Verdacht steht, am Samstag den R erub - mord in dem D-Zug Franlfurt—Darmstadt verübt zu laben. In dem Besitz des Verhaft.ten befanden sich mehrere 1000 Marl, über deren Erwerb er unbefriedigende Angaben machte. Sie sind, wie das „Berl. Tgbl." schreibt, zweifellos dem ermord.'len .Kaufmann Brecher geraubt worden Tie ...Morgenpost" erhielt bis in die späten Abendstunde,t feine Bestätigung der auch ihr zugegrngcnen Nachricht von ber Berliner Verhaftung. — Die Witwe des am Samstag im Tarmstädter Eilzug ermordeten Holzhändlers B r e ch n e r lat gegen den zrisenbahnfiskus eine Schadenersatzklage in Höhe von 200 000 Mark anhängig gemocht. * Bei einer Hochzeit erstochen Aus Tiegen, ol Juli, wird gemeldet: Auf einer Hochzeit in B ü d e n l' o 1 z lmirde in ber ve.qangenen Nackü bei Streitigkeiten ein Bursche ins Herz gestock en: er luar sofort ijl Ein anderer löurfax? wurde l.b.nsgesährlick: verletzt. Tie zwei Täter wurb-n verhaftet. * Zwei Räuber festgenom m c n Aus K ö I n wird gemeldet: Seit einiger Zeit machte eine Räuberbande Mittel- unb Westdeutschland unsicher unb raubte unter Benutzung von Mosten und Vorhalten u;n Waffen große Summen Die Polizei verhaftete jetzt gelegentlich eines Ein bruchsdiebstvhls den Metzger Hahn Er'gestand, mit dem sttiHnigen Schriftsetzer Volker Raubzüge ausgeführt ilnd auch an dem Raubmord in München-Glabbach, lvo die Haus- Lältcrin eines Kaplans ermordet wordeu ist, teilgen.rmmeu zu Tjgbcn. 1 Bürgermeisterwahl in Freiburg i. B Mit 75 von 77 abgegebeneu Stimmen wurde einer Vereinbarung der großen poliiischen Parteien- gemäß ber bisherige Bürgermeister Von Ettlingen Dr. Karl Hofner zum zweiten Bürgermeister von Freiburg gewählt, an Stelle von Oskar Riedel, der 511111 ersten Bürgermeister heraufrückt. * B e s ch i m v s u n g d e r de u t i ch e N F l a g g e. Aus Metz, 31. Juli, ivird gemeldet: Der „Lothringischen Zeitung" nurh aus Nancy gemeldet, daß dort aus einer auf dem Kanal cingctroifenen und vor Anker gegangenen Jacht eines Berliner Hutsabrilanten, der angeblich Merten heißt, wahrend l'itncr Abwesenheit durch einen Auslader d i e deutsche Flagge heruntergerissen und verbrannt worden sei. Ter Arbeiter sei sofort vor die Polizei genihrt unb zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Der „Lorraiw' hat Erkundigungen in Nanct) eingezogen und bisher feststellen können, ein Betrunkener habe die deutsche Flagge von einem deutschen Schiss heruntergerissen und verbrannt. Er sei sofort Verhaftet worden. Während eines Motorradrennens stieß in Eineinati einer der Mitfahrenden, namens Johnson, gegen den Träger einer elektrischen Lampe. Der Benzinbehälter seines Fahrzeuges explodierte. Johnson und eine zweite Person verbrannten. Sechs Per so ne n wurden tödlich, elf schwer verletzt. * Tas Perlenhalsband. Aus Paris, 1. Aug., wird gemeldet. Der anläßlich des Diebstahls des Perlen- l^rlsbandes gegen einen hiesigen Postbeamten ausgesprochene Verdacht hat sich als unbegründet erwiesen. Dieser Postbeamte hatte zwar vor zwei Jahren einem hiesigen Juwelier ein Perlenhalsband verkauft, dasselbe war ihm jedoch, nnc nunmehr festgeskellt tvorden ist, von einer Dame, bei ber er als Hausverwalter bedienstet war, zum Geschenk gemacht worden. *ErwischteRäuber. Aus L n x e m b u r g, 31. Juli, wird gemeldet: 21 ud Esch an der Alzette wird ber „Wacht' gemeldet, daß heute nachmittag bic beiden .stassenräuber, die in L u d w i g s ha f en in die Badische Anilin unb Soda- fabrik eindrangen, erkannt worden waren. Zwei Gendarmen machten sich auf ihre Verfolgung und trafen einen in einem ttleiderladen, wo er sich einen neuen Anzug taufte. Der Skrbretber feuerte auf die Beamten und verletzte einen am Knie. Ter andere Gendarm zog seinen Revolver und streckte den Verbrecher durch einen schuß in den Rücken nieder, so baß er auf ber Stelle tot war. ** Wetter in der Schweiz. Aus Bern wirb gemeldet: Aus der Schweiz kommen Nachrichten über eine neuerliche Verschlechterung, des Wetters. Im Jura unb WaliS gingen gestern Abend starke Hagel schlage und Re gen fälle nieder. Die Gotthardtstraße ist an verschiedenen Stellen durch Erdmasien versperrt. * Hitze in den Vereinigten Staaten. Aus New Hork, 31. Juli, wirb gemeldet: lieber bic westlichen und die Zentralstaaten „ad, £ fr en bin ging eine Hitzwelte. In Ehikag 0 kamen 20 Todesfälle vor an Hitzfchlao, in E1 e v e 1 a n d 12, in 9? e iv y v r f 4 Auch in anderen Stabten find mehrere P,».sonen an H 1 tz f ch 1 a g gestorben * E i s e n b a h n u n f a l l. Aus £ ttawa, 31. Juli, wird gemeldet: Heute vormittag ist ein Guterzug der Grand Trunk-Eifenbahn auf ber Hochebene von £ ntari 0 in eine auf dem Gelcis befindliche Viehherde gefahren und entgleist. Fünf Fahrgäste wurde getötet. vüchertifch. — Wanderungen um Mainz, Wiesbaden und Umgebung, jufammengefkllt von Fritz Ritzel, Verlag der Mainzer Verlagsan,talt (Mainzer Anzeiger . Das fröhliche Wandern hat sich heutzutage durck mancherlei Umstände glück!icherwinse wieder einer steigenden Beliebtheit zu erfreuen. Hand in Hand damit geht ein starkes Interesse für Führer, die denn auch dem Verlangen der Allgemeinheit Rechnung tragen und auch den Wanderer mehr berücksichtigen als trüber. Tic meisten dieser Führer waren aber an; drn ortsfremden Gast ciiigeriditet und brachten nur die schcnswenrsten Punkte; dem Einheimischen war Damit nichts gellten. Der Gedanke, hier Abhilfe zu scharfen, beschäftigte uns icton seit Jahren, aber erst in diesem Frühjahr konnten wir ihn durch die Aufnuynie der Rubrik: Rundum Gießen in unserem Blatte verwirklichen. Daraus wird sich, wie wir ja schon mit- geteilt haben, ein Führer entwickeln, der durch Karren nsw. verstärkt, ein rechtes Wanderbuch durch die Heimat werden soll. das in gedrängter Kürze, ober doch nicht im brrüefttiattn Telegrammstil. die Schon! :trn der näheren und iueitrrfn Umgebung in Form von Touren schildern soll Demselben ovbanfrjt timirriitfli der vom Mainzer Anzeiger veröficiuliduc Führer um Äarnz. Wiesbaden und Umgebung, ber L'V8 ^Wanderungen umfafu unb sehr übersichtlich und prafnfd eingerichtet ist Der gröfoc Teil der Wanderungen erstreckt sich naturgemäß auf den ipefthdxn TaunuS, den Rheintaunus, aber auch dis ,'rlbbrrggcbict, Rhein- 1 eisen, Hunsruck und Odenwald sind gut vertreten, so daß ba> bnnb- litl e Buck als vorzüglicher Wegweiser tm Mittelrbemgebiet an- gesprochen werden Tann unb jebem zu empfehlen ist, der jich diesen id önen Teil Deutschlands nidit nur von den ausgetretenen Bauder- wegen aus ansehcu will Tas banNidr Buch kostet 1,20 Mk ßanöcL • • Tie b e 1111 cb c Ttafcbineninbuflrie auf b c m Weltmärkte i m Juni 1918. Im Juni 1918 bat sich btc bfutlcfce T?afd)iiienau&li:br den Vormonaten gegenüber ganz welent- lidj aeüoben; sie belief sich, wie eine vom Vereine beullcher Male! iiienbau-Anstaltei, bearbeitete — unten wiebergegebene — Ausstellung zeigt, <ür die eigentlichen Maschinen auf 53 236 Tonnen im Werte von 60 440 000 Mark, denen eine Einfuhr von mit 10 469 Tonnen im Gesamtwerte von 9 246 000 Mk. gegenüberftaiib. Tie Zunahme der Anssnhr ein fiel zum größeren Teile auf land- iv_irtfd)a»0,3 1195,3 1155,1 während ber gleiche Wert für den Durchschnitt deS JalneS 191* sich i" der Einfnbr auf 940,2, in der Aussicht auf 1170,2 belief. Tiefer verbältnis , ästige Wert der Einsicht beharrt also, verglichen mit dem der bei,lieben Anstiche, auf einem recht niedrigen Glaube. £) (tut b 11 r g , 31. Juli. Tie Tculldie Leoanie-Lmie bat aut lausenden AtiUeln sämtliche An teile der Beeilter Tampferlinie Alla-, G. m. b. V., die sie im Jnm 1912 nach Btderfprnch einer Miuoriläl der Aktionäre an die Handelsvereintgunq 91. W. Berlin abgetreten hatte, zurückertvorben und damit zualeick die Verfngtntg über die von ihr biSl er padjlivejc verweu^eten fünf Atlas^antvfer „Tertttbie*, «Haidar Pascha", „Kanok', , Koboflo" und FStambu(- erhalten. Märkte. || Kirchhain, 30. Inti. :\u dem gestrigen Rindvieh- m a r f t waren noch keine 0 Etück Rindvieh gugelriebeit. Die Raiilhift und der Handel waren sehr rcac. Dem Schweine- m a r f t waren tund 760 Ferkel und Läufer ziigefahren. Erstere wurden mit 35 — 70 Bit., !c -tcrc mit 80- 100 Tlf. für bafl Paar je nad) tröste und Qualität bezahlt. Ter Handel blieb etwas gedrückt. ic. Wiesbaden, 31. Juli. H e n- und 8 it oh markt. Angefahren waren 44 Wagen mit Ceti und Stroh Tlnn notierte: Heu, altes. 4.60—7.00 Alk, 11 etieft 4,<'0-5,20 Mk. Stroh (AiiditHrob) ",00-0,00 Akk., .«riimmstroh -',«0-3,60 ib'.k. — Dilles je 100 Kilo. — Frucht markt. Nichts abgefahren. Mi'rller'fche vadeanstalt. Wasicr wärme der Lahn am 1. 9111 g ttft : 17' k. Amtlicher Vetterdericbt. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wctteraussidsten in Hessen si'ir Barnfttaa, bett 2. August 1913: Heiter, trocken, warm, föcn itierncigimg; mäßige nordöstliche Winbe. Letzte 2lacbricbtcn. Rußland für Bulgarien Paris, 31. Jul«. Toi Petersburger Korrespondent deS .Figaro' teilt aus angeblid) bester Quelle mit, baß Rußlanb entschieden dafür eintreten werbe, baß K oval la unb ThasoS den Bulgaren erhalten bleibe. Verantwortlich für den politischen Teil I. V.: R. Lange. h fff f* MWvi Salem Aleikum SaJemGoldSS^ Ci^areffen /u t J€e/ Orißnfcd. cZahcd«z. CigaKi^&n,-%äbrLk yenidze^e^den, Thh.. 'JCugo-lißäc 0 Trusffrei? 0 FABRIKANSICHT sH lll Ml Hi Alleinverkauf der Marke Salamander für Giessen □ J. Lilienfeld Männer-Turnverein Gießen Os*. Ploch verreist wes*reist Vertreter Dr. Weyl, Seltersweg 79. Bahnhofstrasse 34 4978 vV, Posse in 5 Akten von Franz von Schönthan. 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SOMMERFEST "Cl6im6cn ®onbEt: 9 uir nbD" Säegesfeäer* auf der Kneipe. ________________________________ Der Borstand. Zerbrochene Fensler !e‘l'"",£‘!,r$,r™ Wir machen unsere Mitglieder und Parteifreunde noch einmal auf den am Dienstag, den 5. August, um 8-/4 Ubr in Nauheim im Kurbaus stattfindenden Vortrag des Herrn Dr. Karl Peters: Die Gründung von Deutsch-Ostafrika. Die Abteilungen Gießen der Deutschen Kolonialgesellschaft Md te Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft Mitglieder auf den am 5. August, abends ^HsRr' xm VnIc des Kurhauses in Bad-Nauheim stattfindenden Vortrag des Herrn Reichskommissärs a. D. Dr. Karl Peters über [DVb Iie8nihi,MH-Lß>KM aufmerksam und laden zu regem Besuche desselben ein. Verein ehm. HßerGießen. Sonntag, 3. August, 3 Ubr Probe - Schießen (Schützenhaus). Samstag, 0. August, 91/, Uhr autzerord. Mitgl. - Versammlung . im CasH Leib. Tagesordnung: 1. Abrechnung über das Regimentsfest, 2. Gemütliches Zusammensein. w „ Sonntag, 10. August, 3 Uhr Sommerfest auf der Liebigshöhe. Um zahlreichen Besuch bittet iv'/«) Der Vorstand. pliologr.Cieras in allen Preislagen sür Platten, Pack und Rollfilms, sow. sämtl. Zubehörteile. Aug.loll Krcnzdrogerle Bahnhofstr. 51:: Tel. 2082.