Erstes Blatt 163. Jahrgang Nr. 75 Ach-nZä^^-uA- V u ▲ * *. A 1 V monnmd)7y*”i?rte[- Sonntags. - Beilagen. ,A AA vA AA AA A A Ä A jährlich Mk. 2.20; durch |W| A|| AV II DD ^A| ^D A> moLch(ZR^!L) ssäsIle■ ■aften C. G. m.b. H." eine neue Zentralkasse zu begründen. Diese neue Kasse ,'offe sich vollständig fernhalten von allen Beteiligungen und Kreditgewährungen und ausschließlich den Interessen und Bedürfnissen der ihr angehörenden Genossenschaften dienen. Um die vorgeschlagene stille Liquidation durchzuführen, solle die neue Kasse den ganzen Geld- und Kredit- verkehr der alten Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank übernehmen. Würde diese zu einer zwangsweisen Durchführung der Liquidation genötigt, so würden die Gläubiger- gcnosscnschaften und die Aktionäre einen Ausfall bei ihren Forderungen bringen, der sich im Falle einer stillen Liquidation „auf das geringste Maß" beschränken würde. Im selben Moment, in dem die alte Dank ihre Tätigkeit einstellt, solle die neue Zentralkasse ihre Aufgabe beginnen, so daß also keine Störung in den laufenden Geschäften eintreten würde. Sie würde sich der Preußischen Zentralgenossenschaftskasse in Berlin anschließen und den ihr zugehörenden Genossenschaften .Kredite verschaffen. Dadurch würden die hessischen landw. Genossenschaften auch künftighin und besser als bisher ihren legitimen Kreditbedarf zu beschaffen in der Lage sein und in erheblichem Maße Gelder flüssig machen können. Wenn das Moratorium nicht zustande komme, würde die landwirtschaftliche Genossenschaftsbank genötigt sein, den Konkurs anzumelden, und dann würden die Verluste für alle Beteiligten sehr erheblich sein. Das Zirkular fordert daher alle Genossenschafter auf, die weitere Absonderung von Geldern einzustellen und sich der neuen Zentralkasse anzuschließen, die auch für die Beschaffung der nötigen Gelder Sorge tragen werde. Namentlich sollten auch die Genossen jetzt die Treue bewahren und ihre Gelder nicht kopflos den Spar- und Darlehns- kassen entziehen. Um wieder geordnete Verhältnisse herbeizuführen und größere Verluste zu verhüten, sei vor allem Ruhe und Vertrauen nötig. Der eindringliche Appell an die Mitglieder der Ge- nossenschaften wird hoffentlich seine Wirlüng nicht verfehlen. Es muß jedenfalls alles getan werden, uni die hessische Landwirtschaft vor weiteren schweren Schädigungen zu bewahren. Im übrigen wird es aber auch notwendig sein, wenn nicht schon ftüher, so doch in der dem- nächstigen Versammlung über die ganze Lage der Dinge volle Klarheit zu schaffen und die Ursachen genau darzulegen, die zu dieser neuen, tief beklagenswerten Lage geführt haben. Die Agitation des französischen Kricg$mimfter$- Der französische Kriegsminister hat eine nicht sehr taktvolle Rede gehalten. Es ist sein gutes Recht, für seine Heeresreformen Propaganda zu machen, daß er dabei aber Rügen und Vorwürfe gegenüber Deutschland hineinslicht, wobei er offensichtlich auch die öffentliche Meinung Deutschlands gegen dessen Regierung mobil machen will, ist doch eine Leistung, die auch mancher einsichtige Franzose übel aufnehmen wird. Daß das „friedfertige" Frankreich wiederholt Heeresreformen durchgeführt hüt, ist doch noch nicht vergessen! Paris, 31. März. Auf einem aus Anlaß des Distanzrittes der Kavallerie-Offiziere veranstalteten Bankett hielt Kriegsministsr Etienne eine Rede, in der er unter anderem s agte: Wir sind feine Maulhelden, wir sind keine Angreifer. Seit 42 Jahren haben wir zur Erhaltung des Friedens beigetragen; während Mächte neben uns unaufhörlich ihre Mannschaftsbestände vermehrt haben, bat Frankreich das schöne soziale Gesetz gemacht, zu dem auch ich beigetragen habe, das Gesetz über die zweijährige Dienstzeit. Auch noch andere Beweise seiner friedlichen Gesinnung gab Frankreich und es trieb seine Friedfertigkeit beinahe bis zur Abrüstung. Inzwischen aber zögerten andere nicht, ihre Friedenspräsenz zu vermehren und machten Gesetze, die alljährlich eine fortschreitende stetige und ausdauernde Anstrengung bildeten. Was nun aus denr Spiele steht, das ist die Zukunft, die Ruhe und das Leben Frankreichs. In der Leidenschaftlichkeit, die ich für mein Land hege, habe ich mich deshalb erhoben und weiter gesagt: Sie müssen ein für die nationale Sicherheit notwendiges Opfer bringen. Ich hatte vorher alles reichlich erwogen und wenn auch mein Schritt vollbereckftigt war, so tat ich dies, weil ich ihn für unerläßlich hielt. Ich glaube aber, daß es da nur eine einmütige Ueberzeugung geben konnte. Ich thabe für den Geist Gambettas gelebt, der mir auf dem Sterbebette gesagt hat: Ebenen Sie Frankreich gut! Nun denn, ick glaube Frankreich gut zu dienen, wenn ich von ihm verlange, daß es sich vorbereite, seine Würde und seine Ehre zu verteidigen. Die Note der Mächte. Konstantinopel, 31. März. Die Kollektiv* not« der Großmächte wurde dem Minister des Aeußern durch den Doyen -des diplomatischen Korps, Markgrafen von Pallavicini, in Gegenwart der anderen Botschafter überreicht. In der Note wird als Grenze die direkte Linie Enos Midia vorgeschlagen. Die Jnselftagc bleibt einer späteren Regelung der Mächte überlassen. Man rechnet mit einem raschen Friedensschluß, wenigstens soweit es sich um Bulgarien, Serbien und Griechenland handelt. Wie verlautet, ist der erste Eindruck der Aufnahme, die die Note der Mächte gefunden hat, der, daß die Pforte die Friedensgrundlage im ganzen an nehmen dürfte, über Einzelheiten aber zu verhandeln wünscht. Die Ueberreichung der Note der Mächte hat an der Börse einen g ü n st i g e n Eindruck hervorgerufen. Die türkischen Konsols stiegen. Die Regierung ergreift skrenge Maßnahmen, um zu verhindern, daß die Ruhe und Ordnung durch Verbreitung falscher Nachrichten nicht gestört werde. Der Platzkommandant von Konstantinopel hat einen Auftuf erlassen/in dem es heißt: Täglich werden in Konstanz tinopel eine Menge falscher Nachrichten verbreitet. In den letzten Tagen besonders wurden lügenhafte Erzählungen über die '"Armee sowie Gerüchte verbreitet, daß in Konstantinopel blutige ^Ereignisse zu erwarten seien. Bon heute ab werden die, welche fortfahren, falsche Berichte zu verbreiten, aus dem Gebiet, in dem der Belagerungszustand gilt, entfernt werden. Die Antwortnote der Pforte. Konstantinopel, 1. April. Unmittelbar nach dem Kollektivschritt der Mächte ging der Minister des Aeußern mit einem Unterstaatssekretär an die Abfassung des Entwurfes der Antwortnote der Pforte, deren Grundzüge bereits int vorgestrigen Ministerrate festgelegt waren. Dieser Entwurf wird morgen dem Ministerrat unterbreitet werden. Man hält es für möglich, daß die Antwort der Pforte übermorgen den Botschaftern übermittelt wird. Nach der Uebergabe der Kollektivnote empfing der Minister des Innern den englischen und den russischen Botschafter. Sämtliche Botschafter begaben sich dann zum Großwesir, mit dem sie eine Unterredung hatten. Botfchafterkorrfercnzcrr. London, 31. März. Die Botschaftervereini« gung ist'heute nachmittag 4 Uhr zusammengetreten und £jat sich um 6 Uhr bis züm Mittwoch vertagt. Tie Antwort der Verbündeten auf die Vorschläge der Mächte ist auf dem Wege. Alle Mächte haben eine Flottendemonstra- tion gebilligt, doch dürften nicht alle daran teilnehrnen. Von Montenegro ist hinsichtlich Skutaris noch keine Antwort eingetroffen. Petersburg, 31. März. Heute nachmittag fand die er st eSitz un.g der bulgarisch- rumänisch enKon- ferenz statt, die einem vorläufigen Meinungsaustausch gewidmet war. Geetzener Stadttheate*. Die Siebzehnjährigen. Schauspiel von Max Dreyer. Gießen, 1. April. NUt einer schönen, einheitlichen Vorstellung zu Ehren des Oberregisseurs Walter Tworkowski schloß das Theater seine Pforten für diesen Winter. Herr Tworkowski, der sich im' Laufe der.Spielzeit namentlich als tüchtiger, verständnisvoller Regisseur erwiesen und eine ganze Reihe fein ausgearbeiteter Aufführungen heraus gebracht hat, daneben aber auch als nachdenklicher, tiefschürfender Schauspieler hervorgetreten ist, hatte sich zn seinem' Ehrenabend Max Treyers Schauspiel: Tie Siebzehnjährigen auserwählt. Rein künstlerisch betrachtet, ist ja nun Max 'Dreyer als Epiker wesentlich bebcutenber denn als Dramatiker, obwohl er der Allgemeinheit eigentlich nur als Verfasser wirkungsvoller Bühnenwerke bekannt ist, aber man sieht leine klug ergründeten und glücklich gemodelten Gestalten doch gern im scharfen Lichte der Rampen, wo sie erst ihre volle Plastik zeigen können. Und gerade bei den Siebzehnjährigen schlägt Dreyer so feine Saiten an, begründet er so genau und nachdrücklich, daß man bei aller Oberflächlichkeit, mit der er den Gang der Ereignisse gestaltet, doch gerne lauscht, und sich höchstens gegen das konventionelle und schablonenhafte des Schlusses auflehnt. Man barf nicht über diesen Schluß hinausdenken, darf sich nur an das Geschaute halten, sonst.finbec man sofort, daß uns Dreyer vier Akte lang elnxrs vorgegaukelt hat, was man nur deshalb nicht sofort als fadenscheinig angesprochen bat, weil man nicht an die weitere Entwickelung dachte oder vielmehr eine wertvolle Lösung von ihr erhoffte. So ist mich das reizvollste des Stückes, das Seelen» leben der beiden siebzehnjährigen, nur insoweit behandelt, als cs die Handlung bewegt, und es bleibk nicht einmal unzweifelhaft, ob nur der Fehltritt des Vaters oder auch die eigene betrogene Liebe den armen, schwärmerischen Knaben in den Tod treibt, als er sich das in diesem' Alter natürlich überlegene Mädchen dem Major zuwenden sieht. Und dieser Tod selbst ist höchst problematisch — ein Ereignis aus dem vermischten Teile einer Zeitung, das ohne künstlerische Läuterung verwertet ist, aber dem Werke einen bühnenwirksamen Schluß sick-ert, über alle Bedenken und Einwände hinaus. Tie Vorstelluiig zeigte, wie schon eingangs erwähnt, eine schöne, einheitliche Geschlossenheit und erhielt durch die Mit nnrkung von Fran S chr ö 11 e r - Dwo r kow s li noch eine be- lonbcre Anziehungskraft. Frau Tworkowski erwies sich als eine geschmackvolle, zielsichere Künstlerin, die in jeder Bewegung und jeder- Linie eine treffliche Schaltung bezeugte und über eine sehr biegsame, geschmeidige Stimme verfügt. Tie verständnisvolle, lebenskluge Annemarie fand in chr eine Darstellerin von inniger Beseeltheit und wohlmeinender Güte, und auch im herbsten Leid Ivar sie die standhaste, treue Frau. Herr Tworkowski shielte den alternden Major mit sorgfältiger, geschickter Abtönung, doch schien wir das künstlerische Wesen dieses seltsamen Mannes etwas zu wenig betont. Das schwärmerische und lveichmütige kam — wohl mit bewußter Wsicht — nicht Har genug zutage, mit Ausnahme der kleinert, meisterlich vorgebrachten Szene, wo er, anstatt die Rechnung des Arztes zu bezahlen, eine Bronzestatue erworben hat. Schön und schlickst waren die Austritte mit dem Sohne und mit der blitzäugigen Erika. Dieses wilde, leidenschaftliche Mädchen, denr ein heißes, rotes Blut in den 9fbern strömt, wurde von Fräulein de Bruyn mit glücklichster Mischung von Lebensfreude und Sentimentalität gespielt. Herz nnb Leib verzehrten sich in wünschender, sehnsüchtiger Liebe, und im Ueberschwang der Gefühle wehte ihr l-eißer Atem voll innigster Hingabe und schmerzvollem Weh dem geliebten Manne ins Gesicht. Herr Jensen spielte den Kadetten, einen lieben, schmucken Jungen, in feiner schwärmeriseben Verzückung ganz hervorrageno, aber die todelende Haltlosigkeit, das verzweifelte Versinken im hoch- gehenden Strome schmerzlichster Geftihle, gelang ihm nicht restlos. Es blieb da ein Schein des Gespielten, des unerlebt Targestellten. Einen prächtigen alten Herrn, dem ein langes Svldatenlcben und innige Berührung mit der Natur Krqst und Halt bewahrt haben, gab Herr Kliew er in dem Obersten. Außer Herrn T w o r kowski wurden auch Fräulein de Bruyn und Herr I e n s e n mit Blnmenspenden bedacht, und stets erneuter Beifall ries die Darsteller immer ivicber hervor. Daß die Regie von tadellosem Schliff >var, braucht wohl nicht besonders erwähnt zu werden. So schloß die Spielzeit mit einem schönen starken Erfolg. N. * Darmstädter Lrühlingsfeftspiele. Darmstadt, 31. Mörz. Tie Frühlrngsfestspiele des Darntstädter 5)oftheaters nehmen gestern mit Wagners „T r i st a n und I s o l d e" ihren Anfang. Dr. Eger hatte oft geäußert, daß er nicht „Festspiele" bringen werde, in denen nur ein oder mehrere Gäste mit bekannten Namen auftreten: sein Bestreben wird es sein, Ausführungen herauszubringen, die in musikalischer und dramatischer Hinsicht künstlerisch durchgearbeitet jein sollen. Dies Versprechen hat er ge halten. Wir hörten gefteru den Tristan in fast vollendeter Wiedergabe, und es war Festesstimmung, in die die Hörer versetzt wurden. Freilich stand Artur Niki sch am Pult. Seine ausgeprägte künUlerische Jndioidualirät vereinte alle Kräfte im Orchester und auf der Bühne zu einer wundervollen Einheft. Niemals „deckt er den Sänger zu", wie dies bei meniger genialen Dirigenten leider bei Wagner so oft vorkommt.. Nikisch legt bei dem Musckdrama stets die Betonung auf das Wort „Drama" Gerade hierdurch wird die Musik zu einer Hebung des Wortes Den Tristan sang Alfred v. Bary aus München, der sicher der beste der lebenden Tristandarsteller ist. Seine. Stimmittel sind nicht überwältigend, der Ton klingt in der Höhe gepreßt und gaumig Aber die Darstellung Barvs ließ diesen Fehler vergessen. Das Größte leistete der Künstler im dritten Akt Ms Isolde war Fran Rüsche-En dort aus Leipzig verpflichtet. Ich lernte hier eine Künstlerin kennen, deren Leistung mir unvergesseii bleiben wird. Wie aus Erz gegossen, so stand H'olde in L.rotz und Liebe vor uns. In Harmonie zur Tar- stellung stand ihr Gesang. Bis zum letzten Ton war die Stimme klang, chön. Vmi den Darmstädter Künstlern, die gestern mitwirken durften, ragte Frl. Anna Jacobs als Brang.äne hervor Sie hielt" NP Nicht nur gegen die beiden Gäste auf der Bühne, sondern'durfte Nck) Mit vollem Recht neben sie stellen. Auck, Herr Stephani als König Marke erwies sich als ein trefflicher Interpret des treuen zrönigs. Großyügig war der Knrwenal des Herrn W e b e r. kTn. Tie Spielleitung batte Direktor Rainer Simons aus Wien. Sein Bestreben war es, die Stimmung des Werkes wieder- zu geb en, was ihm auch gelang. Ter zweite Akt brachte eine drei- Ituftgc Buhne, die sich als Ungemein wirksam erwies. Das Haus war auckverkauft. * — Parsifal-Aufführung in Zürich. Aus Zürich Nnrd uns geschrieben: Tie erste Aufführung von Wagners L^rsifal" rm Züricher Stadttheater — und damit die erste öffentliche Aufführung des Werkes in Europa außerhalb Bai>- reuths überhaupt — ist auf Sonntag, den 13. April an gesetzt worden, weitere Aufftihmngen sind zunächst für den 20. und 27. April in Aussicht genommen. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Kapellmeister Dr. Lothar M ernster, die Leitung des szenischen Teils ff ihr t Oberregisseur H ans Ro- g o r s ch, die neuen dekorativen Entwürfe ftnmmcn von Gustav G ampe r in Bern. Hine Siegesfeier in Moskau. Moskau, 1. April. Das slawische Komitee veranstaltete gestern aus Anlas; der Einnahme Adriano Pels eine ft-eicr, an der auch die Spitzen der städtischen Behörden und Militär teilnahrnen. Eine Trau erfrier für die Gefallenen aus den Balkankriegen von 1877 und 1913 fand statt, der am "Abend ein großes Bankett folgte. Die Belagerung von Skutari. Am Sonntag wurde dem Kommandanten von Sku - tarr eine neuerliche Frist zum Abzüge der Zivilpersonen eingeräumt, dock machten nur wenige von der durch Essad Pascha gegebenen Erlaubnis Gebrauch. Am Sonntag um 7 Uhr begann das Bombardement wieder. Die Türken unternalMen am Montag um 9 Uhr vormittags einen Angriff vom Tarabosch aus, worauf die montenegrinische Infanterie in Aktion trat. Ein heftiges Bombardement dauert auf beiden Seiten an. Die montenegrinische Regierung erklärte den Großmächten, nicht in der Lage zu sein, den M i l i t ä r a t t a ch e c s wegen des Abzugs der Zivilbevölkerung von Skutarn eine Unterredung zu gestatten. Bon vier serbischen Flugzeugen, die Skutari kürzlich zu, überfliegen versuchten, wurde eins heruntergeschossen und siel in die Stadt. In der vorigen Nacht wurden 300 montenegrinische Pioniere, die den Iri-Ftuß ablciten wollten, um Skutari unter Wasser zu setzen, von Hallissoren überraschst und sämtlich niedergc macht. Die Blockade der montenearinifcheu Küste. In unterrichteten österreichischen Kreisen wird erklärt, daß vorläufig nur eine Blockade der montenegrinischen Küste vorgenommen werden solle. Tim' die Zufuhr von Lebensmitteln und Kriegsmaterial von her Seeseite zu verhindern. Alle TelearaMMe unterliegen einer strengen Zensur. Wie verlautet, hat am Montag nm, ' 3 Uhr morgens das in 'E a t t a r o versammelte ö st e rr e i cki s ck - u n g a r i s ck e G e schw aber ben Befehl zum Auslaufe n erhalten. Tas Geschwader lag ctm-r -winzig Kilometer vor Antivari. Es besteht aus den Schlachtschiffen ..Erzherzog Franz Ferdinand", ..Zrinhi" und „Ra-x^kv". dem Panzerkreuzer „St. Georg", dem Kreuzm ..Mmiral Sprun". Mehreren Porlwdob'oten und Torpedo- bootszeritörern. T as 2 3. L a n d w e h r i n s.a n r e r i e r e g i- ment in Zara wurde um i/»6 Uhr nachmittags auf einem Llovddampser eingeschifst, der in nördlicher Richtung abging, und wird. wie verlautet, in Matkowich anSoeschifft werden. Die Kämpfe au der Tschataldfchalinie. Die feindlichni Streitkräfte, die nach dem amtlichen Bericht am Sonntag aus dem Terrain von den türkische"- befestigten Stellungen westlich von Büj uk-Tsckekmddschr vertrieben worden waren, wurden von einigen unserer Einb-wten nachdrücklich v e r- solat. Hierbei fanden di-se auf dem' Äbarsch' in der Richtung auf IaUes mehr als 1000 Leichen an? den Wemn. Tie wopiicken Truppen stieren auf beträchtliche feindliche Streitfrärte, die aus den Höhen nördlich von Jalos und südlich von- Tale Tschakilkoci ausgestellt waren und machten dort Halt. Infanterie zerstörte die feindliche demaskierte Batterie, die aufgefabren war, um dir tür- kisc^r Stellungen von der- Flanke zu. nehmen. In den übrioen Punkten vor der Tschataldscha-Linie Und vor Bulair hat sich nichts ereignet. Verrtrcbss Reich» Di e Beise'tzuutz ?vie die Alten 1 ungen" und wenn das schöne nachbarliche Verhältnis durch keine Wechselfälle des Lebens jemals gestört wird, dann kann mit Recht von dem Segen einer guten Nachbarschaft gesprochen werden. Kehrt die Freude bei dem einen Nachbar ein, gleich must der oudere daran teil nehmen. Er empfindet sie nur liatb, wenn er die Mitireude nicht im Auge des Nächsten glänzen sieht. Aber doppelt stark durch- strömt die Lust das Haus, wenn der Nachbar seine freudige Anteilnahme beweist. Tritt der Ernst des Lebens heran, gilt es Sorgen zu heben und Not zu teilen, find betrübte Herzen aufzurichten und kann durch ein gutes Wort der gefährdete Friede befestigt werden, wer ist berufener zum milden Berater, wer ist so tief einge- weiht in alle Familienverhältnisse, als der getreue Nachbar, der, solange "man denken kann, im Hause verkehrt. Er hat die Eltern in noch jugendlichen Jahren kennen und hochschätzen gelernt, er sah die Kinder unter seinen Augen auswachsen. Wie er mit Freuden das Erstarken und Aufblühen des Hauses durch viele Jahre hin beobachtete, so gebt ihm jetzt auch das Leid des Nächsten sehr zu Herzen. Tie treueste Freundschaft verbindet ihn und seine Angehörige:: ja mit den Bewohnern des Nachbarhauses. Es treibt ihn, diese auch zur Zeit der Not durch die Tat zu beweisen. Ist er auch fein Freund von vielen Worten, so ist er doch von jeher ein Mann der Tat mit aufrichtigen Gesinnungen gewesen. Fern liegt es dem einen wie dem andere:: Nachbarn, Freundschaft zu heucheln und ialschen Händedruck auszutausckren. Offen und ehrlich teilen sie sich ihre Meinung mit, und offen und ehrlich sprechen und handeln sie ins Gesicht und hinterm Rücken. Geht es. einmal mit ihnen zum Sterben, so tröstet der Ueberlebende oie des Beschützers beräubte Nackcharfamilic nach besten Kräften. Er nimmt sich ihrer im Sinne des verstorbenen Freundes redlich an und bezeigt ihm :wch Treue nach den: Tode. — Im Leben.vereint und durch den Tod nicht getrennt. Es ist etwas Großes und Schönes um gute Nachbarschaft. * ** Landesuuivorsität. Der Großherzog hat den ordentlichen Professor an der Universität Greifswald Dr. Friedr. Engel zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landesuniversität ernarmt. ** Tech::. Hochschule. Ter Grosihcrzog hat der: Prof, an der Techn. Hochschule in Hannover Tr.-Jng. Ernst Braun zum ordentlichen Professor für Maschinenbau, besonders für das Fach der Wasserkraftmaschinen an der Technischen Hochschule in Darmstadt ernamit. u Der April war der zweite Monat in: römischen Kalender und hat seinen Namen von dem lateinischen Wort aperire (eröffnen) bekommen, weil sich mit ihn: die Erde zum Wachstun: öffnet. Im deutschen Kalender Karls des Großen heißt der April Ostermonat und wegen des unbeständigen wandelbaren Wetters wird er anch Wandelmonat genannt. Für den Landmann bringt der April viel Arbeit, wird doch in diesem 9)?onat die Saat für den künftigen Somn:ersegen ausgestreut. Da der April meist schon die Dbftbaumblüten hervorzaubert, ist er auch für den Imker von Bedeutung. Vom April gelten nachstehende Bauernregeln: „Es ist kein April so gut, er schickt dem Schäfer Schnee auf den Hut". Und wenn sich der Schnee in Regen anflöst, so ist das dem Landmann noch lieber; verheißen doch kräftige Negenschauer in: April eine gute Erntz, denn „Raffer 5>(pri( ist des Bauern Will'". Kreis Alsfeld. OK. Alsfeld, 31. März. Im Kreise Alsfeld starben in: Jahre 1912 513 Personen (289 weiblichen, 224 männlichen Geschlechts). Es koinmen also auf 1000 Einwohner 13,5 Todesfälle. 34 Prozent der Verstorbenen wurden über 70 Jahre alt. Die Todesursachen, die au: meisten vorkamen, waren Altersschwäche (106:nal), Lungenschwindsucht (47:::al) und Lungenentzündung (48n:al). Selbstmorde kamen in: ganzen 10 vor. In Alsfeld starben 65 Personen, wovon 11 Ortsfremde im K reist ranken haus starben. Auf 1000 Per- fonen fomme:: 10,8 Todesfälle. Da 1912 in Alsfeld 53 Knaben und 51 Mädchen geboren wurden, bleibt ein Zuwachs von 50 Einwohnern. — Am Samstag abend schoß bei Schrecksbach auf der Jagd des Herrn W. Egner-Alsseld ein Lauterbacher Jäger eine Schnepfe. Die erste Schnepfe in der hiesiaen Gegend wurde kürzlich von einem Forstaffessor auf der Jagd des Fabrikanten Fuhr-Altenburg geschosfen. Kreis Schotten. d. Vo n: Hoh er ods ko pf, 31. März. SamZtag, 29. März, abends 81/, Uhr, brannte zur Erinnerung des Geburtstages unseres großen Kanzlers Bismarck auf dem uach ihm benannten Turm auf dem Taufstein ein großes Feuer, das durch das günstige Wetter in der ganzen Umgegend zu sehen war. Kreis Wetzlar. -m. Wetzlar, 1. April. Der verheiratete Maurer Spahr von Lich stürzte gestern hier, wo er mit dem Mauern eines Kamins beschäftigt war, so unglücklich ab, daß er an den erlittenen schweren Verletzungen alsbald starb. Hessen-Nassau. )( Marburg, 31. März. Im Hörsaal des Pathologischen Instituts begannen heute früh um 9 Uhr in Anwesenheit von über 100 Teilnehmern die fHertyar&hntgcrt des d e n t s ch en Pa t h o l o g c n t ag s. Für den Kongreß, auf dem nur fachwissenschaftliche Fragen erörtert werden, sind zwei Tage vorgesehen. — Die lan d espolizeßlich e A b n a h m e der O b e r st a d t l i n i e der Straßenbahn, die von: Wilhelmsplatz bis zum Heumarkt in unmittelbarer Nähe des Marktplatzes führt, fand heute statt. Die Strecke wird morgen in Betrieb genommen. w. Frankfurt, 31. März. Der seit dem 19. März vermißte 20jährige Banklehrling Karl Steuernagel hat, wie sich heute herausstellte, dem Bankgeschäft von A. Mumm & (£o., bei dem er angestellt war, durch Scheckfälschung 80 000 Mark unterschlagen und ist mit dieser Summe flüchtig gegangen. Aendcrungen im Reichrfinanzioesen. Berlin, 30. März. In dem Entwurf eines Gesetzes betr. Aendernngcn im Finanzwesen lauten die §§ 4 und 5; Der Reichskanzler wird ermächtigt, bis zur Höhe von 120 Millionen Mart einen znr Befriedigung eines außerordentlichen Bedarfs dienenden Bestand an S: lber - m ü uzen zu beschaffen und hierfür im gleichen Betrage Prägungen außerhall: der im § 8 des Münzgesetzes von: 1. Juni 1909 bestimmten Grenze von 20 Mk. für den .Kopf der Bevölkerung vorzunehmen. Die zur Beschafftrng dieses Silbcrbestundes erforderlichen Mittel find nach näherer Bestimmung des Reichshaushaltsetats bereitzustclleu. Z:: diesem Zwecke kann auch der aus den Prägungen im SNünz- wesen sich ergebende Ueberschuß verwendet werden, für das Rechnungsjahr 1913 jedoch nur insoweit, als er den Betroa von 10 750 000 Mk. übersteigen wird. Der Reichskanzler ivird" ermächtigt, bis zur Höhe von 120 Mill. Mark weitere Reichskassen scheine in Abschnitten zu 5 und 10 Mk. aus fertigen zu lassen. Der Erlös dieser Reichskassenscheine ist zur Beschaffung eines gleichen Betrages in gemünzten: Gvlde mit der Zweckbestimmung des Re i ch s kri eg s s ch a tz cs zu venvende::. Der Ausschuß zur Untersuchung im Vieh- und zieischhandel. Berlin, 31. März. Der Ausschuß zur Untersuchung der Zustände im Vieh- und Fleisch handel ist heute unter dem 'Vorsitz des Staatssekretärs Dr. Delbrück zusammengetreten. Auf der Tagesordnung steht die weitere Anhönmg von Sachverständigen. Während es sich bei den bisherigen Verhandlungen um Sachverständige des Berliner Versorgungsgebietes Han- .. beite, erschienen zur heutigen Verhandlung an 40 Sachverständige aus Süddeutschland, um über die Umstände, die sür den Preis des Fleisches maßgebe::d find und unter besonderer Berücksichtigung der süddeutschen Eigentümlichkeit en den Ausschuß zu informieren. Der Verhandlung liegt derselbe Fragebogen zugrunde, der bei früheren Erörterungen als Grundlage diente. Wie bekannt, steht bei Dem Fragebogen im Vordergrund die Frage nach der Preisbildung des Viehes und des Fleisches auf dem Wege vom Produzenten zum Verbraucher. Entsprechend diesem Wege saßt der Fragebogen _ z:uiächst den Preis für Vieh im Stalle ins Auge und beschäftigt sich dann mit dem Preis auf dem Viehhos und mit den dort erforderlichen Gebühre::, schließlich mit den Momenten, die den Preis für das einzelne Stück Fleisch im Laden bestimmen. Daran schließen sich Fragen über das Nachrichtenwesen und die Statistik an. Dementsprechend wurde zunächst über die Sage und den Einfluß des Viehhandels gcsprockxm. Der Stallmannprozeß. Berlin, 31. März. Der Verteidiger Stallmanns, Rechtsanwalt Meyer stellt folgende Beweisanträge: Der Schwiegervater Stallmanns Esca- lada gehört einer der reichsten und angesehensten Familien Argen-: tinicuy au. Er besitzt ein Vermögen von 25 Millionen Mark und hat seiner Tochter seit deren Verheiratung mindestens eine Rente von 400 000 Mark zugewendet, über welche Summe die Frau ihrem Manne, wenn er gewollt hätte, das Versiigungsrecht^ gegeben hätte. Ter Staatsanwalt unterstellt diese Behauptungen sämtlich als wahr. Ter Gerichtshof beschloß, die Angabe:: Stallmanns bezüglich! des Reichtums seines Schwiegervaters und der Rente an dessen Tockter, der Frau des Angeklagten, als wahr zu unterstellen und die Entscheidung über die übrigen Anträge bis nach der Vernehmung deS Zeugen Bnjes auszusetzeu. Zeuge v. Werder lernte im Februar 1910 in Tavos dem Stallmann, den angeblichen Baron 9iam.ee und andere Spieler, kennen, darunter auch einen Herrn, der Baron König oder Korsf- König genannt wurde. Der Zeuge fuhr einige Tage später- nach St. Moritz, wohin ihm Niemela, Buies und der angebliche Stall* mann nachkamen. Der Herr, der sich in Davos Baron König genannt hatte, sah größer aus als S:all:nann, er hatte auch eine Adlernase. Bert. R.-A. Meyer: Es scheint, daß es ein anderer war, der unter dem Namen König oder Korss-Kömg reifte. Staatsanwalt: Warum sollte es unter den vielen Leuten, die Davos besuchen, nicht eine:: geben, der wirklich König hieß? Vert.: Es handelt sich darum, daß ein Mu:::: existieren muß, der unter bent Namen „Korss-Kömg" in ber Welt herumreist, und es ist. die Frage, ob nicht dessen Strastaten den: Angeklagten in die Schuhe geschoben werde::. Tic weitere:: Zeugen bekunden nichts Neues von Wesentlichkeit. Der Staatsanwalt beantragt, für morgen den Direktor Schneider von der Luftverkehrs-Aktiengesellschaft in Johannisthal als Zeugen zu vernehnren, um die Behauptungen des Niemela über ferne angeblick>en Verdienste als Flieger zu widerlegen. Es seien haarsträubende Dinge, die Herr Schneider bekunden werde. Rechtsanwalt Schiriudt: Dann kommen wir noch soweit, daß ich halb Frankreich labe:: muß. — Die Labung des Direktors Schneider wird beschlossen und darauf die Verhandlung auf morgen früh 9 Uhr vertagt. 7 Pierpont Morgan t Eine Depesche aus 9!o m meldet, daß dort der amerikanische Finanzmami John Pierpont Morgan am Montag mittag gestorben ist, nachdem er sich in. den letzten Tage:: recht unwohl gefühlt hatte. Weiter wird uns gemeldet: Rom, 31. März. (W. B.) Pierpont Morgan starb in dem Hotel, in dem er hier wohnte. Während seiner letzten Augen-/ blicke weilte seine Fochter Marie, sein Schwiegersolm 2t,1 Satter les und der Arzt Dickson bei ihm. Der Leichnam Akk Ges ■l.vl VW KV'M Ml ED wel ALM llfe: MtzW ■ KGtzG G-W- ■9*’ a ru ■ Sisit ' ' Plockstrasse 12 BRENNA30R Programm vom 1» bis 4. April Sich M ur Höhe von scheine in lassen. Ter iffüng eines ^veckbestim« Menden. . äo"istag, S®* bes ■, *,,f Stob! 9Qno?n Um, m. nes Gesetze? §§ 4 unb 5: lt Höhe vvn Mng eines in öilbcx« chen Betratzc Gesetzes oom hir den .tzvpf affung dieies > näherer Ke» »»stellen. Zu im im Münz- rden, für das r den Petraa $autet d-„ ‘ V- b«6 1111 Hart. 8 * Hi Mho- Än, cttotbhoiqen '-u ftantttcR ?* «£: Übliche knibahn, bic nmütckblirer Strecke 19. Mr, nage! hat, >aft von A durch Scheck- -st mit dieser itm'u(f)img der iter dem $or* jetteten. Aus it 2achner- iini Zcrhand- ban-., in '-achdMkan- nstänbe, die für Mer besonderer 5T den ÄusWÜ b- sfragebogen andlagc Mente, irhcrgnmb die i ^-lciikiB aur pixrijcnb ticicm nir Vieh im dem $rci? M hübten, Men- , n.ndnc Lttck id, tragen über ?,-mentlyrecheno i,-5 Kiedhandels , qi Mrz. . lfc!er üellt -allntannS* ^lienMen- flfll«nwn Mm mndeitcns/n itfcc L'-nme Die KeriügungsE jf KMuMNgen q.'-nte an bciltj »« .,10 in yg * £ ««* !«» °nü KönM - % anderer !’ Ißf Staats rsEtzie Davos E'L Scrt.: S W h.r unter Mv> T (5 ift reist, und es geklagten rt LesentE 0N **• ' TitCIU1' 'N den Lstis- Ä daran' *c - CIGARETTE* Ein Kunststück RideleoJ • Dresden. I fii'.L««* von Frühbrut 191L HilslIIRr nute Gierlcß.,Sttr6c liUnilUI nachWabl, nar. leb. IlUilUUl unch' Ankunft lie IS tainin m.Hahn) und Einlagen. 2.0» Kultmfichcl mit Beil Weber's Carlsbader ;: KaffeesGewürz.:: zu. Dank seiner ge= haltvollen Rohstoffe macht es jeden Kaffee pikant und würzig. 7 St.Mk. 15.-, 12 St. Mk. 24.-, 16 St. Mk. 31.-. M. Müller, 9tc» berun 7 7 ©bertoDss^s Vermischtes. * Groß feuer. In O chseuhuuscn, Amt Biberach, sind am Montag mit einem ■£?'fonorniegebändc der Kronenbrauerei mehr als 10 000 Zentner Mälz verbrannt. Der Schaden wird auf 100 000 Mk. geschätzt. Das massive Maschinenhaus der Brauerei konnte gerettet werden. * Erdb e b en. Ans Haag wird vom 14. März amÄirh gemeldet: Die Inseln Siao c , Dangt, uifbln l anb'im Ostindischen Archipel sind von einem Erdbeben heimgesucht toorben. Die Ortschaft M e n e l o e wurde voll-' bändig zerstört, in einer anderen wurden 107 Ein- ivohner unter den Trümmern begraben. Der durch die Zerstörung der Wege, Brücken und Häuser angerichtete Schaden ist groß. Die Zahl der Toten ist nicht bedeutend. Ein Kriegsschiff ist in die heimgesuchten (Äegenden ab gegangen. ist es keineswegs, bei knappem Wirtschaftsgelde, dem gestrengen Eheherrn jederzeit eine Tasse feinsten Edelkaffees vorzusetzen. Nehmen Sie ruhig billigen Bohnenkaffee, aber setzen Sie unbedingt MMnmcrr ]tc iny mt Oytoraic, ocpttnxav m «xv-* virginien und Kentucky, wo Tausende (!) durch die Fluten öon ihren Wohnstätten vertrieben wurden. Georg A.Jasmarzi Dresden Grösste deutsche Cigaretten Fabrik K ü strin, 31. März. Das angesehene Bankhaus G n st a v Puppe hat den Konkurs anqeincldct. Es handelt sich um Millionen, die verloren sind. Biele kleine Leute haben ihr ganzes Vermögen eingebüßt, aber auch größere Geschäftsleute sind in Mitleidenschaft gezogen. Der Inhaber, der zahlreiche Ehrenämter begleitete, und sein Sohn, sind flüchtig. lieber das in später Abendstunde verbreitete Gerücht, Vater und Sohn hätten in Berlin Selbstmord begangen, war eine sichere Nachricht nicht einzuziehen. Amtlicher wetterdertcht. Wetteraussichtcn in Hessen für Mittwoch, den 2. April 1913: Bewölkung und Niederschläge abnehmend, etwas kühler. GerictztssaaL. Berlin, 31.März. Das Urteil gegen dieAnimier- bankicrs K miet- Gans wurde beute mittag von dem Land- gericl)tsdirektor Dr. Baunigarten verkündet. K w i e t wurde zu drei Jahren Gefängnis und 3300 Mark Geldstrafe oder noch 290 Tagen Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust, G a n S wurde zu füllt Jahren Gefängnis, 5000 Alk. Geldstrafe oder für je 15 Mk. einen Tag Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Donnerstag und Patschke erhielten je sechs Aionate Gefängnis und 600 Alk. Geldstrafe oder noch 40 Tage Gefängnis. Kw'iet und Gans wurden anderthalb Jahre Untersuchungshaft an- gerechnet. _________________________ Akß.HkMIWM n.Mast n. fertig liefert preism. iinrnhach, 102671 Kaplansg., Este Bahnhofstr. D >v-^ G Damenverein Gabelsberger Giessen [v*/4 2. Avril 191.3: Vereins!- Abend — im Postkeller. — Bilder mit und ohne Rahmen UmhMMil in allen Preislagen ßilMstai u. fe auch kleine Posten billigst ■ein Mill (xlascrmeistcr Kansieiberg 7 Telephon 575. (!$0° Liebigshöhe.1 Imnstsg,l-KUHr: Kaffee-Konzert hat, war her größte der „Eapitains of Industrv . Seü ;fahren war sein Wort im Finanzweserl Amerikas Gesetz, und im Wirtschaftsleben des Landes hat seine Persönlichkeit einen Eindruck hinterlassen, der lange nicht verwischt werden wird. Die Eigenscksafteu, welche Morgan seine einzigartige Stellung verschafften, waren sein Scharfblick, eine gewaltige Energie und seine mit brutaler Rücksichtslosigkeit gepaarte Verwegenheit. Viel-- fach wurde er als „Napoleon der amerikanischen^ Frnanz an- gesprochem Bildungsgang ähnelte eher dem von europäischen Führern auf dem (Gebiete von Handel und Industrie alv dem von Amerikanern. Geboren am 17. April 183 t als der Abkömmling einer englisch-amerikanischen Familie, absolbierte er die English High School" in Boston und studierte dann mehreie Fabre tn ©Üttingen. Dieser bcutmkn Universität, an der er sich mit cklle.Nl smehr als mit Finanzwesen beschättigte, hat Alorgan große Zuneigung bewahrt. Seine Bank-Laufbahn begann er bei Duncan, Sherman u. Co. in New York und war dann von 1864 bis 1871 Mitglied von Dabney, Morgan m Co. ^Lann assoziierte h sich mit dem Sohne von r^rauz Martm ^-rech- seler, welcher 1837 in Philadelphia eene „WAselstube eröffnet batte und sich später „Drexel" nannte. Anc ,nrma meß Drexel, Moracm u. Co., woraus dann später in New York das gegenwärtige Haus I. P. Morgan u. Co. mit seinen Niederlassungen m London und Paris entstand. . , m _ Das größte Untmtebntcn, das je em amerikanischer Bankier zu einem glücklichen Mschlust bringen konnte, toar die Gründung der United States Steel Corporation. Die Idee soll nicht gerade in Morgans Kopf entstanden fern, sedensaUs war er es aber, der diesen „.Enalleffekt" der amerikanisck)en Trust- Aera zuwege brachte. Die Schaffung des Stahltrustes mit feiner Kapitalisation von 1100 Millionen Dollars hat Morgan null cbeure Öjcnnnnc gebracht. G.M1280848 ganze Länge 45 cm a. Crtr.-Qual. Stahl. Unübertroffen zur Freistellung v. Kulturen Ent- femung v. Forstunkrnutern, zu Lauter ngen, Auspnhcn ».Jagdstiegen.Stck.Mk.3.70. Ernst Steinhaus, Werdohl i. W. IC*/» ^Soson erfrischt die Merven! Ich trank Bioson zur Stärkung meiner Nerven und habe einen glanzenden Erfolg damit erzielt. Für solche, die der Nervenstärkung bedürfen, gibt es tuoljl kein besseres Mittel als Bwüu BernhardDaszkiewtez, Elberseld, Loihringerstr. 14. Unterschrift begtaubiat: 12. Januar 1913, Dr. Geller,Kgl Notar, Bioson nur echtin nroRcn Paketen ä Maik 3.- in Avotbekcu, Drogerien. Verlangen Sie vom Biosonwerk Fralikslirt tMoiniGraiisprobe n. Broschüre, b..... Naturreinen Apf eS^ein i a Viier 30 Pfg. lWiederverkäuser billigen empfiehlt die kette'reivon Louis Lüter, Kusihous Zentral, 8KL S Grösste Auswahl echter chweizer Stickereien J. Kaan jr. Kreuzplatz 10. (öib) Tel. 893. Letzte Nachrichten. Der Kaiser in Lornbur§. Horn bürg v. d. 5)., 31. März. Der Kaiser, die Kaiserin und die Prinzessin Viitvria Luise unternahmen heute morgen einen Spazierrit über die Saal- burg. Vormittags hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs des Ziviltabinetts Wirkt. Geh. Rat von Balentini. Russische Begeisterung über den Sieg des Slawentums. Petersburg, 1. April. Während einer Abendgesellschaft beim Grafen Pourtales sammelten sich gestern abend vor der deutschen Botschaft einige hundert Personen, zumeist Studenten, und riefen: Nieder mit Deutschland! Hoch das Slaven tum! — Sie wurden nach einiger Zeit von der Polizei mühelos zerstreut. * New York, 1. April. Während sich die Lage in der eigentlichen Ueberschwemmungszvne weiter bessert, ver- Kinderwagen = Sport- u. Klappwagen ständiges Lager von zirka 200 Stück Korbwagen mit Verdeck von Mk. 15.— an Feiner Kastenwagen m. Gummi u. Porzellan von Mk. 30 — an Klappwagen mit Gummirädern von Mk. 12.75 an Sportwagen von Mk. 6.50 an Alleinverkauf der bekannt. 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