50-6? 88-42 M *84- 41-00 ■ Ls- wn )pen 48-52 48-51 44-47 46-48 45-49 8H 8»- 64—68 60-64 55-59 49-53 10 0 10 1K-I. 101—U 9H K-i 65'/,-es 66-61'/, 68-69'/, 8W 8M 14 en. nöe. d-Anlage). :r 1912: Dom 4 s, «abe r am Südrande der Wilder zwischen Bronschhöfen und Roß- rüti durch Erdarbeiten für die Infanterie und Artillerie verstärk!. Auch die Südwestecke des Niselbergwaldes ist in die Bcrreidigungslinic einbczogcn worden. Von hier aus kann der Gegner bei einem Angriff von Wil auf die Stellung Bronschhofm-Roßruii unter Flankenfeuer genommen werden. Die •Stellung ist von der 17. Brigade besetzt. Tie 16. Brigade ist als Divisionsreserve rechts bei Bett- SeS-t W-?; Seb. V- chast. bet 1912- in ihren Buchern vor dem Bühneneingang weiter studieren. Ganz besondere Aufmerksamkeit wird Tr. Eger der Regie zuwenden. Er hält es mit der sogenannten stil- buhne, eine Errungenschaft der neueren Bühnentechmk. Etwa 30 000 Mk. soll die Anschaffung neuer Dekorationsstücke gekostet haben. Alles in allem: Tie Darmstädter Hofbühne tritt in die neue Zeit ein. Viele Hoffnungen und Erwartungen soll der neue Tirektor erfüllen — manchen wird er ent- tauschen. Aber wer enttäuscht nicht? — Man lommt zu schaun, man will am liebsten sehn. Wird vieles vor den Augen abgesponnen, so daß die Menge staunend gafsen kann, Ta habt ihr in der Breite gleich gewonnen, Ihr seid ein vielgeliebter Mann. — Dieder ein Bilderdiebstahl in Paris. Erst heute am 4. september wird bekannt gegeben, daß am 2 August Dieses Jahres aus dem E l u n y - M u f e u tn ein italienisches iuniaturbilD gestohlen worden sei, das die Anruwng aller Hei- hgen Darnelli. Tiefes Bild, dessen Wert als unschätzbar bezeichnet wird, stammt aus Dem 16. Jahrhundert und gehört zu der Sammlung, Die Baron Rothschild un Jahre 1902 Dem Cluny-Museum vermacht hatte. 2er Polizei ist es bisher nicht gelungen, auch nur Den geringsten Anhalt zu iinDen. — Nach Slattermeloungen wurde in Aegvoten ein Belgier namens Gery Pierct verhaftet. Der im September v. Is zwei venezianische Statuetten aus dem Louvre-Museum gestohlen hatte. Tte Pariser Staatsanwaltschaft itiid Die unverzügliche Auslieferung Gery-Pierets verlangen. Der auch in Dem Verdacht steht, bei Dem Diebstahl der „Graconda' feine HanD im spiele gehabt zu haben. — Lurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. ^l^VotleiioungdesGrimmfchenTeutschen Wörterbuches lieht in abfehbarer Zeu zu erwarten. Tie Arbeiten der r*l narb euer haben un letzten Jahre g roste Fortschritte gemacht, es arbeiten 17 Gelrhrte an Dem Werke, voraussichtlich üurtte in Drei Jahren tzaZ Serk vollendet K.» 8M 14-1 Saifonbeginn im Darniftäötcr tzostheater. bs. Dar m stadt, 4. Sept. c,n uKr „ 6. yie 35 Berten ££ v cr und t;-'7 bahn. . lotttt; > .Ml .inisch.r, Erhöht. Der Kaifer im Zchweizer Manöver. Zürich, 5. Sept. Ter >t c i i e r fuhr heute- früh um 4.30 Uhr im Sonderzuge iwl) Wil ins Manövergelände. Das Wetter ist unfreundlich. Es regnete die ganze Nacht. Wil, 5. Sept. Der Kaiser traf um 5 Vs Uhr hier ein und fuhr, von einem zahlreichen Publikum mit Hochrufen begrübt, im Automobil nach dem Cclberg. Der Regen dauert an. Tie rote Division chat ihre Stellungen Nedcnordnung, die in der Praxis zu einer lieberorbnung werden durfte. Parteivorftand und Pürteiaussdiuß sollen gemeinsam über „wichtige, die Gesamtpartei berübrenbe polnische Fragen", über Die Festsetzung ber Dagesordnung ng der Berichterstatter, über größere finanzielle Aufwendungen und dergleichen entscheiden Es liegt in der Natur der Suche, dast in diesem Falle die Macht vom Parteivorstand in dre Hände des ParteiauSschusseS übergehen wurde, weil dieser eben den größeren Rückhalt an den Organi- ationcit im Lande bat, und iozialdemokratisckse Blatter aben diesen „Wohlfahrtsausschuß" nid« mit Unrecht als roten Bundesrat bezeichnet. Uebrigens herrscht innerhalb der Partei in Bezug auf diese Frage noch eine heillose Verwirrung, und sowohl bei den Radikalen wie bei ben Revisionisten finden sich Freunde und Gegner des Partei- ansschufseS. Tast die Stimmung aber hierbei überroicgenb gegen die Parteileitung geht, erhellt schon aus dem Antrag betreffend Aenderung des Erganisanonsstatutes, demzu- folge von den 110 Reichstagsabgeordneten in Zukunft nur nod) ein Tritte! Sitz und Stimme aus den Parteitagen haben soll. Man ersieht daraus, daß das Bestreben in der Partei ganz allgemein dahin geht, den Massen mehr Einfluß auf die Leitung zu verschaffen, die Führer zu Geführten zu machen. Neben diesem Kampf um die Macht und gegen die Parteileitung dürften die Hinauswürfe die Hauptrolle auf dem Parteitage spielen 233 Mitglieder sind zum „stiegen" angemcldet, und wenn auch bei einem großen Prozentsatz wie alljährlich Gnade für Recht ergehen dürfte, so gelten doch die meisten als überreif. Ta ist der Revisionist H11 d c- brand, der von der Partei verlangt hat, daß sie Kolonialpolitik treibe, da sind Die Gvppinger, die gegen den Willen des Parteivorstandes ein eigenes Blatt begründet haben, und da ist vor allem der Reichstagsabgeordnete Lands berg, der während des Kaiserhochs stehen geblieben ist und der als Vernunftmonardstst denmizieri wird. Man sieht, es wird in Ehemnitz viel schmutzige Wäsche zu waschen geben, und der Parteitag dürfte fid) ebensowenig wie der letzte auf sächsischem Boden, in Dresden, abgehaltene als ein Jungbrunnen erweisen. Melih 1(».; ebtnd- u4-57 Ifji., 53—56 löl.jj 5„E IUI SP?® coy See und auch die Künstler volles Vertrauen zu ihrem Führer. Es ist aber der Lptimismus eine Eigenschaft der Künstlernatur (denn Optimismus ist nun einmal nötig), und die Arbeitsfreudigkeit der Tarmstädter Künstler laßt darauf schließen, daß sie die frohe Zuversicht ihres neuen Direktors teilen. Daß zurzeit ernst an unserem Hoftheater gearbeitet wird, merkt der Vorübergehende. Des Morgens und des Nachmittags hört er fingen und musizieren. Tritt einmal eine Pavse ein, so sieht man eifrige Emen Heute nadrt standen kleinere Aufklärungsabteilungen um Wil im Gefecht Die roten Bataillone 81 unD 82, die bei Wil genädnigt hatten, haben sich vor Tagesanbruch auf den Celbcrg zurückgezogen Die Stellung auf dem Cclberge bietet Dem Verteidiger große Vorteile, mal bas Vorgcläiide ziemlick, steile Hange aufweist. Ein Angriff Hane nur dann Aussicht auf urfolg, wenn stark überlegene «raste verfügbar wären. Die rote Artillerie eröffnete um j*_. Uhr das Feuer auf die blaue Artillerie westlich von Wil. Nach 7 Uhr entspann fid) ein lebhafteres Gefecht Tic blaue Division, die heute morgen in der Richtung aus den Cclberg zum Angriff überging, überschritt um 6 Uhr mit der Infanteriespitze die Vorpostenlinie Ricken- bad -sirnad) Um 7 Uhr haue die blaue Infanterie Wil in Besitz und ging in Schützenlinien gegen die roten Stellungen vor Um 8 Uhr ennpidelte sich ein lebhaftes I n f a n t c r i c ge f ech t nördlich von Wit. Tas Bataillon Nr. 73 geriet in Marschkolonne in ein hes- ngc-3 blaues Artillcrieseuer und wurde außer Gefecht gesetzt. Um 9 Uhr war die blaue Infanterie auf der ganzen ttnie Wald-Münchwilen enuoidelt. Von rot stand das Infanteric-Regtme.it Nr 33 auf dem CeLberg, das In- fanicrie-tRegiinent ")tr. 34 auf dem Mefelberg. Die roten Truppen bermodjien auf dem linken Flügel der Division ihre Stellungen zu behaupten Um 9 Uhr 10 Min. wurde das Gefecht abgebrochen. Ter Kaiser sah den Ma- növern vom Leibe rg auS zu. Nack) dem Abbnid) des Gefechts wurden die fremden Offiziere dem Bundes- präfibenten und dem Kaiser vorgestellt. Zürich, ö. Sept. Die M a n ö v e r sind beendet. Ter Malier ist nach Zürich zurückgefahren. Tie vorgesehene Manöverkritik ivurde vom ^berstlorpslommandanten W i 11 c in letzter Stunde abgesagt. Morgen vormittag finbet bei Aadori der Schlußvorbeimarsch statt. Das Wetter ist andauernd unfreundlich. » Um 12 Uhr mittags traf der Sonbcrzug mit dem Kaiser auf dem Hauptbahnhof ein. Der Monard) begab fid) direkt in die Billa Rietberg, der Bundespräsident For- rcr und die Bundesräte fuhren ins Hotel Baur du Lac. Der Kaiser empfing heute nachmittag in der Villa Rietberg die Besitzerin der Villa, Frau Rieter-Bod- m e r mit ihren Töchtern uni) machte den Tarnen sein Bild in Rahmen zum Geschenk. Ilm 6 Uhr empfing bann der Kaiser auf der Parkterrasse der Billa den reichsdeut- chen Ausschuß, nämlich 29 Herren, Vertreter 12 deut- chcr Vereine. Später unternahm der Kaiser eine Spazierfahrt im Park der Villa. Nach der Abendtafel, die um 8 Uhr begann, trug der deutsche Mannergesangverein, Zürich, unter Leitung des Dirigenten P fir st i n g e r Lic- der vor. Eine Nnterhallllng des Kaisers mit dem französischen General Pau. Paris, 6. Sept. An der Frühstückstafel in Wil unterhielt sich Kaiser Wilhelm mit dem französischen Mari n e g a st General Pau sehr freundschaftlich. Nach dem „Tcmps" ersuchte der Kaiser den General um lieber- miiteluiig seiner Grüße an den Präsidenten Fallier es. Tie Unterredung erfolgte, als der zwisd)en dem Kaiser und dem General sitzende Präsident Forrer, um die Konversation zu erleichtern, ausgestanden war. Schon vorher hatte der Kaiser einige Worte mit General Pau limottt irr < ÄV'1 Kartoffeln Um ■ Ter Spielplan des neuen Direktors, den wir vor einiger Zeit bereits veröffentlichten, ist sehr geschickt zusammen- gcftcllt. Greifen wir einiges aus pent Gebiete oerger Die erfolg« reichsten iür seine ^uhne vorgeschrieben: .Lciogaroin , „Tie funs Frantsurtcr', „Mein Freund .Teddy" u. a.; ick) io ul Gejagtes nicht wiederholen. It 30er Jahre steht, hat die Tarmstädter Bühne ein Kraft rönnen, die bereits außerhalb der hesfischen Lande Pro- -,i außerordentlichen Könnens abgelegt hat. Wir haben mir Beraiilassung, Vorschußlorbeeren auszuteilen, aber Eger ist brr geborene Theaterfachmann, der bereite U siubcnt durck) neuartige Inszrnierung'n die Ausmerk- hi:Hleit ber Fachleute aus sich gelenkt hat. Das Sarm- Udttr Publikum darf betu neuen Tircttor Vertrauen ent- «tenbringeu. Freiiick) gibt es immer Seelen, denen ein sicher Luftzug nicht behaglich dünkt, die allem RAtcn »garauisch, wenn nid)t gar feindlich gegenüberstehen. Auch t:. Eger wird Widerstande zu brechen haben, die nicht timcr sachlich begründet und oft nur harten Köpfen eiu» knaiigen sind, seine Energie aber wird diese Kteinltch- k'een besiegen Helsen. . Tie Presse weiß fast tagtäglich über diese unb jene S.ii.:runq am Theater zu berichten. Bald sind es kleine iuiäche "Veränderungen, die im Zuschauerraum im >5niet» kjfr des Publikums vorgenonimcn rotrDen, bald sargt der imtltor für desjere Baynverbindungen über die von au» Der neuen Spielzeit unferer Hof bühne, die am sonn fc, den 8. bv. Mts. mit Glucks Oper „Iphigenie 'in Aulis" hrinnt, wirb diesmal ein ganz besonderes Interesse ent- oq en gebracht. Siebzehn lange Jahre hat der vorige Tire!- Werner die Tirettion geführt, und gerade in dieser i haben sich in der deutschen Theaterwelt bedeutende 2. r.Hungen vollzogen, die im Hofthcater nicht immer bie ßt ucksichtigung sanden, die ihnen unbedingt zukam. Nie- Winb wird dem ausgeschiedenen Tärektor daraus einen ile.murf machen können Er hat feiner Zeit nach besten [itijien gedient, unb bas Tarmstädter Hoftheater ist ihm Vt. Tank schuldig. Direktor Werner hatte es vor allem Mstanden, junge bedeutende Kräfte seinem Theater zu It)innen. Dieser feine sinn für hervorragende Talente '6 ihm dis in die allerletzte Zeit seiner Lätigseit treu r4lieben. Er war ein Mann der alten Schule, auf die Lvade die neue Generation nicht verächtlich herabblicken iWtc, da sie dock) noch manches von ihr lernen kann. Die ; . Werner wird in ber Geschichte der kjcssischen Hofbuhne |liaier einen ehrenvollen Platz beanspruchen können. L Jetzt stehen wir am Eingang einer neuen Zeit für das Mrmstadier Theater. _ X u dem neuen Direktor Dr. Eger, der erst irn Anfang ....... ' Die rote Parade. Denn man den Verlauf der mannigfachen Vorspiele zur khemnitzer „roten Woche", nämlich die allerorten ^echaltenen sozialdemokiatifchen Parleiveqammlungen, zu "imen noch die geheimen Kvnveiitikel der Radikalen wie Ut Revisionisten kommen, betrachtet, so wird man nidu t® Zweifel darüber fein können, daß ber biesmalige sozial *k:nolralifd)e Parteitag sickj wieder zu einem redjt bewegten stürmischen gestalten wirk tzorslaiid allen Anlaß, auf der Hauptversammlung ben Pur tnaüioimrcn gegenüber tnumjHjiercnbe Töne anzuschlage i, fctmi bie politische Tivibende mad)l sich wenigstens nach sllscn hin reckst stattlich. Bier Millionen Stimmzettel uno UV Retchstagsmandate, bas ist em glänzenbes Ergebnis, Venit es aud) nicht billig war. Lino doch im ocrfloffeneu -rrichtsjahre (1. Juli 1311 bis 30. Juni 1912) für Wahl tauation 910 977.82 Mark ausgegeben woroen gegen Mö 501.60 Mk. im Jahre 1907 und 292 358.05 Mk. im Jahre 1--I. Diese recht teuren Wahlen machen sich denn auch m Parteisackei deutlich fühlbar, und so wird sich die Ehem live; Tagung mit ber Forderung einer sehr wesentlichen Erhöhung der P a r t e t st eu e r n beschäftigen Es ist idttgens taum em Zweifel daran, daß diese Erhöhung bewilligt werden wird, eine Tpserfreudigkeit, an dec fid) die fknl-änger der bürgerlichen Parteien ein Beispiel nehmen k-milcn! Allein trotz der äußeren Erfolge wollen in ber Vier- »illiotienpartei die Tinge nicht so recht klappen wie sie feilen. Es brodelt und gärt, und die inneren Gegensätze ytnfdicn den Unentwegten und den R e v i s i o n i st e n (abeii sick) derart zugespitzt, daß beide Gruppen bereits ji l o n D e r t e Tagungen abgehalten haben, um jede für sich eine geschlossene Taktik auf dem Parteitage zu Kleinbären. Tie Radikalen haben in Eifenacks unter Lede- tour unb die Revisionisten in Konstanz unter Frank ihre littiDOtfi m W Jonventikel abgehakten, woraus das Tortmunder sozial tonwliakische Crgan die Schlußfolgerung zog, „daß in Wirklich .Vit schon zwei fozialoemokransche Fraktionen bestehen, «niffermaßen nur in einem Zweckvcrband, der großen Hrcltion, verbunden". Welche Besorgnisse diese Taktik, die nutet Umstanden nicht getrennt marschieren und vereint ic-Uticn, sondern vielmehr getrennt marschieren und vereint ä ijetitajiber schlagen bedeuten könnte, innerhalb der Par 1ti erweckt hat, geht daraus hervor, daß dem Parteitage p!weiche Entschließungen vorkiegen, welche ein Verbot der tf.izer Sonderzusammenkünfte verlangen. Die ganz ungewöhnlich große Zahl der zum Parteitag dtmegangenen Anträge — es sind nahezu 150 — sind ein ikinnzeichen der außerordentlich starken Spannung, die unter Ui Genossen herrscht, und die fid) in Chemnitz aller Vor- U-ficht nach mit explosiver Kraft entladen wird. Ein HffaUcnb großer Teil dieser Anträge beschäftigt sich nut h „A ktivierung" des P a r t e i v o r st a n d e s , dem 4i, ttad) dem Inhalt der Anträge und deut Verlauf der xuijtcn Parteiverjammlttngen zu fd)lieben, diesmal an den lujcn gehen soll Unterbreitet doch der von dem letzten jiiu-itage zwecks besagter Altivierung eingesetzte Ausschuß tun Ehcmnitzer Parteitag den Virrschlag, dem Parteivorstand, — — - ... crcn aus 32 Vertretern der Lanbesorganifationen zu btl-hmefen ausgestellt, x i c blaue fünfte xioij.ioii fajob Ifliben Parteiaussck) uß an die Seite zu stellen, eine [freute früh die 14. Brigade aus bie Ltute Wil-strnach vor. ic. 2|0 Erstes Blatt 162. Jahrgang Zreitag, 6. September 1912 i «iehener Anzeiger ÄX a. — - leint täglich, außer JMflv XtK F.'J \r •• ?natli*75ULoiertel« s Gießener Anzeiger >Lri sprech-Anjchlusse: U ■ M veramworrlich b.r den Lt Die Uiebafuon 112, W polinschen Teil: August General-Anzeiger für Gderheffen 15"e6i"ei^nümm« liokation5-ruck unb Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch. und $teinörndcrd R. Lange. Redaktion. Lrpedltion und vruckerek: zchulstraße 7. Mr k'?n vt vormittags 9 Uhr. vüdmgen: Fernsprecher Tlx. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße iba. Auzeigenleli: H. - cct wärtiaen Besuchern oft Silagen gefrört wurden. Weiter s Wer einen solchen vielseitigen Spielplan inuefralten ift er bestrebt den Kartenverkauf besser als bisher zu s will, muß volles Vertrauen zu seinen Künstlern haben regeln. Diese und manche andere scheinbar geringfügige'—^ K;~ ». Aenderutig roerben während des Winters den Besuchern erst fühlbar werden. Eine sehr vorteilhafte Neuerung besteht in der Einführung von Programm- büchern, die neben biographischen Taten über bie ausgeführten Autoren auch intcrefiante Mitteilungen aus der Theaterwelt überhauvt bringen iveroen. derartige Programmbücher sind bereits seit Jahren an den Berliner Schillertheatern im Gebrauch und haben sich ausgezeichnet bewährt. Bis jetzt hatte eine Tarmstaoter Druckerei vor bent Teater Gratiszcttel verteilt, die auch eine „Ein- sührung" in das lewetls gespielte Stück brachten. Ich habe nie erfahren rönnen, wer der Verfasser dieser „Einführungen" war, habe mich aber immer köstlich unterhalten, wenn ich bei „Siegfried" las: „Wotan hat eine Unterredung mit Erda"; der gute Wilke allein tut es frier nicht. Was macht es, wenn sich durch gute Programm- bucher der Eintrittspreis auf den teuren Plätzen um 10 Psg. und auf den billigeren um 5 Psg. erhöht. Aber auch hier gibt es Leute, die nicht den Vorteil und die gute Absicht anerkennen, sondern nur Die 10 Pfennige sehen. I tlH/: Starkenburg und R Hein Hessen. m. Offenbach a. M., 6. Sept. Die gestrige Stadt - verordnet en sitzung befaßte sich u. a. mit der Teue rung der Lebensmittelpreise. Es wurde ein An 3" Oberlahnstcinist derPreis aus 90 Pienmg hcrabgesetzt worden. bcr wechseln- w Mainz, 5. Sept. Das Großherzogspaar, fc* wie die Geschwister der Großherzogin und die fürstlichen Hern schäften auö Lich kamen heute abend um 8 Uhr hier cu und wohnten einer Wohltatigkeits-Vorslellung im Stadttheat^ bei, in der Sylvester Schäffer mitroirrte. Kreis Wetzlar. —g. Garbenhcini, 5. Sept. Wegen allzu gering (' Beteiligung wird die auf den PferdSgraswiesen eingerichtet Jungviehweide gänzlich aufgegeben. " Besitz wechsel. Durch ZwangSoerkauf gingen in dieser Woche folgende einem hiesigen Weißbindermeister gc- hörige Anwesen in anderen Besitz über: 1. DaS Grundstück Bergstraße 5 für 50 000 Mk. an Stadtverordneten Heinrich Winn. 2. DaS HauS Bleichstraße 15 für Mk. 46 000 an Stadtverordneten Heinrich Winn. 3. Der Russische Hof Frankfurter Straße, für Mk. 30 000 an Agent I. Rosen* thal. 4. Die Hofreite Marburger Straße 22, früher den, .^nten H. Schaumberger gehörig, an den Vorbesitzer für Mk. 31 500. — Ferner erwarb bei der ZwangSversteiae. rung Bauunternehmer Wehrum das bisher dem Tischler, meiner Wagner gehörige HauS Weidengasse 7 für den Preis L ** ^karrperfonalien Der Großherzog hat am Iol. Juiguft d. Js. den evangelischen Pfarrer Friedrich Klemm IP ® “ dingen auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner I langlähngen treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. Oktober s td12, in den Ruhestand versetzt und den durch die Dekanatssynode I des Dekanats Eberstadt für den Rest der laufenden Wahlperioden I vollzogenen Wahlen des evangelischen Pfarrers Albert Schäfer I zu Biebesheim zum Dekan und des evangelischen Pfarrers Adolf I nL°Ac ! öu Gernsheim zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats I Eberstadt die Bestätigung erteilt: am 4. September d. Js. den Icvandelrfchen Pfarrer Karl Böll zu Ober-Eschbach auf sein I Nachmchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 24. Oktober 1912, in den Ruhestand > IJ’e.rlc$? und dem Bibliothekar an der Universitäts- ’nlI0jy^lx<®ic6en2r' Georg Koch, mit Wirkung vom 1Ortober 1912, die evangelische Pfarrstelle zu Langd übertragen. I Q1 qr ? r? b r s o n a lic n. Uebertragcn wurde am bl- Mgust d. I dem Lehrer Karl Osterheld zu Olsen, .Kreis I Erbach, eine Lehrerstelle (die Rektoratsstelle) an der Gemeinde- I o b bu Schotten. — Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende fünfte Lehrerstelle an der Gcmeindeschule zu IS) o d) ft i. O-, ^eis Erbach. — In den Ruhestand versetzt! I tourte am 26. August d. I. ter Lehrer an der Gemeinteschula zu Ruttershausen, Kreis Gießen, Albert Wolf auf sein Nach- wästn unter Anerkennung seiner langjährigen Dienste, vom 1 Okkober 1912 an. — Entlassen wurde am 31. August d I. der Lehrer an der Volksschule zu Darmstadt Otto Kreuz auf snn Nachfuchen mit Wirkung vom 1. September 1912 an aus dem Schuldienst. ** Genannt wurden am 31. August d. I. die Gefangen- warter am Landeszuchthaus Marienschloß Franz Merz und Vnnnch Müller zu Gefangenaufsehern an dieser Anstalt mit Wirkung vom 1. Oktober 1912. ** Steuerwesen. Erledigt sind die Stelle des Bezirks- kasiierns der Großh. Bezirkskasse Mainz II. Die Stelle des I Dauptsteueramtsdieners bei Großh. Hauptsteueramt Gießen. ** D-er Vogelschutzverein für das Groß. Herzogtum Hessen halt am Montag, den 9. Sept., 0ormittag3 von lOV» Uhr an eine Mitgliederversammlunq in Bad-Nauheim ab. Baurat Schöberl-Darmstadt hält einen Vortrag mit Lichtbildern über „Die Gefahren der Hochspannungen für die Vogetwelt" und Jagdschriftsteller Mer e y - Bad-Nauheim wird einen von ihm erfundenen ^lbsttatigen Photographischen Apparat „Terragraph" zum Beobachten und Aufzeichnen der verschiedensten Vorgänge im Tierleben vorführen. Auch Nichtmitglieder können ter | Versammlung beiwohnen. Aus Stadt und Land. Gießen, 6. September 1912. Ich Abendstern, 5. Sept. Einen seltenen Anblick gc. I waget jetzt der 1905 erbaute Kamin des Kalkwerks Gobnel In denselben ist im Juli 1910 der Blitz niedergegangen inst hat eine arge Zerstörung an dem Bauwerk vorgenommen, nämlich von oben bis unten einen klaffenden Spalt ver.' ursacht, der auSgebeffert werden mußte. Da auch die flror.e des 54 Meter hohen Schlotes beschädigt ist, konnte man ein Hangegerüst, wie dieS sonst üblich ist, nicht anbringen, mar. mußte die gewaltige Säule von unten bis oben rinrilflm Diese Art Rüstung wird schon der hohen Kosten wegen naj Möglichkeit zu vermeiden gesucht. A Rieder.Bessingen, 5. Sept. Die Kultur. Inspektion Gießen läßt jetzt einen Teil der Feldbereimguns ausführen, die Kosten betragen rund 9500 Mk. A Hungen, 5. Sept. Der altherkömmliche Prüm-. icrungSmarkt ist auf den 30. September feslgelegt. & werden Rinder, Bullen und Ziegen prämiiert. Kreis Alsfeld. L. Alsfeld, 5. Sept. Der Kreis-Geflügelzucht, verein Alsfeld veranstaltet am Sonntag, 6. September, einen Ausflug nach Rainrod. — Die Wahl eines Bei. geordneten für die Stadt Alsfeld findet am Montag, br 28. Oktober, von morgens 10 bis abends 7 Uhr statt - Zwecks Erforschung der Bodenbeschaffenheit in den ver. schiedenen Erdtiefen in der Umgebung unserer Stadt finbtr Izurzeit Bohrungen durch das Geologische ßantesin'iitui Darmstadt statt. — Bei Verrichtung von Jnncnarbe.wi stürzte gestern nachmittag der Weißbinder Pf. vom Ge. rüst imd brach die linke Hand unterhalb der Handwurzel. G. Kirtorf, 5. Sept. Endlich wird der Verkehr für die hiesige Gegend erschloßen. Am 1. Oktober dS. Js. ft- wegt die mit einer Haftsumme von ca. 43 000 Mk. gegtünb* Genoffenschaft einen Automobilpost-OmnibuS auf Ir Strecke Kirchhain—Ehringshausen (Bahnhof) und zurück. Tv \ mit ist aber noch nicht dem Wunsche der Kirtorfer und bc umliegenden Ortschaften entsprochen; sie beabsichtigen, neben dieser Strecke noch täglich zwei Touren von Kirtorf nach Wfr selb und zurück in den Kurs zu nehmen. Kreis Friedberg. I??^^^ptealinausscheidung statt, was öfters" eine un- 7c - V in die Hausleitungen zur . Es empfehlt sich, bei derartigen Wahrnehmun- Zur Lage der Franzosen in Marotta. Paris, 5. Sept. Zu ter Meldung, daß die Kolonne Mangin gegen Marrakesch marschieren würde, wird aus Rabat gemeldet, daß El Hiba durch seine Haltung bei der Bevölkerung großen Unwillen hervorgerufen habe. Die großen Kaids hätten General Liautetz durch Boten wissen lassen, daß sie selbst einen Handstreich zur Befreiung der in Marrakesch befindlichen Franzosen unternehmen könnten, wenn sie von den französischen Truppen unterstützt toürten. Dem entsprechend habe General Liau- tey einen Einmarschder KolonneMangin nach Marrakesch angeordnet. Man hoffe, daß die Kolonne am 9. September dort einrücken werde. Wie aus Casablanca berichtet wird, ist ein Zuaven- bataillon abmarschiert, um Sasfi und Mogador zu besetzen. Aurland. Meutereien bei der russischen Schwarzen Meer- m . flotte. Nach emer Privatmeldung, die bcr Vertreter des „Daily Sebaftüboi erhielt, hat die Mannschaft d e r ruf ft sch en (Sch w a r z en Meerflotte wieder g c in e u - Lc rJ; 3AC ÄrtegSf d)ij f c b ombardierten die Fort« die das Feuer aufs energischste erwiderte und ein a n g r e i f c n d e s Grund schossen. Em Skeum ift enttommen und Ul Burgas m Bulgarren emgetroffen. Eine Bestätigung der Meldung liegt hier nicht vor. H 9 ♦ Laut Meldung aus Tientsin wandte sich die chinesische Regierung an die Fünfmächte-Gruppe nm Gewäh- rung emer Anleihe von 1 200 Millionen Mark Als direkte Sicherliert wird die Einnahme aus ter Salzsteuer geboten t^;»hvrb eins aÜÄcLnct Kontrolle bcr chinesischen Jinan;en rc5??mnenben ^nf Jahre zu gestanden. Bisher ist gerade die letzte Bedingung von China als unannehmbar bezeiämet worden L — Bad-Nauhetm, 5. Sept. Mit dem am kommende Samstag den 7. September stattsindcndcn Konzertabend schlicht die Reihe der biesiahrigen Künstlerkonzerte ab. (3infonieton<.ne hnben hingegen noch 3 statt.) Tie am Samstag mitwirkenbe Sängerm Gertrude Gcyersbach ist eine der besten Kräfte dck X a r m ft a b t er Hoftheaters unb dürste vielen Besuchern unierrr Konzerte bereits vorteilhaft bekannt sein. Tie Dame ist wm bie Wiener Hofoper verpflichtet. Sie ronb dlgathe Wie naffte mir ter Schlummer" aui txe rFreischutz fingen unb aus ben Fünf Gebichten von Richard Wagner „Ter Engel", „Träume" unb „Schmerzen". Tn Konzertabenb bringt lernet als Neuheit ein Duett für wri Harfen über die Walliser Melodien von John Thomas, td ^tua wird vorgetragen von ben Harfenvirtuosen Snoer uni Kraulein Elsbeth Sol da m Von Orchesterwerken enthält dal Programm d.e „Freischutz-OuvertÜre", „Mozartiana" „£uir von Tschaikowsky, „Ungarische Rapsodie Nr. 3" von LiSzt. 'h Gro ß - Ka r b c n 5. Sept. Während der Eisenbahnsohr! von Friedberg nach Frankfurt wurden gestern abend zwei namilie» vvn mehreren Btmchen derart angeflegelt, baß eine Oam- bn Notbremse zog. Ehe der Zug hielt, sprangen jedoch bie Soirhr-; ins §reie unb venchwanden in der Dunkelheit Nur einer könnt noch rm letzten Augenblick ergriffen unb verhaftet werten. Der italiemsch-türttsche Krieg. Rom- 5. Sept. Die ,,Agenzia Stesani" veröffentlicht folgende Note: Nachdem bie erste Phase ber militärischen Operationen in Libyen durch die tatsächliche Besetzung bcr .Küste von Kap Macabez bis Tobruk erfolgreich beenbet ist, entschloß sich die Regierung, um die weitere Ausdehnung ber Operationen nach bem Innern zu erleichtern, die beiben Kommandos über bie Truppen in Tripolitanien unb bet Cyrenaika voneinander unabhängig zu machen. Daher ist General Caneva, nachdem ihm für sein Werk das gebührende Lob ausgesprochen, durch königlichen Erlaß vom 2. September seines Kommandos enthoben unb in Tripolitanien durch Generalleutnant R a g n i, in ber Cyrenaika burch Generalleutnant B r i c c 0 l a ersetzt worben. Beite Generale erhalten bie gleichen militärischen unb zivilen Befugnisse, wie sie bisher bas einheitliche Oberkommando in Tripolis inne hatte. _ Konst a n t in 0 pel, 5. Sept. Blättermeldung zufolge beriet gestern der Ministerrat den Bericht ter türkischen Telegierten! über die Fr iedensverha nblungen. Nach bem Studium ter Berichte werde bie Pforte ben Delegierten neue Instruktionen für die Wiederaufnahme ber Unterbonbiungen erteilen. Deutsches Reich. Die neue Reichs-Besitz st euer ist das Haupt- Iherna des diesjährigen BundestagesderDentschen Bodenreformer, ber vom 4. bis 7. Oktober in Posen .ftattfinbet. Abolf Damaschke, ber Führer ber Botenreformer, wird darüber ben ersten Vortrag halten. Großes Interesse werden auch auf dem Bundestage die Vorträge gewinnen von Heinrich von Wagner, Ooerbürgermcistcr von Ulm, der „aus ter Praxis einer bodenreformerischen '"Gemeinde-Politik" sprechen wird, und von Geh. Rat Prof Dr. Erman-Münster über das „Erbbaurecht, die Ergebnisse' des Wiener Juristentages und unsere Forderung an das Reichsamt des Innern". Ferner finden Vorträge statt von Prof. Tr. Kraft, dem leitenden Arzt der Lahmannschen Anstalten „Weißer Hirsch" bei Dresden, über „Volksgesundheit und Bodenreform" und von dem Pädagogen Prof. Rein- Jena über „Deutsche Jugenderziehung und Bodenreform". Die bayerische Abgeordnetenkammer verwies den Staatsvertrag mit Preußen über die Klassen- lotterie zu neuer Beratung an den Finanzausschuß. Das bayerische FinanKministerium beantragte bei der Abgeordnetenkammer einen Kredit von drei Mil- honen als erste Rate für die Ma in ka n a li sa t i0n v 0 n Hanau bis Aschaffenburg. Am Mittwoch abend folgten die schwedischen ^ournaltsten und das deutsche Komitee in Berlin einer Einladung des schwedischen Generalkonsuls Robert von Mendelssohn. Damit erreichte der Berliner Aufenthalt der schwedischen Gäste sein Ende. Donnerstag vormittag fuhren die Herren nach Dresden. Das schwedische Konsulat in Dresden gab am Donnerstag abend im Fest-I saal des Hotels Bellevue zu Ehren der schwedischen Jour- ,Eisten em Diner, an dem Staatsmiirister Graf Vitzthum v. Eckstadt und Geh. Legationsrat v. Leipzig namens der Regierung und Bürgermeister Dr. 5bretzschmar, sowie Stadt- verordnetenvorsteher Justizrat Stöckel als Vertreter der Stadt Dresden teilnahmen. gewechselt. Bei ter Vorstellung hatte ber Kaiser den (tenc- rat mit den Worten begrüßt: „Ich werte sehr glücklich sein, Herr General, mit Ihnen noch länger sprechen zu können." Der Kaiser erwähnte in dem Tafelgespräch den ihm persönlich bekannten General Lacroix uttd zeigte sich über die militärische Laufbahn Paus seit 1870 völlig orientiert. Zum Schluß kam bte Rete auf die Persönlichkeit Falliöres. Tie Vorbereitungen in Bern. Bern, 5. Sept. Aus Anlaß des Besuches des Kaisers prangt die Bundeshauptstadt in reichem Festschmuck. Durch ein Monumental-Portal wird ter Kaiser den Bachthofsplatz. betreten, wo ihn eine Flaggenfront in deutschen und schweizerischen Farben grüßt. Der Weg vom Bahnhof zum Bunteshaus ist mit hohen Goldpoftamcnten eingesäumt, die Blumenschmuck tragen. Das'Bundeshaus trägt wirkungsvolle Moosguirtanden in schweizerischen Farben. Der Eingang zum Bundeshaus, die Treppe, die Vorhalle und der Audienzsaal sind mit Lorbeeren, Palmen und buntfarbigen Blumen geschmückt. Die Straßendekoratron ist vorwiegend Blumenschmuck. Die sck>önen Barockfassaden sind mit Blumen geschmückt Die öffentlichen Gebäude I und die Brücken tragen reichen Flaggenschmuck. t lichen Fcwrikwaren, die heute in Massen den Markt über- strömen, macht sich, wie neuzeitliche Ausstellungen lehren, das Bestreben bemerkbar, künstlerischen Bestrebungen ge* ^cht zu werten. Wenn diese Bestrebungen sich auch noch nicht allenthalben Bahn gebrochcm haben, so wird doch die Zukunft diese Bedingung durchweg stellen. Auch dem zukünftigen Handwerksmeister werden diese Forderungen erwachsen, will er auf der Höhe bleiben, mit ben GrvßbetrieHen Gleichschritt halten und feine Kundschaft befriedigen. Nicht nur bei Schreiner- und Schlossermeister wird man bei jchifträgen von Möbeln und kunstgewerblichen Gegenständen einen geläuterten Geschmack voraussetzen, fon-i tern auch beim Maurer- und Zimmermeister, sowie allen! übrigen Bauhandwerkern. Insbesondere hat auch das Arbeitsgebiet des Weißbinders eine dahingehende Erweite- rung erfahren, daß geschmackvolle Dekorationsarbeiten Voraussetzung sind. Jeder Meister, ber durch seine Solididät bekannt ist und auch den künstlerischen Forderungen genügen kann, wird stets gesuckst und mit Aufträgen bedacht sein. Leider wird gerate in den Kreisen des Handwerks auf bie künstlerische Ausbildung der jungen Leute, die später zur Selbständigkeit berufen sind, noch so wenig Wert gelegt. Dabei ist es so leicht, durch den Besuch einer Ge -1 werb eschule ihre prakiische Ausbildung zu vervollkommnen und dadurch ihre Zukunft zu sichern. gen tem Gaswerk unverzüglich Mitteilung zu maax • k. öer Mangel sodann durch Einführung von Spiritus 'nn! leichter Mühe beseitigt werden kann. Eine Abhil»'- wate-»,''! der Zeit, in ter die Gasbeleuchtung im Gebrauch js nicht angängig. I ** 3u r Tausendjahrfeier der Stabt m Q{,, I -ter Cberburgcrmelfter ter Residenz Kassel bittet alle Äander, die in ter Welt zerstreut leben und auch alle b.TnS vorübergehendem Aufenthalt als Beamte, Militärs unb terniridS an ter alten Hessenstabt noch Interesse haben, ihre oenaue tem tatenerkehrsamt im Ratyaus mitzuteilen. Es ist bcabudvii. vlunorterungen zur Tausendjahrfeier ergehen zu lassen ten Jagen vom 27. bis 29. September 1913 festlich .. werden soll. 9 0 n Landkreis Gießen. f. Wieseck, 5. Sept. Ein stattlicher Leichenzug. wc ,h» unier xorf noch wenig gesehen, bewegte sich heute N'ch .ynebbofe. Ter weit über bie Grenzen seines engeren“ lanbeö binauä bekannte Kunsttöpser Ludwig Keßler wurde letzten Ruhe getragen. Keßler war ein tüchtiger Meister bcr KI au$ kleinen Stefangcn herausgearbeitet hat, und in Zeiten, wo V« Shmftbanbmerf säst vollständig niebcrlcg, den Mut nicht verlo? leine Bey re bungcn zu verfolgen. Pro'essor Tr. Rauch^iL totbmrte am Grabe dem Verstorbenen einen herzlichen W ^^rrer Fi s ch e r - Alten-Buseck entnxiri ein kuries Leb^ bild des Entschlafenen. Im Namen des Kriegervereinä <5,..,-^ bem ber Verstorbene lange Jahre als treues Mitglied annehönr’ unb ber seinen Kameraden durch Ehrensalve unb Musik eb-V legte Lehrer Müller einen Kran; nieder. Tie Gesangsabtcuun,' Lied o“rnDCrCUtd trug 0rabc ihres Vereinsmitgliedä «n L.. Dre hessische Weinrn ost ernte im Jahre 11911. Wie der dent sche Weinbauverein mitteilt, betrug die Zahl der Weinbaugemeinden in Hessen 212, die I zusammen 12 900 Hektar Weinberge bebauten. Auf einzelne Bezirke verteilt gab es Weinbauorte an ber Bergstraße 8, im übrigen Starkenburg 26, in Oberhessen 2, Gorins und Umgebung 41, Oppenheim u. U. 5, Main.; u U ^Ingelheim u. U. 15, Bingen u. U. 3, im Wiesbach- aebtrt 16, im Nahegebiet 10 und im rheinhessisck-en Hügel- lanbc 70. Der Ertrag an Weinmost betrug 387 625 .Hl im Durchschnitt auf das Hektar 30,1 Hl. Die Mostmenge «inen Wert von 23 475 462 Mk. oder pro Hektoliter! 60,6 Mk. Der durchschnittliche Geldertrag von einem Hektar Rebflache bezifferte sich auf 1820 Mk. Den höchsten Geld- .H^oliter erzielte der Bezirk Oppenheim mit N? das rheinhessische Hügelland mit 54 3 Mk. Die geringste Anbauflache hat naturgemäß Obcr- hessen mit einem Hektar, der sich aus zwei Gemeinten verteilt. Jnbezug auf den durchschnittlichen Geldertrag von einem Hektar steht Hessen unter allen Bundesstaaten an dritter Stelle; es wird nur von Preußen mit 2581 Mk I und Bayern mit 1971 Mk. übertroffen. ''Zur Angestelltenversicherung schreibt man uns: Im Oktober b. I. werben die Wahlen zur Angestellten- Versicherung stattfinben. Wahlberechtigt sind nur Inhaber von VersicherimgSkarten, die in ben städtischen Ausgabestellen in Landgemeinden durch die OrtSpolizeibehörbe ausgestellt werden. Bei der Beantragung der Ausstellung dieser Karten trag angenommen, nach tem die hessische Regierung"in fommen häufig seitens der Angestellten Irrtümer vor. Der ^undesrat die Aushebung der Lebensmittelzölle und Hutter Antrag muß stets bei der Ausgabestelle des B e schä ft ig u n gs- ^lle, Oeffnung ter Reichsgrenzen für Ern fuhr von Vv orteS, nicht dcS Wohnortes, gestellt werden. Am zweck- * 1 ..... — - mäßigsten ist eS, wenn die Arbeitgeber die Angelegenheit für ihre Angestellten in die Hand nehmen und sich von den Ausgabestellen Vordrucke einfordern. nr ; YY gewerbliche Ausbildung. ,fie b-«chr«,^rtcr zu mache». Seid,. b?i dm Lusuhrunq von ofo. | und Fleisch und Milderung bcr veterinären Sicherheit? maßregeln an den Grenzen bei der Einfuhr von Vieh un: Flelsch veranlassen soll. Weiter wird ter städt Verfasfunge ausschuß beauftragt, mit der Verwaltung über geeignet I ^h.^irte zur Bekämpfung ter Teuerung, insbesondere bc I Fleischpreise, durch kommunale Maßnahmen zu tx raten. Dem Erlaß einer Ortssatzung über die Errüb tung einer Mädchenfortbildungsschule wurde en: stimmig zugestimmt. Der Zweck biqcr Schule besteht t: der^swirtschastlichen und beruflichen Weiterbildung bc Mädchen bei einem vierstündigen Unterricht pro Wock^ auf die Dauer von 3 Jahren. — Wie Beig. Weil auf eir Anfrage mitteilte, ist das Statut über die k 0 m m u n a V- Arbeitslosenversicherung im Eniwurf fertig gestellt und wird demnächst dem sozialen Ausschuß in erste Lesung unterbreitet werden. hierdurch mit bnh Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche £ i'd __ Trinken Sie „Kornfranck“ mit „Aecht Franck"! kosten nt;e Pt. Die t Zm Men a*/e zu beßerks Rädchtil für die zahnärztliche Praxis. ^-77-77" Zahnarzt Wertheim, cf)weine ■v • - r. nimmt n.Sund. an. tjn|tll|t 06879! Afterweg 1. z. verk. Brucbftrafte ScUeröweg 70. (*® Elnkochkrüjce, Elnmachtöpfe, CclecKllkBcr, ^aftbeutcl billigsten Preisen Porzellanhaus Dr. Schliephake ist zurückgekehrt emvsehlen Finkochgläaer, Elnkofhnpparate, Tou’iit wünscht Angebote dov5—7’8tmmcrtoobnniin. Schriftl. Angebote unt. 07350 an den Wicft. Anzeiger erbet. t 2 starke ♦ Läufer Simmentaler Kreuzung» srebl zum Berkaus bei . 5to8 Marl stnmvi tn Nieder- fflrmünbcn lOrcib Alereldi. ■öeflüqelir ag. 8. 6wa e Wahl eine? .■ ‘t am Tleni:: dS 7 Uhr |ut ' inheit in bn: mferet Stabt i zische £anbf?- > von JniM7 der Pf. dop. j bet handmv I »itb bet 'M: I Oktobutt Z J 000 Jmni6ui :v \) und juwi c Ridotjcr a) beabsichtigen. 1 on fiidorj na: 1 Mk. ömmliche |||, bet fe|W liert Gibt ein intensiv dunKles Kaffee^etränK von sehr feinem und Kräftigem Geschmach. 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Weft-Anlage 4211 07325) Möbl. Zimmer billig zu vcrm. LudwiaSVl. 14 III. Tetztc 21 acb richten. Dr. Burchard t. Hamburg, 6. Sept I*r Senatsprasident Burwarb ist heute früh anem Schlaganfall erlegen, nachdem er schon einige Zeit heftig an Influenza ertrankt war. (Dr. Burchard,^ der seit 1908 regier«nder Bürgermeister von Hamburg war tu am 26 Jul, 18o2 zu Bremen geboren worden Er machte al>3 «ymnasiast den Zeldjug gegen Frankreich mit, studierte dann in Hechel berg. Leimig und ^fSttingen dte Rechte, und l,etz nck, 1R75 in Limburg als Rechtsanwalt nieder. 1884 wurde er Mn glied der Bürgerschaft. 1885 des Senat». 1901 wurde er Bürger meister. 1903. 1906, 1908 1. Bürgermeister Außerdem war er Lchrneber der SenolSkomnnsiion für Rrich»- und aujwornge An gelegenbeuen, ixt Mttuurkomnujjwn, deü Senats und Präses bC SirchenraleS. Tic Red.) Eine Tuellforderung. Bre-lau, 6.Sept Dte „Breslauer Zeitung" bestätigt die Forderung des Am l-richterSünittel durch Hauptmann Lammte r. Herzlichen Dank allen lieben Freunden für ihre Teilnahme beim Heimgang unseres fönterS, ganz besonders den Herren Pfarrer Fischer, Uni- versitätS-Profcssor Dr. Nauch und Lehrer Müller für iljrc warmherzigen Ansprachen, dem MtistkkorpS, dem Hriegeroerein und dem Turnverein sÄesangSabteilung) für ihre freundliche Mitwirkung. Familie Ludwig Ketzler 5956 «>e!cck. Nähikunst! Obst ist sehr gesund, gekocht jedoch ist es noch weit belömmlicher als roh. IHild) i|t an unb für sich zu ben besten Nähnnitteln zu zahlen. Mondamin enthält viel Nährstoff unb ergibt, mit Milch gekocht, ben köstlichen unb bekömmlichen Pubbing ober Milchslammeri. -i ah er [mb ffllondamin- Milchspeisen mit geschmortem Obst hoch zu schätzen unb somit eine gesunbe, leichte Nahrung für jung unb alt. Beachten Sic den Rezeptbuch • Zettel im Mondamin-Paket, überall erhältlich ä 60, 30 und 15 Psg. transpo?! Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Lbstversteigerung. SamStag. ben 7. September 1912, nachmittags 3 Ubr. werden tm Sürqermenietcibof mehrere Zentner Frübbirnen und Frühäpfel in «einen Mengen men- bietend versteigert. ____________! Löwer & Bechsteill Neustadt 4 Telepb. 484. Mitglied der Rabattsparveremigung. Jüngerer Buchbinder kann sofort eintreten. Be» Marburger Strafte 20. Mitteilung, dass unser inmgstgeneover ouuu, Enkel und Neffe Heinrich Stephan, Geoineler am 3. ds. Mts. ganz unerwartet im Krankenhause zu Ratingen i. Westf. in kaum vollendetem 21. Lebensjahre verstorben ist. Für die tieftrauernden Hinterbliebenen: L. Stephan II. Staufenberg, 5. September 1912. Die Beerdigung findet in Ratingen statt. 5985 jeut ab wieder stets frUtti ncicbofienc (07366 6titn,aiSL «clliliiiiiirr 2C. m haben find: auirerdem alle Sorten 3: Geflügel in bester Ware. J. Zörb Wwe. Todes-Anzeige. Heute nacht U/, Uhr verschied nach kurzem Krankenlager mein lieber Mann, un'er guter Vater ^d54 Herr Franz Schlicker Monteur. Die trauernden Hinterbliebenen: Katharine Schücker u. Kinder. Odenhausen b. Londorf, 6. Sept. 1912. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachm. Zl/s uhr, in Odenhausen b. Londorf statt. Versteigerung. Mittwoch, den tl. Sept. lfd.Fc., nachmittags. tllbr, jvllen im städt. Pfandlokale. Selierswea 11 bnbicr, bic roencit rückst. OrtStrnnken kafscnbciträge ncpfniibcten Wenciiunnbe: tDtübcl aller Ari «Vertikos, Schreibtische, 2 Selretärel, eine Parne Weisibiuderrustzeug (Stang, und Zoblen». 2 Kassenschränke 11. u. a, versteinert werden. Gern mecker, Pfandmeister. 15962) für Anfänger u Vvrgefchr. (Grammatik. Slonuerfatioit Korrespondenz, Vcfiurc von .''.eininnen u. Werken inod. Lchriilüeller. Aussprache n. denNegelnd. Phonetik. Em- zelunterricht und Kurse von mehreren Icilncbm. Nach iHlfchtinbcn in (»nglifch u. französisch, llcbcriciiimn. Ludolf Kohler. Dsvl. v b. llnio. Lausanne, Babu» linim di;c 64 II.________l WM &*' c'n funtjg® Mtttvlj x. ^itglieb unb jc.i ie GänAM ttcin5niu:i' • Menen ^Ifroed; *g(air> ttt oor^-. 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