nlT X Zweites Blatt 162. Zahrgcmg trldxtrt tL-tt- mtt Ausnahme be6 6omuagt. iter-Fest ■ - Vorstand. -°Bal a7e°"Tas L'7on M. °Lch- stenten des M^eorol^^n Dostes in Elsaß-Lochrmgen, Tr. , Ätb "dtbÄlV $.um7« «. R em»» »nblr.^. 9«ej. 2« $«.« « , Arbeiter rc. fütterte Leder- M. 7.50 r. ayanncr. Xie .tauet oer •oeooaaiiungen ist zunächst auf ein Jahr festgesetzt, doch ist nicht ausgeschlossen, datz noch eine zweite Hebern interung erfolgen wird. Tie Station wird wahrscheinlich in der Nabe des amerikanischen Kohlenbergwerks an der Adventbai errichtet werden. Süss «etterM Der Giehener Saalbau. Gießen, 4. Februar. Durch die jüngste hochherzige Stiftung beginnt das Luftschloß des Gießener Saalbaues langsam zur Xxrbc nieder iU steigen; schon findet es dort ein Fundament von sechs- zifferigem Werte vor. Werden jetzt weitere Steine herber- getragen werden, daß bald ein lustiges Bauen anheben tarnt, oder soll das Bild wieder für unabsehbare Zett in den Wolken verschwinden? Wozu Gießen einen Saalbau braucht, darüber scheint man sich vielfach noch keine Rechenschaft zu geben. Für, die meisten bedeutet er lediglich eine Konzerthalle Wenn dies zuträfe, könnte man freilich nicht erwarten, daß die Bürgerschaft nun mit der gleichen Opfersreudigkeit für einen Saalbau eintritt, wie damals fürs Theater. Tenn dem Montag, 5. Zebruar (912 Notanon-drua und Herlag der Br üblichen UncperfttätS - Buch» und GtembnideccL 9L Lange, (Stetten. Vie Löhne der Bergarbeiter. Aus bergbaulichen Streifen wird gemeldet: Auf dem der Hochkonjunktur int Jahre 1907 folgenden Niedergang erreichten die Löhne der R u h r -B e r g a r b e 11 c r un zweiten Vierteljahr 1909 mit 4.45 Mark auf den Kop, der wohltätigfeitsfonzert des Uronbauerschen QuartcttDereins. Gießen, 4. Februar. tte »Otetzenet .fOTrilienblärttr- merben dem ,flnitchn begonnenen meteorologischen Untersuchungen, durch die ermiltelung ber Mög t-a. ein« L°Mcheji°hrI im hohen Norden gewonnen werden soll, fortzu,etzen, nt nach Ms würdiger Partner stand der Sängerin zur ■scitc Herr lö ol r Tiüllcr Frankfurt a. M.h der mit seinem vramtigen vd» feinausgebildeten Bariton in „Schön Ellen" aufs glualm))te feitlöirfte. ..Die Komposition „Hamkehr" von Koickat, m itr beer Muller gleichfalls mit einigen klangschön gelungenen takten fiiJieteiligt war, mag von der obenbenamften Fee Wohltätigkeit w.tr ihren weiten Mantel genommen werden, Bruder Apollo teb wohl etwas bebentlid) den Kopf zu diesem unheimlich „gefuhk- Die wirren in Persien. Teheran, 3. Febr. Ter Rücktritt der Mitglieder des Kabinetts scheint unmittelbar bevor- zustchen. Wie geglaubt wird, wählt man zu Nachfolgern Männer, die der Politik Englands und Rußlands jrcuub-* lief) gesinnt sind. Eine Erklärung über diese Politik wird demnächst erwartet. . Der schwedische Gendarmerieinstruktcur Oberst Hial- mansen arbeitete einen Entwurf über die Verwendung von 3000 Mann, die in den Provinzen Farsistan, Gilan und Teheran verteilt werden sollen, aus. Noch dem Entwurf werde auch eine Abteilung von 1100 Mann als Polizei- truppe auf den Landstraßen zwischen Abuschehr und Ispahan verwendet werden. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gderhejjen gesamten Belegsckmst und 5.28 Mark auf den Hauer ihren tiefsten Stand. Seitdem ist aber eine zunächst langsame, im abgelaufenen Jahr etwas stärker hervortretende Aufwärtsbewegung der Löhne erfolgt, die sie im dritten Cuartal auf 4.72 und 5.28 Mart brachte. Für das vierte Quar» tal dürften sich die Lohnsätze von 4.80 Ml. auf 5.70 Mk. ergeben. Neuerdings scheint diese Aufwärtsbewegung einen noch ausgesprocheneren Charakter angenommen zu hab.n Nach Meldungen aus allen Teilen des Bergbaureviers (,-abcn in diesem Jahre bereits eine ganze Reihe von Zechen eine weitere wesentlickie Lohnerhöhung eintreten lassen und sicherem Vcrnclnnen nach sind die übrigen Werke gewillt, diesem Beispiele zu folgen. (Snvartbar ist, daß die Löhne im RzUirbergbau bei Anhalten der jetzigen Konjunttur ihren bisherigen Hochstand von 1907 demnächst wieder erreichen, vielleicht sogar überschreiten werden. _______________ ks Aus neuen Briefen Oskar Wildes. In Neu- pork sind jüngst eine Reihe literarischer Manuskripte rerftcigcrt worden, unter denen sich etwa 80 Blätter von der Hand Estar Wildes befanden. Einem Mitarbeiter des „Merncrc, de France" ist cs geglückt, in diese bisher unbekannten L>chnststückc einen Btick zu tun, und er veröffentlicht einiges davon in der genannten Zeitschrift. In einem Schriftstücke aus dem Jahre 1882, das an einen Theaterdirektor gerichtet ist, behandelt Wilde die Frage, wie weit ein Schauspieler seine Rolle verändern durte, anders, als er cs später in „Puvvets and Actors" tut. „Was die Veränderungen an meiner Komödie angeht, so seien Ste ter» sicher daß ich mit größter Befriedigung von allen Vorschlägen Kenntnis nehmen werde, die sie mir unterbreiten, xie Komödie ift nicht zum Gelesenwerden, sondern zum Autgemhrtwerden bestimmt, und deswegen hat der Schauspieler immer das Recht, den Tert zu ändern oder Vorsdstäge dazu zu machen." An Walter .^amilton, der eine Sammlung von Parodien englischer und amen» konischer Schriftsteller vorbereitete, schrieb Lskar Wilde tolgendes: Parodien meiner 2id)tungcn habe ich nicht gesammelt, solche Gegenwärtigkeiten sammeln wollen hat ungetähr den gleichen Wert, wie Ehamvagnerschaum in einem Siebe aufsangen wollen, x a die meisten meiner Dichtungen lang und lyrisch lind, sind sie, wie ich glaube, auch keine guten Vorbilder. Tie Parodie ist die Muse, die die Zunge herausstreckt. Sie hat mich immer zerttreut, verlangt aber eine sehr leichte Hand" Eine gatrze •ncibe der ncuauigcfunbcnen Briefe aus dem Jahre 189< beziehen sich au[ die Ballade aus dem Zuchthausc Beading. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen^ schäft. In Breslau starb der Prwatdozent der pharma» zeutisd.cn Chemie an der dortigen philosophischen Fakultät Tr. LIil Lttv Ga edel im Alter von 37 Jahren. — In Dresden ist am 1 Februar der ordentliche Pro'essor und Direktor deß Instituts Tür Tierzucht und Rasseukunde an der dor i]cn Tierarzt» ltdien Hochschule, Cbermebiiinalrat Tr. phil. Friedrich Guitav Julius Pusch im Alter von 54 Jahren gestorben. Die Revolution in China. London, 3. Febr. Die „Morningpost" meldet au3 Schanghai vom 2. d. Mts.: Mit der deutschen Ftrma D i c t r i ch s e n ist von Seiten der Revolutionäre ein Vertrag über eine Anleihe von 10 Millionen Taels abgeschlossen worden. Als Sicherheit soll das Etgentum der Chinesischen Handels- und Dampsschtffahrtsgesettschaft, ausgenommen die schon an die Japaner verpfändeten Schisse, gegeben werden. Die Hongkong and Schanghaibank hat bereits drei Millionen Taels Dorgeftrccft Di: Wendung in Bayern. Tic „Vossische Zeitung" meldet aus 'Dtündm: Ter Prinz regent, der in den letzten Tagen auffallend viel Besuche von Politikern empfing, empfing am Sonntag vormittag den Minister des Innern Eine Stunde später hat das Ge samtministerium seine Demission angekündigt. a.er Ent- sck.'luß des Gesamtministeriums, der eventuell nur iormcllcr Natur sein könnte, bedeutet einen ent) d) e i b c n b e n Sieg der Zentrumsanhänger im Ministeriu m zu Ungimitcn der ihnen unbcauemcn Minister v. Frauendorfser und P,an. x\e Gntidicibung des Prinzregenten, ob er die Demission annebmen will, wird Dienstag mittag erwartet, also zu einem Zeitpunkt, an dem der Ausgang der bayerischen Landtagswahlon id)on bc lannt ist. da dem Auslandsbeutschen in letzter Zeit wesentliche Erlcichte» < rungen in d.-r Erfüllung der Wehrpflicht gewährt wurden und : weitere Erleichterungen in dem gleichzeitig mit dem , Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz im Re,chs:ag vorzulegcnben ; Gesetzentwurf zur Abänderung des R e ich s m i l i t ä rg e - e tz e s vorgesehen sind und zwar namentlich nad) zwei Richtungen : Einmal soll für die ü der seeischen Teutsdien, denen durch die Ableistung ihrer militärischen Pflichten unoerbält- nismästige Nachteile entstehen würden, die M ög l i chkei t de r Befreiung von der aktiven Dienstpflicht gcKbanen Wtrben, sodann besteht die Absicht, die für die übcncciidwn Deutschen bereits eingeführte Möglichkeit der Befreiung von allen militärischen Hebungen auch auf die tm europäischen Ausland lebenden Deutschen auszudehnen. Von den übrigen nach dem Gesetzentwurf Dorgcichlagcjtcn Maßnahmen kommt insbesondere noch die Bildung von Eriatz- bchörten im Ausland und in den 3d)ubgebictcn in Betracht. Fchr die Erhaltung des Deutschtums im Ausland wird bte in Aussicht genommene Regelung erheblich günstiger fein als der gegenwärtige Zustanb Diesem Bestreben dient nod) die weitere Vorschrift, die den Wiedererwerb der bisherigen Siaatsangehorig- keit wesentlich erleichtern wird. In Zukunft soll bei der WiederauT- naljmc aller cbemaligen Teutscheu und ihrer Nachkommen, einerlei, auf welche Weise sie ihre Staatsangehörigkeit eingebüßt baden, von dem Erfordernis der Niederlassung im Jiiland abgegeben werden. Dem gleichen Gedanken, früheren Teutscheii den Anschlutz an die Heimat wieder emiöglichen, entspricht die Voiichnit tn dem Entwürfe, durch die den Witwen und geschiedenen Ehefrauen die ihre Staatsangehörigkeit durch Verheiratung nut einem Ausländer verloren haben, nad) Auslösung der Ehe die Wiederaufnahme in den früheren Staatsverband zugesichert wird, xer neue Gesetzentwurf sucht ferner mehr fache Staatsangehörigkeit in den rejd):ebenen Bundesstaaten möglichst zu beseitigen, läßt aber selbstverständlich für Falle, wo Inte rette an der Beibehaltung einer mclirladicn Staatsangehörigkeit besteht, den Wünschen der Beteiligten weiten Spielraum. Tie „Nvrddeutsche Allg. Ztg." schließt: Mrt der Vor- läge ist den Wünschen nach einer zeitgemäßen Ausgestaltung der StaatsangehörigkcUsrechte, wie sie in der £ ereilt- lichkeit zum Ausdruck gelangt find, in vollem Hm sang Rechnung getragen Vor allem dürfte das neue Gesetz von den Deutschen im Ausland begrüßt werden, die es fester und nachhaltiger mit der angestammten Heimat verknüpst und damit dem Deutschtum wertvolle Elemente erhalten soll. 3nftruftioncn für englische GWere beim Besuch Deutschlands. London, 3. Febr. Wie die Blätter melden, hat das sß r i e g s a m t überall Instruktionen für englische Offiziere erlassen, die nach Deutschland reisen wollen. Für den Besuch von Elsaß-Lothringen wird folgendes bestimmt: Alle Offiziere, sowohl die von der reaularcn wie die von der territorialen Armee chaben zunächst die Erlau b n i s d e s p r e n ß i s ch e n K r i e g s m in i st e r i u m s einzuholen. Ferner haben sie sich, wenn sie länger als 24 Stunden an einem Orte Aufenthalt haben, aus dem Magistrat resp. in Metz, Mülhausen und Straßburg ans dem Polizeipräsidium zu melden. Bei kürzeren Besuchen haben sie sich bei den Militärbehörden zu melden. Ena- lischc Offiziere, die über die russische Grenze nach Deutschland kommen, müssen sich in jedem Ort melden, wo sie eine Nacht zubringen und ebenfalls wieder vor ihrer Abreise. Tas Kriegsministcrium empfiehlt ferner, daß die Offiziere bei dem Besuch einer Garnison bei dem Kommandanten ihre Karte abgeben sollen. Es ift noch unvergessen, daß General French tn der Begleitung seiner französischen Freunde die französische Lst- grenze „inspizierte". Sollte man solche Hnfreundlichkciten künftig vermeiden und die deutsche Empsindlichkeit mehr schonen wollen? Bebakst on. Ervebiston imb Druckerei: beb ul- ftrase 7. Erveb kion und 'ßeriag; ttsfe 5L Äebafiiome^l 12. Tel.-Abr-AnzelgerHiesen» ... HV*1’yirJ'1* cttfW'Ji 8 ilbr: v N' v10.l iwJi jRitÄdie neHa1“ j x. IlilSIIISI» ngebörigfeit genehmigen Tann. Was die Ausbürgerung wegen Verletzung der Wehr- >jlid) t anlangt, bestimmt her Enstvurs, daß ut im Ausl an! IfS-nh-'r Teutsch-r, b*r bis Ablauf des 31. Lebensjahres seine Vilitärverhälti i se nicht ins Reine gebracht, ober sich der Fahnen- Kiidit burd) Entfernung, ober Fernbleiben ton der Truppe schulbig «macht hat, seine Retchsangehötigl il verlieren soll. Tie Borchen sind im einzelnen w ausgestattet, daß der Verlust nur Verletzung der wichtigsten aus der Wehrpflicht folgenden Verpflichtungen eintritt, daß der Wehrpflichtige unter Berück- Sitigiing der Auslandsverl)ält> isse genügend Zett zur 5rfül na seiner Obliegenheiten behält und enbltd), baß der Zeit- feitft des Verlustes nnzn^ifelhaft feststeht und möglichst lcicht ln ermitteln ist. Die Ausbürgerung wegen Verletzung der Wehr- -flicht beruht auf dem et bilden Gedanken, daß staatsbürgerliche |td)tc nicht ohne die Erfüllung entsprechender staatsbürgerlicher rechten in Ansprud, genommen werden dürfen, und, wer diese jchchten nicht erfüllt, damit stillschweigend den Willen kund- lib', die staatsbürgerliche Gemeinschaft nicht weiter fortzusetzen. feheii diesen G,-sichtspunkten sprechen für die Ausbürgerung wegen Nichterfüllung der Wehrpflidst militärische wie politische Gründe Hustandsdeutsdw, die sich ihren militärisdien Verpflichtungen ent Eben, verlieren jetzt ihre Reichsangehörigkeit durch zehniähngen Iijientbalt im Auslände, während sie ohne neuen Verlustgrund : Ituernb im Besitze der Reichsangehörigkeit verbleiben würden, tfn säumigen Wehrpflichtigen würden alsdann, wenn jetzt tat jjibtid) die Iwsteheiide Ausbürgerung ivegfiele, nur zwei Nachteile kcljcn, gerichtliche Strafe und nachträgliche Einstellung. Dteft Ktfcteile erscheinen aber nicht ausreichend. , . . . r ilont voliti)d)en Standpunkt läßt sich nicht rcd)ttcrtigen, daß tat Deutschen im Ausland der Sdkutz des Reiches und ictncr i Vertreter gewährt wird, auch wenn sie die Pslicht, an der Ver- Irbigung des Reiches teilzunehmen, nickst erfüllt und sich dadurch km Vaterlande losgesagt Iwben. Tas staatsinterette erfordert cr wir weitere Schutzverpflicktungen zu Gunsten solcher Per- men übernehmen, die auch ihrerseits bereit ftnd, dem Reiche teenüber ihre militärischen Pflichten zu enullcn unb baburd) ir Erhöhung seiner Wehrkraft beizutragen. Xa3 Prinzip des Kren Verlustgrundes erscheint audi billig und gereckt, zumal Sieberum hat.eine Wohltätigkeitsveranstaltung groueren ^t,!- festlich erleuchteten Räume unseres Stadttheaters fleiullt — t3 zwar richtig gefüllt in des Wortes eigentlicher unb cnreu- fcfr Bedeutung: das Haus schien m, der Tat ?usverkail t, und i dankbar angeregte Stimmung der Dorer lieg mckt- zu wünschen kog. Die ebenso kluge als gütige Wohltätigkeit batte Jid) guck in Bruder Apollo einen Bundesgenoßen ge rckert, mit einer auserlesenen Hilsstruppe -^crz und ^.hren swgrerch I attackieren wußte. Ein hervorragender Gast, untere rrnin Frau Burk-Berger von der Kgl. vowver tn iund)cn, Hub hierbei mit schneidigem Temperament in der ersten Buslinie. Ihr künstlerischer Ruf. der zweifellos ,u der An- «hungskraft des Abends wesentlich betgetragen hatte steht mtt ir döde ihrer Leistungen im-Einklang: bühnengewaltige stimme, ; cherheit und dramatische Belebtheit zeichnen ihren Vortrag au-_,. it dem sie besonders in den Slrien „xid), teure Halle ^^anit- Vuicr'» unb „Ozean, du Ungeheuer" (Lberon) glanzte — wenn auch r allgemeinen Opemvartien ohne Orchester- und s.^umhe Um- ■frmung keine vollkommene Befriedigung gewahren können^ Unter Pen Liebervorträgen erwähnen wir neben der wohlbekannten ,,< er^ , btgenheit" von Hugo Wolf noch besonders das tief sttmmung-volle ,*:omm, wir wandeln" von P. Cornelius: die Romane icr Kunst- Hu liegt offenbar im Bühnengesang, dock mielte ne audi ut ber rn'ckalischen Lyrik burd) seltene Vielseitigkeit und Ltcherlwit fgcnidmftcn, die auch bei den Männerckören mit trfungdvoll hervortraten, so insbesondere in der Ehor auacw ^chön-Ellen" von M. Bruck, einem seiner beliebtesten unb twaktervollsten Werke, bas übrigens erst bei der '.Wirkung des kickesters zu seiner vollen Geltung kommt. Tie „Mittelalterliche ?!iRushymne" von D'Albert konnte kaum wärmeres vt_nterene ringen; die „Waldesweise" zeigt immerhin die Vorzüge ter Ibticven Weichheit unb Sangbarleit. Gedenket der hungernden Vögel! z ? s J! ötit* 1 ii I -e 85 tiD 4 3. Cs wäre wünschenswert, dauert eS hier sieben Wochen. wenn bei der Bekämpfung der Seuche einheitlicher vor- gegangen wäre. Eine besondere Ehrung Er will sie zu Ehrenmitgliedern deS Vereins erschlossen. neunen und eine Bew. Himm4 fllaier£>imin< Bcd. puiuiu. 94 89 90 ESE SE 6 0 10 Zs i L-F Febr. 1912 Kein Gichtlker ver*anme eine häusliche Trinkkur mit der Ae*mann*hHu*er Llthiontherma quelle Broschüre frei durch Brunnenverwaltung Gichtbad Assmannshausen am Rhein. IW Wa«er» itt -uth ...einen Hrfahrunoen Ja» beete alter Heil«** end «tobet eo müde, dae« ich et firm cevwibu. Dr *■ *■ Depot für Gierten denn WHurl, T lepnon WJ. 2 2 4 Schon die wiederum nötigen Vorarbeiten erfordern einen neuen Aufwand von Zeit und Geld, und Sübstbe,chra»Lmg art' diesem Gebiet liegt daher im allgemeinen Jntercs,e Tas ist meine Ueberzeugung und dreier erlaube ich mit frei mutig Ausdruck zu geben. Schon daß solche Borickläge überhaupt ernstlich bi«Tutiert wer den tonn.cn, beweist uns, ime wenig Verständnis — nach allein und troß allem — man noch inuncr den inralen Zntetesse? unserer Stadt teils entgegenbringt. Warum gießen unsere Ltadwatcr nicht etwas ,A!icb uni Glauben mit in die Form hinein"? Saran sehlts nämlich hauptsächlich. Werktätige Liebe den vom Schicksal benachteiligten Mitbürgern und Glauben an die Zukunft auch unseres Ravons! Tre Lage ist dock einfach die: Ter Staat will aus bringen dem Bedürfnis einen Neubau errichten, dessen Austuhrung in btt ursprünglichen wohldurckdachten Form unteren Lriulleil zur Ehr: und langeturcb.en Entfaltung dienen wurde, geschieht des Unerwartete Aus Stadtverordnetenkrersen wird ihm im letzter Augenblick in den Arm gefallen und Sparsamkeits- und Prak tischkritsgründe werden gegnerisch ins r>eld gerührt. Vom K e ch t e. das mit uns geboren ist, davon ist ro.ci>cr einmal fast nufct die Rede Es ist, als ob die zufällige Evinciden» der betrredigtoi Bedürfnisse als eine unerwünschtereb e nroirtung hemv tich beneidet und darum ofien und verlteckt befehdet wurda xu G'gner teilen sich in Anführer und Angeführte und die Altstadt hat das Nachsehen! , , ... -. Ich will damit nicht auf bestimmte Verionen Hinweisen, sondern auf die Gesam.heit der verbündeten Widerwcher. Auch wir sind gute hessische Patrioten und Steuerzahler und können eine wirkliche Sparsamkeit nur in der möglich« erschöpfenden Lösung des Problems when. Eine conditio sine qua non ist dabei, daß den mcOernen Ansprüchen an Luft, Licht, Aussicht und freie Aa^e, gleichviel ob im Rahmen des ersten Entwurfs oder in tei>en, o Februar 1’12. » S t aa tß bahnpers on a len. ?lnßerordemiche Belohnungen erhielten die Lokomotivführer Zobus in Scholien und 9t inff r m Gießen, sowie Reseroe-Lofomotivführgr Euler in Schotten. Landkreis Riehen. — Großen-Linden, 3. Febr. Hier scheint die Maul- und Klauenseuche ihrem Ende entgegen zu gehen, da in den letzten 14 Tagen keine neu verseuchten Gehöfte ge. meldet worden sind. Es sind nur noch zwei Gehöfte durch den stviS-Tierarzt nachznschen, alle anderen verseuchten Ge- Höfte sind uachgeschen,desinfiziert,und ihreFreigabe dürfte bald erfolgen. Wie weit die Ansichten auseinander gehen, hat sich in Großen-Linden und HöcnSheim gezeigt; während in Hörnsheim die Gehöfte von drei Wochen frei gegeben wurden. j\ Eberstadt, 3. Febr. für die Rrie gSveteraneu hat unser stricgerverein be tot einer ’tunflffle M dl Wert ^htitc Jtor flb । 1,1 u413)1 lt 7", bi. h al 3ube rtaueIfn__? rr^is-: iWaunJ . MssZiöillie Cingcfaiiöt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, den 5. Februar 1912. Dem Herrn Stadtverordneten H. Winn weiß ich es Tank, nicht nur, daß er seine Erklärung in Nr. 28 des „Gieß. Anz." vom 2. Februar in so konziliante Form gekleidet, sondern, auch dafür, daß er überhaupt erwidert und damit die Möglichkeit einer weiteren Diskussion der leidigen Amtsgerichtsneubaufrage gegeben hat. Nicht als ob dem herben Thema noch viel neue Seiten abzugewinneii wären — im Gegenteil die Erörterungen wirken nachgerade ermüdend — und nur der Wunsch, vor der nahen Entscheidung deii Standpunlt der von mir vertretenen Bürgerkreise zu Nutz und Frommen alles Wohlmeinenden noch einmal summarisch zu präzisieren, drückt mir auch heute wieder die Feder in die Hand, allerdings ohne Präjudiz für mein künftiges Verhalten, daß vom Gang der Ereignisse abhängig ist. Voraus'chicken möchte ick dabei, daß mir nichts ferner ge^ legen hat, als etwa der verehrlichcn Stadtverordnetenversammlung Mangel an gutem Willen ober „ehrlichem Bestreben, eine ür Staat und Stadt gleich günstige Lösung zu finden" vorzuwerfen, dafür stehen mir die im Elternhaus aufgenommenen Ideale der Autorität und Pietät zu hock. Indessen hatte ich nach dem Verhandlungsbericht den Gitv brück, als ob es in fraglicher Sitzung nicht zu einer ausschließlich klaren Betonung des städtischen Standpunktes, welckxr in erster Linie, wo immer angängig, die Förderung des nach allgemeinem Zugeständnis durch forlgesetzte Verkehrsberaubung notleidenden nordöstlichen Stadtteils involviert, gekommen wäre. Audi Herr Stadtverordneter Winn redet — wenn auch unbewußt sqmvtomatisch — von der für „Staat und S t a d t gleich günstigen Lösung", während ich bei der engeren Wahl in dem vorliegenden Falle nad) dem Grundsatz: Das Hemd ist mir näher alSder Rock der Stadt den Vortritt gewahrt und deshalb Stadt und Staat gesagt haben möchte. Ties besonders aus dem Grund, weil cs absolut nicht mit dem Staatsinteresse kollidiert. Tenn das ist ein Lichtpunkt in der trübseligen Angelegenheit, daß die Möglichkeit der Auswahl zwischen 2 oder 3 ernstlich in Betracht kommenden Alternativen das Tilemma einer Option zwischen S:adt und Staat, also den sonst unvermeidlichen sittlichen Monflil: ausschließi Tagegen wurde die Situation — nicht das Proiekt selbst, wie ich gern zugebe — durch eine weitere Bereicherung mit unausführbaren, wenn auch wohlgemeinten Vor- icklaaen verwirrter und kvmvlizierter. »ierin laa der „Gordische 5 nn o ten", wie auch in dem Exposs der GerichtsbeamLen anertannr wurde. kreis Schotten. -r. Meiches, 4. Febr. An einem der letzten Abende machten sich einige jungen Burschen das „Vergnügen", mit einer ausgehöhlten und in Form eines Gesichts ausgeschnittenen Dickwurz, in die sie eine brennende Kerze gestellt hatten, im Torfe berumzuziehen und diesen „spuck. den Leuten vor die Fenster zu halten. Eine kranke ^rau erschrark dadurch so, daß sie ohnmächtig zusammensiel. In einem Stall, in dem die Burschen ihren „Spaß" sortsetzten, rannte eine Muh die Bauersfrau um, die gerade beim Melken war. Wie man hört, war heute die Gerichtsbehörde wegen des Unfugs hier gewesen. Kreis Friedberg. L Friedberg, 2. Fein. Auch in diesem Jahre wird am P r e d i g e r s e m i n a r cm sozialer 3 n fl r u f 11 o n 0 f u r f u ß nbgcbolten werden. Er beginnt IMttmod), 7. Februar, und ,v,rd am 14, 21. und 29. Februar fortgesetzt werden. Tie ■Vrofefioren Tr. Stein, Dr. Nlimker und Dr. stahn werden Vorlesungen halten. Für Hessische Ideologen werden die Vor- träge unentgeltlich sem. _ Friedberg, 3. Febr. Am Donnerstag, 8. Fehr, findet un Hotel Trapp zu Friedberg in Hessen d,e Haupt- Versammlung bcS Vereins ehemaliger Schüler der Land- virtichaftsschule zu Groß-Um'!adt statt. Be. dieser Gelegen- heil wird Pr'vaidozent Tr. Rlcberner von Gießen einen hoch- interessanten Vortrag über .die Grenzen der Aufwendungen aus dem Gebiete der Tierhaltung und des Pflanzenbaues' halten. Alle Landwirte und Freunde der Lanowirtjchait sind oazu eingeladen. Kreis Wetzlar. --Wißmar, 4. Febr. vait Anregung der Schul- anssichtsbehörde ist mit Monat Januar eiue Sch», l-Spar- f 4 s s e jus Leben getreten, die großen Anklang gefunden hat. Es machte den Kindern eine besondere Freude, ihre .Neu- sährgen", Geschenke der Paten, verzinslich anzulegen, '.'.anche der Kleinen haben aus diese Weise ktjou einen guten Anfang im Sparen geniacht. Tie neue Lchulkasse ist an unsere Spar- und Tarlehnkasse angegliedert. £)anöcL o Krofdorf, 4. Febr. 3n der abgelaufenen Woche fanden hier für Gemeinde- und Staatswald zwei große volz-Ver- u eigerungen statt. Trotz der großen Quaulnatcn haben mir ,>egen das Voriahr erhöhte Preise. Biichen-Sclieitholz koneie Durch- fwniillich 10 Ulf. und Reisigholz 1,50 ML für den Raummeter. Es wird mit Vorliebe bei Der GemeinDe gekeimt, zumal die Zahtiings. beöingimgen weit günstiger sind. , . _ r — Landwirtschaftliche G e n o s s e n s ch a f t s b e- lucgung im Dezember 19 11. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitabschnitt des Vonahres zeigt die landwirtschaftliche Ge.iosfenschc.f s^ewe^u.ig un Te.ember 1911 erne toc.tcre gesteigerte Zunahme. Es wurden neu errichtet lo2 —- gegen 92 - aufgelöst 23 - gegen 21 —, fo daß eine Zunahme von 129 — gegen 71 — Genossenschas.en verbleibL Neu gegründet wurden: 107 Spar- und Tarlehnskassen, 6 Bezugs- und Absatzgenossenschaften, 10 Molkereigenossenschaften, 4 Milchver- wertungsgenossenschaften und 25 sonstige Genossen chasten.^ Bei diesen Neugründungen ist die beschränkte Ha,tp,licht bei 13 -vvar- und Tarlehnskassen, 4 Bezugs- und Absatzgenos,en,chaften, sechs Molkereigenossemchas en, 4 Milchverwertungsgenoisensckaiten und 22 sonstigen Genossenschaften vertreten, während die übrigen, die unbeschränkte Haftpflicht gewählt haben. «ie sonstigen Geuosien- schas en sind: 17 Elektrizitätsverwertungs-, 4 Wasterlntungsge- nossenschaf.en, 1 Aeethlengas-, 1 Damp.drusch-, 1 Vtehverwer- tungd- und 1 Geflügelmastgenosscmschast In Liguidatrnn sind getreten: 3 Spar- und Tarlehnskassen, 6 Bezugs- und Absatzgenossenschaften, 3 Molkereigenos e.ischaf en, 2 Mild.v.rsorgungs- genossenschaflen und 9 sonstige Genossenichaften Nach oen Aufzeichnungen deS Rcichsverbandes der deutschen landwirtschastlichen Genossenschaften bestehen hiernach im Deutschen Reiche bei einer Vermehrung von 129 landwirtschaftlichen Genossenschaften im Monat Dezember 1911 am 1. Januar 1912: 98 Zentralgenossenschaften, 16 243 Spar- und Tarlehnskassen, 2321 Bezugs- und Absatzgenossenschaf.en, 3273 Molkereiaenosienschasten, 154 Milch- Verwertungsgenossenschaften und 3173 sonstige ^n^fc^aiten, zusammen 25 262 landwirtschaftliche, dem Genossenschaftsgesetz unterstellte Genossenschaften. I V W Ä.3! ’ fd nii* ‘ sIZ 5-3i>nl jküiii® riflrh fTz1 tot ttl,. äs marmorne Ehrentafel stiften. Sie iudje w deut flerä lon 7—8 3iu r bar Pari nti Sühn eobnunflioo n einer litt Knntbote n m&lQ.b. i ob. r 4 L Ltärz ult. unnen. m.dreiSu.1 Höchste Temperatur am 3. Niedrigste „ , 8- Niederschlag: 0,0 mm. soll in der Kirche' angebracht werden und die 9lamcn der Krieger träger. sh. Watzenborn-Steinberg, 4. Febr. Gestern abend beging der bl r i e g e n> c r c i n im Gastaus „Zur Krone" zu Steinberg die Feier des Geburtstages des Kaisers. Präsident Leicht schilderte kurz den GntiviilungSgang unseres Reiches und schloß, seine Ansprad>e mit einem Hoch aus den Kaiser. Lehrer Kling gebad>tc in d.iem Hoch des Großh.r-ogs. Darauf hielt Pfarrer öontnierldb einen längeren, lehrreichen Vortrag über „Eine Reise an bi: Nordsee und Helgoland", der allgemeinen Beifall fand Durch hninoristische Vorträge trugen einige Kameraden zur Verschönerung Der Feier bei. Anerkennung gebührt aud) der Kapelle Harnisch-Steinberg, die den musikalischen Teck des Programms ausfüllte. Kreis Lauterbach. X Schlitz, 4. Febr. Am Samstag wurde hier der Oeko- ttomierat und langjährige (Statt Görtziscke Lberverwalter Hoff- mann, ein geborener Gießener, unter überaus zahlreicher Beteiligung zu Grabe getragen. 3b Fahre lang, bis zum .Fahre 1907, stand er in gräflichen Diensten, bis ein schweres Leiden ihn veranlaßte, in den Ruhestaird zu treten. Unter seiner Leitung kam die gräfliche Gutswirtsdiast zur hohen Blüte. Audi stelte er sein reiches Wissen in den Dienst der Allgemeinheit, und bat durch zahlreiche landwirtschaftliche Vorträge vie.es gemalt und geleistet. Für Die hohe Wertsdsätzung, deren er sich in allen Kreisen in Stadt und Land erfreute, war die starke Beteiligung bei seinem Begräbnis ein beredtes Zeugnis. — Tic seit Ctlobcr verwaiste Pfarrerstelle im benadjbarten Hutzdors wurde dieser Tage wieder besetzt mit Dem Pfarrassistenten Zur Nieden, der bisher in Bad Nauheim tätig war. Äür fion lucht "auch, uu einen iüuneien «Ich r in Rbeinlaiib, toico-Iaü •euhie Ki ■’t Nur t*r ihre fei 'edirociiebc Ci Wn un -mende ? Haaienj Schauspiel bringen alle Kreise stets em lebhaftes Interesse entgegen, das tfeicfr der Töne zahlt nicht so viele ;u semer Gememde Tas liegt in der Natur dreser Kmnste, aber i es kann auch kein Zweifel darüber bestehen, daß vieler- - orts die Zahl der Musikliebhaber viel groper rst, als gewöhnlich in die Erscheinung tritt, und baß Ne durch -ötyaV \ fung günstiger Vorbedingungen noch beträchtlich wachst. . Dazu gehört auch, daß Räume für die Musikveranstocktunaen i aur Verfügung stehen, die nicht nur den musiktechnifchen Anforderungen genügen, sondern die auch einer ^"reichen'. ■ großen Zuhörerschaft Platz bieten. Nur hierdurch kamt weiteren greifen der Zutritt zu den Konzerten ermöglich, und den Veranstaltungen eine sichere sinanztelle Gruno- IaSC^cCibe^itoniUcrbin Gießen noch nicht erreicht werden, weil die Kosten erstklassiger Darbietungen so groß sind, und unsere Säle so wenige Zuhörer fassen, daß die Eintrittspreise nicht unter eine gewisse Grenze herabgesetzt werden können, und trotzdem kaum ohne Defizit gewirtschaftet werden kann. Es wäre deshalb auch 'u Gleßen in Anbetracht des volkserzieherischen Einflusses der Musil allerdings moralisch vollauf gerechtfertigt, ihr em eigenes Heim zu schassen. Nicht aber in wirtschaftlicher Hinsicht, dazu fehlen uns noch einige 10 000 Einwohner, ^-o vermessen waren aber auch unsere größten „Mustrnarren niemals, das wurde ihnen nur angeb^tet. Aid vielen mochte es glaubhaft crfcheinen, denn.damals, als sich von der ursprünglichen Absicht, für Musik- und T he ater au f- führungen ein gemeinsames Lokal zu schaffen, das streben nach einem besonderen Theaterbau abzweigte, blieb von selbst eine reine Saalbaupartei übrig, die sich seither allerdings vorwiegend aus Musikliebhabern rekrutierte .Laß sich nicht weitere Kreise der Saalbaupartie angeschlossen haben, als dann das Doppelprojekt — Theater und Saalbau in einer Gruppe bereinigt — auf kam, war ja wohl begreiflich: man schreckte vor der großen Bausumme zurück, obgleich auf dem einzig günstigen Bauplatz für die Saalbau-Nestauration mit Konzertgarten nach dem Ur.ei anerkannter Sachverständiger rund 10 000 Mk. Pacht, somit die Verzinsung einer Vi Million Baukapital von vornherein als gesichert galt. Wenn es damals nicht gelang, neben dem Theater auch die Interessen für den Saalbau zu sammeln, so lag dies mit auch daran, daß diese nur in wenigen Korporationen ihre ständige und nachträgliche Vertretung smden, wie z. B. im Konzert-Verein, der deshalb auch immer den Vorspann für die Saalbau-Jdee bildete. lind doch soll ein S a a l b a u in noch viel höherem Maße als das Theater, ein Haus für alle Kreise der Bürgerschaft fein. Er soll endlich Raum schaffen für alle größeren Veranstaltungen, politische und wissen,chast- liche Versammlungen und Vorträge, Kongresse, Kommerse, Bälle und Feierlichkeiten aller Art, Bazars, Ausstellungen, größere Konzerte u. j. f. Denn, baß ein richtig angelegter» Bau allen biesen Zwecken gleichmäßig aufs beste bienen kann, beweisen bie Erfahrungen an vielen anberen Orten. Damit wirb bie Stadt zugleich einen großen Schritt vorwärts tun und eine neue Anziehungskraft nach außen erhalten Zn diesem Sinne darf und muß em solcher Bau (als werbende Anlage betrachtet werden, und auch bie Stabt- Verwaltung wirb sich auf biesen Stanbpunkt stellen und der Sache alle Förderung angedeihen lassen. So sollte nun in allen Schichten der Bevölkerung, vornehmlich in den direkt ober inbireft interessierten Vereinen, ein reges Werben für bas nur in gemeinsamem Streben erreichbare Ziel einsetzen. . , o Zunächst wirb es höchste Zeit, ber Frage des Bauplatzes näher zu treten, bevor die Wahl immer noch beschränkter wirb, benn es herrschen hierüber noch verschiedene Ansichten, die wohl gegen einander abgewogen werden wollen. Also die Parole laute: Helfet einen Saalbau schaffen, ber all ben ernsten und fröhlichen Veranstaltungen aller Kreise dienen und ein neuer Edelstein in Gießens Krone werden soll! »pielplan der vereinigten firanfhirter Stadttheattk. ©rrnljoni. Montag, ben 5. Februar, abenbr 7X Uhr: .Tie geschieh Frau.' Tien-taa, ben 6. Februar'». -Teil/ Shttmod), bei 7 Februar: 3. Aouueineuts stanzen. Donnerstag, den R ,'Cbrunr. Tie Jüdin.' Freitag, Den 9. Februar. abenDS 7'/, tlbr: ,(he Walzernanin." Lametaa, ben io. Februar: ,Tie Fledermau«' Sonntag Den II. Februar, nackmiitagS 3'/. Uhr: .Orpheus m btt Unterwelt' AbenDs 7 Uhr: .teil.' Montag, ben 12. "ebruar, nbenD3 77- Uhr: .Zar unD Zimmermann." Ttenstgg, Den l i Februar: .Taunhäuler." Mutwock, b. m. b. e». Ztm. 50—59 12 ter Stabttlttt Ztm. 40—49 21 Ztm. 30—39 32 Los 3tm, 25—29 10 Ztm. unter 25 10 Ztm. unter 25 14 Ztm 40—49 10 Ztm 30—39 22 u. Ztm. 25-29 7 Ztm. 25—29 2 Ztm. unter 25 43 L , abends um 7 ÖH l Station Sch [870 Bttt* 2 Stück 1.33 Fstm. pro Festmeter anzugeben. Kühn. 905 ehl Düsseldorf. ss3/. ES Vermietungen Versteigerung^ Stellengesuche Mietgesuche Stellenangebote Verkäufe Empfelilungen Kaufgesuche Verschiedenes die die die die 21 28 35 12,02 12,10 8,06 6 0 10 Erd- u. 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AnnebotSformulare sind dort neuen Eritatiunn der Abschretbeaebi'tbren er- bhltlid). — Chexten bitten wir zum 20.^>cbrunr 1912, alends (t Udr, bei unserer Oietchästsstelle — Aiterweg Nr.« — einreichen zu wollen. (Sieben, den 3. Febr. 1912. Konsumverein GieBen u Umgeg. aVrf Ä.t? einmal u, ber beiZ ^bbet llL; s rte unb öit I Personen fo&,, lui1 in bei W ben nabe» rne Lage, gi^i ui Wdas thftAII i Holz-Submisflött Aus den Waldungen der Gemeinde Ober- Bessingen soll folgendes Holz auf dem SubmissionS> Holzversteigernng der Grätlichen Cberfön'terei Laubach. SJlontaft, den 12. Februar nach ;iuiflmmenfnnft IO1'« Udr aus der Eselsbrücke bei Laubach. 1. Aus Eieidkovi. Buchen Rm.: 281 Scheiter, 114 Primel, 55 Ttücke, W Reii'ervrüael: 4 Nadelvxügei. 2. Hentzebera. Buchen Rm.: 272 Scheiter 1. u. 2 »L 357 Prü.iet 1. u. 2 Kl, 55 Stöcke. 50 Aitreiservrünel. 3. Liesewäldchen. Urüncl fRin.: 5 Eiche. 10 Fichte. Stöcke Rm.: 13 Buche. 19 Aicbte, •») Buchenastxeiferorügel. 4. Schevvmalsdickum,, Urorit- mieic. Buchen Rm.. 10 Scheiter 2 StL. fi Prügel 2. Kl-, 40 Stöcke, ti ÄfnefferprüneL 2 Eiche- und Nadelvriiael, 3 Nadelitöcke. 5. Weingartuerskovf, Wallenbera. Bucke Rm.: 2 Scheiter 2$tL, 10 Prügel 2 ÄL 24 Ltöcke 6. Betten. Buche Rm.: 1L Scheiter 2 Kl-, IX Prünel 9*jiL, 7 Stöcke. 2 ElSbeervrügel. Tas Holz unter Nr. 3-Jß wird mrvorgezeist im Heinze berg ausgeboten. [B*, .fürKifi . weil s>c L-wäh1' ich iuss(,r stoffen rden-. rohranstrich. Zeichnungen, Bedingungen und AngebotSunter- lagen können während der Dicnsisiunden emgeseheu tuerben. Die AngebotStmterlagen werden, soweit bei Borrat reicht, gegen Ersialtung der Selbslkonen an die Bewerber abgegeben. Tie Angebote sind ver- cdkoffen, porto- und besiellgeldfrei und mit ent- prechender Aufschrift versehen (z. B. Schreinerarbeiten Durchmeffer — 8,29 „ Stück Fichten-Derbstangen — 10,11 Fllm. 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