nichts wissen; vielmehr lag ihm alles daran, zunächst die! Mehrvorlagen durchzusctzen und die Kvssuthiancr, natür-1 Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten, Die M ü n z e wurde g e zu unterdrücken. Ter deutsche Konsul hat eine Wache in den rheinischen Garnisonstädten sieht es darin— soweit ich kenne — wesentlich eleganter aus. N. nut geschickter und 40'90 blümpe Ränkespiel des Dramas durch item der Sacl»e zu ifitr denn auch der der im ganze innere erwiesen sich die Unruhen plündert. 49-61 45-48 44—4? 40-# zum Schutze der im Innern der Stadt belegenen deutschen Wohnhäuser entsandt, die vornehmlich von Ingenieuren der Tientsin-Pukou-Eisenbahn bewohnt werden« Der deutsche Arzt Schräter wurde bei dem Versuch, deutschen Freunden zu helfen, beim Betreten des Stadt- inncrn von Aufständischen erschossen. und die unkünstlerische, abgeschmackte Lösung starke äußere Effekte, die gar nichts mit dem tun haben, geschickt vertuscht hat. Demgemäß Erfolg der Vorstellung, die von Herrn Goll lich auf dem Wege nationaler Konzessionen, dafür zu gewinnen. Er hatte deshalb in Wien wiederholt Besprechung besonders im Westen der Stadt, wo in allen Straßen geplündert wurde und ebenfalls viele Brände aus- Hk. Nordpolexpedition. Der Umschau zufolge wird Millionär L i a r t o n , einer der reichen Freunde Cooks, Sommer eine Expedition ins Nordpolgebiet aus- gen und glaubte am 24. Februar im Abgeordneten Hause erklären zu tonnen, daß die Krone neben anderen Konzessionen bereit sei, auch auf das aus dem Jahre 1888 stammende, in der neuen Vorlage in § 43 enthaltene Recht, über die Reserve und Ersatzreservc des gemeinsamen Heeres zu verfügen, Verzicht zu leisten, wenn das Rekrutengesetz dem Abgeordnetenhause nicht unterbreitet würde, wenn das Abgeordnetenhaus cs nicht verhandeln könnte, oder aber das Abgeordnetenhaus das Rekrutenkontingent verweigert hätte. Daraufhin schlossen die Kossuthianer mit Khuen Hedcrvary Frieden. Diese Erklärung mußte natürlich in den maßgebenden Kreisen Wiens das größte Befremden erregen. Denn man sagte sich, daß dadurch die Oberkommandogewalt des Kaisers, insbesondere sein Recht, die Reserven und Ersatzreserven cinzuberufen, wenn — wie das zuzeiten Fejer- varhs geschah — der ungarische Reichstag das Rekrutenkontingent nicht bewilligt hatte, annulliert und die durch Einberufung von Reserven in diesem Falle aufrechterhaltene Friedenspräsenzstärke der Armee künftighin vom Parlament abhängig gemacht werde. Es kann daher kaum einem Zweifel unterliegen, daß Graf Khuen Hcdervary die ihm von Wien mitgcaebenen Instruktionen ganz wesentlich überschritten und sich damit in eine Sackgasse verrannt hat, aus der es schwerlich ein Entrinnen geben dürfte. Denn zöge er seine Erklärung zurück, so bekäme er es wahrscheinlich auch mit der nationalen Arbeitspartei zu tun, die sich völlig auf ben Boden der Vereinbarungen gestellt hat, und sein Schicksal wäre damit besiegelt. Beharrte er dagegen auf den Vereinbarungen mit der Kossuthpartci, so käme er mit dem Träger der Krone in Konflikt und würde ebenfalls seinen Rücktritt zu gewärtigen haben. Tas aber würde einen neuen Ausbruch des Krieges zwischen Cis und Trans bedeuten, denn daß ein Ministerium Lu ka cs, das zunächst die Wahlresorm in Angriff nehmen würde, mehr Glück mit den Wehrvorlagen haben sollte, ist bei der jetzigen Zuspitzung der Gegensätze kaum anzunehmcn. Augenblicklich sind nun der Minister des Auswärtigen, Graf B e r ch t h o l d , und der Finanzminister v. B i - lins ki dabei, eine Friedensattion zu vermitteln, die wahrscheinlich die Reise Khuen Hedervarhs nach Wien zur Berichterstattung vorbereiten soll. Auf welche Weise man aber die sich zwischen Wien und Budapest auftuende Kluft überbrücken, und wie man in Ungarn die Wehrvorlagen unter Tach und Fach bringen will, ohne die höchste Kommandogewalt zu schädigen, bleibt vorläufig noch das Geheimnis dieser Unterhandlungen. schicken, um die im Eise verborgenen Dokumente Cooks zu suchen. Tie Expedition wird mit einem Luftballon, den Wellman lenken wird, und mit einem Aeroplan, den der französische Aviatiker V e d r i n e s benützen will, ausgerüstet fein, lieberbies werben Cook selbst und zwei Norweger an ber Expedition teilnehm en. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- schast. Ter Mathematiker, Universitätsprosessor Tr. phil. Heinrich Weber in Straßburg i. E. feiert am 5. März seinen 70. Geburtstag. Von 1884 bis 1892 wirkte er in Marburg. Gietzener Stadttheater. Rosenmontag. Gießen, 4. Dkärz. Der gestrige Abend brachte uns als Benefizvorstellung für fcerrn Rudolf Goll Otto Erich Hartlebens Offi.ziersttagödie Rosenmontag, die trotz ihrer verfehlten Pftickwlogie und ihrer zahlreichen anderen Schwächen stets einen nachhaltigen Eindruck auf den unbefangenen Zuschauer macht, weil der Dickster das Columbia, Ecuador, Nordperu und Bolivia sowie in den Australalpen die eiszeillidmi Gletscher höchstens 900—1000 Meter t.c-fer als fetzt herabreichten. Tie nur wenig größere Mächtigkeit dieser Gletscher während der Eiszeit erklärt sich aus der größeren Höhe dieser Gebirge, ohne daß man in den Tropen eine wesentlich niedere Temperatur anzunehmen brauckic Was nun das fo oft behauptete Vorkommen von „Jnterglacialzeiten" Iwischeneiszciten) anlangt, so sprechen sämtliche paläontologischen, D. h. vorweltlichen, Funde dagegen; die vermeintlichen Jnterglacialzeiten wären vielmehr dem Umstande zuzuschreiben, das; der Rückgang wie das.Vor- rücken der Eismajsen von Ruhepausen und gelegentlichen sog. oszillatorifchen Vorstößen unterbrodjen war. Es bandele sich nur um Stadium des Vorstoßes und Rückganges des Eiies, nid)t aber um die zeitweilige Wiederkehr eines Klimas innerhalb der Eiszeit, welches das heutige noch an Wärme übertroffen habe. Zum Schlüsse ging der Redner auf die Bedeutung der Eiszeit hinsichtlich der gegenwärtigen Verbreitung der Lebewesen ein. Für die heutige Pflanzenwelt der Erde in höheren und mittleren Breiten der Nordhalbkugel war die Eiszeit von ausschlaggebender Bedeutung. Die westöstlich streichenden Gebirge Europas versperrten den Pftanzen den Rückzug nach Süden zu Beginn der Eiszeit und die Rückwanderung nach Norden zu Ende der Eiszeit, während in Nordamerika und Asien fein ähnliches Hindernis vorhanden war. Daher finden wir in diesen Ländern einen viel größeren Artenreichtum als in Europa. Stadt in Schrecken. Nur wenige Polizisten als zuverlässig, sie waren jedoch machtlos, 46-0- 40-^ 41'4 35'39 30'33 62'61 64'60 39'^ 42'4" den Nachlaß • (e n t) e i m ivS Rechtsanwall v lenuallcr tm""- dem AmHriu der Heini" enhiru in $i*' zveriahren txt'- iiL GericiMr* lerwaller em* i dem Winl^ des am 18. -fr rmeislersZaw ueriabren ero- i konlursiM' I. März 'N ■' Hauptrollen übernommen hatten, noch besonders bereichert.. Für den verhinderten Herrn Lültjohann vorn Stadttheater in Halle, kr für die Rolle des Hans Rudorfs gewoimen war, sprang i'crr Köhler vorn Hof- und Nationaltheater in Mannheim in die Bresche und eroberte sich sofort den herzlichsten Beifall V.-i stark besetzten Hauses. Echt menschlich, vott innersten, heißesten Niterlebens spielte er den jungen Offizier, der verzweifelnd um sein Mensckienrecht kämpft, mit einer Kunst, deren sieghafter Trieb durch eine kluge Einsicht und größte Mäßigung aufs glücklichste beherrscht ist. Nicht so sehr die äußere, als die innere, ver- feipigte Darstellung des Charakters oftenbarte Herr Köhler nnb mit einer rafd)en Geste, mit einem Laut nur, der sich hastig von feinen Lippen drängte, lüftete er den Schleier über des Leutnants Seelemust, und blieb so in den durch die militäriidx Schulung bedingten Grenzen, aber immer ein warmblütiger, empfindender Mensch. Als zweiter Gast spielte Frl. Lina Salten vom.etabt tbeater in Hagen als Traube auf Anstellung. Die Rolle,stellt an ihre Darstellerin feine besonders idimierigen Aufgaben,^sofern fir nur gefühlvoll nnb herzlich zu sein versteht. Frl. -salten., das über eine gute Aussprache, gefällige Gesten unb eine glückliche ?igur verfügt, zeigte fich anfangs zwar etwas befangen, spielte fid aber rasch ein unb offenbarte im Schlußakte eine Wärme, die ihre Anstellung wohl empfehlen dürfte. Herr Goll, dem das faus als einem ber beliebtesten Mitglieder unserer Bühne bei seinem Auftreten sehr lebhaft zuftibelte, spielte den sympathischen Harold boftnann mit der schlichten, ungeKnstelten, sonnigen Herzlichkeit, dic nur so sehr an iljm schätzen. Er wurde mit zahlreichen Spenden bedacht unb mußte sich immer wieder zeigen. Recht erfrnckich war bic selbst aut großen Bühnen so oft verfehlte ziemlich militärische vcltung der übrigen Mitwirkenden, von denen vor allen_ Herr volck als Peter, Herr Zinburg als Paul, Herr Gühne als Grvbitzsch und Herr Grosser als Moritz zu nennen sind, ™ alle ihren Aufgaben völlig gerecht wurden. Daß die letzten Borte des Leutnants Paul von Ramberg unverständlich ivaren, w nur nebenbei erwähnt. Besonders hervorzuheben sind nod) &üöuiflen deZ Herrn Engen C a r l o als Heinrich und akos ch, vom 1. ■ ■ [en 0), U»- ttmdiger Hand geleitet wurde. Der 9lbend Mrde burd) die Mitwirkung ziveier auswärtiger Gäste, die die ! ruhig.. - Preis lut 1«; Lebend, oeiPiwL gjii * Ur* \>- rj 79'" 49'/,f 49'/? Neue Unruhen in Peking. Peking, 3. März^ In den ersten Morgenstunden kam es ßu einer ernsten WiederholungderUnruhen, Grundlagen der Lirzeitproblemz. Gießen, 4. März. In der wissenschaftlichen Sitzung der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde, naturwissenschaftliche Abteilung, vorn 2. März hielt Dr. W. E ck a r d t von der Wetterdienststelle Weilburg einen Vortrag über „die geographischen Grundlagen des Eiszeit- pr o b l em s". Die Erklärung des Klimas vergangener Erdepochen ist überaus schwierig. Eine Reihe von Theorien nimmt zur Erklärung der diluvialen Eiszeit kosmische außerhalb der Erde liegende Ursadren an. Vor allem werden Schwankungen inbet Sonnen strahlung und P o l Verschiebungen zur Erklärung herangezogen. Neuerdings glauben eine Reihe von Forsclaern diese Theorien -verlassen und zur Erklärung der Eiszeit lediglich sogenannte terrestrische oder besser geologische Ursachen an- nehmen zu dürfen. Auch der Vortragende erweist fich als Anhänger dieser letzten Theorie. Nach den Untersudmngen Fr. von Kerners ist die größte Entfaltung der Gletscher auf der Nordhalbkugel nicht an den geographischen Pol geknüpft, sondern da zu suchen, wo warme Strömungen in relativ falte Räume vordrangen. Der Vergletscherungspol lag zwischen 74° und 73° n. Br. nahe der Ostküste Grönlands; er hat seit der Eiszeit keine Verschiebung erfahren Daher kann nach Ansicht des Vortragenden auch feine Polverschiebung zu ihrer Erklärung angenommen werden. Tie Vcrgleftcherung war auf der Erde nicht gleichmäßig entwickelt. In den Tropen war die Abfühlung viel geringer als z. B. in den Westalpen und im westlichen Maufaius. Die Eiszeit hatte aus dem dem atlomischen Ozean tributären Gebiet der Nordhalbkugel d. h. auf dem Stromgebiet des Weltmeeres) seinen bcherrschenben Sitz. Tie Ursache der Eiszeft wäre nun in dem Umstande tzu erblicken, daß Europa und Amerifa damals viel ausgedehnter waren und besonders in den Gebirgen erheblichhöher über dem Meeresspiegel lagen als.in der Gegenwart. Zudem war der nordatlaittische Ozean durch den fchot- tisch-isländ. Barrenverschluß vom Nordmeere getrennt, io daß der warme Golfstrom zur Erwärmung des Nordmeeres wie in unseren Tagen nickst beitragen tonnte In den höheren Gebirgen aber mußten sich mächtige Gletscher entwickeln, die weit in das Tiefland vordrangen. Infolge des fchottisch - isländischen Verschlusses war das atl^ntii'cbe Tiefdruckgebiet, das durch den warmen Golfstrom erhalten wird, südwärts verlagert, so daß die kalten Nordwinde seiner Nordseite weit nach Süden vordrangen, zumal sich über den kalten europäischen und nordamerikanischen Eismassen Hochdruckgebiete einstellten, wie dies auch heute noch über den polaren Eisund brannten große Teile der Stadt nieder. Andere plünderten Faugtap und Pungpingfu L i y u a n h u n g wurde von den Delegierten telegraphisch gebeten, die republikanische Armee nach Peking zu führen, um die Ordnung wiederherzustellen, da die Regierung die Situation nicht beherrsche. Tie fremden Gesandten beraten über ein gemeinsames Vorgehen. Eia großer Aufruhr Tientsin. Loudon, 3. März. Das Reutcrsche Bureau meldet aus Tientsin: Aufrührerische Soldaten plünderten und brandschatzten gestern abend, unterstützt vom Pöbel, Läden unb Banken i n allen H a u p t st r a - ßen, unterhielten ein ständiges Feuer und versetzten die LU Seit 11 umfaiitnb, i einem fcaiuc?. Erlasse usv. a tigter Stiftens j RachschlagD: iattes sein, fo »hingen nhM Dr. Karl 0tn-. ag ber A. foJ „Erziehung pl usälligen 9101:-: rühzeitige igfeit. Es les« if Lebzeit fors «stimmen, litt! idbrama, rttlil Hier Stelle, ic iebe neu atö af ber ber Sdtr mpsängt unb» als bie M Die Krife in Gesterreich-Ungarn. Es sieht böse aus in Oesterreich-Ungarn. Der alte Streit zwischen Eis und TrcrnS, oder in diesem Fülle der Streit ,zwischen dem Träger der ungarischen Krone, der gleichzeitig Kaiser von Oesterreich ist, und dem ungarischen Parlament ist über die Wchrvorlagen (Einberufung der Reserven) urufs ncue ientbrannt, er sJlniiona(libcralen und der Linken herbeizukühren, den durch den Ausfall der Wahlen gegebenen Verhallnisfeu cutfprad). Wir billigen es, daß die nationaNiberale Fmklion sich geweigert hat, eines ihrer Mitglieder in ein Präsidium zu enlsenden, das außerdem nur 'Jlngchörig^'ner' Rechten oder nur Angehörige der Linken umfaßte. Wir seyen endlich das Eintreten einzelner uniionallibcvater Abgeordneten für einen sozialdemokratischen c r ft e n Präsidenten (Bebel) als eine bedauert ich e E n l g l e i f u n g an und begrüßen die parteiamtliche Erklärimg, daß weder die Fraktion noch ihr Vorstand/ noch ihr Vorsitzender eine derartige Parole ausgegeben hat. Zu den hessischen Parleioerhältnissen erklären mir; Wir hoffen, daß es dem Landesailssd)uß gelingt, die in der hessischen Landesparlei bhridjenbeu Gegensätze auszngleichen. Wir mißbilligen die gehässigen Angriffe der 'sogenannten „Süddenlschen Slationalliberaleil Correspondenz" gegen die Führung der Rcichs- tagsiraftion, wir mißbilligen aber mich die Uebcrtrcibimgen der hessischen Jungliberalen, ivclche die Partei zu zersplitteru drohen. Wir verlangen im Reiche id i e im Lande eine selbständige liberale PoIilik auf n a t i o n a 1 e nv Boden, getreu der ruhmvollen Geschichte dev nationalliberaleu Partei." als Kommerzienrat. — Etwas dürftig war das Kasino ausgestattet;! massen der Fall ist. Tie südlich gedrängten Iyklonen griffen tiefer es | in das Passatwindsiytem ein und schwächten dessen Aiisbildung über einem^großen Teil der Erdoberflädie Taraus könnte sich auch eine Schwächung des thermischen mit) barischen Gradienten und größerer Niederschlagsreichtum auch Der nicht von den Wirkungen des EiseS unmittelbar betroffenen Erdgebiete ergeben. Daß aber auch die Südhalblugel und die Wüsten- und Trovengegenden der Erde eine bedeutende 3—4 Grad betragende Abkühlung, wie in Europa und Nordamerika, erfahren haben, hält der Vortragende für eine vollkommen falsche Voraussetzung. In Südasrika fehlten die Anzeid,en diluvialer Eisdecken gänzlick), während auf den Vulkanen des östlichen Aequatorialafrikas wie in den Anden von Nr. 54 Erstes Blatt 162. Jahrgang Montag, 4. März 1912 Ter «iehener Anzeiger LH /\ Ä Bezugspreis: «scheint täglich, außer ÄBH» " monallich75Pf.,viertel- »Gleßener Anzeiger wlrlfdmftime S.iffragen ~ ▼ U B " ■ ” " ” ▼ W ▼ ■ ▼ ▼ M Ch-ir-dattn.r! A. G°ch. KJ t” 'Nr Xfiä BÄ" General-Anzeiger für Oberhessen WSsL M"Ä7r""-snumm« Hotationsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.Guch- und Sleindruckerei rr. ränge. HeOaftion, Lrpedition und Druckerei: Schulftratze 7. "»Ni;--ES-b'm-den blS vormittags 9 Uhr. vüdingen: Zentsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnftofstrahe 16a. Auzeigent'ell^ H." Beck'. hoffte Rekruteirziffer provisorisch zu bewilligen, wenn die Regierung hinsichtlich der Durchführung der Wahlreform bestimmte Zusagen machte. Aber davon wollte Graf Khuen l brachen. Die Meuterer von Peking und Paotingfu, die hedervary, vor allem in Rücksicht auf die Kossuthianer, I durch Soldaten verstärkt wurden, plünderten Paotingfu ehug IW" n fünf ferung*» >» ein,VS1 '! »erl«Ä ttainen u? 'MarkL der f)QaZ ? 58 gar mit c?, >lb folann, \ i^eyl mangrthr W 188015 xten iinht ? fahren »inateriatö ’S.k »öeroeigaujnj^. 20 jährige ty * 'N einer $c m. Ttt Aii^ de» Zütltn he. und nacb Zebus sterbe eilte den lirfg ' ru4Jerben. x L gen, 37 Mgeordnete l, die zunächst, als Graf Khuen die eitragai, die b> k Äehrvorlagc im Mai v. I. dem Parlament unterbreitete, toama im ob;:.| wenig daran miszusetzen hatten, fpäterlftn mit der Obstruk- niijerer ro- fion eirrsetzten, um die Wahlreform in den Vordergrund zu rücken. So verging fast cin halbes Fahr ohne irgendwelche gesetzgeberische Taten; das einzige Verdienst des Ministerpräsidenten bestand darin, daß cs ihm gelana, mit der Opposition einen Waffenstillstand abzuschließen, der es ! -ermöglichte, das Budget bis zum 1. Januar ordnungsgemäß i zu erledigen. Nach Neuj fenrod wurde ein Mann aus Elbershain auf offener Straße ausgeraubt. Allem Anschein nach schlagen die flucl>- tenden Zigeuner die Richtung nach dem Burgwald oder den Wittgensteiner Forsten ein, denn in der vorletzten Nacht wurden in Lischeid in der Nähe von Gemünden an der Wohra dem Lehrer zwei Geigen gestohlen. Es ist möglich, daß sich die einzelnen Banden, um ihre Verfolger irre zu führen, in viele kleine Trupps zerstreut haben, denn auch im Ober- walde bei Höingen will man solche gesehen haben. r. Maulbach, 2. März. Heute nacht wurde auch hier von Zigeunern ein Einbruch versucht Ter Nachtwächter sah drei Gestalten aus dem Wald nach dein Dorf zu kommen. Er alarmierte einige Männer, darunter auch den Bürgermeister. Während diese an einem Platz, wo man zwar die Zigeuner gesehen hatte, auf ber Sacke waren,^.versuchte einer von der Gartenseite aus in ein niedrig gelegenes Fenster des Bürgermeisterhauses, das am Ende des Dorfes steht, einzusteigen. Ter Kerl wurde aber durch Nachbarn und die herbeieilenden Männer verschencki. Es gelang den Zigeunern in der Dunkelheit zu enttommen. Diese hatten sich in den weitausgedeynten Waldungen der hiesigen Gegend verborgen. Man kann es verstehen, wenn sich allgemach ber Bevölkerung eine große Aufregung bc- mächtigt, wenn Waffen zurecht gestellt unb Wacyen cuv gerichtet werden. Es wäre sehr zu wünschen, wenn mit aller Energie dem Zigeunerunwesen ein Ende gemacht würde. -c. Homberg a. d. O., 2. März. Gestern wurde der von hier gebürtige Arbeiter Kraus im Steinbruch von G. Druster schwer verletzt. Zwei beladene Wagen der Feld« bahn, die sich losgelöst hatten, gingen ihm über beide Beine. Er wurde hierher gebracht. Kreis Schotten. a. Schotten, 2. März. Bei Der heutigen öffentlichen Gemeinderatssitzung, in der je ein Vertreter bei Eisenbahndirektion, der. Staatsregierung, der hiesigen Forsl- behörden, Kreisrat Dr. Kranzbühler und Landtagsabgcorc- neter Dr. Weber anwesend waren, wurde der vorliegende Entwurf des Bahnhof-Umbaues erörtert. Da er nicki den Verhältnissen entsprechen dürfte, was verschiedentlich anerkannt wurde, wurde vom Stadtvorstand gewünscht, ein neues Projekt für den Umbau anzufertigen, das mehr den Jitteressen der Stadt bezw. des Verkehrs entspricht. Tiefem Wunsche wurde sowohl vom Vertreter der EisenbahnTirek- tion als auch ber Regierung insofern entsprochen, als eine umgehende Prüfung der Frage zugesichert wurde. Nack dem ersten Projekt ist ein Kostenbetrag von 99 500 Mk. vorgesehen, der neue Vorschlag wird aber einen bedeutend Höheren Betrag erfordern. Man trägt sich mit dem Gedanken, den Umbau nicht auf einmal vorzunehmen, sondern die Mehrkosten auf zwei Bauperioden zu verteilen. Starkenburg und Rheinhessen. d. Mainz, 3. März. Am Samstag meldeten sich fori gesetzt Leute von dem in der Elsiabethka,erne vor dem Gau- tor liegenden 1. Bataillon der 88er krank, so daß gegen 11 Uhr abends 36 Mann, die über heftige Leibschmerzen und Erbrechen klagten, ins Garnisonlaza- rett überführt wurden. Am Sonntag morgen meldeten sich noch weitere 15 Mann unter denselben Erscheinunaen krank und kamen ebenfalls ins Garnisonlazarett. Die Ursache der Erkrankung soll in den am Freitag genossenen Fisch speisen liegen. Es gab Kabeljau. Eine Untersuchung wurde sofort angeorbnei. Das Befinden ber Erkrankten ist befriedigend. Hessen-Nassau. 0 Rodheim a. d. Bieber, 3. März. Das Mustc- rungsgeschäft für den Kreis Biedenkopf nimmt diesmal in Rodheim seinen Anfang und ist aus den 21. und 22. März festgesetzt. Während am ersten Tag die Militärpflichtigen aus Bieber, Crumbach, Fellingshausen, Frankenbach, Hcr- mannftein, Königsberg, Naunheim und Rodheim erscheinen, ist der zwette Tag für Waldgirmes und die Losung des Aue- Hebungsbezirks bestimmt. = Fellingshausen, 3. März. Schon ^etzt setzt hier eine rege Bautätigkeit ein. Um dem Bedürfnis zu entsprechen, mußten neue Straßenzüge aufgeschlossen werden; bisher wurde mit Vorliebe an die Rodheimer Slratzc gebaut. Die Herbeischaffung der Baumaterialien ist mci|t mit großen Umständen und Kosten verknüpft, da die Vollbahn nach den Gemeinden am Dünsberg und bis Gladenbach leider immer noch fehlt. Wiesbaden, 2. März. Die organisierten Schreiner unb Holzarbeiter haben beschlossen, heute Abend die Arbeit niederzulegen. Die Forderungen der Arbeiter sind eine Erhöhung des Stundenlohnes von 55 beziv. 48 Plg- für Arbeiter unter 20 Jahren. Die Verhandlungen nut den Arbeitgebern haben bisher zu keinem Resultat geführt Deutscher $raucnfongre& in Berlin. Der Andrang zu der heutigen letzten Versammlung d.» Deutschen Frauen-Kongresses war überaus stark. Zu oem 0-^- aus der Tagesordnung stehenden Thema: „Tie Frau im ol'ernsvrLQ6 Halber. SDlittlete Dlaft- und Veste Saugkälber . . . Geringere l'mii- und gute Saugkälber . , <. .. n ‘ e. Stallmaiischale: Masllärnmer und jüngere Masthammel . . Letzte Nnctzrictzten. Berlin, 4. März. Der Kaiser ist gestern abend 11 Uhr 15 Minuten nach Oldenburg abgereist. Die „Deutsche Tageszeitung" meldet aus Wien: Hierüber wird aus Rom gemeldet, daß der st ö n i g Viktor Emanuel begleitet von dem Premierminister Giolitti und dem Minister des Acußcrn Marguis di San Giulliano am 21. März von Rom kommend, in Venedig zur Zusammenkunft mit dem deutschen Kaiser cinlreften wird. Es heißt, daß der Kaiser voraussichtlich wesentlich früher seine Reise nach Korfu antceten werde. Andererseits wird es als nicht ausgeschlvssest betrachtet, daß er dem Stapellauf des „Tegetsff" beiwohnen wird. Luftscbiffahrt. Friedrichshafen, 4. März. Das Luftschiff „Viktoria Louise" ist heute vormittag 9i/< Uhr aufgestiegen. Leine Ankunft in Frankfurt ist gegen 5 Uhr nachmittags zu erwarten. gütiger Milwirkung des Örckestervcreins. Musiklehrer Gernhardt. Dortragsfolge: 1. Bruchstücke a. d. Over »Joseph" .... 2. «-ckn»--Symphonie (mit dem Paukeuschlag) Kleine Eageschronik. Die kürzlich wegen Vergiftung ihres Ehemannes in & r a u • hna verurteilte Vesitzersiran Kieper bat Revision gegen iai Urteil angemeldet. Ente ganze Anzahl von Zeugen hat sich ftmelbet, die neue Tatsachen bekunden wollen. Märkte. te. Frankfurt a. M. D i e h h of-M a r kt b e r i cht vom 4. Marz. Austrieb: 127u Rmder, darunter $75 Ochsen, 34 Bullen, 861 Kühe und Färsen, 208 Kälber, ^41 Schafe, 2743 Schweine. Tendenz: Rinder und Kälber geräumt, Schafe ruhig, Schweine Anzeigers*.! K a rt o ff el ma rkt. Man notierte : Kartoffeln in Waggons Mk. 8.00—9.00, im Kleinhandel Mk. 10.00—11.00 für je 100 Kg. (lei-entabaf in sietem Rückgänge begriffen ist, einesteils, weil die küheren guten Qualitäten zu den bisherigen Preisen nicht mehr ttheiert werden können, woran sowohl die neue Wertsteuer, als md) die steigenden Rohtabakpretie schuld sind. Sodann müsse aber .euch darauf hingewiesen werden, daß selbst in ländlichen Bezirken, wo die Pfeife bis jetzt eingebürgert war. die Zigarette immer mehr Siebbaber findet, weniger bei den Leuten, die die Pfeife von jeher Kartoffeln Alle Sorten Speise- u. Salatkartoffeln empfiehlt billigst 1582 J. Weisel Telephon 88. Sonnenstr. 6. (Orig.-Leiegr. des „Wte-i. Visitkarten liefert billigst Brühl'fche Univ.-Druckerei Gießen. Klavier- Stimmen Reparieren Polieren in tadellos. Ausführung. Wilh. Rudolph 6 rollst. Hess. Hoflieferant Piano-Handlung und Reparaturwerkstätte. Leiters w. 91. Femspr.389 -- - s tlf- Amtlicher Wetterbericht. Oeff ent11che Wetterbien st st eile Gießen. Wetteranssichten in dessen für Dienstag, den 5. Marz 1912. Trüb, vielfach Regen, mild; Lüdwestwinde. Preis <ür 100 Pfd. t'eocno- odjltt dc • In feinem Haushalt fehle Roggenbrot (Sveziallü) vouKinzenbacher Mühle. Telephon 770. Lieferung: Dienst.,Donnerst, und Samstag. I0*6 £ cb id e t n •. 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Fischer. -Mr Jubot e^öer, • ■ te. 3V, r NW;: 1 du QK:;: . Ochsen. Dolllleifchtge, auSgemästete, höchsten Schlachtwertes, 4—7 Jahre alt die noch nicht gezogen haben sunqejockste) Junge fleischige, nicht ansgemästete und ältere ausgemäitete Bullen. Dollsieifchige, ausgewachsene, höchsten Sck)lachtw. Aollsletschige, jüngere . ix ä rsen, K ü h e. Vollsietschige ausgeni. Färsen höchst. Schlachtw. tbolifieiidiige aiisgeinäsieteKiche höchstenSchlacht- wertes bis zu 7 Jahren wenig gut eutiuidelte Färsen ältere auSgemchtete Kühe Aiäßtg genährte Kühe und Färsen einen bebe: sich mit deu t iunehmen, jrt- zu verteilen ssen. meldeten :ate vor W; r krank, iber hkstigi farniso^^ morgens ben ilazarett. Freitag 9CIL‘. jau. p > Zesinden Rheuma- tismuskranke erzielen durch eine Trinkkur im Haufe mit AltbnchhorNter Xark- nprudel Starkquelle rasch Erleichterung und Htlse. Die Gelenke werden von Schmerlen u. 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März in der Turnhalle nachmittags 4l/i Ubr Volks - Unterhaltungsabend ausgeführt vom Gemischten Cbor des Vereins unter fiieucrn, Tantiemen an den Vorstand und die Oberbeamten im Gesamtbeträge von Mark 1 455 048.06, die Gratifikationen an die Beamten, die Znivendung an deren Pensionsfonds und für wohltätige Zwecke Mk. 12 03" 407.51, Abschreibung auf Immobilien inö 'Mobilien Alk. 523 276 73, Talonsteuer-Reseroe Alk. 660 000, zusammen Mk. 13 213 684 24 Es verbleibt ein verteilbarer Rein- zewinu von Mk. 11 146911.10. X Hanau, 2. Dlärz. lieber die Fabrikation von R a u ch- lobaf äußert sich die Handelskammer in ihrem Jahres- der.l t. bau her Umfang des Absatzes nur mit Mühe annähernd iu' der Höhe des vorjährigen gehalten werden konnte, und es selbst ait Erziemng dieses Ergebnisses besonderer Anstrengungen bedurfte, tlan müsse leider mit der Tatsache rechnen, daß das Rauchen von itinm imm1" 1 flkutlonuheu beträgt pro 1911 inkl. Alk. 440 482.08 Vortrag aus «« flbrtrow 1810 Alk. 24 360 595.34. Hiervon gehen ab die Handlungsniikosteu, Kaufmännischer Verein Heute, Montag, den 4. März abends 9 Uhr im eigenen iS (1- Swckl 1. Vortrag über Hessische Verfassung ckritt frei. Emtritt frei. Vu-lösung höherer sittlicher Wcne verbürge, erst mit der An- , feimung der Frau als doNberechtigte Gemeindebürgerin erreicht terben könne. ^rau Pauline Bohn (Königsberg) faßt alle Frauenprobleme tnammen in der einen großen Hauptaufgabe: „Wie können ,-jr in die Mitarbeit bei öffentlichen Äemtern hineinkommen?" Frl. B ö h l m a n n (Frankfurt a. M.) bezeickmet es als Laupt- aftgabe der Frau, mütterlich erzieherisch zu sein. Sic fordert daher atsgebildete Kindergärtnerinnen. 91 ad) einer kurzen Pause begann das interessanteste Thema ganzen Frattenkongresses: Tie Frauen und die Politik Als iste ghrtmerin sprach Frau Minna (Tauer über die Sttmmrechts- ,iwegung, worauf Frau Li Fischer-Eckert das Programm M deutschen Vereinigung für Frauenstimmrecht entwickelt, der es n erster Linie daraus ankommt, die prinzipielle Lösung der Frage -es Frauenstinnnrrchts herbeizuführen. Frau Lindemann (Berlin) vom Frauenstimmrechtsver- .and, weist auf die neuerlichen Ausschreitungen der englischen irauenrechtlerinnen, der sog. Suffragetles hin und betont ent» fieben, daß diese Art des Kampfes nicht deutsche Art sei. Frl. tzelene Lange erNärt: Wir werden das Frauenstimm- icabt nicht durcb einen Verein erhalten, sondern lediglich durch 'eistungen. Ich glaube nicht, daß es den Simmel auf Erden tzxutet, wenn die Frau das Frauenstimmrecht erreicht hat. Im Schlußwort weist Frau Fischer-Eckert darauf hin, biH die deutsche Vereinigung für Frauenstimmrecht hoffe, den lchtigen Weg eingeschlagen zu haben, der Erfolg werde das jigen. Es folgten nun Vorträge über: Die Stellung und Mitarbeit fcrt Frau innerhalb der politischen Partei. Frl. Dr. D u e n s i n g legte die Stellung des Zenttums zur 5tauenfrage dar. ' Frl. Oberlehrerin Zenker berichtete über die „Stellung bn Frauen in der nationalliberalen Partei" und Frau Martha k o ß - Z i e tz erläutert die Stellung der Frau innerhalb der Fortschrittl. Volkspartei. Tamil roaren die Verhandlungen des Deutschen Frauen- bngresses beendet und nach einem kurzen Schlußwort der Bor» sizmden Frl. Dr. Bäumer wurde dann der Kongreß für geschlossen nklärt. Am Samstag nachmittag empfing Frau v. Bethmann Dollweg die Delegierten des Frauenkongresfes in den Festräumen des Atichskanzler-Palais. Gegen 700 Tarnen waren erschienen. In mter Linie wurde Fräulein Tr. Bäumer, die Vorsitzende des Berendes Deutsdier Frauenvereine, die Borstandsdamen Fr. von Orsker und Frl. Dr. Salomon sowie verschiedene andere in längere Gespräche gezogen. Im Kongreßsaal, wo Tee und Erfrischungen gereicht wurden, hatte sich auch der Reichskanzler nngefunben, der sich zahlreiche Damen vorstellen liest. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 2. März. Zum Gießener fkarneval. Gestatten Sie mir, auf Grund des Eingesandts in Nr. 48 Ihrer Zeitung, eine Erwiderung: Derr B r schreibt dem Derrn W. in Entgegnung: Ob er geglaubt, daß die Massen? von Narrenkappen usw. Gießener Geschäftsleuten Verdienst brachten? — nun, ich kann hier konstatieren, daß gerade auf meinen Antrag, die Lieferung benötigender Kappen Gießener Geschäftsleuten verteilt wurde. Mir als Bundesvorsitzender ist eigentlich gar keine auswärtige Firma bekannt, die am Zustandekommen des Gießener Karnevals reges Interesse gezeigt haben solle, oder aber sollte der Derr B. vielleicht mich meinen — nun, ich bin wohl Mitinhaber der Dess.-Nass. Fahnenfabrik, doch irgerrdwelche Lieferungen an Karnevalvereine sind schon an 8 Jahre aus unserem Katalog gestrichen und habe ich per» sönlich mit Lieferungen irgend welcher Art absolut nichts gemein und doch, wer könnte es einem eigentlich verargen, wenn man neben dem Angenehmen auch das Nützliche im Auge hätte, ähnlich wie es andere Vereinsmitglieder ja auch handhaben! Und nun an den Bund der Karnevalvereine selbst. Der Bund ist ebenso wenig eine willkürliche Institution wie z. B. der Radfahrerbund, jener wie dieser hat Anhänger wie Gegner. Im Jahre 1901 als Bund der Karneval vereine Süddeutschlands gegründet, erweiterte er 1908 seinen Begriff auf ganz Deutschland, tagt auf Grund bestehender Satzungen und seien — da die Oeffentlichkeit nun einmal angerufen — einzelne wichtige Paragraphen hier wiedergegeben: 8 1 des B. d. K.-V. D. hat den Zweck, unter den Karnevalvereinen — ob sie dem Bund angehören oder nicht — engste Kappenbrüderlichkeit und Freundschaft herbeizuführen. — § 5. Im August jeden Jahres ist Dauptbundesverfammlung: Mrechnung, Neuwahl usw. — 8 7. Die engere Bundesverwaltung besteht aus: Präsident, Schriftführer, Kassierer, Beisitzer. Der Präsident darf keinem Karnevalverein als Vorsitzender vorstehen, der jeweilige Sitz des Bundes ist der Wohnort des Präsidenten. § 11 bestimmt die Dauptbundesseste im Sommer wie Winter, besagt dann weiter: die engere Bundesverwaltung hat die Pfticht, alljährlich an 1—2 Orten neue Karnevalvereine ins Leben zu rufen, oder aber für Wiedererwachen früher bestandener K.-V. tätig zu sein, durch vom Bundespräsidium zu veranstaltende Festlidtkeiten. Bei dem Dauptwinterbundesfest, als auch der Einführungsveranstaltung an neutralen Orten, wird der Reinertrag des Kappen- und Liederverkaufs ben Armen ohne Untersdned der KvnscsNou. rtbergctxm. § 18. So lange noch 2 Vereine erklären, den Bund im Sinne der Satzungen aufrecht zu erhalten, kann keine Auflösung erfolgen. — Schließlich nun noch ein Dort betr. Armenabgabe des Bundes: Den Vorstehern der 3 großen Religionsgemeimdmften teilten wir auf Grund beigefügter Abrechnungen mit, daß der Reinertrag des Kappen- und Liederverkaufs mit vermutlich 47,50 Mk. genau weis ich die Summe nicht mehr, da Beleg bereits an Kaftiever abgeführl), hiermit zu gefl. Abboltmg und Vettvendung am Fast- nachtssonntag, zur Verfügung stehc. Von einer Seite wurde die Dedikatron dankend abgelehnt und wir haben den beiläufigen Betrag zu 2/s einer der vorgenannten Religionsgemeinschaften nodi weiter angestellt und das andere Drittel einer sehr bedürftigen Gießener Eiiuvohnertn angewiesen; von erstgenannter Mrechnung haben wir auch der zuständigen Behörde Mitteilung gemacht, liehet weitere Einnahmen wie Ausgaben — egal wclckrenOBegriffs — haben wir der breiten Oeffentlichkeit keine Rede zu stehen, für das, was wir z. B. an Eintrittsgeldern vereinnahmten, haben wir den Besuchern Gegenleistung geboten und alles andere ist lediglich Sache des Bundes. — Jedenfalls aber muß ich, als Vertreter des Bundes, bedauern, der ich in selbstlosester Weise meine Kraft lieh und außer den im Eingesattdt angezogenen Wirten, vielen, ja sein vielen OKschäftsleuten in Gießen Verdienst zuführte, daß nad) Fastnacht noch solch hin und her sich breit macht, in fast allen Karnevalstädten Deutschlands ist mit Aschermittwoch Schluß der Fassenacht, doch in Gießen scheint man erst danach die Gemüter erregen zu »vollen; nun dies das erste und letzte Wort in Bundesangelegenheiten. F. Deidecker, Bundespräsident. lsprochett, alirrt wurde. >- >n 99 500 M 3. Cböre mit und ohne Orchester von Lortzing, Flies-Hirsch und Zerlett 4. Ouvertüre »Tie Eutfübrung ans dem Serail-..............Mozart. Auch Nichtmitglieder erhalten Karten zum Preise von Mark 1.- (I. Plätze) und 50 Psg. (II. Plätze), 20 Psg. (unnumer. Plätze» bei Philipp Wagner Nacks., Neustadt, griseur Wahl, Neustadt, Bäckermeister sflcckeustein, lalltorstraßc, Schuhmachermeifter Heff, Hillebrandstratze, Ernst Cballier, Neuenweg (nur ä Mark 1.-1. [vÄ/t Großer Preis. Intern Hygiene- Ausstellung Dresden 1911. Kurzeit: 1. April bis 15.Oktober. 6ri d Heilerfolge: Magen- und Darmkrankheiten, Fettleibigkeit, Gallensteine, Zucker, Gicht, Leberleiden, chronischer Verstopfung. Job Gas-Badeöfen und^au apparatc. Hafermehl und Reismehl amtliche Frühjahrs 7leuheilen in tarnen* JConfektion sind eingefroren ■*r> ItzlL M 116*24 u. a. in. Anfang 7 Uhr pünktlich. Ende gegen 9»/* Uhr. i I per Flasche Der Vorstand. v*l3 Biograph Plockftrahe 12 01745 Plockstraßc 12 voll her berühmten Nordischen Ullll-b'o. Proniptcr Versand frei Haus Ter Vorstand. 1620 Ih^juniHvn iHiuiu HHHinvn Hniuiinimiiiiiirfiviünih^ V Nur noch heute und morgen unser großartiges Schlager-Programm: Ich biete wie immer Bahnhofstraße 26 Telephon 186 75 Psg 85 , 05 , 110 , mit GlaS 85 Psg. 100 „ 110 „ 120 „ 130 „ 140 „ 150 „ 160 „ / i 100 Psg. 120 , 130 „ 140 „ Bausteine des Körpers muß man die in den Nahrungsmitteln enthaltenen Mengen an Eiweiß, Fett und Kohlehydraten nennen, denn auS ihnen und dem Wasser baut sich der menschliche Organismus seine chemischen Grundstoffe: Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und Stickstoff auf. Während die drei ersteren auS allen jenen vicrBestandteilen derNahrungs- mittel zu gewinnen sind, ist das Eiweiß der einzige Stickstofflieferant und daher für die Ernährung des Körpers von besonderer Wichtigkeit. Unser Haupteiweißlieferant — das Fleisch — enthält diesen Stoff nur zu etwa 20%, dagegen findet sich im Kakaopulvec bis zu 27% dieses wertvollsten aller Nahrungsmittelbestandteile. Kakao ist daher bei seiner Preiswürdigkeit in dieser Zeit der Fleischteuerung wie kein anderes Nahrungsmittel berufen, als teilweiser Fleischersatz zu dienen. Unter den Kakao steht der vollendet entölte und staubfein gesichtete Heute abend 9 Ubr: Hauvtversamlung d.Wander- abteil. im Frankfurter Hof. Kolosseum Theater-Variete, Giessen Dir.: K. Ohm Walltorstrasse Bei Abnahme von 6 Flaschen Wein in der Preislage von 85 Psg. an pro Flasche 5 Psg. billiger. Rhein- und Pfalz-Weine Sämtliche Weine sind soweit nicht als naturrein bezeichnet, entsprechend dem Deutschen Weinaei>tz, gezuckert _____ Gastspiel Orig. Der Stadtauflage der heutigen Numm» liegt eine Beilage der Cmrncricher Waren'Etsv^ ditiou, Filiale Gießen, Nreuzplatz 9, bei. (Cfa Großartiger Detektivschlager in 3 Akten Ortsgruppe Gießen. Mittwoch, den 6. März d. IS., abends 9'/, Ubr im Bereinslokal „Hotel Kobel": Mmts-Pcr|'anniiliin.l|. Tagesordnung: 1. Gautag ^Besprechung etwaiger An träge), 2. Wahl der Stimmführer, 3. Verschiedenes. 18. üm 15’W grosse 63 J 7/brteile 1. dzirch riesige Auswahl 2. durch gediegene Qualitäten 3. durch Eleganz der Formen 4. durch sehr billige Preise Weißer Tischwein Waldböckelheimer Laubenheimer Ovvenbeimer 'Nackenheimer Deidesheimer Niersteiner Johannisberger Moselweine Mit* Gielen Dir.: Hermann Steingoetter. TicuStag, 5. März 1912, abends 8 Ubr: 18.DienStag-Abonn. Vorstell. Gewöhnliche Preise ßliii im Winkcl Schauspiel in 3 Akten von Hermann Sudermann. Ende ID1/« Uhr. a4/» Sionfumücrein Rieften u.llmflcgcnb Samstag, den 9. März, abends %9 Uhr, im großen Saale des GewcrkschastshauscS: Mitglieder-Aersamml'ung. Tagesordnung: Bericht über den 8. Genossenschaftstag in Leipzig. Verschiedenes. Die Mitglieder, wie deren Frauen, find freundlichst gebeten, zahlreich zu erscheinen. Born, Gerichtsvollzieher in Gießen. Kakao durch Leichtverdaulichkeit und Ergiebigkeit an ersterStelle. Reichardt- Schokoladen sind in ihrer vollendeten Geschmacksharmonie geradezu Wunder der Technik. Verkauf in Gießen: Frau Emma Zellheim BiSmarckstratze 38. Kölner Bühne. Täglich abends 8*/« Uhr: Kölsche Strand- Lust! Vurl.-Sckwank in 2 Akt. von P. Prang. Vorher: Eintrittskarten fier Crfld ejmetl itbaiiv Niln[§ 1 Tcr Xar i f b‘ nächster? Mgl-chkci spiel se Ui irartei lialive einmal zu Mellen die Unten möglich sc unter i verhau aroße Sos buftion ut in die llr auf dem £ iuduslric n auS ihren das ist Jk Trr! diesem in Grfteul lärsge lilions qen von 11 ihrem Kol über die Ä Ltaalsseln Eckulunler Rede de ftfllie Cn die vabn I Eigentums an. Man b vorwärts g keine Ergo Organisati Auch sationsfrag schritt, die ohne, daß praktische l °u uns. lozialpolitij leistet. Anschluß a den der S l^t geht, i| “norbnung unb die ftr ®e^ stellt Jnrtgungtn ®,e Sinnen' Uder Bei U'ch l'-g stylet man ^'Nfte, d nt das P’Mfaififei S^lun L' b,c Ree stg nötig IflH«n Eies Akademischer Dürer-Bund Gießen Auf vielfachen Wunsch findet am Donnerstag, 7. März, abenis 7% Uhr pünktlich, in der Turnhalle (Steinstrasse 3) eine Wiederholung von Ibsens John Gabriel Borkman Schauspiel in 4 Akten, statt Vor Beginn der Aufführung wird Herr Prof. Dr. Collin kurz über „Da, Problem in Ibsens Borkman“ sprechen. Numerierte Pliitze ä 1 Jlk. Nicht numerierte Plätze ä 0.50 HL, Vorverkauf in den Universitätsbuchhandlungen von Ferbei, Ricker, Frees und in der Musikalienhandlung von Challler. Äusser- yciftciflenma. Dienstag, dcu 5. März d. FS., uachm. 2 Ubr, vci- steigere ich Vabnboistr. 57 dabicr gegen Barzahlung: 4 Halbstück Wein, 50 Fl. Südwein, 80 Fl. Liköre, 1 Flügel, 1 Pianino, ein Billard, ICisschrank, einen Kassenschrank, IHalbverdeck 1 Registrierkasse, Sviel- u. Sdiuhwaren, 2 Vogelheckei: mit Kanarienvögel, zwei Schweine, 1 Fahrrad, ein vollst. Bett, 1 Schreibtisch, 1 Büffet, 1 Ladeneinrichtung Mittwoch, den 6. März: 3. Opern-Vorstellung gegeben vom Grossh. Hoftheater Darmstadt Hänsel u. Grete Oper in 3 Akten von E. Humperdinck. Dazu das Ballet: [▼•, Champagnervisionen. Baumsägen, Hecken-iiJosenscheren sowie sämtliche 1817 Gartengeräte empfiehlt zu billigsten Preisen Edgar Eoprirami, Giesgea Cisenhandlung,HanS- und Küchengeräte Tclevb. 105 Neustadt 11. Heu, TltthF-clzspmn. Torsstmt, Saatfaitofichi, Spcijc= u.^uttcrfflitofff In emvnehlt 1630 Wilhelm Meininger 11 51essclbach, Post Londorf. Perlen des Kölner Humors Vorverkauf in den be kannten Stellen. Im Theater-Restaur. täglich §lonzcrt der Wiener Damcnkapcllc Presto 6 Damen. 2 Herren. Nitteler Lieserer Berncasteler Ellerer Höll Rotweine Roter Tischwein Cötes du Rhöne, naturrein, sehr vorzüglich La Grange les corbiörs naturrein., südfranz. Gewächs Ingelheimer, deutsch Bordeaux-Weine naturrein, direkt importiert per Flasche 100, 120 150, 200 Psg. Aus unserer eigenen Kellerei empsehlen wir nach-M stehende besonders preiswerte Meine 1908er Pommard Flasche 115, 200 Psg. vortrefflicher roter Burgunder Schaumweine: Champagner Mercier & Co. 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