Montag, 5. August 1912 Erstes Blatt 162. Jahrgang Nr. 182 ‘'kn M 85 Pli U l l L , IVUI/IVIIV I ..... englischen Parlament durch- lerisch ite nb die Mission des Bot-l Wapp« »m M lieber®!! die Er von den ist, fillunj thlt e Nr. 6 WOD. rd besorge tresjcn soll. Mcht viel höher schätzen wir die 1 Versicherung ein, das; es sich bei der Marinekonvention ■_# um eine rein defensive Maßnahme handele, denn das H Ivücbc voraussetzen, daß in Frankreich oder in Rußland iMtmsthafle Politiker wirklich an die Möglichkeit eines deut- M schon Angriffes auf Frankreich glauben. Diese Annahme Mvare aber angesichts der länger als vierzigjährigen, durch , L mancherlei nicht geringe Opfer aufrechterhaltenen Frie- iMtcnspolilik des deutschen Reiches allzu unsinnig, als daß ■eine derartige Fiktion als Faktor in die politische Rech- siwng eingestellt werden könnte. _ Tie Gioconda wieder aufgefunden? Nach einer Meldung des „Journal" erschien am Donnerstag ein Mann von etwa öu Fahren in der englischen Botschaft in Paris und erklärte, er sei englischer Untertan unö überbringe von London die aus dem Louvre un vorigen Fahre gestohlene Gioconda. Er überreichte ein großes Paket, in dem sich in der Tal ein Die Gioconda darstellendes Gemälde befand. Ter Mann, Der seinen Namen nicht nennen wollte, verlangte die aus die Wiederbringung itfcnben jenes Komitees, das int April 1897 einen Be»uch talienijcher Studenten in Deutschland veranstaltet und die Empfangsfeierlichkeiten vorbereitet hat, die im Vorjahre anläßlich des Gegenbesuches deutscher Studenten m Mailand stattgesundcn haben. Ter Mailander Aquarellist Vico Bigano hat die Zuge Earduccis, D'Annunzros, Gtacosas und Pascolis im Btlde festgehaltctt. Widmung: „Tie Stadt Mailand, die als erste italienische Stadt jene deutschen Studenten, die anläßlich der Fünfzig- jahrfeicr der Befreiung Italiens gekommen ivaren, gast- reundli.ch begrüßt hatte, bietet zur Erinnerung an die Verbrüderung der beiden Völler dem erlauchten Haupte der deutsä-en Nation, der kaiserlichen und königlichen Majestät Wilhelms II., ein Zeichn ergebener Tant- barkeit in den Bildnissen der größten Dichter des wieder- erstandcnen Vaterlandes." Es folgen dann die Unterschris- ten des gegenwärtigen Bürgermeisiers von Mailand, Onorc- volc Emanuele Greppi, und des Tr. Ftalo Tonta, des Vvr- als Frage vorgelegt worden. Diese Frage, was ihm nämlich von der Aeußerung bekannt fei, habe er an den Abg. Pfeiffle weitergegeben. Dazu bemerkt die rDiene Bad. LandeS-Ztg.^, der wir diese Notiz entnehmen, ganz mit Recht: Herr Schmidt will der Erfinder des dementierten Kaiserworts nicht sein, — der Verbreiter dieses kompromittierenden Klatsches unter für ihn selbst gravierenden politischen Umständen ist er jeden- falls. Ein Geschenk für Kaiser Wilhelm ist von der Stadt Mailand an den italienischen Botschafter in Berlin abgesandt worden. Wie der „Voss. Ztg." jetzt aus Mailand gejchricben wird, handelt es sich um ein kunst- irisch ausgestattetes Album. Der Deckel zeigt das Zappen der Stadt Mailand in getriebenem Silber, umgeben „loeitblidenDcn, billig denkenden und unermüdlichen Staats- manne" zu verleihen. unst und Wissen- Heidelberger Universität politische Tagesschau. TaS angebliche Kaiserwort gegen Herrn v. Bodman. Der Adg. Schmidt-Bretten hat sich durch konservative ReichSpost nun endlich verteidigen lassen, läßt erklären, das angebliche Kaiser wort gegen Herrn Bodman sei ihm von einem Herrn, der weder Konservativen noch dem Zentrum zuzuzählen Die Hundertjahrfeier Krupps. Essen, 3. Aug. Tiit dem heutigen Tage beginnen die auS Anlaß der Kruppschen Hundertjahrfeier veranstalteten Festlichkeiten, zu denen bekanntlich auch der Kaiser eintreffen wird und zu denen monatelange Vorbereitungen getroffen wurden. Heute werden die Kruppschen Ju bi la re geehrt, deren Zahl aus den beiden in Betracht kommenden Jahrgängen 1911 und 1912 etwa 800 beträgt. Während sonst diese Ehrung der Jubilare an dem Sonntag erfolgt, der dem 17. Februar, dem Geburtstage des dritten Krupp, Friedrich Alfred, vorangeht oder folgt, hat die Firma fie in biejem Jahre in den Rahmen der Jubiläumsfeier einbezogen und fie bedeutsamer und feierlicher gestaltet, roie es sonst üblich war. Sie alle sind zum Hügel geladen, wo m der großen Festhalle Herr Krupp von Bohlen und Halbach und feine Gemahlin die Gäste empfangen und bewirten werden. Am 6. August wird dann im städtischen Saalbau zu Esten ein Bankett als Feier der Kruppschen Arbeitsgemein- I schäft gegeben werden, während am 8. August die JubilämnL- feier im Hauptverwaltungsgebäuoe in Gegenwart S. M. des Kaisers stattsindet. Dieser offiziellen Feier werden sich dann auf dem Hügel zu Ehren des Kaisers und der geladenen Gäste besondere Veranstaltungen anschließen. ?ntiere ncY BywnIkius fortzubleiben. ' — Kurze Nachrichten auf k schäft. Tie philosophische Fakultät der , hat beschlossen, dem badiichen Minister des Innern Frei Herrn o. Bodman die Würde eines Ehrendoktors als einem und Einsatz. UiliiHl. arte Fabrikat critilaf1"; tnrlcrnbe, Aödcr Tc: Manier Verve, iBiri älic, Gaöbcrdc uiro. sein, meine Sinibfdw: und sichere ich prompte; ung zu. Sinfaui eines CfenS i len. Diezür. monatlidi 75 IM, ütertel- jäbrltd) Mk. 2JK); durch Adhole- iL Zweignellen monatlich 6o Ps.; durch die Post Alk. 2.— viertel- jäbrL au-schl. Besreüa, Zeilenpreis: lokal 15 Ps^ ouSivärtS 20 Pfenmq. G brfrtbaftciir: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Test: Anaust Goey; für .FeuiUe- ton', .Vermischte-^ und .Gericht-saal": K. Neu» rach: sür »Stadl und 2anb-: E.Hev; tüt den Anzeigenteil: H. Beck. Untertaille, mit 5tickerei-5pü:i ein Tanz der Schneider. letkszenc bildet. Am Schluß des ersten Aktes man plötzlich, als die Türen aufgerissen werden, orchcster Jourdains die Ouvertüre aus „Ariadne aus Naxos" studieren, eine äußerst witzige Mu,iknummer, bei der es klingt, wie wenn die schwierigsten Stellen zu gleicher Zeit auf jedem Fnftrument geübt würden. Die Instrumentation dieser Schauspielmufik ist ungefähr die, die zu Moliöres Zeit in Gebrauch war. Sie benutzt Flöte, Oboe, Fagott, Horner, eine Trompete, selten Streichquartett, das gelegentlich durch das Hinzutreten einiger weiterer Spieler verstärkt wird, und Klavier, das wie das frühere Cembalo verwendet ist. Klarinette und Posaune, die Strauß ebenfalls vorfchreibt, waren damals wohl schon bekannt, wurden jedoch im Orchester noch nicht verwendet, jedenfalls nicht in der heutigen Art, — was bei der Klarinette auf allerlei früher nicht zu beseitigende Unrolllommenheiten zuruckzuführen fein dürfte. Dicfe Schauspielmufik, die erste, die Richard Strauß geschrieben, wird bei der Uraufführung im Stuttgarter Hoftheater zum erstenmal erklingen. Die Premiere und ihre ersten beiden Wiederholungen wird Strauß selbst dirigieren, während Max Reinhardt die Regieführung hat. Das Schaufpielcrensemble setzt sich für diese Aufführungen zum größten Teil aus Mitgliedern des deutschen Theaters zusammen, von denen Arnold den Fourdain spielen soll. Alle drei Ausführungen werden als Festvorstcllungen veranstaltet, an die sich unmittelbar ein Zyklus sämtlicher Opern von Richard Strauß anschließt. Bei diesen werden dann ausschließlich Kräfte der Stuttgarter Hofoper unter der Leitung von Max Schillings und der Regie von Gerhäuser mitwirken. K. B. Line französisch-russische lUarindonocntion. Auf die offiziösen und halboffiziösen Hymnen zur Be- p-gnung in Baltischport ist jetzt ganz mit der Wirkung ,incö politischen Latirspicls die überraschende Shin bc von ,tm bevorstehenden Abschluß eines r u s s i s ch-f r an zö s i- ichen M a r i n e a b k o m m e n s gefolgt, welches bei dem lifenthalt des französischen Ministerpräsidenten Poin- (a r 6 in Rußland vollzogen werden soll und das als eine Ergänzung des Militärabkommens von 1892 gedacht ist. Die Offiziösen müßten ihr Handwerk schlecht ver- s.ihen, wenn sie nicht beweisen oder doch wenigstens zu ttweisen suäfen würden, daß ein solches Marincabkommen tvrchaus belanglos und eigentlich selbstverständlich wäre, und in dieser Tonart hallt es denn auch aus dem berufs- ilistig ober freiwillig offiziösen Blcitterwal.de. So wird idi.üjcrt, daß der Abschluß des russisch-französischen , .oitenabfomnicnö keinerlei überraschende Momente ent- leite, wenn man sich vergegenivärtige, daß Rußland im .alle eines kriegeriscl-en Eingreifens seiner Militärmacht Nun wird freilich versick>ert, daß die deutsche Regie- I, tung über die französisch-russischen Verhandlungen untcr- t i.chtet worden sei, woraus man folgert, daß diese unmöglich I ihre Spitze gegen Deutschland richten können. Manch einer kostet diese 1U ? nm Ende geneigt sein, hinter diese Versicherung ein — I Fragezeichen zu machen. Aber auch wenn sie zuträfe, wäre damit noch teinesivegs bewiesen, daß der Marineko.nven- tion nicht wenigstens indirekt eine gegen Deutschland ge- richtete Tendenz innewohnt, die schon daraus abzuleiten ist, daß dies Flottenabkommen in verdächtiger Parallele peht zu dem englisch-französischen Mittelmeer t e ch tel m c cht e 1 zur Verstärkung der englischen, ebenfalls gegen Deutschland gerichteten Flottenposition in der Nordsee. Jedenfalls geht aus dem angckündlgten Ab- chluß der französisch-russischen Marinekonvention hervor, aß die durch den Zwischenfall mit dem Botschafter Louis genährte Hofsiiung auf cm Abflauen der franko-russischen Allianz keinerlei Berechtigung hatte, während andererseits die jüngsten Verhandlungen im cr.s''? LUS nicht den Eindruck machen, als ob die Million des Bot «xss-i General-Anzeiger für Oberhessen innabmt tK» anidgeii Rotot1on$bni(f und Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch- und Stcint-rudcrel R. Lange. Redaktion, Expedition und vruderei: 5chnlstratze 7. t j vormütagö' it'uhr. Büdingen: Fernsprecher Rr. 269 Seschüftrstelle vahnhofftratze 16a. ik Darmslail » Uotore^1 SanSl15" . Ü jotorai* ™ Nichard Straub’ neueste; Werk. Die Schauspielmusik zu Moliöres „Bürger als Edelmann". Berlin, 3. August. Jill. ' - er «lefeeier Nozeiaer Q /rX 'VT Q SicstenerAnzelger N \ a (MRebcftion 112, m g * <• •• /<* < < ** (honornl-)itiiomor für (nhorhotfon uaunsten Frankreid)s sich auch bereits früher nicht darauf Itschränkt hätte, seinem Alliierten mit seinen Landtruppen ,u Hilfe zu kommen, sondern ebenso auch seine Flotte in llrion Hütte treten lassen. Auf diesen Einwand ist zu er- jiebern, daß ja die Marinckonvention dann sachlich über- lissig lüäre und die Annahme umso näher liegen würde, »iß damit den Ergüssen der deutschen Offiziösen über den ranzenden Erfolg" der Begegnung von Balitschport ein Dampfer aufgesetzt werden sollte. Auch die weitere Be- .ehigungspille, daß die russische Flotte zurzeit für den ^.nstfall noch nicht in Betracht komme, foiiDcrn erst in tuiigen Jahren als Faktor ins Gewicht falle, will nickt ttel besagen, da man ja bei der Weltpolitik nicht von der rf ..and in den Mund leben, sondern auch für die Zukunft ranzösische Presse, allerdings im Gegensatz zu der etwas kühleren Halmng der russischen Zeitungen, die Petersburger Reise Poinearäs begrüßt, und auf der anderen Seite die durch die Asquithschen Darlegungen nur halb gedämpften Hetzreden der Churchill und Genossen im englischen Parlament, so erhellt daraus, daß das Gefüge der Triplcentente fester zu sein scheint denn je, während der Dreibund an dem italicnisch-türtischen krieg krankt, und es muß die Frage aufgcivorsen werden, ob Herr v. kiderlen- Wächter auch diesen Faktor in Rechnung gezogen hat, als er der politischen Lage die Zensur „durä)aus befriedigend" ganz ruhig und unbedentlich erteilte. Petersburg, 4. Aug. „N owojc Wrcmja" schreibt in ihrem Leitartikel, daß die Marinekonvention das franzö- isch-russische BütidniS: wenn nicht erweitere, o d o ch f e st i g c. , L „In den ersten Fahren des Zweibundes herr,chte das @c- ühl über den Verstand. Diese Tage gingen vorüber. Die Enttäuschungen, die Rußland während des japanischen Krieges und Frankreich roäfcrenb der Marokkofrage erlebten, brachten den Bor teil, daß das Unmöglidjc von dem Schwierigen scharf getrennt wurde." „TaS Blatt stimmt der Agcnce Havas zu, daß die technische Marinekonveniwn an dem Bündnis nichts ändere und sieht tu dem Abschluß zu eurer Zeit, da die russische Flotte noch mchr vorhanden, das Zeichen des sranzösisäzen Vertrauens. „Birschewiia" schreibt: Tic Konvention brauäü xcutfd>- land nicht zu beunruhigen, da sic rein defewioen El-arakter tragt. Sie gewinnt nur Bedeutung, wenn die Tiplomatie der Triple- Entente die freie Ausfahrt der russischen Flotte aus dem Schwarzen Meer erreicht. _______ Vie Rüütehr des Kaifcrs. Swinemünde, 3. Aug. Die „Hohenzollern" mit dem Kaiser und die Begleitschiffe „Breslau" und „Sleip- ner" sind heute abend 1/26 Uhr unter dem Salut der Festungen und Kriegsschiffe hier cingetroffcn. Die Besatzungen der im Hafen liegenden Kriegsschiffe hatten Pa- radeaufstellung aenommen. Eine große Menschenmenge begrüßte den Kaiser am Bollwerk. Ueber die weiteren Dispositionen des Kaisers für die kommenden Wochen erfährt ein Berliner Blatt: 'Nach Beendigung der Nordlandreise wird der Kaiser, nachdem er der Krupp feier in Essen beiwohnte, bis Ende dieses Monats in WilhelmShöhe verweilen und sich dann nach Berlin begeben, um am 1. September die große Herbstparade über das Garde- und 3. Armeekorps abzu- nchnicn. Die Parade wird voraussichtlich von dem kommandierenden General des 3. Armeekorps von Bülow befehligt werden, der zum Führer einer der Armeen im Kaisermanöver ausersehen ist. Anfang September tritt der Kaiser dann die Schweizerreise an und begibt sich von Dort ins Manöverfeld. Er wird auf dem sächsischen Truppenübungsplatz Zeithain in Gegenwart des Königs von Sachsen die Parade über die beiden sächsischen Armeekorps abnehmen, die unter dem Oberbefehl des sächsischen Kriegsministers Generaloberst von Hausen stehen. 11 ,ldi~ 60,-46 " 2.-, 1.50 ' 'M -.45, -,25 stbinder^eH «WOMustd 1 1 Jacob Mm Lslvaldsgarlc; lohnung zu erlangen. ,, . r — Bremer Theater. Aus Bremen wird uns geichriebcn:, Im Thaliatheater gelangte soeben das dreiaktige Familicnschau-^ viel Leon Bcrnhardys „S.ch w a ch e M e n f ch e n" zur U r - aufführung. Tic Haupt gestalten dieses Dramas sind der Schlossermeister und Stadtrat Bergmann, der vor 26 Fahren einen Mord begangen hat, der Schlossergcsclle Ernst, der einzige Mitwisser des Verbrechens, Bergmanns halbidiotii'chcr Sohn Gultao und dessen von ihrem Bruder tödlich gehaßte Schwester, die ein keineswegs platonisches Liebesverhältnis mit dem in Bergmanns Hause wohnenden Schauspieler Grünert unterhält. 3m_ wesentlichen werden nun die ersten beiden Akte mit wilden Zänkereien unter den Famllienmitgliedern, ferner mit Drohungen Ernst s gegen Bergmann und Gustavs gegen Grünert ausgesüllt: indessen der dritte Akt die Entlarvung des Mörders herbeisührt.l Zum Schluß erschießt der Idiot Gustav, frei nach Halbes „Fugend", statt des verhaßten Grünert seine Schwester. Mu Ausnahme weniger theatralisch effektvoller Szenen und einiger derb humoristischer Austritte ist es dem Autor nicht gelungen, den widerspenstigen Stoff zur dramatischen Geschlossenheit zu bringen.- Tic lebendige Darstellung half indessen über die vielen öden Streäen des Werks hinweg. . ., , — Ter Leiter der deutlchen arktischen Expedition, Schröder-Stranz, lauste den Motorkutter „2tct*( hng" und heucnc drci Mann und einen Eislotsen. 24 deutsche! Hunde sind in Tromw angekommen. Siejöwintion hofst^ am Sonntag zur Abreise fertig zu sein; >rgeöenft zwei Monate h Zinn ,n Steinstr.76 m ' hCr eine umfanareiche Bal-1 des BUdes ausgesetzte Geldsumme. Man behielt das Bild in der ' - - J hört Botschaft und bat den Mann, wicderzulommen. Inzwischen wurde das die französische Polizei verständigt. Am Freitag nachmittag kam , uu. V""s- bcr Unbekannte wieder. Tas Bild wurde ihm ausgehanoigt. Als er das Palais verlassen hatte, wurde er aus der Straße, verhaftet und mit dem Bilde in Gewahrsam geführt. Bisher ist nicht festgestellt, ob das Bild in der Tat die im Louvre ge- tohlene Gioconda von Lionardo da Vinci ist oder ob es sich um eine Fälschung handelt, die zu dem Zweck hergestellt worden ist, die auf die Wiederbringung des Blldes ausgesetzte hohe Be- schafters Frhrn. v. Marschall zur Herbeiführung einer 10011 den Wappenschildern jener sechs Bezirke, aus denen deutsch-endliscl-en Entspannunb irgend nxldjen Eriolg vcr j das alte Mailand bestand. Tie erste Leite enthalt folgende präche. yHmmt man dazu, die Begeisterung, mit der die Richard Strauß hat soeben, wie „Kunst und Bühne" erfährt, sein neuestes Werk beendet. Es ist eine Schau,piel- r.tujir zu Moliöres „Der Bürger als Edelmann", in der Bearbeitung von Hugo von Hofmaniisthal. Be anntüd) hat Richard Strauß zu dieser Komödie ein Nach- oiel „Ariadne auf Naxos" gefchrieben, das _pcn ^nten- ioncu Moliöres entsprechend als einaktige Lpcr 9eTül>t ft. Aber fdjon in der Komödie selbst verlangt der dichter m den verschiedensten Stellen Musik. Das ^luck, das irsprünglich fünf Akte umfaßt, ist von Hofmannsthal au, wei Akte konzentriert worden. Diese Zusammenziehung jar ohne Schlvierigkeiien möglich, da^der „Bürger als ßdelmann" im Original ein scharfes Tendenzstuck ist, in rem außer dem Hauptmotiv — einem au, den Umgang nit Lidligen versessenen reichen Bürger inmitten ferner verwandten, die ihn in jeder Weise rupfen — eine wen - aiisgcsponnene Reihe satirischer Beziehungen au, damals V .'elannte Personen, Gewohnheiten und Berhaltnl>,e enl- 4allen ist, die man heute taum noch verstehen wurde. Bei seiner Bearbeitung hat Hofmannsthal nun die iieifien Stellen, die Musik verlangen, beibehalten. Richard Strauß hat zunächst zu lebcm Akt eine kleine O uv er tu re zcschrieben. Sodann hat er tue Austritte der verschiedenen Hauptpersonen niusikalisck illustriert. <50 wird der 25urger oourbain, der in allen Singen so gern den Edelmann nach- ibmt, durch eine großspurige Trompetensanfare angelun- I ttgt Auch andere Gelegenheiten, eine Reche hunger und I suchst charakteristischer Mujiknurnmern zu schreiben, hat I c-trauß sich nicht entgehen lassen. Es gibt, da em I AKenuett, das Fourdain mit ,einem ^anzmeister aus- I iiährt, und ebenso begleitet die Musik den Austritt des k 5 cchtrneisters und die Fechtsmnde, die ,ia) daran an|d)l.itBL 1 einem naiven Liedchen von einem ,hchtzcken und Lchatz- ch)cn" will Jourdain seine musikali,cnen Zähigkeiten 1 z länzen lassen; er gerät aber an einer «stehe völlig au-? D-tr Tonart. Wichtig sind noch ein L-chaferduett undj billig inn,!t*t(i „i, n Bk- 2ä. 1-, 1.201 " 3 2.50,1.50 ; » 1.80. I In 30. Mitlelrheinischer Krcisturnfcft. m. Aschaffenburg- 4. August. Die El Wilh. ! Briefkasten -er Be-aktion. (riuonyme Anfragen bleiben unberücksichtigte 8. Ä. *5 Nach § 1577 deS bärgerl. Gesetzbuch- kaim der u nnn 6,cr geschiedenen Frau die Führung seines Namen- unter- aX2xx^ u?,,cr. der Voraussetzung, daß die Frau im Ehe- scheidung-urteil allein sür schuldig crflärt »oorden ift Sind 1 *ltiuj und Geschäftsräume im Bereiche des 18. Armeekorps, den Hessischen Hof und die Landgräfliche Linie von Hessen. " Evang. Arbeiterverein. Man schreibt unS: Die für den 10. und 11. l. MtS. vorgesehene Feier deZ 20. Stiftungsfestes scheint einen schönen Verlauf zu nehmen. Gelegentlich dcS am SamStag geplanten Fest- KommerfeS werden Mitglieder und Freunde deS Vereins durch musikalische Darbietungen unter Leitung von Musik- lehrer W. Gernhardt zur Verschönerung beitragen. Bei den, am Sonntag vormittag in der Stadtkirche unter Mitwirkung deS Geiii. Chors des Vereins slattsindenden FestgottcS- dienst wird Prof. O. Eck die Festpredigt halten. Tie Festrede bei dem nachmittags in SteinS Garten vorgesehenen Gartenfest hat Werknieister B ärrn-Frankfurt a. M. übernommen. Die auS Anlaß des 20 jähr. Stiftungsfestes herauS- gegebene Festschrift gewinnt durch die Aufnahme einzelner Straßenzüge der von der Baugenosienschaft erbauten Häuschen wesentlich an Wert. Landkreis Gießen. ...jiitii’0' und ö Ztm. höher 1 Punkt mehr, Freiweitfprung 3,20 Meter bis 5,00 Meter (1—10 Punkte), Schncllauf (100 Meter -?n 19—14 Sek.). Zöglinge, die 25 Punkte erreichen, erhalten einen Kranz. " 1 " Dl c'fi;"* iw* Kleine Tageschronik. Ein Eisenbahnunfall in Ostpreußen. Blumenthal (Lstpr), 4. Aug. Ter Zug Nr. 110 ist gestern infolge falscher Einfahrtgebung auf den Zug Nr. 8274 ausgefahren. Vier Reisende und der Loko- t m otiv führe r vom Zug Nr. 110 wurden leicht verletzt. Fünf Wagen sind entgleist, drei Wagen schwer beschädigt. Die Strecke war von 2 Uhr nachts wieder fahrbar. Die Reisenden vom Zug Nr. HO sind mit Sonderzug bis Insterburg bciorderk worden. Die verletzten Personen sanden die erste Hilfe im Arzt- wagen. △ Klein-Linden, 4. Aug. Ter Kriegen)ercin veranstaltete heute auf seinem Schießstande ein Preis schießen, das sich einer regen Beteiligung seitens der Mitglieder erfreute. Folgende Schützen erhielten Preise: den 1. Preis, gestiftet von Mitglied Aug. Fey, Hch. Erb mit 34 Ringen, 2. K. Mootz-Gießen 33 R., 3. Phil. Jung 33 R., 4. Jul. Girnbel 32 R., 5. Fr. Pannecke 32 R., 6. Wilh. Erle 32 R., 7. Waller Müller 32 R., 8. L. Keil 32 R., 9. Karl Hock 32 R., 10. L. Euler 32 R., 11. K. Hinterlang 32 R., 12. Wilh. Klein 32 R., 13. Biehmann- Allendorf 30 R., 14. Hch. Magold 29 R., 15. L. Viehmann- 29 R., 16. Wilh. Schaum 29 R., 17. Phil. Weigel 29 R'., 18. Will). Jung 28, 19. Gz. Tönges 28 R., 20. Hch. Link 28 R. die W. Erle stiftete, errang als bester Schütze 21u» Stadt und Land. Gießen, 5. August 1912. *2 In Audienz empfangen wurden am SamStag Vrchsirf-cvzog u. a. Professor Vogt von Gießen und Mcdizinalrat Or. Hein?^.cy von Lauterbach. " Das Hof- uik\ Militär.Adreßbuch für Hessen und Hessen-Nassau (Rangliste deS 18. Armee. korpS) ist nach dem Stand } vom 1. Mai d. Js. neu erschienen. Das Adreßbuch enthält sämtliche Offiziere, em. schließlich Reserve und Landwehr, sowie Beamte, Behörden s Lollar, 5. August. Dienstag, 6. August, abends 8l/z Uhr, findet öffentliche Gemeinderatssitzunc mit folgender Tagesordnung statt: Negulierungsarbeiten des Bachbettes, 2. Ernennung von Schätzern und Stellvertretern bei den an Nauschbrand, Milzbrand und Schweinerotlauf' seuche gefallenen Tieren. Kreis Alsfeld. o Storndorf, 4. Aug. Seit einigen Jahren geht man hier mit dem Gedanken um, eine Wasserleitung zu errichten. Voriges Jahr legte die Großh. Kulturinspektion dem OrtSvorstand ein Projekt vor. Die Behörde beabsichtigte damals den Bau einer Wasserleitung für die Orte Storndorf und Vadenrod. Wegen der hohen Kosten kam jedoch der Plan nicht zur Ausführung. Inzwischen hat die Gemeinde Vadenrod eine Wasserleitung allein gebaut, die nur 20 000 Mk. kostet. Für Storndorf allein sollten die Bailkosten ungefähr 80000 Mark kosten. Ein solches Kapital gu verzinsen, war für die Gemeindemitglieder eine schwere Aufgabe und man mußte sich einstweilen vertrösten, da auch die Feldbereinigung dazwischen kam. Hauptsächlich handelt es sich um die Wasserversorgung deS neuen Schulhaiises. § Mücke, 3. August. Heute nachmittag entgleiste auf hiesiger Station beim Rangieren eine Lokomotive nebst Tender, infolge Sperrung des Gclcises. Nachdem aus Gießen Arbeiter aus der Eisenbahn-Maschinenmerkstatt herbei- geholt waren, konnte die entgleiste Maschine nebst Tender wieder in das Geleise gehoben werden. Abends fuhr die Maschine nach Gießen. Es dürfte nur ein geringer Mattrialschaden entstanden sein. Kreis Friedberg. L Friedberg, 4. August. Gestern moraen um 9Uhr wurde der Zeichenkursus für Lehrer im Seminargebäude hier geschlossen. Der Kursus währte 4 Wochen. Der Unterricht war sür die Teilnehmer unentgeltlich. Am Freitag abend vereinigten sich die 24 Lehrer, die den Kursus besuchten, mit dem Letter desselben, Seminarlehrer Tierolf, und sonstigen Freunden zu einem Abschiedskommerse im Saale der Reichskrone. Wenige Tage vorher besuchte Oberschulrat Scheuermann den Unterricht und sprach sich sehr anerkennend aus. Starkenburg und Rheinhessen. mt. Bensheim, 4. Aug. Der Verband hessischer Verkehrs- Vereine hielt heute hier eine Satzung ab. Warf) der Begrüßung durch den Vorsitzenden Rechtsanwalt Stahl-Bad-Nauheim dankten für den verhinderten Provinzialdirektor Fey Dr. Pabst, für das Kreisamt Regierungsrat Löslein, für die Stadt Bensheim Beigeordn. S ch u h m a n n, für den Verkehrsverein Bensheim Geh Schulrat Dr. Geiger. Zunächst erstattete W a l l m a n n- Bad- Nauheim den Geschäftsbericht. Hauptaufgaben der letzten Zeit waren die Herausgabe der Hessennunrmer der „Jll. Ztg." sowie die Dioramenausstellung in Berlin und Bad-Nauheim. In der sich anschließenden Aussprache wurde besserer Anschluß des Verbandes an den Bund Deutscher Verkehrsvereine gefordert. Schatzmeister Stoll-Bad-Nauheim berichtete bann über bte Rechnung, nach der ein Ueberschuß von 276 Mark vorhanden ist. Eine Anregung deS Abg. Auler, der die Beitragsfrage anschnitt, gab Kommerzienrat Schma Hl-Mainz ein Bild über die dem Verband bevorstehenden Ausgaben, die eine Erhöhung der Beitrage rechtfertigen. Nach Ausführungen der Herren Stemmer, Auler, Stoll und Stahl wurde einstimmig beschlossen die Beiträge auf den Mindestsatz von 10 Ddark im Jahr zu erhöhen. Bei der Wahl des Vorortes für die nächsten zwei Jahre wurde einstimmig der Verkehrsausschuß sür Bergstraße, denen Vorsitzender Rentner Sieben in Auerbach ist, bestimmt. Herr Sieben berichtete unter Anführung von Beispielen über die Vorteile von Kollektiv-Inseraten und sarid lebhafte Anerkennung. Bei der Hessen^kummer der Illustrierten Zeitung wurde ein Ueberschuß von etwa 1200 Mark erzielt Verschiedene RückvergütungSansprüche einzelner Kreise, Städte usw Wllen demnächst geregelt werden. Stemmer- Tarmstadt verkennt nicht den Wert der Hessen-Numimer, findet es aber sonderbar bau nutzer Mainz alle hessischen Orte, Städte und Verbände über ungenügende Berücksichtigung Beschwerde geführt haben. Es nnrb zum -Lchluß der Wunsch ausgedrückt, datz der volle Heber stbutz nn Interesse ähnlicher Ausgaben dem hessischen Verband überwiesen werde. In ausführlicher Weise berichtet dann Webel Mainz über den Bundestag der Verkehrsvereine in Kassel. Ferner wurde beschlossen, daraus hinzuarbeiten, daß die Tioramenaus- Heilung auch int Nächsten Jahre für Bad-Nauheim erhalten bleibt. Kreis Wetzlar. X Waldgirmes, 4. Aug. Tas Bergfest de§ Lahn-DtlnSberg-Turnerbundes, verbunden mit Turngang nach der „dicken Eichel ist auf Sonntag, 22. September, festgesetzt. Der Abmarsch nach dem Festplatz »st auf 10 Uhr seslcesetzt. Als Hebungen sind bestimmt: stemmen (37,5 Kg. zweiarmig), Weithochsprung, Freiweit- iprung und Hürdenlaufen (100 Meter m 18—13 Sekunden). Zugleich findet ein ZöglingSwetturnen mit folgenden Hebungen statt : -stemmen (25 Kg. zweiarmig), 15 Hebungen--- 10 Punkte, Weithochsprung, 1,50 Meter Sprungbrettenlsernung und 76 otm. überm Sprungbrett ----- 1 Punkt, je 10 Ztm. weiter profeflor ü. Drews t. Am 1. August ist in Halle /Professor v. PaulDrewS gestorben. Geboren am 8. Mai 1858 in Eibenstock in Sachsen, ist er der Wissenschaft und insonderheit seinem Fach, der praktischen Tlnologie, zu früh entrissen worden. Ein Schüler Albrecht Ritschls, war er, nach seinen Ilm» versitätsstudien in Leipzig und Göttingen, von 1883—94 Pfarrer in Burkau in der Lausitz und in Dresden. In dieser Zeit legte er den Grund zu der gelehrten Arbeit, die ihm 1891 den Rus als Extraordinarius nach Jena, 1901 als Ordinarius nach Gießen, 1908 nach Halle eintrug. Seine Veröffentlichungen galten zunächst der Reformationszeit. Außer Monographien über den Humanisten Willibald Pirkheimer 1887, und den Jesuiten Petrus Canisius, 1892, aab er 1894 95 aus Münchener und Wolfenbütteler Handschriften „Disputationen Martin Luthers aus den Jahren 1535—45" heraus. Ter Lutherforschung ist er bis zuletzt treu geblieben und hat namentlich mit einer Schrift „Entsprach das Staats- kirchenturn dem Ideale Luthers?" 1908 lebhaft in den Streit um das Kirchen- und Gemeinde-Ideal Luthers eingegriffen. Seine nächsten Berufsaufgaben führten ihn zu eingehenden Studien auf fast allen Gebieten der praktischen Theologie. Bei der Veröffentlichung von „Studien zur Geschichte des Gottesdienstes und des gottesdienstlichen Lebens" 1902—10, fünf Teile, stand ihm als Ziel eine vollständige Geschichte des christlichen Gottesdienstes im Sinn. Zu diesem Abschluß ist er nicht gekommen, aber die erschienenen Teilarbeiten haben überall neue Probleme gestellt und ihrer Lösung zugeführt. Ganz besonders beschäftigte ihn die von Togmenhistorikern vernachlässigte Frage nach dem Einfluß, den Kultus und liturgiscl)e Formeln auf die Bildung und Entwicklung des Dogmas ausgeübt haben müssen. Gleichzeitig mit diesen gelehrten Arbeiten faßte Trcws als akademischer Lehrer eine Neugestaltung der praktischen Theologie überhaupt ins Auge. Programmatisch hat er sich darüber zuletzt in der Schrift „Tas Problem der praktischen Theologie. Zugleich ein Beitrag zur Reform des theologischen Studiums" 1910 geäußert. Es fani ihm darauf an, seine Spezialwissenschaft aus unfruchtbarem Systematisieren in eine lebendige Erfassung der kirchlichen Gegenwart überzuführen. Diesem Ziel sollte eine neue Disziplin dienen, der er den Namen „Kirchenkunde" gab. Was er erstrebte, trat in einem großen Sammelwerk zutage, das unter seiner Leitung erschien und zu dem er selbst den ersten, vorbildlichen, Band lieferte: „Evangelische Kirchen künde. Das kirchliche Leben der deutschen evangelischen Landeskirchen. I. Die evangelisch-lutherische Landeskirche des Königreichs Sachsen" 1902. Die Erforschung dieses kirchlichen Lebens nach seinem Besiande, seinen Aeußerungen, seiner Herkunft, sah er als notwendige wissenschaftliche Aufgabe an, deren Lösung zugleich die Voraussetzung aller kirchlichen Wirksamkeit, zumal der pfarramtlichen, bebrütete. Ganz besonders betonte er dabei, allgemein-wissenschaftlichen Bemühungen der Zeit folgend, den Betrieb der religiösen Volkskunde, die ein möglichst genaues Bild der bunten Mannigfaltigkeit wirklicher Frömmigkeit in dem vielgestaltigen Gemeindeleben der Gegenwart liefern sollte. Auf wie umfassende geschichtliche Studien er dies Verständnis der Gegenwart begründen wollte, ließ sich aus seiner Monographie „Der evangelische Geistliche in der deutschen Vergangenheit" 1905 abnehmen. Aus mühsamster Quellenforschung erwachsen, ging das Werk sorgsam allen Wandlungen nach, die der deutsch-evang. Pfarrstand durchgemacht hatte, um mit dem Wunsch zu schließen, daß das 20. Jahrhundert ihn um einen guten Schritt seinem Ziele näher bringen möge. Zeigt sich in all diesen Bestrebungen die enge Verbindung, in der für Drews Wissenschaft und Leben standen, so war cs selbstverständlich, daß sein reiches und tiefes Gemüt aller Not der Gegenwart in tfircfc und Volksleben in regstem Mitfühlen und Sorgen aufgeschlossen war. „Mehr Herz fürs Volk" forderte er 1891 in einer eindringenden Schrift, die eine Reihe Evangelisch-sozialer Zettfragen eröffnete. Gebunden wie Edelmetalle im toten Stein sah er die sittlichen Kräfte in unserem Volke liegen. Mehr Achtung vor diesem, war seine Mahnung, unb aus dieser Achtung allein, hoffte er, werde mehr Liebe erwachsen zur Heilung unserer sozialen Schäden. Freimütig geißelte er auf der Tagung des Evangelisch-sozialen Kongresses zu Hcnlbronn 1909 in einem Vortrag über „Die Kirche und der Arbeiterstand" die Fehler der Starrheit und Rückständigkeit, die fid) die Kirche habe zu Sck)ulden kommen lassen. Aber er darfste nicht an ein schnellwirkendes Allheilmittel: „Nichts mag man unserer Kirche so laut, so eindringlich ins Oyr, ins Gewissen rufen, als dies: Lerne verstehen! lerne die Menschen ringsher verstehen, die vor deiner Tür stehen." Er wußte, daß das eine langwierige Arbeit sei, die nur in zäher Geduld zum Ziele führen konnte Aber er wußte aucl) die Kraft zu nennen, die ihm zur Erlangung dieser Geduld unentbehrlich schien. Er l>at nicht nur über die Kirche geforscht und geredet, er hat, auch als akadenilsck>er Lehrer, unmittelbar in ihr gewirkt Er war einer der ausgezeichnetsten Prediger — Kanzelredner würde fr ungern hören — der Gegenwart. Drei Bände Predigten von ihm sind in den Jahren 1894, 1901, 1910 unter dem gemeinsamen Titel „C h r i st u s u n s c r L e b e n" erschienen Darf man versuchen, einen durchgehenden Grundgedanken in all diesen Predigten mit mannigfaltigstem Inhalt aufzuweisen, so kann es nur der eines immer-freudigen Gott- vertrauenS sein. Wie Paul Gerhardt sein bevorzugter Lieb- licng, so mar dessen Helle Christusfrömmigkeit — Die aüldne Sonne voll Freud und Wonne" — auch der reinste Spiegel seines charaktervollen Wesens. Tief im Grunde ein weiches Gemüt, das jeden fremden Schmerz doppelt schwer empsand und keinen, aurf) bittersten, von sich fern zu halten suchte, verfügte er denn oct,, ein Kind seiner sächsischen Heimat, über einen sonnigen Humor und ein helles Lachen Aber beides war in ihm eins: sein Glaube forderte mannhaftes Ueberwinden allen Leides, kraftvolle Freude in Gott Die ihn kannten, liebten ihn: sie werden seiner nimmer vergessen. S. E Das bei dem Brückeneinsturz in Binz gerettete Frl. Aßmann aus TreSden, besten Mutter ertrunken ist, ist an >en Folgen bes Unfalls gestorben. Die Tamc hatte sich eine Lungen- unb Bauchfellentzündung zugezogen, auch war ihr Geist seit dem Unfall getrübt. Tic Blättermcldung, daß die Leiche des in Tirol verunglückten Studenten Karl v Kirchbach, bes Sobne- bcs früheren Präsidenten der Generaldirektion der sächsischen Eisenbahnen, gefunden unb der junge Mann burch einen Tiroler schützen erschossen worden sei, bestätigt sich nicht, die Leiche i- noch mcht gefunden worden. Die Nachforschungen nach dem Per- Mißten haben ergeben, daß er am 15. Juli in Pufels genächtigt bat, um den Puflatsch zu besteigen unb auf dieser Streck zu ben weiser Alpen zu kommen. Ta v. Kirchbach bort nicht cm- getroffen ist, kann er nur in den steilen Hängen des Berge- verunglückt sein. lieber dem Zenttalkrater des Aetna zeigte sich eine schwere dunkle Rauchwolke, eine Erscheinung, die auf vulkanische Eruptionen hinzudeuten scheiw. Tas 30. Mittelrbeinischc Kreisturnsest wird z. 3t. abgebalten. Das Fest wurde am Samstag abend mit einer afabemifeben Feier einAeleitet, zu der sich über 3000 Teilnehmer in ber geräumig, n Festhalle eingefunben hatten. Neben den Turnern und Festgäü^^ hatten sich die Spitzen der städttschen, staatlichen und 9)hlitär» beworben eingefunben. Tie Feier mar umrahmt von ben Darbietungen der Kapelle bes hier garnüonicrcnben 2 Jägerbataillons. Tie vereinigten Gesangvereine Aschaffenburgs unter Scitung bes Musikbirektors Äunbigreber erfreute mit ber trefflichen Wiedergabe des Siegcsgesanges des Griechen „Salamis" von Kremser, die bei J)er Femeilnchmerfchaft einen nachhaltigen Eindruck hinter» ließ. Die übrigen Darbietungen bestanden in turnerischen Aus. führungen. > .mr-Sobnuno w i: ;u vcnnielcn. isaniaibcmVc I .iiamcr mit Zul x-r .icn. edteti WUkL r i-Z.'8ohn. m. UOt, ö.LCt • Aal;. Achrr Z lkTI 1. Ti-, v gn. Bruchstr. । jWmk! lit «Jartenanteil l Ch. Mi vermiet« ^oonive.-zy 2 Zimr ' 2Zim tarl 3dimibt,5?i IJiÄr £ dadobosstr. Verse hie Ten Reigen der Begrüßungsansprachen eröffnete der Vorsitzende des Aschaffenburger Turnvereins, Rothenbach. Bürgermeister Hofrat Tr. Matt überbrachte ben Willkommengruß ber Bevölkerung. Sein Hut Heil galt dem Kaiser, dem Prinzregenten und dem Grotzhcrzog von Hessen. Festtumwart Engelhard begrüßte die Festteilnehmerschatt namens des Main- Spcn'art-Gaues, ber Aschasienburger Turnerichaft unb mibmett bem Mittelrheinkreis eine Tischstanbatte. Kreisvertrcter Schmuck- Tarmstabt, bem auch die Leitung bes Kreisscstcs übertragen würbe, sprach über bie Bebeutung bes Turnens im Interesse der Volkserziehung und Volkscrhaltung ber gesamten Nation und brachte auf das Vaterlanb ein Gut Heil aus. Bürgermeister Andri a n o - Kreuznach überbrachte bie Grüße der Stadt Kreuznach, in dessen Mauern vor zwei Jahren bas Kreisfest abgehallcn mürbe. Der Festsonntag brachte eine außerordentlich starke Teil- nehmerschasi, bte am «Bahnhof abgeholt und unter Musikbegleitung nach den Stanbyuartieren geleitet wurde. In ber Hauptsache staub der Tag int Zeichen der turnerischen Wettkämpfe. An bem Einzelwetturnen beteiligten sich über 1000 Turner unb bie allgemeinen Freiübungen wurden von 4000 Turnern aufgeführt. An dem Musterriegenturnen beteiligten sich 200 Vereine mit ca. 3000 Turnern, die bereit- am Morgen ihren Anfang nahmen, anschließend folgten bas Wett- turnen in volkstümlichen Hebungen für ben Zwöll- unb Sechskamvf, sowie bie Turnspiele. Den Glanzpunkt bei gestrigen Tages bilbcte ber Festzug, der sich nachmittags durch bie reichgeschmückten Straßen ber Stadt bewegte. Der Zug wurde durch eine große Anzahl Länstlerisch auSgestattetcr Festwagen verschönt. Nach bem Festzug vereinigten sich etwa 4000 Turner unter Leitung bes Krcisturnwarts V o l z e - Frankfutt a. M. zu ben gemeinsamen Freiübungen, bie ein getreues Bilb boten, was in turnerischer Gemeinarbeit geleistet werben kann. Die übrigen turnerischen Darbietungen bestanden in der Fortsetzung des Wctl- turncns. Im Mustcrriegenturncn erhielten eine erste AuS- Zeichnung mit sehr gut bie Vereine: Turnverein Vilbel (13 Teilnehmer«, Turnverein Gießen (13), Turnverein Butzbach (9), Turnverein Wetzlar (9) unb Turnverein Marburg (7). Eine zweite Auszeichnung erhielten: Turnverein Bübingen (16) unb Turngesellschaft Büdingen (12). -- --- ”” - ' !■-' L Universitäts-Nachrichten. — Aus Breslau. Ernannt wurde bet a. o. Professor Tr. med. Alois Alzheimer in München zum orbeittlichen Prozessor unb Tirektor ber psychiatrischen unb Nervenklinik an der Universität Breslau als Narfyolger von Prof. Bonhocffn. Er tritt fein neues Lehramt -um 15. August d. I. an. — Vom Verbaub ber Vereine studierender Frauen Deutschlands wirb uns mitgetcilt: Am 9. unb 10. August finbet in Weimar (Hotel Kaiserin Augusta) bie vierte Tagung bes Verbanbes ber Vereine ftubierenber Frauen Teutsch- lanbs statt. Nach dem in Nr. 8 der „Studentin^veröffentlichten Programm, das auf Wunsch durch die Schriftführerin zugeschickt wird (stud. med. Martha Ochwat, Charlottenburg 4, Mommsen- ttaße 46), wird u. a. verhandelt über die Ausgestaltung dec Verbanbszeitschrift „Die Stttdenlin" zu einer akademischen Frauenzeitschrift: über eine Petition um Gleichberechtigung von Männern unb Frauen in bezug auf bie akabemische Laufbahn; über ben sog. vierten Weg (Seminar als Vorbereitungsanstalt zum Universität-- tubium); über bie Aufgaben ber Stubentinnentxrrinc. Die übrigen Themata betreffen zumeist die innere Organisation be- Verbanbes unb ber Verbandsvereine. Die Sitzungen sind öffentlich bis auf die Wahlen und andere Personalbesprechungen. Tie Tagung beginnt am (Frettag um 8 Uhr._________ vermischter. kf. DaS Taschentucharmband ist die neueste Errungenschaft der Mobe. Welche Wanbcrungeu hat das Taschentuch nicht in den letzten Jahren antreten müssen, bis es zuletzt in einer kleinen ausgesetzten Seitentasche ein Ruheplätzchen sand! Tas neue Taschentucharmband unterscheidet sich von einem gc- wöhnlichcn Armband nur dadurch, daß es eine zierliche Klammer besitzt, die das Taschentuch festhält. Tas Ganze macht einen ehr netten Eindruck. * Darum also. „Deine Tochter ist wohl int Städtischen Psandhause angestellt? — Ick, sehe sie fast alle Tage bort hm- gehen." — „Ach wo: aber ber Vorsteher hat ihr erlaubt, alle Tage eine Stunde auf — unserem Klavier zu üben." B“ ‘ iu vermiet Katbarin *6 stl. Wohn» nih. Veute au v. den Babnbölet . em kleines flnb- Kötoci [MoM. Zin r«°ndl. möbl. ML-waldSg f1 'nöL möbl? Pension ?Jt^_eonnrnftta stii «Werte E^Melehr. ES1,0',o,on ur KmKv. SjM«" Nach! ML, MM njjübiisis zLLL-dm, u 8«« einreiot. 5148 Adler-Drogerie, Seltersweg 39 Otto Schaaf. Kohlen- und Koksliefernng. Für den Winter 1912/13 soll die Lieferung von Hüttenkoks für die Stadtkirche und JohanneSlirche, ferner von «nthrazitkohlen und Anthrazit-Eier- formbrikettS für das Gemeindehaus an der Lirch- straße und die Konfirmandensäle der LukaS- und IohanneSgemeinde vergeben werden. Angebote zur Lieferung wolle man bis Montag, den 12. August d. IS. einschließlich an den Unter- zeichneten richten. Gießen, den 2. August 1912. Der evangelische Gesamtkirchenvorstand. Letzte Nachrichten. Neuwahlen in der Türkei. Konstantinopel, 5. Aug. Die Regierung und der Senat den einige Arttkel der Derfaffung so auSgelcgt, daß Ne BrauerSchule Wcrms^Rh. (GegrH872 von D'SchncderI Beginn d.Wlntor-Semeatere am 16. Oktober 1912 Png^d Cfhrlch Brave'-Audetiie Ortsgruppe Gießen. Mittwoch, den 7. August, abends 9*/i Ubr HionütS’T'Ctiaüimlunfl $ä)Wrtn, ßtjÄtttransjort Plockstr. : 06084 SotveA au verkaufen. Rauch, LksillPo Ist., Steiltstr.61.' Teil« ober ist mir der Alaun für schuldig erklärt, so flA dem l Leg,S latu rpe rio b e der Kammer geschlossen werden dieses Recht nicht zu. Tie Frau behält dann den NamenIrQnrle Tal Dekret über den Kammerschluß und die V ’ -n ■ a Afa V 1 1 ) * «e .a A I I 1 1 tl l 1 1 1 1 O l fi I *« Visitkarten liefert billigst Brübl'sche Univ.-Druckerei Gießen. 2 Pferde unter vieren die Wahl, bet voller Garantie zu verkauf. Näherem in der GeschättSst. deS Gießener AnAeig. 06328 Versteigerung. DieuStaa, den k». dc«. ÄltS., nachm. 2 Ubr, versteigere Bahnhofstraße 57 dabier gegen Barzahlung: 120 Altitbeetfenster, 30 Lorbeerbäume, IGrammovhon mit Planen, 1 Pianino, ein Kaffenschrank, 1 Registrier- faüe, 1 Halbverbeck. sviel- roar. 1 Fahrrad. 1 Roll wag., 2 2o'nc, 3 Lerotertifche, 1 Plufchseffel. 23 verschied. 2tüble, 2 Kleiderständer, 1 Ladeneinrichtung u. and. Lachen. , . , Born, Gerichtsvollzieher in Gießen. 1^339 Stink Her zu Mlauscn. 06472 Katbarinengasfe 9. Tüchtiger Bureangebilfe (Dcvictt. 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Frieden Verhandlungen? :: Köln, ö. Aug. (Priv -Tel s Rack einer Meldung der Köln. Ztg. finden gegenwärtig in Zurrch Berdand- tun gen ;wisck?en türkischen und italienischen Bevollmächtigten statt. Ein Besuch bei Königs von England in Petersburg. :/: Köln, 5. Aug lPriv -Tel Entgegen den Beritche- rungen des russischen auswärtigen Amtes, daß von einem Besuch deS englischen Königs am russischen Hof nichts bekannt sei, erfahrt der Petersburger Korrespondent her „Köln. Ztg", daß zwischen den beiden Monarchen persönliche Briefe gewechselt worden wären und der Besuch außer Frage stände. waren es, die mir Dr. Gentner’s Veiltfienseifenpuloer ßoldperk empfohlen hat Herzlichen Dank! Kaufe nur noch diese Marke, denn die den Paketen beiliegenden Geschenke sind nur praktische, reizende und brauchbare Gegenstände. Alleinig. Fabrikant auch der so beliebten Schuhcreme ßf)| 5 Siimncr • Wohnung eit Veranda u. Zubeh. ver LL lt. au oerm. I. LLellhöicr «.nburger Straße 34. Die da glaubten, es gäbe nichts Besseres, haben sich schnell und gern zu der Ansicht bekehrt, daß der „KornfrancK*4 tatsächlich etwas Besonderes ist. Er Kann niemand enttäuschen sc^ Eine große deutsche Feuer Perfichernngö WcicUfcb. lucht f. Gießen einen tüchttgen (hv^e Vertreter mit bestehendem Jnkaffo. Hobe Provision u. icbcr- zeitige Unterstützung. Offerten unt. R.616M anHaasensteinLBogler A. 466 4 Zimmer Mansarden ^ogte 77 1 .{immer mit Zubehör, zu perniietcn. gelteroweg 73 Srubau Licher Straße 15 Fr. 4-Z-Wohn. m. all. Zub^ u. II. Et., v- 1. Okt. z. verm. Näh. Vidier Str. 13 II. kk-itf., 1. 2 t., p. 1. Oft. z. ■rm. Bruchstr. 6 fr. ,0*4M gen, auw des j’j'»6*1 ’45äi aufÄtn^J Ä; Einige lnlli.g ju ucr flebr. fauren. (03473 Zn erfrag. Bismarckstr. 7 II 6 ?rt roerben, so kann die Frau ihren früheren ^axmUtxv- betro. ■ idiennnmeit wieder annehmen, braucht eS aber ntcht. ^'"der " /kichierenen Ehen sind ehelich und sühren als solche stets den ' , kn ihres BaterS. Obste dem Mann ober ber hen worden sind, hat auf die Führung deS Namens fernen Lg Zimmer gmmerw., 1 2lock, m. all. oub. v. 1. Okt. au verm. 14641 juberftr. 9, Wilb. Weigel. leit W »L ?.lni Interesse? -tz'-n KatiS J . ^urgermäiter Stadt äL ^deutlich ftarfe 7^ interNi6efc: ,(f,en der turnenis -tgten sich . wurden von i.’i tegenturnen i, n/rn, die berät? ■ folgten das Nrk Un für den ZvK Glanzpunkt ix nachmittags fa ft DttZustoi ttetci Festwagen k etwa 4000 Turr frankfurta.M. zutc Bild boten, was, kann. Die übn;- Fortsetzung des L !tf eine erste Ar; Turnverein Vilbel II rnverän Butzhach ? arburg (7). ten: Turnverein L . (12). Für Metzger! Verschiedene gut crvaltene Gegenstände au verkaufen. 5301 gchüventtraßc 1H. 'äM xL QN boifÄ ^en 2 ’is **- lct iS0! iwrnenj^ 7500St im Betriebe- FOTBlLL 163 Gierte kx-el^d». 1 Wir suchen zum sofortigen Eintritt zur Bedienung unserer Kesielanlagcn einen tüchtigen jüngeren Heizer, möglichst gelernten Schmied. 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KretSamt Gießen. _______________I. B.: Tr. Merck________________ Bekanntmachung. Tie am 1. Juli ds. Js. anqeorbncte Sperre der Kreisnraße Gießen—Steiitbach wird aufgehoben. Gteßen, öen 1. August 1912. Großh. Kreisamt Gießen. I. B.: Dr. Merck. 2. Kreistag 3. Verschiedenes. Anschließend: Anttnl-PttMnilung dkl Krankenkasse^ 3wcrttt)iniif)cr verkaufen. 063991 Bahnhofstraße 65 -fr. Darmstadt Eleg. Einfamilienhaus, 11 Zimmer mit Zub., Herr- fdmftl. ctnflcr- Vor- il Hinter- garten, au verkaufen. PretS 66 Mille. Nähe Bahnhof. Sckriftl. Angebote u. .>342 an den Gießener Anz- erb. Ausnahmcosscrte. Cfferiere frische grüne EiiMch-lZuckn 6—12 cm lang, 100 Stück 50 Pfg. PhlLRöß.oturrenfonfen).-- Fabrik, Herrnsheim, Tel. 449 Ämt Worms. '5319 Site sjeiiefortoneli Der Scrttrnu versendet ver Zenmer zu Mk. 3.75 unter Nachnahme 4930 M. Haub, Echzell. Neue Kartoffeln! la. Detteraner loclbei Ware, pro Ztr. Mk. 3.70 mit Sack, neue Zu iebeln. vro Ztr. 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Uhr auf dem neuen Friedhof statt, 5350 Nachruf Herr Kaufmann Hans Müller 5351 beim Waschen mit Pfeildreieck - Seife Ueberall erhältlich Seifenfabrik Äug. Jacobi. Darmstadt Giessen (Wolfstr. 16), den 4. August 1912 5333 Celephon 487 Celephon 487 Giessen, den 5. August 191 5352 Wiben iietuH'1- " ur reditcn i dcZ g .ortreten Besonderheiten: Progressiv fallende Prämien fUr Lebensversicherungen, für Männer and^^^^ Frauen getrennte Rententarife Gegründet 1833. f-«S riflAi Deutscher Kellner-Bund 11.8 Montag, 5. August, 12 Ubr nachts im Hotel Kobel Gestern abend verschied nach kurzem Krankenlag< Die trauernden Hinterbliebenen: I. d. N.: Margarethe Stübler geb. Schäfer, llechtrschutzstelle. Araucn u. Mädchen erholten unentgeltlich Rat und Auskunft iliNcchtsaugclegenliMkii im alienRathaue Markt- vlaft 14 Mlltivvch mich, mittags von 61/«—8 l’bi. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 7. August, nachm. 3 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. Ferd. Nennstiel sen Giessen, den 5. August 1912. kostet diese Untertaille mit Stickerei-Spitze und Einsatz. , der „sch >\w Ä ^Uiscksteii X ,7:„cr dem vüibfn Hlgen Au Unb firaq, 9C|i ein q es Ä und sagte s-r Hofmann: i Hofmann ton' lens zu empf )«tr früh crkc 5« nun drohen c-nflc. In sei (T.fin Mannes I«unverkennba 1867 trifft i ksinmzminister' ßHnqen Tiner mchngen Olart it, um Luft ■ ki dieser Ckfeg trit dem Grafe l'Ancx btfmtei huitf) das 2aiz rehmen ließ." diedergibt, ent' rit Ceffcrreid) tit der ruhig Lunden miede br Zukunft: d nch „Preuße -k Erhaltung 1:9CI' Pefrans p Bedürfnis Mruch des vt fc Kaiserlich £ damalige B ^zusülrrcn, da «a Addeutschlc ^ednl. Nach r. den raschen $ der Hrien Standes der Wir verlieren in ihnucinen jungen pflichtgetreuen Beamten, der durch reges Geschäftsinteresse es verstanden hat, sich unsere Achtung zu erwerben. Ehre seinem Andenken! Giessen, den 5. August 1912. Annahme-Stellen in Alsfeld u. Wetzlar. Regelmäßiger Fuhrwerksuerkehr nach Wetzlar und Buhback. Cäglidier Polt- v. :: :: und- Bahnverland. ;; •: ;; ßerren SfärkeRäfdie in unübertroffener Ausführung, vornehmer matter Glanz, tadelloser SIH, keine rauhen Ränder, liefert die :: :: amerikan. Ileuplätterei der :: :: LL, seines vi ■7‘ftanb er tu an die alte /Oalspreuvts ^enr einen sc! S {örrii'rfb eigt Jb Politik cnlfi gegenüber 'vimann in ort (du deutsch- ^ innung nach r’nnte jeinc tu iv)sng zum ) ^Aiaß-Lolhrin 1* Ein W I^ Än öfter t t r jifier ElM "9f"c 25 Pf«. ffliRö Äornffljfft, Ä Gestern morgen 5% Uhr entschlief infolge eines Herzschlages plötzlich mein lieber Mann, unser guter Vater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Jakob Keiser Gestern abend 7 Uhr verschied sanft nach schwerem Leiden unser innigstgeliebter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Hans Müller nach kaum vollendetem 20. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Familie K. Müller Familie Tier-Arzt 0. Lang Giessen, Nieder-Moos, den 5. August 1912. Frankfurter Straße 75 Die Beerdigung findet Mittwoch, 7. August, nachmittags Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer unvergesslichen Mutter, Schwester, Schwägerin, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Elisabeth Nennstiel sagt innigen Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Die Beerdigung findet Dienstag nachm. 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Der bei Entkräftung, Nerven* schwäche und Abgesvannlheit cinn Kräftigung sminels bebav" kann nichts besseres tun. c. AltbnchhorMer Sark- Nprndel "^tarkquell.. trinken. Dieses mioflewtb rtctc Heilmaffer eiubült 10 lcichtverdanlichcr. Qufccritbr kömmlicher ,>orm alle wer,, vollen u. kräftigenden Nad» und iUmcTalmhe. die der r* schmachte Mörncr zu fein« Wiederauffrischung bc bav dabei ist cs von vrickelnde^ Wohlgeschmack. Bon tabk Professoren u.Äerztcn «lari begmachtet. syl. ft"> Pf. in bet UnivcrntatS Avotdekezu .^ gold. Engel u.in den ?ro