Nr. 283 Der Siebener ^Zzet-e, edd)etnf taglid, auset LonnraqS. - Beilagen: viermal rodcbenilub OiebenerZamtliendlüiler zweimal reödienll.Krfis. blatt färben Kreis ftiefjen < Dienstag imb iSretiaa), noennal menatl Land- wirtschastlicheZeitlragen Herniprech - Änschlüfte: uit die Redaktion 112, Verlag u. Expedttiou 61 Adresse lüi Teveichen: Anzeiger Stiebe». Lnnahme von Anzeige» für die Zageemmuuer bi8 vormittags 9 Uhr. Erster Blatt 1162. Jahrgang Samstag, 30. November <912 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdrnd und Derlag der vrüdl'schen Univ.-Vuch und Steinöruderet R. Lange. Redattion, Srpedition und Druderet: Schulftrahe 7. Büöingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschästsslelle Vahnlsossirahe (6a. 9nim«nci >. monatlich 751*1., otertel- jährlitb Dtk. 2.20. durch Mbhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Bf.; durch die lost 'Bit. 2.— viertel- läbrL ouSschl. Beilella. ßeilenpttiS: lokal 15Brw ausivan« 20 Bienniq. 6 hefredakteur: 21 uAoeh. Berank,vorllich hit den politischen Teil August 0>oeR. titx , •wuine* ioii*, »Bentttschies* und .Geiictusiaal" U. ‘Jlcu- ratl), iüt ,Skiöi und Land" C.Hev. Uit den 'Anzeigenteil L» Beck. Die heutige Nummer umsaht 24 Seiten. politische wocbcnschatt. (Ziehen, 30. November. Der Reichstag hat, ohne der doch wohl auch zu einem guten Stück blosz formalen Franc der Präsidentenwahl ilszu viel Bedeutung beßzulcgen, sich rasch und eifrig lieber an die Arbeit begeben. Tas Zentrum und die Polen Iahen weiße Zettel ab, und so richtet heute wieder Herr aempf, dem eine knappe Mehrheit ohnehin sicher war, aber Gerechtc und Ungerechte Herr Schcidemann, dessen s imntt wird, niuß fehischlagen, denn der Rcichslanzler hat ton früher im preußischen Landtag, Darlegungen gemacht, le zum Teil auch bei einem Teil der Linten Anerlennung Inden. Er sprach von der zu fördernden inneren shrfoii” " ttion, der Schaffung kleiner Bauerngüter, und meinte was er gestern niederholte), die Hauptsorgc müsse darauf ^richtet sein, daß die heimische Landwirtschaft all- -nählid) den ganzen Fleischbedarf zu decken vermag. Damit ixit er zweifellos recht. Das Ziel ist gut, wenn man auch mit allen Wegen, die vorgeschlagen sind, nicht ganz an- Ierstanden fein kann. .In der Beschräniung der Rück rstattung des Zolles aus die wenigen großen Städte sind )ic Schranicu zu willkürlich ge,zogen Es gibt dabei ,n viel benachteiligte Che, die gar nichts von den Vcr- |iinftiflungcn haben lind in der Frage der Einführung i-t-5 australischen Gefrierfleisches fallen einem immer wieder He Hinweise aus andere Staaten ein, denen diese Ein- jührunH nicht geschadet hat. Zu einer grundsätzlichen oder auch nur zeitweisen I Rattotung unserer Zollpolitik wird eine Mehrheit im Reichstag nicht zu finden sein. Die überwiegende Mehrheit des Volkes weiß es, daß die Opfer, die es mit dem Verzicht auf billigeres Fleisch d-er deutschen Landwirtschaft cntgegenbringt, später gute Zinsen bringen werden und dein Wohle des Ganzen dienen. Freilich, das sollte auch anerkannt werden. Tie agrarischen Zeitungen, die heute noch immer im „Schreien" ihre Ausgabe erblicken zu müssen glauben, dienen ihrer Sache sckstecht. Gerhard Hauptmann hat vor einigen Tagen, als man feinen 50. Geburtstag feierte, in einer Zeitung geschrieben, daß Duldsamkeit die Religion der Zukunft sei. Tas ist ein gutes Wort, von dem man aber nicht weiß, ob es bald zu erfüllen sein wird. Tie „Fülle", die wir in der erangelischen Kirche letzthin gehabt haben, schreien nach dieser Erfüllung. Und der Segen, den uns die größten Geister unseres Volkes gebracht haben, führt uns auch auf diese Bahn. Houston Stewart Ehamberlain hat in seinem neuen Werk über Goethe die Weisheit des CInin Piers aus seiner Duldsaikrteit heraus gedeutet „Er ist nicht Religionsstifter, nicht Verkünder einer phi osopl ischen Toi Irin, nicht stupender Gelehrter, noch träumt er von sozial politischer Allbeglückung: vielniehr steht er zu allen der artigen Geistesrichtungen in einem Widerspruch, der ihn solchen Männern gegenüber leicht in die Stimmung des Widersachers treibt." Weisheit besitzt nach Goethe jener Geist, der „die Zustände mit Freiheit und Klugheit überschaut". Ehamberlain sagt von der Weisheit Goethes, „sie sei weder historisch, noch prophetisch, weder visionär noch schematisch: sie fuße im Erlebnis und lehne jegliches Dogma ab". War nun der deutsche Bundesrat weise, als er die Auffassung der bayerischen Regierung über den Umfang des Verbotes der Jesuitentätigkeit im deutschen Reiche ablehnte? Unduldsamleit ist ein sehr schlimmer Vorwurf, der in der Reget nur beschränkte Menschen trifft. Die „Stöbt. Bolksztg ", das bekannte Zentrumsblatt, schreibt über den gestern mitgeteilten Bundesratsbesch^uß: „Der Eharak er des gehässigen Ausnahmegesetzes ist noch nie so unverhohlen herausgesteltt worden, wie mit dieser Entscheidung " Wir meinen dagegen, daß der Bundesrat nur eine reine Rechtsfrage entschieden habe, und seine Ausgabe war es gar nicht, zu prüfen, ob 6t'r Erlaß vom 5. Juli 1872 berechtigt und zweckmäßig fei ober nicht. Darüber könnte lediglich die Voltsvertretung zu befinden haben. Die „Köln. Volkszeit." ruft aber noch aus, die Pundesratsentscheidung sei eine „Wiedererneuerung und Auffrischung des Kultnr- iampses". Seit 10 Jahren ist das Gesetz in Wirksamkeit, und das genannte Zentrnmsblati rühmt selbst „die dreißig jährige vositive-Mitarbeit- de: t^teholifchen Volkes ün trerr großen Ausgaben des Vaterlandes" — nimmt es da nicht n linder, daß daS Blatt droht, die Folgen sdes Bundes- ratsbeschliisfes) würden nicht ausbleiben können? Wer hat denn den flulturtampf wieder erneuert und wer beschwört ihn heraus? Doch nur die bayerische Regierung und das Zentrum, die das 40 Jahre gültige Gesetz durch Willkür liche Auslegung unwirlsam machen wollten. Ter Vorwurf des gehässigen Ausnahmegesetzes ist auch heute noch unberechtigt. Die „Köln. Vollsztg." beruft sich darauf, daß das Treiben der Sozialdemokratie, ja selbst der Anarchisten, int Reiche geduldet würde. Run, ein bischen Arbeit machen diese Leute der Regierung und Polizei auch. Begehen sie Uri ergriffe, so greift die Staatsgewalt zu. Das Gesetz gegen die Jesuiten beruhte aber aus langen, schlimmen Erfahrungen. Die Unterwühlung des konfessionellen Frie- dens mußte durch dieses Radikalmittel bestimpft werden. Tie Jesuiten, die einen Kampf gegen die Duldsamkeit in religiösen Dingen führen, dürfen sich nicht darüber beklagen, daß das Reich gegen sie unduldsam sei Ter nach Chamberlain „weiseste Mann, von dem wir Siunbe^toben", würde heute auch nicht nach der Ceffnung der Tore für die Jesuiten rufen. Münftig sollen nur rein wissenschaftliche Vorträge, die Has Gebiet der Religion n i ch t berühren, nach der neuesten Auslegung des Bundesrates den Jesuiten gestattet sein Der Protest, den man vom evangelischen Bund hiergegen erwartet hatte, ist erfreu- lichenoeise sehr mild ausgefallen. Tie „Deutsch-evangelische Korrefp." verlangt nur „unverminderte ^Wachsamkeit" gegenüber der Auslegung dieses Satzes. Tas Kabinett .Hertling hatte belomitlid) verordnet, „Handlungen, die als rein priesterliche, von dem eigentlichen Ausgabenkomplc)e des Ordens losgelöste Funktionen sich darstellen und bei denen die Ordensangehörigen zum Zwecke vorübergehender Aushilfe in der «Seelsorge einer vo>t der Lrdensleitung unabtongigcii Aussichtsgewalt unterstehen", könnten außerhalb des Gebietes der verbotenen Ordenstätigkett liegend angesehen werden. Damit ists nun vorbei. Ebenso sind die sog. Konseren z c n , die ./hauptsächlich Vortrüge apologetischen ober sozialen Inhalts zum Gegenstand haben", den Jesuiten künftig untersagt. Man kann die Entscheidung des Bundesrates also wirklich als eine Niederlage der bayerischen Regierung bezeichnen. Sie ist ihr aber nur deshalb geworden, weil der Bundesrat pflichtgemäß nur rein sachlich und juristisch an die Frage herantrat. Das Zentrum ist mit seinen Jesllitenwimschen von den Hintertürchen an die große Pforte des Reichstags gewiesen worden. ______________________ Die Hriedensverhandlrmgen. Trotzdem die bisher mitgeteilten Umrisse der 23or« schlüge für den Abschluß bes Wafsenstillstandes das Gelingen sehr in Frage zu stellen schienen, herrscht sowohl bei den Bulgaren wie bei den Türken in den amtlichen Kreisen großer Optimismus. Man spricht davon, daß fchon am Montag eine endgültige Einigung zustande kommen könne, und der einzige strittige Punkt fei noch Adrianopel. Wir erhalten folgende Meldungen: Konstantinopel, 29. Rov. Der Minister des Innern R e s ch i d und der Senator F e r i b Pascha begaben sich ins Hauptquartier, um an den Verhandlungen der 33e- rgllmächtigten teilzunehmen. Sie iuerben nachts hier wie- dl? "Tiiftrrffeii.' Der Munsterrak wird btc Rächt hindurch versammelt bleiben, um das Ergebnis der Verhandlungen abzuwarten, welches mit großer Spannung erwartet wird, da die Bevollmächtigten der verbündeten Balkanstaaten Gegenvorschläge bezüglich A d r i a n o p e l s ntachen müssen. In eingeweihten Mreifen glaubt man, daß, lvenn der Daffenstillstand abgeschlossen werden kann, auch der Jriedensschluß gesichert sein wird. Der Litoarndre Ministerpräsident Geschow erklärte, wahrscheinlich würden die W a f f e n st i l l st a n d s v e r h a n d - Hingen b i s Montag beendet sein. Bulgarien sei mit dem Erreichten zufrieden. Die Verteilung des eroberte n L a n d e s an die Verbündeten sei noch nicht geregelt. Wie sich Bulgarien zit einer Konferenz, von der es noch keine Kenntnis erhalten, stellen würde, könne noch nicht gesagt werden, lieber die vielgenannte bulgarische Verstimmung gegen Rumänien und über den österreichisch-russischen Konslikt äußerte sich Geschow dahin, er wisse von beiden nichts, womit er anscheinend seiner Hoffnung auf eine gute Erledigung dieser Fragen diplomatischen Ausdruck geben wollte. Gicszener Stadtthecrter. Herodes und Marianine. Trauerspiel von Friedrich Hebbel. Hebbels machtvolle Dragödte von Hervdes unb Mariamne ft$t ihrer Darstellung außerordentliche Schwierigkeiten entgegen, .eil wir in den Hauptpersonen nid;; icibfzütigc Menschen, We.en an Fleisch und Blut vor uns haben, sondern starre, zu Charakter ,i iTiDorbenc Begriste. Nickt mit dem Herzen sind sie erschaffen, jnbem mit dem Verstand, gleichsam als hätte sie ein zweiter ianntlus des Herrn Dr. Fault in der lRetorie erzeugt unb ihnen P as ersd'ütternde Spiel um ihre Liebe unb ihr Leben als ein B Jrobkm awgegebcn, das sie nun wie zwei Dielet- mit btllcit erbentlidicit Heimlichteiten unb Finten zu geminncit lucbcn. r tubem Hebbel von vornherein jebe Crfeiibeit und alles Vertrauen | ruschen den beiden Gatten aussd/altete, war cs ihm möglich, I in Trauerspiel in dieser Gestalt zu ennvidein — nur will cs ! ns nicht menschlich dünken. . Und doch, wir hoben Mitleid mit bicicm König, der ud) uid) seine unselige Ehersucht um alle Liebe bringt und wir ' aben Mitleid mir der schönen Königin, die — eine Vorgängerin er Nora — nid t als Sache behandelt sein will, und m ihrer erlebten Franenehre lieber den Tod erleidet, als ihren verblendeten hatten über seinen Irrtum am"Hirt. Wir empnnden die Grove k’icr Frau mit ehrfürchtigem Sdxmer, wir werden cnd)ütt:rt ‘ ou der Lauterkeit ihres Wesens, und wenn sie nch fchlwvlrch, cls es zu spät ist, dem Hauptmann Titus offenbart, da eridvim its ihr Sterben nicht mehr als Rache und ihr gesudner e.ob ■ end» nicht mehr unmensdüich, sondern übcrmeusdKich, obwohl ‘ larimnne mit ihrem Gatten zugleich auch ihre iinidntldigen (inblein bestraft. Dies sind der «ch.-.viorigkeiten viele. Eine weitere erwachst der Darstcllting aus den Voraus'etzungen, ie das Werk an alle Beteiligten stellt, indem cs eine idxrrfc, ciiftncrrfame Beobadtting und Konzentration bei Zuschauern und fecfcnuipiclcnt verlangt. _ Taß unsere Bühne trotz dieser id/wcrwiegenden Limitanbe die 'liurführung gciMflt har, muß U?r hoch an gerechnet werden, um so höher, als die Darstellung von einer sehr anerkennenswerten 33er . lchung und Durchgeistigmtg zeugte. Allerdings i)t Bühne die ■ iiuritclluitfl in gewissem Sinne auch wieder leicht gemacht, imofmt unlieb, als die ganze Auffül rung säst ausschließlid, von Herodes rnib Mariamne getragen wird, und die übrigen Darsteller von tnn Didvter mehr nöchenartig angelegt sind, so daß sic in ihrer iöanviegeubcii Mehrheit nur mit Anstand zn sprechen und zu hmibcln haben, um sich gut in den Rahmen einzupassen. Fräulein B a i o r spielte die Mariamne, imd wenn man an- iemglidi an ihrer Darstellung morgenländische Glut vermissen necchte, eine von Hebbel zweifellos vorausgesetzte warmblütige Sinnlichkeit, so verschwand dieser Gedanke rasch vor der überragenden Größe ihrer edlen Fraulichkeit. Sic sdiuf ein Weib, das in seiner beargwöhnten Liebe, unb in seinem tiefen Herzeleid so rührend unb so voller Inbrunst war, daß ntnn nur mit Hoch achtung von ihrem Zuicl reden kann. Warmherzig unb hold duldet sie um ihrer Liebe willen, aber als — wie in der Nora — bas „Wunderbare" ausbleibt, als ihr Gatte doch an ihr zweifelt, da ernachl sie jäh — und mit einer überirdischen Größe nimmt sie ihr Schicksal auf sich, geht sic verUärt in den Tod, der ibr eine Erlösung bedeutet. Eine Leistung, die auf nahezu gleicher Höhe stand, bot Herr B r u ch w i tz, der einen Herodes von klarem Ebenmaß und tici eindringender Bedeutung erschuf. Gefühlvoll und sinnlich-zärtlich in seiner Liebe, planlos unb gefährlich in seiner Leidenschaft und doch beherrschst von einem klugen Willen, der sich der Bedeutung seiner Zeit bewußt ist, gab er diesen Ttfönig, von dem uns die Bibel io schauerliche Greuel melde!, und dem die Geschidstc den Namen des Großen gegeben hat. Fräulein Brehm spielte die blutgierige Alexandra wider ihre eigene Natur, bereit hervor- stcd endster Zug gütige Mütterlichkeit ist. Fräulein R e vvo gab der Salome die liirennrtige Schmicgsamleit und eine tüdii . e Glätte, litt aber stimmlich unter einer Unpäßlichkeit. Herr K 1 iewer spielte den Pharisäer eindrucksvoll, aber mit zu viel Gesten: besonders seine Hände waren in dauernder Bewegung. Den eitlen Joses »Dielte Herr Jensen recht geschickt, aber ohne Besonderheit. Herr Bolck erfüllte als Svemus wie immer seine Rolle völlig. Die Regie führte Herr Dworkowski mit feinem Verständnis für die wuchtige Kunst Hebbels, nur die Flammenbcckett wären zu beanstanden, weil sie allzusehr ablenfm und häufig das Schauen erschweren. Daß mitunter zu leise gesprodien luurbc, sei nebenbei noch erwähnt. Ter Gesamteindruck aber war groß und nachhaltig. K. N. • Parsisal in Paris. Wg. Paris, November 1912. Wird er wirklich im nächsten Jabrc am Pariser Opernvlatz absteigen, Hcrzel ibcns Sohn?. Angekündigt unter den erlauchten Gästen für die nächste Sation ist er sdion, und die Pariser, die seine Bekanntschaft auf dem heiligen Hügel von Bayreuth bereits früher gemacht haben, werden den immer noch jungen Herrn herzlich willkommen heißen. Aber er selbst? Hat er seinen Plötz fleißig durd^earbeitet? Wie wird er den moschusduftenden Damen in den benachbarten Boulevardeches zusmgkn: „Seid Zhr denn Blumen?" Da er als „reiner Tor" leicht auf diese und ähnliche schlechte Gesellschaft hineinfallen könnte, möchten wir ihm raten, sich an Landsleute nie z. B. Tannhäuser zu halten, die im Laufe der Jahrzehnte fchon ganz fcübfdje Erfahrungen auf dem Pariser Pflaster gemacht haben. Mit Wotan kann er in der benachbarten Brasseric Wetzel ein gutes Glas Münchener trinken, und Lohen- grin ist schon so verparisiert, daß er seinen aus der deutschen. Provinz iommenden Vater mit sicheren! Takt durch die 5kr< sud-ungen von Maxim und des neuen Hörselbergcs, genannt Montmartre, geleiten wird. Llbcr wie gesagt, die Svradw? Den anderen Helden und Heldinnen Wagners hoben bisher vier menschen'- srenndliche Herren Tasch-enwörterbüdwr für die Reise nach Paris geliefert. Der erste war Wilden. Wilden wollte ctu5 dem Wagncr- text französische 3Zersc machen und dichtete gänzlid) vorbei. Seine Worte paßten nidst zu den deutsd m Worten und paßten vor allem nicht zu den Noten. 'Am meisten gebraucht wird heute die ErnsZche llebcrtragung, die sid) streng an die Wagnersche Sprache und an die nrnsilalische DeUamalion hält, dafür aber gelcgent- lid> das Jranzösisd'e grausam vergewaltigt. Dann haben wir eine Uebersetzung des Ringes von Brünn-Gaübatz, die allen Anforderungen der französischen Svrach'ssthetik genügt, ober ihrerseits nur die Dichtung widergeben will, ohne an dee mulifaliidK Verwertung ju denken Jetzt bereitet George Aneet, eine neue Französierung der Tetralogie vor, die icucohl eine französisdZc Dichtung wie eine gewissenhafte Begleiterin der musikalischen Linie sein soll. Irr den uns vorliegenden Proben vermögen wir freilich eine große poetisch? Svrachqewalr, die dem französischen Hörer einen Begriff von der herben Straft Wagners geben könnte, nicht zu entdecken Vermutlich werden dem Gralstönig im nächsten Jahre verschiedene Uebersetzungen zur geneigten Auswahl vorgelegt werden. Einen guten Rat möchten wir den Reisemarschällen Parsifals geben: sie mögen dafür sorgen, das; das Premieren- publikum bei seiner Einkunft weiß, um wen es sich eigentlich (xmbelt. Wir haben schon bei der Erstaufführung der Götterdämmerung bei den in den Ziviscbenakten ausgetragenen Diners Paillardsäier Herkunft so abionderlid)e dluSdeutungen von Tarnkappe, Ring und Zaubertrank, von Roß Gran? und Schwert Rötung zu hören bekommen — unb zwar von den Lippen sehr hübscher Pariserinnen —, daß wir fürchten, ohn? genaue Einführung des fremden Herrn könnte man ihn vielleicht für den König von Montenegro ober den neuen Sultan von Marokko halten Da die .Herren und Damen von Tout-Paris grundsätzlich niemals vor dem zweiten Akt ins Tl)?atcr kommen und unter keinen Umständen ba.iu zu bewegen sind, fid; den dritten Akt eines Stückes anzusehen, konnte man sich aui einen .Kommentar der Klingsorszene beschränken. Die Blumenmädchen werden die Pariser audi so verstehen. So kommt man um die heikle Amsorkas- wunde herum, und die Geschichte mit dem Speer, oic Frage der Herkunft Kundrys: man vermeidet auch die im gänzlich „laich fierten" Frankreich unheauemen Magdalenen- und Abcnomahl- szcnen. Freilich entgeht den Neugierigen dafür auch der famose langsame Schritt der Gralsrittergarde. An Erfolg wird es dem Konstantinopel, 29. Nov Wie „JTdam" erfährt, überreichten die türfifthen Botschafter in London, Paris und Petersburg der Pforte Ratschläge der dortigen Kabinette. Tie Ratschläge besagen, das Interesse der Pforte erfordere einen schnellen A b s ch l u ß d e r Friedens Verhandlungen. Wenn der Krieg fortgesetzt werde und unter den Mächten Konflikte entständen, so würden diese nicht zum Vorteile der Türkei auslaufen. Die Mächte der Triplcentente hätten auch den B a l ka n l än d e r n geraten, Frieden zu schließen, ohne auf übertriebenen For derungen zu bestehen, da die Türkei den Frieden nur unter Wahrung ihres militärischen Prestiges und der nationalen Interessen wünsche. — Viel bemerkt wird hier, daß der Führer der „Enteilte Liberale", Damad Ferid Pascha, der als Freund Englands bekannt ist, nach der gestrigen Konferenz mit dem Großwesir die Botscl>after Englands und Frankreichs besuchte und danach dem Großwesir von dem Ergebnis der Unterredung berichtete. „Sabah" weist auf die Notwendigkeit des Friedens hin, der, ohne die türkische Eigenliebe zu verletzen, es ermöglicht, mit den Balkanstaaten, besonders mit Bulgarien, in aufrichtigen Beziehungen zu leben Der Vertrag von San Stefano müsse wiederhergestellt werden, der bereits vor 34 Jahren von der Türkei unterzeichnet und später durch den Berliner Vertrag ersetzt wurde. Der Berliner Vertrag sei die Ursache der Unruhen auf dem Balkan, während der Vertrag von San Stefano eine stabile Lage geschaffen hätte. Es sei unmöglich für dieTürkei,aufAdrianopelzuverzichten, selbst wenn es von den Bulgaren eingenommen werde. Die Türkei bedürfe einer natürlichen, vernünftigen Grenze. Wenn Bulgarien das anerkenne, sei der Friedensschluß leicht zu erreichen. „Jtdam" erfährt, daß der Rest der türkischen Besatzung von Monastir nach Janina marschiert, um sich mit der dortigen Garnison zu vereinigen. Sofia, 29. Nov. Von zuständiger Seite wird versichert, daß die Türken heute nachmittag einen Gegenvorschlag mit Bedingungen für einen Waffenstillstand bezw. Präliminarfrieden gemacht haben. Aus Adrianopcl. Paris, 29. Nov. Der französische Konsul in Adrianopel teilte dem Ministerium des Aeußern mittels Funkspruchs vom 26. November mit, daß die Mitglieder der französischen Kolonie wohl behalten seien. Die Cholera. Konstantinopel, 29. Nov. (Amtlich., Einund- fünfzig Cholera fälle sind in Konstantinopel vorgekommen, davon fast die Hälfte tödlich. Die Epidemie wütet unter den türkischen Truppen in der T s ch a t a l tz- schal i n i e und in den Cholerabaracken in San Stefano weiter, wo die Loge trostlos ist. Die Regierung beschloß, außer in San Stefano auch in Hatzemköj Cholera- barocken zu errichten. Außertzeni beschloß der oberste internationale Sanitätsrat die Flüssigmachung neuen Kredits. Ein bulgarische Erfolg. Sofia, 29 .Nov. Zwei türkische Nedifdivi- fionen ergaben sich den bulgarischen Truppen bei den, Dorfe Merhumli zwischen De de Agatsch und Di m o t i k a. Der Nonserenzplan. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Wien: Nach Ansicht hiesiger, der Regierung nahestehender, Kreise scheint der K o n f c r e n z p l a n als verfrüht bereits ausgegeben zu sein. Dasselbe Blatt meldet aber aus London: Deutschland, Frankreich und Rußland sollen der ßbee einer Botschafterkonferenz freundlich gegenüber ft d) en. Las Vorrückeu der Serben. Belgrad, 29. Nov. Gestern früh ist die serbische Armee nach erbittertem Kampfe gegen einige türkische Detachements, die nach der Schlacht bei M o n a st i r Parsifal nicht fehlen. Parsisal — das kommt ja beinahe einem Boxerlamps zwischen zwei Weltchampions gleich, wo man 300 Franken für den Vlar zahlt — ober einem Caruw-Melba-Abend - ober einem neuen russischen Ballett oder einer Premiere in Monaeo. Das man von den Vorgängen auf der Bühne schlechterdings gar nichts versteht, tut nichts. Man kann sich ja die Zeit damit vertreiben, die tadellosesten Westenausschnitte und Zvlinder, die kostbarsten Spitzen und feenhaftesten Brillanten der Welt in den Logen zu benninbem. Die Musik nrutet stark kubistisch-filtu- ristisch an. Die Seide werden es wie Rossini machen, der die Partituren Wagners von hinten durclAuspielen anfing, da er der Ueberzeiigung war, er .müsse sich beim ^richtigen Spielen geirrt haben. Im übrigen: ist man über die Salome hmweggekommen, wird man auch den Parsifal überstehen. In jedem Falle muß man dabei gewesen sein, und mindestens acht Tage lang wird man bon dem Mann fnreeben, der das Fragen vergaß. Eine merk- nmrdige Familie, der Schwiegervater fragt in seiner Jugend zu wenig und die Schwiegertoätttr Elsa fragt später zu viel. Man kann es eben den Leuten niemals recht machen. Wie wir hören, sind die Herren nutz Damen schon beftimmt, die den Parsifal, Amsortas, Gnrnemanz und die Kundry fingen sollen. Also: es kann losgehen? ki. In den Speichern des Louvre. Die durch zahl reiche skandalöse Ereignisse der jüngsten Jahre genugsam bezeugte Unordnung in der Verwaltung der Kunstschätzc des Louvre hat dem Kunstschriftsteller Louis Dimier Veranlassung gegeben, ein mal den Speicher des Louvre zu durchforschen. In der Galerie werden zahlreiche Bilder seit langem vermißt, die früher dort zu sehen^ getvesen sind, und Dimier wollte einmal seststellen, ob der Speicher des Louvre wirllich eine nennenswerte Anzahl von bedeutenden Kunstwerken enthalte oder nickt. Das Ergebnis ist erstaunlich zu nennen: nicht weniger als etwa 500 Gemälde bergen die Speicher, während die Zahl der im Louvre ausgestellten Bilder im ganzen nicht viel mehr als 3000 beträgt. Also etwa rin Sechstel des ganzen Bilderbefiyes ist unsichtbar! Ob dieses Sechstel wertws ist, mag man aus folgenden Angaben ersehen, die M. E. Schmidt in der „Kunstchronik" macht Unter den in den Speicher verbannten Meistern sind die Bologneser mit 71 Nummern vertreten, darunter Annibale Caraeei mit 16. Domenickino mit 11 Gemälden. Nur rin einziger Domenickino wird nock^in den Sälen des Louvre gezeigt, Lodovieo Caraeei ist in den Sälen überhaupt nicht vertreten, obgleich der Louvre fein Hauptwerk, die von den französischen Armeen aus 'Sau Domenico in Bologna entführte Madonna, besitzt. Alle Bilder der neapolitanischen Schule sind mit alleiniger Ausnahme der Arbeiten von Salvator Rosa auf den Speicher gebracht morben, wo sich außerdem 38 Niederländer und endlich 170 Franzosen briinben. Tinner meint, man solle die Möbel aus dem Louvre verbannen, um sie im Musöe des Arts dscoratifs unterzubringen, bas Marinemuieuni aus ben oberen Stockwerken des Louvre in das Invalidenhotel schaffen und so Platz gewinnen, um alle rn den Speichern auf bewahrten Bilder ausstellen und dem Vrchli fum zeigen zu können. _ , — Kurze Nachrichten auS Kunst und Miss'n- fchatt vsn Berlin ist der bekannte Direktor des Lessing Theaters Otto Br ahm gestorben. — Paul Hense, der m M u n chen erkrankt m, verbrachte eine gute Nackt, fein Schwache -ustand i|t tedoch bedenklich zersprengt waren, in Tibra eingerückt. Gegen das Meer hin ist keinerlei Widerstand mehr anzntreffen. In Monastir wurden 66 Kanonen und eine Menge Murn- tion für Gewehre, Kanonen, sowie Magazine mit Lebens Mitteln und Kleidung erbeutet. Gestern abend haben sich in Resna und Ochrida zwei Bataillone mit Offizieren ergeben. In Monastir sind gestern 160 Verwundete angekommen. Die Kämpfe bei Ltutari. Rieke, 29. Nov. Nach einer Pause von mehreren Tagen ist im Laufe der letzten Nacht ein heftiges Geschützfeuer gegen die Stellungen der türkischen Truppen auf dem Tarabosch unter die Vorwerke von Sku t a r i eröffnet loorden. Das Feuer wurde morgens ein gestellt. Es herrscht regnerisches Werter. Erbprinz D a nilo ist leicht erkrankt und hütet auf ärztlicheu Rat das Bett. ' Die Zahl der jetzt unter dem Kommando König Nikolaus stehenden Truppen vor Skutari beträgt 36 000 Mann. Beschießung und Besctzuitg von Tnrazzo durch die Serben. Rom, 29. Nov. „Giornale d'Italia" meldet aus SauGiovannidiModua : Di? Mannschaft des österreichischen Dampfers „Albanien", der heute aus Durazz o hier eingetroffen ist, bestätigt, daß die serbische Divi - sionPaunovitsch gestern wenige Kilometer von D u r a z z o angelangt ist und ein Bombardement auf die Stadt begonnen hat. Sobald jedoch die ab banesische Fahne auf der alten venezianischen Festung hoch ging, sandte, so wird erzählt, der Kommandant der serbischen Truppen Parlamentäre an die albanesi scheu Notabeln, um über die Besetzung der Stadl zu verhandeln. Die kleine türkische Garnison leistete keinen Widerstand, und eine Eskadron serbischer Kavallerie zog in Durazzo ein. Zahlreiche Albanesen haben die Stadt verlassen und sich mit einem Dampfer nach Triest begeben. Die Stadt ist augenblicklich ruhig. Die albanesischen Notabelu sandten an die Regierung in Belgrad und an die provisorische Regierung in Vallona Protestschreiben. Der Präsident der provisorische» Regierung Albaniens IsmailKemalBcy, richtete a n tz e n i t a l i e n i s ch e n Minister des Aeußern, Marchese di San Giuliano, folgende Depesche tz e r N a t i o u a l v e^r s a m m- lung, die sich aus Delegierten aus allen Teilen Albaniens ohne Unterschied der Religion zusammensetzt: Ick proklamierte heute in der Stadt Vallona die politische Unabhängigkeit Albaniens und setzte eine provisorische Regierung ein, die Existenzrechte des albanesischen Volles, welches durch die serbischen Armeen mit der A u s r o 11 u n g b e droht wird, verteidigen und den nationalen Boden, der von den verbündeten Armeen überschwemmt wird, befreien soll. Indem ick Vorstehendes zur Kenntnis Eurer Exzellenz bringe, bitte ick die Regierung Seiner Köniylicken Majestät diesen Wechsel im politischen Leben der albanesischen Natton gütigst anerkennen zu wollen. Tie Albanesen, die in die Familie der Völker Osteuropas eingetreten sind, in welcher sie sich schmeicheln, die Aeltesten zu sein, verfolgen nur das einzige Ziel, mit den alten Balkanstaaten in Frieden zu leben und ein Element des Gleichgewichts unter ihnen zu werden. Sie sind überzeugt, daß die Regierung Seiner Königlichen Majestät, sowie die ganze zivilisierte Welt ihnen einen wohlwollenden Empfang bereiten und sie gegen jede Antastung ihrer nationalen Existenz, und gegen jede Verstümmelung ihres Territoriums schützen wird. Ismail Kemal Bey sandte an den (Grafen Berch- told eine gleichlautende Depesche wie an Marquis di San Guiliano. t Aus Stadt und Land. Gießen, 30. November 1912. Advent. Wenn man Paul Gerhardt, den Sänger der cüaii' gelischen Kirche, mit einem Dichter aus neuerer Zeit zu- sammenstellen will, so wird man immer an Eduard Mörike denken müssen. Beiden eignet das Zarte, Sinnige, Gemütvolle, beide sind abgesagte Gegner des Lauten, Vordring lichcn. Wie es sowohl der Dichter aus dem 17. wie der aus dem 19. Jahrhundert verstanden Hal, Morgen- und Abendstimmung in Worten wiederzugeben, die in der Seele des Empfänglichen weiterklingen, so sind beide überhaupt groß in der Stimmungslyrik. Bei keinem anderen Dichter geistlicher Lieder kommt die Stimmung, die das Christen Herz in der Adventszeit ergreift, zu so schönem Ausdruck als bei Paul Gerhardt. Frohe, sehnsüchtige Erwartung durchzieht seine Adventslieder. Noch ist es Nacht und Dunkel, noch ist Trübsal und Knechtschaft d?r Sünde da, aber der Heiland kommt, bald geht die Sonne auf. Schon röten sich die Bergesspitzcn, schon zerteilt sich der Nebel, und wenn der Tag da ist, so jubelt das Herz; frohlockend, in tiefer Seligkeit singt es von dem, der Trost, Kraft und neues Leben bringt. Stimmungschristentum ist noch nicht das volle Christentum. In den Adventstagen redet die Christenheit von dem Kommen des Heilandes. Das erzeugt in dem Herzen eine festtägliche Stimmung, aber es birgt sich in dieser Rede auch ein tiefer Gedanke. Jesus kommt fort während in die Mcnschenherzen. Das kann man von keiner anderen Geistesmacht sagen. Seitdem das Christentum bestellt, hat eine Weltanschauung die andere abgelöst. Das ernennen wir, wenn wir unser Augenmerk nur auf die Neuzeit richten. Als man 1800 schrieb, herrschte in Deutschland der Rationalismus. Ein sonst so tüchtiger Mann wie der Kirchenrat Schlez zu Schlitz behandelte in seinen Predigten landwirtschaftliche Fragen; Warnung vor Gespensterfurcht schien ihm nötiger zu sein als die Predigt von dem Heil der Seele in Christus. Frömmigkeit wurde damals als Obskurantismus und Mystizismus gebrand markt. Um 1830 beherrschte Hegel das Geistesleben in Deutschland: Theologie und Geschichtswissenschaft standen ganz unter dem Banne seiner Formeln. Als man 1850 schrieb, setzte die Hochflut des Materialismus ein. Louis Büchner bewies der Welt, daß alles nur Kraft und Stofs sei, das Seelenleben eine Funktion des Körpers, der über- weltliche Gott eine Konstruktion des Mcnschengeistes. Ost genug in dieser Zeit war man der Ansicht, daß die Todesstunde des Christentums geschlagen habe. Alle diese Gedankensysteme gehören heute der Ge schichte an, sie muten uns an wie die Dinge, die wir in den geschichtlichen Museen sehen. Jesus ist aber noch Leben und Wirklichkeit. Bor 20 Jahren fürchteten seine Anhänger, daß das Zeitalter der Maschine, die Auflösung der alten Lebensformen, das Anwachsen der Großstädte die Religion ertöten würden. Statt dessen haben wir einen neuen Aufschwung des religiösen Lebens mit. angesehen, es gibt Großstädte, in denen Sonntags in )cn Kirchen kein Sitzplatz zu bekommen ist: denn ba^ Gemüt des Menschen läßt sich mit blutleeren Bcgrissen nicht absveisen. Sogar Louis Büchner ist bei ben Trauungsfeiern seiner Kruder nach der Aussage des trauen den Geistlichen immer tief ergriffen gewesen. Es steht fest, daß Jesu Macht immer noch im Wachsen ist. Darum hat die Christenheit ein Recht daraus, in der Adventszeit fröhlich zu sein und in schweren Zeitläuften, wie sie jetzt über um gekommen sind, sich Gerhardts Wort zuzurufen: 5eib unverzagt, ihr habet bic jöilfe vor der Tür; der eure Herzen tröstet und labet, steht allhier. H. B. • * * Tageskalender Eladttheater. Sonntag naa> mittag 37, Uhr: „A n t o l i e b ch e n": abends 7*/, Uhr. »Ta- Prinz i v*. K o n - e r t v e r e i n. Sonntag nachmittag 5‘ 4 Uhr in der neuen Aula: Zweiter Soli st e nabend. R i n e m a t o a r a t» b: Täglich Vorstellung B i o g r a v l»-Li ch t s p i e l e: Täglich Vor stellung. B a k o f s K a in in e r - L i ch t f v i e l e: Täglich Vorstellung. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung. Museum des oberhes fischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntaa vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich. Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr unentgeltlich. GemälbeausftellungdcsKunstvereinsim Turm- Hans am Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von camstaq» von 11—1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr, außerdem Mittwoch nachinittag von 3—5 Unr. Anlage in ufik findet am Sonntag vormittag 11 Uhr in der Süd-Anlage statt. Spielplan: 1. Große Fantasie au« bent Munkdrama .Die Walküre', von R. Wagner. 2. Intermezzo ander Opcr „Cavalleria rusticana“, von V- Mascagni. 3. Ouvertüre zur Operette „Die Frau Meisterin', von Fr. v. Supp6. 4. Armee- marsch Nr 170 b, von Graf v. Redern. * * OrbenSangelegcnheit. Der Großherzog 6c! bem Professor an der Landesuniversität zu Gießen Dr. G i s e v i u ? die Erlaubnis zur Annahme unb zum Tragen des ihm von der Großherzogin Marie Adelheid von Luxemburg vcrlieltencn Offizier, krcuzes beS Orbens der Eickenkrone erteilt. * * Lehrerpersonalien. Bestätigt wurde der vonbe Fürsten zu Pscnburg und Bübingen in Büdingen auf die Lehm- stelle an ber Gemeinbeschule zu Büches präsentterle Lehrer ’lBifo U h l zu Binbsachsen. ** Eisenbahn-Personalien Ernannt würbe Eisenbahngehilfe Lotz in Wetzlar zum Unteraffiftenten; die Prüfung bestand Lademeister Scheuermann in Friedberg zum Eisenbahnassistenten: gestorben sind Bahnhofsvorsteher L a n g h e i n z in Gießen und Bahnhofs- aufseher Becker mann in Saasen: versetzt imirbc Untcrajjiftcnt Greif in Gießen als Bahnhofsausseher nach Aßlar. **" Ausberdeutschcn Turnerschaft Morgen Sonntag, nackMttltags 31/« Uhr, findet in ber Turnhalle des Turn Vereins von 1846 die 2. Bezirksfechtcrstunde des 3 $o zirks des Mittelrheinkreises unter Leitung des Bezicksfechuvin.' A. Noll-Gießen (T. B.i start. Ter Ucbungsstunbe liegen Schul Übungen mit anschließendem Kontrafcchten zugrunde. — In Wetzlar findet am Sonntag in ber Turnhalle des Turnvereins nackm'ittag's IV2 Uhr bie Bezirksvorturverstünde der 2. Bezirks statt. Stadttheater. Es sei daraus hingewicfeu, daß die beiden morgigen Sonntags - Vorstellungen, nachmittags „Auioli ebchen^, abends ^Das Prinzip', bei Heinen Preisen stattfinden. — Zum Gastspiel Ernst v. PossartS am 9. Dezember werden die Abonnenten gegen VonveiS dck ersten Ermäßigungskupons Preisermäßigung erhalten. ** E in hessischer Künstler auswärts, lieber bei aus Lollar stammenden Pistonvirttwscn L. Kümmel in Darm stabt lesen wir in auswörrigen Blattern: München: Louis Kümmel steht ohne Zweifel an erster Stelle der gewiß fchr selten gehörten Bläsersolisten unb weiß edel in ber Toniutoini unb vornehm im Vortrag sein spröbeS Insttmnent zu meisten: So brachte ber Künstler auf bem Piswn Konzerte zum Vottw?. bie bem Wesen nack Grigcnkonzertc sind. Daß dies nicke störe« wirkte, beweist des Künstlers eminentes Können. Halle: 1902 ist der Künstler regelmäßig auf feiner Konzertreise, bie <1 während» ber Theaterferien unternimmt, als bebeutenber $irtel in den Konzerten gefeiert worden und immer »weder von neue entzückt er bie Hörer durch sein meisterhaftes Spiel. Wie grch bas Können bcs Künstlers ist, geht schon aus den Tatsachen berw baß er z. B. Veriotsckc Violinkonzerte mit all iIrren beweatM Stakkati, Passagen unb Trillenl auf seinem Jnsttument bläit Aber nickt nur rein technisch sinb die Leistungen .Q-irrnmeU hot zu 'bewerten, seine eigenen Kompositionen, unter denen sich aunn Virtuoscnstücken auch sehr schöne wirkungsvolle Lieder brmben. zeugen von bem tiefen musikalischen Empfinden des »oahren lers. Frankfurt a. b. Ober: Louis Kümmel vom Hoftheater in Darmstabt. rin Künstler von außerorbentlickvr Begabung |uiy hoch entwickelten Fähigkeiten! Der Adel in seiner Tmtgebun-i der sichere Ansatz, bie Empfindung bei aller Fülle bcs Tone-, brachten seine Vorträge .zur schönsten Geltung. Das dankbar' Publikum nötigte dem Künstler noch Zugaben ab. "Das O chscnfleisch schlägt ab. Wie wirkt« fahren, hat die hiesige Fleischerinnung, und zwar ber Ausschuß zur Festsetzung beS Preises für Ochsenfleisch, beschloßen den Preis für Ochsenfleisch ab 1. Dezember um 5 Psenmc berabzusetzen. So meldete gestern abend ein Frankfurter Blatt. Wann tritt für Gießen der Tag ein, an bem bie Ochsen- unb RinbSmetzger einen ähnlichen Preisabschlag eintreten lassen? Zeit wäre eS. ** Ter Geflügel- unb Bogelzucht-Berein Gießen unb Umgegend beschloß in seiner letzten Dorstandss'nuni am 8. Dezember im „Einhorn" eine interessante Licktbilber Vorsührung mit einem Vortrag auS bem Gebiete der flk flügelzucht abzubalten Obgleich die Geflügelzucht in den Jahren einen erfreulichen Aufschwung bei uns genommen 6Be vanlane m 2. 3nt«Z! '^cagni. 3. cL C| v. 6upp6. Garnierte Kleider in den modernsten Fayons, bedeuten im Preise herab- L450 gesetzt, von "*"^an Kostüm rocken Blusen in riesig großer Auswahl *>25 von **an Kinder-Paletots und Mäntel in allen Größen am Jlallltri Lager,staunend billig. JJ. ®roJktrit; GiWnTr.Giin tagen des ihm n Jtg verliehenen («i, tigtttnnbebtTbr. »dingen auf die & talentierte Lehrer $ Vergebung. Samstag, den 7. Dezember 1912, vormittags 9 Uhr, sollen auf Großh. Bürgermeisterei Leihgestern die Angebote auf Waldrodnngsarbeiten, veranschlagt in zwei Losen zu Mk. 1555.— eröffnet werden. Die Unterlagen liegen daselbst offen. Angebote in Prozenten des Boranschlags. Gießen, den 26. November 1912. Großh. Kulturinspektion Gießen. Beerdigung: Montag, den 2. Dezember, nachmittags 21/, Uhr. ________________' Kreis Friedberg. - Vub-Nsuheim, 29. Nov. Im D orlraqS- »«ve»a sprach be*te Hckfrat Dr. Hagen -Frankfurt in Deiie ,Bom (Htrften Atffkeeten bes Menschen auf 6rbe". Die interessanten Ausführungen, bie bitrd) zahl- Lichtbslber erläutert twirben, ernteten den ledhafteslen der zahke^hrn Zuhörer. Sfr ciS Wetzlar. ♦ Guter R a t. „Heeren Ee, mei Kutester, Sc sein mir jetzt schon e Jahr die Miete fefnilbig. Das gann Se nich so weiter gäl)n, wenn Sc nich zahlen gennert, denn goosen Sc sich freund lichst c cegenes Haus un ziehen Sc da hinein." Kleine Tayerchronik. Tie Polizei in Metz nahm Werber le ft, die zwei Deutsche militärpflichtigen Alters zum Eintritt in die Fremdenlegion Vt verleiten suchten. Die Werber leugnen dies nicht ab, bestreiten aber, daß sie ein Geschäft daraus machen, junge Leute für die Fremdenlegion zu gewinnen. Dte beiden Deutschen sind von der Grenzpolizet in N 0 veant angehalten roorben. In dem Bureau eines Pariser Warenhauses erschoß ein Kassen böte namens Barrande den Buchhalter Muxet durch fünf Revolverschüsse. Barrande, der sich widerstandslos verhaften ließ, crflärte, er habe die Tat aus Rache begangen, weil Muxet ihn seit Jahren auf jede mögliche Weise gequält habe. Man glaubt, daß Barrande in einem Anfall von Ber- wlgungswahnsinn gehandelt hat Wie aus Brüssel tclephomsch gemeldet wird, wurden in einem Kalksteinbruch zwischen Ealonne und Tvurnah neun Arbeiter verschüttet. Bis jetzt wurden zwei schwer Verletzte imb 4 Tote geborgen. Am Freitag vormittag fuhr der Schnellzug Brüsicl— Antwerpen bei der Station Mecheln aut einige leere Wag- Mnstalsii.Mlttwglh,l>.3.il.l.Dez.d.J. nachmittags 2 Uhr, int Saale Neustadt 55 Fortsetzung der Kontur sv ersteiget ung in Flaschenweinen 0I6 Win-, Mosel-, jran;. Rot- uni) -iid-Vkinc ßlltnjo Zigarre», nur bessere Sorten. Versteigerungen (voraussicht!, letztm.) bestimmt. 2Sci()nod]f5b4tieriiiituitgliedcr und bereit, Gaben nn Geld und Kleidungsstücken. Stoffen u. Soiclen entgencnAuncbnieu. Außer diesen ist niemand bered) tigt, Waben für unsere Anstatt zu erbeben, auch wird feine Sammlerin beauftragt. [D*7/“ Der Boritaud: Fr. Fuftizrat (tz rü u c w a ld. Viebigitr. 21; Fr. ^oh. Haas, Lst-Anl.31; Fr.Redmungsrat tlalbileifd), VubroigitT.6; Fr. Web. Rat Vctit, Moltkeftr. 32; Fr. Marie L ch man, Sclterßiucg 64; Fr. Anotbeker 2 d)tuiebcr, Sckulstr. 1; Fr. Geh. Rat Strahl, 05artctiitr.lO; Fr.Carola Walther, Reuen Baue 29; Sduoeiter Ventbcn Welfd>. Diezstr. 15; Psarr. A11 sield. Reallehrer Fann; Pfarr. 1). Sch10f ser. Tanlendc ] Raadter D* empteM. meta. ? garao!. unge- JdiDcld!., deshalb sehr bekbmmL u. gestmdea Tabak. I Tebritspfelfe um- fon?tza 8 Pld. meiner | berühmieo Tabake frank: gegen Dadm. 3 -it atzegebeo, ob Drtenlfchende Ge- fcndbettspfeife oder eine redigekfanllte 6c!zpfetfe oder em« lange PI. eroflnld)t. -Pt. A HSrnShcim, 29. Nov. Eine große 93er- x iwtn I u n g ehemaliger Lützower tnbs "’S w ?.ov’>enunfl. ''entgeltlich 1,11 fon-itt Qn lbuIcinSiaK Mahnte Vöchenll. Uebersicht derTodessäüe i. ö.Staöt Gietzen. 46. Woche. Boni 10. bis 16. Novernbei 1912.__ angenommen zu 31 800 (inft. 1600 Mann Militär!. LterblichkeilSjiifer: 19,74 7W, iildzng oon b Orwfremöeu : 11,48 V3. STi itDec Tmiksaguug. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinschciden unseres lieben Entschtaseiien Herrn Heinrich Heller sagen wir unfern innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 30. November 1912. <09863 im vom ebeiitjagr: 2.—16. Fagr. - ^(1) Zintiquitüten alb: Möbel,'Vanencen, Zinn, Kupfer u. Messing in größter Auswahl cmvficblt 7S70 Samuel Mcvcr, ffleberp. Fleischbütten Waschbütten Jauchefässer empfiehlt billigst 7790 Ph. Soinmerkorii Slliferci, Bleidn'traße 12. ml hingmichn, Wf . eßungen, - 'itizip^, bei!'" I EM v. Pos'u ten gegen Vome^ zignng erhalten, luslvärts. Ude 12. Kümmel in ü rn: Münchens Stelle bcr gew , (bei in ber leit» ZnsMmient iu Tu i 11 Konzerte zum Ar ). M dies mV Können. valU. feiner Konzertreise. 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Tie «^eograoheu, die d c feltfanic Lewäfier näher untersuchten, haben ihm den Namen .H-dirnl Lake" gegeben; schon die alten Legenden rouüten von wunderbaicn tieilroirfungcn des Wassers zu berichten, und die nmtre Forschung hat jene Angaben bestätigt TaS amerikanische rite Meer ifi im äusrersten Süden deü Staates Washington ge- ifien und zwar in einer böhe von 810 Meter über dem MecreS- spiegel auf der Eolumbischen vochfläche. Seine Lange beträgt H4 IttCr ^Vsoig. ftenloo allen V u n g c u und H a l »- leidenden miizuteilen, wie ich mich durch ein einsachec-, billiges und erfolgreiches Naturprodukt,, Dorän J!raft Mali w" meinem langwierigen Leiden befreit habe. €». Pentert, Kaufmann, Berlin SW. 17, Grotzbeerenstrahe 30. " - ITRALERHTTKI B1’/“] .4.Salomon *Cie. | Lei Kopfschmerzen sicher in Wirkung, angenehm in Geschmack find Dr. Buff- lebS.siopsfchmerzstiller, zwölf Piilver 50 Pfa Central- Drogcrie Emil Marn, Sdiulitr. 1 Tel. 551 Allen Freunden und Bekannten für die innige Tetlnabrne wahrend der Krankheit und beim Heimgang unferec lieben Batero, deo Oberbriesträgers Joh. Kern Veteran der Feldzüge 1866, 1870=71 lagen wir hierdurch unseren herzlichsten Dank. FnSbefondere dem Herrn Pfarrer Gutzmann, Kirchberg, für die überaus trostreichen Worte am Grabe, den Beamten und Unterbeamten deo Postamts Lollar, dem Vorstand de>> Spar- und Borfchuiiverciiw Mainzlar sowie dein Slncgcr- verein für das letzte Geleit zum Grabe herzlichen Dank für bte zahlreichen Kranzwetwen. Am 'tarnen der trauernden Hinterbliebenen; W. Kern, Lberpostschastner. 7806 Mainzlar. 30. November 1912. starben an: Sufammeiu Crwachfenc L L Tuberkulose 2 (1) 2 (1) Lungenentzündung 2(1) 1 Herzfehler Schlaallnü 1 2 1 Briichletdeii 1(D KD Tarrnverschltitz KD 1 (1) VtreM KD 1 (1) Jöauilrantheit 1 — Selbstmord 1 — Bahnhofstrasse Ecke Schanzenstrasse 2. Dezember: 09836 Bahnhofetr. 54. Bahnhofetr. 64 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7536 Giessener Konzert-Verein Zweiter Solisten-Abend Drittes Konzert A»/n Von jetzt ab jeden Dienstag und Lamstag Programmwechsel. Der (*esangvei ein Tagesordnung: Ausstellung 1913. Verschiedenes. D30/11 Verein Freilndimen jünger Mädchen „Heiterkeit 66 Der Vorstand. n Gießen u. Dmi.1897 Einladung zur außerordentlichen Generalversammlung am Sonntag, den 8. Dezember 1912, nachm. 4 Uhr im Hotel Einhorn. ASTA NIELSEN in dem Schauspiel .Wenn die Maske fällt1 Ins Herz getroffen Drama aus der Zeit des türkischitalienischen Krieges einladen. Eintritt frei für Jedermann. Außerdem das glänzende Programm Spieldauer des gesamten Programms ca Die $9orf)Cllfd)rtll, Das Neueste aus aller Welt. Narrke macht Einläufe, Komisch und das übrige erstklassige Programm. Nur 3 Tage! Zeder Mm rin ZchlM. Nur 3 Tage! Ab heute bis Montag ein deutscher Knnstsilm 1 T6 e 18 Sn 1 1 Sonntao, den 1. Dczbr., nachmittags (v30/*1 Zusammenkunft mit Familie bei MilaUed flubnö (Schöne Aufsicht). Ter Vorstand. Programm vom 30. November bis 3. Dezember 1012, MM Ei* Direkt.: Hermann Stelngoetter Sonntag.den l.Dez. 101- nachniittago 31/, llbr: Unter Milwirk. der Stehplatz Mk. 2.-, Studentenkarten Mk. 1.-, sind in der Musikalien Handlung von ERNST CH ALLIER (Rudolphs Nachf.), Tel. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und abends an der Kasse zu haben. C”l11 ===== OefTnung de* Saales 41/, Uhr ===== Programm vom 30. November bis Ersta uff iihrnngsr echt Samstag, 30. November Premiere Wenn die Maske fällt- Schauspiel in 3 Akten. In der Hauptrolle ista Nielsen die berühmte dänische Tragödin. Urban (tzad's neuestes Meisterwerk „Wenn die Maske fällt" spielt in Finanz- und Industrie-Preisen und wird in allen Schichten des Gießener Publikums Aufsehen erregen. Das Schauspiel „Wenn die Maske fällt" wird nur SamStag, Sonntag u. Montag vorgeführt. Bei* Gutsherr Ein Noman aus dem Tiefland nach der bekannten Oper „Tiefland". Zwei wohlbeleibte Liebhaber Hauptdarsteller der beliebte Komiker Job« Bunan. a30/11 Augustins verlobungsgeschenk Reizende Humoreske wH Sonntag, den 1. Dezember 1912, abends 8 Uhr in STEINS SAALBAU Abend- Unterhaltung Programm : Lieder für Sopran, Bariton und gemischt. Quartett -TANZ Wir bitten nm recht zahlreiche Beteiligung. ______DER VORSTAND. T»/„ Nikolausfcst veranstaltet vom (Siebener pröbel Seminar. 6. Dezember 1912 4'/, Ubr in Steins Garten. I.Klaviervortraa- II.Christkind u.Knecht Ruvrechl. III.Der Kinder-WeihnacktStraum. IV. Die Tintenbuben. V. Der Kleinen Weihnachtsmann. VI. Berteiluna von Geschenken an alle Kinder bis zu 13 Jahren. Eintrittskarten 1 Mark. Wir bitten, die Karten für Kinder mönltdjft bis zum 3. Dezember im Seminar in Empsana zu nehmen, da für die Vorbereiiunaen die 3nbl der Kinder in Betracht kommt. Der Reinertrag wird zum Besten des Kindergartens verwandt.D /“ 8 DienerundKammermädchcn _________interessante Komödie__________ Cafe Ebel Burggraben Inh.: Karl Ohm Telephon .X Äelbestes Speisehaus Diner* :: Souper*, h In Carle Diverse Vereinszimmer .: 2 Söle für Versammlungen Kommerse, Hochzeiten etc. :: Kegelbahn Billart Jeden Sonn- nnd Feiertag nrarvorl ab 6-/, Uhr hiüSIZerl ausgeführt von Mitgliedern der Kapelle des Inf.-RrgttW Entree frei 7421 Entreo frei Sportplatz an der Hardt Sonntag. 1, Dezember, nachmittags 21,? Uhr Kreismeisterschafts- Fussballwettspiel Kasseler f. 6. Eintracht I HeLen - Giessener Sportverein v. 1900 I. Textors Terrasse! Verehrlichen Vereinen und sonstigen Gesellschaften stelle den neu hergerichteten Saal zur Verfügung und empfehle la. Union-Bier Beine Weine