Zreitag, 29. November 1912 162. Jahrgang Erster Blatt Die heutige Nummer umfahl 16 Seiten. fein Anhang wohl endlich sich beschei- Wksse wird auch die österreichische Gondel s'Nd- i unserer Atmosphäre, har neuerdings nach- frier seltenen Gase, das Neon, durch "rbi m^crfall radio ff. uns- so weite Entfernungen Volschasterlonserenz die iiNI diesen chsie Cihunf tot« beten fllegicunigti ifion Dr. Abi ah ist der flooliliwJ- canttMiltn. serbischen Anmaßungen nett Pasitsch und - geführt werden. Wenn aus der Mehrheit offensichtlich gegen die Stellung nimmt, wird ba-3 ftabi Ur. 282 Eet »tetzenrr '«zeig«, »tfdjemi täflltd, anger sonntaflS. - Beilagen. t> er in (il möd'enttid' iiefjenerSamllienblätler r rmiai wöthcntl.Kreti' Uallfürben Kreis fttefetn lienetnfl unb?retifla), nennal monntl tand- ri|dfofllid?tätit|ragtn rrnivredi • tinfdilüfle: ’ f jt die Redaktion 112, .lerlaq ii. ^TDet'ihon 51 Ubiefie toi Teoefcben: flniftger Wirken. Direktor bes Louvres, löerr Domol 1 e, der nach Entwendung der Mona Lisa ,uim Rücktritte von diesem.Posten veranlaßt wurde und bamals nach Griechenland zurückkehne, hat dort wiederum die Leitung der französischen Ausgrabungen in T^lphi übernommen, um die er sich bereits früher große Verdienste erworben hat. Kürzlich ist ihm nun, wie wir der „ftTinfttbronir" entnehmen, ein bemerkenswerter ^unb geglückt, indem an der' Stätte bes Tempels der Althene Prenäa eine archaische Nike-Stlblue aus- gesunden worden ist. Ta der Hund zeitlich mit der Eröffnung der Feindseligkeiten gegen die Türkei zusammensiel, erregte er großes Aussel/en in Grieckvnland, wo man darin ein gutes Bor ’eichen erblickte. Bisher ist ja die „Siegesgöttin von Delphi" dem Griechenvolke auch wirklich in diesem Kriege hold gewesen. ft. Hitzewelle und Gletscher. Tie Hitzewelle des Sommers 1911 bat auf die Schweizer Gletscher einen bemerkenswerten Einiluß ausgeübt. Seit 1911 hat sich die Schneegrenze bedeutend gehoben, wie die „T-cutsche Rundschau für Geographie" Siegesgöttin von Delphi. Der frühere W* 1« lUNg gotu^ rnahmt »on anjtige« Rotafionsönitf unb Verlag -er vrühl'fchen Univ.-Buch- und Steinbruderet R. Lange. Redaktion, Lrveöition und vruckeret: Zchulftrahe 7. iit vormittags h flhr. <* Bübingen: Fernsprecher Hr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofftrahe !6r Ldelaase. Sir William Ramsa u, der- berühmte Entdecker der Edelgase <■ - > -. ------"«^eiüieicn, daß etns dm. Auf diese i duld nicht als ein Zurückweichen ausgelegt werden können Line Botfchafterkonferenz in Berlin oder Paris. Es wird von deutscher Seite amtlich bestätigt, daß fflit Vorbereitung der großen neuen Erientkonserenz aus Vorschlag Englands zunächst eine gemeinsame Perhandlung der Botschafter stattsinden solle Tic deutsche Regierung hat bereits zugestimmt, und es ist wohl auch nützlich und sördorlich, daß die Verständigungen nicht mehr aus monnilidiTi wertet- ■äbrhd) Vkk. ?.2O durch ttbbole- u. Zwetgsiecken monatlich 63 VI.. durch vieVost BH. 2.— viertel« läbrl. auefctiU Beiieüa, Beilenprei«: lokal l&iif, auswärts 20 i;’enmq. Eheirebakieur. A Goetz. Verauiivonlich hu den pplutieben leit August Voetz. toi ,?vnnlle- ton*. .Veriinschtes* und .(Äenctnslaar Ü. Aeu- roib. toi ,Staöt und Land- E.Heu. üit den Anzeigenteil £> Beck. nach dem Berichte der schweizerischen Gletscherkommission mitteilt. So lag am Rhonegletscher Ende August bi? Schneegrenze 2800 Meter über dem Meere. Sowohl während des ganzen Winters 1910 1911 und besonders im März 1911 siel in den Zentralalpen, ausnehmend viel Schnee. Durch die große Hitze, die den Schnee rasch zum Schmelzen brachte, zeigten sich jedoch zu 'Anfang August 1911 schon dieselben Schneeverl/ältnisse wie sonst Ende August. Bon den schweizerischen Forstbeamten wurden 1911 insgesamt (37 Gletscher gemessen, und bei 64 Gletschern ein Rückgang sest- gestellt. Ter Tschingel Gletscher ging 60 Meter, der Wildhorn- gletscher 50 Meter und bcMinitere Grindelwaldgletscher 40 Meter zurück. Nur Eigergletscher und östlicher und westlicher Firnälpeli- glctid er zeigten Zuwachs. Tie meisten Gletscher und Firnfelder umreit zerllüsieter als gewöhnlich: die Gletscherwanderungen wurden dadurch begreiflicherweise mühsamer und gefährlicher. kf. E i n ft a m u f unter Laebsen. Einigkeit macht stark! Für die Wahrheit dieses alten Sprichwortes liefert ein Leser der .Daily Mail' einen Beweis, indem er von einem vereinten Angriffe von sechs kleinen Lachsen ank einen größeren Bruder erzählt. Es handelte sich barinn, den großen Lacks ans einem Laickreviere zu vertreiben, daS anscheinend einem der kleinen Gesellen in die Augen stack. Er verbündete sich mit fünf Genoßen und alle sechs qrifieir nun den großen Acinb an, vertrieben ihn von feiner Laich- flättc und jagten ibn den Fluß hinauf. Als er den rerfueb mochte, lein .Reick" z^-rnckzuerobern, wiederholte sich dasselbe Schauspiel. Aber der Vertriebene war nicht so leickt zu entmutigen. Er nmchte einen dritten Versuch und — mußte ihn mit dem Leben bezahlen; beim, wie der Gewährsmann der „Datln Mail" erzählt, erhielt er von zwei der kleineren Fiscke eine tödliche Berwundnna an dem linken Kiemendeckel hinter dem Auge. Es war em reaelrd ter Bürgerkrieg tm Lachsstaate, bei dem der Stärkere den verbündeten Schwachen unterlag. — Kurze Nachrichten aus ft u h ft und Wissenschaft. Zur Förderung der Heimatlichen Bauweise und zur beschleunigten Erledigung von Bauanträgen Hat der Landrat des Kreises St. Goarshausen, Geheimer Regicrungsrat Berg, eine Bauberatungsstelle bei dem Kreisbauamt St. Goarshausen unter Leitung des Kreisbaumeisters Neumann ins Leben gerufen. tz & die 1= inffS als, Ulf* nciAflet Woche v hnrn Präsidenta hmen setzen. lsordmiilg)l icn Fraktion ju btt in feinen Einzel« dieser Antrag er« [affigfeit auf. :5 ankündigcn, oto Htrüber zu erfolg« i Antrag eine tf« i mir uns doch ick ehr, als hier da« nrichtuna Be. weise unsere W würde es nur W im der auswari'«» Lo ist unserer er- chäftsordnung ni» erden kann, durch den entspricht oder »4 7 miitlcttn q: . n?e,IcnM übergeh,^ "te < hVinen ä dliiktn toitC? achten, V* arktcs. < ” |n,e’!'. wir irZ Aas ?JeeW und fa -.chaugei^z^ Nicht jo Arn würde. Freunde ist „ >mg des z 12 » 1 anzuslnben jj le «achventänti» brispiel die £» 1 Tiere all 1 Utn ein zukn 7* 8U gttvinnai schwachen gesuL nach «tgentinia ’n hier geltenba 'len. Dai arge» je derartige üm. der argentinischei überlegen müffen. 50 Prozent meh M «>eh ist efe JI o f f a I e !t on» halten könnte, nige Fabre tvürde nen. Ler Erport und enh>rcc6entt würde, wenn bal Unfalls wurde aba geschädigt toerben scheu Freunde der i ja in der Haupt. Auch ein yanh 'nschakten mit den Beifall b. d. M) enommen. Felsgipfeln genannt werden. Auf den steilen Gipfeln erheben iic fick, hock ui die Luft ragend, mitten aus dem grünen Bett einer üppigen Vegetation heraus. Einst gab es 20 dieser Mlolter Meteore, die den Wanderer sckon von ferne grüßten: heute eyi stieren nur noch sieben, von denen fünf im ganzen von etwa 30 Mönchen bewohnt werden. In einem dieser Kloster ist nun dank der Nacksorsckungen der sianzöfischen byzantinisckien Ge sellsckan ein hochbedeutsamer Handschriftennrnd gelungen. 1124 alte kostbare Manuskripte sind entdeckt worden. Sie waren von einem Mönch, der vor langer Zeit gestorben ist, in einer Art Grabgewölbe versteckt worden. Ten Zugang zu dem Gewölbe batte man durch einen gewaltigen /Wandschrank aus Eichenholz maskiert Einem Mitglied der byzantinisch.ni Gesellschaft, 'N. Beis, ist es nach langen Forschungen geglückt, diesen Versteck aufzufinden. Unter den wertvollen Handschriften, die so nach langer Verborgen beit wieder ans Licht traten, seien als die wichtigsten erwähnt: ein Bruchstück der Ilias aus dem 13? Jahrhundert, Stücke desHesiod aus dem 15. Jahrhundert, Auszüge aus dem „A j a x" und der „Elektra" von Sophokles, Abschriften nach Werken des Redners Aristides, des Sophisten Themissios und zahlreicher alter Grammatiker, endlich eine ganze Reihe von handschriftlichen Stücken, die aus bejfi alten und neuen Testament stammen. zugegangen ist. Auch der C r t, wo die Konferenz eventuell juiammentreten würde, steht noch nicht fest. Sofia, 28. Nov Angesichts bet in der lefttrn Zeit vielfach bemerkbaren Tendenzen, die definitive Entscheidung des Balkanlrieges einer europäischen Konferenz zu unterbreiten, steht die bulgarische Regierung c n t* schieden auf dem Standpunkt, daß die Lösung der Ballanfrage k e i n e r ft o n s e r e n z b e d ü r f e. Tie bul garische Regierung würde nur dann einer ftonserenz-Idee zustimmen, wenn daS ftonferenzprogramm von vornherein festgesetzt würde und bloß die Sanktioitierung oder Anerkennung enthielte. Berlin als Konferenzort/ Der Berliner „Lokalanzeiger" meldet aus London: Nach der „Pall Mall Gazette" soll die Botschafter konferenz möglichst schnell bekunden, daß sich die Mächte über Albanien, die europäischen Inseln und die Dardanellen verständigt hätten. Sie könne darnach noch als Mittel zur Annäherung der Mächte bestehen bleiben Als L r t d e r ft o n f e r e n z d ü r f t e B e r lin gewählt werden. Tic serbischen -lusprüchc. Der Sonderberichterstatter "des „Matin" meldet aus Belgrad, big serbische Regierung bestehe nicht mehr darauf, den Hafen von D u r a z z o z u erhalten, sie würde sich mit einem nördlich gelegen eren H a f en begnügen und als Südgrenie eine vorn Kap Rodoni an der albanesischen Küste nach Diora behenden Linie an nehmen. Ter Grund für diese nachgiebigere Haltung Serbiens sei vielleicht in dem Widerstände zu suchen, den die Türkei heu Balkanverbündeten an der Tschata^ld scha - Liuie entgegensetze, vielleicht auch darin, daß Serbien, das fast vollstättdig von Truppen eutb ößt sei, die Er regung Oesterreich Ungarns beschwichtigen lvolle, vielleicht aber auch in der Tatsache, daß die Großmächte keinesweBe geneigt seien, alle Forderungen Serbiens zu hefriedigen. Otsterreichische Vo bereitungen. Im österreichischen Abgeordnetenhaus trat am Donnerstag der Ael testenrat zusammen. Bei dieser Gelegenheit teilte Ministerpräsident S tuergkh mit, daß er in den nächsten Tagen dem Hause drei Gesetze vorlegen werde und zwar: tiin Gesetz über die Pferdegestellung, ein Gesetz betreffend die Unterstützung der Familienangehörigen im Mobilmach- 'i n g c f a l l e , und ein Gesetz Über die Leistungen an U n - tertunfts- un b Transportmitteln seitens ber Gemeinden unb von Privaten im M o b i l m a ch n n g s - fall. Ter Ministerpräsibent betonte die Dringlichkeit einer raschen und glatten Behandlung der genannten Vorlagen unb ersuchte die anwesenden Senioren, mit den Parteien über die beste Verabschiedung dieser Vorlagen ein Einvernehmen zu pflegen. Tic Unabliäugigkcit?erkliirnng Albaniens. Wie der Agenzia Stesani aus Va Ilona gemeldet wird, haben die albanischen Delegierten in einer Versamm lung, in der Ismail ft c m a l den Vorsitz führte, die U n - abhängig feit Albaniens proklamiert Unter dem Jubel ber Bevölkerung, bie vor dem italienischen 'unb österreichisch-ungarischen ftDiifulat begeisterte ftund- gebuitgcn veranstaltete, wurde die albanische Fldgge gehißt. < Eine Loyalit'ätskundgebung des Wiener Gemeinderats.^ Wien, 28. Nov. Heute nachmittag fand eine außer- ordentlicheGemeinberatssitzung mit ber Tagesordnung : Loyalität skunbgebung statt. L!ach einer patriotischen Rede des Bürgermeisters Neu matter wurde die Kundgebung zum Beschluß erhoben. In der Kundgebung heißt es: Lucke ooei . Sfli. a»e “Xä? lüllgen .. i ] ffltnn Die GichenerAnzeiger Heneral-Anzeiger für Gberheffen Der Friede Oefterreick>-Ungarns ist feit Ausbruch des Ballankrieges durch unberechtigte, maßlose Grob e r u n g » - gelüfte bedroht, welcher in der Hoffnung auf die Uneiingkert der Völker so reiche Nahrung sindet. Die Erbitterung des Volkes über vereinzelte unpatriotische Aeußerungen und Handlungen w ö ck st ft ü n b l i ch. Wohl ist der Friede daS höchste Gut der Völker und seine Erhaltung großer Cvfer jvert, aber das wzrtschaitliche Ckbeiben der Völker und der ^^egen der Arbeit werden nur solchen Staaten zuteil, welche den Frieden lucht durch ehrlose Srtimädx*, sondern gestützt auf das Bewußtsem ihrer gerechten Sache kraftvoll erhalten. Mit dem Absingen der Bolkshymne und. begeisterten Hochrusett auf den Kaiser, das Vaterland unb bie Armee wurde bie Sitzung geschlossen. Inzwischen hatten sich gegen 2 0 0 0 P c r s o n e n im A r k a b e tt h o s b e s Rathauses versa m m el t, welche nun mit den Mitgliedern des Oie» mcinderats unter Absingung patriotischer Lieder und Hocl)- rusen auf den Kaiser zumDeutschmeistcr-Deu km a l zogen Hier hielt vor der inzwischen auf 3000 Personen attgewachscnen Vol ks menge Bürgermeister Neu matter nochmals eine begeistert aufgenommene patriotische Ansprache, worauf sich die Menge unter brausenden Hochrufen auf Kaiser und Reich zerstreute Das ösierrcichifch-rumänische Einverständnis. Tas Wiener ftorr.-Bureau meldet aus Bukarest* Ter österreichisch-ungarische Armeeinspektor Fkei- h c r r Gonrab v. Hötzenborf wird am 29. November mittags hier eintreffen unb ein Handschreiben des Kaisers F r a tt z Josef an König Carol Überbringern Er steigt als Gast des Königs im Palats ab- Die Wo.ffenjlillfland8verhandluntzen. Konstantinopel, 28. Nov. Die Bevollmäch» tigten der beiden kriegführenden.Teile hatten eine neue Zusam m en kun s t' In amtlichen Kreisen wird über die Perhandluugett bas strengste Stillschweigett bewahrt. Es verlautet, daß die Pforte jetzt eine Grenze Vorschlägen soll, dte von dem Punkte ber gegenwärtigen türkisch-bul- , garischen Grenze in Casa Irbjali ausgeht, bann fast sentrecht zur Küste bes Aegäischen Meeres abfällt unb der I" irr fei Tede Ag ätsch beläßt. Türkische Kreise zeigen sich optimistisch und glauben, daß die Verhandlungen bis zum Montag zum Ziele kommen werden DqS serbische Regierungsblatt führt die türkische Zurückweisung ber Fr'iebenSbcbingungen auf fremde Einflüsterungen zurück. Die Verbündeten hätten das Vorrücken sämtlicher in Mazedonien unb All^ ferbien freiwerbenber Truppen gegen/Tschatalbscha ange- ordnet, um eine schnelle Entscheidung herbeizuführen. Sofia, 28. Nov. Die gestrige ft onserenz der türkischen und bulgarischen Delegierten dauerte bis spät abends. Heute 10 Uhr vormittags ttaten bie Delegierten von neuem zusammen. Eine amtliche Mitteilung ber Türkei, besagt, baß bie Bevollmächtigten in der gestrigen Beratung in Verhandlungen eingetreten sind Nach dem Empfang des Telegramms über das Ergebnis der.Konferenz beriet der Mini st e r r a t bis um Mitternacht unb übersanbte ben Bevollmächtigten neue Instruktionen. Die amtlichen Mitteilungen ber türkischen Blätter sinb voller Optimismus. Man glaubt, daß die Bulgaren ihre ursprünglichen, als übertrieben angesehenen Amprüche aufgegeben und geneigt sind, den Frieden so schnell als möglich abzuschließen. Das türkische Krtegsministerium teilt mit, baß bie Rekruten bes Geburtsjahrganges 1893 sofort z u ben Waffen berufen werben sollen Der „Berliner Lolalanzeiger" will aus Belgrad schon erfahren haben, ber Waffenstillstand sei am Donnerstag nachmittag zustandegekommen. Einzelheiten fehlen noch. Es ist ein Bermittelungsweg, der ber augenblicklichen Lage rntipridjt, wobei erwünscht ist, daß diese Vorkonferenz jo bald wie möglich Zusammentritt Möglicherweise iverben die Derhanblungen bei Tschatalbscha dabei überholt wer den. Dort haben bie Türken, wie es heißt, neuerdings eine Grenze vorgeschlagen, , bie Abrianopel und »ben unteren Lauf ber Maritza> sowie bie Hafenstabt Dcde-Agatsch in türkischen Besitz läßt Bulgarien wird barauf wohl nicht eingehen wollen, unb der türkische Optimismus in Bezug auf den nahe bevorstehenden Frie- dcaSschluß fdyeint verfrüht zu sein. Bulgaren hat nunmehr auch sich dagegen gewehrt, daß die neuen Grenzen durch tiite Konferenz festgestellt werden Es scheint demnach an einen künftigen Verlauf der direkten Verhandlungen mi: ber Türkei zu glauben. Eber gebeult es alle seine icäftc zusammenzurasfen, um boch noch in Konstantinoppl Eivzug zu halten? Wir erhalten folgende Meldungen: Der Nonfercnzgcbantc.. Zu der Londoner Meldung, daß die englische Regie Tung zur Lösung der Balkanschwierigkeiten die Einberufung einer Botfchafterkonfercnz beantrage, wird aus Paris offi jwö berichtet, daß die Nachricht in dieser Form jedenfalls »er früh t sei Sicher sei nur, daß Sir Edward Grey zu mehreren Botschaftern gesagt habe: „Wenn man tele zraphisch von Hauptstadt zu Hauptstadt korrespondieren muft, dann wird man nicht fertig werden." Es sei Möglich, daß Grey für eine solche ftwnferenz-Ibee sei, aber febeu falls habe diese Idee noch keine feste Gestalt angenommen Die „Kölnische Zeitung" meldet jedoch aus Berlin: Es bestätigt sich, daß England die Absicht hat, ttn diplomatischen Meinungsaustausch unter den Großmächten über einzelne Punkte der Dricntfragc statt -wie bisher von Kabinett zu Kabinett in Form einer Botschasterkonserenz «iter sichren zu lassen. Tie Konferenz ist nicht zu ver -kd)f c 1 u mit der eigentlichen E ri entkon serenz, bie, wmt überhaupt, erst nach dem Friedensschluß zwisckten der Pforte unb ben Balkanregierungen zusammentreten könnte. T»w Vor i'l einer solchen Konferenz, deren Arbeiten natürlich zunächst iir Dor bereit en ber Natur sein würden, könnte darin bestehen, daß V-x die einzelnen Fragen eine gemeinsame Auffassung ber Großntächte sestgestellt würde, was für später notwendige krfianblimgen mit den Balkanstaaten zur Erleichterung dienen Lmue. Was England verschlägt, ist im wesentlichen ein Wech. I.-I in der Methode, um den diplomatischen M et iuit g sa us t a u j ck zu beschleunigen. England bezeich ^rtc auch seinerseits die Punkte, die es aus der Botschasterkonfe >r, erörtert sehen möchte. Es steht natürlich den anderen 1iächten frei, ivenn sie noch andere Punkte aus ber Konferenz ritten sehen wollen, dafür Vorschläge zit machen, lieber die 31 e 11 u n fl bei übrigen Mächte zu ber englischen An- rkiinng ist zurzeit näheres noch nicht bekannt, da den .'Icbinctten der cnglifdK Vorschlag erst heute Donnerstag1 früh 1 ktiver Stoffe entsteht Man wußte bereits, day das Gas 'rliu nt, bas mau zuerst auf der Sonne mit Hifte der spektral nlhse Lid tnntersuchung) entdeckt hatte, ein Untwandlnngsprodutt radioaltiven Elemente iRadium, Uran, -ihvr uiro. Nt. i-ic ö» ha ft rat; len, die von den explobierenden Awmen longeickleudert reden, und deren wunderbare Wirkungen zur Entdeckiutg des •fiebium» führten, find nichts als ein Kugelregen von Helium knien. Nun hat Ramfan gezeigt, daß auch die Atome des Neon ff ermaßen Sprengstücke ber zerfallenen Atome des Nadtums Tie Edelgase der Lust bilden überhaupt eine seltsame und nerenante Familie. Den Namen Edelgase hat man ihnen ge (ben weil iic keine chemischen Verbindungen eingel^u etc und tDcrbeficrlid’C Hagestolze. Man backte bet der -iau’c an die Dclmetnlle, die ja and’, jtur schwer äiemiscken Angrnieit unter heu unb deshalb so blank bleiben. Edel sind unuwe Gaie auch tt,en ihrer Seltenheit. Tie meisten sind nur in äußerlt geringer Tilge in der Lust enthalten. Nur das Argon kommt in gan; irächtlicken Mengen vor. Wir atmen täglich mehrere Liter iics Gases ein unb wieder aus, da es in keiner Wene aul Vieren Körper wirkt. . Ter Elwmiter lann von ben Edölgaten kaum Gebrauch machen, sie allen seinen. Künsten widerstehen. Ter Phnsikcr aber ichatzt buntes Lickt, das durch eleftrische Entladungen geweckt wird. .-5halb finben sie auch in der neuesten cleftnidxTi Bcleuckrung, t>cr Erzeugung vorn Moorclickt, Venvcuduug. -t.as Moor dicht nichts als ein Aufglühen verdünnter Gase, die sich in langen aZröhren befinden, durch die ein hodjgvipanntcr ^trom fließt. ' jrj) geeignete Auswahl der verwendeten Gaw kann man ein Lickt erzeugen, bas vollkommen dem Tageslicht gleicht hnb deshalb für ftimftausftellungat unb Verkaufsräume sehr 5 rtooll ist. # — Ein Handschriftenfund in einem Kloster Jhtffalicns. Reifende in Thessalien feinten die ..Kloster kr Mtteore", die so wegen ihrer wunderbaren Lage auf hohen o Starkenburg und Rheinhessen. ftfitn, i K Letzte 21 ndb richten Pracht-8 gratis on a,tf Äiittb, und °h»t Anzc Billigste ■ Bezug! offene Türen eingerannt werden — die Stadt hatte nämlich gar keine andere Absicht — ist die Frage berechtigt, ob eine so unwesentliche Abänderung den dafür erforderlichen Aufwand an Zeit unb unnötiger Schreiberei rechtfertigt. WZ war auf Reklamation bin für ungültig erklärt worden. . Kreis Friedberg. abgewiesen. In seinen EntscbeidungSgrunden führt ba4 OberlandeSgcricht zunächst au-, daß das Wettbewerb?- aeletz überhaupt keine Anwendung finden kann, weil die Berössrot- h jung nicht im Interesse de« Wettbewerbs, sondern nur im IM efjc der Haus'ranen geschehen sei, bic den Kalender: ,Ter Aaneni- irennd" lesen. Aus den Enticheidungsgründen des Cbcrkuiöd- Gerichts ist zu entnehmen, daß die w c s e n t l i ch st e n Bebauolmiqtn der Beklagien richtig sind. Teshalb kommt es nicht daraus» dass die Aebauutung, die Sunlightietfe lei 3:3 Proz. teuerer, unrichtig ,st Unqeinbr 2 > Proz. aber stelle üch die nach Gewick gekgufte deutsche Kernseile billiger, besonders dann, wenn dicAi» lysen auf den süddeutschen Perbreitungsbezirk deS Kalender« ► rechnet werden. € Tas Reichsgericht h a t dasllrteil b c 6 C b <•• landesaerichtS Karlsruhe beuätigt. W» Aus St gegen Erkältungen! Die meisten Leute begehen den Fehler, daß sie, wie wir kürzlich schon mitteilten, sich die Brust warm verpacken und den Rücken I nickst genügend gegen die Kälte schützen. Diesem Uebelstand soll I ein neu erdachter „Rückenschützer^ D. R. G. M. 521038, ablyelfen, den sie hiesige Firma Julius Schulze soeben in den Handel bringt. Aus weichem feinem Kamelhaarstoff gefertigt, bedeckt der „Rückenschützer" die wärmebedürstige schlecht geschützte Rückenpartie, sowie die Seiden des mittleren Körpers, läßt aber bic Schulterblätter frei. Das Tragen des „Nückenschützers" ist sehr bequeib, von wohltuendster Wirkung, sowohl direkt auf dem Körper, als auch über dem Unterhemd zu tragen und sicher vorbeugend gegen die sonst Vst cintrcfenben Erkältungen und ihre bösen Folgen. Landkreis Gießen. w Hau bringen, 27. Nov. Der Kriegerverein beging] in seinem Vereinslokal bei Ludw. Weimer die Feier von] Großherzogs Geburtstag. Ter Vorsitzende Ludw. Grötz hielt eine Ansprache, in der er den Gefühlen der Liebe und Verehrung für unseren Landesherrn beredten 2lu6brucf verlieh und ein Hoch auf ihn cutsbrachte. — D aubr inqen, 28. Nov. Sonntag, den 1. Dez. wird hier eine Vcrtrauensumnncr-Versammlung der Fortschrittlichen Volkspartei für den LandtagSwahlbezirk Grun- berg ftattfinben, bei der cs sich um Organitsationsfragen und die fommenbe Lanbtagswahl handelt. Anschließend wird eine öffentliche Versammlung stattfinden, in der Abgeordneter Prof, llruabt bei Gastwirt Otto Steuernagel über den hessischen Landtag sprechen wird. — RemhardShain, 28. Nov. Hier wird im Gasthause von Roth von Oekonomierat Weitzcl-Lich am SamStag abend ein Vortrag über »Die Vorteile der Feld bereinigung* abgehalten. Die künstliche n Düngemittel und ihre Anwendung Redner ist OekonomicratxD p i c ß. Friedberg. ber. Angelegenheit aus. Günstige Friedensanssichten. Konstantinopel, 29. Nov Ein maßgebender türkischer Staatsmann hat erklärt, die Verhandlungen über Friedensschluß hätten zwar bis jetzt kein Ergebnis aber es sei auf eine baldige Verständigun 9 Tj o f f c ti. T^as Hauptinteresse vei den Verhandlungen orc sich um Adrianopel, alle übrigen Fragen feien Reo Paris, 29. s)loü. Dem Berichterstatter des Petü SUagc erhoben und Unterlassung besonders formulierter Behauptungen begehrt. Das Landgericht M annhei m bat die Beklagten in uoUem Umfange verurteilt. Dagegen hat ba9 t bev landeSgericht Karlsruhe die Klägerin vollständig 'l'Vmighi Iß* a o n b f. !L^ q.nUL < BiyÄ Friedberg, 29. Nov. Durch den Erweiterungsbau des Friedberg-Homburger Bahndammes hat die Landstraße Friedberg-Frankfurt stellenweise verlegt werden müssen. Während sie früher an der Galgenbrücke Bieglungen machte, führt sie fetzt in grober Linie durch eine breite Unterführung. Die Arbeiten find nun vollendet und die Straße dem Verkehr übergeben worden. Eine zweite Veränderung der Straße steht noch bevor Einige Schritte von der Unterführung wird ein hoher Wasserturm (Reservoir) eprbaut werden, ber 30000 Mk. kostet. — Heute sinb eine große €iifrticbiffnbrt* Plön i. Holstein, 28. Nov. Zwei französische LustickM, die in ihrem Ballon in Paris aufgeitiegen waren, sind ■ vormittag dem Plöner Wochenblatt zufolge bei T t m m oori gelandet. , vricfkasten -er Nevaktion. (tliioiiijmc Anfragen bleiben uttbcrudfidXiflL) Nach Wieseck. lieber Feiern von Großhervgs itzeburll» tag, hie am Montag stattfanden, können wir heute nicht met: berichten. Auch geftem hielten unsere Stadtverordneten wieder eine Dauersitzung ab. Bei aller Anerkennung der Gründlichkeit, mit ber die Versammlung zurzeit.die Verhandlungen vornimmt, liegt doch die Gefahr nahe, baß mit einer all-ubreiten Erörterung einzelner Gegenstände die Geschäfte verschleppt werden. Auch gestern ' • *-icbcr konnte noch nicht einmal bic Tagesordnung der öffentlichen Sitzung erledigt werden, trotzdem dabei noch Reste aus der Sitzung vom 21. November waren. Die wichtigsten diesmal zur Beratung stehenden Gegenstände waren die Filial- und die Warenha u s st e u e r. Mit erfreulicher Uebercinftinummg stellten sich fast sämtliche Redner auf den Standpunkt, daß beide Steuern zum Schiitz der einheimischen GcsckMswett vor einer teilweise unlauteren Konkurrenz durchaus notwendig seien. Nur Stadtv. Vetters verhielt fick völlig ablehnend, da er den Zweck der Steuer nicht billigte und sich reinerlei Nutzen davon versprach. Im (Gegensatz dazu bekannte sich Stadtv. Krumm als warmer An- ■ bänger ber Steuer, so daß sich der ungewöhnliche Fall ergab, daß in einer immerhin 1 wichtigen Frage sich die sozialdemokratischen Stadtverordneten in der Abstimmung trennten. Der im Laufe der Beratung von Stadtv. Eichenauer namentlich für die Deihnachtseinkäufe erhobene Mahn- ruf „Kauft am Platze!" fand in der Versammlung lebhaften Beifall und wird hoffentlich auch-in der Bevölkerung allseitige Beachtung findeii. — Zum Schlüsse sei noch ein treffendes Beispiel dafür erzählt, in welcher Weise die hessischen Staatsbehörden an der Vereinfachung der Staatsverwaltung arbeiten. Die Versammlung batte vor einiger. Zeit eine Ortssatzung beschlossen über die Einführung der Berufsvormundschast. Das Ministerium genehmigte zwar die Satzung, machte aber den Vor schlag, zu sagen, das; die Stadt einen Gemeinde beamten als Berussvonnund bestelle. Auch abgesehen davon, daß damit Eine Feststellung in Sofia. Sofia, 28. Nov. Die Agence Bulgare dementiert die Meldungen auswärtiger Blätter, wonach die Bulgaren mehr als 90 000 Mann verloren hätten und die Vervollständigung der Munition mangelhaft sei. Es fei unnötig, zu erklären, daß die bulgarische Armee, deren Macht sich Tag für Tag auf dem Kamps platz festige, mit allem Nötigen, insbesondere mit Munition, gut ver sehen sei und daß sie mit derselben Begeisterung, bic sie bisher bewiesen habe, bereit fei, den Krieg fortzufetzen. (tzricchnch-tirrtische Kämpfe. Konstantinopel, 28. Nov. Wie die Blätter erfahren, find feit drei Tagen erbitterte Hämp fe zwischen den türkischen unb ben griechischen -truppen bet Chios im Gange. Ter .Kampf nm Stntari. Rjeka, 28. Nov. Die Türken in Skntari setzen in längeren Zwischenräumen das G e s ch ü tz f e u e r gegen die montenegrinischen Stellungen fort, ohne Schaden anzurichten. Vom See her war heute kein Kanonendonner zu hören. _ Cetinj e, 28. Nov In einer Veröffentlichung gibt der König bekannt, baß er die weiteren militärischen Operationen persönlich leiten werbe. Der bisherige Kommandeur ber Ostarmee, Wukotitsch, wirb zum Chef bes Generalstabes ernannt. Man erwartet die Verlegung des Hauptquartiers nach Gruba. Der Eisenbahnverkehr in Maz donien ist, wie aus Athen gemeldet wird, vollständig wiederher- gestellt. Die regelmäßige Verbindung Salolnkl-Wien luirb demnächst wieder aufgenommen werden. Der Verkehr zwischen Saloniki und Mvnastir ist bereits im Gange. Von ber russischen Tuma. In seiner Antrittsrede drückte der Präsident der vierten Rcichsduma Rodsjanka dic Gefühle uuerfchut terlicher Ergebenheit, die die Duma gegenüber dem Kaiser hege, aus, besten hoheitsvollem Willen bas russische Volk stets folgen werbe. Er führte u. a. aus, bie Festigung ber Grunblagcn ber Cftobcrfimbgebung müsse bic allererste Sorge ber rusnscken Volksvertretung sein. Das russische Volk erwarte von seinen Vertretern angestrengteste Ausmerksamkeit unb unablässige <2orge tu r bic weitere Entwickelung unb Fcstigung ber Kriegsmacht Rußlanbs. Unter großem Beifall erklärte ber Präfibent: Wir müssen stets ein Ziel im Auge behalten: nämlich bic Wohlsahrt unb das Glück unseres großen Vaterlandes, zu dessen Ruhme und unverletzbarer Integrität und für dessen Würde wir alle unverzagt bereit sind, alle unsere Kräfte und unser Leben h i n z il g c b c n , falls es uns bef(hieben sein sollte, baß bie am politischen Himmel aingezogeucn Wollen Gewitterwolken werden. — Schließlich ermächtigte die Duma den Präsidenten, dem Kaiser zur Genesung des Thron folg er s die Glückivunsche des Hauses darzubringen. . Als sich bei ber Wahl des Präsidenten hcrausgeftcllt hatte, daß die Abstimmung zugunsten der Lktobristcn ausgefallen war, verließen bic Nationalisten und bic Rechte, etwa 150 Abgeordnete, den Sitzungssaal. " Birklar 27. Rov^ Der Landwirt ®. Ed)J Di- B-ffkrun, dn W-I,l°«e. stürzte beim Abwersen von Fruchtgarben so unglücklich «nincav* in dir Sdjcncrtcnnc, brach. Lärt,^ s. -, -. - relative Besserung cmgctrctcn ict. Die hiesigen W kc. Hrrzenyain, 28. Nov. ^ic B u d c r u s ichcn Eisen schgster Oesterreichs unb Rußlanbs hätten ihm gegenüber w werke mußten ben Betrieb ein ft dien wegen un bestimmte Hoffnung auf Erhaltung bC5 Weltfriebcns betont genügender Kokszufuhren infolge der auf den Gncn> .. Petersburg, 29 Nov Cbinohl über bic Audinu bahnen herrschenden Verkehrsstockungen. deS österreichischen Botschafter > beim 3arcn few< Kreis Schotten. amtliche Note ausgegeben worden ist, wird doch bekannt, ben •*? Ober-Seibertenrod, 27. Nov. - Bei der heutigen der Botschafter dem Zaren die M i n b e st s o r d c r u n g e Bürgermeiü^rwa hl würbe der Landwirt Karl Rühl Oesterreich Ungarns i n b er Ab ’r? mit 7 e—Wti arwähi. T.r v°rdrr-,rhrnd° Wahi | und,ben^ar-n «« zeigte s i ch a ir ß e r o r b c n t l i ch e n t g c g c n f o m m c n ‘ upb sprach die bestimmte Honnung auf eine friedliche mcgciun» ♦* Tageskalender für Freitag, 29. Nov. Stadt- ( h e o t c r: erödeS und Mariani ne". Anfang 8 Uhr. LU. £ a n b c § u n i o c r f i t ä t. Dem Dr. Heinrich F. I. Junker, geboren in Offenbach a. M., mürbe bie venia legendi bei der philosophischen Fakultät für die Fächer der vergleichenden Sprachwissenschaft unb der arischen Philologie erteilt. •• Ein Duell bei Gießen. In der chirurgischen Klinik starb gestern ein junger Mann infolge einer S ch u ß- verletzung, bie ihm am 15. I. Mt§. bei einem Duell von feinem Gegner beigcbrad)t worden mar. Zu der Angelegen- hett erfahren wir, das; der Verstorbene ein zu Frankfurt wohnhafter Franzose namens Figbiera und sein Gegner ber Leutnant Jttrnann vom 3. Fuß-Artillcrie-Reguuent zu Mainz mar. Fischiera hatte den Leutnant Jttrnann auf Pistolen gesorbert, der Zweikampf mürbe am 15. l. Mts. früh im Cchiffenbcrgcr Walde ausgefochten und beim zweiten Kugelivechscl erhielt F. einen Schuß in den rechten Ober- fchenkel. Der Schuß war nicht direkt tödlich; das Hinzu- treten anderer Krankheiten führte den Tod herbei. — TaS Schwurgericht, das am nächsten Montag vormittags 91/, Uhr beginnt, hat nut über einen Fall zu entscheiden. Angcklagt sind wegen Straßenraubs Jakob Wagner und Will). Hebbel. Vertreter der Anklage ist OberstaatSanmalt Hofmann, bic Verteidigung fuhren die Rechtsanwälte Raab unb Dr Katz. ** Dct landwirtschaftliche Verein der Provinz Oberfiessen hielt gestern im Hotel Viktoria seine Ansschußsitzunq ab Oekonomierat Korell eröffnete diese lurz nach l Uhr Es waren anwesend 15 Mitglieder, die übrigen Herren hatten sich entschuldigt. Zunächst wurde über einen Antrag des hiesigen la.ndwirtschaftlickfen Institutes meaen Stiftung eines Grundfonds an einem Stipen-s Zahl italienischer Arbeiter, ivclckrn einige .afire an dem dien kapital für in Gießen studierende, aus Lberficssen gc- iieucn Bahnhof beschäftigt waren, 11.-1^ abgereut - Ein bürtiS vanteirte unb eines zu Preisen für Arbeiten hiesiger Briefträger schiiuhtete ein Schwein, welches .18.-, chtetzener -mdiermder, die zur »lärung wichtiger Fragen Pjunb >«>« unb !eit Januar-ingelegm hatte brr oberhesjischen Landwirtschaft zu bienen geeignet >md. ». aie" $?ikbinbP!' $6U Cs würbe beschlossen, dem Antrag j^ofusüch! iu' Rödgen von einem merböckigen R-ubau ab unb WM ,^vnds von llXX^Mk. tzU ftiften. Zugleich wurde iii Au.fich. {pHt ^er Be^unglückic Ivar der einzige ^ohn einer gestellt,, gegebenen Falles später noch weitere UCinerc all. heute eingegangciier Mitteilung des hiesigen ^astdmlrt- - - , schastskammer-Ausschlisses werden die Akren von ihm in m Offenbach, 29. Nov. chu tz f ür .I rbens Aufbewahrung genommen, vorbehaltlich des Eigentums- willige. Die hiesige Handelskammer^\ <7^ rC(f tÄ des landwirtschaftlichen Provinzialvereins. Zum der ArbeitswiMen bei -treikS in.ilfrer ostffamtsitzung Vorsitzenden der Hauptversammlung wurde einstimmig Graf einstimmig rtne Entschließung angenommc- d.e dem Grvtzb -Wilhelm zu Solms-Laubach gewählt. Er nahm die Dahl an M i n i fr e r i u m d«s ,JmErn und der den Wrof» In der im Dezember stattfiudenden Haupwerfammlmip Kreisamtern Offenbach und Dieburg, dem ^ifcnbachcr Loli, wird die Bestätigilng durch die Mitglieder erfolgen. 3n= jeiamt und dem deutschen HandelStaa unterbreitet morde- gleich wurde auch die Wahl des seitherigen Vizepräsidenten, ift_ ne Handelskammer erhebt die dringende Forderung, Lekonomicrats Korell, Angenrod, befürwortet, der das Ami daß alles ausgeboten werde, um die Arbeit.imlligen zu wieder annahm. Damit ist das Weiterbestehen des Vereins schützen, insbefvndcre um Zusammenrottungen bei Arbeite- gesichert. Tic Haiiptversammlung des landwirtschaftlichen kämpfen unmöglich zu machen. Auh, grundsätzlichen Bk. Provinzialvereins wirb voraussichtlich in der zweiten Hälfte denken muß aber ine Kammer feden ^>cr,uch der Loiuni des Dezember stattfinden Am Schluffe der Versammlung des Problems durch ein >spezialge;etz n>iEraten. Äci du machte der Vorsitzende noch die Mitteilung, daß bic Dirck bevorstel-enden Reform des allgemeinen Strafrechts werbei tion der Aachener-Münchener Feuer-Versicherungsgesell- auch geeignete Bestimmungen ins Auge zu fassen ,em. schäft den alljährlichen Zuschuß von 250 Mk. weiter crus ^^"^asfau. bezahle: die Kreisvereine sollen dabei je nach ihrer Mit- -h Idstein, 28 9lov. Die Prozesse gegen Milch, gliederzahl mit kleineren Beträgen aus den Ueberschüssen pantschet werden jetzt zu einet ständigen Erscheinung voi der* Versicherungs-Gesellschaft bedacht werden. t>cn Amtsgerichten des Roffauet Landes. In ber letzten "Der Konzert verein schreibt uns: Wie ri|r5hch an- cjtounq beg hiesigen Schöffengerichts wurden abermals zwei Äii Fronen wohlhabender Sanbwirt, ans OberjoSboch nngn, VON jetzt ab verschiedene Neuerungen IN Bezug auf die Kleider grober Milchfälschung zu 75 bezw. 40 Mark Strafe UN> Ablaae entführen. Für die nummerierten Plätze im Saale bleiben Tragung der GerichtLkosten verurteilt. Man ist m weiten die seilherigen vier Gaiderobenräunie besiehen. Sie befinden sich I Avisen nicht damit zufrieden, daß daS Gesetz so milde gegen LVr H" "mi!.»I.n S.U-°°!K.Vn bie Gewahnhei.Spon.fchereien vorgehi. Empfindliche Freihn». für 337—392 links oitf den, Flur, 1ür 393 -460 bafcltft ober seht hohe Geldstrafen wären sehr am Platze. rechts. An lelstere» beiden Ständen ist zugleich die Garderobe Seelenberg i. T., 28. Nov. Am 1. Dezem für sämiliche u n n um ine vier ke Platze ansschlienlich abzngeben. , bo§ ,Rei hennach lwächtetwesen' auf. Seit Ur. Die einzelnen ^lbteilungen durien tm Gegensatz zu früher nur die i " • x»» ff« eben angegebene Anzahl von Nummern aufnehinen, bie übrigens oaterzesten mußte die Nachtwache tm Orte von den Etz. an jedeiir Stande dnrck' ein gedrncktes Schild deutlich gekennzeichnet wohnetn der Reihe nach geübt werden, eine Tätigkeit, sind. Tie Nununern der Garderobe sind künftig —- wie dies be- ^ec sich übrigens recht oft mancher drückte. Run tritt M reits im Theater der Fall ist — gleichlantend mit den Qiummeni L« .. »(]11 «Tienft an der Sitzplätze. T,e Ausgabe von Garderobemacken ist .nithu, ^^ufSnachtwachtcr den Ticnst an.___________ überflüssig ; es genügt die A n 1 b e m a H r n n cf' und B orzei nun g ------ der Eintrittskarten als Ausweis. Nur fi'ir liiinnnimerierte Platze I ’JiCta)69Ci:in)ivUi IC|. __ mnu die Ausgabe von Garderobemacken beibehailen iverden fNachdriick verboteii). j«. 2 e i^p z i g, November Idi. Es sei noch bmnui Hingeivielen, daß für alle Inhaber von Galerie-1 D . - -.....„ . Blätzen der Zugan i nur von der Goetiieitraße au§ zu nehmen i't. I Ter Redakteur Idler machte in ernem im „Bauern. Tereil Garderobe befindet sich im Flur zu b e i d e,i Seilen, wahrend s„„ndI einem BolkSkalender, erschienenen 'Artikel gegen die gross, bisher nur die rechte zu diesem Zivecke hergerichtet war. Tie neuen Nef[(nnc der fett etwa 13 Jahren in Tcutfctilniib^ onfalliget Gt'.irichtnngen finb doffentli h zur Bescuiguna der bisherigen liebel-1 S n il l i g h t s e i s e n f a b r l k in M a n n h e i m ,'vont. yn stände geeignet. Freilich kann die Konzertleiknng allein 'ür ben tiefem Arlilel werden die Analvsen und das Remltat über Untt» l eabuchligle>i Eriolg nicht cinfleljeu; er hängt weseullich von der > f^chuilgcii von SunligHtseise und deutscher R c r n i c iit llnk-rstntzung und sorgfältigen Beachtnna der neuen Vorkehrungen verössentlicht und aus diesen Unlersnchnngen der odihiB neigen, von leiten des Publlkmns ad. linier allen Umständen wird es ^u önii die deutsche Kernseife mehr Fettsäure enthält, n i cht einer sclnelleren Abierlignng beitragen, tveirn das Anlegen ber I f (f) ( e ch t e r, aber — nach Gewicht gelaust — 3 3 Pr o z. billiget Kleider direkt an den GarderobeschaUern unterbleibt und der Platz fst nl3 die SunligHtfetfc. Im allgemeinen rät der Artikel der unverzüglich für andere ireigemacht wird, sobald die Garderobe tu I fpariameu Hantzirau, bik deutiche Kermetfe zu gebrauche«'. Einpiang genommen wird. , I Wegen dieser Veröffentlichung Hatte die ©imligbt-^eneitfabnt ** Der allgemeine Staatseisenbahnverein! gegen den Redakteur Igler und den Verleger tiil feiert morgen übend Großherzogs Geburtstag aus der Liebigs höhe. (S. Anzeige.) uS'U. tu !ÜLÄ7 v le, .' 8t 2?T «IjÄ 52111) 1 für TOilhelmina ifl, November des grössten Oberhessischen Möbel-Versandhanses Klein Möbel ien wir Extra-Versand-Abteilung. Telephon 510 Giebel Emil Fischbach (00035 billtfl ab (09800 ,u verkauien. eucn Baue 5, Hinterhaus Anzahl. Wochenr. BMtiWg intintr Möbcl- Allssttilund ohne KaiisWanß Alte «und. erhalt. Waren und Möbel ohne Anzahlung Bel Barzahlung billiger wie in Jedem Spezialgeschäft Alte «und. erhalt. Waren und Möbel ohne Anzahlung icncn (S Inqcb. u. chten- E J Sämtliche Möbelstücke gr zu bekannt billigen Preisen ). Sckriftl. d.Gteft.Anz. Verkauf auf Teilzahl, streng diskret J. Jttmann Wichen, Babnbofttr 20 J. 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Ter Vorstand. lniiiniiiniiiinviiiiiii<7wlriiii!iiiiiiiiiinuumiiiiiiiiiii]iiiiinnnniiiuiiiiiiiiinigiHiii{niiiiHiiiiiiuiiiiifiiKiiiuiiniiii>iiniiiiiiiiiuiiJuiiniuiUiiBniiiRii)miHii> von Missionar Martin Maier aus China über: Die Revolution in China. D*.11 Cbcth. Verein für die Baseler Missüon Eintritt 50 Pfg. D. Schlosser. Plüss-Staufer-Kitt klebt, leimt, kittet Alles!®**» Mtaler tim Direkt.: Hermann StelngoetW Freitag, d. 29. 91 ob. ISlt. abcuds 8 Uhr: 8. Freitan-Abonnem.-Porr- Gewöhnliche Preise. (■»HtHpirl von Fräul. Riza Vajor DeutschenTbeatcr in Berlin ötroM uni) iliitioinit Eine Tragödie in 5 Auszüger von Friedrich Hebbel. Ende 11 Uhr. Sonntag,den l.Dez. 19l2. nachmittags 37, Ubr: Unter Mitwlrk. der Korea: Frau Emma Seilheim VisumltsttM 38, skgeuiibcr htr Iluin.-Vibliothtk Vertreterin der Firmen: DH. Zimmermann, mcchan. Weberei, Gnaden- Sängerkranz Sonntag, den 1. 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