Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten. Selters*« rtrctungen: Beehstein, fdux,Kaps,Knauß,Mand( )chiedmayer, Thürmer, iofberg, Mannborg wünscht l)Qt, muß doch geinischte Gefühle in Frankreich erregen. Wir lauen die letzten Meldungen folgen: V°n Beileids- 3823 Ein Yohenzollern-Tag in Brcmdenburg. Brandenburg, 30. Mai. In Gegenwart des Kaisers wird heute die fünfhundertjährige Wiederkehr des Einzugs der Hohenzollern in Brandenburg gefeiert. Es finden deshalb die Wiedereinweihung der altehrwürdigen St. Katharinen- Kirchc nach umfassender Wiederherstellung des Innern, die Enthüllung des Kurfürstenbrunnrns mit Reitcrstand- bild des Kurfürsten Friedrich X. von Professor Manzel und die Einweihung des aus den Ruinen neuerstandenen Rathauses statt. Tie Altstadt mit dem schönen Festsaal, welcher dem öffentlichen Gebrauch zurüctgegeben ist, und die Straßen verschwinden unter einer Flut von Laubgcwinden, Fahnen maschine mit Schrauben, ein kleines Rahmenwerk aus Kork und Bambus, mit Papier beklebt und mit Papierluitschrauben. Wir tauften cs die „Fledermaus". So cm zartes Spielzeug ist in den fänden Heiner Jungen nur von kurzem Bestand, cs war schnell zerstört: aber die Erinnerung wirkte fort. Einige Jahre später begannen wir diese „Fledermäuse" selber zu konstruieren, eine immer größer ats die andere. Aber zu unserem Erstaunen fanden wir, je großer das Tmg wurde, um so schlechter flog es. Wir wußten nichts davon, daß nur eine Verdoppelung der Flächen etwa eine Bcrachtfachung der Kraft erforderte. Wir verloren die Lust und zogen es vor, unsere Trachcn steigen zu lassen. Allein als n ir alter wurden, begann die „Fledermaus" uns nrieber zu beschäftigen." Tcn Anstoß zu dieser Ausnahme des Flugproblems gab der tragische Tod Llto Lilienthals, in dem Wilbur Wright seinen Lehrer und Porgänger verehrte. „Tie kurze Notiz seines Todes im Jahre 1896," so erzählt Wilbur, „sachte mein passives Interesse wieder an und veranlaßte mich, ein Buch über „Tiermechanismen" von Prof. Marey aus meinem Büchergestell zu nehmen, das ich bereits wiederholt gelesen hatte. Seit dieser Zeit fand ich mich gedrängt, mehr derartige Werke zu lesen, und als meinen Bruder Oroille ein gleiches Interesse ergriff, gingen wir bald vom Lesen zum Tenken und lchlicßlich zum handeln über. Ter Hauptgrund, weshalb das Problem so lange ungelöst blieb, schien mir darüt zu liegen, daß nicht einer bisher zureichende praktische Erfahrungen gesammelt hatte." Mit genialem Blick hatte Wilbur die Bedeutung der Lilient Hälschen Gleitilüge erkannt und verschaffte sich nun mit unermüblubet Ausdauer die notige Hebung und Praxis darin. Erst nach vielen Hunderten von Gleitflügen, als er in den Jahren 1900 bis 1903 die Sicherheit beim Fliegen erlangt hatte, rüstete Wilbur Wright die Gleitmaschine mit einem Motor aus und erfand so den flugfähigen Trachcnslieger, durch den nun das Flugproblcm praktisch gelöst nter. Paris, 30. Mai. Iw der bereits erwähnten Te- peschc des Generals L i a u t e y über die finge in Fez heißt es: Es ist unerläßlich, die ehemaligen Behörden, von denen keine Spur mehr vorhanden ist, raschestens wieder- herzustellcn. Ich habe im Lause meiner Unterredung mit dem Sultan erkannt, daß wir uns hier wie in Feindesland befinden und nur auf unsere Truppen, jedoch auf keinerlei lokale Unterstützung rechnen dürfen. Im Einvernehmen mit dem Konsul Gaillard und dem General Moinier habe ich bereits Maßnahmen ergriffen, um wenigstens dem Anschein nach die Autorität des Wachsen wiederherzustellcn. Ich appel- licrte an diejenigen Persönlichkeiten, die noch cllvas Ansehen und Einfluß besitzen und diese werden die traditio- netten täglichen Audienzen beim Großwcsir wieder auf- nehmen. Tas Eindringen der Berber in Fez. Paris, 30. Mai. Gestern abend telegraphierte General Liautcy, daß am 28. Mai nachmittags erhebliche Streitkräfte die Nord- ttnb Ostfront von Fez angegriffen haben, aber zurückgeschlagen worden sind. Einige hundert Berber drangen in die Stadt ein. Im ersten Augenblick befürchtete man, die Straßen der Stadt Sdyritt für Schritt verteidigen zu müssen. Infolge der getroffenen Maßnahmen besserte sich die Lage der Stadt jedoch gegen 10 Uhr abends. Ta die Feinde durch die Kämpfe außerhalb der Stadt erschöpft waren und die Bevölkerung sic nicht unterstützte, verloren sie die Fühlung mit den französischen Truppen. Sie ergriffen jedoch beim Tagesgraucn am 29. Mai d i e Offensive im Norden von Fez, wo in einer Entfernung von 10 Kilometern feindliche Ansammlungen bemerkt wurden. Man erwartet heute abend Verstärkungen aus Mckines, die große Muni- tionSvorräte initbringcn. Ter Sultan war zuerst sehr erschrocken, beruhigte sich aber gegen Abend infolge der fortgesetzt beruhigenden Nachrichten. Liautey bemerkt hierzu, daß er beim Tiner mit dem Sultan versuchen werde, im Einvernehmen mit diesem Maßnahmen zu treffen, um die guten einflußreichen Elemente der Stadt zufriedenzustellen und die Stämme zum Auseinandergehen zu bewegen. Von dem Erfolg des Generals Alix am Muluja, der gestern hier bekannt wurde, erwartet man gleichfalls einen wirksamen Eindruck. Die Lage in der Stadt ist augenblicklich besser. Tie Franzosen hatten fünf Tote und acht Verwundete. Berlin, 31. Mai Tie „Voss. Ztg." meldet aus Tanger: Nach einem Radiotclcgramm aus Fez besetzten die in die Stadt eingcdrungenen Stämme ein ganzes Stadtviertel. Oeftcntliche Ausrufer geben bekannt, daß die Bewegung nur gegen dicFran- zosen gerichtet sei, die anderen Europäer aber nichts zu befürchten hätten. Wie verlautet, traten viele Europäer aus Fez den Weg an die Küste an. Eine verfrühte Beglückwünschung. Poincare sprach General Liautey telegraphisch seine Genugtuung über die siegreiche Verteidigung von Fez während des Tages und der Nacht zum 28. Mai aus. Ter Ministerpräsident versicherte General Liautcy seines Vertrauens und beauftragte ihn auch, den Offizieren und Truppen seinen Tank und seine Glückwünsche für ihren Mut und ihre Ausdauer auszusprcchen. Paris, 30. Mai. Nach einer Blättermeldung betrugen die Verluste der Franzosen bei den in den letzten Tagen von den Marokkanern auf Fez unternommenen Angriffen insgesamt 4 3 Tote und über 70 Verwundete. MOS I bis 1700 Mk. n. Rudolp11 Siessen i Gegr. 1866 Tel. 462 V 3d Pflanzen biete ich J ilas- und Kristallvasen lapart.Kunsttöpfereien I . — Sudermanns,Lohannisfeuer"alsOper. Ter Mailänder Komponist E a m u s s i wird, wie das „B. T." er» fährt, im Auftrage des Verlergers Edoardo Sonzogno Sudermanns Trama ,^Johannisjeuer" jn Musik setzen. Sudermann selb st । flanzösischcn Gcncralresidenten keinen Zweifel. Am Mitt- , woch war die Lage der Franzosen verzweifelt. Tic Berber hatten einen Teil der Stadt erobert, und es ist vielsagend, daß Liautey eine rettende Wendung von dem Eindruck des kleinen Vorteils am Muluja erwartet. Im übrigen setzt er seine Hoffnung aus Verstärkungen aus Mckines und die Anknüpfung friedlicher Verständigung mit den einflußreichen Marokkanern in Fez Tic Möglichkeit einer Nieder- wilvur Wright f. Neuyork, 30. Mai. Wilbur Wright, der wochenlang am Typhus darnicderlag, ist heute früh in Tayton, seinem Geburtsort, gestorben Mit Wilbur Wright ist ein Mann aus dem Leben geschieden, bet durch sein Werk einen unvergänglichen Anstoß zur Fortentwick- ung der Kultur gegeben Hal, der wirklich von sich das stolze Lott sagen kann, daß er durch seine Tat der Menschheit Aus- iichlcn eröffnet hat, deren Verwirklichung fie vor ihm nur in kühnen Träumen geahnt. Ter Mann, der als ErUer gezogen ist, dieser Eroberer im Reich der Luft, war zugleich der echte Typus des modernen Erfinders, nüchtern, kritisch, jchwcigfam, unempfänglich für äußere Ehren. Wenn man ihn fad, fo drängte sich der einzigartige Eindruck einer genialen Periönlichkeit am, die ans einem inneren Zwange ihren Weg veriolgtc. Er hat uno erzählt, wie er auf den Sandhügeln von Kitty Hawk, wo es: Hie gut Brandenburg allewege! erneuere Brandenburg das Gelübde unverbrüchlicher Treue. Tie Hülle fiel und die Musik spielte die Nationalhymne. Der Kaiser äußerte sich Professor Manzel gegenüber außerordentlich anerknnenö. Stach einem Gang uni das Denkmal betrat der Kaiser das alre Rathaus und begab sich zum Festsaal in den oberen Stock. Hier wurde er mit Fanfaren empfangen. Nachdem der Kaiser sich in dos goldene Buch eingetragen hatte, nahm er vom Bürger meister den Ehrentrunk entgegen und hielt folgende Ansprache. Tie Ansprache des Kaisers. Ich spreche der Stadl Brandenburg meinen herzlichsten Tank aus, daran gedacht zu haben, mich zu ihrer Feier einzuladcn. Es1 ist eine Feier gewesen, die weit Über die Mauern von Brandenburg hinaus ihre Bedeutung hat, und ich freue mich, daß die Brandenburger gewünscht haben, ihren Kurfürsten und Markgrafen unter sich zu sehen, wie selbstverständlich der Kurfürst sich freut, wenn er unter seinen Brandenburgern weilen kann. Die wcchselvolle Geschichte, die Über unser Vaterland hingegangen ist, hat manches Geschlecht l-ervorgerusen und mit Ausgaben bedacht, und schließlich ist cs das Geschlecht meiner Vorfahren gewesen, denen es erst mit vielen Hindernissen gelungen ist, zu dem schweren Werk den Grundstein zu legen und schließlich das eWrk zu erbauen: die beut sche Einigkeit auf brandenburgischer Basis unter preußischer Führung! Wir wollen es nicht vergessen, daß cs für den damaligen Landeshauptmann und späteren Kurfürsten gewiß ein fchwcrer Entschluß gewesen ist, aus dem sonncnrcichen, schreibt das Libretto, dessen italienische Versifizierung Enrico Ca« vachioli besorgt. — T i e Entdeckung altgriechischer Malereien. Bei den Ausgrabungen in Pagasai in Thessalien wurden kürzlich eine Anzahl Stelen entdeckt. Die Malereien unö farbige Zeichnungen aus wiesen und für die Archäologen und die ftünitler gleichermaßen interessant sind. Es ist das erste Rial, daß so gut erhaltene Reue von Malereien aus klassisch griechischer Zeit gesunden mürben. 3m Laufe des letzten Monats find nun, wie der „Gaulois" berietet, noch über 100 Stelen und eine Anzahl Marmortafeln zu Tage gefördert worden, die auch alle mit Malereien bedeckt sind. Besonders auffallend ist darunter ein Gemälde, das em Totenniahl barftdlt, wobei die Teilnehmer mit Namen bezeichnet find, eine große Grabplatte von 2 Meter Länge, eine Stele mit der Darstellung eines Kindes, das mit einem kleinen Hunde fVielt, eine große Stele mit den Bildern zweier Krieger usw. Die Ausgrabungen, bie in einer alten Totenftadt vorgenommen werden, sollen noch fortgesetzt werden, und man hofft nocb auf weitere Funde derselben Art. J2lm auffallendsten ist die Tatwche, wie gut sich auf mehreren Stelen die Farben erhalten haben, obwohl feit der Ausführung dieser SHalereien über zwei Jahrtausende verflossen sind. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Ter Zentralverband der Badeärzte Oe st e r- reichs hält vom 11. bis 13. Oktober d I. feinen 7. Kongreß in Meran ab. — Geheimrat Prof. Tr. L. Lichtheim, Direkior der medizinischen Klinik an der Universität Königsberg i. Pr. tritt zum Herbst d. I. vom Lehramt zurück. Ter ausgezeichn^e Kliniker ist am 7. Tezember 184ö zu Breslau geboren uiw wirkte feit 1888 in Königsberg als Nachiolger von Professor — Ter Leipziger Kirchenhistoriker Kgl. sächs. Geheim - Kirchenrat Prof. Tr. theol. ct phil. Theodor B r i ege r, ~om- herr des Hochstifts Meißen, feiert am 4. Ium seinen ,0. Geb/c. - tag. Sem Geburtsort ist Greifswald. 1876 folgte ii tu t Ruft als ordentlicher Professor nach Marburg, von wo er 1 - nach Leipzig über Hebelte. Im Jahre 1877 ernannte^ ihn Die Göttinger theologische Fakultät zum Ehrendoktor Der -J)e .gic. Sem Hauptarbeitsaebiet ist die pteformationsgefchichle. Vie Belagerung von §ez. Mag auckf die französisckse Regierung in einem offi liefen Artikel die Mahnung aussprcchen lassen, man solle sich durch tendenziöse Nachrichten nicht beunruhigen lassen, General Liautey selber, der sich in Fez kaum in der Rolle eines Protektors fühlt, muß zugeben, daß die Lage ernst, sehr ernst ist: er tveiß, daß er „in Feindes Land lagere; alle aus diesem Zustande erwachsenen Folgen itnd Verpflichtungen fasse er ins Auge." Las man bis vor wenigen Tagen die französischen Zeitungen, so war ganz Marokko durchaus friedlich, nur die bösen Teutschen, allenfalls auch die begehrlichen Spanier, die einen Ersatz für ihre amerikanischen Verluste in Afrika erträumten, stifteten ein fvenist Unruhe Im Innern des Landes, wo diese mißgünstigen Unruhestifter nicht hindrangen, da herrschte eitel Friede und Freude, Freude darüber, daß bald der französische Seaensspender nahe. Man zog nach Fez. Es waren 10000 Mann, die ein reiches, wenig hügeliges Land fanden, in dem sie die 75 Millimeter-Kanonen amvenden und beit Feind erwarten konnten, indem sie seine Ernten niedcrbranntcn. Ieht aber, wo sie zu den Berben gelangt und mit den Zatjans, einem Gliede des berühmten „Berbcrblocks" in Berührung gekommen sind, hat dieser militärische Spaziergang seinen unterhaltsamen Eharattcr verloren. Tie Gegner, fast alle mit Lcbel-Gewehren ober -Karabinern und Schncllfeuergcwch- ren neuesten Modells ausgerüstet, sind ausgezeichnete schützen, sic finden eine großartige Unterstützung in einem äußerst schwierigen Gelände, das sich selbst verteidigt und Itao sie höchst geschickt ausnutzen. Aus der friedlichen Turchdringung Marokkos muß eine ^militärische werden. Darüber lassen die Berichte des neuen ihem a. Mosel ’ankfurt a. M. M nr. 126 Erster Blatt 162. Mrgang zreitag, 3H Mai 1912 D,r Siebener Anzeiger A ä Be,na»vrets: erscheint täglich außer nwnatlicki73Pf.,viertel- »-SÄ Ha 4 A444 44 A M wS 444A4 A InirKriirr zllKMflPT wlttlchastlichereiftra-en ■ M M ▼ ▼ ■ W B 'F ▼ ▼ Eheftedakteur: A flerulprech - Anschliisse: M ■ AV Verautwottlich für den en elektrischen Strom unabhängig von den übrigen Fahrzeugen liefert. Die vorhandenen Schlafwagen sind sämtlich mit elektrischer Beleuchtung ausgerüstet worden. Neuerdings haben einige v-Zugwagen unter Verwendung von Metallfadenlampen reine JMffumula- torenbeleuchtung erhalten. Um einen sanfteren Gang der Schlafwagen und der Drehgestellwagen zu erreichen, sind neue Wagen mit Drehgestellen amerikanischer Bauart beschafft worden, die außerdem noch Federn aus Spezialstahl haben. Die Fußböden der Wagen werden abweichend von früheren Ausführungen freitragend gelagert Tie Speisewagen und die Schlafwagen werden in der Regel sechsachsig gebaut. Bei Schlafwagen neuester Bauan ist durch Verlängerung des Wagenkastens eine Verbreiterung der Abteile, zweckmäßigere Anordnung der Sitze, Schlaflager und Wasch- einrichtungen erzielt und die Bequemlichkeit für die Reisenden erhöht. Tie für v-Züge bestimmten Wagen werden bunt) eiserne Platten in den Wanden und im Boden zur Verbesserung der Gangart besctnoert. Auf Verbesserung der Lüftung*- und Heizeinrichtungen und auf ihre sorgfältige Instandhaltung t|t bei den neuen Wagen aller Gat- lungen besonderer Wert gelegt worden. Die äußere Klassen und Abteilbezeich- u ung erfolgt neuerdings durch C ina ille sch> ld e r mit weißen arahijKen Zifiern und äu&itAten auf schwarzem Grunde. Dadurch wird den Reisenden das Auffinden der Wagenklassen und der Abteile erleichtert und die Zugabfertigung beschleunigt. Um die dreiachsigen Wagen allmählich aus den schnellfahrenden Zügen zu beseitigen, ist eine größere Anzahl vierachsiger Wagen beschafft worden. Ein Teil'der beschafften vierachsigen Abteilwagen 3. Klasse ist mit besonderen Einrichtungen zur Beförderung von Kranken in Betten oder auf Fahrstühlen versehen, die eine Umwandlung zweier nebeneinander liegender Abteile in einen zur Aufnahme eines Bettes geeigneten Krankenraum in einfacher Weise ermöglichen. Diese Wagen verkehren hauptsächlich in Zügen nach den Bädern, die hohe Krankenfrequenzen aufweisen. Tie dreiachsigen Wagen für den Fernverkehr haben eine bessere Ausstattung erhalten: es sind Aschbecher in den Abteilen 3. Klasse, Lichtschützer vor den Lampen und Fenstervorhänge eingeführt, auch werden neuerdings die Personenwagen 4. Klasse mit einem Linoleumfuß- bodenbelag, mit Fenstervorhängen, Gepäckbrettern und Kleiderhaken versehen sowie mit doppelter Teckenschalung gebaut, um die Jnnenräume im Sommer kühler halten und im Winter leichter erwärmen zu können. Für Bahnlinien in landschaftlich schönen Gegenden ist eine Anzahl von Aussichtswagen beschafft, deren große Fenster den Reisenden einen freien Umblick gewähren. Auf gründliche Reinigung der Personenwagen wird nachdrücklich hingewirkt; auf den größeren Bahnhöfen sind zu dem Zweck maschinelle Reinigungsanlagen eingerichtet. Zum Schutze der Reisenden gegen Raubanfälle während der Fahrt ist die Umwandlung der zuschlagpflichtigen Schnellzüge in v-Züge nach Möglichkeit beschleunigt und die Bauart der neuen Abteilpersonenwagen so geändert, daß möglichst mehrere Abteile in offener Verbindung miteinander stehen. Bei den leichten dreiachsigen Gepäckwagen wurde der Gepäckraum und der Radstand vergrößert. Außerdem ist zur Erhöhung der Betriebssicherheit das Eigengewicht durch Anbringung von eisernen Platten im Untergestell vermehrt worden. Zur Einstellung in die Schnellzüge wurde eine größere Anzahl vierachsiger Gepäckwagen beschafft. Tie Zugführerabteile der Gepäckwagen erhalten sämtlich Gas- glühlichtbeleuchtttng, ebenso die Gepäckabteile derjenigen Wagen, die vorzugsweise in Personenzügen laufen. 21ms Statt Mtit Cant« toteüen, 31. Mai 1912. * * Tageskalender für Freitag, 3L Mai. Stadt- theater: Gastspiel des Hanako« Ensembles : „Im Teehausech „Otakech „Ter Selbstmord". Anfang 8 Uhr. .* **DasGroßherzogsvaar besuchte am Mittwoch in Kiew mehrere Kirchen und reiste abends nach Kalisch ab. Am Bahnhof waren bei der Abfahrt die Vertreter der Regierung und der städtischen Behörden anwesend. ** Ordensangelegenheiten. Der König von Preußen hat den nachbenannten Personen die Erlaubnis zur Anlegung der ihnen verliehenen nichtpreußischen Orden erteilt, und zwar: des Ritterkreuzes zweiter Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Prinz- lich Stolberg-Wernigerodeschen Amtmann Glaser in Radenz, Kreis Koschmin; des demselben Orden zugehörigen silbernen Kreuzes: dem Prinzlich Stolberg-Wernigerode- schen Hegemeister Bayer in Dobrapomoc, Kreis Koschmin, dem Prinzlich Stolberg-Wernigerodeschen Förster Scheuermann in Radenz, genannten Kreises, und dem Landgräflichen Wildmeifter Schneider in Fasanerie bei Hanau; des Hessischen Allgemeinen Ehrenzeichens: dem Prinzlich Stolberg-Wernigerodeschen Forstaufseher Iaeschke in Wzionchow, Kreis Koschmin. • * Historische Kommission. Der Großherzog hat den lath. Pfarrer i. P. Peter Bruder m Dieburg auf ein Nachjuchen von der Stelle eines Mitgliedes der Historischen Kommission für das Großherzogtum Hessen enthoben. - Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Gust. Schwalm aus Vonhausen eine Lehrerstelle an der Musterschule zu Friedberg. — Erledigt ist eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Sulzheim. • • JubiläumS-Gauturnfest 1912. Der Preß- auSschuß hielt gestern abend eine längere Sitzung ab, in der die eingelausenen Entwürfe für die Jestpostkarten usw. geprüft und auSgewählt wurden. Es wurde beschlossen, eine Starte mit einer Abbildung der Festhalle anzufettigen und eine mit einer von turnerischen Emblemen eingefaßten Ansicht von Gießen. Um den Wett der Karten zu erhöhen, sollen sie mit eingedruckten Marken versehen werden. Weiter wurde dann die Ausgestaltung der Festschrift und verschiedene interne Angelegenheiten beraten. **Neuerungenin Gießens Umgebung. Der Heinrich Schreiber-Weg ist seit einigen Tagen fertig gestellt und wird von Spaziergängern schon vielfach begangen. Der Weg beginnt kurz hinter dem Bahnüber- gang und verbindet den alten Feldweg mit dem sog. Nizza, wo er Anschluß an das Waldwegenetz hat. Er führt längs >es Klingelbachs her und ist etwa 900 Meter lang. Ter Weg wurde von der Feldbereinigung angelegt, während die Stadt die Befestigung übernahm und der Verschönerungsverein ihn aus Nkitteln der Schreiber-Stiftung mit 153 Lindenbäumen bepflanzt. Wenn die großblätterigen Linden erst einmal Schatten spenden, wird der Weg einer unserer schönsten uni) begangensten Spazierwege sein. Ter Alte Schiffenberger Weg wird in der Nähe der Landes-Heil- und Pflegeanstalt voraussichtlich als öffentlicher Weg aufgehoben werden und nur noch als Holzabfuhrweg für eine bestimmte Zeit erhalten bleiben. Da der sog. Schutzstreifen längs der Anstalt auf absehbare Zeit seinen Zweck nicht erfüllen kann, haben sich seit Eröffnung der Anstalt manche Unzuträglichketten heraus- geftellt, deren Beseitigung im Interesse der Kranken wie auch der Spaziergänger äußerst wünschenswert erscheint. Man null dies durch Verlegung des Weges nach Süden hin erreichen. — Wetter wird zurzett, wie wir hören, eine Anregung erwogen, in unserem Stadtwald einen Tierpark anzulegen. Man will Hirsche usw., die in unserer Gegend aus der freien Wttdbahn verschwunden sind, in einem umzäumten Teil des Waldes unterbringen, um unserem Walde einen neuen Reiz yinzuzufügen. Zn Betracht käme hierfür etwa der Wald an der Happelswiesc. Der Gedanke, aus Anlaß der Errichtung der Frankfurter Universttät dem dortigen zoologischen Garten eine Konkurrenz zu, machen, soll bei dem neuen M kme Rotte ipitteu. y — Zn A merika verstorbene Hessen. Paierl Aloysius Kurtz wurde in Tayton, C., wo er eine Misst)?. I leitete, während einer Predigt auf der Kanzel vom Schlec- ’ getroffen, worauf er alsbald starb. Frau Frederik Hoff.! mann, 79 Jahre alt, in Brooklyn; Frau Kath. Götz, gtt. I Grimm, 45 Jahre alsi in Brooklyn; Heinrich Dorf, 54 Jahre alt, anS Gießen, in Brooklyn, N. 'I. Landkreis Gießen. = £a ubringen, 30. Mai. Am nächsten Sonnii' findet hier das volkstümliche Turnen deS 2. Bezirks; d e S Gaues Hessen statt. Vorgeschrieben sind folge, h£ Lieblingen: Stabhoch- und Freiweitsprung, Steinstoßen im) Schnellauf über 100 Meter; dazu kommt noch eine Pflicht. Freiübung. Dem Turnen geht ein gemeinschaftlicher Turnger der Wetturner voran und versammeln sich die Turner morgens 8Vi Uhr in Lollar. DaS Wetturnen beginnt um 10 Uhr auf dem Festplatz. Nachmittags finden Turnspiele und Schau, turnen statt. w. Taubringen, 30. Mai. In der Nacht auf ben 28. Mai wurde in dem Garten des ForslwatteS Chr. Braun an der Kreisstraße eingebrochen. Auf Antrag deS Eigentümers wurde durch einen Polizeihund aus Biu- dach eine Spur festgestellt. ---- Allendorf a. d. Lumda, 30. Mai. Der hiesige Männergesangverein errang bei dem Wettstreite in Kassel am zweiten Pfingstfeiettage unter starker Konkurrenz m der zweiten Landklasse den dritten Preis und den Ehrenpreis. Ter Berem steht unter der Leitung deS Lehrers Schmidt von Kesselbach und ist bereits schon im Besitze mehrerer Preise und Ehrenpreise. — Zu der am 9. und 10. Juni hier slattsindenden 7. Bundesturnfahrt des Lahn-DunSberg» Bundes sind bis jetzt ca. 160 Wetturner gemeldet. Kreis Büdingen. # Rohrbach, 30. Mai. An der Viehtränke, der sogenannten Wehd, fand man an der tiefsten Stelle den 49 Jahre alten Knecht Heinrich Altenburg auB Hänichen ertrunken. Bei dem hiesigen Landwirt Hch. Weber war der Ertrunkene mehr als 20 Jahre ununterbrochen als verlässiger Dienstknecht in Stellung. In letzterer Zeit merkte man Spuren von Irrsinn. Er erfreute sich eines guten Rufes. A Rohrbach, 30. Mai. Unter den Schweinen herrscht eine Seuche. Gestern brachten zwei Fuhrwerke die über die Feiertage gefallenen Tiere zum Schindanger und täglich mehren sich die Fälle; namentlich fette Schweine gehen zu Grunde. Kreis Lauterbach. r. Herbstein, 30. ibiai. Infolge der Brandkatastrophe im vergangenen Herbst herrscht in unserem Städtchen eben eine rege Bautätigkeit, damit die Gebäude möglichst vor Einbringung der Ernte unter Dach sind. Ter begrenzte !; Raum, auf dem die abgebrannten Hofreiten standen, ver-F- ursachte bei Ausstellung der neuen Pläne einige Schwierig-W feiten; es mußten für mehrere Gebäude andere Bauplätze ein-|i geteilt werden, damit den baupolizeilichen Vorschriften Rechnung ßj getragen werden konnte. Mit der Aufstellung der Baupläne, die auch eine andere Einteilung des OrlsbebauungSplaneS zur Folge hatten, mar Regierungsbaumeister Haas aus Darmstadl von dem Ministerium beauftragt. Durch die in diesem Jahn beabsichtigte Erweiterung deS Wasserwerkes wird künftig auch eine bessere Löscheinnchtung geschaffen. Kreis Schotten. A Ulrich stein, 30. Mai. Wegen Errichtung einer Automobilpost zwischen hier und Mücke und hier und Scholten sand jüngst eine Zusammenkunft auf dem Hoherodskopf stau. r Man hofft, die Verbindung bis zum 1. Oktober d. IS. in? Leben zu rufen. A Vom Vogelsberg, 30. Mai. Die Vegetation hat gute Fortschritte gemacht und die drohende Futternot üi nun behoben. Die Saat steht sehr gut und berechtigt j- den besten Aussichten. Rur führte man Klagen über do! mangelhafte Aufgehen der Sämereien. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 30. Mai. Wiederum trug sich auf der Bahnstrecke Friedberg — Homburg ein Unfall Air. Ein Bahnschasiner fiel bei Holzhausen vom ZuP, doch sind seine erlittenen Verletzungen leichter Art. L. Bad-Nauheim, 30. Mai. Das große KunsttrS und das Triebwerk, das jahrzehntelang die Soole n c den Siedhäusern wie nach den Badehäusern führte, Ml ;efct ftill. Die Soole wird jetzt durch eine elektrische fs* H tung hingefübrt. Seit zwei Sagen ist auch die Leitutz , vom Ludwigsbrunnen nach der Trinkkuranlage in Betrüb. Wie man seither Kur- und Karlsbrunnen an der Irir.b 1 kuranlage trank, so trintt man jetzt auch daselbst LudwigW wasser. h. Niederweisel, 30. Mau Die Johannit:rI von Hessen-Nassau und Hessen hielten heute in der Ij* l1- figen Komturkirche ihren Ritt er tag ab. In der schäftlichen Sitzung beschloß man, an dem I o h a n nitcv Hospitale umfangreiche bauliche E r ro e i t c ru n g . n vorzunehmen. Einem gemeinsamen Mahle der Ritter in Butzbach schloß sich ein Besuch von Bad-Nauheim an. Starkenburg und Rheinhessen. R.B. Darmstadt, 30. Mai. Zurzeit sind Besttö« bungen im Gange, die sämtlichen mittleren PoD Eisenbahn-, Berwaltungs-, Finanz-, nungs-, Steuer-, Justiz», Militär-, Bau- utt» städtischen Beamten Hessens zu einem groß« Verbände zu vereinigen, um die Standesinteresien durch gegenseitige Hilse und Unierstützung besser vertreten, gen} besonders aber bei Wahlen für den Stadtrat, den Lanotr; und Reichstag durch ein geeintes Vorgehen ein entschn- dendes Wort mttreden zu können. — SarmHabt, 30. Mai. Der nationale flongrz. bet deutschen Vereinigung für SäuglingSjch finbet Ende September hier statt. Tie letzten 2agun<_e. (Berlin, München, Dresden) waren von 200—300 Aetzier und sonstigen Jntereffenten besucht. Als Kongreßott ist * dieses Jahr Darmstadt gewählt worben, da die eäugün^ fürsorge in Hessen, besonders soweit bie Lanbgemelnben ü Betracht kommen, vorbildlich geregelt und Darmstadt der eir ber Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge ist. ch. Bingen, 30. Mai. In einer hier stattgciuudemij Versammlung der Vereinigung Binger Weinbergsbesitza wurde beschlosfen, von jedem der in der Binger Gema» kung begüterten Weingittsbesiyer zur einheitlichen Tuch' führung von Bekämviung^arbeiteu gegen den Heu- Sauerwurm einen Beitrag von 5 Psg. für Die Rute odU LUvu b Ml. füt dW Morgen zu fordern. Da das ■ 8890 Sefidbach, den 30. Mai 1912. Danksagung. Kür die herzliche Teilnahme anläßlich deS HinscheidenS unseres guten Sohnes, Bruders, Schwagers und CntelS, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Hofmann, für die vielen Kranzspenden, sowie für die zahlreiche Berctligung bei der Beerdigung sagen wir allen Freunden und Bekannten herzlichen Dank. Im Namen der Trauernden: "Wilh. Becker IV. "1" «neu beginn 10:' ~ no *** der . I Gemeinnützige Baugenossenschatt, a m. n, Gießen Bilanz vom 3L Mk. 4590L6 <620.25 Verlust- und Gewinnrechnuug pro 1911. Grosser Umsatz Kleiner Nutzen Ter Vorstand: D“/< 3853 Diefeck, den 3L Mai 1912. htatta aller H ESS K Wilh. 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Die große Fernfahrt des neuen ZevpelinluftschifieS von Friedrichshafen nach Hamburg ist für heule abend festgesetzt. Graf Zeppelin übernimmt selbst die Führung des Huftkreuzers. Die Fernfahrt soll möglichst ohne Zwischenlandung direkt nach Hamburg gehen. Bon Hamburg aus sind Fahrten nach Bremen und Kiel sowie Lrienlierungsfahrten über See geplant. Müller'sche Badeanstalt. Mass erwärme der Lahn am 3 1. Mai: 150 R. Mk. 63.21 3000.- Dezember 1911. Passiva. 1) GeschästSgnl- haben der Mitglieder 2) Reservefonds 3) Reingewinn Kuverts mit Hirma billigst | kirühl'sche Unioerfitätr-Vruckerei. R. Lange, Sieben Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme bei unserem schweren Lerluste und für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir allen, insbesondere dem Kriegeroerein, unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Schnabel. Mk. 1.99 Springmann s Schuhwarenhaus Bahnhofstrasse 58 Giessen Bahnhofstrasse 58 - - Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter die,er Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen. Man kann es verstehen, wenn sich „mehrere Anwohner der Nord-Anlage" darüber freuen, daß das Zelt der Zellmtsfion vom OswaldsgaNcn wieder verschwunden ist. Man braucht aber durchaus noch lern Anhänger der Zelttnission zu sein, um andere Empfindungen zu haben, als die Berfasscr des Eingesandt in Nr. 124 Jahres Blattes. Es gehört denn doch ein ganz eigenartiger Geschmack dazu, die Klänge einer Karussell- orgd oder gar die von „ein paar", die zu gleicher Zeit spielen, angenehmer zu empfinden, als den von einem Harmonium begleiteten Gesang geistlicher Lieder, wie „So nimm denn meine Hände" und „Der beste Freund ist in dem Himmel", deren Weisen zufällig eines Tages vom Zelt her mein Ohr trafen, als ich in dem anliegenden Schulgarten der Knabenschule beschäftigt war. Ich glaube, daß mich Karussellorgelmusik bald aus dem Schulgarten vertrieben hätte, aber dem Gesang der oben angegebenen Melodien lieh ich gern mein Ohr. Daß er gerade aus dem Zelt der Zeltmisfion kam, daran stieß ich mich nicht. Gott sei Dank, daß es auch Leute gibt — und es ist nach meiner Erfahrung nicht die Minberhett — die einer anderen Geschmacksrichtung huldigen als die Verfasser des ersten Ein« gesandt. Leib, Lehrer. i . . ......1 .—j Letzte Nachrichten. Die Lage in Fez. Paris, 31. Mai. Der „Malin" meldet, Liautey habe unterm 27. Mai einen amtlichen Bericht erstattet, das die Lage ernst, ja allarmierend sei. Die .Gefahr nehme von Tag zu Tag zu und nur wuhrciid der Ernte sei eine vorüber-, gebende Entspannung der Lage zu erwarten. Es werde beträchtlicher Anstrengungen bedürfen, um die Rühe wieder herzustellnv und dauernd zu erhalten. Mannheim, 31. Mai. Das Luftschiff „Schütte-1 Lanz" unternahm heute früh ö Uhr seine erfteFahrt. Es fuhr bis Karlsruhe und wandte sich dann der Bergstraße zu. Um 8.03 Uhr ist cs unmittelbar bei der Luftschiffhalle wieder gelandet. Malta, 31. Mai. (Reuter.) Tie Reise des englischen Premierministers ist rein privater Natur und ist aus Gesundheitsrücksichten unternommen worden. NeuYork, 31 Mai. Ans Mexiko wird gemeldet, daß die Rebellen die Stadt Tres-Maroas plünderten und dort große Grausamketten verübten. » Vermischte». * Warnung vor ausländischen Auswanbe- rungsagenten. Durch die Anfragen Auswanderungslustiger ist in letzter Zeit der Evangelische Hauptverein für deutsche Ansiedler und Auswanderer verschiedentlich aus Agenten aufmcrkfam gemacht worden, welche vom Ausland her, besonders in den großen Industriezentren, auf brieflichem Wege Auswanderer für südamerikanische Staaten unter Versprechung freier Reise und freien Landes anwerben. Der Verein hat sofort die nötigen Schritte getan, um diesen Agenten das durch 5 1 des Äuswanderungsgesetzcs verbotene Handwerk zu legen und die Auswanderer durch Behörden, burd) die Presse und seine Vertrauensmänner zu warnen. Die Leute sind nad) Kräften darüber aufzuklären, daß diejenigen Auswanderer, deren Uebersahrt ein fremder Staat bezahlt, sich ihres Rechtes auf freie Auswakst des Freilandes begeben; sie haben dorthin zu gehen, wohin sie die Regierung schickt, d. h. auch in ungesunde Gegenden. In der Regel sind es die vorgeschobensten Posten, wo neue Regierungskolonien angelegt werden. Es ist also unbedingte Vorsicht nötig. * Tos Pferd in der Welt. Man glaubt vielfach, daß in Anbetracht der immer mehr steigenden Verbreitung der Kraftwagen die Pferde seltener und entbehrlicher werden. Ja, manche prophezeien bereits baß Ende des Pferdes und sehen schon tue Tage nahe, in denen das Werd als Kuriosität in zoologischen Gärten gezeigt wirt). In Wirklichkeit stehen die Tmge anders. Wohl mag das Pferd in den Straßen einiger Großstädte seltener geworden sein, überall sonst ist seine Zahl aber im Zlmehmen begriffen. Nach den Zählungen, die in fast allen Kulturstaaten oor- genommen wurden, betragt die Zahl der Pierde auf der Welt ins- gesamt bl Millionen Stück. Davon entfallen auf Europa rund 43 Millionen, auf Amerika 32 Millionen, auf Asien 3 Millionen, auf Australien 2% Millionen und auf Afrika eine halbe Million. Tabei ist aber zu bemerken, daß in Asien Pferdezahlungen nur in Britisch-Jndlen und Japan vorgenommen würben. Wir wissen nicht, wieviel Pferde Ehina besitzt, wieviel in den weiten Steppen Jnnerastens gedeihen. In Afrika haben die betreffenden Zählungen nur in Kapland, in Algier und in Tunis stattgefundem Wir gehen alfo kaum fehl, wenn wir annehmen, daß es auf der gesamten Erde mindestens 120 Millionen Pferde gebe. Unter den Kulturstaaten nimmt daß europäische Rußland in Bezug auf den Pferdereichtum die erste Stelle ein. ES verfügt über einen Bestand von 27 Millionen Stück. Ihm folgen die Vereinigten Staaten von Amerika mit 21 Millionen und in weitem Abstand Argentinien mit 7 Millionen Pferden. Deutschland nimmt den vierten Platz ein. Wir besitzen laut der letzten Viehzählung 4 345 647 Pserde. Tie von uns im Lande gezüchteten Pferde genügen bei weitem nicht unserem Be- dars. Wir müssen noch für fchtoeres Geld Pferde im Auslande kaufen. Im Jahre 1910 haben wir insgesamt 142000 Stück im Werte von lOö Millionen Mark eingeführt und 1860 Stuck im Werte von 1 700 000 Mk. außgeführt. Rußland war unser Hauptlieferant ; wir bezogen von ihni 71 840 Stück, zumeist leichte Pferde, im Werte von rund 21 Millionen Mark. Belgien versorgte uns mit 25 000 Pferden schweren Schlages, die 31 Millionen Mark kosteten. An Dänemark zahlten wir dagegen 20 Millionen Mark ,ur 23 000 schwere Pserde. Weitere Bezugßländer bildeten die 'Niederlande, Oesterreich-Ungarn, Frankreich und England. Diese Zahlen lehren unß, daß die Hebung der Pferdezucht für unS immer noch von höchstem wirtschaftlichen Werte ist. 111 der SDqAi , ■ en des c> flD' <- 'qebraü s'würlrz 0 ^rochen. . * Wi*nb Z’g hauplverjammiung Oer Deutschen Turnerschaft. — Kiel, 30. Mai. Im weiteren Verlaus der Verhandlungen beschäftigte sich der Ausschuß mit den UnsaUunterstützungskassen, die nach einem Bc» schluß der vorjährigen Breslauer Tagung errichtet wurden. Tcr Ausschuß wünschte, baß diejenigen Vereine, die mit Prioatoer- sicherungsgesellschaftcn Verträge abgeschlossen haben, nicht gezwungen werden, den Kreiskassen beizutreten, sie sollen aber ver» pslichtet werden, ihre Verträge nut den Privatoersichcrungen zum nächstrnöglichstcn Termin zu kündigen. Als Vertreter des Reichsausschusses für die Olympischen Spiele würbe Sanitätsrat Töplitz Breslau) gewählt. Die Feste der Schweizer Turnerschaft und der belgischen Turner, sowie der Äon» tncß für Jugendspiele in Heidelberg werden durch Vertreter des Ausschusses besucht werden. — lieber die Verleihung von Ehren» triefen entspann sich eine längere Erörterung. Es wurde beschlossen, den geschästsführenden Ausschuß zu beauftragen, ent- sorechende Bestimmungen auszuarbetten und sie im nächsten Jahre Dotjulcgen. Eine gestern von einem Ausschuß ausgearbeitete Erklärung 7 um Jungdeutschlandbund wurde ohne Widerspruch angenommen. Kaufmann Ahlborn (Gotha) erstattete den Kassenbericht. Tas Vermögen der Kasse beträgt 66000 Mark, das der Götz- Slislung 106 000 Mark, das Gesamtvcrmögen beträgt 207 000 aJcf. -tont Kassenwart wurde Entlastung erteilt und der Haushalt für 1913 genehmigt. ~ _ Für eine Gedenktasel im Römer in Frankfurt a. M., wo 2a5 kpte dcutscl-e Turnfest ftattgefunben hat, wurden 1500 Mark tevilligt. , , Zum Schluß erklärte der Ausschuß nach langen Verhandlungen, daß trotz des nachträglichen dankenswerten Entgegenkommens, das bie Leitung der Stockholmer olympischen Spiele bc» niesen habe, eine der deutschen Turnerschaft würdige Vertretung nicht mehr möglich fei. Fourier, Bechtolßheimer, Moslg, Lentz, Dahmer. 200 Pfianzer-Zigarren iimoill XSÄK daraus, solange Vorrat reicht, 2U0 7'Psa^Zig. 1L95 i)tt, 200 ff. 8-Pfa.-Zig. für 12,95 Mk. ober 200Lochs. 1O-Pfg.-Zig. für 1AÄ> Dct Außerdem geben 2OO PftanLcr-Zigarreu gratis für Weiterempfehlungen. Also diesmal 400 Zig. f. 11,95, 12,95 oder 14,95 Mk. Rur wer bis 8. Juni bestellt, erb. die 200 Ztiid umsonst. Garantieschein. Bei Nichlaef. Geld zurück. Gade k Co., Hamburg 36. (hv**/t (BcricbufaaL (!) Mainz, 31. Mai. MS Vorspiel zu dem Prozeß Hirsch wegen Beleidigung beS Beigeordneten Berndt und der Polizei- assistentin Schapiro, veröffentlicht der Angeklagte in der heutigen Nummer seines Blattco eine Bekanntmachung, der wir folgendes entnehmen: Tie Verteidigung des Angeklagten Hirsch in der neuen, am 18. Ium d I beginnenbcn Verbandlung vor bet Strafkammer in Darm stabt haben bic Rechtsanwälte Justizrat Bernstein-München unb Dr Bovp Tarmstadi übernommen. Ta da- erste Urteil mit allen Feststellungen vom Reichsgericht auf» gehoben ist, muß bie Verhanblung von Anfang an wicberholt werden. Ter Angeklagte wirb einen umfangreichen Zeugen- bewei- antreicn unb insbesondere auch neues Material in Vorlage bringen. Personen, bie sachdienliche Angaben in der Angelegenheit »u machen haben und vielleicht vor Bekanntwerden deS ersten Urteils damit noch zurückgehalten haben, werden gebeten, Mitteilungen an einen der beiden v2(nroälte gelangen zu lassen. b°' 30' M°!. . unb d" ”m 9. unb 10 * d-- -°hn.L°2 Miltner gemeldet. ngen. der Viehtränke, an der tiefsten Stelle: ^ Altenburg aus anbivirt Hch. Weber nm- nunterbrochen als oedäifi t laterer Zeit merht ni\ ;c W eines guten Rusts. Unter den Echiveinm brachten zwei Fuhrwcrte Vt -iere zum Schindanger u2 ^entlich fette Schweine gebr ferner durch BAR-EINKAUF der von uns benötigten grossen Posten Schuhwaren sind wir in der Lage, bei enorm grosser Auswahl Kinder-, Damen- und Herren-Schuhwaren zu sehr billigen Preisen zu verkaufen. — Trotz der allseits bekannten billigen SPRING MAN Nschen PREISE gewähren wir noch auf Jeden Einkauf 5°/0 RABATT. Decken Sie also Ihren Bedarf geh. bei uns. Versand nach auswärts franko. — Umtausch gestattet erbach. Infolge der Brandkatafuosi, in unserem Städtchen eta it die Gebäude möglichu t:: Dach sind. Ter begren,'., nten hosreiten standen, um ien Pläne einige Schwieg । cbäude andere Bauplätze ec-j i zeilichenBorjchristeu Rechm:! er Aufstellung der Baupläi!,»1 des OrtsbebauungSpianeS, Meister HaaS aus Tarmsttt [ \ Durch die in diesem ZK' ! rsserwerkes wird künftig ay affen. lütten. . Wegen Errichtung tir Mücke und hm und Scheu - auf dem Hoherodskapf siL ' zum 1. Oktober b. IS. * 30, Mai. Die VtgM.- b die drohende Futterno! ■ ' sehr gut und hrte man Klagen übst ■ -reien. ■h6$iebaum W M -H-mburg e» « »ei Äf'J * ctzLNgen l-'cht--» Mai. Das groyc hrzehntclang die soo> ., Äadehäüfern suh^i - tzt durchemeelettn^ Dagen ßl auch n Wck : Trmkkuranlage m arI^rU,*CMiell’K '' jetzt auch daselvl Mm- ti'in»1”1* i hielte» ht»" ki > ttettoMLanu^ I«** d jirö ' M°>. 3“ । lias-, , iaU'.'C.I ° flli i 111Ö1 ' nfOf-“ 'S V-, v ,11 einem g , - | jÄftls I lflten Als ^ngte? . I sucht, iyec M J||| r,P**2i■ 3027.- 1.00 762U4!Ö Verluste Mk. 1) Geschäftsunkosten 275.96 2) Inventar 35.— 3) Reingewinn 275J.25 3063.21 Mttg lieb erzähl: 88 O.,6 w^ssr.«. ? bet 9an°'([et ich häuslich emzurichlen, bezw. bie ihrem Nomabenleben cntsptechenben vorübergehenden Einrichtungen zu treffen, um bann vom 1.—24. Juni ihr Leben unb Treiben den Be- uchetn deS Zoologischen Gattens ootzusühten. w. Homburg v. b. Höhe, 30. Mau Heute fand hier bie Eröffnung beS Internationalen Tonlauden-SchießtlubS flott. TaS Ehrenpräsiblum war gebildet aus: Großfursi ^iichael von Rußlanb, Ptinz Albert zu SchleSwig-Holslem, petrn John G. A. Leishmann (amerikanifcher Bolfchaftet in Ötclm) unb RegietungSptäsibeitt Dr. o. Akeister m Wiesbaden. Erster Aotsitzenber ist Dr. Ritter v. Äiatx. Kleine CagesdironiL Ter Deutsche Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke, der jetzt runb 39 000 Mitglieder ^hlt, wird feine große iäbmthc Tagung diesmal vom 12. vis 14 Juni in Oberfcblesien in brr Stabt Bcurhen halten. Aus T raun st ein Banern nnrb gemclbet: xurd) den Regen der letzten Tage unb burd) bie Sommerditze bes Vvriahres l aben iid) Bobenrisse erronten. Euva 2 5 Morgen Wald sind burd) eine losgelöste gewaltige Erbfcdicku teils vernichtet, teils geiätrbet. In Nürburg haben bic Einwohner ihre bedrohten Häuser verlassen. AuS Lands berg (Wände) wird gcntclbet: der 9? c u m a r l herrscht feit heute früh ein fchwetes Hagelwetter und Scdneefall. In Prag erhielt zur Vorbereitung bei Mageiuvände für bic Löntgenisictung bic Hoteliersircul Flusser Banumsulsai verordnet Bon der Apotheke würbe ihr icboch irrtümlich Barium- farbonat verabfolgt Tie Patientin starb, uadibcm sie das Mittel genommen hatte. Eine ihr befreunbete Frau, die. ohne leidend zu sein, sich glcidn'allo nut Röntgenstrahlen untersuchen lassen wollte und von demselben Medikämem nahm, ist schwer erfranh. In den Kreisen Elbing unb Marienbu rg haben etwa 60 Erkrankungen infolge von Fleischvergiftung drei Todesfälle gezeitigt. Tas idtäblidie Rindfleisch war zuerst beanstandet, später aber wieder freigtgeben worden, so daß eS in den Haiibcl gelangte. Bier Sanbarueiter wollten bei her Ortschaft Berembkä in Galizien ben durch bic Regengüsse bet letzten Wod-e hoch angeschwol- lenen Solasluß mit einem Rachen übersetzen. Dieser schlug um unb alle vier Arbeiter ertranken m ben Fluten. Aus Petersburg wird gemeldet: In Rcscht sind fünfhundert Magazine mit Baumwolle, Zucker und, anderen Waren, sowie zwölf Karawanendepots verbrannt. Auch Menschen sind mitverbrannt. Amtlicher weliervcrichl. Oeffcntlicher Wetterdienst, Gießen. WetterauSsichtcn in Hessen für Sarnßtag, ben L Ium 1912 f Dorwiegenb heiler unb trocken, wärmer, Gewitterneigung. Sonst» Heilbronners Rittergasse Marktstrasse 17 Pfg. Maschinrutiji>fc",l°^95 5 teilte -v 3 Ltiick Kragen ntobernc Fassons i, nur 95 Aufannnen Pfg. 1 Hausapotheke S'"-Ausführung 95 1 Aajfeemuhleou,cs ^abxitQK 95 "Wotanplatte 95 reizende Neu- beiten Pfg. rÄÄ, vanöitfiutic $i„. 95 1 WonnillM r,*,ia nroii -yfo. ?omtn=emidiuhc 95 10 Stiitf Polirrtücher, Ä 111 Stiitf ißijditiiificr, kariert 3 Paar Kinbersölklhen II oder? Paar Kinberitrülllpie Pfg. Ä Rein Aluminium 3 verslhied. Kochgeslhim aufam$gn 95 95 95 Pfg. 95 Psg. 95 Nur so lai'ge der Wäsche 1 Sitiictnjdit27 cm gro6 IbaMMr 1 jiüfi= ober (iinöfdcllorli 1 Süiifotö 1 tltguter ijüiiftOoif 1 Üimfjerf mit Portaschc 1 Dörner Uiorftrorb 1 Siorlttoidjr Glas 6 5t. Seinflläfer J-J» «• ®*^a. 05 1 groijtr $itrfrifl -;c(;n,t,0,br w 95 —95 Pfg. 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Juni Beachten Sie gefl. die 4 Schaufenster 3' - m bre.Tßcntenfomljanbturf) Wg. 95 '^Qr t» SfS *n■ kkü,8«" ht 7- UtigS 2 Stiirf rtrotticr=öanbtü(fier 1 Soiotifitn mit Bolant I farirrtr Nschdiltk 1 Tischhcitk mit Smirn 3 Mrtrr breites laftbanb du g5‘ S versuchen, et *£rt «ebner y. gn. Prof. &btnien - „j,identen, tii Katt als Prc M sei, sondern ffl» nW ivah wd der Kongreß 5 alles treffe jiongrev untt Ü«r ©lüte ar Lunten, e» gel । ijjieiauf wandt lebten Thein Wohn ■ In erster St< b iihrle aus:, Lohnungsirat nr sie ersassen a toegung, eine 5 ta uns vorausg pjipunh bildet Gilbung der < 3 Stütf ftraiuatten, Wal)!, Wcubeit_________zns. Pfg. otJ 1 6rb9tiilltiid)lüuicr, 05 sehr aparte SvachtelanSs., zus. 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ÄJ 9.’ Sfliib=, reife-, SohogciM .Bln 95 lädierter Lohlcusüller 95 Lüffklblrch stäuben ______ tVfg. 9 t) packst die Inn pdenr Baulichki , Mn umgewani ^geteilt. 3m ü Me Vorkehrung sl L?'i Ausbruch de Meckl angelegter ■ Allgemeinheit Itnb zuerst wui ■ ihrer belauni Isngung, Kanalist Hr schritt ausg iiohnung als seil Auf dem Fesl tas unter Napoli iSroxsladt schuf. JKroBl'lflbt aus b dieser monumenle ileinwohnungswe fogar eine Versch m 3ahre 1863 bi Nietkaserne als c Ktgt. In einer! Vebauungspl flahängsel der h« ^nck eine bemerl kcklldcrung des iangige Proletar , De kiujjt aut der Li «r -ckichtung bc 7 W es sich r1? das wirlsch wuionnen [inb Dicken Bestrebt . "i Vortrag ?*un9 des neue! M der Arbe r’^u«. Tat »unbetanm M die Zahl | j^Aassenmietl ""Madien eingc Tie dichtl N"ch nicht au XP'Nbem denen hi, jjit Enlic WJorausiebu M°n>ölkern v | bestaub! ?£»»-« L"Mlrlichr, Mark, i Urungsbezir Pfg. 95 Psg. 95 Pfg. 95 Psg. 95 65L^nhtii(fier,37x9oucm Pf.»S 3 5L •ÖÖIlötii(f)Ct,4Ox,loÖi}cm Pf. 6 SL 55x55 cm Pf. Tage Beginn Samstag, den 1. Juni Beachten Sie gefl. die 4 Schaufenster Tage Beginn 1,3d. 2 Paar MM u. Mein M 95 Lack. Blechwaren 2 5t. logiliDKn u. Broirbelfflften $i. 95 1 ßtflgtrC mit 2 resv. 3 Büchsen Psg. 95 1 Vssrfteiibleck mit 4 Bürsten Pfg. 95 1 Vrotbiiltisrrun6’tiiT - 9,' 1 Tafiimcntenfuittnm" öinl$ig. 95 1 ©ie&fannt,5 w,ct 3nba" $ig. 95 Psg. 95 Psg. 95 1 flütfiriilompebun'bmaU $fg. 95 1 Mrsssugnulsstlumpc rai‘ 95 Sani>tuGulteriW?^7tj>'s,d-vn9f • stüif 9iuiirl6rett(r zusammen Psg. 95 Ablnusbrctt ___________WB, 95 3 ftkiberbugel Ä“ST’b“ 951 1 Toppclreibcr, 1 Garnierbobel und 1 Schneider zus. 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