Donnerstag, 28. November VU2 162. Jahrgang Zweites Blatt rar. 28i Erscheint ti-Uch mit Ausnahme des Sonntags. iflei des Turn» Deutschen Gastbause Landwirt- stellt man Im abend .Wie Rotationsdruck und SSvrfag der Br üblichen UnwersuälS - Buch- und 6teinbruCteceL R. Lange, Dietzen. Bumlller war gewohnt, aus dem Dollen zu leben und mar sehr freigebig. Ties nod) mehr, naMcin er mit Fräulein Lanz in Mannlunm, der .zweiten Tochter be-hessischen Slaatcbahnen insofern günstig ausgefallen, als in einzelnen Bezirken sich das obdachlose Gesindel an den Bahnanlagen, in denen es sich früher zur Nachtzeit umhertrieb, aus Furcht vor den Hunden verzogen hat. In einem Fall hat ein Hund zivei Personen aus der Flucht gestellt. Tie Erfahrungen reichen aber noch nicht aus, um ein abschließendes Urteil über die Zweckmäßigkeit der allgemeinen Schäferhunde zu gewinnen. Deshalb sollen die --ersuche auf geeigneten Bahnhöfen fortgesetzt werden. Landkreis Gießen. — Dau bringen, 28. Nov. Hier findet am Sonntag nachmittag im Gasthaus von Weimer ein Vortrag über „Wichtige Düngiing«fragen, insbesondere auch die Bedeutung und Ausführung der Gründüngung' statt. Redner ist Landwirtschaftslehrer T a m m - Lich. — Nieder-Bessingen, 28. Nov. ,Zum Löwen" hier spricht am Samstag schaftslehrer Tamm-Lich über die Frage: inheit, Aroma it verdaulich, n. Stets in ge- tät, die beste! reK s 29.^ 4'K zwar keine jfei cauf aber einen i heitsposten modr erikaner end Ir. auerbrand-Oi:V:u i >0 Redaktion, Erpedition und Truckerei: Scfnd- siraße 7. Erpednion und Verlag: e=a^51. Redatnon:^^H2.rel.-Adr.:Anze>gerGle8en. ffioiiie) ,tn>ann «ft Previnztal-Ausschutz der Provinz Obcrhcffcn. L,. Gicßen, 27. Nov. Anwesend: Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Usinger als Vorsitzender und 6 Mitglieder. Beginn 9, Ende lis/j Uhr. 1. Klage des Orts armen Verbandes Friedberg gegen den Ortsarm en verband Nieder- R o s b a ch wegen Unterstützung des A. S S. wohnt in Friedberg und mar an den Bahnbauten in Gemarkung Nieder-Rosbach beschäftigt. Durch Aufnahme seines Kindes in das Hospital entstanden 12 Mk. Kosten, die der Lrtsarmcnverband Friedberg vorläufig übernahm. Ta S. aber bei Eintritt der Erkrankung über eine Woche lang in Nieder-Rosbach als Erdarbeiter beschäftigt war, verlangte Friedberg gemäß § 29 Abs. 2 des Untcrstützungswohnsitzgesetzes Ersatz seiner Auslagen von dem dortigen Armenvcrband. Von diesem ging eine ablehnende Erklärung auf die Klage ein. Der Provinzial- ausschuß gab der Klage statt und verurteilte den Bertag- ten zur Zahlung der 'Klagesumme nebst 4 Prozent Zinsen sowie der Kosten des Verfahrens. 2. Desgleichen wegen Unter st ützung des P. G. Es liegt hier der ähnliche Fall wie vorher vor, so daß auch hier der Provinzialausschuß zu einer Verurteilung des Beklagten kam. 3. Klage der Gewerkschaft Friedrich zu Frankfurt a. M gegen JoHs. Heinr. Jakob von Trais-Horloff u. a. wegen Enteignung. Die Gewerkschaft bedarf einer Anzahl Grundstücke zu ihrem Bergwerksbetrieb, teilweise hat sic sie auch schon in Anspruch genommen, ohne daß eine Abtretung erfolgt ist. Mit einem Teil der Eigentümer kam eine vergleichsweise Einigung zustande. Gegen die übrigen Besitzer wurde Klage erhoben und über diese heute verhandelt. Der Pro vinzialausschuß beschloß, seine Entscheidung in einer der nächsten Sitzungen zu verkündigen. 4. Enteign ng von Gelände zur Karls st raße und zum Ernst-Ludwigs-Ring zu Bad-Nauheim. Zwischen der Antragstellerin, der Stadt Bad-Nauheim und dem Eigentümer I. Pfeffer zu Gießen, ist nach Mit teilung der Parteivertreter eine Einigung zustande gckom men, die nur noch der Genehmigung der Stadtverordnelen- jerfamralung von Bad-Nauheim bedarf. Die Beehairdlnng wurde deshalb auf drei Wochen öerta^t. ä w w im l 8 * (Reutti1''.'- ie^n5\. 2t Ä Lollar-.",., voaE politische Lagesschau. Jesuiten unb Bun"e8vat. Zu der Mitteilung über einen Vermittelungsvorschlag, den Preußen dem Bundesrat zur Erledigung des Streites über den bayerischen Jesuitenerlaß vorlegen wird, schreibt die „Deutsch-Evangel storr.": „Man wird abwarten müssen, ob wirklich und in welcher Art die Freigabe der rein wissenschaftlichen Vortragstätigkeit er inlgen wird. Tas preußische Obervcrwaltungsgericht bot durch Urteil vorn 8. Mai 1900 das Halten von religiös-wissenschaft- I chen Borträgen als verboten angesehen. Nun rmrb sich zwischen „rein wissenschafllichen" und „religiös wissenschaftlichen" Vorträgen huni Nar scheiden lassen. Zu den Stoffgebieten der Wissenschaft üblen auch die historischen und rein geistigen Fächer. Ein Vortrag über den Dreißigjährigen Krieg oder die Ursachen der Reformation kann „rein wissensckxlltlich" fein, und doch würde ein solcher Vor trag, von einem Jesuiten gehalten, eminente religiöse Einwirkung auf Dritte bedeuten. Es ist überhaupt schlechthin nicht vorstellbar, ivie eine „Sicherung des Vollzugs des Jesuitengesetzes", die § 3 dem Bundesrat aufträgt, durch eine positive Erweiterung der irsuitischen Tätigkeit erzielt werden kann. Bis dahin waren msiziell in Preußen nur, wie in der „Nordd. Allg. Ztg." vom 5. 'Äpril 1912 nachzulesen ist, erlaubt missa solitaria, Primiz- messen im Charakter eines Familienfestes, stille Meise, Austeilung der Sterbesakramente. Somit war vollauf der Aufhebung von jj 2 Genüge getan. Wissenschaftliche Vorträge von Jesuiten galten als Ordenstätigkeit, zumal nach Ableistung des Modentisteneides, unb wenn hier auch eine gewisse tatsächliche Tuldung gewaltet baden mag, so wäre eine offizielle bundesrätliche Feststellung, daß nunmehr diese Vorträge freigegeben werden, ein Beschluß von verhängnisvoller Tragweite, weil mit diesem Schein die Jesuiten sich in weitestem Maße der Arbeit in den katholischen Pcreiuen bemächtigen könnten. Tie Jesuiten würden sich in diesem Fall einen Teilsieg zuschreiben, was um so bedeutsamer wäre, wenn das andere stimmen sollte, daß die eigentlichen Streitpunkte des bayerischen Erlasses in der Entscheidung des Bundesrats nicht tvfitcr erwähnt werden. Wer garantiert, daß das Interpretieren dann nicht von neuem losgeht und znm mindesten die „K.ni- fetenzen" unter die „rein wissensäxtftliche" Tätigkeit eingereiht werden, die durch den Versammlungsort — in der Kirche — ben ibaralter der Wissensäiaftlichkeit nicht verliert. Niemand würde ti begreifen, wenn Bayern unb der Jesuitenorden aus der Affäre mit einem Gewinn davotrzögen." Aus Sta-r und Land. Gießen, 28. November 1912. ** Ordens an gelegen heiten. Der Großherzog hat dem Regierungsbaumerster Sieben zu Saarbrücken die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Preußen verliehenen Roten Adler-Ordens 4. Klasse, dem Bahnmeister a. D. und Vorsitzenden des Bezirks Nieder-Olm der Kriegerkameradschaft „Haina" Hch. Kabet) zu Nieder-Olm die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem .>rönig von Preußen verliehenen Verdienstkreuzes in Silber unb dem Fabrikanten Jak Erckrath de Barn zu Klein-Krotzenburg a. M. die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm von dem König von Schweden verlieh.'nen Erinnerungsmedarlle an die fünfte Olympiade zu Stockholnt erteilt, sowie bem Reallehrer an der Oberrealschule zu Worms Phil. Schüler die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** D ic Kosten dcr O rdens - AuSzeichnungen. Angesichts der Orbensspenbe, die in diesem Jahre zu Großherzogs Geburtstag wieder so reichlich ausgefallen ist, dürfte cs interessieren, auch die Kosten zu erfahren, welche alljährlich dem hessischen Staat allein für Ueberreichung der Auszeichnungen erwachsen. Es mögen hier nur die Kosten erwähnt nerben, die allein bei den .Kreisämtern an Diäten unb Transportkosten entstehen: An einem Mm»- amt waren zur persönlickwn Ueberreichung der Auszeichnungen an die Dekorierten in bereit .Wohnorte brei höhere Beamte tätig. Ilm der Sache ein feierliches Gepräge zu geben, wurde anstatt der Eisenbahn je eine Droschke benutzt. Die Kosten einer Droschke beliefen sich auf 15 Mk. = 45 Mk. An Diäten für die brei Beamten entstauben ä 6.50 Mk. = 19.50 Ml. An Telephongebühren sind für Bestellung der Orts-, Schul- unb Vercinsvorstänbe etwa 5.50 Mk. zu rechnen. Es ergibt sich sonach für ein Kreisamt-eine Kostenrechnung von 4a -4- 19.50 + 5.50jMf. = 70 Mk. ISollte bicses Verfahren bei sämtlichen 18 Kreisämtern bes Groß- Herzogtums gehandhabt worden fein, so erhält man das ganz nette Sümmchen von 70 x 18 ==■ 1260 Mk., die der hessischen Staatskasse an einem Tage für Diäten unb Transportkosten zur Last fallen. Hierzu lämen allerdings noch die Portokosten, die durch Einschreibesendungen der Dekorationen an die .Kreisämter entstehen, sowie die Kosten bet Dekorationen selbst, die zwar zum großen Teil wieder zu- rüdgegeben werben müssen, aber immerhin einen entsprechenden Aufwand für Neubeschassung und Auffrischung Gießener Anzeiger General-Anzeiger für (vberhesien Zum Tode des Legationsrates Dr. Bumiller der auf dem Kriegsschauplätze in der Türkei sich die • ibofera zugezogen hatte und ihr erlegen ist, ginq dem „Heidelberger Tgbl." eine charakteristische Schilde r u n g seiner Persönlichkeit von einem guten ('reunbe unb Belannlen Buinillers zu. Darnach war er der „hervorragendste Korpsstudent" seiner Zeit: Er war im Jahre 1866 in Landstuhl -Pfalz) geboren, be- futfjtc das Mannheimer Gymnasium unb trat im Jahre 1882 ,i(6 Fuckis in das Korps „Suevia" hier (in Heidelberg) ein, woselbst rr bis zum Jahre 1884 aktiv war, um bann bet der „Han- ■novera" zu Göttingen als Korpsbursche einzuspringen. Bumiller machte dort seinen Dr. phil., biente als Enriährrger bei den Garde du Earps, wo er später vom Kaiser als einer ter wenigen Bürgerlichen znm Reserveoffizier ernannt würbe. Dann war er mit Wißmann zusammen in Ostafrika, wo er iid) als Pionier der bcuticben Kolonisation ein bauerndes Verdienst erworben Hal. Er beteiligte sich hauptsächlich an der Exve- biliou am Kilimandscharo und an der Umerweriung des Auf- s!aude> der Busckiri. In den Aufzeichnungen Wißmanns wird mehrfach auf ganz ungewöhnliche Proben von persönlichem Mut, den Bumiller bewies, hingewiesen. Vom Kaiser erhielt Bumiller den Roten Ablerorben am schwarz weißen Bande. <-awn m feinen letzten Gyrnnasiastenjähren und als Student war Bumiller euch ein hervorragender Hochtourist und von leinen alpi- mimdrtn Leistungen erzählen die von ihm erschlossenen, nach ihm 1 leiianntcn „Bumillerwege" in Tirol und im Engadin. Von da !om er in das auswärtige Anit als Negierungsrat und)pater -ega iionsrat und wurde der Pariser Botschaft beigegeben. Später zog er sick ins Privatleben zurück und lebte an ver- idiicbenni Orlen. Fast alljährlich kam er auf einige Wochen _nad) i’inrm gniebten Heidelberg, ioo er im „Europaiichni^ yoi' logierte und noch bis vor kurzem mit vielen Heidelberger Burgern im Cafö Haeberlein Billard spielte. _ . - ,, Er hat so sein ganzes Leben hindurch der ^tadt Heidelberg Dankbarkeit und Treue bewahrt.--Bumiller war von irfHanrer, großer Gestalt, Sehnen von Eisen umgaben ben Körper, ,ein Ge sicht hatte etwas frauenhaft Weiches. "Er war eine Liegtried natur, stark und mutig, wie ein Löwe, dabei geistvoll und witzig, frie der griechische Alkibiades. _ Sein Hauptcharakterzug mar überichaumende ^'ebenskratt, er mar die personi i zierte Lebensbejahung. Den Heidechergern, du' ihn kannten, wird er noch in Erinnerung sem als Fried^ritt, der Siegreiche vom Festzug 1886, wo er an der Spitze feiner Ritterschar außer Programm — am die Tnbunc imieres alten Großl»erzogs Ijcronntt und demselben eine tzerga mentrolle überreichte mit den Worten: Gnade für Friedrtm beii siegreichen. Bumiller sollte damals eine längere .restungshan megen Duells alsttzen und nahm witzig die Gelegenheit wahr, ten LandeslKrm um Befreiung von der Hatt zu bitten. Er redete ibn wie einen fürstlichen Bruder mit -tu an. .(lies um ben Fürsten war über diese Kühnheit verblunt, doch^der alte Grotzher.wg derstand den Sckrerz und idtenfte tatsächlich „»rriedrich dem -sieg i'ichen" die Strafe. Bekannt geworden ist er auch piirm lerne Ü och z e i t s r e i s e. Er kam kurz itad) seiner Zermahlung mit kincr iuitgcit Gemahlin in die Hirschgasse, um dort noch einmal d',i Sekiinbanten zu markieren. Er bekam aber bamals einen »Nasenstüber, indem einer der Paukanten ihm einen Blutigen bei brachte, so daß der nmge Hochzeitsreuende Jur längere Zeit das Zimmer hüten mußte. Ter „Kladbaradatlch hat dies Ge- schicktchen damals poetisch verherrlicht. Im „Seppel" hängt nod> ein Bild, das Bumiller i m ampf ni i t 6 Schutzengeln zeigt. Er hatte etnit im 7bcatcr die Kühnheit, vom hohen Olymp herab aurba-3 Podium während der Vorstellung zu steigen unb dort einer LXhampielerrn tin Bukett zu überreichen. Tie heilige Hermandad lanbte lechs I»Ränner, um Bumiller abzuholen Ein aller Herr der Franken erzählt heute noch mit Ertolz, daß er einer der Wenigen sei, dem es gelungen war, zwei Gange ee«ien Bumiller zu stehen. Bumlller stack mit iieniliAer B^ hmmtbeit stets im ersten Gange ab. Er war wahricheinlich lei größte Fechter, den die Hirschgaue gewbeu hat. Leine Men fuicn lassen sich gar nickt mehr übersehen, aber er hat allein mindestens 2 5 P i st o l e n m cn i u r e n gehabt. Einmal '»rderte er das gesamte Heide lbergerEitizier kcirps Ein hiesiger Universirätsvroteftor hat mir einmal er Ot, daß er als Junger Assistenzarzt einer wichen Putolen- ■nenntr Bumillers beigeivohnt habe. Er crHarte, daß das ganze Eintreten Bumlllers ihm cmßerorHentlick imvoniert habe. Bu mnller kam damals in einem eleganten Wagen, den er iclblt leitete, angefahren, eine Zigarette glimmte im Munde, niemand ahmte, zu weich' ernstem Tun er sich einfand. 2lu$ dcm Kcidistaae. □ Berlin, 27. November. Xie Anfrage der fortschrittlichen Bolkspartei des Reichstags über die Beeinträchtigung der Koalitionsfreiheit der Staatsarbeiter hat folgenden -d-'ort- laut: . Was gedenkt der Herr Reick>skanzlcr angesickts der Beeinträchtigung der Kvalitionstreiheit der in staatlichen Betrielnn beschäftigten Arbeiter, insbesondere der im deuticken Atilitar- arbeiten)erbanbe Organisierten zu tun, um das durch die Reichsgesetzgebung gewährleistete Koaluions- und Vereinsrecht der Angestellten unb Arbeiter gegen solche Angriffe zu sickern? Ein Gesetzentwurf über bic Sonntags- und 92 ad) trübe in der Binnenschiffahrt ist im Reichsamt des Innern fertiggestellt und soll dem Reichstage zu Beginn des nächsten Jahres zugehen. Die nationalliberale Fraktion des Reichs tags bat einige kurze Anfragen an den Reichskanzler im Reick>stage gestellt. In ben Anfragen wirb Auskumt verlangt Über die Gründe der verspäteten Vermehrung der Maschinengewehrkompagnien im deutschen Heere und über die Maßregeln, bic bic Reichsregierung zum Schutze der Deutschen in Saloniki ergreifen wird, das bekanntlich des Sckiutzcs eines deutschen Kriegsschiffes entbehren muß. -tiefe Anfragen werden am Freitag aus die Tagesordnung gesetzt werden. Die Schrotten einer probemobilisieruny in Zranlreich. Das „Journal bc Dcbatts" meldet aus Nancy, daß in der Nackt zum Mittwoch eine Piobcmobilisiening stattgefunden habe. Um 5 Uhr morgens war die Probemobilisieriing vollstänbig burck- gefübrt. Auch in Belfort würbe, wie alljährlich um diese, Zeck, eine Mobilisieningsübnng vorgenommen, welche den Zweck hatte, sich über den Grab der Ausbildung der Rekruten klar zu werden. Bei diesen Probemobilisierungeii erhielt aber infolge eines beklagenswerten Irrtums der Brigadier DZion, der Chef der Grenzbrigade Arracourt, ein T elegramm, das eine teilweise M obilisativn enthielt. Es ist unbekannt, auf welche Umstände der Jrrluin zurückzuführeu ist. Der Brigadier traf Maßnahmen für d i e allgemeine Mobilisation, und der Mobilmackiungsbcfehl wurde sieben Gemeinden, die zur Brigade gehören, bekannt gegeben. Tic Leute, auf die sich der Befehl bezog, wurden geweckt unb machten sich bereit, sich an bic bezeichneten Posten zu begeben. Die ersten tarnen in ber Früh um 7 Uhr in Nancy unb Lunevillc in dem Augenblick an, als der Irrtum erkannt war. Der Gendarmerie' Kapitän von Lnneville begab sich nach Arracourt unb verffigte bic Verhaftung Blions. Blion »roteftierte unb erklärte, die an ihn gerichtete Depesche sei sehr Nar unb formell gewesen. lieber bic irrtümliche Mobilisierungsorbrc wird noch aus Nancy gemeldet, baß im Bezirk Arraocurt alle M änner zwischen 25 und 45 Jahren ben Befehl zum Abmarich erhielten. Tic meisten begaben sich nach Moncel unb bestiegen bort einen Zug nach Toul, St. Pont, St. Vincent usw. Während dieser Zeit läuteten die Sturmglocken unb bic ganze Bevölkerung war auf den Beinen. Die Aufregung war sehr groß unb Frauen unb Kinder weinten. evtl, mehr w Listen auf Wune ustadt 56. T( öl-ti idheimer Stras Leistnn^!^ erd- undOfeofl* von Ehringshausen Obcrhessische Bahn) und zweimal noch und von Kirchham (Main-Weser-Bahn) zu fahren. Der Fahrplan ist an den Postschaltern auf den Postlursplakaten ersichtlich. /\ Ober-Ohmen, 27. Noo. Nachdem unsere Nachbargemeinde Ruppertenrod schon seit einem Jahre täglich 500 Liter Milch nach Frankfurt liefert, hat sich auch hier eine Anzahl Einwohner zur direkten Mrlchlieferung nach Frank- furt entschlossen. Vorerst beträgt die tägliche Lieferung 250 Liter Milch. Wie stark die Milchproduktion bei einzelnen Viehhaltern ist, beweist die Lieferung von 11 000 Liter von einem einzelnen Lieferanten während eines JahreS. Die Milch wird von hier nach Ruppertenrod gebracht, dort in einer Kühlvorrichtung abgekühlt und dann zur Bahn nach Mücke gefahren. So sehr die Einnahmen durch Milchlieferung zu begrüßen sind, so sehr muß von einer allzu starken Milch- entziehung im eigenen Haushalt gewarnt werden, weil dadurch eine Unterernährung nattnndet, die sich rächt. .Mreis Schotten. tz Eichelsachsen, 27. Nov. In unserer Gemeinde befindet sich eine große Holzf chnei derei. Die vortrefflich eingerichtete und geleitete Schneiderei bedurfte zur notwendigen Vergrößerung 60 Morgen Landes. Dafür verlangte aber die Gemeinde einen 511 hohen Preis. Die Firma drohte mit dem Abbruch des Werkes und dem Wegzug. Schotten und Nidda hätten schon das erforderliche Land zur Verfügiing gestellt. Tann wären aber der hiesigen Genieinde 6000 Mk. Gemeindeeinkommen verloren gegangen. Die Gemeinde ist mm mit der Firma einig geworden. Kreis Friedberg. I» Friedberg, 27. Nov. Rian geht hier mit der Absicht um, im Anschluß an die Blindenanstalt ein Befchäf- tigung51)ciin für aus dec Anstalt entlassene Blinde zu errichten. Zu diesem Zwecke sind von Wohltätern bis jetzt 200000 Mk. gesammelt worden. m. Steinfurth, 26. Nov. Tas Ende des leisten v. Löw- schen Pachtgittcs in unserer Gemeinde ist jetzt beschlossene Sache. Dem seitherigen Pächter Reif ist von der Frciherrllchen Verwaltung mitgeteilt worden, das' mit Martini 1919 der Pachrvertrag aufgelöst sei, das Gelände sei bereits anderweitig verpachtet worden. Wie man jetzt hört, ist das gesamte Pachtgelände an Steinrurther Gärtner für 45 Mart abgegeben worden, cük t Preis, den die Landwirtschaft unmöglich bezalsten kann. Ter Mehrerlös beträgt 5000 Mark. Kreis Wetzlar. X Oberquembach, 27. Rov. Die Zusa m meu - tegung der Grundstücke kommt hier zur Durchführung. Die Gemarkung besitzt eine Gesamtgröße von 582,2 Hektaren. Die Zahl der Bewohner, die sich ausschließlich mit Landwirtschaft beschäftigen, ist in letzter Zeit sehr zurückgegangen. Adreßbuch M3. Die Buchstaben II bis M des alphabetischen Namensverzeichnisses liegen am 29. und 30. November zu jedermanns Einsicht in unserer Geschäftsstelle offen. Verlag des Adreßbuches für die Stadt und den Kreis Gießen Schulstraße 7/9. vermischter. ff. Der Trick des K r i e g s k o r r e s p o n d e n t e n. Im Vergleich mit dem Balkankriege sind die Kriege der vorangegangenen Jahrzehnte die „gute alte Zeit" der Kriegskorrespon- benten gewesen, in der man noch den Konkurrenten den Rang ablaufen konnte. Einen Fall dieser Art, der wohl einzig dasteht, erzählt das „Journal". Es war im Kriege der Buren gegen die Engländer im Jahre 1881. Tie Friedensverhandlnngen waren ihrem Abschlüsse nahe, und ein ganzes Heer von Kriegskorrespondenten umlagerte die Majuba-Farm, wo der Fricdcns- schlutz unterzeichnet werden sollte. Ter englische Kriegskorrespondent Melton Prior war gnt befreundet mit einem der Adjutanten des Generals Wood. Prior hatte seinen Freund gebeten, ihm die Unterzeichnung des Friedens unauffällig mitzuteilen. Tas geschah auch: Me.lton Prior sah, wie sein Freund an dem Tore der Farm vorbeiging und sich dabei am linken Ohr kratzte. Prior ließ sich natürlich nichts anmerken, entfernte sich langsam, stieg in den Sattel und ritt so schlicht er nur konnte, zum Telegravhcnbureau, wo er alsbald seine Depesche aufgab. Zehn Minuten später kam der General Wood aus dem Farmgebäude heraus und sagte zu den Kriegskorrespondenten: „Meine Herren, ich habe die Ehre, Ihnen milzuteilen, daß der Friedens, düuß unterzeichnet ist. Ich muß Ihnen aber das Telegraphieren jo lange verbieten, bis die Regierung in London meine Tepesck>e in Händen hat." Ta standen nun die Kriegskorrespondenten, und nur Melton Prior hatte telegraphieren können. Tie Regierung in London aber war nicht wenig verdutzt darüber, daß schon die Extrablätter mit der Meldnqg über den Friedensschluß ausge rufen wurden, während man noch daran war, das Telegramm des Generals Wood zu deckfisfrieren! Kleine Tageschronik. In der Küche der Restauration von Glameher in B e r l i n goß das Tieiinmädchen Wasser in brodelndes Fett. Dabei geriet das Fett in Brand. Der Besitzer Glamever und das Tieint mäochen wurden schwer verletzt, ein Kellner und ein zweites Dienstmädchen leichter, wenn auch immerhin gefährlich. Einer der größten industriellen Betriebe Italiens, die Zuckerfabrik Avczzano, ist vollständig niedergebrannt. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter bfeier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Rodheim a. d. Bieber Tie Biebertalbahn hat in der letzten Zeit wieder von sich teben gemacht, so daß es an der Zeit ist, iid) einmal mit diesen Zuständen zu beschäftigen. Tie im Betrieb befindlichen Maschinen sind in einer solchen Verfassung, daß es den Führern nicht möglich ist, mit den sugeroieicnen Kohlen den nötigen Tamps zu erzeugen und öfters kommt es deshalb vor, daß die Züge längere Zeit liegen müssen, bis wieder soviel Tampf da ist, um weiterfahren zu können, oder die Ankunft einer Hilssmaschine abzuwarren. Wer einmal gesehen hat, wie ein Güterzug bei schlüpfrigem Werter die Höhe von Rodheim nach Station Krofdorf—Gleiberg erklimmt, kann sich des Lachens nicht erwehren, wenn der Heizer auf der Außenseite sitzt und mit dem Hammer das Dampfroß aufmuntert. Wie oft sieht man jjud) die Heizer vor der Maschine ßerlaufen und mit der Schippe Sand auf die Schienen streuen. Tie Böden der Personenwagen sind bei anhaltender nasser Witterung so naß, daß Pfützen im Wagen stehen, und das einzige Leichen kann nicht so viel Wärme erzeugen, daß der Boden trocken werden kann. Von der schönen Beleuchtung und den schön geputzten Fensterscheiben wollen wir absehen, es muß doch eins zum andern passen. Bei den Güterzügen muß man sich wundern, daß es den Bremsern überhaupt möglich ist, auf die schwankenden und stoßenden Wagen zu stehen und es gehören schon gute Nerven dazu, sich daran zu gewöhnen, denn Federn besitzen nur die neueren Wagen. Auch im gesundheitlichen Interesse sollte für diese Leute ein Schutz gegen Wind und Wetter geschaffen werden. Im Betrieb selbst huldigt man einem ausgesprochenen Spar spstem. Aus der Station Abendstern wurde der Posten eines Stationsvorstehers aufgehoben und gerade hier wäre cm Mann nötig gewesen: beneidenswert sind allerdings solche Posten nickt. Die Bezahlung ist recht schlecht, trotzdem auch noch die Frauen Stationsdienst versehen müssen. Entgleisungen und Unfälle kommen reckt häufig vor und was man dem Publikum zumutet, ist manchmal stark. Ter Einsender hat bei dem Morgenzuge nach Gießen, der nur aus der Maschine und einem Personenwagen bestand, schon in Rodheim auf der Plattform gestanden, die voll besetzt war. Tort kam eine Frau mit einem Kalb dazu, das mit nach Gießen sollte. Von der Maschine aus wurde gerufen: „Stellts doch auf die Plattform!", und wirklich wollte die Frau das Kalb auf die Plattform bringen. Natürlich erhoben die Mitfahrenden beim Schaffner Einspruch und das Kalb blieb zurück. Auf den amtlichen Fahrplänen stehl, „für Anschlüsse an die Staatsbahn wird nicht gehastet". Wer öfters fährt, wsts ja, daß die Haftung auch nicht gut möglich ist, denn Verspätungen bis zu 1 Stunde sind nicht selten und kommen jetzt fast jeden Abend vor. Ter Zug,^ der um 6Vs Uhr in Gießen absahreu soll, hält gewöhnlich bis 7.10 Uhr dort. Gelegentlich einer Fahrt mit dem Wendzuge erfuhr ich, daß ein Heizer nur ein gewisses Quantum Kohlen verbrennen darf: was er mehr verbrennt, befommi er abgezogen, und das bei dem defekten Zustande der Maschinen. Wer eine Bahn für ein modernes Verkehrsmittel hält, kennt die Verhältnisse der Biebertalbahn nicht. Außerdem wird das Bähnchen auch den Passanten der Straße gefährlich, was jedenfalls ausgeschlossen wäre, wenn die Bahn nicht auf der Straße liefe Wer mit störischem Vieh an den Zügen vorbei muß, kann ein Liedchen von seiner Angst und Unfällen singen. Tie Bahn trägt in keiner Weise dem Verkehr Rechnung, wird immerme.hr aus einem Verkehrsmittel zum Verkehrshindernis. Tas zweckmäßigste wäre, die Bahn käme von der Straße fort, auf der sie geradezu gcmeingcsährlich wirkt. B * Eberstadt bei Gießen. Tas; unsere vielbeschäftigte Post bei aller Findigkeit auch grobe Schnitzer machen kann, beweist tolgender Fall. Am 23. d. M. ging ein Brief aus dem 4 Stunden von hier entfernten Sau bad} ab mit der genauen Aufschrift Eber- stadt bei Lick. Aus der Post wurde nun dev Zusatz „bei Sich" von einem Beamten, der nicht weiß, daß es aud) hier noch ein Eberstadt gibt, d u r ch st r i ch e n unb „K reis Darm st a d t" dahinter gesetzt. Der Brief kam dann am 24. nach Eberstadt bei Darmstadt und von dort als unbestellbar endlich am 25. an feine richtige Adresse wieder nach Oberhefsen. Wenn man auch nicht von allen Postbeamten in Hessen verlangen kann, zu wissen, daß es zwei Eberstadt in Hessen gibt, so sollte es doch bei den Beamten in Nachbarorten der Fall sein. Vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, daß es nicht mehr vorkommt, daß! so viele Briessendungen, and) bei genauer Aufschrift, erst nach E. b. D. wandern; namentlich die Geschäftsleute wären dafür sehr dankbar. Airchliche Zlacbrictytcit* Israelitische Religionsgemeinöc. Gottesdienst in oei "uoqe ^nd-Anlage). Samstag, den 30. November 1 912; Vorabend: 4.30 Uhr, Morgens: 9.00 Uhr. Nachmittags: 3.15 Uhr. JugendgotteSdieust. SabbatauSgang: 5.20 Uhr. Israelitische Neligionsgesellschast. Gottesdienst. Sabbatfeier am 30. November 1912: Freitag abend 4.05 Uhr. SamStag vormittag 8.30 Uhr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. a t ktallmastschate: Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . 10 — 42 86 — 88 Aeltere Mastbammel, gut genährt? junge Schate und geringere Mastlammer 31 -32 76—00 L ch we i nr. Pollsteüchige Schweine von 80—100r; Lebendgewicht 68,00—70.00 87,00—89.1» iolliietjange Tchweine unter 80 k» Lebendgewicht. 68,00—70.00 87.00—89. a L'ollsteischige Schweine von 100 —120k{ Lebendgeivicht 68.50—70.00 87.00-89,)) 9 cLfiei äigc Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht 68.50—70.00 87.00—sj.qq vüchertisch. — Professor Dr. Paul Mkinhold: Wilhelm II., 25 Jahre Kaiser und König. iVerlag von Ernst Host mann & (io. in Berlin W 35 Ein Einleitungskapitel behänden „Preußen und die deutsche Einheit", um darzutun, wie naturgnnäf, der Enkel in die Welt- und Lebensanschauuug seines siegreiche« Großvaters hineinwuchs Das folgende >laoitel „Vaterdau. und Kindheit" zeigt die mancherlei Einflüsse in Vererbung und Erziehung, die ursvrüngliche Anlage, das vielgestaltige, leicht beweg- licke, begeisterungsfähige Wesen des jungen Prinzen Kapitel 8 führt ins Kasseler Gmnasium und auf die Hochschule zu Bonn So wird in 20 Kapiteln ein Lebensbild entrollt. Der AbschM« „Kaiser und Kanzler" sucht beiden gerecht zu werden und beleuchte, die innere Notwendigkeit und die Tragik deS erschütternden Kamp- scS. Tas Bud) ist lesenswert und bietet Anlaß zu mancherlei Betrachtungen Bieteorologifdie Beobachtungen der Station Siehe». ■e K Wetter Höchste Temperatur Niedrigste „ O X 64 3,4 85 I SSW am 26. lis 27. November „ 26. , 27. 36,6 37,6 40,0 6,0 5.7 4 9 61 43 3,3 Bed. Himmel Bew. , Bed. 91 | SW 84 WSW ■e & 27 .7. 23. 10 8 10 Nov. 1912 hoher Mhrwert. Wer einmal Scotts Lebertran-Emulsion gebraucht hat anstatt des gewöhnlichen TraueS, wird nie mehr auf diesen zinückkommcu, ist doch ScottS Emulsion so wohlschmeckend, daß das Einnehmcn groß und klein leicht wird. Dazu kommt, daß Scotts Emulsion von hohem Nährwert ist und daher überall da mit Vorteil genommen wird, wo man den Körper nachhaltig kräftigen will.— 0 Doch nur ScottS Emulsion, feine Nachahmung! C*h Ein guter Wink! Ter schlanten Birle fonnourchglühte Kraft Dem Haare üppige Fülle, Glanz und Weichheit schock. Tr. Tralle's Birten-Haarwasser ist ein gutes, reelles und solides Haarpflegemittel, nxldieä auf lalylcn Köpfen feine Haares- sülle l.ervorzaubern will, sondern das erzielt,, was nach dem haltigen Stande der Wissenschaft von einem ernsten Haarpslegemittck überhaupt zu erwarten ist: Stärkung und kräftige Anregung des Haarwuchses, Reinigung der Kopfhaut und Verhütung der Kopffckuvpen. Seit Jahrzehnten hat üd) dieses Haarpflegemittel bewährt und dank der Weiterempfthlung von Aerzien und Publikum scma Weg um den ganzen Erdball gemadit. Tie Firma Tratte oer» schmälst die Veröffentlichung von fogeuannten Anerkennungsschreiben, da das Publikum mit Recht mißtrauisch gegen diese M der Nellame geworden ist, sie hat aber eine Anzahl freiwillig eingegangener ärjtlidicr und privater Gutachten gesammelt ueb drucken lassen, die dem Interessenten auf Wunsch zur Verfügung stehen. Es seien deslralb die Leser auf die heutige Anuome der Firma Tratte lstngewiesen. Man lernt eine leicht durchzuiührcnbe Methode kennen, die bei einiger Ausdauer »um Ziele führt. Hervorzuheben ist nodi, daß „Tr. Tralle's Birken-Haarwassec" auf 6 Weltausstellungen die höchsten Staats Auszeichmmgen, nämlich eine goldene Staatsnwdaille und 5 Grands Prir erworben bar._________________________________________________________________________ -----------------------------------:—t Eutol-Bonbons Märkte. Limbnrg a. d. Lahn, 26. Nov. Frucht markt. Durch- fchuittspreis pro Platter. Roter Weizen stiasiauischer) 17,00 Pik., weißer Weizeu (angebaute FremdsortenI 16,50 >’ Korn 12,90 Mk., Gerste: cntteracrfle 11,00 Mf.. Branperfle 13,25 Mk., Hafer Mk. 0.00-0,50 Pik., Erbsen 0,00 ’DIL, Rarionetir 3,40 bis 4,00 Alk. wirken ganz vorzüglich gegen s»“ w Husten und Heiserkeit v - !>£.! .* „ in allen Arten, Qualitäten und Ausführungen von Mk. 3.- bi> 200.- bei A. Salomon A < le. .. Schutz vor Natarrhen der Atmungsorgane. Für Grfrantungcn der Atnrungsorgane und ihre Folgen, z. B Hustenreiz bei Bronchitis, Kehlkopskatarrh, Rachenkatarrh, sind viele Personen besonders empfänglich. Mancher nimmt es bereits als fein Schicksal hin, in jedem Frühjahr ober Herbst von Katarrhen geplagt zu fein Dabei werden leichtere Fälle gerave 1 argen ihrer Häufigkeit ivetiig beachtet und erst bei Anzeichen einer ernsteren Erkrankung bekämpft. Man sollte indes Reizungen der Atmungsorganc nie leicht nehmen, sondern stets auf rechtzeitige Vorbeugung bedacht sein und sich hierüber mit seinem Hausarzt besprechen Frühzeitige Hilfe ist stets die beste Hilfe. Mit dem Auftreten der Katarrhe ist nicht selten auch cin Zustand allgemeiner Schwäche verbunden, der sich in Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Mattigkeitsgefübl ujw. äußert Tie Nahrung wird bann schlecht ausgenutzt unb bcr^iörper verliert von Tag zu Tag an Widerstanbs- Traft, -er Organismus muß barum gegen beginnenbe Erkrankungen ber Atmungsorgane zwei Heiser erhalten: rin Medikament und ein Kräftigungsmittel Nach den Erfahrungen der Aerzte sind die Guajacolberi- vate, die auf die Bakterienflora ber Atmungsorgane eine entwicklungshcnnineiibe Wirkung ausüben, als gegeinvärtig bewährteste Medikamente dieser Art anzufchen. Zur Kräftigung des geschivächten Körpers, zur Besserung von Appe kit, Verdauung und Ernährung ist wiederum ein Krästi- gungsmittel wie die weltbekannte Somatose sehr erwünscht und erfolgreich. Tenn mit allgemeinen Vorschriften: viel Fleisch, viel Eier, viel Milch wird allein recht wenig erreicht, weil es nicht um Essen, sondern an ber Efilust mangelt. Davon abgesehen können auch bie geschwächten Derdauungsorgane ein gesteigertes Maß an Nahrungsmitteln gar nicht genügend ausnützen, und die Somatose ist somit eine recht willkommene „Berdauungshilfe", die Verdauungsarbeit spart und selbst leistet. Eine sehr gute Idee war nun, Heil und Nährmittel in einem einzigen Praparat: der Guajaeose zu vereinigen. In der Guajacose ist bas guajacolsulsosaure Kalzium, die bekömmlichste Form des Gnajacols, die besonders auch die Herztätigkeit günstig beeinflußt, mit ber altbewährten Somatofe verbunben. Somatofe enthält das nährende Ei weiß in Form der jogenannteu Albumofen, deren spezifisch appetitanregende, vcrbauungssördcrnde Wirkung allgemein anerkannt und gelobt wird. Guajacose ermöglicht es somit, den Kranken durch ein und dasselbe Mittel zu ernähren und zu behandeln. Bei dem Irifeftcn Anzeichen katarrhalischer Reiznnqcn ber Atmungsorgane sollte deshalb einige Zeit hindurch Guajacose gebraucht werden, bis die Beschwerden Dcrfdwmnt' den sind. Die Erfolge, die mit Guajaeose erzielt werden, fmb oft geradezu üderrafchend In verhältnismäßig kurzer Zeit nimmt Appetit und Wohlbefinden zu, der Ernährungszustand des Körpers unb damit feine Widerstandskraft hebt sich. Mit der Besserung des Allgeineinbcsinbens zeigt sick auch ein Rückgang der andern Begleiterscheinungen der Krankheit. Bon angenehmem, aromatischem Geschmack, frei non Alkohol und fckKidlichen Bestandteilen, wirb die Guajacose selbst von Kindern gern genommen Sie kann aud) unbeschränkt Anwendung finden, wie es bei manchen Erkrankungen der 9ltmiiiig-5or^ane erforderlich ist. Tie Guajacofe ist in allen Apotheken zum Preise von M 3.— für die Flafche erhältlich Man merke sich jebock den gesetzlich geschützten Namen, da ost angepriesene 9hldp I ahmungen keinen wirklichen Ersatz bieten können. 0*1« Sonnenstr. 25 Station Siktz KimstyewerbehäDS Jul. Bacli Wew Malvorlagen Preises Wand Sprüche, christl. etc. otrl Mainzlar, 27. 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Gesellschafts- und Selbstbeschäftigungs-Spiele Christbaum-Ständer, -Schmuck und -Lichter Am DienStag abend 11 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Krankenlager unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Obcr- briefträger i. P. Johannes Kern Veteran der Feldzüge 1866, 1870/71 Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse. Jit tmutrnbtn Hinterbliebenen. Todes-Anzeige. Gestern mittag entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Mut- ter, Schwiegermutter und Großmutter Katharine Kirschbaum geb. (traulich. Die trauernd Hinterbliebenen. Gießen (Dammstr. 44) d.27.Nov. 1912. e 31-32 Spezial-Mischung Pfund Mk. 1.60 feinste Mischung Pfd. Mk. 1.70,1.80,2 — DanH sagen alle Mütter, die m. aes. gelch. Tecfbettbalter für Ben oder Wan en ihr. KindeS verwend. Bloiritramvcln. Erkältnna unmöflL Mk. 1.50 u. Nachn. d. H. Köhler. Gonicabeim Mains. Tel.1007, Brosv. grat. 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Die kleine Mühe dieser Behandlung wöchentlich 1-2 mal' wird sich reichlich lohnen, denn sic verhindert den Haarausfall, regt den Haarwuchs kräftig an und verhütet die Schnvvenbildung. Arzte nrh Publikum haben sich höchst anerkennend über die Wirkung von Dr. Dralles Birken-Haar- wasser ausgesprochen. **'" Verlangen Sie kosten- nnd portofrei Gnlachtenbroichnre von der Firma Georg Dralle, Hamburg-Altona. Zn haben in allen Parfümerie-, Drogerie- nnd Frisenr- Geschäften, sowie in Apotheken. Höchste Auszeichnung: Grand Prix auf folgenden Welt-Ansslellnngen: St Louis 1904 Mailand 1906 Brüssel 1910 Turin 1911 Int. Hpgiene-Ausstellung Dresden 1911 Elsässer Hemdentuche beste Fabrikate 10 83 cm breit im 15 Meter-Stück „ 30 „ „ C AH 84 cm breit im 20 Meter-Stück CP 84 cm breit im 20 Meter-Stück » 40 „ „ : 47n„b'e6 kib rärJ 6