Nr M LrlcheMi tSgllch mit Au-nahme be5 Eonntagt. General-Anzeiger für Oberhessen ’ ausgesetzt werden. Wettermäntel Brotpreise in Gießen Verkam K, jkvk» Probcfläschcheu 10 Psg. .MAGGTs gute, sparsame Küche“. euherstellung LaSer einem bei die (zu Bedarf ausgiebl’en Tie Viarktpreife für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 29. April 1912. Beim Rachfüllcn achte man daraus, daß aus der großen J1AGGI;tHoid)c uachgcsüllt werde, da in dieser gesetzlich nur MAGOräisücsc seilgchatten ivcrden dari. Tie „fltBener KamtUeadlSNer- werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, bol „Kreisblafl für bei) Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Lett- fragen" erscheinen monatlich irocimaL zum Verbessern von Suppen, Saucen, Gemüse, Salate usw. •• EiSgewinnung und EiSeinfuhr. Ter verflossene Winter war für die Industrie und die Gewerbe, die Eis gebrauchen, sehr günstig. Wieviel Eis in den Jahren, wo die Eisgewinnung uns weniger günstig ist, vorn Auslande eingeführt wird, zeigt Statistik über die EiSeiniuhr der letzten 5 Jahre. Es wurden aus Norwegen) Doppelzentner Eis eingeführt: 19u7 1908 1909 1910 1911 141048 225 293 184 187 2 400127 1 412 590 Dienstag, 50. April 1912 Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UnwerfllätS - Buch- und Cteindruckerei. R. Lange, Gießen. GcricbtssaaU -ft Gießen, 30. April. Standgericht.) Gesternmittag sand in der Zeugbauskaserne ein Standgericht statt. Der Gerichts- Redaktion, Expedition und $ ruderet: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: 112. Tel.-AdruAnzeigerGietzen. I Weitzvrot z Hfl, 62 Pigg | Schwarzbrot 2 Kg. 54 Pf. Landerverband der Bürgermeister im Grohherzogtum Hessen. h. Friedberg, 29. April Unter außerordentlich starker Beteiligung, besonders aus Ober Hessen, trat heute im Hotel „Trapp" der „Landesverband der Bürgermeister im Großherzogtum Lessen" zu feiner Hauptve» ,'ammlung zusammen. Der Verbandsvorsitzende, Bürgermeister M e v g c r-Langen, eröffnete die Konferenz nut Worten der Begrüßung. Dann entbot Bürgermeister Stahl- Friedberg die Grüße und wünschte den Berlwndlungen besten Erfolg. Nach kurzen geschäftlichen Mitteilungen sprach Landtagsabg. Dr. Osann- Sarmftabt über 1 „Die neue Landgemeindeordnun g". Der Redner entrollte in großen Zügen ein Bild der durch die neue Ordnung geschaffenen Bestimmungen. Die neue Land gemcindeordnung ist keine grundlegende Aenderung der alten von 1874, sondern nur eine durchgreifende Revision dieser, wobei die alten bewährten Grundsätze der liberalen Verfassung und Gemeindeverwaltung beibehalten sind. Aber die Erfahrungen feil 1874 haben dazu geführt, den Gedanken zu bekräftigen, daß bei der Durchführung der neuen Ordnung die Geschicke und An flclcgenbtitcn der Gemeinden noch mehr als bisher in die Land des Bürgertums zu legen sind. In diesem Sinne hat die Landgemeindeordnung eine große Anzahl Neuerungen gebracht. Man war sich in erster Linie der Bedeutung der Landgemeinden und derer Pflichten wohlbewußt. Die Landgemeindeordnung zeichnet sich durch ihre Einfachheil und klare verständliche Sprache aus, der Begriff „Landgemeinde" hat jetzt endlich eine feste Erläuterung erfahren. Der Grundgedanke der Selbstverwaltung ist nicht nur beibehalten, sondern nod) erheblich erweitert worden. Das gilt vor allem von der Wahl des Piirgerineisters auf direktem Wege. Tie große Verantwortlichkeit des Bürgermeisters ist jetzt vielfach auf den Gemeinderat mit abgewälzt. Ferner ist der Begriff der Ortsbürgerfrage erhalten geblieben. Die Wahl und Anzahl der Acmeinderäte hat eine Aenderung insofern erfahren, als Gemeinden bis 15 000 Seelen den Landgemeinden zuzurechnen sind, daß in einem Ort bis 3000 seelen 9, von 3000 bis 5000 Seelen 12, von 5000 bis 10 000 Einwohnern 15 und von 10 000 bis 15000 Einwohnern 18 Äemeinderätc zu wählen sind. Es ist aus bestimmten Gründen Rücksicht auf die Höchstbesteuettcn genommen. Auch haben die Slapitcl über die Wahlberechtigung wichtige Aenderungen von einschneidender Bedeutung erfahren, wobei weite giücksicht auf die Unterstützungsbedürftigen genommen wurde. Von großer Wichtigkeit find die Bestimmungen über die Wahlbeeinflussung durch Speisen und Getränke, die Kapitel über die Bürgermeister, ihre Wählbarkeit, ihre Befugnisse, wobei neu die Paragraphen über die Zeitaufwandsgelder sind. Letztere werden im Einverständnis mit dem Gemeinderat und dem Kreisrat festgesetzt werden. Dem Staate ist aber auch eine größere Mitwirkung an der Durchführung größerer kommunaler Aufgaben eingeräumt. Dem Verlangen nach öffentlichen Sitzungen konnte nicht entsprock>en werden. Die Gemeinden find die Fundamente des Staates, sie geben den Weg an, auf dem er fottschreiten soll. In den Händen der Bürgermeister ruht aber das Wohl und Wehe der Gemeinden, die Durclmrhrung einer befonnenen kraftvollen Politik ist ihres Amtes. In einem Stabe tüchtiger Bürger- meister ruht die sicherste Gewähr für die Zukunft des Staates, und diesen zu erhallen, dazu soll die neue Landgemeindeordnung tbr Teil beitragen. Dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vorträge folgte ein längerer Gedankenaustausch, in dem die Ausführungen des Redners manche dankenswerte Ergänzungen er» fuhren, wobei Rechtsanwalt Sandmann- Schotten besonders darauf hinwies, daß in dem Gemeinderate Schwäger als Mitglieder zugleich anwesend sein dürfen, nicht dagegen Schwiegervater und Schwiegersohn. Ter von Bürgermeister Metzger-Langen erstattete Geschäftsbericht wies eine reiche Tätigkeit des Vorstandes während des letzten Jahres aus. Vorstandsfitzungen wurden in Schotten und Frankfurt abgehalten. Unter den zahlreichen Eingaben an die Behörden ist vor allem die Forderung nach Einführung einer allgemeinen Fahrradsteuer zu einem Minimalsatze für ganz Hessen bemerkenswert. Tie Eingabe fand allfeitige Unterstützung und soll dem Ministerium und der Hammer zugleich unterbreitet werden. Tamil fand auch ein Antrag des Kreisvereins Oppenheun hat sich wohl feiten ein Produkt in so hohem Grade erworben, wie X MAGGI Würze Handel. Von der Reichsbavk. Berlin, 29. April. In der heutigen Sitzung des Zentral- ausschusses der Deutschen Reichsbank gab Präsident von Havenstein im Anschluß an die Verlesung des Status vom 23. April die Veränderungen bis 25. April bekannt. Darnach haben in dieser Zeit die Anlagen um 8 Millionen gegen 2 Millionen Mark im Vorjahre abgenommen. Der Metallbestand nahm 18 Millionen zu gegen 21 Millionen im Vorjahre. Der Betrag an ungedeckten Noten belief sich am 25. April auf 226 Millionen, gegen 225 Millionen im Vorjahre. Die Erleichterung des Status machte in der dritten Aprilwoche Fortschritte. Auch am o f f c n e n Geldmärkte ist eine Besserung eingetreten; ob die von Tauer ist, ist indessey nicht erkennbar. Die Tevisenkurse ständen noch hoch, die Anlagen der Reichsbank wechseln. Lombards feien noch 150 Millionen hoher als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Aus diesem Grunde sowie wegen der Nähe des Ultimos könne eine Diskontoermäßigun^ noch nicht in Vorschlag gebracht werden. Der hohe Stand der fremben Gelder habe zum Teil darin feinen Grund, daß in außergewöhnlich hohem Maße öffentliche Gelder darin enthalten feien. Die Goldeinfuhr habe im Jahre 1912 bis zum 27. April 77,3 Millionen betragen, die Ausfuhr 47,7. Der Ueberfchuß zugunsten der Einruhr betrage demnach 29,6 Millionen. Die Reichsbank erhielt von der Einfuhr 65 Millionen, davon wurden wieder abgegeben 35 MÜltonen. » Während im Januar und Februar 1911 etwa 50 Prozent der ganzen Jahreseinsuhr in Deutschland eingeführt wurde, sind im gleichen Zeiträume des laufenden Jahres nur 46 000 Doppelzentner Eis zu uns vom Auslande gekommen. •• Schifssliste für billige Briefe nach den Vereinigten Staaten von Amerika (10 Psg. für je 20 Gr.): Tie Porto- ermoBiguug erstreckt sich nur aus Briefe, nicht auch aus Postkarten, Drucksachen usw. und gilt nur für Briefe nach den Vereinigten Staaten von Amerika, nicht auch nach anderen Gebieten Amerikas, z. B. Kanada. „'Umerifa* ab Hamburg 2. Mai, »George Washington^ ab Bremen 4. Mai, .Kronprinz Wilhelm' ab Bremen 7. 'Mai, .Eincmnall' ab Hamburg 9. Mat, .Kaiser Wilhelm II." ab Bremen 14. Mai, „Kaiserin Auguste Victoria" ab Hamburg lü. Mai, .Kaiser Wilhelm der Große' ab Breinen 21. Mai, .Victoria Luise" ab Hamburg 23. Mm, .Kronprinzessin Geeilte' ab Bremen 28. Mai, .Amerika' ab Hamburg 80. Mai, „George Washington' ab Bremen 1. Juni (Postschluß nach Ankunst der Friihzüge). Alle diese Schisse, außer.Emcinnati', sind Schnelldampfer oder solche, die für eine bestimmte Zeit vor dem Abgang die schnellste BeförderungS« getegenheit bieten. Es empfiehlt sich, die Briefe mit einem Lett- oermert wie .direkter Weg" oder .über Bremen oder Hamburg" zu versehen Drittes Blatt 162. Jahrgang Eichener Anzeiger Landwirtschaft. Die Bekämpfung des Schweinerotlaufes. Mit Antritt der wärmeren Jahreszeit pflegt der Schweine- rotlaut vermehrt auszutteten: deshalb sind die nachfolgenden Mitteilungen zurzeit recht bedeutungsvoll: Ter Schweincrotlauf ist eine Seuche, die in vergangenen Jahren die Schweinezucht und Haltung schwer geschädigt hat. In mahdien Gegenden Teutschlands war der durch sie verursachte Schaden so groß, daß man sich gezwungen sah, die Zuchten ganz auszugeben. Seit der Einführung der Rotlaufimpsungen Hal ich dies ganz bedeutend gebessert. Wenn eS auch nicht immer mög - lich ist, bereits erkrankte Tiere zu retten, so kommt es doch kauni cor, daß Tiere, an denen die Schutzimpfung vollzogen ist, jemals an Rotlauf erkranken. Leider wird aber die Schutzimpfung noch - immer nicht in allen Fällen in Anspruch genommen, besonders deshalb, weil die Kenntnis über daS Wesen der Seuche noch nicht genug verbreitet ist. Tie Rotlausseuche tritt nämlich in zwei Formen auf: die bösartige Form, bei der die Tiere plötzlich itarf fieber* haft erkranken, ausgedehnte Rötungen bet Haut über den ganzen Körper, besonders aber an Hals, Nacken und Bauch zeigen, ut bekannt. Sie verursacht häufig den Tod, oft schon nach einer Krankheitsdauer von nur 1—2 Tagen. Tie zweite, mildere Form ist aber viel mehr verbreitet. Sie ist vieljach bekannt unter dem Namen der Backsteinblattern, so benannt, weil die erkrankten Tiere scharfbegrenzte, viereckige Flecken von blaßroter bis schwarzer Farbe am Körper »eigen, die über die Oberfläche etwas hervorragen. Manchmal sind Die Flecken seht zahlreich und dann meist ziemlich blaßrot. In anderen Fällen sieht man nur wenige Flecken, die dann aber vielfach stärker rot sind. Tie Tiere verenden an dieser Krankheitssorm verhältnismäßig selten. Meist fressen sie nur vorübergehend schlecht, verkriechen sich in die Streu und fühlen sich heiß an. Die Erkrankung wird deshalb vielfach leicht genommen und gar nicht für Schweinerotlaus gehalten. Sie ist aber gar nicht so harmlos, als sic aus den ersten Blick aussieht. Tenn viele der so erkrankten Schweine kümmern, bleiben steif, entwickeln sich schlecht und zahlreiche Tiere bekommen Herzfehler (Herzklappenentzündung), die dann später mehr oder weniger plötzlich und überraschend den Tod durch Herzlähmung verursachen. Außerdem ist auch diese Form der Seud)e deshalb sehr gefährlich, weil sie jederzeit in die bösartige Form der Seuche übergehen kann und bann ein plötzlich cinfefccnbcd, heftiges Schweinesterben verursachen kann, bem man auTn nicht mehr durch bie Impfung beikommen kann. Alle biefe Schäden lassen sich aber vermeiden, wenn man auch beim Auftreten der Backsteinblattern die Tiere zur Impfung bringt. Die Impfungen werden kostenfrei vorgenommen und sind bei der Bürgermeisterei anzumelden. Schäden durch bie Impfungen werben fast nie — nach einer amtlichen Statistik nur bei Vio°/o der geimpften Tiere! — wahrgenommen. Erfolgt aber bie Anzeige der Seuche und die Anmeldung zur Impfung nicht, so kann der Landwirt zu allem seinen Schaden, den er ohnedies schon durch bie Krankheit hat, auch noch ben Anspruch auf eine Entschädigung etwa gefallener Tiere verlieren (vergleiche auch die Bekanntmachung in der heutigen Nummer des Kreisblattes). er entschuldigt sich damit, daß er in den Jahren stets Arbeit suchend auf Wanderschaft gewesen und nur zweimal bau ernte! Arbeit gesunden habe. Diese beibcnmale habe er fick? auch — was richtig ist — zur Kontrollversammlung chigefunbcn. Er versichert, daß er nicht böswillig gebandelt habe und bittet, ihn dock) jetzt, wo er endlich dauernde Arbeit gefunden habe, nullt durch eine längere Arreststrafe wieder arbeitslos zu machen Ter Anklagevertreter gab zu, daß der Fall sehr milde liege und glaubt, daß das Vergeben des Mannes nut 8 Tagen Mittel arrest gesühnt wäre. Tas Standgericht erkannte auf 6 Tage Mittelarrest w. Darmstadt, 29. April. Tas Schöffengericht in Offen bad) hatte den Vorsitzenden und den Kassierer des Arbeitenad- 'ahrerbundes „Solidarität" zu je 20 Mark Geldstrafe verurteilt, weil sie Personen unter 18 Jahren als Mitglieder ausgenommen hatten. Die hiesige Sttafkammer als Berufungsinstanz bestätigte das Urteil, weil der genannte Radsabrerbund als ein politischer Verein im Sinne des Gesetzes anzusel-cn sei. 4. 3 c n a, 27. April. (TerZeugeohncSteh kragen) Das Pläsier eines lfiesigen Gastwirfs beftanb darin, sich zwar tadellos zu kleiden, aber niemals einen ragen umzulegen. Als der Kragenfeind jetzt vor dem hiesig.'n Schöftengericht als Zeuge erscheinen mußte, trat er auch tv: u l oben Gerichtshof •' i Kragen, in der Meinung, daß dieses imo genüge, wenn e j einen langen Vollbart verdeckt we.. Das Gericht wat . ree anderer Ansicht. Es wies den Zeugen .unächst darauf hin. ic.fo ein Eid eine feierliche Handlung sei und daß derjenige, der - . ;i Eid zu leisten habe, dies in einem entsprechenden Gewände am müsse. Dazu gehöre aber vor allem auch ein Kragen, da tie Kleidung sonst nicht einen genügend feierlichen Eindruck mache. Bei dieser Belehrung ließ es das Gericht aber nicht bewemvn, andern nahm den Zeugen außerdem iwck in eine Ordnungsstrafe von 3 Mark wegen Ungebühr vor Gericht. P a r i s , 29. April. Das Schwurgericht hat den früheren Direktor des Rechnungswesens im Ministerium des Aeußem, H a - monb wegen Unterschlagung amtlicher Gelder von 216000 Jr.ail. z u fünf Jahren Gefängnis und 20 000 Franks Geldstrafe verurteilt. ' Gießener Strafkammer. Gießen, 27. April. G eschiedene Ehegatten standen sich in der Privatklagesache der M. P. in München gegen den Tr. rned. K. in Gießen gegenüber. Ter Klage lagen beleidigende Aeußerungen des Mannes zu Grunde, zu denen er sich hatte hinreißen lassen, als die Privatklägerin in einem vereinbarten Termin zur Absonderung ihrer Gegenstände in die ehelickie Wohnung kam. Tas Schöffengericht hatte die Strafbarkeit der Aeußerungen verneint, da cs dem Beklagten den Schutz der Wahrung berechtigter Interessen zubilligte. Tie Strafkammer indessen erkannte auf eine geringe Geldstrafe. Sie ping davon aus, daß nur das unter Anklage gestellte Vorkommnis bei Prüfung der Frage nach der Strafbarkeit der Aeußerungen ins Auge zu fassen sei, nicht aber die Gesamtheit der gegem'eitiaen Beziehungen, und daß bei der beleidigenden Eigenart der Ausdrücke, eine strafbare Handlung gegeben sei. Rechtsanwalt und Partei befehdeten sich in der Person des Justizrats W. in Homberg und des Landwirts A. Sch. von Nieder-Gemünden durch eine Reihe von Privatklagen und Widerklagen. Es gelang, sämtliche anhängigen Prozesse durch Vergleich zu erledigen. Verglichen wurde weiter die Privatklage des Landwirts R. gegen den Landwirt H., beide in Steinbach. Nach anfänglichem Sträuben wurde auch hier, nachdem der Sohn des Privatklägers erschienen war und fein Machtwort gesprochen hatte, eine Versöhnung der Gegner herbeigeführt. I n der Feldstranache gegen den Landwirt F. V. in Bad-Nauheim, der vom bärtigen Feldgericht wegen unbefugten Fahrens über einen fremden Klee- acker bestraft worden war, wurde Einstellung des Verfahrens ausgesprochen. Tas Gericht gelangte zu dieser Entscheidung, weil sich die Möglichkeit ergab, daß von Begehung der Tat ab bis zur ersten richterlichen Verfügung mehr als 3 Monate verstrichen seien und somit Verjährung eingetreten sei. Tenn der als Zeuge vernommene Beschädigte vermochte lediglich anzugeben, daß der Feldfrevel in der ersten Hälfte des August sich ^getragen habe, ohne behaupten zu können, daß et früher als 3 Monate von der ersten am 6. November v. Js. erfolgten richterlichen Verfügung verübt worden sei. am, alle Waren seine Erledigung. _ , . Hierauf erstattete Bürgermeister S ch a s e r - Tortelwefl den Rechenschaftsbericht Tie Ausgaben betrugen 277,80 Ml., die Einnahmen 429,28 Mk., so daß ein Kassenbestand von 151,98 Mk. verbleibt. Tas Vereinsvermögen hat die Höhe von 751 Mk. erreicht. In den Vorstand würben gewählt «us Starkenburg: Kropp- Sickenhofen, Sänger- SeAgenstadt, Pons- Wattdon, Metzger-Langen: auS Ober Hessen: Fendt-Hungen, Schäfer-Dortelweil, Kr om m-Schotten; aus Rheinhessen: B i n g e l - Selzen, Salw ächtet-Niederlngelheim. Ter Versammlung lagen zahlreiche Anträge einzelner Kteis- vereine vor, so von Sieburg fortwährende Belastung der Steuerkraft der Gemeinde durch den Staat bett., von Groß- bieberau und Lindenfels Lehtetbesoldung bett., Osten- bad) Fürsorgegesetz bett. Allgemein wurde aus der Versammlung heraus dem Unwillen Ausdruck gegeben, daß der Staat die Ge- meinben beim Besoldungsgesetze und feinen Lasten die Gemeinden heranziehen will. Man war einstimmig der Ansicht, datz die Aufbringung der Kosten zu den Volksschullehrergehaltern Lache des Staates ist. Weiter sprack) Tr. F e l s i n g - Alsfeld über bie ständig zunehmende Belastung der Gemeinden dadurch, baß man diesen alle möglichen Handlangerdienste aufbürbet.^ An der Aussprache beteiligten sich ferner die Bürgermeister >2 chlelitner - Lindenfels, Fendt- Hungen und Kropp- Sickenhosen, xie Versammlung faßte schließlich einfrimmig folgende Entschließung: „Tie Hauptversammlung des Landesverbandes der Bürgermeister des Großher^ogtums Hessen legt gegen die beabsichtigte Abwälzung eines TefleS der Erhöhung der Gehälter der Volks- schullehret auf die Gemeinden Verwahrung em, da die Gemeinden säst alle schon seht schwer belastet sind und die Lteuerkrast vieler huiu> .... — —.. s Kommunen an der Grenze der Leistungsfähigkeit der Steuer- hör bestand aus Vaupttnann v. Joller vflicktiaen anaclanat find " mann von Peutz und Oberleutnant Wolr al» Beisitzer, xie annaße Mit Zeinen? gemeinsamen Mahle und einer Besichtigung der venrat Leutnant Kienitz. Angeklagt war der Drahtzieher Re'ervrst Lut- und Badeanlaaeii in Bad-Nauheim unter Führung des Kur-1 K. L., der un septemoer 1904 vom 14o. enb-uiegt. entlassen direkter^ von A-ranlenbera schloß die angeregte Tagung. I wurde und von 1908 dis 1911 neun Konlrofloeriammlungen ver- 3um Ott der nächstjährigen Hauptversammlung wurde säumt hat. Ter Angeklagte ist bereits wegen ^Ahimg der M a i n z gewählt I Kontrolle vom Bezirlsiommando mit 8 -tagen Arrest oeman, ©etreibepteife in Mannheim Weizen luu Stg. 24.75—zö.O'J Mk. Roggen 100 Kg. 21.25—21.50 'Mk. Schlachtoiehpreise in Frankfurt tu 2JL Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 74—95 21)IZ. *1 Kg. Schlachtgw. 76-98 Pi. , 68-73 , Kg. 90-98 Psg. 7, , 92—96 , 7. . 70-90 „ . Mietete a Ausnahme Tage Die heutiges I DrKksattafcinSsSS f 5 88 FZ" rs^k « ~ po'? 33 X 3 sä LS 8 ZZK g'(S)ey L^toS.'50 « «to 5*1 £*» R G * « Z E Mo- ’ y- o . SB L Z.VZA 2.” 3 * 2 M S 5^ n » 3 « « " g-o p n 3 «X-r-A«- 3 8 H LS Cb » y a Sr «r L-A 8 (!) SS ■&JT s, g R ?ZZL 6) Z. 3 S s 5 §,25 Ls- L 8 zLZrr: I I '§ »6D 2 $833 _, ' 5 c l?fri rrr 8 L* ? 8 8 8 T 8 2 & St $ I 8 3 & 8 » 8 Z 8? = z Z S1 3 8 rs «2. 3° Z er •» c (TH o- SG" ? 8 3 ff«3 Z-GW ec =‘=.2-003 „5*63 S’2 ?gp2.g^3 ? ? I 2. ? * es orq ö h s I es -, o 8 =3 ? L r ■ L «s SO® s — ° i. I I s ? f 3 2. 3.5 a Q ? sr -L o . s . ? i T] o£« »:2! -■ 5 33 -.§ 3» 3 Franklurler Schuhlager Giessen Morg 12 Tel. 539 T—5 S- £5s-2 3s§ »s M<ä(E ■* S' ME L-2-2 - • d er ß es e es $s§ Ineinfachen GlaS-u.hochf.Kristall- Tafel-Trinkgarnituren Dessertschalen u.Tellern etc. findet man stets das Neueste im Ausstattungshaus Jul. Bach, Giessen Niederlage von Baccarat, Val St. Lambert, sowie von ersten deutschen A Hütten. beiliegen. Alleiniger Fabrikant auch "des so beliebten flüssigen Metallputzmittels „Gentol“: Carl Gentner In Göppingen (Württbg.) hi?: = = Öl'« "SU ZTff s '3 % ■3’x’- v2.S ii’crS.cv 3 3 ” «to 3*§ 3 5 •* ■ a-= -3 s $ 6>» IZ. 3 =.3 "sh 3® 86 LSS - L p. i" fH« $59 S" LLL3 JJ. ®; = = T Ä =1- co 3 i?; £l o > 2e-| 6): 3?C I ■« • LLZ.2.Z uv 3 O ■ 3 K o 2. 'S« 2=^2 Ä 5;^^" Se 2 » 5 S-SFli- tsS o A> 3 x> SD ■* ro « s> II 3 Z 1& f? «2 3g 3 sr a _ 3. *3®?~= Sie springen haushoch vor Freude über die entzückenden Geschenke, welche den Paketen des echten Dr. Gentner’s Velldiensellenpulüer Goldperle «s-3 G ftoo 3.3== 2 tr 3 - 2 = 3- = •= — o* —- -■ —: -1 LsS-ss 5= * c»ä ®2.« 3 5= er « * •2.=ä2sr Z.« _= s hli *6"§.sr eI ö 2. äf* o g a®5r?= % sl5* :< s$s H.F. Rausch GIESSEN Spezialgeschäft in Parkett - Böden Betrieb un (.Linoleum Steinholeböden vorwiegend aus Faserasbest 3119 und Aufzügen. 2-2. Z-."rsd p E,?S 3 §. = § => E* qi - ?a^f S (S)3^5 5 a. = —.—r. -xr UV 35 o 3 3 P § or» 3 3 sr3 3 3 3Z " 2. Zss s? rs SL-- 8» « g“?53f~ ? sr-.8-?a' ypr Ms3 2*2 Sa Originalabfüllung btt TrHerzligl. jej. SBeinbanbomStte 1909 er Bodenheimer Hoch pro Flasche Mt. 2.— 1909er Oppenheimer Steig pro Flasche ML 2.10 empfiehlt 2990 A. Austerlitz Telephon 365. a5-Ä5T§° (^=r<$u3®> Z oSBo«” l3'5?3te< Bo-5 H = 4=2 A q_ i 2-t* 8 8 Z HT§3 o e er a CD h -STS*5* 3S3r'i 2 cr= WLs 3 «=2.^45 ^>3'2 5 "o- 5 = 5* 3 3 3 3,® «5 _ „als"' §2 3 " alhcyg LZff KZx-ßsZL f? S? r Für Landwirtschaft u. Gartenbau Pflauzeunabrung, Raupenleim, Qbttbanmkarbolinenm Rnnübiinocr, Sämereien, Biutlauotinktur, Zinktinte, ftarbolincum, Farben, Lacke, Bail re. rc. 3111 Firma Otto Schaaf, Seltersweg 39 I SS^zS ■i=^35<2 D:r <» O 3 =■333 ■ & ” — Oe- . _ *-3- X - £2 »• •“ "ff er® L <70^ ß. P ** ■—<» 3 * lb!ff * ff«» |=$il ff dl sSs« ». =- -< L'KLS HM? “"a E. ** 8=11? »«ÄS? .Keilagen- tvSd'eii^’ ^tzSS IZS Jf ,, (rrpehihon ol 'ffl? ÄpeW®: ■«'Xi ««*• ,2? ni Unjeigtn - \e Taqesnuininer ryt Olt ■iUH‘' Q hi, u.j vormittags S uy^ 29Vo^ - WKÄ MW Kristallklares Natur- u. Kunsteis liefert -u billigsten Preisen in u. anher Abonnement Eiskellerei 1. Bierhaadl. i. Trecbsler Steinstr. 48 - Telephon 581. 3145 Abonnement kann zu jeder Zeit beginnen. 02 « L . K- . a . 3. . S o —.er- p 3 =>__ er r> ts> 3 r» 21 o ” - O: « V a —-O* n n r-p 5=»9ä§3§ s 2 =^,=® o •— I- Hf 2 2. o -ä 9 • o — 2 2 <• ® & <5 3^ Ö ro G' t= D gewähre ich auf sämtliche Schuhwaren 10 Prozent Rabatt Die Ausgabe der Rabatt-Marken erfolgt ebenfalls. Versäumen Sie nicht, diese günstige Gelegenheit zur Anschaffung von tadellosem Schuhwerk besonders, in farbigen Stiefeln und Halbschuhen für Damen, Herren und Kinder 3 5 S $»5 '»•3 If|a=-3?g 2öo=h_»S " 3 3 O O g^-“ 3B 5 ?8 « 3 <2 2-5 U Imz -f ÄK 88 ' 7LL = »2 2 2 K> *-t V _ -s . ZS" 2 --9'2 » LNS-3 " 3*= 3 2 3 2 2.S 3 Sr «€&□. S' -- — 3 — --» a " - « 3» 7? —3,3 2^3 122 — ? D 2 Sr* 3 3 X - a- — 2.3 "a- s-a^ . 5 S i 0 y a 2. 2 » 2 • 2 o er 8 3. 2- 3 °' 2 • " 3 • 5-” .-. §. iie: . g- 8- I- R . h t. . £ ; . §. g. 8. | ■ Di Ter friege# _ , räpolis und die C ^i|chenivtelen und ie nalc Tiplotttakie eine öie Zuseinandersetzunc febon mackt sich a» a. nterlbar, die seit einet ,-iand te-3 Balkanprob 'ilch- »ainea nach -ttlle ien wieder einmal al seitdem es durch dem Stiege zwischen 0; mar, der mit einer vol und den Äetern insolj dem die Autonomie f Kinos in einem Zu Kretern die anscheiner irntwicktung zn längs, die Angliederung an erstreben. Zene Entw insosern eine Unterere, alte Regime Abdul H, ment abgelöst morden des türkischen Gebietes ,'chastlichkeit wiedersetz Tie ungebärdigen jen neuen Kurs in de her vier Ichuhmächte, md Zlalien, welch letz mit der Türkei als Z kommt, schrecken lasse , "eftrebungen gerade n gesetzt, schon im von, Versammlung, die sich^ ich in entschiedenen C 1 Abgeordnete für die g: | Absendung nach Athe und äelchesrand schw kretischen deputierten lulatsbeamten der Lch iie sich bereits begeber nr cr& r Z "Ä-v'ss ffsSZMß 3=hm 3 S as &£« «ä:i § ttiv« n « >le mit Nit fleiar k "M 1 S’htoe c ?uz ^ig Tie be auf $ ftS.’SÄ?- Mittwoch und Tonnerstag früh 9 Nhr treffen ein: Feinste Nordsee-Schellfische !•/«• bi» 4-pMndig per Pfund 38 Mg- :: Portions - Schellfische :: 1-vfundig Pfund 28 Pfg. Schellfische — «n6 w 46 Kablian ohne Kopf blütenhell, im ganzen 4—10-vfllndigen fttfdj p. Pid. 18 Psg., im Ausschnitt p. Psd. Ül Big. :: Frische Fisch-Koteletts :: per Pfund 30 Pfg. Rot'Zungkll HM Sdiiifa «tut «M-Sirtssskl» Ä^t Ste Sltut Mitjtö-Sttiugt 3 Stück Pfg. 55 Ptmu Boll-Httiugt 10 Stück Pfg. 48 js. Sauertraut per Pfund Pfg. IE Ghriider Berdux BihihssArch 27 gtntfittitt 231 von Samstag, den 27. April bis Samstag, den 4. Mai 5 3 a 5. a.TT' oh __ r» «r- 3 2.^^ Z-Z or rt> ISO 3 3 **