’hweren ervater, Ur. 129 itltes Blatt 162. labrgang ' Dienstag, Juni 19(2 Der «lefcener Snjelatt SH MM Ve,ug«pret»: erscheint täglich, außer ▼ V mon.i::id)75^i>iertd- Gießener Anzeiger Jirlschafttiche -eMrogen ▼ ^F B M H V ■ ^F ▼ MM ^F Ehesredakteur: A Goetz, 'tnilvrcrfl-Anfch.usie: 1L ^3 » Verantwortlich für den p«er bei allen Umbauten unverändert bei behalten worden. » — £ s c a r Wildes Grabdenkmal. Als vor drei Jahren Sscae Wildes sterbliches Ten vom Lagneux-Fnedhof nach dem Psre Lackiaise überführt wurde, soendete eine ungenannte deutsche Verehrerin des englischen Dichters eine bedeutende wässer und die größte Reede der Welt, nicht wieder den Schauplatz eines so fesselnden internationalen Lebens ge bildet. Die glitzernden, großen Schiffskolosse, die unzähligen Fahrzeuge mit ihren schneeweißen SchiffSwänden und die sich bis ans Wasser drängende Festmenge, boten ein farbenprächtiges Bild, zu dem bie landschaftlich herrliche Umgebung, die bewaldeten Ufer auf bei Südseite, dem ehemaligen Jamestower Ausstcllungsgelände, und die weiter im Hintergründe liegende große Stadt Norfolk einen einzigartigen Rahmen bildeten. Angesichts der historischen Bedeutung von Hamptonroads und seiner Rolle im amerikanischen Bürgerkriege — bildeten sie doch den Schauplatz des ersten Zusammenstoßes zwischen eiscngepan zerten Kriegsschiffen — fehlte dem Bilde auch nicht ein g e • wisser sentimentaler Einschlag. Ter gelegentlich der Jameslowener Ausstellung zum Ausdruck gebrachte Gegensatz zwischen dem modernen Kriegsschiff und den bei den ersten Eisenkriegsschiffen „Monitor" und „Merrimae" ist durch den neuesten Zuwachs der amerikanischen und der bcutfdjen Flotte, meld) letztere hier durch den Panzerkreuzer „Moltke" vertreten ist, erhöht worden. Ter A n • f u n f t des „M oltkc" sah man in hiesigen Marine- kreisen mit größtem Interesse entgegen. Tie von der amerikanischen Regierung zum Empfang der deutschen Schiffe getroffenen Arrangements ließen an Herzlichkeit und Gesinnung nichts zn wünschen übrig Nichts wurde unterlassen, um Deutschland zu beweisen, daß man die seltene Gastfreundschaft, die das amerikanische Geschwader seinerzeit in Kiel genossen hat, mit Dankbarkeit würdige und bestrebt sei, den deutsche n Gegenbesud) zu einem denkwürdigen zu gestalten. Eine besondere Ehre wurde dem BesuchS- gcschwader babnrd) zuteil, daß der Präsident persönlich die Gäste begrüßte. Taft traf am Montag morgen von Washington aus der Regierungsyacht „Mayflower" ein. In seiner Begleitung befand sich aus fpezieile Einladung der deutsche Sotschasier Graf Bernstorfs. Als das deutsche Gesd)wader, zu beideir Seiten eskortiert, in Hampronroads einfuhr, flaggten die hier zum Empfang liegenden Schlachtschiffe „Louisiana", „North Dakota", „New Hampshire", „Delaware", „Florida", „Louth Carolina" und „Ulha" über die Toppen. Tie Kapellen des „Moltke" und der „Florida" spielten die Nationalhymnen. Tas deutsche Geschwader fuhr durch die amerikanische Lck)iffSlinie hindurd), worauf „Moltke" neben dcyt Flaggschiff „Florida" sich verankerte. Admiral von Rebeur Paschwih stattete sofort mit seinem Lffiziersstabe dem kommandierenden Admiral Ward einen Besuch ab. Alle Lchiffe gaben, als Tast auf „Mayflower" vorbcifuhr und über beide Flotten die Revue abnahm, den Präsidenten salut. Alle Mannschaften standen dabei in Paradestellung auf Teck; die deutschen Besatzungen riefen „H u r r a". „Mayflower" verankerte sich bann neben „Moltke". Präsident Taft ging an Bord des „M o l t f c", wo er von Rebeur P a s ch w i tz begrüßt wurde. Auf Einladung des Präsidenten begaben sich sodann die Offiziere beider Flotten zum Luncheon an Bord des „May- flower". * Neuyork, 3. Juni. In einem Leitartikel erklärt die „N e w - P o r k Tribüne" zum B e f u d) des deutschen Geschwaders, solcher Verkehr zwischen den beiden Ländern sei angemessen, bei den engen Beziehungen, die seit Beginn des nationalen Lebens zwischen den beiden Ländern herrschte uno hebt hervor, daß die Vereinigten Staaten hinwiederum auai einer großen Menge deutscher politisckier Flüchtlinge ein Asyl Summe zur Errichtung eines würdigen Grabdenkmals, d.'ii'.'n Ausführung dem Bildhauer Jakob Epstein übertragen werden sollte. Tas Werk ist nun vollendet und wetteifert an Eigenart mit der bizarren Stund des Mannes, den es verherrlicht Tas Monument besteht aus zwei prachtvollen Kalksteinblöcken, von denen der untere etwa 400 Zentner wiegt. Aus dem Stein ist eine fliegende Gestalt herausgemeißelt, die ein Symbol von Wildes Jndioidualii.it izarftellen soll, der „ein Schöpfer von Schönd.n und ein Em vörer gegen das Leben" war. Tie Gestalt scheint mit fenli ?d)t ausgebreiteten Flügeln langsam parallel zur Erde burd) di? Luft zu fliegen; sie hält den Kopf stolz erhoben und ihre ganze Hallung verstärkt den Eindruck eines feierlichen und trotzigen Hinichwebens über die Erde. — Tieradioaktive Brille. In oem soeben erschienen, n Bericht der französischen Akademie für Medizin berichtet Professor Blanchard über eigenartige und überraschend erfolgreich Vei suche, bie der Turiner Gelehrte Professor Preoeruiti nut der Anwendung radioaktiver Linsen bei der Behandlung von Sei. krankheiten unternommen hat. Bisher gab es keine Linien oder Brillengläser, die imstande gewesen wären, mit der Korre. u. mangelhafter Gesichtsbilder auch eine Heilwirkung au> bie Augen zu verbinden. Ter italienische Forscher fant a.i' Den Gedanken, die Heilwirkung der Radiumausstrahlungen gegen Augc, leiden zu verwerten. Er setzte den Linsen und-Brillenglasern roar.ige Teile von Radiumfalzen bei, so daß beim Tragen dieser Brillen das Auge einer steten sehr milden Radiumbestrahlung ausg» . n kst Tie bisherigen Versuche haben unverkennbare Beweise einet glücklichen und heilsamen Einwirkung auf die Lehirasc g.u ... Der Einfluß der Radiumausstrahliing auf die mcmd.lichen .'!ua : war bereits bekannt, wenn auch inc Winenfchaft bisher zu pial tischen Versuchen auf diesem Gebiete nicht oorgedrungen n»a . Immerhin hotte der englische Forscher Professor London bei frü erblindeten Kindern durch Anwendung von Radium in ein. c ganzen Anzahl von Fällen überraschende Erfolge erztett. Durch Radium behandlung brachte er blinde Patienten jo weit, daß sie imstande waren, leuchtende Gegem'tände ziemlich deutlich wadrzunehnieii, auch Buchstaben, wenn die Formen leuchteten. Professor Preoerulti hat mit seiner radioaktiven Brille auch in Fällen schmerz Hafter Schwachsichtigkeit sehr glückliche und schmerzstill ne _ folge zu verzeichnen. Solche Anfälle plötzlicher Schwad i-la i- feit werden bet nervösen Menschen nach ünjirengungen der Sehkraft sehr häufig beobachtet. Binh«ndlu"9 .eg?0 jeder A"' . Die heutige Nummer umfafet 10 Seiten. r statt. MM tierten in Flugblättern gegen dieses Vorgeben der Illustrierten iiiing", die das in ihren Voranzeigen Venprochene gröblich Ebenen: tiefel, Im Anschluß daran sprachen sich auch andere Zeitungen gegen die Hessen-Nummer aus und einzelne Vereine pro Die braunschweigische Frage. Zum ersten Male hat, seit dem ^ahre 1866, ein Nachkomme des früheren hannoverschen Königshauses an dem rutschen Kaiserhof bezw. preußischen Königshos am letzten Tage des Wonnemonats als Gast geweilt. Tie Tatsache ist ,.i sfällig genug, um eifrig besprochen zu werden. Geschäftige lclooffiziose Federn haben sich srcilick) beeilt, darzutun, daß ..dieser Besuch jeder eigentlichen politischen Bedeutung ent- kehre, er sei lediglid) als ein ritterlicher Taukesali des Katers", des Herzogs von Cumberland, für die Aufmerksam- feiten anzusehen, die der Kaiser dem toten Prinzen Georg Mdhelm, der vor wenigen Wochen bei seiner Automobilfahrt in der Nähe von Friesack auf so tragische Weise ums Leben um, erwiesen hat. Tiefen „ritterlichen Tankesakt des Baiers hat der Herzog von Cumberland bereits in feinem Taiütclcgramm an den Kaiser Ausdruck gegeben und das ciUtc eigentlich genügt". Nun sendet — der Tod versöhnt • der Herzog von Eumberland, der bisher Unvcrsöhnlidfe, seinen Lohn, den einzigen, der ihm geblieben ist, zum Kaiser. Str Prinz Ernst August von Cumberland — fein richtiger Ittel ist allerdings Herzog zu Braunschweig und Liine- berg — ist nicht allein gekommen. Sein Schwager, Prinz bl ar von Baden, der präsun- tive Thronerbe, der ehemalige '.rmmanocuv der Leibdragoner und gegenwärtig Präsident c.*r ersten badischen Kammer, ist sein Begleiter gewesen, i trade dieser Begleiter, der auf dein Umwege über Karls» iuhc eine inoffizielle Verbindung zwisdfcn Gmunden und kerlin hergestellt hat — eine Verbindung, die später nach ;.t Verheiratung der anderen Prinzcjjin von Eumberland rit dem Großherzog von Mecklenburg-Ld)wciin, dem Bru- kr der Kronprinzesjin Cäcilie, verw.Äudtschaftlid) noch enger ^llvorden ist — hat si dfwiederholt bemiiht, die Vermitkler- tolle zwisdfeu Gmunden nnd Berlin zu übernehmen, ein lireundichastliches Verhältnis zwischen dem Hohcnzollcrn- uub dem Welfenhaus anzubahnen. Sb freilich bisher mit sichtbarem Erfolge, mag dahingestellt bleiben. Prinz Ernst Lugust, der zlveite Sohn des Herzogs von Cumberland, des Kronprinzen des ehemalige.i Königreichs Hannover, ist dem Kaiser ja kein Unbekannter; er roai: — und darin wollte Biaii ein Anzeichen dafür sehen, daß die starre Unversöhnlichkeit am Hofe in Gmunden schwinde — in das bayrisd)e i. Lchläere Reiter Regiment getreten und hatte enrd) dem ^obersten Kriegsherrn, dem deutschen Kaiser und König von !Preußen, als er nad) München leim, seine Aufwartung gewacht. Konnten aber diese immerhin nur höfischen Förmlichkeiten an dem bestehenden Rechtszustande etwas ändern? Lcrgegcnwärtigen wir uns ein luenig die historische Entwicklung der sogenannten braunschweigischen Frage. Als am 18. Oktober 1884 Herzog Wilhelm von Braunschweig ms Hb herrlichen Kliini* &, an der Uronclt^ j - Brunnen - W zsällige Küche. Der 5chatz von Notre-Vame. Fn der altehrwürdigen, vielhundertfäbrigen Kathedrale Noire- 5-ane von Paris ist ein luertDOllcr Schatz verborgen. ,o lagen i. alten Historiker und so sagt die Volksuberlieferung, und - .er Dichterwerke halten die alle Ucberliercruitg wach, der oVtz von Notre-Dame ungeheuer wertvoll ist, wcitz ^»an,, wo .c aber zu -inten ist, weiß man leider mcht. Eine (yran^ofin, ich zur liliiin lü isedauer etc4 * je fbW Vie hcfiennummer Ser 3lh!ftrierten Zeitung. In Nr. 73 des „Gießener Anzeigers" vom 26. März haben eine Bespredmng der Hessen-Nummer der „Illustrierten 3ci« 4ilg" veröffentlicht, in der wir insbesondere über die mangel-* I Nfte Ausstattung und die Unzulänglichkeit des Textes Klage : irrten. Wir betonten dabei, daß das ganze Unternehm.m lediglich | ii Reklame anzusehen fei. Am folgenden Lag brachten wir I dien im „Darmstädter Tageblatt" erschienenen Protest hessischer I mitler gegen die Hessen-Nummer. Hierzu bemerkten wir, daß ! ifeter Meinung nach die hessisäien Künstler allen Grund hätten, h über die Ignorierung zu freuen, da es sich doch lediglich ii ein Reklamcheft bandele, das mau gar nicht ernsthaft nehmen il?, nachdem es fick) gezeigt habe, daß fast alle Teile in der t zulänglichsten und oberflächlichsten Weise bearbeitet morden seien. rom 16. Dezember 1879 die Regentschaft von Braunschweig. -.Lid) dem Tode des Prinzreaenten Albreckst kamen erneut Ms Gmunden Ansprüche auf Braunsckiweig. Ter Bundes- datsbeschluß vom 28. Februar 1907 gab daraus die unzweideutige, allein richtige Antwort: Die Thronfolge des Hauses !■ imderlos, als der letzte seines Stammes, starb, wäre Braun- •i# 'chweig mit dem Königreich Hannover, hätte dieses noch be- ** itanbeit, fortan durch Personalunion verbunden worden. Inzwischen war Hannover in Preußen einverleibt worden, , i ter Sohn des letzten Königs von Hannover hat diese histo- r« rische Tatsache nie anerkannt, and) den rechtlichen Bestand ihofstrasse w btä Deutschen Reiches bestritten. Wie konnte er da deutscher 1 i Äundesfürst werden? So entstand auf Grund des Gesetzes Hansen. !ts. findet von 4 ii 8—9 Uhr vor H ener Militnilaptl er von Rurfarten pd im Saal. Juni 1912. )ad Salzhausen, sj d. Höhe i dem Kurhaus u.b.ntrd Aänzl. neu renovier!. >s. v. fv!k. 8.- an. w\ iz.- und Beamtem» >ttüal.Kücheu.Wcine.'] stryt und nur ein nahezu wertloses Rcklamehest im übelsten nn herausgebracht hat. Auf diese Angriffe hin schrieb der Verlag : „Illustrierten Zeitung" an einen Buchhändler, dai; die ab- tTGienben Urteile einiger hessischen Zeitungen „unglaublich . - nIau t e r c n Motiven entsprungen" und „e i n er Itto i b e r u n g unwürdig" seien. Aut zwei Jmvagen um tie bündige Erklärung blieb uns der Verlag der „Illustrierten klang" (I. I. Weber in Leipzig) jegliche Antwort schuldig, rb zu schärferen Maßnahmen bietet uns das ©cjcß letber reine Int»habe Wir haben deshalb nochmals den Tatbestand jen- iiiellt und überlassen es unseren Lesern, sich cm Urteil über b Gebaren der „Jllusttierten Zettung" zu bdöcn. — Vemcrkcns- trL ist hierbei noch, daß die unlängst erichiencne ^(bivaben- Lnrnicr der „Illustrierten Zeitung" m Württemberg ebensalls || titaüitung und Proteste hervorgerufcn hat. gegeben habe, die mir tiefer SpmDatfeie die Entwicklung des deutschen Konstitutionalismus vcn'olgen. Vom technnchen Standpunkt aus sei der Besuch des Geschwaders deshalb mterei'ant, weil der „Moltke" oa» letzte Wort im imrderncn Schlachtschiffbau dan'relle, auch oeshalb, weil die «schrfke eine der machtvollsten Flotten der Well repräsentierten, aber noch nie in »inen Krieg vcrwickelt gewesen feien. Aur Heften. Ter hessische Jauernbnud und die Beamtenbesoldung. rm. T a r m sr a d t, 3. Juni. Tie Fraktion de» Hes s i s ch e n Bauernbundes in der 2. Hammer tagte heute unter dem Vorsitz des Mg. Brauer hier, um zu der Reaierungsvorlage bctr. oas Beamte nbesoldungsgesetz nochmals Stellung zu nehmen Nach eingehender Aussprache beschloß man, an dem früheren -Standpunkt sestzuhalten und ist einstimmig der Ansicht, die im Finanzausschuß bisher vertretene Ansicht auch weiser cinzuhalten. Man lehnt die Regierungsvorlage in der jetzigen Geilall mit der Stcucrerhöhung entschieden ab, bis auf eine Anzahl der von der Regierung gemachten Teckungsoorschläge, gibt aber dem Wunsch Ausdruck, daß dieje Deckungsvorschläße baldialt zur Verabschiedung kommen. Man ist dagegen aber bis zur Vorlage einer definitiven Besoldungsordnung für eine einmalige, nicht pensionsfähigc Zulage für 1912. Eine Abschiedsfeier für Landtagsabg. Pfarrer Korell. König st ädlen, 2. Juni. Gestern fand hier für den von Königstädten fclfeidenden >rach Nleder-Jngelheim übersiedelnden Landtagsabgeordneien Pfarrer SVorell die Abschiedsfeier statt. Sämtliche hiesigen Vereine, zehn an der Zahl, brachten ihm einen Fackelzug. Unter Vorantritt einer Abteilung der Musikkapelle des Jni. Regts. 88 bewegte sich der nach Hunderten von Teilnehmern zählende Zug nach dem Psarr- Hause, das von alt und jung dicht umlagert war. Nach dem wirkungsvoll vorgetragenen Chor des Kirchengesangvereins „Morgen muß ich fort von hier" schilderte Lehrer H ö n g e n das Wirken des Pfarrers Morell während seiner hiesigen Amtszeit. Ter Volksbildungsverein mit seiner ausklärenden Arbeit, sowie der Kirchenchor sind Werke seiner Gründung und Unterstützung. Besondere Verdienste bat er sich durch den Umbau der Kirche er- lvorbcn. Turch seine Bemühung ist das schmucke Kirchlein entstanden, die Zierde des Dorfes. Der Redner schloß mit einem Hoch auf den Scheidenden und seine Familie. Bürgermeister Bärs ch dankte ihm im Namen des Orts- und Kirchenvorstandes für seine segensreiche Tätigkeit. Pfarrer K o r e 11 dankte darauf allen Vereinen. Schweren Herzens scheide er von hier. Sei er auch räumlich von Königstädten getrennt, so werde er es dock nicht vergessen und ihm ein treues Andenken bewahren. Nach zwei Vorträgen des Gesangvereins „Frohsinn" und des Arbeiter- Gesangvereins „Liederkranz" ging es zum Schützenhof, wo die Nachfeier slallfand. Der Saal war dicht besetzt und konnte nicht alle fassen. Herr Daum dankte dem Scheidenden im Namen des Kriegervereins, der ihn zum Ehrenmitgliede ernannt hatte, und bat ihn, es and) fernerhin zu bleiben. Nachdem noch verschiedene Herren gesprochen hatten, dankte nochmals Pfarrer Korell allen, die zu der Feier beigetragen hatten. Gr schilderte, wie ihm .vönigftäbten lieb geworden wie eine Heimat, die er nur ungern verlasse. Gr traut auf das Wohl der Gemeinde und erklärte sich bereit, and) ferner die Interessen der Gemeinde zu vertreten. Er stiftete eine namhafte Summe zur Ausschmückung der Schulsäle. Der italiemjch-lürkische Krieg. Eine türkische Note über die Ausweisungen. Konstantinopel, 3. Juni. Die Abreise der aus gewiesenen Italiener geht nach und nach vor sich. Vorgestern ist eine große Anzahl Italiener auf einem russischen und einem griechischen Schiss abgereist. Ungefähr 700 Italiener verließen bisher die Türkei. Heute ist der griechische Dampfer „Epirus", von der italienischen Wohltätigkeitsgesellschaft geschartert, mit Ausgewiese- ncn abgegangen. Weitere Dampfer werden am Donnerstag in See gehen. Einige Italiener begeben sich nach dem Piräus und nach Aegypten. Die bei der Banque Ottomane sowie bei anderen Banken awgestellten Italiener erhalten einen dreimonatlichen Urlaub mit dem Auftrage, in den nahegelegenen Städten Aufenthalt zu nehmen, um möglichst schnell zurückkehren zu können. Die Pforte veröffentlicht die am 21. Mai signalisierte Zirkular note an die Mächte, in der die Ausweisung der Italiener begründet nnvd. Die 9lote führt aus: Infolge der Sck)wierigkeiten, denen die Expedition in Tripolis und Benghasi begegnet und infolge des fort bestehenden Un- vermögens, den Widerstand der Ottomanen zu Lande zu brechen, hat Italien geglaubt, alle Mittel amvenden zu dürfen, um die otto- manische Regierung und die ottomanifchc Nation zur Abtretung der Provinzen zu bewegen, deren Besetzung nidjt gelingt. Die Türkei hat geaen die Vorteile Italiens aus der maritimen llcberlegenbcit nichts cinzuioenden, ist aber berechtig t, gegen bic Mittel zu protestieren, lvelche Italien entgegen dem Völkerrecht und den Grundsätzen der Haager Ko n f e r e n z mit Hintansetzung der Menschlichkeit und Zivilisation anwendet. Die 9Zote erinnert an die M assacres in Tripolis und erklärt, die Pforte hat damals das Aufwallen der Entrüstung und des Bedürfnisses nach Repressalien zurückgehalten und davon abgesehen, mit der vollau gerechtfertigten Ausweisung der Italiener zu antworten. Diese Zurnckhalllmg ermutigte jedoch Italien, welches mit bet absichtlichen Verletzung bet mobernen Kriegsbräuche fort fuhr, indem es unbefestigte Stäbte bom barbierte und aus Luftschiffen unb Aeroplanen auf bic Bevölkerung, Truppen unb Sanitätsabteilungen Bomben herab warf unb Handelsschiffe an bi eit. Die Italiener landeten auf Rhodos unb führten Vertreter der Behörden, die an den militärischen Operationen unbeteiligt sind, als Kriegsgefangene mit, sogar Gerichtsbeamte. In der Absicht, unter der Bevölkerung Zwietracht zu säen, mackste Italien viele Einwohner unter dem Vorwande, sie gehörten dem Komitee für Einheit und «Fortschritt an, zu Kriegsgefangenen unb gab sich den Anschein, die Christen zu begünstigen, indem es eine Einschränkung der Freilisten der Muselmanen vornahm. Dadurch wurde bei den Ottomanen das Maß der Entrüstung voll. Die Pforte sah sich nunmehr nach dem so lange bewiesenen Langmut genötigt, zu der Ausweisung der Italiener Zuflucht zu nehmen. Die Art und Weise des Vorgehens, wie das Italiens, ist größtenteils von der Haager Konferenz formell untersagt, wahrend das Aus- weisungsrecht jener Gattung der Kriegsmatznahmen angehört, gegen welch, die Konferenz sich nickst aussprechen wollte. K o n st a n 11 n o p c l, 3. Juni. Das Kriegsministerium veröffentlicht folgende Mitteilungen: In der Nacht vom 29. Mai fand bei Terna ein Kampf statt. Die Italiener hogen sich mit einem Verluste von 20 Toten zurück. Am nächsten Morgen fand ein neues Gefecht mit einer italienischen Jnsanterieabteiluna statt, die zum Straßenbau ausgerückt war. Die Höhe der italienischen Verluste sind unbekannt. Ein Teil der Bevölkerung von Benghasi ist wegen Lcbenömittelmangels in das türkische Lagegeflüchtet. Eine türkische Abteilung rückte bis zum Fort Kophan vor und griff eine italienische Kavallerie-Abteilung an. 14 Italiener wurden getötet. Rom, 3. Juni. (Agcnzia Stefani.) Die Mitteilung des türkischen Kriegsministeriums über türkische Siege am 20. Mai bei Terna und Benghasi sind vollständig unrichtig. Am genannten Tage hat bei Derna und Benghasi überhaupt kein Kamps stattgefunden. Rom. 2. Juni. Heute, am Tage des Nationalfestes, ist ganj Italien Der Schauplatz großer parr rorifa-e r m-Speck im Alter v Grossei Wo Die Bee Grossen-Lind, Heute lieber Mam Kreis Friedberg. m. Bad-Nauhetm, 3. Juni. Ter am Freitag nachmittag am hiesigen Bahnhof abgestürzte Dachbeckergehtlse Cit . Bepperling aul Friedberg befindet sich außer Lebend* z gefahr, dürste aber infolge feiner inneren Verlegungen \w | valid bleiben. — <3 am bad); 3. Jnm Bei dem gestern hier abgehastrnS volkstümlichen Wetturnen des 5. Bezirks vn. am 30. Mai in San Miguel am Rio Damesquilal von Banditen ermordet worden. San Miguel ist ein abgelegenes Städtchen von 4000 Einwohnern im gefährlichsten Aufstandsgebiet. Es war hier bekannt, daß gegen Beel im Februar eine Erpressung verübt worden war unb baß er sich banach, entsprechend der 2ßarnung des Gesandten vor dem Verbleiben in dem schlecht gamifonierten, abgelegenen Ort, mit seiner Familie nach der Gouvernementsstadt D u r a n g e begeben hatte. Von feiner Rückkehr in das gefährdete San Miguel hatte man keine Kenntnis, «seine Frau mit zwei Kindern befindet sich iroch dort. Auf Antrag des Gesandten sind die mexikanischen Behörben bemüht, die Familie in Sicherheit zu bringen. Lin Rural- Korps befindet sich auf dem Marsche nach San Miguel. Deutsches Reich. Der „Kölnischen Zeitung" wird aus Berlin telegraphiert: In einer Korrespondenz wird behauptet, daß zwischen dem Reich S- Kanzler und dem preußischen Landwirtschaftsminister Unstimmigkeiten beständen, die sich namentlich auf den Vorstoß des Herrn v. Schorlemer gegen das Zentrum bezögen. Ta Sensationsnachrichten dieser unb ähnlicher Art feit einiger Zeit mit ungewöhnlicher Hartnäckigkeit aus dem Boden schießen, o dürfte es vielleicht angebracht sein, festzustellen, daß nach unserer Erkundigung das Gerücht von Unstimmigkeiten zwischen den Herren v. Bethmann Hollweg unb Schorlemer jeher Grunblage entbehren, ebenso wie die auch schon in ausländische Blätter übergegangene Ankündigung eines in Kürze bevorstehenden Wech- els in den höchsten Staatsämtern. Wie wir aus Berlin hören, wird ber R e i ch s t a g s pr ä s i- bent Kaempf sein angefochtenes Manbatfürdcn Reickstag nicht nie berlcgen, fonbern das Ergebnis der Beweiserhebungen abwarten. Man rechnet allerdings in Parlamente rifdjen Kreisen mit der Möglichkeit einer Ungültigkeitserklärung ber Wahl, bie Neuwahl in Berlin 1 würbe aber erst im nächsten 2Binter ftattfinben. Die „Nationalzeitung" meldet aus Berlin: Dem altnatio = n all i b. Reichs verband sind die Abgeordneten Dr. Friedberg unb Dr. Paasche nicht beigetreten unb haben auch nicht die Absicht, dies zu tun. Wie die „Schlesische Volkszeitung" hört, macht die Wundheilung unb die Besserung im Allgemeinbefinden des Fürst- b i f ch o f s Dr. v. Kopp weitere Fortschritte. Die Temperaturen sind dauernd fieberfrei. Wie die Blätter melden, ist in der letzten Nacht in das A r - tilleriedepot in Spandau eingebrochen worben. Den Dieben soll es gelungen fein, hundert Zeichnungen von wichtigen Konsttuktionen einzelner Gefchützteile zu entwenden. Die Diebe waren mit den Oertlichkeiten gut vertraut. Sie erbrachen den Schrank mit den fraglichen Zeichnungen und ließen alles andere unberührt. Vermutlich handelt es sich um einen Spionage f a 11. l»n6!t9Jiu fc* Ick" w "j,. g.t fangen 3°» -Msm noch ihre ,'icha würbe, ist nnzur gcMn s ' 3nr Untersuchung oe , .. nachmittag der 5«jot Jüücki aus Kör » Aranffurt a. N- r iXnrb am Abend ob nn muß Tie Vertvesun! jeg kill Polßechunb a: Au» Stadt unO Land. Gießen, 4. Juni 1912. ** Für die Sitzung der Stadtverordneten- Bersammlung am Donnerstag, 6. Juni 1912, nachm. 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung festgesetzt: 1. Mitteilungen. 2. Bestimmungen über die Ausschüsse. 3. Bau- gesuch Dr. Schliephake für die Goethestraße. 4. Bauoeränderung Marktplatz 6, I. Pfeffer. 5. Baugesuch des Kuno Borst für die JohLmnesstraße. 6. Bauveränderung Plock- straße 5, H. W. Rinn. 7. Gesuch der Allgemeinen Elektrizi- tätsgesellschaft um Genehmigung zur Anbringung eines leuchtenden Firmenschildes am Hause Bahnhofstraße 45. 8. Anbringung eines Schaukastens Wetzsteingasse 2, Albert Sparfeld. 9. Gesuch des Gustav Lreuder um Fristverlänge- rung zur Mederlegung eines Hintergebäudes Neustadt 17. 10. Baugesuch der Handelskammer für die Lonpstraße. 11. Herstellung des Platzes am B i s m a r ck t u r m. 12. Fuhroerkehr auf dem Dochcnmarkt. 13. Ausbau des landwirtschaftlichenJr/stituts der Laudesuniversität. 14. Gesuch der Schweine- besiper wegen Haltung eines Lbers. 15. Rechnung der Stadt und des Stadterweiterungsfonds für 19 ID- 16. Juge n_D f 1912. 17. Voranschlag des Rcalgnmnasiitms und brr Oberrealschule. 18. Fortführung der vypolhekenbucher. 19. Vergebung von Arbeiten unb Lieferungen. 20. An- und Verkauf tmn Grundstücken. 21. Satzung der Gießener Freiwilligen Feuerwehr. 22. Gesuch des Franz Schild um Erlaubnis zum Schankwirtschastsbetriebe im Hause Neustadl 31. 23. Tesgl. des Heinrich May für Bahnhofstraße 31. 24. Tesgl. des Wilhelm Lindenstruch für Lahnstraße 9 s. 25. Desal. des Johann Waßmuth um Erlaubnis zum Betriebe einer Raffet- wirtschaft im 5)ause Bahnhofstraße 62. 26. Ausbau der Lo ny st raße südwestlich der Bis mar ck st raß c. •• 1. Abonnements-Konzert unserer Regi- mentSkapelle. Den Epielplan des 1.Konzertes hat Ober- Musikmeister Loder sorgfältig zusammengestellt unb das Kon- zert verspricht ein recht genußreicher Abend zu merbeh. Unter vielem Schönen ist besonders hervorzuheben: Große ftaniai.o auS ,TannhäuferE. Divertissement aus .Glöckchen des (rre- nuten*, die Ouvertüren zu „Weiße Tame^, .Nordstern', ,8i j’^tais roi", ferner der soeben erschienene 1. Preis» Marsch auS dem Wettbewerb der,Woche': Wir präsentieren! von H. Ailbout. Der Solist, Kammervirtuose Fntz Werner auS Wiesbaden, wird einige hier noch nicht vorgetragene Soli zu Gehör bringen, die große Anforderungen an den Künstler stellen. Namentlich in Anbetracht der schönen Darbietungen, die unsere Regimentskapelle fast jeden Sonntag auf der An- läge bringt, wäre ihr ein guter Besuch ihrer Abonnements» Konzerte zu wünschen. ♦* Zirkus May hat gestern abend in seiner Eröffnung? Vorstellung einen sehr guten Besuch auf allen Platzreihen zu ve: zeichnen gehabt, und, um cs gleich vorrvegzumchmen, er der- bient biese Beachtung. Tas sehr geräumige, sich über Oswalds- garten erstreckende Zelt ist für bie Besucher mit allen Beauemsick- feiten versehen; ber Andrang zur Kasse war so groß, baß heure dafür noch bessere technische Einrichtungen getroffen werden sollen. Tie Eröffnungsvorstellung zeichnete sich durch tHcichbaUigL.it u.'fr Mannigfaltigkeit aus. Wenn ber Zirkus zur besonderen „zoologischen Tierschau" einläbt, so ist das, abgesehen von biejan tautologischen Ausdruck (ein Clown unterhält sich während ber Vorstellung allerdings auch mit einem schwarzen Schimmel, burd>aus berechtigt. Der Zirkus May verfügt über eine grase Anzahl wohlgepflegter Pferde, eine imt»nierciii>c Gruppe von Löwen, Tigern, Panthern, Leoparden und anderen Raubtieren, sowie über Baren, Asien, Lamas usw. Es wurden danr.: aür. Arten von Dressuren vorgeführt: von ber aufregenden Darbietung des Löwenbänbigers an bis zu seiltanzenden und rabfabrenber Bären, ben Kunststücken schöner unb kluger Hunbe und besonder» den gelungenen und spaßhaften Unternehmungen des £rang‘Utjn, auf den ber Direktor als einen Stolz feines Zirkue besonder», hinwies. ,Johanna" wurde von einer Tarne in die '.‘Irena begleitet, und es bedurfte kaum einiger leiser Winke: da^naM die Menschenähnliche an ber Hoteltafel Platz, bestellte Svei« nach ber Karte, aß gesittet mit Messer nnb Gabel, wusch sichj trocknete sich ab unb nahm aus bem Kleiderschrank rn au: bürgerliche Toilette vor, die an Naivität nichts zu wünschen übrig ließ. Besonders hervorzuheben wären die Freiheitsdressuren de» Direktors May, der seine hübschen Tiere prompt in der Gewalli hatte: 6 ungarische Goldsuchsc setzten und legten sich auf nonU manbo und boten einen prächtigen 2lnblick. An anderen Vots füljrungen der Pferde sind noch zu nennen die graziösen Tat« bietungen der kleinen Bella, die Jockey-Künste und auch bofl komische Springpferd Grete, das einen Clown zu grotesker VerU Wanderung brachte. Ueberhaupt bestritten bte Clowir-Szenen ctmtf ausgebehüten Teil des reichen Programms mit 21 Stummem, uns bas Jauchzen im Zufchauerraum, ber lebhafte Beifall, ben bte M miidjen Zwischenfälle hervorriefen, bewiesen, baß ein Zirkus air biese Art ber Unterhaltung unter feinen Urnftänben verzickttw darf. Wir nennen als bewunbernswert noch bie akrobatischM Kunststücke ber Gebrüber Terror, bte hauptsächlich ■ burd) thr: Leistungen an ber Bambusstange verblüfften, ferner bic ,'tugd- läufertn Alwine. Ter Besuch bes ZirkuS May ist somit lohnevi» unb empsehlenswert. • • DaS Oderersahgeschäft (Generalmusterung) u| Kreise Gießen findet am 7., 8., 10. unb 11. Juni zu Gieße« am 12. unb 13. Juni zu Lich unb am 14. Juni zu Qtam* berg statt. (S. heutiges Kreisblatt). • * Deschlechtertag. Bei bem Vorsitzenben des Öt- schlechtSvereinS ber Familie Krug von Nidba, Staatsrat Krug von Nidba zu Darmstadt, wurde am 2. Juni der diesjährige Gefchlechtertag abgehaltcn, zu den. 'Mitglieder auS Preußen, Sachsen und Hessen mit Angehöriger erschienen waren. Landkreis Gießen. - = Wieseck, 3 Juni. Am 1. Juni feiert bet ber ^trnu Brammu. Harries hier der Werkmeister für Abteüung Stiften* fabrik, Daniel Kimmel, fein 25 iährigcs Arbeitsiubi* l ä u m. Von ben Inhabern ber Firma würbe bem Jubilar er künstlerisch ausgearbeitetes Diplom sowie einen Geldbetrag überreicht, auch erhielt er von seinen Mitarbeitern ein schenk. Abends versammelte sich die gesamte Acbeitcrsck>asi nein! Firmeninhabern zu einer Feier. Herr Kimmel ist bereits br. vierte Juoilar bei ber Firma. I - m. Hungen, 3. Juni. Gestern abend hielt im Saat ; der .Traube^ Ingenieur Kurz von der Allgemeinen Clek trizitätS-Gesellschaft Berlin einen weiteren Vortrag über bie Verwendung ber Elektrizität in Lanbwirtschaft f Gewerbe unb Haushalt, zu bem sich eine zahlreiche Zuhörerschaft von hier unb auswärts eingefunden hatte. ist dies ein Beweis dafür, welch großes Jnteresie bie Sach' bei der Bevölkerung erregt. In längerer Rede führte be ’ Vortragende die Vorteile der Elektrizität vor Augen. Ve» : fchiedene in der Besprechung aufgeworsene Fragen würbe« । von dem Redner zur Zufriedenheit beantwortet, so daß z> erwarten ist, daß sich viele Hausbesitzer an die WölferSheime Zentrale anschließen werden. — Auf bet Jungoiehweid« Tiergarten befinden sich gegenwärtig 48 Fohlen und ube 100 Rinder. Die Futterverhältnisse der Weide sind voczügüct, unb bie aufgetriebenen Tiere entwickeln sich sehr gut Kreis Schotten. △ Michelbach, 3. Juni. Der Hassrabe-rc i „Sögel»berg" feierte gestern hier sein Be-irk-f^^ in Verbindung mit der Fahnenweihe unsere» abr- rad, 1 (Sidicmtamm, 10 Grübelns., 9 Grabsockei 1 Marmorengel, 20 Hühner u. a. m. G ei h ler,GerichtSvollzieher. Verzagen Sie nicht, oerluch.Sie b.Kopischm., Schlailoi., Äuirea. Dr. Berg- manne Nerventee ,BeWe" «Herb. Beron.i Pack TA Pf. u. 1. Ml. Adler-Drogerie, Selteröw.D.Qtto Schaaf.'^ Täglich Künstlerkonzert der beliebten Kapelle Cornely :: Eintritt frei VI ITk'A R TFN in j'dv beliebigen Schriftart und Kartonsorte, Viöl 1 $owte m[t Zirkgln Ql[fr Uadentl&dun Vereinigungen liefert tu mäßigen Preisen die Brühl'sehe Univ.-Druckerei. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharine Leun geb. Brücket Herr Landwirt Ludwig Leun im Alter von 68 Jahren. Grohfeuer in Konftantinopel. Seit Montag früh 10 Uhr wütet in Konstantinopel ein großer Brand, der rasch großen Umfang annahm. Ter Brand kam in einem Holihausc Zwischen der Ahmed-Moschee und dem Marmarameer durch Fahrlässigkeit tunt Ausbruch Amangs schien er nicht bedeutender zu sein ald die Brände, die zu Begmn der wärmeren Jahreszeit täglich Vorkommen. Erst nach einigen ©nm* den erschienen, da die Feuerwehr von Stambul den Brand allein nicht bewältigen konnte, weitere Feuerwehren Infolge des scharfen Windes gewann da- Feuer bald an Ausdehnung. Tie Zahl der abgebrannten Häuser wird aus 260 geschäht. Morg. Mittwoch abend ;$6jittoong ni6 bem Philoiophkuwnld. V‘., Abmarsch 9 Uhr vom Fusnzgebaude aus. Bei Husten flatatrb,®erid)ldmunflfinb „9rarri*',itat N Pfpn, die beit. Eukalyvi. l'-enthol-Bonbons NiederUPelikan Apotheke 3322 Gericbtssaal. d. Tlaing, 3. Juni. Tie vorbestrafte ledige Sojähriqe E. C. auS Friedberg (Cberbcfieir, jnrzelt anSivärts tu t)a*t, balle stch unter der Vorgabe, fie erwarte eine große Erlüchan, von verschiedenen Personen bedeutende Deldbeirage erschivutdelt. Zwei von ihr geborene Kinder ließ fie in Mainz und Wiesbaden auf den Standesämtern unter falschen Namen eintragen. Von einem'Mainzer Agenten barte sie nach unb nacb 6500 Tlf. geborgt unb den Lchnld- schein mit falschem Namen unterschrieben. Als oer Agent später xii der Erkenntnis kam, daß er betrogen war, ging er m den Tod. Tie 'Angeklagte würbe von der SlraskammerMainz zu 8 M Jahren Zuchthaus verurteilt. kaufen ihren Bedarf WWW an 11120 8WM-VMjskn,Zm- fiatore«, ®etbanii5ftoRen, LMlimi, Nihmittelll sehr vorteilhaft in der Zentral - Irogme Emil Karn, Schulstrafte. .Qinberroaaflc leihweise. düng kommen konnte. Ter Mord ist umso rätselhafter, all sichtbare Zeichen von Raub nicht gefunden wurden, denn alle Behälter waren unerbrochen. Die Frau war wo bl vr-«2gcnd hat ihren Besitz aber in Papieren angelegt, die bei einer Frankfurter Bank deponiert sind. w. Wiesbaden, 3. Juni. Ter König vonGriechen- land stattete heute nachmittag im strengsten Inkognito von Frankfurt auS im Automobil kommend der Landgräfin von pesten einen Besuch ab. Weiterhin fuhr der stünig im Parkhotel vor unb sprach dort im Namen dec stönigin-Witwe von Dänemark den Dank für daS ihr anläßlich deS Ablebens des Königs Friedrich übersandle Beileidstelegramm aus. n-H H. TiauMcn, Hannover-,C6 i-—- •-** '•«*• OMBaBHM Bier im Glas. Mau verlange Prospekt von der Verwaltung.______________18",'» bei Schlangenbad, überd.Meer, 1kl.St. Waldweg v. Etat. Lbaussechaud. Pracht voller Hüheiivunkt. Ringsum Wald. Terrassen.vorm Hause. Bad. Telephon. Pensionspreis von Mark 4.50 ab. Wein und Stuttgart, 4. Juni. Der Lberkammerberr Freiherr v. R e u r a t b, der von 1881 bis 1890 als reid>sparteilicher Ab geordneter den 1 württembergischen Reichstagswahlkreis vertrat, lst auf Schloß Älcm-Glatlbari, 75 Jahre alt gestorben. Brüssel, 4. Juni Bei den Unruhen in Lüttich wurden vier Personen getötet. Die Gendarmen machten erst dann von den Schußwaffen Gebrauri), nachdem aus dem Bolkshaiis auf sie geschossen worden war. Auch in Berviers kam eS zu heftigen Zusammenstößen, bei denen ein Mann getötet wurde. In Brüssel kam es am Abend wiederholt zu Zusammenstößen. Pari», 4. Juni. In einem Artikel über die Soest r e r t k r ä f t e Frankreichs, Italiens und Cefterreid)-Un- garns führt der „Matin" auS, daß hinsichtlich der "Dlarinc- Machtverhältnisse im Mittelmeer Frankreich unter allen Umständen den Zweimächte-Standart behaupten werde. Gesundheit»- PA Damenbinden j|l 1 Tunend Pack Psg. w w bei 2 *öad Adler Drogerie, 2eltersw.3l'. Otto Schaaf 1^771 Täglich ausverkauft! ZIRKUS MAY Giessen, Oswaldsgarten Die mit jubelndem Beifall ausgenommene Er önnungS-Borstellung brachte den Beweis, daß eine bedeutende Wanderschau nur mit dem Grundsatz „Born Guten daö Beste" zu bieten, auSverkauste Häuser erzielen kann. Heute, Dienstag, den i. Juni, und Mittwoch, den 5. Juni, nachm. 4 llbr und abends 8*/♦ Ubr: je 2 HWt-VorßellMgen 2 Donnerstag, den 6. Juni, abends 8'/« Ubr: parforce-vorstellung. Preise der Plätze wie bekannt. Barverkauf: Zigarreubaus Sonntag, Sonnenstraße, für die Abend - Boriiellungen, und für nachmittags unb abends an den Zirkuskassen. IST Nachmittags zableu Kinder balbc Preise. Zoologische Tier-Schau des Zirkus May 35 Löwen, Tiger, Bären, Panther, Leoparden, Zebras, Zebus, Guauackor, Hirsche uiw. W Täglich von 10 Ubr an geöffnet. ”W1 Eintrittspreis 30 Psg. *" Zum feiert bei bng säte srM „ gimmel s te£n abend hielt.'" - d« Ma**’ «iS** °b°- - .eivoriene j0 -t iwely ZZfli tr- ! lange"-L , war r, .rjiic Die 6^ sicher w 1860 Fünfziger 1910 Hiermit machen wir unfern Mitgliedern die traurige Ptineilung, daß unser lieber Alterskollege Herr Isaac Michel am SamStag abend nach langem schweren Leiden sann enischlafen ist. Wir werden ihm stetS ein ehrendes Gedenken bewahren. Ter Vorstand. stld, Friedberg S6,5 P ; 2. I. Flelschhau-r, 76p fünfte; 3. Heinr. Barwick, Bu-bach unö Ehr Hosinann, Fried- b-.rg 75 V 4. Fritz henkelmarm, Buubach 71,5 B 5 £rto Hertel, Bürbach und Anton Weide, LberÄrSrten 70,5 ® 5 öfa Mattans, öurbach 70 7. Ph. Marx, Nieoer^eisel 69 P 8. Zoh. rtleemaun, BuxLach 67,5 P : 9 Hch Fran, Möl> ^eder-Mörlen 66,5 P . 10. Jakob Buiot, Butzbach 66 P 11. HanS rkleinsteuber, ButzLach 65 P . 12. Stad Heidt. Lang ''öns 63,.> li.; 13. Wilh Schmidt, Dorn-Assendeim 62,5 P • 14. Wilb, Lmiq, Lang-Göns 59,5 P - 15. Chnnrieb Marl Fen, *achrl 59 SB.; 16. Gcoxa Sichler, Dom ssenheim 57,5 P 17. Wilk, netz, Bad-Nmcheun 57 4? ; lb Zboma« Petri, Dorn- Assenhetm 56,5 P : 19. Heirrr. Jung, Bähungen 53 P ; 20 Job. -whmann. Nieder Mörlen unb H. Leftedütfl. Fricdb^-rg 52,5 P ; 21. Go. Hilgenberg, Friedberg, Wilh. Nieder-Wöllstadt unb )Ugo Stüber Dolrersheim 51 22. Peter Hildebrand, Nieder Weisel 49,5 P.: 23. Karl Müller, Lona-Göns 48,5 P.: 24 Hch 'Wirr, Stemmrlb 47 P.: 25. Cho idranl, Griedel unb Jakob *. k‘4Äifxhto, Nieder^Wrnsel 46,5 P : 26 Chr Jsberm, Ärünrngen -16 P : 27. Wilh. Weißqerber, Nieder-Wöllstadt 45,5 P ; 28. ftarl '.Nck, Nieder-Wvllst^i 15 P Hefsen-Naffau. Cro nberg, 3. Juni Ermordet ausgefunden wurde heute srüb 10'/, Uhr der 84 jährige Witwe Zimmermann. Sie lag an Hättdrn und Füßen gefesselt aus ihrem-Bett- Verletzungen am Koofe lassen darauf skhließen, daß ihr der Schädel zertrümmert wurde S-e langen Jahren bewohnt sie ihr Haus allein. Ta sie am Samstag noch ihre Einkäufe selbst machte und gestern nicht gesehen wurde, ist anjunebmeu, daß der Mord in der Nacht auf Sonntag geschehen ist. Bon dem Täter fehlt bis jetzt jede Spur - Zur Untersuchung de- Mordes der Wittve Zimmermann war heute nachmittag der Staatsanwalt Dr. Berker aus Wiesbaden, Assessor Jülich aus Königstein und Gerichtschemiker Dr. Popp aue> Frankfurt a. M. eingetrosfen Es wurde sestgestellt, daß der Mord am Abend oder in der Nacht zum Sonntag geschehen sein muß. Tie Verwesung der Leiche ist schon soweit vorgeschritten, daß ein. Polizeihund aus Frankfurt nicht mehr zur Vcrwen- Amor ?«•*£>: «»tgeltagm, "7 " d'°; tnbinito 6o""la« °“i tu <- ■ i 'fw Slbonntanc. «I«5*/ .- inW Erbsen l ‘ m.SpecK i Venus Ein Sittcndrama aus dem Artiftenleben tn 2 Akten gespielt von den bekannten Kopenhagener Schauspielern. Spielzeit zirka 1 Stunde. Z. Unterstützung b. Tätigkeit der Harn unb )iiercnwcge trink. Sie mit bestem Erfolg Binnen- u. Mleren-Tee (FoL uv. un) bei Stein unb Wrieabilbune. Pak. 1 Mk. MlerlWrie.cä'eZ* 387'i iOphma-Fährräder lOrrnefawT 1UMM Ein erschütterndes Lebensbild aus der Künstlerwell Spielzeit zirka 1 Stunde Des Fischers Töchterlein Drama auS dem Amerikanischen Biograph Plockstraene 12 04706 Plocketraeee 12 Nur noch heute: WennPraueDliehen V seiner Erüffw.- swegzMchnen, n to-:| W, über Citxs x E dien lig fr“ groß, Optronen Serben iV.W «eidjtoiiglii! M.besonderen■ '» Wieben von ictB ^ält sich wählend n '^Warzen Schim- I verhigt über eine 9Ujr| Voniercnde tinujK j-H mb anderen Raubtin- g Es wurden bar::: c aufregenden Satbu-ull Kuben und radsahäv- U zer Hunde und bnou-- ' - mungen des Lrang-L, I seines Zirkus be'joabc g c Tarne in die 21a [ leiiet Winke: da r.j | Platz, bestellte 3«it I r und Anbei, mich Aeiderschmnk eint $ I nichts zu wünschen nx ■ I )ie Freiheitsdttssuren, 1 ce prompt in der Gaul mb legten sich auf null Glick. An anderen &!■ innen die graziösen 2c I keh-Nnsle und auch d I Clown zu gwtesker ia I n die Clown-Szenen em L ns mit 219hnnmem, q I bhaste Betsill, den tr.: k iesen, daß ein Zirku- ■ rten Umstanden Derrs | it noch die ahobatnt M hauptsächlich 'dlliid i Wen, ferner bic ft ■ 15 M ist somit lol^ | t (®eneralmu!ie[ung|f . | und U.Iuni zu Gu am 14. Juni zu fo J im Vorsttzenden bei g von Nidda, » ■ laimltabt, wurde. : rtaq abgehalten, jv* i a mit Anae?-"- rimklicher lDdtL Oeffentlicker Aetterdienst, Gießen. Lettera.iLfichten in Hessen für Mittwoch, den 6. 3uni 1918: Meist trüb, Gewitter unb Siegen, etwas wärmer. Letzte Hacbrid>tcn* Nordn»est-FIug. Bremen, 3 Juni Bon der Oberleitung des Nord- westfluges wird mitgeteift: Lamttiche hier aniDtfenbcn Flieger starteten formell iburd) Anlaufen bet' Propellers und Handanfheben . Turch diesem Verfahren ist der Start für die Fluglettung erledigt. Der Abflug richtet sich narf) den Wetterverhältn'tssen Hannover, 3. Juni. Stad) Mitteilung "bee- heule abend in Münster zusammengetretenen Eraanifatioii-xuid- fchusses für den Nordtveitflng besteht angesichts der ungünstigen Wetterlage die Abftcht, den Flug ganz ab)itbred)cit. fenUuni 1912 on heute gewähre ich ab bis von zu selten billigen Preisen .M “ Kakao sichrrslr (Betraor für bie Die | Seitenweg 7T_ Visitkarten BrUhLeche Dreckerf- Balkon- und Fenster - Kastei Pflanzen Stände Windleuchter iS.'.'1 'o|hf„ iufar ■- /> Liter. JnAvoih. u. Dr»«., wo nicht erhLltl., direkt portofrei. 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Eifltnmfl der Leben ' *. aAilid) war. den gei Frieder voll hereinzub * h De» Konsums aus b t.:wi wesentllch au 5k. - Trotz des. trocken Polini Reicher» 1911 der Staats,ekn k-i'sqc'i herab erklärte, ^mnschait am Beginn " m.» M Gaslwirtsgew ist der seit 1909 Lirkung der «nUene Rückgang der ? gekommen. Tie Ge ifitn ist um 2,4 v. L ■siamiffliA um 1,2 v. i’: Zunahme der Bevol etsdl wäre. Ter tatsäch •r: am" rund 4 V. v. fcitbe der vom Stumm r draukapital auigenoi -kLiesttn imd liegen gd e>:ntn Kollegen iibenr 5 intern. Und wie vielt X übet Wasser gehalten T ist deshalb auch kein fcutteicn einmütig von e Mi und Tarieren" spre fr- leider erst das richti ■ Aeichsstmnzreform ot | ganzer Wucht aus das lim die weitere Ursache ■rette sich nickt mit i ti.iieid) der Lasten burd |; noniums hat sich nii ptigcf 3teigeii de | Quantität unb Qualität b'ien, was ein stetes Steif p >ur ö-olgc hatte. Not r neue soziale Gesetzgebi r den das Brau- und gtiberi der Prausteuer ►' n. Selten ist deren F :m verflossenen Jahr, Ri selten hohen Stand Ipfrdafiien trat die gun p man hier die Tatsach f1’*.' miticlbar durch bc ►«bnt >rechligl, daß MNige, oder doch rt voitrnsseben sollte, r- Aende Moment sü L *ttl,m’l/■