Nr. 255 Ter Siebener Anzeiger erschein« täglich, nutzer Sonntags. - Beilagen: viermal roöcbenilid) Girbener.^amilienblätler, zweimal wöcheml.Ureis- blattsiirdenNreirSiehtn ($teii6taqunbnreimii); zweimal moimll. Landwirtschaftliche Zeitfrazen «xervipred) - Anschlüße: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von r_->zeigen für die Tagesnninmer bis vormittags 9 Uhr. Donnerstag, 5. Oktober 1912 162. Jahrgang Erstes Blatt Gieß ener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen monatlich 75Bs., vierteljährlich Alk. 3.20; durch Ab ho le- iu Zweigstellen monatlich 65 Vf.; durch die Bost picrtel- jährl. ausschl. Beileug. Zeilenvrei-s: lokal 15Ps, auswärts 20 Pieuuiq. C hefredakleur: 91 Goetz. Vcranlivortlich für den politischen Teil: Auczust Goetz; für .Feuilleton', .Vermischtes' und .Gerichtssaal": 51. Neurath; für .Stadt und VanD": E.Hey; für den Anzeigenteil: H. Beck. Rotationsdruck und Verlag der Vriihl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruüerei H. Lange. Redaktion, Srpedition und Druckerei: Zchuistratze 7. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße Iba. Die heutige Nummer umsatzt 10 Seiten- Noch keine Vermittlung -er Grofzinächte. Mit der Einigkeit der Großmächte ist cs, wie es scheint, doch nicht so weit her. Sonst müßte doch eigentlich schon etwas lvic eine gemeinsame Vorstellung an die Balkanmächte, vielleicht auch an die Türkei, fertig sein. Heute hat sich an der spaitnenden Lage noch nichts geändert. Serbien hat angeblich nun auch seinerseits türkisches Kriegsmaterial angehalten, und die Türkei, deren Presse nicht zum Kriege hept, ihn aber auch nicht fürchtet, sondern eher für heilsam hält, hat griechische Handelsschiffe in den türkischen Hafen zurückgehalten. Tas wären also neue Zwischenfalle, die den Krieg immer wahrscheinlicher machen. Zwar heißt es, Frankreichs Ministerpräsident habe den Balkanbotschaftern in Paris in ernster Weise vorgehalten, daß sie.in einem Kriege nichts gewinnen könnten, aber das wird in Belgrad, Sofia und Athen wohl keinen großen Eindruck machen. Tort hofft man insgeheim doch noch auf die Hilfe des großen russischen Bruders. Herr Sasonow reist in der Welt umher und überläßt die versteckte Unterstützung der kleinen Balkanstaaten offenbar den unverantwortlichen Kreisen. Dann könnte, wie im Jahre 1878, die künstlich aufgestachelte Meinung Rußlands dessen Regierung zu Schritten treiben, die diese gegenwärtig ablehnt. So veröffentlicht die Petersburger Slawische Wohltätigkeitsgesellschaft in der „No- woje Wremja" einen Aufruf, dessen erster Absatz wie folgt lautet: • ' „Aus den der Gesellschaft zugekommcnen verbürgten Nachrichten geht deutlich hervor, daß Bulgarien, Serbien, Montenegro und Griechenland am Vorabend eines Krieges stehen. Tie Nichterfüllung der von der Türkei vor 34 Jahren versprochenen Reformen in den christlichen Provinzen der Türkei hat zur Anarchie in diesen Provinzen geführt. Tas Blut fließt dort in Strömen, die Vernichtung von Hab und Gut hört nicht auf. Aus russischen Gebeinen und aus russischem Blut i st Bulgarien e n t st a n d e n , durch dBfes Blut wurde auch die Vergrößerung Serbiens und Montenegros erzielt. Wir haben auch den Berliner Vertrag unterzeichnet. Tie Zukunft dieser Länder kann für uns nicht gleichgültig sein: unser eigenes „Ich" läßt das nicht zu." Darum hält man auch in den Berliner verantwortlichen Kreisen die Lage für ernst und gespannt. Es wird sogar gemeldet, die Einberufung des Bundesratsausschusses nie auswärtige Angelegenheiten stehe für die nächsten Tage bevor. Tie „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Angebliche oder nnrkliche türkische Mobilmachungsmaßregeln haben den B a l k a n st a a t e n Grund oder Vorwand zur Mobilisierung ihrer Streitkräfte gegeben. Ob es sich nur um einen Gcgenzug gegen die türkischen Vorkehrungen oder um ernstliche Kriegsabsichtcn handelt, läßt sich zurzeit mit Bestimmtheit nicht erkennen. Unter allen Umständen haben die von den Balkan- regterungen ergriffenen Maßregeln die Möglichk.eit eines kriegerischen Zusammenstoßes mit der Türkei nähergerückt. Tie Bemühungen der Mächte, den Frieden zu erhalten, dauern fort. ÜL'ic sehr cs auch zu bedauern wäre, wenn diese Bemühungen erfolglos blieben, fo ist doch auch in diesem Falle für die d e u t s che n Interessen ein Anlaß zu unmittelbarer Beuilruhigung nicht gegeben. Tics ist um so weniger der Fall, als mit Bestimmtheit zu hoffen ist, daß der etwaige Konflikt auf seinen Herd beschränkt bleiben ivird. Tic letzten Ereignisse haben, wie gesagt, die Wahrscheinlichkeit eines Konflikts erhöht. Mit dec Möglichkeit eines solchen mußten die europäischen Kabinette aber schon feit geraumer Zeit rechnen, eU haben daher auch alle Zeit gehabt, sich untereinander über ihre Stellung zu einer solchen Eventualität auszusprcck)cn. Bei dem feiten Dillen aller Machte, die Ausdehnung des Konfliktes hintanzuhalten, kann eine endgültige Verständigung nicht ausbleiben. Wenn auch die nahe Möglichkeit eines Zusammenstoßes auf dem Balkan nicht von der Hand zu weifen ist, so darf doch zuversichtlich erwartet werden, daß em wcitergehendcr Wcltbrand, in den die europäischen Großmächte hincingezogen werden können, vermieden bleibt. Ei'i gemeinsames Nllimatum der Balkanstaatcn? Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet aus Belgrad: Im hiesigen Auswärtigen Amt wurde erklärt, daß Bulgarien, sowie Serbien, Griechenland und Montenegro der Türkei am Donnerstag mittag ein gemeinsames Memoran- )um überreichen werden, in dem für Kreta, Albanien, Mazedonien und Alt-Serbien innerhalb dreier Tage die Gewährung der Autonomie verlangt wird. Im Falle der Ablehnung soll die Aufforderung wiederholt, den Signa tarmüchten eine Kollektivnote übergeben und nach weiteren drei Tagen der Krieg erklärt werden. Auch das „Berliner Tageblatt" will aus Wien wissen, dort sei in diplomatischen Kreisen die Nachricht eingegangen, daß die vier Balkanmächte der Türkei morgen ein Ultimatum mit dreitägiger Frist stellen wollen. Nach einem Telegramm aus Sofia haben Griechenland, Serbien, Monienegro und Bulgarien König Ferdinand zum obersten Kriegsherrn der vereinigten Armeen der Verbündeten ernannt. Man glaubt, daß mindestens 10000 russische Frei- willige sofort beim Ausbruch der Feindseligkeiten sich den Bulgaren anschließen werden. Sofia, 2. Okt. Die Ausfuhrvon Korn, Mehl und Futter über die Südostgrenze ist durch königlichen Erlaß verboten worden. Tie Be g eister ung i|t ungeheuer. Fünfzehntauseiid in Amerika als Auswanderer lebende Freiwillige sind bereits unterwegs. Dasselbe Blatt meldet aus Belgrad: In einer Veröffentlichung des Regierungsblatts über die Intervention der Großmächte wird mitgeteilt, daß die serbische Negierung auf ein sofort nach Veröffentlichung der Mobili- sationSorder durch die Großmächte gestelltes Ersuchen, die Truppen nicht in der Nähe der türtischen Grenze zu konzentrieren, geantwortet habe, die Truppenkonzentrierung falle in den Bereich des Oberkommandos und die Verteilung der serbischen Truppen hänge von der türkischen ab. Jegliche Herausforderung werde vermieden werden, und die serbische Regierung habe von der Abberufung ihres Gesandten in Konstantinopel Abstand genommen, auch wenn er betreffs der Durch- lassung des serbischen Kriegsmaterials keinen günstigen Bescheid erhalte. :/: Köln, 3. Okt. (Priv.-Tel.) Nach einem Telegramm der „Köln. Ztg." aus Athen herrscht dort infolge der Mobilisierung lebhafte Bewegung. Tie Truppen werden an die Grenze befördert, wodurch eine Stockung im Geschäftsleben eingetreten ist, da die Eisenbahnen fast nur noch Militärtransporte ausführen. Tie Kreter haben ein Freiwilligenkorps gebildet, das sich bet Regierung zur Verfügung gestellt hat. • Auch zahlreiche in Amerika lebende Griechen wollen zurückkehren, um als Freiwillige den Feldzug mitzumachen. Die griechische JR ejg i c ru n3 hat vier Torpedoboote an gekauft, die in Liverpool für eine andere Macht gebaut und fast vollendet sind. :/: B e lg r a d , 3. Okt. (Priv.-Tel.), Alle Verkehrsmittel dienen der Mobilisation de-s Heeres, so daß der übrige Verkehr fast ganz eingestellt ist. Tie Telegramme und die Zeitungen unterliegen einer sehr strengen Zensur. Die bulgarische Cobranje ist zum 5. Oktober zu einer außerordentlichen Session cin- berufen worden, um den proklamierten Belagerungszustand zu sanktionieren und die durch die Mobilisierung der Armee notwendig gewordenen außerordentlichen Ausgaben zu bewilligen. Türlifches Kriegsmaterial in Serbien beschlagnahmt. Am Hauptbahühof in Belgrad wurde nach der „Franks. Ztg." ein großer für die türkische Armee bestimmter Transport von Kriegsmaterial, darunter drei Waggons mit Flugmaschinen, beschlagnahmt. Ter Transport wird als Pfand für die von der Türkei ange- haltene serbische Munition zurückbehalten. Die Hoffnung der Griechen. Paris, 2. Ott. Ter hiesige griechische Gescurdte erklärte einem Mitarbeiter des „Siöcle", die Griechen blickten in der gegenwärtigen furchtbaren Krisis vertrauensvoll nach Paris. Es sei dies auch begreif- lich, denn die französische Regierung habe vor zwei Jahren eine Anzahl I n st r u k t i 0 n s 0 f f i z i e r e nach Griechenland entsandt und das griechische Heer sei demnach ein Schüler des französischen Heeres. Konstantinopel, 2. Okt. Der griechische Ge- sandte Grgparis erhob bei der Pforte gegen die Zurücks Haltung der griechischen Schiffe Einspruch. Der König der Hellenen in Wien. Wien, 2. Ott. Kaiser Franz Joses stattete heute vormittag dem König der Hellenen einen dreiviertel st rindigen Besuch ab. Täe Begrüßung der Monarchen war sehr herzlich. Ter Kaiser wurde bet seiner Fahrt durch die Ringstraße vom Publikum stürmisch begrüßt. Auch Gras B e r ch 10 l d stattete nachmittags dem König der Hellenen einen ein stündigen Be- s u ch ab. eine Warnung Frankreichs an die Battanmächte. Wie die „Ageuce Havas" meldet, wies der französische Ministerpräsident Poinears bei dem Diplomatenemp- fang am Mittwoch nachmittag die Vertreter Bulgariens, Serbiens, Griechenlands und Vrontenegros in der unzweideutigsten und bringettbjlen Form auf den Ernst der von ihren Regierungen ergriffenen Maßregeln hin. Er erklärte ihnen, daß die vier Mächte gerade im Interesse des von ihnen verfolgten Zieles von allem ab sehen sollten, was den Frieden gefährden könnte. Auch mit den Botschaftern Englands, Deutschlands, Italiens und Rußlands unterhielt sich Ministerpräsident Poincare sehr lange über die Lage auf dem Balkan. Um 10 Uhr abends empfing Poincarö den russischen Minister des Aeußern Sasonow. Die Einmütigkeit des türkischen Volkes. Konstantinopel, 2. Ott. Eine amtliche Veröffentlichung begründet die Mobilisierung mit der Mobilisierung lund Konzentrierung der Balkanstaaten. Alle Parteien beschlossen, zu erklären, daß sie einhellig die Regierung unterstützen werden. Tie Regierung requirierte alle Transportmittel und Schiffe. Konstantinopel, 2. Ott. Von überall her werden die Einberufungen der Rediss des zwei- Gieszenev Ktadttheater. Mathias Göttinger von O. Blumenthal und M. Bernstein. Gießen, 3. Oktober 1912. Matthias Gollingcr ist ein Münchener Brauereibcsitzer, eine treue bicrehrliche Haut, ein tüchtiger Kerl, der cs für eines der bayrischen Rcfervattechtc hält, über die Preußen im allgemeinen und die Berliner int besonderen nach HcrzenSlust zu räsonieren. Trotzdem verheiratet er sein einziges Töchterlein mit einem Berliner Baumeister und treibt die Selbstlosigkeit so weil, den Berlinern sein schönes Bicrle zu verkaufen. Er fühlt sich sogar sehr wohl in Berlin und findet, daß cs „eine sehr eine schone Stadt" ist — bis er seinem Schwiegersohn durch seine biedere Geradheit einen bedeutenden Bauauftrag verdorben hat. ^Ta gehl er denn wieder, nicht ganz freiwillig, und nimmt feine Tochter nut, an der ihr Mann beständig hcrumgedokterl hat. Und zuletzt kommt dann der vcrlafscne Ehemann wieder und alles wird wieoer gut. Oskar Blumenthal und Max Bernstein haben aus diesen geringfügigen Ereignissen einen lustigen und unterhaltsamen Schwank gemacht, der bei seiner gestrigen Aufführung viel Heiterkeit erregte und in seiner liebenswürdigen Anipruck-slosigkeit ganz darnach angetan ist, ein paar vergnügte Stunden zu bereite». Mit Witz und Humor haben die Verfasser nicht gespart und auch das Tränenkrüglcin haben sic schlauerweise nicht vergessen, so daß ein wohl gestimmtes Publikum jederzeit auf seine Rechnung kommt und sich einmal tüchtig auslachcn kann. Herr Goll hatte das Stück flott eingerichtet und die Mitwirkenden taten ihr bestes, um einen guten Erfolg zu sichern. An erster Stelle Herr Goll, der den Bierbrauercibcsitzer Gol- linger zu einer ganz famosen, lebensechten Eharakterfigur machte, an der kein falscher Zug war. Mit unverwüstlicher Laune und vornehmem Geschmack schuf er einen Menschen voller Saft und Kraft und fand auch herzliche, innige Töne. Jedenfalls werden wir von ihm in diefem neuen Fach noch manches bedeutende zu erwarten haben, wobei nicht verkannt werden darf, daß der Uebcrgang vom Liebhaber zum Vater recht schwierig ist und manche gefährliche Klippe birgt. Herr Willy Brüdjam als Baumeisler erinnert in seiner molligen Art sehr an Willi L 0 h r und zeigte sich als gewandter, feinfühliger Dantellcr. ötaulcui de Bruyn hat sich wälsrend des Sommers sehr vervollkommnet und war erfreulicherweise auf eine sorgfältige Pflege ihrer Sprache bedacht, so daß sie gestern ihr Talent aufs fchonitc entfalten konnte. Herr Kliewer spielte den Vater des Baumeisters sehr geschickt, und Herr Grösser zeigte sich tu der Rolle des Assessors wiederum als ein vielseitiger, scharf beobachtender Künitler. Fräulein Dagny war eine anmutige Hedwig. Von den übrigen Darstellern, die in kleineren Rollen beschäftigt waren, sind Fräulein Scholz als Veronika, Herr V 0 l ck als Kommerzienrat, Herr Gerhardt als Buchhalter, Herr G r 0 s s e r - B r a u n als Hausknecht und Fräulein Weber als Mali zu nennen. Besonderer Hervorhebung verdient cs, daß einer klaren und deutlichen Aussprache die ihr zukommcnde Beachtung geschenkt wird, wodurch eine der schlimmiten Untugenden unserer Schauspieler glücklich überwunden scheint. K. N. * Aus der Naturschutzparl-Sewegung. In einer beachtenswerten Zuschrift an den Verein Naturschutzpark in Stuttgart erklärte Peter Rosegger: „Der Naturschutzpark sollte sich über ganz Europa erstrecken, anstatt nur wenige Geviertmeilen vor modernem Raubbau zu schützen. Immerhin i|t wenig mehr als nichts." Und zahlreiche andere namhafte Pcr- fönlichkeiten aller Berufe und Stande sprechen sich in dem gleidjen zustimmenden Sinne aus. Trotzdem wird von gegnerischer Seite immer wieder der Versuch gemacht, Bedenken gegen die Naturschutzparke wachzurufen, deren Haltlosigkeit indes bei näherer Betrachtung sofort zutage tritt. So erschien kürzlich in oer sonst so gut geleiteten Zeitschrift „Tie Gartenkunst" ein Artikel, m dem der Lüneburger Hcidcpark erwähnt und sogleich die Mahnung daran geknüpft wird, die preußische Forstverwaltung müsse berücksichtigen, „daß der geregelte Forstbetrieb nicht darunter leiden darf, was geschehen würde, wenn zu große Strecken für Natur- fchutzparke reserviert und dadurch dauernd der Kultur entzogen werden". Wir halten diese Warnung in der Tat für gänzlich überflüssig und |ind ber_ Meinung, daß die preußische Foriiver- waltung ganz genau weiß, was sie zu tun hat. Tavon abgesehen, zeugt jene Bemerkung aber auch von einer unbegreiflich kleinlichen Anschauung gegenüber der von allen Freunden und Kennern der Heide so freudig begrüßten Schaffung eines ausgedehnten ^chutz- gebietes in jenem sagenumwobenen Landstrich. Ist es denn wirklich in Tcutschland so weit gekommen, meint der „KosmosHanb- weiscr für Naturfreunde", daß wir nicht einmal mehr cm ver- hättnismäßig verschwindend kleines Stück ursprünglicher Natur unseren Nachfahren sichern können, ohne daß sofort Bedenken dagegen erhoben werden, weil möglicherweise ein paar tausend Mark jährlich der Forstverwaltting verloren gehen könnten? Sollen mir kleinlicher denken als die Schweizer, die einen — im Verhältnis zu ihrem Lande — dreißig- bis vicrzigmal größeren Park schützen, als wir in der Heide wollen^und keine Axt barm dulden? Ebenso die Holländer und die Schweden und andere Nationen. Was würden wohl die praktischen Amerikaner aus den heißen £iicflcn des Pellowstone-Nationalparks, aus den endlosen Wäldern des Posemitetales und aus den sieben oder acht anderen Parken machen können, wenn sie einen regelrechten Geschäftsund Forstbetrieb dort einrichten würden? Allein wir glauben nicht, daß auch der „smarteste" Panker es wagen würde, einen derartigen Gedanken auszusprechcn. In Deutschland aber tritt man von der wohlbekannten, der Naturschutzpartbewegung abholden Seite immer wieder damit hervor. Tie bereits erzielten Erfolge geben uns jedoch Die Zuversicht, daß dies fruchtlos bleiben und daß die Naturfchutzparkbewegung immer weiter schreiten und immer volkstümlick)cr werden wird. lieber die Errichtung eines bayerischen Naturschutzparkes verlautet: „Bekanntlich hat der Verein Naturschutzpark von vornherein sich die Schaffung von drei ausgedehnten Naturschutzparken als Ziel gesetzt. Neben dem Alpenschutzpark in den steirischen Alpen und dem Hcidcpark in Der Lüneburger Heide, zu denen ja bereits der Grundstock gelegt wurde und die beide als gesichert gelten bürten, würbe ein britter als Park für bas Mittelgebirge und Hügelland in Süd- und Mitteldeutschland, namentlich in Bayern, in Aussicht genommen, doch sind die Vorbereitungen zu seiner Gründung noch nicht über einleitende Besprechungen und Nack)- sorschungen nach einem geeigneten Gelände hinausgediehen. Alle Freunde des Naturschutzparlgebankens werden daher gern davon Kenntnis nehmen, daß kürzlich dieser Gegenstand auch in einer Sitzung Der bayerischen Kammer der Abgeordneten zur Besprechung gelangt ist. Ter Abgeordnete Tr. Müller-Hos richtete an die Regierung die Ansragc, wie sie den beachtenswerten Bestrebungen bezüglich der Errichtung von Naturschutzparken gegenüber stände. Er gedachte der tatkräftigen Unterstützung, die die preußische Regierung der Erwerbung eines großen Areals in der Lüneburger Heide angebeiben läßt, und fuhr bann fort: „Von weiten Kreisen deutscher Naturfreunde wird angeregt, in einem deutschen Mittelgebirge einen derartigen Naturschutzpark einzurichtcn. Es soll dazu der Bayrische Wald, und zwar ein Territorium bei Zwiesel am großen Falkenstein, gewählt werden. Es wäre für ganz Bayern von großer Bedeutung, wenn es vielleicht mit Unterstützung des Reichs und anderer Bundesstaaten gelänge, in einem, bayerischen Mittelgebirge einen derartigen großen Naturschutzpark zur Erhaltung unserer Fauna und Flora cinzurichten. Es und solche Bestrebungen auch bezüglich Der Erhaltung eines Gebietes im Hochgebirge im Gange; es wird auf die Abgrenzung eines Bezirkes im Berchtesgadener Land, eventuell im Allgäu, hingewicsen." Darauf erwiderte der Staatsminister Tr. Frhr. v. Soden, daß er die Bestrebungen für Naturschutz soweit wie nur möglich unterstütze. „Ich kann nur wünschen," fügte er hinzu, „daß auch das Reich gleich rote bei der Lüneburger Heide uns einen Zuschuß gibt. Es wurde die Gegend von Zwiesel als günstiger Platz für einen Naturpark genannt, wo bekanntlich noch ein Rest von Urwald erhalten ist. Diese Gegend scheint mir gleichfalls die richtige zu sein. Allerdings wird daneben auch Deutsche» Reich. Zur angeblichen Mandats niederlegung des Präsidenten K ä nt p f. Der Präsident des Reichstages Abg. K ä m p f hat an die „Voss. Zta." folgendes Schreiben gerichtet: „In den Zeitungen steht eine Auslassung über meine Mandatsniederlegung. Diese Auffassung beruht auf Vermutungen. Ich habe noch keine Entschlie- ten Ausgebots und der Reservisten gemeldet Die Divisionskommandeure haben Befehl erhalten, die R'.- difdivisiouon vollzählig zu machen. Jedes Bataillon toll auf die Dauer tzr»mponist hervorgetreten Er hat eine ein aktige Over ..Rahab", die vor 2’2 Jahren in Budapest und vor einem Jahre in Hamburg erfolgreich aufgeiübrt wurde, so wie eine Over „FoitnnatuS ' komponiert. Auch der modernen Literatur bringt er ein lebendiges Interesse entgegen. So ist Hugo v. HoNmannstdal einer seiner intimsten persönlichen Freunde — Kurze Nachrichten a u S Kunst und Wissen schäft. Enriro Caruso ist die tourttcmbergitdK große Mr daille für Kunst und Wisscnsckxnt am Bande des Friedrrchowem verlieben worden. — Zum Direktor her Münchener Kunstgetoerbeschule wurde anstelle des in den Ruhesrand tretenden Direktors Emil v. Lange Architekt Prof. Richard Riemerschrnid-München ernannt. tz un g getrotren, metine dies ttudi in den rnidyften ^agen^uxv nick'! tun können, da ich im Begriffe bin, für einige -tage in Geschäften nach Mailand zu reifen." Zu den Maßnahmen der Regierung gegen die Fleischteuerung nimmt nun auch die „Konservative Korrespondenz" Stellung. In ihren Ausführungen ist bemerkenswert, daß sie sich nicht so schroff wie die zcitung" gegen die Einfuhr fremden Bichs wendet, «sie schreibt darüber: , „Weil wir Maßnahmen zur Linderung der Steuerung durck- aus für geboten halten, so wollen wir untere Bedenken geg Tarifermäßigungen im allgemeinen zuruckstcllen und ihr Notwendigkeit im gegebenen Augenblicke anerkennen; .ebenw N o wir einer Erweiterung der D i e h c i n t u h r m o g l i ch i e i t c nickt grün dsay lick abgeneigtvorausgei eN natur uy, daß die Seuchengesahr wirklich ausgeicklopen cnckemt Aber über allen Einzelheiten darf man das Endziel nickt aus ^ni Auge verlieren, das darin zu suchen ist, daß die deutliche Landwirtschaft unabhängig vom Auslande unser Volk mit ausreich^tdem gutem Fleisch zu angemessenem, möglichst glcichbleibendem Preye versorgt." , . . , «. 2er Heidelberger Stadtrat Jxit bei der badischen Regierung betreffs der Einfuhr frischen ausländischen Fleisches die gleichen Vergünstigungen erbeten, welche den Städten Mannheim, Karlsruhe und Freiburg gewährt worden sind. Ferner hat die Heidelberger, Stadtverwaltung den von ihr zu kontrotlierenden Verkauf frischer Seefische auf den vier städtischen Wochenmärkten während des Winterhalbjahres das Pfund um 5 Pfg.^unter dem jeweiligen Ladenpreis mit einer hiesigen Seesischhandlung vereinbart. Die Großh. oldcnburgischc Regierung schließt sich den Maßnahmen Preußens gegen die Fleischteuerung an, soweit sie für das Großherz-ogtnm Anwendung finden können. Zluslanfc. Ein russischer General wegen Unterschlagung verurteilt. Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet ans Petersburg: General U ck a t s ch o g o r o w i t s ck wurde wegen Unterschlagung im ruf rusck-japanischen Kriege vorn Petersburger Militärgericht ;,um Verlust des Adels, aller Ränge und Orden und zu 3i-> Jahren Versetzung in die Arrestantenkompagnie, sowie zur Zahlung von 340000 Mark verurteilt. * Die Revolution in Mexiko. Wie aus Eagle-Paa im Staate Mexiko gemeldet wird, ist es bei Monclova (Mexikos zwischen Bundestrnppen und Aufständischen zu einer Schlacht gekommen, in der 200 Wann fielen. ♦ Der Streit unt die chinesischen Finanzen. Auf Anregung Rußlands findet zwischen den Regierungen der Länder, die hei der S e ct s m ä ch t e g r n p p e für die chinesische Anleihe vertreten sind, ein Meinungsaustausch darüber statt, ob es ratsam ist, wegen Zahlung der 50 Millionen Dollars Entsclzädigung für die Boxerunruhen auf China einen Druck auszuüben. Die Stellung der Vereinigten Staaten zu dieser Anregung ist noch unbestimmt. Ans Stabt nn- Land. (Si ic ’ en, 3. Oktober 1912. ’* Ordensangelegenheiten. Der Großberzog bat dein Provinzialdirektor der Provinz Nhcinhessen, Geheiinerat A. Brei der t zu Mainz, die Erlaubnis zur Annahme nnd znm Tragen bc5 ihm vom König von Preußen verliehenen Roten Adler-Ordeiiß ziveiter Klaffe nnd dem Direktor des Zoologischen Gartens zu Berlin, Professor Dr. Lndw. Heck zu Berlin, die Erlaubnis zur Annahme und znm Tragen des ihm von dem Herzog von Anhalt verliebenen Ritterkreuzes erster Klasse deS Herzoglich Anholtischen HauSordenS Albrechts des Bären erteilt. ** Lehrer Personalien. Überträgen wurde dem Lehrer Adam Geißler zu .Hartershausen eine Lehrerstelle cm der Genieindeschule zu Stammheim: dem Lehrer Ioh. Gerhardt zu Fran len Hausen eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Birkenau; dem Lehrer Gg.' Lauten- sch lüg er zu Birkenau die Lehrerstelle an der Gemeinde schule zu Franken Haus en: dem Schulverwalter Daniel Grünzfelder zu Ober-Mörlen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule daselbst. Erledigt sind: eine mit einem fatf). Lehrer zu be setzende Lehrerstelle an her Gemeindeschule zu Eppertshausen; eine Lehrerstelle an der evang. Schule zuWald - Michelbach. ** Postpersonalnachrichten. Verliehen wurde der Charakter als Rechnungsrat dem Ober-Tclc graphensekretär Walckcr in Mainz; der Eharakter als Postsekretär dem Ober-Postassistenten von der Schmitt in Lauterbach: der Titel Obcr-Postassistcnt dem Postassisten- ien Rückert in Offenbach und der Titel Ober-Telegraphen assistent dem Telegraphenassistent R u p p e rs b er g e r in Mainz. Versetzt wurden: Ober Postpraktikant Köhler von Darmstadt nach Posen als Postinspektor: die Postsckrc- läre Fitzky von Schotten nach Babenhausen, Schneider von WormS nach Offcmbach und Steinmetz von Gelsenkirchen nach Darmstadt, Postverwaltcr Vogt von >lleinkrotzenburg nach Sctwtten, Postassistent Schmidt von Nidda nach Gießen. Ernannt wurden zum Ober-Post- sckretär Telegraphensekretär Schupp in Darmstadt nnd Postsekretär Sp ieh l in Alzey: znm Ober-Telegraphensekretär Tclegrophensekretär Petersen in Mainz. U e b ertragen wurde dem Postsekretär Kaufmann in Darmstadt eine Bureoubeamtenstelle 1. Klasse bei der Ober Post- direktion; bem Ober Postassistenten Ring aus Guntersblum die Postverwalterstelle in Kleintrotzenburg. Etatsmäßig an gestellt wurde Postassisteut Sachs in Hcp- penhenn. Bestanden haben die Postassistentenprüfung die Postgelnlfen Born in Gernsheim, Böttcher in Kelsterbach, Scherff in Stockheim und Winkes in Ober- ramstadt: die Telegraphenassistcntenprüfung Telegraphen gelnlfe W e n z in Main.; und Telegraphenanwärter Mil- denberger in Offenbach. Angenommen wurde Karl Made aus Darmstadt zum Telegraphengehilfen In den Ruhestand treten Postsekretär S i o r in Badenbanscn • Postgehilfin Stein m^Darn^stadt nnd Telegraphengehilfin Hirschstein in Mainz. G e st o r b e n ist Ober Postsekre- tär Ackermann und Postsekretär a. D. Sinter in Darmstadt. " Rotari atSwesen. Ter Groß herzog hat den Notar Justizrat Dr. Bertram Aug. Bittong m Mainz auf sein Racksnchen ans dem Staatsdienste entlasten. ” Gastspiel des Ungarischen Zirkus benrv Ein großes iportlick kumtlensckwS Ereignis steht, wie man uni idtmbt, umerem Publikum bevor: Ter berühmte erste unaariüSr Zirkus Hmry kommt. In ganz Europa besitzt sein Gigentünwr Heinrich Noichke Henry, von Qlcburt ans ein ReichsdeuOcker Direktor und Künstler einen Nangreichen Namen. Aus Ungarn dcr eiaenthmen xvimnt des coeirantgcn Pferdes, hat Sicnrn leinen nun der. oüibften J?erfönhchfeiten vielfach anerkannten MarstaU, der 120 Edel rosse birgt, zusammengestellt. Einige glanzvolle Reiter- feste, wie sie in dieser Pracht und Ausführung nock nie hier gesehen wurden, werden veranstaltet werden. Aber bei der Pfcrde- kunst allein läßt es Henry nicht bewenden, ebensowenig, wie er nur mit Zirkussurrogaten sein Publikum zu erobern sucht. In Henrys abweckslungsreichcn Programmen findet man erstklassige Zirkusspiele mit den neuesten Erscheinungen der Artistik vereinigt. Ein Massenaufgebot von Personal, das 200 Personen stark ist, darunter Artisten aus allen Weltteilen, der reiche Pscrde- stall, zahlreiche Elephanten, Kamele, Zebras, Hunde der v.er- idncbenften Rassen, nickt in letzter Linie die nach dem nmeri kaniscken System organisierte Sckanstellung, die in Sonderzügcn von Stadt zu Stadt in Eilzugsgeschwindigkcit transportiert wird, alle diese Momente geben zusammen das stets verblüffend wir kende Zauberbild des großen und echten Zirkus, der feit unbcnl licken Zeiten aus die Menschen seine Anziehungskraft ausgcübt und bis heute an Intensität nickts verloren hat. 2er Zirkus wird für 5 Tage hier auf Oswaldsgarten ausgestellt. Die Veranstaltungen beginnen am Montag, 7. Oktober, i Siehe Inserat.) "Eine Eintrittskarte zu in siebenten Jugend- fest am 25. August 1865, bas zur Erinnerung an das 600jährige Jubelfest der Stabt Gießen gefeiert wurde, ist dem Mnseum von einem Gönner übergeben worden. Da datz Iugendfest früher alljährlich gefeiert wurde, so ist durch die Karte der Nachweis erbracht, daß 1858 baJ Geburtsjahr unseres Jugendfestes ist. " Der Wind Hof ist jetzt in seiner äußeren Gestalt nach Plänen beS Architekten Nicolaus fertiqgestellt; er nimmt sich weit malerischer aus als vor dem Branbe. Die Be- dachimq ist statt mit Schiefer mit roten Ziegeln (Bieber- schwänzen) auSgeführt worden. Der Turm ist etwas abgetragen und hat eine abgestumpfte Haube bekommen. Kreis Büdingen. Büdingen, 30. Sept. (Schöffengericktssihung.) Ter Landwirt und Kalkbrenner W. N. von Bleichenbach wurde wegen Uebertrctung des § 369,2 StGB, zu einer Geldstrafe von 5 Mark oder 1 Tag Haft verurteilt. Von der Anklage des Betrugs wurde er als nicht schuldig freigesprochen. — Ter Dienst- knecht G. I. II. von Vonhansen wurde wegen Körperverletzung unter Annahme mildernder Umstände zu einer Geldstrafe von 10 Mark ober 2 Tage Gefängnis verurteilt. — Der Lanbwirt H. K. von Calbach würbe wegen Wiberftanbs gegen die Staats gewalt als nichtsckmldig von Strafe unb Kosten freigesprockicn. — Der Taglölmcr K. Sch. von Mibingen wirb wegen Unterschlagung zu einer Gesangnissttase 'von brei Wock>en verurteilt. In ber weiteren Anklage wegen Betrugs würbe bic Hauptverhanblung znm Zwecke weiterer Beweisaufnahme ausgesetzt. — Der Tag löhner P. E. von Bübingen wurde infolge rechtsgültig eingelegten Einspruchs gegen einen Strafbefehl wegen Ikbcrtrctung ber Sonn tags ruhe während bes Gottesbicnstes in eine Geldstrafe von 1 Mk ober 1 Tag Haft verurteilt. — Die Ehefrau bes Taglöhners W. K. von Büdingen würbe wegen Körperverletzung unter Zubilligung mifbernber irmftänbe zuj 3 Mark dxuld von 31 883 Mk Das Lkr mögen beträgt 4078 Mk. in bar. Die Backessttftung ^vrauenbanr versugt über fast 2000 Mk. Fräulein B. ..(aul, die 12 ^ahre als Pächterin tätig war, schied aus dem 5>eun. Durch ein Geschenk wurde ihre Tätigkeit an- erkannt. Al^. neuer Pächter wtirde unter 13 Bewerbern *vfrr Mutter getmchlt. An Zuwendungen erhielt das Heini u. a. vom Landevlehrerverein 200 Mk., vom Feuerversicherungsverein hesnscher Lehrer 100 Mk. Rechner Held- -Lchoiten verlas die Iahresrechuung für September 1911/1» Die Gesamtcinnalime betrug Ö526 Mk., die Ausgaben 55^3 Mark, xie Mitgliederbeiträge ergeben 1259 Mk. Die Rückzahlung von Anteilscheinen erfordert 850 Mk., die Tilauna und ^'nsen 1890 Mk., die Unterhaltung des Gebäudes •2^a Mk. Das Heim stettt einen Wert von 37 500 Mk dar N^cr nmrde Entlastung erteilt. Der Voranschlag für 1912 13 wurtw m Höhe von 3185 Mk. aenebmiat Es fotten 18 Anteilscheine znrückgczahlt ivcrbcit. 21c Vor- Ituiwstmih. ergab die einstimmige Wiedenvahi der Herren Held-Schotten, Deru-Neu-Iscnburg 5hauptlohrer Bach Mainz, Emmerich-Roßdorf, Engel Schotten und Vorb^ch- ^ngelheim. Lehr leb hast gefaltete sich die Aussprache über dic cmgelauseuen Antrags 2er Antrag des Vorstands auf Beitragserhöhung von 1 Mk. auf 1 50 Mk wurde rnrück. gcftellt. Der Antrag Enqel-Lchottm im Lnschluk Ueberlandzentrale Wlfershrim, elektrisches Litt,, im Lehret Kenn emzusuhren, ,-nd Zustimmung. Ta der Besuch des Herme in den letzten Zähren, besonders auch in diesem Som. mer, überaus stark war, wird seine Erweiterung darch HyffiiäusBPTechnifium Frankenhausen Ing.-u.Werkm.-Abt Gr.Mcch.-Lab. Es starken an: Zusammen: 1 (1) Vermischter hier ein. 10 Kinder verbrannt? Kultursichel mit Hoch- und Tiefbau. 1 1 1 1 3(2) 1 3(2) Tuberkulose Lungenentzündung Lungenschlag Gallensteinen Krebs Gehirngeschwulst Altersschwäche Verunglückung Ottawa, 3. Okt. In dem Dorf St. Bernhardt in Quebeck sind 10 Kinder einer französisch-kanadischen Familie verbrannt, deren Eltern sich auf einem Ball' befanden. Anscheinend ist der Brand durch das Umfallen einer Petroleumlampe entstanden. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. WetterauSsichten in Hessen für Freitag, den 4. Okt. 1912: Meist heiter und trocken, kälter, stetlenwefle Nachtfrost, tagS etwas roärmer. kleine Cageschromk. In Halle a. d. Saale wurden der Besitzer einer Ziegelei und seine Schwester samt ihren Hunden in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Aus einem Brief geht hervor, daß Sel btt m ord durch Gift wegen finanzieller Verluste bei dem Zusammenbruch eines auswärtigen Bankhauses begangen wurde. Nach dreiwöchigen Bemühungen ist es gelungen, das Wrack des untergegangenen Torpedobootes „G 171" auszusinden. ^as Boot wurde, wie noch erinnerlich sein wird, am 14. «cptember Erwachsene: im vom L Lebensjahr: 2.—15. Jahr: 1 — — 1 — während der Flotten Übungen südwestlich von dem Lmiensthift „Zäbrinqcn" überrannt und durchschnitten ES bidt sich nur noch 15' Minuten über Wasser und tank dann. Von der Besatzung kamen sieben Mann ums Leben. . Aus Philadelphia wird gemeldet: Eine Feuersbrunst hat den Hafendamm zerstört, der von der Hamburg-Amerika-Linie und der italienisckwn Linie benutzt wird, ^er Schaden wird aus v i e r M i l l i o n c n ?.'i o. c t gc-ä'.wt. Schüfoenverem Sietzen Die diesjährige ordentliche General-Versammlung findet unter Hinweis aus § 30 Abs. 3 Montag, den 14. Oktober, abends S'/2 Uhr, im Schützcubause mit folgender Tagesordnung statt: 9 R echuungsab!age u. Wahl der Rechnungs-Prüf.-Komm. 3 Wahl dec- Borstandes und des Schlltzenrates 4 Auslosung von >; Anteilscheinen des SchützenhauseS 5. Festsetzung des Winterfestes 6. Verschiedenes. Gießen, den L Oktober 1912. Ter Vorstand. NB. Tas Abichieneu findet Sonntag und Montag, den ß und 7. Oktober, von nachmittags 2 Ubr ab statt. Summa: lu (3) 10 (3) — , . , .«nm.: Tle in Klammern geletzten Ziffern gll>en an, tote Via der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke fommen.___________ * Sein Fahrschein. Tie Unsicherheit in ben^ P?*ücr Straßen, die besonders durch die schlechte Lenkung der Droschken bervorgernfenw ird, ist so groß, daß man beabsichtigt, eine ,,-L-chutz^ Sprachecke der Allgemeinen Deutschen Sprachvereins. — 9t e i u d e u l s ch e H a u S b a l t v l ä n e. Bor nur liegt der HauShaltvlan einer Kreisstadt deS Königsreichs Wachsen. Ich blättere gern in ihm, denn er ist ein deutlicher Bcivets datur, daß die vielen outen vom Allgemeinen Deutschen Svrachverein vorgeschlagenen Verdeutschungen nicht in den Vereinsschritten unbenutzt vergraben bleiben, sondern den Weg hinaus in die breite ^essentlichkeit ge- fnnden haben Es ist eben Tatsache, daß das vor kurzem nut Recht noch so verschriene Amtsdeutsch große Fortschritte gemacht bat. Co stelle ich m dem mir vorliegenden vausbaltvlan lolgende sprachliche Beobrchtungen an: In einem Erdgeschoß wird em Zimmer als Kleiderablage eingerichtet, im ersten Obergeschoß werden Amtsstuben verändert. Man sieht also, daß es auch ohne die ^remd- linge Parterre, Etage, Garderobe, Expedition geht. Bei der Nech. mmq über die Grundstücke liest man von Forstverbesstrungen, »>lur- ftliefen, Gruudstückzergliederungen, aber nicht von ^orstmelioralionen, Parzellen, Grundslücksdismembrationcn. Tie Beamten erhallen weder Gratifikationen noch Tispositionsgeld, sondern ^Ergutungen und Bersügungsgeld. Der Rat hat einen Cchupven a s Einste - balle vermietet, also nicht als Garage. Obgleich sich das alt- sränlische Wort kommunal noch vielfach breitmacht, ilt hier die Rede vom gemeindlichen Flußuier, von gemeindlichen Gebäuden. Wie häßlich klingt das so gar nicht in die deutsche Sprache bniem- vasscnde Wort Schululensilien! Hier heißt es kurzer und mindestens ebenso tressend Schulgeräte. Anstatt Ventilator findet man einmal Lüster, ein andermal Lnitabsaugcr. Versicherungsbeiträge werden selbstverständlich im voraus bezahlt und nicht etwa pranumerando, wie auch 2000 Mk. unter Nr. 20 für Heilmittel angefetzt sind, und nicht etwa unter Position 20 für Medikamente. Vergebens lucht man nach den sonst so bäusig vorkommenden Fremdlingen mk., eventuell, circa, Porto; sie haben den deutschen Wörtern je, emschl., etwaig, rund, Postgeld Platz gemacht. Tie ganze Geldgebarung ist reindeutsch, soweit'nicht alle Gesetze und Verordnungen eS anders verlangen. Die städtische Anleihe wird getilgt, ^mcht amortisiert, die Rücklagekasse vertritt den Rcserveionds. Ten Schuldscheinen der neuen Anleihe werden auch Zinsleisten und ZinSschelne beigegcben, und jeder Schuldschein trägt „bic durch Druck nachgebildete Unter- schritt" des Oberbürgermeisters Mag immerhin diese Verdeutschung für das Wortungetüm Faksimiledruck etwas laug sein, sie hat den großen Vorzug, daß sie jeder Deutsche versteht, ivahrend man das vom Faksimiledruck nicht sagen kann; besser und kurzer wäre allerdings -Abdruck der Unterschrift- oder .Unterschritt m Abdruck'. Selbstverständlich werden die Schuldscheine nicht in Serie I und H i geschieden, sondern in Abb 1 und 2. — Man kann nur wünschen, ► daß der Rat und die Beamten recht vieler Städte ihren Burgern mit einem ebenso trefflichen Deutsch vorangehen. • zusetzen. „Es wird notwendig, diese Eskimos unter Quarantäne zu stellen," so äußerte sich Stefansson, „weil die Krankheiten der Zivilisation, insbesondere die Masern, die Rasie nur allzu schnell aussterben lassen würden . Der Foncher mochte aus diesen Grunde auch die Entjendung von Miliionanni ver- b'‘,ü>erbn'7»3 ben .religwfen Streifen SlmeriM berntä tefhge Tisküssioncn hervorruft. Stefansson macht geltend, day die Miilio- na re uie Zivilisation mitbringen würben, unb da- bed^tte für diese Stämme die Gefährdung ihrer Vitalität, ^n Alaska und in Kanada sind in den letzten 20 Jahren racht weniger als 50 Prozent der Eskimos an Masern gestorben, in Mackenzie -gab es vor einem halben Jahrhundert noch gegen 2000 Esking heute jedoch mir noch 40 und in Point Barrow zahlte man 1884 einen Stamm von 300 Köpfen, von denen heute nur noch 20 erhalten sind: bic Zivilisation hat die anderen ausgerottet. ' _ Seen als Wärmespeicher. Man Weitz fett langem, baft die Seen Wärmcspeick)er sind. Während des Sommers ertonrnit sich datz Wasser bis zu einer bestimmten Atcfe; im Sinter ktthlt cs sich wieder ab, indem es bic Wärme ganz allmählich an die Luft wieder abgibt. Der italienisck>e Gelehrte Vercclli hat nun die Wärmemenge ausgerechnet, die auf diese Weise vom Eomersee aufgespeichert worden ist. Er legte die allgemein anerkannte Tatsache zu Grunde, daß eine Tcmperaturnhohung des Seewaiiers um ein Grad mit der Absorptwn einer Kalorie durch ein Kilogramm Wasser übcrcinftunnit. Es ergab sich, daß der See im Sommer täglich 260 Milliarden Kalorien aufspeichert, was der Verbrennung von 34 000 Tonnen Kohlen entweicht. Vom Ende Februar bis Ende August betragt die Gesamtzahl der ausgespeichertea Kalorien 43 0M Milliarden. Der größte Teil dieser Wärme bleibt in den oberen Wasierschichten, das milde Klima an den Ufern des Sees und der Reichtum der Vegetation erfiärt sich aus der Wärmeabgabe in der kälteren einen Anbau als für dringend nötig erachtet^ Zum Schlüsse wurde eine Entschließung gefaßt, im bevontehenden Winter lebhaft für das Heim zu agitieren und weitere Mitglieder zu ^"^^nrod, 2. Ott. Heute wurde Lehrer Karpf unter sehr zahlreicher Beteiligung beerdigt. Er bat 33 Jahre hier gewirkt. Der noch rüstige Mann starb am Sonntag plötzlich am Herzschlag; er erreichte ein Alter von 58 Jahren. Kreis Wetzlar. = Hohensolms, 1. Okt. Nachdem letzt auch die Gemeinden B e r m o l l und O b e r l e m p die Zusammenlegung ihrer Feldmarken beantragt haben, ist die gesamte Bürgermeisterei Hohensolms wirtschaftlich zusammen gelegt. Im Kreise Wetzlar sind bis jetzt aus geführt in 35 Gemeinden mit einer Gesamtgrotze von 16 + fcbertI een, 1. Cft. Der hiesigen Feinde wurde Ul ihren Wasserleitungsbauten aus dem Westfonb.' eine Beihilfe von 9000 Mark und der Gemeinde Wer- d o r f eine solche von 6600 Mark gewährt. Hessen-Nassau. n Marburg, 2. Okt. Mit den Arbeiten zur Weiterführung der elektrischen Straßenbahn vom Wil- helmsplatz zu m Sü d b a h n h o f wurde gestern begonnen. Man hofft, daß diese Strecke wie auch der Abzweig Wil- Helmsplatz-Heumarkt noch vor Weihnachten, in Betrieb aesedt werden kann. Letztere Linie macht insofern weniger Cchwierigkeiteti, als schon das Gleise liegt und nur Weichen eingebaut werden müssen. Die Ettfnahme der Straßenbahn im September, dem stillsten Monat desJahresbeliefsich aus rund 5710 Mark, was einer durchschnittlichen Tageseinnahme von rund 190,33 Mark entspricht W Frankfurt, 2. Okt. Das augenblicklich wieder hier stationierte Luftschiff „Vi ktoria Luise" m ben nächsten Tagen nur Panagierfahrten. Für den 13. Oktober ist eine Landungssahrt nach Crailsheim und zuruck geplant. Später finden noch Landungsfahrten nai Wurzburg, Nürnberg, Mannheim, Gießen, Koblenz und Bonn statt. liga für Fußgänger" zu gründen. Ein klauisches Bcnpiel dafür gibt das Gespräch zwischen einem Pas,agier und dem^ Wagenführer, das jüngst ein Korrespondent belauscht hat Der Derr ist eben einer drohenden Lebensgefahr durch das schlechte^ Zenten des Rutschers entgangen unb schreit: „Sie !braten ja mebt fahren. „Was? Hier ist mein Fahrschein " „Gehört er Ibnen? ,'Za, was benkeii Sie berat! Ich hab’ ihn sür 50 Franks bar Geld vorige Woche von einem gekauft, der in die Provinz ging. • E i n Schlauberger. Vor kurzem starb ,n Paris, w erzählt eine ttanzösifche Zeitfchritt, ein reicher Kaufherr, der keine Verivandtcl, twiterließ. In feinem Testamente fetzte er drei „reunoe zu erben ein, ,eder von ihnen iodlc eine Asillion erhalten, Doä, eine Bedmgiiiig war daran geknüpft: jeder dieser glücklichen erben mußte dem Dähingegangenen vor der Beerdigung lOOO yianeö in den Sarg legen. Schade um das schone Geld! 9lbcr die Klausel mußie beachtet werden. Der schmerzliche Auacnblick des Abschiedes kommt. Ter erste Freund tritt vor und legt seinen zau,cnö,rancö- scbeiu auf die Bahre daun folgt der zweite. Ter dritte aber unmnt fchiveiqend die beiden Scheine, schiebt sie in seine Briettasche und legt statt dessen einen Scheck über 3000 Frcmes auf die Bahre. Und er flüstert dem verschiedenen Freund gerührt zu: ,£ner, mein armer Freund, ist die Summe, die du iordcrtest. Tu *annN .? Scheck cinkassieren, wann immer du willst, dem letzter Druulch i,t erfüllt . . (Der Witz ist zwar all, aber da er gut ist, mag man ihn auch ein zweites Mal Horen. Tie Red.f ' Franzöiischer Witz. Eine S c c l e v o n einem Mensche n. Ehemann zu seiner Frau: .Fein'. Für deme panv, die du in der Wagentür gequetscht hast, bietet nur dte Eisenbahn 18OO Francs Schadenersatz! Für d e » Preis "wchte 'M die Geschichte gleich noch einmal- Ein Trost. Em Rechtsanwa t sucht seineu Klienten, der verurteilt ist, in der Zelle auf, umttm zu tröste». »Lebenslänglichstöhnt dieser, .großer Gott, das itt ia entsetzlich,'Jlch, beruhigen Sie sich, sagt der Anwalt, »da-.' Leben in ja so kurz!' - In der Troschke. Em Fahrgast m der offenen Troschke ist bei dem schlechten Wetter fast zu Cis erstarrt und ivendct sich an den Kutscher: »Horen Sie, KuNcher, finden Sie es nicht eigentlich dunun, bei solchem Wetter kem Verdeck zu haben 1* Gutmütig erwidert ihm der Kutscher: »Ach, lieber Herr, für mich ilt das ganz egal, ob Gie gedeckt ^nb ober nicht! — In berGesellschaft. Tarne: .Entzückend Ihr Vortrag, teurer Meister! Wollen Sie ihn nicht am uachtteu Donnerstag bei mir noch einmal halten? Wir werden »ur den Titel cm bißchen ändern, das genügt, Sie wißen, man hort ja doch so wenig zu . . CLM.N” 280848 ganze Länge 45 cm a. (zrir.=Ciual. -sstabL Unübertroffen zur Freistellung v. Slulturen Entfernung v. Forstunkräutern, zu Väuter ngen, AuSvutzen v.Jaadniegen.Ltck-Mk.3.70. Ernst Steinhaus. Werdohl i. W- IC3/, Letzte Nachrichten. Kurssturz an der Petersburger Börse. Petersburg, 2. Okt. Das amtliche Organ bes Finanr- mini|lcrium-3 sagt anläßlich bes letzten außergewöhnlichen \i u r fl ii r 5 c 5 an der Petersburger Bffric, daß zu einer Panik teilt ernster Grund vorlag, daß bic Panik vielmehr erklärt werben müßte burch bic zu große Erregbarkeit ber Spekulanten aus bem großen Publikum mit schwachen vänben. Sasonow in Paris. Paris, 3. Okt. Die Unterhandlung -wischen bem Minister- präsibcnten Pomcarö anb bem russischen Minister bes Aeußern Sasonow bauerte von 10 Uhr cibenbs bis Vsl2 llhr nachts. Sie bezog sich fast ausschließlich aus bic Lage auf bem Ballon unb die Maßregeln, bie zur Ausrechterholtung bes Friebens zu treffen wären. Poinear6 wirb mit Sasonow morgen früh wieder w* sauttnenkornmen. 7 Frankreich und Marokko. Tanger, 3. Okt. Agadir scheint von gut bewaffneten Aufstänbigen besetzt zu sein. Die französischen^ Truppen, die Agadir besetzen sollen, treffen am 4. Okü- vücherttsch. — Die Bclhagcn L Klasingschcn Volksbücher bezeugen ihre Vielseitigkeit wiederum mit den neuen Bänden, btc sich diesmal zu fünft eingestellt haben. Dichttmg unbJhinft, Geographie unb praktisches Leben sind hier vertreten. Das Gcbachtnis Ernst Moritz A rnbtß , des Dichters unb Vaterlanbsfremidcs, erneuert Dr Roben Geerbs. Ein klares Bllb von ber Entwicklung Michelangelos entwirft Dr. Hans Jantzcn. Beide Bändc sind wie alle in ber Sammlung sehr reich illuiteicrt Durch die Insel Rügen unb burch 2 u b t i r 0 l nehmen uns so kundige Wanbcrsleute wie Alfreb Wien unb Mbert von a rentim mit. Diese Bäudckien eignen sich oortreffluh als Erinnerungsgaben für Fericnreifcnde. Wer an den langen Derbst- unb ^Binterabcnbni Pläne für ein Eigenheim macht, das er litt) im Frühjahr bauen will, ziehe das praktilche und gebicgimc Huch von A Wentscher über daS Landhaus zu Rate. Er wird bort sehr viele nützliche Winke unb Anregungen finden, lvöchentl. lledersicht drrTodersölle L d. Stadt Sichen. 39. Woche. Vorn 22. bis 28. September 1912. Einwohiierzahl: angenommen zu 31 700 (intL 1600 Mann Militär). SterblichkeitSzisser: 46,40 */<-, nach Abzug von 3 Ortsfremden: 11,48 6/w. Kinder Konsumverein Giessen u. Umg. e. G. m. b. H. Sonntag, den 6. Oktober 1912, nachmittags 3 Ubr: General-Versammlung im Saale des Gewerkschastsbauics, Schanzenitraffe. Tages-Ordnung: 1. Geschäftsbericht: 2. al Kassenbc- xidit, b> Revisionsbericht, c) Gcnehmtgung der Jahres rechnung: 3. Beschlußsassung über die Berteilung der Erübrigung: 4. Ergänzungswahl des Aunichisrates,- -). Anträge.[D^l Der Vorstand. Ich bin als Rechtsanwalt bei dem Amtsgericht in Wetz 1 ar zugelassen worden. Mein Bureau befindet sich in Wetzlar, Brückenstrasse 5 in den früheren Räumen des nach Düsseldorf gegangenen Rechtsanwalts ENGELS. Wetzlar, den 3. Oktober 1912. 6619 Süntlier Bumcke, Rechtsanwalt ZMsZkrssre Mk führt viele Menschen die tägliche Berufsarbeit Don der Straße bringen Sie die Erkältung heim, c die Ihnen so lästig ist. Die Berufsarbeit auf der /HyriKÄ Straße erfordert em Borbeugungs- und Linder- ungsmiliel für Keiserkett, Katarrh und Küsten, unddassinddiealtbebannlenWyberl-Tabletten die in allen Apotheken und Drogerien pro Schockte! 1 Mark kosten. Nieder* lagen in Gießen: Pelikan- und Löwen-Avotbeke.fss Kinder- gÄchen%ht"he A.Salomon&Cie. Süsser Aepfelwein Kelterei KOBEL Liebigstra^se 9 K50S Liebigstrasse 9 Verein {.Bewegungsspiele Giessen Samstag, den 5. Okt.. abends 8’/. Ihr, Caflliilji. gesucht für .Qrnftm. Wölfers- beim, Fatum, Weißbinderm., 08220] hunger Dobermann, Rüde, vrium Stammbaum, billig zu verkaufen. ttaplanSgassc 10. (MilMcr Engländer crt. Unterricht. Schriftl. 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