AU5 dem elsatz-lothrinaischen Landtag. Straßburg, 29. April. Tie Erste Kummer dei Landtags nahm heute gegen die eine Stimme des Abg. Blumenthal und bei einer Stimmenthaltung die vom Ausschuß vorgeschlagene Entschließung an, wonach kein Anlaß besteye, eine Kürzung der Repräsentationskosten des Statthalters, wie sie die Zweite Kammer vorgeschlagen habe, für künftig ins Auge zu fassen. Bei dem Voranschlag des Innern warf der Abg. Dr. Blumenthal- der Regierung vor, daß sie die Hände dazu geboten habe, die Elsäßische Maschinenfabrik in Grafenstaden von den Vergebungen der Lokomotivbauten für die preußisch-hessische Eisenbahn-Gemeinschaft und die Reichseiseii bahn auszuschließen, nachdem die Fabrik durch die „Rheinisch-Westfälische Zeitung", hinter der die Großfonkurrenten der Fabrik ständen, ihres Patriotismus wegen, verdächtigt worden war. Der Fall war auch im preußischen Abgeoro- netenhause zur Sprache gekommen und der Minister hatte Untersuchung zugesagt. Ohne die Fabrik zur Rechtfertigung auszusordern, sei sie auf die Berichte der elsaß-lothringischen Regierung von den Frühjahrsoergebungen bereits ausgeschlossen worden, was die Fabrik auf der deutschen Syndilatsversammlung erfahren habe, ohne daß ihr vorher bekannt gegeben worden war, daß eine Enquete darüber veranstaltet würde. Entschieden bestreite sie, daß sie weder Direktor Heiler einen deutschfeindlichen Geist unter der Arbeiterschaft nähre. Abg. Schlumberger, ein früherer Aussichtsrat der Fabrik bestritt ebenfalls, daß ein deutschfeindlicher Geist dort herrsche. Wenn die Fabrik die Arbeit nicht wieder bekomme, werde sie in Grafenstaden, wo sie 2000 Arbeiter beschäftigt, den Betrieb einstellen. U n 1 c r st a a t s s e t r e- tär Mandel gab an, daß die elsaß-lothringische Regierung auf Veranlassung der Reichsregierung die Enquete angestellt habe. Es sei offenes Geheimnis, daß Direktor Heiler einer: deutschfeindlichen Gei st unter der im übrigen deut sch gesinnten Arbeiterschaft einzuführen gedenke. Ter Chef der preußischen Eisenbahnverwaltung habe erklärt, bei dieser Sachlage sei es ein Gebot der Selbstachtung, eine solche Fabrik von weiteren ^Vergebungen auszuschließen. Tie elsaß-lothringische :)ieaierung habe daraufhin, um die Industrie im Lande zu halten, sich zur Vermittelung bereit erklärt. Ein Aufsichtsral habe auch anerkannt, daß eine gründliche Aenderung geschehen müsse. Es komme die Entfernung des Tirektors Heiler in Frage, nicht aber, wie Tr. Blumenthal angab, eine Garantie für das Wohlverhalten der Arbeiterschaft. Line Kundgebung des Deutschen Zlotlenvereins. Am 28. d. Mts hielt der Gesamtvorstand des Deutschen Flotten-Vereins in Berlin eine besondere Sitzung ab, in der folgende Kundgebung beschlossen tourbe: 1. Tie von der Regierung eingebrachte Flottenoorlage entspricht nur in geringem Maße den Bedürfnissen der politischen Lage des Reiches. 2. Wenngleich die Schaffung eines dritten aktiven Geschwaders mit Freuden zu begrüßen iü, darf sie doch nicht erkauft werden durch die fast völlige Entwertung der zweiten Kampslinie, wie sie durch eine Herabsetzung der aktiven Besatzung von der jetzt r Gatte, iebenen: äs neuen 3156 Lebensjahre nke verbliebenen. dass unsere liebe 1(068 rblieb»* b, Rabert im 79. Lebensjahre interbliebenen: geb. Hemberger, r. 3166 t langer nd Tante (vorn^5 m. 101 Erstes Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 50. April (912 Irr fflcfaenn Anzeiger Ä erscheint täglich, anher ▼ WGietzenerAMger für die Redaklum 112, < w A < * »» -LRL" General-Anzeiger sur Oberhessen ^""‘b’i^iMeinunnner Rotationsdruck und vertag der vrühl'schen Univ.-vuchr und 5teindruckerei K. Lange. Redaktion, Lrpedition und vruckerei: Lchutstratze 7. bi» DormiuaV o ’ühr. vßdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhofstrahe 16a. Vezn q»vret nionatIich73Ps^ vierteljährlich Bit. 2.20; durch Abhole- il Zweigsiellen monatlich 65 Pf.: durch diePost iUf.2.—vicrtel- läbrl. ausschl. Bestellg. Zcilenvreis: lokal 15‘l>i, auSiuiUK' 2U B'eii'nq. Chesredakteur: A Goetz. BeraiilworlNch für den pohtildjcn Teil» August (Roetj; für .Feuilleton', .Vermischtes* und .Wevidneinol" 51. 'Jleu- rntb; für .Stadt und Land-: E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaftt 10 Seiten- Vie Ungriffsluft der Italiener. Dor drei Jahren hat in Konstantinopel der jetzige Sultan die Regierung angetreten, nachdem Abdul Hamids Versuch, seine Alleinherrschaft wieder aufzurichten, von den jungtürkischen Führern und ihren Truppen aus Saloniki niedergeschlagen worden war. Heute gedenkt man in der türkischen Hauptstadt dieser blutigen Ereignisse in Festes stimmung Truppenparaden wurden abgehalten, die Stadt wurde illuminiert und ein eigenartiges Bild von Frieden im Krieg drängt sich uns entgegen. Anscheinend hegt man in Konstantinopel keine Spur von Besorgnis, daß der Kanonendonner vor den Dardanellen sich wiederholen könnte. Was hat sich in diesen drei Jahren in der Türkei alles zn- getragen! Stete Aufstandssorgen, die Abringung der ftiüheren türkiscl>en Besihteile Bosnien und Herzegowina, und, seit sieben Monaten, dieses Ringen mit den Italienern, einem Gegner, dem man nicht recht an den Leib kann und den man nur durch ruhigen Widerstand zu ermüden trachtet. Trotzdem dieses nationale Hochgefühl. Das Volk be -greift es, daß durch albe diese Sorgen und Schicksalsschläge sein Weg wieder auf die Höhe geht, daß den langsamen Ge sundungsprozeß des „kranken Mannes" niemand mehr ab» leugnen kann. Das diplomatische Ansehen der jungen Türkei ist gleichfalls gestiegen. Wie würden die beteiligten Mächte früher durch ein Machtwort die Wiedereröffnung der Dardanellen erzwungen haben! Heute hält sich selbst Rußland vorsichtig zurück. Es ist an der Rede Sasonows aufgefaNen, daß er erklärte: Bisher habe Rußland die Gefahr eines größeren Konftiktes in der Art der italienischen Kriegsführung erblickt. Der Satz schien die jüngsten Gerüchte von einem neu erreichten italienisch-russi schien Einvernehmen zu widerlegen. Heute verlautet zwar, Rußland wolle von der Türkei für die Schädigung seiner Handelsinteressen finanzielle Entschädigung verlangen, aber 'Hand in Hand damit wird doch auch bereits erklärt, Rußland denke nicht daran, etwa seine Schwarze Meerflotte Au mobilisieren Das Zuwarten der Großmächte will nun Italien ganz und gar nicht gefallen. Man erkennt in Rom, daß auch das Bombardement vor den Tardanellen die beabsichtigte Einschüchterung des Friedens und die Friedensvermittlung nicht beschleunigt hat. Die türkischen Blätter veröffentlichen wiederum einen Aufruf, in dem das Zentralkomitee für Einheit und Fortschritt iven „windbeute'.igen G^ncr", den „infamen Feind" mit Hohn und Spott überschüttet. Tie Osmanen seien entschlossen, bis zum Ende allen Angriffen zu trotzen Freilich, unter wirtschaftlicher Rot und Teuerungsverhältnissen haben auch die Türken zu leiden. In der „Köln. Ztg." lesen wir folgenden Stimmungsbericht: Herrscht in den militärischen Lagern ruhige Zuversicht, die frei ist von lärmender Herabsetzung des Gegners, so hat das nicht militärische Volk Zeit zum Lachen und zum Spott: der Armenier aber und der Grieche schleichen beiseite und erhöben alle Preise. Sogar der Preis des russischen Petroleums ist gesteigert worden, obwohl gerade russisches Petroleum wegen der Tardanellensperre jetzt hier massenhaft ausgeladen und billiger an die Händler abgegeben wird. Tie St adtver- n- a I r n n g sucht diesen Wucher mit dringend nötigen Verbrauchs- aegenständeu zu verhindern, namentlich mit Lebensmitteln. Für Brot wurde ein Preis festgesetzt, auch für Reis, Fett und Zucker, so daß schwere Störungen des wirtschaftlichen Lebens in diesen Breiten ausgeschlossen sind. Alle Schulen sind wie gewöhnlich geöffnet, alle Anstalten im Betriebe: ein Fremder würde an nichts bemerken, daß vielleicht weltgeschichtlich wichtige Tage unserer warten. Es leben hiernochgegen 12 OOOJtaliener, die meisten sind levanttnische Italiener, die Italien niemals gesehen haben: bisher ist niemandem etwas geschehen, und zahl- reich finb die Fälle, daß Türken befreundeten Italienern ihre Häuser als Zufluchtsort angeboten haben, falls . . Allein es war keine Ursaclw, davon Gebrauch zu machen. Nachdem Sasonow gesprochen hat, setzt heute die römische „Tribuna" dem leisen russischen Kopfschütteln die amtliche italienische Auffassung entgegen. Darin wird das Recht auf einen Angriff gegen die Dardanellen verteidigt. Ter Hauptinhalt des Artikels aber klingt wie ein Notschrei nach Friedensvermittlung. Man will die Tardanellen forcieren und will dock) wieder nicht. Alles klingt nach Drohung und Einschüchterung, und auf dem tripolitanischen Kriegsschauplatz selbst ist, entgegen den zahllosen amt lichen Siegesmeldungen, offenbar bisher nur höchst wenig erreicht worden. Jetzt dreht man in Rom gar die Sache so, daß bei der Beschießung der Dardanellen die Provokation von türkischer Seite ausgegangen sei! Das Einschreiten der Mächte gegen die Schließung der Tarda -nellen für die .Handelsschiffahrt geht den Italienern nicht rasch genug. Sie werden, wie wir früher schon aussprachen, am Ende wohl, vielleicht nach langen, mühseligen Kämpfen, Herren von Tripolis werden, aber entsprechend den Ver- mittlungsvorschlägen den Türken doch irgend einen Preis bezahlen müssen. Rom, 29. Aprck. Tie „Tribuna" schreibt: Nachdem wir bereits hervorgehoben haben, daß man den Verdacht hat, die Türkei würde versuchen, die Schließung der Dar bandlen bei den neutralen Mächten auszunutzen, sei jetzt nock- mals erklärt, daß, wenn Italien jetzt freiwillig sein Kriegsfeld aut bestimmte Meere und beftinunte Küsten beschränken wolle, dieses nichts bedeuten könne. Italien sei in der Lage, sich weitere Einschränkungen auf dem Lande und Meer aurerlegen zu lassen. Ganz abgesehen davon, daß wir den Interessen der neutralen Mächte nur den Schaden zufügen, der unvermeidlich ist, k ö n n c n to i r nicht davon Abstand nehmen, die Türke ian der Stelle zu treffen, w o s i e am v e r w undbaruen i st, um sie zum unvermeidlichen Schluß des Krieges zu zwingen. Tie Mächte müssen dieses Unantastbar nicht anerkennen, obgleich eine gewisse Presse sie zu diesem Schritt nötigen will, der vielleicht freundschaftlich gemeint, jedoch nur einen sehr schlechten Eindruck auf Italien, das niemals seine internationalen Verpflichtungen vernachlässigt hat, macht und für lange Zeit die Herzlichkeit unserer Beziehungen zu den Mächten, die sich dazu hergegcben, gefährden könne. Italien würde dieses Vorgehen fast als eine Handlung der Ncutralitätsverlctzung ansehon müssen, das die Türkei zum Widerstand ermutigen würde. Tas Recht, die Meerengen zu forcieren und die Möglichkeit cs zu tun, ist eines unserer besten Angriffsmittel. Tie Dardanellen zu forcieren ist ein langwieriges und systematisches Werk. Be- vor man nur in den Eingang einbringen könnte, würde die Türkei alle Zeit haben, dort Minen zu legen. Die Anwesenheit unserer Flotte im Aegäischen Meer ist eine Trohif die die Türkei zur Schließung zwang. Es handelt sich um ein volitifestes und diplomatisches Manöver, das bezweckt, Europa gegen Italien auszuspielen. Das geht aus der Tatsache hervor, daß die Türket z u e r st aus die italienischen Kriegsschiffe geschossen hat, die gemäß ihrer Order vorübersubren, ohne zu feuern, aber durch den Angriff der Türken patürlüh gfr zwungeu waren, das fauer zu erwidern. Mit dieser Provokation scheint die Türkei versucht zu haben, den Vorwand für einen internationalen Truck zu schaffen. Es ist dies nicht das erstemal der Fall in der Geschichte der Türkei. Auch wir glauben, daß d i e Meerenge wieder geöffnet werden muß. Aber die Mächte müssen zu diesem Zweck die Türkei zwingen, die neutralen Rechte zu achten und ihr die Illusion nehmen, daß sie sich hinter neutralen Mächten und ihren Interessen verstecken könne. Zur Befolöungsoorlage. Ter Vorstand des Hessischen Landes-Lehrerver- cins ersucht uns um Aufnahme folgender Ausführungen: Tie Regierung hat bei dem Landtage eine Vorlage zur Aufbesserung der'Gehalte der Staatsbeamten und Volksschullehrer eingebracht. Beamtenauibesserung klingt für die Mehrzahl der Steuerzahler gerade nicht verlockend. Wird doch das Geld dazu aus dem Staatssäckel genommen, in den alle, der eine mehr, der andere weniger, hineinlegen müssen. Wenn aber Zeiten eintreten, in denen die gesamte Lebenshaltung eine so enorme Verteuerung erleidet, wie das gerade in den letzten Jahren der Fall war, so ist es klar, daß man mit der Summe, die vor der Verteuerung aus reichte, nach dieser nicht mehr auszukommen vermag. Alle Glieder des Staates tun da in der Heraufsetzung mit. Ter Arbeiter verlangt höheren Lohn, weil der alte den Anforderungen an seinen Geldbeutel nickt mehr gewachsen ist, der Handwerker erhöht den Preis seiner Arbeit, weck Lohn und Material teurer geworden sind, der Bauer fordert mehr für seine Produkte. Und alle haben ein Recht dazu. Sollte da der Beamte, der teure Lebensmitte', bezahlen muß, höhere Preise für Zkleiduug usw. gibt, nicht auch bei dieser allgemeinen Steigerung der Lebenshaltung eine bessere Bezahlung erwarten dürfen ? Jeder gerecht Tenkmde muß das zugeben: Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert. Von einer Gehaltsaufbesserung der Beamten und Volksschullehrer aber muß verlangt werden, daß die Summen, die die Gehalte wieder in Einklang mit der verteuerten Lebenshaltung bringen sollen, so verteilt werden, daß jeder Beteiligte dabei zu seinem Reckte kommt. Das liegt nicht nur im Interesse der Beamten und Volksschullehrer, sondern auch im Interesse des Steuerzahlers und in ganz besonderem Maße im Stagtsinteresse. Gerechtigkeit erhöht ein Volk. Auf den ersten Blick ist die Regierungsvorlage auch nach diesem Grundsätze aufgebaut. Ta wird vor- gejcklagen, die unteren Beamten verhältnismäßig mehr und die oberen verhältnismäßig weniger aufzubessern, denn die schwächsten Schultern bedürfen der größten Hilfe. So entstehen sieben Auf- besserungsstufen, in die die Beamten nach ihrem jetzt erreichbaren Höchstgehalte eingereiht werden. Dieses Höchstgehalt ist aber so zu nehmen, wie es mit Hinzurechnung „der seitherigen pensionsfähigen Nebenbezüge" jetzt aussieht. Darnach sollen erhalten Beamte bis zu 1500 Mk. über 1500 — 2000 Mk. 13°/o ihres seitherigen Gehaltes 12o/o „ „ 2000 — 3000 „ llo/o „ , 3000 — 4600 „ 10°,o „ ,' 4600 — 6000 „ 8 °'o „ ,' 6000 — 7200 „ 6 % „ ,' 7200-12 000 „ 4o/o „ Jeder, der diese Aufstellung sich ansieht, muß denken, daß sich die Sacke so weit ganz gut macht: unteren und mittleren Beamten will man mehr unter die Arme greifen als den an sich schon besser gestellten höheren Beamten. Wo iind nun dabei die Volksschullehrer einrangiert? Tie Volksschullehrer gehören nach ihrer Vorbildung und nach der Bedeutung ihres Amtes zu den mittleren Beamten, die in der Stufe von 3000—4600 Mk. zu finden sind. Ta nun die Regierung selbst in Arttkel 1 der Beamtenvorlage sagt, daß als H ö ck st e i n k o m m e n eines Beamten „der höchste bisherige Gehaltssatz seiner Stelle zuzüglich der seitherigen pensionsfähigen Nebenbezüge" gilt, so gehören die Volksschullehrer in diese Stufe, weil sie 3400 Mk. Pension erreichen können. So sollte es sein, aber es ist nickt so: denn die Regierung laßt das, was sie bei den Staatsbkamten für Reckt hält, nickt auch iür die Volksschullehrer gelten. Sie hat für die Volksschullehrer nicht deren höchste Pension angenommen, sondern den höchst erreichbaren Gehaltssatz von 3000 Mark ohne den dazu gehörigen pensionsiähigen Nebenbezug Wohnung) von 400 Mk. Tie Regierung hat die Volksschullehrer in eine erneute Ausnahmestellung gebracht und sie in die Stufe von 2000 bis 3000 Mk verwiesen, in die sic nun einmal auch nach ihrer Vorbildung und nach der Bedeutung ihres Amtes nicht gehören. Damit wirft die Regierung aber auch ihren eigenen .Grundsatz aus dem Beamtenbesoldungsgesetz von 1898: Gleiche Vorbildung, gleiche Bezahlung! über den Haufen. Man könnte vielleicht sagen, daß diese Einreihung den Volksschullehrern ja reckt sein könne, da sie dadurch ja 11 °<- Aufbesserung bekämen, während die folgende Stufe nur 10f ergäbe! O nein, wenn man 3000 Mk annimmt, so machen 11% davon 330 Mk. aus, aber von 3400 Mk. ergeben 10»'n 340 Mk! Hessen soll nach dieser Vorlage, wie der Herr Finanzminiuer sagt, den anderen Staaten gegenüber mit dem Endgehalt an der Spitze marschieren. Diese Spitze, mit der Hessen z. B. Preußen voran wäre, beträgt, sage und schreibe, 3 0 Mark! Tabei erhält aber ein hessischer Lehrer auch nach der vorgesehenen Aufbesserung gegenüber seinem preußischen Kollegen bis zum 52. Lebensjahre über 2000 Mk weniger an Gehalt, und dieses Lebensjahr erreicht nach einer zuverlässigen Statistik nur ein Sechstel der Lehrer mii den gesetzlichen Mindestgehalten. Tie mittleren Beamten von 3000— 4600 Mk, zu denen die Volksschullehrer gehören, erhalten im Turcvsckuitt eine Gehaltserhöhung von 330 Mk., die Volksschullehrer burdv fchnirtlich 236 Mk. Mögen auch hier schon schiverzurecktfertigende Unterschiede bestehen, so spricht es aber jedem Gerechtigkeitsgefühl Hohn, wenn man den Beamten nun noch einen neuen Gehaltsvorteil ver schaffen will, den Volksschullehrern aber nichts dafür $u_ geben gedenkt. Außer der Aufbesserung an Gehalt ist für die Staats beamten eine Erhöhung ihres feit 1907 bezogenen Wolmungs geldzuschusses vorgesehen. Tas macht für die mit den Lehrern in Vergleich gezogenen mittleren Beamten noch einmal rund 5 Prozent ihres fetzigen Gelacktes! Sie erhallen also in Wirk lidjfcit nicht 10, sondern 15 Prozent Aufbesserung! Ein mittlerer Beamier hat durchschnittlich mehr: 330 Mk. Gehaltserhöhung und 170 Mk. Wohnungsgeld gleich 500 Mk., ein Vollsschullchrcr hat durchschnittlich mehr: 236 Mk. Gehaltserhöljung und 0 Wohnungsgeld gleich 236 Mark. Im Lande draußen heißt es, die Lehrer bekommen 11 Prozent und die mittleren Beamten 10 Prozent Gehaltserhöhung. Wie die Wahrheit aussieht, das beweisen vorstehende Zahlen. Tas ist überhaupt so etwas Eigenartiges an der Vorlage, daß man als Gehaltserhöhung nur die Prozentzahlen, z. B. 10, 6, 4, angibt, während in Wirklichkeit die Sache ein ganz anderes Gefickt hat. Wie die wirklichen Zahlen aussehen, dafür einige Beispiele. Für Gehalt im Durchschnitt: GebaltS- Woh- Aufbcsser. • Erhöhung mmgSgeld zuf. m ‘ ■'"£ wii« -- Tttrche und Schule. Der preußische Kultusminister und die Klnematographeotheater. Ein Erlaß des preußischen Kultusmini,ters weist aus die gesundheitliche, sittliche und ästhetische Gefahr des Kinematographentheaters für die Schuljugend, Seminaristen- und Präparanden-Zöglinge hin und bezeichnet als G e g e n m a ß r e g e l die Beschränkung, der nach der Schulordnung der Besuch von Theatern und Konzerten usw. unterliegt, auf die Kinematograpbentheater auszudehnen. Ferner sollen die Eltern wiederholt durch die Schule auf die drohenden Gefahren aufmerksam gemacht werden. Der Besuch von kinematographischen Vorstellungen, die der Belehrung und der Schulabsicht nicht widersprechender Unterhaltung dienen, sei zu gestatten. Deutsche Kolonien. Berlin, 29. April. In der Aussichtsratssitzung der Deutschen Kolonialgesellschaft für Südwestafrika legte ber Vorstand den mit dem Reichskolonialantt gemeinsam aufgestellten Entwurf zur Vereinbarung zwischen dem Reichskolonialamt und der Deutschen Kolonialgesellschast über die Abänderung der Tiamantcnabgaben vor. Der Aufsichtsrat beschloß, die Vereinbarung in der zum 15. Mai einzuberufenden Hauptversammlung der Gesellschafter zur Verhandlung und Beschlußfassung zu stellen und zu befürworten. Ter Vereinbarung liegt die durch die Verhandlungen des Budgetausschusses bekannt gewordene Denkschrift des Reichskolonialamtes über die Tiamantensteuer zugrunde. Kreis Alsfeld. O Windbausen, 28. April. Am Sonntag fand die Hauptversammlung des L a n d w i r t s ch. Konsumver- eins statt. Die Mi.gliedschait des hiesigen Konsumvereins erstreckt sich auf die Dör,er Windhausen, Ober- und Unterbreidenbach, Strebendorf und Meiches. Fast aLe Mitg.ieder hatten sich aus der Umgegend versammelt. Der Direktor gab den (Bericht über das verflossene Vereinsjahr. Dann las ver Rechner die Jahresrechnung 1911 vor. Hiernach hatte der Verein einen Reingewinn zu verzeichnen, so daß den Mitgliedern eine Dividende von 10 Proz. bewilligt wurde. Kreis Schotten. -r. U l r i ch st e i n, 27. April. Heute fand hier die Gesellenprüfung statt. Es unterzogen sich der Prüfung drei Maurer, ein Schmied, ein Buchbinder, ein Schuster und ein Metzger. — Wenn man eben hier durch die Felder geht, sieht man eine Menge junger Hasen, die schon beinahe so groß sind wie alte. Der erste Satz scheint sehr gut geraten zu sein. Kreis Friedberg. x Bad-Nauheim, 29. April. Während der nunmehr schon dreiwöchigen Anw.esenheitder Kaiserin hatte der gestrige wunderschöne Frühlingssonntag den stärksten Besuch von außerhalb aufzuweisen, der eine Höhe erreichte, wie man sie hier nur in der Hochsaison gewohnt ist. Wohl die meisten Besucher waren in der Hoffnung erschienen, die Kaiserin zu sehen, deren Anwesenheit eine starke Anziehungskraft auf auswärtige Besucher ausübt, zumal man hört, daß diese fast durchweg auf ihre Rechnung kommen. In besonderem Maße geschah dies gestern. Wer am Morgen schon anwesend war, der hatte fchon einmal den Genug voraus, das Zeppelin-Luft- schiff „Viktoria £uife" zu sehen, das gestern vormittag dreimal unsere Stadt be,uchte. Das erstemal kam es schon so früh, daß sich mancher Sonntagsschläfer durch das tosende Geräusch der surrenden Propeller aus dem Schlafe nutzte wecken lassen. Nachdem es nach Frankfurt zurückgekehrt war, kam es gegen 11 Uhr schon wieder an und nahm seinen Weg weiter bis Nieder-Weisel und Butzbach, um bann auf dem Rückwege die Badestadt und die Kaiserin nochmals zu begrüsten. Das waren für den Fremden die Ueberrasa-ungen des Morgens. Am Nach- mittag spielte sich das übliche Kurleben auf der Terrasse und am Teich ab, wo Hunderte von Menschen das Kvnzert und den schönen Frühlrngstag genossen. Noch größer aber war die Mensck-encmsammiung in der TerrassenUraße. Tort warteten Hunderte wieder wie an den vorhergehenden Sonntagen geduldig und ohne der Polizei die Arbeit zu erschweren, auf die Kaiserin. In Begleitung der Hofdame Gräfin Keller erschien die Kafterin vor dem Sanatorium Grödel und ging zu Fuß durch den Park nach dem großen Teich, mitten durch das Publikum, das freudig grüßte. Ter Spaziergang, auf dem die Kaiserin sich u. a. auch mit einigen Bauersmädchen in hessischer Tracht unterhielt« dauerte fast eine Stunde. L. Wölfersyecm, 29. April. In verflossener Woche hat man mit den Grundarbeiten zum neuen Elektri- zitäts werk begonnen. Stancituurg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 29. April. Seck drei Wochen ist der bei dent Verband der Landwirtschaftlichen Genossenschaften in Hessen angestellte Verbandsrevisor Aug. B r a n e r von hier verschwunden. B. ist jetzt von dem Verband wegen gröblicherPslicht- Verletzung seine- Dienstes entsetzt worden. WormS, 29. April. Ein S v i o n a g e s a ll. in welchen ein Reisender, der längere Zeck in einem hiesigen Hotel weilte und seit gestern vormittag verschwunden ist, und ein Soldat der 5. Kompagnie des hiesigen InfameriecegimcntS Nr. litt verwickelt finb, kam geitern zur Kenntnis der Behörde. Nach der Frks. Ztg. haben in dteser Sache bereit- zahlreiche Vernehmungen stattgejunden. HcffeN'Nassau. X Rodheim a. o. Joteoer, 29. April. Einem vielseitigen Wun,che entsprechend konnte in der abgelaufenen Woche Streulaub aus dem GemeindewOtb abgegeben werden. Das trockene Jahr 1911, in dem alle Heu- und Strohvorräte au,gezehrt wurden, drangt unsere Landwirte zur größten Sparjamteit. Falls ntcht bald der erwünschte Regen eintritt, wird das Grunfutter fehlen. to. Hatters heim, 29. April. In dem heute nach- mcktag 1.46 Uhr von der Stattou Sindlingen-Zetishemi ob- fahrenden Zuge befand sich eine Fannlte von Höchst a. M., em Ehepaar mit vier Kindern, die von Höchst a. M, noch Raunheim übersiedelte und big Station Flörsheim in der 4. Wagenllajje fuhr. Wahrend der Fahrt zwtjchen den «W laIt3, 29. Mil. um 5 Uhr m -Äntabgesturzt. .Ern '.sfr fr erlitt einm Lin ausgeM Dicken, 29- Mil. 1 ^ndt -üd-Nordexpretz fa sollte, ist Msgebli :ug ein, der von Meran a über das Menus, da .L aufgchalten ha Arbeiterbewegung. Lohnbewegung der Rhernschisfer. Duisbura-Ruhrort, 29. April. Die Rhein- schiff er, welche Lohnerhöhungen und Regelung ber Heber», Nacht- und Sonntagsarbeit fordern, sind gestern nachmittag bei denjenigen Firmen, die die Forderungen nicht anerkannt haben, in den Ausstand getreten. In Mitleidenschaft gezogen sind neun oberrheinische und 39 niederrheinische Firmen. Zwischen Ruhrort und Mannheim liegt eine große Anzahl Schleppkähne still. Ein Teil der Lohnforderungen ist vorher bewilligt worden. gutbesuchte Vorturner stunde abgebalten. Im Engelhard- sch en Saale turnten unter Leitung des Bundcsrurmvartes Schmidt- Launsbach insgesamt 105 Turner aus den 22 Bundesvereinen. Sonntag, 9. Juni, findet in Ackendorf a. d. Lda. die Bundes- t u r n f a h r t statt, es wird dabei geturnt: Stabhocb, Freiweit. Klimmen und Steinswßen. Dem Turnverein Wieseck wurde in Verbindung mit seiner Jubelfeier das Bundesturnfest übertragen. -rn. Hungen, 28. April. Gestern abend hielt der Bauleiter der elektrischen Ueberland-Zentrale Oberhessen, Oberingenieur von Stadler im Saale der „Traube" einen Vortrag über die Verwendung der Elektrizität im Han s und in der Landwirtschaft. Er führte aus, daß man von der früher geplanten Errichtung einer Zentrale in Lißberg deshalb wieder Abstand genommen habe, weil dieses Projekt wenig wtrtschaflliche Vortecke auswies und nur ein geringer Teil von Oberbessen mit elektrischer Energie hätte versorgt werden können. Man habe jetzt die Erbauung einer ZeMrale auf der Grube Ludwigs Hoffnung in Wölfersheim beschlossen, von der aus mck einer Lvannlrair von 20 000 Volt fast ganz Oberhessen mck elektrischem Lichr und Kraft versehen werden können. Ja anschaulicher Weise hob er die Vortelle der Elektrizität aegenüver allen anderen Belcuch tungsarten hervor und betonte, daß die oft behauptete Blitzgesahr durch die angebrachten Erdleitungsdrähte nicht nur gänzlich au$» geschlossen sei, sondern daß sie sogar noch einen Schutz gegen Blitzschläge bedeuteten. Die Kosten für eine Brennstunde betragen bei 16fetjiger Lichtstärke 0,8 Pfg., bei 25kerziger Lichtstärke 1,02 Pfg., für einen Haushalt, in dem im Durchschnitt täglich 2‘/> Stunden Licht benötigt wird, also 912 Belcuchtungsstunoen für das gamc Jahr angenommen werden, stellten sich die Kosten auf etwa 11 Ml. In einem Gasthaus, wo mck einer täglichen Brenndauer von o Stunden gerechnet werden mutz, also 1825 Stunden im Jahr, würden die Kosten 21,90 Mk. betragen. Elektrische Lampen sind schon für 2—2,50 Mk. erhältlich. Der Vortragende sprach dann noch über die elektrische Kraft und erörterte die wesentlichen Vortecke da die markante Persönlichkeit Schlenkcs wohl politische Gegner, aber kaum persönliche Feinde hatte. Herr Schlenke war in Hofgeismar geboren: er machte 1870—1871^ als Reserveoffizier im Infanterie-Regiment Nr. 87 den Feldzug gegen Frankreich mit und wurde bei Wörth schwer verwundet Er erhielt für feine damals bewiesene Tapferkeit das Eiserne Kreuz und gehörte dem Heere noch lange Jahre an, zuletzt als Hauptmann der Landwehr. Baid nach dem Feldzug siedelte sich Herr Schlenke hier an. Er bewirtschaftete den Hardthof und beschäftigte sich viel mit landwirtschaftlichen Berufs- und Organifationssragen. Das Vertrauen der oberhcsfischen Landwirte führte ihn bald an die Spitze des landw. Provinzialvereins und auch nach Aufgabe seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit blieb er Präsident des Vereins, der noch jetzt neben der Lanb- wirtschaftskammer seine segensreiche Tätigkeit entfaltet. Als wirkungsvoller Vertreter der landwir.schaft.ichen Interessen spielte er auch politisch eine Rolle. Er gehörte der nationalliberalen Partei an unb lanbibierte für sie 1890 in unserem Wahlkreis zum Reichstag, blieb aber um runb 200 Stimmen hinter Otto Böckel zurück, ber bamals mit Dr. Gut- sleisch in bie Stichwahl kam. Eine längere Reihe von Jahren war Herr Schlenke auch stellv. Prooinzialausschuß- mitglieb, bis er 1903 nach Friedberg verzog. Dort war er Direktor der landw. Hauptgenosseufchast für Oberhessen, schieb aber freiwillig aus bieder Stellung. In ben letzten Jahren war Herr Sckft. Inspektor ber Norbbeutschen Alig. Hagelversicherung. Der Berswrbene war vielfach auch journalistisch unb schift,tftellerisch tätig. Der Gießener Anzeiger verbankt feiner geroanbten Fcder eine lange Reche wertvoller Beiträge lanom. unb auu.) allgemeinen Inhalts, bie sich burch ihre gefällige originelle Schreibweise unb ihren nicht geringen inneren Gehalt auszeichneten. Das Anbenken bes Verstorbenen wirb bei uns wie bei allen, bie ihn kannten, in Ehren bleiben. ** Jubiläumsgauturnse st Gießen 1912. In ber Turnhalle bes Turnvereins Gießen fanb am Sonntag unter Leitung ber beiden Gauturnwarte Will- Gießen unb Günther-Marburg bie Frühjahrsgauvorturner st unbe statt. Hierzu waren ber Gau- unb Turn- ausschuß sowie 120 VereinSturnwarte erschienen. Gau- turntoart Will gebuchte in ehrenben Worten bes verstorbenen Turners W. Ruhl-Bieoenkopf. Gauvertreter Helm nahm bann bas Wort unb wies auf bas in biefem Jahre )‘tatt|inbenbe Jubelfest aus Anlaß bes 50jährigen Bestehens bes Gaues Hessen hin, unb ermahnte bie Turner, wohlvorbereitet zu bem Feste zu erscheinen, bamit gezeigt wirb, was ber Gau Hessen ist unb was er leisten kann. Sobann erfolgte ber Aufmarsch zu ben allgemeinen Freiübungen, bie Freiübungen selbst, sodann das Geräteturnen am Reck, Barren und Pferb, wobei bie aus ben Gauvereinen vorher bestimmten Leiter bie von ihnen entwickelten klebungs- gruppen vorsührten. Der Gauspielwart Fischer-Mar- vurg gab bann bie nötigen Erklärungen über bie im Gau unb in ben Bezirten au^zuführenoen Spiele. Barlaus unb Fußball würben praktisch vorgeführt. Nachbem noch bie Freiübungen für bas Kreisseft geturnt bezw. besprochen waren, biioete ein Keulenschwingen, geleitet von Gauturn- roart Will, den Schluß der interessanten Uebungsstunde. Im Anschluß hieran fand im Casö Ebel ber Gauvvrturner- tag statt, in ber ber burchgeturnte klebungsstofs besprochen unb bie Bestimmungen über bas Jubiläums turnen bekannt gegeben würben. " D e r H a j s i a» B ez i r k S t a g des Bezirks Gießen fand am Sonntag im Fehenkeiier uait. Von den 39 Beziiks- vereinen fehlt» oer Verein Gaivenleich ohne Entichuidigting. Der Bezirksvorsteher Daav» Dollar criiatteie den Fahresvericht für 19.1; darnach zählt der Bezirk 3030 llhtflheDer. Das Vermögen der Vereine belauit sich eiiifchlieulich Jnvenlarwerl aui rund 43 000 Akt. Unterstützungen zahlten die Vere.ne vis 1911 = öS 000 Akk^ davon lull — lull Akt. Ter ^Heftische fiameraD* iüivD m 4ö8 Stücken gelesen. Von der Hafna erhielten die Vereine DeS Bezirks ti7o Mk. Als Vertreter lüv den Hasuatag zu Nieder- Chn wnroen gewählt die Bezirtsvorsteher Taav-Lollur und tieuii- Großeii-tlinüen, zu Steckvertreiern Brnchhätifer-Gteßen und EnderS- Reivkirchen. Lem Antrag des Präsidiums zur Lchiedsgerichts- ordnnng wird zngestimmt. 4. er Antrag Nidda — Unfälle, Haftpflicht und .Zürich' findet keine Unterstützung, da er eine gioue Belüftung für die Hafsia vilden wnrüe. Tie jetzigen Znftande mit der paftpflicht werben bedauert- Ter Eintrag Raitel wegen der Beiträge der Toppelinitglteder wird verneint, der dem Antrag Worms über das Sammeliveseii erhält der Vertreter freie Hand. Bei Befvrechung des Punktes .Ersatzivahl des Vorstandes- wird beschlossen, dalnn zu wirken, da» der Bezirk toienen als der viert- srärkste der Ha>sia fünitia tm Präsidium vertreten ist, als jtandioat wird einstimmig Staatsanwalt Trinnpert-oneuen vorgeschlagen. Sehr iiiteresjant ivar der Vortrag des zweiten Vezirksvorstehers U e u n - Groden-Linden über , 3 e t e r o » e u i ü r f o r g e*. Er ivies die ungleiche Behandlung der Veteraneii in Preußen und Heilen nach und zeigte, daß z. B. tut Kreise Wetzlar die Veteranen viel leichter die Veteranenbeihilfe erhalten. Akehrere Redner sprachen dem Abg. Leun ihren Tank aus; er wurde beauittagt, auf dem pasftotog die Veteraneniursorge zu vertreten. Ter Punkt jugenö- pflege rie< eine rege Aussprache hervor, nachdem der Bezirks- Vorsteher eingehend auf die Wichtigkeit der Jungdeutschlandbeivegung animertsam gemacht, znr Untentiitznng und zum Beitritt qu<- gefordert baue. Auf Antrag des Staalsanioaltes Trümpert iviiröcn unter allseitiger Zustimmung 20 Mk. tür die Jungdeutsch- lonDbeivcgnng zur Veriügm»g geneckt. Tie Kriegsermnerungeu von 1860 und 18<0/71 sollen aus Briefen in jedem Orte gesammelt und dem Bezirksvorsteher 'klbschri'len ^ibersandr werden Tas Präsidium ivird sie sichten und spater verössentlicheit. Tie Ueberreichung von Ehrentaielii an Tort und Alöbus-iÄteven, Sommerlaü-Beuern uno ftudil-vollar ersolgte durch deit Vorfttzende>i. Sie haben 2j Fahre lang in den Vorhanden ihrer Vereine igeivtrkt. Tas Be-irk-leit zu Allendon a. d. Lahn und die ßahnemvelhe zu Allertshausen ivurden znm Bestich empfohlen. Zu Punkt Regimentssubiläufu der I 1 b e r wurden tüt die einzelnen One Cbinannec beitunmi, öle Listen der Beteiligten Qufiiellen sollen, --.taotsamvalt Lrümveti dankt dem Vorsteuer für seine Arbeit und bringt ein Hoch am den Bezirk aus. Ter Vorsteher schlievt die mit einem Kaiserhoch begonnene Tagnng nut einem Hoch auf den Vanoeeijerrn. ** Der Branbschaben beim Branb bes Winb- Hoss ist aus 62000 'Mark festgesetzt. Der Jrnrnobilar- fchaben ist mit 7300 Mk. avgesa^rht. 'Der Branb hat, wie lestgestellt würbe, so schneu bie riesige Aus Dehnung genommen, weil bas Balkenwerk bes Daches mit Brettern oer>cya.t war uno ber baburaj gebiibete Zwischenraum zum Verbreiten bes Branbes sehr geeignet war. * Warnung sür Lanowtrte. Wieder haben Dienstleute von Stammheim bie Maul- u. Klauen- j eucge in einigen Falten nach bem Kreise Bieben- lops verschleppt. Man tann bie Lanbwirte nicht genug warnen, bei Annahme von Dienstpersonal borjicgtig iu fein. Tie strengten Vorschriften oer Behörden nutzen nichts, um die Vicgvestänbe vor btzr Seuche zu schützen, wenn der einzelne Vieho^sitzer ihrer Vecbrellang Vor,chuv lerftet. Man aegte streng oarau., bag oas Dtenftper,onal nugt aus verseuchten iJtien ang.nommen wirb unb man verniete bem eigenen Personal ftrengiiens, verseuchte toe- hvfte auch nur zu betreten. LanotreiS Gießen. - .. 2 ^nne 10b, 29. April. Für die 2'imtcercuie pes Lahn- wunsberg-r.urnerbunbes vurbc gesterv Dormmaa euu; - ■ ‘ bolit. in ta Jwfl. Ukhpp(, Sandalen, Teni WM ^^Platz 7 ÄU8gabe d gesetzlichen Hälfte auf rund ein Viertel "bebingt lein würde. 3. Ter vorgeschlagenc Bauplan ist unzureichend, seine Wirkung kommt zu spät zur Geltung. _ r l 4. Tie Vorlage berücksichtigt überhaupt mcht btc seck Jahren bekannte, unbestreitbare N o t an Panzerkreuzern. .5 Darum tritt der Deutsche Flottenverein dafür em, dag unbeschadet der übrigen Bestimmungen der Vorlage a) an den bisherigen gesetzlichen Bestimmungen über die Jn- diensthaltuna uno Besetzung der Reserveflotte nicht gerührt, vielmehr deren Ausführung beschleunigt wird; . b) schon jetzt zu dem vom Jahre 1918 an gesetzlich gültig werdenden Dreischijfstempo übergangen wird und m den Jahren, tn welchen nur ein Linienschiff gebaut wird, zwei Panzerkreuzer vorgesehen werden. Deutsches Reich. Ter Staat ssekretärdesJnnern berichtigte am Montag den auf der Vulkanwerft in Bau befindlichen ^Imperator"' und begab sich dann an Bord der „Amerika" und informierte,sich über die Unterbringung, ber Rettungsboote und über das sonstige Rettungswesen. Dem Reichstag ging ein Gesetzentwurf betreffend den Zusammenstoß von Schissen und Bergung und Hilfeleistung in Seenot zu. _ Ter Termin für die Reichstagsstichwahl in Barel- Jever ist auf den 9. Mai festgesetzt worden. Die „Schlesische Vollszeiiung" crtlart, daß ihr nichts bekannt sei von der Absickft des Zentrums, im Budgetausschuß des Reichstages einen Antrag, daß jedes Duellvergehen mck schlichtem Abschied zu besttafen sei, einzubringen. Ter Vorstand des Verbandes ber sozialdemokratischen W ahlv ereine Groß-Berlins empfiehlt für die Maifeierversammlungen eine Entschließung, in der in erster Linie die gesetzliche Einführung des Achtstundentages gefordert und in zweiter gegen die Rüstungen zu Wasser und zu Lande und in der Luft protestiert wird. Nach mehrfacher Vertagung wurde am Montaa nachmittag das Urteil gefällt, in dem Prozeß, den die Witwe des Arbeiters Herrmann gegen ben preußischen Fiskus auf Zahlung einer Wochenrente von 30 Mark angestrengt hatte, weil ihr Mann bei den Arbeiterkrawallen in Moabit getötet wurde. Begründet waren ihre Ansprüche damit, daß der Tod Herrmanns durch Mißbrauch der Waffe feilens ber Schutzleute herbeigeführt worden sei. Tas Gericht erkannte dem Grunde nach einen Anspruch auf Entschädigung an. In einem späteren Verfahren wird es sich darüber entscheiden, wie hoch diese Ansprüche sind und ob der Witwe eine einmalige Entschädigung oder eine Wochenrente zuzubllligen ist. Ausland. Aus Wien wird acmcloet: Bei den Gemeinderatswahlen des zweiten Wahlkörpers, wobei 4 8 Mandate z u vergeben waren, wurden 32 Christlich-Soziale und zweiDeutsch- fteihecklichc gewählt. 14 Stichwahlen sind erforderlich, woran neun Christlich-Soziale gegen neun Teutschfreihfttliche, drei Christlich-Soziale gegen drei Deutschnationale und zwei Christlich-Soziale gegen zwei selbständig Christlich-Soziale beteiligt sind. Bisher waren sämtliche 48 Mandate im Besitze der Christlich-Sozialen. eines Elektromotors gegenüber einem Benzin- oder Petroleum motor. Als Beweis hierfür erwähnte er, daß -. B. in Berlin etwa 6500 Gasmotore, dagegen 32 000 Elektromotore in Betrieb sind. Trotzdem ein Elektromotor sauberer in ber Hanbhabung und sicherer tm Betrieb sei, stelle er sich boch nicht teurer als andere Motarc. Ein einpserdiger Elektromotor loste einschließlich Montierung 150 bis 180 Mk., ein dreipferdiger 250—400 Mk. Der Redner er, wähnte, daß das Unternehmen der Provinz rem gemeinnützig sei, da in den ersten zehn Jahren mck bedeutendem Verlust gerechnet werden müsse. Dieser Verlust würde aus ben Ueberschüiien dc.- Jnheibener Wasserwerks gebedt werben. Er empfahl noch, sich von vornherein für bie Anschaffung von elektrischem Licht und elektrischer Kraft zu entschließen, da ein Sache verteuern würde. r Der Mai kommt zu wirklich billigen Preisen Meiner werten Kundschaft zur gefälligen Nachricht, dass ich vom 1. Mai ab mein Ladengeschäft Mk Boxleder 8174 Mk. Lackkappe Boxleder 25/26 Hk. 3.50, 22/24 leistungsfähig. D*i Schuhhius Adolf Baer Marktplatz 7 Giessen Marktplatz 7 Ausgabe der allgemeinen Rabattmarken. otteük Bekanntmachung. bnpsehle z. kommenden Mittwochs-Markt meinen jahrelang 10)1 W Panama-Seile 308, führten Mnftenaether ■■ Ivaflottenaether ■■ und den übrigen Präparaten schützen. [2089 Central-Drogerie Präparaten [2089 Emil Karn. Schulefr. Emil Karn. Schalstr. 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Tie Beamten der Gewerkschaft her Seeleute protestierten telegraphisch beim Handclsamt gegen die zwangsweise Zurückhaltung der Leute. Ter j rtreler des Handelsamts erklärte, daß die Leute nur solange zu- Aum waschen von bunten und weihen Stoffen. Rur rückbleiben müßten, bis ihre Vernehmung über Den Untergang der „Titanic" beendet sei. Tas Verhör würde nach Möglichkeit beschleunigt und der größte Teil der Leute am Abend mit Sonderzug nach ihrer Heimat Southampton befördert werden. Bei der Abfahrt wurde die Summe von 300 Pfund Sterling, die von Amerika telegraphisch angewiesen war, unter die Mannschaft verteilt — Einer der Leute sagte aus, daß der Direktor der White-Star-Line, Bruce Isman, tatsächlich mitgeholfen habe, grauen in die Boote zu bringen und daß er erst im letzten Augenblick in ein Boot go- gestiegen sei, in dem sich fast nur Frauen befanden, um beim Rudern zu helfen. Verkauf u. Anleitung durch: Aua. Wallenfels,Drogerie, Gießen, Marktplatz 17. In den von mir feit längeren Jahren einge- Kleint ([aqesthronif. Ter wegen Mordes an seiner Braut in Eilenriede bei .Hannover verhaftete Hüfsgerichtsdiener Schwankt ist nach Ä$ein Verhör vom Unters uchungsrichter wieder freigelassen worden. Eine In nsbrucker DandergeseNschaft von sieben Personen, darunter zwei Tarnen, stürzte gestern von der Mandlspitze ab und wurden schwer verletzt. Ein Herr ist bereits verstorben. Ter große Brand im BasarviertÄ in Damaskus ist gelöscht worden Ter interessanteste Teil der Stadt ist durch den Brand v ernichtet. Tie große Moschee und die Banken find gerettet Landwirtschaft. Ridda, 27. April. Tie vor 4 Wochen gehegten Hoffnungen her Landwirte auf baldiges Grünfutter sind in den letzten tagen bedeutend gesunken. Ter Graswuchs stand seit 10 Tagen eil ganz still; denn die starken Ostwinde brachten trockene und *i Me' Witterung. Rur selten sieht man Landwirte in den Gras- ;tcjt schon Gras mähen. Tas Heu ist nidflv wie vermutet turDc, im Preise weiter gesunken. Heute wurde gutes Heu t i hiesigen Bahnhof für 3,90 Mk. der Zentner angefahren. Panama’nüte echt nnd imitiert Solide Ware ~ Billige P.eise : ** Rabattmarken. Rudolf Richter ===== Giessen ---- Marktstrasse 24-26. Die pariser Auiomobilbanv ien. Paris, 28 April. Ueber die Belagerung der Automobilbanditen in Choist^le Roi wird folgende, zumeist auf polizeilichen Informationen gegebene Tarstellung gegeben: Sicherheits- direklor Guichard erhielt gestern abend verschiedene Rachrichten, welche vermuten ließen, daß ein in einen Automobilsckuppen umgewandeltes Häuschen des Anarchisten Tubois in Cbosy-le-Roi den Automobilbanditen als Schlupfwinkel diente. Heute morgen lies; er das Häuschen mit zahlreichen Polizisten umstellen uffd öffnete das Tor des Automobilschuppens. Dubois war gerade im Begriffe, ein Motorfahrrad zu besteigen. Ein Polizist feuerte seinen Revolver gegen den Anarchiuen ab, der mit mehreren Schüssen erwiderte und den Polizeiinspektor Arlon am Arm leicht verwundete, jedoch selbst unverletzt blieb Dubois hielt seinen Revolver vor und zog sich in den Hintergrund des Schuppens zurück, worauf die Polizisten den Schuppen verließen In demselben Augenblick fielen von dem Balkon des ersten Stockes mehrere Revolverschüsse und zwei Po 1 iz ist e n stürzten schwer verwundet zu Boden. Sofort verbreitete sich das Gerücht, daß der Schütze Bonnot sei. ES entwickelte sich nun ein regelrechter Straßenkampf. Guichard ließ um Verstärkung nach Paris telephonieren. Bevor diese eintrafen, eilte eine Anzahl Ortsbewohner mit Gewehren herbei und richtete gleichzeitig mit den Polizisten, indem sie gleich diesen hinter den Bäumen und Straßenböschungen Deckung suchten, ein unaufhörliches Feuer gegen das Haus. Aber auch die Banditen schossen unausgesetzt Revolver ab. Man ließ nun das Haus von Polizisten und Soldaten der republikanischen Garde umzingeln und Gewehrsalven abgeben, welche sämtliche Fensterscheiben zertrümmerten, aber die beiden belagerten Banditen nicht hinderte, ihr Feuer fortzusetzen. Tie Polizeibeamten beschlossen nunmehr, das Haus in die Luft z u sprengen. Ein Leutnant der republikanischen Garde näherte sich durch einen mit Matratzen beladenen Wagen dem Automobil- schuppen, legte eine Tvnainitpatrone nieder und zog sich in der selben Weife gedeckt zurück. Tie Lunte wurde entzündet, aber die Tynamitpatrone explodierte nicht. Erst die dritte Patrone explodierte und ein Teil des H aus es stürzte zusammen. Bald schlugen auch die Flammen empor. Durch den Wagen gedeckt, rückte ein Tutzend Polizisten vor und drang in das Haus ein. In dem Schuppen stießen sie auf die bereits erkaltete Leiche Dubois, die keinerlei Verwundung aufwies. Man nimmt an, daß er sich vergiftet hat. Im ersten Stockwerk fanden die Polizisten Bonnot mit verwundetem Arm auf dem Boden liegend. Sie feuerten eine Salve aut ihn ab. Bonnot grossen Extra-VerKayf DM* zu äußerst reduzierten Preisen "W ii leinenen KlöMlspitzen, lüflcn, MmiilOn bme färntlidien Barmer Artikeln, wie bekannt, nach Helllicht. Bei Einkauf von 1 All. an Gratis-Zugaben. Hochachtend 31/3 Georg Beinhardt, Benrath 6. ?iijskldors. wissen muss, en thält d. kostenfrei zu bezieh. Frosch. „Patentwissenschaft". «aig>l.,gediegene Aufklärung. Heitcu und tcchu. Bureau CamradKöchling,'UlitflL ° Verbandes deutscher Gut- otttevtammern «Sitz Berlin», t’i itglieh d. deutschen Schutz' tr rbanbefl f. geilt. Eigentum, Suchen, Cft-xlnlagc 14. Meo-taanlap Aenderungen u. Unterbalt. Einsäen von Zier- u. Bleich- raien, Bepflanzung von Blumenbeeten sowie alle einschläg. Garten- ai beiten werden promot und sachgemäß ausgefühn. aMS August Weber Landichaftögärlnerci Ederstr. 1 Kernipr. 548. Dr böse NaOar' wird z. Freunde, der Garten bleibt in Ordnung, die Körbe füllen sich voll Eier, wenn man Hühner einfperrt und mit dem 1000fach erprobten und sehr gelobten Geflügel- futter „SAGET“ füttert. Frau Pastor Schreiber, ®iun6baupten i.M., schreibt: Bitte um 50 ku 9lagut Bei dieser Gelegenheit möchte ich Fhnen mitteilen, daß sich das butter glanzend bewährt hat. Gelegen dteHüdnerunglaublich steihtg. 4 Hühner hatte ich auf ein. engen Raum gesperrt u. mit demFulter gefüttert, sie hab. in 27 Tag. 86 Eier gelegt RchrnichllndMkil ist billig in der Fütterung u. erhält die Hunde gesund und Marburger Strasse 98 in erweitertem Umfange zu betreiben. Das mir seither entgegengebrachte Vertrauen bitte ich, mir auch fernerhin bewahren zu wollen. Ich halte mich bestens empfohlen bei Bedarf in sämtl. in das Fach schlagende Arbeiten, besonders in Blumenbindereien und Dekorationen. Carl Berger Nachfolg. Gustav Wittmann Tel 303 Kunst- und Handelsgärtner. Tel 808. kommen nicht ttt ihre Kleider und v— Pelzsachen, wenn Sie dieselben rechtzeitig mit dem neuen Elationen Sindlingen und Hattersheim beugte sich der sechs- j . r: qe Sohn des Ehepaares aus dem Fenfier des Abteils J, weit hinaus, daß er das Uebergewicht bekam und ia weitem So.'.cn heraus auf die Schienen fiel. Ter Pater des jungen zog sofort die Notbremse. Der Zug hielt. Postagiere buchten den Jungen, der nur eine ganz leichte Kopfverletzung e: allen halte, in den Packwagen, wo man ihn uytersuchle uud verband. Yoghurt- Käse nnfirt und kräftigt, fördert dtc Verdauung u. verlängert so das Leben. Ke form Kau; Ereniplatz 5. 2993 und mit ihm die Zeit wo Jedermann an die Beschaffung seines Schaltwerkes verkaufe vom I. Mai bis Brauns Daroßn-Balbschuhe nnd -Slielnl 7^ mit Lackkappe, hochmoderne Formen_______________das Paar denken sollte. Ich 8. Mai stieß einen Fluch aus. Er wurde an den Beinen und Armen von den Polizisten erfaßt und über die Treppe geschleppt. Er atmete zwar noch, aber er lag sichtlich in den^letzten Fügen, Sein Aörper trug zwölf Schußwunden Die um das Haus an- gesammelte vieltausendköpfige Menge stürzte vor, um Bonnot zu lynchen Aber es gelang den Polizisten, den Banditten imjrluto mobil nach dem Spital zu schaffen, wo er eine falbe stunde später starb Ten Belagerungsizencn batten zahlreiche Pboto- aravben bei gewohnt, darunter mehrere mit kinematograpbt scheu Apparaten Ter Etaentümcr des Häuschen ist ein als Katheder- anarchist bekannter Millionär namcnS Fromenttn, der in Choifv le-Roi eine ganze Anarchistenniederlassung gegründet hatte Ge genwartig hält sich Fromentin in Marokko auf. Tie Nachricht von dem Ende Donnots wurd.' von der Bevölkerung mit lebhaft er Genugtuung und dem Gei st bl der Erleichterung ausgenommen — Nunmehr ist bis auf Garnier und Vallrt die ganze Verbrecher bande unschädlich gemacht. , „Klein Sind Hane eine Flechte, die aflenTütteln trotzte, wohl auch verschwand, aber immer wieder auftrat. Zuletzt oer- suchte ich Zuckers Sa lud er ma u. Din erstaunt, wie schnell u. gründlich das liebel dadurch beseitigt wurde. C. Hefen." Tofe 50 Pf. u. 1 M. istärkne Fornu bet W. Rilbinner, Seltersweg 79a, A. Noll, Bahnhofstraße 51, (?. Noll, Kaiser-Drogerie. C. Seibel, Frankfurter Str. M, Ctto Schaaf, Seltersweg 39. Isl’3, Selbstgekelterte« prima naturreinen Apfelwein in Flaschen, auch Gebinden empfiehlt Wilb. Roblcrmann, Küfer meister, Neustadt 12. 2949 galten > Di-Ä ‘ti ei VA* iS ■ B man hn*1 n b e r -Alsberg srühg ptoiert nJL wu.. Teil bon " SL ,önnen. S**01 mit Grube Ludlvi^?-^- .mts mit ein?r h -nit SteB*! anschaulich,."^.. ^lü: lke,oft behause hte nichts, ich einen .^önzltch au--. ^ger Siteft Ä-btl »chnitt VZD t teurer a[K nnh^r, sm«, ?c^Nuft3iet *“• Er empfahl noch, sich Don elektrischem Licht und i tut spaterer Anschluß die tld. iL Am Sonntag find die urtsch. Lonfumver. hiesigen Konsumvereins sausen, Lber. und Unter- iches. Fast aLe MÜgiieder ersammelt. Ter Direktor ne Vereinsjahr. Dann las 1911 vor. Hiernach hatte i verzeichnen, so daß den 10 Proz. bewilligt wurde, tten. iL Heute fand hier die > unterzogen sich der Pru- in Buchbinder, ein Schuster eben hier durch die Felder nger Hasen, die schon Der erste Satz scheint sehr aufgebe, um meine Gärtnerei OTLaUa« n«CA Hente Diensta-den 30- ÄPrU: I neatßr - Laiß Grosses Aöscliieös - Konzert *■ g w M g der beliebten 818) hPIlQl lirlW n Cellovirtuosin Olga Olima. LI 11(11 gjllll VV III Sowie jeden Abend ab 8'/, Uhr: Konzert der beliebten Kapelle Holzapfel (Dledizinische Klinik, Klinikstraße). Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend von 5-J/j7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken Handel. # Gießen, 29. Avril. Tie Gewerkschaft Diebener Braunstetnbergwerke, v o r in Fern ie, Gießen, er zielte nn 1. Quartal 1912 einen Bruttouberfchuß von Mk. 164o45,ki (140‘200,08 tu 1911), von denen Mk. 72 948,75 (70 116,88 in 1911) für Zinsen und Tilgung d.-r Anleihen I und n zurnckgeliellt find, so bau netto Alk. Mlu97O6 (gegen 70 133,20 in 1911) verbleiben. Ter Grubenvorstand beschloß eine Ausbeute von Mk. 50,— pro Stu5, wie in den Borjalnen, auSzufchütten. Märkte. (öleften, 30. Avril. Marktbericht. ?lnk heutigem Wochen- markte kostete. 9‘ntter daS Plttnd 1,30—1.351'1 k^ Hsthiiereier 1 Stuck 7—0 i-ta* 2 Stück lö Pkg., Enteneier 1 Stück 10—0 Pfg., Gauseeier 1 St. 20 Pf., !tgfe da« Stück 6—3 ifg., Käfematte 2 Stück 5—6 pfg., Tanbeu pr 1r. 0,80—1,00 Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alt., vahueit vr. Stück 0,80—1,80 Enten pr. St. 1,80-2,20 Alk., Gänse das Pfd 75—80 Pfa^ Ochfenfleisch pr. Pfd. 90—98 Pfg^ yiiubfleifcl) pr. Pftutd 90—94 Pfg., ttuhsleisch 80 Pfg^ Schweine- fleifcb vr. Pfund 70—90 Pfg^ rialbsleisch pr. Pfd. 92—96 Pfg. Hammelfleisch pr. Pfd 70—90 Pfg., Kartoffeln pr. loO Kg. 9.50 bi6 10,00 Mk., Weißkraut das Stück 15 bis 30 Psg^ Ztviebelu per 3lr. 12,00—15,00 'Ulf* »Milch da« l'iler 22 Pfg., Aepfel per 3!r. 15 bis 20 'j)lfw Slüffe 100 Stuck 50—00 Pfg^ per Ztr. 0—00 Mk, Btruen das Pfund 20—25 Pfg. Atarktzeit von 7—1 Uhr. etteranssichten in Hesien für Mittwoch, den 1. Mai 1912 - Meist heiter und trocken, wärmer. W M. Während der nun- | enheitderLaiferir mhiingssonntag den |tarr* . zuweisen, der eint hohe in der Hochsaison gewohm waren in der Hoffnung sehen, deren Anwesenheit auswärtige Besucher aus' .je fast durchweg aus ye derem Mhe geschah d'ck n anwesend war, der Me z das Zeppelin-Luft' u chn das gestern vo> t be uchte- Das erstemal , mancher SonntagssWer totrenben »«» . 'Nachdem es nach 3ran> ll- JV~T, nhr schon wieder it£I bl° KÄ üütwge b« bil iiften. M des Siorgenä- jfutHen J b jiinjed gcn»l|e?: $«t in m be“ *!*!> ie NN oeu . . gll : der ^^ bber Hofdame ÄnalonM i den ^z^udig 1 iranet^^t^ervi dieser ti, her Mn? ' gtafion Ui Gerüst stricken u. Noll-Teilen auS beft Material berge stellt, welche fich Laut Urteil meiner werten Kundschaft bisher im Ge brauche beitens bewahrt haben, unterhalte ickfort- tvährend größeres Lager und emoiehle solche zum billigsten Tagespreis. Ludw.Lazarus Asterweg 53, Fernspr.50v 0>eridH»faaL ft. Unterliederbach, 29. April. Der Frosch im Briefkasten. Der 25jährige Arbeiter Franz Müller aus Horn- bürg a. b. H. warf in der Neujahrsnacht in Unlerlieberbach einen [srosck, Fruerwcrkskörper) in einen Poslbriefkasten. Der Frosch ssplodiertc in dem Kasten und sengte etwa 30 Briese und Karten or Wegen Sackcheschädigung an einem Gegenstände, welcher zur amtlichen Aufbewahrung an einem dazu bestimmten Orte -sich btfmbet (H 133 St.-G.-B ) erhielt Müller heute von der Straf- Minmer einen Tag Gefängnis. Paris, 29. April. Der Flieger Bedrin eS, der heute früh um 5 Uhr in Donar auf stieg, ist bei Epinay- sur-Seine abgestürzt Er wurde ins Hospital zu Lariboisie gkbracht. Er erlitt einen Schädelbruch (Ein ausgebliebener Expreßzug. München, 29. April. Der von der Riviera nach Berlin bnfebrenix? Süd-Nordexpreßzug, der abends 10 U^r in München tnlrcffcn sollte, ist ausgeblieben. An seiner Stelle traf ein ifcial^ufl ein, der von Meran und Bozen abgegangen ist. Einzel- dtiicn über das Hindernis, das den Zug in einem Tunnel bei lsse n u a aufgehalten haben soll, liegen nicht vor. ' Besonders billiges LINOLEUM-ANGEBOT Linoleum-Läufer bedruckt 60 cm breit p. Mtr. 1.00 M. 67........ 1.10 .. 90........ L40 .. 110........ 1.80 ,, 133 ........ 2.25 .. Lino eum-Läufer Muster durch und durch 67 cm breit p. Mtr. 1.70 M. 90 „ „ 7, 7, 2.20 „ Druckware 200 cm breit p. o-Mtr. 1.60 M. 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Ich wüsste keinen zweiten Film, der in so hervorragender Weise sensationelle Spannung und wahrste Poesie zu einem harmonischen Ganzen vereinigen würde, und in so hohem Maße da? gelungene Ergebnis liebevoller, echt künstlerischer Regie und schauspielerischer Prachtlrifttnngen wäre. Die verschollene Tochter Ein LensatianSbrama aus dem modernen Leben in 3 Akten. Cato lässt niemanden los Humoristischer Schlager. Das Vaterland über alles Schauspiel von Herrn de Saint Mesmin. jterr Klipp als Zauber« köstlicher Humor. Der verliebte Max humoristischer Schlager von Mar Linder u. a. mehr. Rodbergklub fliessen, Somuap. ä. Mai, abends 8 llbr, im Saale der „Stobt $t>iurburfl“ Abendonterhaltene mil Tbeflfcv, ®e iflnn^vortrüocn, Musik. (03744 (yintriu für Milglieder a Berion 20 'Bffl. Eintritt für 'Jiiditnülfllieber a 'Berion .3« Bf«. ,'tin Borvcrkain find Karten ,ui 2.3 Psa. in der Stabt Marburfl und bei den Friseuren Götz und 'Bfetl au hoben. Eö labet ergebens! cm Der Vorstand. Pathe Journal Interessante Aufnahmen. Max liebt seine Freiheit Humoristischer Schlager. Revue des Humors Jahrhundert-Feier Grossherzoglichen Philologischen Seminars IN GIESSEN FREITAG, DEN z. MAI 1912 I. Vormittag n Uhr, kleine Aula: AKTUS. II. Abends gVa Uhr, Steins Garten: KOMMERS der Mitglieder des Seminars und des Proseminars. Frühere Mitglieder und alle Freunde willkommen. III. Abends 7 Uhr, öffentlich, Studentenaufführung im Stadttheater: DIE VÖGEL DES ARISTOPHANES (deutsch) Kleine Preise. Vorverkauf in Challiers Musikalienhandlung vom 25. April ab Persönliche Einladungen zur Aufführung ergeberf nicht. Der Einnahmeüher6cbuM soll dem diesjährigen römisch-germanischen Studienausflug in Giessen studierender Philologen und Historiker zu Gute kommen. D*1, Die Seminardirektoren: Körte. Immisch. Der Senior: Ziehl. Katholisches Vereinshaus Donneratas. den 2. Mal. abend* 8 I hr: Volks-SinfonieKonzert veranstaltet von der (D*', Kapelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm- MUMM Ich wob« jetzt Ebelstrasse Nr, 18 und emviehle mich in Fnnen u. Anken Vervnvarbeiten, sowie im Auslackieren von Mubclu re. (3104 Eduard Kohlermann Weikdinder u. ^ackierermeister, EbelltraKe 18. Darmstadter Pferde Volt Siebung am 8. Mm. Altenburger t^eld Loic Ziedunn am 4 u. 6. Mai Darmü. ScbloKircib. "oie 3icbunn am 15. Mat. bei Buchecker, _____Neuen Haue 1L Kolosseum Dir.: kia 1 Ohm Telcvbon645. Walliornradc. Täglich abende- 7 •/, Uhr KOXZERT der Wiener DamenKapelle „Sturm** , 5 Damen! 1 ^rr. Entree frei! 037>»> fragt an, iMrum die Summe von 60 000 hi» fi=lL'Ä fW” ii! ’Äl elfiiliifen.®*" oQ,;» acmuroidt w ® ' „eh sein wird A kfürwotld eine E Mb. - «. eit“ gm TW d-r Präsident Tr. 20 Si"- übe: den Mfln,Diel Der E Die.rlbstim- iernc* über da» L Nebrere der Redner sind nicht c Nbg.R befürwortet die Res da? passive Wahlalte herabaeteht haben fi Ksenbahn^ndlverle elberselder Berban! erwidert, daß do? flreifen noch sehr ' ^'iucr< emrressen. geändert. cherr Rupp hat in Anspruch genomi der Eisenbahner toa delarbcit geleistet, besiand. Herr Ru ""'le tzezeigt. (i Nbg . 4 bedauere, dl berschiedcnen V--M So« der Ängesielltei ^,eine Petitio feilet in ElichL ^nnysurlmb für t oeorhagen lleberke , Ter Hammel •«fÄ; klm Tische des1 ^'äepräsident D <, "eim G-hqf. z,, »^Iproche statt. Ste*«* "nd SltlAbie 8 '"O" besprochen foe ge auf Hol yßätÄ g*«i4.S äuo“0« r «ofc