Erstes Blatt 162. Jahrgang Mittwoch, 27. Mär; 19(2 Ter Siebener Anzeiger 3 25 -----””"1» erscheint täglich, außer JK^iSF V A vezu„rvret5: Sonntags. - Beilagen A ▼ monatlick7SPs..oierlel- vierinnl möcbcutlidi M /RÄL jMk jgAk AA fil A A A. A ▲ jährlich Btt. -'.2«): durch Siebener^omllienblätter Ä JH 4<7-|y ■> 1ÖT ßJ Alf Jlbbole- u. J-ve«: zu.ennalwöchenil.Ureir: Bj 5’« BK £3 V E3X ii W B B M W B v B ■ B B Md B M M Md monatlich Kk> Bi.: üurd) blatt,iirdenAreisSiehen M W ( 4 f- Ki«< Jg MB BZ ■ ■ ■ B die Post Mk.2.-o.ertel- undFreitag»: L/ jg WK W M WK B B QT B _■ fl B B B B B WZ W au-uchl. Be-.-.-llq. ;iveimal inonatl. Land wÄ jtf lÄ- w t l- ' L ißL 4*Xy*b''V , < H eÄ VA,. B Wi B MA. B. Zeilenpreio: lokal i wirtschaftliche.^eitfraaen ■ B B Br ^B^Br B Br W ^B^ B' ^B^ anSioart Fernsvrech-Anschlüsse: M ■ ™ ” ^B Chesredakteur:A Goetz, für die Redaktion 112, V^r WB Verantwortlich für den Verlag u. Expedition 51 ZT - _ w vi e • *« zB< < »* politischen Teil: August 5ää,: ®eneral=2lmeiger für Oberhessen äää Annahme von Anzeigen j •» , . . - .. U 1 4 !! .Genchlüsaal": 51. Reu- für die Tagesnummer rioranonsoruck uno Verlag bet vruhl schen Univ.-Vuch und Stcinbruderei R. Lange. Reöaftion, Lrpedition und Druckerei: Zchulfttatze 7. b*.c a(bJ ""d big vormittags 9 Uhr. ______________________vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnstofstrahe 16a. Anzei^entett^'o Beck Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. • --- Beim Dierteljahrswechsel bitten wir diejenigen Leser, die durch unsere Zweigstellen unser Blatt beziehen, sowie unsere Postabonnenten, rechtzeitig ihr Abonnement zu erneuern. Der Gießener Anzeiger wird auch in Zukunft ein zuverlässiges Spiegelbild aller Vorgänge von nah und fern bieten und beson. öers die hessischen Angelegenheiten eingehend behandeln. Durch eine über das ganze Land verbreitete, gut organisierte Berichterstattung, durch vorzügliche Verbindungen in der Residenz, hat der Gießener Anzeiger einen steigenden Einfluß gewonnen. Keinerlei Abhängigkeiten hindern ihn an freimütiger, sachlicher Kritik, die von keinem eng begrenzten Parteistandpunkte diktiert wird. 3n den kommenden Ittonaten soll auf den Ausbau des unterhaltenden Teiles ein besonderer Nachdruck gelegt werden. 5ür die viermal wöchentlich erscheinenden „Gießener Familienblätter" sind bereits hochinteressante Beiträge erworben worden - neben gediegenen, spannenden Romanen fesselnde neue Arbeiten aus wichtigen Abschnitten der Geschichte Gberhessens. Die Interessen unserer ländlichen Leser werden auch weiterhin aufmerksam verfolgt werden, und die monatlich zweimal erscheinende Beilage „Landwirtschaftliche Zeitfragen" bringt gediegene fachmännische Belehrungen. Da das kommende Vierteljahr für den Zeitungsleser in weitestem Umfange neue Fragen und Erscheinungen nationaler und internationaler Art aufrollen wird, ist ein zuverlässiges Blatt wie der „Gießener Anzeiger" unentbehrlich. wir wenden uns besonders an unsere ländlichen Leser, deren Zeit während der Sommermonate sehr knapp bemessen ist. (Einen Augenblick zum Lesen seiner Zeitung muß aber jeder, wenn er auch noch so stark beschäftigt ist, finden, wie will er sonst in einer so bewegten Zeit wie heute auf dem Laufenden bleiben? Für den Landwirt ist es besonders erforderlich. Er erhält sonst von vielen für ihn wichtigen Dingen keine Kenntnis und wird durch die Ereignisse vor unvorhergesehene Tatsachen gestellt. — Der Arbeiter, der eingesehen hat, daß er sich auf dem Laufenden halten muß, scheut die kleinen Mehrausgaben für seine Zeitung während der Sommermonate nicht, warum macht nur der Landwirt hiervon immer noch eine Ausnahme? wer also seine Zeitung abbestellt hat, bestelle sie sofort bei unseren Zweigstellen wieder. Unregelmäßigkeiten in der Zustellung bitten wir uns sofort zu melden, wir werden dann sofort Abhilfe schaffen. Verlag und Redaktion des Gießener Anzeigers. Salkangespenfter. Dio Zeit bcr Schnceschniclzc pflegt für die unruhigen Heinen Balkanstaatcn, wie ‘-Bulgarien, Serbien, Montenegro und Griechenland, fast stets bas Signal zu blutigen Auseinandersetzungen zu geben Nicht in dem Sinne, daß sie nun offiziell aufeinander ober zusammen auf die Türkei losschlügen, sondern nur insoweit, daß, wenn die Gebirgspfade wieder gangbar werden, die in den „vier König reichen" wollenden unruhgien Elemente in das türkische Gebiet Oinabfteigen oder übertreten, nm durch Entfesselung der sogenannten Bandenbewegung unter ihren dort wohnenden Landsleuten der Türkei zu Gemütc zu führen, daß sie nach Ansicht bcr Balkanslawen ihre europäischen Provinzen nicht zu Recht besitzt, fonbern baß diese unter Bul garen, Serben, Montenegriner unb öriedjen verteilt wer den müßten. Dieser Kleinkrieg findet größtenteils die still- sd)weigenbe Billigung der in Betracht kommenden Regie- rungen, und bas englische Balkankomitee sorgt schon bafür, daß die braven Komitatschis zu rechter Zett ausreichenb mit Flinten, Munitionen unb Geldmitteln versehen sind. Mau will eben in diesen türkenfeindlichen Kreisen die Mächte burd) Anzettelung von Balkammruhen zwingen, eine Aufteilung bcr europäifd^en Türkei vorzunehmen, unb da 9tuf}Ianb immer noch als Beschüß er der Baltanslaven gilt, und auch Italien gewisse Aspirationen auf Albanien hegt, sind es bei dem engen Zusammcnstehen Rujchrnds mit Frankreich und England nur Deutschland und CefterreidpUngarn, die diesem Plane nnberftreben, weil sie von ihrem Standpunkt aus eine starte Türkei brauchen und eine Austeilung des türkischen Balkangebietes den Krieg aller gegen alle bedeuten würde. Tie Aussichten Bulgariens, Serbiens, Montenegros und ®rtcd)enfanbei, der Türkei Herr zu werden, sind, selbst wenn sie sich, >vas immerhin einigermaßen zweifelhaft ist, vereinigen wollten, honte, nachdem das ottomanijd)e Reich eine Wiedergeburt gefeiert hat, an sich geringer denn je. Und auch die Tatsache, daß die Türkei jetzt mit Italien im Kriege liegt, verbessert sie nur wenig, da die Mächte bisher darin einig waren, gegen eine Aktion Italiens auf dem europäischen Festlandc ganz energifdjen Widerspruch zu erheben. Dagegen würde schon der Borstoß einer italienischen Flotte gegen bie Dardanellen Einfluß auf die Ruhe des Balkans gewinnen, und das um so mehr, wenn es sich bestätigt, daß Iiußland seiner Friedensvermitllungsaktion durch Truppenzusammenziehungen an der Kaukasusgrenze einen größeren Nachdruck verleiht, um die Türkei zu zwingen, die Souveränität Italiens in Tripolis und der Eyronaika auzuerkennen. Ob Rußland diese Pläne wirklich verfolgt, muß vorerst dahingestellt bleiben. Dagegen droht dem Balkanfrieden von anderer Seite eine viel akutere Gefahr, nämlich von feiten der zu der Türkei gehörigen, in der Hauptsache aber von' Griechen bewohnten Inseln, die schon lange ihre Wiedervereinigung mit Griechenland herbeisehnen. Konnte man schon daran denken, daß, wenn die italienische Flotte auf Leinnos, Les- pos, Ehios, Rhobus Mannschaften lanbete, biefe Inseln von der Türkei abfallen würben, so ist eine solche Gefahr für bas ottomainscho Reich bei Samos unb Kreta, die zu der Pforte nur im Suzeränitätsverhältnis stehen, um so eher zu gewärtigen. Aber Italien hat fid) bisher von einer wirklichen Aktion in den türkischen bezw. griechischen Gewässern femgehalten, um es bei Samos nicht mit den Schutzmäckten England, Frankreich und Rußland zu verderben unb sich bei tota, wo es als vierte Schutzmacht zu ben eben genannten drei Großmächten hinzutritt, nicht selbst zu desavouieren. Italien konnte auch die Dinge auf Samos und Kreta ruhig reifen lassen. Denn auf beiden Inseln revoltiert man eigentlich ständig gegen die Oberherrschaft der Türkei, und der italienisch-türkische Krieg war ganz dazu angetan, die Aspirationen des Groß-Griechentums zur Siedehitze zu entflammen. Da darf es nidjt Wunder nehmen, wenn aus Samos die Nachricht kommt, daß dort bcr Fürst Andreas Kopassis durch Revolver- f d) ü f f e getötet wurde unb in Kreta 69 Deputierte gewählt würben, um in die ebenfalls am 24. d. M. neugewählte griechische Kammer einzutreten. Tie Verhältnisse au f Samos liegen friedlicher als diejenigen auf Kreta. Wenigstens haben sich die Schul, mädjte England, Frankreich und Rußland nie roefenihd) um Samos zu kümmern braudjen, da die Samiotcn ihre Fürsten, die vom Sultan ernannt, der griechischen Nationalität angeboren müssen, immer auf friedlichem Wege durch Vorstellungen in Konstantinopel beseitigten, wenn sie ihnen — und das war recht oft der Fall — mißliebig mürben. Wie viele seiner Vorgänger, war and) bcr ermordete Fürst Kopassis p-en Samioten wegen seiner türkenfreund l i d) c n Gesinnung verhaßt. Aber er stand, was immer hin einen Ausnahmefall bedeutet, bereits seit fast 1’Fahren an‘bcr Spitze bes christlichen Fürstentums Samo- und wenn ihn die Samioten nicht früher davvnjaglen, fo lag das daran,Idaß er beim Sultan in lstichster Gunst stand unb auch mit den samivttsd>en Politikern bis zu einem gewissen Grade zu leben wußte, indem er die Zenvürfnisse zwischen den einzelnen Parteien benutzte, um sie gegeneinander aus- zuspieleu. Es verdient alle Beachtung, daß sein Mörder kein Samiote, sondern ein Athener und zwar ein Mitglied der n.ationaliftifd>cn Partei ist, die die Einverleibung brr griechischen Inseln apf ihr Panier geschrieben hat unb durch bie Ausfenbung des Mörbers wohl nid)ts mehr unb nichts weniger bezweckte, als in einer Zeit, wo die Türkei mit äußeren Schwierigkeiten zu kämpfen hat, und bie Mrctafragc kritisch geworden ist, Unruhen auf Samos anzustiften und so seinen Abfall vorzubereiten. Ter Fürstenmord auf Samos steht jedenfalls mit den großgriechifchen Bestrebungen auf Kreta im engsten politischen Zusammenhang. Aus bcr Insel bes Minos ist bie Lage für bie Türkei und bie Schutzmächte augenblicklich äußerst ernst. Einen Fürsten ober Oberkommissar, ben sie da von ja gen oder er morden könnten, haben die >1 reter augenblicklich nidjt, seitdem Zaimis es vorgezogen hat, die ihm angetragene Würde eines Oberkommissars gar nicht einmal zu übernehmen. So liegt die Exekuttve auf Kreta in ben Händen eines nationalen unb gleichzeitig revolutionären Ausschusses von 50 Mitgliedern, von denen ja 5 während eines Monats amtieren. Die Legislative dagegen repräsentiert, nad)bcm das reguläre Parlament seine Funktionen nicbcrgclegt hatte, ein nationales Oicgenparlament, fo baß es, ba bie Ireti schini Nationalisten bie Insel auf jebeu Fall Griecl)enlanb angliebern wollen, nur selbstverständlich ist, das; bie Mit- glieber bcr kretischen Nattvnalregiemng unb bes Parlaments nicht auf ben Namen bes Sultans, sondern bereits auf ben 9^imen bes Königs ber Hellenen öcrcibigt sind. Die Pforte hat seit bem Juli vorigen Jahres luiebcrholt bie kretischen Schupmächte auf biefe Zuspitzung bcr Verhältnisse aufmerksam gemacht, und insbesondere erklärt, daß, wenn Kreta zur griechischen Kammer Abgeordnete wählte und entsendete, für sie ber Kriegsfall mit Griechenland gegeben fei. Aber die Schutzmächte konnten sich zu einet Besetzung der Insel nicht entschließen, unb bas einzige war, baß sie im Dezember vorigen Jahres bic Abreise von 25 kretischen Abgeorbneten nach Athen verhinberten. Nun sinb am 24. v. M. wieber 69 Abgeorbnete für die griechische Kammer gewählt worden, unb wenn auch bie Schutzmächte auf bie letzte Note ber Pforte erklärt haben, baß sie durch Besetzung bcr Insel bie Abreise der Deputierten nach Athen verhindern würden, so weigert fid) doch Italien, diese Besetzung mit^umachen. Die sehr gewundenen ErNärunaen der „Trrbuna" (affen erkennen, daß Italien heute alles daran liegt, einen Krieg zwischen der Türkei und Griechenland und damit auch mit den übrigen kleinen Balkanstaaten im Iuteresse des Ausgangs feines tripolitanifdjen Feldzuges zu entfesseln und bie Feind, der Türkei durch eine Mion gegen die Dardanellen, ja vielleicht Lin Protest gegen die heffennnmmer der Zllnstrietten Zeitung. Wir lesen als Eingesandt im Darmstädter Tagblatt — Unter den hessischen Künstlern erregt die jetzt erschienene Nummer der Leipziger Illustrierten Zeitung über das Groß- Herzogtum Hessen peinlichstes Aussehen, und zwar dadurch, daß fast die ganze hessische Kunst und ansässigen ‘Jlrdnteften, Maler und Bildhauer, darunter solche mit weithin bekannten Namen, überhauptnichterwähntwerden. Andere, von besonderer Bedeutung, wie z. B. Professor Friedrich Putzer, der Erbauer des neuen Bahnhoses, eines Werkes von emiiTenteftcr bau künstlerischer Bedeutung, kommen durch eine kümmerlidie kleine Zeichnung nur ganz ungenügend zur Geltung, der neue Babnhot wurde vergessen! Es fehlen (im Tert oder Abbildungen gerade die Besten, bic Professoren Karl Hofmann, Wölbe, Wickov, Betterlein, Wienkoop, Hoelscher, dauer, Beper, Phil Otto ^diaeter, Bader, Kempin, Greiner, Lippmann, die beiden Attherm, Hartmann, bic beiden Metzenborf gänzlich, unb bas sind doch gerade die im Lande ansässigen Künstler Ganz vergc'ien wurden auch,die großen auswätts tätigen hessischen Maler, die hier doch 'kets tätig und mitarbeitenö find, die Herren Ludwig von Hotmann, Bracht, Bantzer, Halm, Engel, E. Prcetonus u. a. -ta bicic Hessennummer aber bedeutende Mitarbeiter unb fAjr ^oBc -ber breitung hat (man spricht von eincw Auflage von 80 000 Irrem riaren!), so haben die hessischen Künttlcr alle Urlache, gegen die Unvollständigkeit energisch zu protePieren. Tic Ignorierung bedeutet eine Kränkung und große iät digung der hessischen Künstler, denen es schon orers durch Berichterstatter, welche die Verhältnisse gar nickt genügend kann.en, so ergangen ist. Diese Ignorierung stellt aber auch die oNizielle Kunstpflege in Hessen einseitig und falsch bar. Mehrere hessische Künstler. Es ist wohl kaum anzunehmen, baß es fick bei, diesem Protest, den wir nur mit unlvejentlichen Ausladungen lieben, tatsächlich itm mehrere hessische Künstler handelt, sondern wohl nur um einen einzigen vielleicht nickt einmal bedentenden. Denn wir meinen, baß bie bestochen Wnstler allen Grund haben, sich über die Ignorierung zu iicuen, ba es sich doch lebiglid) um ein Retlamcheft banbclt, das man gar nicht ernsthaft nehmen ^oll, ^irachbem es jrch gezeigt hat, baß fast alle Teile in ber unzulänglichsten unb oberflächlichsten Weife bearbeitet worben sinb. * 5elix v. Weingartner gegen Öen König von preuhen. Berlin, 26. März. Tie Klage des früheren Tirigenten der Königlichen Kapelle in Berlin und ehemaligen Dircttors der Wiener Hofoper Felix v. Weingartner gegen den König von Preußen bcfdxifiigtc heute ben Geheimen Iustizrat zweiter Instanz, vor bem alle Zivilprozesse gegen den König von Preußen zum Äustrag kommen. Der Geheime Iustizrat erster Inüanz batte im vorigen Herbst die Klage Weingartners auf Ungültigkeitserklärung des im Jahre 1908 geschlossenen Vergleichs ar- gewiesen; in diesem Vergleich verpflichtete lich Weingartner, nach Beendigung des Wiener Vertrages in Berlin und befim weiterer Umgebung nicht zu dirigieren, widrigenfalls er eine Konventionalstrafe von 9000 Mark an die Witwen- und Waisenkafse des Königlichen Lrdiesters zu zahlen habe. Gegen dieses Urteil legte Weiii- gartner Berufung ein, die heute zur Verhandlung stand. Ter Kläger Felix von Weingattner, der persönlich erschienen ist, wird von Rechtsanwalt Tr. Neumond Frankfutt a. M.) vertreten, der Beklagte, bcr König von Preußen, diirch Redssamvalt Atthur Wolfs Berlin). Ter Vertteter des Klägers legte in längeren Ausführungen die Vorgeschichte des Prozesses dar und kommt zu dem Ergebnis, daß Weingartner in gerechtfertigter Weise den Vertrag mit der '.'Kneral-Intendantur als ^gelöst betrachtet habe. Trotzdem habe die General-Imcndantur ein Sinfonie Konzert unter Weingartner als Dirigenten angetiinbigt und habe dadurch das Publikum getäuscht. Als sich das Publikum zu dem Zdonzett in Waffen cingcfunben hatte, habe man Weingartner durch Plakate für kontraktbrüchig erklärt. Tem Kläger sei es nicht darum zu tun, daß ihm die Konventionalstrafe von 9000 Mark'zurückbezahlt werde, vielmehr wolle er nur festgestellt wissen, baß er an seinen früheren Vertrag mit der General-Zntendantur darnals^nicht mehr gelmnben war unb baß der Vergleich wider die guten Sitten verstoße. Der Vorsitzende regte sodann einen Vergleich an, der aber an der Erklärung des Vettreters des Beklagten, Rechtsanwalt Wolff sck.'iterte. Nack längerer Beratung oertünbete ber Gerichts hos das Urteil, das aus Verwerfung ber Berufung lautete. Gegen diese Entscheibung ist nur noch eine Revision ans Reichsgericht zulässig. — Eine neue amerikanische P o la r cx pedit i o n. Tas biologische Departement von Eanada beabsichtigt, im Sommer eine Expedition in das Polargebiet zu senden. Die Expedition soll unter Führung der Herren Borub und Mac Milian stehen, die Peary auf seinen Nordpolsahrten begleitet haben. Ausgabe der Expedition ist bic Erforschung des von Peary entberften Crooks-Landes, und falls dies nicht gelingt, wissenschaftliche Beobachtungen in Ellismereland und Grantland. kf. Ein versunkener Wald auf gesund en.' An der Küste von Pembrokeshire ist bei Froshudter West während des Sturmes der letzten Tage auf dem Grunde des Meeres ein vorgeschichtlicher Wald zum Vorschein gekommen. Bei der scltweren See sind gewaltige Sandmassen in ber Nähe des Ufer: weg- gespült worden, und darunter ist nun ein felsiger Grund, mit * Wald bestanden, zum Vorschein gekommen. Bei mancheii der Bäume bat das Holz kaum seine ursprüngliche Farbe verändert: andere sehen aus wie Kohle Die meisten Stämme sind mit einer sandsteinartigen Schicht überzogen. Die Geologen nehmen einstweilen an, an dieser Stelle habe früher einmal ein Uierrutsch stattgefunden, bei dem ein bewaldetes Stück Land ins Meer geraten sei: dann sei der Wald unter Wasser mit Sand bedeckt und so schließlich vor der gänzlichen Vernichtung bewahrt worden. — Gegen bie Uebcrfaftung des Gedächtnisses. In einem Aussatze im „Tag" über die Nervosität der Schulkinder tadelt ein^Nervenarzt, Tr. Engelen-Tüsscldors, als einen Fehler der heutigen Schulbildung neben ber vorzeitigen Belastung des unn-üen Gehirns mit nur mühsam einigermaßen zu sassenden abftraften Begrii'sen audj die Ueberiaftung des kindlichen Gedächtnisses. Er sagt: „Die ganze Schulet hindurch muß auswendig gc! werden: Gedickte, Namen, Taten, Zahlen, Vokabeln, Lehr',-c. Regeln usw. Es gehört eben zum heutigen Bildung-ideal, daß der gebilbete Mensch währenb feiner Schulzeit über einen großen Vorrat an Gedächtniskram verfügt hat. Im praktischen Leben kann man mit diesem schweren Inhalt des deutschen Schutran'-cns keinen Hund hinter dem Lien hervorlocken. Selbst Menschen, die durch ihre umfassend allgemeine Bildung Bewunderung erregen, verfügen außerhalb des Rahmens ihres Berusswissens wohl niemals über einen solchen Gedächtnisvorrat an Zahlen unb Taten, wie ihn ein mittelmäßiger Primaner beherrschen muß. Da nun fast jeder Lehrer geneigt ist, gründliche und umfassende Kenntnisse von dem ihm vertretenen Spezialfache für unumgänglich notwendig zu einem ausreichenden Grad von allgemeiner Bildung zu erachten, so muß der Schüler viel Arbeitsftaft betätigen zur Erwerbung eines Gedächtnisinhaltes, den er im späteren Leben unbeschadet seiner Bildungskrast über Bord werfen faraL". auch gegen ore tuclischen Inseln zu unterstützen. So tauchen von den Gestaden der L^echischen Inseln j)er Balkan-Gespenster auf, und es ist heute nocl) sehr die Frage, ob die Großmächte, wenn auch Rußland noch von ihnen abschwenken sollte, die Kraft haben, das Balkanfeurr in seinen ersten Funken zu ersticken.__________________________________________ Das Mindestlohngesetz im englischen Unterhaus. Tas englische Mindestlohngesetz ist dadurch gefährdet, baß die Regierung sich weigert, entsprechend der Forderung der Arbeiterführer einen zahlenmäßig festgesetzten Mindeftlohn im Gesetz niederzulegen. Im llnterhause hat Asquith am gestrigen Tienstag über seine VermiUlungs- versuche sich sehr bedrückt und pessimistisch ausgesprochen. Wir erhalten folgende Berichte: London, 26. März. Im Unterhaus ergriff, nachdem die Beratung der Bill wieder ausgenommen worden war, LonL, einer der Führer der Unionisten, das Wort und beantragte Vertagung der Aussprache, indem er auf die Schwierigkeit hinwiech über die Bill zu diskutieren, während die Konferenz außerhalb des Hauses fortgesetzt werde. In diesen: Augenblick kehrte Premier nri nister Asquith von der Konferenz zu rück und erklärte, die Regierung bleibe bei dem Beschluß, keine Zahlen in die Bill einzufügen. (Beifall.) Er glaube nicht, daß. wenn man das Land im ganzen nehme, ein Minimallohn von fünf Schilling unvernünftig sei Es sei jedoch besser, wenn der Lohn in jedem Distrikt gesondert festgesetzt werde. Er habe beiden Parteien den Vorschlag gemacht, daß diese Frage gesondert behandelt werde, doch sei der Vorschlag von keinem der beiden Teile angenommen worden. Die Regierung habe die BUl in der Hoffnung verschoben, daß, da man sich int wesentlichen so nahe gekommen sei, ein Uebereinkommen zwischen beiden Parteien erreicht werden könne. Die Regierung habe mit Nachdruck und Ausdauer gearbeitet, bekenne aber mit schwerer Enttäuschung, daß ihre Arbeiten bisher erfolglos gewesen seien. Er sage jetzt beiden Parteien, daß sie, wenn sic jetzt im allerletzten Augenblick nicht zu einem vernünftigen Uebereinkommen über einen Punkt mit verhältnismäßig geringer Bedeutung gelangten, sie eine schwere Verantwortung vor dem Lande auf sich nehmen würden. Wenn die Bill angenommen werde uno dann den Arbeitern unter Tage ein angemessener Mindestlohn garantiert werde, der von einer unparteiischen Stelle bestimmt werde, dann werde eine Fortsetzung des Streikes dem dafür Verantwortlichen eine Verantwortung aufbürden, der sie sich nur schwer entledigen könnten. Der V o r s ch l a g d e r A r b e i t e r p a r t e i, in die Bill einen Mindestlohnsatz von fünf Schilling einzufügen, wurde mit 326 gegen 83 Stimmen abgeleynt. Die Arbeiterpartei Hut beschlossen, zum Protest dagegen, daß die Regierung die Einführung der Mindestlohnsütze von fünf und zwei Schilling nicht angenommen hat, aegendiedritteLe- sung der Mindestlohnbill zu stimmen. Die Regierung wird, so verlautet, die Bill unter dem Widerstand der Arbeiterpartei durchzubringcn suchen und hofft dann auf einen Zusammenbruch des Ausstandes gegen den Willen der Arbeiterführer. Ausland. Aus Wien wird gemeldet: Nach einer in der Volkshalle des Rathauses abgehaltenen chri st lich -sozialen Wählerver- versammlung versuchten, wie die „Korrespondenz Wilhelm" , meldet, etwa sechs- bis achthundert Personen nach dem Stadtbezirk Wieden zu ziehen, ivo eine Versammlung freiheitlicher Wähler abgehalten wurde. Die Sicherheitswache stellte sich ihnen entgegen und wurde mitStockhiebenempfangen. Die Menge wuchs schließlich auf 1000 Personen an und wollte den Wachtkordon stürmen. Die Polizei, die inzwischen Verstärkung erhalten hatte, zog vom Leder und zerstreute die Menge ohne Wasfengcbrauch, wobei drei Verhaftungen vorgenommen wurden. Ein Teil der Ruhestörer zog vor die Redaktion der „Neuen Freien Presse", wurde aber durch den Wachtkordon auch hier abgewehrt. 2lls gegen die Fenster Steine geschleudert wurden, zog die Wache blank und zerstreute die Menge, ohne die Waffe zu gebrauchen. Hierbei erfolgten weitere vier Verhaftungen. Autooerbindung wieseck—Siehe». Von der Bürgermeisterei Wieseck geht uns auf den vorgestrigen Artikel folgende Erwiderung zu: Was den Verkehr eines Auw-Omnibus innerhalb der Stadt den Straßen und deren Bewohnern für Nachteile bringt, wollen wir nickst beurteilen, sondern denen überlassen, die schon vor Inkrafttreten dieses Verkehrs mit anderen Autos ebenso belästigt worden sind, unb auch jetzt noch werden. Der Schreiber des Artikels erwähnt, daß die Einnahmen der grünen Linie durch den Tluto-Vcrkehr nicht beeiMrächligt worden sind. Daß aber eine Abnahme der Fahrer in der Richtung nach Wieseck zu während des Auto-Verkehrs eingetretcn ist, wird auch der Verfasser des Artikels zugeben müssen. Es mögen in diesen 14 Tagen besondere Verhältnisse mitgespielt haben, die die Frequenz hock-gehalten haben. Nun zur Sache: Am 7. Januar 1911 fand eine Bürger- versatzumlung über Einführung von elektrischer Energie sowie über die elektrische Bahn statt. In chc erklärte Herr Dorsvld, daß er mit Oberbürgermeister Mecum gcsprvck-en und dieser erklärt habe, die Gemeinde solle 60 000 Mark bieten. Herr Dorfeld hltbe erwidert, daß das nickst möglich sei, wohl aber mit 50 000 Mark eine Einigung erzielt werden könnte. Oberbürgermeister Mecum lehMe jedoch diese Forderung ab. Am Nachmittag sprach ein anderer Derr, der auch Interesse daran hatte, eine Einigung herbeiznführen, bei Oberbürgermeister Mecum vor. Zu seinem Erstaunen mußte er hören, daß dieser seine Forderung um 5000 Mark, also auf 65 000 Mark erhöht hatte. Der Herr sollte . der Versammlung dieses mitteilen, was auch geschehen ist. Daß die Gemeinde keine 50000 Plack geboten hat, ist richttg, aber wie stehl es mit den 40 000 Mart, die in dem Artikel überhaupt nicht erwähnt sind ? Am 3. Mai 1911 fand zwischen Ober* ttlrgcrmeister Mecum und der lfter erwählten Kommisswn eine Besprechung über die Einführung von elektrischer Energie auf der Migernielsterer zu Wieseck statt. Als wir mit der Beratung zu Ende waren, wurde an den Herrn Oberbürgermeister die Frage gestellt, ob die Stadt bereit fei, die Bahn für 40 000 Mark zu bauen. Er erwiderte, das sei ausgeschlossen, die Gemeinde müsse mindestens 60 000 Mark bieten, dann könnte eine Einigung er- öiett weiden. Nach dieser Forderung fanden wir uns nicht mehr veranlatzt, in weitere Verhandlungen zu treten, da sie ja doch ausiicküslos waren. Es wird gewissermaßen dem Gemeinde-Bor- stand der Vorwurf gemacht, warum das Angebot von 40 000 ML ben Stadtverordneten nickst unterbreitet worden sei. Davon haben wir, bezw. der Gemetnbcvorstand, Abstand genommen, da es doch vorerlt der Verkehrskommission borgelcgt wird, und auch von ihr nwhl abgclehnt worden märe. Weiter haben wir die Frage be- zugttch einer Eingemeindung gestellt, worauf die Antwort tarn bat lic nur baiui erfolgen könne, wenn die Gemeinde Wieseck 15—20 Prvzeiu Steuern mehr zahlen würde als bie Stadt Gießen Nun, sehr eilig haben wir es damit ja nicht. Da die Wiesecker nun einmal im Zeichen des Verkehrs stehen und gerne einen solchen wünschen, bedeutet ein jeher Stillstand einen Rückschritt. Wir wollen audi anerkennen, daß ein eiserner ^Schienenweg weit vorteilhafter erscheint, als ein Auto Betrieb Was nun ben ^llttv-Bettieb anbelangt, so können wir nur feil» 'teilen, daß er sich innerhalb der dreiwöchigen Probezeit sehr gut bewahrt und rentabel gezeigt bat. Wir geben gerne zu, daß bei einem jeden neuen Verkehrsmittel der Reiz der Neuheit müspricht, aber man soll doch auui bannt rechnen, oaß nur Der vierte Leü i>er Passanten fahren kann. Sollte ber Betrieb regelrecht er» (folgen, um der Allgemeinheit Rechnung tragen zu tonnen wie es m Aussicht steht, fo wird, der Verkehr dadurch nur noch ßo mit der Stadt gepflogen worden, indem sie sich bereu erklärte, für 40 000 Mark bie Bapn Gietzen—Wwsecr zu bauen. Wir bemerten hierbei besonders, daß von ber Stadt bezüglich des Fahrpreises günstige Bedingungen gestellt wurden, die allgemein anerkannt wurden, und cs war auch Stimmung für die Einführung der Bahn am Platze vorhanden. Auf nochmaliges Anfragen bei der Firma, erklärte sie sich bereit, znni Autos und zwei Anhängewagen ohne jegliche Garantie und ohne jede Verantwortung der Gemeinde verkehren zu lassen. Bevor wir dec Firma nun bie Zusage erteilten, Haven wir nicht versäumt, nochmals bei ber Stabt anzufragen, ob sie nicht gewillt sei, für ein einmaliges Angebot von 20 000 Mark, nicht wie kürzlich in der Zeitung staub, unentgeltlich, was wir Wiesecker überhaupt nicht verlangen, die Stredc zu bauen. Dieses Angebot ist am 19. b. M. von der Verkehrs-z'commission abgelehnt worden. Die Stadt behauptet, sie müsse bei Den jährlich 22 000 Mark entstehenden Betriebskosten noch 4500 Mark brauflegen. Dieser Berechnung können wir uns nicht anschließen, denn nach Feststellung des Probebetriebes sind täglich 70 Alk. eingenommen, so daß eine Einnahme von 25 200 Mark jährlich erwartet werden kann. Die elektrische Bahn könnte bei einem günstigen, bie Verhältnisse berücksichtigenben Fahrplan, mit einer täglichen Einnahme von 80 Mark dis 100 Maik rechnen. Die Rentabilität ist durch die Probefahrten festgestellt, dennoch beharrt die Stadt auf ihren 40 000 Mark. Wir wollen alle an eine Prüfung dieser für unsere Gemeinde so bedeutsamen Sache mit recht viel gutem Witten herantreten, in bem aufrichtigen Bestellen, das für unser Gemeinwesen Beste zu finden. Es kommt meines Erachtens in dieser Frage gar nicht darauf an, was andere von uns denken, sondern einzig und allein darauf, was unseren Gemeinde heilsam ist. Es handelt sich hier um Gemeindegelder, und da gilt als alleiniger Maßstab das Gemeindewohl. Nun zum Schluß: die Gemeinde steht hier vor einer Frage von so einschneidender Bedeutung, auf der einen Seite bietet die Firma Biessing an, einen Verkehr ohne jegliche Verbindlichkeit der Gemeinde herzustellen, auf der anderen Seite soll die Gemeinde 40 000 Mark zahlen. Der Redner wird in einer Versammlung stets Beifall finben, der zu seinen Hörern sagt: „Wozu wollt ihr denn bezahlen? Laßt das doch andere tun!" Das ist ein sehr einfaches Rezept, aber es ist nicht immer,richtig. Im vorliegenden Falle sagt man, die Gemeinde Wieseck hätte allein einen Vorteil von dem Bahnbau. Dabei sieht man aber nur das, was unmittelbar vor den Augen steht. Vor einer ruhigen weitausschauenden 'leberlegung kann abe.v diese Behauptung nicht standhalten. Gewiß werden die Wiesecker durch den Bahnbau auf der einen Seite Vorteile, auf ber anderen Seite aber auch Nachteile haben. Es ist Unrecht, daß die Stadt von ber Gemeinde eine so große Summe für eine Strecke verlangt, da die Rentabilität gesichert ist und der Stadt im Falle der Erbauung eine gute Einnahmequelle sicher sein würde. Wenn die Stadt ihre Forderung ermäßigt, ist es nicht ausgeschlossen, daß eine Einigung herbeigeführt wird, (Wir behalten uns vor, auf die Angelegenheit näher zurückzukommen, nachdem jetzt der Gießener und der Wiesecker Standpunkt zu Wort gekommen sind. Red.) Aus Statt und Land. Gießen, 27. März 1912. ** Tageskalender für Mittwoch, 27. März. Stadttheater: ,S ic fünf Frankfurter". Anfang 7 Uhr. ** Buß- und Bettag in Hessen. Für den allgemeinen Buß- und Bettag, der wiederum am Sonntag Palmarum zu begehen ist, hat der G r o ß h e r z o g die nachfolgenden Bibelstellen als Predigttexte bestimmt und zwar: L Für den Vormittag: 1. Petri 5, 5—6: „Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. So demütiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß br euch erhöhe zu seiner Zeit". 2. Für den Nachmittag: Josua 24, 15: „Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen". — Auch in diesem Jahre soll der Ertrag der am Sonntag Palmarum in den evang. Kirchen zu erhebenden Kollekte zur Unterstützung von hilfsbedürftigen evangelischen Gemeinden des Großherzogtums, die an Orten mit überwiegend katholischer Bevölkerung bestehen, verwendet werden. ** Ordensverleihungen. Der König von Preußen hat dem ersten Legationskanzlisten bei der Botschaft in London, Hofrat Meinck, die Erlaubnis zur Anlegung des Ritterkreuzes erster Klasse des Großh. Hessischen Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Attache im Auslvärtigen Amt, Regierungsassessor Riedesel Freiherrn zu Eisenb ach, früher der Botschaft in London zugeteilt gewesen, die Erlaubnis zur Anlegung des Ritterkreuzes zweiter Klasse desselben Ordens erteilt. ** Stadtverordnetenversammlung. Die auf Donnerstag, 28. d. M., angesetzte Sitzung der Stadtverordneten ist auf Dienstag, 2. April, verlegt worden. " Stadttheater. Es ist vielfach der Wunsch ausgesprochen worden, es möge Karl SchönherrS interessantes Schauspiel H@r be' noch einmal wiederholt werden. Die Direktion hat dem Rechnung getragen und für den kommenden Sonntag nochmals »Erde' statt »Hochzeit von Valeni' an- gesetzt. Auch in dieser Vorstellung wird Frau Baumeister als Mena gastieren und es gelten Gutscheine und kleine Preise wie bei dem erstangesetzten Stücke. ** Selbstmord. Auf dem Bahndamm zwischen der Badenburg und hier wurde in vergangener Nacht die verstümmelte Leiche eines Unbekannten aufgefunden. Allem Anschein nach hat sich derselbe in selbstmörderischer Absicht vor den Zug gelegt. Der anscheinend dem Kellnerstand angehörige Unbekannte hat gepflegten blonden Schnurrbart, etwas Kotelettbart, ist gut getleidet und trug weder schriftliche .Aufzeichnungen noch Wertgegenstände bei sich. ** Preisgekrönte H u ndckz ü cht e r. Auf der Aus- stellung in tfranffurt erhielten weiter Herr Fritz Rumps auf starkhaarige Bernharbinerhündin einen ersten und zweiten Preis und Herr Heinr. Henkel auf langhaarigen Bernharbinerrüden einen zweiten Preis. Landkreis Gießen. ==U t b $ c, 26. März. Der hiesige Ziegenzucht-Verein ist im Jahre 1904 gegründet worden und sofort bem Kreis- ziegenzuckstvcrein beigetreten, so daß er heute einer ber alleren und leistungsfähigeren Vereine auf biesem Gebiet ist. Kreis Büdingen. --- Tauernheim, 26. März. Von einem schweren zweifachen Branbunfall wurde, wie schon berichtet, der aus Bermuthshain im Vogelsberg stammende strebsame Landwirt Karl P s a u n st i e l heimgesucht. Ein wüstes Bild der Zerstörung bietet sich dem Auge dar. Die Scheuer, eine der größten unseres Torfes, sowie der Viehstall waren noch ziemlich neu. Erstere wurde vor etwa 50 Jahren aus starkem Eichenholz erbaut. Am Samstag hatte Pfannstiel, der eine große MUchwirtschaft mit Versand betreibt, von befreundeter Seite zwei Wagen Stroh erhalten, die schon am nächsten Morgen mit den Stellungen in Flammen auf- amaen. Bei Ausbruch des zweiten Brandes wäre Pfann- ftiel samt seinem Schweizer beinahe verunglückt. Beide stiegen auf den Heuboden, um zu retten und waren plötzlich ,o in Rauch und Qualm eingehülll, daß sie den Slu-taana nM staden konnten und nur durch Zufall wieder ins Freie kamen. Gestern weilte ein Untersuchungsrichter qua Gießen Üier und nahm eine umfangreiche Vernehmung vor. Krcis Lauterbach -r. Angenrod, 2j. März. Der hiesige Kriegerverein hiell gestern eine außerordentlick-e Hauptversammlung ab, in der u. a. Dom Bor staube eine neue Vercuissatzung vorgelegt und genehmigt und eine neue Präsibenicnwahl Dorgcnommen wurde, da Der seitherige Präsident und Veteran von 1870,71, x)eiimdj Schmidt, ber seinem Amt 34 Jahre vorgestanden, dieses meber- gelcgt hatte. Zu seinem Nachfolger wurde Christian Wahl gewählt. Ter Verein ehrte seinen langjährigen, verdient en Vorsitzenden durch Ernennung zmn Ehrenpra, identen. Gleichzeuig wurde ihm ein schöner Sessel als Ehreng esck-enk überreif. Kreis Schotten. = Echotten, 26. März. Ter Jahresbericht der Höheren Bürgerschule (Realschule mit Vorschulklasse) zu Scholten für das Schuljahr 1911—12 weist für den 15. Februar 1912 einen Schülerbefland von 108 nach. Davon waren 78 Knaben und 30 Mädchen. Von den 106 Schülern, die am 15. Mai vorhanden waren, waren 85 evangelisch, 7 katholisch und 14 israelitisch; auS Schotten waren 90, aui anderen hessischen Orten 15 und auS nichthessischen Orlen einer. Die wissenschaftliche Befähigung zum einjährig frei- ivitiigen Dienst erwarben 17 Schüler und 4 bestanden außer» dem die Abschlußprüfung. An dec Anstalt unterrichteten einschließlich des Rektors Ludwig Hertsch 10 Lehrkräfte, darunter befindet sich eine Handarbeitslehrerin. Der Jahres« bericht enthält einen warmherzigen Nachruf für den verstorbenen Rektor Tr. Rausch. 0 Laubach, 26. März. Der hiesige Zweigverein des V. H. C. führte am Sonntag nachmittag seine letzte Wanderung in bem zu Ende gehenbcn Vereinsjahre aus, die als Endziel Gonterskirchen hatte. Im Anschluß daran fand bord im Saale des Gastwirts Graf die feierliche Ueberreichung der Wanderauszeichmingcn statt, an bie Damen und Herren, die im Vereinsiahr sich an 11 Wanderungen beteiligt hatten. Der Vorsitzende Oberlehrer Weißbart wies auf die Ziele des Vereins hin und gab einen humorvollen Rückblick über bie Wanderungen, des vergangenen Jahres. Durch Frl. M. Kratz erfvlate fobaiue bie Ueberreichung ber Wanderauszeichnungen. Einen Wanderstock! erhielten je 3 Herren für Wanderlcistungen im dritten Jahre, bie goldene Nabel eine Dame unb 4 Herren im zweiten Jahre, bie silberne Nadel 2 Damen und 1 Herr im ersten Jahre ber abgelaufenen Wanderzeit. Mit einem Vortrag über das Hessen- land, veranschaulicht durch eine große Anzahl vortrefflicher Lichtbilder, verschaffte Lehrer Jacob den Anwesenden einen schönen Genuß. Mit einigen Ehören trug die Gesangsabteilung zur Ber- schönerung der Feier bei. Herzliche Dankesworte sprach Lehramtsassessor Vetter im Namen der mit Auszeichnungen Bedachten dem Vorstand aus. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 26. März. Seit Samstag wird ein junger Lehrer der hiesigen Musterschule namens Weber vermißt. Man befürchtet, daß er sich ein Leid angetan habe. Hessen-Nassau. = Frankenbach, 26. März. Der im Jahre 1911 neu- gegründete Dünsberg-Sängerbund, bem die sechs Gesangvereine Krofdorf, Bieber, Königsberg, Frankenbach, Erumbap unb Wilsbach beigetreten finb, unternimmt dieses Jahr am 16. Mai (Himmelfahrtstag) feine Sängerfahrt nach Franken- bad). Bei dieser Gelegenheit wird bie neue Fahne des Gesang Vereins „Teutonia"-Frankenbach eingeweiht. Das Fest soll als Volksfest mit Tanzbelustigung usw. gefeiert werden und man rechnet auf zahlreichen Besuch aus der Umgegend. vermischtes. * Ein Raubanfall von beispielloser Rohheit spielte sich gestern abend auf ber Sübring strecke vorn Pots- bamer Bahnhof nach Bahnhof Schöneberg ab. Eine 18 jährige Dame saß mit einem bem Arbeiterstunde angehörenden Manne allein in einem Abteil. Nebenan befanb sich kein Passagier. Plötzlich sprang der Mann auf unb suchte ber Dame die Handtasche zu entreißen. Sie wehrte sich standhaft, war aber ben Körperkräften des Mannes nicht gewachsen und flüchtete in das Nebenabteil in der Hoffnung, dort Hilfe zu sindim. Der Mann eilte ihr nach unb versuchte, das Mädchen aus bem Zuge zu werfen. Es entstand ein kurzer Verzweiflungskampf. Krampfhaft hiell sich das Mädchen an der rfoupeetür an Schließlich gelang es bem Unholb, bie Tür zu öffnen unb die junge Tome auf die Geleise z u werfen. Als sie aufgefunben wurde, war sie glücklicherweise unverletzt, aber so erschöpft, daß cs ihr kaum möglich war, eine Darstellung bes UeberfallS zu geben. Tie sofort eingeleitete polizeiliche Ermittlung hatte noch keine» Erfolg. Kleine Tageschronik. Der Kaufmann Voll sack hctt der Stabt Dresden drei Millionen Mark für wohltätige Zwecke hinterlassen. Aus Bad Gastein wirb gemeldet: Gelegenttich ber Neu- reguHerung des Wassereinlaufs in einen Betriebswasseickanal für bie Elektrischen Kraftwerke ist im Mühlbachgraben eine neue Thermalquelle entdeckt worden. Die Wassertemperaturan ben Austrittsstellen beträgt über 28 Grab, bie Ergiebigkeit -Urzeit etwa zwei Sekunbenliter. Bei bem Kanalbau auf den Hungariaring in Ofenpest stürzten infolge mangelhafter Steifung etwa 50 Kubikmeter Erde auf 10 Arbeiter. Sieben Arbeiter wurden gerettet, drei konnten nur als Leichen geborgen werden. Der Polier wurde verhaftet. .Gegen den Unternehmer ist ein Verfahren eingeleitet worden. Im Dorfe Daraljak in der Nähe von Saudschbulak wurden von Kurden bie Nestorianische unb bie Lutherische Kirche zerstört unb bie Kicchenbiener getötet Aus Bluesield in Westvirginia wirb gemeldet, daß 85 bis 100 Bergleute in einem deutschen Bergwerk der Weg zum Förberschacht ab geschnitten sei. Es wirb ein schwere- Unglück befürchtet. In Neutzork wurde ein Logier Haus durch Feuer fast vollständig zerstört Unter den Gästen entstand eine ungeheure Panik. Zwei von ihnen sind verbrannt, fünf schwer verletzt Tie amerikanischen Geistlichen Sheldon, Hoffmann und Hicks von der Universität Tschangtu würben 100 Meilen von Itschang von Räubern angefallen. Mr. Hicks wurde getötet, bie anberen erlitten erhebliche Verletzungen, wurden aber unter Bedeckung nach Jtschang zurückgebracht Amtlicher wcllerverichl. Wetteraursichten in Hessen für Donnerstag, den 28. März 19U: Morgennebel, später aufhenernd, trocken, tags milb, nachts kühl. Letzte Nachrichten- Aus der Hessischen Zweiten Kammer. bs. Darmstadt, 27. März. Tie Erste Kammer beriet heute morgen kurz über den Etat unb ging dann zur Einzelberatung über. — Tie Zweite Kammer verhanbelle über bie Besoldung der Kreisärzte und ber Lehrer an Semmarien unb nahm bie Vorlage ohne Aussprache an. Wafserembrnch in der Berliner Untergrundbahn. Berlin, 27. März. Auf ber Strecke Sbrittclmarft-' Alexanberplatz ber Berliner Untergrundbahn er* folgte Deute früh ein Wasserdurchbruch. Tie Feuerwehr ist eifrig an der Arbeit, um ben Tunnel auszupumpen. Zum Lawinenungluck bei Wien. Wien, 26. März. Die Leichen ber verschütteten Schiläufer sind nach schwierigen Arbeiten geborgen worden. Zu dem Lawmew Unglück wird noch aus Puchberg gemeldet: Der Tod ist durch Ersticken ohne Todeskampf eingetretcn, wie aus» den iri^licheu Gesichtszügen »u erkennen ist. An ber Bergung der LeuhM waren etwa 25Q Personen beteiligt, LÄstige ^elftt j&dKB iUUW* bc autz -Sim sic Anzeige etnlief, daß zwei weitere Diener Schiläufer, bu- am Sonntag einen Ausflug in da- Rar- oder Zchnerberggebiei unternahmen, vermißt werden. • Berlin, 27. Mär». Ter berühmte Pädagoge Prof. Wilhelm Münch ist im Aller von 69 Jahren gest orben. — (Im Jahre 1843 in Schwalbach geboren, besuchte er daS Gym- nafium in Wetzlar, studierte in Bonn Theologie und Philologie, unterrichtete nach bestandenem Staatsexamen an einer Reihe herer Schulen und wurde 1897 an die Berliner Universität berufen, wo er seitdem ununterbrochen gewirkt und sich großer Popularität erfreut hat.) München, 27. Mär». Der FinansauSschuß bei Kammer der Abgeordneten lehnte gestern mit allen gegen drei Stimmen den ArtSkl 1 deSLotterievertrageS mit Preußen und damit den ganzen Gesetzentwurf ab. Die Sanglinge heben jetzt im Mittelpunkte des allgemeinen dnierxcflce. Wenn man über ihre künstliche Ernährung fpridn. Io wird man in den meisten Fällen auch den Namen ufere* bdren, denn dieses Wravarat bat wahrend der langen Zeit feines Behebens 'k'ne Vorzüglichkeit erprobt. ES ist nabtbaft und leicht verdauliche enthalt die nötigen Nährstoffe für den kindlichen Craaiudmu» in der richtigen Zuflunmenlevung wird von den Kindern gern genommen und ist durch feine Ergiebigkeit billig tm Gebrauche. hv“,s 3mAlfe? l«t man empfindlich. Ra*chbt eine Erkalt ung da und die Stimme ist Öfter beicht und heiser ab frei. Das IflMijreGefühl der beichten Stimme vergeht, sobald man ein paar Wybert • Tabletten xu sich nimmt, die immer xur Hand sein , , mü^en und In allen Apotheken 1 Mark pro schachtel kosten. Bei Erkaltung lindern sie den Hustenreiz und bringen den Katarrh schnell zum Schwinden Siederlage in Giemen: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. „ Erlaube mir ergebenff anzuzeigen, dafj jetzt fflmflidie neuhelfen In i eingefroren find. Capefenhaus ßeinr. ßoeftftätter Klrchenplah 11. 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Bekanntmachung. wird hiermit zur öffentlichen ftenntmS gebracht, daß daS auf Grund der Feldbereinigung neu errichtete Grundbuch der Gemarkung Gießen Flur XX bis XXXIX einschließlich dec Hessischen GemarkungS- teile von Wißmar und LaunSbach nebst den dazu gehörigen Parzellenkarten auf dem OrtSgerichls- bureau zu Gießen offengelegt ist. Die Beteiligten sind befugt, dasselbe während der Zeit der Offenlegung in diesem Lokal einzusehen, auch gegen die entsprechende Gebühr von dem OrlS- gerichtSoorstehec in Gießen Grundbuchsauszüge zu verlangen und werden sie durch letzteren auf die entdeckten, sie betreffenden Fehler aufmerksam gemacht werden. Allen denjenigen, welche sich bei den Angaben des Grundbuchs bezüglich dcS Besitzstandes und der Größenangaben für beschwert erachten, steht es frei, binnen einer unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre Anstände auf gütlichem Wege bei dem Vorsteher des OrtSgerichtS der Stadt Gießen, vor welchem sie ihre etwaigen Gegner vorladen lassen können, zu beseitigen und insofern dies nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem für Besitzstreitigkeiten zuständigen Gericht geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß letzteres geschehen, in derselben Frist dem unterzeichneten Gericht Anzeige zu tnachen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen derselben Frist alsdann ob,- wenn sie vor Offenlegung deS Grundbuchs gegen die daselbst eingetragenen Besitzer eine Besitzklage angestellt haben. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch in Verbindung mit den dazu gehörigen Parzellenkarten angibt, in Bezug auf die Personen der Besitzer und der Größenangaben in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Vorsteher deS OrtSgerichtS zu Protokoll gegeben noch eine gerichtliche SUage deshalb erhoben und erforderlichen Falls bei dem unterzeichneten Gericht zur Anzeige gebracht worden ist. Zugleich werden diejenigen, welche die in Ge- mäßhett des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1862, die Erwerbung deS Grundeigentums betreffend, beigefügten Erwerbtitel berichtigt zu sehen wünschen, aufgesordert, die erforderlichen Anträge binnen der festgesetzten Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Gericht zu stellen, und wenn dies ein anderes als daS unterzeichnete Gericht ist, bei diesem die Anzeige zu machen. Dte unerstreckliche Frist von sechs Monaten beginnt mit dem 6. April 1912 und geht mit dem 5. Oktober 1912 zu Ende. Gießen, den 26. März 1912. b”/, GroßberzoalicbeS Amtsgericht. Bekanntmachung. ES wird hiermit bekannt gegeben, daß vom L Avril 1912 ab alle der Fürstlich SolmS-BraunseiS schen Standes- Herrschaft zu leistenden Hgblunaen an die Fürstliche Hauptkaffc in Braunfels Renttammergebäudei zu entrichten find. Die bisher selbständigen RentamtSkaffen in Braunfels, Shringsbaufen und Hungen sowie die Kammer käste werden aufgehoben. Zur Erleichterung deS ZahlgefchätteS wird die Hauptkaste bei dem Poitscheckamte in Frankfurt ein Konto unter der Nr. 6190 führen, auf das bei jeder Bohanftalt Einzahlungen geleistet werden können. Formulare sind bet der Post und der Hauvtkaste erhältlich. Soweit Zahlungen portofrei zu erfolgen haben, ist die EinzahlungSgebühr (5 Pfg-für je 500 TttJ bei bet Einzahlung mitzuentrichten. Zahlfiunden von vormittags 8 biß 12 Uhr an allen Wochentagen mit Ausnahme der beiden letzten Tage eines jeden Monats. D”/, Die bisher eingelegten Hebetermine werden bcibebalten. Fürstlich Solms Brauukels'fche Reut kämmet. Wir haben unsere Spezial-Abteilung: Damen-HOte, Her-Böte Mützen, Häubchen, Blumen :: Federn, Flügel etc. ;; bedeutend vergrössertund die II. Etage unseres Hauses dafür völlig neu eingerichtet — Ohne Jeden Kaufzwang bitten wir um Besichtigung. A. Salomon & Cie. Schulstrasse 4. ae/i Bülow-Pianos Piauoforte-Fabrik W 11h- Arnold, Kgl. baver. Hoflieferant, Aschaffenburg. Beites und feinstes Fabrikat der Neuzeit. Man verlange den Jubiläums-Prachtkatalog mu dem höchstenRabatt ab Fabrik, mit Zeugnissen und Lieferungsbedingungen. Schellfische und Knbltau fit Nordseeware, Mittwoch und Donnerstag in lebend frischet Wate eintrefienb. w Merlins Gtfe Klinik und Frankfnrter Straße (• Biograph Blockstraße 12 02681 Plockftraste 12 Ab hellte neues Mger-Programm! Im torißdi Großes Theaterdrama in 3 Akten. 1200 m lang. Von der Nordischen Film Co. Als Einlage Geldgier Theaterdrama in 2 Akten. 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