Erstes Blatt 162. Jahrgang Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Nr. 503 Ter Gießener Anzeiger erschein! laglirfi, außer SonnlaqS. - Beilagen: viermal mödtenilidi Giehener^amiliendlStter, mal ivorbcntl.Kteis: blatt fär den Breis Gießen (Tieiislna unö Jyrci hin); zweimal nionntl Land- wirtschaftliche Seitfragen rtentfpifd) - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag Erpedinon 51 Adtesie für Tepefd)cn: Anzeiger «iesten. erhalten, Rclognoszicrungen unternommen. Sic traf zwischen T e nedos mtb I m b rvs auf eine Division von sechs feindlichen Torpedobootszerstorern, gegen welche sie das Feuer eröffnete. Die Torpedobootszerstörer wurden in die Flucht geschlagen, ebenso ein feindliches Unterseeboot. Sodann näherte sich die ottomanische Flotte T e n e d o s und richtete ihr Feuer gegen die griechischen Positionen. Auch mit der zweiten feindlichen Flotte entspann sich auf eine Entfernung von 14 000 Yards ein Feuerg efecht. Unsere Flotte verhinderte die Annäherung der feindlichen Flotte Da es bereits zu spät war, kehrte sie ihne irgend einen Schaden um. Wegen der großen Entfernung war der dem F-eindc zugefügtc Schaden nicht fcstzustellen. Der Zweck der Rekognoszierung ist vollkommen erreicht worden. Ein Lieg der Griechen? Athen, 23. Dez. Nach hier eingetroffenen Nachrichten aus Koriga sind die Türken im Engpaß von Transgoni geschlagen worden und in Unordnung geflohen. Die Griechen verfolgten sie mehrere Kilometer südlich auf der Straße nach Janina; sie erbeuteten drei Geschütze. Lieg der Türken bei Lkutari. Nach einer Meldung der Wiener „Reichspost" aus Cattaro habendieTürkenvorSlutaridieMonte- negriner erheblich zurückgedrängt. Unter den Montenegrinern ist D i s z i p l i n l os i g k e i t eingerissen. Die Serben haben vor Skutari durch türkische Ausfälle starke Verluste erlitten. 3 00 Serben gerieten beim Rückzug in die Sümpfe des Trin und wurden von den Türken gefangen genommen. Eine serbische Proviantkolonne wurde von den Albanesen bei Ura Weseritz genommen und die Begleitmannschaft gelötet. Tie Stadt Clbasson wurde den Serben von 'den Türken wieder entrissen. Die Serben mußten sich nach Osten zurückziehen. Ter Streit um Saloniki. In Wiener diplomatischen Kreisen mißt man dem Abmarsch der Bulgaren aus Saloniki sympathische Bedeutung bei. Zwischen König Ferdinand und König Georg dürfte eine Einigung über die Hauptpunkte während des Saloniker Besuches König Ferdinands erzielt worden sein. Bulgarien könnte bei Fortsetzung des Krieges die griechische Kronprinzen-Armee vor Tschataldscha zur Verstärkung gut gebrauchen. Nur durch die griechische Weigerung, die Verproviantierung Adrianopels zuzulassen, habe die Pforte diese Forderung, die Bulgarien anfänglich bewrlligen wollte, fallen lassen. Bulgarien dürfte nach alledem noch weniger nachgiebig in der Frage des Besitzes von Saloniki sein. Der albanische Thron Wien, 23. Dez. Nach einem Telegramm der Korrespondenz Wilhelm aus Nom notifizierte Prinz Achmed Fuad offiziell seine Kandidatur am den Thron Albaniens der italienischen Regierung gegenüber. Ter Fall Prohaska. Nach Mitteilung von zuständiger Seite aus Wien hat der österreichisch-ungarische Gesandte in Belgrad v. U g r o n dem serbischen Ministerpräsidenten P a s i t s ch, als 'd cfetf am Samstag das Bedauern der serbischen Regierung wegen der militärischen Uebergrisfe gegen den Konsul Prohaska aussprach, mit den G e n u g t u u n g s f o r d c r u n - gen Oesterreich-Ungarns bekannt gemacht. Mack erwartet, daß die serbische Regierung durch Erfü lung dieser Die &oen des Krieges zwisclwn Italien und der Türkei, und jetzt tönt in die Klänge des feierlichen Liedes, das „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden" verkündet, der Donner der türkischen und der griechischen Schiffskanonen hinein, der hoffentlich schon den Ausklang des blumigen Krieges zwischen Kreuz und Halbmond _ bedeutet Wahrlich, ein unerfreuliches Lchaujpiel — dieser Krieg, der unter Mißbrauch des Namens deuen geführt wird, der die Liebe nicht nur gegen beit Nächsten, sondern sogar gegen die Feinde gepredigt hat. Und doch, das „Friede auf Erden" scheint auch in diesem Falle keine leere Verheißung zu sein. Sprechen doch alle Anzeichen dafür, daß dieser Krieg, der unseren alten Erdteil so lange Zeit in bänglicher Spannung gehalten hat, wirklich seinem Ende entgegengeht, daß das Provisorium des Waffenstillstandes in absehbarer Zeit dem Definitivnm des Friedens Platz machen wird. Und wenn auch bisher die in London tagende Friedenskonferenz das Wort Friede aus Erden noch nicht wahrzumachen vermochte, so Hal doch die gleichzeitig mit ihr tagende „Reunion" der Botschafter den schwierigsten Teil des Ballanproblems wenigstens grundsätzlich soweit gelöst, daß die |o lange gehegte Besorgnis vor dem Aufeinanderprallen der großen europäischen Mächte, vor dem Kriege Aller gegen Alle als beseitigt gellen kann, mag auch noch einige Zeit vergehen, bis sich die erregten Wogen beruhigen, bis wenigstens für unseren europäischen Erdteil das Wort Friede auf Erden wieder volle Geltung haben wird, mag auch dieser Friede nach wie vor ein ungemütlicher, ein bewaffneter Friede fein! Ta'? Wort die „Waffen nieder" wird eben auf abseh- bare Zeit ein frommer Wunsch bleiben, und den Znstaiic> des . ewigen Friedens" wird keine Friedenskonferenz verwirklichen, ob sie nun in London oder im .Haag tagt. Der dvifle Friede wird nach menschlichem Ermessen immer ein Traum bleiben — und manche meinen nicht einmal ein schöner Traum —, denn Mensch fein heißt Kämpfer fein. Mit dem ewigen Frieden geht es uns wie mit der vollen Glückseligkeit. Beides sind Ideale, nach denen wir streben, die wir aber — das ist das Wesen des Ideals, und das ist vielleicht sehr wohltätig für uns, denn nicht,im Erreichen, sondern im Erstreben, im Erarbeiten liegt die höchste Befriedigung, liegt die stärkste Betätigung unserer Kraft, unseres Wesens — niemals erreichen werden, weil Menschcnwerk Stückwerk bleibt. Und dürfen wir uns über die Schwierigkeit für die verschiedenen Nationen, sich schiedlich.friedlich zu verständigen, wundern, so lange sogar im Leben eines und desselben Volkes die gegensätzlichen Interessen die gemeinsamen überwiegen, so lange im politischen wie im wirtschaftlichen Leben der Kriegsruf die Friedenslosung übertönt und die beherzigenswerte Mahnung mißachtet wird: nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da! Dienstag, 24. Dezember 19(2 Bern asvrei monatlich 7") 13i„ viertel- > ▲ ▲ ’fihrlld) 1UL 2.20; burd) -Ibhole- il Zweigstellen ■ ■ " monatlich 65 Hi.; durch I ■ dieVost Alk.2.—viertel- 1 ■ ■ fährt, au-lchl. Bestellg. U W Zeilenpreis: lokal 15 BlA auswärts 20 Mennig. Chefredakteur:?! Goetz. Verantwortlich für den General-Anzeiger für Cbecheffen Annahme von Anzeigen 1 k „ v f * Il „Gendussaal": K.Neu- *-r die Tagesnummer noianonsorutl unoverlag oer vruhl schen Univ.-Vuch- und Steinörudcrei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: Zchulftraße 7. ™,h: b">r .Ltadl und bis oornuttnfl* '' Uhr.__Bübingen: Fernsprecher Nr. 269 Sefchästsstelle Bahnhofstraße 16a. Mn^flemeTi^^Ved. Wer immer strebend sich bemüht, den können wir er lösen! Aber so lange wir streben, ist unser Leben ein Kampf, ein Kampf um Wifi en und Erkenntnis, um Beruf und Brot und nicht zuletzt um die Durchsetzung tw.seu, was wir als richtig erkannt haben. Diese Kämpfe können uns nicht erspart bleiben. Aber wohl darf man dem Wunsche Aus- ^ruck geben, daß sie von allen Seiten im Geiste größerer - " öhulichkeit geführt werden, daß wir uns bemühen, über u.. . reu eigenen Interessen, die zu verfechten unser gutes :Reck)t ist, nicht die der Allgemeinheit zu vergessen. Wohl mag diese Mahnung bei den meisten Menschen auf steinigen Boden fallen, aber vielleicht sind gerade heute doch manche geneigt, sie wenigstens mit größerem Verständnis anzuhören. Heute am Weichiachtsseste, in dem sich die Sehnsucht nach Liebe, Versöhnlichkeit und Frieden am stark ften ausprägt, diesem Fest, an dem wir uns bemühen, einmal mehr der anderen als unseres eignen lieben Jchs zu gedenken. Und wenn heute auch noch lange nicht erfüllt ist, was Christus vor mehr als neunzehn Jahrhunderten lehrte, Christus vor mehr als neunzehn Jahrhunderten lehrte, daß alle Menschen in gleicher Weise dazu bestimmt seien, in Eintracht und Frieden an der Vervollkommnung unseres Da feinst unsrer Existenzbedingungen wie unseres Geisteslebens, zu arbeiten, so zeigt doch 'der' Weg, den die Menschheit in • i:fer kurzen Spanne Zeit zurückgelegt hat, daß die Richtung des Weges, mag auch mancher und manche Zeit vom Wege abirren, aufwärts, dem Fortschritt zugewendet ist. Und gerade das Weihnachtsfest, dieses Fest des Lichtes und der Hoffnung, deren Symbol uns der immergrüne Tannenbaum mit Irin en leuchtenden und wärmenden Kerzen ist, soll uns eine Mahnung bedeuten, in den Kämpfen der Gegenwart nicht zu verzagen, sondern voll unsere Pflicht zu tun, jeder nach seinen Kräften. Dann wird früher oder später doch unserer rauhen Zeit der Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen beschieden sein! Der Krieg und die Londoner Konferenzen. Zwischen der Türkei und Griechenland wird zu Wasser und zu Lande weitergekämpft. Die türkische Flotte hat es zu Großtaten noch nicht gebracht, sondern nur neuerdings wieder Erkundungsfahrten unternommen, wobei auch wieder Schüsse gewechselt worden sind. Auch um Tamina wird weitergekämpft. ychch den letzten Meldungen sollen die Türken ihre besten Erfolge bei Skutari, im Kampf gegen Montenegriner und Serben, erfochten haben. 300 Serben sollen sogar in Gefangenschaft geraten sein. Wir erhalten folgende Meldungen: r Der Seekrieg. Das Berliner „Tageblatt" meldet aus Konstantinopel: Der Kreuzer „Medschidje" lief am Sonntag morgen mit sechs Torpedobooten zu einer Ertu n - dungsßahrt aus. Er traf in der Nähe der Eselsinseln zwischen Tenedos und den Dardanellen einen griechi - s ch e n Torpedojäger, vier Torpedoboote sowie ein Unterseeboot, die sich darauf auf Tenedos zurück- zogeu. Die Türken verfolgten und beschossen die griechischen Schiffe, bis von Tenedos her der „Averow" und andere griechische Schiffe erschienen. Tie türkischen Schiffe lehrten dann, von Zeit zu Zeit feuernd, nach den Dardanellen zurück. Ein amtliches Telegramm des türkischen Flottenkommandanten vom 22. d. M. besagt: Tie ottomanische Flotte hat, um sichere Nachrichten über die feindliche Flotte zu 3n öcr Weihnacht 19J0 auf Ponape. Am IS. Oktober 1910 waren auf Pmape der Bezirksamtmann Boeder, sein Sekretär Brautmann und swei Aufseher ermirdet worden. Anfang Dezember kam der Pvstdainpscr „Germania", welcher den Hilieruf der Kolonie nach Simpsonhafen übermittelt batte, zurück, er brachste den Regiernngsral Oßwald, den Volizei- meisler Zahn und 170 Polizeisoldnten als verstärkte Besatzung, mittels bereit sich die Kolonie gegen bte überlegenen Aufständischen halten konnte, bis einige Tage vor Weilmacksten der Kreuzer „Eor- mor.in" ein traf, um den Kampf mit den Rebellen aufzunehmen. Leutnant v. Spiegel erhielt das Kommando über die gesamte Polizeitruppe und das „Fort" von Ponape, das von den in den ftck t'iüiten versteckten und verschanzten Feinden durch Ueber- fälle, insbesondere des Nachts, unausgesetzt bedroht wurde^ Tas Buch ,,>rriegsbüder ans Ponape", von Edgar Freiherr S.p i e- g c l v. und zu P e ck e l s heim (Union Deutsche Verlagsanstalt), entfalt die Geschichte des Aufstandes und seiner Niederkämpfung; nachstehend folgt daraus ein interessantes Kapitel: „Was wollen wir heute abend unternehmen?" So fragte ich Jahn am Spätttachmittage desselben Tages, als wir gemütlich plaudernd unter den schattigen Brotfruchtbäumen vor der Kaserne auf und ab gingen. Ich blieb stehen und sah ihm voll ins Gesicht. „?cr heutige Abend bietet uns besonders günstige Gelegenheit, die müssen wir ausnützen. Meinen Sie nicht auch?" Und Jahn verstand mich, wie stets. „Mit wieviel Mann wollen wir gehen?" fragte er, und spielte vielsagend mit seiner Marmvfeife, auf deren Pfiff die Schwarzen aus den Kasernen stürzen nnirden. ,^Jch (denke, vierzig Mann genügen, wenn sie zuverlässig sind." „Und wohin?" jragte Jahn. „Unten an den Kanal, wohin sonst?" antwortete ich, „entweder diesseits, oder drüben hin auf Dschokadsch." „Auf Dfch-okadsch?" „9hln, wir werden feljen. Bitte, pfeifen Sie die Leute heraus und suchen Sie Freiwillige aus; außerdem gehen natürlich die Spitzköpfe mit." Ms kurze Zeit darauf die Dorden uits umringten, und aus der Masse einzelne herausgegriffen wurden, da entstand ein solch ehrgeiziges Dingen und Bitten, zu den Auserwählten zu gehören, daß wir unsere Helle Freude daran hatten. ,,3hr anderen kommt das nächste Mal mit," beruhigte ich die vielen Enttäuschten. Damit gaben fie sich zufrieden. Nach wenigen Minuten war unser Häuflein fertig zum ?lb- marfch. Kammerich. der die Kolonie bewachen mußte, schickte einen Ausguckposten auf die Spitze des Signalmastes, von wo der Emgang des Kanals zu übersehen war. Gerade als wir durch die kleine Pforte bei der Mission ins Freie scklick>en, begannen die Kirchenglocken über uns bic Weihnachtsmesse einzuläuten. Ernst und feierlich brausten die schwiirgenden Glockentöne durch die stille Abendlust, schivebend davongetragen in reinem metallischen Klang, und würben leise zitternd surii^geworfen, wenn sie trüben am stecken geisenturnraupral.ten. „Friede auf Erden" fangen die Glocken, Fi iebene sehnsuckst atmete durch bic Natur, zog durch die niederen Pforten in die Hütten ein und begehrte Einlaß in die Herzen der Menschen. Tie Soime war schon versunken hinter den hügeligen Bergketten im Westen und spannte für lange Zeit ein so feuriges Abendrot über den ganzen vimmel aus, als fiele es ihr schwer, sich von dem Zauber der dämmerig bercirtbreet«mben Weihnacht auf der fernen Erde zu trennen. Unb ob auch meine Augen mit innerstem Entzücken jedwede Plwfe dieser lerrlick^en Abendstimmung tranken, und meine Hand bas scharfgeladene Gewehr umschloß, der mahnende Zweiklang der Weihnach-tsglocken, der immer um uns war, hatte meine Gedanken weit weg in friedlich heimatliche Zonen entführt, und hatte mich für kurze Zeit vergessen lassen, daß ich unterwegs war, um nötigenfalls zu fechten und zu brennen. Nick t ohne Grund hatten wir die Christnacht auserwählt, um unseren crllen, Handstreich am Kanal zu machen, wußten wir doch genau, d-aß der Feind uns heute sicher nicht erwartete, sondern uns m fröhlicher Weihnachtsstimmung wähnte. Und es galt, die Befestigungen auf Tschokadfch, am Osteingang des Kanals, die den Anmarsch von der Kolonie her beherrschten, auszukundschasten und, wenn möglich, zu zerstören. Lautlos pirschten wir hintereinander her, jeder ängstlich bemüht, die losen Steine auf dem Pfad nicht ins Rollen zu'bringen und leinen Zweig zu knicken, der mit lautem Knacken.unsere Nähe hätte verraten können. Dann kletterten wir vorsichtig über das Gewirr gefallener Baumstämme in dem Mangrovensumpf vorwärts, bis wir dickt vor uns die freie Fläche des Kanals und ienseits das fett' ge Unterland von Dschokadsch sahen. Im letzten Lichtschimmer des Tages zählten wir die Mauern drüben, die stark und trotzig aus dem satten Blättergrün herausragten. Auch da wieder waren Häuser durch Einbau von Steinmauern zu kleinen Festungen geworden. Alles schien einsam und verlassen. Da rauschte das Wasser neben mst leise und Rambirrs dunkle Gestalt beugte sich zu mir herab. „Master," flüsterten ferne Lippen, „die Kanälen sind nicht da, alles leer," und er deutete mit der Hand nach der anderem Seite. „Rambirr will mit den andern hinübergehen und die Hütten und Mauern zerstören." Ich beriet leise mit Jahn, dann mußten die Spitzköpfe ihre Koppel abschnallen, damit die vielen Patronen im Falle einer Gelangennahme nicht ui Feindeshand sielen, dmo Buschmesser in die eine, das Gewehr mit fünf Patronen int Magazin in die andere Hand nehmen und vorsichtig einer nach dem andern in die dunkle Flut steigen. Es war die Zeit der Ebbe-, und das Waßer im Kanal nur wenige Fuß tief. £ange Zeit hörten wir nichts als leises Plam'chen Da Uapperte drüben ein Stein unb fiel mit dumpfem Plumpsen ins Waßer; und^wie auf Signal sauste jetzt ein ununterbrod/?ncr -Vagel «chwerer steine dem ersten nach Tas Wasfer schäumte und gurgelte. Es waren die Randbefestigungen, weldje die Schwarzen vernichteten. Unheimlich unterbrach der weithin hörbare Lärm die tiefe Stille der Nackst, um so unheimlicher, weil er uns Zurückgebliebene auf,erstände setzte, irgendein anderes Gerauich zu hören intb jjeim Heranzug von Gefahr die eigenen Leute zurückzurufen. Xod; plötzlich hörte das Poltern auf unb leise Zurufe unb Antworten drangen an unser Ohr. 2ann trüben ein hastiges Auseinanderlaufen, daß die trockenen Zweige macklen, und plötzlich flammten In er und da kleine gelbe Lick ter aur, wie Glühwürmchen flackernd und tanzend, wuchsen mit Gedankenschnelle und waren im Nu zu großen, gierigen 6lammen gewoiben, die fauch md und sprühend an den ausgedorrten Brnsendächern der Häuser emporkletterten. Gleichzeitig ertönte der gellende Kommandoruf Rambirrs' „All taget her av back! — Alles zurück!" — und mit juchendem ^reudengeheul sprangen die schneidigen Burschen, vom flackernden Feuerschein magisch beleuchtet, durch das Hock-aufsprihmoe Wasser aur uns zu. Kaum war der letzte Mann bei uns, da hallte als Echo des trunkenen Freudengeschreies der Schwarzen ein bunbcrtfHmnugcs Wutgeheul von den hohen Felsenklippen zurück, Fackeln blitzten aut unb verschwanden wieder, Felsbrocken polterten oonnernd zu Tal der ganze stille Berg schien plötzlich lebendig gcnwtbcn zu unn. Öier und da fiel ein Schuß, blindlings dranflosgefeuert in die schwarze Tiefe. Wir aber kehrten dem erwachenden Unhold lachend unseren Rücken zu und^ krochen eilends zurück in das schürende Tunket des Weges. Im Vorbeigehen wurden alle Mauern, die wir fanden, geschleift, und noch einmal flammte ein Zündholz am und leckte gierig mit seiner Flamme an dem spröden Strobdach der alten, zerfallenen Hütte. Bald strahlte die Veranda im Lichte vieler Kerzen, die Kam mertch während unserer Abwesenheit geschickt in den Blüten ästen unb grünen Zweigen angebracht hatte, mit denen Emisso das ganze Haus wethnachtlich geschmückt hatte. den festlich erleuchteten Tisch versammelten sich nach und nach dle Europäer der Kolonie zu einer Dvppelriesenmammuts- bowle, einer Liebesgabe des Kommandanten und der Offiziere Lin Anschlag aus den v.zekönig von Indien. Während des Einzuges des Vizekönigs von Indien in die neue Hauptstadt Delhi wurde von dem Dache eines Hauses eine Bombe geworfen, die den H o w d a h auf dem Elefanten des Vizekönigs traf und einen Diener tötete. Der V i z c k ö n i g wurde an derSchulter verletzt ins Hospital gebracht. Lady Hardinge, die Gattin des Vizekönigs, blieb unverletzt. Delhi, 23. Dez. Ter Vizekönig Lord Hardinge ließ den Finanzminister Wilson, der ihn bei dem Galaempfang vertrat, wissen, daß er nur leicht verwundet sei. Als diese Nachricht der zum Empfang versammelten Gesellschaft mitgetcilt wurde, brach diese, insbesondere die indischen Fürsten, in lebhafte, langanhaltende Huldigungskundgebungen für den Vizekönig aus. Bekanntlich gärt es seit langen Jahren unter den Hindu, die mit allen Mitteln der europäischen Revolutionäre, von den aufrührerischen Reden, die den Gebildeten überlassen bleiben, bis zu den Mordtaten, bei denen der altertümliche Dolch allmählich durch die nach europäischen Rezepten an gefertigt en Sprenggeschosse abgelöst wird, die britische Herrschaft zu bekämpfen suchen. Schon früher waren Anschläge gegen Hohe Provinzbeamte verübt worden. Vizekönig Lord Hardinge war vor einigen Jahren ständiger Unterstaatssekretär int Auswärtigen Amt, als er auf den hohen und verantwortungsvollen Posten nach Indien berufen wurde. Ans StaSt und Land. Gießen, 24. Dezember 1912. Weihnachten. Die Menschen, die vor 200 und 400 Jahren lebten, Haben sich ohne Zweifel am Weihnachtsfeste viel naiver und darum auch viel inniger gefreut, als es dem Geschlechte unserer Tage möglich ist. Mögen sie auch sonst im Lebert sich behauptet und in Beruf und Arbeit, im Streit und in der Fehde sich als männlich und geistesklar erwiesen haben, der Tatsache gegenüber, die dem Weihnachtsfeste zugrunde liegt, wurden sie allemale zu Kindern. In tiefer Ergriffenheit knieten sie vor dem Mndlein, das im Schaße seiner Mutter liegt. Kam die Christnacht, so gingen sie unter dem glitzernden Himmel durch den Wald und über das beschneite Feld zur Christmette; neben dem Altäre war die Krippe mit dem Christkind lein aufgefteUt. Sie ließen es sich nicht nehmen, das Kindlein zu schaukeln, indem sie das reizende, aus der Tiefe der deutschen Volksseele geborene Lied saugen: Joseph, lieber Joseph mein, hilf mir wiegen mein Kinde- lein! Als die evangelische Kirche im 18. Jahrhundert in steigendem Maße von des Gedankens Blässe angekränkelt wurde und dieses Ktwdleinwiegen in den Kirchen verbot, da wiegte man das Christlinid noch jahrzehntelang im Turmraume. Wenn unsere Vorfahren fangen: Gelobet seist du Jesus Christ, daß du Mensch geboren bist von einer Jun^irau, fv saften ,u w-.cl Uc.de rzeugung hinzu: Das ist wahr, des freuet sich der En-gel Schar. Der moderne Mensch ist anders geartet. Natur- und Geschichtswissenschaft, das Verkehrsleben, das mit „abgeschlossenen" Gegenden gründlich aufgeräumt hat, haben den naiven Glauben der alten Zeit zerstört. Wir rechnen, kalkulieren, reden und telephonieren zu viel, als daß wir noch am .Kindleinwiegen F reiche haben könnten. Mer sobald die heilige Nacht herniederfinkt, sobald das Christfest durch klingenden Frost und weißen Nebel, durch kurze, trübe Tage zu uns kommt, so regt sich wieder das Gemüt. Melodien, die lange geschlafen haben, erwachen zum Leben. Der, dem die Jugend entschwunden ist, denkt der fernen Tage, da er im Vaterhause unter dem Christbaume spielte. Auch der größte Skeptiker läßt an diesem Feste auf sich wirken, was Sage und Poesie in alter Zeit geschaffen haben. Der tiefste und geheimste Grund dieser Uebereinstim- mung mit der alten, naiv gläubigen Zeit liegt darin, daß wir das, was das Wei'hnachtsfest uns nahebringt, noch gerade so nötig haben wie die Menschen, die vergangenen Zeitabschnitten angehört haben. Genau wie unsere Vorfahren in den Tagen, da man in den Kirchen noch um Bewahrung vor dem Greuel der Türken betete, so stehen auch wir unter dem Druck der großen Lebens- hemmungen. Diese heißen Furcht, Sorge, Leid, Krankheit, Altwerden, Tod. Ob man die Toten auf die Bahre legt und diese von schwarz gekleideten Männern auf den Gottesacker tragen läßt, oder ob man sie, wie es jetzt in vieler! Großstädten geschieht, mit dem elektrisch betriebenen Leichenwagen an den Ort ihrer Bestimmung bringt, der Schmerz bleibt derselbe. In dem nervenzerrüttenden Leben der heutigen Welt wird das Haar mindestens ebenso früh grau wie einst in den stillen Städtchen, durch die der Postmagen fuhr'und der Wächter nachts die Stunden rief. Damm sind auch unsere Herzen bereit, das Heil anzunehmen, das Gott uns durch die Geburt seines Sohnes schenken will. Seit Jesus in der Welt war, wissen wir: wir sind nicht verloren. Es gibt einen Gott, der unser Vater ist, der uns in dieser unruhigen, rätselhaften, leid- vollen Welt Wege des Friedens führt, der uns vergibt, wenn wir gegen seinen Willen gehandelt haben, der uns nach dem Eroenloben in eine Welt aufnimmt, in der cs Schuld und Leid nicht mehr gibt. Darum halten wir aus unter den Schlägen des Schicksals, darum arbeiten wir an uns selber, daß wir reifer, besser, tüchtiger werden, immer ähnlicher dem, über dessen Geburt wir uns an Weihnachten freuen. Darum pflanzen wir, so viel an uns liegt, Liebe und Frieden und arbeiten an der Stelle, an die uns Gott gestellt hat, bis er uns den großen Feierabend anbrechen laßt. Und sowohl am heiligen"Mend, wenn der Christbaum mit seinem Dufte uns einen Gruß aus dem lieben deutschen Walde bringt, als auch im Dämmerlichte des Weihnachtsmorgens, wenn die Glocken uns zum Gotteshause rufen, Hingt es durch unsere Seele, was ein frommer Mensch in längst vergangenen Tagen gesagt hat: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes. H. B. ♦ ** Tageskalender Sladttheater. Mittwoch abend 7 Uhr: „Ai a g d a l e n a", Donnerstag nachmittag 3l/2 Uhr' „A u t o l i e b ch e n"; abends 77. Uhr: „So’n W iiidh u n d". K i n e m a t o a r a v h: Täglich Vorstellung B i o g ia p li-L i ch t s p i e l e: Täglich Vorstellung. B a k o f s 5k a m in e r - L i ch t s v i e l e: Täglich Vorstellung. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung. Museum des ober hessischen Geschichtsvereins. Am 1. Feiertag von 11-1 Uhr unentgeltlich geöffnet. Gemäldeaus st ellungdesKun st Vereins im Turmhaus am Braud. Geöffnet am 2. und 3. Feiertag. W e i h n a cb t s k o u z e r t von der Regiinenlsmusik am 1. Feiertag abends Sl/4 Uhr in Steins Morten. Militärkonzert am Freitag (3. Weihnachtsseiertag) aus der Liebigshöhe. Anfang 4%' Uhr. 91 u s st ellung der Worvsweder und anderer deutscher Maler in der Alten Klinik. Täglich geöffnet von 10 bis 7 Uhr (am 1. Feiertag geschloffen). ** P er so naln achrich t en. Der König von Preußen hat den Posträten Kuhlmann und Stamm in Darmstadt den Charakter als Geheimer Postrat, den Postdirektoren F l a s ch e n t r ä g e r in Bad-Nauheim und G e y e r in Mainz den Rang der Räte 4. Klasse sowie dem Ober-Postsekretär Colin in Darmstadt den Charakter als Rechnungsrat verliehen. ** Kreisamtspersonalien. Der Groß Herzog bat den Regierungsassessor Dr. Gustav Heß zu Darmstadt tum Kreisamtmann ernannt, den Kreisamtmann bei dem Kreisamt Groß-Gerau Hugo Schneider aus sein Nachsuchen aus dem Staatsdienst entlassen und den Negierungsassessor Otto Linkenheld zu Darmstadt zum Kreisamtmann bei dem KreiSami Groß-Gerau ernannt. ** Schuldiener-Ernennungen. Der Großherzog hat den SteUenanwärter 'Karl A d e r h o l d zu Butzbach zum Pedellen an der Realschule zu Butzbach und den SteUenanwärter Jak. R e u s ch l j n g zu Heppenheim a. d. B. zum Pedellen an der Oberrealschule zu Heppenheim a. d. B. ernannt. ♦* Die Hessische. Landes-Hypothekenbank gibt bekannt, daß die früheren Veröffentlichungen über ihre Darlehensbedingungen (Zinsfuß und Geldbeschaffunaskosten) aufgehoben werden; die Festsetzung der Bedingungen erfolgt vielmehr jeweils von Fall zu Fall. •• Stadttheater. Auf die Vorstellungen der Feier- tage sei nochmals hingewiesen, namentlich auf die Abendvorstellung des Freitags, die in der Fliegerposse »Parkett- sitz Nr. 10" eine besonders amüsante Neuheit bringt. ** Der Ev angel. Arbeiterverein hielt am Sonntag tn Sterns Garten seine Weihnachtsfeier ab. Nach einem von Frida Horst gesprochenen Prolog wechselten Musik- und Gesangsvorträge, Ansprache,!, theatralische Darbietungen, Deklamationen usw. Neben den wirkungsvoll vorgctragenen Chören des Gemischten und Frauenchors des Vereins, die unter Leitung ihres Dirigenten Musiklelner Gernhardt gute Fortschritte macken, trugen das Kinderweihnachtsstück wie auch der flott gespielte Einakter zur Verschönerung des Abends bei. Die von Pfarrer Ausfeld gehaltene Festansprache fand reichen Beifall. - ^,^ulker und Wohn lingsfürsorge D>e Wob- nungsaussicht liegt m vielen Teilen Deutschlands, besonders in breußeu noch febr im argen, während z. B. veffen d.e Wohmmgs- auiuckU schon langst emgefiihrt hat. Es ist zu begrünen daß jei't vou der ReiMsregierung ein VölmuugsstirsorgegeseNentwuri aus ncatbcuet wird, der dem Reichstag ,lggen. Und mit dem Erlöschen des letzten Sternes wurde es still und dunkel um uns herum, nur keuchender Atem und blitzende taugen. ** Was war los gewesen? Es ivar nicht möglich, den Gang der Ereignisse, die sich in wenigen Minuten abgespielt litten, von den au,geregten Schwär «en «geordnet zu erfahren. Nur eines stand fest und das zog sich wie ein roter Faden durch all ihre verschiedenartigen Äarstel lungern hnidurch: Die Ponapesen, die plötzlich von ifgendwoher aus dem Dunkel brackum, entarrten mitten int jubelnden Vor sturm hm ickneckensbleichen Bildsäulen, als weiße, zischende Sterne M>w HwiMel am sie berabne(cn und ihren besten Bundesgenossen IneJkad>t, m >tragenden Tag verwandelten. Sie blirften entsetzt nach oben, duckten sich und warfen sich schließlich platt zu Boden um dem verräterischen Lichtschein zu entgehen. Ms aber trotzdem ^Gewehrkugeln in immer bedrohlicherer Nähe um ihre Obren Pfiffen da packte sie falte Furch und in wilden Sätzen flohen fie in ine Dunkelheit zu ihren Kanus zurück „Nun ivewen wir wohl in Zukunft Ruhe haben vor derartigen Säulen/ sagte einer von uns, „es ist doch was Schönes um die Leuchtsterne te9en in die Luft: 11 antworteten mit dem Signal, das jedem von der Marine geläufig ist und das er mc vergißt. ..Hebung ist beendet'" Dann kehrten wn- zu unserer verlassenen Bowle zurück und sahen nockr lange friedlich beisammen, denn der Stoff ging uns an diesem ^loatb ■ rcht wä, weder zum Reden, noch zum Trinken mit vrfr.nt behalt von 5/00 Mk. und Asststenten an- gestellt werden Da bekanntlich kein Institut zur Ausbildung von tztohnungsaulüchtSbeamten behebt, dürfte es Interessenten eimninscht sein, zu erfahren, daß der Deutsche Teck niker-Verband demnächst in rank'urt a. M. und Wetzlar die ersten Kurse über Wohnnngs- au'sicht für technisch vorgebildele Personen verannaltet. Ein solcher Kursus ist für die Teilnehmer von großem Vorteil, da sie sich durch cue Teilnahme eine geivisse Anwartschaft auf ent Amt erwerben können, zinnal bei Eimuhrung des Reichs-Wohnungssürsorgegesehes iebr viele Stellen als Wohniingsauisichtsbeamte neu geschaffen iverben müffen und wenig neeigncie Personen für derartige Stellungen vorhaiiden fein werd n. Für Abhallung des Kursus hat die Ziveigverwaltung Wetzlar des Teulschen Techniker-Verbandes den !/andeswoi'nm>gsinspeklor Gretzschel in Darmstadt gewonnen, der dilrch seine balinbrechende Tätigkeit auf dem Gebiete der WohnungSsürsorge sich im ganzen Deutschen Reiche einen guten Namen erworben bat. Nach Schluß des Kursus soll vor dem ^andesivobnungsinsi'eklor eine Prüfung abgelegt und auf Grund des Ergebniffes den Teilnehmern ein Zeugnis ausgestellt werden. Anmeldungen werden durch ben Vorsitzenden ber Zweigverwattung Wetzlar bcs D T. D., Bauassislent Leonhard, Wetzlar, entgegengenommen. (Siebe heutige Anzeige.) ** RentableSchweinezucht. Auf dem letzten Fra n X furter Tchtveinemartt setztr ein Großgrundbesitzer aus der Pwvinz Hannover, der öfter den Frankfurter Markt befährt, 29 vollfleischige Schweine im durchschn ttlichen Gewicht von je 120 Kilogramm für 68 Psennig des Pfund Lebendgewicht ab. Er erhielt dafür demnach etwa 29 X 240 x 68= 473 280 Psg. oder rund 4700 Mark. An diesen 29 Schweinen hatte er, wie er selbst 'bekannt gab, nach Mzug sämtlicher Kosten, wie Futtermittel, Wartung, Berechirung der Stallung rund 1400 Mark verdient. Ta die Auszucht der Schweine nicht ganz ein Jahr aus- madjt, kann sich jeder berechnen, was der Gutsbesitzer an dieser Schweinezucht und -mast verdient hat. Landkreis Gießen. = Grüningen, 23. Dez. Bilder von Künstlern wie Thoma, Steinhausen, Kampf, v. Volkmann, Otto, Lehret sind gegenwärtig in unserem Rathaussaalc ausgestellt, meist sind es Steindrucke. Der Künstlerbund in Karlsruhe bat sie uns durch Vermittlung des Marrer Meisinger in Fränkisch- Crumbach zur Verfügung gestellt. Man hat damit ein gutes Werk getan, denn die Ausstellung zeigt den Leuten auf dem Lande, daß man für wenig Geld auch gute, künstlerische Bilder haben kann. Mancher Bauersmann bleibt lange stehen vor den ergreifenden religiösen Darstellimgen, den Bildern aus unserer deutschen Geschichte, den reizenden Landsckiaften. Tenn diese Bilder haben auch ihm gar viel zu sagen. Ein Kasten mit in- und,ausländischen Schmetterlingen hängt unter ihnen. Was er bedeutet, sagt die Neberschrift: „Wie die Natur malen fann,/. Es wäre zu wünschen, daß diese Ausstellung iroch viele Gemeinden erfreut und überall den Sinn für das Edle und Schöne in der Kunst weckt. = Großen-Linden, 23. Dez. Von Herrn Fernie, London, deni früheren Besitzer des Braunsteiubergwerks bei'Gießen, wurden dem ev. Psarramtc Großen-Linden durch Herrn Aug. Pascoe, Dutenhofen, für die Kleinkinder schulen zu Großen-Linden und Klein-Linden sowie für Bergmannswitwen und Bedürftige in beiden Orten die Summe von 550 Mark überwiesen, die als Weihnachtsgaben zum Feste verteilt werden sollen. Es ist gewiß eine Seltenheit, daß ein Industrieller, der seinen Besitz verkauft hat, noch so viele Jahre nach dem Verkaufe und nach seinem Fortzuge der Wohltätigkeitsanstalten und armen Angehörigen von Bergleuten so warmherzig gedenkt, wie das durch Herrn F. nun schon alle die Jahre hindurch geschieht. Starkenburq und Rheinhessen. = Darmstadt, 23. Dez. Nach dem Muster der Vogel sch utzstation des Freiherrn von Berlepsch zu Schloßgut Seebach ist auf Veranlassung des Grvßherzogs auch hier eine solche Station gegründet worden. Von Zeit zu Zeit finden viertägige Vogel schntzkurse mit theoretischen und praktischen Unterweisungen statt In den letzten Tagen, vom 16.—19. d. Mts., wurde ein derartiger Kurs abgehalten, an dem sich 20 Herren aus vielen Teilen des Landes und ein königlich sächsischer Oberförster beteiligten. Hessen-Nassau. = Rodheim a. d. 23., 23. Dez Veranlaßt durch den Fall Borngässer und seine Folgen hatte der hiesige Verkehrs- Verein auf gestern nachmittag eine Versammlung einberufen, in der Rechtsanwalt Schneider- Gießen über Wechsel-- recht seine Härten und Strenge, über Wechselprozeß und die Gefahren des Wechselverkehrs sprach. Die Zahl der Erschienenen, 400—500 Personen, die im Benderschen Saale nicht alle Platz fanden, bewies, welches Interesse man dem Thema entgegenbrachte. Rechtsanwalt Schneider verstand, in leicht verständlicher Weise, veranschaulicht durch Beispiele, sich seiner Ausgabe zu entledigen. Die sich an den Vortrag anschließende umfangreiche Aussprache ließ erkennen, daß die Mahnungen und Warnungen des Redners eingeschlagen hatten. — Der Fall Borngässer zieht immer weitere Kreise, und immer mehr melden sich Leute, die den Betrügereien des Leopold Borngässer zum Opfer gefallen sind. Geradezu empörend ist es, wenn man hört, wie Borngässer meist geringe Leute hereingelegt hat. Leuten, die ihm zum Teil ganz bedeutende Summen schuldeten, verstand er unter der Vorspiegelung, das; Wechsel über die ganze Schuldsumme nicht angenommen würden, und er mehrere Wechsel über Teilbeträge der Schuldsumme aufstellen wolle, oder dadurch, daß er ben einen oder anderen Wechsel verschrieben zu haben vorgab • eine Unmenge von Blankoakzepten abzuschwindeln, die nunmehr zum Teil mit ganz bedeutenden Wechselsummen zum Vorschein kommen. Einem Bergmann in Bieber, der Borngässer etwa 400 Mk. schuldete und zur Tilgung der Schuld nach und nach 12 Blankoakzepte (!) gab, wurden dieser Tage Weck)sel im Gesamtbeträge von über 6000 Mk. vorgezeiqt Aehnlich ist es vielen anderen Leuten ergangen, die zum Teil ihr ganzes Vermögen verlieren werden. Borngässer soll nicht flüchtig sein, sondern sich in Frankfurt aufhalten, weil er die Lynchjustiz seiner Opfer fürchtet. ( w Hanau, 23. Dez. In der verflostenen Nacht wurde in der Goldwarenfabrik Weißhaupt Söhne in Hanau ein Einbruch verübt. Aus einem dort stehenden Musteräffer eines Pforzheimer Reisenden wurden Goldwaren im Werte von 30000 Mark entwendet. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen für "l'iiuivoch, den 25. Dez. 1912: Wollig, meist trocken, Temperatur etwas sinkend, Nachtfrost, westliche Winde. Letzte r7c,ctDrict^ten. Ter franzöfisch.spanische Marokkovertrag. Madrid, 24. Dez. Ter Senat bat den zwischen Frank« reich und Spanien abgeschlossenen Marvkwvertrag genehmigt. Menterei bei ber Polizei. Rio d e Janeiro, 24. Dez. In Manavs (Amazonas) ist bei der Polizei eine M e uterei ausgebvochar. Der Gon- erneut ist geflüchtet. Bekanntmachung. Betr.: Beurlaubung des Assistenzveterinärarztes Dr. Schaveickert und des Kreisveterinärarztes Dr. Knell in Gießen. Großherzogliches Ministerium des Innern hat dem Gwßh Kreisveterinärarzt Dr. Knell einen Urlaub vom 21. bis 28. Dezember 1912 und dem Großh. Assistenzveterinärarzt Dr. Schweickert einen Urlaub vom 31. lfd. Mts. bis 4. Januar 1913 bewilligt und die gegenseitige Vertretung beider genehmigt. Gießen, dcm 24. Dezember 1912. Großherzoalichcs Kreisamt Gießeu. Dr. Usinger. Statt Karten Prima Bockbier 8240) E. Krumm, Gietzeu ID*/» Verlobte Weihnachtsfeier 010260 in Steins Garten. V2<'t. MaüNkr-Turnvrrkin Glsße» Verlobte Der Vorstand. Anfang abends 8 Uhr. Giessen Grebenau Weihnachten 1912 Metzgers 010*19 . lv“/a Köhler. Weinstube X Prima Austern Kaviar XXXXXXXXXXXXXXXXX'XXXXXXXXXXXXXXXX ä 20, 30, »0, 50 Pfg- u. mehr Giessen 8221 Karten. 8225 O f1lten=Bufeck lfeucheltzeim o Weihnachten 1912 M Der Vorstand. 8220] Heuchelheim, Weihnachten 1912 < VWM5M5LM5M5SLL ZS LLLLZMSLüüLLLLWC Mer More» Romana ond Verlobte oder [D"/u Der entfallende Betrap ist durch Postanweisung elnzm-enden oder wird durch Nachnahme mit SO Pfg. Zuschlag erhoben. Sophie Schmidt Heinrich Ohr Auguste Brühl Heinrich Tritsch o 0 0 0 6 Bessere Karten zur Hälfte des früheren Preises, soweit Vorrat o 0 Q Helgoländer Hummer Marie Jung Ludwig Kessler Neujahr im Wiehencr Anzeiger veröffentlicht. Giehen, den 24. Dezember 1912. Sophie Schwalb Otto Cbrift Verlobte Frivat- Tanzunterricht erteilt zu jeder Tageszeit Th.Bäulke,Tanzlehrer, Wolsstrahe 9. 010269 X 010266 X Weihuachtsball 2. Feiertan Ntoppe-Club. ivozu freundlichst ein labet F. A. (Gastwirt Väulke, Kaiser-Allee. 1010267 Anna Koch Luitpold Besenbruch Kolonistenvolk, R-man von Gabriele Reuter Duell — Aus verstreuter Saat, Romane von Ernst Wienert. Gewissensqual u andere Erzählungen von Anguet Strindberg. Exotische Geschichten von Anton von Perfall. Dämon Weib, Roman von Hermann Hnberg. Dunkle Mächte, Roman von Victor Blttthgen. Wir machen solncnde Feiertags- Beranitaltungen bekannt: 1. Weibnachtsicicr am II. Weih nacbtsiage, abends 8 Uhr pünktlich, in Steins Garten. 2. Wcibnachtskncivc am SamStag, den 28. Dezember, abends 9 Uhr, im Hotel Köhler. 3. FestsrUbichovven am I. und II. Feiertage sowie am Neujahrs morgen aus der Kneipe im Hotel Der Vorstand: Pfarrer BechtolSheimer, Direktor Doering, Frau Kommerzienrat Heuligenstaedt, Lberbiblioibekar Dr. Heuser. Kontrolleur Haas. Prof. Dr. KrauSmülter, Frau Cber- bürgermeiftcr Mecum, Schweiler Friedericke Obern, Frau Stadtverordnete Winn. Millionen Hnatrn, Katarrh, Heiner- keit, VerHCliklmung. Krampf-u. Kcucliliuatea Röschen Lehr An ton Diehl Verlobte. Giessen, 24. Dezember 1912. Ottilie Walther Heinrich Marowsky Verlobte Maria Meyer Carl Reifenrath Verlobte. Lina Löber Karl Engelhardt Verlobte ajser Brust- W Qaramellen mit den „3Tannen .' ITleujahrs- Postkarten neueste Muster Impf-Maschiiltil unb Melle KinosfütMer empfiehlt in großer Auswahl Die„Dentsc eCesellschait z.Verbreitungguter Bücher (Ehrenpräsidium Reichskanzler Fürst von BOlow) wird vielseitig unterstützt und will Zur bevorstehenden Festzeit empfehlen wir äusser unsern 8148 hellen und dunklen Bieren Gleesen (West-Anlage 66) Ottenbach s-M. Weihnachten 1912 — Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorhrtand. 3ur (Snthcbunq non Sfnjafitöjratnldioiisljciudicn nehmen die Unterzeichneten für die Klisabeth-Kleintinderschule Gaben in Empfang. Die Namen der freundlichen Geber werden noch vor Kriegerverein — Gießen — Weitznachtsbeschernug mit Verlosung, Theater und Tanz Freitag, den 27. lfd. MtS., abends 7‘/2 Uhr, FreiwilligeBa ischeFeuerwehr Weihnachtsfeier mit Verlosung am 1. Feiertage im Lass Ebel ■f. Verlobte A Giessen, Weihnachten 1912 mit Verlosung im VereinSlotal znm Pfau. Die General-Versammlung findet daselbst am Samstag, den 28. Dezbr. statt. Um zahlreichen Besuch bittet der Vorstand. Jleujafirskarten feinste Ausführung 10 Stck. mit Kuverts lidgar Bormann (fliehen Tel. 165 Neustadt 11 Haus u. Küchengerätehandlung. 7897 Achtung Kegler! Am 3. Weibnacktstagc findet bestimmt Abtegeln unseres Preiskegclns itatt. fttfltlflub „Ällc Jlcun" „znm Pfau". l0l0W KutIdier=Verein Gielgen Mittwoch, den ersten Feiertag: v“/» Die Zweig Verwaltung Wetzlar de* Deutschen Techniker-Verbau de* veranstaltet im Februar n. Fs einen Kursus über Wohnungsanfsicht unter Leitung deS Herrn Groscherzogl. LandeSwohnungS- inspektors Ä r e t s ch c l - Darmstadt. ID”/1 Anmeldungen werden nur von dem Unterzeichneten entgegengenommen. Zweigverwaltung Wetzlar deSDeutschen Tcchniler-Verbandes. K. Leonhard, Vorsitzender. Neujahrskarten en ffros 'J)it 1.—, 2.—, 3.—, 4.—,5.— p. lOOStück emvfiehlt Emil Eiebermann. Frankfurt a. M., Lanaestr.3 Gesangverein Gemütlichkeit Mittwoch, 25. Dez. (1. Feiertag), abends 8 Uhr, im Hotel Einhorn: cihnachls-Fricr bestehend in Gesangsvorträgen,Theater, Verlosung u.Tanz. Freunde und Gönner des Vereins sind herzlich willkommen.Der Vorstand. Turnverein Giessen Donnerstag, 26. Dez. <2. Weih JL 1 "lichtstagj, abends 8 Uhr a”/« ff} Weihnachtsfeier Gesangverein „Harmonie“ ■■. gcgr. 1816. ■ " 2. Weihnachtsfeiertag abends s Uhr Weihnachtsfeier imNestnuraut„Fclienkellcr" beit, aus Äonzert, Gesangs- vorträgen, Theater, Verlosung und Tanz. vM/M Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. - in jedes deutsche Haus als Bibliothek einfObreo Monatlich >r«rhelnt ein komplettes Werk und wird zu dem erstaunlich billigen Preise von Concordia Am 2. Weihnachtsfeiertaff, nachmittag* 4 Uhr Weihnachtsfeier im Caf6 Ebel (oberer Saal) v”4/1» Allseitige Beteiligung erwünscht der Vorstand. ► Gassel g 010273 | in iedfr kiebigen Schriftart u. Karton- v ISlln Urtetl sorte, soicie mit Zirkeln aller studentischen Vereinigungen liefert zu mässigen Preisen die Brühl’sehe Universitäts Druckerei, Schulstr. 7. Auserwählte :: Speise-Karte: 8226 g 0 Jrtwuw ßitjjtn dcs VttbudkS der siauiicötr, Sasin»«. URnrttrcifeniieit, gegr. 1911. abends 8 Ubr, im Restaurant zum Biau, Neustadt: Weihnachts-Feier Konzert, Verloaong und Tanz. Freunde und Gönner sind eingeladen. Ter Vorstand. RuderKlub „Hassia“ Mittwoch, erster Feiertag, abends 8 Uhr: WchnMsflirr im „Felienkellcr", wozu wir unsere Mitglieder nebst werten Angehörigen freundl. einladen. Hntonbrauerd Ä.-G. in Giessen „Kraftbier mit geringem Alkoholgehalt "n^rk „ Papier- Jls Jl uJin.fi handlung fBnrW Gesangverein. Mittwoch, den 25. Dezember 1912 II. Lüeihnachtsicterlagi in der Turnhalle des Turnvereins: Weihnacht? - fein verbunden mit der feierlichen Begrünung des 100. Sängers. Musik- und Gesangs-Vorträge, Theater, Verlosung. — Ball BT Nur Mitglieder mit ihren Angehörigen und eingeladene Gäue haben Zutritt. "OS 2. Feiertag abend Familien Zusammenkunft in, Ver- einSlotal Postkeller). — 3. Feiertag abend Familien Zusammenkunft bei Mitglied Mav sSolmser Hoti. IvV2 Der Vorstand. S Statt O O O Paderborn Weihnachten 1912 ST Preis-Aufschlag =£ Wildfelle Wir kaufen: _ _ _ Hasenfellc 6l5 j« Mk. 1.2» per Stlli Kaninfelle zu Mk. —.15 biß Mk. —.30 „ , Rchfelle , , 1.20 , , 1.40 , , Füchse r , 12— . „ Marder, FltiS u.alle sonst.Felle z.höchsten Tagespreis! Julius Rosenthal <& Co. 6738 Krosdoricr Ltr. 116. Fellbandlung. Teleph. Nr. 63. Glessen Darmstadt Weihnachten 1912 010288 50 Pfg. gebunden 1 mü-htigt^n Herrn 37V2 „ broschiert | »rtofrei zug«-fi teilt Bereits versand fertig sind 6 Baade Klein-Linden Weihnachten 1912 B ____ R 0 R (V'öuüeiFiZe u k n I se e von ÜUUU Aerzten und Privaten. Paket Z7> Pf., Hone 50 Pf. zu haben bei: Gg. Wallenfei*. Marktplatz 21, AuffuM Wallenfels, Marktplatz 17, K. Dort,Walicorstr 45. Apoth. z. gold. Engel. A. Staudt, Neuen Bäue 17, C'hr. Bieker, Neustadt, Jacob Maternu*. Fritz Bauer. Hirsch Apoth. in Giessen, J. Bepnler in Lang- Göns, Ang. Seibert und H. KUmmel in Wleseck. Fr. Volk II. u. Ph. Becker VII. in Heuchelheim, Wllh. Btlhl in Gr -Buseck Landw H< zn;- iind Abaatzgen. in Lollar T >. Re ich man n. Stadtapoth. in Kirtorf, W. Schlleh.Lindeii- Apotheke in Grossen-Linden. Gesangverein „Heiterkeit" 2. Wcihnachtsfeiertag, abends 8 Uhr beginnend Ifeilelttier aul der lichM Konzert, Theater und Tanz. Freunde und Gönner des Vereins sind willkommen. v-/„ Der Vorstand. NB. 1. Feiertag: Zusammenkunft bei Mitgl. Seibel. 3. „ Frühschoppen im VercinSlokal. Scrrii Zos. S'ppfnöeimcr Butzbach. Die Unterstellung am Anfänge Ihres Briefes, auch in der von Ihnen gewählten Form, enthebt mich einer sachlichen Antwort. Wer glaubt, erst meine Beweggründe zur Filialsteuer verdächtigen zu müssen, kann bei mir lange auf Antwort warten. Konzert, turncr. Aufführungen, Theater, (ffeiaugovorträge, Verlosung u. Ball. Nichtmit- glieder Haben keinen Zutritt. Der AnSsing am 3. Feiertag findet nach der Karlsruhe statt. IN Nur drei Tage lesen Sie unsere Am ersten, zweiten u. dritte» Weihnachts-Feiertag. Ein neuer Beweis für unsere Leistungsfähigkeit bildet unser aus den gediegensten Sujets zusammcngcstclltcs absolut neues Fest-Programm. Eine der besten Schöpfungen dieses Jahres FH, Lissi üeBsuschka in ihrer ncucsteu Glanzrolle v Das Komödiantenkind Ein Drama ans dem Theatcrlebcn, in einem Borspiel und 3 Akten. In der Hauptrolle Fräulein Lissi Nebuschka Noch niemals ist eine Künstler-Tragödie von so großem Stil im Film dargestellt worden Versunken Weihnachts- Bescherung, das Riesen- Zest-Programm mit seinen zwei großen Schlagern. < Drama in 2 Akten ', Aus dem Inhalt: Sturz eines Autos in den Fluß. Rettungsarbeiten < unter Wasser. Noch nie dagewesene 2lttraktion. Unseren unübertroffenen Darbietungen reihen sich an: a«/ia ' Des Seherifs Belohnung, Amerikanisches Drama. ' Purzel & €)<>., Humor. / Die Wochenschau, ras neueste aus aller Welt. / und das übrige erstklassige Fest-Programm. < Unseren verehrten Besuchern ein recht fröhliches Weih- > nachtsfest wünschend, bittet um recht regen Besuch Die Direktion. $ SW* Heute, Dienstag bleibt das Theater geschlossen, Militär-Konzert ausgeführt von der Kapelle des Kaiser Wilhelm-Reg. 116 unter Leitung des Herrn Obermusikmeister Löber am 25. Dezember, I. Feiertag Stein'® Garten Anfang 8"Ubr. Ausgesuchtes siimniungsvottesWeihnachts- vrogramin. Kein Weinzwang. >010222» Eintritt 4» Pfg. Läebigshöhe Am Freitag, den 3. Weihnachts-Feiertag Militär-Konzert ausgesllbrt von der Kapelle des kiesigen Jnf.-NcgtS. „Kaiser Wilhelm". Leitung: Obermusikineister Löber. Anfang 43/4 Ubr_______010264_______Eintritt 45 Pfg. §ic bchcn ÄM bringt nur brr Siirmitoirirt Babnbosstraste 54 010,91 neben Hotel Schütz. Bom 25. bis 27. Dezember: DasHerz und dieKunsl Draina aus dem Leben eines Künstlers. $crrocl)tt Träumt, vcrnikhtcs W Dramatische Szene. Roman und Wirklichkeit. Komödie. Bonaparte und Catondale Historische Nckonstitulion. Die Schlacht Ein Tag aus dem Schlachtselde. Und das übrige glänzende Programm! DesliiBWagMsrBli Neuenweg Neuenweg Während der Feiertage Ausschank des beliebten If.Bsckbieres der Unionbranerei GieBsn Spezialität: 8227 Wirncr KürWrn mit Kraut, Mrn, Sijjibfn. Cafe Ebel Abends sind alle Räume gut beleuchtet. In den Räumen der alten Klinik Ausstellung deutscher Maler Geöffnet täglich v. 10 bis7 Uhr (auch Sonntags) verlängert bis 29. Dezember. Unter Förderung der I 9 Stadtverwaltung u. des 8 Kunst-Vereins ----------- 5. Turnus. Am Freitag, den 27. Dezbr. von nachm. 4 Uhr ab KONZERT Entree frei. [8241] Entree frei. 5lm 2. WcihuMscicrtag non uaibin.5Uhr an: Tanzmusik Es ladet freundlichst ein 010282 I. Schiiter, Wirtschaft „Ostend". Am 2« Weihnachtsfeiertag Tanz-Musik wozu freundlichst einladet 820» Ludwig Zecher V., Gastwirt W" Staufenberg. Ruttershausen Am 3. Feiertage findet grosse Tanz-Musik in der Gastwirtschaft „Zum alten Fritz61 statt. Es ladet crgebenst ein [8237 GaMwIrt Schön. Komödie. Herrliche Aufnahme. teWwimmeDoJa* Iclibiataodei’ltaileraüe Humoristisch. Hochinteressanter Film. Außtrdeni bas glänzende Programm mit verschiedenen Einlagen. Vr .-K /-t?, ' V" ich. Erstaufführungsrecht für Giessen Das Mädchen Eine Episode aus dem Balkankriege nennt Urban Gad sein neuestes Drama. Die Handlung spielt in der Hauptsache in einer Grenzfestung und gibt der besten Filmkünsllerin Asta Nielsen Gelegenheit ihre Talente zur Entfaltung zu bringen. Pabst Pius X. Das ewig Weibliche LJ Programm vom 24. bis 27. Dezember ohne Vaterland Mimisches Drama in 3 Akten von Urban Gad. a2*/„ In der Hauptrolle: Asta Nielsen Hal* Mei Direkt: Hermann Steingoetter Dienstag, d. 24. Dezmbr. 1912 keine Vorstellung Mittwoch, 25. Dez. 1912, (1. Feiertag) abends 7 Ubr: 10. Mittwoch - Abonn. - Borst. Gewöhnliche Preise. Neuheit'. Neuheit! Magdalena Ein Volksstück in 3 Auszügen von Ludwig Thoma. Ende 9 Uhr. a”/l2 Donnerstag, 26. Dez. 1912 (2. Feiertags nachmittags 3*/a Ubr: unter Mitwirk, der Kapelle deö hiesigen Jnfant.-Regts. „Kaiser Wilhelm" Nr. 116. XWT~ Kleine Preise ~W1 3um 7. Male Neuheit! Neuheit! Autoliebchen Posse mit Gesang und Tanz in 3 Akten von Jean Gilbert. Ende nach 6 Uhr. AbcndS 7'/- Ubr. xwr* Kleine Preise. Neuheit! Neuheit! So n Windhund Schwank in drei Akten von Curt Kraatz und Arthur Hoffmann. Ende 10 Ubr. Freitag, den 27.Dcz.1912 (3. Feiertag) nachmittags 3'/, Uhr unter Mitwirk. der Kapelle des hiesigen Jnfant.-Regts. „Kaiser Wilhelm" Nr. 116. ^indervo» stellnnq. Volks-Preise Volks-Preise MbrriHaultmännrrihtn oder Das gute Liesel u. das böse Gretel. Eine Komödie für Kinder in 5 Bildern von C. A.Görner. Ende nach 5 Uhr. AbcndS 7*/3 Ubr: unter Mitwirkung d. Kapelle des dies. Inf.-RgtS. „Kaiser Wilhelm Nr. 116. Gewöhnliche Preise. Auster Abonnement. Zum ersten Male! Neuheit! Neuheit! Pllrttttsltz Nr. III Fliegervofic mit Gesang und Tanz in einem Vorspiel und 3 Akten von Hermann Haller und Willi Wols. Musik von Walter W. Goestc. Ende IO1', Uhr. la**/13 | |d Am2.WeibnachtSfeicrtag findet hberslaol Bau statt, wozu freundlichst einladet Ferdinand Felsing, Gastwirt z. Adler Für Svciien u. Getränke ist beit, gciorgt Eintritt frei. Birklar Birklar Am 2. WcibnachtSfcicrtagc findet KllkMthrblllt mit Weihillichtslitttllsllllg statt, wozu freundlichst einladet 8242 kastrnirt und Metzger PH. Mingrc. Philosophenwald. BocfrBier hn Zapf aus der Union-Brauerei. - Empfehle für die Feiertage das so beliebte Frankfurter Henninger und :: Gießener Brauhaus :: BocHier. sowie Münchener und Dortmunder Biere in Flaschen, Syphon und Gebinden. (8169 Bierhand 8g;. H. Trechsler, Stcinstr. 48 Telefon 581. BcstcUnng frei HauS. Feuerwerk en gro« Emil Fiebermann, Frankfurt a. Main, Langestr. 3. Offeriere: ein vorzüql. Glas Tafel-Bier a. d. Fürstenberg-Braucrci Donaueschingen i. Ausschank Ferner empfehle Rhein-, Mosel-, Not- und Südwcine 8135] zu bekannt billigen Preisen. _______________Weiustube Seibel. Parfümerien u. 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